In der am Montag stattfindenden Vorstellung der Oper „Die
Meistersinger von Nürnberg“ singt Herr Kraus den Walther Stolzing,
die Eva Fräulein Hiedler, die Magdalena Frau Goetze, den Beckmesser
Nebe, den Hans Sachs Herr Bachmann, den David Herr Lieban. apellmeister Dr. Muck dirigiert.
Im Königlichen Schauspielhause wird morgen zu Schiller’s Geburtstag zum ersten Male „Semele“, in zwei Scenen von Friedrich von Schiller, gegeben. Die zur Handlung
ehörende Musik ist dem Oratorium „Semele“ von Georg
riedrich Händel entnommen und von Ferdinand Hummel für die Bühne eingerichtet. Die Besetzung lautet: Juno: Nü serr Lindner; Semele: Fräulein Wachner; Jupiter: Herr Molenar; Merkur: Herr Boettcher. Das Werk ist vom Ober⸗Regisseur Grube in Scene gesetzt, die dekorative Einrichtung hat der Ober⸗Inspektor Brandt besorgt. Das Werk ist bisber 888 nie dramatisch zur Dar⸗ stellung gelangt. Hierauf folgt, neu einstudiert, „Turandot, Prin⸗ zessin von China“, tragikomisches Märchen in fünf Aufzügen nach Carlo Graf Gozzi von Friedrich von Schiller, in folgender Besetzung: Altoum: Herr Grube; Turandot: Fräulein Poppe; Adelma: Frau von Hochenburger; Zö lima: Fräulein Hausner; Skirina: Frau Schramm; Barak: Herr Krausneck; Kalaf: Herr Christians; Timur: Herr Nesper; Ismael: Herr R. Arndt; Tartaglia: Herr Vollmer; Pantalon: Herr Hartmann; Truffaldin: Herr Eichholz; Brighella: Herr Kirschner. Die neuen Dekorationen im ersten, dritten und vierten Aufzuge sind vom Königlichen Theatermaler Quaglio, die “ nach den Angaben und Zeichnungen des Malers Heil an⸗ gefertigt. orgen bringt das Berliner Theater anläßzlich der Wieder⸗ kehr des Geburtstages Schiller's „Maria Stuart“ neueinstudiert zur Aufführung. Fräulein Frauendorfer spielt die Titelrolle, Fräulein Dassow die Elisabeth, Herr Le Seur den Leicester, Herr Leo Connard den Burleigh. Die Regie führt Herr Gustav Schefranek. .
Im Theater des Westens eröffnet Fräulein Prevosti am 20. November in Verdi' Oper „La Traviata“ ein Gastspiel. Im weiteren Verlaufe desselben werden mit der Künstlerin in den weib⸗ lichen Hauptrollen die Opern „Romeo und Julia“ und „Die Nacht⸗ wandlerin“ zur Aufführung gelangen.
Im Neuen Theater gelangt am Mittwoch, den 14. d. M., der Schwank „Die Liebesprobe“ von Thilo von Trotha und Julius Freund zur Erstaufführung. In größeren Rollen sind beschäftigt die Damen Carlsen, Grüning, Hiller, Kannée, Lorma und Tuzar, die Herren Claudius, Hambrock, Kuhnert, Merten, Pahlau, Peters und Schindler. Die Regie liegt in den Händen des Ober⸗Regisseurs Willy Peters.
In der am Montag, den 12. November, auf der Sezessions⸗ bühne stattfiadenden Erstaufführung des Dramas „Der Tod des Tintagiles“ von Maurice Maeterlink und von „Ein Heirathsantrag“ von Anton Tschechow wird Frau Elise Steinert⸗Panf, bisher am Deutschen Theater thätig, in der Rolle der „Ygraine“ im erstgenannten Stück ihr Engagement an der Sejessionsbühne antreten.
Indem ersten Abonnements⸗Konzert desStreichorchesters Berliner Tonkünstlerinnen (Dirigent: Willy Benda) am 14. November im Beethoven⸗Saal gelangen u a. das Konzert Nr. 10 für Streichorchester in D-moll von Händel und die Serenade (op. 63) in F-dur von Volkmann zum Vortrag. Als Solistin wirkt die Konzertsängerin Marie Romaneck mit.
