Serbien.
113. Juli 1904. Direktion der Königlich serbischen Staatsbahnen zu Belgrad: Lieferung von verschiedenen Posa mentierwaren, wie Prüsch Stoff zu Fenstervorhängen ꝛc. Kaution 940 Dinar
Verkehrsanstalten.
Die nächste Postverbindung für Pakete nach Deutsch⸗Süd⸗ westafrika wird hergestellt durch den Dampfer „Hans Woermann“, der am 5. Juli die Reise von Curhaven antritt. Ankunft in Swa⸗ kopmund etwa am 3. August. Schlußzeit in Hamburg am 5. Juli, 3 Uhr Nachmittags, letzte Beför erungsgelegenheiten ab Berlin, Lehrter Bahnhof, am 4. Juli 11,45 Abends. Briefsendungen nach Deutsch⸗Südwestafrika erhalten mit dem am 9. Juli von
Southampton bac Kapstadt abfahrenden englischen Postdampfer Be⸗
förderung und treffen in Swakopmund etwa am 28. Juli ein. Letzte
Beförderungsgelegenheit am 8. Juli ab Cöln 6,4 Nachmittags, ab berhausen 7,84 Abends, ab Berlin 11,23 Vormittags.
8 1“
Schiffsverkehr im Hafen von Wladiwostok Fiff im Jahre 1903.
Der Hafen von Wladiwostok wurde im Jahre 1903 von 336 Schiffen mit einem Nettoraumgehalt von 431 938 Registertons besucht gegen 364 von 491 157 Registertons im Vorjahre.
Auffallend ist der Rückgang des Verkehrs unter russischer Flagge; anstatt 164 Schiffen von 257 020 Registertons sind im Jahre 1903 nur 107 Schiffe von 178 302 Registertons zu verzeichnen gewesen. Dies rührt hauptsächlich daher, daß der Seedampferdienst der Ostchinesischen Eisenbahn im Jahre 1903 der Verbindung Wladi⸗ wosteks mit den chinesischen und seee een Häfen wenig Beachtung geschenkt hat, indem statt der im Vorjahre verkehrenden vier Linien nur eine einzige Se sehh Linie (Wladiwostok, Sontsching, Gensan, Fusan, Nagasaki, Tschemulpo, Schanghai und zurück) mit 14 Reisen den Hafen von Wladiwostok berührt hat. 1 Auch die Anzahl der in Wladiwostok angekommenen deutschen Schiffe ist im Jahre 1903 wiederum zurückgegangen; es waren 20 Dampfer von 24 843 Registertons gegen 25 Schiffe von 34 793 Registertons im Jahre 1902. Dagegen hat die Zahl der aus deutschen Häfen angekommenen Schiffe, 19 von 17 231 Registertons gegen 17 bon 23 154 Registertons im Jahre 1902, eine geringe Zunahme erfahren.
— Auffallend ist die verhältnismäßig große Anzahl der aus deutschen Häfen (Hamburg) angekommenen fremden Schiffe, 14 von 19 623 Re⸗ gistertons gegen nur 5 deutsche von 7608 Registertons. Vielleicht steht diese Erscheinung mit der beispiellos schlechten Lage des Frachten⸗ markts im Jahre 1902 in Zusammenhang. Räume in Dampfern nach dem fernen Osten wurden zu 19 ℳ für die Tonne bezw. Kubikmeter ausgeboten, und es mögen deutsche Reeder sich angesichts solcher Raten von gi zurückgehalten haben.
ie von der Hamburg⸗Amerikalinie schon seit mehreren Jahren unterhaltene Verbindung zwischen Hongkong und Wladiwostok hat auch im Jahre 1903 befriedigende Resultate erzielt. Infolge Havarie des auf dieser Linie beschäftigten Dampfers „Savoia“, die eine längere Reparatur in Nagasaki erforderlich machte, wurden von diesem nur sechs Reisen zurückgelegt; eine fernere Reise übernahm der Dampfer „Kowloon“, welcher probisorisch in die Linie eingestellt wurde. 8 Im Verein mit der Firma Kunst u. Albers unterhielt die Ham⸗ burg⸗Amerikalinie ferner eine regelmäßige Verbindung zwischen Hongkong und Port Arthur bezw. Dalni über Schanghai und Tschemulpo, zunächst mittels des dafür befrachteten Dampfers „Süllberg“, dem Uhatej der Dampfer „Pronto“ zugesellt wurde.
Die im Jahre 1902 angebahnten direkten Expeditionen von
e der Hamburg⸗Amerikalinie von Hamburg nach Port rthur und Wladiwostok sind im Jahre 1903 fortgesetzt worden, und zwar gelangten vier Dampfer zur Abfertigung, von welchen jedoch der letzte die russischen Häfen nicht mehr erreicht hat, sondern des inzwischen ausgebrochenen Krieges wegen die Ladung in Tsingtau löschte. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Handelsagenten in
Wladiwostok.)
TZCheater und Musik. 8 Neues Königliches Operntheater.
