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iterversicherung und Volkswirtschaft“ vom Regierungsrat, Preheibrvegscheeung und “ 28 KFl der Arbeiter⸗ icherung“ vom Regierungsrat Dr. Klein. CNCa Schriften 2189 ihren X“ die deutsche Arbeiterversicherung unter den ver Gesichtspunkten — der Sozialpolitik, Statistik, Prophy axe, Therapie und Volkswirtschaft — in knapper und 1 verständlicher Weise dargestellt, auch die Paral e 8 zu dem auf diesem Gebiet immer noch rückständigen Auslande gezogen. Der Atlas und die 1 anderen Ausstellungsschtiften, namentlich Heft II. „Satzst 588 Arbeiterversicherung“, ergänzen sich wechselseitig. Wa rend in dem letzteren auf die textliche Besprechung der Hauptergebnisse der Arbeiterversicherung Wert gelegt is . enthalt der Atlas auf 17 Blättern 29 statistisch⸗graphische Darstellungen, welche eine Auswahl der im Auftrage des Reichsversicherungsamts für die E bearbeiteten 91 statistischen Tafeln, von denen Duplikate auch er Ständigen Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt in Charlottenburg, Fraunhoferstraße Nr. 11/12, überwiesen sind, in gedrängter und vereinfachter Darstellung ..“ Außer Quellennachweis, Einleitung usw. sind den graphischen 8— stellungen 26 statistische Tabellen beigegeben, die in übersi ht⸗ licher Anordnung die wichtigsten Ergebnisse sowohl 1 beiterversicherung im allgemeinen, als auch der Kran en⸗, Unfall⸗ und Invalidenversicherung insbesondere enthalten. b Außer den oben genannten Schriften sind in neuen, 88 auf die Gegenwart ergänzten Auflagen hergestellt worden: er „Leitfaden zur Arbeiterversicherung des Deutschen Reichs (10. Ausgabe) vom Geheimen Regierungsrat Dr. Zacher mit einer internationalen Uebersicht über den Stand der Arbeiter⸗ versicherung in Europa (bis 1900), und die Denkschrift von Laß⸗Zahn „Einrichtung und Wirkung der deutschen Arbeiter⸗ (3. Ausgabe) mit einem den neuesten Stand der Gesetzgebung (vom Nesgi ngases⸗ Professor Dr. Laß) und Statistik (vom Regierungsrat Dr. Klein) umfassenden Anhange. Sämtliche Schriften sind im Verlage von A. Ashzer u. Co., Berlin W., Unter den Linden 13, erschienen. Sie dürften sich besonders zur Verbreitung unter den Versicherten und den mit der Durchführung der Arbeiterversicherungsgesetze betrauten Organen eignen, um ein richtiges Verständnis für die soziale und volkswirtschaftliche Bedeutung der Arbeiter⸗ versicherung in immer weiteren Kreisen der Bevölkerung zu en. 1 11“ Atlas wird der Juninummer des Reichs⸗Arbeits⸗ blatts beigegeben werden. Er erscheint, wie dieses, in Carl Heymanns Verlag in Berlin, Mauerstraße Nr. 44, und ist Preise von 50 ₰ im Buchhandel zu haben. “
m Monat April d. J. sind auf deutschen Eisen be — ausschließlich der bayerischen und der Bahnen mit weniger als 50 km Betriebslänge — 17 Entgleisungen auf freier Bahn (davon 12 bei hersonenzägeg, 10 Entgleisungen in Stationen (davon keine bei Personenzügen), 1 Zu⸗ ammenstoß auf freier Bahn (bei Güterzügen) und 6 Zu⸗ seeö in Stationen (davon 2 bei Personenzügen) vor⸗ gekommen. Dabei wurden 1 fremde Person getötet, 1 Reisender und 4 Bahnbedienstete verletzt. V
8. 2 at Berlin verlassen. Während seiner Abwesen eit führt der hat Herlne⸗ Erste Sekretär, Botschaftsrat Thiébaut Beschäfte der Botschaft 8
8
Der Botschafter der Französischen Republik
*
estern in Schanghai eingetroffen. 8 6 Der Ablösungstransport für S. M. S. „Condor“ ist mit dem Dampfer „Gera“ gestern in Melbourne an⸗ gekommen und setzt am 11. Juni die Reise nach Sydney fort.
1
8 S “
Sachsen. Seeine Majestät der König hat den größten Teil des estrigen Tages außer Bett zugebracht. Das Befinden Seiner Majestät ist im allgemeinen zufriedenstellend; die Nacht war aber durch Hustenreiz und Kurzatmigkeit wieder mehrfach estört. gef In der amtlichen „Leipziger Zeitung“ wird ein Ministerialerlaß an die Kreishauptmannschaft in Leipzig veröffentlicht, nach dem das Ministerium des Innern die Beschwerde des Vorstandes der Leipziger Ortskrankenkasse und der Vereinigung der bisherigen Distriktsärzte gegen die die ärztliche “ der Kassenmitglieder betreffenden Verordnungen der Kreishauptmannschaft nicht für beachtens⸗ wert gefunden hat. Das Ministerium könne nicht finden, daß die Kreishauptmannschaft von ihrer Befugnis einen mit dem Gesetze nicht im Einklang stehenden Gebrauch gemacht habe.
Württemberg. Die Kammer der Standesherren verwies gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, den von dem Erbprinzen zu Loewen⸗ tein⸗Wertheim⸗Rosenberg und Genossen eeingebrachten Schulgesetzentwurf an die Volksschulkommission mit dem Auf⸗ trage, zu untersuchen, ob nicht in dem vom Hause früher schon ange⸗ nommenen ersten Artikel der Schulgesetznovelle weitere Verbesserungen eingefügt werden könnten. 11113134“ Sachsen⸗Weimar⸗Eisenach. Der Geburtstag Seiner Königlichen Hoheit des Groß⸗ herzogs wurde heute im ganzen Lande in der üblichen Weise festlich begangen. Deutsche Kolonien. „Der Kaiserliche Gouverneur von Deutsch⸗Südwestafrika, Oberst Leutwein meldet, wie „W. T. B.“ berichtet, aus Otjosasu vom 8. Juni: Von der Hauptabteilung sind die 7., 10. und 11. Kompagnie, die 4., 5. und 6. Batterie, die Maschinengewehrabteilung Dürr mit 4 Geschützen und die Funkentelegraphie noch bei Otjosasu. Die Witboiabteilung ist heute zur Aufklärung gegen die Linie Osire —Okahitua vor⸗ geschickt; sie soll gleichzeitig Verbindung mit Estorff aufnehmen. Die 5. Kompagnie ist 1 Okatumba vorgeschoben.
