Maus“, „Colombine“, „Abschiedssouper“, „Der Spielwarenhändler“, am Mittwoch und Donnerstag „Die leine Deserteurin“ und „Die Hand“, Freitag und Sonnabend „Der verlorene Sohn“ und „Abschiedssouper“. Morgen nachmittag
„Die Fledermaus“, nächsten Sonntagnachmittag „Stradella“ . Am Sonnabendnachmittag werden „Wallensteins Lager“ nd „Die Glocke“ von Schiller als Schülervorstellung aufgeführt.
Am Montag, den 1. Mai, veranstaltet der Schillerverband Deutscher rauen Nachmittags eine Schillerfeier.
Im Neuen Theater wird in der nächsten Woche allabendlich
Ein Sommernachtstraum“ in Szene gehen.
Im Thaliatheater geht morgen nachmittag „Charleys Tante“
zum letzten Male in dieser Saison in Szene, Abends findet die Ab⸗ schiedsvorstellung des Ensembles statt, und zwar wird „Der
Kilometerfresser“ zum letzten Male gegeben. Am Montag beginnt das Gastspiel der Wolzogen⸗Oper.
Im Zentraltheater gastiert das Ensemble des Theaters des Westens am Sonntag, den 30. April, Montag, 1. Mai, Mittwoch, 3. Mai, Freitag, 5. Mai, Sonntag, 7. Mai, Montag, 8. Mai, im musikalischen Lustspiel „Die neugierigen Frauen“; am Dienstag wird „Die Fledermaus“, Donnerstag „Der Zigeunerbaron“, Sonnabend „Der Bettelstudent“ gegeben. Als Nachmittagsvorstellung ist für morgen „Zar und Zimmermann“, für nächsten Sonntag „Der Zigeunerbaron“ angesetzt. Z
Im Bellealliancetheater geht die Ausstattungsposse .... noch einmal so lieben“ nur noch morgen in Szene. Am Montag findet die Erstaufführung des Lustspiels „Liebesmanöver“ von Kurt Kraatz und Freiherrn von Schlicht statt. Morgen nachmittag wird „Die Grille“ gegeben. b Im Kleinen Theater wird Ibsens „Rosmersholm“ morgen owie am Dienstag, Donnerstag und Sonnabend wiederholt. Am Montag gehen Hartlebens „Angele“ und „Abschied vom Regiment“ in Szene, am Mittwoch und nächsten Sonntag die „Neuvermählten“ und „Abschiedssouper“. Gorkis „Nachtasyl“ erlebt am Freitag die 500. Aufführung.
und Dienstag „Die
Mannigfaltiges.
In seiner gestrigen Sitzung hat der Magistrat den Be⸗ schlüssen der gemischten Deputation zur Vorberatung der von der Stadt Berlin aus Anlaß der Vermählungsfeierlichkeiten für den Einzug des Kronprinzenpaares zu treffenden Veranstaltungen zugestimmt und die veranschlagten Kosten in Höhe von 130 000 ℳ vorbehaltlich der Zu⸗ stimmung der Stadtverordnetenversammlung, der eine besondere Vor⸗ lage zugehen wird, bewilligt. Mit den Vorarbeiten soll dann sofort begonnen werden.
Der Berliner Zweigverein der Deutschen Meteoro⸗ logischen Gesellschaft hält am Dienstag, Abends 7 ½ Uhr, im Saale des Königlichen statistischen Bureaus (Lindenstraße 28) eine Sitzung ab, in der Herr Dr. Hennig über das Thema „Entwaldung und Klima“ spricht.
Im wissenschaftlichen Theater der „Urania“ wird der Vortrag „Der Simplon und sein Gebiet“ morgen sowie am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend wiederholt. Am Dienstag und Freitag wird der mit Momentbildern des Afrkkareisenden C. G. Schillings ausgestattete Vortrag „Tierleben in der Wildnis“ gehalten.
Der Gau 20, Berlin, des Deutschen Radfahrer⸗ bundes, der mit seinen weit über 5000 Mitgliedern der größte Gau des Deutschen Radfahrerbundes ist, hält am kommenden Sonntag, den 30. April, Vormittags 10 Uhr, im Vereinshause (Wilhelm⸗ straße 118) seinen Frühjahrsgautag ab. Der Verband, der seinen Mitgliedern neben einer freien Haftpflichtversicherung Grenz⸗ karten, Tourenbücher, Zeitungen und noch viele andere Vorteile bietet, hat ein kleines Propagandaheft herausgegeben, das durch die Geschäftsstelle des Gaues (Zimmerstr. 3/4) unentgeltlich zu be⸗ ziehen sisitt. EEö1
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Königsberg i. Pr., 28. April. um 1 Uhr wurde die Leiche des Generaladjutanten Kaiser Wilhelms I, Generals der Kavallerie Grafen von Lehndorff auf Schloß Preyl unter militärischen Ehren betgeleh. der Kaiser hatte den Generalfeldmarschall von Hahnke mit Aller⸗
und Königlichen Hoheit des Kronprinzen war dessen persönlicher Adjutant Major von Oppen erschienen. Der Reichskanzler Graf von Bülow ließ sich durch den Oberleutnant von Schwartzkoppen ver⸗ treten. Unter den Teilnehmern an der Trauerfeier befanden sich u. a. der Staatsminister Graf zu Eulenburg, der Vizeoberzeremonienmeister Graf von Kanitz, der Fürst zu Putbus, der Fürst zu Dohna⸗ Schlobitten, der Oberpräsident von Moltke, die Generalität der Garnison Königsberg, sowie die Spitzen der Staats⸗ und Provinzial⸗ behörden, Vertreter des Magistrats und der Stadtverordneten der Stadt Königsberg, der Major Graf von Finckenstein als Vertreter des Gouverneurs von Berlin, der Kommandeur des Regiments der Gardes du Corps, Freiherr von Richthofen mit einer Offiziersdeputation des Regiments, sowie Abordnungen der in Königsberg garnisonierenden Regimenter. Mannschaften der verschiedenen Truppenteile der Garnison Königsberg bildeten die Leichenparade. Im Auftrage Seiner Majestät des Kaisers legte der Generalfeldmarschall von Hahnke einen Kranz nieder. Militär und der Kriegerverein von Wargen bildeten Spalier auf dem Wege zur Gruft, wo der Entschlafene unter Ab⸗ heb⸗ von Trauersalut an der Seite seines früher verstorbenen Sohnes eigesetzt wurde.
