— 13. Dezember. (W. T. B.) Dampfer „Borkum“, n. d. — best., 11. Dez. in Corusia angek. „Sachsen“ 12. Dez. Reise v. Antwerpen n. Bremen und „Crefeld“ n. Oporto fortges. „Trier“, n. Brasilien best., 11. Dez. in Pernambuco angek. „Helgoland“ 11. Dez. v. Galveston n. d. Weser abgeg. „Nürnberg“, n. Ost⸗Asien best., in Vokohama angek. „Pfalz“ 12. Dez. Reise v. Antwerpen n. Southampton fortgesetzt.
Hamburg, 12. Dezember. (W. T. B.) Hamburg⸗Amerika⸗ Linie. Dampfer „Graf Waldersee“, v. New York kommend, 12. Dez. a. d. Elbe angek. „Nauplig“, v. Stettin über Halifax n. New .8 11. Dez. Butt of Lewis pass. „Polynesia“, v. St. Thomas n. Ham⸗ burg, 10. Dez. v. Havre abgeg. „Alesia“ 10. Dez. in New Orleans angek. „Artemisia“ 11. Dez. v. Portland n. Baltimore abgeg. „Valesia“, v. Boston, 12. Dez. in Hamburg angek. „Brisgavia“, v. Baltimore n. Hamburg, 11. Dez. Scilly pass. „Georgia“ 11. Dez. in Genua angek. „Parthia“ 10. Dez. v. St. Vincent n. Belfast und „Athesia“ v. Moji n. Schanghai abgeg. „Kiautschou“, v. Ostasien, 11. Dez. in Genua angekommen.
London, 12. Dezember. (W. T. B.) Union⸗Castle⸗Linie. Dampfer „Briton“ gestern auf Heimreise v. Kapstadt abgegangen.
8
Theater und Musik.
Lessing⸗Theater.
Sudermann'’'s Schauspiel „Heimath“ erschien gestern nach ause wieder im Spielplan, um einem Gast, Fräulein lling, Gelegenheit zu geben, die dankbare Rolle der
Magda vor dem Berliner Publikum zu spielen. Die Künstlerin, welche hier von einem früheren Auftreten her bekannt ist, war mit Erfolg bestrebt, ihre Aufgabe mit einfachen Mitteln zu lösen; ihre Sprechweise ist natürlich, ihre Bewegungen den ungezwungen. Be⸗ onders eindrucksvoll war ihre Darstellung in der Scene, n welcher Magda mit ihrem nunmehr seine ganze Gewissen⸗ losigkeit offenbarenden Jugendgeliebten wieder zusammentrifft. Den letzteren charakterisierte Herr Patry ohne jede Uebertreibung in der rechten Weise. Neu war ferner Herr Adolf Klein in der Rolle von Magda's Vater. Er zeichnete das gerade Wesen des früheren Offiziers mit sicheren Strichen, ließ aber zuweilen den warmen Herzenston des esorgten Vaters vermissen. Von den anderen Mitwirkenden sind noch Frau Albrecht (Franziska) und Herr von Winterstein (Heffter⸗ Pefc)nlobend hervorzuheben. Stück und Darstellung fanden lebhaften eifall.
Im Königlichen Opernhause findet morgen die Gesammt⸗ Aufführung von Richard Wagner's Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“ mit dem vierten Abend, „Götterdämmerung“, ihren Abschluß. Die Besetzung lautet: Siegfried: Herr Kraus;
unther; Herr Berger; Hagen: Herr Wittekopf: Alberich:
Herr Nebe; Brünnhilde: Fräulein Plaichinger; Gutrune: Fräulein
bestinn; Waltraute: Frau Goetze; heintöchter⸗ die Damen Dietrich, Rothauser, Goetze. Kapellmeister Strauß; dirigiert. Der’ Anfang ist auf 6 ½ Uhr festgesetzt.
Im Königlichen Schauspielhause wird morgen Shake⸗ speare's Trauerspiel „König Richard der Dritte“ mit Herrn Pohl in der Titelrolle gegeben. —
Im Deutschen Theater geht am nächsten Montag Grill⸗ parzer'’s Trauerspiel „Die Jüdin von Toledo“ in folgender Besetzung der Hauptrollen in Scene: König Alfons VIII.: Albert Bassermann; Eleonore, dessen Gemahlin: Lotti Sarrow; Manriquez; Oscar Hof⸗ meister; Don Garceran: Richard Hahn; Iaak, der Jude: Hanns Fischer Esther: Louise Dumont; Rahel: Irene Triesch; Reinero:
urt Wahlsdorf.
