Die antiken Mühlen.
„Also flehte der Held; den Flehenden hörte Kr
und er donnerte schnell vom S Olympos
hoch aus den Wolken herab. Da freute sich herzlich Odysseus.
Plötzlich hört' er ein mahlendes Weib, das glückliche Worte
redete, nahe bei ihm, wo die Mühlen des Königes standen.
Täglich waren allhier zwölf Müllerinnen beschästigt
Weah, und Gerstenmehl, das Mark der Männer, zu
mahlen.
Aber die übrigen schliefen, nachdem sie den Weizen zermalmet.
Sie nur feierte noch nicht, denn sie war von allen die
schwächste.
Stehen ließ sie die Mühl' und sprach die prophetischen 8 Worte“ usw. heißt es bei Homer, wo er schildert, wie Odysseus vor dem Beginne der Rache die Götter um ein Zeichen anfleht, ob sie ihm Erfolg ver⸗ heißen. Was für Mühlen das sind, mit deren Hilfe im Palast des Odysseus Gerste und Weizen von zwölf Frauen täglich für den Gebrauch des Haushalts gemahlen wird, ist nicht gesagt. In einem im letzten Heft der vom Riinisterialdirektor Dr. Thiel herausgegebenen „Landwirtschaftlichen Jahrbücher“ veröffentlichten Aufsatze, in dem Richard Engelmann die aus dem Altertum in Museen und an anderen Orten erhaltenen antiken Mühlen in Wort und Bild vorführt, wird auf Grund des letzten Verses der eingangs angeführten Homerstelle „Stehen ließ sie die Mühl'“ die Ansicht ausgesprochen, daß es um eine Handmühle handelt, deren oberer Teil um seinen Mittelpunkt über einen unteren feststehenden gedreht wird.
Die Erfindung der Mühlen geht jedenfalls in unvordenkliche Zeiten zurück, wie man schon daraus schließen kann, daß die griechische Mythologie den Erfinder der Mühle und den Ort, wo sie erfunden wird, einfach von der Tätigkeit des Mahlens benennt. Mylas in
behälter, auf dem der untere Mühlstein fest aufliegt, während der obere durch eine Achse mit diesem in Verbindung steht; der Trichter, aus dem das Getreide durch ein rundes Loch in den Zwischenraum rinnt, hängt gewöhnlich von einem galgenförmigen Gerüst herab, das man mitten im Zimmer errichtet hat. Eine solche Mühle mit dem unentbehrlichen Eselchen gehört mit zur Ausstattung jeder Braut und wird bei dem feierlichen Einzuge der jungen Frau mit im Zuge geführt.
Windmühlen hat das Altertum nicht gekannt, wohl aber Wasser⸗ mühlen, d. h. anstatt die oben beschriebene Mühle durch die Kraft eines Esels oder Pferdes drehen zu lassen, brachte man ein Kammrad an, dessen Zähne in ein durch Wasser getriebenes Rad eingriffen; so war die von Vitruy beschriebene 11 (mola aquaria oder hydraleta) eingerichtet, mit einem frei darüber hängenden Trichter, durch den der Mühle das Getreide zugeführt wurde. Fn Rom sollen die Wassermühlen erst im vierten oder fünften nachchristlichen Jahr⸗ hundert eingeführt worden sein.
8 .“ Verkehrsanstalten.
Seitens der Marineverwaltung sind mit den in Betracht kommenden Reedereien Vereinbarungen über eine regelmäßige frachtfreie Beförderung von Privatpaketen an Marine⸗ angehörige im Auslande getroffen worden. — Demgemäß können an jeden Angehörigen der Besatzung Kiautschou und der Schiffs⸗ besatzungen im Auslande Pakete bis zum Höchstgewicht von 10 kg zur frachtfreien Beförderung aufgegeben werden. — Nach Ostasien erfolgt die frachtfreie Beförderung während der Monate Januar, Juli und September, nach Australien (bis Sydney) während der Monate Januar, März, Juli, September und No⸗ vember auf den Reichspostdampfern nach der ostamerikanischen Station und nach Westafrika in jedem zweiten Monat des Jahres. Die Pakete für die auf der ostasiatischen
E11A1“
abend „Die Jüdin“ mit Willy Kraus, Otto Freiburg, Margaretze König und Gertrud Careni zum ersten Male in dieser Spielzeit go⸗ geben. Bötel singt am Donnerstag den „Postillion von Lonjumeau⸗ und am Sonntag den „Troubadour“.
