1904 / 55 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 04 Mar 1904 18:00:01 GMT) scan diff

dagegen verleiten, die schwachen Seiten seiner Rolle als junger Dichter zu übertreiben, sodaß ein Zweifel über Wert und Unwert des Stücks nicht auffommen konnte. Zum Teil köstlich waren in kleineren Chargen Fräulein Wangel, Herr Waßmann und Herr Hoefer. Die Regie hatte Herr Felix Hollaender geleitet, der im Namen des Dichters für die Aufnahme dankte.

Konzerte.

Die Anziehungskraft der Namen Joachim, d'Albert, Beethoven und Brahms hatte am Montag den großen Saal der Phil⸗ harmonie bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Altmeister der Geige, Professor Joachim, und der keister des Klaviers Eugen

d'Albert hatten einen Bund geschlossen, um einige Kammermusikwerke in höchster Vollendung vorzutragen; auf dem Programm standen die So⸗ naten in G⸗Dur und C⸗Moll von Beethoven sowie in A⸗Dur und G⸗Dur von Brahms. Es war ein eigenartiger, hoher Genuß, den Vorträgen der beiden großen Künstler zu lauschen, einem Zusammenspiel, wie man es bei der Verschiedenartigkeit ihrer Veranlagung vielleicht nicht er⸗ warten konnte, so als hätten sie si⸗ gegenseitig besondere Mühe gegeben, einer in das Wesen und die Künstler⸗ schaft des anderen einzudringen. Die Abgeklärtheit und Reife der Auffassung einerseits, das jugendliche Feuer und die Leb⸗ haftigkeit des Empfindens anderseits verschmolzen zu völlig einheitlicher Wirkung. Der gewaltige Saal hallte von Beifallsstürmen wider, und doch wäre der Genuß vielleicht noch größer gewesen, wenn ein kleinerer, mehr auf Kammer⸗ musik berechneter Konzertraum gewählt worden wäre. Das dritte Konzert mit dem Philharmonischen Orchester unter der Leitung von H. Hammer aus Lausanne fand an demselben Abend im Beethovensaal statt. Hier zeigte sich der Dirigent, den beiden vorangegangenen Konzerten gegenüber, in der gesteigerten Vollkraft seines Könnens. Er schien sich seiner methodischen, auf Einzelbeiten gerichteten Art vollständig entäußert zu haben; an ihre Stelle trat eine Großzügigkeit und untrügliche Sicherheit in der thematischen Entwickelung des Aufbaues, ein hinreißender Schwung in der Schattierung der Klangmassen, der vollkommen über⸗ raschte. Diese glänzenden Vorzüge brachten der Wiedergabe von Berlioz' Symphonie „Harold in Italien“ einen stürmischen Beifall ein. Die friedevolle Stimmung dämmernder Abendschatten lagerte sich über aller Seelen beim Anhören des fein abgetönten Abendliedes der Pilger und des nächtlichen Ständchens des Abbruzzenbewohners; in starken Gegensatz dazu war der erste und vierte Satz gestellt; aus seinen brausenden Melodien und leuchtenden Klangmassen flammte es auf und zündete Begeisterung in den Herzen der Hörer. Hervor⸗ zuheben ist noch, daß Fridolin Klingler in dem Werk die Solo⸗ bratsche mit vollem Gelingen spielte. Weniger als Berlioz sprach Tschalkowsky mit seiner Phantasie „Romeo und Julie“ an. Liszts Klavierkonzert litt unter der unzureichenden Leistung von Harriet von Müthel und vermochte trotz der vortrefflichen Orchester⸗ begleitung nicht recht zu erwärmen. Im Saal Bechstein fand gleichfalls am Montag ein Trioabend von Vita Gerhardt (Klavier), Anton Witek (Violine) und Joseph Malkin (Violoncell) statt. Alle drei Künstler erfreuen sich eines ausgezeichneten Rufes und erwerben sich durch ihre vortrefflichen Leistungen immer neue Freunde. Sie trugen drei Trios, von Beethoven, Brahms und Haydn, warmherzig und natürlich, mit vollendeter Harmonie im Zusammenspiel, vor. Das zweite Konzert von Helene Ferchland fand am Dienstag im Saal Bechstein unter Mitwirkung von Professor Robert Kahn statt, der den begleitenden Klavierpart durchführte. Die Geigerin zeigte wieder genügende Sicherheit und Gewandtheit in der echnischen Durchbildung des Spiels. Dem Ausdruck haftet freilich öfters eine gewisse Unfreiheit an, welche der Phantasie noch die Flügel bindet. Neben Brahms, Schumann u. A. kam auch ob. Kahn mit einer recht gelungenen Sonate zu Gehör MNax Pauer gab an S Tage einen Klavierabend im Beethovensaal. Die Sauberkeit und leicht fließende Art seines Spiels fesselt immer in demselben Maße wie die Feinsinnigkeit seines ußerordentlich gewählten Ausdrucks. Das sorgsam zusammengestellte Programm bot Gelegenheit, diese sauber ausgefeilte Kunst des Vor⸗

