——
ö Rio Nr. 7 Dezember 5,85, Zinn 25,75 — 26,00, u“ 12,50. — Die Visible Supplies betrugen an Weizen 30 150 000
in Liszts anmutigem Es⸗dur⸗Konzert und
New Pork, 30. November. (W. T. B.) (Schluß.) Baum⸗ wollepreis in New York 11,65, do. für Lieferung Dezember 11,41, do. für Lieferung März 11,58, Baumwollepreis in New Orleans 11 ⁄6, Petroleum Standard white in New York 9,50, do. do. in Phi⸗ ladelphia 9,45, do. Refined (in Cases) 12,20, do. Credit Balances at Oil City 1,82, Schmalz Western steam 6,95, do. Rohe u. Brothers 7,20, Getreidefracht nach Liverpool 1 ¼, Kaffee fair Rio Nr. 7 6 ⁄6, do. do. Februar 6,10, Zucker 3 ¼,
ushels, an Mais 5 867 000 Bushels. Theater und Musik.
Konzerte.
Unter der Leitung Emil Paurs konzertierte am Donnerstag v. W. das Philharmonische Hrchester im großen Saal der Philharmonie. Es wurde mit Brahms' Symphonie in C⸗Moll be⸗ onnen, deren Wiedergabe sofort des Dirigenten stark ausgeprägte, vmraktewafe Natur erkennen ließ. Noch mächtiger gestaltete sich der lindruck von Tscharkowskis Symphonie pathétique, die hinreißend im Schwunge, in lebendiger Gestaltenfülle an den Hörern vorüberzog. Emil Paur erschien wie ein unumschränkter Herrscher im Reiche vielgliedriger orchestraler Tonschöpfungen, die ihm in jeder Einzelheit so vertraut sind, daß er es wagen darf, ohne Partitur zu dirigieren. Seine leidenschaftl sche Empfindung übertrug sich unver⸗ kürzt auf die ausführenden Künstler, die den Winken des Taktstockes ültig folgten und alle dynamischen und rhythmischen Schön⸗ n Spmphonien restlos herausholten. Stürmischer Bei⸗ fall folgte diesen Leistungen wie auch dem Vortrage des Vorspiels zu „Meistersingern“. Dazwischen zeigte Herr Paur, als Pianist zu leisten vermag. Während Kapellmeister Kebist das Orchester dirigierte, uͤbernahm er den Klavierpart 8 bot auch hier Vor⸗ zügliches durch die Kraft des Ausdrucks und die technische Sicherheit des Spiels; die Trillerreihe gelang in seltener Schönheit nd Klarheit. — An demselben Abend ließ fich Gastone Bern⸗ heimer im benachbarten Oberlichtsaal der Philharmonie hören; seine Klaviervorträge erfreuten durch leichten Anschlag und eine perlende Geläufigkeit, denen sich auch ein ansprechendes Gefühl besonders für das Zarte und Anmutige hinzugesellte. Durch diese Vereinigung musikalischer Eigenschaften kamen u. a. Mendelssohns „Lieder ohne Worte“ gefällig zu Gehör. — Im Saal Bechstein fand zu gleicher Fen der erste diesjährige Quartettabend der bekannten und mit Recht geschätzten Vereinigung der Herren Gustav Hollaender, Willy Nicking, Walter Rampelmann und Eugen Sandow statt unter Mit⸗ von Frau Adelina Sandow⸗Herms und Fräulein Elisabeth Schmitz⸗Pollender elesteih Neben zwei Streich⸗ quartetten von Dohnäni und Dittersdorff stand eine Novität,⸗ eine Suite in E⸗Moll für Violine und Klavier von H. Gottlieb⸗ Noren auf dem Programm, die von Herrn Hollaender im Verein mit räulein Schmitz⸗Pollender ganz ausgezeichnet vorgetragen wurde. Die omposition ist geschickt gemacht. Der Adagiosatz (Dumka) hat besonders viele deönh. Stellen, und der Schlußsatz Kolo (slavischer Tanz) entzückte durch die flotte Schreibweise seines melodischen In⸗ halts. Vortrefflich gelang auch der Vortrag von drei schottischen Liedern von Beethoven für Gesang mit Violine und Cello nebst Klavierbegleitung. Frau Sandow⸗Herms sang außerdem mit ihrer 8 geschulten Stimme und musikalischem Empfinden Lieder von Weber,
ranz, Schumann und Gluck, die so reichen Beifall fanden, daß die ngerin eine Zugabe gewähren mußte.