Mannigfaltiges.
Verlin, den 5. N190 0..
Kostenfreie Ferienkurse zur Erlernung der englischen um französischen Sprache, sowie der doppelten Buchführung und Korresponden, beginnen an der Berliner Handelsakademie. Auswärtige erhalten den Unterricht nach genauer Anleitung schriftlich und kostenfreie Ueber⸗ wachung aller Arbeiten durch erstklassige Fachlehrer. Am Schlu findet eine schriftliche Prüfung statt, und die Teilnehmer erhalten ein Zeugnis. Die zum Unterricht nötigen Materialien muß sich jeder Teilnehmer selbst beschaffen, weitere Kosten als Porto erwachsen nicht, Anfragen unter Beifügung des Rückportos sind an die Direktion der Berliner Handelsakademie, Berlin, Kommandantenstr. 89, zu richten,
„Werden und Leben der Himmelskörper“ lautet das Thema, das der Dozent Jens Lützen am 123. Beobachtungsabend des Vereinz von Freunden der Treptower Sternwarte morgen abend 8 Uhr im Vortragssaal der Treptower Sternwarte unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder behandeln wird. Mit dem Riesenrefraktor wird ein interessanter Doppelstern im „Herkules“ beobachtet werden, bei dem der Hauptstern goldgelbe, der Begleiter bläuliche Farbe hat. Gäste haben Zutritt.
Das Bismarckmuseum in Schönhausen a. E. enthält.
eine reiche Sammlung höchst wertvoller Gegenstände aus dem Leben des großen Mannes, darunter viele Erinnerungsstücke persönlicher Art, vor allem aber die Geschenke, die ihm aus Veranlassung seines 80. Geburtstages aus allen Weltteilen, wo Deutsche wohnen, dar⸗
8 Im Monat
Juni 1904 sind geprägt
vonen worden in: kro
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Reichsanzeiger und Kö
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Berlin, Dienstag, 5. Juli
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der Ausprägungen von Reichsm
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Privat⸗ ℳ
Fünf⸗ münlcke
Zwei⸗ markftücke
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bis Ende Juni 1904.
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Zwanzig⸗ pfennigstücke
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en Staatsanzeiger.
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26 057 41 13 937 25
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6 025 960
124 790
6 025 960
124 790
15 000
158 790 300 000
2 559 996
251 296 233 000 408 600
249 999 350 666 186 264
54 000
—
26 357 60
30 000,— 44 500—
5 — 10 180,85
— — — —
2 000 — 10 000—
51 994 66
204 298
— — — — —
00 857 60
78 328 45
6 12 800
Karlsruhe... Hamburg. . Summe 1..
Station, im Schutzgebiet von Kiautschou und in Australien befind⸗ lichen Marineangehörigen sind an die Speditionsfirma Matthias Rohde u. Jörgens — Station Weserbahnhof — nach Bremen, solche für die 8 der Westafrikanischen und Ostamerikanischen Station befindlichen Personen an die Firma Matthias Rohde u. Co. nach Hamburg frankiert und unter Vorausbezahlung des Bestellgeldes für Bremen bezw. Hambur zu senden. Die Spedition erfolgt kostenlos.
