Morgen, Donnerstag, Abends 7 ½ Uhr, veranstaltet der Musik⸗
direktor Bernhard Irrgang in der Heiligkreuzkirche das nächste Konzert unter Mitwirkung von Frau Anna Hamann⸗Lincke Tengfepran) Fräulein Hedwig Josl (Alt), Herrn Rudolf Scheffler Tenor) und Herrn Georg Merlin (Violine). Der Eintritt ist frei.
Der Brooklyner Sängerbund „Arion“ konzertierte im Deutschen Hause auf der Weltausstellung zu St. Louis. Nach dem „Sang an Aegir“ dankte der Reichskommissar, Geheime Ober⸗ regierungsrat Lewald den Sängern in einer Ansprache, in der er auf das rege Interesse hinwies, das Seine Majestät der Kaiser an dem deutschen Lrede nehme. Der Präsident des Sängerbundes, Engel⸗ hardt, brachte ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser Wilhelm aus.
Mannigfaltiges. 8 Berlin, den 7. September 1904.
Vom Bergbau der alten Römer. Der ungarische Alter⸗ tumsforscher Teglas, der sich namentlich mit der Erkundung des ältesten Bergbaues in Ungarn beschäftigt, bat jetzt wieder einige merk⸗ würdige Urkunden aus der Römerzeit zu Tage gefördert. Der Kaiser Trajan unterwarf in den ersten Jahren des 2. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung den größten Teil von Ungarn und bildete aus dem Land zwischen der Donau und der Theiß einerseits und den Karpathen anderersetts die Provdinz Dasßien. In diesem Gebiet sind nun schon vor der Römerzeit, aber in größerem Umfange während der römischen Herrschaft bergbauliche Arbeiten unternommen worden, von denen sich noch deutliche Spuren vorgefunden haben. Einen interessanten Beitrag zu diesem Gegenstand bespricht Litschauer im letzten Heft der „Berg⸗ und Hüttenmännischen Zeitung“. Er be⸗ 8 sich auf den Fund eines uralten steinernen Firmenschildes, das vor langer Zeit ei Steinmetzmeister in Dazien gedient haben d Die Römer bevorzugten bekanntlich die massiven Bauten und mögen daher den Steinmetzen viel baben. Sie wußten aber auch andere Bodens zu schätzen und aufzu⸗ n spürten sie dem Gold so gründlich nach, daß Ue heutigen Goldminen des Gebiets auf der Grundlage sprünglich durch Aufschlüsse zur Römerzeit geschaffen as hat bei seinen neuen Studien die Gegend vom Unterlauf de onau nördlich bis zum Mescesgebirge erforscht, um nach alten römischen Steinbrüchen zu suchen. Einen der groß⸗ artigsten fand er in der Nähe der heutigen Ortschaft Kis⸗Kalan, wo aus weichem Kalkstein Grabsteine, bildhauerische Verzierungen usw. verfertigt wurden. Das erwähnte Steinmetzschild ist, wie noch jetzt iu erkennen ist, zum Aufhängen eingerichtet gewesen und trägt die deutlich erhaltenen Worte: Diogenes Lapidarius; sein Besitzer war also ein geborener Grieche. Bei dieser Gelegenheit wird an einen ngst in Cöln ausgegrabenen Grabstein aus dem dritten Jahr⸗ eert erinnert, der nach seiner Inschrift einem Negotiator artis ariae, also einem Händler mit Erzeugnissen der Steinmetzkunst, idmet war. Am Rhein muß also damals ein schwunghafter Handel mit den Produkten des Steinbruch⸗ und Bergwerkbetriebs be⸗ standen haben, wie er sich in der entlegenen Provinz Dazien nicht zu entwickeln vermochte. Aus den Gummidistrikten Ost⸗Boliviens. In Peter⸗ „Mitteilungen aus Julius Perthes Geographischer Anstalt“ tlicht das Mitglied der Geographischen Gesellschaft zu Rio de Jerrmann die ausführliche Schilderung einer
verdienen
8 8 H . 9 8 rinerali che . e des
2 Kapitän se, die er im Sommer 1896 in die Gummidistrikte Ost. Boliviens 1 Seiner Beschreibung der Gummigewinnung sei folgendes
n: Das Centro bestand aus einem größeren Rancho und ine us Stangen und darübergelegten Mimosenblättern
F Ersterer diente als Niederlage für fertigen und Lebensmittel, unter den letzteren hatten die Arbeiter ngematten geschlungen. Der Belegschaft gehörten zehn Mann 1 Capataz, dem Vorarbeiter, an, und dementsprechend zogen Centro aus elf Picaden in das Dickicht des Waldes, in sich 150 bis 200 bearbeitungsfähige Gummibäume befanden. Baum, von den Leuten mit dem vulgären Namen Seringa
81 a81
ermnact Ha gemacht hat.