Der Reichskriegsmi
offizieren und in b
Rertesnm nicht beabsi senden. Be Amts
Depeschen den Skandal
Staatsangehörigen einer
die eigene Politik der Unterhauses. Spontaneität hin, die klagen seitens der
führte aus: „
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zug. Demjenigen, der
Es ihm des ihrer Wohlfahrt
ist wahr, zukommenden
die Haltung anderer
daß sie
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form der Iö daß diese Schritte 8 könne. Beispielsweise Europas überhaupt keine fuhr Lord Percy
unseren Gebieten dem uns in freundlichem
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Appells wird beseitigt Umfang der unklaren. Wenn sie
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selben kein Vertrauen
vorhanden ist, daß auf suchungsausschusses uns staatssekretär ziation, die ist, ist lange
dem
dies nicht eine lichen Glaubens.
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über alle die den Freunden der Widerstand gegen das
Regierung vorwarfen,
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„W. T. B.“ zufolge, mit einem Gef ge
“ eher. se taatlichen Eisen⸗ und Stahlwerke
standteile der neuen Kanonen und der Panzerplatte neuen Kriegsschiffe hergestellt werden sollen.
Großbritannien und Irland.
G B.“ meldet, der
Im Unterhause erklärte gestern, wie „W. T. B.“ meldet, ä Brodrick auf eine Anfrage, daß die Staatssekretär des Kriegsamts e 8 Kabul eine Mission zu i der Diskussion ü besprach 2 Charles Dilke des Congostaates und fragte, Reagserneg jugegebenen Tatsachen kommen sei, alle wierigkeiten zu 1 1 zwingen, durch stärkere Maßregeln als einfache Worte und
Lord Percy wies
haltenden H und
vorgebrachten
ich fürchte, n die uns ganz Hmbecftändläche dr daß ihre materiellen Interessen ongobecken nicht genügten, um rechtfertigen. 8Die zweite Erwägung ist die, daß die Lage durch den Charakter der letzten Antwort der Congoregierung verändert ist. Letztere versichert uns, daß sie bereit sei, anzuerkennen, daß die An⸗ schuldigung des Konsuls Casement einen starken Untersuchung bildet, und daß sie gewillt ist, die Untersuchung zu fördern. Das ist ein befriedigender Beweis dafür, da ohne Wirkung geblieben sind.“
getan
19 nicht nur zum Zwecke der 9 n
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chloß: „Der internationale gegenwärtigen verschwunden.
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seien übertrieben worden. aus und warf
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Erwiderungen Lamarzelles . die Ruhestörer zu ermutigen,
Oesterreich⸗Ungarn.
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aus der Welt zu schaffen.
Red unterzogen die im Congostaate verübten Grausamkeiten und die Verletzung - Rechte der daselbst Handel treibenden britischen
Besprechung. Einige regten
* 1 4 9 nationale Konferenz an, andere die Errichtung einer konsularen Recht⸗ sprechung. Der Unterstaatssekretär des Auswärtigen Earl Perecy be⸗ merkte, die gehaltenen Reden sprächen Gunste! Regierung angenommenen r aus; diese Politik sei
als vielmehr die
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Beweggründe die Klagen
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betrifft, so bemerke
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sei Rücksicht genommen worden.
fort, ‚„vollkommen gewillt, mit Zustimmung der
Mächte, unsere eigene Handhabung bezüglich der Konzessionen in - b” Tribunal zu unterbreiten, und befinden
einungsaustausch mit der fra
werden. Ueber den Chara Untersuchung
sich auf die in dem
Konsuls Casement enthaltenen Anklagen beschränken, Untersuchungskommission sollte, die zur Congoregierung Beziehungen aben können.
aus Personen
die Zeugen kein Druck ausg
geltung verhindert wird und daß die Zusammensetzung des Unter⸗
vertrauenswert erscheint.“
Congostaat ist
Jetzt
Was steht auf d
haben wir
Frankreich.
In der gestrigen Sitzung des Senats brachte, wie „W. T. B.“ meldet, Goulaine (Rechte) eine Unruhen aus Anlaß des Aus tandes in Lorient und be⸗ hauptete, die Schwäche der Regierung habe die gewerbsmäßigen Aufhetzer ermutigt; der Ausstand breche in den Häfen jedesmal au Marineminister Pelletan, eskortiert von der roten begebe. Delobeau (Republikaner) führte aus, die dortigen Unruhen seien eine Folge der sozialistisch ausgefallenen G Regierung möge Maßregeln Ruhe und Ordnung ergreifen.
nterpellation
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Ruhestörungen 185 die Be
Gesetz gelehrt haben.
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olge von Generalstabs⸗ Handelsministers Dr. von
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sich zu Gunsten der von der
Einhelligkeit in England durch die furchtbaren An⸗ lange 8 andeltreibenden hervorgerufen n erster Linie hat die Regierung die Tatsachen auf ihren Wert hin geprüft und festgestellt in der Annahme, daß die Congoregierung im eigenen Interesse anerkennen werde, daß sie einen zwingenden Grund für eine erschöpfende Untersuchung bildeten. dieser Voraussetzung haben wir uns getäuscht; denn die Congoregierung sogar de kommerzieller
die Klagen vorbrachten, Verleumdungsfeld⸗ nur die geringste Kenntnis von der englischen Politik hat, muß der Gedanke, daß wir durch solche Beweggründe in unserm Handeln bestimmt würden, einfach lächerlich erscheinen. Wir haben nur aus der Ueberzeugung gehandelt, daß die Unterzeichnung einer internationalen Konvention die Unterzeichner ver⸗ pflichte, nach gewissen festgelegten Grundsätzen zu handeln, und so⸗ wohl dem einzelnen Unterzeichner wie allen insgesamt die Verpflichtung auferlege, darauf zu achten, daß diese Grundsätze angewandt würden. fuhr Lord Percy fort, daß Anteil Congostaates genossen
England nicht den Steigerung des & aber andere Staaten sind sogar mit noch größerer Schnelligkeit gestiegen, ohne daß sie bei uns Gefühle kommerzieller Eisersucht erregten, und wo unsere Gefühle erregt wurden, geschah dies, weil unser Handel durch besondere Tarife ausgeschlossen worden war. 2 unserer Politik muß man insbesondere zweierlei in Erwägung ziehen: Erstens haben wir die spezielle Verantwortlichkeit oder das Recht der Intervention in Argelege gten des Congostaates beansprucht.
