1905 / 80 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 03 Apr 1905 18:00:01 GMT) scan diff

Wie dasselbe Blatt meldet, sind durch Kaiserlichen Befehl vom 29. März d. J. die zeitweiligen Bestimmungen über die Amtsentsetzung finn erbi her Justizbeamten auf⸗ gehoben worden.

Gestern abend kam es, wie „W. T. B“ gemeldet wird, in Warschau zu einem Zusammenstoß zwischen einer Ansamm⸗ lung von etwa 1000 Israeliten, die sich angeblich zur Beerdi⸗ gung eines Sozialisten nach dem Kirchhof begaben, mit der Polizei und dem Militär. Die Menge stürzte sich unter Hurra⸗ rufen auf die Truppen und feuerte Revolverschüsse gegen sie ab. Die Truppen antworteten mit Salvenfeuer. Dabei wurde ein Ifraelit getötet. In Saratow kam es nach Meldung der „Petersb. Telegr.⸗Agentur“ am Freitag zu Lärmauftritten im Stadttheater, wo zwei Rechtsanwälte aus Anlaß eines Vortrags über die Cholera politische Reden halten wollten und hieran von der Polizei ee. wurden. Es mußte Militär zur Wiederherstellung der Ruhe herbeigerufen werden. In Lodz wurde ein Bombenattentat auf einen Polizei⸗ kommissar verübt. In Moskau untersagte der Gehilfe des Ministers des Innern die Eröffnung des Kongresses zur Abwehr der Cholera mit der Begründung, die Einberufer des Kongresses würden die Gelegenheit zu politischen Kund⸗ gebungen gegen die Regierung benutzen. In der Universität fand darauf eine nicht öffentliche Sitzung des Kongresses statt, in der die Haltung der Regierung in leidenschaftlichen Reden scharf kritisiert und dem Verlangen nach einer Konstitution, nicht lediglich der Einberufung einer Volksvertretung, Ausdruck egeben wurde. Wie „W. T. B.“ heute aus Moskau meldet, at der Minister des Innern die Abhaltung des Kongresses, der heute eröffnet wird, gestattet. 8

Türkei. Nach einer Meldung der „Agence Havas“ sind die Wahlen auf Kreta ruhig verlaufen; die bis gestern abend bekannt gewordenen Ergebnisse sind der Regierung günstig. Die Befehlshaber der internationalen Truppen haben den Ab⸗ geordneten den Aufständischen mitgeteilt, daß nach Ansicht der ächte die Vereinigung Kretas mit Griechenland unter den jetzigen Umständen unmöglich sei. Die Ab⸗ geordneten baten sich eine Bedenkzeit von acht Tagen aus.

Rumänien.

Die Abgeordnetenkammer nahm das Handelsabkommen mit der Schweiz und die Verlängerung des provisorischen Handels⸗

übereinkommens auf ein Jahr mit Bulgarien an. Dänemark. . Der Reichstag nahm endgültig die Gesetzentwürfe an, be⸗ treffend die Behandlung verbrecherischer und verwahr⸗ loster Kinder, betreffend Maßregeln zur Bekämpfung der Tuberkulose sowie die staatliche Unterstützung für Tuber⸗

kulosesanatorien. 8

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Amtlich wird aus em Hauptquartierderjapanischen Armee in der Mandschurei telegraphiert: Unsere Vorposten rückten gegen Hailung vor und stießen am 28. März Morgens bei Schantschengtsu, 30 Meilen südwestlich von Hailung, auf 300 Mann russische Kavallerie. In Schantschengtsu haben die Russen 2000 Mann Reiterei zurückgelassen und sind in Stärke von etwa 4000 Mann auf Hailung zurückgegangen. wischen Schantschengtsu und Jingtscheng, einem Orte

5 Meilen nordwärts von Hiengtscheng, befinden sich an ver⸗ chiedenen Punkten große Vorräte an Feldfrüchten. Die Lage in der Gegend von Tschangtschun und Kirin ist unverändert. Wie das „Reutersche Bureau“ aus Tokio meldet, haben

der Prinz und die Prinzessin Arisugawa mit Gefolge

die Reise nach Deutschland angetreten, um der Hochzeit Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen Wilhelm beizuwohnen.

