Großbritannien und Irland. 5.
Das Unterhaus setzte gestern die Berathung der Appropriations⸗Bill fort. Ueber den Verlauf der Sitzung berichtet „W. T. B.“:
Sir Henry Campbell Bannerman bat um Auskunft über die Lage der Dinge in Süd⸗Afrika und eh. die Mitglieder der Opposition würden, wann immer sie an die Regierung Anfragen hin⸗ sichtlich des Krieges richteten, Pro⸗Burs und Freunde der Feinde des Landes genannt. Derartige Bezeichnungen seien böswillige Verleumdungen. Der Redner wies auf die Zahl der Mannschaften hin, die aus der Kapkolonie zu den Buren gestoßen seien, und deutete an, daß die Ursache hierfür in der Art und Weise zu ese sei, in welcher die Regierung die Angelegenheiten der Kolonie behandele. Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain wandte sich gegen die Ausführungen des Vorredners, und es kam zwischen beiden zu einer heißen Diskussion über den Vorwurf des letzteren hinsichtlich der mangelhaften Mit⸗ theilungen über die Angelegenheiten in Süd⸗Afrika. Im Laufe der⸗ selben zitierte der Staatssekretär die von Sir Henry Campbell Bannerman gebrauchte Redensart „böswillige Verleumdung“. Der Sprecher unterbrach ihn und bemerkte, der Ausdruck sei unparlamentarisch gewesen, worauf Sir Henry Campbell Bannerman denselben zurücknahm. Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain se te: ich ziehe meine Entgegnung ebenfalls zurück. Der Staats⸗ ekretär bestritt sodann mit Nachdruck den Vorwurf, daß die Regie⸗ rung mit Mittheilungen über den Fortgang der Operationen zurück⸗ gehalten habe, und sagte, die Zahl der im Felde befindlichen Buren werde auf etwa 9000 geschätzt. Die Regierung habe Grund zu der Annahme, daß die Zahl derjenigen, die beim letzten Einfall der Buren in die Kapkolonie zu diesen gestoßen, gering sei. Die Frage der Pazifizierung des Landes und seiner Zukunft nach Beendigung des Krieges werde von der Regierung beständig erwogen. Er schaue optimistisch in die Zukunft und befürchte keine schlimmen Folgen aus dem Rasse⸗Gefühl, wenn erst einmal die britische Vorherrschaft fest⸗ stehe. Eine Anzahl Burgher hätten auf englischer Seite gefochten und mit den Engländern mehrere bedeutende Generale und Kom⸗ mandos gefangen genommen. Der Redner wies auf einen Brief Vilonel's an de Wet hin, in welchem es heiße, die wahren Feinde des Landes seien die Männer, die den hoffnungslosen Kampf fortsetzten. Dillon unterbrach den Staatssekretär und rief: „Vilonel ist ein Verräther!, Er hat sein Land ver⸗ rathen!’ Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain entgegnete: „Das ehrenwerthe Mitglied ist ein guter Richter über Verräther!“ Dillon fragte den Sprecher, ob das ein parlamen⸗ tarischer Ausdruck sei? Der Sprecher erwiderte, das ehrenwerthe Mitglied habe selbst den Redner unterbrochen durch den Ausruf, daß die Buren, die unter der britischen Fahne dienten, Verräther seien. Er mißbillige diese Unterbrechungen und Entgegnungen ausdrücklich. Dillon bemerkte, sich zu Chamberlain wendend: „Ich wünsche, zu sagen, daß der sehr ehrenwerthe Gentleman ein verdammter Lügner ist.“ Der Sprecher verlangte, daß Dillon den Ausdruck zurücknehme. Dillon verweigerte dies, worauf der Sprecher ihn zur Ordnung rief. Der Erste Lord des Schatzamts Balfour beantragte die Ausschließung Dillon's für eine Woche. Dieser Antrag wurde mit 248 gegen 48 Stimmen ange⸗ nommen; nur die Iren und einige Radikale stimmen dagegen. Feer verließ Dillon unter den Beifallsrufen der Iren den Saal. Sir
illiam Harcourt erklärte, er werfe der Regierung nicht vor, daß ie das Land täusche, die Regierung habe sich aber selber getäuscht. Lloyd George l(liberal) und Andere setzten die Berathung⸗ 8 die stellenweise einen hitzigen Charakter annimmt. Lloyd George sagte, England habe während des Krieges 18 Niederlagen erlitten, die schlimmer ewesen seien als Majuba. Cuyser (kons.) unterbrach ihn mit den Vorten, darüber freuten sich die Burenfreunde ja. Der Staats⸗ ekretär des Kriegsamts Brodrick führte aus, in den Operationen ei ein großer Fortschritt erzielt worden. Der Hauptwiderstand in em Oranje⸗Staat sei gebrochen und de Wet's Truppen seien nach allen Richtungen zersprengt. In der Kapkolonie lägen die Opera⸗ tionen mehr in der Hand der Polizei, als daß sie einen militärischen Charakter trügen, auch in Ost⸗Transvaal seien große Fort⸗ schritte erzielt worden. Wahr sei ja allerdings, daß von elareyv, einem der besten Burengenerale, eine lebhafte hätigkeit