Em Saal der Singakademie veranstaltete am Freitag Fräulein Agnes Leydhecker unter Begleitung und Mitwirkung des Herrn Hermann Zlilcher einen Liederabend. Das vortrefflich zu⸗ sammengestellte, klassische Programm sprach hier für den musikalischen Geschmack der Sängerin, deren schöne, sympathische Stimme freilich noch der weiteren Schulung bedarf. Die tiefen Töne klingen häufig gaumig; für den Koloraturgesang eignet sich das Organ weheen wenig, daher glückte auch das „Laudamus te“ aus der C⸗Moll⸗Messe von Mozart nicht sehr. Bachs Rezitativ und Arie aus der Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“ ging ebenfalls vorläufig noch über die Kraft der Konzertgeberin. Allerdings hätte hier Herr Zilcher als Begleiter, besonders bei den schwierigen Einsätzen, wohl etwas mehr und besser nachhelfen können. Sein Klavierspiel wurde erst vor kurzem an dieser Stelle eingehender gewürdigt. Er brachte drei Stücke von Rameau und die E⸗Dur⸗Sonate von Beethoven zum Vortrag, mit denen er großen Beifall fand. — Ein Liederkompositionsabend von Julius Bercht fand gleichfalls am Freitag im Saal Bechstein statt. Frau Marie Hertzer⸗ Deppe trug die neuen Tondichtungen gewandt und glatt im Ausdruck vor; von einer tiefgehenden Wirkung kann aber nicht gesprochen werden, da der Komponist in seiner Melodik wie in den Begleitformen
sich nicht üher einen landläufigen Durchschnitt erhebt. Die Gedichte zwar gehörten mit wenigen Ausnahmen den neueren Lieder⸗ gruppen an; aber ihr neuer oder eigenartiger Gedankenkreis ist durch die Kompositionen weder geklärt noch erhellt worden. — Die Vorträge der Pianistin Gißela Springer aus Wien, die an demselben Abend im Oberlichtsaal der Philharmonie zu waren, fanden freundlichen Beifall. Ihre leichtflüssige Technik
ewährte sich in dem Prestissimo (Sonate Op. 12) von R. Volk⸗ mann und dem Impromptu von Schubert recht angenehm; der Aus⸗ druck blieb etwas matt, und dieselbe Empfindung mangelnder Kraft⸗ hezpeees hatte man auch bei den sonst korrekten Cellovorträgen des mitwirkenden perne Wilhelm Erlenbach aus Darmstadt. — Im Beethovensaal spielte Fräulein Pauline Hofmann um dieselbe Stunde mit dem Philharmonischen Orchester zwei Klavierkonzerte, das in Es⸗Dur (Op. 73) von Beethoven und das in E⸗Moll (Op. 11) von Chopin und dazwischen den „Karneval“ von R. Schumann. Das war für einen Konzertabend eine stattliche Leistung. Die Konzertgeberin verfügt über eine recht schöne Technik, fodaß sie aller Schwierigkeiten ohne sichtliche Mühe Herr wurde, auch war der Vortrag warm, ausdrucksvoll und fein nuanciert. Und doch fehlte etwas: das Individuelle einer künstlerisch eigenartigen Persön⸗ lichkeit. — Dr. Ludwig Wüllner veranstaltete ebenfalls am Frei⸗ tas vor einem Publikum, das den großen Saal der Philharmonie füllte, seinen zweiten Liederabend. Das Programm verzeichnete neben Kompositionen von Beethoven, Hugo Wolf, Richard Strauß und Robert Schumann auch Gesänge wenig bekannter Tonsetzer, unter denen einige Lieder von Kurt Schindler besondere Beachtung verdienen. Der Komponist, bei dessen Gesängen dem Klavier die heute übliche be⸗ deutsame Rolle zufällt, weiß die Stimmung seiner Texte musikalisch glücklich zu treffen, ohne dabei, wie es neuerdings allzu oft geschieht, in dem Bestreben, jedes Wort charakteristisch zu vertonen, die melodische Linie zu zerstören. Besonders reizvoll in der Erfindung und Ausgestaltung erschien das „Frühlingslied“, dessen Wiederholung das Publikum stürmisch verlangte. Dr. Wüllner brachte alle Nummern seines viel⸗ seitigen Programms mit der an ihm bekannten, scharf pointierten Vortragskunst zu Gehör.
Fräulein Adelina Bailet zeigte sich in ihrem ersten Konzert, das sie am Sonnabend unter Mitwirkung des Philharmonischen Orchesters in der Singakademie gab, als außergewöhnlich ge⸗ wandte und hochbegabte Klavierspielerin. Wenn schon der Vortra von Beethovens G⸗Dur⸗Konzert einen überaus günstigen Eindru e so steigerte sich dieser noch bei der Wiedergabe des G⸗moll⸗
onzerts von Saint⸗Saöëns, das mit glänzendem Temperament und in tadelloser Form zu Gehör gebracht wurde. Auch die beiden kleineren Solonummern von Chopin gelangen vorzüglich durch die Klarheit des Ausdrucks und perlende Reinheit der Technik.
Der Professor des Moskauer Philharmoniekonservatoriums Sergei Kussewitzky, der im vergangenen Winter durch seine aus⸗ gezeichneten Vorträge auf dem Kontrabaß auffiel, gab am Sonntag ein gut besuchtes Konzert im Saal Bechstein. Die Baß⸗ geige, die sonst nicht zu den landläufigen Soloinstrumenten zählt, gewinnt durch die Kunst des Spielers eine ganz neue Stellung. Eine wunderbar klangvolle Tiefe tritt neben eine feine und zarte Höhe, die gewöhnlich dem Baß nicht ab⸗ verlangt wird; damit geht eine Beseelung des Tones Hand in Hand, die unmittelbar an das Gemüt rührt. Mit überraschender Geschmeidigkeit und Klangschönheit werden die schwierigsten Passagen durchgeführt, und so konnte es nicht wundernehmen, daß die Leistungen des Vortragenden stürmischen Beifall fanden. Die Klavier⸗ begleitung hatte Herr Sergei Mamontoff übernommen, der schon im vorigen Jahr mit dem Konzertgeber vgheen aufgetreten war. Man merkte sowohl bei der Begleitung wie bei seinen Solovorträgen den feinfühligen Künstler heraus, der sich ganz in den Geist der Ton⸗ dichtungen 8 versenken vermag. — Zum Besten des deutschen ereins für Kinderasyle fand gleichfalls am Sonntag im Abgeordnetenhause eine Festlichkeit statt, bei der die Musik den SFer an, entt bildete. In den Gesellschafts⸗ räumen konzertierte eine italienische Kapelle unter Leitung ihres Dirigenten Albert Alberti, während in der Wandelhalle von der Kapelle des 3. Gardere iments z. F. unter Goerisch ein Promenadenkonzert eusgefüht wurde. Am Abend schloß ich ein Künstlerkonzert an, das die Wandelhalle dicht besetzt fand. Ein
rolog, von Heinrich Hart gedichtet und von Elsa Wohlgemuth esprochen, ging voran. Daran reihten sich Klaviervorträge, in denen räulein Vera Maurina ihre Kunst glänzend entfaltete. Der italienische Bassist Herr Ettore Gandolfi sang Arien und Lieder und füllte mit seiner mächtigen, schönen Stimme die weite Halle prächtig aus. Außerdem bot Herr Karl Klingler gelungene Violin⸗ vorträge und Frau Sophie Heymann⸗Engel erfreute durch die Klarheit ihres hellen Soprans, den sie in Liedern und in einer Arie aus der Oper „La Traviata“ aufs beste zur Geltung brachte.
ihrem Kapellmeister
Wetterbericht vom 1. Dezember 1903, 8 Uhr Vormittags.