Die sich mit der Gewinnung des Gummi be⸗ Leute heißen Gomeros oder Seringeros und führen g-reiches, gefahrvolles Leben in den wildesten Wald⸗
Schlusse der Regenzeit, im April, wenn die Ueber⸗ twasser der Flüsse zu verlaufen beginnen, regt es sich in Städtchen der Guarajos, und alles bereitet sich zum Zuge
d., die Gomeros werden lebendig. Herren und Knechte ü ihre Bündel, die Karrete wird beladen, hier und zuen, manchmal auch Kinder, dem Zuge an, und mit
erzen, unter dem Klange der Gitarre und heiterer
baren die stille, geheimnisvoll schweigende Straße
Wald, aus dem dann so mancher nicht
drei Richtungen ziehen sie davon: nach dem linken
us, nach seinem rechten, und in das Tal des Rio
fluß des Guaporé, nach N. fließend, die Grenze
.
42917 171 742 11
7 5
eig.
Niederungen oder Einsenkungen im Walde, noch bis Ende Mai über⸗ schwemmt, sodaß die Leute, bis an den Gürtel im Wasser watend, arbeiten müssen, und wenn si die Flut verlaufen hat, dünstet das durchweichte, morastige Erdreich, das, unter dem finsteren Laubddach des dumpf brütenden Urwalds in ewige Dämmerung gehüllt, nie von einem Sonnenstrahl etroffen wird, giftqualmende, sieberschwangere Dünste in die feuchte, heiße Luft aus. Frühmorgens, lange vor Sonnenaufgang kriecht der * aus seiner Hängematte, nimmt den Machadiüo zur Hand, ein kleines Beilchen mit einer Schneide in Größe und Form eines gewöhnlichen Schraubenziehers, und Estrada. Diese zieht sich in langgestreckter derart eine Wegstunde in den Wald daß Aus⸗ und Eingang ziemlich dicht beisammen liegen. In dieser Estrada geht der Picador zu den Bäumen, die bald rechts, bald links vom Wege, oft nahe beisammen, oft weit voneinander entfernt, in der Picade stehen. Jedem versetzt er einen oder je nach ihrer Stärke mehrere Hiebe mit dem Machadino, und unter die in der Rinde entstandene kleine Oeffnung steckt er eine Tichela, einen scharfrandigen Blechbecher, in dem die aus der Wunde fließende Milch aufgefangen wird. Hat er die ganze Estrada abgegangen, jeden Baum angepickt, und ist er nach zwei bis drei Stunden wieder zum Ausgangspunkt zurückgekehrt, so dertauscht er nun den Machadino mit einer Kalabasse und macht, wieder cintretend, wo er angefangen hat, denselben Weg noch einmal, um die inzwischen in den Tichelas angesammelte Milch in die Kalabasse zu entleeren, mit der er sich etwa um 11 Uhr im Zentrum vor dem Räucherschuppen einfindet. Hier gießen alle Picadores ihre Milch in eine große Wanne und dann wird gefrühstückt. Reichlich fließt die Milch nur in den Morgenstunden, deshalb wird Nachmittags nicht mehr in den Wald gegangen, sondern nur am Räuchern gearbeitet. Hierzu wird um die Mitte einer Stange ein dünner Tonring gelegt, dieser mit Kautschukmilch übergossen, welche über dem im niedrigen Erdofen qualmenden Rauche getrocknet und dann immer wieder mit Milch übergossen wird, bis sich um die Stange berum eine breite Scheibe ge⸗ trockneten schwarzgeräucherten Gummis angesetzt hat. Dann, wenn dieser Klumpen etwa 30 Pfund schwer ist, wird die Stange herausgezogen und der fertige Gummi im Depot zum weiteren Trocknen niedergelegt. Dies Räuchern ist eine beschwerliche Arbeit, bei der sich die Leute sehr oft böse, äußerst schmerzhafte Augen⸗ entzündungen holen. Zur Erzeugung des Rauches verbrennt man in dem Ofen am liebsten die Nüsse von Mhotacü und Cust, beides sehr ähnliche Palmen, deren erstere die Blätter wechsel⸗ ständig, die letztere gegenständbig am langen Stiele ansetzt. Was in der Pfanne kleben bleidt, wird nicht geräuchert, sondern