1900 / 262 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 02 Nov 1900 18:00:01 GMT) scan diff

sodaß die darauf folgenden Indexzahlen eine Uebersicht über die Zu⸗ oder Abnahme der Handelsbewegung geben: Smiafh denr Ind 5 Spezialhandels ndex⸗ Jahr in Millionen jahlen h““ 1894 6 900 1895 7439 1896 7 832 1897 8 316 1898 1899 1894

8 837 1895

1896 1897 1898 1899 1894

S.SSAS NSNOS

S SSlSbS O,SSU

100 98 99

102

109

2 950,0 116. 222 Zieht man diesen Vergleich getrennt für Ein⸗ und Ausfuhr dieser Länder im Spezialhandel, so ergiebt sich auch hierbei für d eine äußerst günstige Entwickelungstendenz. Bezüglich der Einfuhr steht Deutschland mit einer prozentualen Vermehrung von 39 % gegen das Jahr 1894 an der Spitze aller Nationen und wird nur durch den sprunghaften Schritt, welchen die italienische

Einfuhr in den Jahren 1898 und 1899 gemacht hat, annähernd

erreicht. In der Entwickelung des Einfuhrhandels seit dem Jahre 894 ist die englische Einfuhr um 19 %, die französische um 29 %, ie amerikanische um 19 %, die rufsische um 33 %, die italienische m 2 % und die österreichisch⸗ungarische um 24 % hinter der deutschen

Einfuhr zurückgeblieben. In dem Ausfuhrhandel hat Deutschland is zum Jahre 1897 die Führung unter den Großstaaten innegehabt nd dieselbe im Jahre 1898 an die Vereinigten Staaten von Amerika bgetreten, welche sie 1899 nur mit einem geringen Vorsprung vor

Deutschland aufrecht erhalten konnte. Im übrigen kommt nur die talienische Ausfuhr in ihrer Steigerung der deutschen einigermaßen ahe. Die Einzelheiten über die Entwickelung der Ein⸗ und Ausfuhr er Großstaaten in dem Zeitraum von 1894 bis 1899 geben wir in

olgenden Tabelle: Werth 1 14 6 Indexzahlen Jahr der Einfuhr der Ausfuhr In d

1 in Millionen Mark Einfuhr Ausfuhr . 1894 3938 2962 100 100 . 1895 4121 3318 105 112 1896 4307 3525 109 119 1897 4681 3635 119 123 1898 5081 3757 129 127 1899 5483 4207 139 142 1894 7011 4320 100 100 1895 7040 4522 100 105 1896 7711 4802 110 1 1897 7821 4684 112 108 1898 8195 4668 117 108 1899 8401 5293 120 123 1894 3080 2463 100 100 1895 2976 2699 97 110 1896 3039 2721 99 110 1897 3165 2878 103 117 1898 3578 2809 116 114 1899 3374 3119 110 126

Vereinigte Staaten von Amerika. 3693 100 3370 112

3668 119 4386 117 5143 94 5263 120 1471 100 1516 96 1515 105 1599 100 1562,0 100 1313,5 106 823,2 100 830,2 108 841,7 108 73,4 109 8 962,9 129 8 1s 1145 2 137 est 1352,3 100 1 28, 1261,1 103 93 1315,8 101 97 1302,6 108 96 d 1372,9 117 102 1111“ 1367,6 1582,4 115 117. Die überaus günstige Entwickelungstendenz des deutschen Spezial⸗ handels ergiebt sich auch, wenn man noch über das Jahr 1894 hinaus bis zum Jahre 1882 zurückgreift. Zieht man zum Vergleich die durch⸗ schnittlichen Handelswerthe der Jahre 1882 bis 1884, 1889 bis 1891 und 1896 bis 1898 heran und setzt man den Jahresdurchschnittswerth des Spezialhandels für die Zeit von 1882 bis 1884 gleich 100, so

erhält man folgendes Bild: Spezialbandel

1882/84 1889/91 Indexzahlen

Länder Deutschland

Großbri annien

1896/98

Länder: Deutschland Großbritannien Frankreich I“ Vereinigte Staaten von Amerika wEEZbbEö1ö1ö1ö181““ 16161761656565 Oesterreich⸗Ungarn . *) Nur für 1897/98. Es weist also auch nach dieser Tabelle der deutsche Spezial⸗ handel unter den zum Vergleich herangezogenen Großstaaten den größten Aufschwung auf. Bei einer Zergliederu

handels in Einfuhr und Ausfuhr ändert sich jedoch das Bild. Während in der Entwickelung der Einfuhr sich für den Jahres⸗ durchschnitt 1896/98 bei Deutschland eine prozentuale Vermehrung gegen den Jahresdurchschnitt 1882/84 von 47 % ergiebt (gegen 13 %, bei Großbritannien, 2 % bei den Vereinigten Staaten und 21 % bei Oesterreich⸗Ungarn), weisen in der Entwickelung der Ausfuhr die Vereinigten Staaten die höchste prozentuale Steigerung von 37 % auf gegen 13 % bei Deutschland, 2 % bei Frankreich und 6 % bei Oesterreich, Ungarn. Die Einfuhr Frankreichs im Jahresdurchschnitt 1896/98 ist um 12 % und diejenige Italiens um 1 % gegen den Jahresdurchschnitt 1882/84 zurückgegangen. In der Ausfuhr inner⸗ halb dieser Zeit zeigt sich bei Großbritannien ein Rückgang von 1 % und bei Italien ein solcher von 2 % gegen den Jabresdurchschnitt 1882/84. (Die Ziffern sind zum theil dem Schweizerischen Handels⸗ amtsblatt entnommen.)

Einfuhr und Ausfuhr von Getreide, Mehl aus Getreide und Hülsenfrüchten in Oesterreich⸗Ungarn in den ersten acht Monaten des Jahres 1900.

Einfuhr Ausfuhr Januar bis August Januar bis August 1899 1900 1899 1900 Werth in Tausend Kronen 9 192 13 742 354 134

22 743 25 140 4 825 3 490 68 298

L16e* . .““ 14 20 Halbfrucht.. 2 Malz ü 1““ Mehl aus Getreide.. 8 8 2 638 4 344 ““ M“ 888 4 595 E111“ 8 158 142

116 1 293 246 Lupinen, Wicken .. . . . 111 54 zusammen 25 589 21 595 7 987 73 335

Die hauptsächlichsten Getreidearten der österreichischen Einfuhr sind Mais und Weizen. In ersterem Artikel ist die Einfuhr um un⸗ efähr 50 % gestiegen, dagegen in Weizen um 70 % gesunken. Die Einfuhr von Roggen ist in ganz erheblichem Maße gefallen, nämlich von 2 653 000 Kronen auf 84 000 Kronen. Die Einfuhr von Gerste ist dagegen von 657 000 Kronen auf 940 000 Kronen, von Hirse von 1 279 000 auf 1 843 000 Kronen gestiegen.

