1902 / 58 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 08 Mar 1902 18:00:01 GMT) scan diff

zzug aus die Kalenderjahr umfaßt, ist bis zum 1. Februar jedes Jahres durch die Landes⸗Zentralbehörde dem Reichskanzler vorzulegen.

Glashütten, Glasschleifereien und Glasbeizereien sowie in Sandbläsereien muß an einer in die Augen fallenden Stelle eine Tafel ausgehängt werden, welche in deutlicher Schrift die Bestimmungen unter I wiedergiebt.

In denjenigen Glashütten, welche von den unter II nach⸗ gelassenen Ausnahmen Gebrauch machen, muß diese Tafel außerdem die Bestimmungen unter II und IV Ziffer 1, in denjenigen Glashütten, welche von den unter III nachgelassenen Ausnahmen Gebrauch machen, die Bestimmungen unter III und IV Ziffer 2 enthalten.

Die Vorschriften im § 138 Abs. 2 Satz 4 der Gewerbe⸗ ordnung und unter Ziffer 6 Abs. 2 der Bekanntmachung vom 13. Juli 1900 (Reichs⸗Gesetzbl. S. 566) bleiben unzerührt

VI. Die vorstehenden estimmungen treten am 1. April 1902 in Kraft und haben für zehn Jahre Gültigkeit.

Berlin, den 5. März 1902. b

Der Stellvertreter des Reichskanzlers. Graf von Posadowsky.

Anlage A. Glashütte

X“ über Beginn und Ende der Arbeitszeiten und der Pausen für junge Leute.

Beginn ausen Ende Name der Schicht. Paus der Schicht. desjenigen, ““

8 8 . 8 ie Ein⸗ tragungen bewirkt.

Tageszeit.

Datum Dauer in Minuten.

8 V S S 8

2. Jan. 1 Uhr Nachm

0

2 ½ bis 2 ¾ 5 ½ bis 6 9 bis 9 ¼

2,—

Anlage B.

b Verzeichniß

derjenigen Glashütten, die von der Führung der Tabelle über die Pausen der jungen Leute entbunden sind.

1. 2. 3. 5. 6.

90*

9.

ür lusnahme be⸗

willigt ist.

a. Bezeichnung des Betriebs,

b. Name

lichen f

ann

des Unternehmers 2

senen m rbeiter.

Datum der Ausnahmebewil⸗

der Arbeitsschichten

der der Arbeitsschichten

dieser jungen Leute.

jungen Leute Bemerkungen.

auer

und der Bewilligungen. oder Betriebsleiters, Belegenheit des Betriebs. triebe beschäftigten Arbeiter. ligung und Aktenvermerk. ahl der jungen Leute, f che die

2 —2 2

Art der Beschäftigung dieser

3 wel Dauer

(Gesammtzahl der in dem Be⸗

8. etg

88

8 Bekanntmachung, * betreffend die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Rohzuckerfabriken, Zucker⸗

raffinerien und Melasseentzuckerungsanstalten. Vom 5. März 1902.

Auf Grund des § 189a Abs. 1 Ziffer 1 der Gewerbe⸗ ordnung hat der Bundegrath die 1 zebcrs.n

Bestimmungen, betreffend die Beschäftigung von

Arbeiterinnen und Arhbeitern in Rohzucker⸗

fabriken, Zuckerra en und Melasseentzuckerungs⸗ anstalten,

erlassen:

I. Die Beschäfrigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Rohzuckerfabriken, —ö 12 Bhiche entzuckerungsanstalten unterliegt folgenden Hescränbungen: 1) Arbeiterinnen und jugendliche Arbelter dürfen zur Bedienung der Ruübenschwemmen, der Rüͤbenwäschen und der Fn sowie zum Transport der Ruüben und Rüben⸗ chnitel in schwer zu bewegenden Wagen nicht verwendet

endli auer des Betriebs eine

der Aufenthalt nicht gestattet werden.

