er Ausschuß des Bundesrats für Handel und Verkehr ielt heute Sitzung
8 . Der Wirkliche Geheime Oberregierungsrat bei der König⸗ lichen Oberrechnungskammer in Potsdam Schiek ist S. Ems abgereist. 8
5 “ .“
Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Hansa“ mit dem Zweiten Admiral des Kreuzergeschwaders, Kontre⸗ admiral Grafen von Baudissin an Bord am 5. Juli von Taku abgegangen und gestern in Tschifu eingetroffen.
S. M. S. „Bussard“ ist am 5. Juli in Kobe an⸗ gekommen und geht am 10. d. M. von dort nach Yokohama
in See.
S. M. S. „Thetis“ ist “ in Miyadzu (Japan) eingetroffen und geht am 13. d. M. von dort nach Fusan (Korea) in See. S. M. S. „Luchs“ geht heute von Kanton nach Hongkong. 1 S. M. S. „Condor“ ist am 1. Juli von Singapore in See gegangen, am 4. Juli in Batavia eingetroffen und setzt am 9. d. M. Reise nach Fremantle (Westaustralien) fort. S. M. S. „Habicht“ ist am 3. Juli in Lagos an⸗ gekommen und geht heute von dort nach Kamerun in See. Der Transport der abgelösten Besatzung des Kreuzergeschwaders, Transportführer: Kapitänleutnant Schlemmer, ist mit dem Dampfer „Main“ gestern in Singapore eingetroffen und hat an demselben Tage die Reise nach Colombo (Ceylon) fortgesetzt.
Cöln, 6. Juli. Wie die „Kölnische Volkszeitung“ meldet, traf heute abend um 6 ½ Uhr der Kardinal, Erzbischof Dr. Fischer, von seiner Romreise kommend, auf einem Schiff, das ihn in Koblenz abgeholt hatte, hier ein. Begrüßt vom Oberbürgermeister Becker, begab sich der Kardinal sodann unter Gkockengeläute in Prozession durch die Straßen nach dem Dom, wo eine Andacht stattfand. Nach der Andacht fu der Kardinal in sein Palais. *
Mecklenburg⸗Schwerin.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog traf ormittag in Warnemünde ein und besichtigte dort das Linienschiff „Mecklenburg“. auf der Rhede von Warnemünde auch die Jacht „Hohen⸗ ollern“ und der Kreuzer „Nymphe“ und etwa eine Stunde später die Jacht „Meteor“ mit Seiner Majestät dem Kaiser an Bord ein. Abends be⸗ aben Sich Seine Majestät der Kaiser und Ihre r Kaiserin an Bord der Jacht „Iduna“, die auf dem
8 wahrend Srine iuskner „Denve.⸗ Majestät verblieb daselbst, Paes. zurückkehrte, wo auch der Großherzog sich esthherd. 88 2₰ 1222 blieben, wie „W. T. B.“ 2* während der
in Warnemünde.
ver SHesterreich⸗Ungarn.
Inäit In der gestrigen . ungarischen Abgeordneten⸗
hauses wies, wie „W. T. aus Budapest berichtet, bei der Be⸗
18g des Programms des neuen Kabinetts der Ministerpräsident
uen⸗Hedervary die von Kossut d b
eine Person gerichteten Angriffe zurück. bam eecbe sgeen
bgeordneter und als Mitglied des Magnatenhaufes, sowie
als Vertrauensmann der Regierung in steter Verbindung mit dem
ue 858 8 — .8 hätte am —559 ünscht, se Regierung aus dem Schoße des
gebildet werden können, doch müsse man 12 eee en
2* absehen. Der Ministerpräsident erklärte ferner, d 18— n die
8 Zurückziehung der erhöhten Rekrutenforderung durch Koloman vpon Stell nicht gewilligt, weil dieser sich an die veränderte Beibehalt der Erhö gebunden habe und 13,1. Grundlage dieser lbebalenng
12* 18,7 t weiter zu führen wünschte. Auf .öSehes
huen⸗Hedervary habe seiner Auf Kroatien nicht entsprochen, erwiderte der Min 1b über seine Wirksamkeit als Banus ein Urteil
in Kroartien hät Pe hätien aber nur einen verhältnis
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Um 4 ½ Uhr Nachmittags liefen
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dem König und den Mitgliedern der Königlichen Familie feierlich empfangen wurde. Der Präsident und der König fuhren alsdann mit dem Gefolge nach dem York House. Auf dem ganzen Wege durch die rei Sö. Sn Straßen wurden sie sehr herzlich begrüßt. Bei der Ankunft in York House sprach der Präsident Loubet dem nis seinen herzlichsten Dank für den ihm in Dover und in London zu teil gewordenen Empfang aus. Später begab sich der Präsident Loubet mit dem Minister Delcassé nach dem Buckingham⸗Palast, um dem König seinen Besuch abzustatten, und von dort nach Marlborough House zu einem Besuch bei dem Prinzen von Wales, dem er das Großkreuz der Ehrenlegion verlieh. Der Präsident stattete darauf dem Herzog von