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nur die General⸗Kommission übernehmen
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Bildung, in einer Gemeinde auch mittlecen Grundbesitz zu schaffen und unter Umständen durch Ausgabe vo Restgütern auch Großgrund⸗ besitz in diesen kommunalen Bildunge a herzustellen.
So oft ich Gelegenheit hatte, mich über ähnliche agrare Ziele zu äußern, habe ich stets als Ziel vezeichnet, welches auch der gegen⸗ wärtige Antrag bezweckt, eine r chtigere agrare Vertheilung, zusammen⸗ geschlossen in einen kommun alen Verband, bestehend aus größerem, mittlerem und kleinem Gnandbesitz, herbeizuführen. Ich müßte kein Angehöriger meiner He⸗cmathprovinz Hannover sein, wenn ich nicht aus meinen Erfahruragen in dieser Provinz erkannt hätte, daß eine richtige agrare Vertheilung diejenige ist, welche im wesentlichen schon in der Provinz Hannover besteht. (Sehr richtig!)
Allerdings muß ich zugeben, daß auch in der Provinz Hannover trotz richtiger agrarer Vertheilung des Grundbesitzes Arbeiternoth besteht, daß also schwerlich auf dem in Aussicht genommenen Weg die Arbeiternoth gründlich zu beseitigen ist. Daß aber eine Linderung dieser Noth auf dem in Frage stehenden Weg herbeigeführt werden wird, darüber kann kein Zweifel bestehen, und daß daher in sozial⸗ politischer Beziehung die Ziele des Antrags in aller und jeder Richtung zu fördern sind, das ist nicht zweifelhaft.
Ich glaube also namens der Staatsregierung erklären zu können, daß das Ziel des Antrags ein durchaus der Staatsregierung genehmes ist, daß über den Weg, auf dem man zu diesem Ziele kommen kann und will, allerdings erhebliche Meinungsverschiedenheiten bestehen können. Ich würde jetzt schon in der Lage sein, eine größere Zahl von Bedenken theils legislativer, theils organisatorischer Natur, darzulegen, welche gegen die Vorlage zu erheben sind. Ich will aber davon absehen, weil ich glaube, daß die Ausführung solcher Bedenken zweckmäßiger in der Kommissionsberathung stattfindet, die, wie ich aus den bisherigen Verhandlungen entnehme, zweifellos erfolgen wird.
Ein wesentliches Bedenken erkenne ich in Uebereinstimmung mit dem Herrn Finanz⸗Minister darin, daß, wenn wir für jede Provinz des preußischen Staats eine Ansiedelungs⸗Kommission bilden, durch deren Thätigkeit die Wirksamkeit der Ansiedelungs⸗Kommission für die Provinz Posen wesentlich unterbunden werden wird. Jetzt wird schon über den Abzug von Arbeiterfamilien, kleineren Grundbesitzern aus einer Reihe von Provinzen geklagt. Zweifellos ist es, daß in allen Provinzen bei den nicht seßhaften Arbeitern die Neigung vorhanden ist, sich seßhaft zu machen; zweifellos ist aber auch, daß, wenn ein Niedersachse sich in seiner engeren Heimath ansässig machen kann, er unter allen Umständen vorziehen wird, dort zu bleiben und nicht nach dem Osten der Monarchie zu wandern. Aber nicht allein in Posen wird die Sache ihre Schwierigkeit finden. Die Ab⸗ nahme der Bevölkerung in den östlichen Provinzen hat einen er⸗ schreckenden Umfang angenommen, und ob es gelingen wird, nun diese fehlenden Elemente für die Seßhaftmachung einmal aus denjenigen Arbeitern zu ergänzen, die jetzt schon als Wanderarbeiter über ganz Deutschland sich vertheilen, daneben in größerem Umfang aus dem Westen und Mitteeldeutschland Ansiedler dem Osten zuzuführen, erscheint mir daher zweifelhaft. Es dürfte das auch kaum gelingen, wenn in allen Provinzen Ansiedler angeworben werden. Die Ansiedler im Westen und Mitteldeutschland werden vorziehen, in ihrer Heimath zu verbleiben.
Meine Herren, ich will dann noch auf einen anderen Punkt kommen. Die Aufgabe, die hier dem Staate allein zugewiesen werden soll, ist nach meiner Auffassung nicht ausschließlich Aufgabe des Staats. Das wird auch schon vielfach dadurch anerkannt, daß schon eine Reihe von Anträgen aus Kreisvertretungen, *. Provinzialvertretungen vorliegen, die in Aussicht nehmen, mit demselben Ziel und mit Verwendung von Mitteln der Kreise und Provinzen das zu erreichen, was der vorliegende Antrag erreichen will. Beispielsweise hat sich in meiner engeren Heimath der Kreis Bersenbrück entschlossen, größere Gebiete für den Kreis zu er⸗ werben und dieselben mit Mitteln des Kreises und mit Unterstützung der Staatsregierung der Besiedelung entgegenzuführen, einmal, um unkultivierte Flächen der Kultur zu erschließen, andererseits um da⸗ durch die landwirthschaftliche Bevölkerung zu mehren und dadurch der Arbeiternoth zu steuern, und endlich auch um der Abwanderung nach Posen zur Ansiedelungs⸗Kommission entgegen zu wirken, die an⸗ fängt, den mittleren wie den größeren Grundbesitz zu gefährden.
Ich darf also kurz wiederholen: dem Ziele des Antrags stehe ich in jeder Beziehung sympathisch gegenüber; gegen den Weg, der zu dem Ziele führen soll, sind zwar verschiedene Bedenken geltend zu machen. Sie näher darzulegen, dessen enthalte ich mich jetzt und be⸗ halte mir vor, sie bei der Spezialberathung in der Kommission weiter darzulegen.
Der Hoffnung gebe ich dann zum Schluß Ausdruck, daß wir das Ziel, welches der Antrag erstrebt, das zweifellos ein richtiges ist, er⸗ reichen möchten; dazu ist eine längere, zielbewußte Arbeit nothwendig.
