8 “
als solches bei dem anderen Syndikat bei dem Eingang größerer Aufträge möglich ist, und ferner ergibt sich daraus, daß eine gemeinschaftliche Anweisung der beiden Syndikate an die Werke, statt Spiegeleisen Puddeleisen herzustellen, nicht erteilt werden kann, solange das Siegener Syndikat das ihm zustehende Verhältnis an Spiegeleisen noch absetzen kann. Aus diesen komplizierten Vertragsbestimmungen dürften sich wohl die Verhältnisse ergeben haben, wie ich sie auf Seite 40 meines Berichts dargelegt habe, wo ich erwähnte, daß die Abnehmer glaubten, die Wahrnehmung machen zu müssen, daß einzelne syndizierte Hochofenwerke ihre Spezial⸗ marken für eben denselben Zeitraum verkauften, innerhalb denen die gestrichenen Mengen von Puddel⸗ und Stahleisen wegen Mangels an Brennstoff nicht hätte geliefert werden können.
Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Ich möchte Herrn Bergrat Gothein erwidern, daß zur Zeit der Hochkonjunktur die Beteiligungsziffer der gemischten Werke mit Ausnahme der Firma Krupp eine verhältnismäßig geringe war. Daß selbstverständlich die gemischten Werke zu jener Zeit mit ge⸗ ringeren Mengen Roheisen an den Markt gekommen sind, ist klar, aber die Roheisennot hatte ihren Hauptgrund in der bedeutenden Zunahme der Nachfrage und in der Unmöglichkeit, die Roheisenproduktion infolge der herrschenden Rohmaterialien⸗ not entsprechend zu erhöhen.
Vorsitzender: Das Wort wird zu diesem speziellen Punkt nicht mehr verlangt. Wünscht sonst noch jemand das Wort zur Generaldiskussion? — Das ist nicht der Fall; dann darf ich jetzt wohl die einzelnen Fragen von 1 bis 7 noch einmal aufrufen und bitte bei jeder Frage die Herren, die etwas dazu zu bemerken haben, sich zum Wort zu melden.
Frage 1: der Kartelle (Syndikate, Kon⸗
Bezeichnung vpentionen), Sitz. Zahl der Mitglieder und
der Betriebe. Das sind Dinge, die in dem Bericht des Herrn Referenten
erörtert sind; dazu wird wohl niemand etwas zu bemerken
haben.
Frage 2: Anzahl der in den syndizierten Betrieben
beschäftigten Arbeiter. Art der Arbeiter (männliche, weibliche, jugendliche). Das Wort hat der Herr Referent. 8 Referent Regierungsrat Dr. Voelcker: Meine Herren! Wie viele Arbeiter in den syndizierten Betrieben beschäftigt konnte nicht festgestellt werden. Insgesamt werden in unserer deutschen Hochofenindustrie beschäftigt, wenn ich das Jahr 1901 herausgreife, 29 596 Arbeiter. Hiervon entfallen uf den rheinisch⸗westfälischen Industriebezirk — dabei schließe ch aber auch die in Hessen⸗Nassau gelegenen Hochofenwerke mit ein — 18 157 Arbeiter. In der lothringischen Hoch⸗ nindustrie wurden in diesem Jahre beschäftigt 3854 Arbeiter 8 71 Arbeiter. Vorsitzender: Wird das Wort zu Frage 2 noch ge⸗ wünscht? — Das ist nicht der F Dann gehen wir über zu Frage 3: A hergestellten Erzeugnisse erstrecken Bestimmungen des Kartellvertrages? Das Wort hat der Herr Referent. Referent Regierungsrat Dr. Voelcker: Meine Herren! Ich habe vorhin schon auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die diese verschiedenen Bestimmungen in den Verträgen im wirtschaftlichen Leben hervorgerufen haben. Ich möchte mir die Frage an die Herren Vertreter der Syndikate gestatten: aus welchen Gründen ist eine Beschränkung in der Ausdehnung der Syndikatsbestimmungen auf die verschiedenen Roheisen⸗ sorten für zweckmäßig erachtet worden, aus welchen Gründen ist also nicht die gesamte Roheisenproduktion der vereinigten Werke in die Syndikatsbestimmungen aufgenommen worden, und ferner: welche besonderen Gründe waren maßgebend, daß das Rheinisch⸗Westfälische Roheisensyndikat nicht auch die für die Ausfuhr bestimmten Mengen syndizierte, während es doch beim Siegerländer Roheisensyndikat möglich gewesen ist, auch die Exportmenge zu syndizieren? Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Ich will gleich die letztere Frage beantworten. Das Rheinisch⸗Westfälische Roheisen⸗ syndikat hatte bisher Auslandsgeschäfte nicht in seine Satzungen aufgenommen, und zwar nicht etwa, weil die rheinisch⸗west⸗ fälischen Werke einen Vorteil in der Aufnahme der Auslands⸗ geschäfte nicht erblickt hätten, sondern die Aufnahme scheiterte an dem Widerstand der gemischten Werke. Die gemischten Werke hatten verhältnismäßig geringe Anteilsziffern, und aus diesem Grunde wollten sie sich ein Ventil offen halten für den Fall, daß sie in ihren eigenen Betrieben das Roheisen, welches sie darstellten, nicht verwenden könnten; sie wollten dann in größeren Mengen an den ausländischen Markt kommen können. Das war der Grund, weshalb wir das Auslandsgeschäft haben. Der Unterschied zwischen Roheisensyndikat
welche in den syndizierten Betrieben
sich die
Bezirk haben als das Siegerland. Ich
daß es uns jetzt gelungen ist, das der rheinisch⸗westfälischen Gruppe zuziehen. Was die andere Frage betrifft, darauf erwidern, daß das daran Syndikat eben aus zwei Gruppen Siegerländer Werke. Die letztere hatte Anspruch genommen,
etrenntes Vertragsverhältnis bestand. Die rheinisch⸗west
ausgeschlossen.
