1905 / 75 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 28 Mar 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Marktort

Qualttät

gering

mittel

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

Menge

niedrigster, höchster

niedrigster V höchster

niedrigster höchster

Doppelzentner

Am vorige Markttage

Durch. schnitts. preis

(Spalte 1)

1 Doppel⸗

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Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Ein liegender Strich (—) in den Svalten für Preise h

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17,20 16,50 18,00 22,00 22,00 19,40 19,60 Spelz, Dinkel, Fesen 19,40 19,50

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Kernen (enthülster 19,00 19,20

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ppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt.

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12,50 12,80 13,10 13,00 12,80 13,30 13,70 14,10

12,80 13,50 13,40 13.60 13,00 13,40 14,00 14,60 15,60 15,40

16,00 16,00 16,00 15,50 16,00 19,00

15,30 16,00 15,60 15,50 16,00 18,80

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15,00 14,80 15,10 15,50 18,60

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14,80 15,00 15,30 15,40 13 80 15,00 14,20 17,20 17,00

15,00 15,10 15,40 13,80 15,00 13,20 16,20 16,60

is nich um Der Durchschaittspreis wi 1 ie e d. 3 etre o Pr 8 6 19. 8 8 8 preis wird aus de 2 3 8 deutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letten sechs Spalten, UI Ir

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iu versetzen: otdirektion, den Hig. und den sche zum Art.

Depot Landau zum 1. April d. J.; 2. zoe; * Königliche Hoheit, à la suite des 1. Schweren e gts. Prinz Karl von Bavyern, zu 5 er K J9 E Bayern, zum Gen. der Kav. (2); im der Res. Albert Troeger des 13. Inf. Regts - Franz Joser jnf. Regts. Hartmann und dem Rittm. Heinrich Biffar des 2. Ulan. Regts. König, von der Landw. Inf. 1. Aufgebots den Hauptleuten Friedrich Bründl und Gustav van Hees (I1 München), von der Landwehrinfanterie tnan aximi Landgraf (Ansbach), Landwehruniform mit f Abzeichen, dann dem Oberlt. Lore Landw. Inf. 1. Aufgebots, dem Ober

Sanitätskorps: Eduard

Heere mit dem 3.

zu befördern: den Gen. Lt. Prinzen

am 21. d. M. den Abschied zu bewilligen: von von Oesterreich, Johann Walter des 14. Inf.

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2. Aufgebots sämtlichen den

dem Oberleutnant Maximilian mit der Erlauinis jum Tragen r Verabschiedete vorgeschriebenen 1 Wagner (Kempten) von der t. Franz Simon (Würzburzß und dem Lt. Joseph Strsffing Rensersseerah”e beide von der Landw. 2. Aufgebots; zu versetzen: den Lt. on der Res. des 2. Feldart. Regts. Horn zu Regts. Prinz⸗Regent Luitpold; zu be⸗ erlt. den Lt. Ernst Eichboff der Res. t. Regts. Prinz⸗ Regent Luitpold mit einem vom 10. Februar d. J zum Lt. in der Res. des Regts. den Vizefeldw. der Res. Paul Drößler (Landau); tätsk am 22. d. M. dem Oberarzt der Reserve Summa (Gunzenhausen) das Ausscheiden aus dem 3. April d. J. behufs Uebertritts in die Kaiserliche für Südwestafrika zu bewilligen; c. bei den Beamten erwaltung: am 13. d. M. den Reichsmilitärgerichtsrat 8 Senats hbeim Reichsmilitärgericht unter huldvollster g seiner langjährigen, mit Treue und Eif elei unter Verleihung des Ranges der 2. Raßh der mit der in den erbetenen

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gesetzlichen Pension in

Sächsische Armer.

8 nriche usm Ernennungen, Beför⸗

Zersetzungen. Im aktiven Heere. 23. März.

und Kommandeur der Pioniere, zum Kom⸗

88 ernannt. Krahl, Major und

n. Nr. 22, mit Wahrnehmung der Ge⸗

s der Pioniere beauftragt. Riecke, Major

Bats. Nr. 12, zum Kommandeur des

2 ernannt. Löffler, Major im Generalstabe

gI. Preuß. Großen Gereralstabe, vom 1. April

tabe des XIX. (2. K. S.) Armeekorps kom⸗ 522

Allmer, Adjutant der 4. Div. Nr. 40, des 1. Ulan. Regts. Nr. 17 Kaiser Franz önig von Urgarn, Ludewig, Abteil. Kom⸗ degt. Nr. 77, Patente ihres Dienstgrades

8

uIm Ulw.

Komp. Chef im 6. Inf. Regt. ürttemberg, unter Aggregierung ggregiert dem 12. Infanterie⸗ aggregiert dem 9. Infanterie⸗ überzähligen Majoren befördert; der Unteroff. Schule, als Komp. Chef ilbelm 1I. von Württemberg

egt. Nr. 103, als Komp. Führer versetzt.

