1903 / 285 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 04 Dec 1903 18:00:01 GMT) scan diff

der nicht seemännischen Mannschaft im Ausschwingen und Rudern der In ge. besonderen Wert legen. Jeder Mann der Schiffs⸗ besatzung ist von vornherein einem bestimmten Boote zugeteilt und kennt chon zu Beginn der Reise die Funktionen, die er im Falle eines Un⸗ alls bei den Booten zu üben hat. Mit den hierauf bezüglichen Vor⸗ chriften der Hamburg⸗Amerika⸗Linie und mit der zusammenhängenden Darstellung des gesamten, einem besonderen Inspektor unterstehenden Sicherheitsdienstes dieser Gesellschaft schließt das Buch. Auf die technischen Einzelheiten in der Darstellung Professor Flamms, der in diesen Bingen eine Autorität ist und der seine Ausführungen und Ratschläge durch eine Fülle von Abbildungen illustriert, auf seine Vorschläge, die von den großen Reedereien eingeführten Krängun sversuche allgemein vorzuschreiben, u. a. m. und ebenso auf die Einzelheiten der von ihm dargestellten Fesesrcer Bestimmungen kann hier nicht ein⸗ gegangen werden. Wer als Fachmann oder als angehender, noch etwas ängstlicher Weltreisender an dem Gegenstand ein näheres Iaterese nimmt, der wird die Schrift I selbst mit Nutzen und Befriedigung studieren und dem Verfasser für seine Arbeit Dank wissen.

Gleichzeitige Telegraphie und Telephonie auf nur einer Leitung.

Ueber ein neues System gleichzeitiger Telegraphie und Telephonie, das den Erfindern, dem Professor Bruns und dem Ingenieur Turchi, in den Hauptstaaten patentiert ist, veröffentlicht die in Frankfurt a. M. erscheinende „Elektrotechnische Rundschau“ (Heft 4 des 21. Jahrgangs) einen Aufsatz der Erfinder selbst.

Das Wesentliche dieser Neuheit besteht darin, daß im Betrieb befindliche Telegraphendrähte gleichzeitig für Telegraphie und Telephonie mittels Einschaltung einer Differentialspule Verwendung finden. Nach einer Reihe von Versuchen, unter denen diejenigen auf der Linie Rom-— Florenz in einer Entfernung von 300 km die wichtigsten waren, ist nunmehr die Linie Turin— Vercelli in regelmäßigen Betrieb genommen. Die Einschaltung der Differentialspule in bestehende Telegraphenleitungen kostet nur einige wenige hundert Mark. In kurzem sollen Versuchs⸗ installationen in London vorgenommen werden, sodann steht die offizielle Einführung in Portugal bevor, wo zur Zeit eine englische Gesellschaft mit der Anlegung eines weit verbreiteten beschäftigt ist. Man hat die Arbeiten zur Zeit sistiert, um das Ergebnis der Londoner Versuche abzuwarten und sodann eventuell das bestehende Telegraphen⸗ netz für die simultane Telegraphie und Telephonie zu benutzen.

Die Hauptvorteile präzisieren die Erfinder folgendermaßen: 1) Die bestehenden Telegraphenleitungen brauchen nicht wesentlich geändert zu werden, 2) Telegraphieanlagen der verschiedensten Arten, auch solche, die mit schnellen und synchronen Apparaten arbeiten, wie die von Hugues u. Weston u. a. m., sind verwendbar. 3) Im Unterschiede von allen anderen ähnlichen Systemen braucht man für die ganze Linie nur eine Leitung. 4) Die Geringfügigkeit der Ergänzungskosten.