schrift, die wir von geht meiner Auff
in die Satzungen nicht mit aufgenommen dem Rheinisch⸗Westfälischen und dem Siegerländer Syndikat liegt darin,
daß wir eine viel größere Zahl gemischter Werke in unserem kann aber erwähnen,
Auslandsgeschäft auch bei mit ins Syndikat hinein⸗
weshalb nicht sämtliches Roheisen ins Syndikat aufgenommen wurde, so kann ich gelegen hat, daß das
bestand, aus der Gruppe der rheinisch⸗westfälischen Werke und aus der Gruppe der immer für sich in
das Spiegeleisen allein auf den Markt
zu bringen, mit Ausnahme der Firma Krupp, mit der ein „betrug im Jahre 1900 nach den
zu können.
Werke
Oberbergrat Dr.
dikaten für Roheis Werke außerhalb scheint, in keinem möglich geworden ist, Hochofenwerk außerhalb wenigstens die gemischten wesen sind. Ich möchte
den Bemerkungen, vorgegangen, nachgewiesen wird,
nicht syndiziert sind. deutung, zu wissen, handeln, in der
Syndikaten noch ist. aus dem Bericht, den stattet hat, nur folgern,
daß es bei beiden
Frage dahin präzisieren: gelegenen Werke, soweit Syndikat?
ist ganz klar. käufer von Roheisen Ausnahme Spezialitäten.
Generaldirektor Be
Frage kommt. (Zuruf: Ja.
ein Werk wirklich mit Markt gekommen ist,
interessant, wenn satz der Verkaufsmenge syndiziert war.
Kommerzienrat We weiteres möglich sein, Eisen auf den Markt
3 % Vorsitzender:
Wie groß i
der letzten d
die Gesamtbeteiligungs Beteiligungsziffern. Werke sind ja als Ges
der Werke Schlüsse ge ziffern im einzelnen nie und dem Kokssyndikat ziffern der einzelnen ganz andere Verhältn weniger bekannt ist, di
richtiger einschätzen. Vorsitzender:
Syndikat 1 125 600 t
(Zuruf: mal festgesetzt.
von 1 752 720 t.
meinem Bericht, die au
fälische Gruppe hat dieses Zugeständnis machen müssen, um
Was nun das Ferromang langt, so lag kein Grund vor — es Spezialsorten — weil die wenigen mit denen sie direkt in Verbindung Auch in dem neuen Syndikatsvertrag
Wachler⸗Berlin: dem Herrn Referenten chon hervor, daß in allen Syn⸗ für die Halbfabrikate usw. des Verbandes geblieben sind, daß, wie mir Syndikat die Vereinigung aller Werke ondern immer das eine oder andere
des Syndikats gestanden hat, daß 6 dadurch herbeigeführt worden ist,
störungen oder ähnlichen Lage waren, Syndikat liefern zu können.
, diese mit
assung nach s en ebenso wie
klärung darüber provozieren, o die der Herr Re
und daß sie desh wird, weil gewisse Spezialitäten, z. Ich meine nun, es ob die Syndikate, schlossene Verbände aufgefaßt
Tat als völlig ge iten, oder ob bei jenen
werden, abgesehen von den Spezialitä das eine oder andere Ich glaube das letztere annehmen zu können; ich kann Herr Regierungsrat Voelcker uns er⸗ daß meine Meinung zutrifft, möchte en Vertretern wissen: werden die
aber gern von den Herr aufgefaßt oder sind auch
Syndikate als völlig geschlossene noch Werke außerhalb derselben?
Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Syndikaten außenstehende Bergrat Gothein⸗Breslau, M. d. R.: sind alle in dem betreffenden Bezirk Roheisen sind, im die kein Roheisen verkaufen, dem Syndikat anzugehören, Punkt ist der, ob alle Ver⸗
Denn daß diejenigen,
auch kein Interesse daran haben, Der springende Mitglieder des Syndikats sind,
natürlich der
stätigen, daß im Siegerländer Bez werke gewesen sind, die dem Verein nicht an aber eine wesentliche Produktion bei diesen Werken
Kommerzienrat Weyland⸗Siegen westfälischen Gruppe kann ich auf die rats Gothein erwidern, daß zur
weiter verlangt; wir gehen als
jährliche Wert der seit Bestehen des
Ich erteile dem Herrn Refer Refferent Regierungsrat Dr. Frage vielleicht sogleich mit Frage 8 verbinden, jedoch nur in bezug auf die ziffernmäßigen Angaben.