Regt. Nr. 133, mit dem

der Stellung als Komp. Chef, Bekleidungsamt XIX.

I, Direktionsassist. der

schule, mit dem 1. April d. J. als Komp. Chef in das 4. Inf. Regt. Nr. 88 versetzt, v. Wolfersdorff im Generalstabe, kom⸗ g8 zum Königl. preuß. Großen Generalstabe, vom 1. mandiert.

Die Oberlts.: v. Loeben im 2. Jägerbat. N in der Kommando zur Dienstleistung zum Königl. preuß. stabe bis auf weiteres belassen, v. Schroeter im Schützen⸗(Füf.) Regt Prinz Georg Nr. 108, kommandiert zur Dienstleistung zum Königl preuß. Großen Generalstabe, vom 1. April d. J. ab zur 7. Inf. Bric 12. 88 kommandiert, Kretzschmar im 7. Inf. Regt. König Georz Nr. 106, v. Zeschau im 2. Gren. Regt. Nr. 101 Kaiser Wilhelm, König von Preußen, vom 1. April d. J. ab auf ein weiteres Jahr, Treitschke im 13. Inf. Regt. Nr. 178, v Kirch⸗ hach im 2. Jäagerbat. Nr. 13, Gr. Vitzthum v. Eckstäkt (Alexander) im 1. (Leib-) Gren. Regt. Nr. 100, Schroeder i7 8. Inf. Regt. Prinz Johann Georg Nr. 107, vom 1. April d. J. ab auf ein Jahr, zur Dienstleistung zum Königl. preuß Großen Generalstabe kommandiert, Eckhardt im 12. Inf. Regt. Nr 177, in dem Kommando zur Dienstleistung zum Königl. preuß. Großern Generalstabe bis 31. März 1906 belassen, Oppermann im 3. Iri. Regt. Nr. 102 Prinz⸗Regent Luitpold von Bayvern, als Komp. Fübie 34b Vorschule, Möller von der Unteroff. Schule, in das 11. Inf. Regt. Nr. 139,5 Elsa im 2. Gren. Regt. Nr. 101 Kaiser Wilbelm König von Preußen, zur Unteroff. Schule, Martini von der Unteroff. Vorschule, in das Schützen⸗ (Füsv.) Regt. Prinz Georg Nr 108 die Lts.: Grimm von der Unteroff. Schule, in das 9. Inf. Regt Nr. 133, Göbel von der Unteroff. Schule, in das 5 Inf. Regt Kronprinz; Nr. 104, Hähle, Frbr. v. Hausen von der Unlerof L“ zur Unteroff. Schule, Exner im 7. Inf. Regt König Gec nr.,106, Kesh 82 3 89 Kronprinz Nr. 104 Weige

= en⸗ . 81. rin Ie Vorschele⸗ ulr bem 1. Apei d. Hen

Die Oberlts.: Hingst im Kadettenkorps, in das 1. (Leib⸗) Gren.

Brandt im Kadettenkorrs, in das 14. Inf. Regt. son im 14. Inf. Regt. Nr. 179, Dauch im 13. Inf. „— als Erzieher zum Kadettenkorps, mit den

versetzt.

3.: Schreiber im 8. Inf. Regt. Prinz Johann Geor 1“ befördert, Er. nga 25 5 Inf. ge 8 r. 106, in die 2. Maschinengewehrabteil. Nr. 19 Be⸗ „2. Jägerbat. Nr. 13, in das 15. Inf. Reg. Nr. 181, versetzt. Ulrich Prinz von Schönburg⸗Waldenburg Durch laucht, Rittm. im Gardereiterregt., vom 1. April d. J. ab auf ein Jahr ohne Gehalt beurlaubt. Gysae, Oberlt. im 2. Ulan. 2 . 18, kommandiert zur Dienstleistung zum Königl. preuß. Großen Generalstabe, mit dem 1. April d. Js. unter Zuteilung m. 5 Zentralabteil. des Generalstabes in den Generalstab versetzt I“ Oberlt. im kombinierten Jägerdetachement zu Pferde vom 1. April d. J. ab auf ein Jahr zur Dienstleistung zum Königl preuß. Großen Generalstabe kommandiert. b Die Hauptleute: Hoffmann von de abtei . stabs, zum Generalstabe des XII. d. & Esb mann⸗Bartcky, Komp. Chef im Fußart. Regt. Nr. 12 komma⸗ diert zur Dienstleistung zur Art. Werkstatt, mit dem 10 April d. Z. als Direktionsassist. zur Art. Werkstatt, versetzt Brehme beim See des 2. Pion. Bats. Nr. 22, zum Major befördert, Lamer, Komy. Chef im 1. Pion. Bat. Nr. 12, zum Stabe des Reichardt im Generalstabe des Iöuö als Kompagniechef in das 1. Pionierbataillon Nr. 12, versetzt. Sieglitz, Oberlt. im 2. Pion. Bat. Nr. 22, in dem Kommando zur Dienstleistung zum Königl. preuß. Großer

zum Generalstabe des XIX. (2. K. S.) Armeekorps kon⸗

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Generalstabe bis auf weiteres belass eeneralstabe bis auf weiteres belassen. v. Hautcharmov, charakterif Fähnr. im 15. Inf. Regt. Nr. 181, zum Fähnr. ernannt. hechths

