Börsenplätzen
—
für die Woche vom 2. bis 7. März 1903 nebst entsprechenden Angaben für die Vorwoche. Zusammengestellt im Kaiserlichen Statistischen Amt. .
1000 kg in Mark.
(Preise für prompte [Loko⸗] Ware, soweit nicht etwas anderes bemerkt.)
Wien.
Roggen, Pester Boden Wehgen, 8— e 2 8 er, ungarischer I
eerste, slovakische
Budapest.
Roggen, Mittelware Weizen, 8
Hefs, 2„ erste, Futter⸗
Roggen, 71 bis 72 kg das hl.. . Weizen, Ulka, 75 bis 76 kg das hl. ..
Riga. Roggen, 71 bis 72 kg das hl. N1 h1.
Paris.
- lieferbare Ware des laufenden Monats
Antwerpen. Varna . Donau, mittel Azima. Odessa roter Winter⸗ Kansas Walla Walla
8 Amsterdam. 11II11111“” Roggen 2e Petersburger
Roggen Weizen
London. a. Produktenbörse (Mark Lane).
“ .
8 rot b. Gazette averages.
englisches Getreide, Mittelpreis aus 196 Marktorten
Liverpool.
roter Winter⸗ Californier .. Nord Duluth Nr. harter Kan⸗ Manitoba
85 Neu Pork. roter Winter⸗ Nr. 2
Buenos Aires. Weizen, Durchschnittsware, ab Bord Rosario.
Bemerkungen. 1 al Quarter ist für die
— W111“““
Woche März 1903
126,26 154,41
136,50
116,02 135,39 108,34 100,41
Da⸗ gegen Vor⸗ woche
2./7.
126,33 153,65 115,24 136,58
113,46
115,66 135,89 108,41
99,02
92,05
92,05 114,46
115,57
104,14 127,87
133,99 183,62
128,09 134,19 136,23 140,29 136,23 135,82 138,26
105 24 126 78
134.28 197,83
128,56 134,26 136,29
136,54 136,29 138,98
112,61 125,08 128,10 135,14
132,20 122,12
129,96 121,00
118 81 123,67 130,34
140,23 139,29 140,23 139,29 148,70 150,11 140,23 140.23 155,53 156,70 — 153,18 140,70 139,76 151.52 151,99 147,53 148,23 145 87 145,87 129,66 119,20 109,01
118.81 123,67 130,81
118 16 112,33 126,84 125,05 120,12 117,60
109,58
notiz an der Londoner 222 die Gazoetto avorages. arktorten des 1
goniglich Preuhische Armet.
Beamte der Militärverwaltung.
Durch Verfügung des Kriegsministertum ieweger, der Gardelandm. 2. Aufgebetd
d, an ber 12
nttfatfe der 1. der 3. der 1
5b. 26.
e 8 * 2* 1 zum Kommandeur dieser Abteil., Hopman, Ritter v. Mann Edler v. Tiechler vom Admiralstabe der Marine, Boedicker, Admiral⸗ stabsoffizier beim Stabe des 1. Geschwaders, — zu Korv. Kapitäns; die Oberlts. zur See: Boethke von der 2. Marine⸗Insp., Michaelis, Seekadettenoffizier vom Stabe S. M. Schulschiffes „Moltke“, später Referent bei der Minenversuchskommission, zugleich vom Stabe S. M. Spezialschiffes „Pelikan“, v. Trotha vom Stabe S. M. Linienschiffes „Wettin“, v. Diederichs (Friedrich) von der 1. Marineinsp., später Adjutant bei derselben, Reiß, kom⸗ mandiert zur Marineakademie, später vom Stabe S. M. Linien⸗ schiffes „Württemberg“, Kühlenthal vom Stabe S. M. Linien⸗ schiffes „Kaiser riedrich III.“, zu Kapitänleutnants; die Lts. zur See: Kleyenstüber (Kurt) vom Stabe S. M. Schul⸗ schiffes „Blücher“, später vom Stabe S. M. großen Kreuzers „Hansa“, unter Verleihung eines Patents vom 27. Januar 1903, Stegemann von der 2. Torpedoabteil.,, Roedenbeck vom Stabe S. M. großen Kreuzers „Hertha“, Waldmann von der 1. Matrosen⸗ Art. Abteil., Beß vom Stabe S. M. kleinen Kreuzers „Seeadler“, später von der 2. Marineinspektion, Sievers vom Stabe S. M. Schulschiffs „Stosch“, später vom Stabe S. M. Kanonenboots „Jaguar“, — zu Oberlts. zur See, Rochlitz, Fähnr. zur See von S. M. Linienschiff „Kaiser Friedrich III.“, später vom Stabe S. M. kleinen Kreuzers „Arcona“, unter Verleihung eines Patents vom 27. September 1902, zum Lt. zur See unmittelbar hinter dem Lt. zur See Schirmacher.
