1904 / 97 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 25 Apr 1904 18:00:01 GMT) scan diff

Kost im Betrage von 3826 unterstützt werden. Der 38. Jahres⸗ erblickt darin den bericht, dem vorstehende Notizen entnommen sind, wurde von der Begründerin und derzeitigen Ehrenpräsidentin des Vereins, Frau Lina Morgenstern erstattet, die noch beute für diese ihre Schöpfung in der regsten Weise tätig ist und am Schluß der Generalversammlung an alle Damen der Gesellschaft die dringende Bitte richtete, 8 in dem menschenfreundlichen und doch so schwierigen Werk der Volksküchen

durch persönliche Mitarbeit zu unterstützen.

Der Freiwillige Erziehungsbeirat für schulentlassene Waisen hat in Miersdorf bei Zeuthen ein Erholungsheim für weibliche Pfleglinge des Vereins eingerichtet. Das Heim soll am 1. Mai eröffnet werden. Dem Vereine sind im abgelaufenen Monat wieder reiche Zuwendungen gemacht worden, so von dem Minister Innern 500 ℳ, von dem Minister der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten 300 ℳ, von dem Kommissionsrat Schumann aus einer Wohltätigkeits⸗ veranstaltung 200 ℳ, ferner etwa 1200 von mehreren anderen des Vereins. Auch hat die „Paul Felisch⸗Stiftung“ eine

ereicherung um weitere 1400 erfahren. An Unterstützungen wurden in der am Freitag abgehaltenen Sitzung des Vereins einmalig 575 und laufend 1005 ℳ, zusammen 1580 ℳ, bewilligt. Der Geheime Regierungsrat Dr. Damme wurde in den Vorstand gewählt.

um Schlusse der Sitzung machte der Geheime Admiralitätsrat

r. Felisch Mitteilungen über die neue Auflage des vom Verein herausgegebenen „Wegweisers für die Berufswahl, welches Buch sich die Sympathien in immer weiteren Kreisen erwirbt und stark be⸗ gehrt wird.

Zur Unterstützung der Lungenheilstätten in Belzig hat sich im Interesse des unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin stehenden „Berlin⸗Brandenburger Heilstätten⸗Vereins für Lungenkranke“ auf Veranlassung der Frau Reichskanzler Gräfin von Bülow und unter Leitung der Frau Geheimrat von Leyden ein Komitee gebildet, das die Veranstaltung eines „Einkaufs⸗ tages“ beabsichtigt. Sinn und Erfolg der Veranstaltung be⸗ stehen darin, daß das Publikum durch die Presse und andere Publikationsmittel angehalten wird, seine Einkäufe in vergrößertem Maße an einem bestimmten Tage bei den an der Durch⸗ führung des Planes beteiligten Firmen zu bewirken. Es wird beab⸗ sichtigt, diesen Tag Mitte Mai stattfinden zu lassen. Das Komitee wird die dem Plane beitretenden Firmen durch Plakate, Zeitungs⸗ inserate ꝛc. unterstützen, während andererseits die Firmen einen von ihnen selbst zu bestimmenden, beliebigen Prozentsatz ihrer am „Einkaufs⸗ tage“ erzielten Einnahme oder eine Abgabe von beliebiger Höhe dem Komitee zur Verfügung stellen.

Junge unbemittelte Mädchen finden sogleich Aufnahme in dem in der Nähe von Berlin gelegenen Landheim des Vereins „Jugendschutz“. Unter der Fürsorge einer gebildeten Hausmutter ist dort die Gelegenheit zur häuslichen Fortbildung und zur Pflege des eigenen Gartens sowie zu Spaziergängen in den nahen Wald gegeben. Gesunde Mädchen können ihren Unterhalt dort durch Lederarbeit verdienen. Erholungsbedürftige können gegen billige Pension (15 25 den Monat) angenommen werden. Um Zu⸗ wendung von Mitteln für einige Freistelen wird herzlich gebeten. Persönliche Meldungen nimmt die Vorsitzende des Vereins Jugend⸗ schutz“, Frau Dr. Bieber⸗Böhm (Kaiser Wilhelm⸗Str. 39 II) täglich von 9 bis 10 und 3 bis 4 Uhr entgegen.