ächte b italienische, amerikanische und türkische Regierung sämtlich versichert unsere Vorstellungen
Zur Beurteilung
te Regierungen
Grund für eine
unsere Vorstellungen nicht Der vnterstaatssegir zählte “ itte auf, die die Congoregierung bisher zur Sicherung einer Re⸗ babe und fügte hinzu, er behaupte nicht, endwie dem entsprächen, was man erwarten auf die Handelsrechte Englands und
Regelung individueller und pri⸗ sprüche von englischen und französischen Firmen, sondern auch zum Zwecke der Erlangung einer befriedigenden Auslegung der Bedeutung der Freihandelsbestimmungen der Berliner Congoakte. Wenn wir hiermit Erfolg haben, so hoffe ich, daß der gänzlich ungerechtfertigte Verdacht der Congoregierung hinsichtlich unseres
sind wir
zusammengesetzt sein haben, würde man zu der⸗ Die britische Regierung ist ge⸗ willt, die Namen der Personen und andere Informationen bezüglich der Anklagen zu geben, vorausgesetzt, daß hinlängliche Sicherheit dafür
Charakter
der Congostaat Augen unzähliger Eingeborenen der Mandatar Europas und das einzige Muster christlicher Moralität. 1S — diese Stellung mißbraucht und das Vertrauen verraten wird? Es ist Frage der Existenz oder der Souveränität eines Staates, sondern eine Frage des guten Rufs Europas und des christ⸗ In dieser eberssae
die Regierungen Europas wie an die Verwalter des Congostaates appelliert und hoffen, daß die Verwalter sich der Untersuchung unter⸗ ziehen werden, die sie feierlich und öffentlich angekündigt haben.
8
Fahne, dorthin emeinderatswahl; er Der Ministerpräsident Combes er⸗ klärte, die Regierung habe nichts verabsäumt, die Freiheit der Arbeit
zu schützen und für die Sicherheit der Person und des Eigentums zu ahrung des Rechts des Ausstandes.
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Stimmen eine von dem Ministerpräsidenten gebilligte Tages⸗ ordnung angenommen, in der es heißt: Im Vertrauen darauf, 885 die Regierung es verstehen werde, der Freiheit der Arbeit 1. Rechte zum Ausstande Achtung zu verschaffen, sowie für die R. v und die Sicherheit der Ceee 8 des zu sorgen, billige die Erklärungen der Regierung. bEE1““ nahm in der Vermiktagesiune einen Gesetzentwurf an, nach dem das Arbeiterunfallversiche⸗ rungsgesetz auf alle Zweige der Handelsbetriebe ausgedehnt werden soll, und sodann einen Antrag, die Regierung zu ersuchen, einen Gesetz⸗ entwurf vorzulegen, nach dem dieses Gesetz auch für die ländlichen Arbeiter gelten solle. In der Abendsitzung ersuchte der Deputierte ressensé um Auskunft über die jüngsten Kesign se in Armenien. 8. tadelte das Vorgehen der türkischen Regierung und sprach die Hoffnung aus, daß die Mächte eine Erneuerung der Greuel⸗ taten von 1894 nicht zulassen würden. Vorstellungen machten keinen Eindruck auf den Sultan; man solle daher, da man auf die Mit⸗ wirkung Englands und Rußlands rechnen könne, eine Flotten⸗ demonstration vornehmen, um den Untergang der armenischen Nation zu verhindern. Der Minister des Auswärtigen Delcassés erwiderte, Frankreichs Bestrebungen seien immer auf die Ausführung des erliner Vertrages bezüglich Armeniens gerichtet gewesen. Es habe in Sassun, ebenso wie England und Rußland, ein Konsulat errichtet. Ihren vereinten Bemühungen sei es oft geglückt, die Ordnung in Armenien aufrechtzuerhalten. Der Minister erinnerte an die Entsendung einer Gesandtschaft, die zu⸗ friedenstellende Erfolge erzielt habe, und verlas einen Bericht des französischen Hotschasters, worin festgestellt wird, daß die Lage der von 1894 nicht gleich sei. Ortschaften seien zerstört, ihre Ein⸗ wohner hingemordet worden; es sei aber unmöglich, den Umfang des Unheils anzugeben, dessen Bedeutung übertrieben sein müsse. Die Anwesenheit der französischen Konsuxln auf dem Schauplatze der Ruhestörungen sei von wohltuender Wirkung gewesen. Der Bericht habe geschlossen, man müsse eine Ergänzung der Nachrichten abwarten, um auf die Pforte zu wirken. England und Rußland hätten ähnliche Berichte erhalten. Wenn man noch nicht Zwangs⸗ maßnahmen ergreifen könne, so müsse man wenigstens bedauern, daß die Pforte, indem sie den Armeniern Reformen verweigere, ihnen nur, so zu sagen, eine einzige Zuflucht lasse, nämlich die, zum Aufstande auf⸗ zurufen. Der Minister tadelte sodann das militärische der Türkei und erklärte, er habe die Konsuln angewiesen, die Armenier zu beschützen sowie den Botschafter, nach wie vor im Einvernehmen mit seinen Kollegen zu handeln, um die Pforte an ihre Pflicht zu erinnern. Schließlich sprach er die Hoftnung aus, die Pforte werde erkennen, daß sie sich weder in azedonien noch in Armenien ihren Verpflichtungen ungestraft entziehen könne. Schließlich nahm die Kammer die Militärvorlage bis zum Artikel 11 an. Die Budgetkommission der Deputiertenkammer er⸗ örterte gestern den außerordentlichen Kolonialkredit von 25 Millionen Francs, der für die Vollendung der Befestigungsarbeiten in Indochina, für verschiedene Flattenstügpunge sowie für die er⸗ forderlichen Besatzungstruppen bestimmt ist. Eine Million wird für den Wiederaufbau und die Neuausrüstung des jüngst durch die Ex⸗ plosion zerstörten Munit werhen..