s zu besonderer Wirkung gelangen zu lassen; in der Wiedergabe

ier Studien von Scarlatti und kleinerer Kompositionen von Haydn und Häßler kam dies künstlerische Maßhalten jeglichen Empfindens, die ruhige Klarheit der Ueberlegung vorzüglich zur Geltung. Der Sänger Robert Morgan, der gleichzeitig in der Sing akademie ein Konzert gab, vermag weder durch seine Stimme noch durch seinen Vortrag sonderlich zu interessieren. Erstere, ein durchaus lyrischer Tenor, ist nicht groß, nur in wenigen Tönen etwas ausgiebiger, aber auch nicht übermäßig wohlklingend, vielmehr stellen⸗ weise rauh im Ansatz und nicht glatt dahinfließend; der Vortrag aber läßt denn doch gar zu sehr Größe der Auffassung und künstlerisches Empfinden vermissen. Mehr Reiz gab dem Konzert die Mitwirkung von Sandra Droucker, die als Klaviervirtuosin ja mit Recht ge⸗ schätzt und beliebt ist. Ist ihr auch vielleicht nicht gerade ein Ueber⸗

von Empfinden eigen, so fesselt sie doch durch ihren glänzenden Vortrag, der in dem „Gnomenreigen“ von Fr. Liszt wohl am s önsten zur

Geltung kam. Die Begleitung der Gesänge führte Herr Coenraad V. Bos mit bekannter Feinfühligkeit 8

