1903 / 112 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 13 May 1903 18:00:01 GMT) scan diff

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Im Schillertheater N. (Friedrich⸗Wilhelmstädt. Theater)

angt morgen das Lustspiel „Im weißen Rößl“ von Oskar Blumen⸗ I und Gustav Kadelburg zum ersten Male zur Aufführung.

Im Neuen Theater wird am Freitag mit Frau Hansi Niese * der Titelrolle zum ersten Male das Volksstuck „Der rrade Mich'’l“ gegeben. In diesem Stuͤck bringt Frau Niese zwei Kepkets zum Vortrag, von denen das eine ein vollständiges Varisté⸗ programm parodiert und in dem Hansi Niese alle Genres des Variétés in Gesang, Tanz und Mimik als Sängerin, Tänzerin, Athletin, Jongleuse ꝛc. darstellen wird. Das zweite Kuplet betitelt sich „Kunst und Natur“.

Im Residenztheater geht morgen zum ersten Male der Schwank in drei Akten „Lustige Ehemänner“ (Des maris joyeux) von Antony Mars und Alb. Barré, deutsch von Mar Schoenaäu, in Scene. In den Hauptrollen sind die Damen Maria Reisenhofer und Josefine Sorger, die Herren Richard Alexander, Karl Frey, Richard Georg u. a. beschäfti t. Den Abend eröffnet der Keich alls

ersten Male zur Auffühtung gelangende Einakter „Nach dem

Ule“ von M. Loebel.

Paul Heyses Drama „Maria von Magdalg wurde gestern abend in der Singakademie von den beiden Mitgliedern des Wiener Hofburgtheaters Joseph und Olga Lewinsky vor⸗ gelesen. Trotz des berühmten Namens der Gäste war das Publikum nicht in der erhofften großen Zahl erschienen; es hatten schon ander⸗ zwei Vorlesungen des Dramas stattgefunden, und so entbehrte das vorzutragende Werk des Reizes der Neuheit.

gestern eine äußerlich

aufregende oder innerlich tief gehende Wirkung durch das E selbst oder die Kunst der Vortragenden erzielt worden sei, kann nicht behauptet werden. Es spielte sich alles in konventionellen Formen ab, und dem entsprach die Stimmung und der Beifall der Hörer. Olga Lewinsky, welche die weiblichen Rollen las, also in erster Linie die der Maria, legte in Rede und Mienenspiel einen lebendigen, dramatischen Aus⸗ druck, der auch wiederholt von mimischen Gesten unterstützt wurde; dadurch gewann ihre Art der Vorlefung öfters starke Berührungs⸗ kte mit der Bühnenkunst und regte dadurch die Teilnahme der Perer etwas stärker an. Joseph Lewinsky trat während ganzen ends kaum aus sich beraus. Er las alle männlichen Rollen klug und verständig, aber eben mit der Zurückhaltung eines Vorlesers. Nur zum Schluß des Dramas, als Reue und Verzweiflung den Judas Ischarioth packt, trat etwas von Lewinskys ergreifender Kunst, dämonische Charaktere in Fleisch und Blut umzusetzen, in die Erscheinung.

In dem morgen abend um 7 Uhr in der Heiligkreuzkirche vom Organisten Bernhard Irrgang veranstalteten Konzert werden mitwirken: das Soloquartett der Damen Hedwig Kaufmann und Marg. Heilbronn, der Herren Carl Weiß und A K Harzen⸗Müller sowie Frau Elsa Barkowska⸗Fischer (Violine). Der Eintritt ist frei.

Die K. Kt. Kammersängerin Madame Frandes Saville, die am nächsten Montag en Vest gier am hiesigen ichen Opern⸗ hause beginnt, ist eine Amerikanerin von Geburt. In Paris an der bra Oomique 1892 bis 1896 engagiert, errang sie dort mit der vinta“ ihren größten Erfolg. Im Jahre 1897 wurde sie Mit⸗ Fnecd der K. K. Hofoper in Wien und wurde dort vor zwei Jahren

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8 usammenstel des im Bezirk des —— preußischen Hoeflasdamts in der Jagdsaison 1902/1903 erlegten Wildes und Raubzeuges.

A. Auf Hofjagden wurden erlegt: am 12. und 13. Deßember 19 ! m der mLeßlinger Heide in 3 n mit Kammern und S erwül Dezember⸗