insichtlich der Zulässigkeit und Verpackung der Sendungen ist folgendes estimmt: a. Flüssigkeiten, Lebensmittel, die dem schnellen Verderben unterliegen, zerbrechliche und leicht entzündliche Sachen, sowie die all⸗ gemein von der Postbeförderung ausgeschlossenen Gegenstände dürfen nicht tufgegeben werden; ebensowenig Sendungen mit Postnachnahme. b. Die muß in Kisten oder gleich festen Kartons recht
10 037 74705 1 P589 7IUs; 8
1 87744 1 369 43 e E
16 299 702,28 ℳ
gebracht worden sind. Das Museum kann mit Ausnahme des
ES 15 227 Sonntags täglich besichtigt werden. 3 452 892
220 873.892 ’II
6 213 207,44 ÜüE s
Alesisiai, „Mühler in Mahlstadt“ könnte man übersetzen, soll die erste 086 550 Mühle hergestellt haben. Vorher hat man sich damit begnügt, auf einem breiten Steine vermöge eines kleineren das Getreide zu zer⸗ malmen. Solche Steine sind in großer Zahl in den unteren Schichten von Troja⸗Hissarlik wie in den Terremare von Italien und den Pfahldörfern der Schweiz aufgefunden worden. Dagegen be⸗ zeichnet die Mühle, bei der zwei runde Steine aufeinander gedreht werden, natürlich einen gewaltigen Fortschritt. Ge⸗ wöhnlich ist in den Mittelpunkt des unteren Steines ein Pflock eingelassen, der obere dagegen in der Mitte durchbrochen und mit einem eisernen oder hölzernen Querbande versehen, mit dem er auf den Pflock des unteren Steines aufgesetzt wird; dadurch wird
124790 5150 750
672 126 010 672 250 800
5 005 860 80 5 00 800 80
47 777 804 40i+23 394 107 25 v2 878 872= IT 73570 4 463 816 60 210 124 20 23 18160 57011 207888 537 g2 44852] 0 6 71 659 103,30 ℳ
35 717 1 35 717 “
30 251 318 80 5 466 85
72 307 8
72 307 136 —
73 786 889 840 50
85 3354179595 ⁰ 703 292 746,50 ℳ
6 025 960 3 334 705 460 3 340 731 420
11 429 300] 27 321 530 3 329 302 120/644 929 270 3 977 951 460 ℳ *) Vergl. den „Reichsanzeiger
55[203 289 758 5206 742 650
146 396 206 596 254
2709165480*1
27 969 925 2715316230
27 969 925
2) Vorher waren geprägt*) 3) Gesamtausprägung. 2 Hiervon sind wieder
eingezogen. 5) Bleiben.
Warnemünde, 4. Juli. (W. T. B.) Bei der heute vom Kaiserlichen Jachtklub veranstalteten Wettfahrt von Trave,⸗ münde nach Warnemünde erhielten folgende Jachten Preise: Klasse A: (Schunerkreuzer) „Meteor“ ersten, „Hamburg“ zweiten Preis. Klasse B: (Schunerkreuzerjachten) „Clara“ ersten Preiz. Klasse I: (Schunerkreuzerjachten) „Susanne“ ersten Preiz. Klasse A: (Rennjachten) „Orion“ ersten Preis. Klasse B: (Rennjachten) „Navahoe“ ersten Preis. Klasse I: (Kreuzer⸗
85 585 197966960
—
24 249 855 2D70
——
„ vom 6. Juni 1904, Nr. 18 1.
₰
der obere Steéin über dem unteren teilweise schwebend erhalten, wodurch natürlich die Drehung um die Achse leichter wird, als wenn die beiden Steine mit ihrer ganzen Fläche aufeinander ruhten. Diese Art Handmühlen sind nicht nur während des ganzen Altertums in Gebrauch geblieben (in Pompeji finden sie sich fast in jedem Hause), e haben sich in Cebben Gegenden, die fern von der Kultur liegen, is heute im Gebrauch erhalten. Meist hatten sie keinen be⸗ sonderen Stand, d. h. sie waren tragbar, konnten überall hin — ebracht werden, wo sie gerade gebraucht wurden; oft sind ssie aber mit einem besonderen Untersatz versehen, der eine Platzver⸗ änderung nicht zuläßt. Damit der obere Stein sich leicht um den unteren drehen läßt, ist in dem oberen häufig ein Griff zum Drehen eingelassen; mitunter ist bei Mühlen von größerem Durchmesser, die zwei Mann zur Bedienung verlangen, an dem Rande des oberen Steins ein Ansatz stehen gelassen, an dem ein Stab angebunden werden kann. Mitunter ist der obere Stein nach oben verlängert und mit einem Loch in der Mitte versehen, durch welches das zu mahlende Getreide eingeschüttet wird. Zu dem Zweck, das Mehl aufzufangen, wird die Mühle gewöhnlich auf ein Fell, öfter auch in einen Korb estellt. Um ein besseres Mahlen zu ermöglichen, hat man häufig die Steine durch Aufhauen geschärft, genau wie es noch heute bei den großen Mühlsteinen geschieht.