Näumen, in Arbeiterinnen oder

Mmee vne .ee, Ernnen

Stell zweite auszuhängen, welche e

welchen 3 le x Schrift Bestimmungen wiedergiedt. 1802 de Kanch 29 Seben s22 8i. Pamn, unn d0n

igung nicht

dg

ein⸗

Patentamt

hichnisse, der das abgelaufene

Die Ausschließung erfolgt mit der Maßgabe, daß Lorenz

befugt bleibt, viejenigen Sachen, in welchen er gegen⸗ wärtig Vertreter ist oder in welchen er bis zum 1. April 1 eine Vertreter⸗Vollmacht einreicht, bis zum 1. Juni 1902 weiterzuführen. Berlin, den 6. März 1902. Der Präsident des Kaiserlichen Patentamts. von Huber.

Das in San Francisco neu erbaute, mit einem Gasolin⸗ Motor versehene zweimastige Segelschiff „Gazelle“ von 151,00 Registertons hat durch den Ueber⸗ gang in das ausschließliche Eigenthum der Firma Hernsheim u. Co. in Herbertshöhe das Recht zur Führung der deutschen

lagge erlangt. Dem Schiffe, für welches die Eigenthümerin Hamburg als Heimathshafen angegeben hat, ist von dem Kaiserlichen General⸗Konsulat in San Francisco unter dem

5. Februar d. J. ein Flaggenzeugniß ertheilt worden.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 13 des „Reichs⸗Gesetzblatts“ en hält ee

Nr. 2846 die Bekanntmachung, betreffend die Beschäfti⸗ gung von Arheiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Glas⸗ hütten, Glasschleifereien und Glasbeizereien sowie Sand⸗ bläsereien, vom 5. März 1902, und unter

Nr. 2847 die Bekanntmachung, betreffend die Beschäfti⸗ gung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Roh⸗ zuckerfabriken, Zuckerraffinerien und Melasseentzuckerungs⸗ anstalten, vom 5. März 1902. 1““

Berlin W., den 8. März 1902.

Kaiserliches 8 3

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

der Wahl des Oberlehrers am Friedrichs⸗Gymnasium in Berlin, Professors Dr. Busse zum Direktor des Askanischen Gymnasiums in Berlin die Allerhöchste Bestätigung zu ertheilen. 8 8 8

1mIn ümnstiz⸗Ministerinmm. Dem Amtsgerichtsrath Keylich in Polkwitz ist die nach⸗

gesuchte Dienstentlassung mit Pension ertheilt.

Zu stellvertretenden Handelsrichtern sind ernannt: der Fabrikbesitzer Gerdes in Kattowitz bei dem Landgericht in Beuthen i. O.⸗Schl. und der Kaufmann Max Butschkow in Breslau bei dem Landgericht daselbst.

In der Liste der Rechtsanwälte sind gelöscht: die Rechts⸗ anwälte Pabst bei dem Oberlandesgericht in Cassel, Schröder bei dem Lansgericht in Landsberg a. W. und Falkenfeld bei dem Amtsgericht in Fürstenwalde.

In die Liste der Rechtsanwälte sind eingetragen: die Rechtsanwälte Falkenfeld aus Fürstenwalde bei dem Land⸗

ericht in Frankfurt a. O., Pabst vom Oberlandesgericht in assel bei dem Landgericht dasebst und Schröder aus Lands⸗ ber a. W. bei dem Amtsgericht in Soldin, der frühere Rechtsanwalt Nehring bei dem Amtsgericht und dem Fengperic in Halle a. S., die Gerichts⸗ Assessoren Dr. Miethke bei dem Landgericht II in Berlin, Dr. Werner bei dem Landgericht in Breslau Siegfried Lehmann bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Potsdam, Lucken bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Düsseldorf, 42 r bei dem Amtsgericht in Fürstenwalde, Dr. Haertel bei dem Oberlandesgericht in Jena und der

früͤhere Gerichts⸗Assessor Dr. Alfred Strauß bei dem Kammergericht.

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten. 1

Die Oberförsterstellen Lonau im Regierungsbezirk Hildesheim und Sterbfritz im Regierungsbezirk Cassel sind zum 1. Juli 1902 anderweit zu besetzen.

