Im Schiller⸗Theater findet am Sonntag Nachmittag die letzte Wiederholung von Schiller's Trauerspiel „Die Jungfrau von Orleans“ statt. In der Abendvorstellung geht der Schwank „Die Großstadtluft“ von Blumenthal und Kadelburg in Scene..
Im Theater des Westens findet die Eröffnung der Sommer⸗ aison am 1. Mai statt. Für die Dauer derselben wird Herr Direktor erenciy mit seinem vollständigen Operettenpersonal und verschiedenen wvorragenden Gästen Vorstellungen geben. Zunächst kommt Sidney ones' Operette „Die Geisha“ in der bewährten e. günt.
sich neu ausgestattet, mit dem Opernorchester des Hauses zur uf⸗
führung.
Im Neuen Theater geht mor zum Besten des „Vereins für Volkserziehung“ (Pestalozzi⸗Fröbe 48 Lessing's Lusftspiel „Minna von Barnhelm“ unter Mitwirkung von Frau Hedwig Niemann⸗Raabe in Scene.
Das Philharmonische Orchester hat heute eine bis zum 14. Mai dauernde Konzerttournee durch Deutschland., Oesterreich, Italien, Frankreich und die Schweiz angetreten. Das Orchester wird u. a. in den Städten Breslau, Krakau, Prag, Brünn, Graz, Triest, Laibach, Venedig, Bologna, Mailand, Lyon, Genf, Bern, Zürich, Basel, Straßburg, Wiesbaden und Hannover konzertieren. Die künstlerische Leitung der Konzerte hat Dr. Hans Richter überaommen. Die Konzertprogramme enthalten Werke von Beethoven, Wagner, Liszt,
Tschaikowski, Dvokak, Berlioz und Richard Strauß.
Mannigfaltiges. Berlin, den 19. April 1900.
Schon wiederholt ist in deutschen Zeitungen auf eine Gesellschaft von Schwindlern aufmerksam gemacht worden, die von London aus durch zahlreiche Ankündigungen in deutschen Zeitungen Darlehen gegen bloße Unter⸗ schrift anbieten, dann aber nach Einziehung von Kosten⸗ und Zinsenvorschüssen nichts wieder von sich hören lassen. Eine Aufzählung der verschiedenen Namen, unter denen die chwindler auftreten, ist nutzlos, da die Namen in kürzester Zeit gewechselt werden und die dabei angegebene Adresse meist nur eine der in London üblichen Baͤesempfangsste en ist. Die in der letzten Zeit bei dem deutschen General⸗Konsulat in London eingegangenen Klagen und Anfragen aus den verschiedensten Theilen Deutschlands beweisen, daß die Schwindler neuerdings wieder mit Erfolg W“ sind.
on Amtswegen, wie in Deutschland von seiten der Staatsanwaltschaft, werden strafbare Handlungen der vor⸗ liegenden Art, auch wenn bei den Behörden Anzeige davon gemacht wird, in England nicht verfolgt; es wird dort viel⸗ mehr dem Geschädigten überlassen, die Strafverfolgung selbst zu betreiben. Da diese aber mit erheblichen Kosten verbunden, auch die Zahlungsunfähigkeit der Schwindler vorauszusehen ist, so ist, ganz abgesehen von der Schwierigkeit, die Persönlichkeit der Schwindler sicher fest⸗ zustellen, beinahe jede Hoffnung auf Wiedererlangung der einmal in ihre Hände gerathenen Geldbeträge ausgeschlossen.
Es kann daher nur wiederholt und dringend davor ge⸗ warnt werden, mit unbekannten Personen im Auslande, die sich als Geldverleiher anbieten, in geschäftliche Verbindung zu treten, namentlich wenn die vorherige Einzahlung von Vor⸗ schüssen für Auslagen oder die Vorauszahlung von Zinsen gefordert wird.