„Erfurt, 29. April. (W. T. B.) Unter dem Vorsitz des Ober⸗ präsidenten Dr. von Boetticher und im Beisein des Regierungs⸗ präsidenten von Fidler, des Konsistorialpräsidenten der Provinz Sachsen und anderer Spitzen der staatlichen und kirchlichen Behörden wurde gestern in gemeinschaftlicher Sitzung der letzteren beschlossen, die berühmte alte Peterskirche wiederberzustellen. Der Kriegsminister hat sich bereit erklärt, die Kirche, die gegenwärtig dem Militärfiskus noch gehört, der hiesigen Andreas⸗Gemeinde abzu⸗ Hengh Die Wiederherstellungskosten belaufen sich auf eine Million Mark.
Heidelberg, 29. April. (W. T. B.) Der Seismograph des Astrophysikalischen Instituts der Sternwarte auf dem Königstuhl registrierte heute morgen 2 Uhr 49 Minuten, wie das „Heidelberger Tageblatt“ meldet, ein kräftiges Erdbeben, fast von der Stärke des indischen Erdbebens vom 4. April, jedoch nur von kurzer Dauer.
Paris, 29. April. (W. T. B.) Dem aus Anlaß der 16. Weltkonferenz der Christlichen Vereinigung junger Männer (vgl. Nr. 99 d. Bl.) in der Deutschen Botschaft ver⸗ anstalteten Fest wohnten u. a. der Landgraf von Hessen, der Präsident der deutschen christlichen Vereine Graf von Bernstorff sowie mehrere hundert Vertreter dieser Vereine und Delegierte der schwedisch⸗ norwegischen, schweizerischen und französischen Vereine bei. Sehr zahlreich war auch die Pariser deutsche Kolonie vertreten. Das Fest wurde durch Konzert und Einzelvorträge verschönt.
Bern, 29. April. (W. T. B.) In der Westhälfte der Schweiz, in Luzern, Aarau, Bern und in den Kantonen Neuenburg und Wallis wurde Freitagnacht kurz vor drei Uhr ein heftiges Erd⸗ beben verspürt, das im Wallis, wo Häuser beschädigt 8 am stärksten war.
Aarau, 29. April (W. T. B.) Auf dem Grabe des Literar⸗
bistorikers Heinrich Kurz sind gestern aus Anlaß seines hundertsten
Geburtstages kostbare Lorbeerkränze niedergelegt worden.
Winterthur, 29. April. (W. T. B.) Hier erfolgte heute morgen zwischen 7 und 8 Uhr in der physikalischen Abteilung des Technikums eine Explosion. Der Laboratoriums⸗ diener Balderer hantierte mit Sauerstoffbomben, von denen eine erplodiert sein muß. Balderer wurde in Stücke zerrissen und einzelne Körperteile wurden weit weg⸗ geschleudert, auch eine Anzahl Schüler einer benachbarten Klasse
(W. T. B.) mittag
Seine Majestät höchstseiner Vertretung beauftragt. In Vertretung Seiner Kaiserlichen
wurde verwundet, darunter einige schwer. Das e beschädigt; die Böden des betroffenen Flügels Stock hinauf durchbrochen und alle Fenster zertrümmert.