entfaltet werde, aber im allgemeinen habe der Lauf der Dinge dahin geführt, den Buren einen großen Theil ihrer Streit⸗ kräfte und die Organisation ihrer A zu nehmen in einem Umfange, der bei weitem das Maß der Erwartungen über⸗ treffe. England habe infolge dessen nur mit einer kleineren Zahl des Feindes zu rechnen Walker brachte die Debatte auf die chinesischen ngelegenheiten. Der Unter⸗Staatssekretär des Aeußern, Lord 8 ranborne bemgte, 2.2 E 9 1. Fi de egierung von es d olitik au urchführe, ser die es sich veeesen Jen habe. Zur Zeit seien Ver⸗ andlungen zwischen der russischen und der chinesischen Regierung im Gange, diese Politik durchzuführen. Es sei nicht möglich, Tientsin zu räumen, bis die Vorkehrungen für die militärische Besetzung Tschilis weiter vorgeschritten seien. Alle Mächte hätten den Wunsch, Tientsin zu räumen, sobald die * * ahl auf den seinerzeit bestimmten Satz ermäßigt werden könne aube, das werde innerhalb der nächsten beiden Jahre möglich sein. Zum Schluß drückte Lord Cranborne seine Befriedigung darüber aus, daß zwei Mächte gjept ihrer warmen Zu⸗ stimmung zum englisch⸗japanischen Abkommen Ausdruck gegeben hätten. Die dritte Lesung der Appropriationsbill wurde dann mit 240 gegen 49 Stimmen genehmigt. 1— b “ 3 g; Frankreich. 2— 8 die Berathung des Budgets ortgesetzt. Ueber gerlauf der Sitzung liegt folgende
des „W. T. B.“ vor: Der Scnator Lamarzelle griff die Regicrung ihrer inanzpolitik heftig an, alsdann die internationale zielle und legte dar, da and, Deutschland und de. eres ten taaten andauernd fortse den, während Fran — und den Rang ablaufen lasse. des Finanz Ministers Witte an und scehen in welchem derselbe 8— begnüge, seinen Wollftru und weder eine I der Industrie Seeaenae b28 7n 2 en Frr Aiwaser militäri b . illaur bemerkte. der Witte die ihm zuge⸗ AAe 2 n . ste Wat fes 5 verhes . 9n “ Nation, die 1„₰ 7 eer. ge. ieben 0 ceben ene. ba nbe eneral⸗ 12 wurde — dgets des Ministertkumz des Aus⸗ alienischen Ueberein⸗
8
Aeußern Del assé erwiderte, das sei 35 unrichtig. Gotteron verlas hierauf saei einer englischen Zeitschrift, 8 welchen es heißt, die fraglichen Vorschläge seien dem früheren Minister des Aeußeren Hanotaux von dem Grafen Münster gemacht worden. Die Verhandhh. seien von Delcassé wieder aufgenommen worden, hätten aber zu keinem Ergebniß geführt. Daraufhin habe Deutsch⸗ land eine chwenkung nach der englischen Seite hin macht und sich mit England verbündet. Der Redner sprach schließlich von der Reise Delcassé's nach St. Petersburg und von der französisch⸗russischen Note. Der Senator Perrier sprach dann von dem französisch⸗türkischen Konflikt, von der Annäherung Frankreichs an Italien und vom Dreibunde. Die Senatoren Gusrin und EI forderten den Minister des Aeußern auf, die Interessen der
esitzer von Titres der portugiesischen Schuld zu schützen. Der Minister des Aeußern Delcassé erwiderte, er sei bei Portugal für die Interessen der französischen von Titres der dortugiesischen Schuld eingetreten. Portugal habe seinen guten
illen durch das jüngst mit seinen Staatsgläubigern ge⸗ troffene Einvernehmen über die Regelung der auswärtigen Schuld, das demnächst den Cortes vorgelegt werden solle, bezeigt. Die Vor⸗ schläge bezüglich eines deutsch⸗französischen Einvernehmens, von denen der Senator Gotteron gesprochen, seien niemals gemacht worden, weder dem Minister Hanotaux, noch ihm — dem Redner — selbst. In Betreff einiger Aeußerungen Gotteron's hinsichtlich Marokkos er⸗ klärt der Minister, die feag gsche Regierung habe die Oasen des Südens erobert und für die Sicherheit der Grenze gesorgt. Der Redner gab dann einige Aufklärungen über die Beziehungen zu Marokko und zu der Türkei und erwähnte mit Genugthuung die zwischen Frank⸗ reich und Italien bestehenden Gesinnungen herzlichen Vertrauens. Von beiden Ländern sei festgestellt worden, 288 es keinerlei ernsten Anlaß gebe, der sie zwingen könne, in einem Zustande von Feind⸗ seligkeit zu leben. Der Minister kam dann auf den englisch⸗japanischen Vertrag zu sprechen und erklärte, der Vertrag enthalte nichts, was Frankreich Mißtrauen einflößen könne. Die beiden Vertragsmächte wollten die Achtung vor der Integrität Chinas sichern. Dieser Grundfat sei auch die Basis der französischen Politik, Frankreichs Interessen seien eng verknüpft mit der Unabhängigkeit Chinas. Die „offene Thür“ sei von ihm — dem Redner — schon lange vor 1899 gefordert worden, und die