1902 / 60 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 11 Mar 1902 18:00:01 GMT) scan diff

Morgen Abend um 8 Uhr veranstaltet der Organist Trahn⸗ dorff in der Gethsemane⸗Kirche ein Konzert, bei welchem fast ausschließlich Werke des dänischen Komponisten Jakob E Lcius zum Vortrag kommen. U. a. wird eine „Engelgesang bei

rschaffung der Welt“ betitelte Komposition für drei Solostimmen, semntschen Chor und großes Orchester zum ersten Male zur Auf⸗ ührung gelangen. Billets zu 50 und 1 sind in der Musikalien⸗ handlung von Sulzbach (Taubenstraße 15) und im Zigarrenladen von Cassierer (Spandauerstraße 58) sowie am Konzertabend an den Kirchenthüren zu haben. Mannigfaltiges.

Berlin, den 11. März 1902.

D Zentral⸗Comité der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz trat am 4. d. M. unter dem Präsidium des Vize⸗ Ober⸗Zeremonienmeisters, Kammerherrn B. von dem Knesebeck zu einer Sitzung zusammen. Nach Entgegennahme geschäftlicher Mittheilungen wurde der Voranschlag der für das laufende Jahr zu erwartenden Ein⸗ nahmen und Ausgaben geprüft und genehmigt. Der Genossenschaft frei⸗ williger Krankenpfleger im Kriege wurde eine gegen das Vorjahr erhöhte Beihilfe zugebilligt, da sich eine Vermehrung der Pflegekräfte als ein dringendes Bedürfniß erwiesen hat. Insbesondere ist auch die Aus⸗ bildung von Seminaristen und Volksschullehrern in Aussicht genommen. Für die Beschickung der im Mai d. J. in St Petersburg statt⸗ ee VII. internationalen Konferenz der Gesellschaften vom Rothen Kreuz wird ein entsprechender Betrag zur Verfügung gestellt, und für die vom 26. bis 29. Juli d. J. in Hamburg abzuhaltende VI. Führer⸗ und Aerzte⸗Versammlung deutscher frei⸗ williger Sanitätskolonnen vom Rothen Kreuz wurde dem Ausschuß ebenfalls eine Beihilfe bewilligt. An diese Sitzung schloß sich eine Versammlung des Zentral⸗Comités des preußischen Landesvereins unter dem gleichen Vorsitze an, in welcher der Be⸗ richt des Kuratoriums der Berliner Unfallstationen vom Rothen Kreuz über deren erfolgreiche Wirksamkeit im Vorjahre erörtert wurde. Zum neuen Mitglied wurde der Geheime Ober⸗Finanzrath Dr. Strutz erwählt, sodann der Etat des preußischen Landesvereins für das Jahr 1902 im Voranschlage festgestellt und über die Pensionierung und Relikten⸗ Versorgung der Beamten des Zentral⸗Comités endgültig Beschluß gefaßt. Ferner wurden Beihilfen bewilligt: dem Auguste⸗Vietoria⸗Kranken⸗ baus des Zweigvereins Berlin des Vaterländischen Frauenvereins zur Vervollkommnung der Einrichtungen des Krankenhauses, dem Frauen⸗ Lazareth⸗Verein, dem Augusta⸗Hospital hierselbst, sowie der West⸗ fälischen Diakonissen⸗ und Diakonen⸗Anstalt zu Bethel bei Bielefeld für Bereitstellung von Lagerstellen und Pflegekräften ꝛc. im Kriegsfall und dem Vaterländischen Frauenverein in Znin für ein von demselben dort zu errichtendes Kreiskrankenhaus.

Der Berliner Zweigverein des Deutschen Samari vereins bielt gestern im Reichsversicherungsamt unter dem Vorsitz des Präsidenten Gaebel seine Generalversammlung ab. Der erstatteten Jahresberichte zufolge hat der Verein im letzten Jahre 230 neue Mitglieder gewonnen und zahlreiche Herren und Damen im Samariterdienst ausbilden können. Es sind insgesammt abgehalten worden 16 theoretische Kurse, die von 478 Damen und 200 Herren besucht worden sind, und 6 Wiederholungskurse mit 180 Theilnehmern: außerdem sind 80 Damen im Militärlazareth in der Scharnhorst⸗ straße und in den Unfallstationen in der sogenannten Kriegskranken⸗ pflege ausgebildet worden. Soweit dem Verein hekannt geworden. ist im l Jabre in 1169 Fällen die erste Hilfe an Verunglückten oder Erkrankten durch die im Samariterdienst ausgebildeten Personen