Abschiedsbewilligungen. Helgoland, an Bord S. M. Linienschiffes „Kaiser Wilhelm II., 6. März Lilie, Kapitän zur See, beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte des Küsteninsp. für den Bezirk West⸗Schleswig⸗Holstein, ausschließlich des Elbegebiets, unter Ernennung zum Küstenbezirksinsp. für diesen Bezirk, auf sein Gesuch mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Obenheimer, Kapitän zur See, Präses des Torpedo⸗ versuchskommandos, zugleich Kommandant S. M. Hefenschiffes „Neptun“, Schwartzkopff, Fregattenkapitän, Artilllerieoffizier vom Platz und Vorstand des Artillerie- und Minendepots zu Friedrichsort, Schneider, Freg. Kapitän, Adjutant beim Kommando der Marinestation der Ostsee, beiden unter Verleihung des Charakters als Kapitän zur See, Hilbrand, Korv. Kapitän von der Marinestation der Ostsee, unter Verleihung des Charakters als Freg. Kapitän, Eckhardt, Marineingen. von der 1. Werftdiv., — mit der gesetzlichen Pension nebst Aussicht auf Anstellung im Zivil⸗ dienst und der Erlaubnis zum Tragen der bisherigen Uniform der Ab⸗ schied bewilligt. Kutzleb, Lt. zur See von der 2. Marineinsp., behufs Uebertritts zur Armee aus der Marine ausgeschieden.
1“
SDesterreich⸗Ungarn.
Das österreichische Abgeordnetenhaus begann gestern, wie „W. T. B.“ meldet, die Beratung des Staatsvoranschlags Die meisten Redner sprachen ihre Besciedigung darüber aus, daß das
us mit der Budgetberatung zu der bisher durch ungerecht⸗ eertigte Obstruktion gehemmten Ausübung seines Bestimmungsrechts zurückkehre. Zugleich wurde die Notwendigkeit der Regelung der Sprachenfrage, und zwar nicht nur in Böhmen und Mähren sondern auch im Osten und Süden der Monarchie, und die Not⸗ wendigkeit einer Reform des Steuerwesens und des Verwaltungs⸗ organismus betont. Von deutscher Seite wurde anerkannt, daß das egenwärtige Beamtenkabinett, in dem ein hohes Maß von Intelligenz,
Lachkenntnis und Arbeitseifer vertreten sei, unter den gegenwärtigen Verhältnissen das einzig mögliche sei, doch müsse es auf voll⸗ ständig neutralem Boden bleiben. Die meisten Redner betonten, daß der Ausgleich mit Ungarn, mit Rücksicht auf die ungünstige Stellung der österreichischen Regierung gegenüber der ungarischen, immerhin eine Verbesserung gegenüber dem Badeni'schen und dem Thun’schen Aus⸗ leich bedeute; von einer Seite wurde die Zolltrennung bei Landwirt⸗ schas, Handel und Industrie für vorteilhafter als der Ausgleich bezeichnet.
Großbritannien und Irland.
Aus Anlaß der 40. Wiederkehr des Hochzeitstages des Königs und der Königin fand gestern im Buckingham Palast ein Festmahl statt, an dem zahlreiche Mitglieder der Königlichen Familie teilnahmen. Hierauf folgte ein kleiner Ball, an dem sich eine Anzahl persönlicher Freunde der Majestäten, Diplomaten und Minister beteiligten.
Im Unterhause gab gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, der Staalssckretär des Kriegkamts Brod cid Erklärungen zum Kriegs⸗ budget ab. Er hob hervor, die Bedürfnisse des Reichs seien gewachsen, und der von der Regicrung geforderte Effektwbestand sei notwendig. Sobald die Reserve auf 100000 Maan erhöbt ist“, sagte der
inister, „werden wir eine regelmäßige Streitkraft von 507 000 Mann zu unserer Verfügung haben. T dieser Macht erfordern die
rnisonen in den Kolonien 51 000 und im Krieasfall müssen wir zur Verteidigung unserer 120 000 Mann nach autwärts senden. Wenn wir für die onen im T
werden wir in England Mann ie noch Kommandehd Ersap ind Ausland Cchuskesaad de Nrenes s kalse nicht Aber⸗ eickretär nahm dann auf die an der Nach⸗ Kritiken Bezug und sagte, man köͤnne keinen Anzahl der Of im deutschen ung alstabs scich Dienste üben beigegebenen Offi⸗
die set 2 2
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bc8 dee vlttik C2n, 82288 (konf.)