116“ 11“
Die „Agenzia sse üich folgende Note: Da hänufig Artikel italienischer Zeitungen, die eine Beurteilung der auswärtigen Politik enthalten, im Auslande als indirekte Kund⸗ gebung der Meinung der Regierung aufgefaßt werden, muß wiederholt festgestellt werden, daß in Sachen der auswärtigen Politik die ita⸗ lienische Regierung als Ausdruck ihrer Meinung nur die amtlichen Mitteilungen und die im Parlament gegebenen Erklärungen anerkennt.
Der König hat, der „Tribuna“ zufolge, gestern ein Dekret unterzeichnet, durch das die von dem Botschafter in St. Petersburg Grafen Morra di Lavriano erbetene Pensionierung genehmigt wird.
Spanien.
In der Deputiertenkammer griff gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, Salmeron den König an, der während der letzte
Stunden der Königin Isabella auf Reisen seinem Vergnügen nach⸗ gegangen sei, und erwähnte die Erklärung des Grafen Romanones, daß Spanien dem Dreibund angehört habe. In bezug auf Marokko erklärte der Redner, daß Frankreich überall den Fortschritt, die Liebe und die Humanität verbreite und seine gegen⸗ wärtige Aufgabe in Marokko erfüllen werde. Der Ministerprasident Maura wies die Angriffe Salmerons zurück. Die Rest des Königs habe einen Ausbruch der Gefühle der Monarchisten ervor⸗ gerufen. Der Ministerpräsident bestritt die Richtigkeit der Erklärungen des Grafen Romanones über den Eintritt Spaniens in den Dreibund und wies darauf hin, daß Spanien im Auslande sehr geachtet sei. Auf die Bemerkung Salmerons, daß Snien gin sein werde, wenn es eine Republik sei, bemerkte der Ministerpräsident Maura: „Die Republik hat jedenfalls eines gegen sich, das ist die Erinnerung an 1873.“ Diese Worte riefen großen Lärm hervor. Die Republi⸗ kaner protestierten laut. Da der Lärm andauerte, hob der Präsident die Sitzung auf. “
Türkei.
Aus Konstantinopel meldet das Wiener „Telegr.⸗ Korresp.⸗Bureau“, der Kommandant des fran ösischen Mittel⸗ meergeschwaders, Vizeadmiral Gourdon sei gesberm mit seinem Stabe an Bord des Kreuzers „Linois“ dort eingetroffen und im Namen des Sultans vom Vizeadmiral Husni Pascha und dem Einführer des diplomatischen Korps Galib Bei begrüßt worden. Der Vizeadmiral Gourdon werde heute vom Sultan empfangen werden; morgen finde im Nildiz⸗ palast zu Ehren der französischen Gäste ein Diner statt; ihre Abreise erfolge wahrscheinlich am Montag. 1 .“ Bulgarien.
In betreff der W der Donaugrenze zwischen Rumänien und Bulgarien hat die du hcritse Regierung, der ‚Frankfurter Zeitung“ zufolge, die rumänischen Vorschläge angenommen. Der Talweg wird dauernd festgestellt; etwaige Veränderungen des Strom⸗ bettes werden von 10 zu 10 Jahren revidiert. Fünf rumänische Inseln gehen an Bulgarien und acht bulgarische Inseln an Rumänien über. 1
Die Vertreter der inneren mazedonischen Organi⸗ sation in Sofia veröffentlichen eine ans, in der sie jede Teilnahme der Organisation an dem Anschlag auf die Eisenbahn bei Gewgheli entschieden in Abrede stellen.
8 Amerika.
Der Staatssekretär Hay hat, wie dem „W. Washington mitgeteilt wird, dem amerikanischen Konsul in Tanger telegraphisch die Weisung erteilt, nichts zu tun, was die Vereinigten Staaten engagieren könne, in irgen einer Weise den marokkanischen Räubern Straflosigkeit zu verbürgen oder was so viel bedeute, als ob die Vereinigten Staaten Räuberei und Erpressungen in Marokko als zu Recht bestehend anerkennen würden.
Die Führer der republikanischen Partei einigten sich dahin, an Stelle des verstorbenen Senators Quay den Attorney⸗
u
wurde mit 168
general Knox als Kandidaten für die Senatswahl in Pennsylvanien aufzustelen. “
nsmagazins in Diego Suarez verwendet v““
T. B.“ aus
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Der A
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gemeldet, daß alle
den Henhe offen edu
Lösung eingetreten.
EC die für das strittige
Ein Telegramm des
Kaiser vom 8. d. M. berichtet, dem „W. T. B.“ G
Am 7. Juni gegen 1 Uhr Nachmittags erschien ein japanisches küste der Liautunghalbinsel, Sefehg aus 6 Schiffen bestand und später beträchtlich verstärkt wurde.
Geschwader an der West
Das Geschwader kreuzte an
von Kaitschou und Seniutschen;
russischen Stellungen. Gegen und das Gesch wader entfernte erlitten weder Verluste noch 2
Ein weiteres Telegramm
meldet: Am 7. Juni erschienen
Morgens südlich von Guandsiatun, Seniutschen, und setzten Boote aus. annen die Küfte bei Seniutschen und die bandung fand nicht statt. — Südlich von der russischen Stellung sich die japanischen Pulandian bis Tandsiafan im Tale des 1 Juni rückte aus etwa 2 Kompagnien Infanterie und einer Eskadron bestand, von
gruppieren von 16 Werst von Taschaho. — Am 7.
Fünswangtlchöͤng 30 W
afangou vor und bedrängte
Feldwache.
Hilfe herbei. Der Angriff d
Offizier und mehrere Mann von ihnen wurden getötet; die Russen hatten keine Verluste. — An demselben Tage wurden russische und Feldwachen einde bedrängt.
Vorposten Liaujang vom 7 die Russen Unterstü sich zurückzuziehen.
wurden verwundet. — Abteilung, die Saimatsi
starken japanischen Abteilung angegriffen und zog sich vor der Uebermacht der Gegner langsam zum russischer Seite wurden 2 Offiziere verwundet
getötet und verwundet.
