1905 / 58 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 08 Mar 1905 18:00:01 GMT) scan diff

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im weiteren eine am Südende des Tertiärvorgebirges gelegene Gruppe von Dörfern Altyn⸗Artysch genannt zu besuchen, die wenige Monate vorher durch Erdbeben nahezu vollständig zerstört worden war. Im Januar 1903, in härtester Winterkälte, reiste Dr. Merz⸗ bacher nach Taschkent und von da wieder nach Kaschgar zurück, weil die Organisierung der für den Sommer 1903 geplanten zweiten Hoch⸗ ebirgsexpedition dies erforderte. In der Zwischenzeit beschäftigte sch Herr Keidel mit dem Studium der Lößformation des Kaschgar⸗Beckens und machte einen Ausflug von dessen Süd⸗ umrandung zur Abdachung des Pamir. Am 14. April 1903 wurde aufs neue der Weg in das Hochgebirge angetreten und hier mit schönsten Erfolgen bis Ende Oktober verweilt, worauf nach Narynkol zurückgekehrt wurde, um die inzwischen hier angehäuften Sammlungen zu verpacken und nach Prschewalsk zu ver⸗ laden. Der Rückweg über das Gebirge war, da inzwischen der Winter mit großem Nachdruck eingesetzt hatte, sehr beschwerlich, sodaß man froh war, als sich die Karawane beim Kalmaken⸗Aul Ukurtschö (1400 m) am Nordfuß des Gebirges in Sicherheit befand. Von da ging es durch die IJli⸗Ebene nach Kuldscha; doch mußte der Vortragende nach Entlassung seiner Karawane nochmals die nördlichste Vorkette in der Richtung von Nord nach Süd unter großen Beschwerden kreuzen, um in Prschewalsk persönlich für die gehörige Verpackung und Verladung seiner Samm⸗ lungen zu sorgen. Erst im Dezember 1903 traf er in Taschkent ein. Im Rahmen der kurz skizzierten Forschungsreise sind Ergebnisse erreicht worden, die es gestatten, von großen und wichtigen Erfolgen für die Wissenschaft zu sprechen. Wohl nie zuvor ist von der Photo⸗ graphie und im besonderen von der Telephotographie für Forschungs⸗ zwecke ein so ausgedehnter Gebrauch gemacht worden, wie auf dieser Reise. Unter den größten Schwierigkeiten und Gefahren wurden auch ausgedehnte Triangulationen und Höhenmessungen ausgeführt. Die berrschenden Vorstellungen von der Struktur und Tektonik der Tian⸗Schan werden in wesentlichen Punkten durch das Ergebnis der Forschungen berichtigt und vervollständigt werden. Ungemein reich ist die Ausbeute an paläontologischen und geologischen Sammlungen. Hundertfältig sind die Beweise erbracht, daß vor Jahrhunderttausenden auch über den Tian⸗Schan in mehreren Phasen eine Eiszeit hereingebrochen ist, deren Zerstörungs⸗ und Ueberschüttungswirkung hier Ausdehnungen von ungeheurer Größe angenommen hat, sodaß ganze Gebirgsketten der Tertiärzeit verschüttet und bis auf geringe Ueber⸗ höhungen eingeebnet worden sind. Der Vortragende wußte alle die bochinteressanten Züge eines Gebirges, gegen dessen Groß⸗ artigkeit und Wildheit unsere Alpen zurücktreten, in fesselnder Dar⸗ stellung zu schildern und durch treffliche Lichtbilder zu erläutern. Aus der großen Fülle der Einzelmitteilungen seien nachfolgend nur einige Evpisoden der Gebirgsforschung und Abenteuer der Expedition ver⸗ zeichnet: Eine der interessantesten Aufgaben war die Feststellung der Lage des höchsten Punktes des Gebirges, des Gipfels Khan Tengri, d. i. Geisterkönig, der, alle anderen sich bis zu höchstens 6000 m erhebenden Berge überragend, 7200 m erreicht. Es gelang, festzustellen, daß der Khan Tengri zwar der kulminierende Gipfel des Tian⸗Schan, aber kein Gebirgsknoten ist, daß er aus dem auptkamm heraus weit nach Südosten vorspringt und nicht, wie icher angenommen, einen Talschluß bildet. Der Zusammenschluß des den Khan Tengri tragenden Astes mit dem Hauptkanm, also der Knoten des Gebirges, ist an einem anderen Punkte zu suchen, den Dr. Merzbacher schon im vergangenen Sommer vom Bavamkol⸗ Tale, dessen Ende er bildet, voll höchster Bewunderung geschaut hatte und der sich als ein breitmassiger, gewaltiger Berz darstellt, von dessen schneeiger Schulter, wenig unterhalb seines Gipfelkammes, eine fast 2000 m hohe, senkrechte Wand direkt zu Tale setzt, bestehend aus weißem, bebändertem Marmor. Dieser zuerst „Die Marmor⸗ wand“ getaufte Berg ist nicht nur wegen seiner bedeutenden Höhe, die ihn von allen hochgelegenen Punkten aus sichtbar macht, ein Orientierungspunkt, sondern in Wahrheit das Zentrum des Tian⸗Schan. Auch am Bau des Khan Tengri sind Urgesteine nicht beteiligt. Die höchste und innerste Region des Tian⸗Schan wird ausschließlich aus Sedimenten aufgebaut, die Gipfelpyvramide des Khan Tengri besteht aus mehr oder weniger umgewandelten Kalken und geschichtetem Marmor, in der Basis sind die gleichen Kalke und veränderte, kristallinisch gewordene Schiefer vertreten; aber Eruptip⸗ gesteine haben dennoch beim Bau mitgewirkt, in Gestalt dunkeln diabasischen Gesteins, das in mächtigen Massen eingelagert ist und sich als schwarzes Band um die Ppvramide herum⸗ zieht, auch an einem breiten Rücken auf der Westseite sichtbar ist. Eruptivgesteine aller Art sind im Tian Schan reich ver⸗ treten, ohne doch zu solcher vergleichsweisen Machtentfaltung gelangt zu sein, wie beispielsweise im Berner Oberlande. Jedenfalls ist die isolierte Höhe des Khan Tengri im Tian⸗Schan unter den geschilderten

