1900 / 278 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 22 Nov 1900 18:00:01 GMT) scan diff

Erleichterung des späteren Stapellaufs eine für die Arbeiter sehr lästige Schrägstellung von 5—6 m Fall von hinten nach vorn gegeben wird, empfiehlt der Vortragende die Anlage von Baudocks, in welchen das Schiff fertig hergestellt wird und aus denen es nach seiner Vollendung ohne die jetzigen, mit dem Stapellauf verbundenen Ge⸗ fahren hinausschwimmt. In der sich an den Vortrag an⸗ schließenden Debatte begegneten die Schwarz'schen Vorschläge seitens der Geheimen Marine⸗Bauräthe Jäger, Brinckmann und Hoßfeld, sowie seitens des Direktors vom Stettiner „Vulkan“, Zimmer⸗ mann, einer in jenen Hauptpunkten ablehnenden Kritik. Von einer Bedeckung der Hellinge mit einem Glasdach schien man sich wegen der damit verbundenen Beeinträchtigung des Tageslichtes und des in jeder

alle vorhandenen Zugwindes die erwarteten Vortheile nicht zu ver⸗ prechen, ebensowenig von einem Ersatz des Hellings für den Neubau durch ein Baudock, das sehr kostspielig in der Herstellung und für die Gesund⸗ heit der Werkleute direkt gefährlich sein würde. Ober⸗Baurath Schwarz konnte dagegen auf günstige Erfahrungen in England und Amerika und für die Bedeutung der Hellinge auf die Thatsache hinweisen, daß es in Rußland überhaupt nur überdachte Hellinge in den Werften

ebe.

Es folgte hierauf ein Vortrag des Direktors der Aktien⸗Gesell⸗ schaft Siemens u. Halske, proseffors Dr. Raps⸗Berlin über „Elek⸗ trische Befehlsübermittelung an Bord“, unter Vorführung der Originalapparate in ihren Funktionen. Einleitend hob der Vor⸗ tragende die großen Schwierigkeiten hervor, welche bei den gegenwärtigen Abmessungen für das wirksame Kommandieren an Bord, namentlich der Kriegsschiffe, bestehen, während prompte Befehlsübermittelung wichtiger sei denn je. Die Verwendung von Sprachrohren ist bei dem auf den Panzern herrschenden Geräusch z. B. für die Verständigung zwischen Kommando⸗ brücke oder Kommandothurm einerseits und Maschinenraum anderer⸗ seits thatsächlich fast unmöglich. Da hat die Elektrizität aushelfen müssen, doch bedurfte es einer langen Entwickelung, bis die Kommando⸗ apparate in vollendeter Zuverlässigkeit arbeitend und für die Kriegsschiffe so sicher verwahrt und, wo es nothwendig, selbst gepanzert konstruiert wurden, wie sie sich gegenwärtig darstellen. Diese Apparate sind in elektrisch⸗optische und elektrisch⸗akustische zu klassifizieren. Die ersteren gleichen den alten Zeigertelegraphen. Der Geber dreht auf einer Zifferscheibe einen Zeiger bis zu einer bestimmten Ziffer und ist sicher, daß der Zeiger auf der verbundenen Zifferscheibe sich auf die gleiche Ziffer einstellt. Mit den Ziffern aber sind bestimmte, sich häufig zwischen Geber und Empfänger wiederholende Kommandos bezeichnet. Auf diese Weise können Kommandos gleichzeitig an viele Stellen des Schiffes ertheilt werden. Natürlich ist mit jedem Apparat auch ein Läutewerk verbunden und durch Doppelapporte an der Gebe⸗ stelle zumeist dafür gesorgt, d. der Geber prompt Qutttung über das richtige Verstehen des Kommandos erhält. Es giebt auch automatisch einstellbare, in gewissen Zeiträumen sich wieder⸗ holende Kommandos oder Avertissements. So kann der Heizer durch ein etwa alle zwei Minuten erfolgendes Läutezeichen oder eine blitzartig sich entzündende Blitzlampe oder durch beide Zeichen zusammen ein für alle Male an das rechtzeitige Kohlenauflegen er⸗ innert werden. Mehrfach wiederholte gleichzeitige Kommandos sind z. B. die Aufforderungen an alle Heizer, der Maschine mehr Dampf zuzuführen, oder der Befehl zum Schließen der Schotten. Um des Funktionierens der Läutewerke sicher zu sein, ist eine Einrichtung ge⸗ troffen, daß außer dem Klöppel der Glocke auch eine Membran Töne erzeugt, die selbst dann hörbar sind, wenn der Apparat unter Wasser steht. ür Spezial⸗Befehle muß man sich natürlich des Telephons bedienen, das zum Schutz gegen starke Geräusche in der Nähe besonders sorgfältig verwahrt ist. Die Anwendung äußerst empfindlicher Mikrophone ist die Regel. Der Empfänger hat, wo es angezeigt ist, häufig die Einrichtung, daß durch aufgesetzte Schalltrichter die Kommandoworte laut und ver⸗ nehmlich hinausgerufen werden. Durch alle diese Vorrichtungen ist trotz der Größe der Schiffe eine so allseitige Orientierung des Kommandierenden und so prompte Befeblsübertragung erreicht, wie sie früher bei kleineren Abmessungen kaum möglich war. Neu sind u. a. auch der Ruderlege⸗Zeiger, die Artillerie⸗Telegraphen, die Torpedo⸗Signalgeber. Zum Schluß erklärte der Vortragende noch das optische Signalwesen zwischen Schiff und Schiff, Schiff und Land, das neuerdings durch Anwendung der Sellger'schen Sianalisierungsmethode der Erfinder ist österreichischer Marine⸗ Offizier eine bedeutende Vereinfachung erfahren hat. Das System besteht in der Anwendung von nur je einer horizontal getheilten Laterne an beiden Stellen, welche in ihrer oberen Etage rothe, in ihrer unteren weiße elektrische Glühlichter enthält. Das Aufleuchten des weißen Lichts bedeutet im Morse⸗Alphabet den Punkt, das des rothen 8h 88.g. Auf diese Weise ist eine sehr schnelle Verständigung möglich.

Am Nachmittag des ersten Tages folgten drei Vorträge von aus⸗ schließlich fachtechnischem Interesse: über „Kautschuk im Schiffsbau“ (Direktor der Harburger Gummi⸗Kamm⸗Compagnie Ed. Dabes), über „graphische Methoden zur Bestimmung von statischen Gleichgewichts⸗ lagen der Schiffe im glatten Wasser“ (Schiffsbau⸗Ingenieur M. H. Bauer⸗Berlin) und über „ebene Transversalschwingungen stabförmiger Körper mit spezieller Berücksichtigung des Schwingungsproblems des Schiffsbaues“ (Ingenieur L. Gumbet⸗Elbing). Am Abend fand im Hötel de Rome ein zahlreich besuchtes Festmahl statt.