Bekanntmachung. 9

Gemäß § 46 des Kommunalabgabengesetes vom 14. Juli 1893 8⁴½ S. 152) wird hiermit zur Zenaüichen 214., 2n gebracht, daß der im laufenden Steuerjahre zu den Kom⸗ munalabgaben einschätzbare Reinertrag aus dem Betriebsjahre 1900,01 bei der Nor hausers Wernigeroder Eisenbahn bezüglich ihrer preußischen Strecke auf festgestellt worden ist. .“

Magdeburg, den 5.

2 Der Königli⸗ senbahnkommissar.

8 aeger

Präfident der Königlichen Eisenbahn Direktion.

ö“

Abgereist:

Seine Exrellenz der Finanz⸗Minister

baben, aus dienstlicher Veranlassung nach eew⸗

VDersonal⸗Deränderunger

Koniglich Preußische Armee. Ingere, Fabe 1 Grpennungen,

d 8 kt 8199 ehung 3 tsg *

bebewnilligungen. Im aktipen Hrere. Berlin, EE

Berlin, 6. März. v. Stephani, Gen. Lt. und Kommandeur 11. Div., in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs mit der geseflicder Fen zur Disp. gestellt. Kohlermann, Oberlt. im 4. Lothring nf. Regt. Nr. 136, scheidet aus dem Heere am 20. März d. J. aus und wird mit dem 21. März d. J. in der Schutztruppe für Deutsch⸗ .“ 8 m Sanitätskorps. Berlin, 4. März. Dr. Len is Arzt beim 2. Großberzogl. Hess. Feld⸗Art. Regt. Nr. 61, fcsvTüst dem Heere am 6. März d. J. aus und wird mit dem 7. M. bei der Schutztruppe für Deutsch⸗Ostafrika angestellt.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 8. März.

8 Der Bundesrath versammelte sich heute zu einer

Plenarsitzung. Vorher beriethen die vereinigten Ausschüsse für

oll⸗ und Steuerwesen und für Justizwesen, die vereinigten

8 S für Zoll⸗ und Steuerwesen und für Handel und T

Verkehr und sodan . ür bteuer Verkehr und sodann der Ausschuß für Zoll und Steuerwesen.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Hertha“ am 6. März in Singapore eingetroffen und gestern von dort nach Hongkong in See gegangen.

Der Dampfer „Silvia“ hat mit dem Ablösungs⸗ transport für Kiautschou an Bord gestern in Wilhelms⸗ haven die Ausreise angetreten.

Die abgelöste Besatzung von S. M. S. „Möwe“

getroffen und setzt heute die Reise nach Fremantle u““

In der Ersten Beilage zur heutigen Num und Staats⸗Anzeigers“ wird eine Zusammenstellung der Berichte von deutschen Fruchtmärkten für den Monat Februar 1902 veröffentlicht.

2

111“ 1t Braunschweig. ö6““ ““

1 8 zanb. 9 über die rechtliche Stellung der Regentschaft, zugegangen. In derselben wird, der Waunschwestfesch Lürvenneitune 8 zufolge, ausgeführt, daß der Herzog von Cumberland nigh als Landesherr anzusehen sei. Der Regent führe nicht die Regierung im Namen des Herzogs von Cumberland, dessen Tod auch die Regentschaft nicht berühren werde. Jemand,

Elsaß⸗Lothringen.

traf gestern Abend 8 ½ Uhr, wie, meldet, in Straß⸗ burg ein. Zum Empfang waren der Kaiserliche Statthalter in Elsaß⸗Lothringen, Fürst zu Hohenlohe⸗Langenburg, der Kommandeur des XV. Armee⸗Korps, General der Infanterie Herwarth von Bittenfeld, der Gouverneur, General⸗ leutnant von Sick und der Poli ei⸗Präsident Dall auf dem Bahnhofe erschienen. Nach der grüßung begab sich Seine und Königliche Hoheit nach dem Palais des Statt⸗ alters. Der Landesausschuß hat in seiner vorgestrigen Sitzun

die zweite Lesung des Etats für 1902 beendet. Derselbe in Einnahme und Ausgabe auf 69 218 111 festgestellt worden, und zwar im ordentlichen Etat in Ausgabe auf 60 496 492 ℳ, nämlich: an fortdauernden aben auf 58 459 722 und an einmaligen Ausgaben auf 2 770 ℳ, unh A mam 86 im außerordent⸗ ichen Etat in Auegabe auf 8 721 619 und in Einnahn

auf 8 161 462 8 hg aa

Oesterreich⸗Ungarn.

