1903 / 123 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 27 May 1903 18:00:01 GMT) scan diff

I

Großhandelspreise von Getreide an außerdeutschen 8 Börsenplätzen für die Woche vom 18. bis 23. Mai nebst entsprechenden Angaben für die Vorwoche. Zusammengestellt im Kaiserlichen Statistischen Amt. 1000 kg in Mark. 8 5 (Preise für greifbare Ware, soweit nicht etwas anderes bemerkt.)

Woche Da⸗ 18./23. gegen Mai or⸗ 1903 woche

124,47 125,42 147,48 147,60 107,42 110,06 132,14 132,25

Roggen, Pester Boden Ir en, 4 z. 8 eer, ungarischer Hesss, slovakische Budapest.

Peggen Mittelware b zen, 8 Hafer, . Gerste, Futter⸗

115,94 133,89 105,62 100,60

116,29 133,61 107,08 100,68

Roggen, 71 bis 72 k EE111““ Weizen, Ulka, 75 bis 76 kg das hl Riga. gen, 71 bis 72 kg das hl.. q76 Paris. lieferbare Ware des laufenden Monats -

Antwerpen.

90,84

88,87 116,08

116,74

101,37 126,39

145,22 202,81

131,67 135,73 139,78 141,80 138,80 135,73 141,32

101,81 125,95

144,68 204,26

131,87 135,93 139,17 141,20 136,17 135,93 143,07

Odessa

roter Winter⸗

Kansas

Walla Walla Amsterdam.

111,34

122,19

129,43

132,24

110,67 124,76 129,58

Odessa⸗ 132,40

amerikanischer Winter⸗

8 London. a. Produktenbörse (Mark Lane).

WecenAglisch weiz

9 b. Gazette averages.

englisches Getreide, 4 aus 196 Marktorten

Liverpool.

russischer Walla Walla roter Winter-.. Californier Nord Duluth Nr. 1

arter Kansas Nr. 2. . Nanitoba Nr. 1 La Plata . .. Kurrachee, weilz. jer, engl. weißer..

te, Mahl⸗.

Neu Pork. roter Winter⸗ 9*½

Lieferungsware

Buenos Aires. ttsware, ab Bord Rosario...

Bemerkungen.

““

Saatenstand in Ungaru. zweiten Drittel gnats st im deSaeaerrs, a, seengüge, nördlichen Schneewetter. Am 19. und 20. kühlte sich die derart ab, daß an vielen Orten br.

der mit eFeborn 1

zögerung erlitten. Futterkräuter worden.

I 88

in die Halme, stellenweise wirft er sogar schon Aehren. Am besten steht die Frbhe des Winterweizens in der Ecke zwischen der Theiß und der Maros zwischen Donau und Theiß, längs der Theiß und zum Teil in den Gegenden am rechts⸗ und v Donau⸗ ufer. Auch jenseits des Königssteiges steht die Saat befriedigend. Spätsaaten stehen um ein Bedeutendes schwächer⸗ Rost tritt einlaufenden Nachrichten zufolge sporadisch auf. In den Gegenden am linken Theißufer, in der Ecke zwischen Theiß und Maros und in der Gegend zwischen Donau und Theiß war die Witterung der letzten Tage für Winterroggen und Halbfrucht abträglich. In den Morgenstunden verspürbarer Reif traf das Gewächs in der Blüte, und ist bereits jetzt Schaden zu konstatieren. Frühsaaten stehen auch hier besser als Spätsaaten. Im Landesdurchschnitt steht Winterroggen kaum befriedigend; derselbe hat sich übrigens um Be⸗ deutendes gebessert. Sommergerste entwickelt sich trotz des kalten Morgenwetters ziemlich gut. Die Saat ist schön grün und bebuscht sich gut; im Landesdurchschnitt steht sowohl Sommer⸗ als Winter⸗ gerste befriedigend und gut. Auch Hafer zeigt im allge⸗ meinen Besserung, die Saat ist gesund, grün und bebuscht sich normal. Im Durchschnitt steht Hafer befriedigend. Die Rapssaat wird ein schwaches Erträgnis abwerfen. Der 1 Teil der angebauten Fläche wurde umgeackert und für Sommersaaten in Verwendung genommen. Im Alföld dürfte Raps schon in der nächsten Woche geschnitten werden. Mais hatte ge⸗ nügend Niederschläge und gedeiht insbesondere in den östlichen Komi⸗ taten gut; überhaupt sind nur vereinzelte Klagen laut geworden, und zwar aus Gegenden, wo Regen nicht in ausreichenden Mengen fiel. Mais wird bereits zum ersten Male behauen. Kartoffeln stehen befriedigend, wiewohl Reif die Pflanze beschädigte. Gartengewächse stehen befriedigend. Zucker⸗ und Futterrüben werden jetzt behauen, Unkraut und Würmer richten aber an der Pflanze viel schaden an. Stellenweise wurden kleinere Flächen umgeackert und mit neuen Pflanzen besetzt. Im Landesdurchschnitt stehen die Rüben befriedigend und gut. Nur jenseits des Königssteiges wird über mangelhaftes Auf⸗ ehen des Samens geklagt. Künstliches Futter, Weiden und

