1905 / 28 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 01 Feb 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 1. Februar.

Seine Majestät der Kaiser und König nahmen gestern b im Stadtschlosse zu Potsdam den Vortrag des Chefs des Marinekabinetts, Admirals Freiherrn von Senden⸗Bibran entgegen und hörten heute vormittag im hiesigen Königlichen Schlosse die Vorträge des Oberstkämmerers

ürsten zu Solms⸗Baruth und des Chefs des Zivilkabinetts, Pertchan Geheimen Rats Dr. von i

Der gestern abend um 7 ¼ Uhr ausgegebene Krankheits⸗ bericht das Befin dör. Seiner Königlichen Hoheit des itel⸗Friedrich lautet: 16 Hoheit hat heute einen ziemlich guten Tag ver⸗

S8 eringer. Temperatur 37,4. bracht. Atemnot und Schmerzen

Der heute morgen um 9 ½ Uhr ausgegebene Krankheits⸗

icht lautet: 1b 1 Jt ruhiger Nacht Morgentemperatur 36,5, Puls 66. Die Lösung der Entzündung auf der rechten Seite hat weitere Fort⸗ schritte gemacht. Der Erguß im linken Rippenfellraum ist ein wenig zurückgegangen. Atmungsfrequenz noch jiemlich hoch. Aus⸗ wurf ziemlich reichlich und fast nicht mehr blutig. Trotz noch E. handener Mattigkeit allgemeines Befinden befriedigend. Abendliche

18 Krankheitsberichte werden 8 ö“ Wiemuth.

in der am 31. Januar unter dem Vorsitz des Staats⸗ hha sn Staatssekretärs des Innern Dr. Grafen 8 8. Posadowsky⸗Wehner abgehaltenen Plenarsitzung 8 Bundesrats wurde den Entwürfen der Handelsverträge 8 Belgien, Italien, Oesterreich⸗Ungarn, Rumänien, Rußland Serbien und der Schweiz die Zustimmung erteilt. 6

rbeiterausstand: Im Ruhrbezirk sind am 31. v. M. in der Morgenschicht 52 386 Mann gegen 51 617 am Tage vorher angefahren. Der Ausstand hat auch auf die Zeche Rheinpreußen bei Homberg, Kreis Mörs, übergegriffen, obwohl die Zechenverwaltung den vor einigen Tagen von den Arbeitern ge⸗ stellten Forderungen im wesentlichen zugestimmt hatte. Es sind hier am 31. v. M. von der unterirdischen Belegschaft auf der Morgenschicht nur von eon- auf der Mittags⸗ 846 von 1678 Mann angefahren. (ich, agn tdeegdesien scheint von dem Ausstand nicht unberührt zu bleiben. Am 31. v. M. fuhren auf der Grube Kons. Carl Georg Viktor der Schlesischen Kohlen⸗ und Kokswerke in Gottesberg in der Frühschicht 84 Mann, in der Mittagsschicht 27 Mann nicht an. Am 24. v. M. hatten die Vertrauensmänner der derselben Gesellschaft an⸗ gehörigen Grube Komb. Gustav bei Rothenbach folgende orderungen gestellt: 10 Proz. Lohnerhöhung, 8 stündige chicht einschließlich Ein⸗ und Ausfahrt, bessere Deputat⸗ kohle und gleich große Fördergefäße. Es wurde von der Verwaltung eine wohlwollende Prüfung der Forderungen zugesagt, womit sich die Vertrauensmänner einverstanden erklärten. Am 26. v. M. wurde in einer Sitzung des Bergbaulichen Vereins in Waldenburg von den Werksverwaltungen beschlossen, am 1. Februar eine etwa 5 Proz. betragende Lohnerhöhung eintreten zu lassen und dies am 28. v. M. bekannt zu machen. Inzwischen haben aber auf Anrequng auswärtiger Agitatoren Versammlungen im niederschlesischen Bezirk stattgefunden, in deren Folge Forderungen aufgestellt wurden, insbesondere betreffend Fest⸗ setzung eines Minimallohnes, Verkürzung der Arbeitszeit, Verbot der Ueberschichten und Einführung einer Arbeitskontrolle. Obwohl diese Forderungen den Grubenverwaltungen noch nicht zugestellt waren, ist ein Teil der Belegschaft der Grube Kons. Carl Georg Viktor in den Ausstand getreten. Bezüglich der Arbeiterbewegung auf der staatlichen Königin Luise⸗Grube bei Zabrze in Oberschlesien ist mitzuteilen, daß am 30. v. M. Nachmittags eine Ver⸗ sammlung der Vertrauensmänner dieser Grube stattfand, an welcher der Werksdirektor teilnahm. Die Vertrauens⸗ männer stellten folgende Forderungen auf: 1) Verkürzung der Schichtzeit auf 8 Stunden, 2) Erhöhung der Löhne, Erhöhung der Deputatkohlenmenge, 4) humane Be⸗ handlung, 5) Wahl neuer Vertrauensleute. Es wurde eine genaue Prüfung der Forderungen zugesagt, worauf die Vertrauensmänner einstweilen befriedigt er⸗ . Dies hat jedoch die weitere Ausdehnung des Streiks nicht verhindert. Auf Königin Luise feierten unter Tage in der gestrigen Nachtschicht 1416 von 3005, in der heutigen Frühschicht 2387. Auf der benachbarten, gleichfalls dem Fiskus gehörigen Guido⸗Grube traten etwa 200 Schlepper und Wagenstößer in den Ausstand. 1 .“

Großherzoglich arm⸗

8

e1““;

Der Bevollmächtigte zum Bundesrat, hessische Geheime Oberfinanzrat Dornseiff ist n stadt abgereist. I

1““

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Stein“ am 30. Januar von Palermo nach Algier in See gegangen. S. M. S. „Habicht“ ist am 25. Januar in der Lüderitz⸗ eingetroffen 30.5 von dort nach Kap⸗ bucht eingetroffen und am 30. Januar

angen. 1 h R⸗ Es Peeabler⸗ ist am 29. Januar in Amoy, S. „Iltis“ am 30. Januar in Tsingtau angekommen. VöI „Luchs“ ist am 30. Januar in Wuhu ein⸗ ggetroffen und gestern von dort nach Nanking gegangen. ¹S. M. Flußkanonenboot „Vaterland“ ist gestern von na otschan abgegangen. Hankgn 1ac⸗,9 üien nbg ist auf der Heimreise am 30. Fa⸗ (Seychellen) eingetroffen und geht am 2. Fe⸗ ach Daressalam (Deutsch⸗Ostafrika) in See.