in Klumpen zusammengeballt, getrocknet und kommt dann als minderwertiges Seruamby in den Handel. Einige derwenden dazu auch die am Baumstamm heruntergelaufene angetrocknete Milch, doch ibt es auch Meinungen, nach denen man dieses Seruamby nicht vom aume ablösen soll, damit keine Insekten in die Wunde schlüpfen und der Seringa schaden können. Im Monat August verliert der Baum seine Blätter, ist infolge⸗ dessen leidend und gibt nur wenig Milch. Um die Mitte September steht er aber wieder in voller Kraft. Im Durchschnitt erhält man von einem Baum, je nach der Stärke, 2 — 3 kg getrockneten Kautschuk in der siebenmonatigen Saison. Im Oktober beginnt die Blütezeit, Wund im März fallen die dunkelbraunen Früchte ab, die je drei Kerne von der Größe unserer Haselnuß enthalten. Diese sind dunkelfarbig mit kleinen weißen Pünktchen, ähnlich wie Rizinus⸗ kerne. Der Baum hat tiefgehende Pfahlwurzeln, wächst daher latt aus der Erde heraus ohne seitlich abweichende Verstärkung. Der Stamm ähnelt dem der Buche, hat aber bis zur Krone keine Aeste, und an diesen verhältnismäßig wenig Blätter, deren stets drei an einem Stiele sitzen. Dort, wo der Gummibaum, die Seringa, steht, hört man immer den lieblichen flötenartigen Pfiff eines Vögel⸗ chens, das sich anderswo nicht findet und deshalb Seringero genannt wird. In einigen Gegenden, wo neben der Seringa auch Poalha, Ipecacuana, vorkommt, wird der Vogel nach letzterer Pflanze auch Poalhero genannt. Außer den Gummiarbeitern gibt es auch noch Gummierplora⸗ toren, Leute, die in den Wäldern umherstreifen, um nach vor⸗ handenen Seringabäumen zu suchen. Solche Unternehmen sind der Krankheiten, wilden Tiere und Indianer wegen durchaus nicht ohne Gefahr, weshalb sich diese Kundschafter gewöhnlich zu Gesellschaften zusammenschließen, oft ganze Expeditionen aus⸗ rüsten und dann in die wildesten Gegenden vordringen, wohin sich noch nie eines Menschen Fuß gewagt hat. Solchen Entdeckern ist das genannte Vögelchen ein willkommener, hochgeschätzter reund und Ratgeber, denn wenn es sein helles Stimmchen in den arakteristischen Tönen huiet .. . huitt, huie erklingen läßt, dann hemmt der mühsam durch den Waldmorast watende Sucher seine Schritte, und froh erregt aufhorchend, vergewissert er sich des Tons, schickt seinen Kameraden den im Walde so wohl bekannten Hilfeschrei zu, und wenn sie geantwortet, ruft er freudig aus: „Wir haben sie; hier singt der Seringero, hier stehen Bäume!“ Des Abends nach dem Essen sitzen die Leute noch ein Stündchen rauchend und plaudernd an dem lodernden Feuer, und dann werden immer wieder die alten Märchen vom Huanchocho, dem verwunschenen Prinzen und ähnliche vom Urutau erzählt, oder Gespenstergeschichten
geht in seine Schleifengestalt hinein und wieder zurück,
rasiliien bildet. Oft sind die Basadas, die
wiederholenden Gleichförmigkeit doch immer wieder die gespannteste Aufmerksamkeit der Hörer wecken. 3 Kapitän Jerrmann besuchte dann das Zentrum Sembrano; es um⸗ faßte 5 Baracen mit zusammen 67 Estradas. Damals hatte das Eta⸗ blissement 6 solcher Zentren mit 25 Baracken, von denen im ganzen 300 Picaden bearbeitet werden. Von der Baraca Morena liefen 12 Picaden in den Wald. Der Rancho war recht nett eingerichtet, 8 und der Capataz, ein ganz intelligenter Bursche, hatte sich aus Kautschuk Lichte fabriziert, welche aber wegen der eeeices Ver- brennungsgase in geschlossenen Räͤumen nicht verwendbar se
