Sonnabend stand hinter den anderen keineswegs zurück. Eine besonders fesselnde Leistung war diejenige des Gastes, der den Juden in trefflicher Maske und mit feinster Charakteristik gab. Die Gestalt des Shylock wuchs besonders in der Gerichtsscene zu wahrhaft tragischer Größe empor. Auch die anderen Rollen waren zumeist glücklich besetzt. Hervorzuheben he besonders die Herren Gregori (Antonio), Paeschke (Bassanio), Patry (Graziano). Die Porzia. in der Darstellung des Fräuleins Wulf war dagegen keine ganz abgerundete Leistung, insonderheit vermißte man den der geistigen Ueberlegenheit dieses Mädchens entspringenden sarkastischen ug, der ihren Reden stellenweise eine gewisse Schärfe verleiht. Ganz an ihrem Platze war dagegen Fräulein Brock als Nerissa. Den Vertretern des Lorenzo und der Jessica, Herrn Kaiser und Fräulein Storm, hätte man etwas mehr von dem zarten, lyrischen Zauber ge⸗ wünscht, welcher diesem Liebespaar eigen ist. Die komischen Rollen waren bei den Herren Köstlin, Schmasow und Wehlau recht gut vnsgehebbas. Der Beifall von seiten des vollbesetzten Hauses war
Theater des Westen
„Niach den so, überaus interessanten wie wohlgelungenen Auf⸗ führungen der „Orestie“ brachte der Akademische Verein für Kunst und Literatur als zweite und letzte Neuheit dieses Winters am Sonnabend Nachmittag Lord Byron's Tragödie „Sardanapal“ in der Bearbeitung von Josef Kainz zum ersten Mal in deutscher Sprache zur Darstellung. Das Drama ist nach des Dichters eigenen Worten als „Huldigung eines literarischen Vasallen“ Goethe gewidmet. Der Dichtung ist ein Vorwort mitgegeben, in welchem Byron besonders darauf hinweist, daß er die „Einheit“ streng beobachtet hat, eine Bemerkung, durch die anscheinend seine Gegensätzlichkeit zu Shakespeare's Dramen betont werden sollte. Byron's dichterische Behehih war jedoch eine so bedingungslos lyrische, daß es ihm naturgemäß nicht möglich war, eine dramatische Handlung olgerichtig zu entwickeln und ausreifen zu lassen. Er stand nicht über seinem Schaffen, wie ein Goethe oder Shakespeare, sondern mitten darin; es war ihm daher auch nur S Charaktere u schildern, die dem seinigen ähnlich waren. „Sardanapal“ ist reili diejenige Dichtung, welche unter dem angedeuteten Fehler am wenigsten leidet; mit ihr ist Byron seinem Ziel, ein Drama u schaffen, verhältnißmäßig am nächsten gekommen, und sie hat sich aher 8 als die einzige erwiesen, welche sich für eine längere Dauer auf der Bühne erhielt. Sie wurde zum ersten Male von Charles Kean im Jahre 1853 in London aufgeführt, — allerdings zu einer eit, als durch die Layard'’schen Entdeckungen assyrischer Denkmäler die Aufmerksamkeit gerade auf Niniveh gerichtet war, — und erzielte damals in historisch getreuer assyrischer Ausstattung einen anhaltenden Erfolg. Wie Bpyron sich in den Helden seiner Dichtungen stets selbst zu zeichnen pflegte, so ist auch der Sardanapal sein eigenes Spiegelbild und das seines Lebens; man geht daher wohl en nicht fehl, in der Königin Zarina Lady Byron und in Myrrha die Gräfin Guiccioli zu sehen. er ist ein schwacher, mit nichtiger Eitelkeit, Wohlleben und Liebe sein Dasein ausfüllender Charakter, der das Scepter des Reichs nicht in starken Händen hält. Edlen Regungen durchaus nicht fremd, ist er jedoch zu schwankend und inkonsequent, um sie durch starke Thaten zu unterstützen. Erst angestachelt durch Salemenes, den Bruder seiner Gemahlin Zarina, und seine ionische Lieblingssklavin Myrrha, ermannt er sich schließlich zum Kampfe gegen seine aufrührerischen Satrapen. Trotz eines ersten Erfolges bleibt er ni⸗ t Sieger, zumal noch die wild anschwellenden Fluthen des Euphrat sich mit seinen Feinden u verbinden scheinen. Gemäß einem