8
schifferprüfung für große Fahrt begonnen werden.
des Reichsgesetzblatts enthält unter streckung der für Kauf die Gouvernementsfahrzeuge der Schutzgebiete, vom 5. Juli
Luremburg, betreffend die Herstellung einer Nebenbahn von 8 Diedenhofen nach Bad Mondorf, vom 4. Februar 1903.
Lehe zu verleihen.
Kreise Norderdithmarschen, Regierungsbezirk Schleswig,
missarische Präparandenlehrer Kretschmer daselbst und an 8 hilfslehrer Krause daselbst als Zweiter Lehrer
1“
1 Artikel 8. 8
Die Hohen vertragschließenden Regierungen behalten sich das Recht vor, eine Telegraphen⸗ oder Telephonlinie für den internationalen und öffentlichen Verkehr längs dieser Bahn, eine jede für ihr Gebiet, zu errichten und zu erhalten. 8 Artikel 9. Gegenwärtiger Vertrag soll ratifiziert und die Auswechse⸗ ung der darüber auszufertigenden Ratifikationsurkunden sobald als tunlich in Luxemburg bewirkt werden. 1
Dessen zu Urkunde haben die beiderseitigen Bevollmäch⸗ tigten den Vertrag unterzeichnet und besiegelt.
So geschehen in zweifacher Ausfertigung zu Luxemburg, den 4. Februar 1903.
(L. S.) C. Pückler. (L. S.) Eyschen.
Der vorstehende Staatsvertrag ist ratifiziert worden, und die Auswechselung der Ratifikationsurkunden hat stattgefunden.
Bekanntmachung.
Die Forsikringsaktieselskabet Mundus (Ver⸗ sicherungsaktiengesellschaft „Mundus“) zu Kopenhagen hat die dem Herrn Friedrich E. Weyde in Hamburg erteilte Voll⸗ macht widerrufen und an dessen Stelle Herrn Georg Theodor Christian Röhrs zu Hamburg, Hermannstraße 20, zu ihrem auptbevollmächtigten für das Deutsche Reich bestellt (vgl. die Fahnnt Bekanntmachung vom 3. Juni 1902 — „Reichsanzeiger“ Nr. 132 vom 7. Juni 1902). e , den 14. Juli 1903. Das Kaiserliche Auffichtsamt für Privatversicherung. Jaup.
In Elsfleth wird am 23. Juli d. J. mit einer See⸗
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 34
2980 die Kaiserliche Verordnung, betreffend die Er⸗ ahrteischiffe geltenden Vorschriften auf
1903 und unter Nr. 2981 den Staatsvertrag zwischen dem Reiche und
Berlin W., den 15. Juli 1903. 1 Kaiserliches Postzeitungsgamt. Weberstedt. 8
Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Pfarrer Herwig in Oedelsheim zum Metropolitan der Pfarreiklasse Gottsbüren im Konsistorialbezirk Cassel zu ernennen, sowie dem bei dem Statistischen Bureau angestellten expedierenden Sekretär und Kalkulator Hermann Greulich den Charakter nungsrat zu verleihen.
Seine Majestät der König haben E eruht,
aus Anlaß der diesjährigen Großen Berliner unstausstellung
die große goldene Medaille für Kunst dem Bildhauer Professor Adolf Brütt in Berlin, dem Maler John Sargent in London und dem Maler Karl Bantzer in Dresden⸗Strehlen,
die kleine goldene Medaille für Kunst dem Maler Fritz Burger in Basel, Maler Edwin Austin Abbey in London, dem Bildhauer Hugo Lederer in Berlin, “ dem Bildhauer Ferdinand Lepcke in Berlin, den Architekten, Bauräten Fransz von Hoven und Ludwig Neher in Frankfurt a. M. und dem Maler Karl Vinnen auf Gut Osterndorf im Kreise
8 8
Auf Ihren Bericht vom 26. Juni d. J. will Ich dem
welcher die Genehmigung zum Bau und Betriebe einer Klein⸗
bahn von Heide über Hennstedt, Pahlhude, Wrohm, Telling⸗
stedt zurück nach Heide erhalten hat, das Enteignungsrecht
ur iehung und zur dauernden Beschränkung des für diese
Anlage in Anspruch zu nehmenden Grundeigentums verleihen.
Die eingereichte Karte erfolgt zurück. 1“ Travemünde, den 4. Juli 1903.
8 Wilhelm R. An den Minister der öffentlichen Arbeiten.
Ministerium der ieselen. Unterrichts⸗ und Medizinalangelegenheiten.
W— Maler und Radierer Heinrich Wolff ist zum
ordentlichen Lehrer an der Königlichen Kunstakademie in Königesberg i. Pr. und
— Zeichenlehrer Arnold Busch zum ordentlichen Lehrer
an der Königlichen Kunst⸗ und Kunstgewerbeschule in Breslau
ernannt worden.
Dem Lehrer an der Kunstakademie in Königoberg i. Pr., Maler Otto Heichert ist der Titel „Professor“ verliehen
An der Präparandenanstalt in Graudenz ist der kom⸗
der Präparandenanstalt in Opvpeln der bisherige Präparanden⸗ angestellt worden.
