1901 / 115 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 15 May 1901 18:00:01 GMT) scan diff

eg xeevgse gh eh aHa 2* . *

Abschluß der Heilbehandlung stehen dem Anspruch eines Versicherten aus § 18 Abs. 4 des J.⸗V.⸗G. nicht ent 1en (889).

ist auch die Angehörigenunterst ützung nach dem gekürzten

war. (891.)

König un Bei der Ankunft Ihrer Majestäten an Bord wurde ein Salut

9 Der 3! be. nxehe gleichfalls in französtscher

2

Die e Hügang der Berufsgenossenschaften, während

der ersten drei Jahre nach dem Inkrafttreten der neuen Unfall⸗

versicherungsgesetze die für Kapitalabfindungen gemãß

95 des Gewerbe Unfallversicherungsgesetzes erforderlichen ittel aus dem Reservefonds zu entnehmen, erstreckt sich

nur auf solche Renten, die bereits vor dem 1. Oktober 1900

festgestellt worden sind. (1852.)

Die seitens einer Berufsgenossenschaft an einen Ver⸗,

letzten zu bewirkende Zahlung von mehreren Renten deren einzelne Jahresbeträge sich auf sechzig Mark oder meniger 1S zuherfolgen, daß jede der ver⸗ iedenen Renten in Vierteljahrsbeträgen i rden1g28) g voraus gezahlt Die Vorschrift über die Zahlung von Unfallrente in der Wartezeit ist auf landwirthschaftliche Arbeiter nicht anwendbar, die überhaupt kein Krankengeld bezogen haben ( 15 Absatz 1 des Unfallversicherungsgesetzes für Land⸗ und Forstwirthschaft). (1854.) 1 Die landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften, die einen Reservefonds bisher nicht angesammelt haben, genügen der Vorschrift des § 37 des Unfallversicherungsgesetzes für Land⸗ und Forstwirthschaft durch erstmalige Umlegung des für den Reservefonds bestimmten Zuschlags im Jahre 1902 für das Rechnungsjahr 1901. Dabei der zweiprozentige Zuschlag m Jahresbedarf dem Reservefonds seinem vollen Betrage nach zugeführt werden, so daß auch für die Einlage in den Reservefonds die Hebegebühren zu berechnen und mit zur Umlage zu bringen sind. (1855.) Das Amt der gemäß § 6 des Gesetzes, betreffend die Abänderung der Unfallversicherungsgesetze, vom 30. Juni 1900 ernannten Schiedsgerichtsbeisitzer erlischt nach dem Sinn und dem Wortlaut der Bestimmung, sobald der Ausschuß der Versicherungsanstalt Beisitzer gewählt hat. (1856.) Die Befugniß zum Erlaß einstweiliger Ver⸗ fügungen auf Anträge wegen gänzlicher oder theilweiser Einstellung von Rentenzahlungen gemäß § 90 Absatz 1 des Gewerbe⸗Unfallversicherungsgesetzes ehr nur dem Schieds⸗ gericht selbst, nicht dem Schiedsgerichts⸗Vorsitzenden zu. (1857.)

1 Der Abschnitt B, Invalidenversicherung, bringt eine Bekanntmachung des Reichs ⸗Versicherungsamts vom 23. März 1901, betreffend die Entrichtung der ge mäß 84 Abs. 2 Satz 2 des J.⸗V.⸗G. (für polnische Landarbeiter) zu zahlenden Beträge, ein Rundschreiben des Reichs⸗ Versicherungsamts vom 24. März 1901, betreffend die frei⸗ willige Fortsetzung der Versicherung durch Straf⸗ gefangene, nebst zwei einschlägigen Erlassen des preußischen Ministers des Innern und des preußischen Justiz⸗Ministers zwei weitere Rundschreiben vom 1. März 1901, betreffend die nach § 165 Abs. 1 des J⸗V.⸗G. von sämmtlichen Ver⸗ sicherungsanstalten und zugelassenen Kasseneinrichtungen dem Reichs⸗Versicherungsamt einzureichenden Uebersichten über die Geschäfts⸗ und Rechnungsergebnisse, sammt den sugehörigen Mustern für die Aufstellung der Uebersichten mit Erläuterungen, sowie vom 10. April 1901, betreffend die Feststellung der Ersatzleistungen für Beitrags⸗ erstattungen, endlich folgende Bescheide und Beschlüsse: Der Empfang von Armenunterstützung während des

vor dem Eingreifen der Versicherungsanstalt liegenden Zeit⸗ raums der Krankheit und während der Heilbehandlung sowie die Beantragung der Angehörigenunterstützung erst nach dem

werrer Im Falle einer Kürzung des Krankengeldes wegen D oppelversicherung gemãß §§ 26a. Abs. 1, 64 des 8.⸗89.

Krankengelde zu bemessen. (890.) Der Erstattungsanspruch im Todesfalle wird auch durch den nur vorübergehenden Bezug einer Kranken⸗

rente ausgeschlossen, selbst dann, wenn nach dem Wegfall dieser Rente die Wartezeit von neuem zurückgelegt worden

Die Erhebung von Beiträgen im Wege des

Einzugsverfahrens ist an sich keine Beitreibung im Sinne des § 168 des J. V.⸗G. und bewirkt daher keine Unterbrechung der Verjährung. (892.) Die Beitragskontrole darf auch während der Arheits⸗ zeit in den Wohnungen der Arheitnehmer ausgeübt werden; es besteht kein Grund zur Beschwerde, wenn die nicht angetroffenen Versicherungspflichtigen durch den Kontrol⸗ beamten aufgefordert werden, sich zur Vernehmung zu gestellen oder ihre Quittungskarten zur Einsicht vorzulegen. (893.)

In dem nichtamtlichen Theil ist eine rkanntmachung des Kön glich r Staato⸗Ministeriums des Innern vom 29. Dezember 1900 über die Zusammensetzung der ärzt⸗ E4n Kollegien zur Erstattung von Obergutachten

in Unfallversicherungs⸗Angelegenheiten mitgetheilt. I“ 8

Württemberg. Der Staats⸗Minister Freiherr von Soden thei St ter 8 rr S eilte, dem W. T. B.“ zufolge, in der gestrigen Sitzung der Kammer der Abgeordneten mit, daß die Einfüͤhrung der Bahnsteig⸗ sperre in Württemberg zur Erleichterung und Sicherung des Bahnbetriebes eine beschlossene Sache sei.