alten Worte, „daß die Stadt Deeg. vor Menschen nie erliege, solange nicht der Strom ihr egner werde“, erfüllt sich sein Verhängniß. Die Antwort auf die entehrenden Friedensbedingungen der siegreichen Feinde giebt der flammende Holzstoß. Sardanapal, der Nachkomme des Baal, im Leben wohl ein de Mensch, wird, angesichts der Schande, im Tode zum Helden. — Die Bearbeitung von Josef Kainz hat sich im Ganzen an die Gildemeister'sche Uebersetzung gehalten, doch durch kleine Aenderungen manchen wuchtigen Accent hineingebracht und die ursprünglichen fünf Akte in drei zusammengeschmolzen. Herr Hans Siebert hatte die Titelrolle übernommen; er gab den eitlen, genuß⸗ frohen König freilich nicht glänzend und bestechend genug, auch betonte er nicht immer hinreichend die geistreiche Seite dieses Charakters, fand aber späterhin für den hervorbrechenden Heroismus überzeugende Töne. Der Leistung des Fräuleins Adele Hartwig als Myrrha fehlte das Großzügige; sie vermochte nicht das Freie, Heldenhafte, welches in der Seele dieser Sklavin lebt, zwingend glaubhaft auszudrücken. Frau Bertens brachte die episodische Rolle der verlassenen Königin zu dramatischer Wirksamkeit, und auch die Herren Molenar (Salemenes), Nesper (Pania), Pategg (Beleses) und Connard (Arbaces) sprachen und spielten ihre Rollen gut, obgleich vielleicht etwas weniger Pathos
4
1“ 89
erwünscht gewesen wäre. ikum verdienter Bei
reichen Pu
über Wien nach Budapest. der ungarischen Hauptstadt ist
Guiscard“ und „Ueber unsere Kraft“, I. Theil Das Repertoire bringt ferner: , 1 Leonoren“,
„Die deutschen Kleinstädter“ und „Die strengen Herren“. der Abwesenheit der Berliner Kün das Elsässer Ensemble aus St
angesetzt.
II. Theil, „Die beiden
Julius Greber.
Im Theater des Westens wird die Kammersängerin Frau Lilli Lehmann an zwei weiteren Abenden, und zwar am Freitag und nächsten Sonntag, ihr Gastspiel fortsetzen. Verein mit zwei anderen Gästen, den Herren Emil Fischer und Max Dresdener Hoftheater,
Gießwein, beide vom auftreten.
Mannigfaltiges. Berlin, den 29. April 1901.
Unter dem Protektorat Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen „Seemannshaus 5 Unteroffiziere
in Kiel mit unermüdlichem Fleiß,
um die Mittel zum Bau von Seemannshäusern in den großen Diese Gesellschaft, die am 25. Ok⸗ tober 1895 wurde, darf dank ihrer rastlosen Thätigkeit und igen Munificenz der begüterten Kreise, insbesondere auch
der Vertreter der deutschen Großindustrie, trotz der verhältnißmäßig kurzen Dauer ihres Bestehens schon auf G Am 1. November 1895 wurde das erste Seemannshaus in Kiel eröffnet. Der Ausbruch der chinesischen Wirren ist für die den Bau eines solchen Erholungs⸗
der Kaiserlichen Marine“ Marinegarnisonen zu beschaffen.
der opferwi
zurückblicken. Gesellschaft Veranlassung gewesen,
hauses für die Unteroffiziere und Mannschaften Station mit allen Kräften zu beschleunigen. Firma Selberg u. Schlüter in B oll dieselbe das Tsingtauer Se 8 d. J. den Organen der Gesellschaft schlüsselfertig übergeben. ist die Erbauung eines Seemannshauses in Wilhelmshaven als anerkannt worden, dem Bau so rasch wie nur irgend möglich vorgegangen werden. Für esellschaft sind jedoch die verfügbaren Mittel noch lange nicht hinreichend, um die dringend erwünschte ihrer Bestrebungen zu ermöglichen. Die General⸗
ein unbedingtes Erforderniß die weitgesteckten Ziele der
schnelle Realisierun
versammlung, welche am 25. v. M. hohen Protektoren beiwohnten, faßte daher den Beschluß, möglichst einmaligen oder dauernden schaft zu werben.
viele weitere Freunde mit
Jahresbeiträgen für die Gesell b sei hiermit nochmals auf die schönen humanitären Ziele der Gesell⸗
schaft
rekrutierenden Mannschaft unserer Marine zu gute kommen.