Anwendung dieses Grundsatzes, auf welche England und Japan hinzielten, müsse auch Gegenstand der Vorsorge aller Mächte sein. Es sei durch die Thatsachen erwiesen, daß die Regierung sich stets die Interessen Frankreichs im äußersten Osten habe angelegen sein lassen. Die in dem englisch⸗japanischen Abkommen auf⸗ gestellten Grundsätze könnten Frankreich nur mit Befriedi⸗ gung erfüllen. Infolge dieses Abkommens sei der letzte Widerstand gegen die Politik der Bündnisse gefallen, und von allen Mächten sei heute anerkannt, daß es nöthig sei Bündnisse zu schließen. Wenn nun zu gemeinsamen Interessen auch emeinsame Gesinnungen träten, so gründe man damit das festeste Bündniß, das es gebe, und das sei das Geheimniß der Stärke des Bündnisses zwischen Frankreich und Rußland. Dieses Bündniß müsse von Dauer sein, weil es die Bedingungen der Dauerhaftigkeit in sich vereine. Das sei die Bedeutung des zweiten Besuches des Kaisers von Rußland und das werde die Bedeutung der bevor⸗ stehenden Reise des Präsidenten der Republik, der dem Verbündeten Frankreichs dessen Grüße überbringe, sein. Der Minister ging dann noch auf verschiedene an ihn gerichtete — ein und er⸗ klärt u. a. bezüglich der in Transvaal verhafteten Franzosen, nur über⸗ einen einzigen derselben sei eine Entscheidung noch nicht getroffen. Was die Konzentrationslager anbetreffe, so habe die englische Regie⸗ rung angekündigt, daß der Kriegs⸗Minister jede Erleichterung für die Sendung von Lebensmitteln und anderen Gegenständen, welche das französtiche Buren⸗Hilfscomité abzusenden wünsche, gewähre. Die Generaldebatte wird darauf geschlossen und das Budget des Aeußern angenommen.
Der konservative Deputirte Denys Cochin hat an⸗ gekündigt, daß er in der heutigen Sitzung der Deputirten⸗ ammer an den Minister des Aeußern . eine An⸗ frage, betreffend EEEEEEEETEEEöö’ rklärung, richten werde. Der Minister des Aecußern Delcassé hat darauf Denys Cochin mitgetheilt, daß er dessen Anfrage am Montag beantworten werde.
Nach einem bei dem Ministerium für die Kolonien eingegangenen Telegramm des General⸗Gouverneurs von Französisch⸗Westafrika ist, wie der „Köln. Ztg.“ berichtet wird, der Feldzug in der Landschaft Baulêé im Hinter⸗ lande der Elfenbeinküstenkolonie als beendet zu betrachten. Die Eingeborenen haben sich nach längerem Widerstande unter⸗ worfen und ihr Gebiet ist endgültig besetzt. Die Franzosen hatten mehrere Kämpfe, in denen ein Offizier und zwei senegalische Schützen fielen und zwei Offiziere und 13 Mann verwundet wurden. — Aus dem französischen Congogebiete ander⸗ seits hat das Ministerium Nachrichten erhalten, wonach am 9. November 1901 eine Kolonne von 200 Mann, die auf Erkundung nach Mao, nordöstlich vom Ts chadfee, aus⸗ v worden war, von einer Bande von Anhängern es Scheichs El Senussi angegriffen worden sei. Die An⸗ 7, seien mit schwerem Verlust zurückgeschlagen worden.
uf französischer Seite seien zwei Europäer verwundet und ece etödtet worden, darunter der Hauptmann Billot. Der eutnant 2ö ee darauf — 1. Nguri und einen andern in agana errichtet, die mit den Pöfuen am Scharifluß Fühlung 2.2 würden. e Wr,
Die Regierung hat, dem „W. T. B.“ zufolge⸗ an die
rehee ein r gerichtet, nach welchem das
orgehen gegen die ongregationen einzustellen ist. Portugal.
In der Pairskammer wurde gestern, wie „W. T. B.“* meldet, ein Dekret verlesen, durch welches die Session eeeegts bis zum 15. April verlängert wird. Finanz⸗Minister erklärte im n. der Sitzung, die Re⸗ Fherang gedenke die Kammern nicht früher zu schließen, als
is ihnen das Ergebniß ihrer Verhandlungen mit den In⸗ habern von Titres der auswärtigen Schuld vorgelegt worden sei.
Belgien.
Der Senat bnt gehem. wie „W. T. B.“ berichtet, das Militärgesetz mit 56 gegen 25 Stimmen im Ganzen an⸗ enommen. Ein Amendement zum 1. Artikel, durch welches 5 Stellvertretung aufgehoben werden sollte, wurde mit 56 gegen 39 Stimmen abgelehnt.
Turkei. Die
de Constantinople“ ist von türkischer 7 der Erklärung ermächtigt, daß die im Aus⸗ lande über den Gesundheitszustand des Sultans ver⸗
breiteten nachtheiligen Gerüchte jeder Begründung *nt8s ee. er re erfreue sich dir enten chumzbat In ilt 3 aus Kon⸗ — tinopel 92- sind, wie das Wiener AFEEI b — — * tahlreiche , e e. runter einige Generale Gründen Iiene, 2 — verhannt worden. Der Gencral Nazim Pascha, war, ist 2ennnen nue dnem seinem
eller
ge⸗
Grade eines Divisions⸗Generals befördert worden. Provinz ernannt werden.