Neben diesen Handmühlen sind aber frühzeitig auch solche Mühlen benutzt worden, mit denen man Mehl in größeren Quantitäten herstellen konnte. Ueber einer breiten, runden Basis mit umlaufender Rinne erhebt sich ein nach oben spitz zulaufender Kegel (meta, 2½04*), der mit der Basis aus einem Stück gearbeitet oder in sie eingelassen wurde. Ueber diesen ist ein steinerner, ausgehöhlter Doppelkegel (catillus, J½os) so gestülpt, daß die nach oben gekehrte Hälfte dieses Doppeltrichters zum Einschütten des Getreides benußt wurde, während der untere Trichter durch eine Umdrehung um den feststehenden Kern die dazwischen liegenden Körner zermalmte. Damit die äußere Hülle sich um den Kern leichter drehen ließ, war der Doppelkegel durch einen in die meta eingelassenen Pflock etwas emporgehoben, wodurch zu gleicher Zeit verschiedene Stellung, je nachdem man gröberes oder feineres Mehl wünschte, ermöglicht wurde. Die äußere Rinne, die zum Auffangen des Mehles diente, war gewöhnlich mit einer Blei⸗ platte überzogen. Zwei Balken, die in der Mitte des Doppeltrichters angebracht waren, dienten dazu, die Mühle entweder mit Menschen⸗ händen (mola versatilis, Sklaven, die man bestrafen wollte, wurden els auleòva gesandt, d. h. zum Mühlendrehen verurteilt) oder mit Hilfe von Zugtieren in Bewegung zu setzen (mola jumentaria und asinaria). eist wurden dazu Esel verwandt (bekannt ist die auf dem Palatin gefundene Inschrift, die neben der Abbildung eines die Mühle drehenden Eselchens eingekratzt ist: Labora, aselle, quomodo ego laboravi, et proderit tibi, arbeite, Eselchen, wie ich arbeitete, und es wird Dir gut tun, wie der von der Arbeit befreite Sklave dem ihn ablösenden Esel, zu⸗ 8 mußten aber auch Pferde oder Maulesel diesen Dienst verrichten.
twas verschieden von diesem ausgehöhlten Doppelkegel (catillus) ist eine besonders im südlichen Gallien übliche Form, bei der die obere Hälfte des catillus gänzlich fehlt, sodaß ein darüber schwebender Trichter notwendig ist. Diese Art der Mühlen ist noch heute in Sar⸗ dinien erhalten. Sie besteht aus einem viereckigen Kasten, dem Mehl⸗
erpackun dauerhaft mit ü Umhüllung von wasserdichtem Stoff und mit fester Verschnürung erfolgen. Mangelhaft verpackte Sendungen werden den Absendern auf ihre Kosten zugestellt. c. Die Sendungen sind mit einer unmittelbar auf die Umhüllung zu setzenden Aufschrift nach folgendem Muster zu versehen:
Absender: Karl Schulz, Kiel, Holstenstraße 6.
An die Spediteure Herren Matthias Rohde & Co. 8 Hamburg
für den Matrosen Fritz Schulz an Bord S. M. S. „Thetis“.
Die Begleitadresse und der Abschnitt derselben zu Mitteilungen 8 mit gleicher Aufschrift zu versehen. Der vorbezeichnete Abschnitt at außerdem eine kurze Angabe über den Inhalt der Sendung und den Zusatz: „Zur frachtfreien Beförderung“ zu erhalten. d. Wünscht der Absender die Versicherung einer Sendung für den Transport ab Hamburg oder Bremen, so muß er sich dieserhalb an die Speditionsfirma unter Bereiterklärung zur Erstattung der Ver⸗ sicherungskosten wenden.
