Marktort
Qualität
mittel
Gezahlter Preis für 1 Dopp
niedrigster ℳ
elzentner
höchster niedrigster höchster ℳ ℳ ℳ
niedrigsfter höchster ℳ
Verkaufte Menge
Doppelzentner
Am vorigen Markttage
Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglichen
ätzung verkauft
oppelzentner Preis unbekannt)
11“ IwVb .“ Brandenburg a. H. Frankfurt a. O. . 4 Greifenhagen... 4““ Kolberg. Namslau Breslau
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17,00 16,25
W 17,25 y17,25 17,50
16,25 16,75 16,75 88 1720
15,90 16,70 16,60 17,10 16,70 17,20 17,00 1710 16,90 17,30
17,20 17,50 16,50 17,20 15,40 15,70
15,80 16,10 16,25 16,770 16,00 16,70 15,60 16,00 16,20 16,50 16,60 16,80
16,50 17,00 17,43 17,57 1699 16,00
17,10 16,60 16,60
i
17,80 19,00 17,25
16,50 17,00 17,20 16,80 18,00 17,60 17,80 17,80 17,50 17,70 18,00 18,00 17,80 17,80 17,90 17,90 15 70 16,00 17,00 17,60 16,10 16,40 16,70 17,30 17,30 17,50 16,30 16,30 16,60 16,70 16,80 17,00 16,50 16,50 17,50 17,50 17,71 17,71 17,00 17,00 17,00 17,00 16,00 16,70 17,10 17,30 17,40 17,40
18,00 16,70 — 16,40
18,20 18,40 17,50 17,50 16,50 17,00
16,86 16,86
Y 16,50 17,40
61 17,60 18,00
15,25
13,35 12,00 12,90
12,70 12,80
11,20 12,00 12,60 28 — 13,20 — 2 13,00 12,20 12,30 12,40 12,50 — 12,30 11,70 12,20 11,80 12,30 12,00 12,40 12,40 2 12,80 — 12,40
12,20 12,60 12,00 12,60 11,70 12,00 13,10 13,20 12,75 2 13,00 13,00 13,50 13,50 8
13,50 14,00 13,40 888
13,50 13,75 13,75 14,06 14,00 5 14,50
— 12,60 12,60 G 12,80 12,80
13,15 11,63
17,80 18,00
(enthülster Spelz, Dinkel, Fesen).
17,60 ;8 18,00 18,20 18,40
Roggen.
15,25 15,60 15,50 15,50 13,65 13,65
12,50 12,50 12,80 13,00 12,80 12,30 12,60 13,20 13,00
12,40 12,60 12,60 12,70 12,90 12,80 13,20
12,20 12,50 12,90 13,00 12,30 12,80 13,30 13,40 14,20 14,00 14,50 14,00 14,20 14,00 14,38 15,00 13,60 12,80 13,00 13,00 16,00 13,20 13,00
13,03 14,00
—
Qualität
mittel gut Verkaufte
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
Menge
niedrigster höchster
niedrigster höchster niedrigster höchster Doppelzentner ℳ ℳ EP
Am vorigen Außerdem wurden am Markttage Markttage tSraie 1 8 nach überschläglicher cdunc. Schätzung verkauft preis em Doppelzentner ℳ (Preis unbekannt)
Durchschnitts⸗
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Noch: Gerste. 13,40 14,00 15,00 14,00 14,50 15,00 12,00 . 12,50 13,00
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Hafer.
12,50 12,50 13,25 13,25 — s Lens 13,20 11,75 12,15 12,15 12,53
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11,20 12,40 12,10 12,40
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12,20 11,30
11,50 11,20 11,80 11,80 11,70 11,40 12,00 11,00 12,40
11,00 12,00 12,00 11,60 11,40 12,30 13,75
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12,40 12 00 12,20 12,10 12,40 11,40
12,40 1180 12,20 12,50 12,10 11,80 10,90 12,50 14,00 13,00 13,50 12,70 13,50 13,10 14,00 12,00 1 12,33 — 13,30 12,5 13,00 13,75 13,80 13,70 14,20 11,40 12,40 12 00 . 12,30 12,80 13,00 12,50 12. 13,00 — 12,20 12,50 1 13,20 12,40 13,60 ü8- 12 80 13,00 13,20 1 13,80 8— 12,00 2,15 12,20 11,80 3 12,70 Lar. 12,50 12,46 13,16
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Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.
) in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.
Deutscher Reichstag. 62. Sitzung vom 19. März 1904. 11 Uhr. Ueber den Anfang der Sitzung wurde am Sonnabend
berichtet.