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Billetreserdesatz Nr. 9. 7 Uhr. Neues Overn⸗Theater. Ham

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geleistet worden. Der Rechnungsabschluß ergab bei 2863 Ein⸗ nahme und 2474 Ausgabe einen Bestand von 389 ℳ% Vor der Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten hatte der Stabsarzt Dr. Hochheimer einen interessanten Vortrag über „das Militär⸗ Sanitätswesen beim deutschen ostasiatischen Ex⸗ peditionskorps“ gehalten. Dem Korps waren 120 Sa⸗ nitäts⸗Offiziere, 14 Apotheker, 29 Beamte und 215 Sa⸗ nitäts⸗Soldaten beigegeben, außerdem ein Zahnarzt, der in 11 Monaten allein 1082 Patienten zu behandeln gehabt hat. Als Hilfskräfte benutzte man anfangs Japaner, später Chinesen, die sich als viel williger und geeigneter erwiesen. Die Thätigkeit, die zu entfalten war, war eine recht umfangreiche; bei einer Korpsstärke von 17 694 Mann kamen 17 464 Fälle zur Behandlung, eine große Anzahl befand sich während der 11 Monate wiederholt in Behandlung. Die gefähr⸗ lichsten Krankheiten waren Typhus und Ruhr, namentlich der Typhus trat ungemein heftig auf. Malaria wurde nur in 40 Fällen festgestellt, sie wurde zumeist eingeschleppt, und zwar durch Amerikaner von den Philippinen. In Peking übernahm das deutsche Sanitäts⸗Korps die früher von Missionaren Unteraltene Poliklinik, in der ca. 2000 Chinesen be⸗ handelt wurden. In vielen Fällen, wo es sich um Schußwunden handelte, konnte festgestellt werden, daß die Chinesen von ihren eigenen Landsleuten getroffen waren. Auch Genesungsheime wurden deutscher⸗ seits eingerichtet. Entbehrt werden mußte die Frauenpflege, nur in dem vom Rothen Kreuz eingerichteten Lazareth übten Schwestern die Pflege aus. In den Lazarethen gestorben sind in den elf Monaten nur 142 Personen, ein sehr günstiger Prozentsatz.

Vor der Deutschen Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde spricht morgen Abend 8 Uhr im Bürgersaale des Rathhauses der Königliche Landes⸗Geologe, Professor Dr. Keilhack über „Land und Leute in der Bretagne“. Der Vortrag wird durch Lichtbilder erläuteert.

Die Eröffnung der Weststrecke der elektrischen Hoch⸗ und Untergrundbahn (Potsdamer e Garten) ist heute Morgen erfolgt. vie im Betriede befindlichen Hoch⸗ und Untergrundbahnstrecken haben jetzt eine Gesammtlänge von 10,5 km, wovon 1,7 km im Tunnel zurückgelegt wird.

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Zum Besten der in Süd⸗Afrika gefangen gehaltenen Burenfrauen und ⸗Kinder hatte Frau Marie Luise Becker am Sonntag im Künstlerhause einen Vortrags⸗Abend veranstaltet, in dem ein von ihr verfaßter, „Sonnenkinder“ betitelter Cycelus von Ge⸗ dichten zum theil von ihr selbst, zum theil von den Damen Maria Holgers und Elsa Habel zu Gehör wurde. Be⸗ sonders fesselten „Im Schatten“ und „Einsam“; noch mehr zeichnete sich die Dichtung „Das Burenweib“ durch Tiefe der Empfindung aus. Außer diesen Deklamationen bot der Abend musikalische Vorträge, an denen sich Fräulein Emma Koch, die Königliche Opernsängerin Fräulein Reinhardt, sowie die Herren Georg Stockmann und Fos. M. van Veen erfolgreich be⸗ theiligten. Die Damen Sandow⸗Herms und Müller⸗Hartung, deren musikalische Mitwirkung gleichfalls in Aussicht stand, hatten leider in letzter Stunde absagen müssen.

