1901 / 115 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 15 May 1901 18:00:01 GMT) scan diff

zweiter Lesung, 25 dagegen stimmten und zwei sich der

. hcuittbands 11.“—

8 denten bezüglich der Fra estellung auf verschiedenen

antrag Fischbeck, in den Beschlusse zweiter L Wort „und 2 9 1.— wurde sche Fesang de Fore annen Theil der Nationalliberalen abgelehnt. Ueb

Prinzipalantrag Fischbeck, die einfache Fortdauer ver

Fragestellung vor; endlich erfolgte die Fragestellung

stützung angewiesen seien, wenn sie nicht zu Grunde 5 und ihre ganze Spiritusproduktion einstellen sollten.

ie Brennsteuer habe eine Preiserhöhung von 10 zur Folge gehabt und dem Lande 40 000 000 gebracht, die ihm nun durch die Parteien der Linken entzogen werden solle; den kleinen Leuten und dem Gewerbe müsse aber der Spiritus zu Brennzwecken, zu Beleuch⸗ tungszwecken und für den Motorbetrieb möglichst verbilligt werden. Abg. von Kardorff (Rp.): Wenn die Herabsetzung des Kon⸗ tingents für neue Brennereien von 80 000 1 auf 50 000 Il abgelehnt wird, so hätte das Ganze keinen Zweck; dann würde gerade das ein⸗ treten, was der Abg. Singer nicht wollte, dann würden diejenigen Brennereien, welche bisher außerhalb der Spiritusverwerthungsgenossen⸗ schaft gestanden haben, vor die ernste Frage gestellt werden, ob sie sich noch weiter so verhalten sollen, und schließlich sämmtlich der Ge⸗ nossenschaft beitreten. Dann wird die Henssserschaft ganz vollkommen sein und dann braucht sie überhaupt kein esetz mehr, sondern wird selbst die Spirituspreise machen. 8

Abg. Wurm (Soz.): Bisher war ich der Meinung, daß das Gesetz dazu dienen soll, den Ring zusammenzuschmieden. Herr von Kardorff belehrt mich jetzt, wenn kein Gesetz bestände, käme der Ring zustande. Wir meinen aber, wenn die Brennsteuer überhaupt nicht mehr erhoben würde, so könnte die freie Konkurrenz walten und die Preistreiberei des Ringes hätte ein Ende. Herr Lucke gesteht zu, daß die Brennsteuer eine Preis⸗ erhöhung herbeigeführt hat und dem Lande 40 Millionen Mark Liebesgabe gebracht hat. Ich acceptiere dieses Zugeständniß, das unseren eigenen Beobachtungen entspricht. Die Herren sind mit dem Verdienst aus der bisherigen Spiritussteuer noch nicht zufrieden und wollen noch weitere 2 ½ Millionen Mark Liebesgaben haben. 1 wenn sie noch eine weitere Liebesgabe erfinden könnten,

würden sie das für ihr gutes Recht halten und ht von einer Vergewaltigung des Volkes in ihrem rivatinteresse spreche. Wie vngerecht und wie ein⸗ seitig die Agrarier die speziellen Interessen ihres Ackers im Auge haben, beweist ihr Vorgehen bezüglich der Melassebrennereien, deren Konkurrenz sie mit ihrem Kartoffelspiritus nicht ertragen können. Die Herren sagen sich einfach: wir sind die Mehrheit und können mit Hüfe 38 alles 1u6 Wir unsererseits wollen ihnen aber nicht die Kastanien aus dem Feuer olen un scfäffcg vecnsen gn . 8 ho id werden ihre Be .Abg. von Kardorff: Herr Wurm spricht über die Preis⸗ treibereien des Ringes, das entspricht aber nichr den Te he Preis, nicht der Preislage, in der der Ringspiritus sich stets gehalten hat und wenn man erwägt, wieviel Hunderte von Millionen beim Schänken des Branntweins im Zwischenhandel und Klein⸗ handel sitzen bleiben, so ist es geradezu absurd, davon sprechen zu wollen, daß eine Preistreiberei durch die Spiritusverwerthungs⸗ genossenschaft stattgefunden hat. Im übrigen hat Herr Richter recht daß es sich um ein ungeheuer wichtiges Gesetz handelt. Dieses Gesetz muß im nächsten Jahre schon wieder abgeändert werden, denn die Verlängerung soll nur ein Jahr dauern. An Stelle einer bloßen Verlängerung des jetzigen Gesetzes auf ein Jahr wäre es mir persön⸗ lich lieber, wenn das ganze Gesetz fiele. Dann müssen auch die Andern sich der Spiritusverwerthungsgenossenschaft anschließen. Abg. Richter: Es ist doch in der zweiten Lesung von Allen widerspruchslos festgestellt worden, daß die Bestimmungen über das Kontingent dauernd und mindestens für die nächsten 6 Jahre bis zur neuen Eintheilung des Kontingents gelten sollen. Es wird nun um so mehr nach einer Erhöhung der Denaturierungsprämie von 4,50 auf 6 getrachtet werden. Und dann wird man im nächsten Jahr auf demselben Standpunkt sein und eine weitere Er⸗ leichterung verlangen. Jeder Ring will die Produktion einschränken und die Preise festse en und dabei wird es sich immer um eine Preis⸗ erhöhung handeln. Die Spekulation auf den Ringpreis ist schon vor dem Hmslebentreten des Ringes eine große gewesen.

Abg. Holtz (Rp.): Das Brennereigewerbe hat thatsächlich bei uns in Deutschland ein gesundes Fundament; es ist in der Lage, seinen Spiritus im Inland unterzubringen und zwar in unbegrenzter Menge, da wir mit dem Spiritus das Petroleum verdrängen können (Rufe rechts: Schluß!) Die Brennsteuer ist keine Liebes gabe. (Wiederholte Rufe rechts: Schluß!) Ich füge mich Ihren Wünschen, die Debatte nicht zu verlängern. 8

Damit schloß die Generaldiskussion Die i 1 Lesung beschlossene Bestimmung zbusst die Sc Ie te Kontingents für die bis zum 1. Oktober 1902 betriebsfähig hergerichteten Brennereien von 80 000 auf 50 000 hatten die Abgg. Fischbeck und Richter zu streichen beantragt. Ueber diesen Antrag wurd mnamentlich abgestimmt. Die Abstimmung ergab die Annesenheit von 205 Mitgliedern, von denen 178 für die Beschlüsse

Abstimmung enthielten. Die Beschlüsse zweiter Lesung sit daher aufrecht erhalten. sse z esung sind