Auch in der geschäftlichen Sitzung, die am Dienstag, Morgens um 9 Uhr, ihren Anfang nahm, hatte der Ehrenvorsitzende der Ge⸗ sellschaft seinen Platz eingenommen. Im Saal ausgestellt war das künstlerisch vollendete, für Seine Königliche Hoheit den Prinzen Heinrich bestimmte Diplom als Ehrenmitglied der Gesellschaft, das viel bewundert wurde. Es trägt das Datum des 19. November 1900 und die Unterschrift: Friedrich August, Großherzog. Die beiden Vor⸗ träge rein fachlichen Interesses lauteten: „Entwickelung der Tieflade⸗ linien an Handelsdampfern“ (Schiffsbau⸗Ingenieur der Hamburg⸗ Amerika ⸗Linie Rud. Rosenstiel⸗ Hamburg) und „Unter⸗ suchungen über Hinterschiffsformen, speziell über Wellenaustritte, aus⸗ Fenbe in der Schleppversuchsstation des Norddeutschen Lloyd an

odellen des Doppelschrauben⸗Schnelldampfers „Kaiser Wilhelm der Große“ (Schiffsbau⸗Ingenieur des Norddeutschen Lleoyd Joh. Schütte⸗ Bremerhaven). Gegen 12 ½ Uhr wurde die Hauptversammlung ge⸗ schlossen. Der Nachmittag war einem Ausflug zu Wagen nach Tegel gewidmet, wo die großartigen Werke der Firma A. Borsig besichtigt wurden. .“

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichgamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)

Deutsches Reich.

Beibehaltung der Brennsteuer⸗Vergütungssätze. Der Bundesrath hat in seiner Sitzung vom 31. Oktober d. J. beschlossen, daß die durch Beschluß vom 19. Oktober 1899 (Zentralblatt S. 339) festgesetzten Brennsteuer⸗Vergütungssätze bis auf weiteres beizubehalten sind. (Zentralblatt für das Deutsche Reich vom 9. November 1900.)

Konsulargerichtsbarkeit über Schutzgenossen. Die auf Grund des Gesetzes über die Konsulargerichtsbarkeit vom 7. April 1900 (Reichs⸗Gesetzbl. S. 213) vom Reichskanzler unterm 27. Oktober d. J. getroffene Anordnung, betreffend die Konsulargerichtsbarkeit über Schutzgenossen, ist im Zentralblatt für das Deutsche Reich Nr. 48 vom 9. November veröffentlicht. Gemäß § 2 dieser Anordnung werden in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, in Konkurssachen und in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem deutschen Schutze u. a. unterstellt: Handelsgesellschaften und Genossenschaften, die nach § 2 Abs. 2 Satz 3 des Gesetzes über die Konsular⸗ gerichtsbarkeit den Ausländern gleichgestellt werden, für alle sie be⸗ treffenden Rechtsverhältnisse, wenn sie in ein bei einem deutschen geführtes Handels⸗ oder Genossenschaftsregister einge⸗ tragen sind.

Die den Ausländern gleichgeachteten Handelsgesellschaften und Genossenschaften sind in das Handels⸗ oder Genossenschaftsregister nur dann einzutragen:

81

wenn sie für ihre Rechtsverhältnisse in dem Gesellschafts⸗ oder 11 w ausdrücklich der Konsular⸗ erichtsbarkeit unterworfen werden; G 2) wenn sie einem erheblichen Interesse von Deutschen oder von Schutzgenossen dienen, und diesem Interesse nicht ein überwiegendes Interssfe von Angebörigen eines fremden Staates gegenübersteht; 3) wenn sie nicht allgemeine deutsche Interessen gefährden.

Lehnt der Konsul die Eintragung wegen Fehlens einer der im Abs. 1 angegebenen Voraussetzungen ab, so findet gegen diese Ent⸗ scheidung aeschlielich Beschwerde an den Reichskanzler statt.

Eine in dem Register eingetragene Gesellschaft oder Genossen⸗ schaft kann auf Anordnung des Reichskanzlers gelöscht werden, wenn Umstände vorliegen, die nach den Vorschriften des Abs. 1 die Ab⸗ lehnung der Eintragung rechtfertigen würden.

Die Vorschriften der Anordnung finden keine Anwenduna, soweit Vereinbarungen mit anderen Staaten entgegenstehen, auch finden sie keine Anwendung innerhalb Rumäniens und Serbiens. 8

Außenhandel Ungarns in den Monaten Januar bis September 1900.

Nach dem Ausweise des Zentralstatistischen Amts über den Waarenverkehr Ungarns im Monat September 1900 betrug die Einfuhr 146 973 Stück und 2778 301 dz, gegen 23 739. Stück und 2 998 059 dz im September 1899. Während hiernach die Einfuhr sich im Vergleiche zum Vorzahre verringert hat, ist die Ausfuhr im Monat September 1900 auf 768 410 Stück und 6 525 600 dz ge⸗ stiegen gegen 582 906 Stück und 5439 218 dz im gleichen Monat des Vorjahres. Auch der Verkehr in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres zeigt ein ähnliches Bild. Vom 1. Januar bis 30. Septemder 1900 wurden nämlich 5 989 021 Stück und 49 475 115 dz ausgeführt, während die Ausfuhr in der gleichen Periode des Vor⸗ jahres nur 5 075 912 Stück und 39 387 358 d betrug. Diese be⸗ deutende Steigerung von mehr als 10 Millionen dz ist vornehmlich auf die große Zunahme der Kohlenausfuhr zurückzuführen, aber auch die Ausfuhr von Getreidearten und Schnitthölzern war viel lebhafter wie im Vorjahre. Die Einfuhr hat dagegen in den neun Monaten des laufenden Jahres sich verringert, da im vorigen Jahre (Januar bis September) 227 177 Stück und 28 243 566 d2 eingeführt wurden, in der gleichen Periode dieses Jahres aber 1 011 239 Stück und 24 560 044 dz. Der Werth des Waarenverkehrs im Monat September betrug bei der Einfuhr 115,91 Millionen Kronen, bei der Ausfuhr hingegen 133,78 Millionen Kronen, sodaß sich ein Ausfuhr⸗ überschuß von rund 18 Millionen Kronen ergiebt. (Pester Lloyd.)

8 11X““

Das Baumwoll⸗Fabrikationsgeschäft der Grafschaft Lancashire im 3. Vierteljahr 1 900.

Die Baumwollindustrie in Lancashire hat in den Monaten Juli bis September 1900 mit derartigen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, daß man bis auf den amerikaaischen Krieg zurückgehen muß, um irgendwie einen Vergleich ziehen zu können. Schon im Juli d. J. machten die abnorm kleinen Zufuhren von amerikanischer Baumwolle das Geschäft immer weniger lohnend. Nach und nach schränkte man, wo es anging, die Fabrikation ein, arbeitete kürzere Zeit und dehnte die in diesen Monat fallenden Sommerferien in den Fabriken aus. Weitere Einschränkungen folgten im August. Die Folge davon war, daß die Neukäufe von Baumwolle in Liverpool beträchtlich ab⸗ nahmen. Die Spinner bezogen in den vier Wochen bis zum 23. August d. J. von Liverpool nur 128 000 Ballen oder 32 000 Ballen pro Woche. Am 31. August schloß das sogenannte Baum⸗ wolljahr 1899/1900 ab; die amerikanische Ernte war 2 000 000 Ballen und die ostindische 1 150 000 Ballen geringer als im Jahre 1898/99 ausgefallen. Der Ausfall der indischen Baumwollernte beeinflußte deshalb die Lage des amerikanischen Baumwollhandels, weil die kontinentalen Spinner statt der nicht vorhandenen ostindischen Baum⸗ wolle amerikanische Baumwolle kaufen mußten. Es ist bemerkens⸗ werth, daß infolge der hohen Preise des Baumwollmarktes 5760 Ballen amerikanischer Baumwolle von Japan und 6188 Ballen dieser Baum⸗ wolle vom Kontinent sowie 299 Ballen brasiltanischer, 50 Ballen egyptischer, 1072 Ballen westindischer und 1414 Ballen ostindischer Baum⸗ wolle vom Kontinent, zusammen also 14 783 Ballen, nach Manchester eingeführt und verkauft wurden. Der sichtbare Vorrath von Baum⸗ wolle war 1 500 000 Ballen geringer als im Jahre vorher. Die Ueberzeugung, daß weder in Liverpool noch in kontinentalen Häfen größere Vorräthe sich ansammeln könnten, es sei denn, die wachsende Ernte werde sehr viel größer, als bis jetzt angenommen, fing an, sich geltend zu machen. Als am 31. August d. J. nun auch der wirkliche Vorrath in Liverpool 33 000 Ballen weniger, als an⸗ genommen, betrug, da war in Liverpool kein Halten mehr. Zwischen dem 31. August und 13 September d. J. stiegen Spotpreise um 12 ⅛212, September⸗Futures um 2 162 und Futures sür spätere Monate um 12²9 ⁄4¶ Pence. Die Spotpreise für good fair Egyptian stiegen ebenfalls um 1 1 Pence. Dazu kam noch am 10. September die Nachricht, allerdings sehr übertrieben, von unermeßlichen Zerstörungen in und bei Galveston und der amertkanische Bureaureport, welcher den Stand der neuen Ernte auf 68,2½2 schätzte, und schließlich am 13. September Henry Neill's Ernteschätzung von 9 750 000 Ballen im Maximum.