Oesterreich⸗Ungarn.

Wie „W. T. B.“ aus Abbazia meldet, fand

„W. T. B.“ zian gestern an

Bord der SPfara ein Frühstück statt, an welchem ber die Königin von Rumänien theilnahmen.

von 21 Schuß gefeuert und die rumänist m Während des 622— der namsche 4 ben 2— den ersten Trinkspruch aus und gte dabei Ich bin überaus Aüclich Eure Majestät ersten 1 8 8* 13 2— 1 rorden reude hierüber ei ir ich auf das bl des K und der F.n e Feackelhe. 8998 Die Kapelle spielte hierauf die rumänische Hymne. Sprache, etwa „Ich beglückwü mich dazu, in ¶Abe⸗ des Königs der

8

unternahmen der König von Rumänien u Hellenen einen gemeinschaftlichen Spaziergang.

von Rumänien ein.

Vorlagen erledigt werden.

die Ge

Herabsetzung der Zölle auf französische Weine Ruin der österreichischen Weine bedeuten. D

sie doch, daß das Zustandekommen der Hanm überhaupt würde in

geltend gemacht würden. Eine vorzeitige Votierung einzelner Zollsätze sei zweckwidrig; di

verträge auf entsprechende Abhilfe hinwirken. weingesetz sei in Vorbereitung. Nach längerer

kürzung der Arbeitszeit im Bergbau zu stellen. D

abgelehnt. Großbritannien und Irland.

n der gestrigen Sitzung des Unterhauses „W. T. B.“ zufolge, der Unter⸗Staatssekretär des A

chinesischen Einfuhrtarifs über jenes Maß hin habe, das nöthig sei, um den Zoll auf volle 5 Werthe zu bringen. Hierauf nahm das Haus die

Frankreich. In dem gestern abgehaltenen Ministerrath

der Minister, daß 2000 Mann von dem

versorgung der Arbeiter, Ministerrath besprach ferner die Plünder Dorfes Marguéritte. Es verlautet, die

beginnen

bräuchliche Expropriationen zurückzuführen sei.

Ministerraths ent 5 soll sich gebessert haben; die Regierung

Posten wieder zu übernehmen. Das Kolonial⸗Ministerium erhielt von dem

Depesche, welche meldet, der Hauptmann Rohilla

Araber hätten große Verluste erlitten und sich un gehabt.

wieder aufgenommen. Der Deputirte Guieysse

pensionskassen, vor. Der Deputirte Castelin

deren ntwortung der Minister des Aeußern das Wort ergriff und Folgendes ausführte: 8

die er zuerst dadurch versetzt worden sei, daß die russis

sodann eben diese Division in dem nblicke t

franche erschie s

auf dem Louis“ nach Touloen habe

kann mich dahin fassen, es sich überhaupt um kein Ra und daß, was in Villefran ens Uebee 189 42— Schein derselben Sonne vor 8

franzosischer Erde beleuchtet. Ebenso, und sch berufe mi

enen zu verweilen, und trinke auf das bl Königs und auf das Gedeihen Grachenlang. FAönigs und der

alle unsere Kollegen 1 1 4- g. , ,5 3 r der Kammer sie auch

die, ahr der französischen Weinkonkurrenz für die inländische Weinproduktion sei größer als die der italienischen. Die

Minister Freiherr von Call erklärte, die Regierung werde sich an der Berathung nicht betheiligen; denn so sehr sie uch den Nothstand der Weinproduzenten anerkenne, so glaude

b Frage gestellt werden, wenn Spezial⸗ wünsche von vornherein durch parlamentarische Beschlüsse

werde anläßlich der Verhandlungen über die Handels⸗

wurden die Anträge des Ausschusses angenommen. Der Präsident beraumte die nächste Sitzung auf Montag an. Der Abg. Pernerstorfer beantragte, die nächste Sitzung heute oder an einem der auf den Himmelfahrtstag folgenden Tage dieser Woche abzuhalten und auf die Tagesordnung die Ver⸗

wurden unter heftigen Zwischenrufen der Sozialdemokraten

Cranbourne mit, daß die britische Regierung sich, so lan

G . 222 4 8 N6 ½ 8 2 ge nicht gleichzeitig eine Reform der Behandlung des Handels der fremden Staaten stattfinde, gegen jede Erhöhung des

über die militärischen Vorschläge der Regierung wieder auf.

W. T. B.“ berichtet, der Minister des Aeuße rasss 1 B.“ tet, d zern Delcassé mit, daß Frankreich sich dem nachdrücklichen Protest s Mächte gegen die Maßregeln der Pforte gegenüber den fremden Postämtern angeschlossen habe. Ferner erklärte

Expeditionskorps in die Heimath zurückbefördert würd

der übrige Theil des Expedsionskorpe 1e folgen, sobalb die lebzten Klauseln der Kollektivnote erfüllt und die Entschädigungsfrage geregelt sei. Der Ministerrath beschloß der Kammer vorzuschlagen, daß zu Beginn der nächsten Woche die Berathung der Vorlagen, betreffend die Alters⸗

solle. Der

sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Verwaltun

81 leberzeu⸗ G . g98⸗ politik gegenüber den Eingeborenen geändert werden müsse, da die Erbitterung der letzteren theilweise auf miß⸗

von General⸗Gouverneur von Algerien Jonnart ein⸗ ereichte encaffan sefuch soll erst in der nächsten Sitzung des chieden werden. Der Gesundheitszustand

onnart in der Lage sein werde, in einigen Wochen seinen

Kommissar des französischen Congogebiets eine

2. Februar Angriffe der beiden Söhne des Sultans Raba westlich vom Schari⸗Gebiet erfolgreich zurückgeschlagen. dach

die französischen Truppen hätten 2 Todte und 21 Verwundete Die Deputirtenkammer hat gestern ihre Sitzungen Berichte über den Gesetzentwurf, betreffend die Arbeiter⸗ die Regierung eine Anfrage uͤber die auswärtige Politik, zu