Der armenisch⸗katholische Bischof in Adana unter Eskorte nach Konstantinopel düshe ist vom Vali beschuldigt worden,
entsprechenden
Terzia gebracht b 1 daß er si verschiedene Veröffentlichungen der Regierung wiesen habe.
Rumänien.
ivil Nazim Pascha soll zum Mätesger eng
is
worden. ich durch lästig er⸗
Wie dem „W. T. B.“ aus Bukarest gemeldet wird hat sich die Königin infolge der beunruhigenden Nachrichten
über den Gesundheitszustand der verwittweten gestern Abend nach Neuwied begeben. 1u
Serbien.
Fürstin zu Wied
In der heutigen Sitzung der Skupschtina theilte, wie
„W. T. B.“ meldet, der Minister⸗Präsident Wuitsch mit
daß der König die Demission des Kabinets abgelehnt
habe, weil er von dem Präsidium der Skupschtina in Er
gegenbringe,
genieße.
Schweden und Norwegen.
Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Stockho
vom gestrigen Tage gedenkt M“ sich am 2. April ü Hamburg, Cöln und Paris zu mehrn
8 ah⸗ rung gebracht, daß das Kabinet, welchem er Vertrauen fah
auch das Vertrauen der Skupschtina⸗Mehrheit
lm ber
vwöchigem Aufenthalte
nach Biarritz und dann von dort aus nach Ems zur Brunnenkur
su begeben und auf der Hinreise die Königin in Honnef esuchen. Die Rückkehr des Königs nach Stockholm wird Anfang Juni erwartet. Amerika. “ Aus Washington wird dem „W. T. B.“ gemeldet,
Vorsitzende der Kommission für Mittel und Wege
zu
füͤr
der
habe dem Repräsentantenhause eine Bill vorgelegt, be⸗
treffend eine Herabsetzung des beiderseitigen Zo tarifs zwischen den Vereinigten Staaten und Cuba 20 Prozent bis zum Dezember 1900. —
Asfien.
ll⸗ um
Nach einem Telegramm der „Times“ aus Peking vom gestrigen Tage werden 50 ausgewählte chinesische Studenten
von in Tokio einzutreten. Aus Schanghai meldet dasselbe Blatt, daß die V
aotingfu nach Japan abreisen, um in die Militärschule
er⸗
handlungen wegen der Revision der Verträge mit dem Auslande, welche seit der Erkrankung Scheng's ab⸗ gebrochen waren, jetzt ohne ihn wieder aufgenommen worden seien.
In London ist, wie die „Times“ erfährt, gestern Telegramm aus Teheran eingegangen, dem zufolge persische Regierung mit der russischen Seseibas
9
Abkommen abgeschlossen habe, durch welches Persien
ein die ein ein
neues Darlehen von 10 Millionen Rubel und Ruß⸗ land eine Konzession für den Bau einer neuen Straße von
Täbris nach Teheran erhalte. E“
n.“*“
Das „Reuter’'sche Bureau“ meldet uus Melbourne, daß die Regierung des Australischen Bundes beschlossen habe, weitere 2000 Mann nach Süd⸗Afrika zu entsenden, nachdem ihr von der britischen Regierung die Mittheilung zugegangen sei, eine solche Verstärkung der südafrikanischen
Truppen werde mit Dank angenommen werden.
Parlamentarische Nachrichten. 8
Die Berichte über die gestrigen Smge des Herr
hauses und des Hauses der Abgeor in der Ersten Beilage.
— In der heutigen (53.) Sitzung des Abgeordneten wurde die erste Berathung der vorlage fortgesetzt.
neten befinden
auses
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der
isenbahn⸗
Abg. Werner (deutschsoz. Reformp.) bedauert, daß in dieser Ver⸗
lage die Provinz 17 % betheiligt
Bau der Linien vorge sehen sei.
Alsfeld.
„ spricht aber seine
darüber aus, daß eld — Treysa und
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und
en⸗Nassau schlecht —ö und nur mit reu
der
nfeld — Vacha in der Vorlage Er wünscht noch den Bau der Linie Hersfeld
Abg. 282 Wietersheim (kons.) bittet um eine Linie Friedeberz ies Hesse lakh. want Aufschließung der Kreise Rotenburg
Abg. von Wentzel⸗Belencin (kons.) spricht der Regierung
seinen Dank dafür aus, daß die Bahn Bentschen ausgebaut werden soll, und äußert noch weitere vare Ernst (frs. Vgg.) erkennt an, daß für den ctzten
t heschehen sei als früher, bemerkt aber,
Provinz Posen 4 vr .