Die hauptsächlichste Getreideart der Ausfuhr ist Gerste, welch⸗ von 22 743 000 auf 25 140 000 Kronen, also um 11 %, gestiegen ist. Die Ausfuhr von Gerstenmalz beträgt 34 870 000 und ist gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres um 16 000 Galden gefallen. Recht erheblich hat auch die Ausfuhr von Mehl zugenommen, nämlich von 638 000 auf 4 344 000 Kronen. Auch die Ausfuhr von Bohnen ist gestiegen, und zwar von 3 888 000 auf 4 595 000 Kronen.

Ein Ueberwiegen der Einfuhr über die Ausfuhr ist in erheblichem Maße bei Mais, Hirse, Buchweizen und Wetzen festzustellen. Bei Roggen überwiegt die Einfuhr nicht mehr in so erheblichem Maße wie im Vorjahre, infolge des bedeutenden Rückganges der Einfuhr in diesem Artikel.

Die Ausfuhr übersteigt die Einfuhr, namentlich in Gerste und Malz, in geringerem Maße auch bei Hafer, Mehl und Bohnen. Insgesammt übersteigt die Ausfuhr dieser landwirthschaftlichen Erzeugnisse in den ersten acht Monaten des Jahres 1900 die Ein⸗ fuhr um mehr als 52 Millionen Kronen, gegen 42 Millionen Kronen in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, die Handelsbilanz von Oesterreich⸗Ungarn hat sich daher, soweit diese Erzeugnisse in Frage kommen, gegen 1899 wesentlich gebessert.

Außenhandel Oesterreich⸗Ungarns im Monat September und in den ersten neun Monaten 1900.

Nach den vom österreichischen Handels⸗Ministerium veröffent⸗ lichten Angaben über den Außenhandel des österreichisch⸗ungarischen Zollgebiets im Monat September d. J. erreichte in diesem Monat (ausschließlich des Edelmetallverkehrs) die Einfuhr einen Werth von 120,4 Millionen Kronen (8,9 Millionen Kronen mehr als im Sep⸗ tember 1899) und die Ausfuhr einen Werth von 163,1 Millionen Kronen (15 9 Millionen mehr als 1899); es ergiebt sich somtt für den Monat September ein Aktivum der Handelsbilanz von 42,7 Millionen Kronen, gegen ein solches von 35,7 Millionen Kronen im Vorjahre. Während der Monate Januar bis September 1900 be⸗ zifferte sich die Einfuhr (ausschließlich des Edelmetaliverkehrs) auf 1237,4 Millionen Kronen (46,2 Millionen Kronen mehr als 1899) und die Ausfuhr auf 1387,0 Millionen Kronen (54,9 Millionen mehr als 1899); das hieraus resultierende Aktivum der Handelsbilanz be⸗ trägt demnach 149,6 Millionen Kronen, gegen ein solches von 140,9 Millionen Kronen im Vorjahre. Der Menge nach stellte sich während der genannten Monate die Einfuhr auf 78,4 Millionen Doppel⸗ zentner und die Ausfuhr auf 125,3 Millionen Doppelzentner, es wurden demnach 47,9 Millionen Doppelzentner mehr aus⸗ als ein⸗ geführt. Während des gleichen Zeitraums weist ber Verkehr in den wichtigsten Waaren (in Millionen Kronen) nachstehende Er⸗ gebnisse auf, in der Einfuhr: Kolonialwaaren 39,7 (+ 6.8), Taback roh 42,9 (— 2,1), Getreide 23,4 (— 3,0), Sämereien 25,3 (+ 4,6), Schlachtvieh 12,8 (— 3,6), Kohlen, Koks und Torf 791 (+ 19,0), Baumwolle 112,8 (+ 24,0), Flachs, Hanf, Jute ꝛc. 35 3 (+ 24), Schafwolle, Kammzeug ꝛc. 80,3 (— 10,4), Wollgarne 29,2 (— 0,9), Wollwaaren 20,8 (+ 1,2), Seide 31,3 (— 4,7), Seiden⸗ waaren 23 4 (— 4 8), Papier und Papierwaaren 17,8 (+ 20), Roh⸗ eisen und Luppeneisen ꝛc. 7,5 (— 3,5); in der Ausfuhr: Zucker 124,6 (+ 41), Getreide 38,1 (— 4 6), Malz 39 2 (+ 0 8), Kohlen, Koks und Torf 63,7 (— 0,7), Glas und Glaswaaren 38,4 (+ 2,2), Luppen⸗ eisen 122 (+ 5,3). (Pester Lloyd.)

Bier⸗Erzeugung und Konsum in Nieder⸗Oesterreich im Jahre 1899.

Das Jahr 1899 war für die österreichische Brauindustrie kein befriedigendes. Der Absatz und dementsprechend die Produktion haben abgenommen, nachdem verschiedene Ursachen, insbesondere die im II. Semester verminderte Bauthätigkeit, sowie das Darniederliegen einzelner Gewerbe die Konsumptionsfähigkeit der Bevölkerung herab⸗ gemindert hatten. Empfindlich benachtheiligt wurde die Brauindustrie auch durch den vermehrten Weinkonsum.

Ja Nieder⸗Oesterreich waren in der Erzeuqungsperiode 1898/99, d. i. vom 1. September 1898 bis 31. August 1899, 65 Brauereten im Betriebe gegen 66 im Vorjahre. Diese 65 Brauereien erzeugten 3 775 424 hl Bier und blieben mit dieser Produktion gegen das Vorjahr um 164 324 hl oder 4,2 % zurück. Im Sonnenjahre 1899 betrug die Erzeugung 3 781 100 hl gegen 3 959 082 hl im Jahre 1898, mithin um 177 982 hl oder 4,5 % weniger.

Für die Erzeugung des Jabres 1899 verbrauchten die nieder⸗ österreichischen Brauereien 831 600 Meterzentner Malz und 31 670 Zollzentner Hopfen.

Gerste und Hopfen hatten zumeist normale Preise. 8 Ssseac Bewohner von Nieder⸗Oesterreich entfallen pro Jahr

5 1 Bier.

An Brauereien, die mehr als 100 000 hl Bier erzeugten, gab es in Nieder⸗Oesterreich im verflossenen Jahre 12; die größte weist eine Produktion von 637 600 hl auf. In ganz Oesterreich⸗Ungarn waren 37 Brauereien mit einer Produktion von je über 100 000 hl vor⸗ handen. (Aus dem Jahresbericht der Handele⸗ und Gewerbekammer

des Spezial⸗

in Wien für 1899.)