Im Neuen Theater begeht der erfolgreiche Schwank von Valabrègue und Hennequin, „Coralie und Co.“, am Montag das Jubiläum der 25. Wiederholung. Das Stück geht auch an den Weihnachts⸗ feiertagen Abends in Scene, während an den Feacat h. Moser’'s Schwank „Der Veilchenfresser“ mit Frau Nuscha Butze als Sophie von Wildenheim zu halben Preisen gegeben wird. Der Billetvorverkauf für diese Vorstellungen beginnt vom Montag ab an der Tageskasse des Theaters. “
In der Leitung des Belle⸗Alliance⸗Theaters ist ein Wechsel erfolgt. Der bisherige Rendant des Thalia⸗Theaters, Herr Robert Sachs, übernimmt, vom 23. d. M. ab, die Direktion der genannten Bühne und eröffnet die Vorstellungen mit zwei Novitäten. Ein lustiges Vaudeville, „Die Dame aus Trouville“, wird den Abend einleiten, dessen Beschluß dann der in Paris und Wien mit Erfolg gegebene Einakter Er“ von Oscar Metenier machen soll. Für die weibliche Hauptrolle des letzterwähnten Werkes hat die Direktion eine hervorragende Künstlerin in Aussicht genommen. Auch ist eine ganze Reihe neuer schauspielerischer Kräfte dem Belle⸗ Alliance⸗Theater verpflichtet worden, darunter mehrere in Berlin bereits accreditierte Darsteller. Herr Direktor Sachs, der für ein ab⸗ wechselungsreiches, jedes Genre umfassendes Repertoire Vorsorge ge⸗ troffen hat, setzt sich zur Aufgabe, ein gutes Volkstheater mit billigen Preisen zu schaffen.
In Ernst von Wolzogen’'s „Buntem Theater“ werden die japanischen Gäste am Montag mit einem neuen Stück vor das Berliner Publikum treten. Morgen und am Sonntag bleibt ihr Repertoire unverändert,
In dem am Montag im Neuen Königlichen Opern⸗ Theater stattfindenden dritten Großen symphonischen Abonne⸗ ments⸗Konzert des Berliner Tonkünstler⸗Orchesters unter Leitung des Kapellmeisters Richard Strauß wirkt als Solistin Fräulein Thila Plaichinger mit. Dieselbe wird außer dem Sopran⸗Solo in einer zum ersten Mal zur Aufführung kommenden Mahler'schen Symphonie eine Ode „Leopardiano“, für Gesang und Orchester von Mascagni, singen. Auch dieses Werk gelangt zum ersten Mal zum Vortrag.
Die Delegirtenversammlung der Genossenschaft deut⸗ scher Bühnenangehöriger hat gestern den Königlichen Schau⸗ spieler Dr. Pohl an Stelle Hermann Nissen’s zum Präsidenten und Herrn Albert Patry vom Lessing⸗Theater zum Vize⸗Präsidenten gewählt. Ludwig Barnay wurde zum Ehren⸗Präsidenten ernannt.
1“ .“ Mannigfaltiges. “
Berlin, den 13. Dezember 1901.
Ddie Ausstellung des Vereins „Frauenerwerb“, Lützow⸗ straße 31, Erdgeschoß, welche sich fortdauernd eines regen Besuches erfreut, ist 88 allgemeinen Wunsch bis zum Weihnachtsabend ver⸗ längert worden. Die Ausstellung ist täglich von 10 Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends bei freiem Eintritt geöffnet.
„Die Worpsweder, ihr Leben und ihre Werke“ ist das Thema des vierten dieswinterlichen Vortrags⸗Abends, welchen der Verein zur Förderung der Kunst am Montag im Bürgersaale des Rathhauses veranstaltet. Den Vortrag hält Herr Fritz Stahl, dem die Worpsweder Künstler eigens für diese Veranstaltung die Er⸗ laubniß zur Reproduktion ihrer besten Gemälde für Lichtbilder ge⸗ e ns Karten für diesen Abend sind käuflich in den Buchhand⸗ Wungen von W. Ponath (Königgrätzerstraße 47), Lazarus (Friedrich⸗ straße 66), Breslauer u. Meyer (Leipzigerstraße 136) sowie im Vereins⸗ bureau (Brüderstraße 1).