Ich habe das Wort erbeten, um eine kurze Erklärun die, wie ich hoffe, die Kammer und auch den Deputirten veergeshe friedigen wird, der mir von der Bestürzung Kenntniß gegeben hat, in

Division Toulon fast am Vorabend des Tages, an de ieni Geschwader dort eintreffen sollte, verlassen Leee N2.ö

in welchem der Präsident der Republik wollen. Unser ehrenwerther Kollege hat mich serner, in der Befürch·

lnden ic eige Gegnang sür Pees gramseme Fae⸗ dhüga

ging, welche diesen gesegneten Fleck

Kurz nachdem der König und die Königin von Rumänien] war auch der Eindruck, d ser L

n Kör „den unser Land

gegen 3 ½ Uhr den Kreuzer „Psara“ verlassen hatten, kamen ruhigung und offener Befriedigung ang, Racst ger 8⸗15 ie in Abbazia anwesenden Fürstlichkeiten an Bord, um den und in dem Wunsche, welchen der erlauchte italienische Besuch zu erwidern, welchen der König der

spruch auf das Glück Rumäniens aus. Hrr Vormittag wissen wollen, deren n

Das Früh

Abgeordnetenhauses erzielt. Danach sollen bis zur; zfti 1 8 1m 8 zur Ver⸗ bekräftigt hat, welche die völli tagung des Hauses am 12 Juni das Investitionsgesetz, die beider Regierungen in allen Fragen tagtäglich besiegelt- und die Kanalvorlage, das Budgetprovisorium, das Gesetz über den Angriffen der Polemik ebenso gesichert wie über Tag neunstündigen Arbeitstag im Bergbau sowie einige kleinere erhaben, unwandelbar bleibt, wie die großen national

würde den er Handels⸗

ndelsverträge

stückweise e Regierung

Ein Kunst⸗ Erörterung

iese Anträge

theilte, dem eußern Lord

aus erklärt

Pros vom Berathung

theilte, wie

chinesischen

ung des Regierung

Ueber das

hofft, daß

General⸗

t habe am

iterworfen;

legie die richtete an

Delcassé

Mittelmeer⸗

in Ville⸗

einschiffen

hsel handelt unter dem

dabei auf ar

ellenen das Geschwader befehligte, im Namen des Königs Vict Ge⸗ 33 öe“ 5 hatte. Abends nahm der dem Oberhaupte unseres Staates ausgesprochen hat, bat das Lan önig Georg das Diner bei dem König und der Königin von we is

Rumänien ein und brachte während desselben dnene Prime eüce zehn ebten „Fahten sich zwischen den kationen efreundet

legitime t 1 1 der König der verletzen und die sich darüber klar Bes 1ve⸗ sih nirgende

Hierauf mit Sorgen plagt und, um ein Wort

nicht mit Gründen der Vernunft herumschlägt, um si sih Genuß des Vergnügens zu hindern, das Flägt, gchsch, an

Handels⸗ über das, was gesehen hat, als ein neues und mächtiges

Prinz

eine unzweideutige Bekundung der herzlichen Beziehungen gesehen

entwickelt haben, welche Ursprung und Geschichte

ein gleiches Inte

Präsidenten der Republik begrüßte, als er sich nach Toulon ein

theilzunehmen, und der wieder einmal die Festigkeit einer Allia

olisre’s anzuwenden,

durch Ihre dauernde und glänzende Unterstützun 6 ich ¹ - g möglich geworden

mit der Ruhe und der Würde handeln zu hnn, welche einer gro 9 Nation entsprechen und einer auswärtigen Politik, deren befriedige

die letzten 6. wollen. 8 Die Kammer ging hierauf zur Tagesordnung über. Der bonapartistisce Abgeordnete n er⸗ ebt, wie die Pariser Blätter melden, in einem Schreiben an den inister⸗Präsidenten Waldeck⸗Rousseau gegen den Justiz⸗ Minister Monis die Beschuldigung, daß dieser sein Amt dazu benutze, um einem von ihm begründeten Alkoholhandel mit Hif

8 g

seiner Geschäftsfreunde eine größere Ausdehnung zu geben. Cu d'Ornano droht, falls der Justiz⸗Minister sein gehnönicht 8— lege, die Angelegenheit auf der Kammertribüne zur Sprache zu bringen. Der Minister⸗Präsident Waldeck⸗Rousseau hat dem Abgeordneten Cuneo d'Ornano geantwortet, er werde über die Angelegenheit Erkundigungen einziehen. Dem Ver⸗ nehmen nach will Cuneo d'Ornano übermorgen in der Deputirter kammer den Antrag stellen, eine besondere Kommissin einzusetzen, welche untersuchen solle, ob der Justiz⸗Minsstet Monis thatsächlich sein Amt im Interesse des von ihm be⸗ triebenen Alkoholhandels benutze, und ob er einem aus⸗ ländischen Kognakhändler gegen den Willen der Jury die goldene Ausste nss eFben verschafft habe. Der Minister⸗Pri⸗ sident Waldeck⸗B ousseau hatte gestern Abend eine längere Fei dem Monis.

Wie verlautet, wird ein Theil des französischen Mittelmeer⸗Geschwaders in nächster Hzeit einen b. afen besuchen, um der Königin⸗Regentin für ie Entsendung des „Pelayo“ zu den Touloner Festlichkeiten zu danken.

Rußland.

berichtet wird, vor dem Kaiser, der Kaiserin und der Kaiserin⸗Wittwe die große Frühjahrs⸗Parade statt.