Connaught einen Besuch in Clarence House ab und fuhr sodann nach der französischen Botschaft, wo er eine Ab⸗ ordnung der französischen Kolonie empfing. Von der Botschaft kehrte der Präsident nach York Hons zurück, auf dem ganzen Wege von einer ungeheuren Menschenmenge begeistert begrüßt. Von York House begab sich der Präsident Loubet wieder nach dem Buckingham⸗Palast, wo gegen 8 ½ Uhr ein Festmahl statt⸗ and. ährend des Mahles brachte der König einen Trink⸗ pruch auf den Präsidenten Loubet aus. Seine Majestät gab der Freude Ausdruck, welche die Königin und er selbst darüber empfänden, den Präsidenten im Buckingham⸗Palast zu empfangen, und sprach die Hoffnung aus, daß der mnt eine angenehme Erinnerung an seinen Aufenthalt in London mit sich nehmen werde. Der Empfang, der ihm von allen Klassen der Bevölkerung bereitet worden sei, beweise ihre wahrhaft freundschaftliche Gesinnung gegen Frankreich, das Land, welches England am nächsten liege und infolgedessen auch sein bester Nachbar sein sollte. Der König erinnerte schließlich an den Besuch, den er kürzlich in Paris abgestattet habe, und an den so liebenswürdigen Empfang, der ihm dort zu teil geworden sei. Der Präsident Loubet erwiderte:
„Ich bin von dem Empfange, der mir von Eurer Majestät be⸗ reitet worden ist, um so mehr gerührt, als er sich an die gesamte französische Nation richtet; und in ihrem Namen bitte ich Eure Majestät, meinen aufrichtigsten Dank entgegenzunehmen. Frankreich bewahrt sorgfältig das Andenken an den Besuch, den Sie Paris ab⸗ gestattet haben. Sch bin gewiß, daß dieser die glücklichsten Erfolge haben und in hoher Weise dazu dienen wird, die Beziehungen aufrecht⸗ zuerhalten und noch enger zu knüpfen, welche zwischen den beiden Nationen bestehen, für ihr gemeinsames Wohl und die Sicherung des Weltfriedens. In diesem Sinne trinke ich auf das Wohl Seiner Majestät des Königs Eduard VII., Ihrer Majestät der Königin, des Prinen und der Prinzessin von Wales, der gesamten Königlichen
amilie und der englischen Nation”“
In der gestrigen Sitzung des Unterhauses teilte auf eine An⸗ frage bezüglich der Anwesenheit englischer, amerikanischer und japanischer Schiffe im Golf von Petschili der Parlamentssekretär der Admiralität Forster mit: Die Zahl der jetzt in der Nähe des Golfes liegenden englischen chiffe betrage zwölf. Der Admiralität sei nicht bekannt, daß eine besondere An⸗ sammlung von Schiffen stattgefunden habe oder daß ein besonderer Zweck von den für die Bewegung jener Schiffe in den chinesischen Gewässern verantwortlichen Mächten angestrebt werde. — Robertson eeh fragte an, ob die Regierung mit der Depesche Lord Salisburys vom 14. Februar 1899 einverstanden sei, in der der russische Vorschlag, betreffend die Friedenskonferenz, an⸗ genommen Zurde, , ob die Regierung die Initiative ergreifen fn Müse⸗ . eiglaben 8 32 2
etzun Fr Ruf eruten, wie die Frage der Herab⸗ ssm hanbr unoen uür See zu behandeln sei. Der ihre Ansicht über diesen Gegenstand unsaht eSterr, öirugg. dat Großmächte den einleitenden Schritt unternähmen, so würden wir uns mit 4—— ihnen anschließen. Aber es muß daran erinnert werden, die englische ₰‿ꝙ allein unter allen Flotten der Welt hauptsächlich defensiven Charakters ist und daß die anderen Flotten nicht beanspruchen können, diesen Charakter zu haben. Unter diesen Umständen glauben wir, daß die Anregung von anderen ausgehen follte.“ — Auf eine An⸗
le Lamberts ( ), ob eine Form gefunden werden könne, di 1nde Metglebern des Hauses ermögliche, ihre Würdigung des Be uchs 85 mn jeigen, der Premierminister Bal⸗ . 8 orm, in der das Haus seinen Gefühlen Ausdruck geben könne, sei die Beschließung der Ue chun * Glückwunsch⸗ seresse „Er habe nicht den ngsten Zweifel, daß ein solcher Be⸗ 2 einstimmig und ert gefaßt werden würde. ( ) er das Haus müsse äußerst vorsichtig sein, neue Präzedensfälle zu chaffen, besonders Präzedenzfälle zeremonieller Natur. Wenn jener 525— dem Präsidenten Loubet gegenüber gefaßt werde, würde niemals verweigert werden können, wenn irgend ein Pertreter
land später einen Besuch abstatten würde, ohne
erweigerung eine Nichtachtung enthalten sein würde.