Einfuhr von Faßdauben nach Malta.

Malta braucht Faßdauben für verschiedene Zwecke, hauptsächlich aber zur Herstellung von Fässern für Kartoffeln, welche nach Groß⸗ britannien sowie nach den verschiedenen Häsen des Mittelländischen Meeres ausgeführt werden. Da Faßdauben bei der Einfuhr nach Malta einem Zoll nicht unterliegen, fehlt es an einer amtlichen Statistik über diese Einfuhr; nach Angabe der an dem Handel Be⸗ theiligten sollen 1895 530 000, 1896 866 000, 1897 1 000 000 und 1898 1 446 000 Stück Faßdauben eingeführt worden sein.

Die Menge der zur Einfuhr kommenden Faßhölzer hängt von dem Umfange der jährlich zweimal auf der Insel stattfindenden Kartoffelernten ab. Es werden verschiedene Sorten von Kartoffeln gezogen. Einige wurden früher für den englischen Markt besonders in Kisten verpackt; diese Art der Verpackung ist indessen allmählich abgekommen und an ihre Stelle die Verpackung in Fässern getreten. Fen Ersparung von Kosten finden schon gebrauchte Hölzer und Zementfässer in großem Umfange Verwendung. Faßdeckel werden nicht eingeführt, sondern aus alten Kistenbrettern hergestellt, die stets in hinreichender Menge zu haben sind.

Zur Verwendung kommen fast ausschließlich Faßdauben aus Buchenbolt, die von Fiume, Triest und Venedig eingeführt werden. Dieses Holz hat sich als das brauchbarste zur Herstellung von Kar⸗ toffelfässern erwiesen, da es leicht und elastisch ist und dem Wechsel von Regen und Sonnenschein widersteht, dem die Fässer vor der Verladung auf den Werftanlagen ausgefetzt sind. Zumeist werden Faßdauben von 30 Zoll Länge, 5 ¼ Zoll Breite und ⁄1⁄16 bis ½ Zoll Dicke gebraucht. Die eine Seite der Dauben ist gehobelt. Die Enden werden vor dem Gebrauch schmäͤler gemacht.

Zu verschiedenen Zeiten hat man den Versuch gemacht, aus Schweden bereits zugeschnittene Faßdauben einzuführen mit den zu⸗ gehörigen Bodentheilen, fertig zum Zusammensetzen. Das Holz wurd indessen nicht als geeignet befunden, und der Preis war höher al derjenige für die von Fiume, Triest und Venedig bezogene Waare (Nach einem Bericht des Konsuls der Vereinigten Staaten vo Amerika in La Valette.) 8

Anzahl der Billards in Frankreich.

Ausweislich der Steuerliste beträgt die Zahl der öffentlichen und privaten Billards in Frankreich im laufenden Jahre 91 979 Stück. Auf die einzelnen Gemeinden des Landes vertheilen sich die elben folgendermaßen: 8

Art der ge⸗ der nicht Gesammt⸗ der Gemeinden men Ienelheten zahl 5 212 Gemeinden mit mehr als 50 000 Ein⸗ be11161“ 30 Gemeinden mit 10 001 bis 50 000 Einwohnern Gemeinden von 10 000 . Einwohnern und darunter 18 657 69 599 432 70 031 zusammen .. 18 883 91 378 601 91 979. Im Vorjahre stellte sich die Zahl der vorhandenen Billards auf 92 483, wovon 5300 auf Paris, 6490 auf Gemeinden von mehr als 50 000 Einwohnern, 10 368 auf Gemeinden mit 10 001 bis 50 000 Einwohnern und 70 325 auf Gemeinden von 10 000 Einwohnern und darunter entfielen. Nach den Steuerlisten des Jahres 1888 war der Unterschied noch größer, da in diesem Jahre 95 224 Billards vorhanden waren. (Schweizerisches Handelsamtblatt.)

6 383

195 10 184

Rußland.

Eingangszoll auf Wein. Das Gesetz, durch welches alle Weine in Fässern bis 13° von der durch das Gesetz vom 21. Juli d. J. verfügten Zollerhöhung ausgenommen sind, ist in der am 16. v. M. Abends ausgegebenen Gesetz⸗Sammlung veröffentlicht.

Gründung einer Börse in Tomsk.

Auf Grund eines vom Kaiser von Rußland bestätigten Minister⸗ Comité⸗Beschlusses wird in der Stadt Tomsk in Sibirien eine Börse eröffnet. Die Stadt Tomsk hat schon seit Alters ber eine hervor⸗ ragende Bedeutung in kommerzieller und industrieller Hinsicht für Sibirien gehabt als Endpunkt des schiffbaren oberen Theils des Ob⸗Bassins; nach der letzten Volkszählung hat sie 52 430 Ein⸗ wohner aufzuweisen. Die Zahl der Fabriken und sonstigen gewerb⸗ lichen Anstalten beläuft sich in der Stadt Tomsk auf 211, und die Zahl sämmtlicher Handels⸗ und Industrieunternehmungen auf 641. Seit Eröffnung der großen sibirischen Eisenbahn steht Tomsk auf dem Wege weiterer Entwickelung in Handel und Industrie, hatte jedoch bisher noch keine Börse. Die Eerichtung einer solchen wird zur weiteren Entwickelung der örtlichen Industrie und des Handels bei⸗ tragen. (Russ. Regierungs⸗Anzeiger)

Spanien.

Zolltarifierung von Waaren. Zuckerrüben⸗Preß⸗ rückstände sind nach einer Entscheidung des Staatsraths vom 5. Fe⸗ brunr d. J. mit Rücksicht darauf, daß nach den Bestimmungen des amtlichen Waarenverzeichnisses die darin nicht genannten Abfaͤlle wie die Stoffe zu behandeln sind, von denen sie herrühren, als Gartenbau⸗ gewächse“, worunter die Zuckerrüben fallen, nach Nr. 304 (neue Nr. 339. Mindestsatz 3 Pesetas für 1 dz) zu verzollen. (Eco de las aduanas vom 7. Oktober 1900.)

Die Handelsplätze Mexikos.

Die Hauptstadt Mexiko ist nicht der Bürnihe Handelsmittelpunkt des Landes. Die Republik ist in Ansehung ihres großen Gebiets nur spärlich bepölkert. Merida in Yucatan ist der Handelsmittel⸗ punkt für den Südosten, die Hauptstadt Mexiko für den Südwesten, Monterey für den Nordosten, Guadalajara für den Westen und Chihuahua sowie Guayͤmas für den Nordwesten. Die Hauptstadt Mexiko wird mit der Ausdehnung der mexikanischen Südbahn noch an Bedeutung gewinnen. Einige von den Häfen an der pacifischen Küste, welche seit der Einführung der Eisenbahn an Bedeutung ver⸗ loren haben, wie Mazatlan, Manzanillo, Colima und Acapulco, mögen wohl einen Theil ihres alten Handels wieder gewinnen durch den Bau des Hafens von Salina Cruz; ein Wiederaufleben der ganzen Gegend von der Grenze gegen Guatemala bis Californien ist wohl zu erwarten. (The Board of Trade Journal.)

