1903 / 110 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 11 May 1903 18:00:01 GMT) scan diff

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den bisher zur Dlienstleistung bei Allerhöchstihrem Ober⸗

hofmarschallamt kommandierten Hauptmann im 1. Garde⸗ regiment z. F. Grafen von Zedlitz und 1““ unter Versetzung zu den Reserveoffizieren genannten 9 egiments zu Alerhöchftihrem Hofmarschall zu ernennen.

8

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

den Regierungsrat Ganse in Posen zum Oberregierungsrat zu ernennen.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinalangelegenheiten. Am Schullehrerseminar zu Bunzlau ist der bisheri Rektor Dalisda zu Guhrau und herige am Schullehrerseminar zu Paradies der Kandidat der

Theologie Doetsch zu Bonn als ordentlicher Seminarlehrer angestellt worden.

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

Der Oberregierungsrat Ganse ist dem Praͤsidente Königlichen Ansiedlungskommission in Posen 88

Evangelischer Oberkirchenrat.

Der bisherige Gerichtsassessor Ernst Bender in Stettin ist zum ernannt und dem Königlichen Kon⸗ sistorium der Provinz Posen überwiesen worden.

Richlamtliches. Deutsches R 2i α. Preußen. Berlin, 11. Mat⸗

Am 7. Mai ist das in der heutigen Nummer des anzeigers“ abgedruckte Abkommen zwischen Deutschland und Venezuela über die zur Feststeilung der deut schen Reklamationen berufene Ammn ; 2 abgeschlossen worden. Nach Artikel 3 dieses Abkommeme semnd der

Reklamationen bei der Kommission von dem Karserlich Gesandten in Caräcas bis zum 1. Juli 1 0 eesg

Die Interessenten werden daher mögle daid Schadensersatzansprüche betreffenden Ei 1—

den Kaiserlichen Gesandten zu 1— Dabdamn werden

die einzelnen Ansprüche genau zu auch dae frisebda lichen Beweisstücke 1— sein. 1“] v1ö“ 12*

Für das ererns. Etatsjahr der Staatseisenbahnverwaltung nützlicher Erfindungen

und Ardeitern der Ei 2 von 5950 für

die für die Erhöh der licher Beziehung N— sind berm.

Laut des „W. T. 8.* am 9. nach 8 8 * „S 90 und „Taku“ sind an nach Tsingtau in

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Besatzung von Kiagutschen an 5b

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im Holyroodpalast in Edinbur Später gedenken Allerhöchstdieselben Glasgow zu besuchen.

Frankreich.

Die „Agence Havas“ meldet, es werde, sobald der neue Jonnart in Algerien angekommen sei, eine Entschließung gefaßt werden, um die Beraber zu bestrafen, die den französischen Convoi in der Nähe von Taghit weggenommen hätten. Wegen der Bedeu⸗ tung der Bande und des Vorsprungs, den sie jetzt habe, werde eine gewisse Vorsicht notwendig sein, und da solle eine veee nur mit 8. I und nur dann dersucht werden, wenn die Garantien fuͤ scherbeme ur den Erfolg ge⸗

Das gegenwärtig in Villafranca liegende Geschwader der Vereinigten Gr⸗ aten wird Ende des Kie! in See gehen. Der Kommandant des Geschwaders, Abent Cotton hai bereits dahin gehende Instrakt⸗cnen erhatzen.

„Bei der gestern in Montreuil ur Mer vergengemanea Ersatzwahl zur Deputiertenkammer w vat 1.8* berichtet, an Stelle des Nationatttten Uru AA* x Kammer für ungültig erklärt hatte, der Miemaberuche Tr Mores

gewählt. Chülons FFäüan. . 1deae. AhN ven

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sich später zurückgezogen hätten,

Montenegro. Deer bulgarische diplomatische Agent in Cetinje Constan⸗ tin p ist, dem „W. T. B.“ zufolge, durch Dimitrie Rizom ersetzt worden. 16“

Aus Washington erfährt das „Reutersche Bureaun der Gesandte in Peking habe in einem Telegramm an das Staatsdepartement die Meldung, daß die russischen

Truppen wieder in Niutschwang eingerückt seien und

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ne hat der Ngoamte in Nintschwang, der —7 -2