Verhältnissen seines Aufbaues ein interessantes, in seiner Art einzig dastehendes geologisches Problem. Der Tian⸗Schan ist keineswegs das öde, vegetationslose Gebirge, für das es gilt. Die Decke des Hochgebietes der Mullup⸗mutu⸗Täler, alter Moränen⸗ boden, fand Dr. Merzbacher mit dichten Wäldern und einer Alpen⸗ flora von nie gesehener Ueppigkeit bestanden. An den. Südgehängen des schon genannten Inyltschek⸗Tales zeigten sich die Alpenwiesen dicht benarbt, Fichtenwälder angesiedelt, Buschwerk und eine reiche Alpen⸗ flora bis in die Region der Erstarrung vertreten. Ebenso begegnete die Expedition an vielen Stellen außerordentlich schöner Busch⸗ und Waldvegetation. Große Beschwerden bei ihren Hochgebirgswanderungen bereitete den Reisenden die ungünstige Beschaffenbeit der Schneedecke, die, oberhalb 4000 m, überall Seen ist. Dieser Schnee besitzt eigentüm⸗ liche Kristallisationsform und ist wegen der Feuchtigkeitsarmut der höberen Luftschichten pulverig trocken. Merkwürdig ist bei diesem Luftzustande zweierlei: daß trotzdem keine Verdunstung in dem so gearteten Schnee stattfindet und daß das Gebirge, namentlich sein südlicher Teil, reich an Nebeln ist. Ersteres erklärt sich durch die niedere Temperatur jener Luftschichten, die es zu keinem Auftauen am Tage und darum auch zu keinem Gefrieren in der Nacht kommen läßt. Letzteres ist trotz der geringen Luftfeuchtigkeit die Folge des feinen Lößstaubes, der überall vorhanden ist. Die starken Nachtfröste machen den Schnee nur trockener; das verhindert sein Zusammenballen, sodaß man metertief in das Schneemehl eintritt und leicht in Gefahr kommt, mit der sich leicht ablösenden Schicht abzurutschen. Beinahe wäre dieser Umstand der ganzen Reisegesell⸗ schaft verhängnisvoll geworden. Beim Besteigen eines 5200 m hoben, ganz überfirnten Gipfels kamen alle 120 m unter dem Gipfel infolge Abrutschens der hohen Schneedecke auf glattem Untergrund ins Gleiten und würden verloren gewesen s wären sie nicht 200 m tiefer durch eine kleine Stufe im Gestein aufgehalten worden. An Unfällen hat der Expedition auch nicht gefehlt; so wurde gleich zu Anfang der Reise ein Packpferd mit kostbaren Instrumenten von einem Gletscherbach mitgerissen. Ein Ersatz dieser Instrumente, nach dem auf schnellstem Wege nach Deutschland telegraphiert wurde, zeigte sich unmöglich. Ein schlimmer Verlust ereignete sich am Schluß der Kampagne von 1902, wo beim Passieren des wasserreichen Tekes ein Packpferd stürzte und 2 als luftdicht gekaufte Koffer in die Flut fielen. Ihr Inhalt wurde vollständig durchnäßt, darunter eine große Anzahl photographischer Platten; 60 Aufnahmen allein in großem Format, Panoramen und Telepanoramen.

