agls künftigem Hauptbetriebsmittel wohl nicht abkommen können. Die Heizung in den Wagen ist nach wie vor das Schmerzenskind der Verwaltung. Einer meiner Freunde hat sich einmal bei einer Eisenbahndirektion beschwert, darauf erhielt er die weise Antwort: SSe. Sie in einem Wagen, der etwas näher an der Maschine ist! amit ist erwiesen, daß es nicht möglich ist, einen Zug gleichmäßig zu erwärmen. Anderseits habe ich oft über zu große Hitze in den Wagen zu klagen gehabt. Die Abstellung der Heizung funktioniert nicht, ich habe z. B. den Hebel „warm“ auf „kalt“ gedreht, und es blieb ebenso warm wie vorher. Wir sind auch für eine planmäßige Er⸗ mäßigung der Gütertarife. Die Notstandstarife während der Dürre haben bei weitem nicht ausgereicht. Der Minister hätte die Tarifermäßigungen nicht auf bei imam Sekiztsteile besch änken Am Was iea 5 Futtermittel gilt, Iük ebenfs 2 Fsffemwerhen dierFneefrere verbraucht. Wir sind auch für den Antrag Friedberg⸗Zedlitz; aber was von Herrn von Zedlitz kommt, muß man besonders prüfen. Ich habe ein leises Bedenken, daß es vielleicht wieder hauptsächlich auf die agrarischen Interessen hinausläuft. Aber wir können doch dem An⸗ trage zustimmen. Unser Antrag auf Abschaffung der Rückfahrkarte und Verbilligung der einfachen Fahrten auf den Preis der halben Rückfahrkarte wird die wünschenswerte Reform bringen. Ueber den Zeitpunkt dieser Reform ist leider noch nichts gesagt worden. Hoffentlich ist damit aber nicht eine indirekte Verteuerung verbunden, etwa durch Beibehaltung des Schnellzugszuschlages. Will man die
Schnellzugspreise und Personenzugspreise differenzieren, was ich nicht für notwendig halte, so soll man es nicht nach oben, sondern nach unten tun, da die Schnellzüge für weitere Strecken, die Personenzüge für den Lokalverkehr dienen. Die IV. Klasse hat ja Verbesserungen erfahren, aber ihre Popularität beruht doch nur auf dem billigen Preis. Hoffentlich fällt einst auch die IV. Klasse. Wenn der Minister fortfahren wird in der Ausgestaltung der sozialen Reform des Bahn⸗ beamtenpersonals und in der Ausgestaltung der Tarifreformen, so werden auch die Männer zufrieden gestellt werden, welche sich s. Z. gegen die Verstaatlichung unseres Eisenbahnwesens ausgesprochen haben. In dieser Erwartung rufe ich dem Minister zu, solange der Spiritus noch nicht Betriebsmittel geworden ist: Mit Volldampf voraus!
Darauf vertagt sich das Haus.
Persönlich bemerkt der
Abg. Freiherr von Erffa (Vorsitzender der Budgetkommission), daß die Kommission nicht den Schlaf des Gerechten schlafe; als der Antrag von Zedlitz Nr. 2 beraten werden sollte, habe Herr von Zedlitz selbst noch Aufschub gewünscht.
„Abg. Freiherr von Zedlitz und Neukirch entgegnet, daß seitdem mehrere Monate vergangen seien und die Kommission in⸗ zwischen den Antrag hätte beraten können.
Schluß 4 ⁴ Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch, 11 Uhr. (Eisenbahnetat.)
3. Vierteljahr 1904. Zeitweilige Maßregeln gegen Tierseuchen. (Deutsches Reich, Württemberg, Sachsen⸗Meiningen) — Verhand⸗ lungen von gesetzgebenden Körperschaften. (Preußen.) Gemeingefähr⸗ liche Krankheiten. — (Südamerika.) Internationale Sanitätsüberein⸗ kunft. — Vermischtes. (Niederlande.) Ansteckende Krankheiten, August bis Dezember 1902. — (Amsterdam.) Gesundheitsdienst, 1903. — (China.) Gesundheitsstand in Schanghai, September und Oktober 1904. — Geschenkliste. — Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. — Desgleichen in größeren Städten des Auslandes. — Erkrankungen in Kranken⸗ häusern deutscher Großstädte. — Desgleichen in deuts Stadt⸗ und Landbezirken. — Witterung. — Grundwasserstand und Bobenwärme
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Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Niederländisch⸗Indien.
