8 Minnesota sehr gut gediehen, aber im südlichen Minnesota, in Wis⸗
wurde für derartige Herkünfte eine strenge Desinfektion verfügt
Kraft gesetzt.
—
ssttarken Regen erheblich gelitten.
kraut üppig wu
sowie im Westen Missouris durch In Neuengland und dem Norden der mittleren atlantischen Staaten sowie in Florida hatte indessen die trockene Witterung angehalten, und auch in einigen Teilen der mittleren Golfstaaten und im Süden von Texas fehlte noch Regen. Im Ohiotale und einem großen Gebiet der mittleren und südlichen atlantischen Staaten war von den Folgen der Trockenheit nichts mehr zu spüren. In den letzten Maitagen war das Wetter im unteren Missourital sowie in den westlichen Golfstaaten unverhältnismã ig kühl, und in Neuengland kamen sogar noch Frostschäden vor. Im Ohiotal, den südatlantischen und östlichen Golfstaaten war die Tem⸗ peratur sehr günstig. Aus den Staaten der pacifischen Küste lauteten die Wetternachrichten gut; in Oregon und Washington traten die langersehnten Regenfälle ein. 3 “
Die Aussaat von Mais wurde im Missouri⸗ und oberen Mississippital, wo sie schon erheblich im Rückstande war, durch Nässe noch mehr verzögert, während auf den zeiti besäten Flächen das Un⸗
erte. Im Osten von Kansas und Nebraska sowie in Jowa wurde die Maissaat zum großen Teil fortgespült, so daß erhebliche Neuanpflanzungen nötig werden. In Jowa wird dabei die Anbaufläche wesentlich verkleinert werden. In Illinois war die Mais⸗ aussaat vollendet und der Stand der aufgegangenen Saaten sehr gut; im mittleren und oberen Ohiotal wurde die Aussaat verzögert und die zeitig besäten Felder in der Entwickelung der Saat gehemmt. In den Sübsstaaten hat sich die Maissaat sehr günstig entwickelt.
Der Winterweizen hatte im Osten von Kansas und Nebraska sowie im nordwestlichen Missouri von Ueberschwemmungen gelitten, im allgemeinen aber war die Entwickelung der Winterfrucht zufrieden⸗ stellend. Im Ohiotal, in der Seenregion und den mittleren atlantischen Staaten besserten sich die Ernteaussichten. Die Winterweizenernte war in Texas allgemein im Gange und hatte in Arkansas sowie in Nordkarolina begonnen. In Washington und Oregon machte die Winterweizensaat schlechte Fortschritte, und in letzterem Staate war sie stark mit Unkraut durchsetzt. In Kalifornien war die Ernte⸗ aussicht nicht vielversprechend, und viel Winterweizen wurde dort zu
Futterzwecken geschnitten. Der Sommerweizen war in Nebraska, Dakota und Nord⸗
8 Osten von Kansas und Nebraska
8
consin und Jowa hatte die Saat durch zu starken Regen erheblichen Schaden erlitten. In Washington und Idaho dagegen hatte der Stand des Sommerweizens sich sehr gebessert.
Die Hafersaaten waren im unteren Missouri⸗ und oberen Mississipital durch heftige Niederschläge beschädigt worden, sie machten aber im allgemeinen einen guten Eindruck. Im Ohiotal besserten sich die Aussichten für die Haferernte bedeutend, dagegen waren sie in New York und Pennsylvanien weniger günstig, In Texas hat man bereits mit der Haferernte begonnen. (Nach The Journal of Commerce and Commercial Bulletin.) 8
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Türkei. Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel hat gegen die Herkünfte von den ägyptischen Mittelmeerhäfen eine fünftägige Quarantäne und gegen diejenigen von Suez eine vierundzwanzigstündige Beobachtung angeordnet. Gleichzeitig
“ 8
und das Reglement über die Vernichtung der Ratten und Mäuse in
Berkehrsanstalten.