8

nuar in Mahé bruar von dort n v1I1I1““

1.“

Württemberg.

mit Stuttgart angenommen.

Hessen.

laucht dem Prinzen zessin Ludwig von Battenberg Ferner waren der Staatsminister

Hersne erschienen. Eine usikkapelle des

aufgestellt. Nach

hohen Gäste, dem Alten Palais. bildete die Eskorte.

nach dem Alten Palais brachte eine

Deutsche Kolonien.

heit berichtet der Regierungsarzt Dr.

Tsetsekrankhert

leicht angelernt werden können, fange ohne Schwierigkeit ausführbar.

durch das gemeldete Ergebnis gelöst.

früher im

Laza

; der Reiter W zu ’“ fril 1 nuar im Lazce zu Ott Skorbut gestorbete

1

virnde

Oesterreich⸗Ungarn.

In der gestrigen Sitzung des ö

netenhauses befragte, wie T. B.“

Anfrage des Abg. Wolf, ob der

Regierung zu richten. worden seien.

24 Anhänger der Volkspartei,

Königs Eduard, mußte sich gestern,

kommene Symptome aufgetreten. Frankreich. Gestern wurde,

ungefähr vierzehn Tagen vorlegen wird.

fort und nur politischen Bestrebungen dienen solle.

dadurch verhindert werden,

.“

ie Kammer der Abgeordneten hat, laut Meldung des 5 T. B.“, gestern in zweiter Lesung mit 63 Stimmen bei 5 Stimmenthaltungen die Vorlage, betreffend die Ver⸗ einigung von Cannstatt, Untertürkheim und Wangen

Die Braut Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, Ihre Durchlaucht die Prinzessin Eleonore zu Solms⸗ Hohensolms⸗Lich, traf gestern nachmittag um 4 Uhr mit Ihren Durchlauchten dem Fürsten und der Fürstin sowie den Prinzessinnen Maria und Dorothea zu Solms⸗ ohensolms⸗Lich in Darmstadt ein, wo sie auf dem Bahn⸗ He⸗ von Ihren eihlicher Föheitze de 8 nn⸗ in Heinrich von Preußen, Sein 2 der eiees und Ihrer Hoheit empfangen Rothe Ehrenkompagnie 1 e 1 oglich Hessischen) Nr. 117 war auf dem Ba Ge rahgergmanch 4. D1 Mrans t na em eigequartier der vfenem Wagen ve S che de gf Eskadron der Dragoner Am Triumphbogen 88 8 Mah ag. den die Herrschaften vom Stadtvorstande empfangen fhg me 28 t Herusch des P Mo 8 z weg v heißen. Auf dem Wege vom Bahnho herzlichst willkommen geheiße f mu besc angcennelh M enmenge den Herrschaften begeisterte Ovationen dar. Menscheng vünce vee Stadt glänzend illuminiert.

.“ mehrjährigen, mit wechselndem Erfolg in Tog he zur Bekäm pfung der Tsetsekrank⸗

3. Januar, daß die Iämmunisierung der Rinder gegen e einwandsfrei gelungen sei. Methode sei einfach und selbst durch Laien, die hierzu im größeren Für vess ee e shsht

ür die Transportverhältnisse in den Kolonien wäre diese be von me dd ter Bedeutung. Eine diesbezügliche Preisaufgabe, die von dem Präsidenten der Deutschen Kolonial⸗ gesellschaft, Seiner Hoheit dem Herzog Johann Albrecht tzu Mecklenburg, im Jahre 1902 gestellt wurde und deren An⸗ erkennung dem Kolonialwirtschaftlichen Komitee zusteht, wäre

Neuerdings hat das Kolonialwirtschaftliche Komitee die „goldene Medaille für Kolonialmaschinenbau“ für ein Tropen⸗ automobil ausgesetzt, das solideste Konstruktion, wenigst empfindlichen Motor und einfachsten Betrieb vereinigt.

Nach einer amtlichen Meldung aus Windhuk in Deutsch⸗ Süd dach chrerte ist, wie „W. T. B.“ berichtet, der Reiter Leopold Jungkind, geboren am 14. Mai 1882 zu Huttenheim, ragonerregiment Nr. 22, am 27. Januar im rett zu Swakor und an Gelenkrheumatismus und Skorbut

m Bohm, geboren am 11. Februar 1880 im Dragonerregiment Nr. 10, am 27. Ja⸗ an Typhus,

sterreichischen Abgeord⸗

S . eneigt sei, die Regierung zu ver⸗ Sommer den Präsidenten, ob er geneigt sei, die Regierung z

eesen. dem Hause über den Abschluß der E8A kunft zu geben. Der Präsident Graf Vetter erwiderte, das liege

sschließlich i mpetenz der Regierung. ausschließlich innerhalb der Kompetenz vesden weraas, Ministerium zu veranlassen, alle mit dem Verhältnis zu ö stehenden Vorlagen solange lercnt zustellen, bis dieses Verhältnis geklärt sei, und ob er ferner Cfnesg sei, bekannt zu geben, welche Maßnahmen die Regierung egen der höchst wahrscheinlichen Ersetzung jenes ekdach ie Personalunion zu ergreifen gedenke, erwiderte der Präsident, 11 überlasse es dem Hause, in dieser Angelegenheit eine Anfrage an die

s Referentenkomitee des Zollausschusses beschloß vefies as e ea des Sektionschefs Rößler, dem Zollaus⸗ schusse die unveränderte Annahme jener 17 Positionen 2 autonomen Zolltarifs vorzuschlagen, die seinerzeit zurückgestellt Die Regierung gab auch beruhigende Aufklärungen be⸗ züglich der Fortdauer der Zollgemeinschaft mit Ungarn.