Bekanntmachung. Die Prüͤfun
8
1 11“ . Das Nähere entha Regierungen zu Potsdam und Frankfurt a. O Berlin, den 13. Juli 1903. “ Königliches Provinzialschulkollegium. Lucanus. 3
Abgereist:
Wirkliche Geheime Rat von
der Präsident nach Tirol.
renkmann, nach Oberhof;
“ 8
veröffentlicht.
Seine Excellenz der “ des Kammergerichts,
des Reihsversicherungsamts Gaebel,
Im Inseratenteil (Zweite Beilage) der heutigen Nummer des „Reichs⸗ und Staatsanzeigers“ wird eine Genehmi⸗ gungsurkunde, betreffend die Ausgabe von Schuld⸗ verschreibungen der Stadt Viersen auf den Inhaber,
ARiichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 15. Juli. heute mittag, wie „W.
eingetroffen.
und Corvey hat einen ihm Allerhöchst bewilligten Urlar
Simmern geführt werden.
Der Oberrechnungskammerdirektor, Oberregierungsrat von No stitz ist nach Schierke abgereist.
und Bergen hat Berlin verlassen.
Wallwitz die Geschäfte der Gesandtschaft.
am 13. Juli von gegangen.
enfuegos nach Kingston (Jamaica) in S
hama eingetroffen. 5 S. M. S. „Tiger“ ist gestern von Tsingtau na Tschifu in See gegangen. . ]
„Dresdner Journal“ mit:
zu keiner
hierbei dahin aussprach, daß sie es ‚für absehbare Zeit als unerläßlich anerkenne, am Wahlgese “ eintreten zu lassen“,
un
wir an diese schwierige firag⸗ herantreten, von allen Seiten, auf deren Urteil
nötigen Unterstützungen und Ratschläge zu finden“.
wurden, auf ihre innere Berechtigung des Innern unmittelbar A. dem 4 Ermiltelungen veranstaltet, insbesondere über das Verhältni die Summe ihrer Steuerleistungen zu der Anzahl Leistungen der in den steht. Diese Ermittelungen waren hereits im April des laufend Jahres wenigstens insoweit abgeschlossen, daß - als Grundlage weitere Arbeiten Felten können. Das Ergebnis bestärkte gierung in der An beabsichtigte Wirkung gehabt hat, den Einflu 8 2—2 wabl e Wahlmänner auf die auf ein den
Auf welchem Wege diese Reform in die ordentliche
zusammenzurufenden Versammlung auf dem fraglichen Gebiete besonders Ständekammern ihren Platz finden sollen. werden bis dahin so weit geförderi werden, nur das 12 usammengebrachte und Material getell
werden können.
ter zu vervollstän
Oesterreich⸗Ungarn.
Witwe des
ichtet, in dem Allerhöchstderselbe sein aufrichti llcid anläßlich des Hinscheidens des Ministers ausspri dessen Tod fuͤr ihn und
Verlust bedeute. Insbesondere würden seine in der Verwaltu
Ihre Majestät die Kaiserin und Königin sind T. B.“ meldet, mit Ihren Königlichen Hoheiten den Prinzen August Wilhelm und Oskar in Cadinen
Der Kaiserliche Gesandte in Athen Prinz von Ratibor
angetreten, während dessen Dauer die Geschäfte der Gesandt⸗ schaft von dem Legationssekretär Freiherrn Langwerth von
Wirkliche Geheime
Der Königlich sächsische Gesandte Graf von Hohenthal Während der Dauer seiner Abwesenheit führt der Legationssekretär von Nostitz⸗
Laut „— „W. T. B.“ ist S. M. S. „Falke“
8 dem die Anzahl der zur dritten Wählerklasse Gehörigen sowie
und den beiden anderen Klassen Befindlichen
t, sondern auch formullerte Vorschläge unterbrei
ib
8
ee
S. M. S. „Bussard“ ist an demselben Tage in Yoko⸗
ch
“
Zu der Frage einer Abänderung des geltenden Wahl⸗ gesetzes für die Zweite Kammer der Stände teilt das
Die Regierung hat die Frage, in welcher Weise die Zweite Kammer der Ständeversammlung zusammenzusetzen sei, it als durch das Gesetz vom 28. März 1896 endgültig und auf immer entschieden angesehen. Sie hat dies noch auf dem letzten Landtage, als aus der Mitte der Zweiten Kammer Stimmen laut wurden, die einer Reform des Landtagswahlrechts das Wort redeten, durch den Mund des Ministers des Innern erklärt, der sich
tze
„sie empfehle jedermann, der daran Interesse habe, mitzuwirken, mit⸗ zuarbeiten, mitzudenken, damit sie seinerzeit in der Lage 2. 12— eiligten e einen besonderen Wert lege, auch die
Um die Bedenken, die sowohl ihr selbst gegen das bestehende Wahl⸗ recht beigingen, als auch von verschiedenen Seiten ihr entgegengebracht
feih „hat das Ministerium lusse des letzten Landtages
en ur
icht, daß das Gesetz vom 28. März 1896 die nicht der in der dritten hl der Abgeordneten udsätzen der Gerechtigkeit nicht entsprechendes Maß berabzudrücken. Die Regierung hat bieraus Anlaß nehmen müssen, die Reform des Landtagswahlrechts 2111 das Auge zu fassen. 1 ee zu leiten sei, ist zur
Zeit noch 88 fand der Erwägung. Im Hinblick auf die außer⸗ gkeit der Aufgabe gedenkt die Regierung sich des
Beirats einer etwa für Ende August oder Anfang Sepiember in der namentlich
Lahrene Mitglieder beider le Vorarbeiten der Versammlun . e
tet
Der Kaiser hat, wie „W. T. B⸗ meldet, an die eichsfinanzministers von Kallay ein Tele⸗
e0 t,
ch⸗Ungarn einen schmerzlichen
des Abgeordneten Barab besuchte Konferenz ab, die
as eine von 27 Parteimitgliedern sich dahin aussprach, daß die Ein⸗
heit der Unabhängigkeitspartei gewahrt werden müsse und da⸗ durch die Fortsetzung des Widerstandes gegen die Regierung, den die Mehrheit der Partei wüuͤnsche, gesichert erscheine.