Dasselbe Bureau meldet unter dem 2. d. M. aus Peking, der amerikanische Gesandte Conger sei von dem Kaiser und der Kaiserin in Abschiedsaudienz empfangen. Abends habe Conger bei dem deutschen Gesandten Mumm von Sehcdassen n, von dem er sich mit den herzlichsten Worten

verabschiedete, gespeist. Afrika.

Die Begrüßungsansprache, die der Vertreter des Sultans, Abd⸗el⸗Malek, am 31. März an Seine Ma⸗ jestät den Deutschen Kaiser richtete, lautete, „W. T. B.“ zufolge, folgendermaßen:

9c begrüße Eure Majestät wärmstens in meinem Namen und dem des Sultans. Ich bin beauftragt, der vollen Freude Ausdruck zu geben, die der Sultan über Ihren Besuch empfindet, und diese Freude von dem Maghzen und der ganzen Bevölkerung Marokkos geteilt.

Der Kaiser Wilhelm ersuchte in seiner Erwiderung Abd⸗el⸗Malek, dem Sultan für die Entsendung der außer⸗ ordentlichen Gesandtschaft sowie für die roßartigen Vor⸗ bereitungen, die für seinen Empfang getroffen seien, seinen Dank auszusprechen. Er habe großes Interesse an dem Wohl⸗ ergehen und Gedeihen des marokkanischen Reichs. Er besuche den Sultan als unabhängigen Herrscher und hoffe, daß unter der Herrschaft des Sultans ein freies Marokko der friedlichen Konkurrenz aller Nationen ohne Monopole und Ausschließung werde eröffnet werden.

. der deutschen Gesandtschaft verlas Abd⸗el⸗Malek ein Schreiben des Sultans, in dem gesagt wird, der Sultan bleibe eingedenk der Kerescheft die immer zwischen seinen Vorfahren und Deutschland bestanden habe; er sei von dem Wunsche beseelt, diese freundschaftlichen Beziehungen in jeder Weise zu erweitern und zu bekräftigen.

Seine Majestät dankte in seiner Erwiderung für die Ausdrücke der aufrichtigen Freundschaft, die die Botschaft ent⸗ halte; er teile die Ge ühle des Sultans und stimme den Worten Abd⸗el⸗Maleks zu über die göttliche Allmacht und Weisheit, die das Schicksal der Völker lenke. Er hege deercge Wünsche für die Entwicklung und Wohlfahrt des marokkanis hen Reiches ebenso sehr zum Besten seiner Untertanen wie zu dem der anderen euro⸗ pälschen Nationen, die dort Handel treiben, und zwar, wie er hoffe, auf dem Boden völliger Gleichberechtigung. Der Kaiser teilte dann die Ordensverleihungen aus, die er Abd⸗el⸗Malek und den drei ihn begleitenden Würdenträgern verliehen hat. Später wandte sich Seine Majestät in dem Salon des deut⸗ schen Geschäftsträgers nochmals an Abd⸗el⸗Malek und be⸗ merkte, sein Besuch in Tanger habe den weck, darzutun, daß die deutschen Interessen in Marokko be⸗ chützt und gewahrt werden sollten. Ueber die besten Mittel, dies zu erreichen, werde er sich mit dem Sultan ins Einvernehmen setzen, den er als freien Herrscher betrachte. Der Kaiser schloß mit dem Bemerken, daß Besonnenheit notwendig sei bei den Reformen, die der Sultan plane, und daß den religiösen Gefühlen der marokkanischen Bevölkerung Rechnun getragen werden müsse, um eine Störung der öffentlichen Or nung zu vermeiden.