Nach dem endgültigen Ergebnis der Wahlen zum ungarischen Reichstage edan Fütber l⸗ 58 itgli er Kossuthpartei, 27 Dissidenten, 159 Mitglieder d ssuthp 19 Rigliher

rtei 9 tionalisten. Banffypartei, 10 Parteilose und 9 Na Baeftchn sind 14 Stichwahlen erforderlich.

Großbritannien und Irland. Die Prinzessin Victoria, die zweite Tochter des

erfährt, wegen einer Blinddarmentzündung einer Operation 1“ Prinzessin hat die Operation sehr gut 5 standen. Nach dem am Abend ausgegebenen ärztlichen Berich hat die Prinzessin ungeachtet unvermeidlicher Schmerzen und Unruhe einen guten Tag verbracht; es sind keinerlei unwill⸗

wie „W. T. B.“ exfahrs im Elgse⸗ ein inisterrat abgehalten. Der Minister des Innern Etienne nan 85 daß des Untersuchung über den Bombenanschlag in der Avenue de la République eifrig fortgesetzt werde. Verletzungen der beiden Munizipalgardisten seien nicht schwer. Der Unterrichtsminister Bienvenu Martin ist mit der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs, betreffend die Trennung der Kirche vom Staat, beschäftigt, den er der Kammer in

r t setzte gestern die Beratung des Militärgesetzes e. Sez tlg. Aeberm die Vorlage, die die Armee schwaͤche

1G legte die Vorzüge des Gesetzentwurfs dar. Der Kriegs⸗ trat füs die zweijährige Dienstzeit ein; eine aus wirklich ausgebildeten 8 5 588 öe vr⸗

1 , wie die jetzige , un . edaß sich Ereignisse wiederholten, die

der Prin⸗ wurde. die der

und mit

nhof

erfolgte in

8

Schilling am Die

Um⸗

Ruhr und

Jv S⸗8

meldet, der Abg.

Auf eine

geneigt sei,

der

wie „W. T. B.“

Die

Der Berichterstatter

noch die anderen vergessen hätten. Nachdem ne n 8 b Vorlage gesprochen hatte, wurde die Gener⸗ debatte geschlossen. Der vom General Billot befürwortete u vom Kriegsminister Berteaux bekämpfte Antrag Meziêres, e Gutachten des Obersten Kriegsrates einzuholen, wurde mit 191 geg 88 Stimmen abgelehnt und die Sitzung sodann geschlossen. Die Deputiertenkammer nahm gestern das Budget d Ackerbauministeriums an. . Von den in der Angelegenheit des Bombenanschlag 8 in der Avenue de la République festgenommenen P sonen werden sieben in Gewahrsam behalten, um vom Unte suchungsrichter vernommen zu werden; es sind der Anarcht 8 Francis und Frau, drei französische und ei italienischer Arbeiter namens Barli; die Personalien de siebenten Verhafteten sind noch nicht festgestellt. Der Unte 8 suchungsrichter ließ gestern nachmittag Haussuchungen bei b. kannten Anarchisten vornehmen und vernahm eine Reihe vo Zeugen. Die beiden Verhafteten, Bailly und Chevalier sagten aus, die anarchistischen Anschlagzettel, die ma bei ihnen gefunden habe, seien ihnen an der Tü⸗ eines Versammlungssaales gegeben worden. Bailly sagt er kenne Chevalier von Arsehen, da dessen Vater sei Lehrer gewesen sei, er sei aber mit Chevalier vorgestern zur erstenmal zusammengetroffen; sie hätten zusammen gespei und seien dann in eine Versammlung gegangen. Beide Ves haftete gaben an, sie seien Sozialisten, aber keine Anarchiste der Tat. Daß sie beim Herauskommen aus der Versammlun weggelaufen seien, erkläre sich dadurch, daß sie über den Kna der Explosion erschrocken gewesen seien. Bezüglich der vor dem Hôtel Long gefundene

Laboratoriums bekannt, der erklärt hat, sie sei von geschickte Ausführung und hätte beim Explodieren großen Schaden ah erichtet.

8 riche der Tür des Hauses Nr. 2 in der Avenue d 1'Opéra wurde heute früh von Polizeibeamten eine zylindrisch 30 em lange Blechbüchse aufgefunden, die mit ei

daß sie, wenn die Tür Feöüfsast wurde, umgestürzt werde daßs sie wurde in das städtische Laboratorium gebrach 8 Das genannte Haus wird zur Zeit von Ausländern bewohn 8 Unter dem Vorsitz des Akademikers Anatole Franc sollte heute in einer Bierhalle ein antirussisches Protest meeting abgehalten werden, doch veranlaßte die Polizei i letzten Augenblick den Wirt, den Veranstaltern den Saal z versagen; infolgedessen wird die Versammlung im Saale de Freimaurerloge Grand Orient abgehalten b 8 In der gestrigen Sitzung der Enquetekommission über dee gwisshenfc in der Nordsee eiklärte der russische Botschaftsra Nekljudow, mit Rücksicht auf die Wichtigkeit, die der englisch Kommissar O'Beirne der Rolle des armierten russischen Hilfskreuze „Kamschatka“ bei dem Zwischenfall in der Nordsee zuschreib sei die russische Regierung, die volle Klarheit über des Zwischenfall zu schaffen wuͤnsche, bereit, den Schiffsleutna Walrond von der Kamschatka“ Aussagen vor der Kom mission machen zu lassen; er werde noch vor den dre anderen bereits zitierten Offizieren erscheinen. Der Präsident, Admiras Fournier erklärte sich damit einverstanden. Nekljudow bemerkte da der Eid nach russischem Gesetz eine rein religiöse Zeremonie se⸗