Name der Beobachtungs⸗
Temperatur ie ersne I1
Barometerst a. 0o u. Meeres⸗ niveau reduz
wolkig bedeckt wolkig bedeckt 8 eiter
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Vorkum Keitum mburg winemünde Rügenwaldermünde S bedeckt Neufahrwasser Windstille Regen Memel O 3 bedeckt Riga SO bedeckt St. Petersburg ONO Schnee Münster (Westf.) NNW 858 Schnee Nebel bedeckt Schnee
bedeckt bedeckt N bedeckt Windstille bedeckt 88 WNW 2 bheiter WNW 3 bedeckt ONO 1 wolkig SSO 4 wolkig SSOQO 6bedeckt Windstile pedeci eEEZ1I1“X““ bedeckkt 8 Ein Hochdruckgebiet über 756 mm liegt nördlich von Irland, ein Minimum unter 738 mm über Mecklenburg. In Deutsch⸗ land herrscht trübes, im Norden etwas wärmeres, im Süden kälteres Wetter. Fast überall ist Schnee gefallen. — Meist kaltes Wetter mit Niederschlägen ist wahrscheinlich. Deutsche
Mitteilungen des Aöbronautischen Observatoriums des Königlichen Meteorologischen Instituts, veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufstieg 62 1903, 10 ¾ bis 12 Uhr Vormittags:
ation
Seehöhe 40 m 200 m] 500 m 1000 m 1515 m
Temperatur (C 9 0,8 0,3 — 0,6 — 2,3 — 5,0 Rel. Fchtgk. % 96 96 96 94 91 Wind⸗Richtung. WSW W W W „ Geschw. mps 4,0 etw. 6 8,7 2 2 „Nebel über dem Erdboden bis 600 m Höhe, darüber Temperatur zunächst fast konstant. Höhe der oberen Wolken nicht bestimmbar. — Haltedraht war vereist.
OOo SeoacehchhostebdbotorSoerpboreosecoe SrerchdeecechnS
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Chemnitz.. Breslau
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eewarte.
1. Untersuchungssachen. 9 .5* kufgcbot⸗, erlust⸗ und Fundsachen, “ u. dergl. 3. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherng. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. 1 5. Verlosung ꝛc. von Wertpapieren.
Offentlicher Anzeiger.
8 Formnenditge eschasäen auf Aktien und Aktiengesellsch. . Erwerbs⸗ und Wirtschaftsgenossenschaften. .Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten. Bankausweise.
10. Verschiedene Bekanntmachungen.
1) Untersuchungssachen.
[65832] die nachgenannten Wehrpflichtigen: lasbläser Louis Schmidt, geb. 9. April
1880 in Gera, zuletzt daselbst wohnhaft, gewesen
Julius König, geb. 9. September 1880 81 Gustav Adolf Schöneberg, geboren am zu Ohrdruf, 20. Juni 1879 in Jüterbog, zuletzt daselbst wohnhaft
letzter Wohnsitz unbekannt, 3) Otto Julius Schütz, geb. 17. Oktober 1880 zu Mühlhausen i. Th., zuletzt in Waltershausen wohnhaft, 4) Emil Albin Liebscher, geb. 10. September 1880 in Sevyda, zuletzt in Mechterstädt wohnhaft, gewesen 5) Schlosser Karl Wiertelarz, geb. 11. Mai 10) 1880 zu Waschelwitz, zuletzt in Gotha wohnhaft, ist das Hauptverfahren wegen der Wehrpflicht nach § 140 Abs. 1 des Str.⸗G.⸗B. öffnet und Termin zur Hauptverhandlung auf den 2. Februar 1904, Vorm. 9 ¼ Uhr, vor der Strafkammer des Fenog Landgerichts hier an⸗ beraumt worden. Zu d Genannten hiermit vorgeladen unter der Verwarnung, daß sie bei unentschuldigtem Ausbleiben auf Grund der nach § 472 der Str.⸗Pr.⸗Ordg. von den zu⸗ täändigen, mit der Kontrolle der Wehrpflichtigen auftragten Behörden über die der Anklage zu Grunde liegenden Tatsachen ausgestellten Erklärungen werden verurteilt werden. 11“ Gpotha, den 27. November 1903. 1 Der Erste Staatsanwalt. 22. Kiesewetter. 8
gewesen,
haft gewesen,
wesen
Sea. am 7. ffenes Strafvollstreckungsersuchen.