Am Morgen des 22. August 1902 erlebten die Reisenden ein Erdbeben, das etwa ¼ Minute dauerte und sich durch drei von unten nach oben wirkende, sehr heftige Stöße äußerte. Ein furchtbares Schauspiel war es, von einem gegenüber dem Lager befindlichen schroffen Hängegletscher sich kolossale Eismassen infolge der Erdstöße ablösen zu sehen, die bei ihrem mit donnerähnlichem Getöse ge⸗ schehenden Absturz in die Schlucht die Luft mit mächtigen Säulen von Schnee⸗ und Eisstaub erfüllten.

Zu den schwierigsten Passagen gehörte begreiflicherweise die zweimal erfolgende Ueberschreitung des Gebirgsgrates, der die Wasser⸗ scheide bildet zwischen den Flußsystemen des Tarim im Süden und Svr⸗Darja im Norden. Eine Stelle, in der Nähe des chinesischen Piketts Masar⸗Baschi, am Fuße einer 400 m hohen, vom Eise abgeschlossenen Marmorwand, ist besonders gefahrvoll. Hier mündet ein Seitengletscher ein, während der Hauptgletscher in einer 100 m hohen Stufe abfällt und seine Eiswasser sich zu Eistürmen oder Eis⸗ hörnern, getrennt durch gähnende Schluchten, auflösen: ein furchtbar⸗ prächtiger Anblick, welcher mit der sich hindurchwindenden Karawane in einer trefflichen photographischen Aufnahme festgehalten ist.

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Theater und Musik.

Im Königlichen Opernhause werden noch im Laufe dieses Monats „Eurvanthe“, Oper in drei Akten von C. M. von Weber, und „Der Barbier von Bagdad“, komische Oper in zwei Akten von Peter Cornelius, in Verbindung mit dem Ballett „Wiener Walzer“ in den Spielplan aufgenommen. Die nächste Wiederholung von Hans Sommers Oper „Rübezahl“ findet am Mittwoch, den 15. d. M. statt; am 18. beginnt sodann eine Gesamtaufführung von R. Wagners Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“. Die Erstaufführung der komischen Oper „Die Heirat wider Willen“ von Engelbert Humperdinck ist für die erste Woche des April in Aussicht genommen.

Im Nationaltheater findet am Freitag die erste Aufführung von „Don Juan“ statt.