Außerdem am M

nach überschläglichen 1 verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt

April

l6schiedsbewilligungen. Imaktiven Heere. 20. März. ezmer, Lt. im 6. Inf. Regt. Nr. 105 König Wilhelm II. von emberg, scheidet behufs Uebertritts zur Kaiserlichen Schutztruppe

Süüdwestafrika mit dem 3. April d. J. aus dem Heere aus.

Sir März. Richter, Gen. Major und Kommandeur der arf. Brig. Nr. 88, in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs mit „Pon und der Erlaubnis zum Forttragen der Gen. Uniform zur on gestellt. Frhr. v. Uslar⸗Gleichen, Oberlt. im 13. Inf. dr Nr. 178, Sulzberger, Oberlt. im 2. Feldart. Regt. Nr. 28, em unterm 31. März d. J. und mit der Erlaubnis zum Tragen Armeeuniform, mit Pension der Abschied bewilligt. Hülßner, 12. Feldart. Regts. Nr. 28, zu den Offizieren der Res. dieses übergeführt. Vier, Fähnr. im 3. Inf. Regt. Nr. 102 Regent Luitpold von Bayern, zur Res. beurlaubt.

üupt, charakteris. Oberstlt. z. D. und Dritter Stabs⸗ beim Landw. Bezirk I Dresden, mit der Erlaubnis zum

„der Uniform des 2. Gren. Regts. Nr. 101 Kaiser Wilhelm,

von Preußen und unter Fortgewährung der gesetzlichen Pension

em 31. März d. J. von seiner Dienststellung auf sein Gesuch

Gr. v. Wallwitz, charakteris. Major z. D., unter Fort⸗

ung der gesetzlichen Pension und mit der Erlaubnis zum ferneren

der Uniform des Gardereiterregts., Wenig, Feuerwerks⸗

1 idem Art. Depot Dresden, unter Verleihung des Charakters

erwerksmajor, mit Pension und der Erlaubnis zum Forttragen v ztzberigen Uniform, der Abschied bewilligt.

Im Sanitätskorps. 23. März. Die Stabsärzte: Dr.

m, Garn. Arzt auf der Festung Königstein, unter Beförderung

erstabsarzt, zum Regfs. Arzt des Karab. Regts. ernannt,

ei Bats. Arzt des 1. Bats. 3. Inf. Regts. Nr. 102 Luitpold von Bavyern, unterm 1. April d. J. von dem

nando zur Universität in Leipzig enthoben, Dr. Strohbach, 8.ts. Arzt des 3. Bats. 4. Inf. Regts. Nr. 103, als Garn. Arzt ie Festung Königstein versetzt.

Die Oberärzte: Dr. Fehre beim 6. Feldart. Regt. Nr. 68, zum

a8s, und Bats. Arzt des 3. Bats. 4. Inf. Regts. Nr. 103 be⸗ und unterm 1. April d. J. von dem Kommando zur Universität erzig enthoben, Dr. Bischoff beim 5. Inf. Regt. Kronprinz 6104, unterm 1. April d. J. zum 7. Inf. Regt. König Georg r.106 versetzt und von dem Kommando zur Universität in Leipzig imn. Dr. Sandkuhl beim 7. Feldart. Regt. Nr. 77, zum

Inf. Regt. Prinz Johann Georg Nr. 107 versetzt,

Klare beim Sanitätsamt XII. (1. K. S) Armeekorps,

April d. J. zum 7. Feldart. Regt. Nr. 77 me zum Kinderkrankenhause in Leipzig kommandiert, A. Friedrich beim 5. Feldart. Regt. Nr. 64, unterm [april d. J. zum 3. Inf. Regt. Nr. 102 Prinzregent Luitpold von dem versetzt und zur Universität in Leipzi kommandiert, Schulz beim 4. Feldart. Regt. Nr. 48, unter Belassung in dem mnmando zum Carolahause in Dresden, zum 1. Feldart. Regt. 12 versetzt. Dr. Meyer beim 2. Feldart. Regt. Nr. 28, term 1. April d. J. zur Universität in Leipzig kommandiert, Jaehne beim Gardereiterregt., unterm 1. April dieses Jabres um Sanitätsamt XII. (1. K. S.) Armeekorps versetzt, Eichler zem 15. Inf. Regt. Nr. 181, unterm 1. April d. J. zu den Sanitäts⸗ Fieren der Res. übergeführt.