Zum hundersten Male ging gestern abend Henry Herblays übermütige Operette „Das Schwalbennest“ in Szene. Die leben⸗ sprühende Musik, die den humoristischen Text frohsinnig illustriert, wirkte frisch und anregend wie am ersten Tage. „Die Rollen zeigten fast alle die gleiche Besetzung wie bei der Uraufführung der Operette; aber trotz der badlelichen Wiederholungen war von einer Ab⸗ schwächung des Spiels nichts zu verspüren; im „Gegenteil hatten alle Darsteller zu dem Jubiläumsabend eine fröhliche Fest⸗
stimmung mitgebracht, die zündend wirkte. Besonders der zweite Akt mit seiner reichen % übermütiger und graziöser Duette rief eine ungewöhnlich starke Wirkung hervor. Die Damen Werber und Wildner und die Herren Braun, Senius und Lieban sangen dabei mit solcher Freudigkeit und tanzten so keck und zierlich, daß unter stürmischer Heiterkeit der Wunsch nach Wiederholungen immer wieder laut wurde. Die Herren Knaack und Ander füllten die kleineren Rollen des Pancrace und Lagrignole, wie sonst, vortrefflich aus; neu war nur Emil Albes als Plantavoine, den er mit humoristischen, aber doch feinsinnigen Zügen ausstattete. Es herrschte eben Feststimmung auf der Bühne und vor der Bühne. Die fröhliche Laune der Zuschauer wuchs von Akt zu Akt und gab sich in ebenso lebhaften wie andauernden Beifallsäußerungen kund.
Im Neuen Königlichen Operntheater wird morgen „Der Rastelbinder“ aufgeführt. Die Damen Mia Werber, Henny Wildner nd die Herren Emil Albes, Rudolf Ander, Oskar Braun, Hans Golwig, Robert Leonhardt und Carl Schulz sind in den Hauptrollen
beschäftigt.
Im Theater des Westens wird von Freitag ab das Ensemble des Berliner Theaters die Jacobsonsche Gesangsposse „Der jüngste Leutnant“ aufführen.
Elisabeth Schneider, die Königliche Hofschauspielerin vom Münchener ee ist vom 1. September d. J. an für die Deutsche Volksbühne gewonnen worden.
Mannigfaltiges. Berlin, den 29. Juni 1904.
Die unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin stehende Stiftung „Töchterhort“ für verwaiste Töchter von Reichs⸗, Post⸗ und Telegraphenbeamten hat soeben ihren Verwaltungsbericht für 1903 veröffentlicht. Danach war die Weiterentwickelung der Stiftung im abgelaufenen Kalenderjahre noch günstiger als in dem bisher besten Jahre 1902. Die Jahressumme der fortlaufenden Beiträge hat sich auf 146 628 ℳ ver⸗ mehrt. Dazu kamen 7992 ℳ einmalige Spenden und 4746 ℳ besondere Zuwendungen, sodaß sich der Gesamtbetrag der Gaben auf 159 366 ℳ stellte. An Zinsen konnten 33 024 ℳ vereinnahmt werden, außerdem 6 ℳ vtesacinn. Die bare Gesamteinnahme des Töchterhorts betrug mithin für 1903 192 396 ℳ, d. s. 9541 ℳ mehr als im Jahre 1902. Die fortlaufenden Beiträge rühren von 96 294 Angehörigen der Reichspost⸗ und Telegraphenver⸗ waltung her (1902: 86 581), und zwar haben 39 462 Beamte 83 129 ℳ gespendet, 56 832 Unterbeamte 63 499 ℳ, in durchschnitt⸗ lichen Monatsbeträgen von 17 ₰ und 9 ½ A. „An Unter⸗ stü buncin sind im Jahre 1903 aus Töchterhortmitteln 2312 in
Gesamthöhe von 110 888 ℳ gezahlt worden, davon an Unter⸗ beamtentöchter 53 140 ℳ Einbegriffen sind 207 fortlaufende Unterstützungen mit 31 799 ℳ An Waisen unter 18 Jahren kamen von den einmaligen Unterstützungen 15 439 ℳ, u. a. als Bei⸗ hilfen zu den Kosten der Einsegnung oder ersten Kommunion 830 ℳ, zur Unterbringung von 130 kränklichen Kindern in Sommerpflege 6985 ℳ (33 7a0 und 97 Unterbeamtenwaisen; 1902 zu⸗ sammen 125 Kinder, 6517 ℳ). Seit 1894 sind vom Töchterhort auf diese Art 825 Kinder in Sommerpflege gegeben worden, unter Auf⸗ wendung eines Gesamtbetrages von 42 323 ℳ, nämlich 9384 ℳ für Beamtenwaisen und 32 939 ℳ oder 77,8 59n für Waisen von Unter⸗ beamten. Für 1904 sind wieder angemessene Mittel zu dem Zweck bereit⸗ gestellt. Die regelmäßige Zahlung eines Zuschusses von je 10 ℳ an die Mütter ꝛc. zur Ausrüstung der Kinder ist beibehalten. — Die Verwaltungskosten haben im Jahre 1903 4133 ℳ betragen, darunter an persönlichen Kosten (für Hilfsleistungen und Botendienst) 