—
orst
anderen Nationen, alle strategischen Möglichkeiten berücksichtigen müsse. — Gibson Bowles e hierauf fort und sagte: seit der Erklärung des Premierministers habe Lord Cranborne angekündigt, daß zwischen England und Rußland Verhandlungen schwebten, die be⸗ zweckten, zu einer freundschaftlichen Verständigung über die beider⸗ seitigen Interessen in Persien und Afghanistan zu gelangen. Hierin bestehe die ganze Frage. Wenn man zu einer solchen Verständigung gelange, so sei die Notwendigkeit, Vorsichtsmaßregeln gegen einen Einfall in Indien zu treffen, behoben. Hierauf wurde die Weiter⸗ beratung auf heute vertagt.
b Frankreich.
In dem gestern abgehaltenen Ministerrat teilte, wie „W. T. B.“ meldet, der Minister des Aeußern Delcassé die Grundzüge der Erklärungen mit, die er in der Deputierten⸗ kammer in Erwiderung auf die Interpellationen über die auswärtige Politik abzugeben gedenke.
Der Senat setzte gestern die Verhandlungen über die Anfrage, betreffend den Gesundheitszustand im Heere, fort. Der Kriegs⸗ minister General André erwiderte verschiedenen Rednern, daß er aus⸗ drücklich angeordnet habe, keine schwächlichen, besonders keine schwind⸗ süchtigen Leute einzustellen. Ferner seien Maßnahmen getroffen worden, die Ernährung der Soldaten zu verbessern und Ueber⸗ anstrengungen zu vermeiden. Er beabsichtige auch, die Zahl der Militärärzte zu vergrößern. Die Deputiertenkammer beschloß gestern auf Wunsch des Ministers des Aeußern Delcassé, daß alle Interpellationen über die auswärtige Politik gemeinsam zur Erörterung gelangen sollten. Millevoye (Nationalist) sagte, die sozialistischen Ideen über Entwaffnung seien Träumereien. Das beste Unterpfand des Friedens seien stete Kriegsbereitschaft und das französisch⸗russische Bündnis. Ruß⸗ land sei es gewesen, das im Jahre 1875 Detschland daran verhindert habe, Frankreich endgültig den Garaus zu machen. (Jauros rief: „Auch Eng⸗ land hat dies gleichfalls verhindert, und Sie haben noch nicht gepredigt, daß man ein Bündnis mit England schließen solle.) Millevoye fuhr fort: Daß der Friede in Europa erhalten worden sei, perdanke man dem Kaiser Alerxrander III. Das Recht Frankreichs auf Elsaß⸗ Lothringen sei unbestreitbar, und eine Entwaffnung sei unmöglich, bevor diese Frage gelöst sei. Der Redner erklärte schließlich, er freue fic, daß die Beziehungen zu Italien wieder angeknüpft seien, und ragte, welche Rolle Frankreich im Orient spielen werde, wo ein allgemeiner Brand im Bealkangebiet auszubrechen drohe. Berry (nationalistischer Konservativer) führte aus, man könne den Versprechungen des Sultans bezüglich der Reformen in Mazedonien nicht trauen. Frankreich dürfe nicht länger schweigen, nachdem Italien, Oesterreich⸗Ungarn und Rußland ihre Stimmen er⸗ hoben hätten. Delafosse (unabhängiger Konservativer) besprach die in Marokko herrschende Anarchie und meinte, daß die wiederholten Aufstände dort auf europäische Intriguen zurückzuführen seien. Der Redner protestierte dagegen, daß man immerwährend An⸗ griffe gegen Deutschland und England richte, und meinte, die Marokkofrage werde sich auf Grundlage eines Ueber⸗ einkommens zwischen Frankreich, England und Spanien lösen lassen, durch das die Meerenge von Gibraltar für neutral erklärt werde. Benoist (kons.) .. die politischen Er⸗ eignisse seit 1898, namentlich den Burenkrieg, und wünschte die Politik des Ministers des Aeußern kennen zu lernen. Pressensé (Soz.) verbreitete sich in längerer Rede über die Treibereien der mit dem Gendarmeriedienst in Mazedonizn betrauten albanesischen Häuptlinge und beglückwünschte den Minister dazu, daß er eit 2 Jahren mit Nachdruck auf der Einführung von Reformen bestanden habe. Er glaube allerdings nicht, daß das öster⸗ reichisch⸗russische Programm eine wirksame Besserung herbei⸗ führen werde, halte vielmehr den genblick füär gekommen, wo Europa aus seiner Untätigkeit heraustreten müsse. Mazedonien müsse einen unabhängigen Gouverneur haben, der sich auf gewählte Körperschaften stütze. Die Verwaltung des Landes müsse unter Kontrolle einer curopäischen Kommission gestellt werden. Der Redner schloß, seine Partei sei für eine europäische Föderation und deshalb wünsche sie, daß die Wolken, die eine solche bedrohten, ver⸗ schwänden. Die Weiterberatung wurde auf bheute vertagt.