Abg. Dr. Lotichius (nl.): Die Ziele rane N. Hi.Zatih 28 ndde ille ennntze kaasind 8 hobem genommen worden in Deutschlands Interesse. Hier handelt es sich um die Stärkung des mittleren und kleinen Besitzes. Unzweifelhaft ist es
Aufgabe des Staats, für diesen? weck einzutreten, sowohl zur Seßhaft⸗ machung der Bauern als der Arbeiter. Diese Entwickelung würde
auch der Industrie zu gute kommen, ohne der Landwirthschaft
zu schaden. Für die innere Kolonisation haben sich nicht nur konser⸗ vative Schriftsteller ausgesprochen, sondern auch solche liberaler Richtung. Ob 12 Millionen ausreichen werden, erscheint auch uns zweifelhaft. Aber x8 handelt er sich ja nur um einen Versuch. Genügen die Mittel nicht, so können sie spaͤter erhöht werden. Das Opfer, das wir im Interesse der Seßhaftmachung der ländlichen Bevölkerung bringen, wird dem ganzen Staate gebracht. Die er⸗ hobenen Bedenken werden in einer Kommission sehr eingehend zu er⸗ 6 c g. Dr. Crüger (fr. Volksp.): Auch wir sind mit dem Ziele des Antrages iuverüandan Die mißliche Lage der Pandwirthschaft ist zum großen Theil — zurückzuführen, daß der düchaft grundbesitz eine zu 8 Ausdehnung gewonnen hat, und daß dieser nicht rich üig wirthscha tet. Ob nun aber gerade der Staat für deser Ziel 12 Millionen geben soll, und ob damit dieses Ziel erreicht werden kann, ist doch mehr als zweifelhaft. Der Finanz⸗Minister hat schon auf die Konsequenzen aufmerksam gemacht. Was hier — gemacht wird, kann mit demselben Fug auch auf anderen Ge⸗ ieten gefordert werden. Die Zerschlagung und Besiedelung der unhalt⸗ baren Güter hat der Finanz⸗Minister als Ziel hin estellt Ich sehe nicht ein, warum nicht auch Fse Güter zertheilt werden können. Vielleicht melden auch Vertreter von Pommern u. s. w. und sagen, was Ostpreußen recht ist, ist uns billig. Der Finanz⸗Minister hat zu meiner Freude esagt, daß die private Thätigkeit nicht be⸗ schräntt werden soll. Diese Erklärung steht aber im Widerspruch mit den Ausführungen des Antragstellers. Die Kontrole dürfte ur die nicht die Land⸗ wirthschaftskammer. Ich freue mich, daß sich bich der Rechten
7½ er Wandel der Anschauungen in Bezug auf den kleinen und
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mittleren Besitz vollzogen hat. Ich hoffe, daß sie der Theilung der schlecht bewirthschafteten Güter Vorschub leisten wird. Der Staat soll 12 Millionen geben. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Damit wird man nicht weit kommen. Es soll denjenigen geholfen werden, die ihre Güter nicht los werden können, weil ihre Grundrente gesunken ist. Die Leutenoth ist nur vorgeschoben. Man hat von einer schrankenlosen Fnsbeutvns der Peh gesprochen. Der Staat verfügt aber garnicht über die Mittel, die innere Kolonisation durchzuführen. Er kann wohl die Grundsätze dafür aufstellen, aber die private Thätigkeit nicht ersetzen. Es mögen ja unreelle Parzellierungen vor⸗ kommen, aber über die Privatgesellschaftmm darf man nicht ohne weiteres ein absprechendes Urtheil fällen. Wollen Sie für die nothwendigen großen Kapitalien allein den Staat vorspannen, der viel theurer wirthschaftet als die Privaten? Der Privatmann kauft auch das Gut erheblich billiger als der Staat. Wenn eine wirkliche Regelung der inneren Koloni⸗ sation vorgenommen werden soll, so muß die Regierung überlegen, was geschehen muß, um das Bauernlegen zu ver⸗ hindern. Wenn die Privaten nicht größere Erfolge gehabt haben, so liegt das an den Schwierigkeiten, die die Behörden bei der Gemeindebildung, bei den Schullasten ꝛc. entgegengestellt haben. Man hat in den letzten Jahren verschiedentlich versucht, auf genossen⸗ schaftlichem Gebiet etwas zu erreichen. Das Beispiel ist bis ohne Nachfolge geblieben. Das wäre eine Aufgabe für die Groß⸗ rundbesitzer, die durch ihre That zeigen könnten, daß sie bereit sind an diesen Dingen mitzuarbeiten. Mit der Staatshilfe von 12 oder 20 Millionen Mark etwas zu erreichen, ist wahrlich kein Kunststück. Die Staatsregierung sollte uns statistisches Material darüber liefern, was die private Thätigkeit geleistet und ob sie so gesündigt hat, wie man behauptet.
Damit schließt die Berathung. Im Schlußwort bemerkt
Abg. Freiherr von Wangenheim (kons.): Der Abg. Crüger hat nicht gegen den Antrag gesprochen, sondern gegen etwas Anderes, das nicht darin steht. Er kann sagen: „Ich kenne die Tendenz des Antrages nicht, aber ich mißbillige sie.⸗ Herr Crüger sollte seinen Scharffinn darauf verwenden, diese Arbeit mit uns zu fördern. Eine Parzellierung des “ findet statt und wird weiter stattfinden. Dagegen ist nichts zu machen. Es handelt sich nur darum, diese Parzellierung in gesunde soziale Bahnen zu lenken. Die Kolonisation muß planmäßig durchgeführt werden, nicht nur hier und da gelegentlich, son⸗ dern die Behörden, welche die lokalen Verhältnisse kennen, müssen sich einen Plan über die “ des Besitzes machen. Die heutige Güterschlächterei hat zu einem Uebermaß der Preise geführt. Wir wollen für die Kolonisation in den Provinzen vorsorgen, wo ein Be⸗ dürfniß nach Ansiedelungen besteht: Wenn wir zu einer Reformierung der General⸗Kommissionen kommen, könnten auch diese die Träger der weiteren Entwickelung sein. Heute dient die ganze Kolonisation nicht ihrem eigenen Zweck, sondern nur dazu, Geld zu verdienen. In zwei Kreisen Westpreußens sind in den letzten 15 Jahren 20 000 ha des Groß⸗ grundbesitzes parzelliert worden, und ein erheblicher Theil davon ist in polnische Hände übergegangen. Die Träger dieser Kolonisation waren jüdische Firmen, wie Rosenthal, Kaspari, Fürstenberg, Cohn. Die