Antonia Beel entfaltete an ihrem Liederabend, der am Mittwo ch im Saal Bechstein stattfand, ein ungemein wohlklingendes und ausgiebiges Organ; in der Höhe freilich haftet ihm leider ein nasaler Anklang an. Wenn die Stimme sich noch leichtflüssiger und freier geben könnte, würde sie an Wirkung bedeutend gewinnen, zumal ihr auch ein gefälliger Ausdruck abgewonnen werden kann. Die Herren Carl Friedberg (Klavier) und Johannes egar (Violoncell) gaben zu 8 oden Zeit im Beethovensaal einen „Beethoven⸗Abend“. Sie trugen selten gehörte Violoncellsonaten mit echtem musikalischen Empfinden und tadelloser Technik vor. Ihre Kunst geht nicht in die Weite, sondern bietet intime, innerliche Reize, die mehr anregen und erwärmen als durch blendende Accente fortreißen. Das dritte Abonnementskonzert der Herren Florian Zajic und Professor Heinrich Grünfeld, das zu gleicher Stunde in der Sin g⸗ akademie stattfand, erfreute sich, gleich den vorhergangenen, eines regen Besuches und bot wiederum ein recht abwechselungs⸗ reiches Programm. Bei dem Sindingschen Quintett (Op. 5), das den Anfang machte, wirkten außerdem noch die König⸗ lichen Kammermusiker Hans Diestel (Violine), Hans Hasse (Viola), sowie Professor Max Pauer (Klavier) mit. Die Wiedergabe war schwungvoll und namentlich die des Intermezzo fein akzentuiert. Gleich eindrucksvoll gelangte das Divertimento in D⸗dur (Op. 334) von Mozart zum Vortrage, bei dem der Baß und zwei Hörner durch die Herren Josef Clam bezw. den Königlichen Kammermusiker Hugo Rüdel und Herrn Paul Iwan vertreten wurden. Auch hierbei zeigte sich ein treffliches Zusammenspiel und eine dem heiteren Wesen der Komposition entsprechende Auffassung. Ganz besonders prickelnd und stimmungsvoll wurde das Menuetto gespielt. Zwischen den beiden Konzertstücken sang Fräulein Helene Staege⸗ mann mit ihrer glockenhellen Stimme, der bekannten deut⸗ lichen Aussprache und eigenartigen Vortragsweise einige Schubertsche Lieder, von Herrn Otto Bake vortrefflich begleitet. Sämtliche Mitwirkende ernteten stürmischen Beifall. Im Theatersaal der Königlichen Hochschule für Musik ver⸗ anstaltete gleichfalls am Mittwoch die Pianistin Fräulein Marie Reimann mit dem Violinisten Herrn Julius Ruthström ein Konzert, das von günstigem Erfolge begleitet war. Nicht oft hört man ein so gesundes, frisches und temperamentreiches Musizieren; ohne jede Künstelei und jeden Virtuositätsprunk dienten die beiden Künstler nur der Interpretation der aus⸗ gewählten Werke, und das war recht Das Programm verzeichnete zuerst eine Sonate Op. 1 von H. Alfben, eine nicht uninteressante Arbeit, die sich in den Bahnen moderner Harmoni⸗ sierung bewegt, ohne freilich Härten zu übertreiben und das Melodische zu vernachlässigen. Besonders sind die beiden Mittelsätze, das Scherzo und Andante patetico, gut erfundene und wobl lingend gesetzte Stücke, die Hochachtung abnötigten, während das Finale, Allegro vivace, den Zuhörern im ganzen wenig zu sagen hatte. Die sichere, stilgerechte Ausführung trug den Künstlern warme Anerkennung ein. Besonderer Dank gebührt aber Herrn Ruthström dafür, daß er eine bisher hier noch unbekannte Sonate für Violine allein von Max Reger (Nr. 1 in D⸗Moll Op. 42) zu Gehör brachte. Diese treffliche, im Bachschen Stil ge⸗ haltene Komposition hat in allen ihren vier Teilen eigentümliche Reize und reichen Wert und bot dem Vortragenden volle Gelegenheit, seine sichere und saubere Technik, seine gediegene musikalische B und sein natürliches, musikalisches Empfinden, mit einem Worte: seine ganze Künstlerschaft zu entfalten. Fräulein Reimann bewies bei ihren Einzelvorträgen, unter denen ihr die Phantasie in E⸗Moll von Fr. Kiel, „In der Nacht“ von Schumann und die Lisztsche Rhapsodie Nr. 8 recht gut gelangen, daß sie eine vorzüglich gebildete Technik mit einem wohltönenden, ausdrucksfaähigen Anschlage verbindet und bis auf Kleinig⸗ keiten mit Verständnis vorzutragen weiß; sie erntete für ihre Dar⸗ bietungen reichen Beifall. Mit einer wackeren Wiedergabe von Vieuxtemps' mehr gefällig und anmutig klingender, als tief angelegter Ballade et Polonaise schloß der genußreiche Abend ab.

Im Königlichen Opernhause geht morgen „Zar und Zimmermann“ von Lortzing in Szene. Die Herren Bertram, Knüpfer, Lieban, Philipp und Fräulein Dietrich sind in den Hauptrollen be⸗ schäftigt; Fräulein Dell'Era tanzt im dritten Akt. Kapellmeister von Strauß dirigiert. Am Sonntag wird statt de ursprünglich angekündigten Aufführungvon „Figaros Hochzeit“ „Der Freischütz“, romantische Oper von C. M. von Weber, gegeben.

Im Königlichen Schauspielhause geht morgen „Jugend von heute“, eine deutsche Komödie in fünf Akten von Otto Ernst, in nachfolgender Besetzung in Szene: Kröger: Herr Oberländer; seine Frau: Fräulein Abich; Hermann: Herr Staegemann; Hans: Herr Hertzer; Klara: Fräulein Arnstädt; Erich: Herr Boettcher; Wolf: Herr Vollmer; Beckendorf: Herr Eichholz; Meißner: Herr Molenar; Belli: Frau Pagay; Normann: Herr Hartmann; Bröcker: Herr Keßler; Anna: Fräulein Hoff: Claussen: Herr Krüger; Harms: Herr Tiedtke; Schutzmann: Herr Winter; Kellner: Herr Paris.

Känigliche Schauspiele. Sonnabend: Opern⸗

haus. 34. Vorstellung. Zar und Zimmermann. Komische Oper in 3 Akten von Albert Lortzing. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 65. Vorstellung. Jugend von heute. Eine deutsche Komödie in 5 Aufzügen von Otto Ernst. Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag: Opernhaus. Freischütz. Romantische Oper in 3 Akten von Carl Maria von Weber. Dichtung von Friedrich Kind (nach der gleichnamigen Erzählung August Apels). Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 66. Vorstellung. Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schau⸗ 188 in 5 Aufzügen von W. von Goethe. Anfang 2 hr.