Egyptische Baumwolle ist ebenfalls gestiegen; die Anfuhren haben sich nicht wesentlich geändert, und es ist noch nicht möglich, ein irgendwie verläßliches Urtheil über die neue Ernte abzugeben. Die sehr günstigen August⸗Berichte werden indessen nicht allgemein bestätigt. Ostindische Baumwolle wird in dieser Saison in Groß⸗ britannien mit Interesse beachtet werden, und die Spinner, die seit Jahren keine solche gebraucht haben, werden sich derselben wieder zuwenden. Daß unter solchen Vevrhält⸗ nissen die Lage der Spinner, welche zu niedrigem Hrebe nicht vollauf mit Baumwolle sich versehen hatten, eine sehr schwierige ge⸗ worden ist, leuchtet ein. Mancherlei Betriebseinstellungen haben denn auch stattgefunden. Käufer sind nur da zu finden, wo Garnpreise erheblich unter den heutigen Marktpreisen notiert werden. Die kriegerischen Ereignisse in China legen fürs Erste das ganze China⸗ geschäft brach, und für China bestimmte Waaren müssen eben die Entwickelung der Wirren abwarten. Da der Bedarf Chinas circa 10 % des ganzen Exports von Manchester in Tuch ausmacht, so sind eine große Anzahl von Fabrikanten in übler Lage.

Die Aussichten für das Geschäft nach Indien haben sich durch die ergiebigen Monsun⸗Regen gebessert, wenn auch die Pest noch immer nicht nachläßt und die Nachwirkungen der Hungersnoth und 8 jetzigen hohen Preise die Kaufkraft der Bewohner geschwächt

aben. Für die Türkei und die Levante hat sich die Nachfrage gehoben.

Der Inlandshandel ist sehr still.

Alle kontinentalen Märkte kaufen nur, was sie nothwedig brau⸗ chen, und suchen weit unter den heutigen Preisen anzukommen.

Inzwischen scheint nun mit den reichlichen Zufuhren der neuen amerikanischen Baumwolle in den letzten Wochen die Noth der Baumwoll⸗Industrie in Lancashire einigermaßen im Schwinden. Bis zum 15. Oktober d. J. betrug die Zufuhr 1 345 000 Ballen gegen 1 376 000 Ballen bis zum gleichen Termin im vorigen Jahre, obwohl in diesem Jahre die Ernte um einige Wochen später war⸗ Dementsprechend sind die Baumwollpreise in Liverpool stark im Fallen. Es wird nunmehr hauptsächlich darauf ankommen, ob die günstigen neueren Schätzungen der amerikanischen Baumwollernte sich als richtig erweisen. Für Indien sollen kürzlich große Lieferungen feinerer Fabrikate für Anfang des kommenden Jahres in Auftrag ge⸗ geben worden sein. Dagegen fehlen die Aufträge aus China. (Nach Berichten des Kaiserlichen Konsulats in Manchester und des Kaiser⸗ lichen General⸗Konsulats in London.)

Die russische Kohlenindustrie und die Brennstofffrage Infolge des Forstschutz⸗Gesetzes wurden in Rußland eine an 1 Menge von Fabriken gezwungen, anstatt des Holzes Kohlen in . Betrieben als Feuerungsmaterial zur Verwendung zu bringen sodaß die Vermehrung der russischen Kohlenproduktion ch⸗ gleich ziemlich bedeutend, dennoch nicht gleichen Schritt mit der Nachfrage zu halten im stande war. Die stark vermehrte Nachfragr für Kohlen erfolgte hauptsächlich von der in dem letzten Jahrzebot sehr stark vermehrten Eisenindustrie, den Eisenbahn⸗, Dampfschiff⸗ Gas⸗ und Zuckerfabrik⸗Gesellschaften. Während der letzten zehn Jahre verdoppelte sich die Nachfrage in dem Donez⸗Gebiet, welches ungefähr 50 % der in Rußland verbrauchten Kohlen liefert, von seiten der Zucker⸗ und Gasfabriken. Die Zucker⸗Raffinerien Ruß⸗ lands verbrauchen allein 25 000 000 Pud Donezkohlen jährlich, die Dampfschiff. Gesellschaften machten dreifache und die Eisenwerke sogar 64 fache Anforderungen an die Kohlenbergwerke im Donezgebiete, und dennoch ist die Nachfrage damit nicht erschöpft und steigt noch immer. In dem laufenden Jahre wird. Rußland 480 912 000 Pud Kohlen nöthig haben, während die russische Produktion höchstens 451 916 950 Pud erzielen kann, so daß noch 28 995 050 Pud fehlen werden. Rohes Petroleum, welches man jetzt als flüssigen Brennstoff in Anwendung bringt, und das noch im Jahre 1892 kaum mit 1 Kop. für das Pud in Baku zu verkaufen war, erzielt heute schon 16 Kop. ungeachtet der Thatsache, daß die Produktion während dieser Zeit sich mehr als verdoppelt hat. (St. Petersburger Zeitung.)

Schweden.

Zolltarifentscheidungen. Von der schwedischen General⸗ Zolldirektion sind folgende Entscheidungen getroffen: K e- 9 ailfarbe, mit Spiritus versetzt = Sptiritusfirniß (Zolltarlf⸗ 2 8 s 1es ltar, eine schwarze Anstreichflüssigkeit = Firniß, anderer rt (111). Eisenplatten von mehr als ¼½ mm Dicke und mit zinnhaltigem Blei (82,2 % Blei und 11,9 % Zinn) überzogen = Metalle, C. Eihen. und Stahlplatten mit Bleitüberzug, von mehr als ¼ mm Dicke (394).

Vereinigte Staaten von Amerika und Frankreich.