Im Lustspielhause gelangt am Sonntag in einer Mittags⸗ vorstellung „Hans im Glück“, Satire in drei Akten von A. Latzko zum ersten Male zur Aufführung. In den Hauptrollen sind die

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Damen Mallinger und Wendt, die Herren Rudolf Lettinger und Fritz Spira beschäftigt.

Im Kleinen Theater findet am Freitag, den 10. ds., die Erstaufführung von Hermann Bahrs fünfaktigem Schauspiel „Sanna“ statt. Die Regie führt Max Reinhardt.

Der Musikdirektor Bernhard Irrgang veranstaltet mit dem Kirchenchor in der Heiligkreuzkirche am 28. März ein Konzert, in dem unter Mitwirkung namhafter Solisten u. a. von Max Reger die Choralkantate „O Haupt voll Blut und Wunden“ zum ersten Male aufgeführt wird. Stimmbegabte und musikalische Damen und

rren, die dem Chor beizutreten wünschen, wollen sich baldmöglichst im Dirigenten, Musikdirektor Irrgang (Blü melden.

8

Eine Huldigungsfeier für Adolf von Menzel war am Sonntag

der neunte der vom Verein zur Förderung der Kunst mit Unterstützung des Charlottenburger Magistrats veranstalteten Volks⸗ kunstabende in Charlottenburg. Der große Festsaal des Kaiser Friedrich⸗Reformgymnasiums am Savignyplatz reichte bei weitem nicht aus, um die Zahl der Einlaß Begehrenden aufzu⸗ nehmen, die das Thema des Abends: „Menzel und Friedrich der Große“ angezogen hatte. Ueber den Altmeister und sein Schaffen hielt der Kunstschriftsteller Fritz Stahl den einleitenden Vortrag, der durch Skioptikonbilder der Hauptwerke Menzels wirksam ergänzt wurde. Den zweiten Teil des Abends füllten Rezitationen und musikalische Vorträge aus. Ein stimmungsvolles Hul⸗ digungsgedicht Rudolf Presbers „Menzel im Olymp“ sowie eine Reihe Fontanescher Dichtungen, darunter das bekannte, zum siebzigsten Geburtstage Menzels verfaßte „Auf der Terrasse in Sanssouci“, von Dr. Manz vorgetragen, Teile aus den Flötenkonzerten Friedrichs des Großen Nr. 3 und 4, von Herrn Kammermusiker Prill mit Begleitung des Kapellmeisters Otto gespielt, Loewes Ballade „Fridericus Rer“, von Herrn Alexander Heinemann gesungen, seien als Perlen des reichhaltigen Programms hervor⸗ gehoben. Es war ein ganz besonders wohlgelungener Abend.

Am Sonntag, Mittags 12 Uhr, findet im kleinen Saal des Architektenhauses (Wilhelmstraße 92/93), ein Vortrag des Architekten August Endell über die Ziele der Vereinigung für Haus⸗ und Wohnungskunst in Berlin statt, die ein Mittelpunkt für alle selbständig künstlerischen Bestrehungen auf dem

zebiet der Architektur und des Kunsthandwerks sein will. Eintritts⸗ karten zu 1 ℳ, für Studierende zu 0,50 sind im Warenhaus Wertheim und an der Kasse zu haben. Ausköünfte erteilt der Schrift⸗ führer der Vereinigung, Herr R. Wille (Kurfürstenstraße 98).

Eine Rechtsauskunftsstelle, in der Arbeitern, Gehilfen, Dienstboten usw. unentgeltlich Rat und Auskunft auf allen Rechts⸗ gebieten erteilt wird, hat das Bureau für Sozialpolitik mit freundlicher Genehmigung des Vorstandes des Zentralvereins für Arbeitsnachweis in den Räumen des Gebäudes für Arbeits⸗ nachweis in der Gormannstraße eingerichtet. Dort wird ein Jurist und Verwaltungsbeamter jeden Wochentag, Vormittags von 8—10 Uhr, außerdem am Sonnabend, Nachmittags von 6 ½ 8 Uhr, bereit sein, Rechtshilfe zu gewähren; auch werden kostenfreie Eingaben, Gesuche, Klagen usw. dort angefertigt.