Im Parlament ist gestern ein Gelbbuch über die maze⸗ donischen Angelegenheiten verteilt worden, das diplomatische Schriftstücke aus der Zeit vom 23. Januar bis 25. Februar d. J. enthält. In einer an den französischen Gesandten in Athen gerichteten Depesche vom 12. Februar erklärte der Minister Delcassé, er ver⸗ lange für niemand in Mazedonien Bevorzugungen, aber — Lebensbedingungen für alle, welcher Rasse sie auch angehören möchten. Am 18. Februar telegraphierte der französische Gesandte in Sofia, die angekündigten —, gegen das mazedonische Komitee seien ohne Verzug zur führung ge⸗ langt. Am 19. Februar ersuchte der Minister des Aecußern Delcassé den franzoösischen Botschafter in Konstantinopel Constans, dem Sultan die Annahme des österrrichisch⸗ungarischen und russischen Reformprogramms angelegentlich zu empfehlen
Ein zweites, zur Verteilung gelangtes Gelbbuch betrifft die Verhandlungen, die zwischen dem 8. August 1900 und dem 3. Januar 1903 bezüglich der Räumung Schanghais , haben. Am 16 t 1900 2*l der Minister Delcassé an den fr. Konsul changhai, wenn fremde der Konzessionen gelandet werden sollten, e Beispiel gefolgt werden.
31. Juli 1902 55 der englische Botschäafter in Paris Edmund Monson in einem Telegramm an Lord Lansdowne,
dem Minister Delcassé mitgeteilt wurtd die chinesische EE“ . ernen und daß c⸗ —I Æ der — rapbierte Beisceafter in Londen, er möge Lerd
kennen zu lernen. Delcassé an den französischen mittci daß er (Delcassé) eine gleichzeitige 7— unbedenkluch halte, unier dem
Lansdowne † b
und rekie
it üae
dem des worden.
„W2. T. B.“ lischen Katholischen erzogs von Norfolk. cine dresse.
England und üdafrikanis
TMaßrsgeln getroffen, um für einen eventuellen
(hoffe, daß 3 sich doch nicht durch den Sirenengesang Troelstras verführen lassen.
der nationalliberalen Partei Demeter Stu rdz
1 völkerung festlich begangen.
ntral⸗ und südamerikanischen Staaten im Staats⸗
8— eC11I11“
ben müssen. Der sozialistische Abgeordnete Troelstra führ 5 einer Interpellation aus, daß die Lage sehr bendührte sei und daß, für den Fall, daß der geplante Ausstand beinen glücklichen Ausgang nehmen sollte die internationale Transport⸗ vereinigung sich einmischen werde. Von England würden allein 100 000 Gulden wöchentlich geleistet werden. Er riet gemeinschaft⸗ lich dahin zu wirken, daß die bestehende Spannung nachlasse. Der Ministerpräsident Kuyper erklärte in seiner Antwort, daß die Re⸗ gierung durchaus nicht auf den Ausbruch eines Ausstandes zum z1. Januar vorbereitet gewesen sei. Jetzt seien dagegen alle 1 Streik gerü
zu sein; die Regierung hoffe aber ebenso wie der 1h gensest Troelstra, daß er nicht ausbrechen werde. Politische Rücksichten er⸗ laubten nicht, darauf zu antworten, ob Militär im Strikefalle für den Eisenbahndienst verwandt werden solle. Wenn die Regierung auch Ruhe und Ordnung erhalten bleiben werde, so dürfe sie
Unter allen Umständen werde sie die Staatsgewalt im Interesse alle Klassen der Gesellschaft aufrecht erhalten. Die Be tung 1 8 ihren Fortgang nehmen. 8 8
Griechenland. 8
In der gestrigen Sitzung der Deputiertenkammer erklärte dem „W. T. B.“ zufolge, der Kriegsminister auf eine Anfrage, daß die Pläne für die Heeresreörganisation seiner eigenen Initiative entsprungen seien. Die Ansicht, daß er gezwungen sei, eine von dem Generalstab und dem kommandierenden General vorbereitete Arbeit in Erwägung zu ziehen, könne er nicht unwidersprochen lassen. Die Kammer ging hierauf zur Beratung der Antwort auf die Thronrede über.