Die Regie des Herrn Hans Oberluaender hatte alles gethan, um die Bühnenwirksamkeit der Tragödig zu unter⸗
baten obwohl einige kleine Unzulänglichkeiten nicht aushsche. uffũ dens wurde von dem bangder 1 1 all gespendet.
Das Ensemble des Berliner Theaters ö morgen
stler gastiert im Berliner Theater raßburg unter Leitung des Direktors Führung des Ersten Direktors der
— besichtigten. Gleichzeitig zo een sie Erkundigungen über die Ent⸗ des Unglücks ein und
emannshaus bereits am 1.
Der
ändigen, leider nicht sehr zahl⸗ wird, durch Verwundeten
ihren Erwerb
—
Als Eröffnungsvorstellung in eine Aufführung von „Robert ur den 1. Mai
„Ueber unsere Kraft“,
„Elpenor“, Während
tehun Die Künstlerin wird im in der Oper „Norma⸗* 8.
wirkt die Gesellschaft
und Mannschaften 1an Lüttag
folge haben Auf
achtunggebietende Erfolge
unserer ostasiatischen Laut des mit der rlin abgeschlossenen Bauvertrages August Auch
und es soll mit
Mehrere
in Kiel kagte und der auch die werden.
schweren Schlag für 1 Industrie bedeutet, haben mich mit tiefstem Mitgefühl für die be. klagenswerthen Opfer der Katastrophe, die armen Verwundeten und die vielen brotlos gewordenen Arbeiter erfüllt. Ich hoffe, daß geeignete ge eede mögliche Erleichterung ihrer Leiden und den um. ebrachten Gelegenheit zum Arbeitsverdienst zu schaffen. Meine lebhaftesten Wünsche begleiten Sie auf allen Schritten, die Sie in dieser Angelegenheit unternehmen werden.“ Feteisnan:n2 Apeir ere 8 von heinbaben und der inister für Handel und Gewer Brefeld trafen heute früh & * „Satyros“, büstenten Grafen von Zedli räsidenten in Wiesbaden Jr. ofort zu Wagen an den Schau latz
ähnlicher Katastrophen. Präsident und der Regierungs⸗Präsident nach Wiesbaden ab. Bisher wurden keine weiteren Leichen gefunden, man glaubt auch nicht, daß sich e noch unter den Trümmern befinden. — estattung des bei der Katastrophe verunglückten unter großer Theilnahme der Bevölkerung in Bockenheim stattgefunden. Griesheim wird heute von Tausenden aus Frankfurt a. M. und der Umgegend besucht.