Handel Perus in den Jahren 1898 und 1899.

In der 8b welche der Präsident der Republik Peru bei der Eröffnung des diesjährigen Kongresses verlesen hat, wird hervor⸗ gehoben, daß der Gesammthandel Perus mit dem Auslande im Zu⸗ nehmen begriffen sei. Nach den speziellen Angaben der Botschaft betrug der Werth des Gesammthandels Perus mit Einschluß des Küstenhandels im Jahre 1898 82 052 621,40 Soles und im Jahre 1899 79 762 413,87 Soles. Für das Jahr 1899 ergiebt sig hiernach ein Ausfall von 2 290 207,53 Soles, der aber fast ausschließlich durch die Störungen des Küstenhandels infolge der 1899er Revolution verursacht wurde, da der Küstenhandel des vergangenen Jahres um 2 179 019,21 Soles segen denjenigen des Vorjahres abgenommen hat. Vergleicht man die Ein⸗ und Ausfuhr der Jahre 1898 und 1899, so ergiebt sich bei der Ausfuhr des Jahres 1899 ein Mehr von 451 135,10 Soles, bei der Einfuhr aber ein Weniger von

5 384 634,89 Soles.

G des ersten

562 323,42 Soles gegen das Jahr 1898. Die Ausfuhr ist von

30 274 775,89 Soles im Jahre 1898 auf 30 725 910,99 Soles im Jahre 1899 gestiegen, während die Einfuhr von 19 297 272,13 Soles im .““ auf 18 734 948,71 Soles im Jahre 1899 herunter egangen ist. 4 Der Ein⸗ und Ausfuhrhandel von Jquitos ist in diesen Zahlen nicht mit einbegriffen; derselbe belief sich im Jahre 1899 auf Die steigende Tendenz des peruanischen Aus⸗ fuhrhandels wurde durch die lebhafte Entwickelung des Bergbaues

und der Zuckerindustrie hervorgerufen. Die Ausfuhr von Mineralien

stieg von 9 481 213 44 Soles im Jahre 1898 auf 10 667 012,32 Soles im Jahre 1899, hatte also gegen das Vorjahr eine Zunahme von

1 185 798,68 Soles zu verzeichnen. Noch bedeutender tritt die Zu⸗ nahme der Erzausfuhr hervor, wenn man die Werthe der Ausfuhr, soweit sie über den Hafen von Callao erfolgt ist, für die Zeiträume Halbjahres 1899 und 1900 mit einander vergleicht. Während nämlich im ersten Halbjahr 1899 über Callao nur für

3 363 245 26 Soles Erze ausgeführt wurden, stieg die Ausfuhr im ersten Halbjahr bereits auf den doppelten Betrag, nämlich auf 6 823 041 Soles und erreichte damit eine Zunahme gegen den

gleichen Zeitraum des Müafagren von 3 459 795,74 Soles. Die Zu⸗

b hauptsächlich Kupfererze und in geringerem Umfange

au old.

Auch die Zuckerausfuhr Perus ist gegen das Vorjahr um 882 537,69 Soles gestiegen, was auf eine fortschreitende Entwickelung der einheimischen Zuckerindustrie schließen läßt. Bemerkenswerth ist die Zunahme der Zuckerausfuhr nach den Vereinigten Staaten von Amerika, welche von 14 196 352 kg im Jahre 1898 auf 38 388 876,50 kg

im Jahre 1899 stees also um 24 192 524,50 kg zunahm.

Am günstigsten hat sich der Handel Perus mit den Vereinigten

Staaten von Amerika entwickelt. Derselbe ist von 3 089 134,21 Soles im Jahre 1896 und 3 040 150,41 Soles im Jahre 1897 auf

4 951 902,43 Soles im Jahre 1898 und auf 7 329 641,52 Soles im

Jahre 1899 Ptiegen und hat sich seit 1896 mehr als verdoppelt. (Nach einem Bericht der Kaiserlichen Minister⸗Residentur in Lima.)

Konkurse im Auslande. 8 Rumänien. 8

n f. Marantä in Jassy. isman in Podul Iloge.

Zwangsversteigerungen.

Beim Königlichen Amtsgericht Berlin stand das Grund⸗ stück Heidenfeldstraße 13, dem Maurerpolier Wilh. Wilke gehörig, zur Versteigerung. Mit dem Baargebot von 60 400 bei Uebernahme von 132 600 Hypotheken und Zahlung von 2600 Kaution wurde Kaufmann Samuel Ehrlich, Straßmannstraße 34. Ersteher. Ein⸗ gestellt wurde daz Verfahren in Sachen Oemler, Wrangel⸗ straße 67, Ecke Görlitzer Ufer 7. .

Beim Königlichen Amtsgericht II Berlin gelangten die nachbezeichneten Grundstücke zur Versteigerung: Chausseestraße in Groß⸗Lichterfelde, dem Maurermeister Ferd. List in Berlin gehörig. Mit dem Baargebot von 14 200 wurde Restaurateur Rud. Käppel zu Stolpe a. d. Nordbahn Ersteher. Berliner⸗ straße 79 in Pankow, dem Glasermeister Nathan Ehrmann zu Neu⸗Weißensee gehörig. Nutzungswerth 6700 Mit dem Baar⸗ gebot von 137 500 wurde Tischlermeister Rob. Pirsig zu Berlin, Zossenerstraße 54, Ersteher. Wartburgstraße 24, Ecke Eisenacher⸗ straße in Schöneberg, dem Malermeister zu Berlin gehörig. Mit dem Baargebot von 392 000 wurde Kaufmann Karl Schwedt zu Berlin, Hasenhaide 78 Ersteher. Zehlendorferstraße in Groß⸗Lichterfeld e, dem Rentier Fritz Eichborn zu Deutsch⸗Wilmersdorf gebörig. Mit dem Baargebot von 33 500 bei Uebernahme von 5000 Hypo⸗ theken wurde Wittwe Ida Hauschild zu Berlin Fehrbellinerstr. 36, Ersteherin. Aufgehoben wurde das Verfahren, betreffend die Zwangsversteigerung der nachbenannten Grundstücke: Gustav⸗Adolf⸗ straße 25 a in Neu⸗Weißensee, dem Handelsmann G. Schreck ehörig. Am Steindamm 12 zu Hohen⸗Schönhausen, dem Zimmerpolier Joh. Schense gehoͤrig.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 1. d. M. gestellt 5463, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 1. d. M. gestellt 116, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen.