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sehung der Jerts da dir Münhang dte pise⸗ fissse? w., nn wan vüerbdenge bene —— Tv 18. vwvr, dser he e s behas

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Zur Ar eiterbewegund. serlohn (vgl. Nr. 108 d. Bl.) meldei

b Ztg.“, daß die abrikantenvereinigung am eschloß, sich auch ferner qg. Verhandlungen mit den Arbeiker⸗

erbänden nicht einzulassen, die Belriebe offen zu halten und die zabl⸗

eichen Arbeitswilligen unter den früheren Bedingungen ohne Lohn⸗ Arung einzustellen. b 1

ürinsg dem Fabrikantenvexrein in Glauchau in Sachsen be⸗ glosene Aussperrung sämtlicher Textilarbeiter die am Sonn⸗ Sier in Kraft treten sollte, ist, wie der „Voss. 3tg. telegraphiert dene dadurch abgewendet worden, daß die ausständigen Arbeiter der

2₰ du. Go. vpeschts des Aussperrungsbeschlusses des

die Ar wieder aufgenommen haben. der Gisenbabnangestellten in Australien dem „W. T. B.“ aus Melbourne rat b

) wird Eienbahnverkehr nach dem Innern jetzt vollständig 4* * alla Bendige und anderen Verkehrszentren

süeaaes rern unmöglich. Der Eisenbahnvex⸗

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gul wie ört, da nur 9 Lokomotiv 8 mwerten koarten. 2 wird mittels Ph. terbalten. Man

eer und die In⸗ e von

reidehandel in Antwerpen.

Das Kaiferliche Generalkonsulat in Antwerpen berichtet unterm 4. d. 8 nserlcech d. J. verliefen die Getreidegeschäfte am hiesigen Platze ziemlich lebhaft, uvnd die Preise guter Weizensorten erfuhren eine geringe Steigerung. Am Ende des Monats stellten sich die Preise für Getreide und Mehl hier ungefähr, wie folgt: nordamerikanischer. . . . . . Fr. 16 ¾ Sean EEEEE1“ 16 ½ californischer 1“ 16 ¾ 16 ½

c. veerk. . Plata, je nach Güte— 15 %½/17 ¼ E111u“ c 15 ¾ ,17 ½ russischer . .„ .„ . 15 ¼/17 inländischer . . . . . .. . 15 /16 Donau und nordamerikanischer 8 inländischer. . zu vveeen 8 ür Brauer. . . 8 Hafer: för en und nordamerikanischer. 8 Mais: nordamerikanischer und Plata. 8 Odessa und Donau . . . . . 13 ½14

Weizenmehl: inländisches. 20 ¼,22.

Die Vorräte am biesigen Platze wurden Ende April d. J,

mwie folgt, geschätzt:

13 ½/14 13³ꝛ ½R14 12 ½¼/13 13 ½2 16 ½ 15/16 ½ Sina

Roggen: Gerste:

11. Mai. (W. T. B.) Bei einem Festmahl staftfindenden 39. Wanderversammlung 8 eee. b in von Bavern eine längere Ansprache, in iber 8⁷ der Landwirtschaft sprach Er betonte des Großarundbesitzes, der jedoch niemals väürfe. Stiets müsse neben dem Großgrund⸗ unt 22— Besitz, sowie eine hinreichende 8 8) Has Handelzamt hat die

24 UArgentinien und Uruguay

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naiven Urform gegeben; Herr Louis Hermann, der dies Gebiet der Bühnenliteratur gründlich beherrscht und auch selbst als Possen⸗ und Coupletdichter des öfteren erfolgreich hervor⸗ getreten ist, hatte mit feinem Verständnis für seine Auf⸗ gabe die Retouchierarbeit vorgenommen, die Gesangseinlagen mit neuen, dem Geiste des Ganzen wohlangepaßten Versen versehen und auch sonst als geschickter Dramaturg die bessernde Hand angelegt So fand denn das alte Werk in der neuen Gestalt so starken Beifall, daß ihm vermutlich wieder ein längeres Bühnenleben beschieden sein wird. Nicht wenig trug dazu aber die sorfältigst vorbereitete, in