Deutsches Theater. Sonnabend: Novella d'Andrea. Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Monna Vanna. Abends 7 ½ Uhr: Cyrano von Bergerac.

Montag: Rose Bernd.

Sonntag, Gesellschaft.

Fledermaus.

Barnhelm.

Sonnabend:

erliner Theater. Sonnabend: Zum 50. Male: und Mars.

Maria Theresia.

Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr, Alt⸗Heidelberg. Abends 7 ½ Uhr: Waterkant.

Montag: Maria Theresia.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Wildente. Schau⸗ spiel in 5 Aufzügen von Henrik Ibsen. Deutsch von Ernst Brausewetter.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Kompagnon. Abends 8 Uhr: Uriel Acosta.

Montag, Abends 8 Uhr: Die Wildente.

Sonntag,

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: stiefelte Kater. Lumpacivagabundus. Zauberposse mit Gesang Gesang in 3 Aufzügen von Johann Nestroy.

Montag, Abends 8 Uhr: Lumpacivagabundus.

Theater des Westens. Kantstr. 12. Bahnbof Zoologischer Garten. (Direktion: A. Prasch, Groß⸗ erzoglicher Hoftheaterintendant a. D.)

35. Vorstellung. Der Der Postillion von Lonjumean.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Martha. Abends 7 ½ Uhr: Der Bettelstudent. „Montag (21. Vorstellung im Abonnement): Die

Neues Theater. Sonnabend: Minna von

Sonntag: Candida.

Residenztheater. (Direktion: S. Lautenburg.) Der keusche Casimir. b Nitouche.) Schwank in 3 Akten von Desvallibres Walde und Fritz Helmerding in den Hauptrollen.) Deutsch von Mar Schönau. Vorher: Anfang 7 ½ Uhr. Die Empfehlung. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Thaliatheater. Direktion Jean Kren und Alfred

Schönfeld. Sonnabend: Der Hochtourist. (Guido Thielscher in der Titelrolle) Sonntag und folgende Tage: Der Hochtourist.

Preisen: Charleys Tante.

Zentraltheater. Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: z 1“ 1 8 3 dro Certani cgyxse ge⸗ 3u halben Preisen: Kindervorstellung (jeder Er⸗ Certani (B FI. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) wachsene ein Kind mit Extraplatz frei): Der ge⸗

und Tanz. Schwalbennest.

ildung

Mannigfaltiges. Berlin, den 4. März 1904.

In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten gelangte nach mehrmaliger Aufschiebung der Einspruch der Großen Ber⸗ liner Straßenbahn gegen den Bau der Untergrundbahn Pots⸗ damer Platz —-Spittelmarkt auf Grund einer Interpellation der Stadtvv. Dr. Nathan und Genossen zur Erörterung. Nach ein⸗ gehender Begründung der Interpellation durch den Stadtv. Dr. Rathan⸗ der bezweifelte, daß sich die Große Berliner Straßen⸗ bahn im guten Glauben befinde, und im S lußwort die Hoffnung aussprach, daß nach diesen Vorgängen die Stadt nie wieder in ein Vertragsverhältnis mit der Großen Berliner Straßenbahn treten werde, nahm der Oberbürgermeister Kirschner das Wort. Er teilte mit, daß der Magistrat die Feststellungsklage anhängig gemacht habe und am 28. d. Termin anstehe. Mit Rücksicht darauf bat er, die Angelegenheit nicht eingehender zu erörtern. In Berlin lägen die Verbältnisse anders als in Cöln und Bonn; bei dem in Berlin herrschenden Verkehr und dem vorhandenen Verkehrs⸗ bedürfnisse sei die Anlage von Konkurrenzlinien vielfach geradezu Be⸗ dürfnis. Er könne urkundlich nachweisen, daß bei den Vertragsver⸗ handlungen die Stadt ihrer Kontrahentin keinen Zweifel darüber gelassen habe, daß sich die Stadt das Recht zur Anlage von Konkurrenzlinien ausdrücklich vorbehalte. Diesen Ausführungen schloß sich auch der Stadtverordnete Singer, der in der Angelegenheit noch das Wort ergriff, an. Die Versammlung erledigte dann noch eine Reihe kleinerer Vorlagen, die zum Teil noch aus früheren Sitzungen zurückgeblieben waren. Die Etatsberatung wurde bis zur nächsten Sitzung vertagt.