Der Chor der Kaiser Wilhelm⸗Gedächtniß⸗Kirche (Dirigent: Professor W. Freudenberg) wird am Mittwoch, den 28. No⸗ vember, Abends von 6 8 bis 7 ½ Uhr, sein erstes dieswinterliches Konzert in dem genannten Gotteshause veranstalten. 1
In der Dreifaltigkeits⸗Kirche (Manerstraße, in der Nähe des Kaiserhofes) findet am Dienstag, den 13. November, Abends
zur Vorberathung überwiesen,
vaters ein geistliches Konzert statt, in welchem Frau Professor Schultzen von Asten (Sopran), die Königlichen Kammermusiker Julius Nieselt (Violine) und Otto Lüdemann (Cello), Herr Friens Pfannschmidt (Orgel) und der Chor der Dreifaltigkeits⸗Kirche (Di⸗ rigent: Herr Pfannschmidt) mitwirken werden. Billets zu 1 und 2 ℳ sind zu haben in der Hof⸗Musikalienhandlung von Ed. Bote u. G. Bock, Leipzigerstraße 37, und am Konzert⸗Abend am Eingange
der Kirche.
Otto von der Pfordten'’'s historisches Drama „1812“, das im hiesigen Königlichen Schauspielhause bereits mehr als 50 Auf⸗ führungen erlebt hat und auch in Breslau, Hannover, Köln, Koblenz, Magdeburg, Posen, Nürnberg und anderen Städten gegeben worden ist, liegt in der Buchausgabe nunmehr in zweiter Auflage vor. Dieselbe erschien, wie die erste, im Verlage von Carl Wintens Universitäts⸗ buchhandlung in Heidelberg zum Preise von 2 ℳ, geb. 3 ℳ
Mannigfaltiges.
Berlin, den 9. November 1900.
In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten berichtete zunächst der Stadtv. Eckard namens des Ausschusses über eine Petition um Anbringung von Trinkbechern an Straßenbrunnen. Die Ver⸗ sammlung beschloß, die Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung zu vpfslen — Einem Ausschusse überwiesen wurde eine Vorlage des Magistrats, in welcher für die Zeit vom 1. April 1901 bis zum 1. April 1903 neue Einheitssätze für die Erstattung der Waisenkost⸗ pflege vorgeschlagen werden. — Im weiteren Verlauf der Sitzung be⸗ schäftigte sich die Versammlung eingehend mit einer die Neuorganisation der offenen Armenpflege betreffenden Vorlage des Magistrats. Nach dieser sollen künftig auch weibliche Personen zu vollberechtigten Mitgliedern der Armenkommissionen gewählt werden können, auch alle roßjährigen Angehörigen eines “ Bundesstaates, die sich in Berlin aufhalten und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befinden, für dieses Ehrenamt wählbar sein. Des weiteren sollen für Berlin eine Anzahl Armenkreise geschaffen werden. Der Stadtrath Münsterberg begründete in großen Zügen das geplante Reformwerk, dabei betonend, daß in Berlin noch ein sehr. gesundes Gefühl für die ehrenamtliche Thätigkeit herrsche und in den Armenkommissionen mit Milde und Gerechtigkeit gearbeitet werde. Der Vertreter des Magistrats wies sodann auf die weibliche Hilfsthätigkeit hin, die sich in vielen Orten durchaus bewährt habe; man möge daher auch in Berlin die Frauen nicht nur mit gleichen Pflichten, sondern auch mit gleichen Rechten heranziehen. In der Diskussion wurde dem Stadtrath Münsterberg, der am Schluß seines Referats auch hervorgehoben hatte, daß man alle Bestrebungen fördern müsse, welche die Armenpflege überflüssig machen könnten, von dem Stadtverordneten Liebenow Dank für die interessanten und lehrreichen Darlegungen ausgesprochen. Nachdem dieser Stadtverordnete und die folgenden Redner noch eine Anzahl Spezialwünsche vorgebracht hatten, wurde die Vorlage einem Ausschuß ebenso eine weitere Vorlage, be⸗ treffend die Bewilligung von Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung für die ohne Pensionsberechtigung im Dienste der Stadt dauernd be⸗ schäftigten Personen. — Zum Schluß genehmigte die Versammlung den Abschluß eines Vertrags mit der Gemeinde Mariendorf über die Einlegung eines Druckrohrs der Kanalisation von Berlin in die Chausseestraße (Berlin⸗Kottbuser Chaussee) und die Dorfaue sowie über die Aufnahme der Abwässer aus dem Gemeindegebiete von Mariendorf in eines der Druckrohre der Kanalisation von Berlin.