Zufolge Verordnung des Generalgouverneurs von Niederländisch.
Indien ist wegen Ausbruchs der Pest die Quarantäne geg Madras und Bangkok verhängt worden. AFges
Königshütte, 6. März. (W. T. B.) Wie das „Königshütter
Tageblatt“ meldet, sind hier in der Woche vom 26. Februar bisl
4. März 5 Erwachsene und 30 Kinder an Genickstarre erkrankt. Hiervon sind, 2. Erwachsene und 17 Kinder gestorben.
Stand der Tierseuchen in Oesterreich am 21. Februar 1905. (Nach den vom K. K. österreichischen Ministerium des Innern veröffentlichten Ausweisen.)
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Stand der Tierseuchen in Oesterreich am 28. Februar 1905. (Nach den vom K. K. österreichischen Ministerium des Innern veröffentlichten Ausweisen)
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Zahl der verseuchten Orte:
Nr. 9 der „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“ vom 1. März 1905 hat folgenden Inhalt: Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. — Zeitweilige Maßregeln gegen ansteckende Krankheiten. — Desgl. gegen Pest. — Mitteilungen aus Britisch⸗Ostindien, 1902 und 1903. — Gesetzgebung usw. (Preußen.) Ungeimpfte Kinder. — Cholera⸗ ꝛc. Anzeigen. —
leischbeschauer ꝛc. — (Reg.⸗Bez. Lüneburg.) Schlachtvieh⸗ und leischbeschau. — (Sachsen.) Geisteskranke. — (Baden.) Wasserrechts⸗ uch. — (Großh. Sachsen.) Kuhmilch. — (Oldenburg.) Schlachtvieh⸗ und Fleischbeschau. — (Anhalt.) Statistik der Todesursachen. — (Schwarzburg⸗Rudolstadt.) Desgl. — (Hamburg.) Desgl. — (Oester⸗ reich.) Hebammenwesen. — (Steiermark.) Ueberschwemmungen — (Rußland.) Gesundheitspässe. — Tierseuchen in der Schweiz, 4. Vierteljahr 1904. — Desgl. im Jahre 1904. — Desgl. in Rußland,
Niederösterreich Oberösterreich .. Salzburg. Steiermark. Kärnten Krain.. Küstenland ve Vorarlberg Böhmen. Mähren. Schlesien. Galizien. Bukowina Dalmatien
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Trebnitz i. Schl.. nblhahh . . . Strehlen i. Schl. Striegau. Grünberg i. Schl. Löwenberg i. Schl. Oppell .. b 18s Aalen i. Wrtigho. . . Giengen a. Brenz.
Die „14 Menge wird auf volle Do een Spalten für Preise hat d
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Bemerkungen. Ein liegender Strich (—) in
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utner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet vue. Der deutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, Punkt
Weizen. 16,40 16,40 16,70 16,80 16.00 17,00 16,70 16,90 17,30
— — 17,00 17,30 17,30
17,50 Kernen (enthülster Spelz, Dinkel, 19,00 19,50 22,00 19,40 19,00
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— — 13,00 13,40 13,40 13,50 13,20 13,20 13,50 15,20 15,44 15,60 14 80 14,80 15,20
Gerste. 15,60 15,90 14,80 15,3 15,00 16,00 15,70 16,10 15,10 15,50 14,50 15,00
— 18,60
Hafer. 14,80 14,70 14,50 14,80 15,00 15,60 14,00 14,80 16,40 15,20
15,20
13,40 14,30 15,00 15,30 15,10 14,50
17,00 16,00 16,00 16,50 15,50 15,00 18,80
14,80 15,00 14,80 14,80 15,20 15,60 14,00 14,80 16,40 15,40
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reis wird aus den unabgerundeten Zahlen
berechnet.
(.) in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.
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Berlin, Dienstag, den 7. Mürz
P1 Dritte Beilage zum Deutschen Reichsanzei
4
Handel und Gewerbe.
(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten
1 „Nachrichten für Handel und Industrie“).
Belgien.
