1903 / 103 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 02 May 1903 18:00:01 GMT) scan diff

3 ““ 8 4

eine sehr respektable Höhe des künstlerischen Niveaus sich feststellen läßt, Auffällig ist das Ueberwiegen der

Porträts und der Landschaften. Und da sei für erstere Gattung doch gleich die Bemerkung vorweggenommen, daß, wenn auch das Wachsen der Zahl der Werke dieser Kunstgattung ein erfreuliches Zeichen für die Ver⸗ ohlstandes ist, dies doch nichts zu motivierende Steigerung der persönlichen

Es sind Porträts dort, die weder wegen der cfen Wiedergabe

trifft auch für unsere Ausstellung zu.

mehrung des allgemeinen ällen eine dur FEitelkeit bedeutet.

Person des Dargestellten noch wegen der künstleris 8. roeitünd 8 Hisstorienbild ist spärlich vertreten, Akte fehlen fast ganz und vor em

dr eilige Scheu zu herrschen; es ist im Begriff, Von den auswärtigen

Künstlern werden die Amerikaner das meiste Interesse durch ihre Porträts erregen. Den französischen Impressionisten ist diesmal auch ein kleiner Raum zugestanden, jedoch scheint ihre Qualität in der (Sezession“ eine höhere zu sein. Belgien, Italien, England haben eine

des Auftraggebers von irgendwelcher

eenrebild scheint eine im höchsten Grade unmodern zu werden.

größere Zahl von Werken eingesandt. Nicht sehr zahlreich

erke des Kunstgewerbes waren zu bemerken.

Theater und Musik.

Schillertheater O. (Wallnertheater). Stammhaus des Schillertheaters gestern rtur Fitger zum

Das im Jahre 1876 geschriebene Stück fast altmodisch an; wo die Handlung stockt, müssen zahlreiche, nicht durch die Situation innerlich motivierte Eine Hauptschwäche

kannte fünfaktige Trauerspiel „Die Hexe“ von ersten Male zur 11818 mutet heute in seiner Struktur

und berechtigte Monologe weiterhelfen. ferner das Fehlen einer tragischen Schuld. ein seine Zeitgenossen an Vntelligenz

der Gesinnung weit überragendes Mädchen, der Dummheit und des Fanatismus,

ang zu entwickeln.

prache rein kugeüc Kraft, wie zum Beisp Fräulein Arnold schuf in Thalea durch ihre eindringliche würdige, ausdrucksvolle piel

der weiblichen

eine alt

Interesse. Neben ihr packte noch die Anmut des Fräuleins Wulf. Mit den übrigen Figuren konnten die Darsteller nichts anfangen, sie die Herren Paeschke (Edzard), Rolan Montor (ZJesuit), Pategg (Simeon), Kirschner (Pfarrer) u. a. bemühten sich vergebens, ihnen Leben einzuhauchen. Regie und Inscenierung entsprachen nicht in allen Teilen den aus früheren Jahren überkommenen guten Traditionen des Hauses.

Fiter. leer und (Lobbo)

unwahr;

Bellealliancetheater.

Unter der neuen Direktion Krauß begann gestern das angekündigte Gastspiel des „Bunten Theaters mit der Aufführung von Max Das Stück, das

or Jahren des Verfassers Namen in weiten Kreisen bekannt machte, wirkt auch noch heute durch die Knappheit der schlichten Handlung Die Besetzung der Rollen ist bis auf die der Trude gegen früher unverändert geblieben. Fräulein Wieprecht betätigte sich gestern in dieser Partie als ernste Wie in dem tief verschneiten Forsthaus die erträumte Seele der jungen Trude aus dumpfem Winterschlaf zu neuem eben erwacht, berührte in Fräulein Wieprechts Darstellung ebenso tödlicher Sehnsucht neu erwachten Tatendranges. Frau Wismar erregte wieder mit Recht lebhaften Beifall in der Partie der mißgünstigen Tante Gerolff; üblen Laune abzugewinnen. Förster

Dreyers bekanntem Drama „Winterschlaf“. uud die sichere Charakteristik der Personen.

und strebsame Künstlerin.

der Ausdruck lenzfrohen

wie ihrer

chlicht

und natürlich ie rohe

Vernichtung

8

mit den einfachsten Mitteln weiß lten Frau eine humoristische Seite Zeaurepaire konnte als alter, biederer Eijgenschaften aufs neue trefflich zur Geltung

sie der

üchtige Leistungen

fröhliche wie beifallslustige Stimmung. 8 onzert.

K

Im Architektenhause hatte gestern die bekannte Konzertsängerin Frau Luise Klosseck⸗Müller mit ihren Schülerinnen ein Konzert anstaltet, das sich eines zahlreichen Besuchs zu erfreuen hatte. Aus von der erfolgreichen Lehr⸗ eugnis ablegten, trat ein Fraͤulein Bremer zeigte, daß sie eine angenehme und umfangreiche Altstimme besitzt, und daß sie sie mit Sicher⸗ zur Geltung zu bringen weiß.

der Reihe der Vortragenden, die sämtli tätigkeit der Frau Mmele beredt junges Talent freundlich hervor:

heit und musikalischem Takt Eingangslied, den Psalm 102, und Orgel komponiert ist, sang sie noch ein aus dem „Propheten“ und wirkte mit. Die Klavierbegleitung hatte Fräulein nommen, und den Geigenpart des von spielte Miß Norris selbst.

Im Königlichen Opernhause geht morgen „Der fliegende von Richard Wagner mit Herrn Hoffmann in der 2 räulein Hiedler, den Erik E Grüning. Am Montag wird „Fidelio’ in folgender Besetzung gegeben:

Holländer“ rolle in Scene, die

Senta singt

Theater.

Königliche Schauspiele. Sonntag: Opern⸗ haus. 112. Vorstellung. Der fliegende Holländer. Romantische Oper in 3 Alten von Richard Wagner. Anfang ¼ Ubr. Preise der Plätze: Fremdenloge 12 ℳ, Orchesterloge 10 ℳ, Erster Rang 8 ℳ,

rkett 8 ℳ, Rang 6 ℳ, Dritter Rang

ℳ, Vierter Rang Sitzplatz 2 50 ₰, Vierter Rang Stehplatz 1 50. ₰.