265 ℳ Alle Mitglieder des Hauptausschusses und der Bezirksausschüsse sowie die Vertrauensmänner versehen die Geschäfte unentgeltlich. Das Kapitalvermögen hat sich auf 915 570 ℳ, mit 284 200 ℳ Unterbeamtenanteil vermehrt. Die Steigerung gegen das Vorjahr beträgt 76 735 ℳ (1902 als bis dahin höchster Jahreszuwachs: 74 978 ℳ⸗ Die Stiftungsverwaltung hofft, wenn die Gaben einigermaßen reichlich fließen, noch in diesem Jahre die erste Million Mark an Kapital⸗ vermögen zu erreichen; erinnert wird daran, daß Heinrich von Stephan im Dezember 1891 auf den Bericht der vier Beauftragten zur Be⸗ gründung der Stiftung schrieb: „Ebräer 13, 16.“ Der von dem ver⸗ ewigten Generalpostmeister angezogene Spruch lautet: „Wohlzutun und mitzuteilen 5 nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl.“ Auf möglichste Stärkung des Kapitalvermögens legt der Hauptausschuß schon deshalb Wert, weil er fortlaufende Unterstützungen nur bewilligt, als sie in den Zinseinnahmen Deckung finden; dies soll die wirkliche Fortdauer der Zahlungen sichern. Die bisher (in den 12 ¾ Jahren seit März 1891) aus Töchterhortmitteln insgesamt ewährten Unterstützungen beziffern sich auf 830 668 ℳ Von dieser Unterstützungssumme entfielen 409 483 ℳ, d. s. 49,30 v. H. auf Unterbeamtentöchter. Dagegen rühren vom Gesamtbetrag der Spenden bis Ende 1903 (1 573 145 ℳ) von Unterbeamten her oder sind für diese geleistet. 578 047 ℳ, d. s. 36,74 v. H. Durch solche Zahlen wird die fortgesetzte außergewöhnliche Berücksichtigung der Unterbeamten bewiesen. Tatsächlich sind aus den für Unter⸗ beamtentöchter nicht reservierten Mitteln bis Ende 1903 im ganzen schon mehr als 55 000 ℳ zugeschossen worden (1903 allein 5151 ℳ). Die wachsende Erkenntnis dieser Rücksichtnahme wird in dem Bericht ebenfalls durch Zahlen belegt. Im Jahre 1893: 23 248 beitrag⸗ leistende Unterbeamte, 1897: 31 026, 1902: 51 428, 1903: 56 832. Nach erneuter Hindeutung auf die erfreuliche Weiterentwickelung der Stiftung und auf das vom Chef der Reichspost⸗ und Telegraphen⸗ verwaltung betätigte Wohlwollen schließt der Verwaltungsbericht mit dem Wunsche, daß der Töchterhort immer mehr zu einem Einigungs⸗ punkt werden möge, wo es zwischen Beamten und Unterbeamten aller Grade nur allein den Wettstreit gäbe: im Wohltun hinter keinem
zurückzubleiben.
Die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin hält am 2. Juli, 7 Uhr abends, eine allgemeine Sitzung im großen Saal des Architektenhauses, Wilhelmstraße 92. Dr. Georg Wegener wird über Tibet, Lhassa und die englische Expedition sprechen.
besonderen insoweit
In dem Berliner Planverlag Geographisches Institut und Land⸗ kartenverlag Jul. Straube ist soeben „Berolina“, ein neuester Plan und Führer von Berlin, erschienen; er ist bearbeitet von Jul. Straube in dreifarbiger Ausführung und kostet 50 ₰. Der deutliche, im Maßstabe 1:22 000 gehaltene Plan gibt die Strecken sämtlicher Straßenbahnen an und kennzeichnet den Weg der drei Ringlinien: Stadtring, Außenring, Großer Ring. Auch enthält der Plan bereits die kürzlich neu benannten Straßen.
Eckernförde, 28. Juni. (W. T. B.) Das Ergebnis der Wettfahrt des Kaiserlichen Jachtklubs von Kiel nach Eckernförde ist: Schunerkreuzer Klasse A: „Ingomar“ ersten, „Meteor“ zweiten Hreis Schunerkreuzer Klasse B: „Clara“ ersten “ und Frins einrich⸗Pokal, „Adela“ zweiten Preis. Schuner⸗ reuzer Klasse 1:
„Susanne’“ ersten Preis. Rennjachten Klasse A:
Theater.
Neues Königliches Operntheater. Unter Leitung des Direktors: Gastspiel des José Ferenczy⸗ Ensembles. Donnerstag: 40. Vorstellung. Der Rastelbinder. Operette in 1 Vorspiel und 2 Akten von Victor Léon. Musik von Franz Lehaͤr. Regie: Berthold Glesinger. Dirigent: Siegfried Moritz. Anfang 7 ½ Uhr.
Freitag: 41. Vorstellung. Die Geisha, oder: Eine japanische Teehausgeschichte. Operette in 3 Aufzügen von Owen Hall. Musik von Sidney Jones. Anfang 7 ½ Uhr. “
Bötel.
Donnerstag,
Deutsches Theater. Donnerstag lletzte Vor⸗ stellung): Rose Bernd. Anfang 7 ½ Uhr.