“ “
Die Königliche Eisenbahndirektion in Berlin macht bekannt, daß wegen Dammrutschungen zwischen Malken und Druschin auf der Nebenbahn Schönsee —Strasburg in Westpreußen der Verkehr daselbst voraussichtlich bis zum 19. d. M. Abends ist. Personen⸗ und Güterverkehr wird über Goßlershausen umgeleitet.
w
Geschäftsergebnisse der deutschen Dampfschiffahrts⸗ gesellschaften für 1902.
Für das Jahr 1902 liegen nunmehr die Erihesclase aller mburger und Bremer Rhedereien vor, soweit diese ihrer Organi⸗ ationsform nach überhaupt zu öffentlicher Rechnungslegung ver⸗ pflichtet sind. Die Zusammenfassung der Jahresabrechnungen ermöglicht eine Uebersicht über die Leistungsfähigkeit und die Erfolge dieses wichtigen vaterländischen Gewerbes, und eine solche wird in den „Ham⸗ burger Beiträgen“ gegeben. Die Betriebskapitalien haben in den Jahren 1901 und 1902 bei mehreren Gesellschaften namhafte Erhöhungen erfahren. Ende 1902 hatten die Hamburg⸗Amerika⸗Linie und der Norddeutsche Aovyd je 100 Millionen Mark Aktienkapital (1901 je 80 Millionen), die Bremer Dampfschiffahrtsgesellschaft „Hansa“ folgte mit 15, die — . —2 — * * burg mit 2 Millionen. Die Hamburg,südamerikani ampfschiffahrtsgesell⸗ schaft hatte 11 ½, die Hentshe Dampfschiffab enhe „Koemos“ in amburg 11, die Deutsche Ostafrika⸗Linie in Hamburg 10 Millionen. ꝛGesellschaft „Argo⸗ in Bremen verfügte über 7, die Deutsche Levante⸗ Linie in Hamburg über 6 Millionen, die Gesellschaft „Neptun“ in Bremen
über 3 ½ Millionen Mark Akrie al. Die übrigen, regelmäßi Linien betreibenden großen Rhed gehören Privaten oder Gefel. schaften mit beschränkter Ha und entziehen sich damit der genauen Berichterstattung. (In Zukunft wird für Hamburg noch die neu begründete Dampfschiffsr ei „Union“ führen seimn) Bei der Mehrheit der genannten Gesellschaften ist ein weiterer Teil des Betriebskapitals durch Anleihen beschafft, und zwar 58 ¼ Millionen Mark beim Lloyd, 39 % Millionen bei der Hamburg⸗Amerika Linie, über 5 ½ Millionen bei der Südamerika⸗ 225— 5 Millionen bei der Ostafrika⸗Linie, 4 ½ Millionen der sa“, annähernd 2 Millionen bei dem „Neptun“ und der Linie und jetzt 3 Millionen
bei der Levante Linie. Aord um 9,
Eine findet man beim
es Königliches Operntheater. Unter des Direkrors José Ferencw. Sonnabend: Giroflé⸗Girofla. Komtsche Oper
3 Leterrier.
von A. Conradi.
und lacht.
Lustspiel in 4 Son von
und grün Montag,
in der Marienkirche am 1 Konzert bei freiem e
3 Akten (10 Bildern) von David Kallsch. Musik Sonntag, Nachmittags 3 Uhr
kandidat. — Abends 8. Uhr: 5 1. Montag, Abends 8 düns 1öö
N. (Friedrich Wilbelmstidtisches Theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die 8,88 Freunde.
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Theater des Alt⸗Heidelberg.
Mever⸗Förfter 190 000 Taler.