Die Heerespflichtigen:
1) Friedrich Albert Heise, geboren am 22. Juni 1879 in Tuchleim, Kreis Jerichow, zuletzt in Branden⸗ burg a. H. wohnhaft gewesen,
2) drich Paul Kämpfer, geboren am 7. Juli 1876 g t daselbst wohnhaft gewesen,
3) Otto Paul Mönnich, geboren am 8. Juli 1878 19) à7, Ahngeng al Bhüer 2ne g.. 2
Kann Fischer, ren am 23. Mai 1878 in O unsetzt dasel 1 d. Wept balebn wobmnhe
haft gewesen
wohnhaft,
8 8
5) Josef Fiedler, geboren am 29. Mai 1878 in Mückendorf, zuletzt daselbst wohnhaft gewesen,
6) Otto Gustav Hanke, geboren am 13. Februar 1879 zu Damsdorf, zuletzt daselbst wohnhaft gewesen,
7) Albert Wilhelm Klück, geboren am 4. Fe⸗ bruar 1879 zu Jänickendorf, zuletzt daselbst wohnhaft
zember 1879 in Dahne, zuletzt daselbst wohnhaft
Gustav Adolf Otto Meske, 31. Januar 1876 in Jüterbog, zuletzt da
er⸗ 11) Karl Ferdinand Richard Voigt, geboren am 7. Dezember 1880 in Luckenwalde, zuletzt daselbst wohnhaft gewesen,
G 1 12) Friedrich Wilhelm Waldemar Hannemann, esem Termin werden die geboren am 6. Juni 1880 in Medewitz, zuletzt da⸗ selbst wohnhaft gewesen,
13) Otto Franz Spielmann, geboren am 30. Juni 1880 in Wiesenburg, zuletzt daselbst wohnhaft ge⸗
14) Franz Albert Ernst Bierstedt, geboren am 20. Dezember 1880 in Brandenburg a. H., zuletzt daselbst wohnhaft gewesen,
15) Karl Wilhelm Richard Graf, geboren am April 1880 in Brandenburg a. H., zuletzt da⸗ selbst wohnhaft gewesen,
16) Ferdinand Karl August Schinkel, geboren ovember 1880 in Brandenburg a. H., zuletzt daselbst wohnhaft gewesen, 8
17) Emil Willy Sieburg, geboren am 17. Juni
Frang Richard Paul Ziem, geboren am Abs.
8. Oktober 1883 in Brandenburg a. H., zuletzt da⸗
selbst wohnhaft gewesen,
artin Emil Roderich Baer,
6. Februar 1880 in Potsdam, zuletzt daselb 20) Rudolf Friedrich Wilh
am 14. März 1880 i
gewesen,
wohnhaft gewesen,
eboren am felbst wohn⸗ strafe beizutreiben, im
zu lassen.
[65825] Steinme
wird auf Grund der §§
[65830]
Fen am t wohnhaft, elm Bülow, geboren
lbst
tober 1881 zu
§ 356, 360 Abs. 1 üchtig erklä 1“
21) Willi Richard Senff, geboren am 13. De⸗ zember 1880 in Potsdam, zuletzt daselbst wohnhaft
22) Martin Friedrich Wilhelm Waese, geboren am 11. Juni 1880 in Potsdam, zuletzt daselbst
23) Karl Jeannodt Heinrich Johst, geboren am 17./5. September 1880 in Ambothen in Kurland, zuletzt in Potsdam wohnhaft gewesen,
sind durch Urteil der Strafkammer 1 des Land⸗ 9) Ernst Rudolf Otto Laux, geboren am 10. De⸗ gerichts zu Potsdam vom 30. September 1903 wegen
Verletzung der Wehrpflicht zu einer Geldstrafe von je 180 ℳ, wofür im Unvermögensfalle je 30 Tage Gefängnis treten, verurteilt worden. Es wird er⸗ i. sucht, von den vorgedachten Verurteilten die Geld⸗ alle des Unvermögens die Freiheitsstrafe zu vollstrecken, auch zu den Akten gegen Heise und Genossen 3 M 21. 03 von einem etwaigen Erfolge dieses Ersuchens Nachricht gelangen
Potsdam, den 10. November 1903. Königliche Staatsanwaltschaft.
Fahnenfluchtserklärung.
In der Untersuchungssache gegen den Rekrut — — Kasimir Balbusa (Balbuscynski) vom Bezirkskommando Arolsen, wegen Fahnenflucht, flu sowie der §§ 356, 360 der M.⸗St.⸗G.⸗O. der Be⸗ geri schuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.
Cassel, den 26. November 1903. Gericht der 22. Division.
I. Verfügung. Rekrut Martin Babel in Kontro
kommandos Kempten, geboren am 10. November 1881
1880 in Brandenburg a. H., zuletzt daselbst wohn⸗ zu 7S0,seces Bez.⸗Amts Füssen, wird ge⸗
lle des Bezirks⸗
mäß §§ 64, 69, 70 R.⸗M.⸗St.⸗G.⸗B., §§ 356, 360 1 M.⸗St.⸗G.⸗O. für fahnenflüchtig erklärt.
3 II. Verfügung.
Der Rekrut Friedrich Bachmann in Kontrolle des Bezirkskommandos Kempten, geboren am 11. Ok⸗ Hauptmannsgrün bei Plauen in
Sachsen, wird gemäß §§ 64, 69, 70 R.⸗M.⸗St.⸗G.⸗B., M.⸗St.⸗G.⸗O.
III. Verfügung.
Der Rekrut Johann Bauer in Kontrolle des Bezirkskommandos Kempten, geboren am 2. Juni 1881 zu Augsburg, wird gemäß §§ 64, 69, 70 R.⸗M.⸗St.⸗G.⸗B., §§ 356, 360 Abs. 1 M.⸗St.⸗G.⸗O. für fahnenflüchtig erklärt. 8
Augsburg, 26. November 1903. b
Gericht der 2. Division
[65828] Fahnenfluchtserklärung.
In der Untersuchungssache gegen den Rekruten Frang PXaver Feißt aus dem Landwehrbezirk Offen⸗ ung, geboren am 12. Januar 1881 zu Freiburg
„ von Beruf: Schreinergeselle, wegen Fahnen⸗ flucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militär⸗ strafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militär⸗ strafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.
Colmar i. E., den 27. November 1903.
Königliches Gericht der 39. Division.
[65824] Fahnenfluchtserkläruüung. In der Untersuchungssache gegen den Musketier Karl Ferdinand Quandel der 6. Kompagnie 1. Kur⸗
“
t wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militär⸗ eessetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstraf⸗ ee der Beschuldigte hierdurch für fahnen⸗ üchtig erklärt.
rankfurt a. M., den 27. November 1903.
Gericht der 21. Division.