Dem „Reuterschen Bureau“ wir
es seien nur zwei unbem
der Gemahlin des belgischen Gesandten, die eine geborene Amerikanerin sei, gelandet worden. gegenwärtig in Fez. Die Truppen des Sultans hätten Befehl erhalten, nach Fez zu gehen; das sei eine der Bedin⸗
gungen Raisulis.
dmiral Sigsbee hat, nach einer Meldung
„Reuterschen Bureaus“ aus Monte Cristi, nach Washington
äfen von San
Die Revolution sei heen
ie die „Agence Hapas“ aus Rio de
ist die in ein Stadium der friedlichen an
Aus Ualiunda eilten Freiwillige und 1
ungen erhielten, wurden die d n dem Gefecht, das bis 7 Uhr fielen auf russischer Seite ein Offizier und zwei An Fenseihen Tage wurde die russische
88 5 “ 11“n
des Domingo jetzt für et. Janeiro berichtet,
preche von einer gemischten Ver⸗ Gebiet eingesetzt werden solle.
Asien.
Generals Kuropatkin an den
zufolge: das der Küste und beschoß diese westlich es richtete das Feuer auf die 7 Uhr hörte das Bombardegnent auf, ch in seaüicher Richtung. Die Russen aterialschaden.
des Generals Kuropatkin
Schiffe Wum 8 Uhr 25 Werst südwestlich von Sechs andere Schiffe be⸗ Stadt zu beschießen. Eine
6 feindliche
Truppen in einer Ausdehnung
eine japanische Abteilung, die
erst nordwestlich in das Gebiet von eine russische, aus Kosaken bestehende Kompagnie zur
er Japaner wurde abgeschlagen. Ein
nach Uhr Nachmittags Japaner genötigt, Abends dauerte, Mann, 5 Mann
auf der großen Straße Als aber nach 1
besetzt hielt, von einer etwa eine Brigade
inschuilinpaß zurück. Auf und gegen 100 Mann
2
1 aus Tanger gemeldet, affnete Matrosen zum Schutze
Der Gesandte weile
— In der heutigen welcher der Staatssekretär
Graf von Posadowsky⸗Wehner beiwohnte, wurde die zweite Lesung des Hsseter Uhurs, betreffend Kauf⸗ ortgesetzt (Wahlrecht der Frauen und Wähleralter)
mannsgerichte, 8§ 9a und 12 wiederaufgenommen.
Abg. T Trimborn halb gebotene Preisgabe der die Worte zusammenfassen: Worten sind schon die
entrum gefallen, mit der ie Entwickelungsgeschichte Parteien ist durch eine Reihe
Auch hier soll es Mehrheit muß sich fügen; recht herausgebildet, tarke Teil sei und zu chwächere zu gehorchen habe. Kaufmannsgerichten sich 8 Die
werden ann n. gegen Reichstag wenden; ist Weib“,
Was ist denn gleich der Stärke⸗
sondern:
Richter, hervorgegangen aus der Wahl der notwendigerweise mit einem viel größeren
der staatliche Richter; das ist Einführung solcher Sonder⸗ und sich stets als ein Führer auf
er ist ja auch bisher für das
rauen unter den kaufmännischen Angestellten wissen Zweigen der kaufmännis 1
8 sogar in der Mehrheit. n
ehilfenverein,
ttliche Qualifikation der legt als Triebfeder an den Reichsta Konkurren neid Fe die leiden. kit der Versagung des daß ein Füncfte. aller Angestellten Pr 18 ece. sllen, mit sbem einer ifferenz zwischen ich doch durch Gründe eutsche Reichstag steht solche Behandlung auch zu begründen; sic jubeo! was in ganz unzulänglichen die Regierung fichen. Entgegenkommens noch Zeteiligung an den Frauen ein Rechtstitel
Mitteln. Wahlen z
weiter, daß die Frauen aus u den Kaufmannsgerichten auch
Parlamentarische Nachrichten. ““
Der Schlußbericht über die gestrige Sitzung des Reichs⸗ tags befindet sich in der Ersten Gelce uns 8
raeger (fr. Volksp. über die ablehnende
schönsten Hoffnungen, Erwartungen und Ab⸗ sichten zu Grabe getragen worden. Regierung ein unserer 1— von Komprom zu den erfreulichsten Errungenschaften wieder heißen: es hat sich eine Art Gewohnheits⸗ anzunehmen, befehlen, Weshalb nun aber gerade bei diesen der Regierung die Ver⸗ 2. J lagen der Unzufriedenen, Enttäuschten
fügen
es wird nicht heißen: „Schwachheirt,
und Interessenverhältnisse;
dem Wege zu dieser Erkenntnis erwiesen;
manchen dieser Damen gegenüber werden manche männlichen rokuristen als die dämlicheren zu gelten haben.
weiblichen Handlungsgehil seiner Handlungsweise offen den Konkurrenzneid dar. weiblichen Angestellten
u überzeugen oder zu widerlegen, und b doch den verbündeten ihren Vertretern vollkommen e von den verbündeten Regierungen erwarten; aber diese haben nicht einmal einen Versuch gemacht, man steht einfach auf und erklärt: Nirgends ist ein Grund für ihr Verhalten der Kommission vorgebracht wurde, war ein
ur Uebertragun gegeben werden 2 Aber vielleicht
geschlossenen Staatsvertrag und bittet um
Agrarkommission zu überweisen.