Schauspiekhaus. 116. veeeung. Guges und ein Ring. Eine Tragödie in 5 Aufzügen von

riedrich Fesber Anfang 7 ½ Uhr.

Neues ntheater. Die Journalisten. Lustspiel 9 2 Aufzügen von Gustav Freptag. Anfang

Montag: Overnhaus. 113. Vorstellung. Fidelio. Obper in 2 Akten von Ludwig van Beethoven. Terxi nach dem Französischen von Ferdinand Treitschke.

9 Beginn: Ouvertüre „Leonore“ (Nr. 3). Anfang

r. 322— 117. Vorstellung. Sonderabonne⸗ ment A. 17. E Sakuntala. Ein indisches 1- des Königs Kalidasfa in 1 Vorspiel und 5 Aufzügen. In deutscher Bühnenfassung von Marz Möller. Die zur Handlung gehörende Musik von Ferdinand . JSu - gesetzt vom Ober⸗ regisseur Max 8 Dekorative Einrichtung vom Oberinspektor Brandt. Anfang 7 ½ Ühr. rnhaus. Dienstag: Zum ersten Male: Till und Zimmer⸗

2—r iegel. M. . ög2— und Dalila.

Freitag: Tannhäuser. Sonnabend: Die ver⸗ kaufte Braut. Zum ersten Male: Der Zauber⸗ knabe. Sonntag: Till Eulenspiegel.

8 ʒIUhaus. tag: Die Lczloßherrin. Mittwoch: Prinz Friedrich von Homburg.

v6“

ist die Skulpturabteilung, die von dem roßen Brunnen Lepkes „Die Sündflut“ beherrscht wird. Vereinzelte

und

wird ohne daß d es verstanden hätte, in ihr irgend eine Schuldbeziehung zu ihrem Unter⸗ So bleibt denn alles, Handlung, Charakteristik, Immerhin haben einzelne Scenen dramatische iel diejenige vor der Kirche im vierten Akt. Hauptrolle ae Sprache

Gest

bringen, Herren Beckow (Franz) und Goldmann (Meineke) boten gleichfalls Der lustige Einakter „Vor dem Gesinde⸗ all“ von Max Pollaczek, der dem Drama feolgte, versetzte in iner bekannten munteren Darstellung die Zuschauer in eine ebenso

2, der von Miß Norris für Alt, Geige chlicht und eindrucksvoll vor. sefälliges Taubertsches Lied sowie die Arie der Fides in einigen Duetten verdienstlich Biedermann über⸗ ihr komponierten Psalmes

1e6“

Fräulein Plaichinger; Fr Bachmann;

Leonore: 5 1 räulein

auch in vielen mals „Gyges und sein Ring“ Hebbels,

nachfolgender Besetzung

ind. Das Machger⸗ Hero: Fräulein Hall;

Herr Nesper.

„Journalisten“, Vollmer, Oberländer, Eichholz

Sonnabend: „Der arme „Die Wildente“

aufgeführt.

Donnerstag Montag woch findet Gesang

und Freitag gelangt „Ueber „Der Hüttenbesitzer“ die Erstaufführung Wund Tanz in

das be⸗ drei

ist für Sonntag, den 10. d. Die Heldin, Vornehmheit ein Opfer der Dichter

Im Sch mittag „Das Glück im Winkel“, geben. Am Montag,

der und das

von größerem

Schauspiel 8. Gabler“ in nachmittag gelangt

Aufführung.

gänger“ in Scene. Im Thalia⸗Theater,

Bei dem am Montag,

über ihres

Qual und

Verfassers, Bühnen Johann nutzung

dessen gegangen Fischarts

mehrerer

dieser Herr guten und die

ist. Das

seine deutscher

Tod. Die zahlreichen,

die Erzählung mit den 9 Volksbuch entnommen.

Sie trug das

Außerdem

zwei Landhäuser

Schuhmacher, Schneider,

Magistrat die Aenderung der Grundstücken. städtischer Grundstücke au gegen bisher 25 %.

itel⸗

Donnerstag: Die Welt, in der man sich lang⸗ weilt. Freitag: Die Verschwörung des Fiesko u Genuag. onnabend: Sakuntala. Sonntag: m bunten Rock. Neues Operntheater. Sonntag: König Laurin.

Deutsches Thenter. Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Die versunkene Glocke. Abends 7 ½¼ Uhr: Monna Vauna.

Montag: Monna Vanna.

Dienstag: Monna Vanna.

3 9 Berliner Theater. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Ueber unsere Kraft. (I. Teil.) Abends 71 dbr. 5—,— 8,2⸗ üs ontag: Ueber unsere As. (I. h. Dienstag: Alt⸗Heidelberg. .

Schillertheater. o. (Wallnertheater.) Sonntag, N ittags 3 Uhr: Das Glück im Wink uspiel in 3 Akten von Hermann Sudermann. Abends 8 Ühr: Wohltätige

rauen. Lustspiel in 4 Akten von Adolph

Arronge. Montag, Abends 8 Uhr: Die Hexe. Die guten Freunde.

Dienstag, Abends 8 Uhr: N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag, mittags 3 Uhr: Die frau von ö s romantische Trags n 1— piel un en von von Schi r. üAbends 6 Uhr: Die guten Freunde. Lustspiel in 4 Aufzügen von Victorien Sardou. . ontag, Abends 8 Uhr: Heimat. 1 Abende 8 Uhr: Die Hexe.

Florestan: Roecco: . ietrich; Jaquino: Herr Philipp; Don Fernando: Herr Nebe. Beide Opern leitet der Kapellmeister Richard Strauß.

Im Königlichen Schauspielhause gelangt morgen aber⸗ zur Aufführung. das bisher wachsendem Interesse gegeben: g: 1 wokr Königin: Fräulein Poppe; Gyges: Herr Christians; Lesbia: Fräulein

Im Neuen Königlichen Operntheater gehen morgen die mit den Herren Keßler, Böttcher, Bonn, Hertzer, und den Damen von Mayburg, Schramm und Sperr besetzt, in Scene.