iesen liefern im allgemeinen ein gutes Erträgnis. (Wiener Ztg.)

Weizeneinfuhr Marseilles. Nach den Wochenübersichten des in Marseille erscheinenden 2— ore“ hat die Weizeneinfuhr Marseilles auf dem Seewege etragen: in der Zeit vom 19. April d. J. bis zum 24. April d. J. 148 001 cbz davon aus Wh eht.. .5.5e5. . .. 986 955

in der Zeit vom 26. April d. J. bis zum 1. Mai d. J. 201 865 davon aus Rußland . . . . . . . . 1174 041

in der Zeit vom 3. Mai d. J. bis zum 8. Mai d. J. 162 403 davon aus Rußland —“

in der Zeit vom 10. Mai d. J. bis zum 15. Mai d. J. 231 392 davon aus Rußland 88 1191 1 „.

In den Marseiller Docks und Entrepots befanden sich 14. Mai d. J. 13 950 cbz.

Saatenstand in Belgien. Das Kaiserliche Generalkonsulat in Antwerpen berichtet unterm 13. d. M.: Während des Monats April d. J. war die Temperatur ungewöhnlich niedrig. In der zweiten Hälfte des Monats traten fast täglich heftige Regengüsse, Schneefall und Hagel ein; auch starke Nachtfröste waren nicht selten. Diesen ungünstigen Witterungs⸗ entsprechen die Nachrichten über den Saatenstand in gien.

In der Provinz Ostflandern haben namentlich die Frühjahrs⸗ saaten stark gelitten. In den Niederungen sollen ächen Landes überschwemmt worden sein. Der Schaden sei bedeutend. Die Obsternte ist fast gänzlich vernichtet.

In der Provinz Westflandern sollen Ueberschwemmungen ins⸗ unker den Kartoffelpflanzungen großen Schaden verursacht

h 8

In der Provinz Lüttich hat die ungünstige Witterung die Aus⸗ ., der Kartoffeln und den Anbau der Zuckerrüben unterbrochen und Rog

Wachstum des Hafers, der schön aufgegangen war, beeinträchtigt. gen steht mittelmä Futterkräuter und Wfesen bedürfen wärmerer Temperatur. 4

8- der Provinz Luxemburg lassen die Roggen⸗ und Spelzsaaten zu wünschen übee. Stellenweise m hüher neu mit Hafer besät werden. uch die übrigen Wi aaten sowie die Wiesen und die Obstbäume sind durch 8 ee und erheblich be⸗ schädigt worden. Die Haf und der K. bau gehen nur langsam und unter wenig günstigen B ngen von statten.

In der Provinz Antwerpen bat der von den Winterschäden nicht erholt und läßt nur geringe Ernte erwarten. Viele Roggen⸗ und Haferfelder sind überschwemmt, ebenso Wiesen und Kartoffelpflanzungen. Der Schaden soll hedeutend sein. Auch die Obf e haben erheblich gelitten. Die Frühjahrtarbeiten sind in⸗ folge der ungünstigen Witterung im April d. J. ins geraten.

i der Provinz Limburg lassen besonders die ensaaten zu

übrig. Der äte ist kaum mittelmäßig;

viele haben sich 8 Wiesen und Weideland un

er rück haben Ver⸗ berc Foff erbelch mgegrissen

u en hat das Wintergetreide in 8

In der der Märzaussaaten und der Heeeesen verloren in nd. Auch in 8.es 8* fenne geworden Roggen APgekhn 2eFrnen. 88½½ . Temperatur insosern zu statten gekem als sie neuen Wurzelt auf den gelichteten Feldern ist fast voll⸗

stigte.