Wetterbericht vom 13. Dezember 1901,
8 Uhr Vormittags. Vierter Ran
—— der Dritte.
William Wilhelm von
Name der Beobachtungs ; station
Barometerst. 0 °u. Meeres⸗ niveau reduz. Temperatur in Celsius
7 ½ Uhr. Sonntag:
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Billet⸗Verkauf im Königlichen
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iche Schauspiele. Sonnabent. Dvem⸗ 28 . Der Ring dee
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8 ℳ, Parquet 8 ℳ, Zweiter Rang 6 ℳ, Dritter Rang 4 ℳ, Vierter Rang Sitzplatz 2 ℳ 50 ₰, Stehplatz 1 ℳ k Schauspielhaus. 280. Vorstellung. König Nichard
Shakespeare 1 übersetzt der Einrichtung von Opernhaus. 268. Vorstellung.
Verdi. (Violetta: Fräulein Geraldine Farrar, als — Die rothen Schuhe.
dern von H. Regel und J.
Schauspielhaus. 281. Vorstellung. Das grosße Schauspiel in 4 Aufzügen von Felix Philippi. Die zur Handlung Anfang 7 ½ Uhr.
Neues Opern⸗ traum von William Shakespeare, August Wilhelm von Schlegel. Mendelssohn⸗Bartholdy.
Anfang 7 ½ Uhr.
antag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Die versunkene Abends 7½¼ Uhr: Der rothe Hahn. Montag: Neu
Frau Holle. — Abends 7 ½ Uhr: ntag: Die rothe Robe. 8
Theater. (Wallner⸗Theater) Sonn ie. ahend, Abends 8 Uhr Lysander’s Mädchen. Histort⸗ sches Lustspiel in 1 Akt von J. B. Widmann. * 21 Romödie der Irrungen.
von Sbakespeare. 10 22—38 . 1 Thvater des Westens. Sennabend, Nach⸗ Undine. — Kammersängers 2,— Lessing-Theater. Sennatend:
— Tie 12 “
₰.
Rappaport. (Etienne: Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag: Coralie & Co.
Trauerspiel in 5 Aufzügen von übersetzt von August Schlegel, mit theilweiser Benutzung
ilhelm Oechelhäuser. Anfang
La (Violetta.) Oper in 4 Akten von Ballet von Paul Ta⸗ ont t.) Tanzlegende in 4 Bil⸗ Haßreiter. Musik von Uhr.
tel qu'on le parle.)
Anfang 74
stellung Fehsgende Musik von Ferdinand
Ein Tommernachts⸗ übersetzt von Musik von Felix Anfang 7 ½6 Uhr. — Der zu dieser Vorstellung findet täglich Schauspielhause statt.
Kabinet. ter.
Direktion: ECyelus. in 4 Atten (5 Bildern) Meilhac und Halévy von von Jacques Ossenbach. Sonntag und folgende Cyelus. Pariser Leben. Mittwoch
Theater. Sonnabend: Der rothe
Sonnabend, den 21. Dezem Der rothe Kosak. Louis Herrmann und von Victor Holländer.
einstudiert: Die Jüdin von
Theater. Sonnabend, Nachmittags
it⸗Heidelberg. “ Anfang 7 ½
ang Sonntag und fol Sonntag. — 3 Die drei Haulemännerchen Dentral-Theater.
4 Uhr: Zu halben in Kind h: cin .
— 8 x
piel
d8 8 Uhr: Die schöne Melustne.
freche Natte, Schachspiel,
1 4 7 : 89 balben Preisen: DTornröschen. 1b1X
Sonntag. Seeeee;
den 19 Feenee
— —
Hund und
er- Uung): Fee 3 Uhrr Haue
en.7 TDie Fre Capriee.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. Sonn⸗
abend: Coralie & Co. Schwank in 3 Akten von Valabrègue und Hennequin. Deutsch von Maurice Georg Engels, als Gast
Sonntag, Nachmittags: Der Hüttenbesitzer.