In der Nacht zu geste Hause des Domherrn und vor dem Hause des B.
rn wurden in Agram vor dem Abgeordneten Matunczi, ferner ischofs Krabac und des Kanonikus
Schwindermann sowie im Gebäude der „Narodne Novine“ Dynamitpatronen zur Explosion gebracht. Es wurde niemand
verletzt.
Die starke Detonation rief jedoch eine große Be⸗
stürzung hervor. Die Urheber des Anschlags sind mutmaßlich
einige Gymnasiasten, die v deutschsprechender Verwandten des Domherrn lich bestraft worden waren.
gelegenheit ist im Zuge.
or wenigen Tagen wegen Verhöhnung
atunczi polizei⸗ Eine Untersuchung über die An⸗
Großbritannien und Irland.
Der Schriftwechsel zwischen Großbritannien und den Regierungen von Deutschland und Belgien über deren Handelsbeziehungen zu Großbritannien und den britischen Kolonien ist, wie „W. T. B.“ mitteilt, veröffentlicht worden. Er umfaßt 72 Depeschen aus der Zeit vom 9. Mai 1897 bis
zum 8. Juli 1903.
Das Oberhaus hat geste
in die zweite Lesung des Gesetzentwurfs
genehmigt, der die bestehenden Bestimmungen uͤber die Automobile
abändert.
Frankreich.
Wie „W. T. B.“ aus Paris berichtet, fand gestern zur
Feier des Nationalfestes
in Longchamps eine große
ruppen⸗
chau statt, der auf der Ehrentribüne der Präsident Loubet, die Minister, der Präsident des Senats Fallières und der Vizepräsident der Deputiertenkammer Etienne beiwohnten, auf einer anderen Tribüne hatte das ganze diplomatische Korps Platz enommen. Der Vorbeimarsch der Truppen wurde von der Zu⸗ öBu mit Beifall aufgenommen. Der Präsident Loubet wurde bei seiner Abfahrt wie bei der Ankunft mit lebhaften
Rufen „Vive Loubet!“ und Am Vormittag hatten sich,
„Vive la République!“ begrüßt. wie alljährlich am Nationalfeste,
die Mitglieder der Patriotenliga im Zuge zu dem Denkmal der Stadt Straßburg und dem Standbilde der Jeanne d'Arc begeben und an beiden Kränze niedergelegt. Die Kund⸗ gebungen, bei denen Reden nicht gehalten wurden, verliefen
ohne Zwischenfall.
Zur Heeres⸗ und
dem „W. T. B.“ aus
Rußland.
lottenergänzung werden, wie t. Petersburg berichtet wird, im
Jahre 1903 320 732 Mann zum aktiven Dienst einberufen.
berichtet, im Laufe mit Anzeichen von Bl. Mazzoni fand bei
Das um 8 Uhr
aber stetig ab.
Während der Nacht
ängern
Im Sandscha
zwischen kürki mazedonischen Gren sammenberufenen zufolge, nicht.
Heute vormittag um heitsbericht ausgegeben worden:
war einige Stunden Ruhe. Atmung 30, Temperatur 36,2.
habenen Kranken ist keine Aenderung eingetreten.
Ein neues Gesetz gibt den Fabrikarbeitern das Recht, aus ihrer Mitte Vertreter, Interessen der Arbeiter vor der Fabrikinspektion vertreten.
Für 46 Gouvernements ist eine Reform der Kreis⸗ polizeiwachen angeordnet worden. 10 Millionen Rubel betragenden Ausgaben dafür kommt die Reform nur in 15 Gouvernements sofort, in den übrigen all⸗ mählich bis zum Jahre 1909 zur Durchführung.
Der deutsche Botschafter Graf von Alvensleben be⸗ fichügte gestern das Kadetten⸗Schulschiff des deutschen Schul⸗ chiffvereins „Großherzogin Elisabeth“. Abends fand aus Anlaß der Anwesenheit Botschaft ein Diner statt.