Es folgt die Fortsetzung der zweiten Beratung des Reichs⸗
haushaltsetats für 1904 bei dem Etat für die Ver⸗ waltung der Kaiserlichen Marine.
Die ordentlichen Ausgaben für die Indiensthaltungen werden ohne Debatte nach dem Etatsanschlag bewilligt, des⸗ gleichen für naturelle Verpflegung, Bekleidung, Garnisonbau⸗ wesen und Garnisonbauverwaltung, Servis⸗ und Wohnungs⸗ geldzuschuß, Sanitätswesen. 1
Von dem Etatsansatz für Reise⸗, Marsch⸗ und Fracht⸗ kosten von 3 375 000 ℳ hat die Kommission 125 000 ℳ abgesetzt und folgende Resolution zur Annahme empfohlen:
„Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, auf eine Minderung der Reise⸗, Marsch⸗ und Frachtkosten zur Vermeidung von Etatsüber⸗ schreitungen bei diesem Titel einzuwirken.“
Der Kommissionsantrag und die Resolution werden ohne Debatte angenommen.
Das Kapitel Bildungswesen passiert ohne Debatte.
Bei den Ausgaben für die Instandhaltung der Flotte und der Werften, Gesamtausgaben nach dem Etat S 272 315 ℳ, sind von der Kommission 50 492 ℳ ab⸗
estrichen, hauptsächlich infolge der Sbse bang der geforderten Vermehrung des technischen erner beantragt die Kommission zu den Ausgaben für das Betriebspersonal der Werften folgende Resolution: „Den Reichskanzler zu ersuchen, für den nächstjährigen Etat eine Erhöhung des Höchstgehalts der Führer und Steuer⸗ eute von Werftdampfern, Schwimmkränen, Schwimmdocks, sowie 8n Spritzenmeister und Schleusenmeistergehilfen in Erwägung zu nehmen.“
Ferner liegt zu den saͤchlichen Ausgaben für den all⸗ gemeinen Werftbetrieb folgende Resolution der Kom⸗ mission vor: b
„Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichskag in der Uebersicht uͤber die Arbeiterverhältnisse in den Betrieben der
Marineverwaltung eine eingehendere Nachweisung zugehen zu lassen, in welcher die Arbeitszeit und der Arbeitslohn im Anschlusse an die bestehende 2 für die einzelnen Arbeitszweige unter Hervorhebung der Ueberstunden und des Akkord⸗ und Ueberstunden⸗ verdienstes dargelegt und die gewährte onntagsruhe ersichtlich ge⸗ macht wird.“ 8
Ueber die Petition des Werftbuchführers Senkpiel in Wil⸗ helmshaven und Genossen um Erhöhung ihres Gehalts soll nach dem Antrag der Kommission zur Tagesordnung übergegangen werden. Die Petition des technischen Hilfsarbeiters Gustav Schwarz und Genossen in Wilhelmshaven um Gleichstellung der technischen Hilfsarbeiter mit den Zeichnern oder Hilfszeichnern der Kaiser⸗ lichen Werft und Beilegung der Benennung „Zeichner“ bezw. „Hilfszeichner“ wird zur Ueberweisung an den Reichs⸗ kanzler als Material empfohlen. Zur Erwägung überwiesen werden sollen die Petitionen 1) des Werftmaschinisten Niemann in Wilhelmshaven um Aufbesserung des Diensteinkommens der Werftmaschinisten und Werftschiffsführer, 2) der Marinewerkmeister der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven um Gehaltsaufbesserungen, 3) des Vorstands des deutschen Technikerverbandes in Berlin um Besserstellung der Kon⸗ struktions⸗ und Marinezeichner der Kaiserlichen Werften in Rang und Einkommen.
