1war 56¼
Osten von Kansas und Nebraska sowie im Westen Missouris durch starken Regen erheblich gelitten. In Neuengland und dem Norden der mittleren atlantischen Staaten sowie in Florida hatte indessen die trockene Witterung angehalten, und auch in einigen Teilen der mittleren Golfstaaten und im Süden von Texas fehlte noch Regen. Im Ohiotale und einem großen Gebiet der mittleren und südlichen atlantischen Staaten war von den Folgen der Trockenheit nichts mehr zu spüren. In den letzten Maitagen war das Wetter im unteren Missourital sowie in den westlichen Golfstaaten unverhältnismäßig kühl, und in Neuengland kamen sogar noch Frostschäden vor. Im Ohiotal, den südatlantischen und östlichen Golfstaaten war die Tem⸗ peratur sehr günstig. Aus den Staaten der pacifischen Küste lauteten die Wetternachrichten gut; in Oregon und Washington traten die langersehnten Regenfälle ein. .
Die Aussaat von Mais wurde im Missouri⸗ und oberen Mississippital, wo sie schon erheblich im Rückstande war, durch Nässe noch mehr verzögert, während auf den zeitig besäten Flächen das Un⸗ kraut üppig wucherte. Im Osten von Kansas und Nebraska sowie in Jowa wurde die Maissaat zum großen Teil fortgespült, so daß erhebliche Neuanpflanzungen nötig werden. In Jowa wird dabei die Anbaufläche wesentlich verkleinert werden. In Illinois war die Mais⸗ aussaat vollendet und der Stand der aufgegangenen Saaten sehr gut; im mittleren und oberen Ohiotal wurde die Aussaat verzögert und die zeitig besäten Felder in der Entwickelung der Saat gehemmt. In den Sübdstaaten hat sich die Maissaat sehr günstig entwickelt.
Der Winterweizen hatte im Osten von Kansas und Nebraska sowie im nordwestlichen Missouri von Ueberschwemmungen gelitten, im allgemeinen aber war die Entwickelung der Winterfrucht zufrieden⸗ stellend. Im Ohiotal, in der Seenregion und den mittleren atlantischen Staaten besserten sich die Ernteaussichten. Die Winterweizenernte war in Texas allgemein im Gange und hatte in Arkansas sowie in Nordkarolina begonnen. In Wastington und Oregon machte die Winterweizensaat schlechte Fortschritte, und in letzterem Staate war sie stark mit Unkraut durchsetzt. In Kalifornien war die Ernte⸗ aussicht nicht vielversprechend, und viel Winterweizen wurde dort zu Futterzwecken geschnitten.
Der Sommerweizen war in Nebraska, Dakota und Nord⸗ Minnesota sehr gut gediehen, aber im südlichen Minnesota, in Wis⸗ consin und Jowa hatte die Saat durch zu starken Regen erheblichen Schaden erlitten. In Washington und Idaho dagegen hatte der Stand des Sommerweizens sich sehr gebessert.
Die Hafersaaten waren im unteren Missouri⸗ und oberen Mississipital durch heftige Niederschläge beschädigt worden, sie machten aber im allgemeinen einen guten Eindruck. Im Ohiotal besserten sich die Aussichten für die ö bedeutend, dagegen waren sie in New York und Pennsylvanien weniger günstig. In Texas hat man bereits mit der Haferernte begonnen. (Nach The Journal of Commerce and Commercial Bulletin.)
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln. v1616“]
Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel hat gegen die Herkünfte von den ägyptischen Mittelmeerhäfen eine fünftägige Quarantäne und gegen diejenigen von Suez eine vierundzwanzigstündige Beobachtung angeordnet. Gleichzeitig wurde für derartige Herkünfte eine strenge Desinfektion verfügt und das Reglement über die Vernichtung der Ratten und Mäuse in Kraft gesetzt.