Die Assist. Aerzte: Dr. Wolf beim 1. (Leib⸗) Gren. Regt. Fr. 100, unter Versetzung zum Gardereiterregt, Dr. Krüger beim „Regt. Königin Carola Nr. 19, zu Oberärzten befördert, 1. Hus. Regt. König Albert Nr. 18, unterm 1April d. J. zum 5. Inf. Regt. Kronprinz Nr. 104 versetzt und zur lriversität in Leipzig kommandiert, Flade beim 4. Feldart. Regt. nr. 48, zum 5. Feldart. Regt. Nr. 64, König beim Schützen⸗ (Füs.) Kegt. Prinz Georg Nr. 108, unterm 1. April d. J. zum 1. Hus. Kegt. König Albert Nr. 18, versetzt. Dr. Cichorius, Assist. vnt der Landw. 1. Aufgebots im Landw. Bezirk Bautzen, zu den

Mit

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Dr. Sievert beim

Sanitätsoffizieren der Res. zurückversetzt. Beamte der Militärverwaltung.

Durch Verfügung des Kriegsministeriums. 24. Fe⸗ trugr. Schmidt, Oberlehrer bei der Unteroff. Vorschule Marien⸗ berg, jur Soldatenknabenerziehungsanstalt in Kleinstruppen, Richter Albert), Lehrer bei der Soldatenknabenerziehungsanstalt in Klein⸗ truppen, zur Unteroff. Vorschule in Marienberg, unterm 1. April d. J. versetzt.

13. März Bezirk II Dresden,

befördert. 2 Scherber, Meistergehilfe bei der Art. Werkstatt,

Unterapotheker der Res. im Landw.

Schwamkrug, 2 Beurlaubtenstandes

zum Oberapotheker des

14. März. 2 il mterm 1. April d. J. zum etatmäß. Meister ernannt.

Deutscher Reichstag. 8 1 173 Sitzung vom 27. März 1905, Vormittags 11 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphischem Bureau.)

Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Beratung des Reichshaushaltsetats für 1905 im Etat für die Ver⸗ vwaltung des Reichsheeres bei den Ausgabekapiteln:

Artillerie und Waffenwesen“ und „Technische Institute der Artillerie“.

Ueber den Anfang der Sitzung wurde in der gestrigen gummer d. Bl. berichtet. Nach dem Generalmajor Sirxt von Armin nimmt das Wort der

Staatssekretär des Reichsschatzamts Freiherr von Stengel:

Meine Herren! Der Herr Abg. Zubeil hat in seiner Rede auch die Frage der Besteuerung des Reichs in Ansehung gewerblicher fabrik⸗ mäßiger Betriebe gestreift. Ich bemerke, daß die Frage einer gesetz⸗ lichn Regelung der kommunalen Besteuerung der fabrikmäßigen Be⸗ riebe des Reichs dermalen der Verhandlung unter den Ressorts unter⸗ jegt, daß diese Verhandlungen aber bisher noch nicht zum Abschlusse haben gebracht werden können. Inzwischen sind aber, um den be⸗ trefenden Kommunen möglichst entgegenzukommen, für eine Reihe von Gemeinden, wo sich ähnliche Betriebe des Reichs befinden ich er⸗ innere hier nur an die Gemeinden Kiel, Ellerbeck u. a. —, durch den Marineetat angemessene Beihülfen ausgebracht worden, und eszbe⸗ steht sowohl bei der Heeres⸗, als auch bei der Reichsfinanzverwaltung die bestimmte Absicht, in den Etatentwurf für das Jahr 1906 eine solche Beihülfe auch für die Gemeinde Spandau aufzunehmen.

Abg. Dr. Becker⸗Cöln (Zentr.): Ich würde mich sehr freuen, wenn demnächst auch für Siegburg ähnliches in Aussicht gestellt werden könnte. 2

Abg. Zubeil (Soz.): Nicht ich habe die Obrfeige des Arbeiters als eine Heldentat hingestellt. Die amtliche Statistik für Spandau weist alles nach, was ich gegen die Lohnpolitik der Militärverwaltung aus⸗ führte; die Privalindustrie zahlt durchweg höhere Löhne.

Die Position wird bewilligt.

Der Rest des Ordinariums wird ohne weitere Debatte nach den Anträgen der Bude etkommission erledigt. Es folgt das Extraordinarium, für welches im Etat für das preußische Militärkontingent der ordentliche Etat 26, der außerordentliche

53 ½ Millionen vorsieht. 42 000 an der Forderung von

Ahbeaesetzt werden: 300 000 als achte Rate zum Neubau von Magazin⸗ von der Ferteranß

gebäuden in Cöln;: 260 000 ₰4 von 600 000 ℳ, dritte Rate für Ersatzbauten

zugebende

militärische Anstalten nicht fortifikatorischer Art in Posen: 39 000 von der Forderung von 179 000 Schlußrate für den Neubau einer Kaserne in Glatz: 16 000 an der Forderung von 86 000 zur Anlage von zwei Schießständen in Crefeld; 80 000 an der Forderung von 186 000 zur Bereitstellung vorläufiger Unterkunft für drei Eskadrons in Langensalza; 50 000 an der Forderung von 330 865 als sechste Rate zum Neubau einer Kaserne in Bruchsal; 350 000 an der Forderung von 718 550 erste Rate zur Bereitstellung vorläufiger Unterkunft für drei Eskadrons usw. in Graudenz.