Wilbelm B
der Levante⸗Linie um je 2 Millionen. Im übrigen sind diese d d⸗ durch Tilgung regelweise vermindert worden. Recht beträchtlich sind allgemein die Reserven, die den sicheren Geschäftsgang der Gesellschaften gewährleisten. Die allge⸗ meinen und die Spezialreserven belaufen sich insgesamt bei der burg⸗Amerika⸗Linie auf 21,2, beim Lloyd auf 21,1 Millionen Mark. Sie betragen ferner 6,3 Mill. bei der „Hansa“, 5,7 Mill. bei der Südamerika.⸗Linie, 3,0 Mill. bei der Gesellschaft „Kosmos“, 2,6 Mill. bei der Austral⸗Linie, 1,7 Mill. bei der Ostafrika⸗Linie, 1,6 Mill. beim „Neptun“, 1,0 Mill. bei der Levante⸗Linie, 0,02 Mill. bei der Gesellschaft „Argo“. Bei den meisten Gesellschaften sind die Reserven auch in dem ungünstigen Jahre 1902 noch gewachsen. “
Unter den gegenüberstehenden “ ommt natürlich in erster Reihe der Wert der Seeschiffe in Betracht. Bei der Hamburg⸗Amerika⸗Linie standen 119 Seeschiffe mit 143 5 Millionen Mark zu Buch, beim Lloyd 107 Seeschiffe mit 141,8 Millionen, ferner buchten „Hansa“ 41 Schiffe mit 22,3 Millionen, die Südamerika⸗ Linie 32 Schiffe mit 22,9 Millionen, die Austral⸗Linie 23 Schiffe mit 18,5 Millionen, „Kosmos“ 28 Schiffe mit 14,0 Millionen, die Ostafrikalinie 18 Schiffe mit 15,8 Mill., Argo⸗ 27 Schiffe mit 8,6 Mill., „Neptun“ 49 Schiffe mit 6,3 Mill., die Levante⸗Linie 26 Schiffe mit 9,7 Mill. Mark. Zuverlässige Abschätzungen der Flotten kommen in mehreren Fällen zu noch höheren Angaben über den Verkaufswert. Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt überall den Einfluß der Abschreibungen in den Zahlen der Buchwerte als wirksam.
Ein wesentliches Moment der Leistungsfähigkeit der deutschen Handelsflotte bleibt auch ferner der vorzügliche Zustand der Flotte, das geringe Durchschnittsalter der Schiffe, das günstiger ist als das bei allen konkurrierenden Schiffahrtsgesellschaften des Aus⸗ landes. Wohl hat mit Rücksicht auf die Geschäftslage die Ergänzung der Flotte ein langsameres Tempo angenommen, und von einer Verjüngung der Flotte kann jetzt nicht allgemein mehr die Rede sein. Immerhin ist und bleibt aber das deutsche Durchschnittsalter hervorragend günstig. Das Durchschnittsalter, auf ein Schiffston berechnet, liegt zwischen 5 und 6 Jahren bei der Austral⸗Linie, zwischen 6 und 7 Jahren bei der Hamburg-Amerika⸗Linie, der Südamerika⸗Linie, der Ostafrika⸗Linie, den Gefellschaften „Hansa“ und „Kosmos“, zwischen 7 und 8 bei dem Norddeutschen Lloyd, es — „E „Argo“ und „Neptun“ und 12 Jahre bei der Levante⸗Linie.
bei der Ostafrika⸗
Bahn⸗, Wasser⸗ und Hafenbauten auf Ceylon.
Der Bau der Bahn, die Kurunegala auf Ceylon mit Anurad⸗
hapura und Jaffna verbinden wird, macht große Fortschritte. Es wird von Norden und Süden aus gleichzeitig nach dem Mittelpunkte zu gearbeitet, und man hofft, daß im Laufe des Jahres 1903 die bense Linie dem Verkehr übergeben werden kann. Teilstrecken sind ereits im Betriebe. Man erwartet viel von dieser Eisenhahn, die im Verein mit den alten, aus den Zeiten der singhalesischen Herr⸗ schaft stammenden großen Wasserreservoirs, an deren Wiederherstellung seit Jahren energisch gearbeitet wird, die gegenwärtig wenig be⸗ völkerten und bebauten nördlichen Landstrecken der Insel zu erneutem Aufblühen bringen soll.