Unen Bareengär. Biertenn Fesaitant re,nh., nnn Schn. u — 1
Abg. Nadhyl (Zentr—.): Der Weg von Berlin nach
Kohlfurk ist i - 26, dern SvöAIAöIAeerge 1-—12
geirrt. Vom ’ F2 . 1e8 8 888 om was der ZAXAM- h
und übe pt was Ostypr 0 3 gen, eichen. Für
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in da h für die mehr hätte geschehen können, namentlich
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sich
Ministerial⸗Direktor durchgebenden Linien Nen nicht genehmigt werden; überlassen bleiben, das Konzessionen für die ör weigert worden. Sonst wenn ein In dem le ertheilten direkten
Abg. Graf von de
Bau der Linie Steinau —Lüben-Kotzenau⸗
inzu, daß er als Schlesie bien bauprojekt mit der habe, bahnverhältnisse des Leob Abg. Mies (Zentr.) wünschte Bahnverbindun nach der mittleren Mose und Rentabilität er dama
Abg. von Werdeck (kons.): Die Staatsregierung hat uns gesagt: Baut doch die Linie Kottbus —Sprember Spreeufer selbst; den Anschluß nach Sachsen, Königswartha bauen wir selbst. Nach dieser Vorlage baut aber die Regierung nur einen Theil dieser Linie, während der Anschluß nach
Sachsen fehlt.
Abg. Staegenwallner (kons.) bittet, die Gegend der Romintener Heide an das Staatsbahnnetz anzuschließen, und erhebt dabei Vor⸗
würfe gegen den früheren
Unter⸗Staatssekretär Fleck: Die betheiligten Ministerien haben
Bedürfniß „Ich bedauere die Art e, wie der Vorredner Herrn von Miquel apostrophiert hat,
sich mit der Frage bereits jener Gegend entgegengeko und Wei
Verkehrsbedürfniß vorliegt und die Rentabilitä ten sehrdähricfn . en onzessionen allein auf die Provinz Schlesien. Personenverkehr zwischen Oppeln 8 Linie werden Vorkehrungen
die eine oft übertriebene Agit
Wehrmann: Die
Frttih den
örtli erkehrsinteresse tlichen Verkehrsbedürfnisse kann eine Konzession nur ertheilt
Ffkroffen werden. r
ützer Kreises. kommt auf die schon früher von von Simmern über den nördlichen
ls nachgewiesen habe.
Finanz⸗Minister von Miquel.
eschäftigt, wie dem anerkannten mmen werden kann.
d bemerke, daß dieser nicht mehr unter den Lebenden ist. ànd Echluß des Blattes.) i
Bei der am 18. d. M. im 10. Königsberger Wahl⸗ bezirk (Rastenburg, Gerdauen, Friedland) vorgenommenen erhielten, nach der „Ost⸗
Ersatzwahl zum preußischen Zeitung“,
(rreis.) 4811 und Ebhard (Soz.) 3248 Stimmen,
Reichstage
von Rautter (kons.) 9618,
waren zersplittert. Ersterer ist somit gewählt.
t erwiesen ist. tfiel der siebente Theil 18
Für einen und Breslau auf der neuen
ecke⸗Volmerstein (kons.) regt den 1 Bunzlau an und fügt r Werth darauf lege, zu betonen, daß dieses sog. schlesischen Bewegung nichts zu thun ation ins Werk gesetzt habe. Gorke (Senten. äußert Wünsche in Bezug auf die Eisen⸗
vo Hunsrück bei Zell⸗Bullay zurück, deren Nothwendigkeit
g auf dem linken Hoyerswerda und
15 Stimmen
Konzessionen für di dza — Priborn und Oppeln— Neurode
die diese Linien wünschen, zu befriedigen. sind nicht ver⸗
werden,
ihm ge⸗
früher
Dultz
Statistik
Deutschlands Außenhandel in den Monaten Januar
-
und Volkswirthschaft.
und Februar 1902.
Nach dem vom Kaiserlichen Statistischen Amt soeben heraus⸗ gegebenen Februarheft der „Monatlichen Nachweise über den aus⸗ wärtigen Handel“ betkug in den Monaten Januar und Februar die Einfuhr in 1000 kg: 5 490 077 gegen 5 726 623 und eiden Edelmetalleinfuhr: 43 Zolltarifnummern
5 556 302 in den und 66 225. Von eine Zunahme,
20 die Einfuhr
von
Waschwolle — 152 (— 110 753), Flachs ꝛc. (— egangen.
+ 1142).
den Vorjahren, 1900. Edelmetallausfuhr: tarifnummern
nahme. Wesentl
Material⸗ ꝛc. Waaren (+† 106 094) und Drogen (+ 15 451 öbten Ausfuhr von Materialwaaren ist Beißzucker mit + 50 421 t betbeiligt.
iobzucker erhalten als im Vorjahr, die
die Ausfuh
7803 t 8 — nachgelassen hat
Zeiß als im
Gemeindeeinkom
Wie die „Zeitschrift wissenschaft“ ei 1 . Siatistischen 8 den an Isberien -125 Ee. Einkommensteuer in preußischen Städten im Rech⸗
des 3 mn
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ltona bat eig böbet von Von
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eine Abnahme. Getreide
„ von Kohlen ꝛc. (—
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82 348), Kohlen (— abmenge (— 6120).