Stuttgart, 3. Dezember. (W. T. B.) Nach einer amtlichen Meldung findet am 9. und 10. Dezember in Stuttgart unter Leitung der Generaldirektion der württembergischen Staatseisenbahnen die europäische Fahrplankonferenz zur Aufstellung der Sommerfahrpläne 1904 statt. An den beiden vorhergehenden Tagen werden sogenannte Vorkonferenzen abgehalten. ür die Konferenz, zu der gegen 200 Vertreter von Regierungen unnd Eisenbahnverwaltungen erscheinen werden, sind über 300 Anträge angemeldet, von denen eine große Zahl auf die Ein⸗ richtung neuer und Verbesserung bestehender Zugverbindungen im inter⸗ nationalen Verkehr gerichtet sind. Die württembergische Eisenbahn⸗ verwaltung bemüht sich wieder, eine Verbesserung im Verkehr des

1e-. e von Stuttgart nach Berlin zur Verkürzung der Faßhrtdauer und zur Erzielung einer früheren Ankunft in Berlin zu erhalten. Zwischen Stuttgart und Frankfurt a. M. soll eine bessere Verbindung geschaffen werden. Ferner soll versucht werden, Ver⸗ besserungen in den Zugverbindungen zwischen Paris und Wien, Hamburg, Bremen und Süddeutschland und der Ostschweiz zu erzielen.

New York, 4 Dezember. (W. T. B.) Ueber die kürzlich in der Unterredung des Generaldirektors Ballin mit einem Redakteur des „New York Herald“ angedeutete bevorstehende Vereinigung des

Betriebes der Mittelmeerlinien der Hamburg⸗Amerika⸗ Linie und desjenigen der White Star⸗Linie verlautet, daß

dieser Vertrag jetzt perfekt geworden ist. Jede der beiden Gesellschaften stellt vier Dampfer für eine Linie zwischen dem Mittelmeere und Nord⸗ amerika ein. Die Seeinirderlaflung der Hamburg⸗Amerika⸗Linie in Genua übernimmt die Geschäftsleitung auch für die White Star⸗ Linie. Die Schiffe der Hamburg⸗Amerika⸗Linie behalten ihren Terminus in New PYork, diejenigen der White Star⸗Gesellschaft gehen nach Boston.

Theater und Mufik.

Deutsches Tbeater. 8 8

Im Deutschen Theater hat Gerhard Hauptmanns Schau⸗ spiel „Rose Bernd“ das erste Viertelhundert seiner Aufführungen hinter sich. Tiefgehender fast als der der Erstaufführung war der Eindruck, den die fünfundzwanzigste Wiederholung des Stückes am Dienstag auf das Publikum ausübte. Bei einem Zusammen⸗ spiel, das jetzt nahezu die Vollkommenheit erreicht hat, traten die vielverschlungenen Fäden der Handlung deutlicher hervor und ließen auch das psychologische das die Seele der Dichtung bildet, in allen seinen inzelheiten klar erkennen. An erster Stelle ist wieder die Trägerin der Hauptrolle zu nennen, deren Darstellung völlig wie ein Erlebnis, nicht mehr wie Theater⸗ spiel wirkt, aber auch die Leistungen der Frau Conrad, der Herren Bassermann, Rittner, Sauer, Forest sind kaum minder zu loben. Dazu kommt die in bezug 8. Naturtreue kaum zu übertreffende, die Stimmung des Ganzen stark unterstützende Inszenierung. Es ist daher anzunehmen, daß „Rose Bernd“ noch recht lange den Spielplan beherrschen wird. ““

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Im Königlichen Opernhause gelangt morgen, Sonnabend, „Die Hochzeit des Fiogra⸗ von Mozart zur Aufführung. Die Damen, Hero Hiedler, Parbs, die Herren Hoffmann, Nebe, Sommer und

ittekopf sind in den Hauptrollen beschäftigt. Kapellmeister von Strauß dirigiert.