Der Gerichtsherr: Hasemann,
von Hagen. Kriegsgerichtsrat.
[65827] In der Untersuchungssache gegen den Musketier Jakob Wemmers der 12. Komp. Infant.⸗Regts. Nr. 17, geb. am 2. März 1882 zu Wesel, Kreis Rees, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der 69 ff. des Militär afoesegbuches sowie der 356, 360 der Millitärstrafgerichtsordnung der eschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt. Metz, den 26. November 1903. 8 Königliches Gericht der 33. Division.
“
bom -So-e-oᷣ DAneeSnnSSdo Sade
fag en Infanterieregiments Nr. 81 wegen Fahnen⸗
(65826]
165831]
eutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger. 8
erlin, Dienstag, den 1. Dezember
1. mrterhrsznn ssachen. 2. Aufgebote, 3. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. 5. Verlosung ꝛc. von Wertpapieren.
te Beilage
v
erlust⸗ und Fundsachen, “ u. dergl.
1903.
6. Fommandilgesentk ä scen Aktien und Aktiengesellsch
7. Erwerbs⸗ und Wirtschaftsgenossenschaften. 8. Niederlassung ꝛc. von Fftzenossenschaf 1 9. Bankausweise
10. Verschiedene Bekanntmachungen.
1) Untersuchungssachen.
[65829] Verfügung.
Die Fahnenfluchtserklärung gegen den Kanonier Georg Hofstätter 5/1. Fußart.⸗Rgts. — ausge⸗ schrieben am 20. ds. Mts. in Beilage 2 sub Ziff. 62 787 — wird zurückgenommen.
Augsburg, 26. November 1903.
Gericht der K. Bayer. 2. Divisiornn.
Bekanntmachung. Die im Deutschen Reichsanzeiger Nr. 60/03 (Bei⸗ lage) veröffentlichte Fahnenfluchtserklärung vom 7. März 1903 gegen den Musketier Julius Gott⸗ fried Schneider der 7. Komp. Inf.⸗R. Nr. 168 (geboren am 27. März 1877 zu Darmstadt) wird wieder aufgehoben, da ꝛc. Schneider inzwischen auf⸗ gegriffen wurde.
Darmstadt, am 28. November 1903.
Gericht der 25. Division.
Der Gerichtsherr: Freiherr von Gall Generalleutnant u. Divifions⸗ kommandeur. [65823]
Die wider den Musketier Wilhelm Stolle der 7. Komp. 8. Lothr. Infanterieregiments Nr. 159 in Nr. 261 des Deutschen Reichsanzeigers erlassene Ieeekee ng vom 3. November 1903 wird aufgehoben.
Mühnster i. W., den 28. November 1909.
Gericht der 13. Division. Der Gerichtsherr: Dr. von der Horst, Graf von Klinckowstroem. Ksriegsgerichtsrat.
Beschluß.
Die Beschlagnahme über das Vermögen des Torpedomatrosen II. Kl. Otto Franz Wilhelm Lahrs der 3. Komp. II. Torpedoabteilung, geboren am 7. Januar 1880 zu Katzow, wird gemäß § 362. M.⸗St.⸗G.⸗O. hiermit aufgehoben, da die dem Be⸗ schlagnahmebeschluß vom 20. November 1903 zu Grunde liegenden Voraussetzungen weggefallen sind.
Wilhelmshaven, den 25. November 1903.
Kaiserliches Gericht der II. Marineinspektion.
Obenauer, Kriegsgerichtsrat.
2) Aufgebote, Verlust⸗u. Fund⸗ sachen, Zustellungen u. dergl.
[65768] Geeghenogliches Amtsgericht Oldenburg i. Gr. Abt. I. Oldenburg, 1903, November 25. Aufgebot. Der Gastwirt Reinhard Köster zu Oberhammel⸗
warden hat das Aufgebot des Landesschuldscheins Nr. 024 726 der Oldenburgischen Staatseisenbahn⸗
8
prämienanleihe von 1871 über 40 Taler beantragt. Der Inhaber dieser Urkunde wird aufgefordert, spä⸗ testens in dem auf Montag, den 20. Juni 1904, Mittags 12 Uhr, vor dem Amtsgericht, immer Nr. 16, anberaumten “ seine echte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung dieser Urkunde erfolgen wird. [65836] Erledigung.
Die in Nr. 175 des R.⸗A. für 1903 ad 6570 IV. 31. 03 gesperrten, nachfolgend aufgeführten Wertpapiere sind ermittelt und werden dem Verkehr freigegeben: Obligation der Anatolischen Eisenbahn⸗ Gesellschaft, Serie II Lit. D Nr. 71 587, über 408 ℳ = 20 Lstrl. ad 10 340 IV. 31. 0.
Berlin, den 30. November 1903.
Der Polizeipräsident. IV. E. D.
Aufgebot.
Der Pfandschein Nr. 771 V., den wir unterm 21. Juni 1899 über den von uns für Herrn Carl Titze, Kaufmann in Ziegenhals, ausgefertigten Versicherungs⸗ schein Serie A Nr. 125 156 vom 1. Dezember 1894 ausgestellt haben, ist uns als verloren angezeigt worden. Wir fordern hiermit zur Anmeldung etwaiger An⸗ sprüche bezüglich des bezeichneten Pfandscheines auf mit der Ankündigung, daß, wenn innerhalb dreier Monate, von heute ab gerechnet, ein Berechtigter sich nicht melden sollte, der Pfand⸗ schein semaß Punkt 15 der EE“ für nichtig erklärt und für ihn ein Duplikat aus⸗ gefertigt werden wird.
Leipzig, den 1. Dezember 1903.
Allgemeine Renten⸗
Capital⸗ und Lebensversicherungsbank “ Teutonia. “ Dr. Bischoff. Müller.
165097] Aufgebot.