daß die Herren vom Syndikat kein Bedenk
können aus diesen Ziffern hinsichtlich
der Werke liegen, und wir
Schätzen, die im Boden liegen,
Referent Regierungsrat Gesamtbeteiligungsziffer
ofenwerke 665 600 t und auf die gemis In welchem Jahre?) — Die Gesamtbeteiligungs länder Roheisensyndikat vereinigten sonach ergibt sich für Der
überhaupt eine Einigung mit der Siegerländer Gruppe er⸗ zielen
Werke nicht alle
aber doch eine ausdrückliche Er⸗ b ich darin irre. ferent gemacht hat, her⸗ daß nicht die Gesamtproduktion in den Syndikaten alb nicht nachgewiesen B. Ferromanganeisen,
die wi
Werk
sie Verkäufer von
Verkäufer von
rtram⸗Siegen:
Also bei den auß
glieder des Syndikats waren, kein Eisen i Bezirke an den Markt brachten.
Bergrat Gothein⸗Breslau, M. d. R.: die Herren angeben könnten, dem betreffenden Bezirk nicht
in
yland⸗Siegen: anzugeben,
gekommen ist; das
minimal im Verhältnis zu der Gesamtmenge. Generaldirektor Bertram⸗Siegen: daß innerhalb des Siegerländer Vereins die bis 1901 außerhalb der Gesamtproduktion ausmachten. Das Wort zu Frage 3 o über zu Frage 4:
des Syndikats gestanden haben, keine
st die jährliche
rei Jahre?
ziffern gebe, d. h.
Die Beteiligungsziffern der
chäftsgeheimnis zu zogen werden, die
cht angegeben. Bei haben wir
Werke veröffentlicht.
isse vor. Dort k
e Bedeutung
Es scheint kein Bedenken obzuwalten. Dr. Voelcker: Rheinisch⸗Westfälischen Roheisen⸗ davon entfallen auf die reinen Hoch⸗ chten Werke 460 000 t.
beim ,
Ja,
f Spezialerhebungen
an und das Ferrosilicum an⸗ handelt sich ja da um ins Syndikat hineinzubeziehen, ihre bestimmte Kundschaft hatten, zu bleiben wünschten. sind die beiden Sorten
Aus der Denk⸗
Ich kann bestätigen,
Ich kann nur be⸗ irk einige wenige Hochofen⸗
:Bezüglich der rheinisch⸗ Frage des Herrn Berg⸗ Zeit der Hochkonjunktur nur Roheisen in geringen Mengen an den während die uüͤbrigen Werke, die Mit⸗
Es wird nicht ohne wieviel
Ich kann bestätigen,
syndizierten Erzeugnisse Syndikats oder während
enten das Wort. Voelcker: Ich möchte diese
der Leistungsfähigkeit haben auch deshalb die Beteiligungs⸗ seiner Zeit die Beteiligungs⸗
und deren Umfang mehr oder des einzelnen Werkes viel
beide Syndikate eine Verbrauch an inländischem Roheisen Angaben der Tabelle 5 in
11“
V
erhalten haben,
im Syndikat ge⸗
Es ist aus
wäre von Be⸗ r heute hier ver⸗
draußen gewesen
Werke gibt. Ich möchte diese
mit nichtsyndizierten
gehört haben, daß nicht in erhalb stehenden?)
n dem rheinischen
Es wäre vielleicht welcher Prozent⸗
nichtsyndiziertes ist aber nur ganz
diejenigen Werke,
wird nicht
Menge und der
8
Ich darf annehmen, en haben, wenn ich die Summe aller einzelnen betrachten; denn es nicht im Interesse dem Kohlensyndikat
Hier liegen aber Wann man aus den
Es betrug die
die sind ein für alle
ziffer der im Sieger⸗ Werke beträgt 627 120 t,
Beteiligungsziffer
eigenen Betrieb der hervor, daß von inländischem Roheisen einbegriffen ist, verbrauch einschließlich des im Auslande erzeugten Roheisens. Gegenüber der Gesamtbeteiligungsziffer der Syndikate von 1 752 720 t bleiben demnach für verbrauch übrig 1 053 40
Verbrauch von oberschlesischem syndizierten Roheisens, welches schlesische Roheisensyndikat untersteht. alles nichtsyndizierte Roheisen rheinisch⸗westfälischer und luxem⸗ burgischer Provenienz. in Düsseldorf betrug im der
in der Lage gewesen, genau festzustellen, Ausfuhr von syndizirtem Roheisen stellte.
ich bereits hervorgehoben habe, länder Roheisen die Ausfuhr syndiziert, und ihre Ziffern liegen mir vor. Ziffern enthalten über die westfälischen Bezirk stammendem vielleicht in der Lage, darüber können.
im Jahre 1898 5,41 im Jahre 1899 6,64 ℳ, im Jahre 1900 7,91 ℳ, im Jahre
1901 5,82 ℳ, im Jahre
stellt bezüglich Siegerländer Roheisens. zu antworten?