Frankfurt a. M., 29. April. Wie die „Frankfurter Zeitung“ hört, hat der Minister des Innern einem Hilfscomité, welches Unterstützung der Verunglückten in gierungs⸗Präsidenten in Wiesbaden gebildet hat, aus Staatsmitteln gvon 10 000 ℳ überwiesen. — Demselben Blatte zu⸗ — ichtsrath und Direktion der chemischen Fabrik „Elektron“ in riesheim in weitestgehendem Maße F f unglückten bethätigt. Mitteln 100 000 ℳ bew willigung von zunächst 300 000 ℳ bei der am 1. Mai stattfindenden Generalversammlung gestellt. — Die Marx und Müller, die nur zur Hälfte zerstört ist, nimmt schon heute ihren Betrieb wieder auf. 8—
Paris, 27. April. (W. T. B.) Während der Nacht drangen mehrere Personen in die Bureaux der Amerika⸗ nischen Expreßkompagnie ein, tödteten einen als Wächter an⸗ gestellten Neger und sprengten dann durch Dynamit die eiserne Kasse, aus wel Montreuil bra dukte Feuer aus, welches rasch um sich griff und die Farbwaaren fabrik en8 die Uar Plhh 1
ersonen wurden durch die Explosion zweier Fässer mit Chemikalien verletzt. x88-
1 8 unsere ruhmwürdig entwickelte chemische
. es gelinge den Hinterbliebenen Trost, Len
Der Minister des Innern Freiherr 8 ½ Uhr in Begleitung des Ober⸗ Trützschler und des Regierungs⸗ entzel hier ein und begaben sich der Katastrophe, den sie unter emischen Werke, Professors Lepsius ein⸗
esprachen Maßregeln zur Verhütung Um 10 ¾ Uhr reisten die Minister, der Ober⸗
eute Mittag hat die hemikers Dr. Jacobi
Ifse ich zur Griesheim unter Vorsitz des Re⸗
N ürsorge für die Ver⸗ h diesem Zweck i
haben sie aus eigenen igt und einen Antrag auf
weitere Be⸗
abrik chemischer Produkte von
8
vergangenen
er sie etwa 25 000 Fr. raubten. heute
wa? raubten. — Im Vorort in einer Fabrik für chemische Pro⸗ Produkte
Fabrik für pharmazeutische zerstörte
Bisher konnte man des Feuers nicht He. e“ 11“ 88 15
8
Zu diesem Zweck
Wiesbaden, 27. April. Bülow hat an Wiesbaden nachstehendes richten
Zu der Brandkatastrophe d. Bl.) liegen heute fögenge weiteren Meldungen des „W. T. B.“ vor: Frankfurt a. M., 27. April. Seine Majestät der Kaiser und König den General⸗Adjutanten, kommandierenden General des XVIII. Armee⸗Korps von Lindequist beauftragt, der Gemeinde Griesheim und der Direktion der chemischen Fabrik „Elektron“ Allerhöchstseine Antheilnahme an dem großen Un⸗ glück, welches die Gemeinde und die Fabrik betroffen hat, zum Aus⸗ druck zu bringen und über den Umfang des Unglücks Bericht zu er⸗ statten. — Der Erste Direktor der Fabrik, Professor Lepsius erklärte einem Berichterstatter gegenüber, es werde kein Arbeiter entlassen, und allen werde der volle Lohn ausgezahlt werden. — Von den Schwer⸗ verletzten sind zwei ihren Verwundungen erlegen. wurde die Persönlichkeit festgestellt. am Sonntag Nachmittag in einem Massengrabe in Griesheim statt. il. Der Minister⸗Präsident Graf von den Regierungs⸗Präsidenten Dr. Wentzel in Telegramm über das entsetzliche Unglück in Griesheim, das
in Griesheim (vgl. Nr. 99
Wie die Blätter melden, hat Aus
Ergebnisse des
1 G Von 14 Todten 8 Die Beerdigung der O pfer findet
„Die Nach⸗
gesandt: einen
Wetterbericht vom 29. April 1901, 8 Uhr Vormittags.
—
Nordwesten trübe, sonst vorwiegend heiter. Es fanden viele Gewitter statt. Wechselnde Bewölkung, vielfach mit Regen, wahrf
cheinlich. Deutsche Seewarte.
Name der
stärke, Wind⸗ richtung
Wetter.
Beobachtungs⸗ station
in Celsius.
niveau reduz. Temperatur
3 wolkig
Stornoway . 1 wolkenlos
Blacksod... V Shields ... 2 bedeckt
Scilly. . 4 halb bed. Isle d'Aix . V —
haus.