zugelassen zu — in Berlin be⸗ zeugen, inmitten einer nicht mehr zurückzustauenden rauenbewegung; hier stehen die weiblichen Angestellten vor Ihnen und sagen zum Reichstag: HicRhodus, hicsalta! Springen Sie, Si- S.zg. [Der Reichstag aber, der schon einen halben Anlauf genommen at, weicht mutig zurück. ie Frauen aus anderen Ländern, die jetzt in Berlin weilen, werden dieses Schauspiel ansehen und mit dem Bewußtsein nach⸗ hause zurückkehren: „Wir Wilden sind doch bessere Menschen “ Ehe die Wünsche der weiblichen v erfüllt sind, wird wohl der blondeste Scheitel der jüngsten erkäuferin längst ergraut sein. Abg. Trimborn (Zentr.): Ich habe die Rede des Abg. Träger mit ordentlicher Freude angehört; nicht „von Zeit zu Zeit hör' ich den Alten gern“, sondern diesen Alten hör' ich immer gern. Ueber das Materielle der vorliegenden Frage streiten wir bier gar nicht. Ich glaube, die Gründe für die Kommissionsvorschläge vielleicht noch besser vorgetragen zu haben als meine Gegner. bedaure sehr, daß die Regierungen darauf bestehen, daß wir das passive Wahlrecht auf 30 Jahre heraufsetzen sollen. Dadurch wird die Auswahl für die Bei⸗ sitzer erheblich beschränkt werden. Die Verantwortung dafür müssen wir der Regierung überlassen. Dieser Punkt ist aber nicht schwer⸗ wiegend genug, das ganze Gesetz zu Falle zu bringen. Der Abg. Müller⸗Meiningen warf mir Abs⸗ wenkung von dem warm empfohlenen Kommissionsbesc=hluß vor. Ja, wenn Sie jetzt der Kommission folgten, so würden Sie ins Verderben rennen, das wird auch der Vorredner nicht verkennen können. Auch die Regierung hat Konzessionen “ und zwar in sieben zum Teil nicht unwesentlichen Punkten, z. B. in der Herabsetzung der Einwohnerzahl für die Errichtung von Kaufmannsgerichten usw. Wir sind nun einmal auf Kompromisse mit dem anderen Faktor der Gesetzgebung angewiesen. Mit dem steten „Nein“ ist nicht auszukommen. Nur auf diesem Wege ist die soziale Gesetzgebung zustande gekommen. Hätten wir stets Nein gesagt, so wäre die soziale Gesetzgebung überhaupt nicht zustande gekommen. Wir müssen uns eben verständigen (Zuruf links: Sie geben ja immer nach! Ich frage die Linke: Wollen Sie dies Gesetz oder nicht? In Ihrem Herzen denken Sie: Wenn doch die Vorlage auch mit dem Kompromißantrage zustande käme! Seien Sie doch ehrlich enug, um das 818 einzugestehen. Es ist auch hier so wie ei allen sozialen esetzen: die bürgerlichen Parteien sind die eigentlichen Träger der sozialen Gesetzgebung. Die Regierung hat klipp und klar zu erkennen gegeben, daß, wenn diese nicht beseitigt werden, das ganze Gesetz scheitert. Glauben ie doch nicht, daß die Regierung nach ein paar Jahren wiederkommt, wenn dies Gesetz jetzt nicht zustande vommt. (Schluß des Blattes.)
— Auf der Tagesordnung der heutigen (79.) Sitzung des Hauses der Abgeordneten, welcher der Justizminister Dr. Schönstedt beiwohnte, stand zunächst die erste Veraing des Gesetzentwurfs, betreffend die Verlegung der Landesgrenze gegen das Herzogtum Braunschweig längs der Provinz Hannover.
Abg. Dr. Arendt (fr. kons.) spricht den Wunsch aus, daß auch F ene zwischen Preußen und dem Herzogtum Anhalt berichtigt
rde.
e 87 Hausmann (nl.) bemängelt an der Vorlage, daß manche Gemeinden der Provinz Hannover bei dieser Grenzregulierung eine größere Bodenfläche abtreten sollten, als sie als Ersatz von Braun⸗
s chweig erhielten. Ein Regierungskommissar rechtfertigt kurz den ab⸗ dessen unveränderte Annahme.
Abg. Hausmann inl.) beantragt darauf, die Vorlage der
sekretärsposten oder gar zur Würde des Kanzlers werden. Wir stehen ja allerdings, wie die Frauenkongresse
1
Das Haus beschließt demgemäß. (Schluß des Blattes.) he
(95.) Sitzung des Reichstags, des Innern, Staatsminister Pr⸗
und die Diskussion über die
): Die Rede unseres verehrten Kollegen anoff Ztg.“
as der Regierung und die des⸗ ommissionsbeschlüsse läßt sich in „Es geht auch so!“ Mit diesen Es hat Herrn Trimborn und dem ompromiß abzuschließen. S ebung und unserer en markiert, die nicht des Parlamentarismus zählen. d der Reichstag und seine daß der
der als der
die Regierun Reichstag
und die Regierung, sondern
ern gegen den „Schwachheit, dein Name
Schutz der Schwachen. Interessenten selbst, sind li Vertrauen umkleidet, als ein Hauptrechtfertigungsgrund für die Standesgerichte. Herr Trimborn hat aktive und passive Wahlrecht der eingetreten. In ge⸗ befinden sich ja die weibliche Prokuristen,
chen
ätigkeit Es
ibt auch
Ein kaufmännischer
der mit besonderem Nachdruck die Konkurrenz des la rauenelements bekämpft und sich sogar nicht
sescheut hat, die M en anzugreifen, ih einer Eingabe ge Unter diesem 8 vornehmlich zu Frauenstimmrechts wird nur erreicht, den Urteilen, welche die Kaufmanns⸗ größten Mißtrauen gegenübersteht. gleichberechtigten Faktoren sucht
in
leich. Man sollte also eine ihre Stellung Hoc volo, h entdecken; ersuch mit
Höchstens läßt sich annehmen, Aber wie 88 2. durch die
u den Kaufmannsgerichten für die des politischen Wahlrechts ürchten die Regierungen auch dem Zugeständnis des Wahlrechte
die der
an die Meister
die Steinbruchsarbeiter, in den Steinbruchsbesitzer die Lohnskala von nicht annehmen.
haben sich nach einer Meldung der „Frkf. Ztg.“ mittlungsvorschläge zur Beilegung
Gesamtsitzung, in der zunaͤchst Herr van't Hoff eine weitere Mit⸗
teilung aus
.„S. vßeani
dein Name ist Reichstag!“ und
weck und Ziel der sozialpolitischen Bewegung? Aus⸗ gögase. mit Herrn Geiger wurde ein neues Doppelsulfat von der Zu⸗ ammensetzung K⸗ Cas (SO0.) H0O, das zwischen Anhydrit und Syngenit
Doppelborat Mg K. Be Or. 20 H.⸗O, de derjenigen des Kaliborits in Beziehung steht. bindungen wurden bisher nicht als wohl besonders das ist. — Herr Burdach sprach über höfischen Minnesangs, Liebesromans und Frauendienstes. Die Stellung des lyrischen Hofdichters und höfischen Literatur des 12. Jahrhunderts obwohl in der Form eines
iebesroman befruchtend eingewirkt hat. — Herr reichte
Kristallen zustandsänderungen“
zur Beschaffung des handschriftliche Rhege botanischen Werke des müschrift chen
Klasse Herrn Alexander Will Haslemere, hat die Akademie am 6. Mai durch
berichtete der Geheim die Frauen könnten auf Grund ihres ersten do w mehr verlangen. Akademie der Wissenschaften herausgegebene Fesgfeiften: Kornausteilungen auf
Ausgrabungen der Königlichen Mu
Statistik und Volkswirtschaft. Zur Arbeiterbewegung.