Rumänien.
Der 70. Geburtstag des Ministerpräsidenten und Führers - 1 — a wurde, wie
B. meldet, gestern in Bukarest von der national⸗ Partei und der überwiegenden Mehrheit der Be⸗ ölker ch be. Der König richtete an Sturdza ein in den wärmsten und anerkennendsten W⸗
wär . Vorten abgefaßtes Glückwunschschreiben. Der Prinz Ferdinand begab scan⸗
Vormittag persönlich zu Sturdza, der im weiteren Verlaufe des Tages zahllose Abordnungen empfing. Am Abend fand im Nationaltheater ein großes Festmahl statt.
1 8 “ Schweden und Norwegen.
In der Zweiten Kammer des schwedischen Reichs richtete, wie „W. T. B.“ meldet, der Abg. Pen ec 1 Ackerbauminister folgende Fragen: Welche Schritte hat die Regie⸗ rung unternommen, um die Not im nördlichen Schweden zu lindern? Hält die Regierung die unternommenen Schritte für ausreichend, und alls nicht, meint dann die Regierung, daß es dem Lande zur Ehre geteiche wenn man durch ein zentrales Nothilfskomitee sich an fremde Länder wende, um Almosen zu erbitten, aastatt selbst Vorschläge für eine staatliche Unterstützung zu machen? Hat ferner der Minister Kenntnis davon, wieweit die Gerüchte wahr sind, daß einzelne Arbeitgeber die Not benutzten, um die Löhne so herabzudrücken, daß es für die Arbeiter unmöglich sei, ihre Arbeit auszuhalten?
iberalen
Amerika.
In dem gestern abgehaltenen K abinettsrat, Präsident Roosevelt beiwohnte, brachte, wie aus Washington erfährt, der Schatzsekretär Shaw die inanzlage in New York sowie die zur Abhilfe zu ergreifenden Maßnahmen zur Sprache.
Der „Daily Telegraph“
diplomatischen
dem auch „W. T. B.“*
berichtet aus Washington, daß Vertreter Mexikos und der
artement in Washington über die Anlage einer Eisenbahn, ie Nord⸗ und Südamerika verbinden solle, verhandeln würden. Nach einer in Washington eingetroffenen Depesche aus aräcas bestimmt der kürzlich ergangene Erlaß Castros die erneute Blockade des Orinoko und der Häͤfen Guanta ind Carüpano vom 7. März ab anordnet, daß Schiffe nur och binnen folgender Zeiträume nach Mitteilung des Erlasses n die verschiedenen Negierungen eingelassen werden sollen: us Europa Dampfer binnen eines Monats, Segler binnen vei Monaten, aus den Vereinigten Staaten Dampfer nnen 15 Tagen, Segler binnen eines Monats.
Asfien.
Aus Peking vom heutigen Tage meldet das „Reutersche reau“, Juanschikai habe Truppen gegen eine Borer⸗ teilung abgesandt, die in einer Stadt 100 Meilen östlich
Peking militärische Uebungen vorgenommen habe. Die er seien zerstreut und zwölf getötet worden. Es seien
auch mehrere Soldaten getötei worden. Die Gefangenen enthauptet und ihre Köpfe öffentlich ausgestellt worden, der sei öffentlich bekannt gegeben, daß au itgliedschaft
Unterstützung der Borersekte die Todesstrafe stehe.
Afrika.
Der Deutsche Kronprinz und der Prinz Eitel⸗
edrich von Preußen ben sich gestern, wie dem
8 1. B.“ aus Kairo berichtet wird, nach Gh⸗ wo
sddieselben die Sphinx besichtigten und die große Pora⸗
bestiegen. Hierauf ritten die Prinzen nach Abusir und
und dann über Memphis nach Bedrachin, von wo
hr nach Kairo mit dem Dampfer erfolgte. Abende
aten die Prinzen bei dem Khedive, Höchstdieselben
Fekvorstellung in der Oper deiwohnten.