Mittelländischen und Adriatischen Meere schreibt die Oesterr. Fischerei⸗Ztg.“: Bekanntlich haben im jetzigen Seekriege der Japaner gegen die Russen furchtbare Seeminensprengungen Fütixcelteen Es wäre interessant zu erfahren, welche Wirkungen diese auf die Seetiere, Fische, besonders auf die dort so zahlteichen 8
geübt haben. Die Haifische folgen gerne den Schiffen und auch den nach Europa durch den Suezkanal verkehrenden Dampfern nach, welchem Umstande es zugeschrieben wird, daß die früher bei uns seltener konsta⸗
werden. Seit Mitte Juni werden nun in der nördlichen Adria auf⸗ fallend viele Haifische wahrgenommen. In Istrien wurden deren drei und in Quarnero einer gefangen. Es laufen auch fort⸗ während Anzeigen von Schiffen ein, die Haifische geseben haben wollen. Wollte man diese Notizen gewissenhaft registrieren und alljährlich als statistischen Faktor in Betrachtung ziehen, so würde man die steigende Häufigkeit und Ge⸗ fährlichkeit dieser Erscheinung besser würdigen koͤnnen. Es entsteht nun die Frage, ob wir es dies Jahr nur mit einer Ausnahmeerscheinung zu tun haben, indem die vielen Seeminensprengungen in Ostasien die Haifische verscheuchen, sodaß sie sich den nach Europa verkehrenden Schiffen anschließen. Es fragt sich auch, ob es nicht schon längst rätlich scheint, diesen menschen⸗ und fischgefährlichen Seeschmarotzern im Wege einer europäischen Fischereikonvention den Weg zu verlegen, was bei der Enge und der geringen Tiefe des Suezkanals (der an einer passenden Stelle leicht zur Abwehr oder als Falle füͤr Halfische eingerichtet werden könnte) durchaus nicht schwierig wäre.
Danzig, 6. September. (W. T. B.) Bei der Ausfahrt aus dem hiesigen Bahnhof entgleiste heute vormittag um 11 Uhr der nach Neufahrwasser bestimmte Güterzug 8504. Die Lokomotive und ein Wagen wurden aus den Schienen geworfen. Menschen wurden nicht verletzt. Der Personenverkehr wird auf einem Gleis aufrechterhalten.
Dingelstädt (Eichsfeld), 7. September. (W. T. B.) Gestern nachmittag brach hier Feuer aus, das eine große Ausdehnung annahm und erst heute früh zum Stillstand gekommen ist. Es sind im ganzen etwa 50 Häuser niedergebrannt. Den Anstrengungen von 14 Feuerwehren gelang es, die bereits brennende Hauptpfarrkirche soweit zu retten, sodaß nur der Dachstuhl und die Fenster beschädigt sind. Der Schaden wird auf über eine Million geschätt⸗
Aachen, 7. September. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Gestern abend 9¼ Uhr lief der Personenzug 400 von Richterich auf den vor dem Bahnhof Aachen — Templerbend baltenden holländischen Güterzug 1331 auf, wobei der Schlußbremser getötet wurde, der Materialschaden ist erheblich. Beide Gleise waren auf etwa 7 Stunden gesperrt. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen an der Unfallstelle aufrecht erhalten. Die Untersuchung über die Ursache ist im Gang. Metz, 6. September. (W. T. B.) Heute nachmittag ist die in die Wasserleitung eingeleitete Metzer „Kanal⸗ batterie“ eröffnet worden, die dazu bestimmt ist, alle Schwierig⸗ keiten in den hiesigen Trinkwasserverhältnissen zu beseitigen.
Budapest, 6. September. (W. T. B.) Heute vormittag be⸗ gannen die Beratungen des unter dem Protektorat Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Erzherzogs Josef tagenden inter⸗ nationalen Kongresses der Genossenschaften. Unter den ausländischen Genossenschaften sind England, Frankreich, Deutschland und Rußland besonders zahlreich vertreten. 8
Paris, 6. September. (W. T. B.) Die Polizei verhaftet heute den russischen Nihilisten Atkinoff, der sich gefähr⸗ licher Umtriebe verdächtig gemacht haben soll.