Spanien. 8 Der Miniisterrath beschäftigte sich gestern, wie „W. T. B.“ meldet, mit der catalonischen Frage und beschloß, für Catalonien und alle Provinzen eine gewisse Dezen⸗ tralisation der Verwaltung zu gewähren. In Palma (Mallorca) explodierte gestern Vormittag eine vor der Thür des bischöflichen Palastes, welcher an die Kathedrale angrenzt, niedergelegte Dynamitpatrone. Die Thür veer vee, techdigg, die Fenster des Palastes sowie der achbarten Häuser wurden zertrümmert. Personen kamen nicht zu Schaden. 1] 3 küüt Portugal. Zun der gestrigen Sitzung der Deputirtenkammer stimmte, wie „W. T. B.“ erfährt, bei der Berathung einer von der Regierung eingebrachten Vorlage, betreffend die Er⸗ höhung der Grundsteuer für kleine Besitzungen, ein Theil der konservativen Majorität unter Führung des fruͤheren

Türkei. Dem Wiener „Telegr.⸗Korresp.⸗Bureau“ wird aus Kon⸗ stantinopel vom gestrigen Tage Ee. daß die Pforte neuerlich eine Note in Angelegenheit des Post⸗ konflikts vorbereite, welche den Votschaftern uͤber⸗ sandt werden solle. Die Botschafter der Türkei bei den Großmächten hätten der Pforte telegraphisch über die An⸗ schauungen der Kabinette in der Frage der ausländischen Posten berichtet. Die Pforte solle beabsichtigen, die ver⸗ schiedenen Taxen, welche die ausländischen Schiffe in den ottomanischen Gewässern zahlten, zu erhöhen und die denselben gewährten Erleichterungen zu entziehen, weil sie sich weigerten, türkische Postsendungen zu befördern. Wie ver⸗ sichert werde, würden die russischen Schiffe, gemäß einem bei der russischen Botschaft in Konstantinopel eingelaufenen neftrage es gleichfalls ablehnen, türkische Postsendungen zu

Bulgarien.

„Die Sobranje nahm gestern, wie „W. T. B.“ meldet, mit großer Mehrheit eine Regierungsvorlage, betreffend die neue administrative Eintheilung des Landes, an, wodurch drei Millionen erspart werden.

„Dem Wiener „Telegr.⸗Korresp.⸗Burcau“ zufolge hatte der in Sofia weilende russische Militär⸗Attaché in Bukar Leontiew wiederholte mit dem Kriegs⸗Minister Paprikow in Anwesenheit russischen Gesandten Bach⸗

8* Asfien.

V22, Er ntwortnote in der Entschädigungsfrage von einer französischen Uebersetzung delehner 8 des erste der⸗

7 n,

artige Fall in der ichi zu China. Geschichte der diplomatischen Beziehungen

gfuche des Geschwadhe

Emanuq

* d ihrem gemeinsamen Wohle dient. benso 8 das Land in vse

stück nahm der König Georg bei dem König und der Königin BSalutschüssen, mit denen das russische Geschwader bei Villefranche den

In der gestern Mittag ab er feine neue und bezeichnende Aufmerksamkeit des Kaisers Ni schift nner 88 8 Ftabe . e fine nh per d⸗ 86 boch beftiedihf Sen 888 Güig 85 dee Einigung über das Arbeitsprogramm des ö sterreichischen neltdlich, feinfühlige Art gesunden hat, an dem Glück Frankre

ge Uebereinstimmung der Politit

eszwischenfäͤlle

van r bl en Inter deren besten Schutz sie bildet. Und das Land, welches sich Befe esa

Das Abgeordnetenhaus nahm gestern die Brannt⸗ sicheren Instinkt verläßt, welches sich bei glücklichen Ereignissen nicht weinsteuervorlage in sämmtlichen Lesungen an. verhandelte das Haus über die Anträge des Weinkultur⸗ Ausschusses, wonach bei Erneuerung der verträge im Jahre 1903 für alle Weine, ausgenommen Moliv des Vertrauens, als wesentlichen Anlaß Schaumweine, an dem autonomen Zollsatze von 21 Gold⸗ dingter Sicherheit die segensreichen Arbeiten Fortzüsegen gulden festzuhalten und ermäßigte Vertragszölle nicht zu welche die Kräfte der Nation, die überall ihrem vollen Werthe e seien. Der Berichterstatter Marchet hob hervor Peschäst werden, noch erhöht werden. Das Land wird Ihnen, mei b „Herren, dafür Dank wissen, daß Sie seine Anstrengungen durch Ihr legislative Arbeit unterstützen, wie auch die Regierung Ihnen dafür

dankbar ist. Sie wird nicht oft genug betonen können daß es ihr

in unbe⸗ durch

All, ßen F orke je F 12 nd Erfolge anzuerkennen, die Franzosen, wie ich voraussetze, sicher nich

Gestern fand, wie dem „W. T. B.“ aus St. Petersburg

Ministers Joao Franco gegen die Regierung. 2

metiew und besichtigte auch die Truppen und die Kasernen.

Wie der 7.57 aus Peking gemeldet wird, war die

8

8 Aus Nokohama vom gestrigen Tage berichtet „W. T. B.“, er habe das Slasfungegefu—h des Finanz⸗ nnisters Watanabe, aber nicht diejenigen der ben Minister angenommen. Der Verweser des gabirets⸗Präsidiums Saionji sei interimistisch zum Finanz⸗ Minister ernannt worden. Afrika. as „Reuter'sche Bureau“ meldet aus Kapstadt, der eDrer⸗Minister habe erklärt, daß die Gerüchte von einer beabsichtigten Umbildung des Kabinets durchaus unbegründet seien; es sei überhaupt keine Aenderung in dem Kabinet geplant.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Bericht über die heutige Sitzung des Reichstages befindet sich in der Ersten Beilage.

Jahresbericht über die Herausgabe der Monumenta Germaniae historica.

Von E. Dümmler.