Im Anschluß an die extraordinären Truppenübungsplätze bringt der

Abg. von Strombeck (Zentr.) die Frage der Anlegung eines Truppenübungsplatzes auf dem Eichsfelde wieder zur Sprache. Die ländlichen Besitzer, deren Eigentum hier eventuell expropriiert werden müßte, sollten nicht in barem Gelde, sondern mit gleichwertigem Land abgefunden werden. Es sei ein neues Projekt dem Ministerium unter⸗ breitet worden.

Preußischer Kriegsminister, Generalleutnant von Einem genannt von Rothmaler:

Meine Herren! Die Frage der Truppenübungsplätze ist generell in der Budgetkommission des weiteren erörtert worden; ich brauche deshalb wohl auf diese generellen Ausführungen hier nicht weiter einzugehen. Der Herr Vorredner hat nun an mich die Bitte gerichtet, ihm mit⸗ zuteilen, wie die Plätze, die uns auf dem Eichsfeld als Truppen⸗ übungsplätze angeboten waren, sich bei der Erkundung erwiesen hätten. Leider haben sie sich bei der Erkundung sämtlich als unbrauchbar für uns erwiesen.

Die zweite Bitte des Herrn Vorredners lautete: ihm mitzu⸗ teilen, wie es mit dem Platze stehe, der jetzt durch Petitionen erneut uns angetragen worden ist. Darauf kann ich nur antworten: dieser Platz soll in der nächsten Zeit von der Militärverwaltung auf seine Brauchbarkeit hin erkundet werden.

Abg. Dr. Bärwinkel (nl.): Ich vertrete entgegen dem Herrn von Strombeck die Anschauung, daß der Truppenübungsplatz für das XI. Ärmeekorps dort angelegt wird, wo er ursprünglich in Aussicht genommen war, nämlich in der Gegend von Ohrdruf.

Preußischer Kriegsminister, Generalleutnant von Einem genannt von Rothmaler:

Ich bitte den Herrn Abgeordneten, darauf verzichten zu wollen, daß ich ihm eine Antwort gebe, in Rücksicht auf sehr wichtige Interessen. (Sehr gut! links.)

Nach einer weiteren Bemerkung des Abg. Hagemann (nl.) werden die betreffenden Titel bewilligt.

Ferner setzt das Haus 27 000 ab von der Forderung von 175 000 für S

Forderungen für

Anlage und Ausbau von Schießständen für die 1905 zu errichtenden neuen Truppen, und 50 000 an der Forderung von 258 188 fünfte Rate zur Aenderung der medizinisch⸗chirurgischen Ausstattung der Truppen und der Sanitätsformationen. 8

Die Entscheidung über die von der Budgetkommission vor⸗ geschlagene Uebertragung von Forderungen: 1) für die Hand⸗ waffen 9 Millionen, 2) neunte Rate zur Schaffung einer Re⸗ serve an Feldartilleriematerial 13 041 500 ℳ, weitere Beschaffung für Zwecke der Feldartillerie 10 Millionen Mark aus dem außerordentlichen in den ordentlichen Etat des Extraordinariums wird auf Antrag des Abg. Gröber (Zentr.) vorläufig zurückgestellt. Zum Titel selbst nimmt das Wort der