Der Verein alter Garde⸗Jäger zu Berlin hat be⸗ schlossen, das Jubiläum des 160 jährigen Bestehens des Garde⸗Jägerbataillons zugleich mit seinem 10 jährigen Stiftungsfest am 18./19. Juni 1904 in Potsdam zu feiern. An alle ehemaligen Gardejäger, die sich beteiligen wollen, ergeht vom Vereinsvorstand die Bitte, an den Schatzmeister, Oberzahlmeister Elbers (Karlstraße 34) einen beliebigen baren Beitrag zur Beschaffung von Prämien und zur Deckung der Unkosten einzusenden und An⸗ meldungen bis zum 5. Juni d. J. an den Vorsitzenden, Rechnungsrat 8 1 Klasse (über 70 75 %

G. Herrmann (Kyffhäuserstraße 14) zu richten. 8 1 S kt 4 Klasse (1 70 %).. . 8 Nach Schluß der Redaktion eingegangene bHeweltenmehli)

Depeschen.

Buudaäpest, 25. April. (W. T. B.) Das Unterl ist durch ein Königliches Handschreiben vertagt worden

Im Namen des Komitees der Ausständt wird an die Eisenbahnbeamten eine Proklama gerichtet werden, sofort die Arbeit wieder auf nehmen, um nicht eine weitere Verschärfung der †. regeln der Regierung heraufzubeschwören. W kompetenter Seite verlautet, verkehren schon heute sin%— Eisenbahnzüge fahrplanmäßig, mit Ausnahme einzelner) schnellzüge.

Turin, 25. April. (W. T. B.) Die Herzogin Genua, geborene Prinzessin von Bayern, ist heute von einer Prinzessin glücklich entbunden worden.

blickt do den machtvollen Geist der Solidarität, e wirtschaftliche Tätigkeit erfüllt und der Urheber aller stellungen ist. Der Redner betonte, die Ausstellung gereich Vaterland und Wien zur Ehre; denn sie sei reich und Man habe ö -” auf einem eng begrenzten Gebiet selten gesehen. Alle Errungenschaften der modernen Technik sen ihren Räumen vereinigt. er Ministerpräsident Ssheh den Entwickelung der Technik der Spiritulindustrie sowie die Vern des Alkohols und betonte u. a., daß auch die Ergebnisse der N schaft die Pflicht auferlegten, den Alkohol aus der Lfst⸗ Nahrungsmittel zu streichen und andere Wege zu suchen, un Lebensbedarf der Armen zu decken, und zwar in anderer billiger Weise; es gereiche der Industrie zu hohem R daß sie den Mut nicht sinken ließ, sondern neue F. einschlug und insbesondere den Kontakt mit den anderen Ind anstrebte. So werde der Bedarf an Alkohol Feöhes und geringer. Die Wissenschaͤft, die Wunden geschlagen habe, helh wieder, indem sie auf den techeis hen Verbrauch von Alkohe Fabrikationszwecken hinweise. „Zählen Sie auch“, sagte der M präsident, „auf die Unterstützung der Regierung. W unsere soziale Aufgabe zu erfüllen, und tun dies gern.

werden uns aber stets bereit finden, Ihre berechtigten sprüche zu erfüllen, wenn Sie nur uns behilflich sind

den Anforderungen zu entsprechen, die nicht mit minderem und ebenfalls im Namen der sozialen Mission des Staats m gestellt werden ich meine die Wünsche der Landwirtschaß welcher die Spiritusindustrie herausgewachsen ist. Sie, meine g sind berufen, die Anschauung zu vermitteln, daß es in einem blüͤhg Reich keinen Widerspruch zwischen den Interessen der Industri der Landwirtschaft geben kann. Ueber der Solidarität der zelnen Arbeitsgebiete steht die Solidarität aller, und diese findet edelsten Ausdruck in der gemeinsamen Liebe zum Vaterlande. Di unserer Ausstellung so glänzend vertretene Spiritusindustrie, die ge⸗ Industrie und ihre treue Schwester, die Landwirtschaft, mögen Zeiten sehen“. Der Ministerpräsident erhob sein Glas auf das! aller ehrlichen Arbeit und der Gäste der Ausstellung. Der Trinkz dessen Anfangs⸗ und Schlußworte französisch gesprochen wurden, n mit großer Begeisterung aufgenommen. Nach der Rede des Mif präsidenten von Koerber sprach der Vertreter der deutschen Reiie Direktor im Reichsamt des Innern Dr. Richter, und hierm französische Senator Viger. 1“ 1