Der Geflügelhändler Louis Isaac in Wreschen, vertreten durch den Rechtsanwalt Peyser ebendaselbst, hat das Aufgebot des angeblich verloren gegangenen, am 1. Oktober 1903 fällig gewesenen Wechsels d. d. Wreschen den 3. September 1903 über 240 ℳ, der von ihm auf den Wirt Stanislaus Kosmala in Kl. Gutowy gezogen und von diesem angenommen worden ist, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den 9. Juni 1904, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Wreschen, den 20. November 1903. Königliches Amtsgericht.
[657577 Aufgebot. “
Die Erben und Fete ecs staer des zu Dülken, Waldnieler Straße, verstorbenen Ackerers Peter Mathias Fitzen, nämlich: 1) Heinrich Fitzen, Ackerer, 2) Wilhelm Fißen, Ackerer, beide zu Dülken, Waldnieler Straße, 3) Johann Fitzen, Ackerer zu Dülken, Hausen, haben das Aufgebot des angeblich
[65099
6 [65746] 26. November
verloren gegangenen Hypothekenbriefs über die im Grundbuche von Dülken Stadt Band XIII Art. 617 für den Erblasser der Antragsteller eingetragenen Hypothek von 3000 ℳ beantragt. Der Inhaber des Hypothekenbriefs wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 4. Juli 1904, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 10, an⸗ beraumten Aufgebotstermin seine Rechte und Ansprüche anzumelden und den Hypothekenbrief vorzulegen, widrigenfalls dessen Kraftloserklärung erfolgen wird.
Dülken, den 25. November 1903. “
Königliches Amtsgericht. I. 1
[65393] Alufgebot.
1) Der Landwirt Johann Georg Friedrich Otto Schirmer, 2) dessen Ehefrau Karoline Auguste geb. Kleimenhagen zu ee xer 3) die Ehefrau des Karl Friedrich Schirmer, Margarethe Christiane eb. Reum in Herrenbreitungen, 4) die Ehefrau des Bürgermeisters Moritz Ferdinand Jäger, Bertha geb. Schirmer, in Herrenbreitungen, 5) die Ehefrau des Landwirts Heinrich Friedrich Schirmer, Auguste geb. Schirmer, in Herrenbreitungen, 6) der Land⸗ briefträger Karl Schirmer in Suhl haben das Auf⸗ gebot der unbekannten Gläubiger der im Grundbuche von Herrenbreitungen Artikel 281, 387, 388, 389, 390, 392 zu Gunsten des verstorbenen Drahthammer⸗ besitzers Johannes Endter zu Brotterode einge⸗ tragenen Hypothek von 400 Talern beantragt. Tie Gläubiger werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 10. Februar 1904, e2 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anbe⸗ raumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Schuldurkunde vorzulegen, widrigenfalls die Gläubiger mit ihren Rechten ausgeschlossen werden.
Schmalkalden, den 20. November 1903.
Königliches Amtsgericht. Abt. 3. [65759] Bekanntmachung.
Das Kgl. Amtsgericht Bayreuth hat unterm 27. November 1903 folgendes Aufgebot erlassen: Die Taglöhnerin Margareta Küfner in Eremitenhof beantragte, den am 2. Mai 1851 geborenen Johann Matthäus Küfner, ihren Ehemann, welcher seit 19 Jahren verschollen ist, für tot zu erklären, und ist Aufgebotstermin anberaumt auf Mittwoch, den 6. Juli 1904, Vormittags 9 Uhr, dahier, Sitzungssaal. Es ergeht daher die Aufforderung: a. an den Verschollenen, sich spätestens im genannten Termine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird, b. an alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. 1
Bayreuth, den 28. November 1903. 11“
Gerichtsschreiberei des Kgl. Amtsgerichts.
(L. S.) Deuffel, Kgl. Sekretär. 1.8 Aufgebootl. Es haben beantragt: 11“ Ia. Der städtische Fleischbeschauer Friedrich Prang zu Cöln⸗Nippes, Nievenheimer Straße 50,
b. der Möbelhändler Caspar Prang zu Cöln, Salzgasse 3,
c. die Witwe Peter Prang. Agnes geborene Tils, zu Cöln, Dreikönigenstraße 24 a,
vertreten durch Rechtsanwalt Court in Cöln, den verschollenen Ackerer Mathias Prang, ihren Bruder, beziehungsweise Schwager, geboren am 24. Sep⸗ tember 1841 zu Sinthern, Gemeinde Freimersdorf, Regierungsbezirk Cöln, zuletzt bis 1877 wohnhaft in
8 Witwe Johann Joseph Bloemer, Sophie geborene Mollberg, zu Cöln, Hohestraße 20/22, 1) den verschollenen Schuhmacher Andreas Schulz, ihren Schwager, geboren am 30. Mai 1841 zu Moselweiß,
2) dessen Tochter, die Anna Schulz, geboren am 29. November 1865 zu Cöln, beide zuletzt bis 1868 wohnhaft in Cöln,
III a. Der Tagelöhner Peter Brün zu Cöln⸗ Niehl, Fürstenbergstraße 160,
b. die Ehefrau des Fischers und . Wilhelm Bilstein, Margaretha geborene Brün, zu Cöln⸗Niehl, Sebastianstraße Nr. 226, den verschollenen Sattler Johann Brün, ihren Bruder, geboren am 12. Mai 1865 zu Cöln⸗Niehl, zuletzt bis 1890 wohnhaft in Cöln⸗Niehl,
IV. Die geschäftslose Sibilla Henriette Hanings zu Zülpich, vertreten durch den Königlichen Notar Gohndorf zu Zülpich, den verschollenen Kommis Ludwig Joseph Hanings, ihren Bruder, geboren am 16. Februar 1850 zu Cöln, zuletzt bis 1876 wohnhaft in Cöln,
V. Der Polierer Karl Jakobs zu Cöln, Ehren⸗ feld, Venloer Straße Nr. 261 I, den verschollenen Schlosser Johann Drolshagen, seinen Stiefbruder, hübehen am 18. September 1870 zu Cöln, zuletzt is 1887 in Mülheim am RMhein sich aufhaltend,
für tot zu erklären.