Abg. Eickhoff (fr. Volksp.): Dieser Titel gibt mir die er⸗ wünschte Gelegenheit, auf die Angriffe zurückzukommen, die der Abg. Dr. Beumer in der Reichstagssitzung vom 17. cr. nicht nur gegen meine Person, sondern vor allem gegen die Rheinische Metallwaren⸗ und Maschinenfabrik in Düsseldorf gerichtet hat, deren Begründer, der Geheime Baurat Ehrhardt, sich gr ße Verdienste um die Vervollkomm⸗ nung des Waffenwesens erworben hat, wie dies seitens der Heeres⸗ verwaltung anerkannt worden ist.⸗ Ich bin zu dieser Verteidigung nicht nur befugt, sondern auch verpflichtet, denn die Firma besitzt in meinem Wahlkreise große Werke, wo besonders Artilleriematerialien, namentlich Geschosse, bergestellt werden, und ich vertrete damit zu gleicher Zeit die Interessen des gesamten Reiches, weil, wie ich schon am 17. März nachgewiesen habe, die Monopolstellung der Firma Krupp dahin geführt hat, daß dem Reiche zu große finanzielle Opfer auferlegt wurden, und weil diese Monopolstellung weder im militärischen noch im finanziellen Interesse des Reichs liegt. Aus diesem Grunde hat die Budgetkommission schon vor mehreren Jahren Ihnen eine Resolution vorgeschlagen, die der Reichstag einstimmig gefaßt hat, der zufolge stets eine Mehrheit von Lieferanten für das Armeematerial berücksichtigt werden soll. Zunächst möchte ich feststellen, daß ich am 17. März keinerlei Angriffe gegen die Firma Krupp gerichtet habe, wie der stenographische Bericht ausweist, wie aber der Abg. Dr. Beumer fälschlich behauptet hat. Ich habe nicht behauptet, daß die Firma Krupp, wie Dr. Beumer meinte, an den Panzerplatten so große und unschätzbare Verdienste gehabt habe, wohl aber habe ich behauptet, daß wir an Krupp für Panzerplatten große Summen, und in jedem Falle höhere Preise zahlen mußten als Krupp sie sich von der Regierung in Amerika zahlen ließ. Ich will dies heute näher dahin erläutern, daß die amerikanischen Firmen der amerikanischen Regierung weit billigere Angebote machten als Krupp der deutschen Regierung, aus dem Grunde, weil die Firma Krupp ihr Nickelstahlpatent an die Firma in Amerika verkauft hatte, wie dies Patent ja auch nach Frankreich verkauft ist, ohne, wie ich hinzufüge, daß von der Regierung Widerspruch dagegen erhoben worden ist. Es ist das Verdienst der Budgetkommission und namentlich des Abg. Müller⸗Fulda, der heute leider durch Krankheit verhindert ist, der Sitzung beizuwohnen, auf die Preisdifferenz aufmerksam gemacht zu haben, sodaß man in die Lage kam, die Firma Krupy zu einem niedrigeren Preise zu bestimmen. Sie werden sich erinnern, daß schon bei der Beratung der Marinevorlage in der Budgetkommission der Gedanke auftauchte, die Regierung zu veranlassen, ein eignes Werk für Nickelstahl und Panzerplatten einzurichten, das das Kruppsche Monopol zu brechen imstande wäre. Ich habe behauptet, daß die Rheinische Metallwaren⸗ und Maschinenfabrik mit der Firma Krupp in bezug auf Leistungsfähigkeit konkurrieren könne, daß sie insbesondere in bezug auf die Rohrrücklaufgeschütze Krupp nicht nur ebenbürtig, sondern auch infolge der ängeren Erfahrung sogar über⸗ legen sei. Wie der Abg. Beumer diese Frage als eine Anschuldigung der Firma Krupp bezeichnen kann, ist mir unerfindlich. Ich meine, wir sollten uns freuen, daß unsere großen Waffenfabriken im Aus⸗ lande den Wettbewerb aufnehmen können, deshalb habe ich mich auch an das Auswärtige Amt mit der Bitte gewandt, von einer einseitigen Bevorzugung einer Firma abzusehen. einen anderen Weg eingeschlagen und eine Reihe Angriffe gegen die Rheinische Metallwaren⸗ und Maschinenfabrik, die Hauptkonkurrentin

Budgetkommission sei von ihr getäuscht worden. Er hat sich auf eine Denkschrift der Firma bezogen: „Auszüge aus Berichten über Versuche mit Schnellfeuergeschützen von der Firma Ehrhardt 1903*. Diese Schrift ist als vertraulich bezeichnet, sie vorgelegen, sondern ist nur einzelnen Dr. Beumer hat eine etwas ältere

Schrift vor sich

Auflage dieser

Abschrift der Berichte bezeichnet waren.

Firma nicht bemerkt

Als sie aber von anderer Seite darauf auf⸗ 9

Kriegsminister,

Leider hat der Abg. Beumer

der Firma Krupp, vorgebracht, die durchaus unberechtigt sind. Zunächst hat er dieser Firma Unlauterkeit vorgeworfen und behauptet, die

merksam wurde, hat sie in loyalster Weise ihr Versehen sofort gutgemacht und hat auch in einer neuen Auflage die von Dr. Beumer monierten Stellen abdrucken lassen. In dem ursprünglichen Auszug, der irrtümlich als Abschrift bezeichnet war, finden sich z. B. folgende, gewiß nicht zu Gunsten der Firma Ehrhardt lautende Sätze: „Die Visiereinrchtung muß wohl noch geändert werden, wenn der Vorzug des ruhigen Verhaltens der Lafette richtig ausgenutzt werden soll. Das Verhalten der Munition wird sie wohl noch zu gründlichen Untersuchungen veranlassen, wie auch das Ge⸗ schüt noch in seinen einzelnen Teilen der Ausarbeitung und ver⸗ schiedener Korrekturen bedarf.“ Von einer Täuschung der Badget⸗ kommission kann, wie Sie mir zugeben werden, nicht die Rede sein, ebensowenig von einem unlauteren Verhalten der Firma Ehrhardt. Nun hat Dr. Beumer behauptet, Krupp habe im Auslande niemals billiger geliefert als an Deutschland. Ueber die Panzerplatten habe ich in dieser Richtung bereits das Nötige gesagt. Was die Geschütze und Geschosse betrifft, so würde doch, wenn die Preise des Auslandes für die Inlandpreise ausschlaggebend sein sollen, damit höchstens be⸗ viesen, daß man die enormen Kosten der Auslandslieferungen auch auf die deutschen Preise Ich möchte nur an