„Für die morgen, Abends 7 Uhr, zum Besten des Vater⸗ ländischen Frauenvereins im Neuen Königlichen Opern⸗ theater stattfindende Festvorstellung haben die Verfasser der tantiemepflichtigen Stücke in Anbetracht des F Zwecks auf jede Einnahme verzichtet. Die Ausschmückung des Theatersaals in der Art des Königlichen Opernhauses bei Anlässen ist bisher dem größeren Publikum noch nicht vorgeführt worden. Die hierzu erforderlichen Dekorationsstoffe hat die General⸗ intendantur der Königlichen Schauspiele dem Vaterländischen Frauenverein für diesen Zweck ausnahmsweise zur Verfügung gestellt. Für die Festvorstellung werden auch Promenadenbillette zu 4 ℳ, die nicht zu einem festen Sitzpla berechtigen, aber den Aufenthalt in allen Räumen gestatten, ausgegeben werden. Der Verkauf findet an der Tageskasse des Königlichen Schauspielhauses, im Warenhaus Wertheim und im Vereinsbureau (Dessauer Str. 14) statt.

„Im Schillertheater O0. (Wallnertheater) befindet sich gegen⸗ wärtig das Lustspiel „Der Compagnon“ von dolph L'Arronge in Vorbereitung, das Mitte dieses Monats zur Aufführung gelangen wird.

Im Theater des Westens findet am Sonntagnachmittag ein Gastspiel der Frau Sophie Heymann⸗Engel als Rosine im „Barbier von Sevilla“ statt.

„Max und Moritz“, eine Kinderkomödie, die bei ihrer ersten Aufführung im Thalia⸗Theater großen Erfolg hatte, wird morgen, Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr, bei ermäßigten Eintrittspreisen v Jeder Erwachsene hat das Recht, ein Kind frei ein⸗ zuführen.

(Der K vnzertt ickt befindet sich in der Zweiten Beilage.)

Mannigfaltiges.

Berlin, den 4. Dezember 1903.

In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten berichtete der Stadtv. Stadthagen über die Beratungen des Ausschusses, dem die Reglements für die Fürsorgeerziehung zur Vorberatung überwiesen worden waren. Die von dem Magistrat entworfenen und von der Versammlung beschlossenen Bestimmungen hatten in mehreren Beziehungen nicht die Zustimmung der Aufsichtsbehörde gefunden. U. a. war beanstandet worden, daß jede Gewähr für eine religiös⸗ sittliche Erziehung der Fürsorgekinder vermißt werde. Der Magistrat hat darauf die Reglements umgeändert, und der Ausschuß hat sich mit den verschiedenen Paragraphen zu beschäftigen gehabt. Die Durchberatung der einzelnen Paragraphen nahm längere Zeit in Anspruch, sie wurden aber sämtlich ohne längere Erörterungen den Anträgen des Magistrats und des Ausschusses gemäß angenommen. Auf den Antrag des vorberatenden Ausschusses erklärte sich ferner die Versammlung damit einverstanden, daß vom 1. Januar 1904 ab die Zahl der Mit⸗ füiüder des Ausschusses zur Begutachtung der Vorlagen wegen An⸗ stellung bezw. Pensionierung von besoldeten Gemeindebeamten und Lehrern von 10 auf 15 erhöht wird, und damit, daß die bei den städtischen Kassen zur Zahlung kommenden Dienstpensionen, Witwen⸗ und Waisengelder, Ieöö usw. auch ohne Monatsquittung im Postanweisungsverkehr an die Berechtigten gezahlt werden. Auf eine Anfrage der Stadtvv. Rast und Genossen, weshalb der Schulunterricht am Tage der Urwahlen ausgefallen sei, antwortete der Stadtschulrat Dr. Gerstenberg, daß bei dem Mangel an geeigneten anderweitigen Wahllokalen