Monaco, 27. April. (W. T. B.) Gelegentli 8 nationalen Ballonfahrten, die zur Erfor Bungderch eh von der internationalen Kommission für wi enschafcsne Lufeg an vielen Orten Europas und Amerikas im Monat vüch anstaltet wurden, wurden auch an Bord der Jacht des ril ver⸗ von Monaco zum ersten Male Registrierballons Für sten dem freien Meere emporgesandt. Diese Aufstiege wurden ner einer von Professor Hergesell, dem Präsidenten der oben 8 nach Kommission, ersonnenen Methode veranstaltet, der sich an nannten Jacht als Begleiter des Fürsten befand. Im ganzen wurden fünrd 8 stiege unternommen, bei denen die Ballons Höhen zwischen 4 af Auf 10 000 m erreichten. In vier Fällen brachten diese gute Registrie und herab, beim fünften Aufstieg konnte das Luftfahrzeug insolge plerkarta Wolkenbildung nicht mehr aufgefunden werden. Die von Pötlice Hergesell vorgeschlagene und ausgeführte Methode der Forschun vcfess den Froßen Vorzug, daß man über dem Mecre wenigen tsitz Zufall beim Wiedereinbringen des Ballons abhängig ist u vvnn man das Instrument zu einer bestimmten, vorher fest 1 do Höhe steigen lassen kann. Die bei den Untersuchungee ehten wonnenen Erfahrungen zeigen, daß man jetzt leicht Haten zu 15 000 m und mehr auch über den Ozeanen mit J erreichen kann. Das Studium der freien Atmosphäre derme en efetterenaen das durch Aufstiege über dem festen Lande so schöne Resultate gezeitigt hat, ist nunmehr auch auf d7,
3
zum dritten
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Fläche der Ozeane ausgedehnt worden: ein Ergebnis, vun sa zu begrüßen, als die Entwickelung der modernen Meteorologeiger engste mit der Erforschung der physikalischen Verhältnisse d gG meers über der weiten Fläche des Weltmeers, das mehr als Punsfene Planeten bedeckt, verknüpft ist. seres
—V
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Berlin, 29. April. (W. T. B.) Ein amtliches de gramm aus Windhuk in Deutsch⸗Südwestafrika meg⸗ Reiter Adolf Wilhelm Seifert, geboren am 23. Jann 1882 zu Dittersdorf, fruͤher im Füsilierregine Nr. 38, hat sich am 23. April bei Kub darn Unvorsichtigkeit mit seinem Karabiner erschossen. — Nachträglich wird gemeldet: Im Gefecht an ei Vley östlich vom Elefantenflusse, suüdlich von Kowise⸗Lesf ist am 7. April noch der Unteroffizier Fens Oertwig, geberg Fe mhenh 1883 zu Metz, früher im Pionierbataileen znn gefallen.
Amsterdam, 29. April. Das Blatt „Telegraaf“ ene von seinem Korrespondenten aus Batavia nachfolgendes die gramm: Das dritte russische Geschwader war gestern k Pulo Pinang. Kpoöonstantinopel, 28. April. (Meldung des „Wie K. K. Telegr.⸗Korresp.⸗Bureaus“.) General Zontschew hat ieh lich eine Bande unter dem Befehl des Offiziers Stojten in das Sandschak Serres zur Bekämpfung des rüchtigten Bandenchefs Sandanski gesandt, der mies anderes als das Räuberhandwerk betreibt und viele Grauich keiten verübt. Bei Melnik hat ein heißer Kampf stattgefrag. die herbeigeeilten Truppen fanden 7 Tote. Der Fet beweist, daß die gemeldete Versöhnung der Banden nicht in gefunden hat oder nicht eingehalten wird.
rtsetzung des Amtlichen und Nichtamtli und Zweiten Beilage.)
Königliche Schauspiele. Sonntag: Opern⸗ haus. 112. Abonnementsvorstellung. Die Heirat wider Willen. Komische Oper in 3 Aufzügen, frei nach einem Lustspiel des A. Dumas, von E. Humperdinck. Musikalische Leitung: Herr Kapell⸗ meister Dr. Strauß. Regie: Herr Regisseur Braun⸗ schweig Ballett: Herr Ballettmeister Graeb. An⸗ fang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 36. Abonnementsvorstellung Prinz Friedrich von Homburg. Schauspiel in 5 Auf⸗ zügen von Heinrich von Kleist. Regie: Herr Re⸗ gisseur Hertzer. Anfang 7 ½ Uhr.
Neues Operntheater. 40. Vorstellung. Faust von Wolfgang von Goethe. Der Tragödie erster Teil. Die zur Handlung gehörende Musik von
Krone.
— 1b “ Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: Der Privatdozent. 11u“ u“ 88, Anzengruber Zyklus vom 13. bis 31. Mai.
Berliner Theater. Anfang 7 ½ Uhr. Montag: Zapfenstreich. “
Lessingtheuter. Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Monna Vanna. — Abends 8 Uhr: Elga. Montag: Elga.
Dienstag: Elga. Anfang 8 Uhr.
Schillertheater.
Montag: Ein Maskenball. Dienstag: Fra Diavolo. meister, als Gast.)
Sonntag: Die eiserne
8
Donnerstag: Die Windsor.
Freitag: Undine.
Sonnabend: Die Favoritin. als Gast.)
lustigen
Anfang 8 Uhr.
2. nachtstraum. Montag bis Sonnabend: Ein
0. (Wallnertheater.)
Nationaltheater. (Direktion: Huge Becker. Weinbergsweg 122 — 13 b.) Sonntag, Nachmittags: Rigoletto. — Abends: Der Freischütz.
(Dr. Otto Briese⸗ Mittwoch: Der Postillion von Longjumeau.
Dienstag: Weh’ dem, der lügt! 8 8 2 Gast Mittwoch Die eiserne Kronc. (Werner Alberti, als Gast)
Neues Theater. Sonntag:
Freitag: Die neugierigen Frauen. 8 Sonnabend: Der Bettelstudent.
Bellealliancetheater. (Belleallianceteane 15 Direktion: Kren u. Schönfeld.) Sonntag Nes⸗ mittags 3 Uhr: Zu kleinen Preisen: Die Geilc. — Abends 8 Uhr: Zum letzten Male: noch einmal so lieben! Ausstattungsposse ir Sans und Tanz in 3 Akten von J. Kren und Ar Schör⸗ feld. Musik von Max Schmidt.
Montag: Zum ersten Male: Liebesmanöver Lustspiel in 3 Akten von Kurt Kraatz und Freibem von Schlicht.