Theater und Musik.
Neues Königliches Operntheater.
Franz Lehärs Operette „Der Rastelbinder“ ging gestern abend neu einstudiert in Szene. Der Musik wohnen zwar nicht außergewöhnliche Reize innen, aber sie übte in ihrer leichten Sang⸗ barkeit auch gestern wieder gefällige Wirkungen aus. Der Erfolg dieser Operette beruht jedoch nicht nur auf der Musik, sondern in fast noch höherem Grade auf der guten Wiedergabe der komischen Hauptfigur des Stückes. Für diese wichtige und umfangreiche Rolle des jüdischen Zwiebelhändlers Wolf Bär Pfefferkorn reichte die Gestaltungskraft des gestrigen Darstellers, Hans Golwig, nicht aus. Es fehlte seinem
zhesen der echte der diese Bühnengestalt überhaupt nur möglich macht; in Ermangelung dessen trug er die Farben so kräftig auf, daß aus den endlosen Wort⸗ und Situationswitzen Zirkus⸗ späße wurden. Trotzdem schien ein großer Teil des Publikums an Hans Golwigs Pfefferkorn ein ungeheures Wohlgefallen zu finden; wenigstens nahm es seine Späße oft mit lautem Jubel auf. In wohltuendem Gegensatz zu dieser Darstellungskunst stand das vornehme Spiel Mia Werbers, das sich auch in der Figur der ungeschickten slowenischen Dienstmagd Susa nicht verleugnete. Auch Henny Wildner als Wiener Handwerkerstochter bot wieder eine prächtige Leistung. In der Rolle des Korporals Milosch tat sich Hans Horsten besonders durch sein schönes gesangliches Können hervor; seine gut gebildete Stimme S nicht nur einen schönen Klang, sondern auch entsprechende Ausdrucksfähigkeit. Die Herren Carl Schulz, Ander und Albes erhöhten die komische Wirkung ihres Spiels, wie immer, durch das künstlerische Maß, das sie innezuhalten wußten.
Im Neuen Königlichen Operntheater findet morgen die 1000. Aufführung von „Die Geisha“ statt.
„In der Morwitz⸗Oper wird am Freitag in Abänderung des Spielplans zu halben Preisen „Der Freischütz“ aufgeführt. Am
Mittwoch wird „Oberon, König der Elfen“ wiederholt und am Sonn⸗
jachten) „Kommodore“ ersten, „Asta“ zweiten Preis. Klasse IIa: (Kreuzerjachten) „Thea“ ersten, „Olga“ zweiten, „Hubertus“ dritten Preis. Klasse III: (Rennjachten) „Alice’ ersten Preis. Klasse III: (Kreuzerjachten) „Karin“ ersten, „Ariadne’ zweiten Preis. Klasse IV: (Rennjachten) „Betty 6“ den ersten,
„Glückauf“ den zweiten Preis. Klasse IVa: (Kreuzerjachten) „Inulas
ersten Preis.
Klasse IVb: (Kreuzerjachten) „Flick“ ersten, „Alba: zweiten Preis.
vondon, 4. Juli. (W. T. B.) Von den Insassen des ge⸗ scheiterten Dampfers „Norge“ (vergl. Nr. 155 d. Bl.) scheinen doch mehr gerettet zu sein, als man nach den gestrigen Meldungen annehmen durfte. Nach einer Lloydmeldung aus Butt of Lewis (Hebriden) hat der Dampfer „Energie“ dorthin signalisiert, daß er Schiffbrüchige von dem gescheiterten Dampfer „Norge“ an Bord habe. Ferner wird aus Stornoway (Hebriden) gemeldet, daß dort 101 Ge⸗ rettete von dem Dampfer „Norge' gelandet seien.