d utnant Walrond in russischer Sprache seine Aussage. Er er e geunns er am Morgen des 22. Oktober eine Kanonade gehört un Torpedoboote in einer Entfernung von 10 Kabellängen gesehen hab sowie daß die „Kamschatka“ nach Austausch von drahtlosen Tele⸗ grammen r.t dem Admitalsschiff sich mit dem Geschwader wied vereinigt habe. Der Kapitän Clado sagte aus, daß er gegen 1 Uh Morgens am 22. Oktober ein Schiff bemerkt habe, das die Schein werfer als ein Torpedofahrzeug hätfen erkennen lassen. Das Admirals schiff sowohl wie die anderen Schiffe hätten sofort das Feuer eröffne Ein zweites Torpedoboot sei darauf in einer Entfernung vo 15 Kabellängen entdeckt worden, wie auch finige Fischer boote. Man habe Befehl gegeben, auf die Lorpedoboote z schießen, aber dabei zu vermeiden, daß die Fischerboote ge troffen würden. Die letzteren hätten jedoch fortwährend ihren Kur verändert, und die beiden Torpedoboote seien hintereinander ve schwunden, nachdem man auf das erste 4 Minuten, auf das zweit 10 Minuten lang gefeuert habe. Sodann machte der Fregatten kapitän Clado vom russischen Panzerschiff „Knjäs Suworow stellvertretender Stabechef des zweiten russischen Pacifische Geschwaders, seine Aussage. Die Sitzung wurde hierau auf gestern nachmittag vertagt. In der Nachmittagssitzund wurden der Schiffsleutnant Ellis vom Panzerschiff „Imperato Alexander“ und der Schiffsleutnant Schramischenko von Panzerschiff „Borodino“ vernommen. Beide machten ihre Aussage in russischer Sprache. Ellis erklärte, am 21. Oktober gegen Mitter nacht seien alle Vorkehrungen für ein moͤgliches Gefecht getroffen worden. Rechts vom Bug seines Schiffes habe er ein Torpedoboo wahrgenommen, das mit großer Schnelligkeit auf das vorderste Schi des russischen Geschwaders zugefahren sei. Er habe darauf „Feuer kommandiert und Geschosse rings um das Torpedoboot einschlage sehen, das wahrscheinlich beschädigt worden sei und sich nach links ent fernt habe. Er habe dann mehrere Fischerboote gesehen. Eins davon habe sich neben dem „Suworow“ befunden und kein Licht ge⸗ zeigt, er habe den Eindruck gehabt, daß es Schaden gelitten habe Der Leutnant Schramtschenko erklärte, er habe während der Fahr ein geheimes Telegramm erhalten, in dem ihm die Anwesen hei feindlicher Schiffe angezeigt und er aufgefordert worden sei, gegen einen Angriff auf der Hut zu sein. In der Nacht vom 21. Ofiobe⸗ sei er durch ein Signal geweckt worden, das einen An ri gemeldet habe. Er habe dann auf Steuerbordseite auf 15 Kabel längen ein Fahrzeug gesehen, das er für ein Toipedoboot gehalten habe. Ferner habe er rechts vom Bug einen kleinen Dampfer gesehe der sich in der Feuerlinie befunden habe. Menschen habe er an Bord⸗ des letzteren nicht erblickt. Auch habe er vom Bord seines Schiffes a 12 Kabellängen ein anderes Torpedoboot von der gleichen Größe wie das erstere gesehen, das aber bald seinen Blicken entschwunden 8 Wie lange gefeuert worden sei, könne er nicht genau sagen; er meins aber, es werde 9 Minuten gedauert haben. Hierauf wurde die Sitzu

geschlossen. Rußland.

für heute der Empfang einer Arbeiterabordnung durch den Kaiser in Zarskoje⸗Sselo angesetzt worden sei.

Der Minister des Innern Fürst Swiatopolk⸗Mirsk ist wegen zerrütteter Gesundheit seinem Antrage gemäß aus seinem Amte entlassen worden. 86

Wie amtlich bekannt gegeben wird, sind nachträgliche Meldungen zufolge am 2. Januar während der Straßen unruhen 96 Thenen getötet worden. Von den 333 ver wundeten Personen sind bis jetzt 32 gestorben, 17 wurde bereits aus den Krankenhäusern entlassen. In aeegh befinden sich noch 231 FFen 53 Personen wurden auße halb von Krankenhäusern behandelt. 8

Ueber die sonstige Lage wird dem „W. T. B. Von

EE“

ivatfabriken in St. Petersburg haben gestern de Poshen d : die Petersburger mechanische

Betri

““

Bombe werden jetzt die Angaben des Leiters des städtische

Zündschnur versehen war. Die Büchse war so hingeleg

würden die russischen Zeugen auf ihre Ehre schwören. Hierauf macht

Die „St. Petersburger Telegraphen⸗Agentur“ meldet, daß

Fabrik, ferner die Fabriken von hönig und die Newsky Baumwollspinnerei.

die Arbeiter der Sampson vpoorgestern gearbeitet wurde, In Moskau haben manufakturen aber nicht unterbrochen. earbeitet. Von 170 000 2 usstand beteiligt. Auf Anordnung des

müssen daselbst die Haustüren

bewohner erhalten Einlaß. Zwei Infanterie⸗ und zwei Dragoner⸗ regimenter sind dort eingetroffen. In der Marschallstraße fand

vorgestern eine große Volksv auseinanderging, Handgemenge mit der

Opfer ist unbekannt.

In Lodz dauert der allgemeine Ausstand fort; die Ord⸗

nung wird aufrechterhalten.

die Druckereiarbeiter in den Ausstand

erscheinen nicht. Auch die

drowsky, Briansky, Dmitrowo und Uze

etreten. ergwerke vom Ausstande w die Ruhe in Jekaterinoslaw

In der kleinen Stadt Krinki im Bezirk Grodno richtete

ein etwa 2000

wüstungen im Postamt, dem Stadthause und einem Weinladen zerstörte auch die Telephonleitungen. Das Militär

an und wurde zur Wiederherstellung In Homel üÜberraschte ausständiger Handwerker. Feuer, dabei wurden verwundet. Der Ausstand

Der Au

In Mitau dauert der

kleineren Betrieben ist die Arbeit wieder aufgenommen worden. in Windau treideelevatoren beschäftigten Arbeitern aus, von Forderungen vorbrachten.