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Reiersdorf) 110 Hirsche, 334 Spießer und Wild (Rotwild) Schaufler, 599 Spießer und Wild e 12 geringe Sauen (Schwarzwild), 82 Rehe, 587 Hasen, 138 Rebhühner, 158 Gänse, Enten, gen ꝛc., 113 Reiher, Kormorane, 128 Füchse, 18 Marder, 2 Irtist 2 Wiesel, 22 Raubvögel, 64 Verschiedenes;

in den Oberförstereien Grunewald und Falkenhagen 8 Schaufler, 170 Spießer und Wild (Damwild), 1 grobe Sau (Schwarzwild), 60 Rehe, 48 Fasanen, 598 Hasen, 161 Rebhühner, 127 Gänse, Enten, Schnepfen ꝛc., 112 Reiher, Kormorane. 57 Fuchse, 8 Marder, 12 Iltisse, 1 Wiesel, 17 Raubvögel, 487 Verschiedenes;

in der Kolbitz⸗Letzlinger Heide (Oberförstereien Kolbitz, Planken, Letzlingen, Jävenitz und urgftach 9 Hirsche, 3 Spießer und Wild Rotwild), 61 Schaufler, 232 Spießer und Wild (Damwild), 14 geringe

auen (Schwarzwild), 6 Rehe, 52 Hasen, 2 Rebhühner, 18 Gänse, Enten, Schnepfen ꝛc., 30 Reiher, Kormorane, 64 Füchse, 10 Marder, 3 Iltisse, 1 Wiesel, 51 Raubvögel, 61 Verschiedenes;

in der Göhrde 2 Hirsche, 2 Spießer und Wild (Rotwild), 8 Sauen, 37 geringe Sauen (Schwarzwild), 2 Hasen, 3 Fuͤchse,

arder;

im Saupark bei Springe 3 Spießer und Wild (Damwild), 2 geringe Sauen (Schwarzwild), 11 Füchse, 3 Marder, 1 Raubvogel, 2 Verschiedenes;

in Königs⸗Wusterhausen (Oberförstereien Hammer und Königs⸗ Wusterhausen) 1 Hirsch. 2 Spießer und Wild (Rotwild), 1 Schaufler, 9 Spießer und Wild (Damwild), 34 grobe Sauen (Schwarzwild), deies 99 Rebhühner, 97 Reiher, Kormorane, 1 Fuchs, 1 Ver⸗

im Wildpark, Fasanerien Charlottenhof und Entenfang und Feld⸗ jagdgehege bei Potsdam 12 Hirsche, 15 Spießer und Wild (Rotwild), 3 Schaufler, 16 Spießer und Wild (Damwild), 28 Rehe, 27 Fasanen, 253 Hasen, 164 Rebhühner, 39 Gänse, Enten, Schnepfen ꝛc., 40 Reiher, Kormorane, 4 Füchse, 15 Marder, 26 Iltisse, 67 Wiesel, 68 Raubvögel, 587 Verschiedenes;

im Feldjagdgehege bei Berlin 3 Rehe, 105 Hasen, 1014 Reb⸗ hühner, 20 Gänse, Enten, Schnepfen ꝛc., 7 Füchse, 1 Iltis, 20 Wiesel, 1 Raubvogel, 151 Verschiedenes;

in der Stadtforst Spandau 1 Schaufler, 13 Spießer und Wild (Damwild), 27 Rehe, 13 Fasanen, 92 Hasen, 195 Rebhühner, 33 Gänse, Enten, Schnepfen c., 2 Füchse, 1 Marder, 1 Iltis, 3 Raubvögel, 63 Verschiedenes;

in der Fasanerie Fürstenwald und Feldjagdgehege bei Ohlau 26 Rehe, 98 Fasanen, 351 Hasen, 299 Rebbin ner, 2 Füchse, 34 Marder, 66 Iltisse, 104 Wiesel 332 Raubvögel, 426 Verschiedenes.

Die gesamte Jagdbeute betrug: 134 Hirsche, 356 Spießer und Wild (Rotwild), 486 Schaufler, 1760 Spießer und Wild (Dam⸗ wild) 354 grobe Sauen, 230 geringe Sauen (Schwarzwild), 232 Rehe, 609 Fasanen, 4812 Hasen, 2130 Rebhühner, 395 Gänse, Enten, Schnepfen c. 392 Reiber, Kormoranec, 279 Füchse, 91 Marder,

135 Iltisse, 195 Wiesel, 495 Raubvögel, 2469 Verschiedenes.

ö“ r Mannigfaltiges. 8 8 Berlin, den 13. Mai 190b93.

das am Sonnabend in sämtlichen Räumen des Neuen König⸗ lichen Operntheaters stattfindende große Früblingsballfest (Maienfest) zum Besten des Allgemeinen Deutschen Schul⸗ vereins zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande wird ein reichhaltiges und vornehmes Programm aufweisen: im Hauptsaal Ball, auf der Bühne eine Fülle künstlerischer Vorträge, auf der Terrasse und in allen Nebensälen Orchesterkonzert und Erfrischungen, im Tunnel iser Tanzplatz usfw. Ein großer Teil der Eintrittskarten ist

its iffen. Billets u 4 sind noch im Festbureau

im Hotel „Rei (Wilbelmstr. 70 a.), in allen mit Plakaten belegten Geschäften, im Warenhaus im sowie an der Abend⸗ kasse im Theater erhältlich. Die Damen erscheinen nach Be⸗ stimmung des Festausschusses nicht in Balltoilerte, sondern in lichtem ü e mit Hut, die Herren im Frack bezw. Waffenrock. Der