Auslegung des Reziprozitätsabkommens zwischen beiden Ländern (Liqueure). Wie die „New Yorker Handels⸗ zeitung“ erfährt, ist die Zollermäßigung, welche die Regierung der Vereinigten Staaten auf Grund einer bundesgerichtlichen Entscheldung den französischen Liqueuren und Cordials zukommen ließ, wieder zurück⸗ gezogen worden und hat der Kollektor von New York von dem Hilfs⸗ Schatzamtssekretär Spaulding in der Angelegenheit die folgende Instruktion erhalten:

„Am 26. Juni d. J. wurden Sie von der seitens der Bundes⸗ regierung erfolgten Einstellung des Verfahrens gegen die Importeure Gge. S. Nicholas und P. Chaufort unterrichtet, wobei es sich um Auslegung des mit Frankreich auf Grund der Sektion 3 des 1897 er Tarifs abgeschlossenen Reziprozitätsabkommens handelte. Das Bundes⸗ Kreisgericht für den Süddistrikt von New York hatte entschieden, daß „Cordials“, wie die in Frage stehenden, nämlich Chartreuse, Créme de Menthe ꝛc., als Liqueure bekannt sind und nach dem Protokoll der zwischen den Regierungen der Vereinigten Staaten und Frankreich gepflogenen Verhandlungen in den Bereich des erwähnten Handels⸗ abkommens fallen..

Mit Räücksicht jedoch darauf, daß das Schatzamt der Ansicht ist, daß die ähnlichen Handelsabkommen mit Deutschland, Italien und Portugul nur solche Brandies und Spirituosen einschließen, wie sie in § 289 des 1897er Tarifs angeführt sind, und nicht so ausgelegt werden können, daß sie sich auch auf Liqueure, „Cordials“ ꝛc. beziehen, wie sie der § 292 desselben Tarifs anführt, und mit Rücksicht auf die zunehmende Bedeutung der Frage ist es der Wunsch des Departe⸗ ments, daß ein neuer Prozeß vorbereitet werde, durch welchen die Frage auf Grund des Handelsabkommens mit Frankreich wieder er⸗ öͤffnet wird. Sie werden daher angewiesen, alle aus Frankreich im⸗ portierten Liqueure, Cordials ꝛc. fernerhin zu behandeln, als ob sie nicht unter das Handelsabkommen mit Frankreich fallen, und dieses Verfahren einzuhalten, bis Sie anderweitige Instruktion erhalten.“

Ausfuhr unbearbeiteter Erze aus Callao (Peru.)

Die Ausfuhr von unbearbeiteten Erzen aus dem Hafen von Callao hat im Vergleich zu früheren Jahren erheblich zugenommen. Die Erze stammen hauptsächlich aus dem Minendistrikt „Cerro de Pasco“ und anderen, welche nahe der Oroya⸗Bahn liegen. Sie be⸗ stehen größtentheils aus Silbererzen mit hohem Kupfergehalt oder aus reinen Kupfererzen und werden zumeist nach Liverpool und Swansea gesandt.

Nach Deutschland gelangen mittels deutscher Dampferlinien nur Silbererze zur weiteren Verarbeitung.

Die Produktion und Ausfuhr von Kupfererzen wird wahrschein⸗ lich noch mehr zunehmen, da die Preise für dieses Modell sich in be⸗ trächtlicher Höhe halten.

Während der ersten acht Monate dieses Jahres wurden aus dem Hafen von Callao im Ganzen 283 606 Säcke Roherz à 80 kg ver⸗ schifft. Den größten Theil davon 168 841 Säcke beförderte eine englische Dampferlinie nach Großbritannien. (Nach einem Be⸗ richt des Kaiserlichen Konsulats in Callao.)

Queensland.

Zollbefreiungen. Gemäß einer Verordnung vom 12. Sep⸗ tember d. J. können „Maschinen zur Anfertigung von Biscuits (mit Ausschluß von Dampfkesseln und Betriebsmaschinen)“ ferner gemäß Verordnung vom 19. September d. J. „Eeclipse⸗Walz⸗, Glätt⸗ und Krispelmaschinen, Price's verbesserte Parent⸗ Hotchkiß'sche Kessel⸗Reiniger und Zirkulatoren, sowie Gnom Strohhülsen⸗Anfertigungsmaschinen als Maschinen neuer Erfindung, die bisher in Queensland nicht her⸗ gestellt worden sind, in die Kolonie zollfrei eingeführt werden. (Queensland Govern. Gaz. vom 15. und 22. September 1900)

Die Zuckerproduktion auf Cuba.

Nach einer Schätzung der Exporteure wird die Zuckerproduktion der Insel Cuba für das Jahr 1901 beträchtlich anwachsen und fast die Menge beider vorhergehenden Jahre zusammen erreichen. Die

Produktionsmengen der Jahre 1901, 1900 und 1899 stellen sich hier⸗

nach in den einzelnen Provinzen, wie folgt: 1901 1900 1899 Menge in Säcken zu 145 kg 500 000 147 817 226 27 765 000 304 331 6 500 000 409 455 800 000 438 577 250 000 154 975 250 000 151 835 250 000 181 575 50 000 12 904 150 000 70 063 150 000 31 981 100 000 35 467 Zaza.. 25 000 7 277 Trinidad 50 000 35 600 Zusammen 3 975 000 1 981 857 (Nach dem Journal de la Chambre de Commerce de Constantinople.)

Provinzen

Havanna.. Matanzas Cardenas.. Cienfuegos .. Sagua.. Caibarien Guantanamo Santiao Manzanillo.. Nuevhitag .. .. JZ1111I1“

8

Konkurse im etande. Rumänien.

vFeeeeemn.

Anmeldung der

Forderungen

delsgericht. Han bis Verifizierung

Jacob Cohen Bernard u. Co.

Aron B. Salomon

22. Novbr./ 5. Dezember 27. Novbr./ 10. Dezember 25. Novbr./ 8 Dezember

9./22. Dezbr. 7./20. Dezbr.

5./18. Dezbr. Leon Reiter 22. Novbr./ 4./17. Dezbr. 5. Dezember

Elias Ascher 1./14. Dezbr. 18./31. Dezbr. Horace Rapaport

Elisa Benoiu 29. Novbr./ 18 /31. Dezbr. 8— .“ 12. Dezember 8 Zwangsversteigerungen.

Beim Königlichen Amtsgericht II Berlin gelangten die nachbezeichneten Grundstücke zur Versteigerung: Hausotterstraße 40 in Reinickendorf, dem Kaufmann Paul Böhm genannt Stahn gehörig. Nutzungswerth 1512 Mit dem Baargebot von 14 200 und 20 000 Hypotheken wurde Brauerei⸗Direktor Karl Gregory zu Berlin Ersteher. Straßburgstraße 27 in Weißensee, dem Bauunternehmer Karl Rother ebenda gehörig. Nutzungswerth 5000 ℳ. Steuern 192 Mit dem Baargebot von 4010 und 40 000 Hypotheken wurde Maschinenfabrikant Adolf Luckner in Berlin, Rigaerstraße 16, Ersteher. Gürtelstraße, Parzelle 2, in Lichtenberg, dem Maurermeister Benj. Mattheus hier gehörig. Nutzungswerth 3600 Gebäudesteuern 14 400 Mit dem Baar⸗ gebot von 67 260 wurde Eisenbahnbeamter K. Wegner in Lichten⸗ berg Ersteher.

Bukarest

Turnu⸗ Severin

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr sind am 20. d. M. gestellt 17 869, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen.

In Oberschlesien sind am 20. d. M. gestellt 6219, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen.

Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen⸗ und Stahlindustrieller betrug die Roheisen⸗ roduktion des Deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Mionat Oktober 1900 742 720 t; darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 144 655 t, Bessemerroheisen 47 685 t, Thomasroheisen 423 254 t, Gießereirobeisen 127 126 t. Die Produktion im September 1900 betrug 709 200 t, im Oktober 1899 691 266 t. Vom 1. Januar bis 31. Oktober 1900 wurden produziert 6 920 934 t gegen 6 719 843 t im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Königsberg i. Pr., 20. November. (W. T. B.) Getreidemart Weizen still. Roggen unverändert, do. loko inländ. pr. 2000 Pfd. Zollgew. 124,00. Gerste, kleine inländ., ruhig. Hafer flauer, do. loko pr. 2000 Pfd. Zollgewicht 116,00 125,00. Russische Erbsen pr. 2000 Pfd. Zollgewicht 125,00.