In seinem Vortrag am Sonnabend in der Hochschule für Musik (Hardenbergstraße) wird Dr. K. Boeck neben den auf dem Programm stehenden über Deutsch⸗China die wesentlichsten Erschei⸗ nungen des Himalayglandes Sikkim vorführen, durch das gegenwärtig die Engländer aus Indien nach Tibet vordringen. Der Vortrag über das verschlossene Land Nepal soll in etwa 10 Tagen wiederholt werden. 1

Breslau, 4. März. (W. T. B.) Nach Mitteilung der Direktio der dem Fürsten Henckel von Donnersmarck gehörigen „Schlesien Grube“ ereignete sich gestern abend dort ein neuer Unfall. Ei Fördermann wurde bei einem Pfeilerabbau durch einstürzend Kohle erschlagen. Die Beerdigung der Opfer der vorgestrigen Katastrophe findet Sonntag statt. (Vergl. Nr. 54 d. Bl.)

Wilhelmshaven, 3. März. (W. T. B.) Die heute nach Ostasien abgehende, 1000 Mann starke Ablösung für die Garnison in Tsingtau nahm um 1 Uhr Paradeaufstellung am Dampfer „Silvia“. Der Vizeadmiral Bendemann wünschte glückliche Reise, worauf der Hauptmann von Restorff dankte und mit einem Hoch auf Seine Majestät den Kaiser schloß.

Frankfurt a. M., 4. März. (W. T. B.) Wie der „Frank⸗ furter Zeitung“ aus New York gemeldet wird, wütet im Indianer⸗ territorium ein Präriebrand, dem schon 100 Personen zum Opfer gefallen sein sollen.

Paris, 3. März. (W. T. B.) Aus Mayotta (Comoren⸗ inseln) wird gemeldet, daß ein vulkanischer Ausbruch auf der Groß⸗Comoroinsel seit dem 25. Februar ohne Unterbrechung an⸗ hält. Die Lava ergießt sich aus drei Kratern, die in einer mittleren Höhe von tausend Metern weit auseinander liegen. von den Eingeborenen sind dem Ausbruch zum Opfer gefallen.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Stuttgart, 4. März (W. T. B.) Unter dem Protektorat der Herzogin Wera, Großfürstin von Rußland, wurde hier ein Ausschuß gebildet zur Sammlung von Geldgaben, die zur Unterstützung der im russisch⸗japanischen Kriege verwundeten und erkrankten Soldaten dienen sollen.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und b Zweiten Beilage.) .

von Henry Herblay.

7 ½ Uhr: Das Schwalbennest.

Trianontheater.

Sonntag: Madame X.

Sonnabend und folgende Tage:

Ausstattungsburleske

(Maitre Einödshofer. Dirigent: M.

Der Hüttenbesitzer.

„Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen lin erster Besetzung): Die Geisha.

Mittwoch, Nachmittags 4 Uhr: Zu halben Preisen: Gastspiel der Liederspiele und Sonnabend Liederspielhaus. U. ÄA.: Die Verlobung wider (20. Vorstellung im Abonnement): Zum ersten Male: Willen. Musik von Seiner Königlichen Hoheit

Prinz Joachim Albrecht von Preußen.

Bellealliancethenter. (Unter der Direktion von Jean Kren und Alfred Schönfeld vom Thaliatheater.) Götterweiber. in 3 Aufzügen und Tanz von Curt Kraatz und Wilbh. Jacoby, bearbeitet von Kren und Schönfeld. Schmidt.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei kleinen Preisen:

Neueste: Tourbillon, oder: Saltomortale in der Luft mit dem Fahrrad, ausgeführt von Mr. Boller. Frères Skremka in ihrer eigen⸗ artigen Wunderarbeit. Cake Walk zu Pferde von Geschw. Meers. 25 Löwen des Herrn Seeth. Babel. Eine Wanderung durch acht

Jahrtaufende. Sonntag: Nachmittags ein Kind frei. Nach⸗ Cake Walk.

mittaags: Kunst und Liebe. Saltomortale in der Luft mit

Bonbonregen. dem Fahrrad. Frères Skremka. 25. Löwen.