9 Italien.
„Der Papst verbrachte, wie „W. T. B.“ aus — richtet, den größten Teil des igen Tages 1— LsAahe Nach 1. 185 . 9 8* 129 9₰ er Msgr. Marzo nordnungen treffs Ki 2 vermögens und Pear Angeli Verfa ungen über sein — vermögen sowie einige lateinische und bat diesen, sie
ofort in die Druckerei des Vatikans zu schicken, weil er den orrekturabzug sehen wolle. Der Papf äußerte, es seien die
letzten Verse seines Lebens, und er woll veröffentl Der erste Hexameter 1.1,1.
2 sens sua regna rubentis. Melancholie gna rubentic. Die Verse atmen tiefe
— und enthalten unter Anr 8 der heiligen Nungfrau einen Abschied e e und
Um. 8 Uhr wurde folgender Krantheltshericht
ntlicht: abent machen sich deutl rFeer 8 eehachs 8 86 E Sr ꝓ— e i.
Mazzoni. Im Laufe des Nachmi hatte der 21.;—; daß
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ihm die letzte Oelun werde; langen wurde um 11 ½ Abends N 6EEö
richtete der Papst sich
sowie von dem
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Merefse nicht verleiten lassen würden.
durchaus keine Kriegsgelüste kriegerischen Vorbereitungen.
aus Belgrad — 8 ichtet, — (22. September v5328 Zusammentritt des erfolgt a⸗
Blätt sind die Staatsräte Niectt Paftisch und Phchae Aüeisa von (11““ . ixree 8
„Times“⸗Korrest tefangen genommen w
13
Heute vormittag wurde folgender Bericht finden des Papstes ausgegeben: Der Papst verbrachte die Nacht unruhig und ohne Schla Nabrungsaufnahme war jedoch reichlicher, und das Allgenelaf. 8 ist etwas besser. In der rechten Hn des Brustkorbes ma mda bei der objektiven Prüfung eine Veränderung bemerkbar, und mittlere Lungenlappen, der bis gestern der Luft den Durchten nicht gestattete, ist jetzt für diese durchlässig, dagegen ist die e Zone dumpfer geworden, was Flüssigkeit im Brustfell vermuten lühr Nan wird einen Probestich in das Brustfell machen. Die 88 tätigkeit ist so herabgesetzt, daß die Nierenfunktion unzureichend 9 und die Fingerspitzen 18* gefärbt sind. Lapponi. Mazzoni. 8 Die Besuche der Kardinäle, Diplomaten, der klerikal Aristokratie und anderer im Vatikan dauern fort. — 8 Gemeinderat von Rom sprach gestern abend in einem ein stimmigen Beschlusse seine besten Wünsche für die Genesung des Papstes aus. 8 Türkei. .— “
Nach den in Konstantinopel eingetroffenen Nachrichte hat die Zirkularnote der bulgarischen Regierung mn das „Wiener K. K. Telegr.⸗Korresp.⸗Bureau“ meldet, bei den betreffenden Kabinetten kein Echo gefunden. denke, nach Erhalt einer Kopie der Zirkularnote zur Widerlegun der darin enthaltenen Behauptungen gleichfalls eine Zirkularnote an ihre Botschaften zu richten. Die Nachricht, daß in Kum anowma 30 Bataillone vom Korps des Marschalls Omer Ruschdi Pascha konzentriert seien, sei falsch, ebenso die Meldungen über außerordentliche L111164“4“ für das 2. das 3. Armeekorps. Nachrichten aus Adrianopel zufeolge hätten zwei Gruppen bewaffneter bulgarischer Eng granten mit türkischen Patrouillen bei Totschilar und Kysyldschi⸗Bajdi Zusammenstöße gehabt. De Mitglieder der einen dieser Gruppen sollen dem Ueber⸗ schreiten der Grenze verhaftet und nach Philippopel gebracht worden sein.