Zur Verhandlung kam nunmehr der Beschluß zwei Lesung, 8s Brennsteuer vom 1. Oktober 1901 LrrteEter ember 1902 unter Erhöhung der 9 2 höhung ätze um 50 pCt. fort⸗

Abg. Fischbeck erklärte sich unter gr Hause gegen die Füsaufe zweiter 8 ch, ““

dcneg. Wurm wies, wie in der zweiten Lesung, in, daß es sich bie um eine Liebesgabe für die beee sei 8 offenes Geheimniß, daß die Interessenten die Spiritudpreise in die Höhe treiben und auch einen höheren Petroleum⸗ zoll erreichen wollen. Es wäre weit besser wenn man eine Fabrikatsteuer eingeführt hätte. Wenn die Rechte diese Be⸗ stimmungen trotz des Widerspruchs weiter Kreise des Volks durch⸗ ühren wollte, so müsse sie schon etwas Geduld haben; seine Partei könnte die Hoffnung nicht aufgeben, daß wenigstens das Zentrum noch

in letzter Stunde sich denen aaf ieß 8 se bringen wollten. en anschließen werde, die das Geset zu Fall

Abg. Stadthagen (Setz.) bekämpfte die F

2 51 (Sch.) bekän assun . stimmung. Wenn es da heiße „die im § 43 1 unter a 8 % 8 rennsteuersätze werden his zum 20. September 1902 unter Erhöhun um 90% forterhoben“, so sei dies logisch nicht aufrecht zu erhalten; der Satz müßte mindestens in zwei Theile zerlegt werden. Der Redner

schloß nii lcnch nit dem Ausdruck der Hoffnung, daß das Geseh nicht n stnde

Abg. Richter beantragte na . diese Bestimmung. g mentliche Abstim mung über

Damit schloß die Dehatte. Von den A g und Richter wurde folgende Fassung deeas. Fischbeck

30. September 1902 forterhoben.“ steuersähe werden bis zum

Ueber den Modus der Abstimmun i

1 Modus der A g, welche der Vize⸗ räsident Dr. von Frege jeitete, entstand * Geschäfts. ordnungodebat e, da die Vorschläge des amtierenden Präsi⸗

iten im Hause mißverstanden wurden. Der Eventual⸗

lich gegen die Linke und

herigen Brennsteuersätze auf ein Jahr zu ließer schlug der Vize⸗Präsident Tr. von Frege 8, Fehen,

itiw und der Antrog wurde gegen deeselbe Minderheit wie

vorhin abgelehnt. Darauf erfolgte die namentl che mung über die Beschlüsse zweiter Lesung;

räsident .f von Ballestrem: Das Refultat der Abstimmung

davon 179 mit ja, 17 mit nein, enthalten haben sich zwei Abgeordnete. (Abg. EIö ashbin: Hor Gescheftsordaung⸗) Hemn Reichstag ist dayer beschlußunfähig und wir müssen unsere Arbeiten hier abbrechen. ini stäti C“ häfts 1 Mangel eine itgliedes. Pfannenstiel und M⸗ on Pr. 18 8 iel und Maderholz hergestell e Lehieaainde eronacs. neseg. eaaseen 18 wee wöeseshe hen hgcs hent üce er ich aber die begründete Vermuthung habe, daß wir vor einer längeren Rrvelere) (Fnrkular des Zolldepartements vom 28. März 2 Unterbrechung unserer Sitzungen stehen, so behalte ich mir vor, dieses 8 79 - nächsten Landwirthschaftliche Ausstell in 6 hnen ich zukommen zu lassen. kerltung in ssi 8 be 8 bethetanss zu lassen as Wort Skadt Slewjanr er russischen eichskanzler Graf von Bülow: Ich habe dem Reichstage In der im Kreise Isium des Gouvern eine Kaiserliche Verordnung mitzutheilen (die anwesenden Mächttage Stadt Slawjansk wird in der Zeit vom 2I. Eebhatton ge- 1 des Reichstages erhoben sich). Dieselbe lautet: tober d. J. (8. bis 20. September a. St.) eine landwirthse üie Wir, Wilhelm, Deutscher Kaiser, König von Preußen Ausstellung stattfinden, woran sich die Semstwos des Gouve Faet verordnen auf Grund der Artikel 12 und 26 der Verfassung mit Charkow und des Kreises Isium und die Charkower landwirtbstat Zustimmung des Reichstages im Namen des Reiches, was folgt: 5. veefegichaft deih vUigentnrsrdenm. es wird besondetich 8 8 2 . 3 212 20 . un ä e ih⸗ Der Reichstag wird bis zum 26. November d. J. vertagt. needee hogn 1— ar zugelassen werben vehhe 8 K „Bersuche mit landwirthschaftlichen Maschinen B Verkauf der ausgestellten Gegenstände wird Fftüen. neichen. d. dungen zur Beschickung der Ausstellung sind bis zum 14./1 Julnec⸗ das Ausstellungs⸗Comité unter der Adresse der Landschaftsverz 8 8 8r Sean zu Die emabme der Ausstellungsgegenitiad ird vom 2. bis 20. September (20. 2 i w 8 Et. enfge e ( August bis 7. Septembe awjansk ist eine Stadt von 15 000 Einwohnern, li 86 22 1 Linie Losowaja- Konstantinowk der Kursk ns vegt an chrifd on habe die diese Urkunde dem Herrn Präsidenten in Ur⸗ Eisenbahn 88 hat einen beheutenten gesteideraen Fenuafion Präsik f 9 EE1a 8 in Isium wird in diesem Ja ine Ni dwirthschafe ne Liebe, der Treue und Ergebenheit gegen das erhe eichsol öt, in⸗ mwuüsseslung mit möglichst verschiedenen derartigen Gegenfe 1hee heit gegen das erhabene Reichsoberhaupt, in⸗ wünscht. (Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Flew )6

Rußland. 1m“ olltarifierung von Waaren. Gemäß einer vom gr.

Der Reichskanzler wird mit der Ausfü ieser Vero beucseng B z r Ausführung dieser Verc rdnung UIrkundlich unter Unserer Höchsteigenhändige U 1 beigedrucktem Kaiserlichen Fesicdüch genändigen Unterschrift 8 Gegeben Straßburg i. Els., den 12. Mai 1901. Wilhelm. Graf von Bülow.