Vor den Mitgliedern des Vereins zur Förderung der Kunst sprach am Freitag im Bürgersaale des Rathauses der Oberregisseur der Königlichen Oper Herr Dröscher über „moderne Opernregie“. In einer stilistisch und im Vortrag ausgezeichneten Weise erörterte der Redner die allgemeinen Gesichts⸗ punkte, von denen aus das Wesen einer guten Opernregie zu beurteilen sei, das Verhältnis, in dem der Spielleiter zu den übrigen an einer Aufführung beteiligten Faktoren sich befinde. Was zunächst sein Verhältnis zu den Darstellern betrifft, so gibt es eine doppelte Art von Regieführung überhaupt: die kritische, die zunächst den Darstellern freie Hand läßt und sich auf Korrekturen und ergänzende Anordnungen zur Schaffung einer guten Gesamtleistung beschränkt, und eine zweite, die im vorhinein den Dar⸗ stellern die Auffassung des Regisseurs aufzwingt und die von diesem vorher bestimmte Form der Aufführung erzielt. Der Redner bekennt sich zu der letzteren Art und verwirft die Rücksichtnahme auf Eigenwilligkeiten beliebter Sänger. Ja, er betlangs daß der Sänger b Rolle erst darstellerisch und deklamatorisch beherrsche, ehe er an die gesangliche Ausarbeitung geht, und redet den aus dem Schauspielerstande egangenen Opernregisseuren das Wort, die durch Betonung des Darste erischen, das ja doch Grundlage und In⸗ halt des Gesungenen ist, selbst alte, im Schlendrian ver⸗ kommene Opern zu neuem Leben erweckt haben. In demselben Sinne bedarf es einer Verständigung mit dem Kapell⸗ meister, daß nicht musikalische und darstellerische Momente einander schädigen. Herr Dröscher hätte keine bessere S ehnng für seine Ausführungen finden können als den Satz: „An ihren Früchten follt ihr sie erkennen“; denn er hat durch die Tat bewiesen, zuletzt noch wieder durch die Inszenierung des „Lohengrin“, bei welcher in der Bewältigung der Volksszenen wie in den Einzelszenen lebendiges, dabei künstlerisch geschlossenes Bühnenleben erreicht ist, daß seine Regieführung sich in richtigen Bahnen bewegt. An diesen Vor⸗ trag anknüpfend, sprach darauf der Oberinspektor Brandt über „Bühnentechnische Anlagen“, über die verschiedenen Typen von Hinterbühnen, deren Vorteile und Nachteile, über die richtige Ver⸗ teilung und Unterweisung des technischen Personals u. a. Als Er⸗ änzung des lehrreichen Abends fand gestern mittag eine Führung der Vereinsmitglieder durch das Bühnenhaus des Königlichen Schauspiel⸗ hauses und die Requisitenmagazine statt.

Erste ilage

zum Deutschen Reihsangeiger und Kömiglih Prenzishen Stats

Deutsches Reich. deutschen Zollgebiets mit Getreide und Mehl.

8

ürtiger Handel des

ir sind verpste

1) Ein⸗ und Ausfuhr.. i .“

—ö

Davon sofort verzollt oder zollfrei

April 1. Hälfte V

1904

Gesamteinfuhr

Davon Ausfuhr aus dem freien Verkehr

April 1. Hälfte V 1904

Be sanrtausfuhr

April 1. Hälfte

April 1. Hälfte

1904

Januar bis 15. April Januar bis 15. April

Januar bis 15. April Januar bis 15. April

1903 1903 1903

dz

2 805 122 1 552 305 1 198 178 3 010 581 1 886 585 77 735

5 375

1903 1904

100 kg

93 399 185 092 148 387

15 049

6 791

11 516

30 844

512 087 564 427 243 159 76 640 43

43 071 74 144

414 608 825 163 583 895 81 729 56

78 149 144 776

40 335 183 904 112 943

837 453 599 409 652 494 111 472

41 938

56 843 170 566

734 547 832 902 733 533 99 147 79 541 91 348 149 802

536 546 114 696 85 417 369 500 273 957 10 731 725

3 405 827 904 026 656 897

2 819 882

1 555 319

61 013 5 112

3 942 857 2 195 421 1 865 799 3 509 536 2 371 267 90 477

5 375

4 633 060 1 318 088 875 792 3 365 964 1 977 422 75 951

5 310

680 167 177 450 110 979 455 113 319 221 12 098 923

Weizen 4 3 1 114“ feh . .