Daß Bulgarien, wie berichtet worden ist, ein Ult⸗ matum an die Türkei richten wolle, wird, einer weiteren Meldung des genannten Bureaus zufolge, in diplomatischen Kreisen Konstantinopels bezweifelt. Dazu hätte nach Ansicht dieser Kreise Bulgarien keinerlei Anhaltspunkt, selbst dam nicht, wenn die Nachrichten über die Konzentration türkischer Truppen sich vollkommen bewahrheiten wurden, was bisher nicht der Fall sei. Bulgarien sei nicht berechtigt, dagegen zu protestieren, daß die Pforte angesichts des Monate andauernden Bandenunwesens, das erwiesenermaßen von Buͤlgarien her moralische und militärische Unterstützung finde — was iie bulgarische Regierung auch bei bestem Willen nicht hinden könne —, außerordentliche militärische Maßregeln behuft Unterdrückung des Bandenunwesens ergreife. Solche Maß⸗ regeln werde die Pforte unbedingt ergreifen müssen, sobel die Aktion gegen die albanesische Opposition im Wilajet Ueskü beendigt und die dortigen Truppen disponibel sein würden Die Pforte werde hierzu schließlich auch durch das Drängan Oesterreich⸗Ungarns und Rußlands zu strikter Durchführumng der angenommenen Reformen veranlaßt. Die mah gebenden diplomatischen Kreise verurteilten übereinstimme die jetzige Haltung Bulgariens und entschuldigten d. nur teilweise durch die Schwierigkeiten der bulgarischen Regierung gegenüber der öffentlichen Meinung des Fürsten tums, die von den Komitees beeinflußt werde. 2 Komitees seien verzweifelt über die nutzlose Vergeudung var
(Heiv, UitE Deelnsie Monschen, sowio über 7 8 monatelangen Aktion und schienen bestrebt ‧* vüclg
erwickelungen Hernufsabescögen. um die Verantwortlichten
von sich abzulenken. Im Nlldizpalais, bei der Pforte und i diplomatischen Kreisen hege die beste ef Pforte n⸗ Fürst und die Regierung von Bulgarien, wenn sie auch mit jüngsten Kundgebungen der öffentlichen Meinung in Bulgaria ein Opfer gebracht hätten, weiterhin klug und ruhig blebe und sich zu weiteren unüberlegten Schritten im eigen
— — Der Sultan und Pforte hegten, wie von berufenenen Seiten festgestellt
und machten keine geheime
Griechenland. Aus Athen meldet „W. T. B.“, daß der Miniin
präsident Theotokis ern i erklärte, er gestern in der Deputiertenkamt
der er als zurückzutreten.
sammlungen abgehalten, wel b oder die bgeha che die Annahme des Monog
— 12. mahmen, um die Aufrechterhaltung
sei nicht gewillt, einem Druck zu Gunsa Annahme des Korinthenmonopols nechealgeben . 2 —* ansehe; er würde es vorziech
Im Peloponnes werden lärmende 1 uflösun
der Kammer fordern. Die Regier
Terbien.
Die Neuwahlen zur Skupschti 5 I. Sne süht na sind, wie „W. T.
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Aus Tanger veldes das „Reuters pondent Harris, der 22 war, A
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Die Pforte ge n
und
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ea aewöhnliche und sehr beträchtliche Aen ist durch die gin⸗ . von Mexiko erfolgt. Ursprünglich war Vo Stadt von ihren aztekischen Erbauern inmitten einer die tiefste n Ule des von hohen Bergen umringten Hochtals einnehmenden b7à auf Pfählen errichtet worden. Das Wasser der Lagune war Lagn els eines Abflusses salzhaltig. Da in geringer Entfernung 8 3 ½ und 6 m höher gelegenen Terrassen große Süßwa erseen befinden, war Mexsco bei starken Regengüssen zufigen Ueberschwemmungen ausgesetzt. Diesem — war seit hig zwar durch Schaffung eines Abflusses nach dem Rio de Pachuca bgeholfen worden, dennoch blieb die Entwässerung der sich ver⸗ 7 bbe enden Stadt in hohem Grade unzulänglich. Das ist jetzt anders Fucrden. Die Entwässerung der Lagune hat die Folge gehabt, daß ben ihren Wasserspiegel jetzt von Dächern gggd Türmen 5 kaum we sieht, sondern bis zu dem malerischen felsen, der ehemals als Insel aus dem See aufragte, vordrinsei muß, um sich den Anblick des historischen Mexiko in Erinnerung zu rufen. Um diesen elsen gruppieren sich die Erdhütten indianischer Fischer, welche ein⸗ Leßlch der vor ihnen aufgehänagten Fischereigeräte wohl noch genau so aussehen mögen wie in den Tagen Montezumas. Auch die Be⸗ schäftigung dieser Menschen mag kaum verschieden sein von der zu aztekischer Zeit. Den Weißfisch und die als Leckerbissen geschätzten eßbaren Fliegenlarven bringen sie vor wie nach zum benachbarten Markte, nur die Salzgewinnung durch Auslaugen des salzhaltigen Uferbodens gehört nicht mehr zu ihren Obliegenheiten. Noch stärker tritt altmexikanisches Wesen in seiner Ürsprünglichkeit dem Beobachter im weiteren Umkreise Mexikos an den zum Teil durch Kanäle mit der Hauptstadt verbundenen Seen ent⸗ gegen. Zwar die schwimmenden Gärten, von denen als Versorger Mexikos mit Gemüse, Früchten und Blumen Humboldt sich vor 100 Jahren bat erzählen lassen, hat auch Professor Seler nicht erblickt; aber die Entstehung der Sage ist ihm erklärlich, seitdem er in der Nähe die mexikanische Gartenkultur und die Sorgfalt gesehen hat, mit der man die dem Sumpf abgewonnenen Beete vor dem Uebermaß der Bewässerung schützt.