Das österreichische Abgeordnetenhaus setzte gestern wie „W. T. B.“ meldet, die bereits am . Verhandlung über die ¹ 29½ ungen in Triest fort. Der Minister⸗Präsident Dr. von K rher widerlegte zunaͤchst mehrere am Tage vorher vorgebrachte Behauptungen. Es seien nur etwa dreißig E dem Lloyd zur Auf⸗ rechthaltung der Verbindung mit Dalmatien und dem Orient ur gung gestellt worden. Der Minister⸗Präsident gab ann e nochmalige Darlegung der Ereignisse vom 13., 14. und 15. v. M. und stellte fest, daß es 1 am ersten Tage lede'glich um eine Arbeiterdemonstration, an den beiden anderen aber um Excesse gehandelt habe, die als Aufruhr zu nen

en. Polizei und Militär hätten trotz der maßlosen aus⸗ orderungen eine volle Stunde lang an sich gehalten und erst von der Waffe Gebrauch gemacht, als es kein anderes Mittel mehr gegeben habe. (Lärm und Unterbrechungen bei den Sozialdemolraten, der Abg. Eldersch wurde zweimal zur Ordnung gerufen.) Der Mini —,— verlas sodann eine Anzahl Zeugenaussagen von angese Bürgern Triests, aus denen hervorgehe, daß die Exzesse Charakter vollständiger Anarchie und evolution an sich getragen haätten und Militär erst eingegriffen habe, als cs vom Pöbel bedrangt worden sei. Das Gros der Tumultanten habe aus arbeits⸗ lementen bestanden, es bestehe auch die Vermuthung, h Elemente ihre Hand im Spiele bt hätten, sich n dem Programm absoluter Gese keit bekennten. Dafür lei auch der Meuchelmord an einem Wachmann eine 18 Eo insgesammt 10 Personen getödtet und 29 & minder schwer verletzt ch denen nach⸗ ter sei überhaupt nicht diert worden, auch —— eine Frau er⸗ de Leute ein

hen zum Schupe und zur der Stadt und Urandbsti tliche werden müssen. önnten auch werden, als bis es diesen ₰—

8e Nenen den. znm, üe

okraten

ärz d. J.

ist mit dem Dampfer „Bremen“ Feßteen in Adelaide ein⸗

mer des „Reichs⸗

dtage ist eine Denkschrift der Regierung

der nicht Bundesfürst sei, könne auch nicht Landesherr sein.

Seine Kaiserliche und 5F oheit der Kronprinz

erregten Debatte, in welche die Sozialdemokraten wieder⸗ holt lebhaft eingriffen, wurde der Antrag des Abg. Ellenbogen, den Bericht des Ausschusses nicht zur Kenntniß zu nehmen, mit 180 gegen 76 Stimmen abgelehnt und der Ausschußantrag angenommen. Sämmtliche Anträge der Minorität wurden abgelehnt, dagegen die Resolution des Abg. Wolf, dem Postbeamten, der bei den Vorgängen in Triest verletzt wurde, eine Entschädigung zu gewaähren, an⸗ enommen. Hierauf setzte das Haus die Berathung des Budgets fort.

Der Minister⸗Präsident Dr. von Körber hat sich gestern Nachmittag von Wien nach Budapest begeben.