Residenz-Thenter. (Direktion: Sigmund vauten⸗
burg.) Sonnabend: Sein Doppelgänger. Schwank in 3 Akten von Maurice Hennequin und
Duval. Vorher: English spoken. (L'anglais Schwank in Tristan Bernaard, deutsch von Bolten⸗Bäckers. Sonntag und folgende Tage:
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Das blaue
veeb 8 Friedrich⸗Wilhelmstädtisches Theater. J. Fritzsche. Sonnabend: Offenbach⸗ Pariser Leben. Komische
dem Französischen des rl Treumann. Musik
Tage: Offeubach⸗
den 18. Dezember, Nachmittags 3 Uhr: Zu balben Preisen: Der Benseitudene
Operette
Herrmann
Sensenran. Sonnabend: Die Bade⸗ mittage uppe. mit und anz 4* Lre⸗ =. 42,
Die Badepuppe.
Semnsbe, Nehwittor⸗ Iuö märchen in 5 Akten 79 dern). Einlagen: 1
r
t von 32 Kindern e Geisha. Operette in 3 Akten
gelle-Alliance-Theater. (aftepiel⸗Theater.)
Das „Singende Bild“, eine Verhindung von mimische Plastik, Gesang und scenischer Ausstattung und die letzte Neuheit ger dem Gebiete moderner Darstellungskunst, wird zum ersten Male af 18. Dezember an dem Gesellschafts⸗Abend des Vereins Weln hochburg Berlin vorgeführt werden. Die Vorstellung findet 88 einem geladenen 8 statt. Eintrittskarten sind durch 8 Dr. R. Wrede (Elsasserstraße 9) erhältlich. ü0
Frankfurt ag. O., 12. Dezember. (W. T. B.) Heute mittag nach 4 Uhr stürzte ein Theil des Fecheen Ca. feld'schen Waarenhauses ein. Mehrere Arbeiter wurden unter den eingestürzten starken Monierdecken verschüttet. Feuerwehr und dem Militär, welche an der Befreiung der Verun glückten arbeiteten, gelang es bis zum Abend, acht von ihnen zu bergen; drei derselben sind todt, drei schwer und zwei leicht verletzt.
Cöln, 13. Dezember. (W. T. B.) Der Rhein ist seit gestern früh um 48 cm gestiegen; der Wasserstand betrug heute frih 4,10 m. Auch die Nebenflüsse des Rheins steigen noch.
Budapest, 12. Dezember. (W. T. B) Nach einer Meldun des „Ungarischen Telegr.⸗Corresp.⸗Bureaus“ drang in der Nacht de Dienstag zu Mittwoch eine Anzahl von Studenten in eine Sing. spielhalle ein, in welcher eine deutsche Artistengruppe eine Vorstellung gab. Die Studenten verlangten ein ungarisches Lied welchem Wunsch sofort entsprochen wurde. Trotzdem dauerte der Lärm fort, sodaß die Polizei einschreiten mußte. Zwei Studenten, welche der Polizei Widerstand geleistet hatten, wurden verhaftet, jedoch, nach⸗ dem sie sich legitimiert hatten, wieder freigelassen. Ein ähnlicher von Studenten hervorgerufener lärmender Auftritt kam in der ver⸗ gangenen Nacht in einer anderen Singspielhalle vor, in welcher eine ungarische Vorstellung stattfand. Zehn Studenten, welche die Vor⸗ stellung störten, wurden von der Polizei aufgefordert, sich zu legi⸗ timieren, dann aber wieder freigelassen. Verschiedene Blätter behaupten, es handle sich um eine planmäßige Bewegung gegen deutsche Sing⸗ spielvorstellungen, doch haben in sechs bis acht anderen Sing⸗ spielhallen, in welchen in deutscher Sprache gespielt wird, keine Kund⸗ gebungen stattgefunden. Jene zwei Nachtlokale, in welchen die a⸗ wähnten Auftritte stattfanden, sind Lokale untergeordneten Ranget, in welchen häufig Lärmscenen vorkommen, ohne daß diesen irgendwelche Bedeutung beigemessen wird. — In Szatmar wurde heute Mittag ein Erdbeben verspürt, das sich von Ost nach West bewegte und einigen Schaden anrichtete.