Gesundheitspolizeiliche Aufsicht zum Zweck der Feststellung von Tuberkulose bei der Einfuhr von Rind⸗ vieh. Laut Verfügung des belgischen Ackerbauministers vom 19. Ja⸗ nuar 1905 müssen die vom Auslande eingehenden Stiere und Milch⸗ kühe sowie Färsen, die mindestens vier bleibende Zähne haben und sich unverkennbar in tragendem Zustande befinden, vom 1. Februar d. J. ab der Behandlung mit Tuberkulin unterworfen werden.
Ausgenommen hiervon sind nur die zur Schlachtung bestimmten Tiere, die unmittelbar nach einem Schlachthaus übergeführt werden.
Die auf Grund der Behandlung als tuberkulös (mindestens 1,2° Temperaturerhöhung) oder tuberkulösverdächtig (mindestens 0,80 Temperaturerhöhung) befundenen Tiere sind zur Einfuhr nicht zuzu⸗ lassen und nach dem Herkunftslande wieder zurückzuschicken, sofern sich nicht der Eigentümer bereit erklärt, sie entweder sofort zu schlachten oder zum Zweck der Schlachtung einem zur Aufnahme von aus⸗ ländischem⸗Schlachtvieh befugten Schlachthause zuzuführen.
Die kranken oder krankheitsverdächtigen Tiere sind außerdem in der Weise zu kennzeichnen, daß am rechten Ohr mittels der Lochzange zwei kreisrunde Stücke aus dem Knorpel entfernt werden.
Für jedes der Tuberkulinprobe zu unterwerfende Tier hat der
Einführer eine Gebühr von 2 Franken zu entrichten. (Moniteur Belge.)
“ Goldproduktion Transvaals 1904. Die Menge und der Wert der Goldproduktion Transvaals
betrug nach einer in „The Board of Trade Journal“ veröffentlichten
Zusammenstellung in den Jahren 1903. und 1904: 1 1903 Menge Vert Unzen 8 2 859 482 12 146 309 104 277 442 940 2 963 759 12 589 249
1904 Wert 8 15 539 219 515 590 16 054 809.
Menge
Unzen 3 658 241 121 380 3 779 621
Witwatersrand. Außendistrikte
Zusammen.
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.
An der Ruhr sind am 6. d. M. gestellt 19 209, nicht recht⸗ zeitig gestellt k ine Wagen. —
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Nach dem Verwaltungsbericht der Reichsbank für das Jahr 1904 betrug der Gesamtumsatz der Reichsbank im Jahre 1904 221 589 600 900 ℳ gegen das Vorjahr 205 284 607 500 ℳ (mehr 16 304 993 400 ℳ) Der Bankzinsfuß berechnet sich im Durchschnitt des Jahres 1904 auf 4,222 % für Wechsel und auf 5,222 % für Lombarddarlehne. An Banknoten sind durchschnittlich 1 288 549 000 ℳ im Umlauf und mit 71,92 % durch Metall gedeckt gewesen. Im Giro⸗ verkehr hat der Umsatz einschließlich der Ein⸗ und Auszahlungen für Rechnung des Reichs und der Bundesstaaten rund 194 563 Millionen Mark betragen. Am Jahresschluß beliefen sich die Guthaben der Girokunden auf rund 461 517 881 ℳ An Zahlungsanweisungen wurden 2708 Stück über 37 287 798 ℳ erteilt. Wechsel wurden ge⸗ kauft oder zur Einziehung übernommen 5 221 537 Stück über 9 610 950 872,23 ℳ Darunter befanden sich 403 141 Platz⸗ wechsel über 908 678 941,50 ℳ, welche für Rechnung der Girokunden kostenfrei eingezogen worden sind. Von den an⸗ gekauften Wechseln betrugen 610239 Stück je 100 ℳ und weniger. Von Ende Dezember 1904 im Westande berbliebenen⸗ inländischen Wechseln waren fällig: binnen 15 Tagen 392 891 000 ℳ, binnen 16 bis 30 Tagen 165 971 900 