London, 4. Juli. (W. T. B.) Infolge eines Automobil⸗ unfalls starb heute in Briggleswade (Grafschaft Bedford) Sir William Rattigan, Mitglied des Unterhauses für Nordost⸗Lanark. 5 Gattin des Verstorbenen erlitt bei dem Unfall schwere Ver⸗ etzungen.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Schwerin, 5. Juli. (W. T. B.) Bei prächtigem Wetter fand heute früh der feierliche Einzug des neu⸗ vermählten Großherzoglichen Paares statt. Um 10 ¾ Uhr traf der Sonderzug mit Ihren Königlichen Hoheiten dem Großherzog und der Großherzogin auf dem hiesigen Bahn⸗ hofe ein, woselbst eine Ehrenkompagnie der Grenadiere Auf⸗ stellung genommen hatte. Sämtliche hier anwesenden Fürst⸗ lichkeiten sowie eine große Anzahl Damen und Herren der Gesellschaft waren erschienen. Als der Zug in den Bahnhof einfuhr, spielte die Musik die Nationalhymne. eine Königliche Hoheit der Großherzog schritt die Front der Ehrenkompagnie ab und nahm den Vorbeimarsch entgegen. Die anwesenden Fürstlichkeiteen und die übrigen Herr⸗ schaften wurden auf das herzlichste begrüßt. Hierauf be⸗ gaben sich die Großherzoglichen Herrschaften nach dem vor dem Bahnhof stehenden Galawagen. In festlichem Zuge erfolgte nun der Einzug durch die reich geschmückte, vom Publikum umsäumte Feststraße, in der Vereine, Schulen und Militär Spalier bildeten, nach dem Schloß.
v
(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.) “ 8
8 8.
Berrlin, den 5. Juli 1904.
J.
V.: Hampel.
Hauptbuchhalterei des Reichsschatzamts.
gering
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Gezahlter Preis für 1 Dopp
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niedrigster höchster
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niedrigster höͤchster ℳ
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ℳ
höchster ℳ
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1 Doppel⸗ zentner
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Am vorigen Markttage
Fuifs ni 89 preis
Außerdem wurden
am Markttage (Spalte 1)
nach überschläglicher
Schätzung verkauft
Doppelzentner
(Preis unbekannt)
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13,50 13,10 13,50 13,40
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13,60 13,60 12,90 14,70
Weizen.
17,70 17,80
1655 18,10 17,80 18,20 5,90 5,
1 — 17,00
17,20 17, 17,00 17,20
Rogge. n. 13,50 0 13,80 13,50 13,60 13,50 V 188 Wee 12,90 13,10 13,50 14,25
14,50 12,80 13,80 13,60
14,00 13,20
18,00
14,20
Gerste. 13,20
13,60 13,45 13,80 13,60 12 90 14,70
Spelz, Dinkel, Fesen)
18,30 18,10 18,40 18,20 16,90 17,00
18,20 17,60 18,00
13,80 14,10 14,00 14,00 12,90 13,50 14,50 13,80 14,00 14,20
13,50 13,00 13,50 15,20
14,20 13,90 14,20
13,00 15,00
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und Sänger. Lieder, Couplets und Einakter. Zum Schluß: Auch eine kleine Garnison, oder: Vor und nach dem Zapfenstreich. Originalposse von Emil Winter⸗Tymian.
Im Sommergarten: Von 6 Uhr ab: Konzert von Curt Goldmann. Von 8 Uhr ab: Große eeb vhchek grbiztsc0 (Nur allererste Attrak⸗
onen
Sonnabend, den 9. Juli: Russisch⸗Japanisches Sommernachtsfest. 8 8
Mittwoch: Einen J —— Familiennachrichten. Verlobt: Frl. Marie von Boetticher mit Hrn. Regierungsrat Gustav Seydel asnag. e eg). — Frl. Gertrud von Loebell mit Hrn. Ritter⸗ sücsbefiter und Rittmeister a. D. Curt von hümen (Groß⸗Lichterfelde — Waldrogäsen). — Frl. Tony Overweg mit Hrn. Gerichtsassessor und eutnant d. R. Dr. jur. Baemeister (Dortmund). — Frl. Margarethe Wrede mit Hrn. Guts⸗ und Brauereibes. und Rittmeister d. L. Karl Berger aüst un — Frl. Margarete Hoefer mit Hrn.