Staroste, zu wählen, die die
In Anbetracht der
des Schulschiffs in der deutschen
Italien. Der Zustand des Papstes blieb, wie LEE1I“8
gestrigen Tages unverändert
utmangel im Gehirn und Schwäche. der Untersuchung am Abend, daß der Kräfteverfall fortgeschritten, der Geist aber klar sei. Er sowohl wie Lapponi stellte fest, daß das pleuritische Ersudat zunehme, wenn auch langsam, sie befürchten aber, daß jeden Augenblick eine rasche Zunahme eintreten könne; in diesem Falle seien sie, wie es heißt, entschlossen, den Bruststich zum dritten Male zu machen, um die Leiden des hohen Kranken u mildern und zu verhindern, daß der Papst infolge Still⸗ stands des sterbe. lbends ausgegebene Bulletin lautet:
Der Tag verlief ziemlich ruhig. Puls schwach, 88; Atmung 32,
Temperatur 36,8. Die Kräfte des hohen Kranken nehmen langsam.
Mazzoni. Lapponi.
9 Uhr ist der nachstehende Krank
Puls 82 In dem Allgemeinbefinden des er⸗
Mazzoni. Lapponi.
Das Wiener „Telegr.⸗Korresp.⸗Bureau“ meldet aus Konstantinopel, das Exarchat habe bei der Pforte eine Schritte zu gunsten von verhafteten E und Vor⸗ Kirchengemeinden erneuert un erhalten, daß die sofortige Freilassung angeordnet werde und daß späterhin Begünstigungen im Kirchen⸗ und Schulwesen ⸗1 gewisse Bevorzugungen des bulgarischen Elementes in
r Provinzialverwaltung gewährt werden sollten, sobald die Treibereien der Komitecs aufgehört haben würden. Nach einen Meldung der „Kölnischen Zeitung“ habe der Sultan bereits den Besehl gegeben, daß der Wiedererö Kirchen und Schulen kein daß fast alle wegen der
das Versprechen
ng der bulgarische
e Hindernisse mehr bereitet würden, un Teilnahme an den Unruhen verhaftet Bulgaren unter der Bedingung entlassen werden sollten, de Eid auf das Evangelium leisteten, in Fs tre tertanen des Sultans zu sein. Im Wilajet der vaf⸗en ⸗n o worden. hak Saloniki sind bisher 3, im Sandsche *,¶ — im Wil rischen rchat zum ö. Außerdem sind in Kukusch, rische Dörfer römisch katholisch 8 Die Nachricht der „Agence Havas“ über Zusammenstöß und bulgarischen Truppen an de und einem 5 am 11. d. M. „ errat bestätigt
lesküb ses
ajet Monastir 2 Dörfer vom bulge zumenischen Patriarchat übergetreter
ilajet Saloniki, einige dulg⸗ geworden.
ich, dem „W. T. B.
8 t (151 „ 5
Ordnung aufrecht zu erhalten wissen. Auf eine andere Inter⸗ pellation, betreffend den seitens Frankreichs erhobenen Zoll auf Rosinen, erwiderte der Ministerpräsident, er habe bereits die notwendigen Schritte getan. Die Regierung werde zu er⸗ wägen haben, ob der Handelsvertrag mit Frankreich gekündigt werden müsse. 8 8* Amerika. 58
Das „Reutersche Bureau“ berichtet aus Washington, der Staatssekretär Hay habe den Kaiser von Rußland ersucht, drei Mitglieder des ständigen Ausschusses des Haager Schieds⸗
erichts auszuwählen zur Regelung von Fragen, die sich auf Entschädigungsforderungen an Venezuela beziehen. Aus Oysterbay wird demselben Bureau gemeldet, der räsident Roosevelt habe dort am Montag die von der jüdischen Gesellschaft B'nai B'rith zusammengebrachte Petition wegen der Vorgänge in Kischinew empfangen. Wahr⸗ scheinlich werde die Petition nicht weitergegeben, sondern das russische Auswärtige Amt auf diplomatischem Wege benach⸗ richtigt werden, daß sich eine solche Petition in den Händen der Regierung der Vereinigten Staaten befinde. Es werde Rußland überlassen bleiben, sich zu äußern, ob es die Petition annehmen wolle.
Nach einem in New York eingetroffenen Telegramm aus Port au Prince ist dort der Belagerungszustand erklärt und die Nationalgarde zu den Waffen einberufen worden. Man glaube, daß diese Maßnahmen eine Folge der Vorgänge feien, die sich an die im Mai d. J. vorgekommenen Bank⸗ skandale geknüpft hätten.
Asien. Der amerikanische Gesandte Conger ist, dem „Reuterschen Bureau“ zufolge, am Montag in Niutschwang eingetroffen,
um die dortige Lage zu prüfen. Der russische Gesandte Lessar ist gestern nach Peking zurückgekehrt. Afrika. Die Einnahmen der Transvaalkolonie für das Jahr 1903/04 werden auf 4500 000 Pfund Sterl. veranschlagt, die Ausgaben auf 3590 000 Pfund Sterl. Der Ueberschuß
soll für das gemeinsame Budget der Kolonien verwendet werden und zwar für die Kriegssch"ldd.