ℳ, binnen 31 bis 60 Tagen 245 386 100 ℳ, binnen 61 bis 90 Tagen 161 568 000 ℳ, zusammen 965 817 000 ℳ An Lombarddarlehnen wurden erteilt 1 957 411 820 ℳ und blieben am Schluß des Jahres 1904 ausgeliehen 215 050 770 ℳ Die Wechsel⸗ und Lombardanlage hat durchschnittlich 897 534 000 ℳ betragen. Die Grundstücke hatten am Ende des Jahres 1904 einen Buchwert von 45 416 700 ℳ Offene Deyots waren Ende 1904 297 220 Stück im Nennwert von 3135 106 268 ℳ in 4565 ver⸗ schiedenen Effektengattungen niedergelegt. Von den verwahrten Wert⸗ papieren wurden im Laufe des Jahres 118 774 130,63 ℳ Zinsen und Gewinnanteile für die Deponenten eingezogen und verrechnet. Der Gesamtgewinn hat für das Jahr 1904 detragen 45 243 594,91 ℳ Davon gehen ab: 1) Die Verwaltungskosten mit 15 166 923,19 ℳ 2) Die Ausgabe für Anfertigung von Banknoten von 633 013,88 ℳ 3) Die vertragsmäßige Zahlung an den preußischen Staat von 1 865 730,— ℳ 4) Für zu zahlende Notensteuer nach §§ 9, 10 des Bankgesetzes 1 118 373,21 ℳ = 18 784 040,28 ℳ Es bleibt daher ein Reingewinn von 26459 554,63 ℳ Davon erhalten: 1) Die Anteils⸗ eigner 3 ½ % von 150 000 000 ℳ mit 5 250 000 ℳ bleiben 21 209 554,63 ℳ, 2) von dem letzteren Betrage erhalten die Anteilseigner ein Viertel mit 5 302 388,66 ℳ, die Reichskasse drei Viertel mit 15 907 165,97 ℳ, zusammen w. o. 21 209 554,63 ℳ Dem Gewinn der Anteilseigner von 5 302 388,66 ℳ treten hinzu die am Schlusse des Jahres 1903 unverteilt gebliebenen 14 190,13 ℳ sind zusammen 5 316 578,79 ℳ, wosvon auf jeden Anteilschein der Reichsbank von 3000 ℳ als Restdividende 106,20 ℳ bezw. auf jeden Anteilschein von 1000 ℳ 35,40 ℳ, mithin auf sämtliche 40 000 Anteilscheine zu 3000 ℳ und 30 000 Anteilscheine zu 1000 ℳ 5 310 000 ℳ zu zahlen sind. Die übrig bleibenden 6 578,79 ℳ werden der späteren Berechnung vorbehalten. Die Anteilseigner haben hiernach für jeden Anteil von 3000 ℳ bezw. 1000 ℳ außer den bereits für das erste und zweite Halbjahr gezahlten 105 ℳ bezw. 35 ℳ als Restdividende 106,20 ℳ bezw. 35,40 ℳ überhaupt 211,20 ℳ bezw. 70,40 ℳ zu empfangen, was einen Ertrag von 7,04 % darstellt.
— Der beim Walzdrahtverband am 1. Februar d. J. für das erste Vierteljahr 1905 vorliegende Auftragsbestand betrug, laut Meldung der „Rheinisch⸗Westfälischen Zeitung“, 64 824 t (gegen 73 075 t am 1. dveweg. d. J.). Durch Verkäufe im Laufe des Monats Februar kommen hinzu 10 276 t (im Vormonat 9580 t), sodaß am 1. März insgesamt 75 100 t vorlagen (gegen 82 655 t am 1. Februar). Verladen wurden vom 1. bis 28. Februar 20 496 t (17 280 t), sodaß ein unerledigter Bestand von 54 604 t (65 375 t) zu Beginn dieses Monats vorlag.
— Der Aufsichtsrat der Allgemeinen Deutschen Kredit⸗ Anstalt, Leipzig, beschloß, der Generalversammlung die Verteilun einer Dividende von 8 ½ % für das Geschäftsjahr 1904 (wie im Vorjahre in Vorschlag zu bringen. — Der Bruttogewinn beziffert sich ein⸗ schließlich des Vortrags von 200 502,66 ℳ aus dem Jahre 1903 und abzüglich verausgabter Zinsen und Provisionen im Betrage von 3 197 591,78 ℳ (im Vorjahre 2 840 920,34 ℳ) auf 10 134 553,77 ℳ gegen 9 996 164,17 ℳ im Vorjahre. Nach dem weiteren
8
—
Ruhig.