Danzig, 20. November. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen loko fester. Umsatz 150 t, do. inländ. hochbunt u. weiß 148,00 153,00, do. inländischer hellbunt 146 149, do. Transit hochbunt und weiß 118,00, do. hellbunt 114,00, do. Termin zu freiem Verkehr pr. Sept. 114,00, do. Transit pr. August —, Regulierungspreis zu freiem Verkehr —,—. Roggen loko unverändert, inländ. 124,00, do. russischer und polnischer zum Transit 89,00, do. Termin pr. August —,—, do. Termin Transit pr. August —, do. Regulierungspreis zum freien Ver⸗ kehr —,—. Gerste, große (660 700 g) 132,00. Gerste, kleine (625 660 g) 120 00. Hafer, inländischer 124,00. Erbsen, inländische, 150,00. piritus loko kontingentiert —,—, nicht kontingentiert

Breslau, 20. November. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Schles. 3 ½ % 8.Pfdbr. Litt. A. 93,70, Breslauer Diskontobank 103,50, Breslauer Wechslerbank 102,90, Kreditaktien „Schlesischer Bankv. 145,50, Breslauer Spritfabrik 171,50, Donnersmark 226,00 Kattowitzer 204,30, Oberschles. Eis. 135,50, Caro Hegenscheidt Akt. 126,75, Oberschles. Koks 148,00, Oberschles. P.⸗Z. 124,50, Opp. Zement 125,60, Giesel Zem. 129,25, L.⸗Ind. Kramsta 154,00, Schles. Zement 161,00, Schl. Zinkh.⸗A. —,—, Laurahütte 209,75, Bresl. Oelfabr. 79,50, Koks⸗Obligat. 94,50, Niederschles. elektr. und Kleinbahn⸗ Pelischaft 58,00, Cellulose Feldmühle Kosel 163,00, Oberschlesische

ank⸗Aktien 116,00, Emaillierwerke „Stlesia“ 148,00, Schlesische Elektrizitäts⸗ und Gasgesellschaft Litt. A. —,—, do. do. Litt. B. 103,25 Br. 1b

Magdeburg, 20. November. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker exkl. 88 % Rendement 10,35 10,45. Nachprodutte exkl. 8,15 8,50. Stimmung: Ruhig, stetig. Krystallzucker I. 27,72 ½. Brotraffinade I. 27,72 ½. Gem. Raffinade mit Faß 27,72 ½, Gem. Melis mit Faß 27,22 ½. Stimmung: —. Rohzucker I. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. November 9,72 ½ Gd., 9,80 Br., pr. Dezember 9,75 Gd., 9,80 Br., pr. Januar⸗ März 9,90 Gd., 9,95 Br., pr. Mat 10,10 Gd., 10,15 Br., pr. August 10,30 Gd., 10,35 Br. Ruhig. 1

Frankfurt a. M., 20. November. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Lond. Wechsel 20,422, Pariser do. 81,40, Wiener do. 84,85, 3 % Reichs⸗A. 86,80, 3 % Hessen v. 96 83,10, Italiener 94,70, 3 % port. Anl. 24,70, 5 % amort. Rum. 87,50, 4 % russ. Kons. —,—, 4 % Russ. 1894 95,70, 4 % Spanier 69,00, Konv. Türk. 22,30, Unif. Egypter —,—, 5 % Mexikaner v. 1899 98,25, Reichsbank 148,00, Darmstädter 134,40, Diskonto⸗Komm. 179,30, Dresdner Bank 148,30, Mitteld. Kredit 110,00, Nationalb. f. D. 133,00, Oest.⸗ ung. Bank 120,70, Oest. Kreditakt. 206,40, Adler Fahrrad 143,00, Allg. Elektrizität 219,80, Schuckert 190,00, Höchst. Farbw. 347,80, Bochum Gußst. 189,40, Westeregeln 224,30, Laurahütte 208,00, Lombarden 27,90, Gotthardbahn 147,00, Mittelmeerb. 98,30, Bres⸗ lauer Diskontobank 104,50, Privatdiskont 4 .

Effekten⸗Sozietät. (Schluß.) Oesterr. Kredit⸗Aktien 206,40, Franzosen —,—, Lomb. 27,50, Ungar. Goldrente 96,70, Gotthardbahn 147,10, Deutsche Bank 197,10, Disk.⸗Komm. 178,90, Dresdner Bank 148,00, Berl. Handelsges. 151,30, Bochumer Gußst. 190,50, Dort⸗ munder Union —,—, Gelsenkirchen —,—, Harpener 183,00, Hibernia 205,20, Laurahütre 210,00, Portugiesen 24,70, Italien. Mittelmeerb. —,—, Schweizer Zentralbahn —,—, do. Nordostbahn 97,60, do. Union 93,40, Italien. Méridionaux —,—, Schweizer Simplonbahn 95,50, Mexikaner —,—, Iraliener —,—, 3 % Reichs⸗Anleihe —,—, Schuckert —,—, Northern 81,70.

Köln, 20. November. (W. T. B.) Rüböl loko 69,00, pr. Mai 66,50.

21. Nevember. (W. T. B.) In der gestrigen Aufsichtsraths⸗ sitzung der Aktiengesellschaft für Eletirizitätsgulogen zu Köln wurde ein Ueberschuß von 715 000 nachgewiesen. Mit Rücksicht auf die seit dem Schluß des Rechnungsjahres für den Effektenbesitz der Gesellschaft eingetretene Preisverminderung wurde beschlossen, der einzuberufenden Generalversammlung die Rückstellung des gesammten Ueberschusses zum Ausgleich dieser Werthverminderung vorzuschlagen und demgemäß von einer Gewinnvertheilung Abstand zu nehmen.

Gelsenkirchen, 22. November. (W. T. B.) Der Einnabme⸗ Ueberschuß der Gelsenkirchener Bergwerks⸗Aktien⸗Gesell⸗ chaft betrug im Monat Oktober 1900 1 631 790 gegen im Monat September 1900 und 783 912 im Hk.⸗

8

Dresden, 20. November. (W. T. B.) 3 % Sächs. Rente 83,25,)

3 ½ % do. Staatsanl. 95,00, Dresd. Stadtanl. v. 93 91,10, Allg. deutsche Kred. 188,00, Berliner Bank —,—, Dresd. Kreditanstalt 119,00, Dresdner Bank —,—, do. Bankverein 117,50, Leipziger do. —,—, Sächsischer do. 136,00, Deutsche Straßenb. 154,00, Dresd. Straßenbahn 175 00, Dampfschiffahrts⸗Ges. ver. Elbe⸗ und Saalesch. 142790, Sächs.⸗Böhm. Dampfschiffahrts⸗Ges. —,—, Dresd. Bau⸗

gesells (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. 3 %

Leipzig, 20. November. Sächsische Rente 83,05, 3 ½ % do. Anleihe 94,75. Oesterreichische Banknoten 85,10, Zeitzer Paraffin⸗ und Solaröl⸗Fabrik 151,00, Mansfelder Kuxe 1140, Leipziger Kreditanstalt⸗Aktien 188,00, Kredit⸗ und Sparbank zu Leipzig 117,85, Leipziger Bank⸗Aktien 166,00, Leipziger Hypothekenbank 132,25, Sächsische Bank⸗Aktien 135,50, Sächsische Boden⸗Kredit⸗Anstalt 121,50, Leipziger Baumwollspinnerei⸗ Aktien 166,00, Leipziger Kammgarn⸗Spinnerei⸗Aktien 163,00, Kamm⸗ garnspinnerei Stöhr u. Co. 148,00, Wernhausener Kammgarnspinnerei 39,00, Altenburger Aktien⸗Brauerei 205,00, Zuckerraffinerie Halle⸗ Aktien 145,25, „Kette“ Deutsche Elbschiffahrts⸗Aktien 85,00, Klein⸗ bahn im Mansfelder Bergrevier 80,00 168,00, Leipziger Elektrische Straßenbahn 94,20, Thüringische Gas⸗ Gesellschafts⸗Aktien 231,00, Deutsche Spitzen⸗Fabrik 207,00, Leipziger

Elektrizitätswerke 110,00, Seössich. Wollgarnfabrik vorm. Tittel u. 8

Krüger 142,00, Polyphon 200,00, Leipziger Wollkämmerei —,—.