Christiania, 6. September. (W. T. B.) Wie das „Morgen⸗ bladet“ aus Hammerfest meldet, berichtet der Führer des Schiffes „Vircola“, daß er am 17. August auf 78 Grad 38 Minuten nörd⸗ licher Breite und 52 Grad östlicher Länge das Entsatzschiff der Ziegler⸗ Expedition, „Frithjof', getroffen habe. Der „Frithjof“ habe bisher vergebens nach Franz⸗Josephland zu kommen versucht und habe ostwärts gesteuert.
— zuweilen erst gestern selbsterlebte —, die trotz der ewigen, sich
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
sogar ein roh gezimmerter Tisch erinnerte an zivilisierte Verhältnisse,
n würden Mit Bezug auf das häufige Erscheinen von Haifischen im
Arten der Haifische aus⸗
tierten Haifische vom Suezkanal her jetzt schon im Mittelländischen und Adriatischen Meere in einer stets steigenden Häufigkeit angetroffen
Theater.
Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern⸗ baus. 150. Vorstellung. Der fliegende Holländer. 3 ttische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 7 ½ Uhr. — Preise der Plätze: Fremdenloge 12 ℳ, Orchesterloge 10 ℳ, Erster Rang 8 ℳ, Parkett 8 ℳ, Zweiter Rang 6 ℳ, Dritter Rang 4 ℳ, Vierter Rang Sitzplatz 2,50 ℳ, Vierter Rang Stehplatz 1,50 ℳ
Freitag: Opernhaus. 151. Vorstellung. Figaros Hochzeit. Komische Oper in 4 Akten von Wolf⸗ gang Amadeus Mozart. Text nach Beaumarchais, von Lorenzo Daponte. Uebersetzung von Knigge⸗ Vulpius. Anfang 7 ½ Uhr.
Deutsches Theater. Donnerstag: und Cressida.
Freitag: Lady Windermeres Fächer.
Sonnabend: Lady Windermeres Fächer.
Troilus
Berliner Theater. Donnerstag: Zapfen⸗ streich. Anfang 7 ½ Uhr. Freitag: Zapfenstreich. Anfang 7 ½ Uhr. onnabend: Neueinstudiert: Des Meeres und der Liebe Wellen. “ Sonntag: Zapfenstreich. Anfang 7 ½ Uhr.
Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Medea. Trauerspiel in 5 Aufz von Franz Grillparzer.
Freitag, ds 8 Uhr: Das Heiratsnest.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Johannisfeuer.
N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Donnerstag, Abends 8 Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann.
Uhr: Johannisfeuer.
Freitag, Abends 8 Uhr: Johannisfeuer Sonnabend, Abends 8 Uhr: Medea.
“
Theater des Westens. (Kantstraße 12. Bahn⸗ hof Zoologischer Garten.) Donnerstag (1. Vorstellung im Donnerstags⸗Abonnement): Der Postillion von Longjumeau. Anfang 7 ½ Uhr.
Freitag (1. Vorstellung im Freitags⸗Abonnement): Der Troubadour.
Sonnabend: Zu volkstümlichen Preisen: Der Wildschütz. 3
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: 8* Freischütz. — Abends 7 ½ Uhr: Der Zigeuner⸗
aron.
Lessingtheater. (Direktion: Otto Brahm.) Ponöerstag; Die Frau vom Meere. Anfang r. Pettag⸗ Der Richter von Zalamea. onnabend: Die Frau vom Meere.
Nenes Theater. Donnerstag: Vorher: Der Kammersänger. reitag: Minna von Barnhelm. Sonnabend: Salome. Vorher: Herzens.
Salome.
Logik des
Donnerstag und’ folgende Tage: Eine Hochzeits⸗
nacht. Une nuit de noces.) Schwank in
a von H. Kéroul und A. Barré. Anfang r.
Deutsche Volksbühne. (Carl Weiß⸗Theater,
Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.)
von Wilibald Aleris. Für die Bühne bearbeitet
25 Szene gesetzt von Robert Wach. Anfang hr.
Freitag: Aenuchen von Tharau.
Sonnabend: Die Räuber.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Die Räuber. — Abends: Aennchen von Tharau.
Töhaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di⸗
rektion: Kren und Schönfeld.) Eröffnungsvorstellung des neuerbauten Hauses am 15. September mit der
Eröffnungsnovität: Der Weiberkönig. (Guido
Thielscher in der Titelrolle. Debut: Lina Abarbanell.) Vorverkauf von Freitag an.