In der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abtheilung Berlin, hält am Montag, den 12. November, Abends 8 Uhr, im Künstlerhause (Bellevuestraße 3) Herr Dr. Vosberg⸗Rekow einen Vor⸗
11““
8 Uhr, zum Besten eines seit mehreren Jahren erblindeten Familien⸗
1 m
trag über „Deutschland und die dret Weltreiche England, Rußla 8 und Amerika“. Der Eintritt ist frei; Gäste sind willkommen. n
Am 9. Dezember veranstaltet die „Berliner Rettun 8 gesellschaft⸗ in den von der Direktion in entgegenkommeng . Weise zur Verfügung gestellten Gesammträumen des Wintergarteng eine Matinée zu wohlthätigem Zweck. Das mit den Vor bereitungen betraute Comité tritt am 10. November, Abends 8 Uer im großen Saal des Langenbeckhauses (Ziegelstr. 10/11) zu 859 Sitzung zusammen.
Im Zirkus Schumann findet morgen die 50. Auffü der großen Pantomime „China“ statt. Ein neues feiwofüdöeng „Die Erstürmung der chinesischen Mauer und die Hissung der deutschen Fahne auf derselben“ hat Direktor Schumann dem Mandsgenschaustück als Einlage eingefügt. Die Erstürmung der hohen, steilen Mauer, eine große Gewandtheit erfordernde turnerische Leistung, wird von voraaglic, im Klettern geübten Soldaten aus⸗ geführt. Im übrigen ist das Programm dieser Jubiläͤums⸗Vorstellung mit besonderer Sorgfalt zusammengestellt. Die besten Leistungen auf dem Gebiete der Freiheitsdressur werden darin mit anderen artistischen Produktionen der neuengagierten Kräfte abwechseln. Stürmische Heiter. keit erweckt jetzt allabendlich das Auftreten des sogenannten „Löwen⸗ Baron“, wescher vortrefflich dressierte, als Löwen und Krokodile auf⸗ geputzte Hunde in einem Zwinger vorführt.
Wie den
Königsberg i. Pr., 9. November. * T. B.) auf dem
Blättern aus Elbing gemeldet wird, stießen gestern Elbingflusse bei Terra Nova der Tourendampfer „Juliuz Born“ und das Segelschiff „Johanne Catarine“ zusammen⸗ Schiffe sanken; der Kapitän des Segelschiffes, Hasseldiechk ertrank. 3
Hamburg, 9. November. (W. T. B.) Der der Fbans Renck in Harburg gebörende Dampfer „India“, der, von Northfhields kommend, nach Reggio mit einer Kohlenladung fuhr, traf am 7. No⸗ vember Nachmittags in der Nähe von Cherbourg mit dem eng⸗ lischen Dampfer „Amaryllis“ zusammen, der das Nothsignal gegeben hatte. Kapitän Piper von der „India“ versuchte Hilfe zu leisten, aber die See ging hoch, und eine große Welle schleuderte die „Amaryllis“ auf den Dampfer „India“, welcher mit einer Be⸗ schädigung, die er beim Rettungswerk erhielt, in Cherbourg an⸗ gekommen ist. Die „India“ hat die gesammte Mannschaft der „Amarxyllis“ an Bord mit Ausnahme von zwei Mann, die um⸗ gekommen sind.
Brüssel, 8. November. (W. T. B.) Gegenüber auswärts verbreiteten beunruhigenden Nachrichten über einen in einem Schacht bei Seraing ausgebrochenen Brand wird festgestellt, daß das Feuer nur unerheblich war und daß alle in dem Schacht befindlich gewesenen Arbeiter unverletzt zu Tage befördert wurden.
Brüssel, 9. November. (W. T. B.) Der heute früh von Baulers abgegangene Personenzug ist auf der Station Braine⸗ l'Alleud, unweit von Waterloo, von einem Güterzuge angefahren worden. Die ersten Wagen des Personenzugs sowie die Maschine und mehrere Wagen des Güterzugs wurden vollständig zertrümmert. Wie gemeldet wird, sind der Heizer und der Lokomotipführer des Güterzugs todt; elf Reisende, der Mehrzahl nach auf der Fahrt nach Brüssel befindliche Arbeiter, wurden schwer verletzt.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
*
Der
Wetterbericht vom 9. November 1900, 8 Uhr Vormittags.
Wind⸗
stärke,
Wind⸗ richtung
Name der Beobachtungs⸗ station
Wetter.