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eine Anzahl von Schulen für den Wahlakt in Anspruch genomme werden mußten, und daß man auch die Lehrer nicht in ihrer Wahs⸗ freiheit beschränken wollte. Deshalb habe die städtische Schuldeputation einstimmig beschlossen, den Unterricht an diesem Tage ganz ausfallen zu lassen. Zum Schluß beschäftigte sic die Versammlung mit de Frage, wie die drohenden Ausfälle im städtischen Etat gedeckt werde können. Die zur Beratung dieser vns. ben he eingesetzte gemischte Deputation hatte vorgeschlagen, die bestehende Umsatzsteue zu berdoppeln, und zwar für bebaute Grundstücke von P auf 1 % der Wertes, für unbebaute Grundstücke von 1 auf 2 % zu erhöhen und die bisher steuerfrei gebliebenen Zwischenverträge ebenfalls zur Umsat⸗ steuer heranzuziehen. Nach kurzer Debatte einigte man sich auf juristischen, wie aus materiellen Gründen dahin, die Vorlage von neuem einem Ausschusse zur Durchberatung zu überweisen. An die öffentliche schloß sich eine geheime Sitzung an.

sen, 4. Dezember. (W. T. B.) Die Warthe steigt sowohl

an der russischen Grenze wie hier in Posen ziemlich schnell. Ei

Teil des Berdychower Dammes ist uüberschwemmt, nur der

rost verhindert bisher ein weiteres Ueberfluten. Der Wasserstand

eträgt 2,36, gegen gestern 2,28. Schrimm meldet eine Wasserhöhe von 2,30, Pogorzelice 2,42 m.

Dortmund, 3. Dezember. (W. T. B.) Der „Dortmunder Zeitung“ zufolge wurden auf der Zeche „Schleswig“ bei Brakel infolge heftigen Aufstoßens des Förderkorbes auf den Anschlag 17 Bergleute, darunter mehrere schwer, verletzt.

Cetinje, 3. Dezember. (W. T. B.) Infolge starker Regen⸗ güsse sind sämtliche Flüsse in der hiesigen Gegend ausgetreten, mehrere Brücken sind weggerisfen der Verkehr ist im ganzen Lande unterbrochen. Der Skutarisee hat die benachbarten Dörfer .“ Skutari, Rjeka und Virbazar stehen unter

asser.

New York, 3. Dezember. (W. T. B.) Wie eine Devpesche aus Vancouver meldet, ist der britische Kreuzer „Flora“ in Nebel auf Felsen bei Denmans Island gestrandet; das Schif ragt mit dem Vorderteil aus dem Wasser.

8 8

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Konstantinopel, 4. Dezember. (Meldung des Wiener K. K. Tele Die österreichisch⸗un⸗ garische Botschaft hat der Pforte mitgeteilt, daß am 28. v. M. in dem Briefkasten der österreichisch⸗ungarischen Poß in Saloniki ein Brief gefunden worden sei, in dem Drohungen für Neujahr ausgesprochen seien. Eine Mystifikation ist nicht ausgeschlossen.

Die Angaben der bezüglich der Wahl der Persönlichkeiten für die Posten der beiden Zivilagenten in den mazedonischen Wilajets sind unzutreffend; die Wahl wird in diesen Tagen erfolgen und sodann der Pforte mitgeteilt werden. Gerüchte von Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bot⸗ schaftern der Ententemächte und zwischen den Kabinetten dieser Mächte sind falsch.

Die Nachricht von der Einsetzung einer Kommission für Verhandlungen über die neun Reformpunkte ist dahin richtig zu stellen, daß eine türkische Aeußerung vorliegt, man beabsichtige, den Staatsmann Alexander Karatheodory Pascha und für die Gendarmeriefrage den Großmeister der Artillerie Zekki Pascha dem Minister des Aeußern zur Unterstützung für die zu erwartenden Verhandlungen beizu⸗ heben. Eine offizielle eeeket een ist nicht erfolgt; die Bot⸗ chaften werden in direkte und, wie landesüblich, verschleppende Verhandlungen mit der Kommission nicht eintreten.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.) .

Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern⸗ ben. 256. Vorstellung. Figaros Hochzeit. omische Oper in 4 Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. 3+ nach Beaumarchais, von Lorenzo Hehantbe Uebersetzung von Knigge⸗Vulpius. Anfang

t Uhr.

Schauspielhaus. 268. Vorstellung. Wie die Alten ungen. Lustspiel in 4 Aufzügen von Karl Niemann.

nfang 7 r. b

Sonntag: Opernhaus. 257. Vorstellung. Manon. Oper in 4 Akten und 6 Bildern von J. Massenet. Text von H. Meilhac und Ph. Gille. Deutsch von

erd. Gumbert. (Chevalier des Grieux: F Franz ana, K. u. K. Kammersänger, als Gast Anfang

hr.

Schauspielhaus. 269. Vorstellung. Im stillen Gäßchen. (Ouality-Street.) Lustspiel in 4 Akten von J. M. Barrie. Deutsch von B. Pogson. Anfang 7 ½ Uhr.

Neues Operntheater. Egmont. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Wolfgang von Goethe. Musik von Ludwig van Beethoven. Anfang 7 Uhr. Der Billettverkauf findet täglich im Königlichen Schauspielhause statt.

von Orleans.

Nachmittags 3

Fledermaus. Gastspiel

Deutsches Theater. Sonnabend: Rose Bernd. Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Rosenmontag. Abends 7 ½ Uhr: Rose Vernd.

Montag: Rose Berud.

Berliner Theater. Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Die sieben Raben. Abends 7 ½ Uhr: Alt⸗Heidelberg.

Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Die sieben Raben. Abends 7 ½ Uhr: Gustav Adolf.

Montag: Alt⸗Heidelberg.

Ed. Pailleron.

e ertteater. 0. (Wallnertheater.) zofe. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrik Ibsen. JLehas von Wilhelm n 1 8*

8

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Abends 8 Uhr: Die Jungfrau

Theater des Westens. Kantstr. 12. Bahnhof Zoologischer Garten. erzoglicher Hoftheaterintendant a. D.) 1 Uhr: Zu halben Preisen: käppchen. Abends 7 ½ Uhr (10. Vorstellung im Abonnement): Julius Spielmann, als Gast. Die

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: von Frau Der Barbier von Sevilla. Abends 7 ½ Uhr: Gastspiel des Kammersängers Nikolaus Rothmühl. Die Afrikanerin. Montag (11. Vorstellung im Abonnement): Julius Sene, 92 Pen. 8 ienstag (11. Vorstellung im Abonnement): Das Glöckchen des Eremiten. 8

Neues Theater. Vorher: Logik des Herzens.

eRrsibentgenter. (Direktion: S. Lautenburg.) onnabend: Ein Seitensprung. (La Carotte. , nen 8 1 - 59 8 Dehoͤre 82 uillemand. von Schönau. 3 Der zündende Funke. frhcnan, Morhes Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag und folgende Tage: Ein Seitensprung. Vorber: Der zündende Funke. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Seine Kammer⸗

Thaliatheater. Direktion Jean Kren und Alfred Schönfeld. Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Bei

Montag, Abends 8 Uhr: Wilhelm Tell. rolle.)

N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Liebelei. in 3 Akten von Arthur Schnitzler. Hierauf: Literatur. Lustspiel in 1 Akt von Arthur Schnitzler.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Im weißen Rößl. Abends 8 Uhr: Der Bibliothekar.

Montag, Abends 8 Uhr: Vasantasena.

Sonntag, Schauspiel

binder 5

Trianontheater.

(Direktion: A. Prasch, Groß⸗ S 8 Uhr.

Sonnabend, 8S Fion⸗ Sonntag: Biscotte.

Sophie Heymann⸗Engel. und Arth. Lippschitz.

kleinen Preisen: Kindervorstellung. Max und Moritz. (Jeder Erwachsene ein Kind frei.) Der Hochtourist. (Guido Thielscher in der Titel⸗

. ig, Nachmittags 3 ½ Uhr: Bei Preisen: Zum 550. Male: Charleys Tante. Dienstag: Zum 100. Male: Der Hochtourist.