Abzug der Besoldungen und Handlungsunkosten 1 494 447,93 ℳ (1 409 190,01 ℳ), der Abgaben und Staatsaufsicht 694 236,85 ℳ (645 035,17 ℳ) und der Abschreibungen auf zweifelhafte Debitoren und Mobiliar und Rückstellungen auf Filialenreserve 549 867,29 ℳ (434 176,16 ℳ) verbleibt ein Reingewinn von 7 396 001,70 ℳ gegen 7 507 762,83 ℳ im Vorjahre. Zum Ersatz der zum Umtausch gegen Aktien der Oberlausitzer Bank und der Vereinsbank in gmsckas sie der zur Durchführung der Transaktion mit der Firma Kunath u. Nieritz in Chemnitz erforderlichen, von der Disconto⸗Gesellschaft in Berlin aus ihren Beständen darlehnsweise zur Verfügung gestellten 1 851 600 ℳ Nom. Kreditaktien, ferner zur Beschaffung der gegen Umtausch von Grimmaer Vereinsbank⸗Aktien nötigen 249 600 ℳ Nom. Kreditaktien wird an die Generalversammlung der Antrag auf Neuemission dieser beiden Betröge und behufs mäßiger Stärkung der Betriebsmittel der Antrag zur Emission weiterer 2 899 200 ℳ gestellt werden. Da letzterer Betrag zu gering ist, um eine Aufteilung auf die Aktionäre zu bewirken, ist mit der Disconto⸗Gesellschaft dessen Uebernahme — unter Vorbehalt der Genehmigung der Generalversammlung — vereinbart.
— Laut Meldung des „W. T. B.“ betrug die Einnahme der Oesterreichisch⸗Ungarischen Staatsbahn (österreichisches Netz) vom 1. bis 28. Februar 4 126 215 Kronen (31 871 Kronen weniger als i. V.), der Oesterreichischen Südbahn vom 1. bis 28. Februar 7 813 344 Kronen (189 720 Kronen weniger als i. V.). — Die Brutto⸗ einnahmen der Orientbahnen betrugen vom 12. bis 18. Februar 1905: 224 610 Fr. (77 511 Fr. weniger als i. V.), seit 1. Januar 1 475 040 Fr. (weniger 309 919 Fr.). — Skobslévo—-Nova⸗Zagora (80 km) 3245 Fr. (mehr 272 Fr.), seit 1. Januar 31 849 Fr. (mehr 2633 Fr.). — Mazedonische Eisenbahn (Salonik—Monastir) vom 12. bis 18. Februar 1905 (Stammlinie 219 km) 24 679 Fr. (weniger 14 218 Fr.). Vom 1. Januar bis 18. Februar 1905 betrugen die Bruttoeinnahmen 206 692 Fr. (24 671 Fr. weniger als i. V.).
Mannheim, 6. März. (W. T. B.) Der Aufsichtsrat der Süddeutschen Bank schlägt, wie im Vorjahre, die Verteilung von 5 % Dividende vor. 1
Washington, 6. März. (Meldung des „Reuterschen Bureaus.“) Der O berste Gerichtshof bestätigte heute das Urteil des Circuit⸗ Court of Appeals in dem Rechtsstreit Harriman und Genossen gegen die Northern Securities Company, betreffend die Verteilung der Aktien und Obligationen dieser Gesellschaft. Das heutige Urteil ist günstig für die Northern Securities Company und ist ein Sieg der Gruppe Hill⸗Morgan. 88
Washington, 6. März. (W. T. B.) Der Vizepräsident und der Syndikus der Northern Securities Company er⸗ klären, daß mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, be⸗ treffend die Verteilung der Aktien und Obligationen der Gesellschaft, die Streitfrage erledigt zu sein scheine, und daß nunmehr die Prorata⸗ verteilung vorgenommen werden werde. ““
Die Preienotierungen vom Berliner Produktenmarkt sowie
die vom Königlichen Polizeipräsidium ermittelten Marktpreise in Berlin befinden sich in der Börsenbeilage.
Kursberichte von den auswärtigen Fondsmärkten.
ee 6. März. (W. T. B.) (Schluß.) Gold in Barren: das Kilogramm 2790 Br., 2784 Gd., Silber in Barren: das Kilogramm 80,75 Br., 80,25 Gd.