1 kajestät, der Deutsche Kaiser, Köni

Wilhelm II. von Preußen, lebe bach (Die Mitglieder 38

dreimal lebhaft in den Ruf ein.) Ich schließe die Sitzung. Die Lage der Industrie in Span 1I1“ C S n. 1 1

Schluß 1 Uhr. ““ h Die Industrie in Spanien hat in den letzten Jahren einen A

schwung genommen; es zeigt sich dieses hauptsächlich in d der Einfu Ro vol chlich in der Zunahme den ehiführ der Rohmaterialien und der Maschinen, die die Industet

Handel und Gewerbe. Die Einfuhr von Oel und Koks betrug in dem Zeitraun

““ 1 8 hjs 22 5 8 2 5 7n0 U½* 2 (Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestel 18cch 1884 durchschnittlich 1 115 706 t, stieg in den Jahren 1885

ü 3 89 auf 1 442 023 t erreichte 1 „Nachrichten für Handel und Industrie“.) einen Durchschnitt von 17ne- Sgreichte in der Pariode 188 G

Deutsches Reich. 16“ Die spanische Oelproduktion bezifferte sich 1892 nur anf NP g 8 8 88 8. 5üBr 4 ◻᷑ 8 5752 8 auf Verwendung von steuerfrei abgelassenem, undenatu⸗ t, während im Jahre 1899 2 743 389 t Oel erzeugt F.. ranntwein zur Herstellung von Geheimmitteln. Die Baumwol leinfuhr stellte sich i Sg. 928 2 vee exfügung ö“ ö Fmans⸗Ministers 1884 im Durchschnitt auf 48 633 t und 185 nen, gübee⸗ 199,s Vorschriften. an . lautet: Die §d un er früher gültigen J Zei 13 729 s 8 3t Vorschriften für die steuerfreie Verwendung von undenattrierten E1“ D“ durchschnittlich 68 30, 5elg, wissenschaftlichen und gewerblichen Zwecken Der Import von roher Wolle bet 1880 bis 1884 j 59 H18nnc em zer 2, enthielten eine Bestimmung, nach welcher schnitt 1898 t stieg 1885 bis 188 e is 1884 im D. hie⸗ Her elung von Geheimmitteln unter Verwendung von steuer⸗ auf 2795 t. h Dies Verbokeisth be afsenlnig der, en ehcbe aügsig Kaafi UmssigeJnte picneres, hat sich ganz erheblich entwicket, waerg 9 ¼ e8., 8 Kr. ibe ist, 5 F. 7“ orden enindemnntweinsteuer Be reiungsordnung nicht 9 aufgenommen nunfeanee hannschehten ish daß in überseꝛichen Handel die Litt den, man von der Auffassung ausging, daß durch die Be⸗ Die & Fvervs ven Sv 8 der, in Frage kommenden Steuerfreiheit auf 82 in der im Fohee autgeinfuh . 6* 88 10 975 t im Jahre 1890 auf 14 52 8 age 12 bezeichneten Heilmittel die Geheimmittelfabrikation künftig Der Seidenir Feesits 8 versteuerten Branntwein angewiesen sein werde. Fendenim port, der sich in den Jahren 1888 bis 180

4 8 Le 3t ( 7 ; 3 . 2 7 e * hat sich indessen als unzutreffend erwiesen, da ein Thei ; vueezehntttlich auf 163 050 kg belief, wuchs im Jahre 1899 af

mittel in Anlage 13 geeignet ist, zur s v Gebeimmitteln benutzt zu 18 Zusammenstellung von Von Häuten und Fellen, die zum größten Theil die Schꝛb⸗

,. cwerden. Folge davon war, industrie konsumiert, Jahre ittli 8⸗2 Jahre hindurch mit versteuertem 7274 t 880 1885 bnsin 18 a een 1300 h 188 8 scha 6.ee. . g st erden mußten, seit 1. Oktober 1900 wieder 1898 fiel jedoch diese Importziffer inf Krieges mit den er

3 reiem Branntwein bereitet wurden; so wurde z. B. das ini Naberteiffer nfolge des Krieges mit den Va.

weit verbreitete Geheimmittel Kronessenz“ neuerdings aus tinctura 1“ 88 stieg alsdann im Jahre 1899 af

a grens 1— steuerter Brannt, bis 1884 auf 18 230 1 357 eee war. Um einem derartigen, der Absicht In der Periode me sch den n, 009 Pesesse Fverche 8 esis ihg drdnung Verfahren entgegentreten 21 716 t und einen Werth von 29 809 000 Fesetae”e Hi bege van 8 8 Ln, v5 luß 8g 28. März d. J. der berücksichtigen, daß auch die einheimische Fabrikation ve eisastn lage 13 zur Bereitu g Gehei 2 le 51 eilmittel der An⸗ und Geräthen, die etwa so groß ist wie ein Vie rtel d Ei b B8 üe 588,8 eimmitteln nicht verwendet werden den letzten Jahren eine Zunahme aufweist Fie besckecrif 8 eimau itte im allgemeinen ist dabei Die Zufuhr von chemischen Produkten hat sich ebenfalls schwebenden allgemeinen Frrrtenncet her um Gene seit Jahren vermehrt. In der Zeit von 1888 bis 1891 wurden nur 608979 er 3. 2 he 8 (- 38 388 8 2 und der Aufftellung des zu vereinbarenden Verzeichnisses 98 8 ö 68 362 t und im Jahre 1899 90 103 t vom Aus⸗ (Bundesrathsbeschluß vom 25. Januar 1900) nicht vor⸗ Durch die Zollreform vom 31. Dezember 1891 ist gleichzeitig ffen. 8 1 erreicht worden, daß die Einfuhr von verschi Cin e cer fidgültigen R elnmg des Gegenstandes bestimme ich im spanischen Industrie immer mehr ö 1 E⸗ bangnißse L. em Herrn Re chskanzler, daß bezüglich der Frage, ie Einfuhr von baumwoll enen Geweben sank von einen 2 21 91 der 2 efreiungsordnung als Geheim⸗ Durchschnittsmenge von 1578 t in den Jahren 1885 bis 1889 auf cens g8 in 9. in der allgemeinen Verfügung vom 14. Fe⸗ 730 t im Jahre 1899. An leinenen und Hanfgeweben lieferte das Anwendung zu fönelegten Grundsätze auch fernerhin gleichmäßig in Ausland nach Spanien 1885 bis 1889 durchschnittlich 656 t, im Jahn ;- 8 ööö haben. (Zentralblatt der Preußischen Ab⸗ 1899 nur noch 188 t. Von Wollgeweben gingen 1885 bis 188 5 9 1 1 2306 t ein. 1899 nur 1169 t. Ei ie Einf aeeeeeen des allgemeinen Branntwein. Seidengeweben. Dieselbe 828 1 * dencce 18eeges Arfien hahrn. Pömit e germochtigte Firmen. „Die der durchschnittlich 259 432 kg auf Der Durchschnitt der Einfuhr de sammensetzung des I Veenmtwein aetkacsrsenbni sur 8r. beßten e Fahre bezifferte sich troß der bedeutenden Abnahme in den erloschen. (Zentralblatt der Preußischen Abgaben⸗ Gesepge⸗ i Jahren 1897 und 1898, in denen nur 178 000 und 139 000 kg ein- 1“