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Ueber die Witterung im Monat März 1900 berichtet das Königliche Meteorologische Institut auf Grund der angestellten Beob⸗ achtungen Folgendes: Der erste diesjährige Frühlingsmonat muß sowohl nach seinen Wärmeverhältnissen wie auch wegen der häufigen Schneefälle durchaus noch dem Winter zugerechnet werden. Die Temperatur lag nur um die Mitte des Monats etwas über dem Durchschnitt, sonst aber und zwar besonders zu Anfang und Ende beträchtlich darunter, sodaß das Gesammtmittel allenthalben um 1— 2 ° unter der normalen lag und daber vielfach niedriger war, als das des voraufgegangenen Februars. Auch der Niederschlag blieb trotz der großen Zahl der Schneetage hinter dem Normalwerth erheblich zurück, zumal im Westen, wo kaum 20 v. H. desselben gemessen wurden. Der äußerste Nordosten und Schlesien hatten es dagegen etwas zu naß, vornehmlich durch die großen Schnee⸗ mengen in den letzten Tagen. Die Schneedecke wuchs zwar zu Anfang des Monats vielfach schon in der Ebene bis zu 20 cm an, doch schmolz sie infolge des milden Wetters in der zweiten Dekade; nachher blieb
der Boden größtentheils schneefrei; nur in Schlesien sielen vom 27. ab enorme Schneemassen, wodurch die Schneedecke in den Gebirgen eine Höhe bis zu 2 m erreichte. Das Minimum, welches Ende Februar über Deutschland ostwärts gezogen war, hielt sich zu Anfang März über vv ene und veranlaßte im Verein mit einem Hochdruckgebiet im Westen e⸗ Winde, ziemlich strengen Frost und Schneefälle. Am 4. lag die Temperatur bis zu 10 °9 unter dem Durchschnitt. Während das Minimum vom 5. an nach Nordosten weiter⸗ jog, drang das Hochdruckgebiet nach Deutschland vor; im Osten hielt bei lebhaften nördlichen Winden das strenge Frostwetter noch an, im Westen dagegen hoben vom Meere her wehende Nordwestwinde die Temperatur über den Gefrierpunkt. Als am 10. der Kern der Anti⸗ cyklone im Südosten lag, trat bei schwachen Südwinden und heiterem Himmel allgemeine, im Osten besonders rasche Erwärmung ein. Durch ein Minimum aber, welches um den 13. im Norden nach Finland vorbeieilte, brachen wieder nördliche Winde mit schneller Abkühlung herein. Vom 15. ab stellte sich niedriger Luftdruck im Nordwesten und sodann im Westen ein, während gleichzeitig die öftliche Anticyklone aufs neue vordrang; infolge dessen nahm die Temperatur bei südlichen Winden bis zum 21. zu. Die westliche Depression zog vom 21. ab nach Süd⸗Europa, während im Norden der Luftdruck zunahm, wodurch der Wind nach Osten drehte und kalte Luft aus Rußland herbeiführte. Die Temperatur sank rasch und lag am 24. bereits allgemein wieder unter der normalen. In den letzten Tagen stand Zentral⸗Europa unter dem Einfluß mehrerer kleiner Minima, die keine wesentliche Aenderung des Wetters brachten; das eine von ihnen jedoch, welches über Ungarn nordostwärts zog, ver⸗ anlaßte die starken Schneefälle in Schlesien.
Nachdem vor kurzem in dem Bezirk Berlin NW. die Kon⸗ stituierung eines Ausschusses des Deutschen Flottenvereins stattgefunden hat, ist für morgen, Freitag, Abends 8 Uhr, nach der Victoriabrauerei, Lützowstraße 112, eine allgemeine Ver⸗ sammlung einberufen worden zum Zweck der Konstituierung eines Bezirksausschusses Berlin W.
Die Deutsche Gesellschaft von Freunden der Photo⸗ graphie hält morgen Abend 8 Uhr in der Aula der Kriegs⸗ Akademie (Dorotheenstr. 58/59) ihren 38 Skioptikon⸗Abend ab. Herr Carl Schillings wird an diesem Abend einen zweiten Vortrag über seine Jagd⸗ und Reiseerlebnisse im Innern voan Deutsch⸗ Ostafrika halten und denselben durch zum theil neue Bilder illustrieren.
In der Deutschen Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde spricht morgen, Freitag, Abends 8 Uhr, im Bürger⸗ saal des Rathhauses Herr Professor Dr. Jäkel „über den Körperbau der Wirbelthiere“. Im Anschluß an den Vortrag findet die dies⸗ jährige Hauptversammlung statt. — Am Dienstag, den 24. April, wird ein IX. Vortragscyklus über „allgemeine Botanik“ durch Herrn Professor K. Schumann im Hörsaal des Königlichen Botanischen Museums eröffnet werden. Nähere Auskunft ertheilt der Erste SEa Oberlehrer Dr. W. Greif, Berlin S0. 16, Köpenicker⸗ straße 142.