geschlagen hätte. Ich ominöse Wort „Bakschisch' erinnern, man kann doch nicht etwa nehmen, daß dieser Bakschisch auch im Inlande gezablt werde. Wir als Vertreter des Volks müssen verlangen, daß im Inlande so billig wie möglich und billiger als an das Ausland geliefert wird. Au die Behauptung Dr. Beumers, Ehrhardt habe schon 1. J. 1900 Ge⸗ schütze nach England geliefert, Krupp aber habe aus Loyalitäts⸗ und Neutralitätsrücksichten auf die Lieferung verzichtet, trifft nicht zu. Lovalitäts, und Neutralitätsrücksichten haben die Firma Krupp nie gehindert, die kriegführenden Mächte in fast allen Kriegen der modernen Zeit mit Kriegsmaterial zu versehen. Das widerspricht auch gar nicht der Neutralität, wie dies ja auch der Staatssekretär Freihert von Richthofen jüngst anerkannt hat. Ich behaupte aber, die Firma Krupp war 1900 überhaupt nicht im stande, an England zu jefern, weil sie damals noch nicht ein einziges Rohrrücklaufgeschütz angefertigt hatte. Noch 1901 bhat sie es für unmöglich erklärt, solche Geschütze einwandfrei herzustellen. Bis 1901 hat sie das System des hydraulischen Rohrrücklaufs lebhaft bekämpft. Auch die Behaup⸗ tung des Abg. Dr. Beumer mauß ich als unzutreffend bezeichnen, daß jetzt in England ein anderes, als das Ehrhardtsche System angenommen sei. Den englischen Geschützen liegt das Ehrhardtsche Sypstem zu Grunde, über das sich englische Autoritäten in rühmendster Weise ausgesprochen haben, unter ihnen der Kriegsminister Brodrick im März 1902. Die Schweiz ist gerade infolge Eingreifens der Firma Ehrhardt verhindert, einen verfehlten Weg iun be⸗ schreiten. Welche Imponderabilien bei diesem Wettbewerb mit⸗ spielen, brauche nicht auseinanderzusetzen, aber ich erinnere daran, daß der Staatssekretär Freiherr von Richthofen auf meine Inter⸗ pellation vom 17. d. M. unumwunden erklärt hat, daß die deutsche Botschaft in Konstantinopel zum Schaden der Firma Ehrhardt die Firma Krupp begünstigt habe. Dr. Beumer sprach auch von Amerika, wo Ehrhardt Aufträge erhielt, und wo auf die Kruppsche Konkurrenz rverzichtet wurde; er hätte auch von Oesterreich⸗Ungarn sprechen können. Noch vor wenigen Tagen war in der Presse zu lesen, daß das öster⸗ reichisch ungarische Geschütz, das bekanntlich auf Grund der Er⸗ fahrungen über das Patent Ehrhardt konstruiert ist, sich hervorragend bewährt hat. Zugleich berufe ich mich auf das Zeugnis des General⸗ inspektors der österreichischen Armee, Kropatscheck, dessen Autorität nicht bezweifelt wird. Ich komme zu dem schwersten Vorwurf, dem⸗ jenigen, den Dr. Beumer gegen den Geheimrat Ehrhardt persönlich gerichtet hat. Er hat behauptet, im Verlaufe der Verhandlungen vor dem Patentamt habe Geheimrat Ehrhardt unter Eid müssen, daß er einen widerre ztlichen Verkehr mit Angestellten der Firma Krupp gepflogen habe. So viel kann ich authentisch mitteilen, daß bis jetzt die Firma Krup in jedem Prozeß abgewiesen ist. Zweimal hat Krupp die Nichtigkeitsbeschwerde eingelegt, einmal ist diese sowohl vom Reichspatentamt und endgültig vom Reichsgericht abgewiesen worden, im anderen Falle steht die Entscheidung des Reichsgerichts noch aus. Nun behauptet Krupp, die Idee zu seinem Patente verdanke Ehrhardt seinem (Krupps) Angestellten, mit dem er einen widerrechtlichen Verkehr gepflogen habe. 1895 erhielt Ehrhardt von einem Münchener Patentanwalt die Mitteilung, daß einer seiner Freunde, der Ingenieur Hausner, mit ihm wegen seiner Erfindung in Verbindung zu treten wünsche. Nach seiner eigenen Mitteilung hat sich Ehrhardt erst nach wiederholter Korrespondenz darauf ein⸗ gelassen. Er schreibt darüber: „Ich hatte mich ablehnend verhalten, weil die Frage des Rohrrücklaufs nicht spruchreif erschien, und weil es sich um einen Angestellten Krupps handelte. Indessen vertraute ich der Versicherung Hausners, daß die Firma Krupp die Annahme seiner Erfindung abgelehnt habe, um so mehr, als mir bekannt geworden war, daß die Firma Krupp sich dem Rohrrücklaufgeschütz gegenüber ablehnend verhielt.“ Hauses ü