8 Verkehrsanstalten.
Die Königliche Eisenbahndirektion in Berlin macht bekannt, daß wegen Dammrutschungen zwischen Malken und Druschin auf der Nebenbahn Schönsee —Strasburg in der Verkehr daselbst voraussichtlich bis zum 19. d. M. Abends gesperrt ist. Der Personen⸗ und Güterverkehr wird über Goßlerbhausen umgeleitet. 8
Geschäftsergebnisse der deutschen Dampfschiffahrts⸗ gesellschaften für 1902. Für das Jahr 1902 liegen nunmehr die Geschäftsabschlüsse aller mburger und Bremer Rhedereien vor, soweit diese ihrer Organi⸗ ationsform nach überhaupt zu öffentlicher Rechnungslegung ver⸗ pflichtet sind. Die Zusammenfassung der Jahresabrechnungen ermöglicht eine Uebersicht über die Leistungsfähigkeit und die Erfolge dieses wichtigen vaterländischen Gewerbes, und eine solche wird in den „Ham⸗ burger Beiträgen“ gegeben. Die Betriebskapitalien haben in den Jahren 1901 und 1902 bei mehreren Gesellschasten namhafte Erhöhungen erfahren. Ende 1902 hatten die Hamburg⸗Amerika⸗Linie und der Norddeutsche
„Argo“ und „Neptun“ und 12
hapura und Jaffna verbinden wird, macht große Fortschritte.
Loyd je 100 Millionen Mark Aktienkapital (1901 je 80 Millionen), die Bremer Dampsfschiffahrtsgesellschaft „Hansa“ folgte mit 15, die Deutsch⸗australische — aft in mburg mit 12 Millionen. Die , a schaft hatte 11 ½, die Deutsche Dampfschiffahrtsgesellschaft „Kosmos“ in Sen 11, die Deutsche Ostafrika⸗Linie in Hamburg 10 Millionen. ie Gesellschaft „Argo“ in Bremen verfügte über7, die Deutsche Levante⸗ Linie in Hamburg über 6 Millionen, die Gesellschaft „Neptun“ in Bremen über 3 ½ Millionen Mark Aktienkapital. Die übrigen, veeleaßs e Linien betreibenden großen Rhedereien gehören Privaten oder Ge e⸗ schaften mit beschränkter Haftung und entziehen sich damit der genauen Berichterstattung. (Fn Zukunft wird für Hamburg noch die neu begründete Dampfschiffsrhederei „Union“ aufzuführen sein) Bei der Mehrheit der genannten Gesellschaften ist ein weiterer Teil des Betriebskapitals durch Anleihen beschafft, und Millionen Mark beim Lloyd, 39 ¼ Millionen bei der Hamburg⸗Amerika⸗Linie, über 5 ½ Millionen bei der Südamerika⸗ nischen Gesellschaft, 5 Millionen bei der Ostafrika⸗Linie, über 4 ½ Millionen bei der „Hansa“, annähernd 2 Millionen bei dem „Neptun“ und der Austral⸗Linie und jetzt 3 Millionen bei der Levante⸗Linie. Eine Zunahme findet man beim Lloyd um 9,
“ von A. Conradi.
Neues Königliches Operntheater. Unter Leitung des Direktors José Ferenczv. Sonnabend:
üdamerikanische Dampfschiffahrtsgesell⸗ 8
3 Akten (10 Bildern) von David Kalisch. Musik
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: kandidat. — Abends 8 Uhr: Im weißen Rößl. Montag, Abends 8 Uhr: Berlin, wie es weint
bei der Ostafrika⸗ und der Levante⸗Linie um je 2 Millionen. Im übrigen sind diese Beträge durch Tilgung regelweise vermindert worden. Recht beträchtlich sind allgemein die Reserven, die den sicheren Geschäftsgang der Gesellschaften gewährleisten. Die allge⸗ meinen und die Spezialreserven belaufen sich insgesamt bei der burg⸗Amerika⸗Linie auf 21,2, beim Lloyd auf 21,1 Millionen Mark. Sie betragen ferner 6,3 Mill. bei der „Hansa“, 5,7 Mill. bei der Südamerika⸗Linie, 3,0 Mill. bei der Gesellschaft „Kosmos“, 2,6 Mill. bei der Austral⸗Linie, 1,7 Mill. bei der Ostafrika⸗Linie, 1,6 Mill. beim „Neptun“, 1,0 Mill. bei der Levante⸗Linie, 0,02 Mill. bei der Gesellschaft „Argo“. Bei den meisten Gesellschaften sind die Reserven auch in dem ungünstigen Jahre 1902 noch gewachsen.