Weiber von
(Charlotte Wijns,
Ein Sommer⸗ Srianontheater. (Georgenstrate, wwige
Friedrich⸗ und Universitatsstraße.) Sonntag. Ir
Sommernachts⸗ Alibi. (Les Duponts.) Schwank in 3 Akten ꝛm.
Donnerstag:
Anton Fürsten Radziwill und Peter Joseph von Lindpaintner. Regie: Herr Oberregisseur Grube. Anfang 7 Uhr.
Montaa: Opernhaus. 113. Abonnementsvorstellung. 1. Vorstellung im Sonderabonnement des Richard Wagner Zyklus. Dienst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ gel Rienzi, der Letzte der Tribunen. M
oßogbop T
gehoben. Große tragische Oper in 5 Akten von Richard Wagner. kalische Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Muck. Regie: Herr Oberregisseur Droescher. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb. Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. 37. Abonnementsvorstellung. Das große Licht. Schauspiel in 4 Aufzügen von Felix Pbilipvpi. Die zur Handlung gehörende Musik von Ferdinand Hummel. Regie: Herr Hertzer. Anfang 7 ½ Uhr.
Neues Operntheater. Eröffnung der Operetten⸗ saison. Jung⸗Heidelberg. Operette in 3 Akten von L. Krenn und C. Lindau. Musik von Karl Millöcker. Anfang 7 ½ Uhr.
DOvernhaus. Dienstag: Der Barbier von Bagdad. Wiener Walzer. Mittwoch: Carmen. Der Freischütz. Freitag: Richard Wagner⸗Zyklus. II: Der fliegende Holländer. Sonnabend: Die lustigen Weiber von Windsor. Soantag: Die Heirat wider Willen.
Schauspielhaus. Dienstag: Götz von Ber⸗
Anfang 7 Uhr. Mittwoch: Prinz Donnerstag: Gyges und sein Ring. Freitag: Prinz Friedrich von
Homburg. Sonnabend: Wie die Alten sungen. Sonntag: Götz von Berlichingen. Anfang 7 Uhr.
Deutsches Theater. Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Faust. (Erster Teil.) — Abends 7 ½ Uhr:
Der Privatdozent. M Abends 7 ½ Uhr: Der Privatdozent.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller. — Abends 8 Uhr: Gyges und sein Ring. Eine Tragödie in 5 Akten von Friedrich Hebbel.
Montag. Abends 8 Uhr: Augen rechts! Hierauf: Die sittliche Forderung.
Dienstag, Abends 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo.
N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Johannisfeuer. eee- in 4 Acgen, von Hermann Sudermann. — Abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Schau⸗ spiel in 5 Akten von Gerhard Hauptmann.
Montag, Abends 8 Uhr: Meine Schwieger⸗ tochter. behh 1
Dienstag, Abends 8 Uhr: Im Hafen Dee
Theater des Westens. (Kantstraße 12. Bahn⸗ hof Zoologischer Garten.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Die Fledermaus. — Abends 7 ½ Uhr: Gastspiel von Charlotte Wiehs. Le Je ne sais quoi. — La main. Montag, Nachmittags 4 Uhr: Vorstellung zu Schillers Gedächtnis. — Abends 7 ½ Uhr: Gastspiel von Charlotte Wiehé. La souris. Colombine. Souper d'Adieu. L'homme aux Poupées.
Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: Gastspiel von Char⸗ lotte Wieh6. La souris. Colombine. — Sonper d'Adien. — L'homme aux Poupées. 3
Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr: Gastsviel von Char⸗ lotte Wiehé. La petite Déeserteuse. — La main.
Donnerstag (27. Vorstellung im Abonnement): Gastspiel von Charlotte Wiehé. La petite Déserteuse. — La main. S1
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traum.
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Lustspielhaus. (Friedrichstraße 238.) Sonn⸗ tag, Nachmittags 3 Uhr: Der Mann im Schatten. — Abends 8 Uhr: Der Familientag.
Montag bis Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Familieutag.
Residenzthenter. (Direktion:Richard Alexander.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Hütten⸗ besitzer. — Abends 8 Uhr: Herzogin ECrevette. (La Duchesse des Folies-Bergère.) Schwank in 1 Vorspiel und 3 Akten von Georges Feydeau, in deutscher Bearbeitung von Benno Jacobson.
Montag und folgende Tage: Herzogin Crevette.
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Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di⸗ rektion: Kren u. Schönfeld.) Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Bei halben Preisen: Charleys Tante. ((Guido Thielscher in der Titelrolle.) Abends 7 ½ Uhr: Abschiedsvorstellung. Der Kilometer⸗ fresser. Schwank in 3 Akten von Curt Kraatz. (Verfasser vom Hochtourist“.)
Ab 1. Mai: Gastspiel der Wolzogen⸗Oper.
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Gastspiel des Theaters
Nachmittags 3 Uhr: Die neu⸗
Bentraltheater. des Westens. Sonntag, Zar und Zimmermann. — Abends: gierigen Frauen. 1 „5
Montag: Die neugierigen Frauen.
Dienstag: Die Fledermaus. 1I
Mittwoch: Die neugjerigen Frauen.
Donnerstag: Der Z geunerbaron.
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Panl Gavault. Deutsch von Max Schoermn nfang 8 Uhr. Montag: Neueinstudiert: Ihr zweiter Manm. Dienstag bis Sonnabend: Ihr zweiter Mam
Familiennachrichten.