Bentraltheater. Sonnabend: Der Rastel⸗

Belleallianretheater. (Direktion: Hofschauspiel⸗ direktor Jul. Aug. Grube.) Sonnabend: Los vom Manne! Schwank in 3 Akten von Wilh. Jacoby 3. Anfang 8 Uhr.

Sonntag und folgende Tage: Los vom Manne! bet Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: In Vertretung.

rektor Albert Schumann. Herr Julius Seeth mit seinen 25 männlichen Löwen. Mllle. Dutrieu, Rekordsprung von 50 Fuß = 15 Meter.

„Sonntag: Zwei Vorstellungen. Nachmittagt ein Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise Nachmittags: 25 Löwen, Rekordsprung von 50 Fuß, Cottrells Miniaturhündchen.

bends 7 ½ Uhr:

kleinen

(Georgenstraße, zwischen Familiennachrichten. riedrich⸗ u. Universitätsstr.) Sonnabend: Biscotte.

Verlobt: Verw. Fr. Eva von Jagow, geb. von

Treskow, mit Hrn. Kammerherrn und Major a. D.

riedrich von Born⸗Fallois (Wierzonka-— Sienno).

rl. Elisabeth von Schwichow mit Hrn. Ober⸗

8-g wess von Restorff (Kiel Branden⸗ urg a. H.).

Verehel 89. Hr. Harry von Elbe mit Lily Gräfin Moltke, geb. von Heyden (Berlin). Hr. Regierungsreferendar de Maizidre mit Frl. Els⸗

Dückers (Stettin).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Schloßpfarrer Lic. W. Brüning (Köpenick). Hrn. Oberleutnant

Der Bettelstudent. Konzerte.

Sonnabend: Salome

tetts. Lustspiel in 1 Akt von quartetts

Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Liederabend von Maria L. Walter.

Saal Bechstein. Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: I. Konzert von Alexander Sebald (Violine).

Beethovensaal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: II. Abonnementssoiree des Böhmischen Streich⸗ v

sen e von Kretschmann (Frankfurt a. O.).

Regierungsrat Rall (Köslin).

Gestorben: Hr. Geheimer Justizrat und Kreis⸗ erichtsdirektor a. D. Adolf von Eckenbrecher (Stralsund). Hr. Major a. D. Eberhard von der Marwitz I“ a. Harz). Fr. Pfarret Marie Schaefer, geb. König (Steglitz). Fr. Konsistorialrat Clara von Hase, 8 räfin von Kalckreuth (Breslau). Hrn. Major von Voß Tochter Erna (Charlottenburg).

Verantwortlicher Redakteur 1“

Birkus Schumonn.

von Babylon.

Sonnabend, 7 ½ Uhr: Babel und Bibel, oder: Die Pracht, der Untergang und die Wiedererweckung des Weltreichs Eine Wanderung durch acht Jahr⸗ tausende in Form einer großen Ausstattungs⸗ pantomime, in elf Abteklungen nach einer Idee von A. Moszkowski und in Szene gesetzt vom Di⸗

Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Neun Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage)

Abends

zum Deutschen Reichsanzei

Berlin, Freitag, den 4. Dezember

Qualität

mittel gut Verkaufte

Marktort

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

Menge

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niedrigster I

höchster

niedrigster höchster niedrigster höchster

Doppelzentner

ger und Königlich Preußische

n Staatsanzeiger.

Durchschnitts⸗ preis

für 1 Doppel⸗ zentner

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1 vhbersanch icher S Hzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

15,00 15,80 14,40 15,40

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.. .. 71, Develzentner und der Verkausswert auf volle Nark abgerundet mitgetellt. Der Purchschnittspreis w Die verkaufte Wenge wor auf woel⸗ Döho Bebentung, daß der Frkushane Fafes nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten,

16,00

16,18 16,40

16,67 16,00

16,52 16,73 16,75

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4

11,23 12,00

10,98 11,50

13,00 11,86

11,96 12,45 13,75

ird aus den nn eerundeten Zahlen berechnet. daß entsprechender Bericht fehlt.