Berlin, 31. Oktober. Der Monatsbericht der ständigen Deputation der Wollinteressenten sagt: Seit längerer Zeit stellte sich in dem soeben beendeten Monat hinsichtlich deutscher Wollen wieder lebhaftere Nachfrage ein, nachdem durch das weitere Entgegenkommen unserer Eigner die Preise für diese Gattungen Parität mit den Preisanlagen für überseeische Wollen erreicht hatten. Spekulationskäufe waren zwar ausgeschlossen, doch schritt man zu den niedrigen Preisen zuversichtlicher zur Deckung des Bedarfs. Verkauft wurden etwa 1300 Ztr. Rückenwäschen und etwa 4500 Ztr. ungewaschene Wollen. Der Bedarf an Kolonialwollen hielt auch während des abgelaufenen Monats an, und es waren die Umsätze ziemlich dieselben. Sie betrugen etwa 2600 Ballen, wovon die kleinere Hälfte Kap⸗, die übrigen australische und Buenos Aires⸗ Wollen waren. Die Preise erfuhren in Uebereinstimmung mit denen der Londoner Auktion einen weiteren Rückgang.

In der bheutigen Aufsichtsrathssitzung der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft wurde beschlossen, der einzuberufenden ordentlichen Generalversammlung für 1899/1900 die Vertheilung einer Dividende von 15 % auf 47 Millionen und von 7 ½ % auf 13 Millionen, gegen 15 % auf 47 Millionen im Vorjahre, in Vor⸗ schlag zu bringen.

In der heutigen Sitzung des Aufsichtsraths der Berliner Maschinenbau⸗Aktien⸗Gesellschaft vormals L. Schwartzkopff wurde, vorbehaltlich der Zustimmung der Generalversammlung, nach reichlichen Abschreibungen die Dividende für 1899/1900 auf 13 % für das ganze Aktienkapital von 10 800 000 (gegen 14 % auf 7 200 000 alte Aktien und 3 ½ % auf 3 600 000 neue Aktien im verflossenen Jahre) festgesetzt.

Die Einnahmen der Neuen Berliner Omnibus⸗ Aktien⸗Gesellschaft betrugen im Monat Oktober 1900 174 700 gegen 178 674 in demselben Monat des Vorjahres, waren also um 3974 geringer.

Der Jahresbericht des Aufsichtsraths der „Wissener Berg⸗ werke und Hütten zu Brückhofe bei Wissen a. Sieg für 1899/1900 weist einen Reingewinn von 227 312 nach, wovon u. a. 10 % = 22 731 dem Reservefonds überwiesen, eine Dividende von 5 % gezahlt und ein Reft von 16 287 auf neue Rechnung vorgetragen werden sollen.

Breglau, 1. November. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Schles. 3 ½ % L.⸗Pfdbr. Litt. A. 94,00, Breslauer Diskontobank 104,00, Breslauer Wechzlerbank 103,50, Kreditaktien 205,00, Schlesischer Bankv. 143,00, Breslauer Spritfabrik 170,50, Donnersmark 219,00 Kattowitzer 192,00, Oberschles. Eis. 130,35, Caro Hegenscheidt Akt. 122,00, Oberschles. Koks 141,50, Oberschles. P.⸗Z. 127,00, Opp. Zement 129,50, Giesel Zem. 129,75, L.⸗Ind. Kramsta 154,75, Schles. Zement 168,50, Schl. Zinkh.⸗A. —,—, Laurahütte 196,25, Bresl. Belfabr. 1 Koks⸗Obligat. 94,00, Niederschles. elektr. und Kleinbahn⸗ Felsschaf 61,00, Cellulose Feldmühle Kosel 155,50, Oberschlesische

ank⸗Aktien 116,00, Emaillierwerke „Silesia“ 150,00, Schlesische I und aft Litt. A. —,—, do. do. Litt. B.

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asgesellf

Carl Liebling

Rogphen still, südruss. matt, me

Magdeburg, 1. November. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker exkl. 88 % Rendement 10 20 10,37 ½. Nachprodukte exkl. 8,00 8,55. Stimmung: Ruhig. Kristallzucker I. 27,72 ½. Brot⸗ raffinade I. 27,72 ½. Gem. Raffinade mit Faß 27,72 ½. Gem. Melis mit Faß 27,22 ½. Stimmung: —. Rohzucker J. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. November 9,55 Gd., 9,60 Br., pr. Dezember 9,60 Gd., 9,65 Br., vpr. Januar⸗ März 9,72 ½ Gd., 9,77 Br., pr. Mal 9,92 ½ Gd., 9,97 ½ Br., pr. August 10,10 Gd., 10,17 ½ Br. Still.

Frankfurt a. M., 1. November. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Lond. Wechsel 20,447, Pariker do. 81,483, Wiener 8 8.8ncg. 3 % Reichs⸗A. 88,10, 3 % Hessen v. 96 84,20, Italiener 94,70, 3 % port. Anl. 23,90, 5 % amort. Rum. 86,50, 4 % russ. Kons. —,—, 4 % Russ. 1894 —,—, 4 % Spanier 66,90, Konv. Türk. 22,50, Unif. Egypter —,—, 5 % Mexikaner v. 1899 —,—, Reichsbant 148,10, Darmstädter 134 20, Diskonto⸗Komm. 174, 90, Dresdner Bank 146,40, Mitteld. Kredit 108,60, Nationalb. f. D. 131,90, Oest.⸗ ung. Bank 121,50, Oest. Kreditakt. 206,00, Adler Fahrrad —,—, Allg. Elektrizität 217,20, Schuckert 190,00, Höchst. Farbw. 360,00, Bochum Gußst. 177,90, Westeregeln 216,20, Laurahütte 198,50, Lombarden 25,10, Gotthardbahn 144,60, Mittelmeerb. 99,30, Bres⸗ lauer Diskontobank 104,50, Privatdiskont 4 ½.

Effekten⸗Sozietät. (Schluß.) Oesterr. Kredit⸗Aktien 206,80, Franzosen 140,70, Lomb. 26,10, Ungar. Goldrente —,—, Gotthardbahn 144,50, Deutsche Bank 192,80. Disk.⸗Komm. 175,60, Dresdner Bank 146,70, Berl. Handelsges. 147,90, Bochumer Gußst. 179,20, Dort⸗ munder Union —,—, Gelsenkirchen 186,70, Harpener 178,80, Hibernia 194,90, Laurahütte 201,50, Portugiesen —,—, Italien. Mittelmeerb. 99,70, Schweizer Zentralbahn 151,85, do. Nordostbahn 91,70, do. Union —,—, Italien. Moridionaux —,—, Schweizer Simplonbahn 92,40, Mexikaner —,—, Italiener —,—, 3 % Reichs⸗Anleibe —,—, Schuckert 191,00, Spanier 66,80, Nationalbank 132,20, Türkenloose 108,60, Allgemeine Elektrizitätsges. 219,70.