gingen, auf 205 719 kg. 8 Eine Abnahme des Imports zeigen außer den Textilwaaren 1 ehesprich⸗nbapa nnooch Eisen, und Stahlwaaren, Spielwaaren, Fächer, Glas, Konserven, 1. Tarazuschlag bei Verzollung von Steinkohlent (Commerce. ölen der T.⸗Nr. 117, in Cisternenwaggons. Hemebegr. ger ordnung der Oesterreichischen Ministerien der Finanzen und des Handels vom 25. April 1901 ist im Einvernehmen mit den betheiligten Königlich ungarischen Ministerien auf Grund des Artikels XVII des veeee en88 Uütremt, dyß bei Verzollung von eit dem 1,/14. Juni v. J. eingeführte Differentialtarif dns St n Nr. 117, welche in eigens eingerichteten ddes Sultans auf ver read fferentialtarf neuende deEen hene Umschließung eingefhrt werden, dem - vLIISI dre Nonnte sis⸗ * 2 2 Nettogewichte eine Tara von 18 % zuzuschlagen ist. für 8 türkifcken Waaren den alten K 1 I g Ti Fgh (Desterr. Reichs⸗Gesetzblatt. ) gesetzt 888 11n1““ 1

2* Griechenland. ““ Aufhebung des Differentialtarifs egen türkilsche rovenienzen. Nachdem der für griechische Faren türkischerseut

Absatzgelegenheit für Wagren nach Häfen des Persischen Golfs. 8 Im Folgenden seien die einzelnen Waaren aufgeführt, die einen die plan⸗ und fabrikmäßige Herstellun des von Ludwig Mond er⸗ lohnenden Absatz nach saͤfen des Persischen Golfs versprechen:

““ von Mondgas als Heizmittel

8. n Großbritannien. Dem britischen Parlament liegt zur Zeit ein Gesetzentwurf über

fundenen sogenannten Möndeaselt une des be vig Ziehkamenikas, Nähnadeln, Photographie⸗Albums, Zündhöl 89 üeseresn dgas üd⸗Staffordsbire und Ost⸗ Segserlenraren ene Ssaßl, der nde u. s. w., Schachteln für 2. betreffende Gas wird nicht für Leuchtinde ürene igaretten. Spieldosen, Wacksferzen, Knoöpfe aller Art, Buͤrsten, den Beirzeth vor Wiaschigen edd c ö- Fafelbestecs, Kaliko, Stäcke, Peitscen, Shawis und Haletüche, soll in der Hauptsache aus geringwerthiger Kohle bergestellt Zement, Konserven, Baumwellwaaren, wollene und baumwollem werden und ausgezeichnete Heizkraft besitzen. ie Gewinnungskosten Glaewaann 2 lobanes eder, Kupfer. Tuchwaanen, E. n 2 5 bedeutenden Ausgaben für die ersten An⸗ △‿ . 24 Heence, Snn lagen. ni och sein. (Nach einem nce⸗- un öpferwaaren, Zaineisen, Weiß olddraht, künst⸗ Kensalats in den) (Nach Bericht des Kaiserlichen General⸗ che Blumen, Seidenzeuge, Goldtressen, Handschuhe, Gaze, Oliven 4 3 Wollenwaaren, Petroleumlampen, Laternen, Tafeltücher, Liqueure a 8— Art, eiserne Bettstellen, Brillen, Nähmaschinen, Lampendochte, Kram⸗ 1u“ 5* 11““ 12 waaren, Möbel, Spiegel, Taschenuhren in Gehäusen aus Silber und Stempelfreiheit der rsprvngezengnifse füͤr die zur etall, haumwollene und seidene Taschentücher, Kaffermühlen, Gold⸗ Ausfuhr bestimmten franzssischen Waaren und der Legi⸗ und Silberwaaren,. Schreibmaterialien, Regenschirme, Parfümerie⸗ timationskarten für Handlungereisende. Artikel 23 8es waaren, unechte Perlen, verziertes Porzellan, pbarmazeutische Er⸗ Budgetfesches auf das Jahr 190 1 vom 25. Februar d. J. lautet: zeugnisse, Quincailleriewaaren, Wecker⸗ baumwollene, ene g8 on der Stempelsteuer befreit sind die Ursprungszeugnisse für und sesgene Bänder, gesalzene Fische, Sardinen, Vatter. ga. die zur Ausfuhr bestimmten franzosischen Waaren und die Legiti- seife, sowie Toilettenselfe Seidenwaaren, Zucker, Leinwand, Tafel⸗ mationskarten für Handlungsreisende im Auslande, die von den gfräthe baumwollener und seidener Sammek, Glaswaaren, Fensier⸗ Handelekammern gemaß Artitel 16 des Ges ausgestellt werden. 8*

st folgendes: im Ganzen 198 Mitglieder abgestimmt,

(Gournal ofüciel) ce national du Commerce extérieur.)

Papier, Möbel, Posamentierwaaren u. s. w. (Moniteur Officiel da

esetzes vom 9. April 1898 Llog, EEchleier und Weine. (Nach Iaformations et Renseignomente

Vergebung des Baues einer Markthalle in Burgos. Nach einer Bekanntmachung der Gaceta de Madrid soll am 27. Mai 1901 die und Aufstellung der Eisenkonstruktion für eine Markthalle auf dem General Santocildes⸗Platz in Burgos ein⸗ schließlich der Eindeckung der Halle in Submis ion vergeben werden. Der Preis der Lieferungen ist mit 73 927,83 Pesetas veranschlagt: die zu stellende Kaution beläuft sich auf 7392,80 Pesetas. Die Lieferungsbedingungen sind in der angefuüͤhrten Zeitung ver⸗ öffentlicht worden. (Nach Informations et Renseignements de pOffice national du Commerce extérieur.) 8— 58 G