Die Verschollenen werden aufgefordert, sich späte⸗ stens in dem auf den 21. Juni 1904, Vor⸗ mittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Streitzeuggasse 23, Unterhaus, anberaumten Auf⸗ gebotstermin zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebots⸗ termine dem Gericht Anzeige zu machen.
Cöln, den 23. November 1903.
Königliches Amtsgericht. Abt. VVIV. Oeffentliche Zustellung. 8 Das K. Amtsgericht Dahn hat mit Beschluß vom 903 auf Antrag von Johannes Leidner, Wagner in Erlenbach bei Dahn, als be⸗ stellten Abwesenheikep eger der nachgenannten Ver⸗ schollenen das Aufgebotsverfahren eingeleitet zum Zwecke der Todeserklärung von:
1) Keilbach, Josef, geboren 2. April 1842, seit 1868 ausgewandert und verschollen,
““
2) Keilbach, Johannes, geboren 19. Juni 1852, seit 1874 ausgewandert und verschollen,
beide gebürtig und vor ihrer Auswanderung wohn⸗ haft sebeshn in Erlenbach bei Dahn, Söhne des daselbst verlebten Ackerers und Adjunkten Josef Keil⸗ bach, und Aufgebotstermin bestimmt in die öffent⸗ liche Sitzung des K. Amtsgerichts Dahn vom
Dienstag, den 27. September 1904, Vor⸗
mittags 9 Uhr; dabei die Aufforderung erlassen an:
1) die Verschollenen, sich spätestens im Aufgebots⸗ termine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird,
2) alle, welche Auskunft über Leben und Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen, spätestens im Auf⸗ gebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.
Dahn, den 28. November 1903.
Eymer, Kgl. Sekretär.
[65760] Aufgebot. 8 Die Ehefrau Mirthil Vorms, Adele geb. Levy, zu Bingen a. N. und Sarah Levy, Dienstmagd in Nancy, haben beantragt, die verschollene Mathilde Levy, geboren am 6. Mai 1855 in Delme und zu⸗ letzt wohnhaft in Delme, für tot zu erklären. Die bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spä⸗ testens in dem auf den 15. Juni 1904, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigen⸗ falls die Todesgerklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Ver⸗ schollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforde⸗ rung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. 8 Delme, den 27. November 1903. — Kaiserliches Amtsgericht.
[65767] 1 Nr. 17 829. Das Gr. Amtsgericht Em
hat heute folgendes Aufgebot erlassen:
Die Ehefrau des verschollenen Webers und Land⸗ wirts Wilhelm Wickersheim, Anna Katharina geb. Erhardt, von Malterdingen und deren Sohn Julius Wickersheim, Landwirt von da, haben den Antrag gestellt, ihren zu Malterdingen am 24. September 1849 geborenen Ehemann und bezw. Vater, welcher am 26. Oktober 1886 sich von Malterdingen nach Amerika — New York — entfernt und sen dem 15. April 1892 keine Nachricht mehr hierher ge⸗ langen ließ, für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf Freitag, den 8. Juli 1904, Vormittags 9 Uhr, bestimmten Aufgebotstermine bei dem unter⸗ zeichneten Gerscht zu melden, widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgen werde. Zugleich ergeht an alle, die Nachricht über Leben oder Tod des Ver⸗ schollenen zu geben vermögen, die Aufforderung, hütesien im Aufgebotstermine dem Gericht davon
nzeige zu erstatten.
Emmendingen, den 21. November 1903.
“ Stsitevainte⸗ 83 Amtsgerichts.
[65756] Aufgebot.
Die geschiedene Ehefrau Johann Maus, Julie geb. Kamp (verwitwete Stachels) zu Essen hat beantragt, den verschollenen Bergmann Johann Maus, geb. am 2. Mai 1850 zu Osann, 1878 ausgewandert nach Amerika 85* Nachricht 1878 aus Philadelphia), Ehez wohnhaft in Essen, für tot zu erklären. Der
eichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spä⸗ testens in dem auf den 24. Juni 1904, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Lindenallee 74, Zimmer 6, anberaumten Aufgebots⸗ termine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, er⸗ geht die Aufforderung, spätestens im Aufgebo 32 termine dem Gericht Anzeige zu machen. “
Essen (Ruhr), den 21. November 1903.
Königliches Amtsgericht.