Aus dem Hochtal von Mexiko wandte sich der Vortragende nach dem im Osten der großen Schneeberge gelegenen Gebiet pon Puebla. Hier, nicht fern von dem Gipfel des „Matlalcuege“, liegen Temazcal und Tlaxcala, wo sich die altmexikanische Sprache noch in voller Reinheit, wenn auch ersichtlicher Verarmung an Worten und Formen erhalten hat. Ganz mexikanisch sind auch die neben jedem Hause erbauten backofenförmigen Schwitzbäder, in deren Benutzung seit den ältesten Zeiten ein Schwifatheslmittel gesehen wird, charakteristisch nicht minder die runden, aus Ton geformten und mit hohem, spitzen Strohdach gedeckten Scheunen zum Bergen der Maiskolben. Auf dem 180 m hohen Cerro Pochtecatl liegt ein befestigtes altmexikanisches Heiligtum, von dem aus auf ansehn⸗ ie⸗ Fundamenten eine Mauer bis zum Hügel gegenüber gespannt ist. Hundert Meter niedriger als Tlaxcala, im Tal, liegt Puebla. Das Tal ist von großer, durch künstliche Bewässerung gesteigerter Frucht⸗ barkeit. Puebla gehört bereits zur Tierra templada, der warmen Region, in der Orangen und Limonen gedeihen und Zuckerrohrplantagen nicht selten sind. Aus dem trotz Nordwinden und Regenwetters heißen Tal Puebla führte die Reise aufs neue aufwärts bis zu 2500 m an den Rand des Hochlandes, das den mächtigen Vulkanen von Orizaba und Cosse de Perote als Basis dient. Dies von Lava und Tuffstein überdeckte, aber fruchtbare Hochland ist erst in neuer Zeit dem Ackerbau er⸗ schlossen worden. Es werden Mais, Weizen, Gerste, selbst Roggen mit Erfolg gebaut. . ..
Da sich der Vortragende zur Hauptaufgabe die Untersuchung der wenig bekannten Altertümer im nördlichen Teil des Staates Veracruz gestellt hatte, fuhr er nach Jalapa, um sich eine Empfehlung des dort residierenden Gouverneurs zu holen. Die Eisenbahnfahrt gewährte charakteristische Einblicke in ausgedehnte Lavafelder, vielfach unter⸗ brochen durch Salztümpel. Von Jalapa ging es wieder aufwärts zu dem 1952 m hoch gelegenen, als Ausgangspunkt für verschiedene Exkursionen erwählten Teciuhtlan. In diesem Teil des Hochlandes herrscht bis u 2400 m die Kiefer als Waldbaum und ein hoch wachsendes Gras,
grostis, vor. Teciuhtlan besitzt Kupferbergbau und ansehnlichen Hüttenbetrieb. In fünfstündigem, beschwerlichem Ritt auf lehmigem Erdreich wurde aufs neue ein Abstieg um 1200 m vorgenommen und dabei die Bekanntschaft des echten Regenwaldgebiets der mittleren gemacht, charakterisiert dur mächtige Baumfarren und eine hohe, gelb * Composite Perymenium. kiefer unten gleicht die Boden ormation dem Karst: Kalkfels, von Wasser zernagt. In der Hauptsache ist der nördliche Teil des Staates Veracruz von Urwald eingenommen, der eben erst anfängt gerodet und in Maisfelder und Viehweiden umgelegt zu werden. Das Klima ist au eentlich regenreich; es regnet außer einer kurzen und hei Trockenzeit im März und April das ganze ahr. Das ist das rechte Klima für die Vanillerebe, die hier ihre imat hat. Die, Bewohner sind Nachkommen der Huanteken, söͤnen gebört aller Wahrscheinlichkeit nach auch das merkwürdige Bau⸗ denkmal an, das hier, in der Nähe von vor etwa 130 Jahren im Urwalde aufgefunden worden ist. r altige, in 7 Absätzen, von 7 bis 8 Stufen ein jeder, aufsteigende Bau ist nach dem Namen Tazin- (Blitz), den er im Volksmunde hat, wahrscheinlich dem Regengott gl iligt gewesen. Er enthält auf seiner langen Front 366 Nischen und ist von festem vulkanischen Gestein fürmt. Der wunderhare Fund hat der gegenwärtigen nerKkaisce Renierung Anlaß zur Errichtung einer „Inspeccion de antiguedades mexicanas? in Papantla gehebes deren Bemühungen ch geglückt ist, auch viele andere Funde in der Nachbarschaft zu m „u. a. eine Steinpyramide, kleine Pyramiden und viele alte ornamentierte vef deren Figurenstil und Ornamentterungsart studieren ofessor Seler angelegen sein ließ, um daraus Anhalte für rsprung und Bestimmung der Gebäude zu gewinnen. Trotz der sehr schlechten Witterung gelang es, Abklatsche von den orna Stücken zu nehmen.