Verlobt: Thora Gräfin Bernstorff mit P. Leutnant Hans⸗Henrich von Grone a. d Westerbrak (Raguth—Schwerin). u
Verehelicht: Hr. Pastor Otto Poetter E⸗ Frieda von Rebeur Paschwitz (Wendisch. Sitteg⸗ Potsdam). — Hr. Ernst von Karstedt⸗ Frese mit Frl. Elsa von Bredow (Berlin). „
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Regierungsbarme s Mahlke (Tsingtau). — Hrn. Oberleutnant .
(Berlin). Gestorben: Hr. Julius von Cicheg Snes (Eisenach). — Hr. Superintendent Fehrs (Zehdenic)h). — Hr. Amtsgerichtsrat
Domann (Köslin).
Verantwortlicher Redakteir Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Scholz) in
Druck der Norddeutschen Buchdruckeret unz 3 Anstalt Berlin Sw., Wilhelmftraße Nrr 2.
Neun Beilagen
(einschließlich Börsen⸗Beilaghe, 829
die 25. Preisliste der Firma B — Berli Chausseestraße 24*25 1“ “
Gebäude ist sne.. sind Pbände ist schwer
zum Deutschen
101.
Erste Beilage
Reichsanzeiger und Königlich Preuf
Berlin, Sonnabend, den 29. April
——
Staatsanzeiger.
— Verhandlung über die Untersuchung der Beschwerden der Bergarbeiter auf der Zeche Fröhliche Morgensonne. Verhandelt den 29. März 1905 zu Wattenscheid. — Anwesend: . Die Mitglieder der Untersuchungskommission: Oberbergrat Althüser, s “ Bergrat Overthun, 1 QLaandrat Dr. Zur Nieden. 2) Seitens der Zechenverwaltung: Direktor Beckmann, Sö Wohlgemuth, Betriebsführer Middelhaufe. 3) Als Belegschaftsvertreter: a. Friedr. Schmitz, b. Heinr. Haverkamp, c. Bernhard Lange, 8 d. Ludw. Drolshagen, 30 Jahre alt, 6 Jahre auf der
eche.
4) Rösing als Protokollführer.
Im Bergrevierbureau zu Wattenscheid begann heute die obengenannte, von den ö.“ für Handel und Gewerbe und des Innern berufene Kommission die Untersuchung der an der Zeche Fröhliche Morgensonne angeblich vorhandenen
ände. Miscnde eer der Zechenverwaltung und der Belegschaft waren die obenbezeichneten Personen erschienen. Die Vertreter der Belegschaft gaben an, daß sie in der Belegschaftsversamm⸗ lung vom 6. Februar d. J. gewählt seien.
Sie seien, und zwar: 1
a. 50 Jahre alt und seit 12 Jahren auf der Zeche
beschäftigt,
b. 43 Jahre alt und seit 7 Jahren auf der Zeche be⸗ äftigt, c. sc bche⸗ alt und seit 20 Jahren auf der Zeche
beschäftigt. ; 8
Die Belegschaftsvertreter sind Reichsangehörige.
Die Legitimation der Vertreter der Zeche ist amtlich bekannt.
Der Vorsitzende der Kommission erläuterte zunächst die
Rechte der Parteivertreter. Er wies darauf hin, daß es den⸗
elben zustehe, durch den Vorsitzenden an die Zeugen Seen
sene zu lassen. Ueber die Zulässigkeit der einzelnen Fragen entscheide die Kommission. Ferner wurde bekannt gegeben, daß auch der Antrag gestellt werden dürfe, einen Zeugen
unter Ausschluß der Parteivertreter zu vernehmen, falls e⸗
gründeterweise angenommen werden müßte, daß der Zeuge
in Gegenwart derselben mit der Wahrheit zurückhalten werde.
b Nach Vernehmung eines jeden Zeugen würde sodann den
Parteivertretern Gelegenheit gegeben werden, Fragen zur Ver⸗ nehmung zu stellen und sich uͤber die Aussage zu äußern.
Zur Untersuchung ständen jedoch nur Beschwerden, welche für die Zeit nach dem 1. Januar 1901 erhoben werden könnten, und zunaäͤchst nur die, welche von der Siebener⸗ kommission bei dem Königlichen Oberbergamt Dortmund geltend gemacht seien.
Sache der Kommission sei es, darüber zu entscheiden, ob auch andere Anträge, die alsbaldige Erledigung im Ver⸗ fahren finden könnten, zugelassen werden sollten, und ob die Untersuchung auch auf andere Beschwerdepunkte ausgedehnt werden sollte. Ausgeschlossen von der hktes beFhan seien solche Beschwerden, die gerichtlich bezw. strafrechtlich anhängig oder entschieden seien. Die Verhandlung trage polizeilichen Charakter und sei keine öffentliche.
Der Kommission stehe aber das Recht zu, auch andere Personen welche nicht zu den Vertretern der Zeche oder Beleg⸗ schaft gehörten, zuzulassen, wenn dieselben berechtigte Interessen
hierfür nachweisen könnten.
Der Vorsitzende machte sodann den Zechenvertretern die Beschwerdepunkte im einzelnen bekannt mit dem Bemerken, der Verwaltung anheimgestellt werde, Gegenbeweise
en.
Die Gesamtstärke der Belegschaft der Zeche Fröhliche 8 am 1. Februar d. J. 1899 Mann ein⸗ schließlich Beamte, hiervon unter Tage 1461.