Temperatur in Celsius
Barometerst. a.0 ‧u. Meeres⸗ niveau reduz.
bedeckt wolkig . wolkig
— d0g8SZ 0œ”,de
1I
—
bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt wolkig bedeckt wolkig heiter Regen bedeckt Regen halb bed. Regen
Dunst Dunst Nebel
elder.... hristiansund Skagen.. 3 Kopenhagen. Karlstad...
Wisby.. Hapvaranda
Borkum.. Keitum.. amburg.. winemünde Räügenwalder⸗ münde... Neufahrwasser Memel.
Münster (Westf). nnover. Zerlin.. Chemnitz Breslau. Mez. wolkenlos Frankfurt (Main). Nebel Karlsruhe. — — München.. 3 (bedeckt 4,2
„Der höchste Luftdruck erstreckt sich von Rußland is Süd⸗Europa. Eine Devpression liegt über der Nordwesthälfte Europas, mit einem Minimum von nter 738 mm über dem norwegischen Meer. In Deutschland ist das Wetter ziemlich mild, im Nordwesten trübe, im Osten heiter. Mildes Wetter mit Regenfällen und lebhaften Südwestwinden wahr⸗
scheinlich. Deutsche Seewarte.
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bedeckt wolkig wolkenlos wolkenlos Nebel
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Theater.
Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern⸗ haus. 237, Vorstellung. Der fliegende Holländer. Romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. — Preise der Plätze: Fremden⸗Loge 12 ℳ, Orchester⸗ Loge 10 ℳ, I. Rang 8 ℳ Parquet 8 ℳ, II. Rang 6 ℳ, III. Rang 4 ℳ, IV. Rang Sitzplatz 2 ℳ 2 c IV. Rang Stehplatz 1 ℳ 50 ₰ Anfang 22 Schauspielhaus. 251. Vorstellung. Schiller's eburtstag. Zum ersten Male: Semele in
“ 8G 1 1“
2 Seenen von Friedrich von Schiller. Die zur Hand⸗
lung gehörende Musik ist dem Oratorium „Semele“ von Georg Friedrich Händel entnommen und für die Bühne eingerichtet von Ferdinand Hummel. Musi⸗ kalische Direktion: Musikdirektor Hummel. In Scene gesetzt vom Ober Regisseur Max Grube. Dekorative Einrichtung vom Ober⸗Inspektor Brandt. — Neu einstudiert: Turandot, Prinzessin von Chinag. Tragikomisches Märchen in 5 Aufzügen nach Carlo Graf Gozzi von Friedrich von Schiller. Die zur Handlung gehörende Musik von Carl Maria von Weber. Musikalische Direktion: Musikdirektor Hummel. In Scene gesetzt vom Ober⸗Regisseur Mayx Grube. Dekorative Einrichtung vom Ober. Inspektor Brandt. Anfang 7 ½ Ubr.
Neues Opern⸗Theater: Geschlossen.
Sonntag: Opernhaus. 238. Vorstellung. Der Barbier von Bagdad. Komische Oper in 2 Auf⸗ zügen von Peter Cornelius. — Die rothen Schuhe. Tanzlegende in 4 Bildern von H. Regel und 1u.“] Musik von Raoul Mader. Anfang
r.
Schauspielhaus. 252. Vorstellung. Semele in 2 Scenen von Friedrich von Schiller. — Turandot, eeag von China. Tragikomisches Märchen in 5 Aufzügen nach Carlo Graf Gozzi von Friedrich von Schiller. Anfang 7 ½ Uhr.
„Neues Opern⸗Theater. Die Journallisten. Lust⸗ Fielnein 4 Aufzügen von Gustay Freytag. Anfang r.
Montag: Neues Opern⸗Theater. Italienische Oper Marcella Sembrich. Vorletzte Vorstellung: Don Pasquale. Dramma buffo in 3 atti. Musica di G. Donizetti. Direttore d'orchestra: Signor Bevignani. — Anfang 7 ½ Uhr.
Die für Sonntag gekauften Billets Parquet rechts 202 bis 205 müͤssen an der Tagesbilletkaffe um⸗ getauscht werden.
Deutsches Theater. Sonnabend: Die Macht der Finsternißz. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Der Biberpelz. — Abends 7 ½ Ubhr: Rosenmontag.
Montag: Rosenmontag.
Berliner Theater. Sonnabend (Schilkerfeier): Maria Stuart.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Ukr: Der Pfarrer von Kirchfeld. — Abends 7 ½ Uhr: Die streugen Herren.