London, 12. Dezember. (W. T. B.) Den ganzen Tag üͤber herrschte heute im Kanal heftiger Sturm; dem Vernehmen nach sind mehrere Schiffsunfälle vorgekommen.
(W. T. B.) Die im Zentrum da Stadt belegene große Dampfmühle Jegorowa ist nieden, gebrannt, der Schaden soll über 200 000 Rubel betragen.
Rom, 13. Dezember. (W. T., B. In der vergangenen 4* wurden in Tarent ein starker und in Messina zwei leichte Erd⸗ stöße verspürt. Schaden wurde nicht angerichtet. .ae z.
Tambom, 12. Dezember.
(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Konzerte. 8
Sing-Akademie. Sonnabend, Anfang 8 Uhr⸗ 9) Lieder“ und Duett⸗Abend von Lizzie Reifer⸗ Quedenfeldt und Dr. Gustav Quedenfeldt.
Saal Bechstein. Sonnabend, Anfang 7 ½ Uh⸗
glavier⸗Abend von Marie Fromm⸗Kirbe. Mitwirkung: Bernhard Dessau (Violine).
Beethoven⸗Saal. Sonnabend, Anfang 8 Ui⸗ Lieder⸗Abend von Marie Berg, unter Me⸗ wirkung von Waldemar Lütschg.
—
Zirhus Schumann. (Renz⸗Gebäude. Ker⸗ straße.) Sonnabend, Abends präßise 7 ½ Ul. XII. Grande Soirée High-Life. Gale Programm. Neue Debhüts. Ferner: Neu: abendlich stürmischer Beifall: The Louistanes Amaznon-Guard. Zum ersten Male auf de Kontinent. Schwarze Damen aus dem Loui I. Bild: Baumwo lantage II. Banso⸗Serenade. III. Bild n⸗Tanz. IV. Rough Riders. Mr. Thompson’ e wunderbe dressterte Elephanten. Sämmiliche neu ergagiert⸗ Spezialitäten und Direktor Alb. manz! auerkannt unerreicht dastehenden Dressuren. Zum S 8 Srn durch (A Travers Puris.) hakt: Scheveningen. und dste 29 stattungs⸗ und Wasser⸗Pantomime in 8 Akten⸗ — roßße Vorstellungen. beiden Uerstehungen The Lonistana Amares Guard. Thompson’es Elephanten. 2 din Kind frek. JZum 64. Male: A Travess Paris.
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Familien⸗Nachrichten. Verloht ine von ₰ Fhei eceen. 9252 :
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(II. Bild.) Die und Lebendes
Berantwortlicher Redakteut Direktor Siemenroth in Berlin⸗
Verlag der Gmwedition (Scholz) in Berln
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295.
Erste um Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Pr
Nachweisung
der Einnahme an Wechselstempelsteuer im Deutschen Reiche
Schlusse des Monats Novem
für die Zeit vom 1. April 1901 bis zum
ber 1901.
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2.
3.
Ober⸗Postdirektions⸗Bezirke
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Einnahme Monat November
Hierzu Einnahme in den Vormonaten
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ℳ
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Einnahme in dem⸗ selben Zeitraum des Vorjahres
(Spalte 4) ℳ
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Im Rechnungs⸗
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I. Im Reichs⸗Postgebiet.
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38) Konstanz
34) Darmstadt.
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75 352 2 70 211
178 097 103 932
117 905 *
164 136 89 817
131 085 118 270 131 520
52 179 92 009
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105 932 *
293 970
240 863 ¾
75 384 79 364 24 117 32 705
237 404 .
302 938 205 633 296 805
80 330 141 660
26 049 2
61 852 70 625 189 653 946 167 175 406
42 3
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129 951 54 181 133 222 1 167 716 50 669 69 180 87 171 21 935 60 314 60 115 175 370 106 507 122 185 170 325 87 223 131 213 105 222 126 190 47 491 88 953 246 217 126 147 298 526 240 871 76 154 82 085 646 536 35 971 285 875 364 732 219 401 294 325 77 943
90 40 60 10 20 50 90 80 70 90
20
70
60 70 20
40
60
3 9
10
137 020
28 712 58 951 67 063 200 888 951 725 188 541 41 172
8 232 1 277 11 939
360 2 101. 3 810
15 038 10 096 2 726 2,575 4 280 6 188 2 593 127 13 048 5 330 4 687 3 056 5 406 20 215
8 769 2 720 22 419 3 265 48 471 61 794 13 768 2 480 2 387 4 640 2 663 2 900 3 562 11 235 5 557 13 134 1 128
+IIIIIUIIIIII††I†IIIrrXIIIA
1 — 1
4 605 5
2 224 2
4 555 *
Summe 1 IIl. Bayern III. Wärttemberg.