Nr. 30 des „Eisenbahn⸗Verordnungsblatts“, heraus⸗ egeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 190. Juli hat lsebern Inhalt: Bekanntmachung des Reichskanzlers, betr. Aende⸗ rungen der Anlage B zur Eisenbahnverkehrsordnung, vom 13. Juni 1903. — Erlasse des Ministers der öffentlichen Arbeiten: vom 22. Juni 1903, betr. Anschlußgleise an fiskalische Lagerplätze; vom 23. Juni 1903, betr. Einführung neuer Formulare zu den Nach⸗ weisungen über die Festsetzung der gesetzlichen Pensionen und Hinter⸗ bliebenenbezüge; vom 3. Juli 1903, betr. Dispositionsbesoldung und Pension der zur Verfügung gestellten Beamten. — Nachrichten.
Statistik und Volkswirtschaft.
Ueber die Bißverletzungen von Menschen durch tolle oder der Tollwut verdächtige Tiere in Preußen während der Jahre 1900 und 1901 enthält das „Klinische Jahrbuch“ (Band 10) eine Statistik, der die
folgenden Mitteilungen entnommen seien.
In der Zeit vom 1. Januar 1891 bis 31. Dezember 1901 sind in Preußen 1453 Personen von tollwutkranken Hunden gebissen worden, von diesen sind 38 = 2,32 % an Tollwut gestorben. Von den Verletzten entfallen auf die Provinz Schlesien 131, Westpreußen 46, Posen 37, Ostpreußen 32, Sachsen 24, Pommern 19 und Bran⸗ denburg 14, 210 = 66,3 % der Verletzten waren männlichen, 93 = 33,7 % weiblichen Geschlechts. 3
In erster Linie waren die an Rußland, Oesterreich und das Königreich Sachsen grenzenden Regierungsbezirke gefährdet, wie aus den folgenden Zahlen hervorgeht. Es kamen an 2 ißverletzungen zur Meldung in den Jahren 1901, 1900 (1899) in den Regierungs⸗ bezirken: Gumbinnen 39, 44 (18), Posen 11, 36 (28), Oppeln 29, 32, (58), Breslau 26, 30 (61), Marienwerder 29, 22 (23), Königs⸗ 20 (14), Bromberg 8, 14 (9), Köslin 2, 12 (11), Mersebur 3, 6 (0), Danzig 5, 4 (23), Frankfurt a. O. 5, 4 819 Stettin 6, (8), Liegnitz 0, 3 (13), Berlin 2, 2 (0), Cassel 0, 1 (0), Pots⸗ dam 1, 0 (2).
im Jahre 1900 kamen 233 Bißverletzungen in 80 Kreisen des Kgr. Preußen vor, davon 144 = 61,8 % der Verletzungen in 51 = ,8 % unmittelbar oder nahe an der Grenze gelegenen sen.
Die im Jahre 1901 gemeldeten 187 Bißverletzungen verteilen ch auf 60 Kreise, von denen 43 = 62,3 % mit 120 = 64,2 % der Ver⸗ letzungen nahe der Grenze liegen.
GEin erheblicher Unterschied der Bißverletzungen während der einzelnen Jahreszeiten tritt nicht zu Tage.
Die 233 Bißverletzungen des Jahres 1900 wurden durch 159 Tiere und 3 Rinder). Durch Ver⸗ Kaninchen wurde die Tollwut bei 142 Tieren festgestellt. Die Bißverletzungen des Jahres 1901 geschahen durch 123 Tiere
(112 Hunde, 6 Kapen, 4 Rinder und 1 Pferd), bei 79 dieser Tiere
den - die Krankbeit sichergestellt. ende Mehrzahl der Bißverletzien 75 = 32,3 % im Jahre 1900 und 71 = 38,0 % im Jahre 1901 stand im Alter von
5— 15 Jahren. Von den Verletzungen hatten ihren 8
öA— an den oberen Gliedmaßen 119 92 „ „ unteren 5 R 51. Von den 15 während der Jahre 1897 — 1901 gemeldeten Todes⸗ fällen an Tollwut hatten die Verletzungen ihren Sitz 7mal am Kopf, 4mal am Arm und 4 mal am Bein. Man ersieht daraus
die überaus 8 fährlichkeit der —681 des x18' Von den ten des Jahres hatten sich 191, von den 187 des 52 1901 146 der 2— 334 in lin, 1 in . Von diesen 335 ve niemand an Wut ankt oder gestorhen. Nach dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre starben von 142 nicht ärztlich behandelten 7 = 4,9 %, von 341 ärzt⸗ behandelten, aber nicht g. ten Verletzten 10 = 2,9 %, den den
piten dagegen nur 1 ⸗ 0,15 % 2 daber namentlich Aerzte, Landräte, Bürgermeister,
auch veeslassen und ung zu un den Berichten Fbnr die tigkeit der Wutschu
bteil önigli eußis nstitut 5. 8b e2s ,gran fpeiles 1 en e.. ahren 1900
186 ne n Rera. nnng i Venn 1808 d den. 1851, ed t Cfelen s Jebenne ha hangen 1das Personen
*
Von den 332 Patienten des Jahres 1900 waren 22 am Kopf, 210 an den oberen, 87 an den unteren Blspaßen und 13 am Rumpf verletzt worden, bei 217 = 65,4 % der Gebissenen war die Tollwut des verletzenden Tieres durch Verimpfung des Gehirns auf Kaninchen festgestellt worden.