Sodann geschritten.
89 Beschwerde 1 I. CEs erscheint der Bergmann Herm. Westerwick, 30 Jahre alt, seit ungefähr 16 Jahren auf der Zeche beschäftigt.
Zur Sache: Ich war vom 1. Oktober 1903 bis zum 1. Januar 1904 auf dem Orte Nr. 6 Westen des Flözes Wasserfall, westliche Abteilung der 5 m⸗Sohle, mit dem Auf⸗ bauen der su Bruche gegangenen Strecke beschäftigt. Das Flöz Wasserfall hatte ein Einfallen von 70 — 800, die Länge üüs usammengebrochenen Strecke vermag ich nicht genau an⸗
n. “ Aufwältigung des Bruches erfolgte von der west⸗ lichen wie östlichen Seite. Auf der westlichen Seite, wo ich beschäftigt war, war weder oberhalb noch unterhalb der Strecke bbau geführt worden. Oestlich des Bruches aber war der feiler von 5 nach 6 Westen abgebaut und reichte der abge⸗ baute Raum bis an den Bruch auf 6 Westen heran.
Von dieser Tatsache habe ich mich selbst einmal überzeugt, auch sind mir die Verhältnisse von meinem Arbeits⸗ kameraden August Meißner, welcher beim Verfahren von Ueberschichten mehrfach dort beschäftigt war, so ge⸗ childert worden. Auf welche Weise der Holztransport an er östlichen Seite des Bruches erfolgte, vermag ich aus eigener Wissenschaft nicht anzugeben, mir ist in dieser Beziehung nur von meinem Arbeitskameraden Meißner mitgeteilt worden, daß der Transport von Holz und der sonst zum Ausbau erforder⸗ lichen Materialien hier durch den 8 . Pfeilerraum von 5 nach 6 zu erfolgen hätte. An der Meißner gemachten Ausfage zu zweifeln, habe ich keine Ver⸗ anlassung. 88 halte den Transport von Materialien, wie er vjer ausgeführt worden ist, für unzulässig, da das Leben der i Betracht kommenden Arbeiter gefährdet werden konnte.
* 8
eenonge betru
wurde zur Untersuchung der einzelnen Beschwerden
ichtigkeit der mir von
Zur Beschwerde 1 II. “ ur Sache: Es war im September 1902, als ich in
einem Ueberhauen des Flözes Sonnenschein, westliche Abt., 5. Sohle, von Ort 5 nach 6 Westen beschäftigt war. Dies Ueberhauen, welches bis zum Ort 6 eine Höhe von 16 m erhielt, war auf 3 Drittel belegt. Die Bewetterung dieses Ueberhauens geschah, unter Zuhilfenahme von Lutten, von einem Ueberhauen unterhalb Ort 6 Westen mittels Selbstzuges. Unser Ueberhauen hatte an einem Tage des September 1902, den Tag vermag ich nicht mehr anzugeben, eine Hoõ e von 8 bis 10 m erreicht, als während der Nachmittagschicht unsere
Arbeitsstelle von dem Steiger Overkamp befahren wurde. Der Kameraden mit Namen Mathias Böhs gehabt. Fhesgsft⸗ 9 Richtigkeit meiner Aussage durch Vord
Steiger Overkamp war gekommen, weil ich ihn wegen des Auftretens von Schlagwettern in dem Ueberhauen, die ich zu Beginn der fraglichen CC “ in dem Ueberhauen festgestellt hatte, durch meinen Lehrhauer hatte rufen lassen. Auch der Steiger Overkamp überzeugte sich davon, daß das anze Ueberhauen voll Feuer stand. Trotzdem nahm derselbe keine Weneeegg, irgend welche Anordnungen zur Beseitigung der Schlagwetter zu treffen. Da ich mit dem bestehenden Gedinge nicht zufrieden war, entstand eine Auseinandersetzung zwischen mir und dem Steiger Overkamp, ohne daß eine Heraufsetzung des Gedinges von diesem zugesagt wurde. Steiger Overkamp sagte nur zu mir auf meine Frage, was in dem Ueberhauen verdient werden sollte, wir würden wohl nichts verdienen, wenn wir bei der Arbeit sitzen blieben.
Der Steiger Overkamp hat mir alsdann die Beseitigung der Schlagwetter überlassen, welches meinerseits unter Be⸗ nutzung eines Handventilators bewirkt worden ist. .
Ich bin der Ansicht, daß es die Pflicht des Steigers Overkamp gewesen wäre, für die Feleaiceng der Schlagwetter zu sorgen. Der Name des Lehrhauers, welcher mir bei der Herfte ung des fraglichen Ueberhauens zugewiesen war, war
athias Böhs. 3 v. g. n. Hermann Westerwick.