Unter den gegenüberstehenden Aktivposten kommt natürlich in erster Reihe der Wert der Seeschiffe in Betracht. Bei der Hamburg⸗Amerika⸗Linie standen 119 Seeschiffe mit 143 5 Millionen Mark zu Buch, beim Lloyd 107 Seeschiffe mit 141,8 Millionen, ferner buchten „Hansa“ 41 Schiffe mit 22,3 Millionen, die Südamerika⸗ Linie 32 Schiffe mit 22,9 Millionen, die Austral⸗Linie 23 Schiffe mit 18,5 Millionen, „Kosmos“ 28 Schiffe mit 14,0 Millionen, die Ostafrikalinie 18 Schiffe mit 15,8 Mill., „Argo“ 27 Schiffe mit 8,6 Mill., „Neptun“ 49 Schiffe mit 6,3 Mill., die Levante⸗Linie 26 Schiffe mit 9,7 Mill. Mark. Zuverlässige Abschätzungen der Flotten kommen in mehreren Fällen zu noch höheren Angaben über den Verkaufswert. Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt überall den Einfluß der Abschreibungen in den Zahlen der Buchwerte als wirksam.
Ein wesentliches Moment der Leistungsfähigkeit der deutschen Handelsflotte bleibt auch ferner der vorzügliche Zustand der Flotte, das geringe Durchschnittsalter der Schiffe, das günstiger ist als das bei allen konkurrierenden Schiffahrtsgesellschaften des Aus⸗ landes. Wohl hat mit Rücksicht auf die Geschäftslage die Ergänzung der Flotte ein langsameres Tempo angenommen, und von einer Verjüngung der Flotte kann jetzt nicht allgemein mehr die Rede sein. Immerhin ist und bleibt aber das deutsche Durchschnittsalter hervorragend günstig. Das Durchschnittsalter, auf ein Schiffston berechnet, liegt zwischen 5 und 6 Jahren bei der Austral⸗Linie, zwischen 6 und 7 Jahren bei der Hamburg Amerika⸗Linie, der Südamerika⸗Linie, der Ostafrika⸗Linie, den Gesellschaften „Hansa“ und „Kosmos“, zwischen 7 und 8 bei dem Norddeutschen Lloyd, es beträgt 10 Jahre bei den Gesellschaften
Cahre bei der Levante⸗Linie.
Bahn⸗, Wasser
Der Bau der Bahn, die Kurunegala auf Ceylon mit vehras. 8 wird von Norden und Süden aus gleichzeitig nach dem Mittelpunkte zu gearbeitet, und man hofft, daß im Laufe des Jahres 1903 die 8 Linie dem Verkehr übergeben werden kann. Teilstrecken sind ereits im Betriebe. Man erwartet viel von dieser Eisenbahn, die im Verein mit den alten, aus den Zeiten der singhalesischen Herr⸗ schaft stammenden großen Wasserreservoirs, an deren Wiederherstellung seit Jahren energisch gearbeitet wird, die gegenwärtig wenig „be⸗ völkerten und bebauten nördlichen Landstrecken der Insel zu erneutem Aufblühen bringen soll.
Von der längs des Kelaniflusses im Bau begriffenen Bahnstrecke sind bis jetzt 57 km dem Verkehr übergeben, der bereits recht lebhaft ist. Weitere Eisenbahnbauten, die Colombo mit Ratnapura, Trinco⸗ malee und Chilaw verbinden sollen, stehen zur Diskussion.
Die neu bewilligten Restaurationsarbeiten an den alten Wasser⸗ werken sehen die Bewässerung weiterer Gebiete im Umfange von etwa 30 000 Hektaren vor.