Landbank hat in dem letzten Jahre bei einem Umsatz von 10 ⅛ Millionen Mark nur 134 kleine Stellen geschaffen. Wir wollen heraae gegen das Bauernlegen vorgehen. Die jüdischen Unternehmer haben sich aber auch damit beschäftigt, Bauern auszukaufen. Durch unseren Antrag wollen wir die private nicht beseitigen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine Behörde, wie die General⸗Kom⸗ mission, viel zu schwerfällig ist, um diese wirthschaftliche Arbeit vorzu⸗ nehmen, und deshalb soll nach unserem Antrag die Ansiedlungsstelle sich auch der Mitarbeit privater Unternehmungen bedienen dürfen. Was die wirthschaftliche Position der einzelnen Besitzer anbetrifft, so habe ich schon bei Berathung des Berichts der Ansiedlungskommission nachgewiesen, daß die Ansiedler nicht prosperieren können, wenn schon 10 — 11 % durch Unkosten vorweggenommen werden. Die planmäßige Kolonisation muß die Ueberlastung der Ansiedler vermeiden. Die Landbank hat ihren Hauptverdienst aus der Devastation von Forst⸗ besitz gezogen. Wir müssen deshalb in der Kommission prüfen, ob es nicht möglich ist, Forsten, die devastiert werden sollen, als Gemeindeforsten zu erhalten, und woher das Geld dazu kommen soll. Der Herr Minister von Miquel weist auf die segensreiche Thätigkeit der General⸗Kommission hin, die 8000 kleine Besitzungen gegründet habe. Aber diese Thätigkeit ist von Jahr zu Jahr zurückgegangen; 1899 hat die Kommission nur noch 600 Stellen gegründet. Es handelt sich bei der Ansiedlung hauptsächlich darum, 8 im gegebenen Moment Kapital vüe aüber ist; also nicht darum, daß der Staat den Großgrundbesitzern die Aufgabe der Ansiedlung abnimmt, sondern nur darum, daß er das nöthige Kapital zur Ver⸗ fügung stellt. Die Debatte hat gezeigt, daß ziemlich allgemeines Ein⸗ verständniß mit dem Antrag herrscht. Ich hoffe, daß aus der Kom⸗ mission ein brauchbares Gesetz herauskommt. Es handelt sich nicht um die Interessen des Großgrundbesitzes, sondern der ganzen land⸗ Rerchg enen Bevölkerung. Ich beantrage, den Gesetzentwurf der XI. Kommission zu überweisen, an welche s. Z. der Antrag Herold, betreffend die General⸗Kommissionen, überwiesen worden ist. Der Antrag wird der XI. Kommission überwiesen. Schluß 4 ¹¼ Uhr. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. (Kleinere Vorlagen, Antrag Barth⸗Wiemer, betreffend die vbanderung der Wahlbezirke für die Wahlen zum Abgeordneten⸗ ause.
6 “ 8 Handel und Gewerbe.
Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)
““ 8 Verkehr durch das Eiserne Thor im Jahre 1900. Nach der amtlichen ungarischen Statistik sind im letzten Jahre durch das Eiserne Thor 1 224 674 dz Waaren zu Thal und 1 640 640 dz se Berg befördert worden. Die österreichische Donau⸗Dampfschiff⸗ ahrts⸗Gesellschaft hat den größten Theil dieses Verkehrs bewältigt. Die ungarische Gesellschaft hat 425 000 dz und die rumänische Fluß⸗ schiffahrts⸗Gesellschaft 435 000 dz, zumeist stromaufwärts, befördert. Zu Thal gingen u. a. 242 357 dz Kohlen und 371 999 dz Getreide; zu Berg passierten das Eiserne Thor 380 000 dz Getreide, 310 000 dz Mais, ferner hauptsächlich Petroleum, Raps, Holz u. dergl. Im Ganzen waren an dem Verkehr 1175 Schiffe betheiligt, die an Kanal⸗ gebühren 550 761 Kronen entrichteten. Bulgarisshe Handelszeitung.)
11“
Rußlands Zuckererzeugung im Jahre 1900 und 1901.
Die „Technische Gesellschaft“ zu Kiew, dem Mittelpunkt der Ieeke in Rußland, hat die Zuckererzeugung dieses Landes im
ahre 1900 auf 55 851 000 Pud geschätzt, wovon 11 500 000 Pud zur Ausfuhr gelangt sind.
Nach der vorläufigen Schätzung wäre für das Jahr 1901 ein Zuckerertrag von 48 038 000 Pud zu erwarten, wovon der inländische Markt 38 000 000 Pud aufnehmen würde.
In den letzten 30 Zeßgen ist in die Zuckergewinnung um 39 000 000 Pud, der Verbrauch von Zucker um 27 000 Pud Pehegen. (Nach The Journal of Commerce and Commercial Zulletin.
— Zum Transport sibirischer BUtter. Im Mai vorigen Jahres hatte das Russische Finanz⸗Ministerium
mit einem Rigaer Handelshause einen Vertrag über die Unterhaltung
direkter Dampferverbindungen zwischen Riga und London für den
bestimmt, daß für der leichen Transporte,
namentlich von Butt vom Jahre 1901 ab auf der sibirischen Eisenbahn direkte Eilgüterzüge bekehsen sollten, deren einzelne Wagen mit Kühlvorrichtungen zu ver⸗ ehen seien.
Die Rigaer Firma hat nun Dampfschiffe mit Kühlvorri tungen bauen lassen, welche ihre Fahrten noch im laufenden Frühjahr auf⸗ nehmen werden; an jedem Sonnabend, 4 Uhr Nachmitkags, soll ein Dampfschiff aus Riga abgelassen werden.
Seitens der Eisenba nverwaltung sind nachstehende Maßnahmen veranlaßt worden:
Jeden Donnerstag wird von der Station Ob der sibirischen Eisenbahn ein Eilgüterzug für den Transport von Butter ab elassen. Dieser Zug besteht aus 25 Spezialwaggons mit Figlvorrizhungen deren jeder 450 Pud Butter aufnimmt. Die Fahrt geht über Kainsk, Tatarskaja, Omsk, Petropawlowsk, Kurgan, Ts eljabinsk, Batraki, Rusajewka, Moskau, Bologoje nach Riga, wo der Zug am Donnerstag der dritten Woche Vormittags eintrifft. Am folgenden Sonntag geht der Zug leer von Riga zurück.
Mit der Fertigstellung der Linie Moskau- Kreuzburg werden die Züge auf diese kürzere Linie übergehen.
„Für die genannten Spezialzüge haben die Eisenbahnen 138 Wagen mit Kühlvorrichtung bauen lassen. Die Versorgung der Waggons mit frischem Eis wird auf verschiedenen Stationen der sibirischen und der anderen betheiligten Eisenbahnen erfolgen, zu welchem Zwecke die einzelnen Stationen Eiskeller erhalten haben, die im Winter mit dem erforderlichen Eis gefüllt werden.