Der britische Stoatssckretär für die Kolonien Chamberlain vormittag in Funchal (Madeira
don den Mit NAen der englischen Kolonic, sowie zahl⸗
Hen Einheimis grüßt worden:; die dritischen und por⸗
Krieg cuerten Salut
˖ꝰ-/O⸗ —
279 Situng vom 10 Marz 1903. 1 Ur.
4 valtung des Reichsheeree, und zwar dei den A 8 fur die 222 ung der Truppen.
Ueter den wurde —2 in der
geAzben e der Intanterze
di 954
keit; es soll
Summe für und diese Summe nicht davon schaffen. Interesse. Die J
den besseren Waff hat auch die ehe schwerere wendig zum Abg. Roeren beschlüssen zu bela Erkenntnis zurückstehen sie hält We ungangbar. Das der etatsmäßigen eine Ausnahme aufgestellt werden,
den
des Vorschlages. wie bei den onderen
arten wir lieber beendet ist Abg. von Tie redners sind nicht st
Armee, daß diese O
die Endstellun nicht jeder zugeben; zwis
Auf diesem Weg Abg. Dr. 2
Parallele trifft nicht einzelnen Kategorie
sprochen; womit di
Haus sorgen.
punkt der richtige im besonderen den
Es liegt hier eine
bat das Regiment:
25† 3½
7 3
fe 1½2
8
resse. Die Infanterie ist unsere mentsverhältnisse schlechter, so wendet
nicht verschlossen, daß müssen hinter den Kollegen der
gemacht
spricht, stimmt tatsä sondern 7800 ℳ Gehalt, also für Repräsentationen bestimmt sind.
auf derselben Einkommensstufe bel⸗ ihre Pensionsverhältnisse sehr ung freudigkeit lähmen muß.
Abg. Dr. Paas gehoben worden, daß für viele, welche d
es soll nichts weiter chen dem Gehalt des
kategorie aber soll, wie so betonen, individuell behandelt werden. auch von der Pflicht der Dankbarkeit 8
werden soll, hat man ung jetzt eine solche Streit
einem derartigen Entschluß nicht
nächsten 28 größere Ausgaben bevorständen, und das Quin⸗ quennat, jedenfalls das Friedenspräsenzgesetz, erneuert werden müßte. Ich bin demgegenüber der Ansicht, Quinquennat zu Ende geht und sich übersehen läßt, was in diesem Zeitraum geschaffen, der richtige Augenblick gekommen ist, um der⸗ artige Härten auszugleichen. Wir haben in den letzten fünf Jahren die Organisation der Artillerie geschaffen und beendet und die ver⸗ schiedenen Waffengattungen weiter ausgebaut. noch Ungerechtigkeiten und Ungleichmäßigkeiten
d, citigt werden müssen. Betrachtet man die Organisation näher, so muß dieses bezüglich der Oberstleutnants unbedingt bezaht werden.
die Hand zu einer wenigstens teilweisen
eine besondere Gehaltsstufe für die 180
Psett werden zwischen 5850 und 7800 ℳ erechtigkeitsgründen die Zustimmung d
affen zu, und der Dienst muß darunter leiden. Regierung erkannt, und sie will rechtzeitig vorbeugen Mißstände auftreten. 1 Wohle der Armee im ganzen.
Ich bitte,
Di
(Zentr.):
ssen. Die Mehrheit
g, den der
Stelle zu; von werden, es daß das Gehalt,
mäßigen Stelle verbunden ist, auch a welche die Stelle nicht innehaben, sondern nur nach ihrem Regimentskommandeuren qualifiziert sirn Auch die
bis demann (Rp.): lich nicht;
ffiziere in höherem Lebensalter bis zu 10 Jahren assen werden, was namentlich auf
rungünstig einwirken und ihre Dienst⸗ Wir bitten um die Bewilligung der Zulage. Es ist schon mit Recht
6 (
g, maßgebend sein muß, die sie erreichen; denn es kann — Regimentskommandeur werden. die 180 Dienstältesten ein bedenkliches Präzedenz wäre, kann ich nicht geschaffen werden als eine Zwischenstufe Majors und dem des Regimentskommandeurs. ) 3 jüer. sich 2u, de Fiügaßeneert⸗ vermindern. b Müller⸗Sagan (fr. Volksp.): Der letztere Gesichts⸗ punkt ist auch schon in der Kommission geltend gemacht . —9 Felichts. auch auf die guten Erfahrungen hingewiesen, die bei den mit einer ähnlichen Staffelung gemacht worden sind.