11“ 111“ on dieser Summe scheiden nun us 4 995 746 t, die in dem Werke verbraucht wurden. Ich hebe
bei dieser Produktionsziffer nur der Verbrauch nicht der Gesamt⸗
den inländischen Gesamt⸗
t.
fällt vor allen Dingen der inländische Roheisen, einschließlich des
dem Verkauf durch das Ober⸗
Ferner fällt darunter
Unter diese Summe
Der Versand des Roheisensyndikates Jahre 1900 1 098 964 t. Gegenüber betrug sonach der Minderversand ob dieser Minderversand daß infolge von Betriebs⸗ Verhältnissen die Werke nicht in der ihrer Beteiligungsziffer dem
Beteiligungsziffer
53 756 t. Es fragt sich nun,
bis zur Höhe
Roheisen anlangt, so bin ich nicht wie hoch sich die Allerdings ist, wie für den Verkauf von Sieger⸗
Was die Ausfuhr von
Es sind in diesen Ziffern aber auch gleichzeitig Ausfuhr von aus dem rheinisch⸗ Roheisen; die Herren sind nähere Auskunft geben zu
Was die Preise der Ausfuhr anlangt, so betrugen sie ℳ durchschnittlich pro Doppelzentner,
1902 5,53 ℳ.
Vorsitzender: Der Herr Referent hat eine Frage ge⸗ des Exports des Vereins für den Verkauf Sind die Herren imstande, darauf
Generaldirektor Bertram⸗Siegen: Ich bitte, die Frage
zu wiederholen, ich habe sie nicht ganz genau verstanden.
Referent Regierungsrat Dr. Voelcker: Unter den Mengen, die hinsichtlich des Exports von Siegerländer Roheisen an⸗ gegeben sind, befinden sich auch Mengen von rheinisch⸗west⸗ fälischem Roheisen, und da wäre es erwünscht, eine Aufklärung zu erhalten, ob etwa seitens dieses Vereins bestimmte Mengen übernommen worden sind, oder wie es sich mit den Summen verhält, die in den Ausfuhrmengen enthalten sind. Generaldirektor Bertram⸗Siegen: Das muß ein Irrtum sein. In der Ziffer, welche wir als Summe für den Export festgestellt haben, ist keine Summe enthalten, die irgendwie von rheinisch⸗westfälischen Werken geliefert worden wäre. Referent Regierungsrat Dr. Voelcker: Dann darf ich mir die Frage gestatten, ob etwa, obwohl der Export für das Rheinisch⸗Westfälische Roheisensyndikat in Düsseldorf nicht syndiziert ist, doch seitens des Syndikats im Auftrage von Syndikatsmitgliedern exportiert worden ist? Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Soviel ich weiß, hat das Syndikat nur im laufenden Jahre einige Auslands⸗ aufträge den Werken überwiesen. Wenn Sie es wünschen, bin ich gern bereit, Ihnen die Zahlen zu geben, welche Quantitäten die rheinisch⸗westfälische Gruppe nicht als solche, sondern nach der Statistik jedes einzelnen Werks nach dem Auslande versandt hat. Vorsitzender: Es würde sehr erwünscht sein, wenn Sie uns diese Zahlen angeben. Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Es sind nach dem Auslande versandt worden von den Mitgliedern des Syndikats der rheinisch⸗westfälischen Gruppe im Jahre 1898 32 466 t, im Jahre 1899 21 505 t, im Jahre 1900 17 515 t, im Jahre 1901 13 710 t, im Jahre 1902 134 955 t. (Bewegung.) Referent Regierungsrat Dr. Voelcker: Ich hatte hervor⸗ gehoben, daß im Jahre 1901 gegenüber den Gesamt⸗ beteiligungsziffern der Versand zurückblieb um 653 756 t, und es wäre erwünscht, wenn das Syndikat eine Aufklärung darüber geben wollte, worauf dieser Minderversand zurück⸗ zuführen ist. Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Im Jahre 1898 be⸗ trug der Gesamtversand 773 618 t, im Jahre 1899 834 735 t, im Jahre 1900 728 988 t und im Jahre 1901 626 351 t. Im Jahre 1902 ist er noch weiter zurückgegangen auf 538 225 t.
Generaldirektor Bertram⸗Siegen: Wenn vorhin ge⸗ sagt worden ist, das Inland sei beteiligt mit 627 251 t, so soll diese Ziffer nicht die Summe darstellen, die das Sieger Land überhaupt in einem Jahre je versandt hat, sondern damit sollte lediglich die Leistungsfähigkeit der einzelnen Werkt bezeichnet werden, und in dieser Summe ist auch jederzeit der Selbstverbrauch der Mitglieder eingeschlossen gewesen. Danmn mache ich darauf aufmerksam, daß die angeführten Zahlen alle auf Puddeleisen umgerechnet sind. Wenn z. B. ein Hoch⸗ ofenwerk 100 t Puddeleisen herstellt, so kann dasselbe in der⸗ selben Zeit nur 90 t (104 %) Spiegeleisen und sogar nurk 65 t 20 % iges Spiegeleisen erblasen. Wenn Sie durch schnittlich eine Differenz von 10 % annehmen, so kommer Sie den wirklichen Zahlen nahe, sodaß man also sagen kann, die angegebenen 627 251 Puddelroheisentonnen entsprechen einer effektiven Produktion von ca. 560 000 t.