Von tla ging der allerdie udlose Weg durch herrlichen, “ Tu 326 Neglen rhalb der ung eines wasserrei lusses Uegt, der Seeschiffen jeden Tief⸗
die Einfahrt bis tadt gestatten wäre er nicht
9. und durch Au Kaugummi /22ö2— —2 alten Merikaner unter dem Namen
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worden, beweisend, daß man die Stelle einer namhaften Niederlassung entdeckt hatte. Die ebenen oder in gut erhabenem Relief aus⸗ gemeißelten latten sind wunderbar gut erhalten. Auch jener Tempel würde sich im besten Erhaltungszustande befinden, hätten nicht die Wurzeln eines auf seinem Dach erwachsenen Feigenbaumes ihm Schaden zugefügt. Erfreulich ist, daß, wie in Papantla, pietätvolles Interesse an diesen Kulturresten auch in Tiallo tätig gewesen ist, sie von den Um⸗ schlingungen des Urwaldes zu befreien und bloß zu legen. Ja, am letzten Orte hat man auf Fv Grunde alles zusammengetragen, was weit und breit von solchen Resten gefunden worden ist, und so in dankens⸗ werter Art ein „Freiluft⸗Museum“ hergestellt. Unter den vielen Skulp⸗ turen befanden sich eine Anzahl aztekischer Götterfiguren, die Professor Seler Stück für Stück zu bestimmen vermochte. Uebrigens hält der Vortragende nicht dafür, daß hier Fundstücke hohen Alters vorliegen. Die auf huaztekischem Boden angelegte Kolonie mußte wahrscheinlich beim Zusammenbruch des Aztekenreiches vor 3 ½ Jahrhunderten ver⸗ lassen werden. Seitdem wurde der Urwald darüber mächtig. Mehrere der Inschriften⸗Steine gleichen in hohem Grade den in der Florentiner Nationalbibliothek vorhandenen Inschriften unzweifelhaft mexikanischer Herkunft.
Der Weg von dieser dritten und letzten Station, wo es Alter⸗ tümer zu studieren galt, nach Veracruz, von wo aus man sich nach Pucatan einzuschiffen gedachte, war äußerst beschwerlich. Achtmal war der Fluß, an dem Tuxpan liegt, zu kreuzen, ehe man den ge⸗ eigneten Punkt erreicht hatte, um wieder nach dem Hochland zurück⸗ zukehren und die Bahn Mera de San Diego nach Jalapa zu benutzen. Bei Fortsetzung der Reise von Jalapa wurde der Wasserfall von Necaxa besucht, dessen Kraft in Kürze durch eine elektrische Anlage verwertet werden soll, und bei Zacatlan längere Zeit ein Weg im Kiefern⸗ walde verfolgt, der mit dem heimischen Grunewald die größte Aehnlich⸗ keit gezeigt hätte, wären nicht von Zeit zu Zeit Felsgebilde angetroffen worden, daran erinnernd, daß man sich im Hochgebirge befinde. Wundervolle Aussichten ins Land hinein gewährte wieder die Terrasse von Zacatlan, einem Orte von 2000 Einwohnern. Von Apizaco führte die Eisenbahn nach Veracruz, wo der Dampfer nach El Progreso in Yucatan die Reisenden aufnahm. Diese politisch zum Staat Mexiko gehörige Halbinsel mit der Haupt⸗ stadt Merida und dem Hafen El Progreso, ist eine der merkwürdigsten Landbildungen auf der seneg Erde! Offenbar ist ihr geologischer Ursprung verhältnismäßig jung: eine durch mächtige unterirdische Kräfte emporgehobene Korallenkalkplatte, ein Land, das im wesentlichen flach oder doch so gelinde wellig gestaltet ist, daß höchstens von Hügeln die Rede sein kann, bis zu dem Punkte, wo sich die Halbinsel an das ältere Festland anlehnt und einige Gebirgs⸗ ketten sich erheben. ugatan ist auch ein Land, das keine Wasserläufe, keine Seen und Flüsse besitzt, dafür aber in seinen Kalksteinschlüpfen und „Höhlen in geringer Tiefe unter dem Boden große, unschwer zugäng⸗ liche Wasserreservoire birgt. Diesem Charakter des Landes würde trotz der Güte seines tonreichen Bodens Oede und Unfruchtbarkeit entsprechen, fiele nicht darauf fast das ganze Jahr über eine Niederschlagsmenge, die jene Ungunst der Bodengestaltung ausgliche. Unter solchen Verhält⸗ nissen ist die Vegetation, welcher indessen tiefwurzelnde Bäume ganz fehlen, eine so üppige, daß früher, als das Land wesentlich der Mais⸗ kultur diente, diese Nutzpflanze nur an den Abhängen der Hügel angepflanzt werden konnte, weil in den fruchtbaren Tälern das Unkraut die Maispflanze erstickte. Trotzdem man später vor der neuen Aussaat die Vorsicht anwandte, den Stoppel zur Vernichtung des Unkrauts erst abzubrennen, blieb die Maiskultur wenig lohnend und deshalb das Land zum größten Teil von dem ihm eigentümlichen niederen Buschwald bedeckt. Jetzt endlich hat man in der Agave rigida eine Nutz⸗ flane entdeckt, welche des Unkrauts mächtig wird, bezw. trotz
selben gedeiht und den gut bezahlten Hennequenhanf ergibt, der in Konkurrenz mit dem Manilahanf den Weltmarkt erobert hat. Was dem wunderbaren Lande aber einen Schimmer von Romantik gibt, sind die großartigen Trümmer einer Kultur, die alles übertrifft, was Amerika sonst an Zeugnissen früher vorhandener Kultur besitzt. Professor Seler hat deshalb der gewaltigen Ruinenstadt Magapan einen grofen Teil seiner r gewidmet. Was er davon am Schluß des in seinem ganzen
eerlauf von Lichtbildern begleiteten Vortrags in gleicher Weise vor⸗ führte, wirkte ersichtlich in hohem Grade überraschend auf die Zuhörer. Es handelt sich hier nicht bloß um mächtige Steinpyramiden, deren höchste erkennen läßt, daß sie nahe ihrem Gipfel zu einem astronomischen Observa⸗ torium benutzt worden ist, sondern um Tempel⸗ und Befestigungsreste, Säulen von’ großen Abmessungen, und vor allem um Skulpturen von merkwürdigster Erscheinung, somit um viele z. Z. noch ungelöste Rätsel. Das Volk der —2 das hier wohnte, stand z. Z, wo es diese Bauten ausführte, unzweifelhaft auf einer hohen Kulturstufe und Professor Seler hat recht, Penge das Hellas Amerikas zu nennen.