Von der längs des Kelaniflusses im Bau begriffenen Bahnstrecke sind bis jetzt 57 km dem Verkehr übergeben, der bereits recht lebhaft ist. Weitere Eisenbahnbauten, die Colombo mit Ratnapura, Trinco⸗ malee und Chilaw verbinden sollen, stehen zur Diskussion.
Die neu bewilligten Restaurationsarbeiten an den alten Wasser⸗ werken sehen die Bewässerung weiterer Gebiete im Umfange von etwa 30 000 Hektaren vor.
Im und am Hafen von Colombo wird fortwährend gearbeitet,
ebaut und verbessert. Der Schlipp zum Heben kleinerer Schiffe ist fenig eine Anzahl neuer Bojen ist gekauft und zum Teil schon ver⸗ ankert. Es wird aber immer deutlicher, daß bei dem stets wachsenden Schiffsverkehr Colombos die gegenwärtigen Hafenbauten zu klein angelegt sind. Die Wasserfläche wird durch die jetzigen Arbeiten zwar schon auf 267 ha gebracht werden, aber man ist bereits damit beschäftigt, einen landeinwärts auszugrabenden Binnenhafen mit einer Wasserfläche von 75 ha zu vermessen. In einem solchen Binnenhafen könnten große Ozeandampfer zum Laden und Löschen an den Quais anlegen, und manche Unannehmlichkeiten, die das Arbeiten im gegenwärtigen offenen Hafen, wo die Schiffe an Bojen liegen, mit bringt, könnten vermieden werden.
Als das Trockendock angelegt wurde, machten bereits die Agenten der Colombo anlaufenden Dampferlinien die Regierung darauf auf⸗ merksam, daß mit stets größer werdenden Schiffstypen zu rechnen sei; doch glaubte man kamals, kaß ein Dock von 600 Fuß Länge für alle Schiffe, die den Suezkanal passieren könnten, genügen müsse. Jetzt hat man sich nachträglich entschlossen, das Dock 700 Fuß lang zu bauen. Der gegenwärtige Stand der Arbeiten stellt der geplanten
ngerung bisher noch keine übergroßen Schwierigkeiten in den Weg.
(Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Colombo)
8 Theater und Musik.
Das Drama aus der deutschen Sage „Der nn Heinrich⸗ von Gerhart Hauptmann gelangt im Deutschen Theater am nächsten Sonntag zum ersten Male in einer Nachmittagevorstellung zur Aufführung.
„Alt⸗Heidelberg“ wird am nächsten Montag zum 300. Male i Theater des Westens durch das Ensemble des Berliner Tbeaters aufgeführt.
Das „Sächsische Volkstheater“ wird am Sonnabend im Thalia⸗Theater sein Gastspiel beginnen. Als erstes Stück ge⸗ langt das fünfaktige Volkestück in erzgebirgischer Mundart „Karl
Auffübrung.
Fiedler“ zur
Fräulein Kaufmann und die Carl Raché, Konzert⸗ meister Leop. David Nitter, Körlin Klemke — — in mit — de 7 ¼ Uhr, ein Bach⸗
Der Probe⸗
tag und folgende Tage:
von Victorien Sardon. 4 3 Uhr: Der Pfarrer Uhr: Nach Jahr
Zum
noen von Richarz
ersten Male:
Westens. Kantstraße 12. Sonn⸗
Aö=ILI Ubr. HPick und Pocket.
Artemis Colonna.
Konzert.
beträgt 10 Jahre bei den
o ) k in 3 Ak
aNh,ee Borber: Nach dem Balle. Schwank in 1 Akr venn 1Sen des M. Carrion von M. Loebel
Thaliatheater. Dresdener Etreh⸗ 72/73. e⸗ ’. abend: Erstes Gastspiel des Tächüschen —
irgischer Mundart in 5 Auf⸗ fang 7 ½ Uhr.