Morgen Feiertag.

Bremen, 20. November. Börsen⸗Schlußbericht. Taback. Umsatz 194 Packen Paraguay. Kaffee besser. Am Marft Merida. Baumwolle anziehend. Upiand middl. loko 52 ¾ ₰4. Wolle. Umsatz 207 Bll. Speck fest. Loko short clear ₰, Nov.⸗Abladung 37 ½ ₰, Dez.⸗Jan.⸗Abladung 36 ½ ₰. Schmalz stetig. Wilcox in Tubs 38 ½¼ ₰, Armour shield in Tubs 38 ¾ ₰, andere Marken in Doppel⸗Eimern 39 ½ ¾ ₰. Petroleum. Amerik. Standard white. (Offizielle Makler⸗Preisnotierungen der Bremer Petroleum⸗Börse.) Loko 6,80 Br. Reis. Polierte Waare unverändert.

Kurse des Effekten⸗Makler⸗Vereins. (W. T. B.) Deutsche Dampfschiffahrts⸗Gesellschaft „Hansa“ 155 bez., Nordd. Lloyd⸗Aktien 116 ½ Gd., Bremer Vulkan 161 ½ Gd, Bremer Wollkämmerei 149 Gd., Delmenhorster Linoleumfabrik 167 Gd., Hoffmann’'s Stärkefabriken 180 Br., Norddeutsche Wollkämmerei und Kamm⸗ garnspinnerei⸗Aktien 139 Br.

Hamburg, 20. November. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Hamburg. Kommerzb. 117,00, Bras. Bk. f. D. 147,00, Lübeck⸗Büchen 136,00, A.⸗C. Guano⸗W. 93,00, Privatdiskont 4 ¼, Hamb. Packetf. 128,25, Nordd. Lloyd 116,50, Trust Dynam. —,—, 3 % Hamb. Staats⸗ Anl. 83,50, 3 ½ % do. Staatsr. 95,00, Vereinsbank 165,50, 6 % Chin. Gold⸗Anl. 99,50, Schuckert —,—, Hamburger Wechslerbank 105,60, Breslauer Diskontobank —,—, Gold in Barren pr. Kilogr. 2788 Br., 2784 Gd., Silber in Barren pr. Kilogr. 87,75 Br., 87,5 Gd. Wechselnotierungen: London lang 3 Monat 20,24 Br., 20,20 Gd., 20,23 bez., London kurcz 20,44 ½ Br., 20,40 ½ Gd., 20,43 bez., London Sicht 20,46 ½ Br., 20,42 ½ Gd,. 20,44 ½ bez., Amsterdam 3 Monat 167,80 Br., 167,30 Gd., 167,50 bez., Oesterr. u. Ung. Bkpl. 3 Monat 83,75 Br., 83,45 Gd., 83,50 bez., Paris Sicht 81,55 Br., 81,25 Gd., 81,41 bez., St. Petersburg 3 Monat 213,00 Br., 212,60 Gd., 212,80 bez., New York Sicht 4,21 ¼ Br., Ust eb 4,20 ¼ bez., New York 60 Tage Sicht 4,17 ¾ Br., 4,14 ¾ Gd.,

1 ez.

Getreidemarkt. Weizen flau, holsteinischer loko 144 152. Roggen flau, südruss. matt, cif. Hamb. 102 108, do. loko 105 110, mecklenburg. 131 142, Mais ruhig, 119. Hafer stetig. Gerste matt. Rüböl ruhig, loko 63. Spiritus still, pr. Novbr. 18, pr. Nov.⸗Dez. 18, pr. Dez⸗Jan. 18. Kaffee ruhig, Umsatz Sack. Petroleum still, Standard white loko 6,70.

Kaffee. (Nachmittagsbericht.) Good average Santos pr. Dezbr. 35 ½ Gd., pr. März 36 ½ Gd., pr. Mai 37 Gd., pr. September 37 ¾ Gd. Zuckermarkt. (Schlußbericht.) Rüben⸗Rohzucker I. Produkt Basis 88 % Rendement neue Usance, frei an Bord Ham⸗ burg pr. Novbr. 9,72 ½, pr. Deiember 9,75, pr. Januar 9,85, pr. März 9,97 ½, pr. Mai 10,07 ½, pr. August 10,27 ½. Ruhig.

Wien, 21. November. (W. T. B.) (Schluz⸗Kurfe.) Oester⸗ reichische 4 1 % Papierrente 98,10, Oesterreichische Silberrente 97,70, Oesterreichische Goldrente 115,35, Oesterreichische Kronenrent⸗ 98 25, Ungarische Goldrente 115,20, do. Kron.⸗A. 90,35, Oesterr. 60er Loose 134,00, Länderbank 411,00, Oesterr. Kredit 658,50, Union⸗ bank 542,00, Ungar. Kreditb. 66900, Wiener Bankverein 470,00, Böhm. Nordbahn 428,00, Buschtiehrader 1127,00, Elbethalbahn 471,00, Ferd. Nordbahn 6220, Oesterr. Staatsbahn 657,00, Lemb.⸗ Czernowitz 535,00, Lombarden 117,50, Nordwestbahn 464,00, Pardu⸗ bitzer 373,00, Alp.⸗Montan 434,50, Amsterdam 199,50, Berl. Scheck 117,78, Lond. Scheck 240,75, Pariser Scheck 95,87 ⅛, Rapoleons 19,19, Marknoten 117,78, Russ. Banknoten 254,25, Bulgar. (1892) —,—, Brüxer —,—, Prager Eisenindustrie 1690, Hirtenberger Patronen⸗ fabrik —,—, Straßenbahnaktien Litt. A. 253,00, Litt. B. 249,00, Berl. Wechsel —,—, Lond. Wechsel —, Veit Magnesit —, Rima

Murany 485,00.

Getreidemarkt. Weizen pr. Frühjahr 7,84 Gd., 7,85 Br. Roggen pr. Frühjahr 7,64 Gd., 7,65 Br. Mais pr. Mai⸗Juni 5,33 Gd., 5,34 Br. Hafer pr. Frühfahr 5,90 Gd., 5,92 Br.

Die Brutto⸗Einnahmen der Orientbahnen betrugen in der 44. Woche (vom 29. Oktober bis 4. November 1900) 285 961 Fr., Minder⸗ einnahme gegen das Vorjahr 33 791 Fr. Seit Beginn des Betriebs⸗ jahres (vom 1. Januar bis 4. November 1900) betrugen die Brutto⸗ Einnahmen 8127 508 Fr. Mindereinnahme gegen das Vorjahr 441 566 Fr. Skobélêévo Nova —Zagora, 82 km, 2911 Fr. Seit 18. September 18 873 Fr.