Im Laufe der gestrigen des ungarischen Unterhauses wurde bekannt, daß das Mandat des Abg. Gabanyi (Oppositionspartei) von dem Ausschuß, welcher über die Gültigkeit des Mandats zu entscheiden hatte, für ungültig erklärt worden sei. Als diese Nachricht in den Sitzungssaal gelangte, geriethen die Mitglieder der Kossuthpartei in große Erregung und riefen: „Wir dulden diese Ungerechtigkeit nicht; wir gestatten die Fortsetzung der Sitzung nicht.“ Der Minister⸗Präsident von Szell, welcher eben sprach, konnte inmitten des leidenschaftlichen Geschreis seine Rede nicht fortsetzen. Der Vize⸗Präsident Tallian suspendierte die Sitzung. Nach einer viertelstündigen he. während welcher die oppositionellen Mitglieder in die Mitte des Saales drängten und sich fortwährend in leidenschaftlichen Ausrufen ergingen, wurde die Sitzung wieder eröffnet. Der Vize⸗Präsident wurde mit erneuten leidenschaftlichen Zurufen unterbrochen. Um

1 ¾ Uhr wurde die Sitzung unter großer Erregung geschlossen.

Großbritannien und Irland. Im Beisein des Königs und der Königin fand gestern, wie

„W. T. B.“ meldet, in Dartmouth die Grundsteinlegung

duur neuen Marine⸗Akademie statt, zu der eine große ruppenabtheilung und zahlreiche Volunteers zugezogen waren. Der Feierlichkeit wohnten auch die Offiziere des deutschen Schulschiffes „Meoltke“ bei. Der König begrüßte den Kom⸗ mandanten des Schiffes mit herzlichem Händedruck. Nach der Grundsteinlegung begaben sich der König und die Königin nach Plymouth.

Die Königin wird heute bei dem Stapellauf des neuen 881 „Queen“ zu Devonport die Taufe des 6 8 vollziehen.

In der gestrigen Sitzung des Unterhauses wurde die Debatte über das Armeebudget fortgesetzt. Auf eine Anfrage Sir Henry Campbell Banner⸗ man’s erklärte der Staatssekretär des Kriegsamts Brodrick, der jetzige Fortgang der Operationen in Süd⸗ Afrika und die große Zahl der Buren, welche sich in den letzten zwei Monaten ergeben hätten, rechtfertigten die Er⸗ wartung, daß lange vor Ablauf der 8 oder 9 Monate, für welche die volle Aufrechterhaltung der britischen Streit⸗ kräfte in Süd⸗Afrika in der Sudeftvarsgg⸗ vorgesehen sei, eine wesentliche Herabminderung derselben werde erfolgen können. Als künftige Besatzung Süd⸗Afrikas, wenn die gegen⸗ wärtige Krisis vorbei sein werde, würden aller Wahrscheinlich⸗ keit nach 15 000 Mann britischer Truppen genügen, zu denen noch einheimische Streitkräfte und die Polizeitruppen hinzu⸗ kämen. Im weiteren Verlaufe der Sitzung genehmigte das s mit 182 gegen 54 Stimmen die Vorlage, betreffend den

ffektivbestand des Heeres. G

Der Senat hat gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, nach mehrtägiger Debatte die Vorlage, betreffend die Prämien 8 die Handelsmarine, in erster Lesung angenommen,

von der Kammer beschlossenen Wortlaut der Vorlage jedoch an mehreren Stellen abgeändert.

In der Deputirtenkammer brachte gestern der Deputirte Humbert eine Interpellation über den britisch⸗ bes Vertrag ein. Der Minister des Aeußern

dlcafss erklärte, Vertrag könne die Politik Frank⸗ reichs im äußersten Osten nicht ändern; wie der britisch⸗ Eb Vertrag, erstrebe 1 ie Aufrechthaltung der Integrität Chinas. Die Regierung werde es sich stets angelegen sein lassen, die Interessen Frankreichs zu wahren. Die zutirtenkammer beschloß hierauf mit 339 gegen 190 Stimmen, die Berathung der Inter⸗ pellation Humbert bis nach Erledigung der übrigen Imter⸗ llationen zu vertagen. Der Deputirte Ribot be⸗ Fese ie Regieru über die Zuckerkonvention.

Feene aüsger aillaux erwiderte, alle Prämien

Zucker seien abc schafft. Er glaube, daß, vom Standpunkte der allgemeinen Interessen aus, seit langer Zeit kein so heilsames Werk geschaffen worden sei. Alle auf die Zuckerkonvention bezüglichen Schriftstücke würden veröffentlicht werden. Die Lage des Zuckerrübenbaues werde vor dem 1. September 1903 keine Aenderung erfahren, und die beabsichtige nicht, vor diesem Zeitpunkt irgend eine Aenderung vorzuschlagen.