Frankfurt a. M., 2. November. Getreidemarktbericht von Joseph Strauß. Weizen, ab uns. Gegend 156/⁄10— ¼; do. frei hier ca. 16 16,15; do. La Plata und Kansas, kleberreicher Weizen 17 ¾ - 18, do. Redwinter und russ. Sorten, kleberreicher Weizen 17 ¾ 18; Roggen, hiesiger, 14 ¾ 15; Braugerste, Wetterauer (gelb und unegal) 16— ¼, do. Franken (Ochsenfurter Gau) 17 †k, Pfälzer und Ried 17— ½. Hafer (je nach Qual., exquis. 25 50 über Notiz) 13 ½ 14 ½. Mais (gesundes Mixed) 11 ¾ 12. Weizenkleie 9 . Roggenkleie 10— †f. Malzkeime 9 ¾ - 10. Weizenmehl HG. 0 24 ¾ 25 ½; I 22 ¾ 23 ¼; III 20 21 ¼; do. exquis.

ual. per Sack 1 ½ —2 über Notiz. Roggenmehl 0 22 ½ 23 ½; 0/I 1t 1 ½, darunter. Die Preise verstehen sich per 100 kg ab hier, häufig auch loko auswärtiger Stationen bei mindestens 10 000 kg. Die hiesige Getreidebörse war zwar zu Geschäfts⸗ abschlüssen nur wenig geneigt, bewahrte jedoch eine verhältnißmäßtg ruhige Haltung. Das Weizengeschäft zeigte festere Haltung, die auch in einer bescheidenen Werthbesserung zum Ausdruck kommen konnte. Die Roggenpreise waren fest, weil an Waare Mangel ist. Die Abschlüsse in Gerste erreichten keinen Umfang, die Preise bleiben aber fest. Hafer verkaufte sich in seinen Inlands⸗ sorten leicht, wogegen geringe Qaalitäten nicht eine solche Aufnahme fanden. Der Handel mit Mais trug nicht so entschieden das feste und nach aufwärts strebende Gepräge. Für Weizen⸗, Roggen⸗ kleie und Malzkeime war die Marktlage fest, der Verkehr war indessen wenig belebt, sodaß die Preise keine Veränderung erfuhren. Auf dem Mebhl markt herrschte ein außerordentlich gedrückter Ton.

Köln, 1. November. (W. T. B.) Keine Börse.

Dresden, 1. November. (W. T. B.) 3 % Sächs. Rente 83 80, 3 ½ „% do. Staatsanl. 95,10, Dresd. Stadtanl. v. 93 90,50, Allg. deutsche Kred. 187,75, Berliner Bank —,—, Dresd. Kreditanstalt 113,50, Dresdner Bank —,—, do. Bankverein 114,00, Leipziger do. —,—, Sächsischer do. 133,75, Deutsche Straßenb. 147,75, Dresd. Straßzenbahn 170,00, Dampfschiffahrts⸗Ges. ver. Elbe⸗ und Saalesch. 140,00, Sächs.⸗Böhm. Dampfschiffahrts⸗Ges. —,—, Dresd. Bau⸗

gesellsch. 178,00.

Leipzig, 1. November. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. 3 % Sächsische Rente 84,00, 3 ½ % do. Anleihe 95,25, Oesterreichische Banknoten 84,90, Zeitzer Paraffin⸗ und Solaröl⸗Fabrik 142,50, Mansfelder Kuxe 1120, Leipziger Kreditanstalt⸗Aktien 187,75, Kredit⸗ und Sparbank zu Leipzig 117,75, Leipziger Bank⸗Aktten 164,90, Leipziger Hypothekenbank 131,75, Sächsische Bank⸗Aktien 133,75, Saͤchsische Boden⸗Kredit⸗Anstalt 121,50, Leipziger Baumwollspinnerei⸗ Aktien 162,00, Leipziger Kammgarn⸗Spinnerei⸗Aktien 163,00, Kamm⸗ garnspinnerei Stöhr u. Co. 147,00, Wernhausener Kammgarnspinntrei 42,00, Altenburger Aktien⸗Brauerei 205,00, Zuckerraffinerie Halle⸗ Aktien 143,00, „Kette“ Deutsche Elbschiffahrts⸗Altien 75,00, Klein⸗ bahn im Mansfelder Bergkevier 82,00, Große Leipziger Straßenbahn 162,00, Leipziger Elektrische Straßenbahn 96,00, Thüringische Gas⸗ Gesellschafts⸗Aktien 233,50, Deutsche Spitzen⸗Fabrik 203,25, Leipziger Flektrizitätswerke 112,50, Saͤchsische Wollgarnfabrik vorm. Tittel u. Krüger 140,00, Polyphon 200,00, Leipziger Wollkämmerei —,—.

Bremen, 1. November. Börsen⸗Schlußbericht. Taback. Umsatz 355 Ballen Paraguay. Kaffee behauptet. Baumwolle stetig. Upland middl. loko 49 ¾ ₰. Sppeck stetig. Loko short clear ₰, Nov.⸗Abladung 36 ½ ₰, Dez.⸗Jan.⸗Abladung 35 ½ ₰. Schmalz ruhig. Wilcox in Tubo 38 ½8 ₰, Armour shield in Tubs 38 ½ ₰, andere Marken in Doppel⸗Eimern 39 39 ½ ₰. Petroleum. Amerik. Standard white. (Offizielle Makler⸗Preisnotierungen der Bremer 11“ Loko 7,00 Br. Reis. Polierte Waare ruhig, aber stetig.

Kurse des Effekten⸗Makler⸗Vereins. (W. T. B.) Nordd. Lloyd⸗Aktien 114 ¼ bez., Bremer Wollkämmerei 147 Gd, Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei⸗Aktien 134 Gd., Bremer Vulkan 158 ½ Gd., Delmenhorster Linoleumfabrik 173 Br.