Im Zoologischen Garten sind drei Weißbart⸗Gnus (Con- nochoetes albojubatus Thos.) aus Deutsch⸗Ostafrika angekommen. Diese Thiere wurden von dem bekannten Forschungsreisenden C. G. Schillings im Massailande eingefangen und unter großen Schwierig⸗ keiten hierher gebracht. Es sind die ersten lebenden Individuen ihrer Art in Europa. Das Gnu ist unter den Wiederkäuern wohl die seltsamste und merkwürdigste Form und vereinigt in sich Merkmale sehr ver⸗ schiedener Hufthiergruppen. Gewöhnlich rechnet man diese originellen „Mischgestalten“, wie sie Heck im „Thierreich“ nennt, zu den Antilopen. Neuerdings aber bricht sich mehr die Ansicht Bahn, daß das Gnu nichts mit den Antilopen gemein habe und einer in früheren Erd⸗ perioden vielleicht artenreicheren Thiergruppe angehöre, die jetzt nach Matschie's Untersuchungen außer dem Gnu nur noch durch den nordischen Moschusochsen und die merkwürdige Gnuziege der tibetanischen Hochländer vertreten ist. Im Zoologischen Garten kann man jetzt alle drei bisher bekannten Abarten des Gnus vergleichen: das braune oder Weißschwanz⸗Gnu von Süd⸗Afrika, das Streifen⸗ Gnu von Sübdost⸗Afrika und das Weißbart⸗Gnu von Ost⸗Afrika. Die Guus leben in großen Herden auf den Buschstepven, gewöhnlich gemeinschaftlich mit Straußen, Kuhantilopen und Zebras.
Der Vortrag, welchen Professor Lassar in einer des Comités für das Winterfest der Berliner Rettungsgesellschaft „über Aesthetisches in der Medizin“ gehalten hat, ist soeben im Verlage von August Hirschwald, Berlin NW., Unter den Linden 68, im Druck erschienen und wird zum Besten der Berliner Rettungs⸗ gesellschaft verkauft (Pr. 40 ₰). 8 8
Wetterbericht vom 19. April 1900,
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Der Nachtrag zum „Adreßbuch für Berlin und sein Vororte 1900“ gelangt von heute ab zur Ausgabe. Dieser Nachtrae wird allen Abnehmern des Jahrgangs 1900 in der Haupt. Expeditiog des „Berliner Lokal⸗Anzeigers“ (SW., Zimmerstraße 39/41) und n dessen sämmtlichen Filial⸗Expeditionen bis Ende Mai unentgeltlic verabfolgt. 1 8
Köln, 19. April. (W. T. B.) Der „Kölnischen Volkszeitung⸗ zufolge sind beim Löschen eines holzbeladenen Schiffes der Firma Albert Maßen in Duisburg vier Arbeiter verunglückt Zwei sind todt, einer schwer, einer leicht verletzt. —
Hamburg, 19. April. (W. T. B.) Der der Rhedereifirma Wm. O'Swald gehörige Dampfer „Zanzibar“ ist bei Mom, basa an der Küste von Ost⸗Afrika gestrandet. Das Schiff wurde von einem italienischen Krkegsschiff abgebracht und ist an⸗ scheinend dicht geblieben.
(W T. B.)
Prag, 18. Avpril. Das „Prager Abendblatt- meldet aus Aussig: Eingetretenes Hochwasser verursachte E zelnen Schächten des Dux⸗Brüx⸗Komotauer Kohlenrevierz großen Schaden. Mehrere Kohlenwerke stehen unter Wasser.
Paris, 18. April. (W. T. B.) Gestern Abend folgten die in Paris anwesenden zahlreichen deutschen Aussteller einer Ein⸗ ladung des Reichskommissars, Geheimen Ober⸗Regierungsraths Dr. Richter zu einer geselligen Zusammenkunft im „Spaten⸗ bräu“ der Ausstellung. Kommerzienrath Deußen⸗Krefeld „sprach dem Gastgeber den herzlichen Dank der Versammelten für seine Be⸗ mühungen um die deutsche Ausstellung aus. Die Versammlung sandte sodann an Seine Majestät den Kaiser Wilhelm folgendes Telegramm:
„Die deutschen Aussteller, mit der deutschen Kolonie nach schwerer arbeitsreicher Zeit zum ersten Mal vereint, sprechen Eurer Majestat, dem mächtigen Schirmherrn deutscher Arbeit, ihre unterthänigste⸗ begeisterte Huldigung aus.