Ddie 27. Plenarversammlung der Zentral⸗Direktion der Monu- menta Germaniae historica wurde in diesem Jahre vom 15. bis 17. April in Berlin abgehalten. An der Theilnahme durch Reisen vethindert waren die Herren Geheimer Rath Brunner, Professor Mommsen und Professor Scheffer⸗Boichorst. In der Versammlung wirkten demnach mit die Herren Professor Breßlau aus Straßburg,

„Geheimer Rath Dümmler als Vorsitzender, Geheimer Rath von Hegel aus Erlangen, Professor Holder⸗Egger als Schriftführer, Professor Ritter Luschin von Geeh c aus Graz, Professor Mühlbacher aus Wien. Professor von Riezler und Professor Traube aus München,

rofessor Zeumer. 2 88 Laufe des Jahres 1900/1901 erschienen 8 . in der Abtheilung Seriptores: 18

1 Deutsche Chroniken III, 2 (Jansen Enikel's Werke von Strauch,

Schluß);

2) loh. Codagnelli Annales Placentini ed. Holder⸗Egger

in 80⁰); 68 in der Abtheilung Diplomata:

3) Diplomata regum et imperatorum Germaniae III,1 (Heinriei II et Arduini Diplomata ed. Bresslau);

4) von dem neuen Archiv der Gesellschaft Band XXVI, heraus⸗ gegeben von H. Breßlau. b

Unter der Presse befinden sich 6 Quartbände, 1 Oktavband.

Für den als Abschluß der Auctores antiquissimi geplanten 14. Band, dessen erste Hälfte die Gedichte des Merobaudes, Dra⸗ contius und Eugenius von Toledo umfassen soll, verglich der mit der Herausgabe betraute Professor Vollmer in München Handschriften in St. Gallen, Bern, Verona, Rom und Neapel; für die schwer zu crreichenden spanischen fand er dankenswerthe Unterstützung an berrn P. Heribert Plenkers und an Herrn Professor Arthur zarinellt in Innsbruck, für die englischen an Herrn Professor A. Dieterich in Gießen. Da überdies noch Vorarbeiten Peiper's, von der Wiener Akademie erworben, vorliegen, so steht zu hoffen, daß der Druck dieses Halbbandes zu Anfang des nächsten Jahres beginnen kann. In etwas weiterer Ferne liegt noch die andere Hälfte, der von Herrn Professor Traube übernommene Codex Salmasianus.

Für die als Brücke sweischen den Auct. antiq. und den Poetae latini gedachten vorkarolingischen Gedichte konnte von demselben eine 5 Uebersicht noch nicht vorgelegt werden, doch wurde beschlossen, ie bisher nur ganz ungenügend herausgegebenen Werke Aldhelm's wegen ihrer hohen litekarischen Bedeutung jedenfalls mit dieser Samm⸗ lung meist kleinerer Stücke zu verbinden. 1

Für die Gesta pontificum Romanorum;, zumal die Vitae Gregorii, ist durch Herrn Uör. Brackmann auf seiner italienischen Reise, über welche ein gedruckter Bericht vorliegt, neuerdings ein schätzbares Material gesammelt worden, doch fehlt, nachdem Herr Professor Kehr von dieser Aufgabe wieder zurückgetreten ist, noch der geeignete Bearbeiter. 9

In der Abtheilung der Scriptores ist der durch Herrn Archivar Krusch seit Oktober 1898 begonnene Druck des 4. Bandes der Mero⸗ wingischen Geschichtsquellen, die Fortseßung der immer werthvoller werdenden Heiligenleben, regelmäßig bis zum 72. Bogen weiter ge⸗ diehen, während gleichzeitig der Mitarbeiter Herr Dr. Levison die Vorarbeiten für den 5. Band so vnßh förderte, daß bis jum nächsten Frühjahr ein großfr Theil desselben fertig⸗ Feügelt sein dürfte. Nit großer Zuvorkommenheit unterstützten

se Arbeiten wieder ddie Bollandisten von den Gheyn und A. Poncelet in Brüssel, der Bibliothekar 88 Watzl in Heiligenkreuz

die Herren Edw. Scott und J. P. Gilson vom Britischen

seum. Der durch die neue Ausgabe der Merowingischen Heiligen⸗

entfachte Streit über das Martyrologium Hieronymianum wurde von Herrn Krusch im Neuen Archiv weitergeführt. 888

Im Bereiche der staufischen Quellen wurde von Herrn Profeslor Holder. Egger der für die italienischen Chroniken des 13. Jahrhunderts timmte 31. Band der Scriptores in diesem Jahre zu rucken angefangen und mit ihm auch für die bisheri folioreihe der Uebergang zum Quartformate gemacht. Dur

e sehr schwierigen Voruntersuchungen, namentlich über Sicard von Cremona, war der Abschluß dieses Bandes gere Zeit verzögert worden. Für die nächstfolgenden, gleichfalls den talienern zu widmenden Bände ist durch die itarbeiter Eberhard und Cartellieri erheblich vorgearbeitet worden. Die schon im ver⸗ gangenen Jahre von Herrn Professor Holder⸗Egger beabsichtigte italienische Reise, welche sich in der gleichen 28 soll in diesem stattfinden. Für die zweite Hälfte des 30. ndes bat Herr laatsarchivar Dieterich die sbn her übertragenen Arbeiten nun⸗ mehr eingeliefert und dadurch dessen baldigen Abschluß möglich gemacht. Als Handausgabe wurde von Herrn Holder⸗Egger das Curonicon Placentinum des Johannes Codagnellus, eine der wichtigsten Quellen fn das 12. bis 13. Jahrhundert, noch einmal herausgegeben, da der bere Abdruck im 18. Bande der Soriptores durchaus ungenügend ar. Für Cosmas von Prag setzte Landes⸗Archivar Bretholz seine handschriftlichen Studien fort. die von ihm geplante Aus⸗ zabe des bisher unter dem Namen Efkehard Frutolf ver⸗ glich Herr Professor Breßlau wegen der Feststellung des Schrift⸗ charakters der Forisetzungen die Cambridger Handschrift unmittelbar mit der in dankenswerther Weise dorthin entsandten . S Der 3. Band der Deutschen Chroniken, die von Herrn Professor trauch in Halle bearbeiteten Werke Jansen Enikel’s, ist, nachdem nee Krankheit des Herausgebers gehoben war, Fng ang Ziel ge⸗ gt. mit ihm das von hr. Jos. Lampel in Wien hinzugefügte Hriergichische Landbuch. Für den 6. Band hat Herr Piosessor üller in Innsbruck noch 12 weitere Handschriften für die Chronik see⸗ ver⸗ 91492* vor Ablauf 88 Ja reg. 2