Das Deutsche Theater hat für Spielplan aufgestellt: morgen abend, „Monna Vanna“; Mittwoch: „Die W Heinrich“; nächstfolgenden Sonntagabend: Als Nachmittagsvorstellung wird morgen „Die versunkene Glocke“, nächstfolgenden Sonntag

Im Berliner Theater wird morgen sowie am Dienstag, „Alt⸗Heidelberg“ unsere zur von Akten Bearbeitung von Louis Herrmann, statt. M., angesetzt. Diesen und Sonntagnachmittag wird „Ueber unsere Kraft“ (I. Teil) gegeben. . illertheater 0. (Wallnertheater) wird morgen nach⸗ Abends „Wohltätige Frauen“ ge⸗ Donnerstag und Freitag geht E Dienstag und Mittwoch das Lustspiel „Die guten Freunde“ Nächften Sonntagnachmittag wird „Heimat“, Abends die „H eführt. Das Schillertheater N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Pheater) bringt morgen nachmittag „Die Jungfrau von Orleans“, Abends Die guten Freunde“ zur Aufführung. Am Montag wird „Heimat“, Diens⸗ tag und Mittwoch „Die Hexe“, Donnerstag und Freitag „Die guten Freunde“ gegeben. Am geht zum ersten Male Ibsens cene. „Wilhelm Tell“, Abends

Im Residenztbeater geht morgen nachmittag „Sein Doppel⸗ Allabendlich wird wo Tante“ in Scene geht, findet am Abend vorläufig die letzte Sonntags⸗ aufführung der Posse der „Posaunenengel“ statt. und Sonntag (den 9. und 10. Mai) geht die erste der angekündigten älteren Berliner Possen, „Auf eigenen Füßen“, in Scene.

Abends 7 ½ Uhr, in der Marienkirche stattfindenden Orgelvortrag des Musikdirektors Otto Dienel werden Terzette. Duette, Arien, Or Bach, Händel, Schumann, Mendels Alexis Holländer, Gounod, Widor u. a. wirkende sind Fräulein Gertrud Richter, Fräulein und die Damen Käthe und Marie Heumann, der Cellist Herr Otto Tormin und Herr Paul Schnvyder.

ges und Cello⸗Kompositionen von

Rezniceks Oper „Till Eulenspiegel“, die, nachdem sie in voriger Saison mit Erfolg ihre Erstaufführun Karlsruhe erlebt hat, nunmehr am 5. d. M. Opernhause erstmalig aufgeführt werden soll, „Donna Diana“

„Eulenspiegel olkslieder ist dem Stoffe entsprechend volkstümlich und im Geiste des in etwas kräftiger, urwüchsiger Sprache gehalten. charakteristische Abschnitte aus dem Leben des närrischen 8 Jugendstreiche, wie Till Eulenspiegel freite, und Till Eulen

darin eingestreuten Historien (wie Till Eulen⸗ spiegel Milch kaufte, wie er die Juden in Frankfurt a. Blinden usw.) sind sämtlich dem bekannten

Mannigfaltiges. Berlin, den 2. Mai 1903.

Der Magistrat hat in seiner gestrigen Sitzung die vom Stadt⸗ baurat Hoffmann fertiggestellten Entwürfe für verschiedene umfangreiche Neubauten zur städtischen Irrenanstalt III in Dort sollen u. a. zwei Landhäuser für Männer

für Frauen mit je 32 Betten, 2 gebäude für Tischler, Tapezierer, Buchbinder, Schlosser, . Strohflechter Die Kosten werden auf über 290 000 geschätzt. verwaltung soll mit einem Kostenaufwande von 1 ufer eine neue Geräthalle erbaut werden. Verkaufsbedingungen bei städtischen In kann die Anzahlung 1

10 % des Kaufpreises ermäßigt werden,

Herr Sommer; Don Herr Mödlinger; Marzelline: wurde getötet,

Dieses Drama begegnete, wird in König: Herr Matkowoky;

Thoas: Herr Kraußneck; Karna:

nächste Woche folgenden Montag, Dienstag und Freitag: eber“; Donnerstag: „Faust“*;

„Es lebe das Leben“

gegeben werden. Am Kraft“ (I1. Teil), am Mitt⸗ Aufführung. Am Sonnabend .100 000 Taler“, Posse mit von D. Kalisch in der Die erste Wiederholung ist nächsten

wird die Sonne,

Graf „Die Hexe“, in Scene. Hexe“ auf⸗

Am nächsten Sonntag⸗

„Hedda Gabler“ zur

„Lutti“ wiederholt. morgen nachmittag „Charleys

Am Sonnabend

kentert.

ohn, Albert Becker, Edw. Schulz, zu Gehör gebracht. Mit⸗ Margarethe Haͤensch raum zugebra

Der Eintritt ist frei.

19 e 1 eröffnet worden. im Hoftheater in ffnet word

2. hier am Königlichen ist die fünfte Oper des über die meisten deutschen vom Komponisten frei nach Reimensweis’ und mit Be⸗ usw. verfaßte Textbuch Zeitalters Es behandelt drei

Kaiser aus.

einzelnen Vereine Fürst

dem Wege zum

piegels ausgespannt, die

M. betrog,

des Zuges 2480 entgleisten. 8 erheblich. Die Schuld trägt der Lokomotivführer des der das Abschlußsignal .. hatte.

Eine neue Fang⸗ und Schutzvorrichtung für elektrisz Straßenbahnen wird von bchubczofndich P. Kr”

9 12 Uhr im Garten der „Neuen Welt“, werden. Eine zweite Vorführung findet am Montag von 3 ½ 4 ½nI daselbst statt, zu der die Behörden, Stadtverordneten und Sachy verständigen von Berlin und den Vororten

Den Besuchern der Treptower Ste allabendlich der Mond mit dem großen Refraktor gezeigt;

großer Ausdehnung aufgetreten sind, beobachtet. um 5 Uhr spricht der Direktor der Planeten und um 7 Uhr über den Mond.

Gumbinnen, 1. Mai. egramm des e

Roon sandte Seine 2 und Norwegen folgende telegraphische Antwort:

„Meinen aufrichtigsten Dank für das sprechend, sende ich Ihnen Wohlergehen des Regiments.

Die Feier des 100. Geburtstages des Feldmarschall Grafen von Roon (vgl. Nr. 102 d. Bl.) fand mit dem Tage ihren Abschluß. nebst ihren Gästen im offiziere und Mannschaften wurden im Unteroffizierkasino bezw. in do Mannschaftsspeisesälen fanden im „Gesellschaftshause“ seitens der Unteroffiziere des Füsile regiments ein Schauturnen, mit sich daran führungen und Konzert statt.