Abends

Idyllen vom

(Zeorgenftraße, zwischen areeana nn xvexrmresnrvxamre wrera⸗

8 Friedrich⸗ und Universitätsstraße.) Sonnabend: Ma⸗ Dienstag (21. Vorstellung im Abonnement): Der dame X Barbier von Sevilla.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Margarete Peltner mit Hrn. Ober⸗ leutnant Fritz Hellich (Waldenburg i. Schl. Rawitsch). Frl. Clara Scheurlen mit Hrn. Leutnant Walter Schultz⸗Völcker (Weingarten, Wrttbg.). Frl. Julie Teichmann mit Hrn. Pastor Emil Stengel (Kunzendorf, Kr. Steinau).

Verehelicht: Hr. Carl Graf von Carmer⸗Borne mit Charlotte Freiin von Berlichingen (Jagst⸗ hausen).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberleutnant z. D. und Bezirksoffizier Ernst pon Zochlinski (Wolden⸗ berg). Hrn. Stabsarzt Dr. Fritz Seydel (Weißenfels). Eine Tochter: Hrn. Land⸗

mit Gesang

Musik von (Gerda

Konzerte.

Anfang 7 ½ Uhr.

2 Beethovensaal.

(Violoncello).

Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Konzert von Hans Richard (Klavier) mit dem Nachmittags 3 ½ Uhr: Bei halben Philharmonischen Orchester(O. Marienhagen).

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Konzert von Guido Albert Fano (Klavier), ioline), Antonio Certani

richter Mandry (Heilbronn).

Gestorben: Hr. Hauptmann . D. und Bezirks⸗ offizier Hubert Wilsch Berlin).

Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 322.

Märchenspiel in 4 Bildern mit Abends 7 ½ Uhr: Das Operette in 3 Akten von Maurice

Große Galafestvorstellung.

Birkus Schumann. Sonnabend, Abends 7 ½, Uhr: Vom Neuen das

Zehn Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).

Einige

zum Deutschen Neichsan

2 55.

Erste Beilage

zeiger und Königlich Preußischen

Berlin, Freitag, den 4. März

1904.

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität

gering Marktort

niedrigster

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

höchster niedrigster höchster ℳ. ℳ.

mittel 1 gut

niedrigster höchster Doppelzentner

.

Verkaufs⸗ preis

———ꝛ—ꝛ—⅓—⅓—⅓ꝛ½ʒ

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher 8 Schätzung verkauft dem Doppelzentner

Nro; nbokann (Preis unbekannt)

Am vorigen

Durchschnitts Markttage

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wert 1 Doppel⸗ zentner

Durch⸗ schnitts⸗ preis

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Landsberg a. Breelau.. Hirschberg i. S Ratibor

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Landsberg a. W.. Wongrowitz.. Breslau Hirschberg i. Schl. Ratibor 8 Göttingen... 1“ A“ Langenau i. Wrttbg. Rastatt Fb Chateau⸗Salins.

Landsberg a. W.. h Breslau’. 1 Hirschberg i. Schl Ratibor 6 Göttingen Geldern

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Döbeln Langenau i. Wrttbg.. . 2 J“ Chateau⸗Salins ..

Bemerkungen. Die verkaufte Menge wir Ein liegender Strich (—) in den

12,50 12,50

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d auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet . 8 Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.

Weizen. 16,00 i 17,40( 18,00 18,00 18,10 18,60

DDIIZ1“ 17,85 16 50 16 70 16,70 17,80 17.80 18,10 16 5 18 17,50 16,80 16,90 17,00 18,00 1ö181

Kernen (enthülster Spelz, Dinkel, Fesen 1260 1 1900 19,20 19,0 1940 17,0 üe⸗ 8

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13,00 3,00 ü8s E88 3 13 25 3,25 14,00 17

29 390

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12,40 3,0.

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Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.

Deutscher Reichstag. 48. Sitzung vom 3. März 1904. 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Beratung des