Seine Majestät der Kaiser Wilhelm besuchte am Sonnabendvormittag, wie „W. T. B.“ aus Gibraltar meldet, den Kommandeur des zweiten britischen Kreuzer⸗ geschwaders, Kontreadmiral Prinzen Ludwig von Battenberg auf dem Flaggschiff „Drake“, ging dann an Land, besuchte das Militärhospital und unternahm eine Fahrt nach Europa⸗ Point. Später fand an Bord der „Hamburg“ Frühstücks⸗ tafel statt. Um 5 ½ Uhr abends reiste Seine Majestät an Bord der „Hamburg“, begleitet vom Kreuzer

*

„Friedrich Carl“, nach Port Mahon ab. Die englischen Kriegsschiffe sowie die Strandbatterien feuerten Salut. In Gibraltar hatte der Kaiser durch den Admiral à la suite, Kontreadmiral v. Müller einen Kranz am Grabe der deutschen Seeleute, Leutnants zur See 1. dan Niesemann und dreier Matrosen, niederlegen lassen, die im Jahre 1856 bei Tresforcas an der marokkanischen Küste in dem Landungsgefecht der Be⸗ satzung der e „Danzig“ gegen Riffpiraten gefallen sind.

ie „W. T. B.“ aus Tanger gemeldet wird, ist die Angelegenheit Genthe nunmehr endgültig geregelt; die zwei an dem Morde beteiligten Marokkaner sind zu lebens⸗ länglicher Gefängnisstrafe verurteilt. Die Regierung wird für Errichtung eines würdigen Denkmals über dem Grabe Dr. Genthes sorgen und der Familie des Ermordeten eine Buße von 40 000 Fr. zahlen.

W1 Parlamentarische Nachrichten.

Die Berichte über die Sitzungen des Herrenhauses vom 31. März und 1. April und der Schlußbericht über die vorgestrige Sitzung des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.

Dem Reichstage ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Kontrolle des Reichshaushalts, des Landeshaushalts von Elsaß⸗Lothringen und des

alt⸗ der Schutzgebiete für das Rechnun sjahr 904, sowie eine Uebersicht der Einnahmen gaben des ostafrikanischen Schutzgebiets für das Rechnungsjahr 1902 zugegangen.

Nr. 13 des „Zentralblatts für das Deutsche Reich“, berausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 31. März, hat folgenden Inhalt: 1) Konsulatwesen: Ermächtigungen zur Vornahme von Zivilstandsakten; Exequaturerteilungen. 2) Statistik: Bestim⸗ mungen für die Vornahme einer Volkszählung am 1. Dezember 1905. 3) Zoll⸗ und Steuerwesen: Aenderung der Zollordnung für den Kaiser Wilhelm⸗Kanal; Ergänzung der Bestimmungen, betreffend die Befreiung des zu landwirtschaftlichen und gewerblichen Zwecken bestimmten Salzes von der Salzabgabe. 4) Polizeiwesen: Aus⸗ weisung von Ausländern aus dem Reichsgebiet.

Port Mahon, 3. April, 8 Uhr 30 Minuten Vor⸗ mittags. (W. T. B.) Die „Hamburg“, von den spanischen Kreuzern „Cardenal Cisneros“ und „Numancia“ begleitet, ist sofhen S zu Anker gegangen. Die Stadt ist mit Flaggen geschmückt.

Tokio, 3. April. (W. T. B.) 85 Meldung. Ein Teil der bei Kaiyuan stehenden Streitmacht vertrieb die Russen von Mhenhuachich und air dieses Dorf und die nördlichen Höhen am 31. März. ie Lage auf den andern Teilen des Kriegsschauplatzes ist unverändert.

Nichtamtlichen in der Er und Dritten Beilage.)

Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern⸗ haus. 89. Abonnementsvorstellung. Manon. Oper i 4 Akten und 6 Bildern von F. Massenet. Text on 2 Meilhac und Ph. Gille. Deutsch von Ferd. Gumbert. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Muck. Regie: Herr Oberregisseur Droescher. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 13. Abonnementsvorstellung. Prinz Friedrich von Homburg. Schauspiel in 5 Auf⸗ zügen von Heinrich von Kleist. Anfang 7 ½ Uhr.

ittwoch: Opernhaus. 90. Abonnementsvorstellung. Carmen. Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Text von Henry Meilhac und Ludovic Ha 6vy, nach einer Novelle des Prosper Merimée. Ballett von Emil Graeb. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 14. Abonnementsvorstellung. Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspiel in 5 Aufzügen von W. von Goethe. Anfang 7 Uhr.

Neues Operntheater. Sonntag: Medea. Trauer⸗ spiel in 4 Aufzügen von e rillparzer. Anfang 7 ½ Uhr. Der Billettvorverkauf findet vom Donnerstag, dem 6. April, ab im Schauspielhaus am Schalter I statt. 8

Dienstag,

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Deutsches Theater. Dienstag, Abends? Uhr: Faust. (Erster Teil.)

Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr: Schusselchen.

Donnerstag, Abends 7 ½ Uhr: Wilhelm Tell.

Freitag, Abends 7 ½ Uhr: Zum ersten Male: Die

Jüuan.

Berliner Theater. Dienstag: Gastspiel von Joseph Kainz. Die Räuber. Anfang 7 Uhr. ittwoch: Gastspiel von Joseph Kainz. Die Iüdin von Toledo. Anfang 7 ½ Uhr. Donnerstag: Gastspiel von Joseph Kainz. Der G'wissenswurm. Anfang 7 ½ Uhr. Freitag: Zapfenstreich. Anfang 7 ½ Uhr.

essingtheater. Dienstag: Elga. Anfang

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Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Dienstag, Abuds 8 Uhr: Zum ersten Male: Augen rechts! Komödie in 3 Akten von Lehmann. Hierauf: Die sittlich Ford

Residen Akt von Otko Erich Hartleben.

Dienstag,

Mittwoch, Abends 8 Hierauf: Die sittliche Forderung. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Pension Schöller.

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Schwank in 3 Akten von Gustav Kadelburg. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der Leibalte. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Leibalte.

Theater des Westens. (Kantstraße 12. Bahn⸗ hof Zoologischer Garten.) 88g,89 (23. Vorstellung im Abonnement): Gastspiel von Nik Die Afrikanerin.

Mittwoch: Die neugierigen Frauen.

Donnerstag (24. Vorstellung im Abonnement): fresser. Alessandro Stradella.

Freitag (24. Vorstellung im Abonnement): Don

. va 2 8 Zu Flin reisen: Romeo und Julia. Abends 7 r: ffũ 8 Zum 50. Male: Die neugierigen Frauen. 8-8 noch 19 Nufführungen);

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen:

Nationaltheater. (Direktion: Hugs Becker. Weinbergsweg 12a 13 .) Mittwoch: Die lustigen Weiber von Windsor. Donnerstag: Gastspiel von d'Andrade.

Freitag: Fra Diavolo.

Boheme. Sonnabend: Die Jüdin. 8 E-F Ee 1sKrthecz e bar Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zar und Zimmer⸗ mann. Abends 7 ½ Uhr: Fra Diavolv.

Neues Theater. Dienstag: Ein Sommer⸗ Mittwoch: Ein Sommernachtstraum.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Familientag.

Freitag, Abends 8 Uhr: Eine Abrechnung. Die Bäuerin. (Rosa Bertens, als Gast.) Sponnabend, Nachmittags 3 Uhr: Neueinstudiert: Das böse Prinzeßchen. Abends 8 Uhr: Der Familientag.

euter. (Direktion: Richard Alexander.) de 8 Uhr: Hotel Pompadour.

Uhr: Augen rechts!

Xanrof. Deutsch von M. Schönau. Sonnabend: Zum Crevette. Feydeau. Sonntag, Toupinel.

8 Uhr: Familie Schierke.

Nachmittags 3 Uhr:

rektion: Kren u. Schönfeld.) 7 ½. Uhr: 3 Akten von Curt Kraatz.