Ballfestes ist auf 9 Uhr Abends angesctzt.

wird in Cöln der 14. Deutsche versammelz sein. Vom 2. bis ei ießlich 4. wiss ichen denen

des Geographentages an den Generalsekretär des Ortsausschusses, Professor Dr. K. Hassert, Cöln, ; 30, ist erwünscht. Bei der Lebhaftigkeit des Pfingstverkehrs empfiehlt der Ortsausschuß ferner allen auswärtigen Besuchern des Fesa hentages dringend, rechtzeitig die von ihm angebotene Vermittelung sen Wohnungsbestellung in Anspruch zu nehmen. BW

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Der Berliner Schriftstellerverband (Ortsgruppe des Deutschen Schriftstellerverbandes) wird gemeinsam mit der Pensions⸗ anstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller in Muüͤnchen aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der letzteren ein humoristisches Sommerfest veranstalten, das sich „Literarische Mittel⸗ meerfahrt“ betitelt und in landschaftlich reizvoller Umgebung auf den Wassern eines der Grunewaldseen stattfinden wird. Die umfangreschen Vorbereitungen des etrass nese. für das in großen Zügen angelegte Fest sind bereits im Gange. orläufige Auskunft erteilt der Schrift⸗ steller Paul Gisbert in Schöneberg⸗Berlin (Hohenfriedbergstraße 15).

Der Aktienverein „Zoologischer Garten⸗ Montagnachmittag im Saale des Zoologischen Gartens eine außer⸗ ordentliche Generalversammlung ab, in der die nach dem Beschluß der abgeänderte Bilanz zur Vorlage gelangte. Die Präsenzliste wies die Anwesenheit von 310 Aktionären auf, die 1429 Stimmen vertraten. Den Vorsitz Kommerzienrat Ravené. Als erster Redner erläuterte heime Seehandlungsrat a. D. Dr. Schubart die vorgenommenen Abänderungen in der neuen Bilanz, 9. daß die 17 017 für den Hallenbau, die als Aktivum emängelt worden waren, nunmehr vollständig aus der Bilanz verschwunden sind. erner machte Redner noch von einigen anderen Abänderungen Mitteilung. Der Kommerzienrat Ravené erklärte dazu, der Vorstand stehe nach wie vor auf dem Standpunkte, daß die erfte Aufstellung der Bilanz eine richtige war, was auch der vereidete Bücher⸗ revisor bestätigt habe, er sei aber mit der vorgenommenen Abände⸗ rung einverstanden. Nach unerheblicher Debatte wurde sodann der Verwaltung einstimmig die Decharge erteilt. Nunmehr hielt der Ge⸗ beime Rat Werner, nachdem der Beschluß der Generalversammlung in drei Instanzen als ungültig erklärt worden, dem Ausstellungshallen⸗ projekt die Grabrede. Doch bat er die Verwaltung, da Gerüchte um⸗ gehen, daß aus der Asche des Hallenbauprojekts ein neuer Phönix dervorgehen solle, um eine . Aeußerung darüber. Der Vor⸗ sitzende gab darauf die Erklärung ab, daß nach den Erkenntnissen der verschiedenen Instanzen der Aufsichtsrat sein Mandat der letzten Generalversammlung bezüglich des Hallenbaues für erledigt halte und gnicht beabsichtige, zu 181 das Projekt mit dreiviertel Majorität durchzubringen. Der Geheime Rat Werner sprach der Ver⸗ waltung für diese loyale Erklärung den Dank der Versammlung aus. Der Kommerzienrat Jacob hielt schtleßlich die Versöhnungsrede für beide Parteien, die ja doch alle das Beste des Vereins wollten, und bat nunmehr die frühere Eintracht unter den Aktionären wieder⸗ herstellen zu helfen. ““ EE11“ 8

Für d. S. M. S. „Möw der australischen Station befindlichen Marineangehörigen können Privatpakete nach den bekannten Versendungsvorschristen kostenlos versandt werden, wenn bei der Speditionsfirma Math. Rohde u. Jörgens in Bremen bis zum 15. Mai 1903 angeliefert sind. Für die auf S. M. S. „Wolf“ der westafrikanischen Station befindlichen Marineangehörigen können Privatpakete nach den bekannten Versendungsvorschriften kostenlos versandt werden, wenn bei der Speditionsfirma Matthias Rohde u. Co. in Ham⸗

lum 24. Juni 1903 angeliefert sind.

Aachen, 13. Mai. (W. T. B.) Der Internationale Verein der Gasthofbesitzer hält seine diesjährige General⸗ versammlun 21. bis 24. d. M. in Eisenach ab. Auf der Tagesordnung den neben —,ö die Themata: „Arbeiterschuß in Gast⸗ und Schankwirtschaften“, „Unfallversicherungs⸗ pflicht der gastwirtschaftlichen Betriebe“ und „Errichtung einer Stiftung be Gewädrung don dien an Angestellte zum Besuche einer

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adtratskommission Theater Marignp besichtigte, stürzte beim Besteigen des

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Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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