Nach dem amtlichen Bericht über den auswärtigen Handel Oester⸗ reich⸗Ungarns betrug die Einfuhr im Monat Oktober 146,3 Mil⸗ lionen Kronen (plus 6,6 Millionen Kronen gegen den Monat Oktober des Vorjahrs), die Ausfuhr 179,3 Millionen (minus 15,7), somit das Aktivum der Handelsbilanz 33 Millionen gegen 55,3 Millionen im Vorjahre. Von Januar bis einschließlich Oktober betrug die Ein⸗ fuhr 1383,7 Millionen (mehr 52,3), die Ausfuhr 1566.3 (mehr 39,1), somit das Aktivum der Handelsbilanz 182,6 Millionen Kronen gegen ein Aktivum von 196,3 Millionen im Vorjahre.

22. November, 10 Uhr 50 Minuten Vormittags. (W. T. B.) Ungar. Kreditaktien 669,00, Oesterr. Kreditaktien 659,50, Franzosen 659,00, Lombarden 117,00, Elbethalbahn 471,00, Oesterr. Papierrente 98,10, 4 % ungar. Goldrente —,—, Oesterr. Kronen⸗Anleihe —,—, Ungar. Kronen⸗Anleihe 90,35, Marknoten 117,78, Bankverein 470,00, Länderbank 411,00, Buschtierader Litt. B. Aktien 1130, Türkische Loose 105,75, Brüxer —,—, Straßenbahn⸗Aktien Litt. A. 255,00, do. Litt. B. 250,00, Alpine Montan 438,50, Tabacks⸗Aktien —,—.

Budapest, 21. November. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen loko behauptet, do. pr. April 7,56 Gd., 7,57 Br., do. pr. Oktober 7,73 Gd., 7,74 Br. Roggen pr. April 7,21 Gd., 7,22 Bx. Hafer pr. 8.- 5,59 Gd., 5,60 Br. Mais pr. Mai 1901 5,03 Gd., 5,05 Br.

London, 21. November. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) Englische 2 ¾ % Kons. 98 ⅛, 3 % Reichs⸗Anl. 85 ¾, Preuß. 3 ½ % Konsols —, 5 % Arg. Gold⸗Anl. 93 ½, 4 ½ % äuß. Arg. —, 6 % fund. Arg. A. 95 ½, Brasil. 89er Anl. 61 ⅛, 5 % Chinesen 91 ½, 3 ½ %% Egypter 98 ½, 4 % unif. do. 103 ¾, 3 ½ % Rupees 64 ¼, Ital. 5 % Rente 94 ⅝, 6 % kons. Mex. 99 ¼, 4 % 89er Russen 2. Ser. 99 ¾, 4 % Spanier 69, Konvert. Türk. 225/16, 4 % Trib.⸗Anl. 96, Ottomanb. 11 ¾, Anaconda 10 ¾, De Beers neue 29 ¼, Incandescent (neue) 24, Rio Tinto neue 57 /⁄16, Platzdiskont 3 ⅞, Silber 29 ⁄26, 1898 er Chinesen 75 8⅛.

Bankauegang 20 000 Pfd. Sterl.

Getreidemarkt. (Schluß.) Markt ruhig, Preise unverändert.

An der Küste 3 Weizenladungen angeboten.

96 % Javazucker loko ü89. ruhig, Rüben⸗Rohzucker 9⅛⅜ Käufer, 9 sh. 8 ¾ d. Verkäufer stetig. Chile⸗Kupfer 72 11a, pr. 3 Monat 73 .

Liverpool, 20. November. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen willig, unverändert, Mehl ruhig, unverändert, Mais ruhig,

Große Leipziger Straßenbahn

21. November. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz 10 000 B., davon für Spekulation und Export 500 B. Tendenz: Stetig. Middl. amertkanische Lieferungen Stetig. November⸗Dezember 4 Käuferpreis, Dezember⸗Januar 52 224 Verkäuferpreis, Januar⸗ ebruar 5 ³6 4 527/⁄634 do., Februar⸗März 524/64 5²6 64 do., März⸗ pril 52 ⁄4 do., April⸗Mai 521/64 522 ⁄64 do., Mai⸗Juni 50 ⁄1¶4 Käuferpreis, Juni⸗Juli 518⁄64 do., Juli⸗August 516 ⁄₰4 do., August⸗ September 57/64. 5 314 d. Verkäuferpreis.

Manchester. 20. November. (W. T. B.) 12 Water Taylor 6 ½ 20r Water Leigh 7 ½, 30r Water courante Qualität 8 ½, 30r Water bessere Qualität 9 ½, 32r Mock courante Qualität 8 ⅜, 40r Mule Mayall 9 ¼, 40r Medio Wilkinson 10 ¼, 32 r Warpcops Lees 88⅛, 361 Warpeops Rowland 9 ⅜, 36r Warpcoys Wellington %4 40r Double Weston 9 ½, 60r Double courante Qualität 13 ⅛, 32r 116 vards 16 % 16 grey printers aus 32r/46r 192. Steigend.

Glasgomw, 21. November. (W. T. B.) Roheisen. Mixed numbers warrants flau, 67 sh. 8 d. per Kassa, sh. d. per lauf. Monat. (Schluß.) Mixed numbers warrants 67 sh. 6 d. Warrants Middlesborough III. sh. d.

Paris, 21. November. (W. T. B.) An der heutigen Börse herrschte allgemein günstige Tendenz bei ziemlich lebhaftem Geschäft. Berichte aus Amerika wirkten anregend; für Spanier und spanische Bahnen zeigt sich rege Nachfrage von Barcelona und Brüssel. Rio Tinto lagen auf London fest. 1

(Schluß⸗Kurse.) 3 % Französische Rente 100,65, 4 % Italienische Rente 94,95, 3 % Portugiesische Rente 24,30, Portugiesische Taback⸗ Oblig. 502,00, 4 % Russen 89 100,20, 4 % Russen 94 —,—, 3 ½ % Russ. A. —,—, 3 % Russen 96 84,60, 4 % spanische 2 g Anl. 69,70, Konv. Türken 22,62, Türken⸗Loose 110,50, Meridionalb. —,—, Oesterr. Staatsb. 704,00, Lombarden 146,00, Banque de France —,—, B. de Paris 1078, B. Ottomane 532,00, Créd. Lyonn. 1079, Debeers 734,00, Geduld 117,00, Rio Tinto⸗A. 1444, Suezkanal⸗A. 3538, Privatdiskont —, Wchs. Amst. k. 205,87, Wchf a. dtsch. Pl 121 ½, Wchs. a. Ital. 5 ½, Wchs. London k. 25,08 ½, Schecks a. London 25,11, do. Madrid k. 371,00, do. Wien k. 103,18, Huanchaca 155,50, Harpener 1375,00 New Goch G. M. 61,00.

Getreidemarkt. (Schluß.) Weizen ruhig, pr. November 20,15, pr. Dezember 20,40, pr. Januar. April 21,20, pr. März⸗Juni 21,60. Roggen ruhig, pr. November 15,40, pr. März⸗Juni 15,75. Mehl ruhig, pr. November 26,15, pr. Dezbr. 26,30, pr. Jan.⸗April 27,15, pr. März⸗Juni 27,60. Rüböl fest, pr. November 77, pr. Dezember 77 ¼, pr. Januar⸗April. 78, vr. Mai⸗August 68 3 Spiritus matt, pr. November 32 ¼, pr. Dezbr. 32 ¼, pr. Januar⸗April 32 ¼¾, pr. Mai⸗August 33 ¼. 8

Rohzucker. (Schluß.) Ruhig. 88 % loko 27 à 28 t. Weißer Zucker matt, Nr. 3, für 100 kg pr. Novbr. 28 ⅞, pr. Dezbr. 28 ⅛, pr. Januar⸗April 29 ½, pr. März⸗Juni 29 ⅛.