Wien, 7. März, Vorm. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einb. 4 % Rente M.⸗N. p. Arr. 100,30, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. per ult. 100,20, Ungar. 4 % Goldrente 118,95, Ungar. 4 % Rente in Kr.⸗W. 98,10, Türkische Lose per M. d. M. 140,75 Buschtierader Eisenb.⸗Aktien Lit. B 1080, Nordwestbahnaktien Lit. B per ult. 422,00, Oesterr. Staatsbahn per ult. 660,50, Südbahn⸗ gesellschaft 92,50, Wiener Bankverein 569 00, Kreditanstalt, Oesterr. per ult. 678,00, Kreditbank, Ung. allg. 791,00, Länderbank 469,00 Brüxer Kohlenbergwerk —,—, Montangesellschaft, Oesterr. Alp 526,00, Deutsche Röschsbanknoten pe ult. 117,27.
London, 6. März. (W. T. B.) (Schluß) 2 ¼ % Eg. Kons. 91 ⁄16, Platzdiskont 2 ⅞, Silber 27 ⁄16. — Bankeingang 381 000 Pfd. Sterl. 1
Paris, 6. März. (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz. Rente 100,47, Suezkanalaktien 4525
Madrid, 6. März. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 31,65.
Lissabon, 6. März. (W. T. B.) Goldagio 8.
New York, 6. März. (Schluß)) (W. T. B.) Trotz der von der Londoner Börse ausgehenden Anregung — es lagen von dort Kaufordres in Höhe von 10 000 Aktien vor — gestaltete sich der Anfangsverkehr an der heutigen Börse ruhig, da sich nur geriage Kauflust seitens des Privatpublikums zeigte. Die ersten Firmen des Platzes beobachteten Zurückhaltung, obgleich eine Aufwärtsbewegung in Spezialwerten in Aussicht genommen wurde. Im Eisenbahn⸗ aktienmarkte lagen die Werte der Atchison, Topeka u. Santa Fé⸗ Bahn fester auf Käufe von interessierter Seite. Gould⸗ werte wurden günstig beeinflußt durch eine Unterredung mit George Gould. In der Northern Securities⸗Angelegenheit ist eine Entscheidung gefällt worden, welche den früheren Gerichtsspruch des Bundesappellationsgerichts bestätigt. Der Einhaltsbefehl wurde aufgehoben, doch wurde die Wirtung dieser Verfügung durch die in der letzten Zeit erfolgten Steigerungen in diesen Aktien bereits zum teil eskomptiert. ie Werte der Gesellschaft stiegen aber heute immerhin noch um 3 ½ %. Eegen Schluß bröckelten die Kurse infolge von Gewinnrealisierungen ab. Bei eingeengtem Verkehr war die Schlußtendenz schwächer. Aktienumsatz 1 100 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Durchschnittszinsrate 2 ¼, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 2, Wechsel auf London (60 Tage) 4,84,50, Cable Transfers 4,87,05, Silber Commercial Bars 58 7⁄%. Tendenz für Geld: Leicht. „.
Rio de Janeiro, 6. März. (W. T. B.) Wechsel auf London 131*⁄16.
Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.
Magdeburg, 7. März. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker 88 Grad o. S. —,—. Nachprodukte 75 Grad o. S. 12,10 — 12,40. Stimmung: Ruhig. Brotraffinade I o. F. —,—. Kristallzucker I mit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. —,—. Gemahlene Melis m. S. —,—. Stimmung: Geschäftslos. Rohzucker I. Produkt Transito f. a. B. Hambur Kärz 30,65 Gd., 30,85 Br., —,— bez., April 30,80 Gd., 30,90 Br., —,— bez., Mai 30,95 Gd., 31,00 Br.. —,— bez., August 30,95 Gd., 31,00 Br., bez, Oktober⸗Dezember 23,30 Gd., 23,35 Br., —,— bez.
Cöln, 6. März. (W. T. B.) Heute keine Börse.
Bremen, 6. März. (W. T. B.) »²(Börsenschlußbericht.) Privatnotierungen. Schmalz. Ruhig. Loko, Tubs und Firkins 36, Hoppeleimer 36 ¾. Speck. Fest. Kaffee. Ruhig. — Offizielle Notierung der Baumwollbörse. Baumwolle. Ruhig. Upland middl. loko 39 b ₰.
Hamburg, 6. März. (W. T. B.) Petrol Standard white loko 5,00.