Bentralthenter. Donnerstag: Tannhäuser⸗
Parodie. Burleske Operette in 4 Akten von
estroy und Binder. Einlagen und Variationen von Proch, vorgetragen von der Koloratursängerin Emmoy Raabe⸗Burg. Anfang 8 Uhr.
Freitag: Der Vogelhändler.
Sonnabend: Tannhäuser⸗Parodie.
Sonntag, Nachmittags: Die Fledermaus. — Abends: Tannhäuser⸗Parodie.
89
Bellealliancetheater. (Bellealliancestraße 7/8. Direktion: Kren und Schönfeld.) Donnerstag: Zum ersten Male: Die Dame von Trouville. hen mit Gesang und Tanz in 3 Akten. (Herbert Paul⸗ müller, Bozéna Bradsky, Heinz Gordon in den Hauptrollen.) Anfang 8 Uhr.
und Sonnabend: Dieselbe Vorstellung.
Zum letzten Male: Charleys Tante.
Trianontheater. (Georgenstraße, zwischen
Große Frankfurter Straße 132) Donnerstag: Aennchen von Tharau. Schauspiel in 3 Akten
Srichrich⸗ und Universitätsstraße.) Donnerstag: J
zweiter Mann. (Second ménage.) Lustspiel in 3 Akten von André Sylvane und Maurice Froyez. Deutsch von Max Schoenau. Anfang 8 Uhr. 8
Freitag und Sonnabend: Ihr zweiter Mann.
Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Marie Müller mit Hrn. Regierungs⸗ baumeister Wilde (Kiel). — Frl. Felicitas Waentig⸗ augk mit Hrn. Oberleutnant Hans Evmann (Dresden⸗Blasewitz —Weißenfels a. S.). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Rittmeister von Brandt Sespissbe. Pr.). — Eine Tochter: Hrn. Oberförster Curt von Bornstedt (Karmine). — Hrn. Landrat Carl Semper (Wittlich). — Bankvorstand Schneider (ZJabern Gestorben: Hr. Oberst z. D. Harry Mueller Schloß Groß⸗Baudiß). — Hr. Generalarzt z. D. Dr. Otto von Strube (Halensee). — Hr. Chemiker Dr. phil. Henry Kofahl (Nauheim). — Pr. Rudolph Lepke (Berlin). — Fr. Wilhelmine von Loeben, Pr. Malin (Kottbus). — Hrn. Oberamtmann er. Paul hms Tochter Gertrubd (Schloß Querfurt).
Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg. 8 Verlag der Expebitton (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckeret und N Anstalt, Berlin SW., W lhelmstraße Nr⸗ 9
Fünf Beilagen 8 seinschließlich Börsen⸗Beilage).
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mittel Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
iedrigster, höͤchster sniedrigster höchster sniedrigster höchster ℳ ℳ ℳ ℳ W.
gut
gering
Verkaufte
Sess Menge
Doppelzentner
Durchschnitts⸗ preis für 1 Doppel⸗ zentner
anzeiger. 1904.
Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
Am vorigen Markttaoge
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Fesen). 17,60 13,40 13,00 17,70 18,20
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Halter Hafe neuer Hafe
neuer Hafer . alter Hafer 15,40 1 14,20 14,60 14,74 14,60
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1 764 12 457 267
4 584 5 117
12,33 11,78 12,85
15,10 12,80 16,42 17,40 16,45
16,00
12,00 11,40 13,00 13,20 13,00
624 3 960 2 600
13,69 13,20
14 850 13,50 14,00 14,00 14,50
5 600 210 2 900
4 047
513 2 255 3 034
14,20 14,66 14,74 15,25
18,10
15,86 17,00
15 0 90
bo bo ho —
13,10
12,50 12,90 13,00
14,45 14,60
12,30
1600 30. 8.
15,50
30. 8.
30. 8.
12,50
12,82 13,03 13,00
15,05
Pfullendorf. .
13 00 13,00
„h
*
13,60 14,40 14,40
1 100 15 760 14,33
14,28
Schwerin i. M. Saargemünd .
8
13,60
Die verkaufte
Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitge
teilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet
-2
Bemerkungen.
8
Ein liegender Strich (—) in den Spalten für
Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein
Punkt (.) in den letzten sechs S
palten, daß entsprechender Bericht febhlt.
8
8