Montag: Die strengen Herren.
Schiller⸗Theater. Sonnabend, Abends 8 Uhrz: Faust, von Goethe. Der Tragödie zweiter Theil. (Erster Abend: Das Reich der Mütter.)
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. — Abends 8 Uhr: Die Welt, in der maun sich langweilt.
ontag, Abends 8 Uhr: Die Welt, in der man sich langweilt. 3 “
Theater des Wesens. Sonnabend: Volks⸗
Sonntag, Nachmittags: Zu halben Preisen: Troubadour. — Abends: 3. Gastspiel von Frau Selma Schoder. Boccaccio.
Montag: Die lustigen Weiber von Windsor.
Lessing⸗Theater. Sonnabend: Johannis⸗ feuer.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu volksthümlichen Die Ehre. — Abends 7 ½ Uhr: Johannis⸗ euer.
Montag: Johannisfeuer.
Dienstag: Zum ersten Male: Die Mission. Schauspiel in 3 Aufzügen von Felix Philippi.
Neues Theater. (Direktion: Nuscha Butze.) Sonnabend: Gerda Mohr. Schauspiel in 4 Akten von Franz Koppel⸗Ellfeld. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonntag: Gerda Mohr. — Rachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Nackte Kunst. 1
88
Residenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten⸗ burg. Sonnabend: Die Dame von Maxim. (La dame de chez Maxim) Schwank in 3 Akten von Georges Feydeau. Uebersetzt und bearbeitet von Benno Jacobson. In cene gesetzt von Sigmund Lautenburg. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonntag und folgende Tage: Die Dame von Maxim.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei bis über die Hälfte ermäßigten Preisen: Sturm. Schauspiel in 4 Aufzügen von Friedrich Jacobsen.
Seresstonsbühne. Alexanderplatz 40. Sonn⸗
Die Bildschnitzer. — Daheim. — Der är. Sonntag: Dieselbe Vorstellung. 1
Thalia⸗-Theater. Sonnabend: Der Liebes⸗ schlüssel. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Jean Kren und Alfred Fznfeld. Musik von Max Schmidt. Anfang
t.
Sonntag und folgende Tage: schlüssel. lg ge: Der Liebes
Bentral-Theater. Sonnabend: Die Geisha. Fpesatt⸗ in 3 Akten von Sidney Jones. Anfang r
Sonntag, Nachmittags 3 Ubr: Zu halbe eisen: Die Geisha. — Abends 7 ½ S . händler. Ovperette in 3 Akten von Carl Zeller.
Montag: Der Vogelhändler.
.Sere eenh 5 17 88 ersten Male: rautvater. Gesangsposse 3 Ak Adolf Rosée und H. Pressbeapof 8 “
Konzerte.
Sing-Akademie. Sonnabend, Anfang 8 ühr:
II. Lieder⸗Abend von Johannes und Julius Röntgen (ohe
thümliche Vorstellung zu halben Preisen: Der Frei⸗ schütz.
“
Klavier⸗Abend von Gottfried Galston.
“ rvo Amn.
Birkus Schumann. Sonnabend, Abende prähise 7 ½ Uhr: Grande Soirée High-Lire. Elite⸗ Programm. U. a.: Löwen⸗Baron. Direktor Albert Schumann’s unerreicht dastehende Original⸗Dressuren. Um 9 ½ Uhr: China. Das größte und sensationellste Manoͤgen⸗Ausstattungsstück mit herrlichen Wasser⸗ und Licht Effekten. I. Ab⸗ theilung: Die Unseren in Kiautschou. II. Abtheilung: Aufstand der Boxer. — Krieg. III. Abtheilung: Die Verbündeten vor Taku. — Peking. Neue Ein⸗ lagen. Erstürmung der großen chinesischen Mauer. Hissung der deutschen Flagge. Sensationelle b-] nie dagewesene gymnastisch⸗akrobatische Pro⸗ uktion.
Sonntag, Nachmittags 3 ½ und Abends 7 ½ Uhr: Zwei Gala⸗Parade⸗Vorstellungen. In jeder Vorstellung: Auftreten des Löwen⸗Baron; außer⸗ dem Nachmittags 3 ½ Uhr: Zum ersten Male: Die lustigen Maurergesellen, komische Pantomime. Scenen aus dem New Yorker Straßenleben, aus⸗ geführt von der aus 15 Personen bestehenden amerikanischen Excentric⸗Truppe „Oceauo“. — 7 ½ Uhr: Chiua. Nachmittags: Ein Kind rei.