[65386] Bekauntmachung. 111“
Das Kgl. Amtsgericht Freising hat am 23. No⸗ vember 1903 beschlossen: Es wird zum Zwecke der Todeserklärung:
1) des Vierthaler, Josef, unehelich der Schmieds⸗ tochter Maria Vierthaler von Adelzhausen und des Gütlersohns Johann Pointner (Boltner) von Fgxeh seit Mitte der achtziger Jahre in einem
lter von circa 35 Jahren verschollen, zuletzt in Neustift, auf Antrag des Pflegers Pointner, Michael, Gastwirt in Freising,
2) des Auglhuber, Paul, Sohn der Unter⸗ schneiderseheleute Kaspar und Ursula Anglhuber in Marzling, angeblich im Jahre 1834 nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen, sowie des Sedlmeir, Andreas, geboren am 2. April 1858 in Marzling, katholisch, Sohn der Gütlerseheleute Johann und Walburga Sedlmeir, letztere geborene Grünberger in Marzling, im Jahre 1888 nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen, auf Antrag des Gütlers Sedlmeir, Sebastian, in Marzling, 1
3) der Fischer, Magdalena, geboren am 7. März 1856, Tochter der Gütlerseheleute Simon und Ursula Fischer letztere geborene Limmer, von Brunnhofen, m Jahre 1884 nach Amerika ausgewandert und seit⸗ dem verschollen, auf Antrag des Pflegers Heilmeier,
Peter, Gütler in Marzling,
4) des Siglhuber, Nepomuk, Bruder der Tag⸗ löhnersfrau Anna Maria Riedmüller, geborene Sigl⸗ huber, Ehefrau des Josef Riedmüller in Neustift, seit dem russischen Feldzuge verschollen, auf Antrag des Pflegers Schmidtbaur, Sebastian, Glasermeister in Neustift,
5) des Kießlinger, Bartholomäus, geboren am 5. Januar 1848, Sohn der Schuhmacherseheleute Josef und Elisabeth Kießlinger, letztere geborene
Eckart in Hallbergmoos, seit mehr als 35 Jahren
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verschollen, zuletzt in Hallbergmoos, auf Antrag des Anwesensbesitzers Rosenboeck, Leoonhard, in Neustift, 6) des Wimmer, Josef, geboren am 10. August 1861, Sohn der Hausbesitzerseheleute Josef und Maria Wimmer, letztere geborene Deuter und später verehelichten Hobmeir in Freising, im Jahre 1877 nach Amerika ausgewandert, seit 1882 verschollen, auf Fathgg des Pflegers Deuter, Johann, Gastwirt in
reising,
das Aufgebot erlassen. Es ergeht die Aufforderung an die Verschollenen, sich spätestens im Aufgebots⸗ termine zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden, und an alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen, spätestens im Aufgebotstermine dem unterfertigten Gerichte hievon Anzeige zu machen. Aufgebotstermin ist auf Dienstag, den 28. Juni 1904, Nach⸗ mittags 3 Uhr, Sitzungssaal Nr. 12, des Kgl. Amtsgerichts Freising bestimmt.
Freising, 23. November 1903.
Der Kgl. Amtsgerichtssekretär: (L. S.) Ficht.
[65755] Aufgebot.
Der Ackerer und Winzer Heinrich Thelen aus Bruchhausen, in seiner Eigenschaft als gerichtlich be⸗ stellter Abwesenheitspfleger, hat beantragt, dem ver⸗ schollenen Heinrich Pertzborn (geboren als Sohn der Eheleute Jacob Pertzborn und Anna Katharina geb. Krupp am 22. Mäͤrz 1825), zuletzt wohnhaft in Kasbach bei Linz a. Rhein, für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf Mittwoch, den 22. Juni 1904, Vormittags 11 Uhr, vor dem unter⸗ zeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu machen. “
Linz a. Rhein, den 26. November 1903.
Königliches Amtsgericht. 8
[65762] Aufgebot.
Nr. 29 839. Die Erben der Friedrich Baum⸗ ärtner Witwe von Oberweier, nämlich: Landwirt Fvachim Baumgärtner, Elsa Baumgärtner und Fabrikaufseher Karl August Baumgärtner für sich und als Vormund der Friedrich Baumgärtner Kinder, haben beantragt, die Miterben: Sofie Baum⸗ gärtner, geb. 8. November 1849, Klementine Baumgärtner, geb. 28. April 1852, und Josefine Baumgärtner, geb. 11. Mai 1857 zu Oberweier, welche zuletzt in Oberweier wohnhaft gewesen und nunmehr verschollen sind, für tot zu erklären. Die bezeichneten Verschollenen werden aufgefordert, sich spätestens in dem auf Dienstag, 7. Juni 1904, Vorm. 10 Uhr, vor dem Gr. Amtsgericht hier anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigen⸗ falls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Ver⸗ schollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Auf⸗ forderung, spätestens im Aufgebotstermin dem ge⸗ nannten Gericht Anzeige zu machen.
Rastatt, 24. November 1903.
Gr. Amtsgericht. (gez.) Renner.
Dies veröffentlicht: 8 Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts:
(L. S.) Zirkel, Gr. Amtsgerichtssekretär.
[65766] Aufgebot. 8
Der Rentner inrich Grimming zu Koblenz⸗ Neuendorf, der Schmiedemeister Karl Stommel zu Urbar und die Ehefrau des Fabrikarbeiters Heinrich Lemler, Anna geb. Stommel, zu Mallendar haben beantragt, die verschollene Katharina Stommel, ge⸗ boren zu Brohl am 13. Januar 1821 als Tochter der Eheleute Peter Stommel und Anna geb. Frickels, zuletzt wohnhaft gewesen in Brohl, für tot zu erklären. Die bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 16. Juni 1904, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Ver⸗ schollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Auf⸗ forderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.
Sinzig, den 17. November 1903.
Könialiches Amtsgericht.
Aufgebot. Die verw. Frau Bureauhilfsarbeiter Jenny Hild brandt, geb. Boltze, in Berlin (Chamissoplatz 3), vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Koznitzky in Berlin SW. (Lindenstr. 13), hat beantragt, die ver⸗ schollenen Geschwister Hildebrandt (Hildebrand Georg Anton, geb. am 22. April 1854, Eva Ausf⸗ eb. am 28. August 1856, zuletzt in Hochkirch (Kreis trelno, Posen) wohnhaft, für tot zu erklären. Die bezeichneten Verschollenen werden aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 3. Juni 1904, Fe. 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anbe⸗ raumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, die Aus⸗ kunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu er⸗ teilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. Strelno, den 27. November 1903. 8 Königliches Amtsgericht. [293900) Aufgebot. G Der Emil Lottré zu Worms hat beantragt, den verschollenen Gärtner Martin Lottré, geboren am 10. Mai 1851 zu Lorch, zuletzt wohnhaft in Wies⸗ baden, für tot zu erklären. Der bezeichnete Ver⸗ schollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 5. Februar 190 4, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 102, anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigen⸗ falls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle,
[65764]
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welche Auskunft über Leben oder Tod des Ver⸗
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