Hamburg, 7. Mäͤ 2 Kaffee.
bericht.) Good 190Snee; kIn 8e he †
tember 35 ½ Gd, Dezember 36 ¼ Gd. Stetig. — Zuck (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt Basis 88 % Rende⸗ ment neue Usance frei an Bord Hamburg März 30,60, April 30,65, Mai 20,85, August 30,75, Oktober 23,60, Dezember 23,00.
Budapest, 6. März. (W. T. B.) Raps August 23,60 Gd.,
23,80 Br.
London, 6. März. (W. T. B.) 96 % Javchzucker loko ruhig, 16 sh. — d. Verkäufer. Rübenxohzucker loko stetig. 15 8 * de. 8 5 8
London, 6. ärz. (W. T. B.) (Schluß. Chile⸗ Kupfer 67 ¼, für 3 Monate 682716. Stetig. Fluß) 8
Liverpool, 6. März. (W. T. B.) aumwolle. Umsatz: 10 000 B., davon für Spekulation und Exbort 1000 B. Tendenz: Stetig. Amerikanische good ordinary Lieferungen: Stetig. März 4,03, März⸗April 4,03, April⸗Mai 4,04, Mai⸗Juni 4,05, Juni⸗Juli 4,07, Juli⸗August 4,07, August⸗September 4,08, September⸗Oktober 4,09, Oktober⸗November 4,09, November⸗ Dezember 4,10 d.
Glasgow, 6. März. (W. T. B.) (Schluß.) Robeisen Träge. Scots warrants unnotiert. Middlesborough warran 50 sh. 1 d.
Amsterdam, 6. März. (W. T. B.) good ordinary 32 ½. — Bankazinn 79 ¾. Ahntwerpen, 6. März. (W. T. B.) Petroleum Raffiniertes Tyope weiß loko 18 ½ bez. Br., do. März 18 ½ Br., do. April 18 ¾ Br., do. September 19 ½ Br. Ruhig. — Schmali. März 86,50. .
New York, 6. März. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle⸗ preis in New York 7,85, do. für Lieferung Mai 7,44, do. für Lieferung Juli 7,40, Baumwollepreis in New Orleans 7 ¼, Petroleum Standard white in New York 7,25, do. do. in Philadelphia 7,20, do. Refined (in Cases) 9,95, do. Credit Balances at Oil City 1,39, Schmalz Western steam 7,25, do. Rohe u. Brothers 7,30, Ge⸗ treidefracht nach Liverpool 1, Kaffee fair Rio Nr. 7 7 ¾, do. Rio Nr. 7 April 6,10, do. do. Juni 6,35, Zucker 4 1, Zinn 28,75 bis 29,00, Kupfer 15,37 — 15,50. — Die Vorräte der Visible Supplies betrugen in der vergangenen Woche an Weizen 35 565 000 Bushels, an Mais 9 169 000 Bushels.
Java⸗Kaffee
Theater und Musik.
Das Konzert des Berliner Lehrer⸗Gesangvereins am Donnerstag in der Philharmonie nahm unter Herrn Professor Felix Schmidts Leitung vor vollbesetztem Hause auch diesmal einen wahrhaft glänzenden Verlauf. Wie immer fielen das tadellose Zusammenwirken der einzelnen Stimmengruppen, der jedes malige sichere Einsatz, die gleichmäßig deutliche Aussprache und die ausdrucks⸗ und temperamentvolle Vortragsweise sowie die sorgsame, fein durchgearbeitete Einstudierung angenehm auf. Die Leistungen des bekanntlich im letzten Gesangswettstreit in Frankfurt a. M. als Sieger hervorgegangenen trefflichen Vereins riefen stürmischen Beifall hervor, sodaß einzelne Ge⸗ sänge, wie „Rosmarin“ von Humperdinck, „Der Leiermann“ von v. Othegraven und „Singe, trinke“ von Kremser, wiederholt werden mußten. Von den anderen Darbietungen wurden namentlich „Ein Lobgesang“ von Radecke, „Vergebliche Flucht“ von Sitt und Rudolf Bucks eigenartige, an die Ausführenden außerordentliche An⸗ forderungen stellende Komposition „Gotenzug“ äußerst beifällig auf⸗ genommen. Besondere Ehrung erfuhr der anwesende greise Komponist des erstgenannten Liedes. Die mitwirkende Pianistin, Fräulein Paula Stebel aus Karlsruhe bekundete zwischendurch in einer Reihe von Klaviervorträgen ihr nicht unbedeutendes Können. — Ein junger Pianist, Herr Louis Dimond gab gleichfalls am Donnerstag im benachbarten