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Mediztnalstatistische Mitteilungen aus Rorwegen.

Nach der am 3. 1900 lebten in N

zählenden Königreich Württemberg lebten bei der letzten Volkszählung 111,2 Bewohner auf je 1 qkm.)

Während des Jahres 1900 wurden in Norwegen 66 149 Kinder lebend geboren und starben 34 932 Personen = 15,9 %0 der mittleren Bevölkerung des Jahres; daraus ergibt sich ein natürliches Wachstum der Bevölkerung um 14,2 % im Jahre. (In Württemberg bet der Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen letzthin innerh Jahresfrist 13,4 %0.) 8

Angaben über das beim Tode erreichte Lebensalter liegen nur für 28 874 der Gestorbenen vor; danach sind 4264 im ersten Lebend. jahre, 3936 im Alter von 1 bis 15 Jahren, 11 382 im Alter von 60 und mehr Jahren gestorben. Bemerkenswert ist, daß 3897 die Altersgrenze von 80 und 532 die Altersgrenze von 90 Jahren überschritten hatten. Von je 1000 nach vollendetem 15. Lebensjahre Gestorbenen hatten, soweit Angaben vorliegen, in Norwegen 551 ein Alter von 60 und mehr Jahren erreicht. (In Württemberg während d. J. 1899 rund 560.)

Durch Unglücksfälle kamen 961 Personen ums Leben, dur

Selbstmord 117, sonst durch Menschenhand auf gewaltsame Weise 98

von den übrigen 33 838 Sterbefällen waren 27 861, d. i. 82,3 0%8, auf eine ärztlich beglaubigte Todesursache e. eführt. Es starben danach an Lungentuberkulose 4888 und an Tuberkulose anderer Or⸗ gane 1486, an entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 3196, davon an kruppöser Lungenentzündung 1571, ferner an In⸗ fluenza 340, an eree. 365, an Unterleibstyphus 133, an Diphtherie (und rupp) 181, an Scharlach 177, an Masern 216, an Brechdurchfall (Cholerine) 867, an Ruhr 13, an Genickstarre 29, an Kindbettfieber 111, an Lepra 35, an Sypphilis 70, an krebsartigen Neubildungen 2008, davon an Krebs (Carcinom) 1912, an Altersschwäche 3895 und aus angeborener Lebensschwäche 1158. Die echten Pocken sind als ,“ nicht genannt, an Varizellen (Wasserpocken) starben 2 Kinder, an Fleckfieber 2 Personen, an Beribexri 1 Person; auffällig hoch erscheint die Zahl der an Pyämie und Septikämie Gestorbenen, denn diesen Wundinfektionskrankheiten erlagen 139, außerdem starben 69 Personen an Wundrose und an Pheewe⸗

Was die vorherrschenden Krankheiten betrifft, so hat die Influenza als Epidemie fast im ganzen Lande geherrscht, Unterleibs⸗ typhus hat etwas an Verbreitung gewonnen, Diphtherie aber war seltener als in den letzten 18 Jahren, auch gastrische Leiden waren seltener als gewöhnlich. Zu einem Bestande von 614 Leprakranken zu Beginn des Jahres kamen 23 hinzu, und 62 starben, so daß am Jahresschluß 573 im Bestande blieben gegen 1091 am Schlusse des Jahres 1890 und 2125 am Schlusse des Jahres 1875. Während des letzten Jahrzehnts sind in Norwetzen 300 Leprakranke in Zugang gekommen und 756 Leprakranke gestorben, ferner 43 als geheilt und 19 anderweitig in Abgang gekommen.

Santiago de Chile, 26. Mai. (W. T. B.) Aus Jquique werden zwei Pestfälle mit tödlichem Ausgang gemeldet.

Handel und Gewerbte.

n im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie’.)

S. Frankreich und Großbritannien. ““ Abkommen, betreffend die Handelsbeziehungen es rankreich und der Insel Ceylon. e.renists⸗ egierung hat der Deputiertenkammer den Entwurf eines Gesetzes zur Genehmigung eines am 19. Februar d. J. in London wegen der Insel Ceylon a A Handelsabkommens vorgelegt.