29 434
6 644 891 50 667 697 70
217 955 —
50 90
490 245 755 384 247 389
7 664 005 758 598
237 670
— 173 759 3 214 9 719
8 Ueberhaupt Berlin, im Dezember “
962 475 1901.
7530 581
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20
rei des Reichs⸗ Biester.
8 493 019
8 660 274
167 254
Deutscher Reichstag.
110. Sitzung vom 11. Dezember 1901.
(Nachtrag).
Die als Erwiderung au inger (Soz. (setes von
110 1 8
gwöhnlich: wer moöchte
8
wörter vorgeführt hat, nach dieser
ferf s 1
1
2
5
im „Borwärts“ darüber, welche Vortbeile Haufcs hätte durch Allgemeinbeit der den Zablen des Abg. Singer
1 teren zu m. Grundbesitcen ale Acker a ern berechnen, während ein fehr großer 1
aber
i die Ausführungen des Abg. 12.— den Entwurf eines Zolltarif⸗
Minister für Landwirthschaft, Domänen von Podbielski gehaltene Rede hatte folgenden
„Meine Herren, so fest ich davon überzeugt bin, daß eine ganze ice der Ausführungen des Herrn Abg. Singer zweifellos nicht die dung der Mehrheit dieses Hauses findet, so sehe ich mich doch laßt, selbst bei dieser vorgerückten Stunde einzelnen dieser Aus⸗ ngen entgegenzutreten. In erster Linie muß ich bemerken: aus langen Lebengerfahrung heraus habe ich sicts empfunden, dertenige, der sich nicht im Recht besindet, seiner Beweishasis ist, nach Schlagwörtern sucht; man im Unrecht ist, wird recht grob. Meine Herren, ie bitten, die drei Worte, die Herr Singer hier als Richtung zu würdigen. Zunächst zu Lübeck habe von Zollwucher gesprochen, dann zum Schluß bezeichnete er den Tarifentwurf
in diesen drei Worten irgend eine sach⸗ werden? Ich habe sie nicht
Berechnungen über die zukünftige Be⸗
Eit. (Zaruf lUünks.) Ste
8
der unsicher
Hrranfsetung ¶
üssen. nacfüb;
bestimmt,
der Säte. aus.
dat 1
nachgewiesen worden.
kindet,
daß die verbündeten
gute. Der Abgeordnete übersieht aber, daß nicht überall Selbst⸗ bewirtbschaftung stattfindet; in einer großen Zahl von Fällen handelt es sich um Pachtungen, sodaß also nicht allein die Besitzer, sondern auch die Pächter den Vortheil von den Zöllen haben. (Zurufe links.) Ferner, meine Herren, haben gerade Sie aus den Kreisen der Linken heraus immer gesagt, die hohen Getreidezölle würden für den Abschluß von Handelsverträgen hinderlich sein. Wenn sie hinderlich sind, sagen Sie damit, daß es das Ausland ist, das den Zoll trägt. Dann braucht sich also das Inland über den Zoll nicht aufzuregen. Aus allen diesen Gründen ist die von sozialdemokratischer Seite aufgestellte Berechnung nicht zutreffend, und meiner Ansicht nach nur in weiten Kreisen der Bevölkerung Unzufriedenheit erregen. Das allein ist von dem Herrn Vorredner für mich zutreffend Ihre Agitation, die leider auf fruchtbaren Boden bei der arbeitenden Industriebevölkerung gefallen ist, hat Halt machen müssen bei der ländlichen Bevölkerung. (Zurufe und Wider⸗ spruch bei den Sozialdemokraten.) Darum der Haß, den Sie gegen die ländliche Bevölkerung in sich tragen, und den Sie bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck bringen! Hätten Sie ein so warmes Herz für die Arbeiter in der 2 schaft, wie Sie es behaupten, dann müßten Sie für d eintreten, damit es der Landwirthschaft und ihren Arbeitern besser gehe. (Zuruf links.) Meine Herren, cs liegt bier ein großer Prinzipienkampf vor. Ich will hierauf bei der vorgerückten Stunde nicht mehr eingehen. Nur das will ich wiederbolt feststellen: Sie, meine Herren, wollen nur die Unzufriedenheit schüäͤren, wollen