Berliner Theater. Donnerstag, Abends 8 Uhr:
Letzte Vorstellung vor den Ferien: Mamzelle viden 8 38
onnabend:
(Morwitz⸗Oper.) Donnerstag,
(Wallnertheater.) Abends 8 Uhr:
8 8
Oberon, König der Elfen. b Oper in 4 Akten von Carl Maria von Weber. Freitag, Abends 8 Uhr: Der Wildschütz. onnabend, Abends 8 Uhr: Martha, oder: Der Markt zu Richmond.
N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Abends 8 Uhr: vor den Ferien: Der Geizige. Lustspiel in 5 Akten von Molière. Hierauf: Der eingebildete Kranke. Lustspiel in 3 Akten von Molisre.
Im Garten täglich: Großes Militärkonzert.
Theater des Westens. Kantstr. 12. Bahnhof oologischer Garten. ock. Lustspiel in 3 Akten von than und Freiherrn von Schlicht. reitag: Der jüngste Leutnant. onnabend: Der jüngste Leutnant.
Nenes Theuter. Donnerstag: Einen Jux will er sich machen. -.een Einen JI Einen
Große romantische
Gastspiel von Heinrich (L'enfant du Miracle.
Im
Letzte Vorstellung
Richard und Josefine Dora. Lebensbild in 5 A Freitag und Sonnabend: Der
—
Sonntag: Onkel Bräsig.
Donnerstag: Im bunten ranz von Schön⸗
Donnerstag, Abends 7 ½ Uhr: der Original⸗Tegernseer.
Emil inter⸗Tymians
will er sich machen.
ux will er sich machen. und Sänger.
Im Sommergarten: von Curt Goldm uuj
v“ 8
Residenztheater. (Direktion: S. Lautenburg.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die 300 Tage. Schwank in 3 Akten von banr Gavault und R. Charey. Deutsch von Alfred
Bentraltheater. Donnerstag, Gastspiel des Königlichen Hofschauspielers Emil Onkel en von Fritz Reuter. Herr im Hause.
Bellenlliancetheater. (unter der Direktion von Jean Kren und Alfred Schönfeld vom Thaliatheater.) Letztes Gastspiel
Die Goldhex
Königssee. Oberbayerisches Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Flüggen.
Bem Hgehag dem 1. Juli, ab: Gastspiel von
größter und bester
deutschen Herrengesellschaft: 15 Humoristen
Von 6 Uhr ab: Konzert
„Orion“ ersten Preis. Kreuzerjachten Klasse B: „Navahoe⸗ ersten und Herausforderungspreis des Klubs, „Brynhild“ zweiten Preis. Kreuzerjachten Klasse 1; „Valdora“ ersten Preis »Kommodore“ zweiten Preis. Rennjachten Klasse 2: „Garm“ ersten Preis. Kreuzerjachten Klasse 2a: „Hubertus' ersten Preis, „Olga⸗ zweiten Preis. Rennjachten Klasse 3: „Olly“ ersten Preis, „Capri⸗ zweiten Preis. Kreuzerjachten Klasse 3: „Gerda“ ersten Preis, „Vanity“ zweiten Preis, „Karin“ dritten Preis. Rennjachten Klasse 4. „Betty VI.“ ersten Preis, „Glückauf“ zweiten Preis. Kreuzerjachten Klasse 4a: „Inula“ ersten Preis, „Isa“ zweiten Preis. Kreuzerjachten Klasse 4b: „Ette III.“* ersten Preis, „Alba“
zweiten Preis.
Frankfurt a. M., 29. Juni. (W. T. B.) In der Pauls⸗ kirche fand heute vormittag die Trauerfeier für Wil helm Jordan statt. Der Sarg war vor dem Altar aufgebahrt. Ver⸗ treter der städtischen Behörden, an der Spitze Oberbürger⸗ meister Adickes, der Stadtkommandant, Generalleutnant von Stülp. nagel, Abordnungen vieler hiesigen und auswärtigen Körperschaften, die oberen Klassen der hiesigen Schulen mit ihren Lehrern sowie zahlreiche Verehrer des Entschlafenen füllten mit den Leidtra enden die Kirche. Die Trauerrede hielt der Pfarrer der Paulskirche erner, der im Anschluß an das Schöpfungswort „Es werde Licht!“ den Toten als Kämpfer für Licht und Freiheit feierte. Feierliche Orgel. klänge eröffneten und schlossen die Feier. Unter den Klängen der Glocken von St. Paul wurde der Sarg auf den Leichenwagen gehoben, worauf sich der lange Leichenzug da dem Frankfurter Friedhofe in Bewegung setzte, wo die Beisetzung erfolgte.