902,290 Sbo 00 0⸗
Vlissingen.. G 1 Nebel 1.““ 2 1 bedeckt Lhristianfund 7,9 2 wolkenlos Skudesnaes. 5 4 wolkenlos Skagen... Sn bed. Kopenhagen. 2,2 OS 4 halb bed. Karlstad... 2 wolkenlos Stockholm. 2 wolkenlos Wisby.... 4 wolkenlos Haparanda. 2 wolkenlos Borkum.. bedeckt Keitum ... bedeckt amburg .. bedeckt winemünde wolkig Rügenwalder⸗ münde .. Neufahrwasser Memel ... Münster (Westf.). I annover. Windstill erlin... W bedeckt Chemnitz. 32,1 S alb bed. Breslau.. NW edeckt es.... SSW 2wolkenlos Frankfurt
(Main). 2,5 W heiter Karlsruhe. NO heiter München. SW wolkig 2„p 8 —
godoe... wolkig N11“] wolkenlos 8,8
Ein Hochdruckgebiet liegt üher Nord⸗Europa, eine flache Depression längs der westdeutschen Küste. Deutschland ist das Wetter meist etwas kälter,
— —
Shakespeare,
— — —
7 ½ Uhr.
spiel in 5 Au
Sooosenbo — S9o 0oho—-2.—2 SeCleEo ScnC IS—
—
heiter gesindel. wolkenlos
wolkenlos
wolkig bedeckt
Shakespeare.
Bonn.
(1. Abend:
Schlegel und Ludwig Tieck. An
Mittwoch: Opernhaus. 113. lustigen Weiber von Windsor. tastische Oper in 3 Akten von Otto Nicolai.
Mittwoch: C
mrrarammn — — —
Theater.
V Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern⸗ 112. Vorstellung. Säüngerkrieg auf Wartburg. in 3 Akten von Richard Wagner. Mbe Fremden⸗Loge 12 ℳ, rster Rang 8 ℳ, Parquet 8 ℳ, Zweiter Rang 6 ℳ, Dritter Rang 4 ℳ, Vierter Rang Se. Vierter Rang Stehplatz 1 ℳ 50 ₰.
Anfang 7 ½ Uhr. Schauspielhaus. 115. Vorstellung. Viel Lärmen um Nichts. Lustspiel in 5 Aufzügen von William übersetzt von Außu
Tannhäuser und der Romantische Oper — Preise der rchester⸗Loge 10 ℳ,
Wilhelm von ang 7 ½ Uhr.
Vorstellung. Die Komisch⸗phan⸗ Anfang
581 116. Vorstellung. Macbeth. Trauer⸗ zügen von William Shakespeare. Nach der Schlegel⸗Tieck'schen Uebersetzung. Anfang 7 ½ Uhr.
Deutsches Theater. Dienstag: DasLumpen⸗ Anfang 7 ½ Uhr. “
vrano von Bergerac. Donnerstag: Der Biberpelz. 1“
Berliner Theater. Gastspiel des Elsässischen Theaters. Dienstag: D'r Herr Maire.
Mittwoch: D.r. H 1
Donnerstag: D’r Herr Maire.
Schiller⸗Theater. Gastspiel von Ferdinand Bonn. Der Kaufmann von Venedig. Lustspiel in 5 Akten von
“
* “
Dienstag, Abends 8 Uhr:
illiam
Kittwoch, Abends 8 Uhr: Gastspiel von Ferdinand Der Kaufmann von Venedig. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Faust, II. Theil. as Reich der Mütter.)
Theater des Westens. Dienstag: Undine. Mittwoch: Der Zigeunerbaron.
4
Donnerstag: Die weiße Dame. Frettag und Sonntag: Norma. (Frau Lilli Lehmann, Herr Emil Fischer, Herr Marx Fiezwein.)
Lessing⸗Theater. Dienstag: Die Zwillings⸗ schwester.
Mittwoch: Flachsmann als Erzieher.
Donnerstag: Johannisfeuer.
Neues Thenter. (Direktion: Nuscha Butze.) Dienstag: Gastspiel des „Schlierseeer Bauern⸗ Theaters“. (Direktion: Konrad Dreher⸗ Brakl.) Der Gemeindekaspar. Volksstuck mit Gesang und Tanz von Benno Rauchenegger. Anfang 8 Uhr. 1.8.. e Vund Donnerstag: Der Gemeinde⸗
aspar.
Freitag und folgende Tage: Der Amerikaseppl. — Vorverkauf ohne Aufgeld.
Residenz⸗Theater. Direktion: Sigmund Lauten⸗ burg.) Dienstag: Leontinens Ehemänner. (Les maris de Léontine.) Schwank in 3 Akten von Alfred Capus. Vorher: Freuden der Hochzeits⸗ reise. Schwank in 1 Akt von G. F. Triesch. Anfang 7 ½ Uhr.