Nach Eintreffen der Züge in Riga wird die Butter einer Be⸗ sichtigung unterzogen und erforderlichenfalls für den Transport auf dem Dampfschiff neu verpackt. Für diesen Eilgütertransport werden neben Butter andere Gegenstände nur insoweit zugelassen, als nicht alle Waggons befüllt sind oder die Möglichkeit vorliegt, dem Zuge noch andere Waggons anzuhängen.
Auf diese Weise sollen im Laufe des Sommers 35 000 Faß Butter von je 3 ½ —4 Pud oder etwa 140 000 Pud Butter exportiert werden. 8 (Torg. Prom. Gaz.)
Spanien.
Zolltarifierung von Waaren. Zahnärztliche Appa⸗ rate wie Vulkanisierapparate mit Thermometer zum Kochen von Kautschuck, Zimmerdrehbänke, eiserne Gliedersessel, Drehscheiben auf dreifüßigem Gestell und Füße für Zimmerdrehbänke fallen unter die in Nr. 294 des Zolltarifs genannten Instrumente und Apparate für Wissenschaft und Kunst zum Zollsatz (für Provenienzen aus Vertrags⸗ staaten) von 2 Pesetas für 1 kg. (Verfügung der General⸗Zoll⸗ Direktion vom 18. März 1901. — (Boletin oficial de la direction general de aduanas vom 30. März 1901.)
Beau einer Fernsprech⸗Anlage in Denia.
Der Bau und Betrieb einer Fernsprech⸗Anlage in der spanischen Stadt Denia soll öffentlich vergeben werden. Angebote sind inner⸗ halb 40 Tagen nach e in der „Gaceta de Madrid“ an das Zivil⸗Gouvernement der Provinz Alicante oder die General⸗ Post⸗ und Telegraphen⸗Direktion in Madrid, Calle de Carretas 10, zu richten. Die Dauer der Konzession beträgt höchstens 20 Jahre, und der Zuschlag richtet sich nach der Zahl der Jahre, welche der Konzessionär für sich beansprucht, unter der Bedingung, daß nach Ablauf dieser Jahre die ganze Anlage Eigenthum des Staats wird. Mit jedem Angebot ist eine Kaution von 1000 Pesetas zu hinter⸗ legen. Von der Sociedad Telefonica Dianense ist bereits ein Plan für die Anlage eingereicht, welcher als Grundlage für die Ver⸗ gebung dienen soll. Die genannte Gesellschaft hat bei gleichen An⸗ geboten vor anderen das Vorrecht. (Gaceta de Madrid dö
Griechenland und Belgten. Kündigung des Handelsvertrags zwischen beiden Ländern. Nach einer Mittheilung des „Board of Trade Journali hat die Ib Regierung am 21. März d. J. den mit Belgien am 13./725. Mai 1895 abgeschlossenen Handels⸗ und Schiffahrts⸗ vertrag¹) gekündigt, sodaß der Vertrag am 21. März 1902 außer
Wirksamkeit tritt.
In dem Vertrage hatte Griechenland für belgische Erzeugnisse folgende Zollbegünstigungen zugestanden: 4
Jetziger
“ Drachmen s ddie 100 Oken Sede.
Fensterglas, gewöhnliches . . . .. Deer bei der Unterzeichnung des Vertrages für gewöhnliches Fenster⸗ glas geltende Zoll⸗Tarasatz darf nicht verkürzt werden. 2) Bearbeitete Eisenstücke für Eisenbahn⸗ brücken .. “ 3) Gußeiserne Röhren und eiserne Balken Hierher gehören die eisernen Balken, die 22⸗ gebohrt sind oder auf welche Befestigungswinkel enietet sind. 3 Schmiedeeiserne Stücke für Bauten und Brücken, mit Ausnahme der Eisenbahnbrücken... Eisenbahn⸗ und Straßenbahnwagen für die Beförderung von Personen 38 und Gütern 10 % v. Werth Schmiedeeisen: einfache Stäbe, Platten ““ jeder Größe zu Bauten und an-⸗ deren Zwecken, Reifen, unverzinntes Blech (Schwarzblech); unbearbeitetes Schmiedeeisen in anderen nicht be⸗ sonders genannten Formen .. .. Eisen⸗ und Stahldraht jeder Art. Farben, andere (Erden oder minera⸗ lische Farbstoffe), feste, wie Mennige, Büetweiß, Gmitie . .... ) Stärke. E Gewebe aus Flachs, Hanf, Jute, nicht besonders genannte: a. enthaltend weniger als 14 Ketten⸗ 8 8 fäden in einem Quadrat von 5 mm Seite, mit Ausnahme der großen 8 Gewebe zu Säcken b. enthaltend 14 Kettenfäden und
EAS1* 2900
williche mit farbigen baumwollenen oder farbigen leinene Streifen werden nach der Anzahl der Fäden des Grundes verzollt, ohne Anrechnung der Anzahl der Fäden in den Streifen, sofern diese diejenigen des Grundes nicht übersteigen.
darüber in einem Quadrat von S
.“
¹) Handelsarchiv 1895 I. S. 677—
²) ³) *) ⁵) Vertragsmäßig, solange der Vertrag mit Deutschland besteht: ²) 25 Drachmen. ³) frei. 9h frei. ⁵³) frei. 2* üöt
⁶) Für dergleichen Gewebe mit weniger als 12 Kettenfäden blei⸗ der Zollsatz von 90 Drachmen weiter bestehen auf Grund des Ver⸗ trags mit Großbritannien.
⁷) Der Zollsatz von 200 Drachmen bleibt weiter bestehen auf.
Grund des Vertrags mit Großbritannien.
Export von dem schnellen Verderben ausgesetzten Produkten der Land⸗ wirthschaft aus lühn⸗ nach London ahsgegehtfmn Gleichzeitig wurde
(Schluß in der Zweiten Beilage.)
r. 90 vom
1 Ein⸗ und Ausfuhr, wie folgt:
autonomer
sweiten Halbjahres 1800 (und 1899) gestaltete sich nach dem
8
Zweite Beilage
ischen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußischen Staats⸗A
8
Handel und Gewerbe.
(Schluß aus der Ersten Beilage.)
Außenhandel des Bismarck⸗Archipels und des Kaiser⸗ Wilhelms⸗Landes.