Danzig, 1. Segler „Erndte“, burg, mit Holz beladen, war vor 12 Tagen auf hoher See ge⸗ Der Dampfer „Aurora“ mittag das Schiff in den Hafen von man vermutete, daß sich noch Rettungsarbeiten in Mühen gelang es, den Kapitän Engellandt zu befreien Er hatte 12 Tage, vom Wasser eingeschlossen, in einem Schifft

öffnungsrede und brachte ein Hoch

Rom, 1. Mai. bei seiner Ankunft große Huldigungen zu teil. Bahnhof erwarteten ihn Vertreter des

Auch hier hörten die Kundgebungen nicht auf. wiederholt auf dem Balkon zeigen.

Amtlich wird gemeldet: Fes früh 5 Uhr 20 Minuten fu Vorortzug 1302 auf den [straße haltenden Ostbahnzug 2480 auf; ein R

n der Bahnhofshalle Friedriz Reisend Vier Wagh Der Materialschaden ist n

Zuges 19

etwa fünf sind leicht verletzt.

iemann mong Hasenheide, vorgefüth

eingeladen sind.

Im wissenschaftlichen Theater der „Urania“ (Taule straße) wird der dekorativ und scenisch ausgestattete Vortrag „d. Land Tirol“ morgen, sowie am Dienstag, Donnerstag und Sonnahge der Vortrag „Frühlingstage an der Riviera“

Vortrag „Die deutsche 9 Alsensund“ am Mittwoch und Freitag wiederholt werden.

am Montag und tseeküste von den Wanderdünen bis 1

Sternwarte wird jetzt wiere am Ty interessante Fleckengruppen w Morgen nachmitt; Archenhold über die Bewohnbarkz

an deren Oberfläche

(W. T. B.) Auf das Huldig ungs des hiesigen Füsilierreg imen kajestät der König von Schwehe

heutige Telegramm au Allen meine herzlichsten vE für d Srerh.

heuting Um 12 Uhr versammelten sich die Offina Offizierkasino zu einem Frühstück. Die Unte mit einem Mittagsmahl bewirtet. Abem schließenden Theaterag

W. T. B.) Der in Rendsburg beheimate auf der Fahrt von Memel nach Olden

Mai.

schleppte gestern nach Neufahrwasfser ein. T. Menschen im Schiff befänden, wure ngriff genommen. Nach mehrstündige

t, doch hüclicherneife etwas Proviant vorgefunde

und seinen Durst mit Seewasser gelöscht.

Hamburg, 2. Mai. . gemeine Ausstellung für hygienische

(W. T. B.) Hier ist Fas die Alll 8 h che Milchversorgun Bürgermeister Dr. Hachmann hielt die Er

auf Seine Majestät dem

Der

(W. T. B.) Marconi wurden deg., 2 uU den Ministerpräsidenten und der

Ministerien, eine große Menschenmenge und zahlreicht mit Fahnen . Colonna begrüßte

und Musikkapellen. Marconi im Hotel wurden Marconi die Menge trug ihn auf den

Der Bürgermeisten Namen Roms. Au Pferde seines Wagent Schultern bis zum Hottl Marconi mußte si

Buch gutgeheißen. mit je 44 Betten,

Korbmacher, errichtet werden.

Für die Park⸗ 000 am Plan⸗ Ferner genehmigte der

usw.

bei der Veräußerung

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. Sonn⸗ tag: Pelleas und Melisande. Anfang 7 ½ Uhr.

Residenztheater. Direktion Sigmund Lauten⸗

bur⸗ Sonntag: Lutti. (Loute.) Schwank in 4 Akten von Pierre Veber, deutsch g nau. Anfang 7 ½ Uhr. Nachmittags 3 Uhr: Sein Doppelgänger.

Montag und folgende Tage: Lutttt.

Thaliathenter. Dresdener Straße 72/73. Sonn⸗

tag (letzte Sonntagaufführung): Der Posaunen⸗ engel. Ausstattungsposse 8 ang und Tanz in 3 Akten von J. Kren und A. nfeld. Musik von J. Einödshofer und M. midt. (Tanz⸗ 12. IFeihe

mme. nfang r. Nachmittags 3 2 Charleys Tante. mh⸗

Mittwoch, den 6. Mai: Benefiz für den Nom⸗ ponisten Julius Einödshofer.

Sonnabend, den 9. Mai: Zum ersten Male: Auf eigenen Füßten.

n 8 . Dentraltheater. Sonntag Madame Cherrv.

Operette in 3 Akten von Hugo Montag: Dieselbe ö8.

Bellealliancethengter. Sonntag: Winter⸗

Haas. 802 2 Meaan A 5 Vorher: Vor dem C von Max Pollachzek. ☛ι— Uhr

Konstantinopel, „Telegr.⸗Korresp.⸗Bureaus“.) der Konsuln von gestern über die im Sandschak Seres stat Werkstätten⸗ . Bandenkämpfe besagen,

ulgarische Bande beim Dorfe 8 vollständig aufgerieben wurde. die Verluste 11 Tote und 9 Verwundete.

Montag und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen.

1. Mai. (Meldung des Wiench

Uebereinstimmende Meldunge

n, daß eine 52 Mann stark airlar im Kreise Dschumn Auf türkischer Seite betruge

.

(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten

und Zweiten Beilage.

Trianontheater. Georgenstraße, wische und Universitätsstraße. Sonntag: 2 tbrücke. Lustspiel in 3 Akten von Fred Grése und Francis de Croisset. Deutsch von Max Schoena⸗ Anfang 8 Uhr. Montag bis Sonnabend: Die Notbrücke.

Familiennachrichten. Verlobt: Frl. Else von Sack mit Hrn. Leutnac Detlev von Buchwaldt (Berlin). Frl. Marga Fiedler mit Hrn. Leutnant Spindler (Hannor Geboren: Eine Tochter:

von Heydebreck (Neubuckow, Kr. Bublitz i. A

Prn. Rittmeister Siemer⸗Cunsow Hrn. Sanitätsrat Dr. med. Wilhelm Gerich (Berlin).

Gestorben: Fr. Amtsrat Ottilie Fischer, ilczeck (Berlin). e. Lehnsgräfin 88*½ Hardenberg⸗Reventlow, geb. Pri

witz⸗ 8 r önaich⸗Carolath 0 den a9

Wolff, geb. von son (Berlin). Fr. Ke

merzienrat Herrmann Marckwald, geb. Marckwal

(Berlin).

Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (Scholn) in Berlin. Druck der Norddeuts B uckerei und Verlag T.en. Beence en, Wüshekesftrige ver

Neun Beilagen

rn. Friedrich Kafx, 8

von Ha b der

Amtliches.

Deutsches R Beschluß des Bund

eich.

esrats,

betreffend die Deutsche Togogesellschaft zu Berlin. Vom 5. März 1903. In Gemäßheit des § 11 des Schutzgebietsgesetzes (Reichsgesetzbl.

1900, S. 813) wird nachstehendes zur öff „Der Bundesrat hat in seiner Sitzun

entlichen Kenntnis gebracht: g vom 5. März d. J. be⸗

schlossen, der Deutschen Togogesellschaft mit dem Sitze in Berlin auf Grund ihrer vom Reichskanzler genehmigten Satzungen die Fähigkeit

beizulegen, unter ihrem Namen Rechte, andere dingliche Rechte an Grundstücken zu

einzugehen, vor Gericht zu klagen und verklagt zu werden

Auszug aus den Sa

insbesondere Eigentum und erwerben, Verbindlichkeiten

tzungen.

Auf Grund des Schutzgebietsgesetzes wird unter der Firma „Deutsche Togogesellschaft“ eine Kolonialgesellschaft errichtet, welche

ihren Sitz in Berlin hat.

Der Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb und die Verwertung von Grundbesitz, der Betrieb von Land⸗ und Plantagenwirtschaft, der Betrieb von Handel und Gewerbe wie überhaupt wirtschaftliche Unter⸗

nehmungen jeder Art sowie die Beteiligun

an solchen Unternehmungen

im deutschen Togogebiete und den benachbarten Kolonien. Die Dauer

der Gesellschaft ist unbeschränkt.

Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen im In⸗ und Auslande errichten. Die Gesellschaft ist befugt, auf Beschluß der Hauptver⸗

sammlung Schuldverschreibungen au staatlicher Genehmigung auf Anleihen aufzunehmen.

Namen oder vorbehaltlich Inhaber auszugeben und überhaupt

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 750 000 ℳ, eingeteilt

in Anteile zu je 100 Innerhalb de

Konstituierung der Gesellschaft kann das Grundkapital durch

des Aufsichtsrats bis zum Betrage von

r ersten drei Jahre nach Beschluß

einer Million Mark erhöht

werden. Spätere oder weitergehende Erhöhungen bedürfen des Be⸗

schlusses der Hauptversammlung. Inhaber. Sie sind unteilbar

und haben beweglicher Sachen.

Die Anteilscheine lauten auf den

die rechtlichen Eigenschaften

Die Zeichner von Anteilen haben 25 % des Stammbetrages binnen 14 Tagen nach Zeichnung zu entrichten, den Rest auf Beschluß

und Aufforderung des Aufsichtsrats.

Die geleisteten Teilzahlungen werden auf Interimsscheinen ver⸗ merkt; dieselben lauten auf Namen und werden nach Vollzahlung

gegen die Anteilscheine umgetauscht.

Wird die Zahlung einer ausgeschriebenen Teilzahlung zu der fest⸗ rist nicht geleistet, so kann der Säumige zur Zahlung der

esetzten 1 geleiste der S fülltsen Beträge nebst Zinsen vom Fälligkeitstage ab im Rechtswege

W“ werden.

au

der über den Anteil

Säumige seines Anteils zu Gunsten der Gesellschaft fütt

ö Außerdem kann nach zweimaliger Zahlungs⸗ aufforderung, welche durch eingeschriebene Briefe unter Androhung des Alusschlusses stattzufinden hat, durch Beschluß des A

chtsrats der erlustig und

ausgestellte Interimsschein für kraftlos erklärt werden. Diese Erklärung wird dem Säumigen schriftlich

mitgeteilt;

sein Anteil verfällt der Gesellschaft, die berechtigt ist, ihn wieder zu

veräußern.

Die Interimsscheine sind übertragbar.

durch Vermerk seitens der Gesellschaft auf

Die Uebertragung erfolgt dem betreffenden Interims⸗

schein auf Grund einer Uebertragungserklärung des alten und einer Annahmeerklärung des neuen Besitzers. Für den richtigen Eingang

der Restbeträge bleibt der alte Besitzer Zahlung von dem neuen Besitzer nicht zu zum Beweise des Gegenteils anzunehmen, Zahlung nicht bis zum Ablauf eines an ihn eine

mit verhaftet, soweit die erlangen ist. Dies ist bis wenn der neue Besitzer die

ines Monats geleistet hat, nachdem zweite Zahlungsaufforderung ergangen ist.

Der alte

Besitzer erwirbt gegen Zahlung des rückständigen Betrages den Anteil

des säumigen neuen Besitzers zurück.

Die Haftpflicht des alten

Besitzers erlischt binnen fünf Jahren vom Tage des Uebertragungs⸗

vermerks gerechnet.

Der Zeichner eines Anteils böet vollen Stammbetrages; über diesen 2 Verpflichtung.

nur für die Zahlung des

eetrag hinaus hat derselbe keine

ür die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet nur das Gesell⸗

schaftsvermögen.

Die Mitglieder der Gesellschaft unterwerfen sich für alle Streitig⸗

keiten mit der Gesellschaft bezw. Landgericht I Berlin. Die Organe der Gesellschaft sind: dder Vorstand, der Aufsichtsrat, „ddie Hauptversammlung. Der Vorstand besteht aus einer oder Die Ernennung und Absetzung der

aus dem Gesells

rftsvertrage dem Amts⸗

m Personen. Mitglieder des Vorstands

steht dem Aufsichtsrat zu und erfolgt zu notariellem Protokoll. Auch

können stellvertretende

Mitglieder bestellt werden.

Der Vorstand ver⸗

tritt die 1859 nach außen in allen Rechtsgeschäften und An⸗

8 gele eenheiten derse

n, ernennt und entläßt die Beamten der Gesell⸗

schaft und leitet die Unternehmungen der Gesellschaft, insoweit ihm in diesen Befugnissen nicht durch den Aufsichtsrat oder die Haupt⸗ versammlung oder durch die Statuten Beschränkungen auferlegt werden.