Wien, 23. April. (W. T. B.) Heute nachmittag „Nais . . zwischen Eicht und Bleiswede drei Personenwagen ving. 9 Pelenmehl der Lokalbahn Teplitz Reichenberg durch einen Wie Koggenmeh

wind aus dem Gleis gehoben und die Bahnböschung hir schleudert; 15 Reisende wurden teilweise schwer verletzt.

Mannigfaltiges. Berlin, den 25. April 1904.

8 Der Hauptausschuß für Berlin und die Mark Brandenburg (Bezirksgruppe Berlin NW.) des Deutschen Flotten⸗Vereins veranstaltet am Freitag, Abends 8 Uhr, in den „Germania⸗Prachtsälen“ (Chausseestraße 103) einen Vortrags⸗ abend, bei dem der Geheime Regierungsrat, Professor Busley unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder über das Thema sprechen wird: „Torpedoboote und Unterseeboote“. Reservierte Plätze kosten 0,50 ℳ, der Eintritt in den Saal ist frei. Gäste, auch Damen, sind willkommen. Eintrittskarten sind im Bureau des Haupt⸗ ausschusses, Bernburger Straße 35, und Abends an der Kasse zu haben.

3) Einfuhr in den freien Verkehr nach Verzollung.

2) Mehlausfuhr.

Southampton, 23. April. (W. T. B.) Infolge der 330bů— haftung einiger Leute des Cheshireregiments durz Polizei wegen kleinerer Vergehen verließen Kameraden vonl um Mitternacht ihre Kaserne, warfen die Fenster des 0 polizeiwachthauses und des Zollhauses ein, zogen! Geschrei nach der Stadt und richteten noch mehr Schaden an, kamen dann mit der Polizei ins Handgemenge, die von Holzknüppeln Gebrauch machte und mehrere Soldaten wundete, Die Aufrührer wurden in ihre Kaserne zurückgein und die Anstifter verhaftet.

Aus dem freien Davon verzollt

Verkehr

beim unmittelbaren Eingang in den freien Verkehr

Gesamte verzollte Menge †) bei der Einfuhr von

Niederlagen, Freibezirken usw.*)

Veredelungsvexkehr (Mühlenlager)

seit 1. Januar

Gattung,

Ausbeuteklasse 8

April

1. Hälfte 1903 1904 dz = 100 kg

Januar bis

15. April

1904 1903

22 = 100 kg

Januar bis 15. April

April V Januar 1 bis Hälfte 15. April

Der Verein der Berliner Volksküchen von 1866 hielt unter dem Vorsitz des Professors Dr. Langerhans am Mittwoch seine 38. Generalversammlung im Bürgersaale des Rathauses ab. Der unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin stehende Verein wurde 1866, angesichts plötzlicher Kriegsgefahr und drohender Erwerbslosigkeit, ins Leben gerufen zu dem Zweck, der minder bemittelten Bevölkerung nährende, schmackhafte und gesunde Speisen zum Selbstkostenpreise zu liefern. Er beruht auf dem Grund⸗ satze der Selbsterhaltung durch den Konsum, unter ehrenamtlicher Leitung, Beaufsichtigung und Kontrolle durch den Zentralvorstand, und er ist seime Aufgabe auch in den schwierigsten voll 885