der Rev
31 Jahre alt, 1.1 der Zeche. 8 Zur Sache: Der d Zeit vom 1. Oktober 1903 bis zum auf dem Orte 6 Westen des Flözes vseefeh mit dem Aufwältigen eines Bruches beschäftigt gewesen. Derselbe ist meines Pissens während der angegebenen Zeit überhaupt nicht im Flöze Wasserfall tätig gewesen. Westerwick war aber vor der genannten Zeit im Fis e Wasserfall beim Ortsbetriebe beschäftigt. Ein Streckenbruch ist auf dem Orte 6 Westen des Flözes Wasserfall überhaupt nicht vorgekommen, wohl aber auf Ort 5 Osten. Die Länge des hier befindlichen Bruches
betrug ungefähr 10 m, die Aufwältigung desselben erfol nicht von 2 Seiten, sondern nur von der östlichen Seite. 8 gebe zu, daß der Holztransport zum Aufbau der Strecke
Osten durch
Beschwerdeführer Westerwick ist in der 1904 nicht
—
te 5 den Pfeiler von hier nach 5 Osten zu erfolgte. Dieser Pfeiler war während des Holztransports belegt und genügend verzimmert, sodaß irgend eine Gefahr bei dem Holz⸗ transport nicht vorlag. Tatsächlich ist auch irgend ein Unfall
bei Ausführung dieser Arbeit nicht vorgekommen. Die durch Fortnahme der Kohlen im Pfeiler geschaffenen Hohlräume wurden durch Berge wieder verfüllt.
Die Aufwältigung des fraglichen Bruches 2 5 Osten hat einen Zeitraum von ungefähr 4 Wochen in Anspruch ge⸗ nommen. Die dieser Arbeit erfolgte nicht von Reparaturhauern, sondern von der im Pfeiler beschäftigten Snsssroge aft, für welche die Berechnung im Steigerjournal erfolgt ist.
Es erscheint der Bergmann Karl Kleinjohann, 29 Jahre alt, seit 5 Jahren auf der Zeche beschäftigt. 1
Zur S.: Ich weiß nicht genau, welche Arbeiten von mir in der Zeit vom 1. Oktober 1903 bis 1. Januar 1904 aus- geführt worden sind, ich weiß aber bestimmt, daß ich während des Jahres 1903 bei der Aufwältigung eines Bruches zweimal auf dem Orte N. 5 und einmal auf dem Orte N. 6 be⸗
Nach meiner Beschäftigung im Flöze asserfall ist auf dem Orte 6 Osten nochmals ein Bruch ge⸗ fallen, bei dessen Aufwältigung ich nicht beschäftigt gewesen bin. Ich weiß bestimmt, daß während der Zeit vom 1. Oktober 1903 bis 1. Januar 1904 Westerwick gleichzeitig mit seinem Kameraden Meißner mit der Aufwältigung eines Bruches auf dem Orte 6 Osten des Flözes Wasserfall westl. Abteilung auf der 5. Sohle beschäftigt gewesen ist. v. g u
Karl Kl.
Wieder vorgerufen, erklärte der Beschwerdeführer fol⸗ gendes: Ich gebe zu, daß ich mich möglicherweise geirrt habe, wenn ich erklärt habe, daß ich während der angegebenen Zeit auf dem Ort 6 Westen beschäftigt gewesen sei, es mag auch sein, daß dies 6 Osten gewesen ist. Die von mir zu Protokoll erklärten Verhältnisse erleiden hierdurch keine Veränderung. Der Pfeiler von 5 nach 6 war während des Holztransports belegt, doch halte ich den Transport für gefährlich wegen der Klüftigkeit des Gebirges. Während der Nachtschicht war der Pfeiler nicht belegt.
8 v. g. u. “ Hermann Westerwick.
Neuer Termin wurde zur auf Donnerstag, den 30. März, 8
schäftigt gewesen bin.
8& 111“ n einjohann. 8
Fortsetzung der Untersuchung 8 vhe⸗ angesetzt.
Weiterverhandelt auf dem Bergrevierbureau am 30. März
Anwesende: wie am 29. März.
8 1. II.
Der Steiger Overkamp sagt zu diesem Punkte der Be⸗ schwerde folgendes aus:
Der Beschwerdeführer Westerwick ist im Monat September 1902 nicht in einem Ueberhauen von Ort 5 Westen nach
anträgen nicht deshalb abschlägig beschieden worden bin,
stehend
S es b stützungskasse geübt wird, nur deshald geschildert, um nach⸗ suweisen. von welchen Grundsätzen der Vorstand der
6 Westen beschäftigt gewesen. Westerwick ist überhaupt im Jahre 1902 während der Monate mit Herstellung von Ueberhauen im Flöze Sonnenschein west⸗ liche Abteilung der 5. Seh nicht beschäftigt gewesen. Die von dem Beschwerdeführer
in bezug auf das Auftreten von Schlagwettern sind deshalb auch nicht vorgekommen. von Westerwick geschildert sind, an anderen Stellen, wo er mit dem Auffahren von Ueberhauen beschäftigt war, vorgekommen sind, verma von Juli bis Ende Dezember 1902 hat Westerwick keinen
uli bis Ende Dezember
esterwick geschilderten Verhältnisse Ob ähnliche Verhältnisse, wie sie
ich mich nicht zu erinnern. Während der Zeit Ich kann die age der betreffenden Schichtenzettel beweisen. 1
“ 8 g. u.
Wilh. Overkamp.
Durch Einsichtnahme in die betreffenden Schichtenzettel wurde durch Bergrat Overthun festgestellt, daß Westerwick während der Monate Juli bis Ende Dezember 1902 im Pfeiler 5 Westen beschäftigt gewesen ist und daß er während dieser zat den Arbeitskameraden Böhs nicht gehabt hat. Es ergibt sich ferner nicht aus den Schichtenzetteln, daß während der genannten Zeit ein Ueberhauen von Westerwick auf⸗ gefahren ist.