Zeutralthealter. Sonnabend⸗ Pick und Pocket.
Bellealliancetheater. Sonnabend: Gastspiel Tanzidyllen. 8—
Mannigfaltiges. Berlin, den 19. Juni 1903.
In Hannover wurde gestern mittag die 17. Wa ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgeseirsnen. durch den Präsidenten der Gesellschaft, Fürsten zu Inn. und haft hausen, in Gegenwart der Spitzen der Militär, und der Zun behörden eröffnet. Nach der Eröffnungsrede des Präsidenten Jbil, der Minister für Landwirtschaft ꝛc von Podbielski das Wonkans wies, wie „W. T. B.“ berichtet, darauf hin, daß gerade die p 8. Hennehec⸗ in ihrer Vielseitigkeit der landwirtschaftlichen und industreftt Produktion besonders geeignet sei, den deutschen Landwirten zu 11
Der Minicge e
was auf den verschiedenen Gebieten geleistet wird. Ziele der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft hervor und bet 0
1“
Knvv⸗
die daß das Mittel zur Erreichung dieser Ziele die Selbsthilfe sei — Landwirte wollen es nicht fehlen näles an emsiger Arbeit unermüdlicher Tätigkeit zur Fortentwickelung unseres teueren 0” werbes, wir wollen vorwärts schreiten.“ Unter dem Hinweis da 6 eröffnete, nach jeder Richtung vollendete Ausstellung diesen Mac bekunde, schloß der Minister mit einem Hoch auf die deutsche l wirtschaft, die den Erfolg und den Lohn ihrer Bestrebunge and, langen möge.
Nachmittags um 5 Uhr traf Seine Majestät der K. und König, von Meppen kommend, in Hannover ein und be Sich durch die festlich geschmückten Straßen nach der großen vna wo sich die Ausstellung befindet. Auf der Fahrt dorthin nnc. Seiner Majestät von einer zahlreichen Volksmenge lebh 1 Huldigungen dargebracht. Vor der Tribüne der Ausstelin wurde Seine Majestät von dem Präösidenten und - Direktion der Landwirtschaftsgesehlschaft empfangen. Ferwet waren zur Begrüßung der Minister für Landwirtschaft 1 von Podbielskt sowie die Spitzen der Behörden erschienen. n Seine Majestät, Allerhöchstwelcher die Interimsuniform des Könict ulanenregiments trug, die Tribüne betrat, brachte die nach viehe Tausenden zählende Zuschauermenge begeisterte Hochrufe lans Es begann alsdann die Vorführung von Pferden und Rindern nach deren Beendigung Seine Majestät in einem Wagen ceiee Rundfahrt durch die weitausgedehnte Ausstellung unternahm Eingehender besichtigte Seine Majestät der Kaiser die Sonder⸗ ausstellung der Hannoverschen Landwirtschaftskammer und verwelke besonders lange in der von der Zentrale für Spiritusverwertung ber⸗ anstalteten Sonderausstellung, bei deren Besichtigung Allerhöchstderselke namentlich für Verwendungdes Spiritusglühlichts zur Straßenbeleuchtmn in kleinen Gemeinden und zur Beleuchtung in den Kasernen lebhastes Interesse bekundete. Seine Majestät sprach dabei den Wunsch aus, daß an der im nächsten Jahre in Wien stattfindenden Ausstellung sit Spiritusverwertung die deutsche Industrie in recht hervorragender e vertreten sein möge. Nach 1 ½ stündigem Aufenthalt in den Ausstellungsgebäude begab Sich Seine Majestät unter erneuten 8.5u Huldigungskundgebungen des Publikums nach der Stebt zurück.