Nach dem Abkommen sollen die nachstehenden kolonialen Ver⸗ zehrungsgegenstände: Kaffee, Kakao, Pfeffer, Amomen und Kardamomen, Zimmet, Zimmetkassia, Muskat, Macis, Gewürznelken, Vanille und Thee, soweit sie von der Insel Ceylon stammen, bei der Einfuhr nach Frankreich, Algerien, den französischen Kolonien und Bes sowie den Schutzgebieten von Hinterindien und Tunis die niedrigsten Zollsätze die auf die gleichartigen Erzeugnisse

welchen anderen fremden Ursprungs anwendbar sind.

Umgekehrt sollen die Natur⸗ und Gewer isse Frankreichs, Algeriens, der französischen Kolonien und. Besitzungen sowie der Schutzgebiete von Hinterindi und jeden Vorbehalt niedrigsten Zollsätze

““

ren und Tunis ohne jede Einschränkung bei ihrer Einfuhr nach der Insel Fehlon die

welche auf die gleicharti 82 anwendbar

irgend welchen anderen 1 erner wird für Essig in Fässern und Eisenvitriol, welche aus und

rankreich, den französischen Kolonien Befitune owie den Schutzgebieten von üindien und Tunis stammen, bei der Einfuhr nach Ceylon eine Ermäßigung der Zollsätze um die Hälfte gewährt.

Die Ursp 8* welche behufs ——2 der durch das Abkommen Eee gerces ollbegü werden,

von den beiderseitigen Konsuln unter iung von den 2— welches mit ei Künd 1

ün .

ist, soll nach dem Austausch der Aeeereffttnen

50—hen. (Documents parlementaires Chambre Annexe

Das kaufmännische Schiedsgericht in London. Die von der Stadtvertretung und delskammer .— in n

1892 gegründete zur cher Strei Chamber of Arbitration.

Fubunft bevorsteht, so ist doch nicht zu bezwei t

bisherige Fortgang der Arbeiten diese Erwartung kaum als berechtigt I

erscheinen. Das Kapital der Gesellschaft beträgt 25 Millionen Pen, von denen bisher 4,3 Millionen Yen eingezahlt sind. Die sapancsche Regierung hat für das eingezahlte Kapital sowie für die Obligationen der Gesellschaft eine 6 prozentige Zinsgarantie übernommen.

In einer am 25. Februar d. J. stattgehabten außerordentlichen Generalversammlung hat nun die Ssul⸗Fusan⸗Eisenbahngesellschaft beschlossen, die Söul⸗Chemulpo⸗Bahn aufzukaufen. Der Preis be⸗ trägt 640 000 Yen bar; außerdem übernimmt die Käuferin die sämt⸗ lichen Verbindlichkeiten der erworbenen Bahn. Letztere müssen recht erheblich sein, da der Bau seinerzeit einen Aufwand von 2,3 Mil⸗ lionen Yen erforderte. In derselben Versammlung wurde auch be⸗ chlossen, zwecks Aufbringung des erwähnten Kaufpreises und zur secbeeu des Bahnbaues nach und nach Obligationen im Gesamt⸗ betrage von 10 Millionen Yen Sie sollen nicht mehr als 8 % im Jahre Zinsen tragen; sie werden zunächst gänzlich von der japanischen Industriebank gezeichnet und dann unter Berück⸗ sichtigung der Geldmarktverhältnisse im In⸗ oder Auslande verkauft werden. Die Gesellschaft will auf solche Weise fürs erste 4 Millionen Yen erheben. Die japanische Regierung hat, vorbehaltlich parla⸗ mentarischer Genehmigung, zugesagt, die Rückzahlung der Obligationen zu garantieren. ü

Angesichts der Nä. daß das Aktienkapital der Sbul⸗Fusan⸗ Eisenbahngesellschaft erst zu einem geringen Teil eingezahlt ist, muß die Aufnahme einer Schuld von solchem Umfange einigermaßen be⸗ fremden. Es wäre zu erwarten, daß man zunächst die Aktionäre zu weiteren Einzahlungen auf ihre Aktien anhielte. Die Vermutung liegt nahe, daß die Aktien dieses Unternehmens, für welches seiner⸗ zeit in der Presse aus nationalen Gründen stark Propaganda gemacht wurde, mehr aus Patriotismus als in der Absicht einer gewinn⸗ bringenden Kapitalanlage gezeichnet worden sind, und daß ein Zwang zu weiteren Zahlungen daher die minder bemittelten Aktionäre in Verlegenheit seßen würde. Andererseits liegt der japanische Geld⸗ markt, der zur Zeit über große ungenutzte Kapitalmengen verfügt, gegenwärtig für die Ausgabe von Obligationen sehr günstig.