St. Petersburg, 20. November. Produktenmarkt. Weizen loko 9,50. loko 3,65 3,70. Leinsaat loko 16,50.

alg loko —,—, pr. August —,—. 8

21. November. (W. T. B.) Wechsel auf London 93,65 do. Amsterdam —,—, do. Berlin 45,77 ½, Schecks Berlin 46,30 Wechsel auf Paris 37,37 ½, 4 % Staats⸗Rente vo 1894 96 ½, 4 % kons. Eisenbahn⸗Anl. von 1880 —, do. do. von 1889/90 —, 3 ½ % Gold⸗Anl. von 1894 —, 38⁄10 % Bodenkredi

fandbriefe 92, Asow Don Commerzbank 532, Petersburger Dis vonto⸗Bank 500, Petersburger internationale Handelsbank I. Em 344 ½, Russische Bank für auswärtigen Handel 282, Warschau Kommerz⸗Bank 385.

Mailand, 21. November. (W. T. B.) Italienische 5 % Ren 100,22 ½, Mittelmeerbahn 522,00, Moridionaux 703,00, Wechsel auf Paris 105,75, Wechsel auf Berlin 129,87 ½, Banca d'Italia 873.

Madrid, 21. November. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 32,82 ½.

Lissabon, 21. November. (W. T. B.) Goldagio 38 ½.

Amsterdam, 21. November. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) 4 % Russen v. 1894 61, 3 % holl. Anl. 89 ⅞, 5 % garant. Mex. Eisen⸗ bahn⸗Anl. 39 ¼, 4 % garant. Transvaal⸗Eisenb.⸗Obl. 86 ⅛, Trans⸗ vaalb.⸗Akt. 157 ½, Marknoten 59,05, Ruff. Zollkupons 191 ½.

Getreidemarkt. Weizen auf Termine geschäftslos, do. vr. Nov. 1 Roggen auf Termine behauptet, do. pr. März 127,00, do. 128,00. Rüböl loko 33 ¼, do. pr. Dezember 32 ¾, do. pr. Mai 32 ⅜. 8

Java⸗Kaffee good ordinary 35. Bancazinn 77 ¼.

Brüssel, 21. November. (W. T. B.) (Schluß⸗Kurse.) Exterieurs 68 ¾4. Italiener Türken Litt. C. 25,10, Türken Litt. D. 22 27 ⅛. Warschau⸗Wiener —,—. Lux. Prince Henry —,—. 8

Antwerpen, 20. November.

ZZIE6— Roggen loko 6,10 aanf loko —,—.

G (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen weichend. Roggen ruhig. Hafer behauptet. Gerste ruhig.

21. November. II Petroleum (Schlußbericht.) Raffiniertes Type weiß loko 18 ¼ bez. u. Br., pr. November 18 ½ Br., pr. Dezbr. 18 ¼¾œ Br., pr. Jan.⸗März 19 Br Ruhig. Schmalz pr. November 95. 3

Wollauktion. Angeboten wurden 275 Ballen Monteyvideo, 1097 Ballen Buenos Aires, 4 Ballen Rio Grande, 10 Ballen Curaco, 109 Ballen Chile, 2 Ballen Kapwolle; verkauft 196 Ballen Montevideo, 658 Ballen Buenos Aires, 4 Ballen Rio Grande, 10 Ballen Curaco, kein Chile, 2 Ballen Kapwolle. Ruhig.

Konstantinopel, 20. November. (W.ST. B.) Die Ein⸗ nahmen der Türkischen Taabackregie⸗Gesellschaft in Kon⸗ stantinopel betrugen im Monat Oktober 1900 16 800 000 Ps. gegen 16 800 000 Ps. in der gleichen Periode des Vorjahres.

Die Betriebs⸗Einnahmen der Anatolischen Bahnen betrugen in der 44. Woche 1900: Stammlinie, 578 km, vom 29. Okt. bis 4. Nov. 1900: 203 757 Fr., mehr 104 438 Fr., vom 1. Januar bis 4. November 4 144 822 Fr., mehr 705 604 Fr. 445 km, vom 29. Oktober bis 4. November 76 279 Fr., mehr 38 072 Fr., vom 1. Januar bis 4. November 1900: 1 369 921 Fr., mehr 557 704 Fr. Hamidié⸗Ada Bazar, 9 km, 44. Woche, vom 29. Oktober bis 4. Nov. 1900: In der Woche 1793 Fr. Seit 1. Januar 92 069 Fr.

New York, 21. November. (W. T. B.) Die Börse eröffnete mit lebhafter Tendenz und steigenden Kursen auf Käufe für London, später schwächte sie sich jedoch auf Verkäufe ab, erholte sich aber schließlich wieder. Der Schluß war unregelmäßig. Der Umsatz in Aktien betrug 1 533 000 Stück.

Der Weizenmarkt nahm einen durchweg festeren Verlauf auf bessere Kabelmeldungen, Käufe der Baissiers sowie auf Käufe, nament⸗ lich von Firmen mit Verbindungen im Auslande und im Einklang mit Mais. Die Preise für Mais, anfangs, auf lebhafte Verkäufe für lokale Rechnung, abgeschwächt, zogen im Verlauf, auf bedeutende Entnahmen, geringes Angebot und entsprechend dem Novemberkurs in Chicago, an.

(Schluß⸗Kurse.) Geld für Regierungsbonds: Prozentsatz 3 ½ %, für andere Sicherheiten do. 4 %, Wechsel auf London (60 Tage) 4,80 †, Cable Transfers 4,85 ½, Wechsel auf Paris (60 Tage) 5,20 †, do. auf Berlin (60 Tage) 94 ½, Atchison Topeka u. Santa Aktien 40 ¼, do. do. Preferred 83 ⅝, Canadian Pacisic Aktien 88 ¼, Chicago Milwaukee und St. Paul Aktien 127 ¼, Denver u. Rio Grande Preferred 77 ½, Illinois Zentral Aktien 125 †, Louisville und Nashville Aktien 82 ⅛, New York Zentralbahn 139 ¾, Northern

cifie Preferred 83 8, Northern Pacisfie Common Shares 71 ⅛, Northern Pacifie 3 % Bonds 71 ¾, Norfolk and Western Preferred 81 ¼, Southern Pacific Aktien 42, Union Pacifie Aktien 73 ½ 4 % Vereinigte Staaten Bonds pr. 1925 137, Silber, Commercial Bars 64. Tendenz für Geld: Leicht.

Waarenbericht. Baumwolle⸗Preis in New York 10 ¼, do. für Lieferung pr. Noybr. 10,01, do. für Lieferung pr. Januar 9,79, Baumwolle⸗Preis in New Orleans 9 ⅞, Petroleum Stand. white in New York 7,25, do. do. in Philadelphia 7,20, do. Refined (in Cases) 8,55, do. Credit Balances at Oil City 105, Schmalz Western steam 7,60, do. Rohe & Brothers 8,02 ½, Mais pr. Novbr. —, do. pr. Dezbr. 43 ¾, do. pr. M it, Rother Winterweizen loko 78 ¾