Bergrat Gothein⸗Breslau, M. d. R.: Meine Herren! Es ist ja unsagbar schwer, allen diesen Zahlenangaben zu folgen. Ich bedauere, daß wir dieselben nicht früher be⸗ kommen haben; aber wahrscheinlich werden sie dem Herrn Referenten vorher auch nicht bekannt gewesen sein. Ich nehme an, daß diejenigen Ziffern, die der Herr Referent uns mit⸗ teilt, die Beteiligungsziffern der Verkäufer sind, und daß der
wirkliche Verkauf nicht darin enthalten ist. Ausführungen des
beruht, 7 800 873 t.
dings für das Sieger Syndikat nach den
Das würde aller
Herrn Generaldirektors Bertram nicht stimmen. Ich nehme also an, daß die 771 000 t neben der Beteiligungsziffer von 460 000 t der gemischten Werke auch größtenteils im eigenen Betriebe produziert sind, sodaß die gemischten Werke eine Produktion gehabt haben würden von ungefähr 1 200 000 t und daß sie davon ungefähr 400 000 t als Beteiligungsziffer angemeldet, den Rest aber im eigenen Betriebe verwendet haben. Nun wäre ja sehr interessant zu erfahren, ob für die Zeit der sogenannten Roheisennot die Beteiligungsziffer von den gemischten Werken und in welchem Maße erfüllt worden ist, d. h. wieviel sie von der Beteiligungsziffer auch tat⸗ sächlich zum Versand bezw. zum Verkauf gebracht haben, und in welcher Weise ihr eigener Verbrauch zu jener Zeit gestiegen ist; denn dann hätte man einen positiven Anhalt dafür ob die gemischten Werke die Roheisennot dadurch mit verursacht haben, daß sie zu jener Zeit ihre Fertigfabrikation so ge⸗ steigert haben, daß sie ihre Beteiligungsziffer nicht erfüllen, konnten und erheblich hinter derselben zurückgeblieben sind Sehr interessant sind weiter die Zahlen, die uns ge⸗ sind über den Versand nach dem Auslande und den Verkauf nach dem Inlande. Wir finden hier eine kolossale Zunahme des Versandes nach dem Auslande im Jahre 1902 Ich glaube, das beruht darin, daß für dieses Jahr die Ab⸗ en in Inlande schon versorgt waren durch ihre früheren Abschlüsse, die sie ja für 1901 zu ihrem Bedauern hatten eingehen müssen, und wir finden infolgedessen, daß sie 1902 sehr viel weniger abnehmen konnten. Es ist ja allein der Versand nach dem Inlande um 82 000 t in dem folgenden Jahre zurückgegangen, und wir finden eine Steigerung von 121 000 t im Versand nach dem Auslande. Der Herr Referent hat die Frage eben gestreift bezüglich der Preise, die das Ausland hat bezahlen müssen. Das gehört eigentlich erst zur nächsten Frage; aber da sie einmal angeschnitten ist, so wäre es doch sehr wichtig⸗ festzustellen, in welcher Weise die gemischten Werke ihren Verbrauch an Roheisen in diesem Jahre des Rückgangs des Verkaufs an die reinen Walzwerke gesteigert haben, um zu sehen, wieweit die Syndikatsbildung Pca a ge die kleinen Betriebe zu schwächen und den gesamten Produktionsprozeß 8 em gemischte prozeß mehr in dem gemischten Werk Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Die letz F kann ich nicht beantworten, das Material liegt hebrnaehe bin 889 können über die Weiterverarbeitung seitens der gemischten Werke keine Auskunft geben; das müssen die gemischten Werke sfoehe ““ hervorheben, daß innerhalb der einisch⸗westfälischen Gruppe der Selbstverbr 1 ö 6 ppe der Selbstverbrauch vollkommen Nun hat Herr Gothein eben wieder darauf auf s gemacht, daß die gemischten Werke im Jahre 1“ in ihrer Beteiligungsziffer zurückgeblieben seien. Ich möchte Sie bitten, auf diese Zahlen keinen zu großen Wert zu legen Diese 1 125 000 t sind allmählich im Laufe der Jahre ent⸗ standen. Der Wert liegt nur in dem prozentualen Anteil⸗ verhältnis jedes einzelnen Werkes an dem Gesamtversand Diese Zahl von 1 125 000 t hat wenig Wert. Ich wieder⸗ hole nochmals, daß die gemischten Werke zur Zeit der Hoch⸗ konjunktur sich mit sehr viel geringeren Beteiligungsziffern begnügt haben, und daß einzelne von ihnen mit Ausnahme der Firma Krupp mit verhältnismäßig nur geringen Mengen auf den Markt gekommen sind. Aber ich betone noch einmal wieder ausdrücklich, daß die Roheisennot nicht dadurch ent⸗ standen ist; sondern sie ist dadurch hervorgerufen, daß einmal die reinen Hochofenwerke nicht in der Lage waren, beliebig ihre Produktion zu erhöhen infolge des Mangels an Roh⸗ material und dann dadurch, daß eine erheblich