München, 28. Juni. (W. T. B.) Der Gesamtausschuß des zu gründenden Museums von Meisterwerken der Natur⸗ wifsen Haflen und Technik hielt heute vormittag unter dem Vorsitz Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Ludwig im Festsaale der Akademie der Wissenschaften seine öffentliche Jahressitzung ab. Der Präsident der Akademie, Professor Dr. Heigel begrüßte die Versammlung namens der Akademie, worauf der Minnister⸗ präsident Freiherr von Podewils namens der Staatsregierung dem Museum eine günstige Entwickelung wünschte. Dabei be⸗ tonte er als besonders wertvoll die Unterstützung, die das Museum bei der Reichsregierung, beim Reichstag und bei den Bundes⸗ regierungen gefunden habe. Diese Unterstützung bekunde auf das deutlichste, daß das Museum, das auf bayerischem Boden geschaffen werde, einer allgemeinen deutschen Idee diene. Der Vorsitzende des Vorstandsrats des Museums Wilhelm Siemens⸗Berlin gab eine Uebersicht über die bisherigen vorbereitenden Arbeiten. Die Jahrez⸗ beiträge betragen bereits 137000 ℳ, die einmaligen Stiftungen 386 000 ℳ Wertvolle Originale und Modelle wurden von bervorragenden 888. und Privaten geschenkt. Der Baurat Oskar von Miller⸗München berichtete über die geplante Ein⸗ richtung des neuen Museums zunächst im Gebäude des alten Nationalmuseums und später im Neubau auf dem von der Stadt München geschenkten großen Bauplatze. Nach Erledigung einiger anderer geschäftlicher Angelegenheiten gab zum Schlusse Seine König⸗ liche Hoheit der Prinz Ludwig seiner Freude über die bisherigen Arbeiten Ausdruck und dankte allen, die zum Gelingen des Werkes beigetragen haben. Nachmittags waren sämtliche Mitglieder des Aus⸗ schusses vom Prinzen Ludwig auf sein Gut Leutstetten geladen. Heute fahren die Teilnehmer auf Einladung der bayerischen Staatsregierung nach Nürnberg zur Besichtigung des Eisenbahnmuseums.
Stuttgart, 29. Juni. (W. T. B.) Unter dem Protektorat des Fürsten Karl von Urach und unter dem Vorsitz des Präsidenten der Handelskammer Widenmann wurde ein Verein zur Errich⸗ tung einer deutschen Ansiedlerschule in Hohenheim zur Vorbildung für deutsche Kolonisten gegründet.
Waterloo, 28. Juni. (W. T. B.) Die Einweihung des hier zur Erinnerung an die vor Waterloo gefallenen französischen Soldaten errichteten Denkmals fand heute nachmittag statt. Der französische Gesandte Gérard wohnte der Feier bei, zu der sich auch zahlreiche französische und belgische Offiziere sowie Abordnungen von Gesellschaften mit Fahnen eingefunden hatten. Während und nach der Enthüllung spielte die Musik militärische Weisen und den Trauermarsch von Beethoven.
San Francisco, 28. Juni. Nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ habe an Bord des auf der Fahrt von Papeete nach Numea befindlichen französischen Kreuzers Durance eine Kesselexplosion stattgefunden, durch die 15 Personen ums Leben gekommen seien. Der Kreuzer Durance sei in Numea eingetroffen
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Berlin, 29. Juni. (W. T. B.) S. M. S. „Panther“ ur Zeit in Newport News, hat den telegraphischen Befehl zu Auslaufen nach Port⸗au⸗Prince erhalten. Kiel, 29. Juni. (W. T. B.) Seine Majestät der Kaiser begab Sich heute vormittag nach dem Fruühftück an Bord der Jacht „Victoria and Albert“ und ging auf ihr mit Seiner Majestät dem König Eduard in See, um den Jachten entgegenzufahren, die das Handicap um den von Seiner Maesät dem König Eduard gestifteten Goldpokal von Eckernförde nach Kiel aussegeln. Ihre Majestät die Kaiserin hatte Sich gestern nach Grün⸗ holz begeben und war Abends nach Kiel zurückgekehrt. (Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Familiennachrichten.
Verehelicht: Hr. Oberleutnant Rudolf Borne⸗ mann mit Frl. Eva von Tempelhoff (Berlin). Geboren: Ein Sohn: Frn. Hauptnefes von Stechow (Schwerin). — Hrn. Forstassessor Dr. Dengler (Freienwalde a. O.). — Hrn. Botschafts⸗ dragoman W. Padel (Konstantinopel). — Prn.
rivatdozenten Dr. Franz Müller (Charlotten⸗ urg). — Eine Tochter: Hrn. Landrat Wilkins (Hornow bei Spremberg N.⸗L.). — 8 Friedrih von Waldenburg “ — Hrn. Staats⸗ anwalt Krinke (Thorn). rk- Gestorben: Hr. Kommerzienrat Abraham Frae⸗ 8 88 (Neustadt O⸗S.). — Stiftsdame Marie b
Mellenthin (Eberswalde).
Abends 8 Uhr: Bräsig.
Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
8⸗ Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlag Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Sechs Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).
vom
b
den Uebergang des Breslau⸗Warschauer Eisenbahnunternehmens
offenstehenden Eisenbahnkredite
Arbeiten werden ermächtigt, bei dem
E1
anzeiger und Königlich Berlin, Mittwoch, den 29. Juni
S
Königreich Preußen.
Gesetz, 1“ die Erweiterung und des taatseisenbahnnetzes und die Beteiligung des
Staats an zwei Privatunterneh 2 nehmungen sowie an 8 dem Baue von Kleinbahnen.