Eine allgemeine Lohnbewegung der Fleischer Berlins ist der zufolge demnächst zu erwarten. In den nächsten Tagen oll eine öffentliche Versammlung stattfinden, in der die Forderungen
aufgestellt werden. Gommern beabsichtigen, wie die „Magdeb. Ztg.“ mitteilt, Ausstand einzutreten, falls die
35, 30 und 27 ₰ für die Stunde
Nr. 132 d. Bl.) anläßlich der Ver⸗ — des Ausstands mit den Amster⸗ amer Diamantarbeitern in Verbindung gesetzt.
In
Die Antwerpener Diamantarbeiter (vgl.
Kunst und Wissenschaft. “
Die Königliche Akademie der Wissenschaften hielt am uni unter dem Vorsitz ihres Sekretärs Herrn Vahlen eine
einen Untersuchungen über die schen Salzablagerungen, und eine dem Kaliborit verwandte
„die Bildungsverhältnisse der zwar über Kaliumpentakalziumsulfat Doppelverbindung machte. Gemein⸗
egt, untersucht, gemeinschaftlich mit EEE ein en Zusammensetzung mit Die betreffenden Ver⸗ Naturprodukte aufgefunden, wie⸗ Auftreten der ersteren als solches wahrscheinlich
den Ursprung des mittelalterlichen
der konventionelle Liebesbegriff in der sind ein Novum, das, festen literarischen Schemas auftretend, weder aus der früheren Poesie Frankreichs und Deutsch⸗ nds noch aus antiker Tradition ableiten läßt. Es wird die böglichkeit dargelegt, daß die benachbarte arabische Hofdichtung mit rer erotisch gefärbten Panegyrik zu Ehren regierender oder hoch⸗ stellter Frauen im Verein mit dem orientalischen romantischen 3 . Waldeyer über⸗ das von der Akademie unterstützte Werk von Professor Lehmann: „Flüssige Kristalle sowie Plastizität von im allgemeinen, molekulare Umlagerungen und Aggregat⸗
8 (Leipzig 1904).
Die Akademie hat Herrn Dr. Hugo Bretzl in Straßburg i. E Materials für eine Ausgabe der
ast 2400 ℳ bewilligt.
Das korrespondierende Mitglied der hysikalisch⸗mathematischen
am Williamson in High Pitfold,
den Tod verloren.
In der eepane der Archäologischen Gesellschaft
e Regierungsrat von Wilamowitz⸗Moellen⸗ ihm in den Sitzungsberichten der Königlichen die eine etreffend, die andere, bei den een in Milet gefunden, enthaltend ien Statuts für die Genossenschaft eiligtum des Apollon Delphinios
rff über zwei von der Insel Samos
altionischen
Kopie eines Molpoi die im
beanspruchen möchten, zu Staats⸗
das zum Opfer Notwendige zu stellen hatten.
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mann Berlet Karte von Pergamon und Umgebung vor
Anbauverhältnisse der Landschaft zum ersten Der O
Interpretation des und wies die Möglichkeit einer Rekonstruktion des Frieses für die
in Neuhengstett bei Calw geboren,
an der Technischen Hochschule in als Dichter, hfümat, hochgeschätzten Namen erworben und hat größere literar⸗ istorische Aesthetik“ 1900) veröffentlicht.
mit darf“.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und
(Aus den „Ver.
Distrikt Samallut der Dechneh der Provinz Keneh, und Baliana, und im Distr. Tahta, 1 (—) Minieh.
Woche sind in der
Mitteilung wieder die selbst
setroffene
hanpan größerem Umfange
Orten
freiem Felde Vorsicht gegenüber toten Ratten maßregeln, die seitens der Bevölkerung ergriffen werden.
Europäern ist aber niemand dieser Krankheit erlegen.
Europäern bewohnten Stadtteile sind seuchenfrei geblieben.
storben), darunter 21 (9) Weiße,
woche waren in der mitten die auch Bureaus enthält, bald darauf erkrankten
Ansteckung durch Ratten zurückgeführt Gebäude gefunden wurden. Grund aus desinfiziert und nach Ratten abgesucht.
sein. erklärt wird haben 25 % aller
bört etwas über 50 % aller Fälle sind tödlich verlaufen; un
Erfolg geblich 16 % der Erkrankten geimpft zehn Tagen geimpft.
in Brisbane laufen ist.
Pestfälle in Sydney festgestellt. Hroduktenpeicher
Tage vorher des Erkrankten desinfiziert dort gefangenen Ratten 22
vom 24. bis 30. Cholerä.
Nasrieh, 7 (10) in S
letzten Ausweise seit dem 9. Mai chol⸗ eifrei sei 37 (5) in rerr
krankungen (und 80 Todesfä
vom 17. bis 30. April 3 3. bis 17. April 1
16. April 8 Todesfälle. wurden im Laufe des Monats März 8 an Gelbfieber leidende Per⸗ sonen abgesondert, von diesen sind 2 gestorben,
legte seine eben im Druck vollendete Topographis⸗
Male darstellende Blatt. — der Meatfißung begonnene Frieses des pergamenischen Altars fort
berlehrer Brueckner setzte seine in
kleineren
tordwand des Altars nach.
8 Literatur.
Der Schriftsteller und Rektor der Techni . Stuttgart, Professor Karl Weitbere Secnischen, 2 68 meldet, gestern daselbst verstorben.