Serbiens Mineral⸗Industrie. 1

8 Wenngleich Serbiens Boden von Mineralien verschiedener Art

1

ichlich durchsetzt zu sein scheint, sind die Aussichten, dortselbst eine Pühh dung bes Bergbaues mit günstigen Ergebnissen herbeizuführen, noch sehr gering. Es giebt dort Gold, Silber, Blei, Kupfer, Antimon, Huecksilber, Eisen, Braun⸗ und Steinkohle. Wenn die Gewinnung aller dieser Materialien bisher nur sehr spärlich war, so ist dies nicht dem Mangel an Unternehmungsgeist und Kapital zuzuschreiben. Mit englischem und anderem ausländischen Gelde sind Versuche ge⸗ macht worden, die Mineralschätze Serbiens zu Tage zu fördern; aber die Verluste waren dabei 8 zer als die Erfolge. Hauptgründe von diesen ungünstigen Ergebnissen sind der Mangel an guten Straßen, das Festhalten mancher Minengesellschaften an unrationellem Betriebe und besonders der eruptive und unregelmäßige Charakter der serbischen Bodenformation, welcher sehr oft täus ende Vermuthungen über Lagerung und Mächtigkeit der Erzgänge verursacht. Diese Hindernisse sollten Unternehmer und Kapitalisten von optimistischen Anschauungen über die Zukunft des Bergbaues in Serbien, insbesondere über die Wichtigkeit der Goldfunde im nordöstlichen Theile des Landes, ab⸗ halten. Die bisherigen Erfahrungen rechtfertigen nur eine mäßige Hoffnung auf Gewinnung von Gold in lohnender Menge. Zehn Unternehmern sind Konzessionen zum Goldschürfen in jenem nord⸗ östlichen Theile Serbiens ertheilt worden, wo manche Anzeichen früherer bergmännischer Thätigkeit gefunden worden sind. (Nach The Mining Journal, Railway and Commercial Gazette.)

8 öö

Zwei neue Eisenbahnlinien in Montenegro.

Die Regierung von Montenegro soll, einer Zeitungsnachricht zu⸗ folge, zwei Kalien schen Gesellschaften die Genehmigung zum Bau der beiden Eisenbahnlinien Antivari Nicksic und Antivari Podgorica er⸗ theilt haben. (La Politique Coloniale.)

Schlachtung von Schweinen in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1900/1901.

In der letzten Sommersaison, d. i. in der Zeit vom 1. März bis 1. November 1900, wurden in den Packanstalten im Westen der Vereinigten Staaten 14 323 000 Stück Schweine geschlachtet, 798 000 Stück mehr als im Sommer 1899. Das Durchschnittsgervicht der geschlachteten Thiere sowie die Ausbeute an Schmalz hat ein wenig abgenommen, der Preis der Schweine ist dagegen merklich gestiegen und war durchweg 28 % höher als im gleichen Zeitraum des Jahres 1899. Das Gesammtergebniß der Sommerschlachtung an frischem leischwar um 81,5 Millionen Pfund größer als 1899 und an Schmalz um 6,4 Millionen Pfund.

In der Wintersaison, d. i. in der Zeit vom 1. November 1900 bis 1. März 1901 wurden im Westen 9 277 000 Schweine geschlachtet, 2 000 mehr als im vergangenen Winter. Auch im Winter 1900/1901 hat das Durchschnittsgewicht der Schweine sowie der Schmalzgehalt im Vergleich zum Winter 1899/1900 ein wenig ab⸗ senommen, während der Durchschnittspreis um 17 % stieg, sodaß der esammtwerth der geschlachteten Schweine Wum 19 535 000 Doll. größer war als im Winter 1899,1900. An frischem Fleisch wurden 51,6 Millionen Pfund und an Schmalz 4,8 Millionen Pfund mehr gewonnen als im vergangenen Winter.

Während des am 28. Februar 1901 abgelaufenen Jahres wurden im Westen der Vereinigten Staaten 23 600 000 Schweine geschlachtet oder 1 400 000 mehr als im vorhergehenden Jahre und nur 51000 Stück weniger als vor zwei Jahren. Die Produktion von frischem Fleisch hat dabei gegen das Saisonjahr 1899/1900 um 133 Millionen Pfund zugenommen und die Schmalzgewinnung um 11,25 Millionen Pfund.

Im Osten der Vereinigten Staaten war dagegen die weine⸗ schlachtung im abgelaufenen Jahre geringer als im vorhergehenden. Es wurden nämlich im Osten nur 5 379 000 Schweine geschlachtet gegen 5 971 000 im Jahre 1899/1900 und 5 850 000 im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

m Osten und Westen zusammen wurden während des am 28. Februar 1901 abgelaufenen Jahres 28 980 000 Schweine ge⸗ chlachtet gegen 28 172 000 im vorhergehenden und 29 793 000 im

ahre 1898/99, in welchem bis jetzt die höchste Zahl erreicht wurde. An frischem Fleisch wurden dabei 3571 Millionen Pfund gewonnen segen 3498 Millionen Pfund im Jahre 1899/1900 und an Schmalz

1 Millionen Pfund gegen 944 Millionen Pfund im vorher⸗ gehenden Jahre.

Ein Bild von dem Umfange der Schweineschlächterei in den Ver⸗ einigten Staaten giebt auch die 159 Uebersicht des Gesammt⸗ werthes der von den Packanstalten in den letzten zehn Jahren an⸗ gekauften Schweine.

1891/92 199 698 000 Doll. 1896/97 177 456 000 Doll.

1892,/93. 224 766 000 5 1897/98 222 382 000

1893/94. 230 090 000 1898/99. 253 696 000

1894,/95 228 679 000 1899/1900 267 858 000

1895/96 190 268 000 8 1900/1901 332 680 000

(The Journal of Commerce and Commercial Bulletin.)

Baumwollpflanzung auf Cuba. . Die Westbahn⸗Gesellschaft von Havanna, deren Linie die Haupt⸗ -. mit Pinar del Rio und dem bekannten Vuelta Abaja⸗Taback⸗ k verbindet, will die Wiedereinführung der Baumwollkultur in een von der Bahn durchschnittenen Tbeilen Cubas versuchen. Die grelschaf soll sich Samen von Egvpten besorgt haben, sowie von den Sea⸗Island⸗ anzungen in Georgia und aus dem Meissifstxmn⸗ Thale. Sie hat in spanischer Sprache eine Beschreibung An⸗ pflanzung und Anweisung zur Behandlung der Baumwolle drucken lassen, welche mit dem Samen kostenlos an diejenigen Planta enbesitzer vertheilt werden soll, die mit der Baumwolle einen Versuch machen gollen. Vor fünfzig Jahren etwa wurde in der genannten Gegend ehr viel Baumwolle gezogen. (Monthly Bulletin of the Bureau 0f American Republics.)

Ueber die Lage der chilenischen Industrie.