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Vorjahren, daher 170 gegen
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weniger — 143 zeigen das
und anderen
stärker ein —), von D Quebrachoholz und C
Dagegen ist die Einfuhr
118 967),
57 77 und 71.
orjahr eine 3₰
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ohzucker mit + aand hat 56 827 derlande 7435
r nach den Vereinigten Staaten von Amerika um England hat auch 39 296 t erhalten. Starke Ausfälle brachten 64 950), Instrumente, Maschinen,
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mensteuern in Preußen 1901
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rankfurt se wie
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Wesentlich zugenommen hat Landbau⸗Erzeugnissen (+ 108 549), von Material⸗ ꝛc. Waaren (40 882 — namentli Schweinefleisch, frische und
fische sowie Südfrüchte gingen und Farbewaaren (38 277 — aran mit einem Mehr von 14 678 und 18 271 Tonne en Wolle⸗ und Wollenwaaren (222
gesalzene Heringe, sonstige frische See⸗ rogen⸗, Apotheker⸗ ilesalpeter sind 7 in betheiligt —), 72 — Schweißwolle + 19 870, von von Erden, von Eisen ꝛc. (— 37 828), von Abfällen (— 15 138), 10 118), Oel (— 9993), Papier (— 6972) stark zurück⸗
ie Ausfuhr betrug in den Monaten Januar und Februar d. J. in Tonnen zu 1000 kg: 4 862 572 gegen 4 663 577 und 5 025 237 In daher + 198 995 gegen 1901, — 162 665 gegen
een Von 43 Zoll⸗ . 18 eine Ab⸗ stärker war die Ausfuhr von Eisen g 207 429),
An der er⸗
bis zum bis 4 %) erhoben. einschlicklich
236 546 219. Vorjahr
Bier,
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48 770, t mehr t mehr,
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Betrag in Altona und Posen, nämlich 35 und 40 %.
In Italien hat sich unter den Auspicien des Ministers für
Ackerbau, Industrie und Handel ein aus 38 Herren bestehendes Ebnflr für den in der Zeit vom 17. bis 24. Juni d. J. in Düsseldorf stattfindenden internationalen Arbeiter, Versicherungs⸗ Kon greß gebildet. Diesem Comité, in welchem der Senator Speroni, Präsident der National⸗Arbeiter⸗Versicherungskasse, den Vorsitz führt, gehören an: der ehemalige Schatz⸗Minister Luzzatti, der ehemalige Justiz⸗Minister Chimirri, der Ministerial⸗Direktor Magaldi, der bekannte Statistiker Bodio, der General⸗Direktor der Bank von Neapel Miraglia, der Großindustrielle Senator de Angeli in Malland, der sich besonders durch seine Thätigkeit zu Gunsten der Arbeiter hervorgethan hat, der Präsident der Mittelmeer⸗ bahn Benedetti, Univpersitäts⸗Professoren, Vorsitzende von Unfall⸗ verhütungsvereinen, Mitglieder des Senats und der Deputirten⸗ kammer, Ingenieure u. s. w. Es beweist dies, ein wie lebhaftes
Interesse die italienische Regierung und Bevölkerung an der Sache nehmen. 8 .“
Zur Arbeiterbewegung. 1
Der „Verband der Gips⸗, Zement⸗ und Deckenbaugeschäfte ür Berlin und Vororte“ hat, wie hiesige Blätter melden, e 18b Rabitzputzern abgeschlossenen Arbeitsvertrag, der am 31. d. M. abläuft, bis zum 1. April 1903 verlängert; auch soll den Rabitz⸗ spannern, die „Rauharbeiten“ ausführen, der tarifmäßige Lohn der „Putzer“ gezahlt und Accordarbeit vermieden werden. Die Rabitz⸗ arbeiter beschlossen daraufhin in einer vorgestern abgehaltenen Ver⸗ enmnung, Aberath 82 ngeähe 8 weiter gearbeitet
erden soll, am nächsten Montag die Arbeit niederzulegen (veral. Nr. 92,1801 de Blhüöch 3 h
Kunst und Wissenschaft.
Die Sammlungen der Skulpturen und Gipsabgüsse der Königlichen Museen sind im bnen Vierteljahr 1901 güsle um zahlreiche Neuerwerbungen bereichert worden. 2 der „Amtlichen Berichte aus den Königlichen Kunst⸗ ammlungen“ wurde für die der antiken Skulpturen der obere Theil einer attischen Grabstele des VI. Jahrhunderts er⸗ worben. Dargestellt war ein Mädchen in etwa zwei Drittel Lebens⸗ größe; erhalten sind der Kopf und die linke Hand mit einer Blume. Stilistisch steht das Werk der Aristionstele des Aristokles so nahe, wie kein anderes; der Zustand der Oberfläche an den erhaltenen Theilen ist ausgezeichnet; Spuren rother Farbe sind vielfach erkennbar.