“ Vom 25. Juni 1904. von Gottes Gnaden König von vercfhern ag ante Ziinmung beider Häuser des Landtags
Die Staatsregierung Genehmi i⸗
edruckten Vertrags*) vom 30. Juni7. Fuli *19039 8e
Vervollständigung
auf den Staat, zur käuflichen Uebernahme der B
S aat, Breslau⸗
1aha Eisenbahn nach Maßgabe der Vertragsbestimmungen § 2
“ Die Staatsregierung wird ermächti im § 1 gedachten Vertrogs den Unachtig “ 1) 4 005 000 ℳ Stammaktien der Breslau⸗Warschauer Eisenbahn in Staatsschuldverschreibungen der drei⸗ prozentigen konsolidierten Anleihe zum Betrage von
8 1 445 000 ℳ 4 005 000 ℳ Stammprioritätsaktien der 8 Breslau⸗Warschauer Eisenbahn im 8 Staatsschuldverschreibungen 8 prozentigen konsolidierten Anleihe zumm Betrage von. 600 herbeizuführen und zu diesem Zwecke Staatsschuld⸗ der breiprozentigen konsolidierten nleihe zu dem Gesamtbetrage von. 8 495 auszugeben. 8 b
Die Staatsregierung wird e im § 1 gedachten Vertrags: a. zur baren Zuzahlung:; 1) auf 13 350 Stück Stammaktien der Breslau⸗ Warschauer Eisenbahn die Summe von
2) auf 6675 Stück Stammprio⸗ ritätsaktien der Breslau⸗War⸗ schauer Eisenbahn die Summe von zu den dungen: 1) an die Mitglieder des Auf⸗ sichtsrats der Breslau⸗War⸗ schauer Eisenbahngesellschaft die Summe von “ 2) an die Mitglieder der Direktion der Breslau⸗Warschauer Eisen⸗ bahngesellschaft die Summe von
zu b 2 b „,1; zur Deckung der im § 3 unter a und b erforderliche Mittel die Bestände der Reserve⸗, Erneuerungs⸗ 1 Flchsn der Breslau⸗Warschauer Eisenbahn, deren Höhe nach dem Ab⸗ schlusse des Jahres 1902 = 901 431 ℳ 8 ₰ betrug, sobald diese 32 dem Staat zugefallen sein werden, zu verwenden 1 die verbleibenden Restbestände der genannten Fonds in Anrechnung auf die der Staatsregierung zu verwenden. Der Finanzminister und der
rmächtigt, in Gäͤnäßheit des
vertragsmäßigen Abfina:—
bewilligten noch
1“ öffentlichen 1 mtausche von Aktien i Staatsschuldverschreibungen, sofern die eingereichten Stücke den nach dem mit der Direktion der Breslau⸗Warschauer Eisenbahngesellschaft abgeschlossenen Vertrage für den Umtausch maßgebenden Verhältniszahlen nicht entspricht, die Aus⸗ gleichung des in Staatsschuldverschreibungen nicht darstellbaren Ueberschußbetrags durch Barzahlung zu bewirken, wobei der zu zahlende Betrag nach dem um ein Prozent verminderten Kurse, welcher für Staatsschuldverschreibungen der drei⸗ hcsäntigen eehdterre Anleihe vor dem Tage des Um⸗ hes zuletzt an der Berliner Börse b orden i b 85 4 r se bezahlt worden ist, be Die Umwandlung der fuͤr die Aktien als Abfindung ge⸗ gebenen Staatsschuldverschreibungen in Buchschulden des Staats erfolgt gebührenfrei, wenn die Eintragung binnen einer vom Finanzminister festzusetzenden Frist bei der Haupt⸗ verwaltung der Staatsschulden beantragt wird. — § 6. Die Staatsregierung wird ermächtigt, an Stelle der noch nicht begebenen Prioritätsobligationen der Breslau⸗Warschauer isenbahn, soweit sich die weitere Begebung als untunlich oder nach dem Ermessen des Finanzministers als unvorteil⸗ saft erweisen sollte, nach Maßgabe des Bedürfnisses für die 5 ütarischen Verwendungszwecke Staatsschuldverschreibungen 9. zu dem sich auf 24 000 ℳ beziffernden Nennbetrage der bligationen auszugeben. Arb Der Finanzminister und der Mnister der öffentlichen gen perden ermächtigt, bei der Auflösung der im §1 ge⸗ “ Gesellschaft nach Maßgabe des daselbst bezeichneten e-g 8. Kaufpreis für den Erwerb der Bahn unter Ver⸗ 9 ung der in den §§ 2 und 3 bewilligten Mittel zu zahlen er auf die Staatskasse zu übernehmen. en Finanzminister wird ferner ermächtigt, die bisher be⸗ Rüc Anleihe der Breslau⸗Warschauer Eisenbahn, soweit diese inzwischen getilgt ist, zur Rückzahlung zu kündigen, sowie
—
—
auch den
Ueber die Ausführung chaft zu geben.
des Gesetzes vom 24. Fe des Staatsschuldenwesens und kommission der A
übertragen.