Im und am Hafen von Colombo wird fortwährend gearbeitet, gebaut und verbessert. Der Schlipp zum Heben kleinerer Schiffe ist feriig, eine Anzahl neuer Bojen ist gekauft und zum Teil schon ver⸗ ankert. Es wird aber immer deutlicher, daß bei dem stets wachsenden Schiffsverkehr Colombos die gegenwärtigen Hafenbauten zu klein angelegt sind. Die Wasserfläche wird durch die jetzigen Arbeiten sne⸗ schon auf 267 ha gebracht werden, aber man ist bereits
amit beschäftigt, einen landeinwärts auszugrabenden Binnenhafen mit einer Wasserfläche von 75 ha zu vermessen. In einem solchen Binnenhafen könnten große Ozeandampfer zum Laden und Löschen an den Quais anlegen, und manche Unannehmlichkeiten, die das Arbeiten im gegenwärtigen offenen Hafen, wo die Schiffe an Bojen liegen, mit ge bringt, könnten vermieden werden.
Als das Trockendock angelegt wurde, machten bereits die Agenten der Colombo anlaufenden Dampferlinien die Regierung darauf auf⸗ merksam, daß mit stets größer werdenden Schiffstypen zu rechnen sei; doch glaubte man damals, daß ein Dock von 600 Fuß Länge für alle Schiffe, die den Suezkanal bassteren könnten, genügen müsse. Jetzt hat man sich nachträglich entschlossen, das Dock 700 Fuß lang zu bauen. Der gegenwärtige Stand der Arbeiten stellt der geplanten Verlängerung bisher noch keine übergroßen Schwierigkeiten in den Weg.
(Nach einem Bericht des Kaiserlichen becänts in olombo )
Theater und Musik. Das Drama aus der deutschen Sage „Der arme Heinrich“ von
Gerhart Hauptmann gelangt im Deutschen Theater am nächsten
Sonntag zum ersten Male in
Aufführung.
„Alt⸗Heidelberg“ wird am nächsten Montag zum 300. Male im Theater des Westens durch das Ensemble des Berliner Theaters aufgeführt.
Das „Sächsische Volkstheater“ wird am Sonnabend im Thalia⸗Theater sein Gastspiel beginnen. Als erstes Stück ge⸗ langt das fünfaktige Volkestück in erzgebirgischer Mundart „Karl Fiedler“ zur Aufführung.
Fräulein Hedwig Kaufmann und die Herren Carl Raché, Konzert⸗ meister Leop. Hartmann, David Nitter, Sven Körling und Johannes
einer Nachmittagsvorstellung zur
Klemke veranstalten in Gemeinschaft mit Musikdirektor Otto Dienel
in der Marienkirche am Montag, Abends 7 ¼ Uhr,
An ein Bach⸗ Konzert bei freiem Eintritt.
ibert Barré6. Deutsch Vorher: Nach dem
von
Der Probe⸗ alle.
Anfang 7 ½ Uhr.
joyeux.) Schwank in 3 Akten Mars und
ar 8- Schwank in 1 Akt nach dem Spanischen des M. Carrion von M. Loebel.
Mannigfaltiges. Berlin, den 19. Juni 1903.
In Hannover wurde gestern mittag die 17. Wander ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft durch den Präsidenten der Gesellschaft, Fürsten zu Inn⸗ und Karg. hausen, in Gegenwart der Soißen der Militär⸗ und der Zivil behörden eröffnet. Nach der Eröffnungsrede des Präsidenten ergrif der Minister für Landwirtschaft ꝛc. von Podbielski das Wort und wies, wie „W. T. B.“ berichtet, darauf hin, daß gerade die Provin Hannover in ihrer Vielseitigkeit der landwirtschaftlichen und industrielle Produktion besonders geeignet sei, den deutschen Landwirten zu geigen was auf den verschiedenen Gebieten geleistet wird. Der Minister hoh die Ziele der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft hervor und betonte daß das Mittel zur Erreichung dieser Ziele die Selbsthilfe sei. „Wi Landwirte wollen es nicht fehlen lassen an emsiger Arbeit’ und unermüdlicher Tätigkeit zur Fortentwickelung unseres teueren Ge⸗ werbes, wir wollen vorwärts schreiten.“ Unter dem Hinweis, daß de eröffnete, nach jeder Richtung vollendete Ausstellung diesen Willen bekunde, schloß der Minister mit einem Hoch auf die deutsche Land⸗ wirtschaft, die den Erfolg und den Lohn ihrer Bestrebungen er⸗ langen möge.