Ansehen und Autorität im Lande unter⸗ graben. Doch ich heffe, daß gerade im Lande immer mehr Ver⸗ ständniß sich dafür Regiecrungen in der vorliegenden wichtigen Zolltariffrage bestrebt gewesen sind, cinen ausgleichenden Mittelweg für die widerstreitenden Interessen zu finden und daß es nethwendig ist, daß diese Interessen sich auf diekem Weoe verständigen. Die Landwirthschaft als Produzent hat ihr Haupt⸗ augenmerk auch auf ihre Abnehmer zu richten; und darum möchte ich gerade als Vertreter der deutschen Landwirthschaft auch die deutsche Landwirthschaft bitten, binter den verbündeten Regierungen zu steben. damit auch bierdurch bekundet wird, daß die deutzche Landwirthchaft nichts Unbiligee will, soendern den warmen Wunsch bat, daß neben ihr und mit ihr überall im Lande Handel und Wandel Mäühe und gedeibe. (Lebhaftes Brare rechts.)
b. urf
111. Sitzung vom 12. Dezember 1901. 11 Uhr.
Am Tische des Bundesraths: Staatssekretär des Innern, Staats⸗Minister Dr. Graf von Posadowsky⸗Wehner, Finanz⸗Minister Freiherr von Rheinbaben, Minister für
andel und Gewerbe Möller, Staatssekretär des Auswärtigen mts Dr. Freiherr von Richthofen.
Die erste Berathung des Entwurfs eines Zolltarif⸗ gesetzes wird fortgesetzt.
Abg. Dr. Pachnicke (fr. Vgg.): Es ist eine Thatsache, da nach der Aufhebung des Identitälsnachweises die de Ecatgache peß für Weizen und Roggen annähernd um den Zoll theurer sind als die Weltmarktpreise. Der Kollege Heim hat gestern ganz vergessen, da führende Genossen seiner Partei erklärt haben, sie seien stolz darauf, beim Zustandekommen der Handelsverträge mitgewirkt zu haben. Seit den Handelsverträgen hat die deutsche Langwirthschaft einen großen Auf⸗ schwung genommen, die Viehzucht glänzende Erfolge erzielt. s hat selbst Graf Posadowsky unumwunden zugegeben. In Cöln hat eine Versammlung der vereinigten Ortsvorstände der christlichen Metall⸗ arbeiter stattgefunden, welche ganz energisch gegen die dem Arbeiterstand angesonnene neue Belastung Protest erhoöben hat. Ob überall in diesen Kämpfen der Kaplan Sieger bleiben wird? Schließlich wird das Klassenbewußtsein selbst das kirchliche Bewußtsein zurückdrängen, Graf Kanitz, der denkende Kopf in der konservativen Partei, spricht noch immer von einem allgemeinen Nothstand der Landwirthschaft, obwohl er Stimmen aus dem Osten und aus dem Westen gehört hat, welche zeigen, wie verschiedenartig die Verhältnisse in der deutschen Landwirthschaft gelagert sind, welche aber auch zeigen, daß, wenn eine Nothlage der Landwirthschaft vorhanden ist, diese durch Getreidezölle nicht verbessert, sondern nur noch verschärft wird. Trotzdem bleibt er dabei, daß ein allgemeiner Nothstand vorliegt. Ich verweise nur noch auf die Petitionen von Landwirthen aus dem Oldenburgischen, aus Mecklenburg, Schlesien u. s. w. Die Schwierig⸗ keit für das platte Land liegt in der ungesunden Besitzvertheilung. Wollen Sie darin Wandel schaffen, so fördern Sie mit uns die innere Kolonisation, verkleinern Sie die großen Güter, gründen Sie Bauerndörfer, welche auch lebensfähig sind; dann werden Sie etwas für den deutschen Bauernstand gethan haben. Mit dem, was Sie bis⸗ her auf diesem Gebiete vorgeschlagen haben, mit Ihrem Heimstätten⸗ geseß, war allerdings nichts anzufangen. Aber ich fürchte, es wird nicht viel dabei herauskommen; dachte doch auch Herr von Plötz der Begründer des Bundes der Landwirthe, sehr skeptisch über diese