Beethoven⸗Saal ein Konzert; er spielte mit dem von Herrn Scharrer IUPleiteten „Philharwonischen⸗. Orchester das D⸗Moll⸗Konzert von Rubinstein und das Schumannsche Konzert; zwischen diesen beiden Hauptwerken des Programms standen einige Etüden und das H⸗Moll⸗Scherzo von Chopin. Herr Dimond kann sich einer großen Geläusigkeit rühmen; seine Finger eilen mit bewundernswerter Gewandtheit und virtuoser Sicherheit über die Tasten. Seinem Anschlag fehlt es nicht an Kraft und Eleganz, eher an Weichheit und Modulationsfähigkeit in den zarteren Partien. Was aber noch zu wünschen bleibt, ist rhythmische Festigkeit und größere Sauberkeit in der Ausführung der Figuren. — Artur Schnabels zweiter Klavierabend, der gleichzeitig im Saal Bechstein stattfand, war Brahms gewidmet. Neben einem halben Dutzend kleinerer Werke, von denen jedes einzelne poetisch verklärt in seiner Eigenart vorgeführt wurde, standen die Variationen und Fuge über ein Thema von Händel und die berühmte F⸗Moll⸗Sonate auf dem Programm. Die Wiedergabe der Sonate wurde von einer wahrhaft schöpferischen Kraft getragen, in so plastischer Klarheit rundete sich das Tongebilde unter den Händen des ausübenden Künstlers. Die Innigkeit und Zartheit des Adagio erklang in
wunderbar weichen, rührenden Tönen, dem gegenüber das folgende
Scherzo kraftvoll und frisch bewegt in heiterer Schöne aufblühte. Die Zuhörer spendeten denn auch nach allen Nummern stürmischen Beifall. — Einen ganz eigenartigen Genuß bereiteten an demselben Abend Robert Kothe, der im Oberlichtsaal der Philharmonie deutsche Volkslieder und Balladen zur Laute sang. Frrelich, mit den herkömmlichen Kunstanschauungen, die man in den Konzertsaal mitbringt, darf man das von ihm Gebotene nicht betrachten, seine Stimme ist angenehm aber klein, und auch die Laute klingt etwas verloren in dem großen Raum. Aber Kothe ist es gar nicht darum zu tun, die von ihm neubelebte Kunstgattung in den Konzertsaal zu verpflanaen er will nur diese edle unserer Altvordern, die einst in hoher Blüte stand, in empfehlende Erinnerung bringen. Was er bietet, ist in seiner Art vollkommen, und es müßte noch größeren Genuß gewähren, ihn einmal im engeren Kreise zu hören. Die fleißig 1S. alten Volkslieder und ihre alter⸗ tümlichen Weisen sind zum Teil von großem Reiz und verfehlten auch auf das große Publikum ihre Wirkung nicht, das schließlich Zugabe auf Zugabe verlangte, die in liebenswürdiger Weise gewährt wurden. Henri Marteau gab am Freitag in der Singakademie mit dem Philharmonischen Orchester, unter Leitung des Herrn H. Hammer aus Lausanne, ein Konzert, das einen Kunstgenuß bot, wie er in seiner Art nicht oft zu finden sein dürfte. Die Leistungen des vortrefflichen Geigers sind so oft gewürdigt worden, daß man sich damit begnügen könnte, festzustellen, daß sie auch diesmal wieder auf der Höhe standen. Er spielte die Phantasie in C⸗Dur (Op. 131) von Schumann, das Konzertstück in D⸗Dur von Schubert und das Violinkonzert in D⸗Dur (Op. 77) von Brahms in e Interpretation und mit warmem Empfinden. Dabei wußte er Klangwirkungen zu erzielen, wie es eben nur bei der ihm eigenen technischen Vollendung und tiefen künstlerischen Auflafsung möglich ist. Sein vielseitiges Können bekundete Herr Marteau außerdem noch zum Schluß des Konzerts bei der Aufführung der Symphonie „Harold en Italie“ von Berlioz, bei dem er den Part der Viola alta übernommen hatte. Herr