öffentlich bekannt gemacht.
zugleich unter Genehmigung und zwar: ö
gang der
vom 9. März
ermächtigt:
I. zur Herstellung Beschaffung der für mittel, und zwar:
Summe von. Summe von. zweigung von CECrone a. Br.
4) von Bauerwitz nach der
5) von Guhrau na
6) von Hirschberg i. Summe von.
von.
9) von Regenwalde Summe von.
Summe von.
von.
B, Summe von.
die Summe von
von.
die Summe von
umme von.
mitteln II. zur Deckung der Me den Bau der Eisenbahnen:
Abzweigung Summe von. 1
lottenbrunn die Summe von
uch den Inhabern der Schuldvers die Rückzahlung der Schuldbeträge oder Staatsschuldverschreibungen anzu des Angebots festzusetzen. Die
sind durch Verausgabung eines entsprech Staatsschuldverschreibungen aufzubringen.
§ 8
stimmungen hat die Staatsregierun maliger Vorlage des Etats der Eife
on (Gesetzsamml. S. 57), ermäch nleihekapitalien der Hauptverwaltung de u übert Die zur Tilgung eingelöst Obligationen werden nach Vorschrift des Gesetzes vom 24. Februar 1850 vernichtet
§ 10 Die Staatsregierung wird —
b. des Vertrags vom 13.
a. zum Bau einer Hauptei über Preiswitz nach Egerfeld
b. zum Bau von Nebenei 1) von Gumbinnen nach Szittkehmen
der Richtung auf Troppau di
2) von Schweidnitz nach Char⸗
der im 9 f
Bildung
Beilage “ Preußischen Staatsanzeiger.
st
den ieten und die Bedingungen hierzu erforderlichen Mittel enden Betrags von
7
dem Lan nbahnverwaltung Rechen⸗
8 9. Die Scts, wird auf Grund des r
uar 1850, betreffend
eer Staatsschulden⸗ ig
2
chreibungen dieser Anleihe
Umtausch gegen
“ Be⸗ tage bei jedes⸗
3 § 5 unter a die Verwaltung
die Verwaltung r Staatsschulden
een oder angekauften §17 des bezeichneten und die Geldbeträge
zu 1 b 10 dieses Paragraphen
der beigedruckten Verträge,
a. des Vertrags vom 4. Februar 1904 Privatanschlußbahn vo erg nach Meuroweiche au
m f den p
von Eisenbahnen diese erforderlichen
die
2) von Kruglanken nach Marggrabowa die
3) von Vandsburg nach Terespol mit Ab⸗ G Prust (Kreis Tuchel) nach die Summe von
über den Ueber⸗
Bahnhofe Senften⸗ reußischen Staat,
Juli 1903 nebst 1904 über den Ueber 111
anschlußbahn von Meuroweiche bis auf den preußischen Staat —
ang der Privat⸗
ahnhof Zschipkau
und zur Betriebs⸗
senbahn von Sosnitza die Summe von
4 555 000 ℳ,
senbahnen: 82
4 853 000
Reichsgrenze in
11) von Finsterwalde nach Luckau die Summe 12) von Kiel nach Holtenau die Summe von 13) von Rendsburg nach Husum die Summe 14) von Göttingen nach Bodenfelde die 15) von Paderborn⸗Nord nach Lippspringe
16) von (Erndtebrück) RNaumland⸗Berleburg nach Allendorf bei Battenberg die Summe 17) von (Brügge) Sberbrügge nach Wipper⸗ fürth und Radevormwald die Se bon
18) von Overath nach Kalk die Summe von 19) von (Wengerohr) Wittlich nach Daun
20) von Fürstenhausen nach Gr. Rosseln die
21) von Malmedy nach der Reichsgrenze in der Richtung auf Stavelot die Summe von
zur Beschaffung von Betriebs⸗ die Summe von ..
ie Summe von Glogau die Summe von
Schl. nach Lähn die 7) von Bentschen nach Birnbaum die Summe
8) von Topper nach Meseritz die Summe von nach Wietstock die
10) von Senftenberg nach Zschipkau die
3 420 000 885 000
4 695 000
5 143 000 4 650 000
8 216 000 2 178 000 840 000
14 348 000
zusammen
hrkosten für
1) von Gleiwitz nach Emanuelsegen mit nach Antonienhuüͤtte 339 000 ℳ,
die
Z
b. von Salzungen nach „Vacha die Summe von
2) für die Herstellung einer zweiten Haupteisenbahn von Lehrte nach Wuns⸗ torf zur Ergänzung der Eisenbahnanlagen zuischen diesen Eisenbahnstationen
nlagen zu diesem Gesetz sind nicht mitabgedruckt.
die Summe von
zu nachstehenden B rungen und Beschaffungen: 1) für den Ausbau der Nebenbahnen:
a. von Krossen nach Eisenberg die Sumn
zusammen
.26 267 000
auausfüh⸗
—
100 764 00
3) für die Herstellung einer neuen Verbindung zwischen Aachen und Hergenrathzur Umgehung der Steilrampe bei Ron⸗ heide die Summe von.