Der Ausstand

stand auf die Angestellten un verhielten sich

EKllevatorenarbeiter die Arbeit Gewalttätigkeiten. 16 Infolge des Gerüchts vo der Hafenarbeiter von S hauptmann einen Aufruf die Arbeit ruhig fortzusetzen. er jedem Versuch, Kundgebun

anstalten, sofort energisch entgegentreten und die zur Verantwortung ziehen werde.

In Tiflis hat gestern ein Ausstand begonnen,

Druckereien arbeiten nicht.

Italien. In der Deputiertenkammer richtete gestern, wie „W. T. B.“

berichtet, der Abg. Santenis Anfrage, was an dem Geld zum Zwecke von Ausgrab und wie der Minister darüber de widerte, im April vorigen Jahres Plan zur Ausgrabung von Herku nitiative erfreut verh keiten der Verwirkli vorgelegt worden. Die aber er beabsichtige in keine usgrabungen, der nationalen Würde

Die „Tribuna“ melldet, habe dem Deputierten

Regierung zu übermitteln.

Bel

Der liberale Abgeordnete für

wie „W. T. B.“ meldet, in nach den Maßregeln, die die denke, um die sichern. An Stelle des erklärte der Ackerbauminister V Ausstandes im Kohle nach Deutschland stiegen, daß, um den

verhinde

nach gewöhnliche

schützen, Beschränkungen hätten eingesührt werden müssen. So sei am Januar eine Mehrleistung von 2000 e⸗ was auf Hin⸗ und Rückrichtung 160 Züge auf belgischen Uinfen

wesen, ausmache.

Frachtgütern boben gewesen. Es f Veranlassung der

Am 25. habe die Regelmäßigkeit und Sicherheit gedroht habe, beein rächtigt zu wer nehmen, daß englische

Vom 20. bis zum 22.

deutschen V.

gegangen sei. Am 28. überlastet gewesen,

Transportgesetzes vom 30.

nahmen seien ohne

verwaltungen alles aufbiete, um die ermöglichen. In gewöhnlicher Welkenroth 300 Wagen, also verdreifacht. zugelassen werden und von heute eingeführt werden. tüchtigen Leistungen und stellte ihnen eine Vergütung in

gegenwar

Türkei.

„Telegr.⸗Korresp.⸗Bureau“ aus Kon⸗ pflegt die bulgarische Regierung gegenwärtig Unterhandlungen mit der Pforte, um die rage und die Bestimmungen der Rückkehr der von der forte festgesetzten Zahl der Emigranten aus dem Es handelt

Wie das Wiener stantinopel erfährt,

drianopel zu regeln. 1 nahme der Emigranten durch di

6

dennoch kam es an olizei und den Personen getötet und viele verwundet

Man nimmt an, daß noch andere Fabriken sowie

wurde ein Mädchen getötet.

in Kowno ist beendet; es wird in allen Industrieunternehmungen wieder gearbeitet.

der Eisenbahn aus. d Banken in der Stadt wurden ruhig, sie versammelten

arktplatz und trugen dort ihre Wünsche vor. die Erfüllung eines Deils derselben zugesagt war, nahmen die

Gerücht wahr

ung nicht; ein endgültiger Entwurf sei ihm nicht 1. Regierung freue sich über den Tribut, den die internationale Wrssenschaft der ruhmvollen Vergangenheit Italiens

die ohne Aufgeben oder Beschränkung und Verletzung vorgenommen würden, aufzugeben.

der Minister des Aeußern Borghese mitgeteilt, daß er nicht in der Lage sei, dessen Resolution zu Gunsten Gorkis der russischen

Beförderung belgischer Kohblen

Ruhrkohlengebiet sei

von Deutschland über Herbestha. ei aber unzutreffend, daß

Maßregel erneuert werden

und belgische Kohle über die bolländische und schweizerische Grenze nach Deutschland ab⸗ sei die belgische Linie nach Deutschland so daß der regelmäßige Verkehr Unter diesen Umständen sei auf Grund der Januar Morgens ab die Kohlenbeförderung nach Deutschland eingestellt worden.

vorangegangene Verständigung mit anderen Bahnverbindungen getroffen worden. die belgische Verwaltung in Uebereinstimmung mit den fremden Bahn⸗

Zeit genügten über Ueber Roosendaal sollten täglich fünf Züge mehr

Der Minister sprach in der ungewöhnlichen Zeit, seine Anerkennung aus

Nobel, Leßner, die Fabrik . Dagegen sind jewskyschen Manufaktur, in der in den Ausstand getreten.

Ländereien,

der Repatriierung d

die Arbeiter der Morosowschen Textil⸗ schneereichen Winters erst gegen verschiedene Forderungen gestellt,

1 die Arbeit Auch sonst wird wieder überall AUrbeitern hatten sich 43 000 am

Polizeimeisters von Warschau geschlossen bleiben, nur die Haus⸗

wird, in Jassy ein

vativen Parte er das Programm

ersammlung statt, die aber ruhig Minister führte aus einigen Punkten zum Truppen, wobei einige

wurden. Die Zahl der

nicht die Politik einer

ie beruhe Friedens und Staaten aufrecht zu . habe übrigens den In Jekaterinoslaw sind heit, die ihn der getreten. Die Zeitungen Arbeiter der Eisenwerke Alexan⸗

sind in den Ausstand

gelte die Hauptsorge d

Hilfe des Staats zu wendigen gesetzgeberisch beizustehen. Sie im Staatshaushalte und gleichzeitig

ürden betroffen werden; doch ist bisher nicht gestört.