8 Beifall belohnte den Redner für seine hochinteressanten Mitteilungen 9
I 2 2* Zu Ehren der Geheimen Regierungsräte dorff und Dr. A. Paalzow fand aus Anla 80. Le ahres am Sonntag, den 5. Juli 1903, Mittags 1 Uhr, in den men des Künstlerhauses, Bellevuestraße 3, eine Feier statt, die aus einem offiziellen Teil und einem sich daran anschließenden Festmahl bestand. Unter den Festgästen befanden sich Vertreter des Ministeriums der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten, ein F ier Teil der üeclt und Abordnungen der Studierenden der Technischen Hochschule Berlin owie eine große Anzahl von Künstlern und ehrten, unter ihnen
rcellenz von Menzel. Der offizielle Teil begann mit der Ansprache des Baurats Pefeeüters Stier, Vorstehers der Architekturabteilung der Eecnischen dochsch e 2 der die Ernennung des um Wochen älteren Jubilare, des Geheimrats Raschdorff, zum nSeE ehrenhalber seitens der kündete. elbe
ofessoren J. Ra⸗ der Vollendung ihres
unten Anstalt ver⸗
Ehrung wurde dem Paalzow von der Technischen Hochschule Karlsruhe auf Vorschlag der dortigen elektro⸗ technischen Abteilung zu teil, als deren Vertreter der Geheime Re⸗
or Dr. Lampe ein künstlerisch
ührtes Pertre en de. Keennse (ter cln h, ae ahüler wurde auch von der Peutschen 82 allischen SPelsaet Fre die ihm durch ihren 8 Warbdurg e überreichen ließ. Ebenso or Dr. Lummer in Ver⸗ tretung des
ten der pexferensfch 4 Ge der dem Kuratorium die herzlich ückwünsche unter gleichzeitiger Adresse. Während des
estmahles brachte der Geheime Ober⸗ regierungerat Dr. Naumann einen 7X Majestät den Ra
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als auf dem Lande, wo im ersten
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Auf je 1000 Köpfe der Bevölkerung entfielen (physische) Zensiten mit einem Einkommen von im über 900 — 3000 ℳ Regierungs⸗ i. d. Städten a. d. Lande bezirk 1892 1902 1892 1902 Königsberg 65,1 72,6 23,6 27,4 Gumbinnen. 59,6 68,6 28,9 31,1 Danzig 58,6 79,1 25,7 29,3 Marienwerder 57,4 65,6 260 27,9 Berlin 203, — — otsdam ... 145,2 72,1 106,6 rankfurt .... 89,9 42,8 45,2 Stettin 100,7 42,1 46,2 Köslin 72,5 29,4 314 Stralsund ... 83,8 33,6 41,0 Posen 69,0 22,9 24,0 Bromberg ... 71,6 27,8 280 Breslau 91,6 31,7 388,4 Liegnitz 94,9 89 4 Oppeln 84,5 35,5 43,0 Magdeburg . .. 12,2 111“ Merseburg . .. 49,6 70,3 Erfurt
41,2 56,6 Schleswig ... 137,6 82,3 7686 Hannover.... 137,8 53,6 68,9 dildesheim ... 100,2 50,4 69,0 Lüneburg .... 145,0 859, 2 812 Stade. 143,1 59,4 73,9 Osnabrück . . . 91,9 53,4 57,5 rich 100,5 72 56, Münster .. .. 124,1 76,1 108,6 Minden 105,9 55,2 59,7 Arnsberg .. .. 163,6 Cassel Wiesbaden .. Koblenz
178,3 137,8 8 0,0 .“ 8
i. d. Städten a. d. Lande 1892 1902 1892 1902 15,1 I 16,8 18,8 .