Hamburg, 1. November. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Hamburg. Kommerzb. 112,50, Bras. Bk. f. D. 145,50, Lübeck⸗Büchen 136 00, A.⸗C. Guano⸗W. 92,50, Privatdiskont 4, Hamb. Packetf. 127,20, Nordd. Lloyd 114,25, Trust Dynam. —,—, 3 % Hamb. Staats⸗ Anl. 84,70, 3 ½ % do. Staatsr. 96,20, Vereinsbank 161,25, 6 % Chin. Gold⸗Anl. 97,50, Schuckert —,—, Hamburger Wechslerbank 104,50, Breslauer Diskontobank 104,10 kl., Gold in Barren pr. Kilogr. 2788 Br., 2784 Gd., Silber in Barren pr. Kilogr. 858,75 Br., 88,25 Gd. Wechselnotierungen: London lang 3 Monat 20,26 Br., 20,22 Gd., 20,24 ½ bez., London kurz 20,46 ¼ Br., 20,42 ½ Gd., 20,45 bez., London Sicht 20,48 ½ Br., 20,44 ½ Gd., 20,46 ½ bez., Amsterdam 3 Monat 167,90 Br., 167,40 Gd., 167 80 bez., Oesterr. u. Ung. Bkpl. 3 Monat 83,80 Br., 83,50 Gd., 83,75 bez. Paris Sicht 81,65 Br., 81,35 Gd., 81,52 bez., St. 1 3 Mona 213,30 Br., 212,80 Gd., 213,00 bez, New York Sicht 4,23 ¼ Br., 4,20 ½ Gd., 4,22 bez., New York 60 Tage Sicht 4,18 Br., 4,15 Gd.,

4,17 bez. Getreidemarkt. Weizen still, holsteinischer loko 142— 151. cif. Hamb. 104 108, do. loko 107 112, enburg. 134 144. Mais fest, 120. Hafer stetig. Gerste stetig. Rüböl ruhig, loko 64. Spiritus still, pr. Novbr. 18, pr. Nov.⸗Dez. 18, pr. Dez⸗Jan. 18. Kaffee ruhig, Umsatz 1500 Sack. Petroleum ruhig, Standard white loko 6,90.

Kaffee. Hhücfrectagopfricht.) Good average Santos pr. Dezbr. 39 ½ Gd., pr. März 40 ¼ Gd., pr. Mai 40 ¾ Gd., pr. September 41 ½⅞ Gd., Zuckermarkt. (Schlußbericht.) Rüben⸗Rohzucker I. Produkt Basis 88 % Rendement neue Usance, frei an Bord Ham⸗ burg pr. Novbr. 9,52 ½, pr. Dejember 9,57 ½, pr. Januar 9,65, pr. März 9,80, pr. Mai 9,90, pr. August 10,10. Matt.

Ueber die Beschlagnahme der an Bord des Dampfers „Bundesrath“

auf Veranlassung eines internationalen Geee geschehen ist, dessen Mitglieder sich ihr Anrecht an der Goldminen⸗Ausbeute in der Süd⸗ afrikanischen Republik sichern wollten. Der Gesammtwerth der be⸗ schlagnahmten Sendung wird auf etwa 3 Millionen Mark geschätzt.

hier eingetroffenen Goldbarren (vergl. Nr. 261 d. Bl., Erste Beilage) theilt die „Hamb. Börsenh.“ mit, daß dieselbe

Wien, 1. November. (W. T. B.) Keine

2. November, 10 Uhr 50 Minuten Vormittags. (W. T. B.) Ungar. Kreditaktien 656,00, Oesterr. Kreditaktien 659,00, Franzosen 658,75, Lombarden 110,00, Elbethalbahn 467,00, Oesterr. Papierrente 97,15, 4 % ungar. Goldrente —,—, Oesterr. Kronen⸗Anleihe —,—, Ungar. Kronen⸗Anleihe 90,15, Marknoten 117,70, Bankverein 463,00, Länderbänk 411,00, Buschtierader Litt. B. Aktien —, Türtische Loose 106,00, Brüxer 833,00, Straßenbahn⸗Aktien Litt. A. 25400, do. Litt. B. 250,00, Alpine Montan 420,50, Tabacks⸗Aktien —,—.

Budapest, 1. November. (W. T. B.) Keine Börse.

London, 1. November. (W. T. B.) Bankausweis. Totalreserve 20 337 000 Abn. 761 000 Pfd. Noten⸗ umlauf 29 863 000 Zun. 383 000 Pfd. 1 Baar⸗ vorrath 32 425 000 Abn. 377 000 Pfd. ., Portefeuille 25 659 000 Zun. 51 000 Pfd. Sterl., Guthaben d. Privaten 40 500 000 Abn. 479 000 fd. Sterl., Guthaben des Staats 7,355 000 Abn. 693 000 Pfd. Sterl., Notenreserve 18 653 000 Abn. 729 000 Pfd. Sterl., Regierungssicherheit 19 691 000 Abn. 500 000 Pfd. Sterl. Prozentverhältniß der Reserve zu den Passiven 42 ⅜gegen 42 in der Vorwoche. Clearinghouse⸗Umsatz 193 Mill.

An der Küste 3 Weizenladungen angeboten.

96 % Javazucker loko 12 ¾ ruhig, Rüben⸗Rohzucker 9 sh. 5 d. ruhig. Chile⸗Kupfer 71 ⅛, pr. 3 Monat 72 ½. „Wollauktion. Die Preise waren unverändert, und es zeigte sich lebhafte Betheiligung seitens Englands und des Kontinents.

Liverpool, 1. November. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz 12000 B., davon für Spekulation und Export 500 B. Tendenz: Stetig. Middl. amerikanische Lieferungen: Ruhig. November⸗Dezember 5 ¼24— 5 ⁄864 Verkäuferpreis, Dezember⸗Januar 5 ½4 5 ⁄%4 do., Januar⸗ Februar 5 5 ⁴4 Käuferpreis, Februar⸗-März 468 %4 Verkäuferpreis, März⸗April 461⁄64— 46 3%¾4 do., April⸗Mai 460/64 46 ⁄64 do., Mai⸗Juni 4³9864 Käuferpreis, Juni⸗Juli 458/64 Verkäuferpreis, Juli⸗August 456⁄64 457634 Käuferpreis, August⸗September 4⁵ ‧614 d. do.

Offizielle Notierungen. American good ordin. 4 ⅞, do. low fficokin⸗ 5 ½, do. middling 55⁄16, do. good middling 51⁄22, do. middling fair 5 ¾, ernam fair 513⁄16, do. good fair 6, Ceara fatr 5111s, do. good fair 518⁄16, Eavptian brown fair 6 ⅛, do. brown good fatr 73516, do. brown good 7 ½, Peru rough fair —, do. rough good fair 71916, do. rough good 7118, do. rough fine 7 ¾, do. moder. rough fair 6 ½, Peru moder. good fair 6 ½, do. moder. good 6 ½, do. smooth fair 5716, do. smooth good fair 52 /6, M. G. Broach good 59 /, do. fine 6 3⁄6, Bhownuggar good 4 ⅛, do. fully good 4 ½, do. fine 4¹1⁄16, Oomra good 47⁄186, do. fully Lc⸗ 4 ⁄16, do. fine 4 ¾, Seinde fully good 4 8⁄16, do. fine 4½, Bengal fully good 4 ⁄16, do. fine 4 ⅞.