Zu 2. Der Belegschaäftsvertreter Lange gibt an:
.S.: Ich habe während der Jahre 1903 und 1904, und zwar vom 7. August 1903 bis Ende April 1904, sieben Monate wegen der Wurmkrankheit gefeiert. Da ich infolge dieses längeren Feierns in Not gekommen war und hiervon dem Betriebsführer Wohlgemuth Mitteilung machte, habe ich während der vorgenannten Zeit zweimal eine Unterstützung von je 10 ℳ aus der Zechenunterstützungskasse bekommen. Als ich in einem späteren Falle einen erneuten Antrag auf Unterstützung unter Tage bei dem Fahrsteiger Gilges stellte — die Zeit, wann dies geschehen ist, vermag ich nicht an⸗ ugeben —, wurde mir Ende des betreffenden Monats von em Betriebsführer Wohlgemuth mitgeteilt, daß mein Unter⸗ stützungsantrag abgelehnt worden wäre, weil seitens des Vor⸗ stands der Unterstützungskasse ein Bedürfnis zur Unterstützung bei mir nicht anerkannt worden wäre. Nachdem ich späterhin, ich glaube, es war im April 1904, nochmals als Wurmkranker festgestellt worden war und infolge dessen eine Kur durchzu⸗ machen hatte, ging ich nochmals zu dem Betriebsführer Wo emuth, um diesen um eine Unterstützung aus der Unter⸗ ützunzekasse zu bitten; bei dieser Gelegenheit fragte mich der Betriebsführer Wohlgemuth, ob ich etwas mit dem Vorstands⸗ mitgliede der Unterstützungskasse Anton Böckmann hätte, worauf ich entgegnete, daß dieses nicht der Fall wäre; ich könnte ihn nur nicht als von der Beleg⸗ schaft als vorschriftsmäßig gewählt anerkennen. Die Ge⸗ währung einer Unterstützung wurde mir bei dieser Gelegenheit nicht zugesagt; auch wurde es von dem Betriebsführer als zwecklos bezeichnet, wenn ich mich dieserhalb beschwerdeführend an den Direktor wenden würde. In meiner Not wandte ich mich an den Amtmann Emisch aus Westenfeld, welcher auch bereit war, mich aus Gemeindemitteln zu unterstützen Do mir dieses aber nicht paßte, bat ich den Amtmann Smisch, sich in meinem Interesse zur Erlangung einer Umerstützung an die Zeche Froöhliche Morgensonne zu wenden. Dieses ist denn auch geschehen; einen Erfolg habe ich dadurch nicht erzielt. 3 bis 4 Wochen nach meiner Vorstellung auf dem Amtsbureau habe ich eine Unterstützung von 10 ℳ von der Zeche erhalten. Ob ich späterhin noch eine Unterstützung bekommen habe, vermag ich mich nicht zu entsinnen. Während der Zeit der Krankenhauspflege bekommen die Wurmkranken der Zeche Fröhliche Morgensonne einen Zuschuß bis zur vollen Höhe des Krankengeldes. 8
Ich bin der Ansicht, daß ich mit meinen Unterstützungs⸗
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weil die Bedürfnisfrage seitens des Vorstands der Unterstütungs⸗ kasse verneint wurde, sondern weil ich mich mehrfach dahrn⸗ gehend geäußert habe, daß die beiden dem Vorstand angehörigen Bergleute Anton Böckmann und Diedrich Wittkämper nicht vorschriftsmäßig gewählt seien. Ich komme zu dieser Ansicht, weil der Bergmann
Aeußerung im Wirtshause gemacht hat. Die Berglaute Anton Böckmann und Diedrich Wittkämper sind nicht durch Wahl seitens der Belegschaft zu Vorstandsmitgliedern der Unter⸗ tützungskasse ernannt worden, vielmehr beliebig als solche non
r Feche bestimmt worden. 1 8
Nach meiner letzten, während der Zeit vom 7. bis unge⸗ fähr zum 28. April 1904 als Wurmkranker durchgemachten Kur habe ich bis zum Schlusse des Jahres 1904 keine Kot⸗ proben zur Untersuchung auf Wurmkrankheit abgeben dürfen Ich muß mich berichtigen, daß ich meine letzte Kur während des Monats April 1904 gemacht habe, ich habe vielmehr noch später, ich glaube es war im Monat Juni 1904, ebenfalls eine Kur durchgemacht und habe deswegen bis zu dieser Zeit Kotproben abgegeben. Erst während des ersten Drittels des Monats Januar 1905 habe ich wieder zwei Kotproben abgeben müssen, durch welche festgestellt wurde, daß ich mit der Wurmkrankheit nicht mehr behaftet war.
Ich bin der Ansicht, daß die Gewerkschaft der Zeche Fröh⸗ liche Morgensonne verpflichtet gewesen wäre, in den Fällen, wo Bergleute infolge der Wurmkrankheit in Not geraten sind, aus gewerkschaftlichen Mitteln zu unterstützen, da ich nicht glaube, daß hierzu die Unterstützungskasse verpflichtet in. Meine ganzen Anträge auf Unterstützung, wie ich sie vor⸗
geschildert sade sind deshalb auch von dem Gedanken geleitet gewesen, daß ich die erbetene Unter⸗ — von der Zeche und nicht von der Unter⸗ skasse erhalten würde. Ich hade das Verfahren, wie Gewährung von Unterstützungen seitens der Unter⸗
Anton Böckmann eine dahingehende
ei der Bewillignng
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von Unterstützungsgeldern leiten I
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