1“

Reichshaushaltsetats für 1904 bei den Ausgaben des

Etats der Reichsjustizverwaltung. Ueber den Anfang der Sitzung wudde in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet. v“ Abg. Bernstein (Soz.) führt fortfahrend weitere Fälle an, he⸗ h.chac. Fabrikanten, die die Arbeiter aufs schwerste beleidigt haben sollen, zu einer geringen Geldstrafe, ““ jedoch wegen Beleidigung von Fabrikanten zu empfindlichen Gefängnis⸗ strafen verurteilt worden seien. (Präsident Graf von u unterbricht die Verlesung des Redners mit der Bemerkung, daß er unmöglich zulassen könne, daß ganze Prozeßakten lesen werden.) Redner führt dann einen Fall vor, in dem ein Arbeiter wegen eines Verstoßes gegen den § 153 der 2 ordnung zu 1 ½ Jahren Gefängnis verurteilt wurde, ihm sbben alsc Jahre seines Lebens gestohlen worden. Für eine solche afißsei der Ausdruck Klassenjustiz noch zu gut. Daß dieser Zustand unhal; 8 sei, habe auch der Direktor des Berliner Gewerbegerichts Dr. Schulz anerkannt und die Beseitigung des § 153 im Interesse der Koalitions⸗ iheit der Arbeiter verlangt. Der Paragraph schütze nur die rbeitswilligen. Es sei doch natürlich, daß die Arbeiter die Kollegen, die ihren Organisationen fern bleiben, als Verräter ansehen, die nur Bourgeois ohne Geld seien. Der Kasten. und Junkergeist des Bürger⸗ tums beeinflusse auch die deutschen Richter. In England genieße 88 Ausländer dieselben Rechte wie die englischen Bürger, er könne tie schärfsten Reden gegen die englische Regierung halten; er, Redner nee nur an den Fürsten Krapotkin, der nicht ausgewiesen worden sei, ob⸗ gleich er nicht nur gegen England, sondern gegen die ganze Gesellschaft geredet habe. (Präsident Graf von Ballestrem * e den Redner, nicht zu eingehend auf das Fremdenrecht einzuge en.) Unsere Richter beurteilten die Angeklagten vom Standpunkt ihrer Kaste, des Korpsstudententums und des Militarismus. Kämen 8 Fälle aus § 153 vor die Gewerbegerichte, so würden ganz andere * teile gefällt werden. Diese Eesetzbestimmungen müßten als unbrauch ar beseitigt werden. Die Klassenjustiz sei ein schreiendes Unrecht.

Staatssekretär des Reichsjustizamts Dr. Nieberding: Meine Herren! Wenn der Herr Abgeordnete, der soeben die Tribüne verlassen hat, die Koalitionsbestimmungen der Gewerbeord⸗

nung als unbrauchbar, überlebt und ungerecht bezeichnet, so bedaure

ich, daß er seine einschlagenden Bemerkungen nicht gemacht hat beim

Etat des Reichsamts des Innern. (Sehr gut! rechts.) Denn die Gebiet liegt beim Reichs⸗

Gesetzgebungspolitik auf diesem 85 ks und nicht beim Reiicchsjustizamt. Wir

könnten höchstens, soweit es überhaupt möglich ist, verantwortlich ge⸗ macht werden für die Judikatur, die sich an das geltende Recht an⸗ schließt. Der Herr Vorredner hat nun behauptet, daß die Bestim⸗ mungen der Gewerbeordnung über Koalition zwar wo l und umfang⸗ reich angewendet würden gegenüber den Arbeitern, nicht aber gegenüber den Arbeitgebern. Diese Behauptung ist tatsächlich unrichtig! (Hört! hört! rechts.) Wenn alle Behauptungen, die der Herr Vorredner hier gemacht hat, so begründet sind wie diese, dann bedaure ich, daß er sich die Mühe gegeben hat, sie uns vorzutragen. (Sehr gut! rechts.) Allerdings werden die Bestimmungen über das Koalitionswesen auch Arbeitgebern gegenüber zur Anwendung gebracht. Es liegt aber in der Natur der Sache, daß solche Fälle viel seltener sind, weil die Zahl der Arbeitgeber eine viel geringere ist als die der Arbeiter, und sie machen deshalb in der Oeffentlichkeit nicht das Aufsehen, rufen auch nicht die Erregung hervor, wie gleichartige Verfolgungen von Arbeitern. Ich will aber durchaus nicht leugnen, ich muß die Möglich⸗ keit zugeben, daß in einzelnen Fällen derartige Verfolgungen angebracht wären, wo in der Tat nicht eingeschritten wird. Der Herr Vorredner hat dies hingestellt, ohne freilich seine Behauptung, welche sich gegen die Gerechtigkeit in der Urteilsfällung der Gerichte wendet, mit irgend welchen Tatsachen zu belegen. Aber ich will ihm entgegenkommen und auch ohne Beweis die Möglichkeit zugeben. Ich habe mir das Wort erbeten, damit nicht aus meinem Schweigen zu diesem Punkt in weiteren Kreisen außerhalb des Hauses die Meinung hergeleitet werden könne, als wenn irgendwo auf seiten der verbündeten Regierungen eine Auffassung bestände, die dahin neigte, in dieser Beziehung eine irrige Judikatur gerechtfertigt u finden. Nein, ich glaube, es gibt im ganzen Deutschen Reich keinen Mann in irgend einer Justizverwaltung, der nicht bereit wäre, aus⸗ drücklich anzuerkennen, daß die Rechtsprechung gleichmäßig gehandhabt werden muß gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer (Bravo!), und daß der Arbeitgeber, der sich gegen die Bestimmungen der Gewerbeordnung vergeht, in gleicher Weise zur Verantwortung gezogen und bei der Strafbemessung ebenso angesehen werden sollte wie der Arbeiter. Dafür können wir natürlich nicht, daß in einzelnen Urteilssprüchen Irrungen vorkommen, wie ja auch die Herren, die hier namens der Sozialdemokratie das Wort führen, nicht eintreten wollen zur Ver⸗ teidigung aller Irrungen und Ungerrchtigkeiten, die sich in den Auf⸗ fassungen der sozialdemokratischen Kreise beS u““ 2 4 3 9 8 Der Herr Vorredner hat eine große Anzahl von Beispielen hier