aiser
In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wunze eine Magistratsvorlage, betreffend die Aufnahme der Entschädigungtn pflicht bei Explosionsschäden für Maschinenanlagen, soweit see dauernd mit dem Gebäude verbunden sind, in das Feuersojietät reglement, angenommen. Angenommen wurden ferner mehrere u Bauentwürfe für das Rudolf Virchow⸗Krankenhaus. Der öffentliche Sitzung folgte eine geheime. 1
Ueber die Bewegung der Bevölkerung innerhalb Gre Berlins nach dem Grade ihrer Wohlhabenheit hat das Statistisch Amt der Stadt Berlin eine Zusammenstellung gemacht. Sie be stätigt die Beobachtung, daß die reichsten Leute, die umziehen, Berlin nach dem Westen, nach Charlottenburg, Grunewald u Schöneberg ziehen. Von den Steuerpflichtigen mit einem Einkommg von mehr als 50 000 ℳ sind allein in dem ersten Viertel dieses Jabne 6 nach Charlottenburg, 1 nach Grunewald und 1 nach Schöneberg g⸗ zogen. Mit einem Einkommen von 25 500 bis 50 000 ℳ zogen! nach Charlottenburg, 2 nach Wilmersdorf, 1 nach Potsdam und nach Schöneberg. Nur je 3 aus dieser Einkommensstufe sind Charlottenburg und Schöneberg und 1 von Wilmersdorf nach Bekk zurückgezogen. Bei einem Einkommen von 19 500. bis 25 500 verhält es sich ähnlich: 7 zogen nach Charlottenburg, 2 nach Wilmeuh dorf, 1 nach Groß⸗⸗Lichterfelde, 2 nach Schöneberg usw. ic Verhältnis bleibt auch bei den nächsttieferen Einkomme stufen ungefähr dasselbe. Es schlägt aber auf einer Einkomme stufe von etwa 3000 ℳ in das Gegenteil um &. unter diesem Einkommen ziehen zum Beispiel mehr von Charlete burg nach Berlin als umgekehrt. So sind mit einem Einkemas von 900 bis 1050 ℳ 402 von Charlottenburg nach Berlin und 274 von Berlin nach Charlottenburg umgezogen. Bei Einkoum von 1050 bis 1200 ℳ sind die betreffenden Zahlen 217 und 2 Nach Wilmersdorf ist der Zuzug in fast allen Steuerstufen als der Abzug von dort. Aehnliche Verhältnisse b Groß Lichterfelde, Schmargendorf, Treptow und Weißensee, bei den übrigen Vororten das erste Vierteljahr eine bestimmte Rictes kaum erkennen läßt. .“
1
London, 18. Juni. (W. T. B.) Im Arsenal von gBo wich explodierten beute früh 206 Pfund Lyddit. Neun Ge wurden zerstört; nach Mitteilun Kriegsministeriums
dabei 15 Personen getötet und 1⁄ werden vermißt. 8 82 IePr
(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in ma Ersten Beilage.)
Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Margarete Berndt 8½ leutnant Kurt Roöhr (Neustadt D. 1 .8. Gertrub Rüdiger mit Prn.
lenno Kuner (Ureslau), 8 Alus Kilbach (k4es. urferttcta u⁴
mit Prn. leutnant Eri
Berehelicht: Pr. Pans von teitenbauch (Bucha)
n Sohn: n. Reg
Sabine von Dr. Walter vtieden (Koblenz), 2 en (Koblenz) 0
Lustige Ehe⸗
Geboren: G 2112 7 5ü 4 en d sud. sar. 2 — bor .9 8 957 4 on olsbam) . 0 1 89, Daas ze 2.1e,7 Kene rFd (e.
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arl Fiedler.
— —
Verantwortlicher Nebakleur Dr. Tyrel im Charlottenbuart
Verlag ber Gppevitian (Scholn) te Haclis
m 2
Acht Beilagen (cinschliczlich Boͤrsen⸗Bectlase,
[1“ .
Anbau von Zuckerrü Die Angaben für die nachstehende
Erste Beilag
e
iger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.