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberleutnant Curt Schaumann (Hagenau, Els.). — Hrn. Oberleutnant Arthur Grafen von Bernstorff (Charlottenburg⸗ Westend). — Hrn. Oberlandesgerichtsrat Dirlam “ „— Eine Tochter: Hrn. Ober⸗ eutnant Siewert (Rastatt).
Gestorben: Hr. Hauptmann a. D. Max von Tettenborn (Eberswalde). — Hr. Willy von Hol Alt⸗Marrin). — Verw. Fr. Geh. Rat, Landdro
r. Emmy Wermuth, geb. Domeyer (Göͤttingen).
— Frau Martha von Prankenbeig⸗üttwig geb. 1“ Herrenhaus. von Portatius (Berlin). — Frl. Margarethe ; 12 von Wedel (Stettin). — Frl. Elisabeth von b 26. Sitzung vom 4. Juli 1904, 8 Blumenthal (Grünwalde). nündliche Bericht der ver⸗ Auf der Tagesordnung steht der münd über den aus der
stärkten Kommission für Agrarverhältnisse über enen Gesetz—
Initiative des Abgeordnetenhauses he8rg gaberweft⸗ nd die
entwurf zur Abänderung des Gesed ⸗ ischbeschau⸗
Ausführu ng des Schlachtvich⸗ und sollen die Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ gesetzes, vom 28. Juni ’ 86
gsetze 8368/81 über den Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Bestimmungen des “ ͤes von 18 Senchthäusern . 1b ungszwang f Zehn Beilagen 6 Uiitersschunfaf
für das nicht in 1b 1 selbst ausgeschlachtete frische Fleisch Fhüt Fefrserath sns (einschließlich Börsen⸗Beilage), auf das von e eingeführte, bereits tierarznt. owie die Inhaltsangab Nr. 6 nt⸗ uchte frische Flessch... 2 wer zetitionen llmnie ; (einschlte lich 2. 1Seee⸗ 1 In Verbindung mit dieser Vorlage werden heni Städte⸗ veröffentlichten Bekanntmachungen), betreffend bä Kommanditgesellschaften auf Aktien und Aktien⸗
des Hannoverschen Städtevereins und suchung I1“ die Woche vom 27. Juni . 8
rundeten Zahlen berechnet.
Im Garten des Schillertheaters N. täglich: fehlt e 2
Großes Militärkonzert.
Theater des Westens. Kantstr. 12. Bahnhof Zoologischer Garten. Mittwoch: Manzelle Nitouche. —
Donnerstag: Der jüngste Leutnant.
Freitag: Mamzelle Nitouche.
Sonnabend: mzelle Nitouche.
Neues Theater. will er sich machen. Donnerstag: Einen Jux will er sich machen. FPragh Einen Jux will er sich machen. onnabend: Einen Jux will er sich machen.
ZBentraltheater. Mittwoch, Abends 8 Uhr:
Hamlet. Trauerspiel in 5 Akten von Shakespeare. Donnerstag: Madame Bonivard. — Er. Freitag: Hofgunst.
Sonnabend und Sonntag: Gastspiel des König⸗
9 Hofschauspielers mil Richard. Onkel
räsig. Die Juni⸗Vereinskarten haben im Juli Gültigkeit.
Bellealliancetheater. (Unter der Direktion von Na Kren und Alfred Schönfeld vom Thaliatheater.)
Theater.
Neues Königliches Operntheater. unter Leitung des Direktors: Gastspiel des José Ferenczy⸗ Ensembles. Mittwoch: 46. Vorstellung. Zum 1000. Male: Die Geisha, oder: Eine japa⸗ nische Teehausgeschichte. Operette in 3 Auf⸗ zügen von Owen Hall. Musik von Sidney Jones. Regie: Emil Albes. Dirigent: Kapellmeister Arthur Peisker. Anfang 7 ½ Uhr.
Donnerstag: 47. Vorstellung. Die Fledermaus. Komische Operette in 3 Akten nach Meilhacs und Halévys „Reveillon“. Bearbeitet von C. Haffner Üund R. Genée. Musik von Johann Strauß. Anfang 7 ½ Uhr.