Nachmittags um 5 Uhr traf Seine Majestät der Kaiser und König, von Meppen kommend, in Hannover ein und begath Sich durch die festlich geschmückten Straßen nach der großen But⸗ wo sich die Ausstellung befindet. Auf der Für dorthin wurden Seiner Majestät von einer zahlreichen olksmenge Huldigungen dargebracht. Vor der Tribüne der wurde Seine Majestät von dem Prösidenten Direktion der Landwirtschaftsgesellschaft empfangen. Ferner waren zur Begrüßung der Minister für Landwirtschaft . von Podbielski sowie die Spitzen der Behörden erschienen. Alz Seine Majestät, Allerhöchstwelcher die Interimsuniform des Königs. ulanenregiments trug, die Tribüne betrat, brachte die nach vielen Tausenden zählende Zuschauermenge begeisterte Hochrufe autz, Es begann alsdann die Vorführung von Pferden und Rindern nach deren Beendigung Seine Majestät in einem Wagen eim Rundfahrt durch die weitausgedehnte Ausstellung unternahm⸗ Eingehender besichtigte Seine Majestät der Kaiser die Sonder⸗ ausstellung der Hannoverschen Landwirtschaftskammer und verweilt besonders lange in der von der Zentrale für Spiritusverwertung ver⸗ anstalteten Sonderausstellung, bei deren Besichtigung Allerhöchstderselbte namentlich für Verwendung des Spiritusglühlichts zur Straßenbeleuchtung in kleinen Gemeinden und zur Beleuchtung in den Kasernen lebhaftez Interesse bekundete. Seine Majestät sprach dabei den Wunsch aus, daß auf der im nächsten Jahre in Wien stattfindenden Ausstellung fin Spiritusverwertung die deutsche Industrie in recht hervorragender Weise vertreten sein möge. Nach 1stündigem Aufenthalt in den Ausstellungsgebäude begab Sich Seine Majestät unter erneuten Huldigungskundgebungen des Publikums nach der Statt zurück.
11“ “ “ 1 8— „In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wume eine Magistratsvorlage, betreffend die Aufnahme der Entschädigungs⸗ pflicht bei Explosionsschäden 8. Maschinenanlagen, soweit se dauernd mit dem Gebäude verbunden sind, in das Feuersozietätz reglement, angenommen. Angenommen wurden ferner mehrere neu Bauentwürfe für das Rudolf Virchow⸗Krankenhaus. Der öffentlichen Sitzung folgte eine geheime. 8 8 ““ b. 8 Ueber die Bewegung der Bevölkerung innerhalb Grof Berlins nach dem Grade ihrer Wohlhabenheit hat das Statistisc Amt der Stadt Berlin eine Zusammenstellung gemacht. Sie be stätigt die Beobachtung, daß die reichsten Leute, die umziehen, d Berlin nach dem Westen, nach Charlottenburg, Grunewald um Schöneberg ziehen. Von den Steuerpflichtigen mit einem Einkomme von mehr als 50 000 ℳ sind allein in dem ersten Viertel dieses Jahne 6 nach Charlottenburg, 1 nach Grunewald und 1 nach Schöneberg go zogen. Mit einem Einkommen von 25 500 bis 50 000 ℳ zogen! nach 2 nach Wilmersdorf, 1 nach Potsdam und nach Schöneberg. Nur je 3 aus dieser Einkommensstufe sind ve Charlottenburg und Schöneberg und 1 von Wilmersdorf nach Berl⸗ zurückgezogen. Bei einem Einkommen von 19 500 bis 25 500 verhält es sich ähnlich: 7 zogen nach Charlottenburg, 2 nach Wilmers dorf, 1 nach Groß Hichterselde, 2 nach Schöneberg usw. Diese Verhältnis bleibt auch bei den nächsttieferen Einkommen stufen ungefähr dasselbe. Es schlägt aber auf einer Einkomm stufe von etwa 3000 ℳ in das Gegenteil um. Leẽ unter diesem Einkommen ziehen zum Beispiel mehr von Charlotte burg nach Berlin als umgekehrt. So sind mit einem Einkomn von 900 bis 1050 ℳ 402 von Charlottenburg nach Berlin und: 274 von Berlin nach Charlottenburg umgezogen. Bei Einkomme von 1050 bis 1200 ℳ sind die betreffenden Zahlen 217 u. Nach Wilmersdorf ist der Zuzug in fast allen Steuerstufen als der Abzug von dort. Aehnliche Verhältnisse berrsch Groß Lichterfelde, Schmargendorf, Treptow und Weißensee, n bei den übrigen Vororten das erste Vierteljahr eine bestimmte R. kaum erkennen läßt.