1eee“”“; Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Verw. Fr. Hedwig von Hedemanr, geh. Lehmann, mit Hrn. Oberleutnant Georg Matthiaß (Potsdam-— Flensburg). —
Verehelicht: Hr. Rittmeister Hans Ebert mit Frl. Hanna Brügelmann (Berlin).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Cuno von Massow (Hadersleben). — Hrn. Oberleutnant Willde (Gleiwitz). — Hrn. Leutnant Max von Poncet (Ratibor).
Gestorben: Hr. Generalmajor z. D. Hans von Schierstedt (Ballenstedt a. H.). — Hr. Haupt⸗ mann a. D. Richard von Oppell (Fraustadt). — Hr. Rittergutsbesitzer August Frhr. von Eckard⸗ stein (Haselberg). — Hr. Geheimer Bergrath Volmar Meitzen (Königshütte). — Hr. Kanzlei⸗ rath Ferdinand Herfordt (Berlin). — gr Ge⸗ heimer Rechnungsrath Heinrich Bütow 4 erlin). — Fr. Therese Vattery, geb. Baroneß Roth von Schreckenstein (Mechwitz).
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagt⸗ Anstalt, Berlin 527 8 vucfarceeng Nr. 323.
Sieben Beilagen
(einschlielich Börsen⸗Beilage),
und die Gewinnliste der sechsten Berliner Pferde⸗Lotterie.
18
Saal Bechstein. Sonnabend, Anfang 7 ½ Ur:
Berlin, Freitag, den 9. November
Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
Oualität
gering
mittel gut Verkaufte
Marktort
——
niedrigster
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner höchster
Menge
höchster niedrigster höchster ℳ ℳ ℳ
niedrigster Doppelzentner
Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
Am vorigen
Durchschnitts⸗ Markttage
preis
r 1 Doppel⸗ zentner
Landsberg a. * Kottbus .. Wongrowitz Breslau. Hirschberg. Ratibor. Göttingen Geldern... Nents.. SH Langenau i. Wttbg.. Ueberlingen.. Rastatt. Colmar i. E.. . Clateau⸗Salins. Breslan.
Landsberg a. W. Kottbus. Wongrowitz Breslau... Hirschberg. Ratibor. Göttiagen . Koblenz.. Geldern. . EEET Sigmaringen Langenau i. Wrttbg. 652 bb 11X1X“ Colmar i. E.. Chateau⸗Salins Breslau
Landsberg a. Kottbus.. Wongrowitz Breslau.. Hirschberg. Ratibor 8 Geldern.. “ Langenau i. Wttbg Rastatt. 1“ Colmar i. E... Chateau⸗Salins Breslau.
(SOea a a a a 2
90
Landsberg a. W. I Wongrowitz Breslau . Hirschberg Ratibor. Göttingen Geldern . X Neuß. alter H. 8 E111““ neuer H. Sigmaringen. 1 “ TTIIT1I1I11ö1“” G Langenau i. Wttbg.. 1 Ueberlingen.. 8 Eööö“ 13,50 Chäteau⸗Salins. . — eee11616“ 1 “ 12,30 Winnenden 4 12,70
14 00
13,20 12,80
SOe „ 2 2s 2.à8„ 2
Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle M Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht
—
Weizen. 13,50 14,25 — 15,00 14,20 14,40 14,30 14,90 14,80
15,70 14,25
15,20 14,60 16,40 14,50
16,40 14,50
16,20 14,60 16,40 17,20 16,56 17,50
17,10 17,50 20,00 18,00
20,27 14,30 14,90
Roggen. 13,20 13,40 14,10 14 40 12,90 13,00 14,10 14,20 14,50 14,60 — 14,10 14,60 15,00 15,20
15,20 12,50 13,90 14,90 14,50 15,50 2 16,67 15,40 — 14,10 14 20
G st e.
14,25 15 00 14,50 15,60 16,20 15,40 14,60 16,70 16,20 14,60 17,20 17,10 18,00 20,82
15,60
13 40 14,40 13,20 14,50 15,00 14,10 15,00
15,50 13,90.