größere Nach⸗ frage nach Roheisen in den Jahren 1899, 1900 als in den Vorjahren vorlag. ¹ Was die Preise des Auslands anlangt, so sind wir gar nicht in der Lage, darüber Auskunft feiten sah. “ zu geben, indem das Auslandsgeschäft nicht mit einbezogen ist. Wir können nur die Statistik geben über die Menge des Versandes, aber nicht über die Preise. Ich will hier hervor⸗ heben, damit diese Zahl von 134 255 t auch richtig beurteilt eegs 5 Mehrquantum, das gegenüber dem Vorjahre andt worden ist, fast sschließlic Ameri . vetahttn st, fast ausschließlich nach Amerika ge⸗ Fabrikbesitzer Springmann⸗Hagen: Die F des Herrn Bergrat Gothein ist leicht zu Die Feutsche Produktion an Roheisen ist im Jahre 1900 mit rund 8 520 000 t erheblich höher gewesen als im Jahre 1901, wo 8 000 000 t nicht erreicht wurden. Wenn der Versand im letzten Jahre um rund 100 000 t zurückgegangen ist, so sind die reinen Hochofenwerke die Leidtragenden gewesen; sie haben ihren Betrieb einschränken müssen. Es ist genau das ein⸗ getreten, was wir stets in unseren Bittschreiben um Preis⸗ ermäßigung an das Syndikat gesagt haben, daß, wenn die Lage der Abnehmer nicht durch Preisermäßigung des Roh⸗ eisens verbessert würde, diese ruiniert werden müßten. Man⸗ ist darauf nicht eingegangen. Ich komme auf diese An⸗ gelegenheit später zurück bei einer anderen Frage. Wenn also Minderabsatz da ist, so ist das auf die zurückgegangene Kauf⸗ kraft der Abnehmer zurückzuführen. Deswegen haben wir auch eine Produktionseinschränkung im Siegerlande von 20 % seit längerer Zeit gehabt, die weitergehen wird, bis die reinen Hochofenwerke wie ihre Abnehmer, die Puddelwerke, vollständig zum Stillstand gekommen sein werden. Bergrat Gothein⸗Breslau, M. d. R.: Vielleicht könnte mir auch noch die Frage beantwortet werden, ob die Produktion zurückgegangen ist infolge des Mangels an Rohmaterial ich nehme an, es wird sich dabei hauptsächlich um Koks ge⸗ handelt haben, — ob speziell die Produktion der reinen Hochofen⸗ werke zurückgegangen ist. In den Jahren 1899 und 1900 wenigstens ist ein Rückgang in der Produktion nicht ein⸗ getreten. Es würde also dann der Fall eingetreten sein, daß K. Werke g8 Produktion weiter verstärkt hätten, nd die reinen Hochofe rüj vären i Ee 9 “ zurückgegangen wären infolge
1“
Generaldirektor Kaiser⸗Wetzlar: Ich glaube, i die Frage des Herrn Bergrat Gothein vahin daß zu der kritischen Zeit sehr wenige gemischte Werke dem Roheisensyndikat angehörten, weil nur wenige gemischte Werke Eisen auf den Markt brachten. Es handelt sich um Gießerei⸗ eisen. Die Mengen, mit denen die gemischten Werke ein⸗ geschätzt waren, haben sie auch in den kritischen Zeiten ge⸗ liefert. Es ist also irgendwelche Einschränkung nicht erfolgt und die gemischten Werke haben in keiner Weise dazu bei⸗ getragen, nach dieser Richtung die Roheisennot zu erhöhen Nun ist vorhin von Herrn Springmann auch die Ab⸗ nahme des Absatzes im Jahre 1902 gestreift worden. Die Sache hängt doch etwas anders zusammen — wir werden noch im einzelnen darauf zurückkommen —, als sie von Herrn Springmann ausgeführt worden ist. Es ist nämlich die Tat⸗ sache hier hervorzuheben, daß die gemischten Werke inzwischen ihre Anlagen weiter ausgestalteten, und daß diese Werke, die bisher in großem Umfange auch Abnehmer des Roheisen⸗ syndikats waren, nunmehr nicht nur ihren Bedarf selbst deckten sondern auch noch die überschießenden Mengen auf den Markt brachten. Ich möchte aber auch wegen des Auslandes eine kurze Bemerkung machen, weil das von mir vertretene Werk an dem Auslandsabsatz ziemlich bedeutend beteiligt war. Ich kann hier angeben, daß im Jahre 1902 der gesamte Dunch⸗ schnittsverkaufspreis für Gießereiroheisen im Inlande 58,38 ℳ büeragene h ö daß wir im Auslande — ich kenne ja nur 2 Zahlen des von mi 5 Bea deen mir vertretenen Werkes —- etwa 55 ℳ Fabrikbesitzer Weichelt⸗Leipzig: Meine Herren! An die 1 g. des Herrn Vüenchnerse anknüpfend. 