zu. von
Man greift h
ese besondere Dank
Kriegsminister, General der Infanterie von Goßler:
Aus den Verhandlungen der Budgetkommission und den heutigen Verhandlungen habe ich für meine Person entnommen, daß der größte Teil der staatserhaltenden Parteien einig darüber ist, daß die Stellung der Oberstleutnants in finanzieller Hinsicht aufgebessert werden muß. Es ist nur bestritten worden, 1
sei, Standpunkt
12 Einbeiten
Kavalleric 5 — die Eekadrons —, bei der Feldartillerie Batterien. Deese Organisation ist festgelegt. Eh bier den gebotenen Ausgleich statründen zu in deren Reihen doch die ärmsten
2
dazu nicht versagen. reußen, Sachsen und Württemberg beträgt 360 000 ℳ sollte uns auch bei ei 2 abhalten, eine solche Ungerechtigkeit Die Mehrforderung ist aber auch begründet im militärischen
pes cfe; sind ihre Avance⸗ i
die 180 ältesten Stabsoffiziere jetzt
Kriegsminister etatsmäßige Gehalt kommt nur dem
Konsequenzen für die Stellen im Zivil — Chargen des Militärs sind nicht abzuweisen. glaube nicht, daß auch nur ein einziger
höhung der Oberstleutnantsgeh
älter veranlaßt werden wird, nunmehr bei der Infanterie und nicht bei e —
bei einer r lie! zum nächsten Jahre, wo das Quinquennat und eine neue Militärvorlage in sicherer Aussicht steht. demg. Die Einwendungen des Vor⸗ chantg⸗ Der allgemeine Grundsatz, von dem er
denn die Obersten beziehen nicht 7200 600 ℳ d c. 1—
Offizieren heraus; jede einzelne Beamten⸗ nst auch die Herren von der Rechten immer
s allerdings nicht gesagt. frage auf, so müssen Sie für ein beschlußfähiges
und einer der Herren Verredner hat vertreten,
kommen, weil eventuell im
Beseitigung dieser Ungerechtig⸗ dienstältesten fest⸗ Das Haus sollte aus Die ganze einer trüben Finanzlage
aus der Welt zu
ch der Ersatz mehr und mehr Das
e Forderung ist dringend not⸗
es bei den Kommissions⸗ der Kommission hat sich der
anderen Waffen; aber gehen 18. Inhaber diesem Grundsatz soll hier soll hier der Grundsatz das sonst mit der etats⸗ nderen gezahlt werden kann,
Alter zu
nd. Das ist das Bedenkliche
Ich junger Mann durch diese Er⸗
anderen Waffe einzutreten.
mehr, die allerdings auch Es ist ohnegleichen in der
on hervor⸗ ie Militärkarriere einschlagen,
Daß die Gewährung an
Militärärzten t worden sind. Aber diese ier einseitig einen Teil einer
In der Kommission hat man egen die Oberstleutnants ge⸗ arkeitsverpflichtung begründet Werfen Sie schon