Die hiesige Deutsch⸗japanische Gesellschaft „Wa⸗ Doku⸗Kai“ veranstaltet am 3. April, einem hohen japanischen Nationalfeiertag, in der Philharmonie ein großes „Tokyo⸗Fest“, dessen Reinertrag zur Beschaffung von Büchern für die Bibliothek der am 7. Dezember v. J. verbrannten größten Schule Japans für deutsche Sprache (Doitsugaku Kiokaigakkö) in Tokyvo bestimmt ist. Dem Ehrenausschuß sind bis jetzt u. A. der japanische Gesandte Graf

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Donnerstag und Freit Sonnabend: Zum Leiden. und M. Soulisé.

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Direkrion: J. Fritzsche. Der Obersteiger. Freitag: Die Fledermaus.

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Neues Theater. Schiffbauerdamm 4. Letzte Mittwoch: Das Ewig⸗Weibliche. Ein kten von

(Manes: Georg Engels, als Gast.) Anfang 7 ½ Uhr.

Das Ewig⸗Weibliche. len Male: Schwank in 4 Akten von Pierre Veber Deutsch von Arthur

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Der Veilchenfresser. Abends 7 ½ Uhr: Cham⸗

Residenz-Theater. (Direktion: Sigmund Lauten⸗ Mittwech: Ein galanter Richter. Schwank in 3 Akten von Alexandre lar Schönau. Vorher: Verbotene Frucht. Lustspiel in 1 Akt von Paul

und folgende Tage: Ein galanter

orber: Verbotene Frucht. Nora.

Friedrich⸗Wilhelmstädtisches Theater. und Donnerstag: Anfang 7 ½ Uhr.

Thalia-Theater. Miutwoch: 22 mleine. * Berliner und

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Mittwoch: Das in 3 Akten von H. Reinhardt.

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Inouye, der Geheime Regierungsrath, Profespr Dr. Lessing, der Ge⸗ heime Regierungsrath Dr. Matthias und da Geheime Feee 8. rath, Professor Dr. Sachau beigetreten. Eiltrittskarten (Logenplätze 4 und 5 ℳ, Saal 2 ℳ) sind bei Herrn Kisak Tamai (Hallesche⸗ straße 13) zu haben.

Der am Sonntag unter der Leitung des Vereins zur Förde⸗ rung der Kunst im Kaiser Friedrich⸗Festsacl des Charlottenburger Reform⸗Gymnasiums (am Savigny⸗Platz) veranstaltete siebente Volks⸗Kunst⸗Abend war Gerhart Hauztmann 6 Zu⸗ nächst hielt Herr Dr. Kurt Walter Goldschmidt einen klar durchdachten Vortrag über den Werdegang des schlesischen Dichters, wobei er auf einzelne von dessen Schöpfungen interessante Streiflichter warf. Frau Alwine Wiecke las im Verlarfe des Abends mehrere Gedichte aus Hauptmann’'s „Buntem Buch’, sowie u. a. einige Scenen aus der Komödie „Schluck und Jau’ und dem Schauspiel „Florian Geyer“ in recht ansprechender Weise vor. Dazwischen brachte Fräulein Edith Haver drei von Robert Kahn, Max Marschalk und Hans Hermann komponierte Ffezsfüth desselben Autors mit wohllautender Stimme und verständnißvollem Vortrage zu Gehör. Die zahlreich erschienenen Zuhörer spendeten lebhaften Beifall.

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München, 10. März. (W. T. B.) Eine auf heute Abend vom hiesigen „Jung⸗liberalen Verein“ nach dem Kindlkellersaal ein⸗ berufene öffentliche Versammlung, in der Graf von Hoensbroich über den dem Reichstage zur Beh vorliegenden „Toleranz Antrag“ der Zentrumspartei sprechen sollte, wurde von Anhängern des Zentrums gesprengt und mußte al Verlangen des überwachenden Polizeileutnants für geschlossen erklärt werden. Inmitten des Lärms entstanden Raufereien, bei denen verschiedene Personen verletzt wurden. Ein großes Aufgebot von Schutzleuten stellte endlich die Ruhe wieder her. 8