Im Namen der Aussteller und der deutschen Kolonie: Richter.“
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Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Muünchen, 19. April. (W. T. B.) In Vertretung Seiner Königlichen Hoheit des Prinz⸗Regenten wird sich Seine Königliche Füsen der Prinz Leopold zur Feier der Groß⸗ jährigkeit Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen Wilhelm am 6. Mai nach Berlin begeben. — Seine Königliche Hoheit der Prinz Rupprecht reist morgen nach Wien, um Seiner Majestät dem Kaiser Fran Joseph für die Verleihung des Ordens vom goldenen Vli zu danken.
Hohenelbe, 19. April. (W. T. B.) In Niederöls setzte sich der Abhang des Brandelberges in Bewegung. Das Rutschterrain umfaßt eine Fläche von etwa 10 ha. Sicherungs⸗ arbeiten sind vorgenommen worden. Es ist Gefahr vorhanden, daß bei anhaltendem Regenwetter das Rutschterrain in die Elbe stürzt, was eine bedeutende Rückstauung des Wassers verursachen und die Häuser bedrohen würde.
London, 19. April. (W. T. 1 Aus Maseru wird dem „Reuter'schen Bureau“ vom 18. April gemeldet, daß die dortige Gegend infolge heftiger Regengüsse schwer zu leiden habe. Die Flüsse seien alle ausgetreten, der Boden sei auf⸗ geweicht, die Laufgräben seien mit Wasser gefüllt.
Nokohama, 19. April. (Meldung des „Reuter'schen Burecaus“.) Wie aus Söul berichtet wird, besteht zwischen dem russischen Gesandten und der koreanischen Regierung immer noch eine Differenz hinsichtlich der russischen Forderung wegen Verpachtung von Gebietstheilen in Mokpho oder Man glaubt, daß Rußland jetzt größere Flächen ordere.
Aecra, 18. April. (Meldung des „Reuter'schen Bureaus“.)
ier eingegangenen Nachrichten zufolge fordere der Gouverneur
odgson die Entsendung aller verfügbaren Truppen.
umassi sei dicht eingeschlossen. Die Lage sei äußerst ernst, falls der Entsatz von Kumassi sich verzögere. 15
QQQ—————— 1 (Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Dresdenerstraße 72/73.
zum Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußi
Erste Beilage
Berlin, Donnerstag, den 19. April
en Staats⸗Arzeiger.
Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
1900.
dxs Epsexxgeve
Qualität
gering
mittel gut
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ter Preis für 1 Doppelzentner
niedrigster ℳ
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Wind. Wetter.
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Feris II1I1I“ Münster Wstf. 775 N. 775 ℛO 776 N. 776 NO 778 W 776 W 773 NNW 775 N 7722 9NRO 768 NO wolkig 770 O wolkenlos
Uebersicht der Witterung. West⸗Europa wird von einem Hochdruckgebiet
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heiter wolkenlos bedeckt bedeckt bedeckt wolkig wolkenlos wolkig
wolkenlos bedeckt wolkenlos heiter wolkig halb bed. wolkenlos Regen bedeckt
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überdeckt, dessen Kern über der südlichen Nordsee
liegt. Dasselbe scheint langsam fortzuschreiten. In Deutschland ist das Wetter ruhig, kühl und theil⸗ weise heiter. Ruhiges, sonniges, trockenes und wär⸗ meres Wetter demn chst wahrscheinlich.
“ Deutsche Seewarte.
8 Theater.
Königliche Schauspiele. Freitag: Opern⸗ haus. 101. Vorstellung. Mignon. Oper in 3 Akten von Ambroise Thomas. Text mit Be⸗ nutzung des Wolfgang von Goethe'schen Romans „Wilhelm Meister's Lehrjahre“ von Michel Carré und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert. Ballet von Paul Taglioni. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 106. Vorstellung. Sonder⸗ Abonnement B. 14. Vorstellung. Die Tochter des Erasmus. Schauspiel in 4 Aufzügen von Ernst von Wildenbruch. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Opernhaus. 102. Vorstellung. Der Bärenhäuter. In 3 Akten von Siegfried Wagner. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 107. Vorstellung. Jugend von
eute. Eine deutsche Komödie in 5 Aufzügen von
tto Ernst. Anfang 7 ½ Uhr.
Deutsches Theater. Freitag: Der Probe⸗ kandidat. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Neu einstudiert: Gespenster.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Cyrauo von Bergerac. — Abends 7 ½ Uhr: Gespenster.