ob der gewählte Zeit⸗
man dürfe jetzt „
daß gerade jetzt, wo das
Jetzt läst sich über⸗
1 3
3
8
1 8
11
Fn
—
280. Sitzung vom 10. März, 3 ½ uhr.
Die Spezialberatung des Etats für die 9 8 des Reichsheeres wird bei 388 Aus 328en Militärerziehungs⸗ und Bildungswesen fortgesetzt. Ddie Forderung für die militärtechnische Hochschule hat die Kommission auch in diesem Jahre wieder abgelehnt und nur 50 000 ℳ zur Erweiterung des militärtechnischen Studiums der Offiziere an der Technischen Hochschule zu Charlottenburg zu Entwürfen für ein ballistisches Laboratorium bewilligt. Her 99 sein. „Abg. Dr. Paasche (nl.) beantragt bewilligen „zur E für eine 88 1egn. Z 1e anzugliedernde Militärtechnische Akademie zur Füse f von Offizieren, die auf technischen Hochschulen vor⸗ Kommissar des Bundesrats, Geheimer Regi ss Dr. Ing. Herare. u desfate, ge Pefer Uebereinstimmung, daß die technische wissenschaftliche Ausbildung für die Armee von größter Bedeutung ist. Nur über die Art der
Organisation der technischen Ausbildung war man 1 b verschiedener Mei⸗ nung. Auf Grund meiner Erfahrungen, die schiedener Mei
die an der Hochschule in Charlottenburg gehört bich
. — aben, gemacht habe, möchte ich Sie bitten, den Vorschlag der EEE
Daß die Offiziere auf Hochschulen in gewissen Fächern gebi werden können, ist zuzugeben, von d nacee sa dern gehilhet technischen Gegenstände ist dies nicht der Fall. Es darf in dieser Beziehung auf das Beispiel Frankreichs hingewiesen werden. Es ist behauptet worden, es gäbe keine rein militärtechnische, sondern nur eine Wissenschaft. Das ist nicht zu⸗ treffend. Es gibt eine eigenartige militärtechnische Wissenschaft, und die Offiziere müssen für ihre komplizierten technischen Aufgaben besonders geschult werden. Es kommt ja wohl vor, daß ein Hochschul⸗ professor sich in militärtechnische Disziplinen eingearbeitet hat, aber das ist eine große Ausnahme, und solche Professoren wechseln. Es ist daher. notwendig, eine eigene militärtechnische Hochschule zu errichten. Wem die Schlagfertigkeit der Armee und ihre genügende militär⸗ technische Ausbildung am Herzen liegt, wird gut tun, für die Forderung 8 der Regierung zu stimmen. t
Abg. Dr. Spahn (Zentr.): Der Kommissar hat Tatsachen an⸗ geführt, die der Kommission noch nicht bekannt waren. dhlach diesen Umständen scheint es mir nicht angezeigt, über diese Position jetzt schon z1 beschließen. Ich beantrage, diese Position mit dem Antrage an die Budgetkommission zur nochmaligen Beratung zurückzuverweisen.
Das Haus beschließt nach diesem Antrage.
Zu den Ausgaben für die Kadettenanstalten empfiehlt! 8 Ause fiehlt der
„Abg. Eickhoff (fr. Volksp.) eine Besserstellung der seminarisch
gebildeten Lehrer an diesen Anstalten. sferf v 5 Devpartementsdirektor im Kriegsministerium, Generalmajor von inem genannt von Rothmaler: An sich müssen wir jede Ver⸗
besserung der Lehrer mit Freude begrüßen, weil wir uns eine größere
Binl von Fööresn für erhalten können. Wir werden iit dem Reichsschatzamt und dem preußischen Kultusministe ü
die Wünsche des Vorredners in vebls. treten. 3 erien. 8
Zu den Ausgaben für die Unteroffizierschulen befür⸗
wortet 8 Abg. 14112 % 82 ende Resolution:
z den Reichskanzler zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß i Reichshaushaltsetat für 1904 die seminarisch San verraß 8 — den Unteroffiziervorschulen und dem Militär⸗
nabenerziehungsinstitut den seminarisch gebildeten e Kadettenanstalten gleichgestellt werden. 8 his,sekas er schon im Vorjahre eine
8 — glei nregung gegeben habe. Lebrern — anstalten recht sei, sei den Lehrern an EEE““ Unteroffizieworschulen billig. Schen 1895 und 1ene nen Resolutionen auf 2 s der di genommen. Es sei Höchstgehalt 3000 ℳ gebalt der Volksschullehrer den meist zurück Die betreffenden Herren würden aber zufrieden die völlige Gleichstellung mit den Kadettenanstaltslehrern erfolgte.
Abz. Graf von Carmer (d. kons.) möchte die Resolution Eickhoff auftz wärmste unterstützen. Es sei für die betreffenden Lchrer eine große Härte, daß sie nicht zu demselben Gehalt kommen könnten wie
die Lehrer der Kadettenanstalten. Die Anstalten befänden sich an kleinen Orten, und die Lehrer hätten nicht nur ein niedri 122
sondern auch einen sehr kleinen Servis. Das treffe insbesondere
A Ort Wohlau zu, wo eine solche Unteroffizietvorschule
Abg. Dr. Arendt (Rp.) tritt gleichfalls für die
Es gebe Orte, wo das Gehalt des Volksschullebrers
das der Lehrer der Unteroffizierschule desselben Orts. hältnis sei auch für die Interessen der Militä
Dr. Paasche beschränkt sich bei der lage des
— seine politischen Freunde zu bitten, für die Resolution
Die Resolution wird mit großer Mehrhei das Kapitel bewilligt. für das Artillerie⸗ und Waffen⸗
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