In der japanischen Presse spricht man bereits von der Her⸗ stellung einer Verbindung zwischen Tokio und Söul in 44 Stunden, sobald die Bahn Söul Fusan eröffnet ist. Man hat hierfür folgende bütitie u. aufgestellt: b

Tokio —Kobe (mit Eege, .. . . 15 Stunden Kobe Shimonoseki (mit Eisenbahn) . . 15 Shimonoseki Fusan (mit Schiff) 4 Fusan —Söul (mit Eisenbahn). .10 8

Zusammen —2 Stunden. Wenn auch die Erfüllung dieser eee. noch nicht in naher

zweifeln, daß die Fertig⸗ ellung der Eisenbahnverbindung zwischen Söul und Fusan an sich sowohl für Japan und Korea wie überhaupt für den Weltverkehr von großer Bedeutung sein wird. (Bericht des Kaiserlichen General⸗ konsulats in Yokohama.) E1“

Einfuhr von geistigen Getränken nach den. Vereinigten Staaten von Amerika, insbesondere über New York, 1902.

““ 5 Für den Wein⸗ und Spirituosenhandel der Vereinigten Staaten von?

merika war das Jahr 1902 eines der bisher besten Geschäfts⸗ ahre. Der allgemeine Wohlstand hatte zur Folge, daß auch die Ein⸗ uhr von ausländischen alkoholhaltigen Getränken in den meisten Fällen gegen das 5 eine Zunahme aufweist Was in erster Linie die Champagnereinfuhr anlangt, so ist diese obenein durch den wischen amerikanischen Vertretern der leitenden französischen Marken estehenden scharfen und preisdrückenden Wettbewerb derart an⸗ eregt worden, daß die letztjährigen Einfuhren die größten seit dem Fahke 1892 waren. Insgesamt haben die Vereinigten Staaten im letzten Jahre 365 602 Dtzd. Flaschen Champapagner und andere moussierende Weine im Werte von 5 324 491 Doll. im⸗ portiert gegen 324 129 Dtzd. Flaschen im Werte von 4 768 601 Doll. und 310 433 Dtzd. Flaschen im Werte von 4 211 515 Doll. in den Jahren 1901 und 1900. Von dem gesamten Wein⸗ import der Vereinigten Staaten im Werte von 9 416 811 Doll. für 1902, 8 654 807 Doll. und 7 707 347 Doll. für 1901 und 1900 ent⸗ ällt auf Frankreich als Lieferant von Champagner, Burgunder und ordeauxrweinen ein Einfuhrwert von 6 016 048 Doll. für 1902, 5 388 092 Doll. für 1901 2 4 852 447 Doll. für 1900. Aus Deutschland gelangte im letzten Jahre für 1 374 545 Doll. Wein zur Einfuhr, gegen 1 324 627 Doll. und 1 302 767 Doll. in den Frne 1901 und 1900, aus Italien, der 1ücn ctig. Bezugsquelle in Jahren für 457 591 oll., 374 231 Doll. und

denselben drei 312 762 Doll. 1

Der weitaus größte Import von Weinen und Spirituosen findet über New York statt, doch liegen für diese Einfuhr nur Mengen⸗ und nicht Wertziffern vor. Auch nach diesen hat der Champagnerimport im 5bb hre eine bedeuijende Zunahme aufzuweisen; es sind 1902 über New York 263 280 X2 2 C gner & Einfuhr gelangt gegen 227 790 und! in den Jahren 1901 und 1900, während das Jahr 1890 mit 342 867 Dtzd. Flaschen bisher die größte