1 Die Zuckerraffinerie in Penco ist in den Besitz einer Aktien⸗ gesellschaf übergegangen, welche über bedeutende Mittel verfügt. e 1

bisber mit dem Anbau der Zuckerrübe —₰ ten Versuche

Eerras sebe gunftie Rejultans belscfer⸗ 4 be walter der

abrik in illo führt dies auf die anhaltenden starken

zurück, welche den Zuckergehalt der Rübe beeinträchtigten und den

ransvort 18 abrik erschwerten. Verarbeitet wurden 5 ½ Millionen

bülennmm üben, welche 476 638 kg Körnerzucker ergaben. Nach

der Zuckerfabrik in Membrillo und den Raffinerien

del Mar und coe bestehenden Abkommen wurde diese

an die Raffinerie in Penco zu dem Preise von 20 Centapos

30 ₰) für das Kilogramm verkauft. Dieser Preis entspricht

abec) zu 1—ℳ Iöö Körnerzucker (einschließlich wrzoll) vom Auslan⸗ ehen.

Rab s“; das Kilogramm Rohzucker, welcher aus in Chile gebanten

3 bergestellt ist, gewährt der Staat cine Prämie von 2 Gentavos.

n La Calera ist ei tfabrik Ba ffen. Die n der Nähe dieses Uries do 4— * sollen .n 22 und

das Material soll dem Portlandzement gleich kommen. Diese Fabrik ist die erste chilenische von Bedeutung; ihre Leistun sfähigkeit soll zunächst 50 000 Fässer im Jahre betragen. Indessen soll die Anlage so werden, daß später eine erhebliche Vergrößerung des Be⸗ triebes eintreten kann.

Niach Zeitungsnachrichten hat sich in London ein Syndikat mit einem Kapital von 500 000 gebildet, welches in Concepcion Baumwollwebereien einrichten will. In Brüssel hat sich eine Gesellschaft mit einem Kapital von 2 Millionen Franes zur Aus⸗ beutung der Kohlenminen in Talcahuano konstituiert. 1 Einen erheblichen Erfolg hat die Schiffsbaukunst in Chile zu verzeichnen. Die Firma Lever, Murphy u. Co. in Caleta Abarca erbaut im Auftrage der Regierung einen für den Dienst der Leucht⸗ thürme an der chilenischen Küste bestimmten Dampfer aus Stahl von 154 Fuß Länge und 26 Fuß Breite, welcher demnächst vom Stapel gelassen werden wird. er Schiffskörper ist nicht, wie in früheren Fällen, aus im Auslande zubereiteten Stücken zusammengesetzt, sondern im Lande aus Rohmaterial hergestellt. In der Nähe des Hafens Punta de Lobos sind vor einigen Jahren bedeutende Salzlager mit einer Oberfläche von 32 000 ha und noch nicht ermittelter Tiefe aufgefunden (Gehalt 99,99 %). Die Ausbeute begann im Jahre 1895, in welchem sie 11 100 Zentner 1“ im Jahre 1899 belief sie sich bereits auf 100 000 Zentner.

In Valparaiso ist eine Werkstätte für das Galvanisieren von Eisenplatten eröffnet worden, in La Serena eine Fabrik zur Herstellung von Olivenöl, in Tacna eine Stearinlichtfabrik. Der von der Firma Elzo u. Co. (Agenten Gütschow u. Piza in Valparaiso) 6 ellte Extrakt aus Quillai⸗Rinde hat eine neue Verwerthung gefunden, indem er in bestimmter Mischung geeignet ist, Eisen und Stahl von Rostflecken zu reinigen. 1 Für die Einrichtung von Fischereis chulen, welche zur Hebung der im Verhältniß zu der ausgedehnten chilenischen Küste bisher recht unbedeutenden Erträge aus dem Fischfange beitragen sollen, sind im Etat Mittel ausgeworfen.

Die Minenindustrie leidet unter den gleichen Mißständen wie in früheren Jahren: unter unzureichenden Verkehrswegen, Mangel an Arbeitern und Kapital und theurer Herstellung. (Aus einem Bericht des Kaiserlichen General⸗Konsulats in Valparaiso.) 8

Errichtung eines Handelsmuseums in Nicaragua.

Nach einem Bericht des General⸗Konsuls der Vereinigten Staaten von Amerika für Nicaragua soll in Managua, der Hauptstadt dieses Landes, eine Anstalt zur Förderung von Industrie und Handel er⸗ richtet werden mit einer besonderen Abtheilung für Handel und Industrie des Auslandes. Zur Besserung der Handelsbeziehungen zwischen Europa, Amerika und Nicaragua wird in Managua eine roße Halle zur öffentlichen Ausstellung der Erzeugnisse fremder gander gebaut. Der Direktor dieses Museums hat die Konsuln des Freistaates in Europa und Amerika aufgefordert, von den Fabrikanten und Produzenten ihrer Bezirke Muster (nicht zu umfangreiche) von Waaren und solchen Artikeln zu besorgen, welche für die Einfuhr nach Nicaragua in Betracht kommen. Artikel dieser Art sollen zu jeder Zeit kostenlos ausgestellt werden, und man erwartet, daß diese permanente Ausstellung für beide Theile von Vortheil sein wird, für die Aussteller sowohl wie für die Besucher. Von solchen Fabrikaten, welche zu umfangreich sind, wie Maschinen, größere Geräthschaften für die Landwirthschaft und den Bergbau u. dergl., sollen nur kleine Modelle oder e ausgestellt werden.

Den zur Ausstellung bestimmten Gegenständen soll eine genaue Beschreibung beigegeben sein, eine Gebrauchsanweisung, eine Erklärung ihrer Vorzüge, sowie Kataloge, Preislisten, Angabe der Lieferungs⸗ bedingungen und der Bedingungen, unter welchen die Waaren an Agenten in Kommission gegeben werden, besonders aber auch die Art der Verpacknng für die Ausfuhr. Der letztere Punkt ist von be⸗ sonderer Wichtigkeit, da die Zölle in Nicaragua nach dem Brutto⸗

ewicht erhoben werden. Aus diesem Grunde müssen die Sendungen o leicht verpackt werden, wie das mit der nothwendigen Sicherheit möglich ist. (The Board of Trade Journal.)

Oeffentliche Vergebungen von Lieferungen nach Egypten.

Die Verwaltung der „Darra Sanieh“ fordert bis zum 21. Mai u. a. Angebote zur Lieferung von 550 000 Säcken Zucker, 25 000 kg weißem Fett, 3500 kg gelbem Fett, 2500 kg Olivenöl und 4000 kg gekochtem Leinöl. Die Lieferungsbedingungen sind in Kairo und Alexandrien einzusehen. b

Die egyptische Regierung fordert ferner bis zum 25. Mai späte stens Angebote zur Lieferung ihres Bedarfs an Schreibmaterialien für die Jahre 1902 bis 1904. (The Board of Trade Journal.)

Einfuhr von Sens . üten nach den Canarischen nseln.