n zu köͤnnen. r Sammlung der politischen Sprüche un der ist Herr Dr. Heinr. Mever in Gottingen zunächst noch mit der tellung der Texte bis zum Jahre 1300 beschäftigt. In der st der Druck der großen Ausgabe der isigothorum Herrn Professor Zeumer so regelmäßig en

e

steht dieser Ausgabe die vorläufig im Neuen Archive ab⸗ gedruckte, demnächst in Buchform erscheinende Geschichte der westgothischen Gesetzgebung zur Seite. Die Vergleichungen für das bayerische Volksrecht sind durch den Freiherrn Professor von Schwind in Wien bis auf zwei Wolfenbütteler Handschriften abgeschlossen. Zum Benedictus Levita hat Herr Pro⸗ fessor Seckel Vorstudien im Neuen Archive veröffentlicht. 8 Herr Dr. Werminghoff setzte die Ausarbeitung einer weiteren Reihe von Synodalakten aus den Jahren 742 843 fort, unter ihnen die der Aachener Dekrete von 816, über deren Quellen und Bedeutung ebenso wie über Fälschungen aus Sens sich eine besondere Untersuchung ver⸗ breiten wird. Die Fortsetzung des Verzeichnisses der Synodalakten von 843 918 wurde im Neuen Archiv veröffentlicht. Seit März in Italien weilend, hat er bereits mehrere Bibliotheken mit be⸗ friedigendem Erfolge aufgesucht, um sodann seine Hauptthätigkeit Rom zuzuwenden. Besonderen Dank erwarben sich um diese Arbeiten die .““ Dorez in Auxerre und de Vries, Direktor der Leidener ibliothek.

Herr Professor Tangl wird seine Vergleichungen für die fränkischen Gerichtsurkunden, für welche inzwischen einige aus Paris entsandte Handschriften hierselbst benutzt werden konnten, im nächsten Herbst auf der Pariser Nationalbibliothek weiterführen.

Herr Dr. Schwalm hat nach der Heimkehr von seiner für den 3. und 4. Band der Constitutiones imperii sehr fruchtbaren Reise nach Italien in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs, auf der er u. a. auch das vielbestrittene Datum der Sachsenhäuser Appellation entdeckte, sich mit einigen Pariser Hss. beschäftigt, von denen die eine den Planctus ecclesiae in Germaniam des Konrad von Megenbergenthalt. Imübrigen darf die Sammlung für den 3. Band nunmehr als fast abgeschlossen gelten, vorbehaltlich eines Besuches der Archive von Besangon und Dijon, welcher bis zum kommenden Herbst verschoben werden mußte; aber auch für den 4. ist schon ein sehr umfassendes und schwieriges Material vorbereitet. 8

In der Abtheilung Diplomata konnte durch Herrn Professor Breßlau der größere Theil des 3. Bandes, die Urkunden Heinrich's II. und des Königs Arduin umfassend, ausgegeben werden, begleitet von eingehenden Erläuterungen im Neuen Archiv. Die Ergänzung durch die von dem Mit⸗ arbeiter, Herrn Dr. Holtzmann, bearbeiteten Register wird im Laufe des Jahres nachfolgen. Für Konrad II. wurde eine Reihe einzelner Stücke in Belgien und den Niederlanden, sowie in London, Paris und Besangon verglichen, sodaß nur eine kleine Nachlese übrig bleibt. 8 In dem ersten von Herrn Professor Mühlbacher bearbeiteten Bande der Karolingerurkunden, welcher bis zum Tode Karl'’s des Großen reichen soll, rückte der Druck bis zum 25. Bogen fort, und der Rest dürfte etwa noch ein volles Jahr in Anspruch nehmen. Gelegentliche Beihilfe leisteten Herr Sektions⸗Chef von Sickel und Herr Dr. Steinacker; als regelmäßiger Mit⸗ arbeiter wirkte, wie bisher, Herr Dr. Lechner, neben welchem s auch die Professoren Dopsch und Tangl sich weiter daran be⸗

ätigten. 1

Der Druck des 6. Bandes der Epistolae mußte noch ausgesetzt werden, obgleich eine größere Partie desselben druckfertig vorlag, weil die von dem Mitarbeiter Herrn A. Müller übernommenen Briefe des Papstes Nicolaus I. noch nicht abgeschlossen werden konnten. Ein etwa dreimonatlicher Aufenthalt desselben in Rom im Frühjahr 1900 diente den dafür erforderlichen Vergleichungen, welche darauf im ver⸗ gangenen Winter fortgesetzt wurden, sodaß nunmehr der Vollendung dieser Ausgabe nichts mehr im Wege steht, obgleich Herr Müller aus seiner Stellung ausgeschieden ist. Eine werthvolle Genter Hand⸗ schrift sandte in sehr zuvorkommender Weise Herr Ober⸗Bibliothekar Vanderhaeghen. . In der von Herrn Professor Traubegeleiteten Abtheilung Antiquitates ist der Druck der Register des 2. Bandes der Necrologia Germaniae bis zum 80. Bogen fortgeschritten, und mit den Todtenbüchern des Bisthums Freising, welche den 3. Band eröffnen sollen, hofft Herr Reichs⸗ archivxrath Baumann im Laufe des Jahres fertig zu werden. Eine Abschrift aus Bamberg wurde dafür in gefälliger Weise von Herrn Bibliothekar Fischer daselbst geliefert.

Die von Herrn Dr. von Winterfeld vorbereitete Sonderausgabe der Werke der Nonne Hrotsvith von Gandersheim, der einige verwandte Stücke hinzugefügt wurden, ist in der Hauptsache gedruckt, und nur die sehr umfänglichen Register haben das Erscheinen noch ein wenig verzögert. Es ist dadurch eine auch für die Germanisten sehr wichtige Arbeit geliefert. Im übrigen widmete derselbe gleichzeitig seine Thätigkeit den für den 4. Band bestimmten Rhythmen wie den im 5. herauszugebenden Sequenzen und beutete für die noch nicht zu übersehende Fülle der letzteren Handschriften von Berlin, Bologna, St. Gallen, München, Paris. Pommersfelden, Wien und Zürich aus. Weitere Hilfe leisteten ihm Herr P. Plenkers und unser Mitarbeiter Dr. Schwalm auf seiner italienischen Reise. Einige Aufsätze, nament⸗ lich im Neuen Archiv, verdienen als vorläufige Frucht dieser Studien erwähnt zu werden. Außer den Rhythmen soll der 4. Band noch eine Anzahl Ergänzungen zu den Dichtungen der karolingischen Zeit liefern, unter denen eine kürzlich von den Bollandisten gemachte Ent⸗ deckung von Gedichten auf den heil. Quintinus als besonders werthvoll zu erwähnen ist. 8

Der verstärkte Umfang des Neuen Archivs hat sich bei der stetig zuströmenden Fülle neuen Materials als durchaus zweckmäßig erwiesen: zu unseren Ausgaben bildet es eine unentbehrliche Ergänzung.