Dritten P

ersonen gegenüber haben nur die dur

die Statuten

estgesetzten Beschränkungen rechtliche Wirkung. Mitglieder des Vor⸗

tands können nicht gleichzeitig Mitglieder des Aufsichtsrats

Zum Stellvertreter eines Mitglieds des der Vorstand aus einer

glieder des Aufsichtsrats bestellt selben für die Dauer ihrer Bestellung zu mitgliedern aus dem Aufsichtsrat aus.

oder mehreren 2 können für einen im voraus begrenzten werden;

sein. ds einerlei ob sonen besteht eitraum auch Mit⸗ doch scheiden die⸗ stellvertretenden Vorstands⸗ Erklärungen oder Unter⸗

schriften sind für die Gesellschaft verbindlich, wenn sie unter dem Namen der Gesellschaft 19b werden, und zwar, wenn nur ein

Vorstandsmitglied ernannt i und wenn mehrere Vorstandemitglieder

t, von diesem oder seinem Stellvertreter

ernannt sind, von zwel

Vorstandsmitgliedern oder einem Vorstandsmitglied und einem Stell⸗

vertreter oder zwei Stellvertretern.

Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens fünf Mitgliedern. Die

welcher auch die Wahl eelben zusteht.

konstituierenden und später in den ordentlichen

In jeder ordentlichen Hauptversammlung aus, welche die längste Amtsdauer haben, das Los. Die Seneles. zwei Drittel der

deutsche Reichsangehörige sein. idet

während seiner Amtsdauer aus, so kann für ihn in der naͤchsten

Mitglieder wird von der Hauptversammlung fest

ausscheidenden Mitglieder

festgesetzt, Die Wahl erfolgt in der Hauptversammlungen. scheiden die drei Mitglieder im Zweifelsfalle entscheidet d wieder wählbar.

tglieder des Aufsichtsrats müssen

ein Aufsichtsratsmitglied

ent⸗

lichen Hauptversammlung eine Ersatzwahl stattfinden. Bis dahin kann der Aufsichtsrat ein Ersatzmitglied kooptieren.

Der Aufsichtsrat hat das Recht und die

Pflicht, die gesamte

üj überwachen. Er k. derzeit dem V öÄ der Gesellschaft 8a e ——

8

Berlin, Sonnabend, den 2. Mai

heiten der Gesellschaft verlangen und durch von ihm zu bestimmende Mitglieder, auch durch dritte Sachverständige die Bücher und Schriften der Gesellschaft einsehen und prüfen sowie den Bestand der esell⸗ schaftskasse und die sonstigen Aktipbestände untersuchen.

Dem Aufsichtsrat sind vorbehalten:

1) die Anstellung und Absetzung des Vorstands oder einzelner Mitglieder desselben, 7

2) die Feststellung von Anweisungen für die Geschäftsführung des Vorstands,

3) die Beschlußfassung über Erwerb, Veräußerung oder Belastung von Grundstücken,

4) die Inanspruchnahme von Bankkredit,

5 die Einforderung von weiteren Einzahlungen auf die Anteile,

6) die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft innerhalb der ersten drei Jahre nach Maßgabe des § 6 Absatz 2, 1 7) die Cenbenffceg der Hauptversammlung und die Festsetzung

agesordnung.

Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden jedesmal bis zur ersten Sitzung nach der nächsten ordentlichen Hauptversammlung.

Er regelt seine Tätigkeit durch eine von ihm selbst beschlossene Geschäftsordnung.

„Die Hauptversammlung vertritt die Gesamtheit der Gesellschafts⸗ mitglieder. Ihre Beschlüsse und Wahlen sind für alle Gesellschafts⸗ mitglieder verbindlich. Die Hauptversammlungen finden in Berlin statt. Die Einberufung erfolgt durch den Aufsichtsrat mittels öffent⸗ licher Bekanntmachung, welche mindestens 14 Tage vor dem be⸗ treffenden Termine zu erfolgen hat. In der Bekanntmachung muß die Tagesordnung sowie die Stellen, an welchen Anteils⸗ bezw. Interimsscheine hinterlegt werden können, angegeben werden. Anträge von Gesellschaftsmitgliedern 30 Abs. 2) müssen mindestens acht Tage vor der Hauptversammlung Fte acbhigt werden. Ueber Gegen⸗ stände, welche nicht auf der Tagesordnung stehen, können gültige Be⸗ schlüste nicht gefaßt werden.

Jeder Gesellschafter, der einen Anteilschein bei der Gesellschaft hinterlegt, kann verlangen, daß ihm auf seine Kosten die Berufung der Hauptversammlung und die Gegenstände der Verhandlung, sobald deren öffentliche Bekanntmachung erfolgt, durch eingeschriebenen Brief besonders mitgeteilt werden. Die gleiche Mitteilung kann er über die in der Hauptversammlung gefaßten Beschlüsse verlangen. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung ist jedes Mitglied der Gesell⸗ schaft ohne Rücksicht auf die Anzahl seiner Anteile berechtigt, falls es sich durch eine Hinterlegungsquittung einer der vorerwähnten Hinterlegungsstellen als Mitglied ausweist. Mitglieder, welche Scheine auf ihren Namen hinterlegt haben, können sich in der Hauptversammlung durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Der Aufsichtsrat kann eine genügende Beglaubigung der Unterschrift der Vollmacht verlangen. Der be hat das Recht, auch Personen, welche weder Mitglieder noch Bevollmächtigte sind, die Teilnahme ang der Hauptversammlung zu gestatten.

In den Hauptversammlungen berechtigt jeder hinterlegte Anteil ohne Rücksicht darauf, welcher Betrag 82 ihn einbezahlt worden ist, zu einer Stimme. 8

Ueber die Verhandlungen ist notariell Protokoll zu führen; das⸗ selbe ist vom Vorsitzenden der Versammlung zu vollziehen.

Die Hauptversammlungen sind ordentliche und außerordentliche.