Der diesjährige „Gesindeball“ Berliner Bühnenkünstler findet am Sonnabend, den 25. d. M., Abends 9 ½ Uhr, in den Räumen der „Schlaraffia“ (Hͤ5tel Impérial), Enckeplatz 4, statt. Billett⸗ bestellungen sind an das Ballbureau, Victoria⸗Hotel, Unter den Linden 486, zu richten.

Lissabon, 7. März. (W. T. B.) Der spanische Dampfer „Villaleire“, von Middlesborough kommend mit der Bestimmung 222 Genua, ist 25 Meilen von der Küste gegenüber Aveiro ge⸗ entert. von der Besatzung sind gerettet, 13 werden vermißt.

(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.) 8

cherstraße 9) schriftlich

Weizen

Das Schiff und die Ladung sind verloren; 12 Leute

m Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischer

8

Auswärtiger Handel des deutschen Zollgebiets mit Getreide und Mehl nach Erntejahren (1. August bis 31. Juli).

Berlin, Mittwoch, den §. März

Deutsches Reich.

Bearbeitet im Kaiserlichen Statistischen Amt. 1) Ein⸗ und Ausfuhr.

Gesamteinfuhr

Davon sofort verzollt oder zollfrei

Gesamtausfuhr.

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2) Mehlausfuhr.

Aus dem freien

Verkehr Gegen Zollnachlaß

1. August 1. August 1904 1903 1902 1904 1903 1902 bis 28. Februar bis 28. Februar 1905 1904 1903 1905 1904 1903

Gesamte verzollte Menge †)

3) Einfuhr in den freien Verkehr nach Verzollung.

Davon verzollt

den freien Verkehr

beim unmittelbaren Eingang in

bei der Einfuhr von Niederlagen, Freibezirken usw.*)

im Veredelungsverkehr (Mühlenlager)

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1. August

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1903

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önigliche Schauspiele. Donnerstag: Opern⸗ haus. Mittags 12 Uhr: Symphoniematinee. Abends 7 ½ Symphoniekonzert der König⸗ lichen Kapelle. 1 Weingartner. Ein Billettverkauf hierzu findet nicht

perntheater: Geschlossen.

ag: Opernhaus. 65. Abonnementsvorstellung.

armen. Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Terxt von Henry Meilhac und Ludovic Halsvy, nach einer Novelle des Prosper Merimée. Anfang 7 ½ Uhr.

Neues Operntheater. 28. Abonnementsvorstellung. Wie die Alten sungen. Lustspiel in 4 Aufzügen Karl Nieman Anfang 7 ½ Uhr.

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Deutsches Theater. Donnerstag, Abends

Uhr: Faust. (Erster Teil.)

Freitag, Abends 7 ½ Uhr: St. Bernhard. S V Abends 7 ½ Uhr: Zum ersten Male:

Die Brüder von

Sonntag, Nachmittags 1 ½ Uhr: Don Carlos. Abends 7 ½ Uhr: Oedipus.

Berliner Theater. Donnerstag: Der Kaiser⸗ Anfang 7 ½ Freitag:.. so ich Dir! Anfang 7 ¼ Uhr. Sonnabend: Der Kaiserjäger. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag: Der Kaiserjäger. Anfang 7 ½¼ Uhr.

v. Br .

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Donnerstag: Elga. Anfang

Lessingtheater.

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Freitag: Traumulus. Anfang 7 ½¼ Uhr. Sonnabend: Elga. Anfang 8 Uhr.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Leibalte. Komödie in 3 Akten von Lothar Schmidt.

Freitag, Abends 8 Uhr: Medea.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Wallensteins Lager. Die VPiccolomini.

N. (Friedrich Wilbelmstädtisches Theater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Im Hafen. Drama in 3 Akten von Georg Engel. e1“

Dirigent: Herr Kapellmeister Felir

neugierigen

Freitag, Abends 8 Uhr: Der Leibalte.

nnabend, Abends 8 Uhr: Der Leibalte.