14,90 14,50 16,20 1722
1450
14 80 14 36 15,50
12,80
13,30
14,60 15,00
12,80
14,50
12,50 12,40
14 60 13,00 12,70 12,60
— 12,50 12,00 12,00
14,00
13,20 12,80 1400
— 12,50 13,20
13 50 13,40 13,97 14,00 15,20 12,70 13,30
14,00
13 00 13,50 13,97 13,80 13,70 15,00 15 80 15,50 16,3
15,40 13,50
5 13,60 14,60 13,00 12,90 12,80
12,50 12,50
13,80 13,40 13,97 14,50 15,50 12 90 13,60
14 50 14,65
14 00
13,70 16,00 16,20 15,50
14,00
dgser. 14,00 14,80
13,00 13,00 12,00 13,00 12,50 14,00 11,50 14 00 13,60 14,50 14,50
1300
13,70
14,50 14,65
14,00 16,00 16,20 16,00
15,00
14,00 14,80
13,20 13,20 12,40 13,00 13,00 15,00 12,50
14,00 13,60 14,50 15,00 13,20 14,00
301
vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten
105 216
239 12 240
14,30
14,65 15,30
16,59 15,60
16,72
18.10 21,16
14.65 13,00
13,18 12,20
12,60
12,15
13,37 15,00
14,64 13,00
12,70 12,20
12,50
12,08 14 00
13,47 14,50
„
2. 11.
7. 11. 25. 10.
un 3:. 10.
4 065 13 59 2. 11.
Kark abgerundet mitgetheilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen herechnet.
daß
LUnb 2.
entsprechender Bericht fehlt.
Literatur.
Die Bevölkerungs⸗ und Wohnungsaufnahme vom füchezem ber 1895 in der Stadt Berlin, im Auftrage der düdtischen Deputatton für Statistik bearbeitet von R. Böckh, Arektor des Statistischen Amtes der Stadt Berlin. I. Theil. vommissionzverlag von Leonhard Simion hierselbst. — Mit diesem Werke hattebt der Magistrat der Oeffentlichkeit eine eingehende Darstellung nas wissenewerthen Ergebnisse der Berliner Volkszählung von 1895, C denen die wichtigsten bereits in den letzten vier Jahrgängen des 5 atistischen Jahrbuchs der Stadt Berlin“ bekannt gegeben und naus seiner Zeit auch im „R.⸗ u. St.⸗A.“ mitgetheilt worden sind. sanoetliegende erste Theil umfaßt nur die Tabellen der Bevölkerungs⸗ Coit und bebandelt zunächst in einer längeren Einleitung nach Haelerung der Vorbereitung, und Durcharbeitung der 8 - und Wohnungsaufnahme vom 2. Dezember 1895 die a me der Bevölkerung der Stadt Berlin, ihrer Stadttheile und mgebung, sodann in 15 Abschnitten die Bevölkerung
lter nach Geschlecht, Konfession und Stadtbezirken, na naneh Geschlecht und Familienstand, nach der Zuzugszeit, die Ehe⸗ angebsrac Alter, Jahr der Eheschließung und Konfession, die Staats⸗ Iür üigeit der Einwohner, die Ernährungsweise der noch nicht ein d. ten Kinder, die Blinden, Taubstummen und Geisteskranken, in Veruf der Berliner, die Gewerbetreibenden nach ihrer Stellung in der ug die Hausindustriellen bezw. Heimarbeiter überhaupt und die Famile rmenpflege unterstützten insbesondere nach Alter, Geschlecht, die in kustand und Arbeitsstätte, die beschäftigungslosen Arbeitnehmer, lch üj städtischen Armenpflege unterstützten männlichen und weib⸗ mosenempfänger, Extraunterstützten, Pflege⸗ und Waisen⸗ und die auf Kosten der Stadtgemeinde in Kranken⸗ verpflegten Personen, endlich die mit Freiheitsstrafen nach der Zahl dieser Bestrafungen am 2. Dezember 1895, 88 Geschlecht, Familienstand, Konfession, Zuzugszeit und gehörigkeit. Derjenige, der Zahlen zu lesen versteht, wird
genommen sein.
schaft im
und deren
genauer ersten dem schlagewerk
Auflage Charakter
durchge möglichst
jetzt in zweiter Auflage. 10 Heften zu 5 Bogen berechnet. des Staatslexikons soll unverändert bleiben. dieses Standpunkts soll jedoch in einzelnen, neuzeitliche staatliche Ver⸗ hältnisse behandelnden Artikelg den — höherem Maße Rechnung getragen, zwischen den katholischen Prinzipien Anwendung auf die Gegenwart, zwischen Lehren der Kirche und mehr oder minder autoritativen Schulmeinungen unterschieden Hinblick 89ℳ die bei der so
nicht
bisher erweitert werden.