Mann starker Volkshaufe Ver⸗

Rumäniens der Ordnung herbeigerufen. die Polizei eine Versammlung Die Polizeimannschaften gaben Vier Personen sstand dauert fort.

woher und letzten Ministerium der Exploitierung Die Regierung werde

sie auch

Ausstand fort. Nur in einigen die sei. Die daher sei steuern. Die stanz festsetzen,

ging von den an den Ge⸗ die eine Anzahl Später dehnte sich der Aus⸗ Alle Geschäfte geschlossen. Die Ausstän⸗ sich auf dem Nachdem ihnen

es die

Strafgesetzes, der

mehrerer innerer

wieder auf. Es kam zu keinen neinem bevorstehenden Ausstande ewastopol hat der Stadt⸗ veröffentlicht, in dem er ermahnt, Gleichzeitig kündigt er an, daß gen oder Ansammlungen zu ver⸗ Schuldigen

die

skandinavischen

72 Aeußerungen zu zeig

an den Unterrichtsminister die sei, daß ein ausländisches Komitee ungen bei Hexkulanum sammle nie. Der Minister Orlando er⸗ habe ihm Professor Waldstein einen lanum vorgelegt; er sei über diese ehle sich aber die großen Schwierig⸗ 6 in der er, dem „W. Eine größere bund r Weise die

Rechte des Landes auf die die Dauer dulden, daß

eine gewaltige Kapit

staatlichen Regierung zu Handels unter angemess offen zu halten, doch

gien.

Lüttich Trasenter, fragte gestern, der Repräsentantenkammer Bahnverwaltung zu treffen ge⸗ nach Deutschland zu rten Eisenbahnministers Liebaert an den Bruggen, infolge des die Beförderung belgischer und nach in einem Maße ge⸗ n Personen, und Wagenverkehr zu

kleinen Schiffer mit „Der Ausschuß zwischenstaatlichen dem Hause in zustimme

abgeschafft und sowohl

Waggons zu bewältigen

wonach in einem Rech

Januar sei mehr als achtzigtausend 8

die Beförderung von und Bleybexg aufge⸗ diese Maßnahme auf ergriffen worden sei. müssen, da die inneren belgischen Verkehrs Es sei auch irrtümlich, anzu⸗ fortgesetzt ohne Störung

erwaltung

wird, meldet der Gen

des Die japanischen Ver

den. fangenen steht noch nicht

ernstlich gelitten habe. Artikel 28 und 34 des

Ein weiteres Tele

Diese, 30. v. M. besagt:

wie die vorherigen Maß⸗ Der Minister versicherte, daß

zweimal, Unsere

japanische Tru Kälte. Der General

in Ergänzung eines Teleg Abends 7 Uhr den A stehende Abteilun

unbeschränkte Wiederaufnahme zu Bleyberg und tig 850. Der Verkehr habe sich

ab solle in Hamont Nachtverkehr

den Beamten, angesichts ihrer

ussicht. Befic. Aus Tokio meld hätten den englischen bande nach W von Jesso genommen. Nach teilung ist der Prä Bandjermassin auf truppe getötet worden.

Wilajet sich dabei um die Ueber⸗ e türkischen Lokalbehörden, die

11““ 11“

Wiederherstellung der zerstörten Dörfer die verteilt oder von benachbarten Dörfer benutzt

Am 30. v. M. fand, wie dem Minister und hervorragende Mitglieder

Cantacuzene hielt der konservativen Partei

Die äußere Politik werde unverändert bleiben.

auf der Ueberzeugung auf dem Wunsche,

sich ausführlich zu äußern.

standes der Landbevölkerung. wärtig infolge mehrjähriger Mißernten in der Zwangslage,

werde

g darnach streben, daß die Rumäniens entwickelt

Reichtümer ökonomische Leben umwandeln würde; die Regierung dürfe diese Reich⸗ tümer nicht unproduktiv lassen. kommen möchten, dem Handel Erleichterungen

des

Transaktionen leichter zustandekommen könnten. Notwendig sei es auch, Kommunikationsmittel zu vermehren, Subventionierung von Bahnen durch den Staat in Aussicht genommen Gerechtigkeit notwendig, Regierung

Verfügungen administrativer Behörden Ministerpräsident besprach sodann die 8 Verwaltungsreformen der Unabsetzbarkeit der Richter erster Instanz. - erer Fragen schloß der Minister seine Parteigänger sowie an die Anhänger der liberalen Partei, auf dem neuen Wege des Fortschritts Mitarbeiter zu werden.

Schweden und Norwegen. Aus Stockholm meldet das Minister des Aeußern habe aus Anlaß gewisser Aeußerungen in der Rede, die der schwedisch⸗norwegische Gesandte in Berlin Graf Taube am Geburtstage des Vereinigung gehalten habe, eine ernste Zurechtweisung lassen, zukünftig größere⸗Diskretion und

Das Folkething wählte, dem „W. T. B.“ bisherigen Zweiten Vizepräsidenten Der Präsident der Reformpartei, Staatsrevisor A. Nielsen, wurde zum Ersten Vizepräsidenten gewählt. .“ b 8

Der Präsident Roosevelt hielt gestern essen des Union⸗League⸗Klubs in Philadelphia eine Rede,

speziell der Eisenbahnen, müsse stattfinden; kein

Fee vereinigt sei, die nicht irgendwie in der Regierung basiert ei. Es sei die Notwendigkeit vorhanden,

seligen Vorgehen hüten.

speziell über die Refaktien, Form einem Gerichtshofe zugeteilt werden, um die Eisenbahnen und die Schiffahrt gleichmäßig zu beschützen, gleichem Maß

Mann zu berichten, nach dem

Vereinigten Staaten unterstehenden Gebietsstreifens ganz Hände des Präsidenten gelegt werden solle. Einwanderungswesen und Naturalisation beschloß, sich für den von dem Abg. Adams

Wie dem „W. T. B.“ aus St.

durch Bajonette und Saͤbel niedergemacht.

jedoch mehr als 300. Unsere Abteilungen betrugen am 28. japanische Offensive zeugt von Unentschlossenheit. Die Haltung der Truppen ist ausgezeichnet.

2 Unsere Truppen auf dem rechten Flügel halten eine in Kämpfen genommene Ortschaft besetzt. Baitaitse wiederzuerobern,

Artillerie beschoß mit Erfolg pen befinden.

ngriff auf eine auf unserem rechten Flügel M in erneuert habe. 8 griffe zurückgewiesen worden.