Theater des Westens. (Kantstraße 12. Babn⸗ hof Zoologischer Garten.) Donnerstag (20. Vor⸗ im Abonnement): Der Wildschütz. Anfang 7 ½ 2

Freitag (20. Vorstellung im Abonnement): Die Frauen.

Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Zu kleinen Preisen: Der Geizige. Der zerbrochene Krug. Abends 7 ½ Uhr: Die neugierigen Frauen.

Sonntag. Nachmittags 3 Ubr: Zu halden Preisen: Der Freischütz. Abends 7 ½ Uhr: Die neu⸗ gierigen Frauen. ““ 8 Huge Becker. Gastspiel Die neugierigen

Nationaltheater. (Direktion: Weinbergsweg 12a 13 b.) Donnerstag: des Theaters des Westens. Frauen.

Freitag: Zum ersten Male: Don Juan.

Sonnabend: Undine. 16“

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Troubadour. Abends 7 ½ Uhr: Don Juan.

Neues Theater. Donnerstag: Ein Sommer⸗ nachtstraum.

Freitag: Der Graf von Charolais.

Sonnabend: Ein Sommernachtstraum.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Donners⸗ tag, Abends 8 Uhr: Der Familientag.

Freitag und folgende Tage, Abends 8 Uhr: Der Familientag.

Residenztheater. (Direktion:Richard Alerander.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Hotel Pompadour. Schwank in 3 Akten von Anthony Mars und Leon Fanrof. Deutsch von M. Schönau.

Freitag und folgende Tage: Hotel Pompadour.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Rora.

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di⸗ rektion: Kren u. Schönfeld.) Donnerstag, Abends 7 ½ Uhr: Der Kilometerfresser. wank in 3 Akten von Curt Kraatz. (Verfasser vom „H tourist“.) 5

Freitag und folgende Tage: Der Kilometer⸗ fresser. Sonntag, Nachmittags 3 ¼ Uhr: Charleys Tante.

Zentraltheater. Donnerstag, Abends 7 ½ Uhr: Die Juxheirat. Ovperette in 3 Akten von Julius Bauer. Musik von Franz Lehär.

Freitag: Die Juxheirat.

Sonnabend, Nachmittags: Der gestiefelte Kater. Abends: Die Juxheirat.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. Abends: Die Juxheirat.

Bellealliancetheater. (Bellealliancestraße 7/8. Direktion: Kren u. Schönfeld.) Donnerstag und folgende Tage, Abends 8 Uhr: Letzte Vorstellungen von: Der beste Tip. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Akten, nach einer älteren Ed. Jacobsonschen Idee, von Jean Kren.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Kean, oder: Genie und Leidenschaft.

Mittwoch, den 15. März: Die Rothe. Sensationskomödie (Ueber 500 Mal in Paris aufgeführt.)

Zum ersten Male: in 4 Akten.

Trianontheater. (Georgenstraße, zwischen Friedrich⸗ und Universitätsstraße.) Donnerstag: Das Abenteuer des Herrn Malezieux. Die Peüenezcr. Ein peinlicher Zwischenfall. Anfang 8. r

Freitag und folgende Tage: Das Abenteuer des Herrn Malezieux. Die Brieftasche. Ein peinlicher Zwischenfall.

Sonntag, Nachmittags: Die glückliche Gilberte.

Konzerte.

Singakademie. Donnerstag, Abends 7 ½ Uhr: Liederabend von Helene Staegemann, Groß⸗ herzoglich mecklenburgische Kammersängerin.

Sual Bechstein. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Klavierabend von August Schmid⸗Lindner. Mitwirkung: Max Reger.