An Bildwerken der christlichen Epoche wurden käuflich erworben; 1) eine in Holz geschnitzte Reliefplatte von Tilmann Riemenschneider: Christus als Gärtner mit Maria Magdalena. Ein Theil des Hochaltars der Pfarrkirche von Münnerstadt, der im Jahre 1490 dem Würzburger Meister in Auftrag gegeben wurde, hat dieses Relief als beglaubigte früheste Arbeit des Meisters besondere historische Bedeutung. Mit einem anderen, von den Altarflügeln stammenden Relief und der großen Statue der Magdalena aus dem Mittelschrein kam die Platte aus dem Schlosse Mainber (Sattler'sche Sammlung) in Berlin zur Versteigerung. Durch Abnahme der modernen Bemalung hat die Wirkung des Schnitzwerkes, das ursprünglich nicht bemalt war, erheblich gewonnen. 2) Ein aus Süditalien stammendes Marmorrelief mit der Madonna in Halb⸗ figur, eine Arbeit des XIV. Jahrhunderts. Zur Vervollständigung der in der letzten Peit auch sonst stark bereicherten Sammlung von italienischen recentoskulpturen erscheint dieses Stü sehr willkommen. — 3) Ein angeblich aus Südfrankreich stammendes, monumental dekoratives Steinrelief des XII. Jahr⸗ hunderts. Dargestellt sind der thronende Christus in ganzer Fi ur und die Evangelistensyombole in den vier Ecken der recht⸗ winkligen Platte. Auf der Rückseite ist dieselbe Darstellung füüchtig angelegt. Arbeiten dieses Stilcharakters, die sehr selten im Kunsthandel vorkommen, fehlten in der Samm⸗ lun von Bildwerken der christlichen Epoche bisher ganz. 4) Die Statuette einer weiblichen Figur in vergoldetem und be⸗ maltem Hol eine höchst reizpolle Arbeit der nordfranzösischen Gothik, aus dem Ende des XIII. Jahrhunderts. Dargestellt ist darin ver⸗ muthlich eine Jungfrau aus der 2 ee der klugen und der thörichten Jungfrauen. — 5) Eine größere Elfenbeinplatte mit der Darstellung des unbärtigen Christus und der Evangelistensymbole, ein besonders bedeutendes Stück karolingischer Kunst. — 6) Ein eeme. dem Crucifixus, Maria und Johanneg, einer interessanten, wohl rheinischen Arbeit aus dem XI. Jahrhundert. Dieses Stück wurde auf der Auktion van den Bogaerde (Schloß ijk) erworben. — Die folgenden Bildwerke kamen als Geschenke von Gönnern, die nicht genannt zu sein vansg—, in die Sammlung;: ein Flachrelief mit der Dar lellun der . Uügung Christi in bemaltem Holz, eine lombardische Arbeit aus der
itte des XVI. Jahrbunderks; ein kleiner Orucilixus aus Bronze, rheinisch, aus dem XII. Jahrhundert, mit der Inschrift: „Wolfra mus Pêer! Jusit Me] Facere“; ein kleines Reliquiar in — othischer Bronzefassung mit einem Perlmutterrelief, das den heiligen rg darstellt und auf der Rückseite grapiert die heilige Margarcthe zeigt, rheinisch, vom Ende des XV. Jahrhunderts.
Aus dem Kunsthandel wurden ferner 2 das Antiquarium und zwar für die Sammlung der Vasen im letzten Viertel⸗ jahr 1901 8* weißgrundige Lekyvthen mit bunter Bemalu aus Athen stammend, erworben. Auf der einen steht sinc von einer Stele ein Mädchen mit Korb auf dem Kopf und
einer in der linken d, ein in den tel R 5X
Nach dem neuesten
der auf Z1 ein klagendes Mädchen, ts weitendes Keinerrs Marchen der eher eüie neg denne — eee ehemaligen Samml in Cassel 2o e,h- . h. 20 Lekythos aus seinem, hellem Iö21 23 85 Ompbal 0 abrif: chwarz 8 bauchige bes: eS „2* —— — . u eiten er piralranken Ancse; 1) weihgrnbige ekribes mff ber emwas eebeäet 1 K. Hände des sitzenden Mädchens a
See seree Frecteres seetehes 1 e een 8Ee
diese Figur war wohl kein ling. dem unter dem Mantel — werdenden langen deren Varderseste
der der 149 —22— plastische Kopt d gisene Eücer, — ar die Eimplacg de Igrgkoelen wurde aas MNesern ischen
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Dortmund und Barmen, nämlich 65, 63,4 und 63,1 %, der niedrigste
hon jedes Jahr einzeln mit einem bemerkenswerthen Ereigniß aufgeführt, in der Zeit der fünften Dynastie, in der das “ Bruchstück geschrieben ist, finden sich bei jedem 1b ahre ausführliche Angaben über die Ereignisse desselben. e ist von den ersten Dynastien an jährlich eine Höhenangabe gemacht, die vermuthlich die Höhe der Ueber⸗ schwemmung anzeigt. Diese Annalen hatten einen praktischen Zweck; sie gaben an, wie die einzelnen Jahre beim Datieren zu benennen waren, denn das älteste Egypten benannte ebenso wie das gleichzeitige Babylonien seine Jahre nicht mit Zahlen, sondern nach ihren charakteristischen Ereignissen. In der Sitzung der physikalisch⸗mathematischen Klasse der Akademie vom 13. d. M. las Herr Vogel über die Bewegung des Orionnebels im