binden im kepien Jahn egen dee 611 nachgelassen, die Einfuhr in Flaschen zugenommen. Der Abfall in der Einfuhr von Fa wird daraus erklärt, daß die französischen Weine in England an larität verlieren und sich das amerikan —2ꝙ in dieser ehung von dem Geschmack ' englischen beeinflussen läßt. Es wurden an schen en, abgesehen von npagner, im r7. Jahre Vork 239 7 ern und 759 Dpd. Flaschen importiert 2 258 420 Gallonen und 868 980 Dyd. Flaschen 19 1901 und 153 180 Gallonen sowie 78 454 aschen für 1897. Die stik New Porks trennt bei der deutscher Weine nur Rhein⸗ und Moselweine, schließt darin auch die Nahe⸗, die r⸗, die und andere und selbst .

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ber n 69 der Fall war. „ö2— 8

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8 8.e 00 Ballönen

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wurden von ital impertiert: 1909: 348 481

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schäftigt sich die mexikanische Regierung eingehend mit dem sdes Landes. U. a. ist die Berufung einer Anzahl 5

1 ie Einfuhr von Branntweinen und Whisky in Fässern stetig ab, sowohl wegen der Wohlfeilheit des inländischen Pro⸗ duktes, als auch infolge der vielen Verfälschungen. Bei der Ein⸗ fuhr in Kisten ist eine Zunahme zu verzeichnen. Die Vorliebe des amerikanischen Publikums für ein als „high ball“ bekanntes Mode⸗ getränk hat den Import von holländischem und britischem Genever ansehnlich gesteigert. Die New Yorker Einfuhr von britischem Ale betrug 1902: 13 766 Gebinde und 35 206 Dtzd. Flaschen gegen 18 902 Gebinde und 33 851 Dtzd. Flaschen für 1901, 15 700 Gebinde und 36 918 Dtzd. Flaschen für 1900, 10 338 Gebinde und 57 295 Dtzd. Flaschen für 1897. Die Einfuhr von deutschem Bier in Flaschen ist nicht von Belang; denn sie stellte sich 1902 nur auf 975, 1901 auf 716 und 1900 auf 1006 Dtzd. Flaschen. Dagegen weist die Einfuhr deutschen Bieres in Fässern eine stete Zunahme auf, sie stieg nämlich von 70 643 Faß für 1898, auf 79 585 für 1899, 97 113 für 1900, 110 013 Pei 130) und 128 313 Faß für 1902. (Nach der New Yorker Handels⸗ eitung. .“ 8

Verschmelzung von Kokswerken in den Vereinigte Staaten von Amerika.

Alle der United States Steel Corporation unterstehenden Koks⸗ werke in der unteren und oberen Connelsviller Region Pennsylvaniens sent kürzlich mit der ꝙ& C. Frick Coke Company zu einer gemein⸗ chaftlich verwalteten Gesellschaft (Merger) verschmolzen worden, deren Kapital sich auf ungefähr 20 Millionen Dollar beläuft. Die mit der Frick Coke Company vereinigten Gesellschaften sind: United Coal and Coke Company, Me. Clure Coke Company, Continental Coke Company, American Coke Company und Southwest Connells⸗ ville Coke Company. Die vereinigte Gesellschaft verfügt über 18 000 Koksofen oder drei Viertel aller in der Connelsviller Region bestehenden. (Nach The Iron Age.)

Absatz von Oeltuch und Linoleum nach Kansas.

Der Absatz von Oeltuch und Linoleum nach den zentralen Staaten der Union ist einem Bericht des englischen Konsuls in Kansas City zufolge 88 der Erweiterung fähig. Während wollene Fußteppiche und Fußde een des hohen Zolles wegen kaum aus dem Auslande bezogen werden können, ist dies bei der minder hohen Zollbelastung der Linoleumwaren für Teppiche aus diesem Material noch möglich. Im Jahre 1902 sind über das Zollamt der genannten Stadt größere

Mengen dieses Artikels eingeführt worden. (Oesterreichisches Handels⸗ museum.)

Bau eines Wasserreservoirs in Mexiko; Absatz von

Zement. Nach einer Mitteilung des belgischen Gesandten in Mexiko be⸗

rojekte lateau

er Einrichtung von Bewässerungsanlagen auf dem mittleren

aene. beschlossen worden, welche die sich für die projektierten agen am besten eignenden S steme ausfindig nesen sollen.