Die meisten der Gebissenen, 240, stammten aus dem Königreich Preußen, und zwar 65 aus der Provinz Ostpreußen, 61 aus Schlesien, 53 aus Posen, 30 aus Westpreußen, 14 aus Pommern, 10 aus der Provinz Brandenburg und 7 aus der Provinz Sachsen. Aus dem Königreich Sachsen waren 49, aus dem Königreich Bayern 33 Patienten und aus den übrigen Bundesstaaten Großherzogtum Hessen 2, Sachsen⸗Meiningen 4, Mecklenburg⸗Strelitz und Schwarz⸗ burg⸗Rudolstadt je 1, ferner aus Rußland und Bulgarien je 1 Patient.
Die Mehrzahl der Verletzten waren Männer, nämlich 173,
rauen waren es 59, Knaben unter 12 Jahren 69 und Mädchen unter 2 Jahren 31. 1
Bei 77 Patienten war versucht worden, durch Aetzen oder Brennen den Krankheitsstoff schon an dem Eingangspfade zu vernichten, bei 66 schon innerhalb der ersten 24 Stunden.
Bei der Mehrzahl, nämlich bei 199, war die Schutzimpfung schon in der ersten Woche nach der Verle ung eingeleitet worden.
Gestorben sind 2 Patienten, ein 14 Jahre alter Knabe 20 Tage nach erlittener Verletzung am 13. Tage der Behandlung und ein 19 jähriger Knecht nach beendeter Behandlung am 60. Tage nach dem Biß. Beide Patienten stammten aus Oberbayern und waren von dem gleichen Hunde im Gesicht über dem Auge verletzt worden.
Von den 230 Patienten des Jahres 1901 hatten 20 Verletzungen am Kopf, 151 an den oberen, 52 an den unteren Gliedmaßen und 7 am Rumpf. Bei 148 = 64,4 % derselben wurde die Tollwut des verletzenden Tieres durch den positiven Ausfall der Verimpfung des Gehirns auf Kaninchen festgestellt. 1
Aus Preußen stammen 177 Patienten, die sich auf die einzelnen folgendermaßen verteilen: Ostpreußen 47, Schlesien 47,
estpreußen 31, Brandenburg 22, Posen 18, Pommern 8, Sachsen 3 und Rheinprovinz 1. Aus dem Königreich Sachsen waren 24, aus Bayern 20, aus Sachsen⸗Weimar und Sachsen⸗Coburg⸗Gotha je 4 und aus dem Ausland (Warschau) 1 zur Schutzimpfung nach Berlin gekommen.
Dem Geschlecht und Alter nach waren 115 erwachsene Männer, 37 erwachsene Frauen, 46 Knaben und 32 Mädchen unter 12 Jahren.
Bei 36 der Verletzten war in den ersten 24 Stunden durch
chirurgische Eingriffe versucht worden, den Krankheitsstoff vor dem Eindringen in den Körper zu vernichten, im ganzen waren nur 49 lokal behandelt worden.
Innerhalb der ersten 7 Tage nach der Verletzung hatten sich 140 Patienten der Schutzimpfung unterzogen.
Gestorben sind 3 Patienten: ein 7 Jahre alter Knabe aus dem Königreich Sachsen, der schwere Verletzungen im Gesicht und am Arm erlitten hatte, am 24. Tage nach dem Biß, ein aus dem gleichen Orte stammender und von dem nämlichen Fha⸗ im Gesicht und am Bein
ebissener 7 Jahre alter Knabe 177 Tage nach erlittener Verletzung, ferner ein 22 jähriger junger Mann aus dem bayerischen Bezirksamt Regensburg, der 7 schwere Bißwunden an der Hand erlitten hatte, 124 8⸗ nach der Verletzung.
Neben der Schutzimpfung hat die Wutschutzabteilung auch die Aufgabe, durch Verimpfung des Gehirns oder ückenmarks wutver⸗ dächtiger Tiere auf Kaninchen die Diagnose der Wutkrankheit festzu⸗ stellen. Infolgedessen erhält die Abteilung aus allen Teilen Deutsch⸗ lands mit Ausnahme des Königreichs Sa sen welches die verdäch⸗ tigen Tiere in Dresden untersuchen läßt, die Gehirne wutverdächtiger Tiere zugesandt.