Der Präsident der Ersten Kammer van Naamen van Eemnes ist, wie „W. T. B.“ crfährt, gestern früh im Haag

Wie dem Wiener „Telegr.⸗Korresp.⸗

Konstantinopel gemeldei wird, hat Pforte den

armenischen Patriarchen Ormanian davon verständigt,

nterricht in der armenischen Sprache an den arme⸗ Schulen untersagt werde. Der Patriarch habe gegen diese Maßnahme edenen 6 und im Fall ihrer Durchführung mit seiner ission

Er erkläre auch, auf de beharren zu wollen. betehe kein Grund zur armenis unterri da mit der Rellgien eng und auch allen anderen Religtons⸗Gen der Unterricht i der nationalen 84 2 amerikan esandte hat der Pforte eine Note überreicht, in welcher die Verantwortung für die efangennahme der Miß Stone der türkischen Regie⸗ zugeschoben und die SSasgan, des Lösegeldes t wird. In ihrer Antwort Pierte

und die Jahlung des

Seine 219 der Prinz FEI Fhm früh um 8† 8 e „W. T. B.* berichtet, and (New ori) Lin und wurde von dem Gouverneur Odell, und einer Abordnung wurde unter milikärrscher

1⸗Adjutanten em 8

auch die französische Politik 8

Eskorte eine Fahrt nach dem Rathhaus angetreten, wo der Mayor Gans den Prinzen mit einer Ansprache be⸗ grüßte. Hierauf begab sich Seine Königliche Hoheit nach dem Staatskapitol, wo eine Begrüßung durch den Gouverneur Odell im Namen des Staates New York stattfand. Alsdann begab sich der Prinz nach dem

taatssenat, wo Höchstder elbe einer Sitzung beiwohnte, zu welcher nur Senatoren und Staats⸗Oberrichter Zutritt hatten, und von dort nach dem Repräsentantenhause. Nachdem noch das Kapitol besichtigt war, setzte der Prinz um 10 Uhr die Fahrt nach Westpoint fort, wo die Ankunft um 2 Uhr Nachmittags erfolgte. Dort wurde Seine König⸗ liche Hoheit von dem Direktor der Militär⸗Akademie, Obersten Mills, und den Offizieren derselben empfangen und unter Eskorte einer Kavallerie⸗Abtheilung nach dem Parude⸗ platz geleitet, wo 21 Salutschüsse abgefeuert wurden. Seine Königliche Hoheit besichtigte dann sechs Kompagnien Kadetten und nahm danach eine Parade über dieselben ab. Hierauf richtete Seine Königliche Hoheit eine Ansprache an die Kadetten, worin Höchstderselbe sie zu ihrer vortrefflichen Er⸗ scheinung beglückwünschte und sagte:

Ich freue mich, Sie, eine glänzende Schaar junger Männer, ge⸗ sehen zu haben, und beglückwünsche auch die Nation, der die Dienste solch prächtiger Leute gehören. Ich hoffe, daß die bald stattfindende Jahrhundertfeier der Akademie ein schönes Fest werden wird. Ich freue mich, diesen schönen Ort besucht zu haben, und danke Ihnen.

Um 5 ½ Uhr Abends traf der 18 Heinrich wieder in New York ein und begab sich nach dem Hotel Waldorf⸗ Astoria. Um 8 Uhr fuhr Seine Königliche Hoheit dann im geschlossenen Wagen zum Diner nach dem University Club, wo Höchstderselbe von dessen Präsidenten Howland begrüßt wurde. Auf dem ganzen Wege nach dem Klub brachte die Volksmenge dem Prinzen unausgesetzt begeisterte Huldigungen dar. An dem Diner nahmen auch der deutsche Botschafter Dr. von Holleben, der deutsche General⸗Konsul Bünz und der General Miles theil. Nach 11 Uhr Abends begab sich Seine Königliche Hoheit vom University Club nach der Arionhalle, wo 400 ehemalige deutsche Studenten einen Kommers veranstaltet hatten. Karl Beck führte den Vorsitz und be⸗

rüßte den Prinzen bei seinem Eintreffen mit einer Ansprache. Fn seiner Erwiderung fuͤhrte Seine Königliche Hoheit aus:

Sie sangen soeben „Deutschland, Deutschland über Alles“, Sie alle tragen im Knopfloch das schwarz⸗weiß⸗rothe und das roth⸗weiß⸗ blaue Vand. Ich hoffe, daß der deutsche Idealismus, die deutsche Sprache, das deutsche Lied, die deutschen Sitten und das deutsche Denken ein Bindeglied zwischen dem theuren Vaterland und den Ver⸗ einigten Staaten sein werden.

Um Mitternacht kehrte der Prinz in das Waldorf⸗Astoria⸗ Hotel zurück.

Wie dem „W. T. B.“ aus Washington gemeldet wird, hat die deutsche Regierung, in Beantwortung von An⸗ fragen hinsichtlich Schantungs, dem Staatsdepartement erklärt, sie beabsichtige nicht, die Bürger anderer Nationen von den Vortheilen auszuschließen, welche dort Deutsche genießen sollten. Auch Rußland habe erneute Bürgschaften bezüglich der Handelsrechte anderer Nationen in -—. chinesischen Einflußsphäre gegeben.

Asien. 8

Aus Peking vem beutigen Tage meldet das „Reuter'sche Bureau“, daß eine zum größten Theil aus ent⸗ lassenen Soldaten bestehende Räuberbande den Priester von Jesol, 150 Meilen nordöstlich von Peking gelegen, entführt habe. Die Regierung habe Truppen unter dem Besehi eines Generals dorthin entsandt.

Nach einer Meldung desselben Bureaus aus Kobe (Japan) hat eine dort dherkaltme Versammlung von Aus⸗ ländern aller Nationalitäten beschlossen, die Zahlung der neu auferlegten Steuern als mit den internationalen Ver⸗ trägen in Widerspruch stehend zu verweigern, bis die An⸗ gelegenheit auf diplomatischem e geregelt sei.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Berichte über die grfrägen eghe des ne1ce. tages und des Hauses der⸗Abgeordneten befinden sich in Ersten und Zweiten Beilage.

v(Settatistik und Volkswirthschaft.

Fortschritte im Kleinwohnungsbau im bergischen Lande.

Das frühere Herzogthum een ptstadt Düsseldorf ist, bildet einen der H-eneen 7 aen womit schon in ist, auch die moderne Wo⸗ oth dort heimisch

irgends hat auch eine von allen benden Kreisen so

energisch betriebene Bekö derselben ein wie de Fhenn 18 Fercgsah Re. —— und 2 nstalt, 8 beitgeber nebmer en 8 FE.en dlennee 1a 422 Förd erwe tiative des dnbne Beüapte des Vorsitenden

s ins Leben ist. v Sdn

ungen d sind dem Eisen⸗ und vom mebh

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aus den Kreisen der Arbeiter und Hausindustriellen rekrutieren, Rechnung getragen worden. Die äußere Ausgestaltung zeigt in vielen Beispielen, wie auch beim Arbeiterhaus künstlerischer Geschmack eine Stätte finden kann, ohne daß dadurch die Miethen vertheuert werden.

geradezu malerischen Anblick. 1

Sämmtliche Vereine erfreuen b der Unterstützung 7 4 die Gemeinden und Kreise. Theilweise sind von denselben Geschäfts⸗ antheile oder Aktien gezeichnet, theilweise ist die Bürgschaft für Hypo⸗ thekenkapitalien übernommen worden. Es handelt sich hierbei meistens um recht erhebliche Summen. In den Vereinen arbeiten Vertreter der Behörden, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen, und wohl gerade diesem Zusammenwirken ist es zu verdanken, daß so schöne Erfolge erzielt worden sind.

Zur Arbeiterbewegung. Aus Alais (Dep. Gard) meldet „W. T. B.“ vom gestrigen Tage, daß der Kongreß der Grubenarbeiter beschlossen hat, den allgemeinen Ausstand (vergl. Nr. 56 d. Bl.) zu vertagen.