Staatssekretär des Reichsmarineamts, Staatsminister, Admiral von Tirpitz:
Meine Herren! Ich möchte vorweg bemerken, daß es sich bei dieser Forderung um ein Personal handelt, welches in der Begrün⸗ dung zum Flottengesetz keine Erwähnung gefunden hat und also nicht unter das Gesetz fällt. Im übrigen liegen die Verhältnisse hier bei diesem technischen Personal ähnlich wie beim Seeoffizierspersonal. Wir haben früher unter einem beständigen Mangel gelitten, ganz be⸗ sonders, als die Flottengesetze eintraten, und es brauchte eine erhebliche Zeit, bis wir einen Nachwuchs für dieses Personal heran⸗ gebildet und erzogen hatten. Meine Herren, das technische Personal auf den Werften ist insonderheit erforderlich für die Instandhaltung der Schiffe, für die Reparatur der in Dienst befindlichen Schiffe auf den Kaiserlichen Werften, ferner für die Baubeaufsichtigung bei den Neubauten auf den Privatwerften. Für diese Aufgaben ist ein technisches Beamtenpersonal erforderlich, um die Interessen der Marineverwaltung gegenüber den Privatwerften in richtiger Weise vertreten zu können. Jetzt sind wir nun so weit, daß wir uns mit großer Mühe das erforderliche Personal herangebildet haben; vir können jetzt eine Forderung auf Vermehrung stellen, um sie unserer ganzen technischen Entwickelung zu gute kommen zu lassen, und nun soll diese Personalvermehrung gestrichen werden! Ich möͤchte doch noch einmal der Erwägung des hohen Hauses empfehlen, ob das eigentlich ein vnationelles Vorgehen ist für die Entwickelung unserer gesamten Flotte. Meine Herren,
es handelt sich hier um Anwärter, die bereits drei Jahre im
Dienst der Marine sich befinden, und die nun vor weiterer förderung stehen. Es wird mit der Forderung der Regierungsvo
noch nicht einmal der Bedarf voll gedeckt, den wir an die haben, sondern wir bleiben tatsächlich noch hinter dem Bedarf zurück. Wenn wir nun keine Marineschiffs⸗ und Maschinenbaumeister haben, dann müssen wir zur Aushilfe Regierungsbaumeister borgen. Aber, meine Herren, bei all der Tüchtigkeit dieser Leute werden sie uns doch nicht für die speziellen Zwecke die Schiffs⸗ und Maschinenbaumeister ersetzen können. Wenn man also die Entwickelung unserer Marine⸗ technik nicht unterbinden will, so muß meines Erachtens das Personal bewilligt werden; ich kann deshalb nur empfehlen, die Regierungs⸗ vorlage wiederherzustellen.
Abg. Zubeil (Soz.): Die vorgelegte Uebersicht über die Arbeiter⸗ verhältnisse in den Betrieben der Marine gibt uns kein klares Bild. Wir müssen aber unter allen Umständen verlangen, daß wir klar sehen können. Wie in aller Welt kann man dazu kommen, Ueberstunden, die außerhalb des Werktags geleistet werden, in die allgemeinen Lohnverhältnisse einzubeziehen? Weit schlimmer ist es, daß niemand aus der Uebersicht klar erkennen kann, wie auf den einzelnen Werften die Lohn⸗ und Arbeiterverhältnisse der Marine⸗ verwaltung stehen. Wie letztere sein müssen, ergibt sich da aus, daß es in Danzig eine Kategorie von Arbeitern gibt von unter 800 ℳ jährlichem Arbeitsverdigoft In Danzig ist durch einen Tages⸗ befehl bekannt gegeben, daß der Staatssekretär unter Anerkennung des durch Verbilligung der Schiffsbauten erzielten wirtschaftlichen Aufschwungs einen Geldbetrag von 7000 ℳ zur Remunerierung derjenigen Beamten und Arbeiter bewilligt habe, die sich besonders um die Ersparnis verdient gemacht haben. Uns Sozialdemokraten wurde seinerseits zur Pflicht gemacht, für den Flottenplan ein⸗ zutreten, weil dadurch jahrelang Arbeiter einen außerordentlich S. Verdienst haben würden. Die vom Staatssekretär bewilligten 9000 ℳ sind aus den Arbeitern herausgewirtschaftet, deren Löhne in Danzig derartig niedrig sind, daß sie mit Kartoffeln und Hering zu⸗ frieden sein müssen. In einer nichtsozialdemokratischen Versammlung in Danzig wurde auf die außerordentlichen Unterschiede der Verhält⸗ nisse zwischen den Werften in Kiel und Danzig aufmerksam gemacht, und es wurden auch die Akkordsätze zur Sprache gebracht und ge⸗ wünscht, man möge die besseren Löhne in Kiel auch auf die niedrigen in Danzig übertragen. Wie es auch in anderer Beziehung auf der Werft in Danzig zugeht, möge daraus ersehen werden, daß dort die Gesinnungsriecherei an der Tagesordnung ist. Was da geleistet wird spottet jeder Beschreibung. Man kommt zu der Ueberzeugung, da nur deswegen, weil die Grenze so nahe liegt, solche Verhältnisse Pla greifen können. Es bestehen Geheimakten, und die Arbeiter, die einma organisiert waren oder auch nur in dem Verdacht stehen, jemals ge⸗ werkschaftlich organisiert gewesen zu sein, sind unerhörten Verfolgungen