16,6 19,0 13,3 16,7 27,8 29,0 20,0 28,7 13,8 16,0 18,6 19,8 13,7 15,38 15,4 15,4 13,4 15,9 14,9 15,6 20,0 23,3 18,1 21,4 15,1 16,9 20,0 21,3 17,2 20,0 20,6 24,9 19,8 21,1 24,3 26 3 19,6 22,6 17,3 19,8 18,2 18,7 16,5 19,0 24,2 26,6 18,6 22,2 18,9 22,2 15,1 18,0 24,2 28,6
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109,6 69,5 78,6 22,3 26,0
163,6 100,6 141,0 16,4 19,5 Cöln 140,1 65,8 79,6 24,7 27,6 Trier 119,7 85,8 102,8 21,5 25,8 Aachen 97,8 56,4 67,7 18,9 22,4 Sigmaringen .. . 119,9 b 8,1J im Staate 99,1 131,6 52,4 68,2 20,1 23,0 4,4
Hiernach sind zunächst die steuerpflichtigen Einkommen von
über 900 bis 3000 ℳ im zur Bevölkerung am zahl⸗ reichsten in Berlin. Sie kommen außer in Berlin im Osgen nur noch in den Stadt⸗ und Landgebieten des Regierungsbezirks Potsdam, dessen Ziffern durch die städtischen wie ländlichen Vororte der Reichshauptstadt wesentlich beeinflußt werden, häufiger als in dem entsprechenden Staatsdurchschnitte vor, während uͤber diesen im Berichtsjahre die Städte acht westlicher Regierungsbezirke, nämlich Arnsberg, Wiesbaden, Düsseldorf, Lüneburg, Stade, Cöln, Hannover und Schleswig, hinausgehen, auf dem Lande aber im Westen über⸗ haupt nur die Bezirke Aurich, Erfurt, Osnabrück, Minden, Cassel und Aachen darunter bleiben. Bemerkenswert hohe Ziffern weisen die stark mit Industrie hafölegten Landgebiete der Regierungs⸗ bezirke Arnsberg und Düsseldorf auf. Immerhin war auch in diesen beiden Bezirken die Entwickelung in den Städten günstiger
hältnismäßig mehr Einkommen von über 900 bis 3000 ℳ als im Stadtgebiete vorhanden waren, während sie neuerdings in letzterem häufiger sind. Uebrigens zeigen die Ziffern sämtlicher Bezirke in den Stadt⸗ wie Landgebieten gegen 1892 eine Aufwärtsbewegung. Die Zahl der Zensiten mit Einkommen von mehr als 900 bis 9000 hat sich also im allgemeinen schneller als die Bevölkerung vermehrt und selbst da, wo im “ 1892 — 1902 eine Verminderung der Bevölkerung stattgefunden hat, nämlich im Landgebiete der Regierungsbezirke Königsberg, Gumbinnen, Frankfurt, Stettin, Stralsund, Breslau und Liegnitz, ist — wie in den übrigen Bezirken — nicht nur eine verhältnismäßige, sondern auch eine absolute Zunahme der Steuerpflichtigen der unteren Einkommensgruppe eingetreten. Besonders stark ist in letzterer die Zensitenziffer in den Städten der Regierungsbezirke Lüneburg (hier wohl unter der een der Nähe mburgs), Wiesbaden und Düsseldorf gestiegen. Auf dem Lande ndet man die bedeutendste Steigerung in den Bezirken Münster, otsdam und Düsseldorf. Was ferner die Einkommen von mehr als 3000 ℳ betrifft, so sind sie in den Städten Sigmaringens, demnächst Wiesbadens und erst an dritter Stelle in Berlin, auf dem Lande dagegen in den Be⸗
irken Potsdam, Aurich und —— 2* ärksten . erragten im Berichtsjahre mi
bgesehen von diesen Bezirken, ü ihren Ziffern noch den Staatsdurchschnitt für die Stadtgebiete im Osten die Bezirke Potsdam und Breslau, im Westen Erfurt, Trier, Koblenz, Hannover, Aurich, Cöln und GCassel, noeqehen über jenen für die Landgebiete von den östlichen Regierungsbezi Potsdam nur noch Stralsund, von den westlschen aber alle außer Cassel, Wiesbaden. Dsnabrück, Minden, Trier. Erfurt, und Koblenz hinausgingen. Während die Bewegung der Zensiten mit Einkommen von über 3000 ℳ in den Stadten nirgends einen 2— und nur im Bezirke Stralfund einen Stillstand aufweist, I auf dem Lande die Verhältnisse wesentlich ungünstiger. Denn hier bemerkt man 1892 einen Rückgang der Ziffer in den östlichen Bezirken Frankfurt, Posen, Bromberg und im Westen ä rt, also bei gl tiger Verminderung der ländli ng. Im Regieru bezirke Merseburg war aber absolut die Zahl der Einkommen von mehr als 3000 ℳ im Berichte jahre auf dem Lande etwas höher, andererseits im Landgebiete des Bezirks Stralsund, wo sie im Ver⸗ hältnisse zu der — — Bevolke I ein wenig gestiegen ist, etwas niedr im Jahre 1892. In den Land⸗ gemeinden und zirken der sonstigen
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