Kunst und Wissenschaft.

Die Bismarck⸗Säule für Hannover wird, wie das „Centralbl. der Bauverwaltung“ mittheilt, nach dem Entwurfe des Architekten A. Sasse in Linden zur Ausführung setangen. Von den fünf beim Wettbewerbe s. Z. mit Ehrenpreisen bedachten Künstlern wurde Sasse für seinen jetzt zur Ausführung gewählten Entwurf mit dem Kennwort „Semnonenhain“ an erster Stelle ausgezeichnet

Heute trat in Stuttgart die Balneologische Gesell⸗ schaft zu ihrer 23. Jahresversammlung zusammen. Zur Er⸗ öffnung erschien, dem „W. T. B.“ zufolgg, auch Seine 8. der König, Allerhöchstwelcher von dem Vorsitzenden, dem Geheimen Medizinalrath, Professor Dr. Liebreich⸗Berlin, begrüßt wurde. Im Namen der württembergischen Regierung begrüßte der Regierungs⸗ Direktor von Nestle die Versammlung. Die Verhandlungen der⸗ selben werden bis Dienstag dauern.

In Como ist, wie „W. T. B.“ meldet, der Afrikaforscher Haupt⸗ mann Casati, der Gefährte Emin Pascha's, gestern gestorben.

““

Heute Vormittag 11 Uhr fand die, wie alljährlich, im März durch den Reichskanzler berufene ordentliche General⸗ versammlung der Reichsbank⸗Antheilseigner im Reichsbankgebäude unter Vorsitz des Präsidenten des Reichsbank⸗ Direktoriums, Wirklichen Geheimen Raths Dr. Koch in Ver⸗ tretung des behinderten Reichskanzlers nach § 18 fgde. des Statuts statt. Dieselbe empfing den Verwaltungebercht nebst der Bilanz und Gewinnberechnung für das Jahr 1901, dessen wesent⸗ lichen Inhalt der Vorsitzende hervorhob; hierauf wurden die fünf nach dem Alter des Eintritts ausscheidenden Mitglieder des

entral⸗Ausschusses wieder gewählt und für den verstorbenen

ommerzienrath Berthold Simon, dessen der Vorsitzende mit ehrenden Worten gedacht hatte, der Kommerzienrath Ernst Joachim Meyer hier als Stellvertreter neu gewählt. Hiermit war die Tagesordnung erledigt.

(Weitere Nachrichten über „Handel und Gewerbe“ s. i. d. Z 2 II1I1A1X1“X Beilage.) PRE“ Theater und Musfik.

Khnigliches Schauspielhaus.

Zur Erinnerung an seine vor 100 Jahren, am 10. März 1802, in dem damaligen Königlichen National⸗Theater, dem ege Schau⸗ spielbaus, erfolgte erste Auffab wurde gestern Gotthold Evhraim Lessing’s dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ gegeben. Die Vorstellung verlief durchaus bef und trug die der Gedenkfeier entsprechende weihevolle ung in sich, ohne ihr äußerlich Ausdruck zu geben. Das vollbesepte Haus ließ sich von dem Geiste des großen Dichters und spendete warmen lI. Für den erkrankten Herrn Matkoweky gab Lettinger vom hiesigen Schiller⸗Theater den Tempelherrn recht gewandt und mit verständnißvoller Auffassung. Die anderen Hauptrollen wurden durch die Damen edeer Sitash, Mahn (Recha) und Schramm (Daja), sowie die Herren wig (Saladin) und Molenar (Nathan) gleichfalls gut vertreten.

Schiller⸗Theater. Max Dreyer'’'s Schauspiel „Der Probekandidat“, das im t Theater eine 1 Reihe erfolgreicher Aufführungen erlebte, 22 der Vosfabähne im alten Wallner⸗

Theater enommen worden, wo es gestern Mal in Scene ging. reahse wenn auch nicht ganz a

Publikum, das die 1heessat Lernees des St Ing een Belern⸗ und die trefflichen der aber T —gu ESSEz bei Den ’Nö kann. Die volsernde Art des Aoners Hetmüne vear ber Pere ba⸗ 11.2B—— und der Mutter verlied

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