: ich

Ich kann es dem Urteil des Hauses überlassen, ob hier von einem widerrechtlichen Verkehr geredet werden kann. In einem Brief vom 12. März 1895 teilt der Patentanwalt dem Ehrhardt ausdrücklich mit, daß Krupp das Patent abgelehnt habe, ebenso schrieb Hausner an Ehrhardt: „Daß ich bei Krupp in Stellung bin, kann nicht in Betracht kommen, da es sich um eine Privatsache handelt.“ Seit wann gehören die Pläne und Ideen eines Mannes der Firma? Ehrhardt hat sich auch persönlich überzeugt, daß Krupp tatsächlich die Erfindung abgelehnt habe. Ehrhardt versuchte dann, ein Geschütz na diesem Patent zu fabrizieren, aber er kam bald zu der Einsicht, da die Königliche Artillerieprüfungskommission darauf nicht eingehen würde, daß die Anfertigung des Geschützes ganz wertlos sei, da die Militärverwaltung niemals auf einen derartig umständlichen und übermäßig komplizierten Mechanismus eingehen werde. In der Tat hat der Geheimrat Ehrhardt das Geschütz erst 1898 vollständig umgebaut und kriegsbrauchbar gemacht. Es fragt sich nun, ob Krupp auf Grund der Erfahrungen Ehrhardts auch in Zukunft berechtigt sein wird, derartige Geschütze zu fabrizieren. Das ist die Frage, die der Entscheidung des Gelüchte noch untersteht. Nun hat Dr. Beumer zum Schluß sich auf die vertraulichen Verhandlungen der Budget⸗ kommission berufen und gemeint, wenn ich diesen beigewohnt hätte, würde ich den Ausdruck „Kompromißgeschütz Krupp⸗Ehrhardt“ nicht gebraucht haben. Er fügte hinzu: „welches der richtige Ausdruck ist, hat uns heute morgen der Kriegsminister im strengsten Vertrauen efagt.“ Ich weiß nicht, wie weit die Verhandlungen der Budget⸗ fommifston vertraulich waren. Waren sie es überhaupt, so durfte Dr. Beumer auch dieses nicht aussprechen, wodurch er doch nur den Anschein erwecken konnte ich will nicht sagen wollte —, daß die Firma Ehrhardt für Lieferungen nicht mehr in Betracht komme Daß dies wirklich der Fall sei, wird auch Dr. Beumer nicht zu behaupten wagen. Unsere Heeresverwaltung, insbesondere der jetzige steht den Ehrhardtschen Bestrebungen und Verdiensten mit dem größten Wohlwollen gegenüber, wie dies ja auch das Reichsinteresse in erster Linie erfordert. Wir, die wir die Interessen des ganzen Reiches zu vertreten haben, können nur dringend wünschen, daß die Monopolstellung der Firma Krupp auf dem Gebiete des Artilleriewaffenwesens beseitigt werde. Unter der Monopolstellung leiden, wie die Erfahrung zeigt, nicht nur die militärischen, sondern auch die finanziellen Interessen des Reiches. Wer es mit der Er⸗ haltung und Stärkung der heimischen Wehrkraft wirklich ernst meint, wer zugleich die Steuerkraft unseres Volkes möglichst geschützt wissen will, wer sozusagen im wahrhaft nationalen Interesse handeln will, wird die Berechtigung dieser meiner Auffassung nicht zu bestreite wagen. Preußischer Kriegsminister, Generalleutnant von Einem genanni von Rothmaler: Meine Herren! Wenn ich den Herrn Vorredner richtig verstanden

hat der Budgetkommission überhaupt nicht Abgeordneten zugestellt worden.

gehabt, auf der diese Auszüge durch das Versehen eines Schreibers als Das Versehen wurde von der

habe, so hat er gesagt, daß Krupp im Jahre 1900 noch nicht in der Lage gewesen wäre, ein Rohrrücklaufgeschütz zu konstruieren. Im Jahre 1900 ist aber bereits meinem Herrn Amtsvorgänger ein Rohrrücklauf⸗ geschütz von Krupp vorgestellt worden. (Zuruf links.) 1 Wir haben uns dieses Geschütz bestellt und haben es dann im Jahre 1901 bei der Artillerieprüfungskommission versucht.