4) für Betriebsmittel für die
Buahnen unter III 1 b, 2
Wund 3 die Summe von
1 usammen EI1öI““ Einführung 824 1 eigenen Betriebs auf der oberschlesi⸗ schen Schmalspurbahn und den Erwerb der dem bisherigen Betriebsunter⸗ nehmer gehörigen Anlagen und Be⸗ triebsmittel die Summe von.... 1ö1 zur Beteiligung des Staates
an dem Bau einer Eisenbahn von Elmshorn nach Oldes⸗ loe durch Uebernahme von 400 000 ℳ neuer Aktien die Summe von
zur weiteren B teiligung des Staates an dem Unternehmen des Oberhau⸗ sener Wasser⸗ werks durch Uebernahme von 72000 ℳ neuer Aktien die
Summe von
1
108 000 „
1 zusammen
„VI. zur Förderung des Baues von Kleinbahnen die Summe von 8
8 8 1
zu verwenden insgesamt 149 875 000
Ueber die Verwendung des Fonds zu VI wird Land⸗ tag alljährlich Rechenschaft “ “ ee Mit der Ausführung der unter Nr. I Lit. b 1 bis 9 und 11 bis 21 aufgeführten Eisenbahnen ist erst dann vorzugehen SS erfüllt sind: 1 A. Der gesamte zum Bau der Eisenbahnen un Nebenanlagen nach Maßgabe der von 8* Wähnen⸗ 88 vheren lichen Arbeiten oder im Enteignungsverfahren festzustellenden Entwürfe erforderliche Grund und Boden ist der Staat regierung in dem Umfang, in welchem er nach den gesetz⸗ lichen Bestimmungen der Enteignung unterworfen ist geltlich und lastenfrei der dauernd erforderliche zum Eigentum, der vorübergehend erforderliche zur Be⸗ nutzung für die Zeit des Bedürfnisses zu über⸗ weisen, oder es ist die Erstattung der sämtlichen staatsseitig für dessen Beschaffung im Wege der freien Ver⸗ fölberung ober KSe aufzuwendenden Kosten, ein⸗ er Nebenentschädigungen für Wirts 5 1a arnesis ee s gungen für Wirtschaftserschwernisse und sicherzustellen. Vorstehende Verpflichtung erstreckt auf die unentgeltliche und lastenfreie Ausführung derjenigen Anlagen erforderlichen Grund und Bodens, deren Herstellung dem Eisenbahnunternehmer im Ta im Interefse des benachbarten 1 gentums auf Grund gesetzli Besti cve Sösala, 25 gesetzlicher Bestimmungen obliegt u den Grunderwerbskosten für die unter 2 3, 16 und 19 benannten Eisenbahnen soll staatsseitig ein usch, i 828 188 soll staatsseitig ein Zuschuß gewährt 6A be r. 2 (Kruglanken —- Marggrabowa) dem Kreis Lötzen von 50 000 ℳ und dem reh Angerburg von 27 000 ℳ, im ganzen . . . 77 000 ℳ bei Nr. 3 (Vandsburg —Terespol mit Abzweigung von Prust [Kreis Tuchel] nach Crone a. Br.) dem Landkreise v“ “ bei Nr. 16 (Erndtebrück) Raumland⸗ Berleburg —Allendorf bei Battenberg) dem Kreise Wittgenstein von. — 95 000 . bei Nr. 19 ([Wengerohr] Wittlich — Daun) 8 8 e- Feeße e “ 5 Von der Forderung der unentgeltlichen Herga Br und Bodens (Lit. A Abs. 1 und 89 ich Achergabe “ wenn von den Beteiligten in den mit ihnen wegen usführung der Linien abzuschließenden Verträgen die Leistung einer un⸗ bezean chen; nicht 5nen Pauschsumme in der nach⸗ ür die einzelnen Bahnen . Hö über⸗ boanen “ enene onen angegebenen Höhe über⸗ ei Nr. 1 (Gumbinnen —Szittkehmen) von 8 2 (Kruglanken — Marggrabowa) von. 392999ℳ 2 3 (Vandsburg —Terespol mit Ab⸗ vasgen⸗ von Prus [Kreis Tuchel) nach Crone a. Br.) von 4 6 4 (Bauerwitz —Reichsgrenze in der daeeg; Riichtung auf Troppau) von. 551 000 5 (Guhrau —Glogau) EXAX“ 188 000 6 (Hirschberg i. Schl. —Lähn) von . 333 000 (Bentschen — Birnbaum) von 232 000„ (Topper — Meseritz) von .. 337 000 (Regenwalde —Wietstock) von 259 000 (Finsterwalde —Luckau) von . 275 000 (Kiel — Holtenau) von ... 1 088 000 (Rendsburg — Husum) CT1XX“ 939 000 (Göttingen⸗ Bodenfelde) von ,540 000 (Paderborn⸗Nord-—Lippspringe) von. 142 000 (Erndtebrück) Raumland⸗Berleburg —Allendorf bei Battenberg) von 305 000
Brügge] Oberbrügge⸗ Wipperfürth ( ggel Oberbrügge Radevormwald
sich insbesondere auch Hergabe des für die
140 000 „
622 000
unent⸗
in rechtsgültiger Form zu übernehmen
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