Berlin, Freitag, den 19. Juni
Dentsches Reich.
nhaber oder Betriebsleiter der Kcfttehenhe satganen geliefert worden.
ne im Betriebsjahr 1903/1904 Rüben zu verar
beiten beabsichtigen, für 1902 auf
en für. die Zuckerfabriken des 5 Reichs. Zusammenstellung sind zufolge Bundesratsbeschlusses vom 14. Juni 1895
beziehen sich die Angaben auf die
Für 1903 1 diejenigen, welche während des
durch die vesnscte⸗ Betriebs⸗
ahres 1902/1903 im Betriebe waren. 1- 4
—
Zahl 2 der Steuer⸗ Zuckerfabriken direktivbezirke mit d5 3 Eeeans giegg hatt. 8
1903 41 1902
sind
190 ½ p
mit Rüten, die von den Fabriken selbst auf eigenen oder gepachteten Feldern angebaut
ind (Eigenrüben) (Aktien⸗ und Pflicht⸗
1902
Für diese Fabriken sind angebaut worden:
mit Rüben, die
von den Akttonären 3 8
und Fabrikgesell, mit anderen Rüben schaftern vertrags⸗ (Kauf⸗
mäßig zu liefern 1 und Ueberrüben)
rüben) 1903
1902
mit Rüben überhaupt
Südafri
Preußen:
Ostpreußen Westpreußen. Brandenburg ommern Schlessen.. Sachsen Schleswig⸗Holstein Hannover .. Westfalen Hessen⸗Nassau Rheinland
V
5 7 777 17 753 258 927
11
198
Anbauflächen in ha
2060 18 348 13 093 9 925 26 520 37 8422 42 263 936 20 465 1 772 678 11 324
800 1 300 8 457 17 573 3 401 11 728 13 849 9 385 20 654 26 710 10 807 35 921 45 445 40 076 — 574 17 121 18 119 3 471 1 005 1 377
77 730 1 892
23 995 15 959 23 023
88888 SEEERESS
55 881 103 590 844
36 050
+ ,— d,— ₰— Sd0R 2
2
2 045
48 228
26 811 17 979 23 776 47 179 56 426 105 461
4494 13472
1 194 38 513 5 254 2 055 13 414
Summe Preußen.
Bayern
Sachsen . Württemberg Baden und Elsaß⸗Lothringen Mecklenburg.
Thüringen Braunschweig... b11“];
PEE
599 94 6 227
23 422
4 903
8 644
116 6 203
11 432
27 274 174 5838 185 226 3118 2 401
1 843
1 190
3 323
6 540 ö3110 12 981 8 559
1 r — 1
21 2002
2853
—2,—2S
2 178 14 491 2 620 10 841 3 943
88 888 8*
boboo
5⁸̈⸗ HA 5 G — — 2
8 730
329 691
340 922
3 178 5 255 2 746 1 733 5 501 21 039 6 374 23 888 18 705
Deutsches Reich. 385 *) 392
*) Je eine Fabrik in den Provinzen Schleswig⸗
“
Berlin, den 18. Juni 1903.
36 244
Dr.
36 900
Kaiserliches Statistisches Amt.
Wilhelmi
162 941 164 200 216 671
228 2. 18 358 Holstein und Sachsen hatten Rüben angebaut, aber nicht verarbeitet.
429 341
1903.