Die Einfuhr nach dem Bismarck⸗Archipel und dem Kaiser⸗ Wilhelms⸗Land gestaltete sich in der Zeit vom 1. April bis 31. De⸗ zember 1900, wie folgt:
8 Einfuhrwerth
Bismarck⸗ Kaiser⸗Wilhelms⸗ Archipel Land
ℳ 1 36 71] Galanterie⸗ und Luxuswaaren. 8 14859962 Taback und Zigarren . . .. III1I Lebensmittel 7 105 624 6 4446627 olz “ 16169868 isenwaaren 6 Baumaterialien 1 V1 “ Kohlen 1I1I1“ Boote u. s. w 4 28 179 Vieh 8 344 145 681 40 858 8 Zusammen . . . 1 205 506 S
Die Ausfuhr aus den beiden deutschen Kolonien stellte sich in dem vorerwähnten Zeitraum folgendermaßen: Ausfuhrwerth 3 Bismarck⸗ Kaiser⸗Wilhelms⸗ 86 Archipel Land ℳ
Baumwolle 11““; Trepang Schildpatt. rlmutterschalen ol e
Zusammen. 907 Z FSe5
Aus vorstehender Zusammenstellung geht hervor, daß der Haupt⸗
ausfuhrartitel des Bismarck⸗Archipels die Koprah ist. Letztere wies
des Gesammtwerthes auf. Im Kaiser⸗Wilhelms⸗Land dagegen
ist der Taback der bedeutendste Ausfuhrartikel, der die Hälfte des Gesammtwerthes erreichte. (Ostasiatischer Aoyd.)
Außenhandel Mexikos in den Monaten Juli — bis Dezember 1900. “ Die Einfuhr nach Merxiko erreichte in den Monaten Juli bis Dezember 1900 einen Werth von 32 159 249 Gold⸗Pesos gegen 28 003 742 Gold⸗Pesos im gleichen Abschnitt des Jahres 1899. Nach der amtlichen Umrechnung entsprechen diese Zahlen einem Silber⸗ werth von 65 067 119 Pesos im zweiten Halbjahr 1900 und 58 934 254 Pesos in der zweiten Hälfte des Jahres 1899. Die
Ausfuhr bezifferte sich in den Monaten Juli bis Dezember 1900 auf
77 469 674 Silber⸗Pesos gegen 66 949 451 Silber⸗Pesos im gleichen Abschnitt des Jahres 1899. Auf die einzelnen Waarengruppen vertheilte sich der Werth der
Juli bis Dezember 1900 1899. Fakturenwerth in Goldpesos 2 562 808 2 089 154 5 123 814 3 840 352
8 203 149 6 997 341 Gewebe und Waaren daraus . 5 311 275 4 985 895 Chemische Erzeugnisse und Arznei⸗ mittel 3 1 084 009 Getränke 596 1 290 973 Papier und Papierwaaren 1 046 769 Maschinen und Apparate 4 455 328 Fahrseuge 799 660 712 537 affen und Sprengstoffe 666 861 679 729
Thierische Stoffe . . . Pflanzenstoffe Mineralien
Verschiedenes q1I1ETNöI 855
Zusamn . 32 159 249 28 003 742. 1“ Juli bis Dezember “ 1900 1899
8 Deklarierter Werth 1 in Silberpesos . .56 386 081 40 293 696 14 659 805 19 775 244 5 082 984 5 700 500
Ausfuhr
flanzliche Erzeugnisse Törhierische Erzeugnisse Feüpüt 932 644 854 656 408 160 325 355 66 949 451. Die Betheiligung der wichtigsten Länder an der gafahr des
Mineralische Lönen. ö
Zusammen 77 469 674 akturen⸗ werthe in Goldpesos, wie folgt: Vereinigte Staaten von Amerika 16 658 275 (13 924 376) — Großbritannien 4 914 984 (4 664 183) — Deutschland 3786461 (3074 333) — Faari⸗ 3 415 357 (3 261 485) — Spanien 1 506 074 (1 444 511) — Belgien 451 437 (334 217) —. Die Vertheilung der Ausfuhr auf die wichtigsten Länder wird für
ddie zweite Hälfte des Jahres 1900 (und 1899) nach dem deklarierten G Werthe in Silberpesos, wie folgt, angegeben: Vereinigte Staaten
von Amerika 58 680 255 (51 992 668) — Großbritannien 8 478 674 (4 219 280) — Cuba 2 881 664 (3 848 055) — Belgien 2 335 235 (982 710) — Deutschland 2 066 052 (1,299 691) — Frankreich
1 860 982 (3561 392) — Spanien 672871 (536 413).
(El Economista Mexicano.)
Jakob M. Lewi. Anmeldungstermin: 30. April, hn 1901. Verhandlungstermin: 1./1 4. Mai 2) Abraham M. Lewi. Anmeldungstermin: 30. April, 8 1901. Verhandlungstermin: 1./14. Mai 3) Moscha Arujetti. Anmeldungstermin: 14./27. Mai, 1901. Verhandlungstermin: 15./28. Mai 1901.
Llrägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.