8 11“ daß die Mengen nicht pünktlich geliefert Walzwerkbesitzer Schleifenbaum⸗Weidenau: öcj nur kurz den Herrn Generaldirektor Kaiser um 1 Er hat uns gesagt, daß der Fusionspreis, der vom 114“ e. ist, ganz. bedeutend höher wäre. W t nun, daß der Durchschnittspreis für . land —— e nedenh ist? 1“] Genera irektor Kaiser⸗Wetzlar: Herrn Schlei gegenüber wollte ich nur e. daß 8 Sesce echumn in Gießereieisen gemacht haben, die sich stellen auf 53 ℳ für “ 8 49 ℳ für Gießereieisen III und daß in der Haup iese Geschäfte im I gc . iese Geschäfte im Jahre 1902 zur Erledigung Direktor Ugé-Kaiserslautern: Mir stehen 8 Angaben bezüglich der aäreise zur Herfazans S ae noch bemerken, daß in den Mitteilungen über das Kartell⸗ wesen auf Seite 128 die Durchschnittspreise für deutsches Gießereieisen angegeben sind. Ich kann nur konstatieren, daß 18 Gießereibesitzern diese Preise als niedrig angegeben w . Wi spã 16 bbeuß dhcta orden sind. Wir werden später alzwerksbesitzer Schleifenbaum⸗Wei Generaldirektor Kaiser hat 2 8 Preis 1e 5 motiviert, daß die Fusionsaufträge in das Jahr hinein⸗ gekommen wären. Meiner Ansicht nach müßte also ein höherer Preis vorliegen. Aber die Herren vom Syndikat können uns vielleicht mitteilen, ob nicht im Jahre 1902 — wir haben damals 60 ℳ für Puddeleisen bezahlt — das Stahleisen damals für Mitteldeutschland zu 52 bis 53 ℳ verkauft worden ist. Wir haben immer das Gefühl, daß wir die höheren Preise bezahlen müssen, und daß, je mehr die englische Konkurrenz dazwischen kommt, je tiefer auch die Preise sind. Die ganzen Produktionsbedingungen sind dadurch berschoben⸗ Wenn ein Syndikat nicht besteht, dann haben Re Werke gar keine Veranlassung dazu, diese besonderen Preise zu machen, dann reguliert sich der allgemeine Preis i. 8 und e Jetzt sind wir, die wir auf ikat angewiesen sind, immer diejenigen, die bezahlen Bergrat Gothein⸗Breslau, M. d. R.: Meine Frage ob in den Jahren 1899 und 1900 gegen die Vorjahre die Produktion der reinen Hochofenwerke zurückgegangen ist, hat bisher keine Antwort gefunden. Wenn es möglich ist möchte ich 89 38 Froge zu beantworten. 8 Generaldirektor Bertram⸗Siegen: Ich kann das 3 bezüglich des Sieger Landes bece wer . Hier ist die Produktion von 1899 auf 1900 nicht zurückgegangen. Der Gesamtversand und Verbrauch in den beiden Jahren betrug 565 000 bezw. 566 000 t, hat sich also ziemlich gleich gehalten. Im Jahre 1899 haben wir unter demselben Mangel an Brennmaterial gelitten wie im Jahre 1900, sodaß die volle Leistungsfähigkeit damals nicht ausgenutzt werden konnte. Es hat nur der Selbstverbrauch der einzelnen Werke im Jahre 1900 erheblich zugenommen gegenüber 1899, und Flasg Aeng Pren wir auch unseren Abnehmern weniger zuddel⸗ un ahleise zerfü 1 b 8 i “ hleisen zur Verfügung stellen können als im Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Bezügli wrei Hochofenwerke kann ich die Produktion ehsrse, 1c h veeng im S 1899 716 000 t, im Jahre 1900 740 000 t Bergrat Gothein⸗Breslau, M. “ aus⸗ drücklich den Wunsch geäußert, es möchte bb wie sich die Produktion dieser Werke im Jahre 1899 und 1900 gegenüber den Vorjahren gestaltet hat; denn das Jahr 1899 ist ja auch bereits ein Jahr des Koksmangels und der ungenügenden Lieferung gewesen. Es müßte also im Jahre 1899 bereits ein Rückgang in der Produktion gegenüber den Vorjahren eingetreten sein. Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Das ist ni Fall. Im Jahre 1898 sind von 88. reinen dnhcgecte den 677 000 t produziert worden. Die Gründe dafür anzuführen würde wahrscheinlich etwas zu weit gehen. Nun hat Herr Generaldirektor Kaiser schon vorhin betont, daß in den Jahren 1898, 1899 und 1900 die gemischten Werke ganz erhebliche Roheisenabnehmer waren, während sie das später nicht mehr waren sondern selbst mit großen Quantitäten auf den Markt kamen.
Bergrat Gothein-⸗Breslau, M. d. R.: Ich mö konstatieren, „M. d. R.: Ich möchte als 1 1 daß durch Koksmangel ein Rückgang der Pro treten ist. Vorsitzender: lassen
reinen Hochofenwerke tatsächlich nicht einge Damit können wir wo ü Seahh übergehen: “
Aus welchen Gründen, in welchem Jahr
und für welche Zeitdauer ist — 8 errichtet “ Der Herr Referent verzichtet auf das Wort. noch jemand das Wort?
Wir gehen über zu
Zweck des Luch h vention)? Auch hier verzichtet der Herr Referent auf das Wort. Au I wird das Wort ebenfalls nicht zu Frage Wir gehen h über zu Frage 7: Organisation des Ka Syndikats, de C rtells (Syndikats, de und ich erteile das Wort dem Herrn Referenten.