Metz, 10. März. (W. T. B.) Ein Gendarm, der sich hier dienstlich aufhielt, wurde heute Nachmittag 5 Uhr auf der Friedhofs⸗ straße von einem Wagen angefahren. Als er diese Uebertretung fest⸗ stellen wollte, enistand ein Streit. Der Gendarm wurde von den Streitenden überfallen, mit Messern bedroht, zu Boden geworfen und seines Säbels beraubt, aber nicht nennenswerth verletzt. Ein hinzukommender Vize⸗Feldwebel wollte ihm zu Hilfe eilen, konnte ihn aber nicht befreien. Endlich gelang es dem Gendarmen, den Revolver zu ziehen. Er gab auf einen der An⸗ Fötteben einen Schuß ab, der den Getroffenen sofort tödtete. Vom Militärposten am Friedhofs⸗Thor kamen dann 10 Mann herbei und

befreiten den Gendarmen. Drei Angreifer wurden verletzt.

Paris, 10. März. (W. T. B.) In dem Gebäude der

Linoleum⸗Gesellschaft in der Rue Montmartre brach heute Abend Feuer aus, das sich auf die umliegenden Gebäude ausdehnte und etwa zehn Geschäftshäuser, in welchen sich Niederlagen von Leinenwaaren, Sammetwaaren ꝛc. befanden, zerstörte. Bei dem Brande erlitten vier Personen, darunter ein Feuerwehrmann, Ver⸗ letzungen.

8 Nr. 59

. Bl.) wurden in der Nacht zum Montag abermals starke, an⸗

altende Erdstöße verspürt. Nach den letzten Erhe ie Zahl der Nothleidenden in Schemacha 12 000.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

Saal Bechstein. Mittwoch, Anfang 7 ½ Uhr: III. (letzter) Kammermusik⸗Abend von Marie Bruno (Klavier), Schrattenholz (Violoncel

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11I11u“ Beethoven⸗-Saal. Mittwoch, Anfang 8 Uhr: IV. (letzter) Lieder⸗Abend von Raimund von Zur Müxhhlen. Mitwirkung: Rose Gttinger, Matija von Niessen⸗Stone und Arthur van Eyweyk.

Champeray’s

erhofer.

Zirhus Alb. Schumann. (Renz⸗Gebände, Karlstraße.) Der Zirkus bleibt nur noch kurze Zeit. Mittwoch, Abends präzise 7 ½ Uhr: Grande Soirée équestre. U. a.: Sensationelle Bicyecle⸗Treppenfahrt des Amerikaners Mr. Chester aus einer Höhe von 36 Metern. Neu: She. Die vier Elemente. Original⸗Bim⸗Bom, musikalische Clowns mit ihren neuen Instrumenten. Mr. Joe Hodgini. Mlle. Mabel O'Brien. Mlle. Daisev. ve fliegenden Hunde des Mr. Aovnd ꝛc. räulein Dora Schumann als L.eécuyere mineuse. Zum Schluß: In Feuer und lammen. Das neueste amerikanische Sportsspiel ush⸗Ball, 12 Amerikanerinnen und 10 Herren. ireltor Alb. Schumann’g neueste Original⸗ Dressuren. Zum Schluß: Die g phantastisch⸗ romantische Ausstattungs⸗Pantomime vom Hof⸗Ballet⸗ meister Siems: Mephisto. Circa 500 Mitwirkende. 2 Musilkorps.

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Familien⸗Nachrichten.

Verlobt: rungs⸗Assessor Dr. jur. Rudolf Meyer (Wies⸗ g e von ann und Stein mit tnank Walther Frhrn. von Reit⸗ wip hIIö— Kr. Nimptsch au). 828 A Alander mit Prn. Assessor F K. (Nen . Neusalz). oren: Ein Sohn: Hen. pimann Itber von Strempel 411* Hn Oberleutnant Alerander Frhrn. von rfelri (Breslau). Mazjor a. D. Karl von Derpen 1n), Hr. Oberamttrichter

t ). Re rstrath a. D. Garl Vosfeldt (Patschkan) Rittmeister a Alwin von BVerm. Fr. Amalie de la G (Berlimn)

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Preisen:

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Berlin, Dienstag, den 11. März

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgerbeil. Der Durchschni is wird aus den een für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten

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Sete ericht fehlt.