Mittwoch und folgende Tage: Dieselbe Vor⸗ stellung.
Seressionsbühne. (Aleranderstr. 40.) Diens⸗ tag: Gastspiel E. von Wolzogen's Buntes Theater (Ueberbrett')). Anfang 8 Uhr.
Mittwoch und folgende Tage: Dieselbe Vor⸗ stellung.
rfriedrich ⸗Wilhelmstädtisches Thenter. (Direktion: Julius Fritzsche.) Dienstag: Gastspiel der stionzeischun OSehce Pifaste der Mlle. Méaly du Théàtre des Variétés de Paris,. Mam’'zelle Nitouche. Anfang 7 ½ Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Thalia⸗-Theater. Dienstag: Ensemble⸗Gast⸗ spiel des Friedrich⸗Wilhelmstädtischen Theaters. Die stsvermaus. (Frosch: Emil Thomas, als Gast.) nfang 7 ½ Uhr. Mittwoch und folgende Tage: Dieselbe Vor⸗ stellung.
1 Nach Schluß der Redaktion eingegangene hingewiesen, welche der sich aus allen deutschen Landestheilen 1 ch hluß gegangene
Paris, 29. April. — früh bekannt gewordenen Ergebnisse des Bergarbeiter⸗ Referendums haben sich etwa 14 000 Mann gegen den Gesammtausstand ausgesprochen. zahlreichen
stimmungsverhältnisse gestellt werden konnte, stattgefunden; von mehr als 45 000 an dem Referendum Die Minister Millerand Riviera weilten, Referendums nach Paris zurückgeke
iug des Nichtamtlichen in der Ersten und
; rtsetzu
8 8*ε
Depeschen. (W. T. B.) Nach dem bis heute
22 000 Mann für und
Bergwerksämtern fehlen die Ab⸗ noch vollständig. Soweit fest⸗ haben sehr viele Stimmenthaltungen 160 000 Stimmberechtigten dürften kaum theilgenommen haben. Wund Baudin, welche an der sind infolge der ersten Meldung über die hrt. I11““
g
Zweiten Beilage)
Zentral⸗Theater. Dienstag: Mit vollständig
neuer Ausstattung an Dekorationen, Kostümen und Requisiten: Die Geisha. Operette in 3 Aten von Sidney Jones. Anfang 8 Uhr.
Mittwoch und folgende Tage: Die Geisha. Anfang 8 Uhr.
Belle-Alliance-Theater. (Gastspiel⸗Theater.) Dienstag: Gesammt. Gastfpiel der „Schwarzwälder“ (Leitung: 1 5 Hof⸗Schauspieler Emil Richard). Zum letzten Male: Die Else vom Erlenhof. Volksstück aus dem Schwarzwald mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Siegfried Staak.
Mittwoch: Einmaliges Gastspiel des Hof⸗Schau⸗ spielers Emil Richard. Dorf und Stadt. Hierauf: Ein kleiner Beamter aus Ostpreußen.
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Frida Fra von Richthofen mit Hrn. 885 “ obert von Langen (Brechelshof — roß⸗Labenz). Verehelicht: Hr. Major Carl von Arnim mit Frl. Marie von Stumpfeld (Behrenshagen). — r. Oberleutnant Hodo Frhr. von Hodenberg mit
rl. Mira von Nostitz⸗Wallwitz (Dresden). —
r. Regierungs⸗Assessor Richard von Puttkämer mit Frl. L. von Eichel (Weimar).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberleutnant
empel (Nieder⸗Jeutz b. Diedenhofen). — Eine ochter: Hrn. Major von Branconi (Gnesen).
— Hrn. Oberleutnant Wilhelm Edler von der Ferst (Berlin).
Gestorben: Hr. Oberstleutnant a. D. Egmont von Alvensleben (Liegnitz). — Hr. Rittergutsbesitzer und Hauptmann d. R. Caspar Werner von Klitzing⸗ Demerthin (Großwudicke)h. — Fr. Emilie von Gualtieri, geb. Gelhorn (Pankow).
—
4 Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.