Referent Regierungsrat Dr. Voelcker: Ich habe hie nur 8.8 Frage zu stellen. In den Satzungen des Vereins für en Verkauf von Siegerländer Eisensteinen ist unterschieden zwischen einer Produktionseinschränkung und einer Betriebs einschränkung. Ich möchte fragen, worin der Unterschied liegt ist unter einer Produktionseinschränkung etwa das Ausblaser 8 Hochofens zu verstehen, während eine Betriebsein 1. ränkung nur in einem verminderten Betriebe, etwa durch L 1 Hochofens, besteht? Generaldirektor Bertram⸗Siegen: Bei einer Betriebs 1ihehn wird dem betreffenden Werke freigestellt, “ 6. Füshrs dadurch herbeiführen will, daß es einen behi “ eingeschätzten betriebsfähigen Hochöfen aus 3 oder still liegen läßt. Das Werk kann die Einschränkung aber auch durch vorübergehendes Dämpfen oder durch an öreh vgg Blasen erzielen.
Vorsitzender: Da das Wort nicht weiter v nües können wir diese Frage verlassen und kommen . etwas schwierigeren Fragen. Ich nehme an, daß nach dem h Feer “ die Fragen 8 und 9 zu
efaßt werden. Bedenken schei si e, scheinen sich dagegen nich Mit welchen Mitteln und mit welchem Er⸗ olg ist die Hebung und Regelung des Ab satzes nach dem Inland und nach dem Auslande versucht worden? Wie groß war der Absatz der Menge und dem Werte nach “ b) nach dem Auslande estehen des Kart 1 M ells oder während der Frage 9 lautet: 1 Welche Preise konnte das Kartell (Syndikat, ble Konvention) auf dem in⸗ nnd dem aus⸗ ändischen Markte für seine Erzeugnisse er⸗ zielen? Welche Erwägungen waren für di Festsetzung der Inlands⸗ und der Auslands 18 reise maßge bend? Der Herr Referent verzichtet. 1 88 frage, ob jemand aus der Versammlung das Wort Bergrat Gothein⸗Breslau, M. d. R.: Ich glar wäre die Aufgabe der Herren Vertreter des CSc ana ncs 1 sie zunächst auf dasjenige, was in der Denkschrift des Herrn Referenten ausgeführt ist, erklärten, welche Motive für sie bei der Preisstellung maßgebend gewesen sind, und dann wäre es allerdings ebenso wünschenswert, daß die Herren Vertreter der Walzwerke und die übrigen Abnehmer des Roheisensyndikats ihre Wünsche und Beschwerden über die Preisstellung und die dabei befolgten Grundsätze uns mitteilten. Es interessiert uns 8 he e 8 hören, die Interessenten selbst darüber
agen. offe, es wir jetzt ei b 8 hesr. 2 h Fet. sich jest eine ausgedehnte Debatte Vorsitzender: Was wir darüber wissen, ist i G ““ des Herrn Referenten gesagt m688s. C6 9 G das an, was die Beteiligten selbst hier vorzubringen Fabrikbesitzer Springmann⸗Hagen: IJc gesagt, daß der Konsum der han goen, h. 8S zurückgegangen ist. Herr Generaldirektor Kaiser hat versucht meine Angaben zu widerlegen. Ich möchte das Roheisen⸗ Hzin⸗ Pagbehsren ihm bekannt ist, daß eine große 2 i Puddelöfen heute still li E“ fen heute still liegt, die damals noch Kommerzienrat Weyland⸗Siegen: Die Frage kann i einfach bejahen; denn das Roheisensyndikat wei5, daß 802 eine große Anzahl von Puddelöfen still liegt. —
Fabrikbesitzer Springmann⸗Hagen: Im Gegensatz zu dem, was Herr Generaldirektor Kaiser vorhin gesagt hat, ist doch von Herrn Kommerzienrat Weyland festgestellt worden, daß der Konsum an Puddelroheisen erheblich zurückgegangen ist. Wir haben immer gesagt: die Roheisenpreise sind gegen⸗ über den zu erzielenden Schweißstabeisenpreisen zu hoch. Vielleicht darf ich hier die Frage anschneiden wegen des all⸗ gemeinen Preises mit Fracht ab Siegen, wozu das Roheisen⸗ syndikat allen Abnehmern Puddel⸗ und Stahleisen verkauft. Der Halbzeugverband ist in dieser Beziehung anders vor⸗ gegangen, er hat eine Reihe von Frachtbasen eingeführt, ent⸗ sprechend den großen Produktionszentren von Halbzeug, er verkauft also je nach der geographischen Lage des Wohnortes 8 des Halbzeugabnehmers mit Fracht ab Dortmund, Ruhrort Rothe Erde, Diedenhofen oder Siegen. Ebenso wie bei Halb⸗ zeug gibt es auch für Roheisen große Produktionszentren neben Siegen, z. B. Dortmund und Duisburg/ Oberhausen. Die Siegerländer Puddelwerke haben fast gar keine Fracht zu zahlen, Hagen zahlt schon 3,50 ℳ pro t, die Abnehmer in und bei Duisburg sogar 5,— ℳ ab Siegen, das Roheisen
Wünscht so Das ist nicht der Fall.
Frage 6:
Kartells
(Syndikats, der Kon⸗