Deeutscher Reichstag. ““ 161. Sitzung vom 10. März 1902. 1 Uhr. *

Am Tische des Bundesraths: Staatssekretär des Innern, Staats⸗Mknister Dr. Graf von Posadowsky⸗Wehner, Staatssekretär des Reichs⸗Schatzamte Freiherr von Thiel⸗ mann, Staatosekretär des Auswärtigen Amts Dr. Freiherr von Richthofen, Staatosekretär deo Reichs⸗Postamts Kraetke.

Zur zweiten Berathung steht zunächst eines ͤ je zeichens.

Referent der XVIII. Kommission ist der Abg. Dr. Ende⸗ mann (nl.). Der Gesetzentwurf wird in der Fassung der Kommission auf Antrag des Abg. Prinzen zu Schönaich⸗ Carolath (nl.) ohne Debatte en bloc einstimmig angenommen. Bei den Petitionen, welche nach dem Kommissionsbeschluß für erledigt erklärt werden sollen, kommt der

Abg. von Blödau (b. k. F.) auf die Bemerk zurück, welche der Staatssckretär Graf von Posadoweky in der Lesu cht habe. Durch diese

in Bezug auf einen Altenburger Petenten Bem der Petent mit R verletzt fühlen können. Der Ausfüͤhrung desd werde derselbe keine Hindernisse bereiten.

Staatssekretär des Innern, Staats⸗Minister Dr. Graf von Posadowosky⸗Wehner:

Meine Herren! Ich habe bei der ersten Berathung des Gesetzes gegenüber den Ausführungen des Herrn Vorredners und dem Inbalt der Petition dedugiert: Es hat mir völlig fern gelegen, dier irgend einen Privatmann anzugreifen; ich würde das für einen sehr bedenklichen Weg halten, den diesem Platz aus Privatpersonen anzugreifen, die sich dier nicht vertheidigen konnen. Im ich sehr erfreut darüber, daß ich aus den Ausführungen Verrednerz entnehmen kann, daß der betreffende Petent fübrungen des Gesches seinerseits keine Schwicrigkeiten in legen wird, und daß für ihn insbesondere persönliche Gründe Meise maßgeb d sind. ““

Die Petitionen werden für erledigt erklärt

Darauf beginnt die dritte Lesung des Reichshau halte Etats für 1902.

In der Generaldiskusston erhält das Wort der bh. Ur. von Komterow eki Der Abg. Sattler hat ö. Januar t. daß 2 Frrunde 2 widerlegt Heeelbennen am Lenben und er meinte, da 1

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Gemeindebeschlüssen, die von den Behörden bestätigt waren, polnische. deutsche und ruthenische Schulen errichtet worden. Auch die fernere Behauptung des Abg. Sattler ist unrichtig, daß die deutschen Schulen nur Militärschulen seien. Es giebt im 29 öffentliche und 94 private deutsche Schulen in Galizien. Der Abg. Sattler ist durch die Rabulistik seiner hakatistischen Freunde zu seinem Angriff gegen uns veranlaßt worden; es erübrigt, darauf noch näher einzugehen. Ueber die Uebelstände der preußischen Verwaltung in den pelnischen Landestheilen ist in der diesjährigen Etatsdehatte mehrfach gesprochen worden. Das Gefühl der Erregung und Bitterkeit über die Hint⸗ ansetzung der polnischen Bevölkerung ist in heständigem Wachsen be⸗ riffen. Die Ungerechtigkeiten auf dem Gebicte der Postverwaltun ind geradezu himmelschrriend; man wartet aber in meiner Heimat die Entschli des neuen Herrn Staatesekretärs ab, denn man kann nicht glauben, daß diese unglaublichen Zustände, welche die ganze —— 12 einem gerechten —— 8 * erhalten werden sollten. Auf die großen Prinzipienfrage gehe i ein. Der wirthschaftliche Notbstand dat in meiner eimatberrodene einen Umfang und eine Höbde crreicht, wie sie bisher nicht als denkbar betrachtet wurde. Abg. Dr. Hasse (nl.): Es daben wohl hsge mit der Möglichkeit gerechnet. Gencraldiskussion des dritter der polnischen Frage cröffnct aber einer der polnischen

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Zustände.

Im polnischen Land in waäre die Rede in der Art, wie die a gedörte, undenkbar.

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