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Mittwoch bis Freitag: Hotel Pompadour. S Il 8 b Schwank in en von Georges E“ 8 Zeethoven-Sgal. Dienstag, Abends 8 Uhr:

Thaliatheuter. (Dresdener Straße 72/73. Di⸗

Dienstag, Der Kilometerfresser.

(Verfasser vom „Hoch⸗ Mittwoch und folgende Tage: Der Kilometer⸗ Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Charleys Tante.

Abends 8 Uhr

Die Juxheirat. perette in 3 Akten von Julius Bauer.

Mittwoch und folgende Tage: Die Juxheirat. Sonntag, Nachmittags: Der Zigeunerbaron.

Bellealliancetheater. (Bellealliancestraße 7/8.

Kren u. Schönfeld.) Dienstag, Abends 8 .. noch einmal so lieben! Aus⸗ stattungsposse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Musik von Max

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Trianontheater. (Georgenstraße, zwischen b riedrich⸗ und Universitätsstraße.) Dienstag: Ihr TCustspielhaus. (Friedrichstraße 238.) Diens. Alibi. (Les tag, Abends 8 Uhr: Eine Abrechnung. Die üuerin. (Rosa Bertens, als Sesn) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der Familientag.

Deutsch von Max Mittwoch und folgende Tage: Ihr Alibi.

Saal Bechstein. Dienstag, Abends 7 ½ Uhr:

Konzert von Marie Reimann (Klavier) und

Herzogin Julius Ruthström (Violine). 1

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Der selige II. Liederabend von Margarete Goetze.

Ruͤmischer Hof, Konzertsaal. Dienstag,

Abends 8 Uhr: Konzert von Marie de Sombreuil (Mezzosopran). Mitwirkung: Konzertmeister Karl Beermann (Violine) aus Frankfurt a. M.

Abends Schwank in

Birkus Schumann. Dienstag, Abends präzise 7 ½ Uhr: Nur kurzes Gastspiel. Zwölf Original⸗ chinesen, worunter der berüͤhmte Ching⸗Ling⸗Foo. Das größte aller lebenden Wunder. Little Chee⸗ Toy, in dieser Art noch nie dagewesen. Po⸗ta⸗to, die menschliche Schnecke. Chad⸗ru, der zwei⸗ köpfige Knabe. Ferner: Die berühmten klein⸗ füßigen Frauen ꝛc. Vorher: Das neue Pro⸗

ramm und Direktor Albert Schumanns

onstredressuren. Zum Schluß: Das größte Prachtmanegenschaustück: Eine Nordlandsreise.

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Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Gabriele Steinkohl mit Hrn. Professor Dr. Konrad Simon Hevaue.

Verehelicht: Hr. Kunz von Lochow⸗Lübnitz mit Frl. Editha von Bragsine hez Hr. Landrat Arnold Wahnschaffe mit Frl. Irma von Möllendorff (Landsberg a. W. Berlin).

Geboren: Ein Sohn und eine Tochter: Hrn. Studienrat Dr. Amsel (Bensberg).

Gestorben: Fr. Geheimer Medizinalrat, Professor Dr. Georg Meißner (Göttingen). Hr. Erster Staatsanwalt Stechow (Schneidemühl). Hr. Rittmeister und Gestütsdirektor a. D. Berthold Ernst Kreßmann (Nervi). Hr. Amtsrat und Rittmeister a. D. Franz Hoge (Wiesbaden). Verw. Fr. Vally von Schweinitz, geb. Pippor, (Gnadenfrei).

Musik

Der Hütten⸗

in 3 Akten von Schoenau.

Konzerte.

wirkung Aline Sanden (Sopran (Alt), Professor G. E. Taubert,

(Violoncello).

Singakndemie. Dienstag, Abends 8 Uhr:

Konzert des Margarethe Toeppeschen Frauen⸗ chors (Dirigentin: Margarethe To e). Mit⸗ 2 ina Götz

(Klavier), Königlicher Kammermusiker

Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Dreizehn Beilagen (einschließlich B

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