Glasgow, 1. November. (W. T. B.) Roheisen. Mixed numbers warrants stetig, 65 sh. 8 d. per Kassa, 65 sh. 11 d. per lauf. Monat. (Schluß.) Migxeo numbers warrants 65 sh. 10 ½ d. Warrants Middlesborough III. sh. d.

Bradford, 1. November. (W. T. B.) Wolle unbelebt; feinste Sorten erschienen willig, mittlere stetig; Mohairgarne still.

Paris, 1. November. (W. T. B.) Heute keine Börse, sowie heute und morgen kein Produkten⸗ und Zuckermarkt.

St. Petersburg, 1. November. (W. T. B.) Wechsel auf London 93,75, do. Amsterdam —,—, do. Berlin 45,80, Schecks auf Berlin 46,27 ½, Wechsel auf Paris 37,42 ½, 4 % Staats⸗Rente von 1894 96 ½, 4 % kons. Eisenbahn⸗Anl. von 1880 —, do. do. von 1889/90 —, 3 ½ % Gold⸗Anl. von 1894 —, 38/⁄10 % Bodenkredit⸗

fandbriefe 91 ¾, Asow Don. Commerzbank 532, Petersburger Dis⸗ onto⸗Bank 506, Petersburger internationale Handelsbank I. Em. 344, Russische Bank für auswärtigen Handel 281 ½, Warschauer Kommerz⸗Bank 383.

Mailand, 1. November. (W. T. B.) Keine Börse.

Amsterdam, 1. November. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) 4 % Russen v. 1894 —, 3 % holl. Anl. 89, 5 % garant. Mex. Eisen⸗ bahn⸗Anl. 39¹17⁄212, 4 % garant. Transvaagl⸗Eisenb.⸗Obl. 89 ⅞, Trans⸗ vaalb.⸗Akt. 162 ⅛, Marknoten 58,95, Russ. Zollkupons 191.

Getretdemarkt. Weizen auf Termine geschäftslos, do. pr. Nov. - Roggen auf Termine ruhig, do. pr. März 128,00, do. 2 1 —,—. Rüböl loko —,—, do. pr. Dezember —,—, do. pr.

ai —,—.

Java⸗Kaffee good ordinary 35. Bancazinn 77 ¾

Washington, 1. November. (W. T. B.) Die Staats⸗ schuld hat im vergangenen Monat um 1 754 351 Doll. ab⸗ genommen, der Baarbestand des Staatsschatzes beläuft sich auf

1 111 071 877 Doll. New York, 1. November. (W. T. B.) Die Börse eröffnete in träger Haltung und die Kurse fielen auf Realisierungen; im Verlaufe war die Nachfrage jedoch durchweg besser und der Markt schloß ruhig, aber fest. Der Umsatz in Aktien betrug 245 000 Stück. „Der Weizenmarkt eröffnete, infolge widersprechender Berichte über Ernteschäden in Argentinien, willig mit niedrigeren Preisen und verblieb auch weiterhin, auf geringen Exportbegehr, ungünstige europäische Marktberichte und unbedeutende Entnahmen, in schwacher Haltung. Der Handel mit Mais konnte sich auf bedeutende Ab⸗ nahme der Vorräthe an den Seeplätzen, Käufe für den Export und nasses Wetter im Westen durchweg behaupten und schloß stetig. (Schluß⸗Kurse.) Geld für Regierungsbonds: Prozentsatz 4 ½ %, für andere Sicherheiten do. 5 %, Wechsel auf London (60 Tage) 4,80 ½, Cable Transfers 4,84 ½, Wechsel auf Paris (60 Tage) 5,211, do. auf Berlin (60 Tage) 94, Atchison Topeka u. Santa Fs Aktien 32, do. do. Preferred 74, Canadian Pacific Aktien 86 ⅛, Chicago Milwaukee und St. Paul Aktien 115 ¾%, Denver u. Rio Grande Preferred 69 ¾, Illinois Zentral Aktien 118 ½, Louisville und Nashville Aktien 75 ⅛, New York Zentralbahn 132 ½, Northern Pacific Preferred 72 ¼½, Northern Pactfic S torthern Pee 3 % Bonds 65 ¾, Nor Preferred 76 ⅝, Southern Pacifie Aktien 37; &, 4 % 8 Staaten Bonds pr. 1925 134 ½, Silber, Commercia Bars 64 ½. Tendenz für Geld: Fester. Waäarenbericht. Baumwolle⸗Preis in New York 988, do 8 für Lieferung pr. Novbr. 9,04, do. für Lieferung pr. Januar 9,08, Baumwolle⸗Preis in New Orleans 9 ½, Petroleum Stand. white in New York 7,45, do. do. in Philadelphia 7,40, do. Refined (in Cases) 8,75, do. Credit Balances at Oil City 110, Schmalz Wester steam 7,50, do. Rohe & Brothers 7,85, Mais pr. Novbr. 43 ½, do pr. Dezbr. 42 ½, do. pr. Mai 41 ½⅞, Rother Winterweizen loko 79 Weizen pr. Noybr. 77 ⅛, do. pr. Dez. 79 ½, do. pr. März 82 ⅞, do. pr. Mai 82 ¼, Getreidefracht nach Liverpool 3 ⅜, Kaffee fair Rio Nr. 7 8 ½ do. Rio Nr. 7 pr. Dezbr. 7,35, do. do. pr. Februar 7,45, Mehl Spring⸗Wheat clears 2,80, Zucker 4, Zinn 27,75, Kupfer 16,7 bis 16,87 ½. 8 Chicago, 1. November. (W. T. B.) Die Weizenpreise setzten auf große Ablieferungen auf Kontrakte bedeutend niedriger ein; dann führten Abnahme der Eingänge und erwartete Verminderung in den sichtbaren Vorräthen eine Besserung herbei, welche später jedoch, auf günstiges Wetter und ungenügende Nachfrage der Spekulation, wieder rückgängig wurde. Das Geschäft in Mais verlief auf Abnahme der Ankünfte und unbedeutendes Angebot in stetiger Haltung. 6 Weizen pr. Noybr. 72 ¾, do. pr. Dezbr. 73 &. Mais pr. Novbr 36 ⅞, Schmalz pr. Noyvbr. 7,07 ⅛, do. pr. Dezbr. 6,87 ½, Speck short clear 6 87 ½, Pork pr. Novbr. 10.75. Rio de Janeiro, 1. November. (W. T. B.) Feiertag. Simla, 1. November. (W. T. B.) Nach einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus“ soll eine halbe Million Pfund Sterling in Gold am 3. d. M. nach London verschifft werden, um einen gleichen Betrag in Silber zu ersetzen, de Rupienprã gegeben worden ist. ͤ