Mit dem Ausdrucke des Dankes nach allen Seiten, an die Be⸗ hörden des Reiches wie an die Bibliotheken des In⸗ und Auslandes, vor allem die unerschöpfliche Pariser Nationalbibliothek, sowie an manche einzelne Gelehrte für opferwillige Förderung unserer Be⸗ strebungen, haben wir wie gewöhnlich zu schließen. 8

Nr. 21 des „Centralblatts für das Deutsche Reich“, verausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 10. Mai, hat folgenden Inhalt: 1) Konsulat⸗Wesen: Ernennung; Erequatur⸗Ertheilung.

1901. 3) Polizei⸗Wesen: Ausweisung von Ausländern aus dem Reichsgebiet.

Statistik und Volkswirthschaft.

Bevölkerung der Schweiz im Jahre 1900.

(Stat. Korr.) In der Schweiz hat ebenso wie im Deutschen Reich am 1. Dezember 1900 eine Voltmählung stattgefunden, über ie

welche die vorläufigen Ergebnisse seit kurzem vorliegen. Das im Ja⸗ nuar 1901 vom üeegensssischen tatistischen Bureau zu Bern aus⸗ gegebene Heft enthält die Gesammtzahlen für die Wohn⸗ und orts⸗ anwesende ölkerung bis hinab in die einzelnen Gemeinden nebft einer Vergleichung der Kantone für die Jahre 1888 und 1900. Eine zweite Veröffentlichung vom 7. Februar 1901 bringt neben einer Ver⸗ gleichung der Wohnbevölkerun Bundes und der Kantone in den Jahren 1850, 1860. 1870, 1880, 1888 und 1900 eine Unterscheidung der ortsanwesenden der Kantone und Bezirke nach dem chlecht, 22 3,na, -d Prnh ceif enee und tersprache. Außerdem enthält die letztere Druckschrift eine . überstellung 2 v . größten Fen.s F. meinden na ten Volkszäblungen. 3 8 vchas e . auf Fenbe 11, bezw. Kantonsbe ertigten Zusammenstellun ützt, 299 der vorletzten Volkszüblung vom 1. Dezember 188s dem end⸗ ültigen sehr nahe, da der ÜUnterschied nur 0,095 v. H. der Wohn⸗ Kerung und 0,024 v. H. der ortsanwesenden Bevölkerung betrug. Die Pobabchlkerung der Schweiz, welche am 1. Dezember 1883

eritgeschritten, daß die Vollendung im laufenden Geschäftsja

hahe. erscheint. 8 Shersaufize ellschaft der sesdase erwarb sich unseren dur en- 3 Als unentbehrliche Vorbereitung und Erzänzung

2 917 754 Köpfe zählte, belief sich am 1. Dezember 1900 auf 3 313 817

2) Bank⸗Wesen: Status der Deutschen Notenbanken Ende April

Personen im Jahre 1870. In der letzten Volkszählungsperiode von 1888 bis 1900 hatte demgemäß eine Zunahme von 13,57 v. H., in der vorletzten (allerdings um ein Drittel kürzeren) von 1880 bis 1888 dagegen nur eine solche von 3,04 v. H. der Bevölkerung stattgefunden.

Zürich, die größte und infolge ihrer Lage zukunftsreichste Stadt

der Schweiz, hatte am 1. Dezember 1900 150 228 Einwohner gegen 94 129 am 1. Dezember 1888, sodaß die Volksvermehrung während dieses Zeitraums 59,60 v. H. betrug.

Die demnächst wichtigsten Städte der Schweiz haben nach den

Feststellungen der letzten Volkszählung Einwohner: Basel 109 169,

8

Bern 63 994, Genf 58 867, Lausanne 46 407, St. Gallen 33 087 und Luzern 29 203.

Die große Anziehungskraft der Schweiz auf die Ausländer geht

daraus hervor, daß sich deren Zahl am 1. Dezember 1900 auf 392 896 oder 11,86 v. H. der Gesammtbevölkerung belief und sich seit dem Jahre 1850 mehr als vervierfacht hat

Unter den 3 327 336 Ortsanwesenden sind 2 319 105 deutsch,

733 220 französisch, 222 247 italienisch, 38 677 romanisch sprechende und 14 087 Personen mit einer anderen Muttersprache ermittelt worden. Die größte Verbreitung hat seit dem Jahre 1888 die ita⸗ lienische Sprache erfahren; ihre Angehörigen haben sich um 41,91 v. H. vermehrt, während die Französisch⸗ und die Deutschredenden nur um 14,93 bzw. 10,83 v. H. haben. Die im Kantone Graubünden

eingesessene romanisch redende Bevölkerung verliert dagegen verhältniß⸗ mäßig immer mehr an Bedeutung.

Zur Arbeiterbewegung.

Die Brauereiarbeiter von Elberfeld, Barmen und Remscheid sind, der „Rh.⸗Westf. Ztg.“ zufolge, in eine Lohn⸗ bewegung eingetreten. Sie verlangen die Zahlung von Wochenlöhnen für Brauer und Maschinisten mit 26 anfangend und auf 28 steigend, sowie nach Verlauf eines Jahres für Hilfsarbeiter einen Anfangslohn von 22 ℳ, steigend nach einem Jahre auf 24 ℳ, für Heizer von 23 bezw. 25 und für Kutscher von 25 bezw. 27 ℳ; Beseitigung der Sonntagsarbeit, höhere Bezahlung der Ueberstunden; Regelung der Arbeitszeit von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends mit ¾ stündiger Frühstücks⸗ und 1 ½ stündiger Mittagspause; Einrich⸗ tung von Bade⸗ und Umkleideräumen, sowie Beseitigung des Wohnungszwanges innerhalb des Betriebes.