Das Projekt dürfte für Eee insofern von Interesse sein, als seine Ausführung den Bau großer Wasserreservoirs aus Zement notwendig machen würde. Nach Bulletin Commercial.)

Mexiko und Persien.

Freundschafts⸗ und egelevertra eilge⸗ beiden Staaten. Am 14. Mai 1902 ist zwischen Mexiko und Persien ein Feea. und Handelsvertrag abgeschlossen worden. Der Vertrag enthält im wesentlichen die gegenseitige Meistbegünstigung für die beiderseitigen diplomatischen und konsularischen Ver⸗ tretungen hinsichtlich ihrer Rechte, Vorrechte, Begünstigungen ꝛc. sowie für die Boden⸗ und Gew zeugnisse der beiden Länder hinsichtlich der ——9 Verbrauchs⸗, Niederlage. Wiederausfuhr⸗ oder Durchfuhra Der Vertrag tritt zwei Monate nach dem Austausch der tifikationsurkunden, der am 12. März 1903 zu esbren erfolgt ist, in Kraft und ist jederzeit mit einjähriger Frist kündbar. (Diario oflcial de los Estados Unidos Mexicanos vom 25. März 1903.)

Ausschreibungen.

Lieferung von Arbeitsmaschinen an die K. K. Staats⸗ bahndirektion in Wien. Zur —— kommen folgende Liefe⸗ rungen: 1 Garnitur hpdraulischer Lokomotiphebeböcke; Flaschen⸗ züge; 2 veeeeen Ventilator; 2 stangen; 1 Winkelbieg⸗ maschine; 2 Blechscheren; 1 Kreisschere; 1 Silen⸗, Börtel⸗ und Draht⸗ eintegemaschine; 4 Bohrmaschin.n; 1 Plandrehbank: 1 transportable elektrische Bohrvorrichtung; deeihbcbelmaschia⸗ 1 Manometerprobier⸗ —— A 2 —5— Die

ieserungsunter nen von ugbeförderung und Werkstättendienst der fer Ien Admini⸗ äude XV, Mariahilfer Straße Nr. 132, bezogen werden.

(mit der rift die ung von 12 Uhr.

atungen“ ns. Jon 1888 c am 1.“]

rungswesen.)

Der Bau eines neuen Elektrizitätswerkes mit Wasserantrieb in Prerau (Mähren) soll in Zeit in Angriff genommen werden. Nähere Auskunft erteilt die Verwaltung

ff des städtischen Elektri ' Zentral⸗Anzeiger Verlängerung des nördlichen afendamms in

Ortona a Mare (Italien, Provin ieti). An Lire:; 8 8 zu

552 036,15 Kaution: 25 000 an die REaeteeE

Vergebung Lieferung von 16 980 m Baumwollzeug zu 2 2—

adrid an dad mil erfolgt am A.rS

Die Kaneüllervas der Call Feredes in Barce⸗

Hürwmsefereeee.

7 973,99 Pesetas. 1 10 des ass hlazes. (vanaan a0 Aadrid.)

8 2 von 9esehsetser ban Niederlanden. ürEETEEb1ö“

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Der Bau einer eisergen babense it Steinpfeilern 2

aber deg Reggeslutz bei Schulleahuarg (Kiederlande! verd von der ““ am 6. r. geben werden. das Intdrdots Matériols.)

(Aonkteug des Imte-d, A. w00)

der Lanj 8 r G be⸗ Poulseurbrücke an der Ourthe⸗Bahnlinie (Belgien) und die Lieferung des eisernen Brückenbelags sollen am 15. Jun 1903, Mittags 12 Uhr, auf der Station Liége⸗Guillemins zur Ver gebung gestellt werden. Anschlag bezüglich der Eisenteile (nach Ge⸗ wicht): 89 516,54 Fr., bezüglich sonstiger Lieferungen und Arbeiten 34 255,70 Fr.; Kaution: 8500 Fr. Das Cahier des charges spécial Nr. 96 ist zum Preise von 0,40 Fr. erhältlich. Frist für (ein⸗ geschriebene) Angebote: 11. Juni 1903.