angeführt, um zu belegen, wie ungleichmäßig in den einzelnen Prozeß fällen geurteilt werde, wenn es sich um Arbeitgeber oder Arbeiter handelt. Ueber seine Beispiele spreche ich nicht; aber ich halte und das muß ich gerade dem Herrn Vorredner gegenüber betonen es für durchaus unwissenschaftlich, in dieser Weise Urteile hier in Vergleich zu ziehen, deren formalen Tatbestand er zwar vortragen kann, deren sachliche, innere Bedeutung aber in der gebührenden Weise nicht zur Geltung gelangen kann, weil fast alles fehlt, was in der mündlichen Verhandlung des Prozesses an Eigenheiten des Einzel⸗ falles zum Ausdruck kommt. Wir haben ja die münd⸗ lihen Verhandlungen gerade eingeführt, um dem Richter die Möglichkeit zu geben, alle Fälle nach den besonderen Verhält⸗ nissen der einzelnen Straftat und nach den individuellen Verhältnissen der einzelnen in Betracht kommenden Personen zu be⸗ urteilen. Diese Dinge lassen sich in den Gründen der Erkenntnisse nicht so wiedergeben, daß man sagen dürfte: das, was in den Gründen steht, gestattet ohne weiteres einen mechanischen Vergleich mit dem Inhalt anderer Urteile. Nur wenn jemand der mündlichen Ver⸗ handlung des einen wie des anderen Falles beigewohnt hätte, könnte er sich in Wahrheit ein objektives Urteil bilden, ob eine ungerechte Einschätzung des Schuldmaßes in dem einen oder andern Fall stattgesunden hat. Freilich, der Herr Abgeordnete hat die Arbeiter in seinen vergleichenden Be⸗ trachtungen, die er hier vortrug, überhaupt als ein sehr harmloses Publikum dargestellt, dagegen den Arbeitgebern alle möglichen nicht zu billigenden Intentionen unterschoben. Ich will die Arbeitgeber nicht loben, sie lassen sich auch mancherlei zu Schulden kommen; aber un⸗ schuldige Kinder sind die Arbeiter in ihren wirtschaftlichen Bewegungen doch auch nicht. Wir wissen doch sehr gut, wieviel gewalttätige und moralische Einschüchterungen zum Teil mit recht drastischen Mitteln erfolgen, um die Arbeiter, die nicht so wollen wie die Genossen, zu zwingen. Wenn in gleicher Weise von den Arbeitgebern gegen die Arbeiter vorgegangen würde, wie die Arbeiter selbst gegen ihre eigenen Kameraden vorgehen, welcher Schrei der Eatrüstung würde dann aus der Mitte der Sozialdemokratie gegen die Arbeitgeber laut werden. Aber in diesem Punkt urteilt der Herr Vorredner gerade so einseitig, wenn ich mir diese Vorhaltung gestatten darf, wie andere Herren von der Sozialdemokratie.

ine Herren, ich kann mit dem Ausdruck Massenjustiz, den der Meine Herren, 3 1 L Herr Vorredner verschiedene Male gebraucht hat, nicht viel anfangen.