Ausst tellung und der
London, 18. Juni. (W. T. B.) Im Arsenal von wich explodierten heute früh 206 Pfund Lyddit. Neun (. wurden zerstört; nach vvE. des Kriegsministeriums dabei 15 Personen getötet und 17 Personen verwundet, w werden vermißt.
(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der
Ersten Beilage.)
1“
Familiennachrichten.
Veklobt: Frl. Margarete Berndt mit Hn. leutnant Kurt Röhr (Neustadt O.⸗Sch Frl. Gertrud Rüdiger mit Hrn. Gericht
Schoenau.
lebhafte
Die Angaben für die nachstehende Fusanemenstilans sind zufolge Bundesratsbeschlusses Inhaber oder Betriebsleiter der Rübenzucker
X .
Anbau von Zuckerrüben
Deutsches Reich. für die Zuckerfabriken des Deutschen
abriken geliefert worden. die im Betriebsjahr 1903/1904 Rüben zu verarbeiten beabsichtigen, für 1902 auf diejenigen,
Für 1903 beziehen sich
Reichs. vom 14. Juni 1895
die Angaben auf die Fabriken, welche während des Betriebs⸗
durch die
jahres 1902/1903 im Betriebe waren.
“
mit
1903
Zuckerfabriken
Rübenverarbeitung
Für diese Fabriken sind angebaut worden:
1902
mit Rüben, die von den Fabriken selbst auf eigenen oder gepachteten Feldern angebaut sind (Eigenrüben)
1902
1903
mit Rüben, die
von den Aktionär und Fabrikgesell
schaftern vertrags⸗ mäßig 8. liefern
in (Aktien⸗ und Pflicht⸗
rüben) 1903
1902
en
mit anderen Rüben und Ueberrüben)
1903
1902
mit Rüben überhaupt
1903
1.1902
Ostpreußen
Westpreußen . Brandenburg
Pommern Io
chlesien.
Sachsen . . .. Schleswig⸗Holstein
Hannover. Westfalen
esen Ressan einland.
Summe Preußen.
Bayern Sachsen
Württemberg . . . . . Baden und Elsaß⸗Lothringen
Hessen.
Preußen:
Mecklenburg
Thüringen
Braunschweig
Anhalt
Deutsches Reich.