Lieferung von roter, blauer und gelber Atlasseide an die bulgarischen Staatsbahnen. Wert der Lieferung: 5120 Fr., Kaution: 256 Fr. Die Vergebung erfolgt am 31. Mai (13. Juni) 1903 durch die Kreisfinanzverwaltung in Sofia; der definitive Zuschlag wird am folgenden Tage erteilt. (Bulgarische Handelszeitung.)

Lieferung von 5000 Tonnen Schienen nebst Zubehör an die Verwaltung der dänischen Staatsbahnen in Kopenhagen. Die Vergebung erfolgt am 8. Juni 1903 88

FVägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr sind am 26. d. M. gestellt 17 894, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen.

In Oberschlesien sind am 25. d. M. gestellt 5737, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen. 8

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Der Jahresbericht der Handelskammer das Jahr 1902 bezeichnet in seinem I. Teil das emeinen als für den Geschäftsverkehr und die wirtschaftlichen erhältnisse ungünstig. Zwar blieb das deutsche Wirtschaftsleben vor größeren Einzelkatastrophen wie im Jahre 1901 verschont; im roßen und ganzen aber war die Lage recht gedrückt, und nur wenige Fnhustrien önnen mit Befriedigung auf das Jahr 1902 zurückblicken. Am schwersten hatte, wie der Bericht im einzelnen ausführt, die Metall⸗ und Maschinenbranche zu leiden. Das verflossene Geschäfts⸗ jahr hat sich hier auf einem so niedrigen Niveau bewegt, daß ein Wandel zum Schlechteren kaum zu . 2 ist, und nur die Dauer der Stagnation bei Beurteilung der Lage als kritisches Moment in Frage kommt. Die Nachfrage, die bereits im Jahre 1900 betra esunken war, ging weiter zurück. Der Betrieb mußte fast überall erheblich E“ werden, und viele Werke waren, um sich ihren alten Arbeiterstamm zu erhalten, gezwungen, zeitweise Aufträge hereinzunehmen, die nicht nur keinen Gewinn brachten, sondern tat⸗ sächlich verlustbringend waren. Deutlich tritt diese schwierige Lage der Maschinenbranche des Bezirks in der Tatsache in Erscheinung, daß der Versand von Maschinenteilen in Wagenladungen auf den 5 nitzer Bahnhöfen, der 1900: 35 915 530 kg betrug und im Jahre 1901 auf 30 703 140 kg sank, abermals um 5 951 800 kg, nämlich auf 24 751 340, zurückgegangen ist, mithin wieder reichlich 20 % weniger beträgt als im Jahre 1901. Der Eingang von Roheisen, der 1900 noch auf 35 452 980 und im Jahre 1901 ledigli 16 811 670 kg ausmachte, blieb auch im verflossenen Jahre mit 17 852 750 kg auf einem äußerst tiefen Stand. In der 5— industrie gestalteten sich die Verhältnisse wenig günstiger. Die Lage der sächsischen Baumwollspinnereien und Zwirnereien, die unter Ver⸗ teuerung des Rohstoffs zu leiden und einen schleppenden Absatz zu ge⸗

u Chemnitz für ahr 1902 im all⸗

drücktesten Preisen zu beklagen hatten, wies im allgemeinen eine Ver⸗ 25g27 auf, und auch für die Webwarenfabrikation war das Jahr 1902 noch kein gutes; immerhin jedoch zeigte sich in der 2— Branche unverkennbar eine kleine Wendung zum Besseren. In der Kamm⸗ arnspinnerei war der Geschäftsgang während des Jahres 1902 günstig. as gleiche läßt sich in der Hauptsache von der Wir 12 vor allem waren die Strumpfwaren⸗ und die meisten Handschuhfabriken das ganze Jahr hindurch sehr stark beschäftigt und hatten für feste Ordres zu arbeiten. Der Gesamtexport aus dem Konsulatsbezirk nach den Vereinigten Staaten von Amerika betrug 1902 7,52 Doll. (5,53 Mill. Doll. i. V.), darunter Handschuhe: a. baumwollene 1 001 726 Doll. (i. V. 554 580 Doll.), b. seidene 191 499 Doll. (74 377 Doll.), c. wollene 827 396 Doll. (310 561 Doll. Strumpfwaren: a. baumwollene 4 407 441 Doll. (3 697 480 Doll.

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2 oll.). diese Zunahme wie der Bericht der Handels⸗

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