Zum Ausstande der Arbeiter und Arbeiterinnen der Gummiwaarenfabriken Harburg⸗Wien (vergl. Nr. 113 d. Bl.) wird der „Volks⸗Ztg.“ mitgetheilt, daß die betreffenden Direktionen bekannt gemacht haben, sie würden alle Arbeiter entlassen, die bis gestern ihre Thätigkeit nicht wieder aufgenommen hätten.

Aus Sevilla meldet „W. T. B.“ vom gestrigen Tage, daß eine dort seit kurzem begonnene Ausstandsbewegung der Gärtner an Ausdehnung zunimmt und es auch bereits zu Ruhestörungen ge⸗ kommen ist.

Eines der bedeutendsten Werke Arnold Böcklin’s, die „Tri⸗ tonenfamilie“, ist von der hiesigen Kunsthandlung Ernst Zaeslein zum Preise von 80 000 an das Städtische Museum in Magdeburg verkauft worden. Das im Jahre 1880 entstandene Gemälde befand sich lange Jahre in schweizerischem Privatbesitz.

Aus Paris vom gestrigen Tage meldet „W. T. B.“: In dem großen Saale der Sorbonne fand heute Nachmittag eine Fest⸗ sitzung der Geographischen Gesellschaft zu Ehren des Forschungsreisenden Gentil und des Hauptmanns Joalland statt welche unter großen Gefahren eine Expedition nach dem Tschad⸗Se unternommen und einen Theil des Tschad⸗ und Chari⸗Gebiets end gültig dem französischen Einfluß unterworfen haben.

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Land⸗ und Forstwirthschaft.

Voraussichtliche Ergebnisse der Weizenernte in dem 8 14. Fe⸗ 5 8. . Staate Süd⸗Australien und. dem Staate Victoria im

Erntejahr 1900/01. 1

Das Kaiserliche General⸗Konsulat in Sydney berichtet Ende März d. J. Folgendes:

Zeitungsnachrichten zufolge betrug das Areal der in Süd⸗Australien mit Weizen bestandenen Flächen über 2 000 000 Acker, wovon jedoch nur ungefähr 1 600 000 Acker, d. h. 647 520 ha, gegen 1 820 000 Acker = 737 010 ha im Vorjahre, zur Abernte gelangt sein dürften, während der Rest zur Heubereitung Verwendung fand.

Das Gesammtergebniß wird auf 13 200 000 Bushel oder 4 798 200 hl gegen 10 200 000 Bushel oder 3 707 700 hl im Vor⸗ jahre geschätzt. Das entspricht einem Durchschnittsertrag von 81 Bushel pro Acker oder 7,42 hl pro Hektar. Das sind 2 ¼½ Bushel pro Acker mehr als im Vorjahre. Nach Abzug der für den Verbrauch sowie zur Saat nöthigen Weizenmenge wird angenommen, daß rund 265 000 englische Tonnen oder 269 240 deutsche Tonnen Weizen im Jahre 1901 für Ausfuhrzwecke zur Verfügung stehen werden. Der größere Theil hierwon soll bereits in den ersten zwei Monaten dieses Jahres zur Ansfuhr gelangt sein. Im Jahre 1900 sind insgesammt 167 000 englische Tonnen oder 169 672 deutsche Tonnen ausgeführt worden.

Nach amtlichen Quellen betrug die im vergangenen Jahre in dem Staate Victoria mit Weizen bebaute Fläche 2 011 428 Acker = 814 024 ha gegen 2 165 693 Acker = 876 455 ha im Vorjahre, was eine Abnahme von 154 000 Acker = 62 830 ha bedeutet.

Die Abnahme der bebauten Fläche ist zumeist auf den Mangel an landwirthschaftlichen Arbeitskraften zurückzuführen. Das Gesammt⸗ ergebniß der Ernte wird auf 17 790 576 Bushel = 6 486 874 hl gegen 15 237 948 Bushel = 5,538 994 hl im Vorjahre geschätzt, was eine Zunahme von 2 552 628 Bushel = 927 880 hl ergiebt. Dem⸗ nach beträgt der Durchschnittsertrag eines Ackers im letzten Jahre 8,84 Bushel, das sind 7,95 hl für den Hektar.

Die von voriger Ernte noch in der Kolonie Victoria befindlichen Weizenvorräthe werden auf 1 872 000 Busbel geschätzt, dies macht mit dem Ertrage der neuen Ernte zusammen 19 662 576 Bushel = 7 147 345 hl.

Nimmt man den Verbrauch des Staats 92 Nabru und Saatzwecke auf etwa 800 000 Bushel an, so bleiben zur Ausfuhr rund 11 500 000 Bushel = 324 555 deutsche Tonnen.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs⸗ Maßregeln.

Bulgarien.

Die bulgarische Regierung hat die aus Anlaß des in Galata vorgekommenen tfalls gegen Konstantinopel angeerdneten Quarantänemäßnahmen wieder aufgehoben. In Zu werden die aus Konstantinovel zu Wasser ankommenden Reisenden einer ärztlichen Untersuchung und die auf der Eisenhahn zuge⸗ reisten einer während der Fahrt auf der Strecke Hebibtschewo Harmanli auszuühbenden ärztlichen Beobachtung unterzogen werden. (Vergl. „R.⸗Anz.“ Nr. 107 vom 6. d. M.) g

Verkehrs⸗Anstalten.

Nach Mittheilung der „Hamba rger * sinden die nächmen Abfahrten der 322 Post⸗ und Passagier⸗Dampfer von Hamburg, wie folgt, statt: .

a. *“*“ 5 b Nach New pPork 16. Mai 1I ser „CGeoelumbia“, 19. Mai Postd t „Patricia*, 23. Mat Schnchpostrampfer „Fürst

Personen gegen 2 831 787 Personen im Jahre 1880 und 2 655 001