geworden. Zwar ist der Besuch der Volksküchen jetzt nicht mehr so rege, wie er es während der Kriegsjahre und während der auf die Zeiten des sogenannten wirtschaftlichen Aufschwunges folgenden schweren Jahre der Depression war damals unterhielt der Verein 16 Speiseanstalten, von denen später 8 wegen mangelnder Rentabilität wieder geschlossen wurden —, aber die Küchen des Vereins, die im vorigen Jahre durch eine neu eingerichtete (in der Brunnenstraße 162) wieder auf 9 vermehrt wurden, entsprechen, wie der Konsum beweist, immer noch einem fühlbaren Bedürfnis. Trotz der großen Konkurrenz durch Restaurationen, in denen Speisen zu billigen Preisen verabfolgt werden, hat nämlich der Verein im Jahre 1903 einen Umsatz von 146 285 erzielt und dafür im ganzen 795 486 Mittags⸗ und 352 465 Abendportionen, im ganzen also 1 147 951 Portionen, zum Preise von 3 bzl. 5, 6, 10, 15, 20 und 30 verabfolgt. Qualität und Quantität des Dargebotenen sind in jeder Hinsicht einwandfrei, was u. a. auch dadurch anerkannt wird, daß Behörden und größere Vereine sich der Volksküchen zur Speisung ihrer Pfleglinge bedienen. Der Verein besitzt einen Pensionsfonds 3. Zt. in Höhe von rund 45 700 ℳ, aus dessen Zinsen arbeitsunfähig gewordene frühere Angestellte auf Lebenszeit mit monatlichen Unter⸗ stützungen von 3 bis 15 bedacht werden; im Jahre 1903 wurden an 13 Personen aus den Zinsen des Pensionsfonds 1574 gezahlt. Eine auf Anregung der verewigten Kaiserin Augusta begründete „Unterstützungskasse zur Speisung Notleidender in den Volks⸗ küchen von 1866“ ist dem Verein angegliedert, wird aber selbständig verwaltet. Aus dieser Kasse, der im letzten Jahre infolge eines Aufrufs von zahlreichen Wohltätern reichliche Mittel zugeflossen sind, konnten etwa 500 notleidende Familien und 1700 vorübergehend Erwerbslose mit 19 224 Portionen kräftiger, warmer

April 1. Hälfte

April

1. Hälfte

1904

15. April

1904 1903

1904 1903

Ufa, 23. April. (W. T. B.) In der vergangenen Nacht! V 1903

in der dem Fürsten Belosselsky⸗Belosersky gehörigen Schiel fabrik Feuer aus, durch das Gebäude und Maschinen Werte von mehreren 100 000 Rubeln zerstört wurden.

2 805 222 1 552 305 1 198 178 3 010 581 1 886 585 60 281 150

990

1117 5 017

1 145 761 34 270 494 853 234 594 535 695 340 622

5 253

1 005 705 390 507 110 799 622 321 407 235

4 300

80 399 29 704 17 901 107 509 45 403 612

3 405 827 904 026 656 897

2 819 882

1 555 319

44 728

536 546 114 696 85 417 369 500 273 957 8 222 39

3 985 153 2 062 120 1432 772 3 546 428 2 227 207

4 412 073 1 297 166 768 710

3 450 400 1 964 190 28

616 945 144 400 103 318 477 009 319 360 8 834 39

Weizen.. Roggen.. Hafer

x. E“

Weizenmehl Roggenmehl

Weizenmehl: 1. Klasse (1 30 %) ... 2 Klasse (über 30 70 2

15] 2 271 5 112

2 593 5 3 737 3 189

29095 1267 26660 19896 844

10 286 2

297 8

7 123 776

Wien, 23. April. (W. T. B.) Dem heutigen Bankett aus Anlaß der Eröffnung der Spiritusausstellung (vgl. Nr. 96 d. Bl.) wohnten die Minister sowie die Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Rußlands bei. Nachdem der Sektionschef Exner die Versammelten begrüßt hatte, brachte der Bürgermeister Lueger ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser Frauz Joseph aus, das begeistert aufgenommen wurde, und hierauf ein solches auf die fremden Teilnehmer. Es wurden dabei die deutsche und die russische Hymne 18 die Marseillaise intoniert. Sodann begrüßte der Ministerpräsident Dr. von Koerber in einem Trinkspruch die Mitglieder der auswärtigen Regierungen und sprach ihren Staaten den tiefgefühlten Dank für die Beteiligung an der Ausstellung aus. „Das persönliche Erscheinen der Mitglieder der befreundeten Regierungen“, sagte der Ministerpräsident, „sowie das lebhafte Interesse der auswärtigen Staaten sind uns eine Genugtuung. Denn sie beweisen, daß man unsere Produktion auch außerhalb unserer Grenzen für gleichberechtigt mit der eigenen hält“. Der Minister⸗ präsident dankte auch den zahlreichen Ausstellern aus anderen G““ 1 be er sagte⸗ „Des 11,8. 8. gebrauchen, weil es der Empfindung der Zusammengehörigkeit wider⸗ ortsetzung des Amtlichen und Nicht ichen in der Weizen. spricht, die uns in diesem Augenblick veretnigt. Denn die Aussteller (Portsezung d 31 iten ünb va zet 8 segee b

Roggenmehl: 1. Klasse (e.0999 2. Klasse (über 60 65 %) Roggenschrotmehl ¹) .. .