An der Ruhr sind am 26. d. M. gestellt 16 482, nicht
rechtzeitig ftelt keine Wagen. . 8
In Oberschlesien sind am 26. d. M. gestellt 5850,
rechtzeitig gestellt keine Wagen. *
nicht
Berlin, Sonnabend, den 27. April
— Vom oberschlesischen Eisenmarkt berichtet die „Schles. Ztg.“ als besonders wesentliches Moment den Beschluß der vereinigten oberschlesischen Walzwerke, Aufträge nur mit 5 ℳ per Tonne Preiserhöhung angenommen, dabei aber Lieferverbindlichkeiten über das laufende Vierteljahr hinaus nicht eingegangen werden sollen. Die Spezifikationseingänge haben in den letzten Wochen eine stete Steigerung erfahren, wenn sie auch an den Beschäfti⸗ gungsgrad normaler Zeiten noch nicht heranreichen. Die ge⸗ genwärtigen Notierungen lassen den Werken im Inlande ungefähr einen Erlös von 115 — 125 ℳ, je nach den Frachtverhält⸗ nissen, übrig, scheinen aber einen stabilen Charakter zu tragen. Der Beschäftigungsgrad in der letzten Zeit vermochte sich in der Weise zu entwickeln, 5 nicht nur die einzelnen Walzstrecken meist wieder die volle Woche hindurch in Betrieb gehalten werden können, sondern daß auch ein reichlicherer Zufluß von Spezifikationen zur „sofortigen“ Lieferung vorhanden ist. Freilich sind die Band⸗ eisenwalzenstraßen wieder in einem solchen Beschäftigungs⸗ stande, daß durchschnittlich 2—3 Wochen Frist zur Ausführung verlangt werden, und zwar erstreckt sich die Besetzung stellenweise bis zu 50 % auf Auslands⸗Aufträge, um welche sich die Werke, während der inländischen Zurückhaltung, mühevoll bewerben mußten. Es können daher billigerweise diese Aushilfsordres nicht in die letzte Reihe einrangiert werden, zumal sie im Erlöse denen des Inlands nicht weit nachstehen. eines Rund⸗, Flach⸗ und Quadrateisen ist ebenfalls reichlicher in Spezifikation gelangt; dasselbe gilt von den Mitteleisensorten, welche, sowohl von den Kleineisenzeugfabriken, wie auch vom Handel, flotter abgerufen werden. Nur in Grobeisen wird die erwünschte Lebhaftigkeit im Geschäfts⸗ verkehr noch vermißt, obwohl durch die “ der Schiffs⸗ werften, Eisenbahnen, Waggonbauanstalten und Maschinenfabriken sich der Betrieb schon wesentlich erhöht hat. Es beziehen ich jedoch diese Aufträge im wesentlichen auf Spezialsorten, welche nur von bestimmten Werken hergestellt werden. Die Arbeits⸗ versorgung der Grobstrecken ist ungleichmäßig. Es fehlt eben noch der Aufschwung im Baugewerbe, welches im Vorjahre alle Grobstrecken mit der alzung von Baueisen und Konstruktionseisen in an⸗ espanntester Thätigkeit hielt. Universaleisen wird auch wenig svepefigter. Dagegen sind die Schienenwalzwerke flott beschäftigt. — Auf dem Trägermarkt hat die seit Anfang dieses Monats ein⸗ gesetzte Besserung nicht nachgelassen. Sowohl die Spezifikations⸗ eingänge, wie die Abschlußthätigkeit nehmen an Umfang zu, und die .— mit Arbeit bedingt bereits die Forderung von zwei⸗ bis dreiwöchentlichen Lieferfristen. Der Preis blieb auf 110 ℳ pro Tonne
rachtbasis Burbach. — Der Walzröhrenmarkt zeigt eine bessere
timmung, da die hohen Rabattsätze von 72 % für ⅛ bis ½“⸗Rohre, 74 ½ % für ¾—1¾*, 77 % für 2—4“ (verzinkt 7 ½ % weniger) den Bedarf anregten. — Der Grobblechmarkt behielt aufsteigende Tendenz; die Spezifikationen werden jetzt auch aus dem Inlande reichlich ertheilt, und die Neigung zu Abschlüssen auf der heutigen Preisbasis nimmt zu. Der Grundpreis blieb auf 140 ℳ pro Tonne ab Werk. In Feinblechen wird der Begehr ebenfalls etwas belebter, sodaß die Arbeitsbesetzung wieder als eine zufriedenstellende bezeichnet wird. Für Qualitätsmarken sind auch bereits bessere Preise durchgesetzt worden und es ist der Export in diesem Zweige guünstig. Die Aufträge auf Walzdraht, gezogenen Draht und Draht⸗ nägel bewegen sich wieder in normalen Zugängen. Ausfuhr⸗ wie Inlandsgeschäft sind gegenwärtig leich gut, sodaß eine Preiserhöhung bereits in Frage steht. — Der Roheisenmarkt weist einen stetigen Geschäftsverkehr bei sich festigenden Preisen auf, jedoch wird von Produktionserhöhungen einstweilen noch abgesehen. Das Syndikat hat einen befriedigenden Umsatz von Gießerei⸗Roheisen bisher zu verzeichnen Pehe t; auch nach Oesterreich und Rumänien wird der Absatz dieser oheisenmarke eifrig betrieben und es besteht nach dieser Richtung hin eine Verständigung zwischen dem oberschlesischen Roheisen⸗Syndikat und den in Betracht kommenden österreichischen Hochofenwerken. — In Alteisen ist bessere Nachfrage vorhanden; die Preise nehmen eine festere Haltung an, und für bessere Sortimente werden schon 2 — 3 ℳ pro Tonne höhere Bezahlung als für die letzten Transaktionen verlangt.
— Das Geschäftsjahr 1900 der Oberschlesischen Eisenbahn⸗ Bedarfs⸗Aktien⸗Gesellschaft in Friedenshütte schließt, dem Vorstandsbericht zufolge, mit einem Brutto⸗Ueberschuß von 4 148 244 ℳ ab, von welchem Abschreibungen in Höhe von 1 997 871 ℳ vor⸗ genommen sind, sodaß ein Reingewinn von 2 150 373 ℳ verbleibt, zu welchem der Rest des Vortrags aus 1899 mit 91 484 ℳ tritt. Es wird vorgeschlagen, u. a. hiewvoon 9 % Gesammtdividende zu zahlen und 136 511 ℳ auf neue Rechnung zu übertragen. Die Reservefonds sind in der Bilanz vom 31. Dezember d. J. mit 850 813, das Aval⸗ und Dispositionsfonds⸗Konto mit 453 330, bezw. 700 000 ℳ bei einem Aktienkapital von 20 Millionen Mark aufgeführt.
— Die nächste Versammlung der Börse für die Stadt Essen findet am 29. d. M. im „Berliner Hof“ statt.
— Dem Vorstandsbericht des Essener Bergwerksvereins „König Wilhelm“ in Bergeborbeck für 1900 entnehmen wir, daß die Förderung von 953 116 t im Vorjahr auf 987 800 t, die Belegschaft von 2592 auf 2705 Mann und deren Durchschnittslohn von 4,53 auf 4,76 ℳ pro Schicht, also letzterer um rund 5 % gestiegen ist. Die Selbstkosten des Vereins erfuhren dementsprechend eine Steigerung von 6,435 auf 7,529, also um 1,094 ℳ für die Tonne. Die dazu gehörige Ringofen⸗Ziegelei lieferte 4 266 945 Steine, wovon 2153 055 verkauft sind und der Rest selbst verbraucht wurde. Die Kokserzeugung wird au 77 993 (gegen 79 222) t angegeben, und es wird der Rückgang dur Störungen, infolge von größeren Ofenreparaturen, erklärt. Als Rein⸗ gewinn werden insgesammt 1 827 429 ℳ nachgewiesen, wovon vor⸗ geschlagen wird, u. a. 15 % Dividende zu vertheilen und 32 858 ℳ auf 1901 vonntraen. In der Bilanz vom 31. Dezember v. J. sind die verschiedenen Rücklagen zusammen mit 1 357 507 ℳ aufgeführt.