11“
Anbau
flächen in ha
13
1 367 3 14
8 526 16 717 270 846
800
6 409 2 864 13 635 21 504 11 434 46 797
17 055 3 486 1 315 1 874
13 8 20 6
45 4 34
1 3 18
800 8 457 3401
10 807
17121
1 300 17 573 11 728
9 385 26 710 35 921 40 076
574 18 149 1 005 730
11 432
49 54
45 71
77 92
2 060 18 348 13 093 9 925 26 520 37 842 42 263 936
20 465 1772 678
11 324
2 110 23 995 15 959 23 023 48 228 55 881
103 590 844 36 050
4 494
2 045 13 472
2 860 26 811 17 979 23 776 47 179 56 426
105 461
1 194 38 513
5 254
2 055 13 414
782 529
18 599 94
6 227
60
903 543
8
644 116
6 203
127 173 1272
2 778
2 168 21 14 266 2 602 10 053 3 901
26
2 8 14 491
10 841 3 943
74 174 583 3 457
1 973
1 778
1 147
3 759
5 524
2 909 12 811 8 730
53
78 20
185 226
3 118 2 401 1 843 1 190 3 323 6 540 3 110 12 931 8 559
329 691
3 516 4 752 2 560 1 676 5 927 19 808 6 110 22 958 18 858
340 922
3 178
5 255
2 746
1 733
5 501 21 039 6 374 23 888 18 705
Berlin, den 18. Juni 1903.
Kaiserliches Statistisches Amt. 8 Dr. Wilhelmi. 1
36 244
36 900 162 941 164 200 *) Je eine Fabrik in den Provinzen Schleswig⸗Holstein und Sachsen hatten Rüben angebaut,
216 671 228 241] 415 856 429 341 aber nicht verarbeitet.
Nr. 24 der „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Ge⸗ sundheitsamts“ vom 17. Juni hat folgenden Inhalt: Gesundheits⸗ stand und Gang der Volkskrankheiten. eitweilige Maßregeln gegen Pest. — Desgl. gegen Cholera. — Desgl. gegen Gelbfieber. — Gesundheitsverhältnisse im österreichisch⸗ungarischen Heere, 1902. — Gesetzgebung usw. (Preußen. Reg.⸗Bez. Magdeburg.) Ursprungs⸗ gehge; 5 für Schlachtvieh. — (Sachsen.) Schlachtvieh⸗ und Fleisch⸗ beschau. — (Baden.) Schweinfurter Grün. — (Mecklenburg⸗Strelitz.) Schlachtvieh⸗ und Fleischbeschau. — (Sachsen⸗Meiningen.) Desgl. — v — Gebührenordnung für Schlachtvieh⸗ und Fleisch⸗
eschau. — (Anhalt.) Schlachtvieh⸗ und Fleischbeschau. — (Reuß j. L.) Desgl. — Schlachtviehversicherung. — (Bremen.) Nicht⸗ approbierte Heilpersonen. — (Oesterreich.) Grenzüberschreitungen der Aerzte. — (Ungarn.) eSer ꝛc. — (Frankreich.) Zündplättchen für Kinderpistolen. — (Dänemark.) Untersuchung von Nahrungs⸗ mitteln. — (Türkei.) Zuckerwerk mit Anilinfarben. — (Portugal.) Besteuerung der Mineralwasser ꝛc. — (Neu⸗Süd⸗Wales.) Tier⸗ seuchen ꝛc. — Gang der Tierseuchen in Serbien, 1. Vierteljahr. — — Desgl. in Bulgarien. — Maul⸗ und Klauenseuche in Britisch⸗ Südafrika, 1903. — Zeitweilige Maßregeln Pegen Tierseuchen. (Preuß. Reg.⸗Bez. Schleswig, Großbritannien.) — Verhandlungen von gesetz⸗ ebenden Körperschaften, Vereinen, Kongressen usw. (Deutsches Reich.) Pestleichen, gewerbliche Nachtarbeit, blei⸗ und zinkhaltige Gegenstände, medizinische Eingriffe bei Menschen, Irrenwesen und Entmündigungs⸗ verfahren, Arznei⸗ und Geheimmittel. — Vermischtes. (Hessen, Offen⸗ bach a. M.) Nahrungsmittel ꝛc., 1901. — (Aegypten.) Ansteckende Krankheiten, 1891/1900. — (Vereinigte Staaten von Amerika. Distr. Columbia.) Bevölkerungsvorgänge, 1901/02. — Geschenkliste. — Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. — Desgleichen in größeren Städten des Aus⸗ landes. — Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. — Desgleichen in deutschen Stadt⸗ und Landbezirken. — Witterung. — Beilage: Gerichtliche Entscheidungen auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege (Krankenwesen, Infektionskrar heiten, Impf ).