Baumwollwaaren beziehen die Canarischen Inseln meist aus Großbritannien, Spanien, Deutschland und Italien. Der Einfuhr⸗ werth beläuft sich ungefähr auf 800 000 Franken. 1

Wollwaaren gehen in der Regel whenfalls aus Großbritannien, Spanien und Deutschland ein. Die Nachfrage nach französischen Fabrikaten, deren Preise sehr hoch sind, ist unbedeutend. Die Einfuhr

erthet sich auf etwa 1 ½ Millionen Franken. 5

Von Seidengeweben werden die besseren Qualitäten aus Lyon, die gewöhnlicheren aus Deutschland bezogen. Der Gesammtwerth des Eingangs an Seidenzeugen stellt sich auf 182 000 Franken.

Seidene Spitzen, Bänder und seidener Tüll kommen zum größten Theil aus Frankreich. Waaren geringerer Qualität werden aus Deutschland eingeführt. Die gesammte Einfuhr von diesen Artikeln erreicht einen Werth von ungefähr 82 000 Pesetasg.

Von Weißzeugwaaren werden am meisten die französischen Fabrikate beliebt. Mit letzteren beginnen die Erzeugnisse der kata⸗ lonischen Industrie in Konkurrenz zu treten. Die Einfuhrmenge beträgt dem Werthe nach 270 000 Pesetas 1

Posamentierwaaxen liefert fast ausschließlich Deutschland. Der Gesammtwerth des Imports beträgt etwa 98 000 Pesetas.

Der Bedarf an Wirkwaaren auf den Kanarischen Inseln, der einen Werth von 205 000 Pesetas aufweist, wird hauptsachlich von Deutschland und Spanien gedeckt. .

Hute, hauptsächlich Filzhüte, wurden früher meist aus Groß⸗ britannien bezogen. Jetzt jedoch beherrscht Italien den dortigen Markt durch seine außerordentlich niedrigen Preise. Der Eingang an Hüten beziffert sich auf 215 000 Pesetas. (Nach einem Bericht des französi⸗ schen Konsuls in Las Palmas, auszugsweise veröffentlicht in der fran⸗ zösischen Zeitschrift „Bulletin des Laines, du Cotton etc.*)

Einfuhr von Essigsäure nach Neuseeland.

Die Einfuhr von Essigsäure nach Neuseeland ist nicht unbedeutend, und auch die Betheiligung Deutschlands an dieser Einfuhr ist recht erheblich. Während des Jahres 1899 belief sich die Einfuhr auf 293 275 Pfund, im Gesammtwerthe von 15 713,98 Dell.; bestand aus⸗ schließli aus krvystallisierter Essigsäure. Neufüdwales lieferte 123 323 Pfund, Großbritannien 78 628 Pfund, Deutschland 71 709 Pfund, Viktoria 18 070 Pfund, Belgien 1440 Pfund und die Ver. einigten Staaten von Amerika 1 Wund. Zum größten vffah

ndet eingeführte Essigsäͤure zur Herstellung von Speiseessig ung.

Die Jongefälle betragen für Essigsäure von nicht mehr als 30 % Säuregehalt für das Pfund. Daruͤber hinaus wird für je 10 % Säuregehalt mehr oder einen Bruchtheil von 10 % auf das

d ein Zuschlag von ½ Pennv crhoben. Krystallisierte Essigsäure

mit 15 % vom Werthe zur Verzoll g zogen. (Nach einem Bericht des Konsuls der Mrreiniäten ten von Amerila in

Ein⸗ und Ausfuhr der Kolonie Viktoria im Jahre 1900. Im Anschluß an frühere Mittheilungen geben wir im nach⸗ stehenden eine Zusammenstellung der Ein⸗ und Ausfuhr der Kolonie Viktoria in den wichtigsten Handelsartikeln für das Jahr 1900 (und 1899) nach dem Werthe in Pfund Sterling. 3 Einfuhr: Rindvieh 201 518 (144 238) Pferde 251 680 (181 919) Schafe 443 822 (439 530) Bier 95 617 (101 891) Kohlen 403 723 (276 137) Kakao und Chokolade 39 611 (36 928) Roher Kaffee 32 044 (36 125) Frische Früchte 77 162 (78 833) Weizen 113 449 (20 332) Häute 206 835 (182 771) Ge⸗ frorenes Hammelfleisch 42 722 (47 566) Reis 79 078 (62 9 Schaffelle 66 958 (112 417) Brandy 50 055 (51 395) Whisky 169 968 (153 244) Gin, Rum und sonstige Spirituosen 48 374 (47 045) Rohzucker und Melasse 156 165 (280 461) Raffinierter Zucker 540 777 (403 256) Thee 376 960 (335 942) Rohtaback 83 433 57 841) Bearbeiteter Taback 84 583 (99 270) Zigarren 73,162 (48 786) Schaumwein 33 259 (26 945) Schweißwolle 1 623 029 (1 921 042) Gereinigte Wolle 304 540 (429 254) Un⸗ emünztes Gold 1 264 256 (2 625 525) Goldmünzen 204 585 Aso 350) Silber in Münzen 63 032 (60 849). Ausfuhr: Rindvieh 160 935 (53 169) Pferde 282 109 (139 600) Schafe 253 376 (156 957) Biscuits 59 955 (44 366) Butter 1 489 935 (1 404 830) Kohlen 37 307 (339) Frische Früchte 42 334 (45 445) Hafer 285 012 (38 230) Weizen 892 480 (1 252 131) Mehl 199 194 (236 161) Heu und Stroh 316 355 (257 526) Fruchtgelée und Marmelade 51 526 (26 132) Speck 60 074 (34 868) Gefrorenes Rindfleisch 56 924 (22 002) Ge⸗ frorenes Hammelfleisch 229 976 (229 534) Gefrorene Kaninchen 145 178 (116 726) Präserviertes Fleisch (einschl. Kaninchen) 73 560 (56 202) Kaninchenfelle 46 256 (65 625) Schaffelle 221 563 (406 213) Brandy 35 799 80 486) Whisky 30 561 (29 500) Raffinierter Zucker 103 302 (142 117) 8 174 985 (141 334) Thee 148 729 (160 929) Bearbeiteter Ta ack 56 763 (53 011) Wein in Fässern 47 492 (44 651) Schweißwolle 3 493 836 (4 885 381) Gereinigte Wolle 710 138 (810 102) Ungemünztes Gold 86 600 (197 642) Gold in Münzen 4 045 461 (4 164 222). Der Menge nach gestaltete sich die Ausfuhr von Wolle in den letzten beiden Jahren, wie folgt:

Darunter

8 Gesammtausfuhr Erzeugniß von Viktoria . 1899 1900 1899 1900 Ballen Ballen Schweißwolle . . . 294 350 255 617 185 947 208 739 Gereinigte Wolle . 51 794 40 531 41 509 30 935 Gewaschene Wolle. 287 655 247 655 Zusammen .346 431 2060 805 227 703 240 329. Während also die Gesammtausfuhr von Wolle nicht unerheblich abgenommen hat, zeigt die Ausfuhr von in der Kolonie selbst ge⸗ wonnener Wolle eine Zunahme. Der Durchschnittswerth eines Ballens Schweißwolle betrug im Jahre 1900 13 Pfd. Sterl. 13 sh. 4 d. gegen 16 Pfd. Sterl. 11 sh. 11 d. im vorhergehenden und 10 Pfd. Sterl. 3 sh. im Jahre 1898, der Durchschnittswerth eines Ballens gereinigter Wolle 17 Pfd. Sterl. 10 sh. 5 d. gegen 15 Pfd. Sterl. 12 sh. 9 d. im Jahre 1899 und 12 Pfd. Sterl. 0 sh. 7 d. i Jahre 1898. (The Journal of Commerce of Victoria.)

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Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 14. d. M. gestellt 16 403, nich rechtzeitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 14. d. M. gestellt 5710, nicht rechtzeitig gestellt keine Wagen.

Die allgemeinen Bestimmungen für die erste internationale Ausstellung für moderne dekorative Kunst, welche vom April bis Oktober 1902 in Turin stattfinden soll, liegen, wie in der Sitzung der Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin vom 13. d. M. bekannt gegeben wurde, im Sekretariat der Korporation, Neue Friedrichstraße 51,52, während der üblichen Geschäftsstunden zur Einsichtnahme aus.

—Jn der letztabgehaltenen Generalversammlung der Branden⸗ burger Spiegelglas⸗Versicherunge⸗Gesellehast wurden, nach Mittheilung des Vorstandes der letzteren, im Jahre 1900 neu. abgeschlossen oder erneuert 28 872 Versicherungen mit einer Ver⸗ sicherungssumme von 14 934 209 ℳ, während sich die Prämien⸗Ein⸗ nahme auf 493 276 belief. Gegen das Vorjahr ist ein Zuwa von 1261 Versicherungen über 975 461 mit 36 769 Prämie erzielt worden und der gesammte Versicherungsbestand stieg auf 41,912 Versicherungen über 21 687 373 Versicherungssumme. Die Zahl der Schaden nahm zu um 621; der gezahlte Schaden⸗ betrag stieg um 62 472 = 68,20 % der Prämien Einnahme (gegen 59,97 % des Vorjahres). Diese hohe Mehrausgabe für Schäden wird hauptsachlich auf ein bedeutendes Steigen der Glaspreise zurüͤckgeführt. Infolge dessen schloß auch das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 11 762 ab, welcher aus den Reserven gedeckt wurde, deren Bestand, nach erfolgter Abschreibung, mit 491 282,53 ℳ, = 99,6 % der Prämien⸗Einnahme, angegeben wird (vergl. die im Inseratentheil der heutigen Nummer d. Bl. enthaltene Bekannt⸗ machung der Gesellschaft).

Nach den einleitenden Betrachtungen des eö— der Handelskammer in Dillenburg über die allgemeine Ge⸗ schäftslage im Jahre 1900, sind die glänzenden Aussichten, unter denen das industrielle Wirthschaftsleben dasselbe begann, zum Schluß in fast allen Erwerbszweigen unerfüllt geblieben. Im einzelnen äußert sich sodann der Bericht folgendermaßen: Der Bergbau hatte sich eines günstigen Jahres zu erfreuen, da die Ab⸗ schlüsse für dasselbe meist schon in 1899 gethätigt waren, und zwar zu Preisen, bei denen die Gruben be⸗ stehen konnten. Die Förderung von Eisenerzen bat gegen das Vorjahr um 84 112 t, der Bruttowerth um 1 182 420 und die Arbeiterzahl um 645 zugenommen, wogegen ern. der betriebenen Werke um 3 zurückgegangen ist. Im Braunkohlen⸗Bergbau kommen die genannten Verhältnisse in folgenden Zahlen zum Aus⸗ druck: + 7131, +, 80 066, + 80, bezw. + 1. Das Kupfer⸗ und Bleierzbergwerk „Wiederhoffnung“ beschäftigte 60 Arbeiter und förderte 210 t im Werthe von etwa 46 000 An Schwerspath wurden von der Gewerkschaft Weitzhelle und Arzkaute zu Burg bei Heilbronn. von 91 Arbeitern 7200 t gefördert und letztere auch ab⸗ gesetzt. In den Eisengießereien und Walzwerken berrschte während der ersten Hälfte des abgelaufenen Jahres guter Absatz bei zufriedenstellenden Preisen; in der zweiten stockte derselbe jedoch völlig und die Preise wurden verlustbringend. Auch in den Hammerwerken trat im Verlaufe eine es. Geschäftsstille ein, daß nur der notbdürftigste Betrieb aufrechterhalten werden konnte. Die gesammte Produktion der Eisenhütten⸗ und metallurgischen In⸗ dustrie des Bezirks an Roheisen, Bußwaaren, II. Schmelzung und Schweißeisen belief sich auf 67 565 t (gegen 68 099 t in 1899). Die allgemeine 51 der Lederindustrie hat sich nicht gebessert und kennzeichnet sich als ungünstig. In den Spinnereien mußte der anfanglich eingetretene Feene Mütt⸗ 1900 einer Abflauun weichen, sodaß der Geschäftsgang nur langsam einlaufenden ns trägen ein sehr ru wurde. Das Strickereigewerbe ist unter der —— der Verhältnisse immer mehr zu einem Nebenbetrieb herabgesunken. Die Seifenfabrikation ist mit ö des Jahres 1900 infolge der zwar nicht hoben, aber gefe Freis zufrieden, tritt aber in 1901 mit geringen Hoffnungen ein. Im Frucht⸗ und Mühlengeschäft war das Krichtejahr ziemlich ruhig, brachte aber verschiedentliche reisschwankungen

Nach dem Bericht des Aufsichtsraths der Galizischen Aktien⸗Hyppvotheken⸗Bank in Lemberg für 1900 waren am Jahresschluß insgesammt für 126 633 400 Kron. prämiterte Hopo⸗

lenbriefe, und zwar 24 268 000 4⸗, 95 433 600 4 . und 6 931 800 5 % ige im Umlauf. Die Reserven werden, n erfolgter Neu⸗

dotierung von 80 000 Kron. aus dem 2 009 780 Kron betragenden