Forst i. d. L, 26. April. (W. T. B.) Wollauktion. Von ausgestellten 3300 Ztr. deutscher Schweißwollen wurden 2200 Ztr. verkauft; die Preise waren unverändert. Von diversen Wollen und Rückenwäschen wurden 450 Ztr. verkauft. Letztere erhielten 102 bis 122 bhen. FohenI n. Die nächste Wollauktion findet am 14. Juni d. tatt.
Breslau, 26. April. (W. T. 2 Schluß⸗Kurse. Schles. 3 ½ % L.⸗Pfdbr. Litt. A. 96,90, Breslauer Diskontobank 95,00, Breslauer Wechslerbank 106,25, Kreditaktien —,—, Schlesischer Bankv. 143,00, Breslauer Spritfabrik 173,75, Donnersmark 202,00, Katto⸗ witzer 196,00, Oberschles. Eis. 124,25, Caro Hegenscheidt Akt. 123,75, Oberschles. Koks 142,50, Oberschles. P.⸗Z. 120,50, Opp. Zement 121,00, Giesel Zem. 115,00, L.⸗Ind. Kramsta 156,50, Schles. Zement 157,50, Schl. Zinkh.⸗A. —,—, Laurahütte 216,00, Bresl. Oelfabr. 78,15, Koks⸗Obligat. 96,50, Niederschles. elektr. und Kleinbahngesell⸗ schaft 62,00, Cellulose Feldmühle Kosel 155,29, Oberschl Bank⸗Aktien 118,00 Emaillierwerke „Silesia“ 127,00, Schlesis Elektrizitäts⸗ und Gasgesellschaft Litt. A. —,—, do. do. Litt. B. 112,25 bez. Gd.
Magdeburg, 26. April. (W. T. B.) S.zeinn Kornzucker 88 % ohne Sack 9,90 — 10,12 ½. Nachprodukte 75 % o. S. 7,10 — 7,80. Stimmung: Ruhig, stetig. Krvystallzucker I. mit Sack 28,95. Brotraffinade I. ohne Faß 29,20. Gem. Raffmade mit Sack 28,95. Gem. Melis mit Sa 45. E;I —. Rohzucker 1. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. April 9,07 ¼ Gd.,
9,12 ½ Br., pr. Mai 9,10 bez., 9,07 ½ Br., pr. Juni 9,12 ½ Gd., 9,15 Br., pr. August 9,17 ½ Gd., 9,20 Br., pr. Oktober⸗Dezember 8,85 Gd., 8,95 Br. Ruhig. — Der Wochenumsatz im Roh⸗ zuckergeschäft betrug 305 000 Ztr. Hannover, 26. April. (W. T. B.) 3 ½ % Hannov. Pr vinzial⸗Anleihe 95,50, 4 % 5 3 ½ % Hannov. Stadtanleihe 95,00, 4 % Hannov. Stadtanleihe 101,80, 4 % unkündb. Hannov. Landes⸗Kredit⸗Oblig. 101,60, 4 % kündb. Celler Kredit⸗Oblig. 102,35, 4 % Hannov. Straßenbahn⸗Oblig. 96,40, 4 ½ % Hannov. Straßenbahn⸗Oblig. 98,40, Continental Caoutchouc⸗ Komp.⸗Aktien 570,00, Hannov. Gummi⸗Kamm⸗Komp.⸗Aktien 203,00, Hannov. Baumwollspinnerei⸗Vorzugs⸗Aktien 40,00, Döhrener Woll⸗ wäscherei⸗ und Kämmerei⸗Aktien 141,00, Hannov. Zementfabrik⸗ Aktien 152,00, Höxtersche (Eichwald) Zementfabrik⸗Aktien 97,00, Lüneburger Zementfabrik⸗Aktien 140,00, Ilseder Hütte⸗Aktien 715,00, ver Straßenbahn⸗Aktien 83,00, Zuckerfabrik Bennigsen⸗Akti 20,
nnov. Provinzial⸗Anleihe 1 600,
00, Zuckerfabrik Neuwerk⸗Aktien 80,00, Zuckerraffinerie Brunonia⸗
Aktien 108,00.
Frankfurt a. M., 26. April. (W. T. B.) Schluß⸗Kurse. Lond. Wechsel 20,407, Pariser do. 81,15, Wiener do. 84.983,
3 % Reichs⸗A. 88,10, 3 % Hessen v. 96 85,20, Italiener 96,00,
3 % port. Anl. 25,80, 5 % amort. Rum. 92,20, 4 % russ. Kons. 100,40, 4 % Russ. 1894 95,90, 4 % Spanier 73,10, Konv. Türk. 24,20,
Unif. Egypter —,—, 5 % Mexikaner v. 1899 97,30, Reichsbant 150,00, Darmstädter 134,40, Diskonto⸗Komm. 189,90, Dresdner Bank
149,40, Mitteld. Kredit 112,10, Nationalb. f. D. 127,90, Oest.⸗ ung. Bank 120,10, Oest. Kreditakt. 218,00, Adler Fahrrad 157,20, A bhan Cih 202,00, Schuckert 159,80, Fß st. Farbw. 336,20,
Bochum Gußst. 200,60, Westeregeln 208,0 Lombarden 24,70, Gotthardbahn 163,00, Mittelmeerb. 99,10, Bres lauer Diskontobank 94,90, Anatolier 87,20, Privatdiskont 3 ½.
Effekten⸗Sozietät. (Schluß.) Oesterr. Kredit⸗Aktien 216,80“*, Frm osen 148,20, Lombarden —,—, Ungar. Goldrente —,—, Gott⸗ ard 2 163,00, Deutsche Bank —,—, Disk.⸗Komm. 191,40*,
Dresdner Bank 149,30, Berl. Handelsges. —,—, Bochumer Gußst. 200,90, Dortmunder Union —,—, 181,70, Hibernia —,—, Laurahütte 215,90, Portugiesen 25,80, Italien. Mittelmeerb. —,—, Schweizer Zentralbahn —,—, do.
Nordostbahn 112,90, do. Union —,—, Italien. Meridionauxr —,—,
Schweizer Simplonbahn —,—, 5 % Mexikaner —,—, Italiener
—,—, 3 % Reichs⸗Anleihe —,—, Schuckert —,—, Anatolier 87,20,
Helios 67,60.. * per Mai.