Dampfer ladiwostok beladen gewesen sei, auf der Höhe

einer amtlichen, im Haag

und die Uebergabe der den Einwohnern der werden. Die Durchführun ürfe wahrscheinlich wegen des strengen un Ende Februar stattfinden.

Rumänien.

„W. T. B.“ mitgeteilt statt, der die meisten der konser⸗ Der Ministerpräsident eine beifällig aufgenommene Rede, in der entwickelte. Der

8 Diese Politik sei sondern die des ganzen Landes. von der Notwendigkeit des die guten Beziehungen mit allen erhalten. Die äußere Politik Rumäniens Charakter der Stabilität und der Sicher⸗ Notwendigkeit überhebe auf diesen Punkt Was die innere Politik anlange, so er konservativen Partei der Hebung des Wohl⸗ Die Landbevölkerung befinde sich gegen⸗ an die Die Regierung werde die not⸗ Maßnahmen treffen, um der Landbevölkerung der Erhaltung des Gleichgewichts hauptsächlich ihr Augenmerk zuwenden inneren reichen Mittel sicher, daß im Boden „Exploitierung das ganze

e Versammlung

i beiwohnten.

. .

einzelnen Partei,

appellieren. en

würden. lägen,

Es sei

deren

Sie habe die Pflicht, alle Kapitalien, anzunehmen, um der Industrie zu gewähren. Unter dem

betreffend die Konzessionen Petroleumgebiets, angenommen worden. dieses Gesetz in der Richtung abändern, daß

sei ein Gesetz,

zu welchem Zwecke die bilde das der werde jedermann

Fundament administrativen eine ständige höchste In⸗ ermöglichen werde, gegen Berufung einzulegen. Der Notwendigkeit der Revision des sowie der Festsetzung Nach Besprechung mit einem Appell an

des Stauts, Willkür zu

es

„Ritzausche Bureau“, der

Königs in der dortigen dem Gesandten Mahnung zugehen

Vorsicht in seinen

und die

en. Dänemark.

zufolge, gestern den A. Thomsen zum Präsidenten.

Amerika. *

bei einem Fest⸗

T. B.“ zufolge, betonte:

esstaatliche Beaufsichtigung des Handelsverkehrs, freies Volk könne auf eine gewaltige Machtstellung, geschaffen durch alsansammlung, in einer gesellschaftlichen

. die Befugnisse der bundes⸗ erweitern, um die großen Verkehrswege des enen und billigen Bedingungen für alle gleich müsse man sich vor einem übereilten, feind⸗ Die Machtvollkommenheit über die Tarife, müsse in einer gemäßigten, fest bestimmten

n, indem man die großen und messe.

des Repräsentantenhauses für den und den auswärtigen Handel beschloß, ndem Sinne über den Gesetzvorschlag des Abg. die Panamakanalkommission der Kanalbau als die Verwaltung des den in die Der Ausschuß für

eingebrachten Gesetzesantrag auszusprechen, nungsjahre aus jedem fremden Lande nicht Menschen sollten einwandern dürfken.

Asien.

Petersburg mitgeteilt eral Kuropatkin unter dem 29. v. M.: luste sind sehr erheblich, viele Japaner wurden 1 Die Gesamtzahl der Ge⸗ fest, nach vorläufigen Meldungen beträgt sie Verluste bei den an der Front stehenden Januar 5 Offiziere und 50 Mann. Die

gramm des Generals Kuropatkin vom

1 den letzten

Die Japaner versuchten wurden aber zurückgeschlagen. Sandepu, wo sich viele In der Nacht waren 20 Grad Grippenberg meldet unter dem 30. ramms vom 29. d. M., daß der Feind am 28.

Bis Mitternacht seien vier

et das „Reutersche Bureau“, die Japaner

„Wynfield“, der mit Konter⸗

eingetroffenen Mit⸗ tendent auf das Sultanat von

ausschmelzungsverfahren vorgeführt;

Parlamentarische Nachrichten.

Die Schlußberichte über die Reichstags und des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten und Zweiten Beilage. 1

In der heutigen (131.) Sitzung des Reichstags, welcher der Reichskanzler Graf von Bülow, der Staats⸗ sekretär des Innern, Staatsminister Dr. Graf von Posa⸗ dowsky⸗Wehner, der Finanzminister Freiherr von Rhein⸗ baben, der Minister für Landwirtschaft ꝛc. von Podbielski, der Minister des Innern Freiherr von Hammerstein und der Staatssekretär des Reichsschatzamts Freiherr von Stengel beiwohnten, legte vor Eintritt in die Tagesordnung der Reichskanzler Graf von Bülow dem Hause mit einer An⸗

sprache die Handelsverträge vor.

gestrigen Sitzungen des

Auf der Tagesordnung für die des Hauses der Abgeordneten, welcher der Minister der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinalangelegenheiten Dr. Studt, der Finanzminister Freiherr von Rheinbaben und der Minister des Innern F von Hammerstein beiwohnten, stand als erster Gegenstand die dritte Beratung des Gesetzentwurfs, betreffend die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten. Auf Vorschlag des Abg. Dr. Arendt (freikons.) gelangte jedoch zunächst dessen von allen Parteien unterstützter Antrag zur Beratung,

„die Geschäftsordnungskommission aufzufordern, den § 29 der Geschäftsordnung einer Durchsicht zu unterziehen, um eine zweckdienlichere geschäftliche Behandlung der Petitionen herbeizuführen.“

Abg. Dr. Arendt begründete kurz seinen Antrag damit, daß die gegenwärtige Behandlung der Petitionen nicht haltbar sei.

bg. Freiherr von Erffa (kons.): Der Antrag wird in der Praxis keinen Erfolg haben; aber die Geschäftsordnungskommission nege sich damit beschäftigen, und ich will dem Antrage nicht wider⸗ prechen.

Der Antrag wurde angenommen.