Freitag: 48. Vorstellung. Orpheus in der Unter⸗ welt. Sonnabend: 49. Vorstellung. Das süße Mädel. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Abends 7 ½ Uhr: 50. Vorstellung. Der Zigeuner⸗
baron. 1 Schillerthegter. o. (Wallnertheater.) Mittwoch, Abends 8 Uhr:
(Morwitz⸗Oper.) Oberon, König der Elfen. Große romantische Feenoper in 4 Akten von Carl Maria von Weber. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Gastspiel von Heinrich Bötel. Der Postillion von Longjumeau. Freitag, Abends 8 Uhr: Bei halben Preisen und auf vielfaches Verlangen: Der Freischütz. Der Sommergarten ist eröffnet.
2 9 „ 9 9 2 9 9 u
finden, welches innerhalb des durch Gemeindebeschluß festzusetzenden
hüntreie ann beantragt zu dem Gesetzentwurf Iee. Zusage⸗ Es bleibt jedoch den E nit Keschedenahn wüch ” ür das von auß n behalten, Untersuchangssiclrte suchung darf sich bezüglich d approbierten Tierarzt amtlich unter
8 zei Zin der Tat eine solche Fleisches nur erstrecken auf den Nachweis, daßggas Fleisch inzwischen
Untersuchung stattgefunden hat, somwis asschäbliche Veränderung seiner
verdorben ist oder sonst eine ges Beschaffenheit “ t, daß die städtische 1-ön schasg fc eingeführtes Feisches Flisch num dawelche * amtlichen ioden sgle pendi ench elnen approbierten Tierarzt erfolgte amtliche
s tragen. “ ge Beginn der Generaldiskussion ist in der estrigen Nummer d. Bl. berichtet 1 b G“ Ausführungen des Fermenr Im Namen meiner S breglüren, daß dem Fortbleiben der M.
— Grunde Regierungsvertreter in der Kommission
ieh⸗ d Fleisch—
Schlachtvieh⸗ und 8 1 Pention d Verwaltungsdirektors 1hs und Schlachthofes in Berlin Goltz namens de
ierã bänderun Vereins preußischer Schlachthoftierärzte 8 8 5 8 des deei binch g Schlach hauzcr sane Petition von Karl 1111““ Erganzängsgfsebnamens des Vorstandes 8 barx in Frankfurt a. 3 88 nes Marr, ine secherderbandes um Aen d tung 2908 Kommunalabgabengesetzes vom 1.“ Ermäßigung der Schlachthausge ) 8 Die verstärkte Agrarkommission 5 üraganen jolten rränderte Annahme des Gesetzentwurfs. ic “ durch die bisherigen Verhandlungen über Kseg für erledigt erklärt, bezw. 1
Von den Herren Struckmann und ve.esn sind zu dem Gesetzentwurf die folgenden “
Ein Antrag des Herrn Becker will das Schlacht Pleacg. eã 88 und hinzugefügt wissen, daß die Herscetench hausgesetzes über die Untersuchung auch auf das 2
führungsgesetz beschaugesetz,
Preußischer Landtag. städtischen Vieh⸗
Uir.
Verantwortlicher Redakteur 8 Dr. Pyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
8. Seibt (Oppeln — Tepliwoda, Bz.
reslau).
Verehelicht: Hr. Oberhofmarschall a. D. und Generalhofintendant a. D. Frhr. von Löhneysen mit Frl. Arndt (Baden⸗Baden). — Hr. Augenarzt Dr. von Zelewski mit Frl. Margareta Stolz (Hirschberg i. Schl.). 8 v“
keinerlei Absicht zu Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr: Im Theater: Gastspiel — von Emil Winter⸗Tymians größter und bester
deutschen Herrengesellschaft: 15 Humoristen
1 einden 3 em Fleisch in Schlachthofgemein 1b 5 1 14 des preußischen Aus
1.“
bundes um Abänderung der die Nachunter ng 6 2. Juli 100JlC.