¹) Besonders festgesetzt.

8

48 606 6 390

125823 44 665 4 058 11331 10 685

7530 18 763

27 013 2 748

2 ———V—V.——— Ausfuhr von Niederlagen und Freibezirken usw.*) April

1. Hälfte

Einfuhr auf Niederlagen und Freibezirke usw.*)

April 1. Hälfte

Verzollt von Niederlagen und Freibezirken usw.*)

April 1. Hälfte

Januar bis 15. April Januar bis 15. April Januar bis 15. April

1904 1903 1904

dz = 100 kg

1 005 705 390 507 110 799 622 321 407 235

4 300

1904 1903

319 939 7 739 149 638 17 418 79 485 6 075 1

1 145 761 494 853 234 594 535 695 340 622

80 399 29 704 17 901 107 509 45 403

1 131 424 558 209 667 502 482 627 483 055

12 569

1 207 821 405 276 218 895 524 124

143 621 62 754 25 562 79 816 45 264

1 367

aus den anderen Ländern geben uns, indem sie die Geheimnisse ihres . Schaffens erschließen, zugleich einen Beweis ihres Vertrauens, wie u wir ihn nachhaltiger nicht wünschen können.“ Der Ministerpräsident

Weizenmehl Roggenmehl

VBellealliancetheater. (Unter der Direktit üea Kren und Alfred Schönfeld vom Thaliathe ienstag und folgende Tage, Abends 7 Freut Euch des Lebens. Große Ausstan b Ss r. Fg posse mit dsang und Tanz in 3 Akten 1“ 888 Unmittelbare Einfuhr Einfuhr von Niederlagen u. Freibezirken usw.*) Fob vnde n Sheinn, beebes vg vC““ E1u“ U un r. Schönfeld. usik von Jul. Einöddch 11“ ; il Dirigent: Max Schmidt. In Szene gese April Januar bis 15. April Apr Alfr. Schönfeld. (Gerda Walde und Fritz 9 % 1. Hälfte 1. Hälfte V ding in den Hauptrollen.) 1 1 Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei kleinen ae 4 Othello. (ESetzte Nachmittagsftellung unter? von William Löwe.)

Mittwoch: Kabale und Liebe. Donnerstag: Der Strom.

Freitag: Minna von Barnhelm. Sonnabend: Kabale und Liebe.

Residenztheater. (Direktion: S. Lautenburg.) Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: Der keusche Casimir. Vorher: Die Empfehlung.

Mittwoch: Zum ersten Male: Die 300 Tage. (L'enfant du Miracle.) Schwank in 3 Akten von van⸗ Gavault und R. Charey. Deutsch von Alfred

alm.

—’z

Deutsches Theater. Dienstag: Rose Bernd. Anfang 7 ½ Uhr.

Mittwoch: Novella d'Andreg.

Donnerstag: Die Weber.

Schillertheater. o. Dienstag, Abends 8 Uhr: Der Geizige. Lustspiel in 5 Akten von Molière. Hierauf: Der ein⸗ Kranke. Lustspiel in 3 Akten von Molisre.

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Haus Rosenhagen.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Lumpacivaga⸗ bundus.

N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Das grobe Hemd. Volksstück in 4 Akten von C. Karlweis.

Mittwoch Abends 8 Uhr: Lumpacivagabundus.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Haus Rosenhagen.

gsverkehr (Mühlenlager ꝛc.).

““

Theater.

Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern⸗ haus. 80. Foescteng Der Barbier von Sevilla. Komische Oper in 3 Aufzügen von Gioachimo Rossini. Dichtung nach Beaumarchais von Cesar Sterbini,

übersetzt von Ignaz Kollmann. Musikalische Leitung: Professor Schlar. Anfang 7 ½ Uhr. Preise der Plätze: Fremdenloge 12 ℳ, Orchesterloge 10 ℳ,

Erster Rang 8 ℳ, Parkett 8 ℳ, Zweiter Rang 6 ℳ, Dritter Rang 4 ℳ, Vierter Rang Sitzplatz 2 50 ₰, Vierter Rang Stehplatz 1 50 ₰.

Neues Operntheater. Bei aufgehobenem Abonne⸗

mment;: Güötz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspiel in 5 Aufzügen von W. von Goethe. In Szene gesetzt vom Oberregisseur Max

Grube. Anfang 7 Uhr.

Miittwoch: Opernhaus. 81. Vorstellung. Die Zauberflöte. Oper in 2 Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart. Dichtung nach Karl Ludwig Giesecke, von Emanuel Schikaneder. Anfang 7 ½ Uhr.

Von Mühlenlagern verzollt seit 1. Januar

aprul 1. Hälfte

(Wallnertheater. Januar bis 15. April Januar bis 15. April

1903 1903

dz = 100 kg

1904 1903

34 270 14 962

6 311 148

84 907 119

16 328 1 627 173

Weizen. 19 412 8 786

gen

1

8 21 958

Verehelicht: Hr. Landgerichtsrat Wittkowsw Mais . 2. 1 004 Frl. Luitgard Kampe HSrealach Hr. Regi⸗ Weizenmehl. 30 aumeister Clemens Raffelsiefen mit Frl. Roggenmehl

Hoosmann (Wormditt— Dirschau). Gestorben: Hr. Oberlehrer Dr. Berthold

AmmnRmmmmmmnggg—8

Thaliathenter. (Direktion: Jean Kren u. Alfred Schönfeld.) Des Umbaues wegen Schluß der Saison: Sonntag, den 1. Mai. Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: Der Hochtourist.

Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Charleys Tante.

Familiennachrichten.

Neues Operntheater. Vorstellung im Abonnement: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspiel in 5 Aufzügen von W. von Goethe. Anfang 7 Uhr. Billettreservesatz 42.

Die Verausgabung der Reservat, und ständigen Dienstbillette erfolgt fortan ausschließlich am Tage der Vorstellung zwischen 9 und 10 Uhr Vormittags auch für die im Neuen Operntheater stattfindenden Vorstellungen des Schauspiels im Opernhaus an der sogenannten Matineekasse. Der Vorverkauf findet im Anschluß hieran von 10 ½¼ —1 Uhr Vormittags statt.

Theater des Westens. Kantstr. 12. Bahnhof Boolofischer Garten. (Direktion: A. Prasch, Groß⸗ erzoglicher Hoftheaterintendant a. D.) Dienstag (außer Abonnement): Der Bettelstudent.

ittwoch (26. Vorstellung im Abonnement): Der Postillion von Lonjumeau.

Donnerstag: Vorletztes Gastspiel von Francesco d'Andrade. Don Juan.

Freitag (25. Vorstellung im Abonnement): Zum ersten Male: Apajune.

Sonnabend (27. Vorstellung im Abonnement): Apajune.

Neues Theater.

Barnhelm.

Dienstag:

Minna von

Zentraltheater. Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: Gastspiel von Paula Worm. Der Sonnenvogel. Operette in 3 Akten von Rudolf Schanzer und Georg Okonkowskyv. Musik von Victor Hollaender.

Mittwoch und folgende Tage: Der Sonnenvogel. „Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Wahrheit. Drama in 3 Akten von Fritz Oswald Bilse. Abends: Der Sonnenvogel. 8

Trianontheater. (Georgenstraße, zwischen Friedrich⸗ und Vetrerstnd , e, Dienstag: Das elfte Gebot. Hierauf: Der Dieb. Anfang 8 Uhr.

Mittwoch bis Sonnabend: Das elfte Gebot. Hierauf: Der Dieb.

.“

(Ckarssteenbarg. Verw. Fr. Konsiston lmuth Jacobi, geb. Hertzberg (Halle a. . Frl. Margarethe von Leutsch eandech)

Verantwortlicher Redakteur J. V.: von Bojanowski in Berli

Verlag der Expedition (Scholz) in Berl⸗

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Ve Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr.

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