Mitglied bin. Ich

Hrn. Hauptmann Hofmann (Allenstein). Hrn.

SDSDeutscher Reichstag. 8 G

1. Sitzung vom 3. Dezember 1903.

Der Alterspräsident Abg. von Winterfeldt⸗Menkin (d. kons.) eröffnet die Sitzung mit folgenden Worten:

Meine Herren! Nach der ee § 1 ist es beim Beginn einer neuen Legislaturperiode die flicht des ältesten Mitgliedes der Versammlung, die Leitung so lange zu über⸗ nehmen und das Präsidium zu führen, bis der Vorstand gewählt ist. Ich bin am 2. März 1823 geboren und vom Bureau als das älteste Mitglied bezeichnet worden. Ich erlaube mir die Frage, ob irgend einer von den Herren vor dem Jahre 1823 geboren ist. Es meldet sich niemand, ich nehme daher an, daß ich das älteste eröffne hiermit die Sitzung. Ich bitte, als Schriftführer mir zur Seite zu treten, die Herren Abgeordneten Him⸗ burg, Krebs, Pauli und Paasche. Sind die Herren anwesend? (Die beiden letzteren sind nicht anwesend. An Stelle des Abg. Dr. Paasche nimmt der Abg. Dr. Hieber den Schriftführerplatz ein.)

Zur Feststellung der Beschlußfähigkeit findet sodann der Namensaufruf statt. Während dieser vor sich geht, teilt der Präsident mit, daß an Vorlagen eingegangen sind: Der Reichshaushaltsetat für 1904, sowie der Etat für die Schutzgebiete, das Handelsprovisorium mit Eng⸗ land, der Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung des Finanzwesens des Reichs, sowie Uebersichten über Einnahmen und Ausgaben aus den Jahren 1901 und 1902, die allgemeinen Rechnungen für 1899 und die Ueber⸗ sicht über Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete.

Der Namensaufruf hat die Anwesenheit von 311. Mit⸗ gliedern ergeben, das Haus ist also beschlußfähig. 1

Die Verlosung der Mitglieder in die einzelnen Abteilungen wird, wie bisher, dem Bureau übertragen.

Schluß 3 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 2 Uhr (Wahl des Praͤsidiums und der Schriftführer).

Parlamentarische Nachrichten.

Dem Reichstage ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Feststellung des Reichshaushaltsetats

nr das Rechnungsjahr 1904, zigegangen, der nachstehenden ortlaut hat:

§ 1 Der diesem Gesetz als Anlage bigefügte Reichshaushaltsetat für das Rechnungsjahr vom 1. April 1974 bis 31. März 1905 wird, wie folgt, festgestellt: in Ausgabe 4 auf 2 460 735 004 ℳ, nämlig haauf 2 057 047 075 an ortdauernden, 8 auf 174 551 765 an enmaligen Ausgaben des ordent⸗ lichen Etats, und auf 229 136 164 an sinmaligen Ausgaben des außer⸗ 11“ ordentlichen Etats, 8 in Einnahme 8 auf 2 460 735 004

8 4

Der Reichskanzler wird ermähtigt, zur Bestreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben die Sunme von 214 713 352 im Wege des Kredits flüssig zu machen.

§z.

Der Reichskanzler wird err gt, zur vorübergehenden Ver⸗ stärkung der ordentlichen Betriehmittel der Reichshauptkasse nach Bedarf, jedoch nicht über den Btrag von zweihundertfünfundsiebzig Millionen Mark hinaus, Schatzanpeisungen auszugeben. 1

§4.