Dem Beschlusse einer Hauptversammlung sind vorbehalten:

1) die Aufnahme von Anleiben durch Schuldverschreibungen 5),

2) die Erhöhung des Grundkapitals, soweit nicht § 6 Absatz 2

zutrifft, 3) Statutenänderungen 9 die Auflösung der Gesellschaft. er jährlich innerhalb der letzten vier Monate des Kalender⸗ jahres stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung sind vorbehalten:

1) die Beschlußfassung über den von dem Vorstande und Auf⸗ sichtsrat zu erstattenden Jahresbericht, die Genehmigung der Bilanz nebst Gewinn⸗ und Verlustrechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr, 8 Beschlußfassung über die Entlastung des Vorstands und Auf⸗ ichtsrats,

2) die Beschlußfassung über die Verwendung des (vergl. jedoch § 30) 8

9 die Neuwahlen zum Aufsichtsrat.

ußerordentliche Hauptversammlungen können jederzeit berufen werden, sie müssen berufen werden und zwar auf Verlangen innerhalb längstens vier Wochen

1) wenn die Aufsichtsbehörde es verlangt,

2) wenn Mitglieder, welche nachweislich mindestens 20 % des Gesellschaftskapitals besitzen oder vertreten, es unter Einreichung eines formulierten Antrags verlangen.

Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden mit absoluter Majorität der abgegebenen Stimmen gefaßt.

82 Beschlüssen über Statutenänderungen oder über die Auflösung der Gesellschaft ist jedoch erforderlich, daß in der Versammlung mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist und wenigstens wei Drittel der abgegebenen Stimmen für den betreffenden Antrag

nd. Falls in der Versammlung die Hälfte des Grundkapitals nicht vertreten ist, wird eine zweite Hauptversammlung einberufen, welche in jedem Falle beschlußfähig ist. Bei der Einberufung der zweiten Ver⸗ sammlung ist hierauf hinzuweisen. 1

Im Falle einer Auflösung der Gesellschaft ernennt die Haupt⸗ versammlung die Liquidatoren.

Ergibt sich bei der Aufstellung der Jahresbilanz oder einer Zwischenbilanz, daß die Hälfte des Grundkapitals verloren ist, so ist unverzüglich eine Hauptversammlung zu berufen und dieser davon An⸗

zeige zu machen. . Glaubt der Vorstand, daß die esnhesednng der vorstehenden Berufung einer Auf⸗

Bestimmung vorliegt, so hat er unverzüglich die sichtsratssi eng 8 cantragen.

Das Geschäͤftsjahr läuft vom 1. Mai bis 30. April. Das erste Geschäftsjahr schließt am 30. April 1903.

nach Abzug der Abschreibungen und Rücklagen verbleibende Reingewinn wird, unbeschadet der dem Vorstand oder den -2b2 der Gesellschaft vertragsmäßig zustehenden Tantiemen, wie folgt, verteilt:

Zunächst werden 10 % des Reingewinns dem Reservefonds zu⸗ geführt, bis dessen Betrag 20 % des Grundkapitals erreicht hat bezw. wieder erreicht hat, nachdem er angegriffen war; sodann erhalten die Mitglieder der wrrsare eine Dividende von 4 % auf das don ähen.

ihrer

Reingewinns

eingezahlte Grundkapital; hierauf erhalten die Mitglieder des sichtsrats 15 % verbleibenden Restes als Tantieme, über den alsdann noch verbleibenden Ueberschuß entscheidet die Hauptversammlung. Ueber die Art der Anlegung des Reservefonds entscheidet der Auf⸗ sichtsrat; er ist befugt, den Reservefonds für die Geschäfte der Gesell⸗ schaft zu verwenden. S

Innerhalb vier Jahren nach Fälligkeit nicht erhobene Dividenden verfallen zu Gunsten der Gesellschat.,..—

Im Falle der Aufloͤfung der Gesellschaft wird .* ibrer Schulden das Vermögen n Verhältnis der auf Anteile ge⸗ leisteten Einzahlungen unter die Mitglieder verteilt. Die Vertcilung darf nicht eher vollzogen werden als nach Ablauf eines Jahres, don dem Tage an gerechnet, an welchem die Auflösung der Feseischaet unter Au —1 er Gläubiger, sich bei ihr zu melden, in den

sellschaftoblättern bekannt gemacht worden ist.

Bis zur Beendigung der Liquidation verbleibt es bei der bi herigen Organisation der Gesellschaft und ihrem Gerichtsstande.

Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen im „Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staats⸗ SSe sen. er Aufsichtsrat kann noch andere Publikationsblätter estimmen.

Die Aufsicht über die Gesellschaft wird von dem Reichskanzler eführt, welcher zu diesem Behufe einen oder mehrere Kommissare be⸗ seellen kann. Die Aufsicht erstreckt sich auf die satzungsmäßige Führung der Geschäfte 44 die Erreichung des Gesellschaftszwecks.

Der Kommissar ist berechtigt, an jeder Versammlung des Aussichts⸗ rats und an jeder Hauptversammlung teilzunehmen, von dem Auf⸗ sichtsrate jederzeit Bericht über die Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen und die Bücher und Schriften derselben einzusehen sowie auf Kosten der Gesellschaft, wenn dem Verlangen der dazu berechtigten Mitglieder der Gesellschaft nicht entsprochen wird, oder aus sonstigen 8g Gründen eine außerordentliche Hauptversammlung ein⸗ zuberufen.

Der Genehmigung der Aufsichtsbehörde sind insbesondere die Be⸗ schlüsse der Gesellschaft, nach welchen eine Aenderung oder Ergänzung dieser Statuten erfolgen, die Geselschaft aufgelöst, mit einer anderen vereinigt oder in ihrer rechtlichen Form umgewandelt werden soll, unterworfen.

Personalveränderungen. Königlich Preußische Armee.