innere Kolonisation, und warum? Weil sie nicht im Interesse der Herren Großgrundbesitzer liegt. Dem kleinen Landmann werden Sie nie beweisen können, daß er den rößten Vortheil von der Erhöhung der Zölle hat; die Kace der rithmetik will es, daß der Vortheil des Besitzers eines großen Areals Getreideboden nur zu deutlich Jedem in die Augen springt. Wir haben nur noch 25 % landwirthschaftliche Bevölkerung nach der neuesten Berufsstatistik. Diese landwirthschaftlichen Verschiebungen müssen nothwendig politische Verschiebungen nach sich ziehen; se⸗ Sie auch heute noch die Erhöhung durch, in 29c sehen können Sie es nicht mehr. Die Herren wollen der industriellen Entwickelung einen Riegel vorschieben. Sie können manches, aber das können Sie nicht. Für den Handwerker ist das Plus oder Minus von Getreide erst in allerletzter Linie von Bedeutung. Gegen uns, die Gegner der erhöhten Zölle, haben Sie als letztes Argument immer den Einwand, daß wir nicht Landwirthe sind. Sie lassen doch die Herren Hahn und Ahlwardt ruhig für die Landwirthschaft eintreten und zollen ihnen Beifall; sprechen wir, dann sind wir als Nichtlandwirthe nicht kom⸗ petent. Es liegt Svstem darin: Sie wollen die Konsumenten nicht zu Worte kommen lassen. Schließlich wäre Dr. Paasche als Professor und Gutsbesitzer das einzige Exemplar der Spezies des homo sapiens oeconomicus. Wenn man sich an die Aeußerungen der Herren Herold und Graf Schwerin und Graf Kanitz hält, ist der schon jetzt als 52 zu betrachten. Der Bund der Landwirthe will an seinen bisher aufgestellten, wohlerwogenen Forderungen durchaus festhalten und seine Zöͤlle auch als Minimalzoͤlle in das Tarifgesetz schreiben, im übrigen aber zum absoluten Freihandel zurückkehren und den gesammten Tarif ahlehnen, wenn seinen Wünschen nicht ge⸗ willfahrt wird. Ich halte für nützlich, das festzustellen. Jecenfclt hat der Bund der Landwirthe eine ausdrückliche ärung in diesem Sinne veröffentlicht, und Freiherr von Wangenheim, der schon in den Verdacht gerathen war, schwankend geworden zu sein, hat sich auf diese Erklärung in einem neuesten —— noch ausdrücklich wiederum be⸗ zogen. müssen also den Zolltarif ablehnen, wenn er nicht wird, und dann ist eine Mehrheit für den Entwurf kaum noch m. Wird aber der Zoll erhöht, und nimmt die Regierung die Erböbung an, dann erreicht drau im Lande die Entrü tung und Empörung H 86,88 1— 1 8* ze Tarifwerk über — ich ist ge te immer en; wir haben einen Einblick gethan in das vertraute erbaltn h ⸗ dem Bundesrath und den Brotvertheuerern im Hause. Was Bulow nicht gesa war für uns das Bemerkenswerthere; er hat nicht das Unanne re Tee den bündlerischen Wünschen aus⸗ rochen.“ Auch hier wird also weiter diplomatisiert und die Stellungnahme dinausgezögert. Minister don Pischek hat sirenenbaft gebeten, den nicht zu überspannen; aber 12* .—— 42 K. — 29 —1 gercizt. n d. rischen Färbung gieru auch durch den Gintritt des Herrn Möller nichts — Buülow mi
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Landwirthschatt und deren elementarer 2 8 9 2 I. 1— der ¹ uso steht es mit der =SIö en K wie des deutschen, des söchsischen x. irtbschaftoratbs. Oertel spricht in seimer Zeitung die Landwirtbs sehr zu üͤben babc, ob beim ibrer Forderungen da8 nde mit Schrecken cinem ohne Ende vorzuziehen sei Herr
†. dat im Frübjahr in Westfalen den Freiberrn von Thielmang
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