Berthoven-Saal. Donnerstag, Abends 8 Uhr: II. Konzert von Günther Freudenberg mit dem Philharmonischen Orchester (Dirigent: August

8

Zirkus Schumann. Donnerstag, Abends präzise 7 ½ Uhr: Eliteabend. Galaprogramm. U. a: Herr Albert Carré, Sohn des Königlich nieder⸗ ländischen Zirkusdirektors Oscar Carré. Die groß⸗ artigen neuen Spezialitäten, Direktor Albert Schumanns neueste Monstredressuren und Ephraim Thompsons großartig dressierte Elefanten. Neu: Elefanten als Akrobaten. Neu: Elefanten als Schlittenschellenvirtuosen. Neu: Der Elefant als Soldat. Neu: Der einzig eristierende Saltomortale schlagende Elefant. Zum Schluß: Die größte Prachtausstattungspantomime der Gegen⸗ wart: Eine Nordlandsreise. Feenhafte, hier noch nie gesehene Effekte.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Dora Eberlein mit Hrn. Leutnant Radulph von Barton gen. von Stedman (Karls⸗ ruhe). Frl. Ilse von und zu Schachten mit Hrn. Leutnant Carl von Rheinbaben (Cassel Karlsruhe). Frl. Dora Huth mit Hrn Ge⸗ richtsassessor Georg Klauer (Wannsee Berlin)

Verehelicht: Hr. Hauptmann Fritz Frhr. Schäffer von Bernstein mit Frl. Carola Passavant (Darm⸗ stadt Frankfurt a. M.).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Korvettenkapitän Alberts (Berlin). Hrn. Landrat Dr. Behrend (Lyck). J9 Oberleutnant z. S. Max Schultz (Kiel). Hrn. Pastor Schottke (Wiltschau).

Gestorben: Hr. Professor Dr. Friedrich Philippi Rostock). Hr. Rittmeister Carl Knorr von

osenroth 76. Hr. Oberst z. D. Richard Joffroy (Berlin). Hr. Professor Dr. Alexander Fraustadt (Breslau). Kadett Dietrich 3 Joachim von Kommerstädt G

r. Dr. Gertrud Teggatz, geb. Freiin von Münch⸗

(Chemnitz).

Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Neun Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage)

955 281 572 829

1 645 908 1 508 701 25 922 434

607 570 1 004 563 1 415 623 1 093 109

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899 385 23 788 329 955 66 146 206 413 14 015

251

993 636 343 077 714 189 141 915 91 941 9 092 128

Unmittelbare Einfuhr

Einfuhr von Niederlagen, Freibezirken usw.*)

1. August

190bo

1903 1902

1904

1. August

Von Mühlenlagern verzollt

1. August

Ausfuhr gegen Zollnachlaß

1. August

1903

1905

bis 28. Februar

1904 1903

1904

1

1902

bis 28. Februar

1904 bis 28.

1903

190.

1904 8e11“

Februar

1903

1904

Roggenmehl

= 100

kg

0— ⅓—=Sgoᷣ0—- Seo S2 b0 O=2

1u —O— 20

31 514 58 689 1 922 70 790 806 130

35 335 427 505 10 114 75 386 1 638 354

6) Bestand an

Weizen

146 1 517

2 685

Getreide und Mehl in Zollagern am 28. Februar 1905.

Roggen Weizenmehl 88 8 1 8 . 8 · 8 7

Roggenmehl

33 282 114 952

Ians,. inländisch lämzisch inländisch, läntisch inländisch ländisch inländisch

h Im ganzen

davon:

gemischten Transitlagern. Kreditlagern.. Verschlußlagern veö.“; böö““

8

Die als Freilager im Zollgebiet dienen

1

1905 1904 1903³

u Emden, Brake, Altona,

873 135

674 024 671 416

607 236

239 142 6 917 19 340

b I

307 301

183 846

131 969 .

242 897

25 701 38 703

dz =

100 kg

165 547 249 899 324 659

8 118 108 278

37 090 12 061

304 943 242 558 301 023 116 678

4 930

183 032

303

6 853 11 260 12 495

3130 1 062 2 661

34 819 27 993 19 709

Stettin, Neufahrwasser sowie das Zollausschlußgebiet Bremen.

16 662 38 099 44 827

276

82 921 76 710 41 001

703 82 109

109.

20 658 330 177