Aus dem Bericht über die Bearbeitung der zur Unter⸗ suchung eingehenden e ist hervorzuheben, daß im Jahre 1900 im ganzen 270 Gehirne eingeliefert worden sind. ie meisten stammten von tollwutverdächtigen Hunden, nämlich 250, 12 Gehirne waren von Katzen, 5 von Rindern, 1 von einem Hammel und 2 von Kaninchen, die an anderer Stelle mit dem Material kranker Hunde vorher geimpft worden waren. In 169 Fällen = 62,7 % war die Verimpfung positiv, in 62 negativ, in den übrigen Fällen war wegen zu weit vorgeschrittener Fäulnis das Resultat zweifelhaft. 8
Im Jahre 1901 waren 199 Gehirne eingesandt worden: 182 Hunde⸗, 7 Katzen⸗, 5 Rinder⸗, 2 Pferde⸗, 2 Schweine⸗ und 1 Fischottergehirn.
Bei 104 Gehirnen (52,3 %) war der Tierversuch positiv aus⸗ gefallen, bei 75 Gehirnen (37,7 %) negativ und bei 20 Gehirnen wegen bogrrdigee Verwesung derselben zweifelhaft.
Die Mehrzahl der eingeschickten Tiergehirne stammten aus den der russischen und österreichischen Grenze zunächstgelegenen Provinzen.
Ueberseeische Auswanderung über Hamburg im Juni und im ersten Halbjahr 1903.
m Juni dieses Jahres gingen über Hamburg 12 845 Personen nach dem Auslande (8148 männliche, 4697 weibliche). Unter ihnen waren 1554 Deutsche, 5931 Oesterreicher und Ungarn, 4499 Russen. Wieviel von diesen Personen im eigentlichen Sinne Auswanderer waren, ist nicht ermittelt worden; jedenfalls müssen von den deutschen Passagieren 61 Personen, die nach den den Kolonien Afrikas übersiedelten, und 644 „Reisende“, d. h. „Nichtauswanderer“, in Abzug gebracht werden, so daß im Maximum nur 849 Deutsche — &, im Juni angesprochen werden dürfen, 45 mehr als m Vorjahre.
Der ausgehende Reiseverkehr über Hamburg während der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1903 seigt mit 86 480 Personen ein recht günstiges Resultat, insofern diese Passagierzahl dieienige aller entsprechenden Jeitabschnitte auf mehr als 10 Jahre zurück überflügelt hat, zu gleicher Zeit aber die deutsche Auswan mit höchstens 6434 onen (nämlich 10 554 deutsche Reisende minus mindestens 4120 Kichtauswanderer) trotz einer kleinen Steigerung Fenen das Vor⸗ jahr eine mittlere Höbe nicht überschritten hat und besonders hinter der in 11 Jahren größten Auswandererziffer des Jahres 1893 (17 778 deutsche Wanderer) erheblich zurückbleibt.
Ziel der über Hamburg reisenden Personen sind, wie stets, in erster Linie die Vereinigten Staaten von Amerika gewesen: dahin gingen in den letzten 6 Monaten 31 356 Männer, Frauen und Kinder aus Ungarn, 28 048 aus Rußland, 7645 aus Deutschland, 3841 aus andeten Ländern, mt 68 890 onen. Der stärkste Andrang von Russen war . I von Oester⸗ reichern und Ungarn im Mai 2, ärz von im 8 zu verzeichnen. on europälschen dern empftn nur England einen nennenswerten 2 von rebe nämli 3417 Uünsien außerdem Oesterreicher und Deutsche in geringerer Za — essesgsbeseztite fand Feere-de nen, 2
ten onaten statt; von 9466 onen,
. waren 8384 aus Besterreich Un und nur 288 2e Wenige Auswanderer nach Meriko, Zentralamerika und Westindien, meist Heasche Neoch Brasslien 920 Per⸗ sonen (679 Hrrtsch⸗ und nach Argentinien sast doppelt so viel wie im Vorsahre, nämlich 835 (208 Deutsche, 414 Russen). Afrika wurde von 1 — die über Hambur ucht;
che. 429 Deut in
unseren afrikanischen Kolonien
Ferpeeheganse 60 Pers amtheit der
burg reisenden —2 wurde auf 385
den 86 480 austeisenden Personen
und 83090 Fenee; mit 28
569 (darunter 194 üʒ biri lecht war mit 24 800, das männ⸗ M.AAe. Inn 8 E“
den Vertretern der christlichen Baugewerkschaft und der freien Gewerk. schaften andererseits die allgemeine Sperre im B (vgl. Nr. 161 d. Bl.) aufgehoben vertrag, der bis 1906 dauern soll,
erhöhung für Accordsätze; der Stundenlohn beträgt gleich dem der
worden. Na⸗
erhalten Verputzer 15 % Lohn⸗
Maurer 48 ₰ bis zum 1. November d. J., von da
Kategorien (Maurer und Verputzer) 50 ₰, 52 8.— vom 1. Mai 1905 ab 55 ₰
ab für beide
vom 1. Juli 1904 ab.
n Bochum fand, der „Rh.⸗Westf. Ztg.“ zufolge, am Sonntag eine gemeinsame v der Bauhandwerkerzwangsinnung und des
Gesellenausschusses
att, um zu den Forderungen der
Maurer⸗
gesellen Stellung zu nehmen; diese laufen auf 10 stündige Arbeits⸗
zeit, achttägige Lohnzahlung,
bes Llogen , eine 10
Fortfall 47 ₰ L2o für die Stunde
stündige Arbeitszeit bis beizubehalten, die Kündigungsfrist auch im
hinaus.