8 u

Darauf trat das Haus in die dritte Beratung des Gesetz entwurfs, betreffend die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten, ein, zu der ein von allen Parteien mit Aus⸗ nahme der Freisinnigen eingebrachter Kompromißantrag vorlag.

Die Generaldiskussion eröffnete

Abg. Wellstein (Zentr.) unter großer Unruhe des Hauses, sodaß kaum ein Wort zu verstehen war. Nach einiger Zeit läutete der Präsident von Kröcher und bemerkte: Es wird mir gesagt, daß eine Anzahl von Herren Interesse daran hat, den Vortrag des Redners zu hören. Ich bitte deshalb diejenigen Herren, welche kein Interesse daran haben, sich nicht so laut zu unterhalten. Der Redner fuhr darauf fort: Wir müssen uns der Ver⸗ antwortlichkeit bewußt sein, die wir mit der Verabschiedung eines solchen Gesetzes auf uns nehmen, welches eine Menge neue Lasten der Bevölkerung auferlegt. Es steht aber fest, daß die bisherigen Vor⸗ schriften und Maßnahmen in Preußen zur Eröffnung eines hygienischen Feldzuges gegen eine Anzabl ansteckender Krankheiten nicht mehr genügen. Das hat die Regierung selbst anerkannt. Im einzelnen mögen bei der Vorbereitung des Entwurfs die Medizinalorgane der Regierung vielleicht einen gewissen Uebereifer entwickelt haben, doch will ich dies dahingestellt sein „lassen. Wir wollen der Regierung alle Maßnahmen gewähren, die sie gefordert hat, obwohl wir uns bewußt sind, daß wir der Regierung das Recht zu diskretionären Maßnahmen im weitesten Umfange einräumen. Die Streitfrage, wieweit die Regierung schon in seuchenfreier Zeit die Gemeinden und Gutsbezirke zu vorbeugenden Maßregeln und Ein⸗ richtungen anhalten kann, wollen wir nach der eingehenden zweiten Beratung eg ben. indem wir diese Befugnis nur fakultativ gewähren. ir haben die Gemeinden vor allzuscharfem Vorgehen der Regierung zu schützen. Der Redner verbreitet sich dann unter erneuter Unruhe über die einzelnen Punkte des Kompromißantrags und bittet das Haus, diesen Aatrag vertrauen svoll anzunehmen. Abg. Winckler (kons.): Mit wenigen Ausnahmen sind meine süehn entschlossen, dem Gesetzentwurf, wie er vorliegt, die Zu⸗ timmung zu versagen. Einem Gesetze, welches der Ueberschrift des Entwurfs entsprochen hätte Ausführungsgesetz zum Reichsseuchengesetz gewesen wir zustimmen können. Da aber die Regierung über den Rahmen dieser Ueberschrift weit hinausgegangen ist, haben sich unsere Be⸗ denken außerordentlich steigern müssen. Auch alles, was bisher von seiten der Regierung und in der Kommission versucht worden ist, um unsere Bedenken abzuschwächen, hat uns nicht überzeugen können. Es läßt sich nicht abstreiten, daß die Regierung ein Polizeigesetz haben will; man muß aber mit der Anwendung der Polizeigewalt auf diesem Gebiet außerordentlich vorsichtig sein. Das Gesetz wird das Gegen⸗ teil von dem bewirken, was bezweckt und gewünscht wird. Es wird nicht ein freiwilliges Zusammenwirken aller Faktoren in der Be⸗ kämpfung der gemeingefährlichen Volkskrankheiten erzielt werden. Unsere beiden Hauptbedenken sind, daß das Gesetz viel zu tief in die persönlichen und Familienverhältnisse des Einzelnen eingreift und daß die den Gemeinden aufzuerlegenden Lasten viel zu groß sind. Schon jetzt ist im Lande die Mißstimmung über manche Dinge groß, z. B. über die schweren Lasten der Unterhaltung der Krankenhäuser, die die Kommunen ganz allein zu tragen haben. Und an die Krankenhäufer der Kommunen werden jetzt Anforderungen gestellt, denen der Staat in seinen Krankenhäusern zu genügen west entfernt ist. Unsere Be⸗ denken sind nach keiner Richtung abgeschwächt worden. Sämtliche Ressorts der Staatsverwaltung gehen immer darauf hinaus, die Lasten der Gemeinden zu steigern. Vor 10 Jahren hat im Herrenhause ein inzwischen verstorbenes Mitglied einen Antrag gestellt, in Zukunft überhaupt keine Gesetze mehr anzunehmen, welche die Gemeinden belasten. Das Gesetz schafft zudem nicht volle Klarheit, weder für die Gemeinden noch für die Gutsbezirke. Wir bestreiten, daß die beantragten Aenderungen geeignet sind, unsere Bedenken abzuschwäche In der Fassung des Kompromisses zu § 27: „Den Gutsbezirken können im Falle ihrer Leistungsunfähigkeit die aufgewandten Kosten ganz oder teilweise vom Staate erstaltet werden“ ist weder gesagt, welche Instanz über die Leistungsfähigkeit zu befinden hat, no den als leistungsunfähig Befundenen ein Rechtsanspruch gegeben. Wir können also dem Gesetze unsere Zustimmung nicht geben, weil es in der Belastung der Gemeinden einen weiteren bedenklichen Schritt vorwärts tut, und weil es zu große Belästigung durch die Eingriffe in die persönliche Freiheit mit sich bringt. 3 Hierauf nahm der Minister der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinalangelegenheiten Dr. Studt das Wort

(Schluß des Blattes.)

heutige (130.) Sitzung

und ein

wäre, hätten

Kunst und Wissenschaft.

Im „Hohenzollern⸗Kunstgewerbehause“, Straße, wird morgen eine Sonderausstellung hervorragender Erzeug⸗ nisse des Pariser Kunstgewerbes cröffnet. Insbesondere wird eine Sammlung moderner Plastik namhafter Pariser Bildhauer in Wachs⸗ unter den Werken befindet sich .“

13 Leipziger

r „Penseur“ von, Rodin.

Borneo bei einem Angriff der Polizei⸗