1.“ Spanien.
Bis 10. Juli 1903. General⸗Post⸗ und Telegraphendirektion in Madrid: Wegen der Erfolglosigkeit der beiden früheren Ausschrei⸗ bungen über die Anfertigung und Legung eines Unterseetelegraphen⸗ kabels zwischen Fernando⸗Po und Kamerun (vergl. „Reichsanzeiger“ vom 5. September 1902 und vom 27. Februar 1903) findet ein neuer — freier — Wettbewerb statt. Die Bedingungen sind dem Unter⸗ nehmer überlassen. Nach Erteilung des Zuschlages Sicherheitsleistung in Höhe von 10 % der Zuschlagssumme. Näheres beim „Reichs⸗ anzeigerr. 3 “
88
Berichte von d
Qualität
gering
mittel
gut
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
niedrigster
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1
hoͤchster ℳ
niedrigster ℳ
höchster ℳ
niedrigster ℳ
höchster
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eutschen Fruchtmärkten.
Verkaufte Menge
Doppelzentner
Am vorigen Markttage
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nach überschlägli Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
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3288
42. Vorstellung. Giroflé⸗Girofla. Komische Oper in 3 Akten von Albert Vanloo und Eugen Leterrier. Mußil von Charles Lecoeg. In Scene 88 von 5 Dirigent: Curt Goldmann. Anfang t.
: 43. Vorstell Die Fledermaus.
te in 3 A nach Meilhacs und
Halévyvs „ Uon“. Bearbeitet von C. Haffner
und R. Genée. Musik von Johann Strauß. Anfang 7 ½ Uhr. 111““
Deutsches Theater. Sonnabend:
das Leben. Anfang 7 ½ n nir 9. Sonntag, Rachmstia r er arme Heinrich. — Abends ute. Monna Vanna.
Montag: Monna Vanna.
und lacht.
N. (Friedrich Wilbelmstädtisches Theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die guten Freunde. Lustspiel in 4 Aufzügen von Victorien Sardou.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. — Abends 8 Uhr: Nach Jahr und Tag. — Abschied vom Regiment. — Der grüne Kakadu.
Montag, Abends 8 Uhr: Die guten Freunde.
eenno Kutzner (Breslau). rl. Alm mit Hrn. Oberleutnant Erich (Lu Verehelicht: Hr. Hans von Burkersroda : Sabine von Breitenbauch (Bucha). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Regierung Dr. Walter zur Nieden (Koblenz). Gestorben: Hr. Oberstleutnant a. D. Eu Garnier (Patschkau). — Hr. stud. jur. W von Bomédorff (Berlin). — Hr. Major à Albert von Bülow (Potsdam). — Hr. Amtz Bruno Wahnschaffe (Westerburg bei Dedelct — Fr. Marianne Kaestner, geb. ffel
13,70 14,50
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Sonntag und folgende Tage: Lustige männer. — Nach dem Balle.
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Thaliatheater. Dresdener Straße 72/73. Sonn⸗ abend: Erstes Gastspiel des Sächsischen Volks⸗ theaters. Zum ersten Male: Karl Fiedler. Volksschauspiel in irgischer Mundart in 5 Auf⸗ zügen von Richard ber. Anfang 7 ½ Uhr.
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Theater des Westens. Kantstraße 12. Sonn⸗ abend: Ensemblegastspiel des Berliner Theaters. Alt⸗Heidelberg. Schauspiel in 5 Alten von Wilhelm Mevyer⸗Förster. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonntag: 100 000 Taler.
Montag: Alt⸗Heidelberg.
Dienstag: 100 000 Taler.
Zentraltheater. Sonnabend: Pick und Pocket. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag: Pick und Pocket.
Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Scholn) in Berlie
Druck der Norddeutschen druckerei und Verk Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32
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Scchillertheater. o. (Wallnertbeater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Berlin, wie es weint und lacht. Volkestück mit Gesang
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