Der diesem Gesetz als zweit Anl e beigefügte Besoldungse at

für das Reichsbankdirektorium fi das d eechnungsjahr 1904 wird auf 166 500 festgestellt.

5.

Die Beilage II des Gesetzes betreffend den Servistarif und die Klasseneinteilung der Orte, von 26. uli 1897 (Reichs⸗Gesetzbl. S. 619) erhält die aus der dritta Anlage ersichtliche Fassung.

V

6. Von dem nach China entsadten Ostasiatischen Expeditionskorps verbleibt ein aus LeChena fon des Friedens⸗ und des Beurlaubten⸗ standes der einzelnen Vvren ingente bestehender Teil, die Ost⸗ asiatische Seeege e, zur prüͤbergehenden Besetzung chinesis⸗ Gebiets in e ist aber, sbald sie ihre Aufgabe erfüllt ha wird, vuthans 8 Die Verwafung wird durch den Bundesstaat reußen geführt. 1 d ie efa Deutschland zu 9—n Offiziere, Unteroffiziere, Kapitulanten, Mannschaften 8 en des E seditionskorps

werden, soweit sie nicht sofort in offene etatsmäßige Stell einrücken können, zunächst überetatsmäßig verpflegt und rücken

Freiwerden etatsmäßiger Stellen in solche ein.

In der diesem Entwurf beigegebenen Denkschrift wird

u. a. folgendes ausgeführt: Das vorliegende Gesetz r zuletzt ergangenen gleichartigen Gesetze vom 28. März 1903 an. Gesetzentwurf wird daher einer weiteren Begründung nicht bedürfen. für das Rechnungsjahr 1904 ist nisses zum Servistarife nötig. Zu dem Etatsentwurf wird folgendes bemerkt: Abweichend von der bisherigen Uebung, ist zur

sclheft sch nach Zosg und ndant 898 eine Ergänzung des Stellenverzeich⸗

Deckung des Fehl⸗

betrags im ordentlichen Haushalte für das Rechnungsjahr 1902 die

Summe von 30 608 622 beim außerordentlichen Etat unter Kapitel 16 der einmaligen Au Fehlbetrags beruht in der wir; gelaufenen Rechnungsjahrs; deshalb erscheint

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aben eingestellt.

2 Die Entstehung des aushaltwirtschaft eines bereits ab⸗ seine Deckung aus An⸗

leihemitteln vertretbar, zumal wenn künftig auch die Uebers ordentlichen Deckungsmitteln zug en

aus den Vorjahren den au Uebrigens

werden sollten.

at diese Maßregel in dem vorliegenden

Etat auf die Gesamthöhe der Anleibe insofern keinen Einfluß, als der Anleihezuschuß sich um den Fehlbetrag erhöhen würde, falls er

Lasten des ordentlichen Etats verbliebe. Die bisher bei dem

ehlbetrage verre

chnete Einnahme aus der

eeh. der Rechnungen ist bei Kapitel 19 der Einnahme eingestellt. Im

Bereiche des or

dentlichen Etats sind die gesamten fort.

dauernden und einmaligen Ausgaben aller Verwaltungszweige, mit Einschluß der fortdauernden Ausgaben der Betriebsverwaltungen (Post

und Telegr. veranschlagt auf

und übersteigen die Gesamtausgabe des Vor⸗ jahrs um Es kommen auf die fortdauernden e

Bleiben wie vorstehend mehr 14 418 752 Der außerordentliche Etat der einmaligen mit einem Gesamtbedarf von 229 136 164 un jahre mit einem Mehrbedarf von 29 287 340 Der erstgedachte Mehrbedarf des ordentlichen Haushalte 14 418 752 ergibt sich im einzelnen aus folgender Zus

hie, Reichsdruckerei, Eisenbahnen),

ben mehr 59 817 552 und auf die einmaligen Ausgaben weniger 45 398 800

.2 231 598 840 . 14 418 752

Ausgaben d gegenüber dem

8 ab

von .