angepaßte
Rechtsanwalt in Köln. Zweite Auflage. Verlagshandlung. — Das im Jahre 1889 von der Görres⸗Gesellschaft herausgegebene Staatslexikon, dessen klare, übersichtliche und maß⸗ volle Darstellung auch an dieser Stelle anerkannt wurde, erscheint Dieselbe ist auf 5 Bände von je 9 bis Die stren
werden. gemachten
des Werkes als unbedingt
neue
Au ndn⸗
Im
Erfahrungen an — Nach⸗ nsbesondere statistische und politisch⸗geographische Artikel strenger ausgeschieden oder eingeschränkt, dagegen soll der biographische Theil mehr als Die bisber erschienenen Hefte des ersten Bandes zeigen an vielen Stellen die bessernde Hand: das Veraltete ist weggefaglen, und die neuesten Ergebni ends berücksichtigt.
assende,
aus den einzelnen Kavpiteln tiefe Einblicke in die sozialen Verhältnisse der Riesenstabt gewinnen, und so hat das Werk nicht nur für den Fachmann, sondern auch für weitere Kreise Werth und Interesse. Bedauern möchte man, daß es so spät erscheint und deshalb seine An⸗ gaben durch die neuere Entwickelung überholt sind. Theil, der die Tabellen der Wohnungs⸗ und Hausstandsstatistik ent⸗ halten soll, zur Auspabe gelangt, wird bereits die neue Zählung vor⸗
Bevor der zweite
— Staatslexikon. Unter Mitwirkung von Fachmännern heraus⸗ gegeben im Auftrage der Görres⸗Gesellschaft zur Pflege der Wissen⸗ katholischen Deutschland von Dr. Jultus Bachem, Freiburg i. Br., Herder'sche
katholische Grundlage
ei voller Innehaltung
Bedürfnissen der Gegenwart in
feststehenden
das zu
sollen
sse der Wissenschaft sind die der unmittelbaren 85 läßt die geschickte,
genwart lnappe
Gruppierung des Stoffs und die obiektive, von aufdringlicher Tendeng im allgemeinen freie Form der Darstellung der früheren A wieder erkennen.
Der Bauherr und Hauswirth. geber für Jedermann in Bau⸗ und Haus⸗Angelegenheiten. Von S. Müller, Architekt. Vollständig in 10 Leeferungen zu 50 ₰. Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30. Lieferung 2— 4. — In der zweiten Lieferung wird zunächst das Kapitel über die Bau⸗ freiheit und ihre Beschränkung zu Ende geführt. Dann folgen in diesem und den nächsten Heften Abschnitte über die hei dem Bau be⸗ theiligten Perfonen, die Vergebung der Arheiten, die Baupläne, die Baumatertalien, Zeit und Ausführung des Baues, über einfache Ab⸗ steckungs⸗ und Vermessungsarbeiten, endlich über den Baugrund und die —— Zahlreiche Abbildungen im Tert erleichtern das Verständniß; zwei besondere Tafeln zeigen als Muster die Ansichten eines einfachen Landhauses und einer Villa. Das Werk verspricht nach dem reichen und vielseitigen Inhalt der bis jest vorliegenden Lieferungen ein wirklich nützliches Handbuch für den Hauswirth zu werden.
— Führer durch Halle g. S. und seine staatlichen und städtischen Einrichtungen und Anstalten. Mit Unterstützung des — und der zuständigen Autvritäten und Vorsteher heraus⸗ gegeben von E. Genzmer, Stadthaurath, und Dr. O. Förtsch Stadtrath. Mit 13 Vollbildern. Stadtplan, Karte der Umgegend u. s. w. Verlag von Otto Hendel in Halle. Pr. eleg. geh. 1 9ℳ. — Dieses kleine Buch führt den Fremden zunächst auf einem gange zu den Sehenswürdigkeiten aus alter und neuer Zeit, läßt ihn danm einen Rückodlick auf die Geschichte werfen und wendet sich datauf der Beschretbung der zahlreichen wissenschaftlichen Institute und Sa lungen des Staats sowie der verschiedenartigen gemeinnätzigen stalten der Stadt zu. Den Schluß dildet eine Schilderung der land⸗ schaftlich anmuthigen Umgegend und der Ausstüge, welche f Halle dorthin und weiter unternehmen lassen. Das mit einer
Ein praktischer Rath⸗