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Offiziere, Fähnriche ꝛc. Ernennungen, Beförderungen und EE1“ Im aktiven Heere. Potsdam, 28. April. Windeck, Major und Bats. Kommandeur im Inf. Regt. Mark⸗ graf Ludwig Wilhelm (3. Bad.) Nr. 111, dem Regt. aggregiert. v. Harbou, Major im Großen Generalstabe, als Bats. Kommandeur in das Inf. Regt. Markgraf Ludwig Wilhelm (3. Bad.) Nr. S v. Rath, Hauptm. im Generalstabe der 39. Div., in den Großen General⸗ stab, Gündell, Hauptm. im Großen Generalstabe, in den Generalstab der 39. Div., Oehme, Rittm. und Chef der Eskadr. Jäger zu Pferde Nr. 1, als aggregiert zum Ulan. Regt. Graf zu Dohna (Ostpreuß.) Nr. 8, versetzt. Wolf, Rittm. und Eskadr. Chef im Ulan. Regt. Kaiser Alexander II. von Rußland (1. Brandenburg.) Nr. 3, zum Chef der Eskadr. Jäger zu Pferde Nr. 1 ernannt. v. im, Rittm. und Adjutant der 31. Kav. Brig., als Eskadr. Chef in das Ulan. Regt. Kaiser Alexander II. von Rußland (1. Bandenburg.) Nr. 3 versetzt. Ritter v. Poschinger, Oberlt. im Schleswig⸗ Holstein. Ulan. Regt. Nr. 15, zum Abjrttanten der 31. Kav. Brig. ernannt. v. Langenn⸗Steinkeller, Oberlt. im Großherzogl. Mecklenburg. Gren. Regt. Nr. 89, auf drei Monate zur Dienstleistung bei des Großherzogs von Mecklenburg⸗Schwerin Königlicher Hoheit, Frhr. v. Hammerstein⸗Gesmold, Oberlt. im Hus. Regt. Fürst Blücher von Wahlstatt (Pomm.) Nr. 5, vom 1. Mai d. J. ab auf ein Jahr zur Gestütverwalt., kommandiert. v. Berckefeldt, Oberlt. im 3. Bad. Feldart. Regt. Nr. 50, unter Beförderung zum Hauptm., vorläufig ohne Patent, als Battr. Chef in das 4. Ba

eldart. Regt. Nr. 66, Dreßler, Lt. im 1. Westfäl. Feldart. Regt. Nr. 7, in hasß 9 Fefen. Feldart. Regt. Nr. 36, . versetzt. Kiesel, Oberlt. der Res. des 1. Hannov. Drag. Regt Nr. 9, früher in diesem Regt., vom 1. Mai d. J. ab anf ein Jahr zur Dienstleistung beim Hus. Regt. König Humbert von 8— (1. Kurhess.) Nr. 13 mit der Maßgabe kommandiert, da ren dieser Dienstleistung sein Patent als vom 21. November 1898 datiert anzusehen ist. Fellmann, Ha . z. D., zuletzt r429,+ beim Landw. Bezirk Deutsch. Eylau, zum Bezirksoffizier Landw S II Trier ernannt. Reuter, Fahnenjunker im 3. Thüring Inf. Regt. Nr. 71, früher Kadett der Hauptkadettenanstalt, zum

Fähnr. befördert.

Aus der Ostasiat. Besatzungsbrig. (bisherige Gliederung) aus⸗ geschieden und in der Armee angestellt: vom Kommando der ê— Besatzungsbrig.: Hoffmann, Oberlt. und Adjutant, im 2. Han eat. Inf. Regt. Nr. 76; vom 1. Ostasiat. Inf. Regt.: v. Auer, Hauptm und Komp. Führer, als agqregiext beim 2. Hanseat. Inf. Regt. Nr. 76, v. Jena, Oberlt., im Gardefüs. Regt.; vom 2. Ostasiat. Inf. Regt.: Mejer, Major und Bats. Kommandeur, als aggregiert beim Inf. Regt. von Lützow (1. Rhein.) Nr. 25, Müller, Hauptm. und Komp. Fühees als aggregiert beim Inf. Regt. Freiherr von Sparr (3. Westfäl.) Nr. 16, Gündell, Oberlt., im Inf. Re Fürst Leopold von Anhalt⸗Dessau (1. M.e.) Nr. 26, Kramm, Stabs⸗ und Regts. Arzt, Dr. Roscher, Stabs⸗ und Bats. Arzt, bei der Kaiser Wilhelms⸗Akademie für das militärärztliche Bildungswesen; von der 2 Ostastat. (Gebirgs⸗) Battr.- Winterfeldi, Oberlt., im 82 Feldart. 8 Nr. 2, Schultze, Lt. im 2. Nass.

eldart. Regt. Nr. 63, Jaeschke, Lt. in der Ostasiat. Feldan. Abteil. der stasiat. Besatzungsbrig. (frühere Gliederung), aus dieser Brig. aus⸗ seschieden und im 1. Großherzogl. Hess. Feldart. Regt. Nr. 25 (Groß⸗ erzogl. Art. Korps) angestellt. Dr. Goldbach, Ffüist Arzt beim 1. Elsäss. Pion. Bat. Nr. 15, zum Inf. Regt. Graf Schwerin (3. Pomm.) Nr. 14 versetzt. .

Bückeburg, 30. April. Großherzog von Sachsen König⸗ liche Hoheit, Oberst la suite des 1. 3. F. und Chef des 5. Thüring. Inf. Regts. Nr. 94 (Großberzog von Gen. Major befördert.

Abschiedsbewilligungen. Im aktiven 28. April. v. Kehler, Lt. im Königin Elisabet Nr. 3, v. Sack, Lt. im 7. Thüring. Inf. Regt. teilung der Erlaubnis zum Tragen der Armeeuniform, mit der gesetz⸗ lichen Pension und der Aussicht auf Anstellung Zivil der Abschied bewilligt.

Im Beurlauhtenstande. Potsdam, 28. April. Evers, Oberlt. der Landw. Inf. 1. Aufgehois (I1 Dortmund), d. Seal Oberlt. der Jandw. Kav. 1. Aufgebots Krxee, unter Verlei ung des Charakters als Rittm., der Abschled igt.

Beamte der Militärverwaltung.

Durch Verfügung des Kriegsministeriums. 14. April. Baum, Kaserneninsp. in Hanau, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand versetzt. 1 15. April. ichbaum, Roßarzt der Landw. 2. Aufgebots

(Stolp), der Abschied bewilligt.

22. April. Siehr, t. der Res. bither Oberlt. im Feldart. Regt. von Clausewitz (1. Oberschles.) Nr. 21, unter I b der Korpsintend. des IV. Armeckorps, zum ctatsmäß. Milttärin

Assessor ernannt.

Ostastatische Besagungsbrigade. Allerhöchste Kabinettsordre vom 11. April Treftz, bisher Krie terat bei der 1. Gardediv., mit der kriegsgerichtsratsstelle belieben.

Koniglich Sächsische Armee. Offiziere, Fähnriche c. Ernennungen, Beförderungen und Megas en Im aktiven 5α2 24. April. Ri⸗ Oberst und Kommandeur des 10. Inf. Regts. Nr. 134. von der Armer und Beibehalt des

eecre. Potsdam, Gardegren. Regt. . 96, unter