Nr. Nℳ der „Veröffentlichungen des Kgaiserlichen Ge⸗ sundheitsamts“ vom 17. Juni hat folgenden Inhalt: Gesundheits⸗ stand und Gang der Volkskrankheiten. — Zeitweilige Maßregeln egen Pest. — Desgl. gegen Cholera. — Desgl. gegen Gelbfieber. — esundheitsverhältnisse im österreichisch⸗ungarischen Heere, 1902. — Gesetzgebung usw. (Preußen. Reg.⸗Bez. — Ursprungs⸗ zeugnisse für Schlachtvieh. — (Sachsen.) Schlachtvieh⸗ und Fleisch⸗ beschau. — (Baden.) Schweinfurter Grün. — (Mecklenburg⸗Strelitz.) Schlachtvieh⸗ und Fleischbeschau. — (Sachsen⸗Meiningen.) 82 — Fleischbeschauer. — Gebührenordnung für Schlachtvieh⸗ und Fleisch⸗ eschau. — (Anhalt.) Schlachtvieh⸗ und Fleis beschau. — (Reuß j. L.) Desgl. Schlachtviehversicherung. — (Bremen.) Nicht⸗ approbierte Heilpersonen. (Oesterreich.) Grenzüberschreitungen der Aerzte. — (Ungarn.) . ꝛc. — (Frankreich.) Zündplättchen für Kinderpistolen. — (Dänemark.) Untersuchung von Nahrungs⸗ mitteln. — (Türkei) Zuckerwerk mit Anilinfarben. — (Portugal.) Besteuerung der Mineralwasser ꝛc. — (Neu⸗Süd⸗Wales.) Tier⸗ seuchen ꝛc. — Gang der Tierseuchen in Serbien, 1. Vierteljahr. — — 2—5 in Bulgarien. — Maul⸗ und Klauenseuche in Britisch⸗ a, 1903. — Zeitweilige Maßregeln ggen Tierseuchen. (Preuß. Reg.⸗Bez. Schleswig, Großbritannien.) — Verhandlungen von gesetz⸗ ebenden Körpers 2 Vereinen, Kongressen ufw. (Deutsches Reich.) Pestleichen, gewerbliche Nachtarbeit, blei⸗ und zinchalttge Gegenstände, medizinische Eingriffe bei Menschen, Irrenwesen und Entmündigungs⸗ verfahren, Arznei⸗ und Geheimmittel. — Vermischtes. (Hessen, Offen⸗ bach a. M.) Nahrungsmittel zc, 1901. — (Aegypten.) Ansteckende Krankheiten, 1891/1900. — (Vereinigte Staaten von Amerika. Distr. Columbia.) Bevölkerungsvorgänge, 1901/02. — Geschenkliste. Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. Desgleichen in größeren Städten des Aus⸗ landes. — Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. — Desgleichen in deutschen Stadt⸗ und Landbezirken. — Witterung. — Beilage: Gerschtliche Entscheidungen auf dem Gebiete der öffentlichen Gefundheitspflege (Krankenwesen, Infektionskrankheiten, Impfwesen).
—
Berdingungen im Auslande.
Spanien.
Bis 10. Juli 1903. General⸗Post⸗ und Telegraphendirettion in Madrid: Wegen der Erfolglosigkeit der beiden früheren Ausschrei⸗ bungen über die Anfertigung und Legung eines Unterfeetelegraphen⸗ kabels zwischen Fernando⸗Po und Kamerun (vergl. „Reichsanzeiger“ vom 5. September 1902 und vom 27. Februar 1903) findet ein neuer — freier Wettbewerb statt. Die Bedingungen sind dem Unter⸗ nehmer überlassen. Nach Erteilung des Sees Stcherbeitsleistung in Höhe von 10 % der Zuschlagssumme. Näheres beim „Reichs⸗ anzeiger“.
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Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
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Doppelzentner DʒPrreis unbekannt)
Landsberg a. W.. Breslau. . Hirschberg i. Ratibor. Göttingen
Gelder
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Chäteau⸗Salins
Kaufbeuren. Langenau k. Wrttbg.
Landsberg a. W.. Kottbus 8s Wongrowiß. . . Breslau. — dirschberg . Schl. atibor. oͤttingen Idern. Neuß . . Doͤbeln Rastatt. Cbteau⸗Saline
dch tt mrg-89 9„99 989585 . . 89 W9 . „ SaseshsEbee DITTTTEeeee . ‧—— TSA.““— C,.
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16,50 15,60 15,70 16 20 14,90 15,30 16,90 15,80 15,20 (enthülster Speiz, Dinkei, Jesen). 18,20 18,20 13,00
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