Visionsradius. Auf dem Asttopeeätssche Observatorium zu Potsdam hat Herr Dr. Eberhard Aufnahmen zur Bestimmung der Bewegung des Orionnebels in der Gesichtslinie aus⸗ geführt, durch welche zanächst der früher nach direkten Messungen am Spektroskop von rofessor Keeler in Amerika für diesen Nebel ab⸗ geleitete Werth estätigt wird. Die Beobachtungen haben weiter mit großer Wahrscheinlichkeit zu dem interessanten Resultat ge⸗ führt, daß die Geschwindigkeit an verschiedenen Stellen des Nebels nicht gleich ist, daß also relative Bewe ungen der Nebel⸗ materie und zwar von nicht unerheblichem Betrage stattfinden. — Herr Warburg machte Mittheilungen über den Geschwin⸗ digkeitsverlust, welchen die Kathodenstrahlen beim Durchgang durch dünne Metallschichten erleiden, nach Versuchen von Herrn G. Leithäuser im Physikalischen Institut der hiesigen Universität. Kathodenstrahlen, welche sich vor dem Durchgang durch ein Metallblättchen als homogen er⸗ weisen, liefern nach dem Durchgang ein magnetisches Speltrum. Dasselbe hebt an mit Strahlen, welche eine kleinere Geschwindigkeit als die der direkten besitzen. — Herr gi cher las eine in Gemeinschaft mit Herrn Fritz Weigert bearbeitete Mit⸗ theilung über die Synthese der a, e-Diaminocapronsäure. Wird der -Cyanpropylmalonester mit Aethylnitrit und Natrium⸗ äthylat behandelt, so entsteht der a-Oximido-Acyanvalerian⸗ säureester, und dieser verwandelt sich bei der Reduktion mit Natrium und Alkohol in a, ⸗-Diaminocapronsäure. Das synthetische Produkt ist als die racemische Form des natürlichen Lysins zu betrachten. — Herr van’t Hoff las über die Bildungs⸗ verhältnisse der ozeanischen Salzablagerungen, ins⸗ besondere des Staßfurter Salzlagers, und zwar speziell über die Bildung von Langbeinit und deren untere Temperaturgrenze bei 370°. Gemeinschaftlich mit den Herren Meyerhoffer und Cottrell wurde festgestellt, daß der Langbeinit sich aus Leonit ohne weiteres bei 89° bildet; gleichzeitige Anwesenheit von Magnesium⸗ sulfat setzt diese Temperatur auf 61° herab, während unter den dafür günstigsten Umständen bei der Salzlagerbildung das Auf⸗ treten des Langbeinits schon von 370 an möglich ist. Herr von Bezold überreichte zwei neue Bände der Veröffentlichungen des Königlichen Merteorologischen Instituts: „Ergebnisse der Nieder⸗ schlags⸗Beobachtungen in den Jahren 1897 und 1898“ und „Ergebnisse der meteorologischen Beobachtungen in “ 9 19e FHeee 2 n der Sitzung der philosophisch⸗historischen Klasse von demselben Tage las Herr Sachau über den zweiten Khalifen Omar, ein Charakterbild aus der ältesten Geschichte des Islams. In dem großen arabischen Geschichtswerk von Ibn Saad, das im Auftrage der Akademie herausgegeben wird, finden sich umfangreiche biographische Artikel, welche über die Entstehung des Islams, über Muhammed, seine Freunde und Helfer in großer Ausführlichkeit be⸗ richten, so au über Omar Ibn Alchattab, nächst Muhammed die hervorragendste Persönlichkeit, den Begründer und Organisator des muhammedanischen Weltreichs. Der Vortragende schilderte sein persönliches Wesen, seinen Charakter seine Religiösität und unbeugsame Energie, sein Verhältniß zu Muhammed und Abu Vekr, zum Staat und zu den Heerführern, welche die asiatischen und afrikanischen Provinzen des römischen Reichs sowie das ae Reich ihrem strengen Gebieter in Medina unterwarfen und für ihn verwalteten. Herr Kirchhoff legte vor: Corpus Inscriptionum Graecarum Pelo- ponnesi et insularum vicinarum, vol. I: Inscriptionum Aeginae Pityonesi Cecryphaliae Argolidis consilio et auctoritate Ac. L. R. Bor. ed. Max. Fraenkel (Berolini ap. G. Reimer. 1902).
Aus Madrid berichtet „W. T. B.*, daß durch einen Erlag des Marine⸗Ministers die spanischen Schiffskapitäne, welche mit ihren Schiffen über den 30. Grad südlicher Breite hinauskommen, angewiesen worden sind, Berichte über ihre meteoro⸗ logischen Beobachtungen dem Ministerium einzusenden, um da⸗
durch die Forschungen der deutschen Südpolar⸗Expedition zu unterstützen.
dänische Ministerium des Innern ertheilte, wie W. T. B.“ aus Kopenhagen meldet, dem Schriftsteller Mvylius Frichsen, dem Maler Grafen Harald Moltke und dem Studiosus Rasmussen d. Eer. g Söö71— Forschungs⸗ reise an der Westküste Grönlands. Die Expedition soll
Forschungen auf dem 60. Grad nördlicher Breite beginnen und
nordwärts Peary's erst —
her Juni d. antbeten.
zur ersten Ueberwinterungsstation soll die Expedition die Reise
Theater und Musik.
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