allen ihren Teilen völlig einwandfreie Aufführung bei. An 8

erster Stelle ist Herr Walden zu nennen, der in der Hauptrolle des Stullmüller, der im ersten Bild Maler, im zweiten Börsenspekulant und im dritten Bierwirt in Stralau ist, eine neue Probe von seiner außerordentlichen Vielseitigkeit ablegte. Wer hätte gedacht, daß der begabte Darsteller jugendlicher Helden, der treffliche Interpret des komplizierten Charakters des Prinzen Friedrich von Homburg, der poetische Karl Heinz in „Alt⸗Heidelberg“ in so liebens⸗ würdiger und fein pointierter Weise Couplets vortragen, sich mit dem Berliner Dialekt so gut abfinden und obendrein eine so ausgesprochen

komische Figur abgeben könnte, wie es im letzten Akt geschah! Seine

Leistung gemahnte an die der allerbesten Vorbilder im Possenfach. Neben ihm behauptete sich mit großem Erfolg auch Frau Schneider⸗ Nissen, die glücklicherweise dem zurückzukehren. Eine Charge von überwältigender Komik bot ferner Herr Schindler als Jude Zwickauer. Unter den anderen Mitwirkenden zeichneten sich Fräulein Carigioli sowie die Herren Rohland, Wehrlin, Miethke u. a. aus und vereinigten sich mit den Vorgenannten tadellosem Zusammenspiel.

Schillertheater N. Henrik Ibsens Schauspiel „Hedda Gabler“ erfreute si

bei seiner Aufführung am Sonnabend einer sichtbaren Anteilnahme aber von der tiefen Erregung und dem gespannten Interesse, das sonst die Dramen des nordischen Dichters wecken, war weniger z spüren. Diese schwächere Wirkung „Hedda Gablers“ beruht zum Teil auf der einseitigen psychologischen Ausgestaltung der Charaktere. Die auten, in ihrer beschränkten Sphäre tüchtigen Menschen, wie Jöͤrgen Tesman, Tante Julie und Frau Elvsted, tragen alle den Stempel minderwertiger Intelligenz an sich, so daß die Teilnahme der sich ihnen nur mit Vorbehalt zuzuwenden vermag. die geistvollen Genußmenschen ihrerseits, wie Hedda Gabler und Gerichtsrat Brack, verletzten durch jeglichen Mangel an Gemüt, und der ebenso geniale wie haltlose Eilert Lövborg, der jedem Einfluß zu⸗ fänglich ist und naturgemäß dem stärkeren der Bösen unterliegt, er⸗ scheint auch nicht gerignet, Svmpathien wachzurufen. So konnte sich der Zuschauer an keiner Gestalt des Dichters rückhaltlos erwärmen oder an AIhr ein aufrichtiges Interesse gewinnen. Die Stimmung des Publikums bot daher eine Mischung von Neugier und Gleichgültigkeit, die zufrieden war, ungeachtet der feinen pfvchologischen Ausgestaltung der vom Dichter gewollten Charaktere, sich an die Aeußerlichkeiten des Dialogs halten. Seine bizarren Wendungen, die einem überreizten Gefühls⸗ F— Ausdruck geben, boten dann wiederholt Anlaß zu NVEqä’ anstatt die beatz chtigte ernste Ergriffenheit hervorzurufen. Vor allem für die Gestalt Heddas durch ihre Maßlosigkeit, die aus ver⸗ sinn und ertötender Herzlosigkeit resultiert, die Gefahr rlich zu wirken, und so wurde gerade sie oft genug nicht n. In etwas verschuldete diese Wirkung auch die Dar⸗ der Rolle, Alwine Wiecke: sie kann schneidend scarf überlegen wnr verschlagen in der Dialekrit sein, aber es mangelte ihrer Charakteristik „die von den Fehlern Heddas —2— ablen lassen muß r als Heddas Gatte, it des ätigen Jörgen ein ernster hrter, der nicht der Dümmlinge versetzt werden darf. ; die gute Tante Julie fand und Else Wasa lieh der mit schlichten Mitteln eine warme und rack des Herrn Svenrück Abends; mit vornehmer doch ein leiser Ton von antd Freuden seiner Nebenmenschen eindurch⸗

seine Sh veeissng der t de4 Genies aus, deren 1r, 2 h en Henen und die nervöse Sprechweise noch ILbaltatheater

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