Verlag der Erpedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗
Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
651““ Insterburg Elbing
Brandenburg a. H.
Anklam . .. Stettin ... Greifenhagen
Stargard i. Pomm. 3
Folber . . . Krotoschin Namslau Trebnitz. Breslau. Ohlau Brieg Sagan.
8 Bunzlau. Goldberg Jauer Hoyerswerda
2 ] öu Halberstadt. Eilenburg
Erfurt
Kiel
Goslar .
Duderstadt
Paderborn
Fulda.
Neuß.. Perrhen Straubing Regensburg. Meißen... Eö1“ lauen i. V. “ Offenburg Bruchsal. Waren i. M.. Altenburg .. Arnstadt i. Th.
Insterburg Elbing. Luckenwalde.
Brandenburg a. 1.
Frankfurt a. O. Anklam ... Greifenhagen
Stargard i. Pomm..
Schivelbein.
Neustettin Kolberg Köslin. Schlawe. e* Lauenburg i. P. Krotoschin Namslau. Trebnitz Breslau. Ohlau Brieg. Sagan. Polkwitz 8 Bunzlau. Goldberg. Jauer Hoverswerda ig. Halberstadt. Eilenburg. FPlurt . 11““ Goslar . Duderstadt Lüneburg. ulda. Kleve. Wesel. EEII“ München. Straubing. Fegenaburg 8 Meißen . . EEI1ö““ lauen i. V. Ravensburg. ve. Offenburg. Bruchsal... Rostock .. Waren i. M. Braunschweig Altenburg . Arnstadt i. Th.
8 1“ “ 1““ 8
1““ 8
Rei
C11““
Qualität
Anzeiger und Königlich
mittel
V
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
niedrigster
höchster
niedrigster
ℳ
höchster ℳ
niedrigster ℳ
Verkaufte Menge
“
Preußi
Doppelzentner
Verkaufs⸗ werth
““
chen Staats⸗Anzei
Durchschnitts⸗ preis
.“
Am vorigen Markttage
Durch⸗ schnitts⸗ preis
—
Außerdem wurden am Markttage .
nach überschläg
Schätzung verkauft
Doppelzentner
(Preis unbekannt)
15,50 17,00 16,60 15,00 16,00 16,00 17,45
16,80 17,50 15,70
17,00 16,80 16,00 16,00 15,70 14,40
17,00 16,00 14,50 19,00 17,32 18,00
17 00 17,40
15,00 15,40
Weizen.
17,40 17,50 16,30 16,70 16,00 14,60
17,25 16,50 15,50 19,40 18,32 18,40
17,50 16,50 17,80 17,00 17,00 15,70 16,00 15,60
82
R 12,80
13,14 14,50 13,70
13,70 13,80
13,75 14,00 13,20
13,00 12,20 13,50 15,00 15,00 14,50 15,50 15,00 15,00
15,50 15,00 14,70
14,90 15,00 15,50
15,00
13,60 15,75 14,69 15,00 12,50 15,60 16,03 14,60
14,50 15,00 14,20 14,40
15,00 13,10 13,40
16,45 156,50
16,30 16,30 17,20 16,60 17,00 17,50 17,60 16,50 12,3
17,60 18,00
18,00 18,10 18,00 18,50 16,35 17,60 17,40 17,60 16,80 17,00 16,10 14,60 17,00 .17,50 17,00 17,20 20,00 18,55 18,80 16,00 17,50 17,50 18,00 18,50 18,50 15,80 16,40 16,00
oggen.
12,80 13,50 13,71 14,75 13,80 14,20 13,80 14,50 13,90 14,00 14,50 13,60 13,60 12,20 14,50 15,30 15,50 15,00 15,60 15,40 15,20 15,30 15,00 15,90 16,00 16,00 14,70 14,80 14,90 15,20 15,60 14,00 15,10 14,80 13,60 16,00 15,00 15,50 13,90 15,80 16,24
15,00 14,50 15,50 14 60 14,75 16,00 13,20 13,50 14,70 15,40 16,00
14,50 17,00 17,25
15,74 19,51 18,52 18,75
b0 b0 S E
0
ro bobo to brode SSEgesg
bo
SS
82 S.
SüeErngenesnn
00 S