In der heutigen Sitzung des Aufsichtsraths der „Konsoli⸗ 8 5 Peteeeen wurde die Jahresrech⸗
für 1900 vorgelegt, welche nach Vornahme von Abschreibungen
dierten Alkaliwerke“ in
nun in Höbe von 1 505 000 ℳ mit einem Reingewinn von 2 465 000 ℳ
abschließt. Nach Dotierung der gesetzlichen Reserve mit 123 000 ℳ und der besonderen mit 300 000 ℳ, Zahlung der Tantismen und Erhöhung des Unterstützungs⸗ und Pensionsfonds um 80 000 22718v 1
’e. eine Dividende von 17 % und auf jeden Genußschein den Betrag von
der Generalversammlung vorgeschlagen werden, auf jede Stamm⸗
33,50 ℳ zur Vertheilung zu bringen.
Köln, 26. April. (W. T. B.) Rüböl loko 60,50, pr.
Mai 58,50. 2 Dresden, 26. April. (W. T. B.) 3 % Sächs. Rente 85,65,
3 ½ % do. Staatsanl. 98,10, Dresdner Stadtanl. v. 93 95,00, Allg.
deutsche Kred. —,—, Berliner Bank —,—, Dresd. Kreditanst
100,25, Dresdner Bank 149,00, do. Bankverein 116,50, Leipziger do. —,—, Sächsische do. 144,75, Deutsche Straßenb. 163,00, Dresd. Straßenbahn 184,50, Dampfschiffahrts⸗Ges. ver. Elbe⸗ und Saalesch. 143,00, Sächs.⸗Böhm. Dampfschiffahrts⸗Ges. —,—, Dresd. Bau⸗
gesellsch. —,—
Leipzig, 26. April. (W. T. 89 (Sclas 8ers.) 0 e 00, 8
Sächsische Rente 85,55, 3 ½ % do. Anlei 1 Banknoten 85,05, Zeitzer Paraffin⸗ und Solaröl⸗Fabrik 146,50,
Mansfelder Kuxe 1120, Leipziger Kreditanstalt⸗Aktien 183,50, Kredit⸗
und Sparbank zu Leipzig 105,00, Leipziger Bank⸗Aktien 143,75,
Leipziger Hypothekenbank 137,50, Sächsische Bank⸗Aktien 144,50, Sachsif e 8 8
S Zoden⸗Kredit⸗Anstalt 124,00, Leipziger Baumwollspinnerei⸗ Aktien 161,50, Leipziger Kammgarn⸗Spinnerei⸗Aktien 154,00, Kamm⸗ garnspinnerei Stöhr u. Co. 143,00, Wernhausener Kammgarnspinnerei 35,00, Altenburger Aktien⸗Brauerei 196,00, Zuckerraffinerie lle⸗ Aktien 165,25, „Kette“ Deutsche Elbschiffahrts⸗Aktien 84,00, Klein⸗ bahn im Mansfelder Bergrevier 80,00, Leipziger Straßenbahn 155,00, Feipziger Elektrische Straßenbahn 87,00, Thüringische Gas⸗ Gesellschafts⸗Aktien 241,00, Zeasch Spitzen⸗Fabrik 211,00, Leipziger Elektrizitätswerke 110,75, Sächsische Wollgarnfabrik vorm. Tittel u. Krüger 137,50, Polvphon —,—. 1
Bremen, 26. Börsen⸗Schlußbericht. Taback ohne Umsatz. Kaffee ruhig. Am Markt Caracas. Baumwolle ruhig. Upland middl. loko 43 ¼ ₰. Wolle. Umsatz 228 Bll. Speck 8 Loko short clear 43 ₰, Avpril⸗Abladung 43 ₰. Schmalz fest. Wilcor in Tubs 43 ₰, Armour shield in Tubs 43 ₰, Marken in Doppeleimern 43 ½ ₰. Petroleum. Amerik. Standard white. (Offizielle Makler⸗Preisnotierungen der Bremer Petroleum⸗ Börse.) Loko 6,65 ℳ Br. Reis. Polierte Waare fest. — EEET Dampfschiffahrts⸗Gese „Hansa“ rddeu oyd⸗ Aktien 118 % Gd., Bremer Vulkan 161 Gd., Bremer Wollkämmerei 174 Br., Delmenhorster Linoleumfabrik 164 Gd., Hoffmann’s Stärkefabriken 171 ½ Br., Norddeutsche Wollkämmerei und Kamm⸗ garnspinnerei⸗Aktien 143 Gd.
Die Zeichnung auf die 4 ½ % Obligations⸗Anleihe des Norddeutschen Lloyd ist heute Vormittag bei den hiesigen Zeichnungs⸗ stellen bereits geschlossen worden. .
Hamburg, 26. April. (W. T. B.) 8en u e. Hamburg. Kommerzb. 116,50“, Bras. Bk. f. D. 157,00, Lübeck⸗Büchen 139,00, A.⸗C. Guano⸗W. —,—, Privatdiskont 3 ⁄¼, Hamb. Packetf. 122,25, Nordd. Lloyd 119,00, Trust Dynam. —,—, 3 % Hamb. Staats⸗ Anl. 86,30, 3 ½ % do. Staatsr. 98,10, Vereinsbank —,—, 6 % Chin. Gold⸗Anl. 102,00, Schuckert —,—, Hamburger Wechslerbank 105,00, Breslauer Diskontobank —,—, Gold in Barren pr.
2788 Br., 2784 Gd., Silber in Barren pr. Kilogr. 81,60 Br., 81,10 Gd. — vüurcen London lang Monat 20,26 Br., 20,22 Gd., 20,24 bez., London kurz
20,39 Gd., 20,42 bez. London Sicht 20,45 T2.
20,43 ½ bez., Amsterdam 3 Monat 167,45 Br., 167,05
Oesterr. u. Ung Bkpl. 3 Monat 84,05 Br., 83,55 Gd.,
Paris Sicht 81,30 Br., 81,00 Gd., 81,19 bez., St.
§ Monat 213,00 Br., 212,50 Gd., 213,00 bez. New Pork
4,19 Br., 4,16 Gd., i.Bn. New Pork 60 Tage
4,15 ½α Br., 4,12 ½ * 4,13 ½ bez.
per a. Getreidemarkt. Weizen steigend, 8 loko 163 — 173, La Plata 136—138. Roggen steigend, südrussischer 1e, 3 107 — 112, do. loko 109 — 114, is 150. Mais fester, 117. La Plata 90. stetig. Rüböl fest, loko 58. Spiritus still, pr. Apn r. April⸗Mai 14, pr. Mai⸗Juni 14 ¼, pr. Juni⸗Juli affee ruhig, Umsatz 1500 Petroleum ruhig. Stan white loko 6,55.
Kaffee. (Nachmitt
Laurahütte 216,30,
Gelsenkirchen —,—, Harpener