der Kündigungsfrist,
Es wurde
dis zum 1. Januar Winter, in welchem sie
früher nicht bestand, auf sämtlichen Bauplätzen aufrecht zu erhalten. Bezüglich der Festsetzung des Stundenlohns wurde keine Einigung erzielt. Die Meister wollten einen Minimallohn von 40 ₰ und einen Höchst⸗ lohn von 44 ₰ bewilligen, die Gesellen verlangten einen Minimallohn von 41 ₰ und eine allgemeine Lohnerhöhung um 3 ₰. — Auf Montag⸗ abend war eine öffentliche Versammlung der Maurergesellen einberufen worden, die von 500 Gesellen besucht war und einen teilweise erregten Verlauf nahm. Allgemein war man der Ansicht, daß ein allgemeiner Streik am Orte nach Lage der bestehenden Verhältnisse nur zu Un⸗ gunsten der Gesellen auslaufen würde, umsomehr als die Organisation der Gesellen keineswegs eine umfassende und diese selbst nicht 8. aus⸗
gebaut sei, um einen allgemeinen Streik mit Erfolg durchfü
ren zu
können. Mit gegen 4 Stimmen wurde beschlossen, in einen Teilausstand einzutreten und einzeln mit Bausperren vorzugehen.
In Stuttgart beschlossen, nach dem „Staatsanz. f. Württ.“, die Maler, die sich gleich den Gipsern und Stuckateuren 162
d. Bl.) im Ausstande befanden, die Beendigung des Streiks.
ei den vor
dem Gewerbegericht als Einigungsamt gepflogenen Unterhandlungen der Lohnkommission mit den Meistern hatten letztere alle Forderungen abgelehnt und bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit verlangt. —
Auch eine Lohnbewegung der dortigen Bauschlosser ist für die
Arbeiter im wesentlichen ergebnislos verlaufen.
Bauwesen Einen Wettbewerb zur Erlangung
on Entwürfen für
ein Kreishaus für den. Landkreis Bromberg schreibt, dem „Zentralblatt der Bauverwaltung“ zufolge, der dortige Kreisausschuß aus. Es stehen drei Preise (1500, 800 und 500 ℳ) zur Verfügung, doch kann die Gesamtsumme nach dem Ermessen der Preisrichter auch in anderer Weise verteilt werden. Wird dem Architetteg eines preisgekrönten Entwurfs die Ausarbeitung des ausführlichen Entwurfs übertragen, so soll der Preis in das zu vereinbarende Honorar mit eingerechnet werden. Dem zehngliederigen Preisgericht gehören als Sachverständige
die Regierungs⸗ und Bauräte Schwarze und 2
chenbach
an. Die
Entwürfe sind, mit Kennwort versehen, bis zum 15. September d. J.
einzureichen.
Land⸗ und Forstwirtschaft. Ernteaussichten in Rußland.
Der Kaiserliche Konsul in Moskau berichtet unterm 7. d. M.: Infolge der ungünstigen Witterung haben sich die Aussichten für di
8 t im südwestlichen und en Gebiet über fortwährende und allzu reichliche Regengüsse
diesjährige Ernte verschlechtert. füͤblich
Während
geklagt wird, herrscht im Zentralgebiet sowie an der
andauernde Trockenheit bei starker Hi nur schwache Regen gefallen, die zur
Bodens nicht ausreichen konnten.
Der Kaiserli 10. d. M.: und Nachtfröste gelitten. Die , Das in den ersten
8. Seit Mitte efe
18 nötigen Unterlagen sind im „Zentralblatt“ zum
anzen Wolga
ai d. J. sind
zuchtung des ausgetrockneten
An der Wjatka, Oka, Kama und oberen Wolga erwartet man kaum eine Mittelernte.
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Miiederlande. “ 8 Generalkonsul in Amsterdam berichtet unterm Das Obst hat in vielen Gegenden durch heftige Stürm uernte wird als „mittelmäßig“ be⸗ gen des Monats eingetretene warm
etter ist für die Entwickelung der Saaten von großem Vortei
gewesen.
Ausfuhr von Getreide aus Argentinien und die Preise
desselben für die Zeit vom 1. bis 15. Mai 1903.
—
Getreideart Verschiffungsziel
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anunstalten unnt hier am Dien 5. September aus Konopischt eine eidsdepesche.
Die Anmeldungen sind an bis zum 21. Juli 1 exireme Flügel der äußersten Linken des “ ungarischen Unter ases hielt gestern unter dem Vorsitz
In der ngen Sitzung der Deputiertenkamme nsr⸗ 8 * 37 “ erklärie, dem „W. T. B.“ zufolge, der Ministerpräsident Ral . 384 interpellation über einige 2
oponnes, die Regierung werde .
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Zur Arbeiterbewegung.
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in Bosniens und der owina geleisteten Dienste dich bleiben. Auch der ester80 Franz Ferdinand 285
in Beantwortung einer auf dem