Er wurde am 8. Dezember 184 studierte in Tübingen Theologie
nd war dann als Vikar in verschiedenen Aemtern tätig. Späͤter
habilitierte er sich als Privatdozent am eidgenössischen Polytechnikum
„Zürich und übernahm 1893 eine Professur für Literatur und Aesthetik
4 zul Stuttgart. Der Verstorbene hat si auch in schwäbischer Mundart, einen besonders in t sich
Werke (u. a. „Das deutsche Drama, Grundzüge seiner In die Oeffentlichkeit trat Weitbrecht
ierst 1870 mit seinen schwunghaften „Liedern von einem, der nicht
Absperrun maßregeln. sp gs-
Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.
tlichungen des Kaiserlichen Gesundheits vpoom 8. Juni 1904)
1“ Pest.
Aegypten. Vom 21. bis 28. Mai sind insgesamt 20 Er⸗ ankungen (und 10 Todesfälle) an der Pest gemeldet, davon 8 (4) im Provinz Minieh, 3 (3) im Distr. je 2 (—) in den Distrikten Bibeh 2 (1) in Alexandrien, je 1 (1) in Port Said im Distr. Magagha der Provinz
8 Während Präsidentschaft nd 2040 Teodesfälle) an der Pest zur 65) in der Stadt B
Britisch⸗Ostindien. der am 14. Mai abgelaufenen
Bombay 2584 Erkrankungen Anzeige gelangt, davon 286 ombay, 150 (123) im Stadt⸗ und Hafen⸗
gebiet von Karachi, 151 (131) in demjenigen von 40 (25) im Hafengebiet s Jamnagar und
In d Fbang Esgnab al. S f In der Nachbarschaft von Swatau ist zufolge einer von Ende April mit Eintritt der wärmeren Fehreszeit Pest aufgetreten; einige im Hafen von Swatau vorgekommene Pesttodesfälle sollen von auswärts ein⸗ Personen betroffen haben. In der Kreisstadt (etwa 16 km von Swatau) und in Tat⸗ twa 14 ½ km von Swatau) scheint die Pest in ige zu herrschen; Zeitungsnachrichten zufolge sollen Chaoyang täglich 80 Personen der Pest erliegen. An beiden haben zahlreiche Einwohner ihre 389. aus Furcht r der Krankheit verlassen und außerhalb der Stadt auf Hütten bezogen. Dies und eine etwas größere sind die einzigen Sicherheits⸗
Gebiete von Kwang⸗Tschou⸗Wan sind vom 1. bis Todesfälle an der Pest gemeldet. Von den dortigen
hina.
e
In dem . Mai 649
Aden. In der Zeit vom 14. bis 27. Mai wurden in Aden vereinzelte Pestfälle in der Eingeborenenstadt festgestellt; die von
. Stag Am Mai ist Aden amtlich für pestfrei erklärt worden. Britisch⸗Südafrika. In Johannesburg sind vom .April bis 7. Mai 15 Personen an der Pest erkrankt (und 14 ge⸗ insgesamt seit dem Seu enausbruch 121 (82), 4 () Farbige, 56 (53) Asiaten Gegen Ende der ersten Mai⸗ in der Stadt gelegenen Markthalle, hält, 2 Weiße an der Pest erkrankt, und 3 in der Stadt wohnende Weiße. Die Fälle der Markthalle sowie einer der letztgenannten Fälle wurden auf da pestinfizierte Ratten in dem alle wurde alsbald geräumt, von
d 40 (20) Eingeborene.
Die H
Brasilien. In Para soll mit dem 1. Mai die est erloschen Nach dem Pestbericht der Regierung, der kerdic Pe wie auf Vollständigkeit keinen Anspru hat, vorgekommenen Pestfälle der Lungenpest ange⸗ Brasilianer Was den waren an⸗ und 5 % sogar vor mehr als
Queensland. In der am 23. April abgelaufenen Woche sind 2 neue Pestfälle festgestellt, von . b
Neu⸗Süd⸗Wales. Am 22.
Europäer wurden in ziemlich gleicher Weise ergriffen. der dort ausgeführten Schutzimpfungen betrifft,
; und 25. April sind 2 neue Einer der Erkrankten besitzt einen in den Belmore Markets, woselbst schon einig Pestratten gefangen wareg. Als der Speicher wurde, stellte es sich heraus, daß von 75 pestkrank waren. 8 bis z
Pest und Cholera.
Britisch⸗Ostindien. In Kalkutta starben in der April 270 Personen an der Pest und 103
Cholera.
Türkei. Nach den Ausweisen Nr. 17 und 18 über den Stand Cholera 5 weitere 185 Erkrankungen (und 128 Todesfälle) an Seuche festgestellt, davon 101 (83)
Woche
an der
amawa
— welcher Ort aber nach dem Hanegin un (i) . Henr 188edoe anegin un n ar, w dem 14. Mai cholerafrei sein soll. ““ G Persien. Aus 8 wurden am 18. Mai 107 Er⸗
e) an der Cholera gemeldet, am
Gelbfieber.
Es gelangten zur Anzeige in Rio de Janeiro vom 28. März, 10. April 2 Erkrankungen (und 1 Todesfall), in Meride 2); ferner in Barranquilla vom Todesfall und in “ vom 1. bis
Im Krankenhause von Sao Sebastiao
Mai 91 (85).
1 1 5 geheilt entlassen. Vom 1. bis 30. April sind, Zeitungsnachrichten zufolge, in Para
25 Europäer dem Gelbfieber erlegen.
Fleckfieber. 8 Deutsches Reich. In Duisburg ist Anfang Mai ein
Rangiermeister an Fleckfieber erkrankt und dem Krankenhause zugeführt worden; ferner ist ein Fall am 2. J hause zu Striegau (Reg.⸗Bez. Breslau) befindlichen Arbeiterin fest⸗
uni bei einer im Kreiskranken⸗
gestellt worden.
12 Pockentodesfälle gemeldet, davon 3 in der Provinz Brabant,
Der Haupt⸗ 8
vHe
ersten Hälfte des Mai sind in Belgien 6 im Stadtbezirk Antwerpen, 2 in Ostflandern und 1 im
Belgien. Während der
Hennegau.
in Bassra, 18 (16)/ in
und erläuterte das die
8 8
denen 1 tödlich ver-