Berliner Theater. Freitag (32. Abonnements⸗ Vorstellung): Der Hüttenbesitzer.
Sonnabend: Ueber unsere Kraft.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Faust, erster Theil. — Abends 7 ½ Uhr: Ueber unsere Kraft.
Schiller⸗Theater. (Wallner⸗Theater.) Frei⸗ tag, Abends 8 Uhr: Brand. Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von Henrik Ibsen, übersetzt von L. Passarge, bearbeitet von Raph. Löwenfeld.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der zerbrochene Krug. Hierauf: Amphitryon.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleaus. — Abends 8 Uhr: Die Großstadt⸗
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Theater des Westens. (Opernhaus.) Frei⸗ tag (31. Freitags⸗Abonnements⸗Vorstellung): Der (Ollendorf: Herr R. Wellhof, als
ast.)
Sonnabend: Volksthümliche Vorstellung zu halben Preisen: Zum 25. Male: Undine.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu balben Preisen: Undine. — Abends 7 ½ Uhr: Der Bettelstudent. (Ollendorf: Herr R. Wellhof, als Gast.)
Montag lletzte Montag⸗Abonnements⸗Vorstellung): Der Bettelstudent. ““
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Lessing⸗Theater. Freitag: Die Ehre. Sonnabend: Gastspiel von Agnes Sorma. Nora.
Sonntag: Gastspiel von Agnes Sorma. Morituri. 8
Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. Frei⸗ tag: Zum Besten des Pestalozzi ⸗Froebel⸗ uses. Wohlthätigkeits⸗Vorstellung unter gütiger Mitwirkung von Frau Hedwig Neegaan⸗Uee e Minna von Barnhelm. Lustspiel in 5 Akten von G. E. Lessing. (Minna: Nuscha Butze; Franziska: Hedwig Niemann⸗Raabe.) Anfang 7 ½ Uhr Sonnabend und Sonntag: Im Egxil. Vorher: Frau Sonne.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: 99* unst. Lustspiel in 4 Akten von Thilo von rotha.
Residenz⸗Theater. Direktion: Sigmund Lauten⸗ burg. Freitag: Zum 100. Male: Die Dame von
Maxim. (La dame de chez Maxim.) Schwan!
in 3 Akten von Georges Feydeau. Uebersetzt und bearbeitet von Benno Jacobson. von Sigmund Lautenburg. Anfang 7 ¼½ Ubr. Sonnabend und folgende Tage: Die Dame von Maxim. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei bis über
die Hälfte ermäßigten Preisen: Der Schlafwagen⸗
Controleur.
In Scene gesetzt
Thalia -Theater. Vorletzte Woche vor der Abreise nach Hamburg. Freitag: Im Himmelhof. Große Ausstattungs⸗ posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Jean Kren und Alfred Schönfeld. Musik von Max Schmidt. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend und folgende Tage: Im Himmelhof. ————ꝛfꝛ——
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Frl. Hedwig Renck mit Hrn. Oberleut. Mügge (Potsdam). — Verw. Fr. von Bothmer, geb. Egidius, mit Hrn. Hauptmann von Uthmann
(Wiesbaden). “ Verehelicht: Hr. Stabsarzt Dr. Kleinschmidt Jessie Britten (Cassel —Somerby,
mit Frl. England).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. von Falkenhayn ö — Hrn. Rittmeister Weirscherck Gleiwitz). — Eine Tochter: Hrn. Profefsor M. Baenitz (Schneidemühl).
Gestorben: Hr. Generalleut. z. D. Otto von Jahn EEöööu Leut. i. Inv.⸗Hause Wilhelm
agner (Berlin). — Hr. Leut. Oswald von annwitz (St. Avold). — Hr. Pastor em. Ernft irschke (Primkenau). — Hr. Paselle Dr. Leonard Jacobi (Berlin). — Hr. Rittmeister a. D. Sigit⸗ mund von Auerswald (Berlin). — Fr. Leut. Frida Kindler von Knobloch, geb. von Quitzow (Berlin). — Fr. Mathilde von Brabender, geb. Weide⸗ mann (Charlottenburg). — Verw. Fr. Landes⸗ älteste Luise Croce, geb. Tielscher (Breslau). — r. Justizrath Iulie Scholtz, ses. Weisser Breslau). — Ehrenstiftsdame Elise Gräfin von Schlieffen (Pappenheim).
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagt⸗ Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).
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nd der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein
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