von Ausländern
FImMang.
Ceylons haben. — Berichtigun der im Deutschen Reiche beste
8.
2
sularagenten. — Ermächtigung zur v — Todesfall. — Exequaturerteilungen. — 2) Militärwesen: Er⸗ mächtigung zur Ausstellung ärztlicher Zeugnisse an militärpflichtige Deutsche, welche ihren dauernden Aufenthalt in Indien einschließlich
des Verzeichnisses der Zivilvorsitzenden nden Ersatzkommissionen. — 3) Zoll⸗ und Steuerwesen: Veränderungen in dem Stande oder den Befug⸗ nissen der Zoll⸗ und Steuerstellen. — 4) Polizeiwesen: Ausweisung aus dem Reichsgebiet.
8
Nr. 18 des „Zentralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 5. Mai, hat folgenden Inhalt: 1) Konsulatwesen: Ernennungen. — Bestellung eines Kon⸗
ornahme von Zivilstandsakten.
festgestellt.
beständen
im Deutschen
1““
in Preußen.
stpreußen.
Westpreußen Berlin
Pommern Posen Schlesien Sachsen. Schleswig⸗ Holstein.
Hannover Westfalen
oo1141“4“
„ Rheinland. „Hohenzollern in Bayern.
„ Baden „ Hessen
Schwerin Sachsen⸗
Weimar. Mecklenburg⸗
Strelitz. Oldenburg.
Sachsen⸗
Sachsen⸗ Altenburg Sachsen⸗
Anhalt . Schwarzburg⸗
Schwarzburg⸗
Waldeck. Reuß ä. L.. Reuß j. L..
Lippe. Lippe Lübeck Bremen. Hamburg
Unternehmung mit
genossenschaftlichen
Brandenburg
8 Hessen⸗Nassau 1
„Kgr. Sachsen. „ Württemberg.
Me cklenburg⸗
Braunschweig G
Meiningen .
Coburg⸗Gotha L'8
Sondersh.. Rudolstadt.
Schaumburg⸗
Formen.
8 8*
mit unbeschränkter Haftpflicht. mit unbeschränkter Nachschußpflicht mit beschränkter Haftpflicht.. Die Gesamthaftsumme aller Genossen der Genossenschaften mit beschraͤnkter Haftpflicht betrug am 1. Januar 1903 im Deutschen Reiche 420 668 018 ℳ; es kamen durchschnittlich auf je eine derartige Genossenschaft 71 184 ℳ Bei den Genossenschaften mit beschränkter Haftpflicht ist die Erwerbung mehrerer Geschäftsanteile durch den einzelnen Genossen gesetzlich zulässig. j Geschäftsanteile steigert sich entsprechend die Haftpflicht des Genossen. Kennt man die Zahl der Genossen und die der weiteren Geschäfts⸗ anteile, so läßt sich aus der angegebenen Gesamthaftsumme der Be⸗ trag berechnen, mit dem das — Geschäftsanteil zur Haftpflicht herangezogen werden kann. Die weiteren Geschäftsanteile sind auf 745 867 für das vvn. Reich Danach berechnet sich die Höhe der durchschnittlichen Haft⸗ pflicht für den einzelnen Geschäftsanteil auf 197 ℳ Die Verbreitung der verschiedenen Haftpflichtarten hängt im wesentlichen von der Art des Unternehmens der Genossenschaften ab. Manche Genossenschaften bevorzugen ihrer Natur nach und auch nach den Grundsätzen, die ihren geschichtlichen Werdegang beherrscht haben und sie selbst noch jetzt beherrschen, die Form der unbeschränkten Haft⸗ pflicht, andere wählen überwiegend die der b pflicht, während die unbeschränkte Nachschußpflicht im ganzen wenig Verbreitung gefunden hat. Je nachdem in einem Einzelstaate oder Gebietsteile die
schaften
14 694 150 5 911
Mit
Statistik und Volkswirtschaft.
Die im Deutschen Reiche am 1. Januar 1903 vorhanden gewesenen Genossenschaften nach der Haftpflichtart und dem Gegenstand des Unternehmens.
Die bereits in Nr. 96 des „Reichs⸗ und Staatsanzeigers“ vom 22. v. M. erwähnten „Mitteilungen zur deutschen Genossenschafts⸗ statistik für 1903“*, die von dem Leiter der Statistischen Abteilung der Preußischen Hereserncenlehte ege. Geheimen Regierungsrat, Professor Dr. A. Pfterstlie earbeitet worden sind und sich zum ersten Male auf die Genossenschaften des ga Auskunft auf die Frage nach der . flichtarten, unter denen die Genossenschaften arbeiten. Danach m Deutschen Reiche am 1. Januar 1903 unter den überhaupt vor⸗ handenen 20 755 Genossenscha
“
ften mit 3 139 519 Genossen Genossen⸗
Genossen
1 727 474 24 268 1 387 777
der
ahl d
nzen Reichs erstrecken, geben auch erbreitung der verschiedenen Haft⸗
waren
Genossen auf 100 000 der Zivil⸗ bevölkerung 3100 44 2490.
er weiteren
itglied durchschnittlich für je einen
orm der beschränkten Haft⸗
unbeschr. H. u. Nachschpfl. beschr. H. 1903 1902 1903 1902
1902
2508 4140 2334
186 1655
962 4105 2249 1146
2374 3203 2174 7206 2372 2106
431 6792 2181 4730 2877 4506 2473 5584 1174
26 39410
3608 8303
1597
1433 1564 190 40 806
Elsaß⸗Lothringen 2624
3100 2671 4414 2605
175 1706 1011 4432 2459 1158
2466 3341 2319 7500 2592 2278 4359
431 6790 7184 7968
2264 4800
2872 5111 2628
5688 1185
4809 260
4285
3441 8441
285 1527
1470 1698 189 39 875 2901
52 38 11
56 12 .
4 118
78 248 41 5 46 26 45
137
44 56 34 10 76 12 4
4 117 84 267 42 5
47
16 18
1 45
1³²
30 245
2058
208 1080 2016 1952 3013 1645 1995 4521
1933 2821 1731 1743 1723
318
4898 1840 625 4030 42 2781 5541 5448 5698
5688 2141
2839
8359 4819
2591
9679 514 2428 294 2158 1090
eine oder andere Art der genossenschaftlichen ihren ganz verschieden großen Mitglieder⸗ stark vorherrscht, fällt auch die Verbreitung der
Haftpflichtarten verschieden aus, und in diesem Sinne wird man sagen dürfen, daß diese oder jene Haftpflichtart in den einzelnen Gebiets⸗ teilen gleichsam die beliebtere sei, beliebter im Sinne der Lösung not⸗ wendiger wirtschaftlicher Aufgaben und dergleichen nach bestimmten In den deutschen Einzelstaaten und preußischen Provinzen verteilten sich nun die Genossen der einzelnen Haft⸗ pflichtarten in den Jahren 1902 und 1903 in folgender Weise, wobei beachtet werden muß, daß der Berechnung der Verhältniszahlen für beide Jahre die Ergebnisse der Volkszählung von 1900 zu Grunde gelegt sind; dies hat zur Folge, daß das Rechnungsergebnis für 1903 weniger genau als für 1902 und zwar in der Regel um einen kleinen Betrag zu groß ausfallen muß. Von 100 000 der Zivilbevölkerung gehörten als Mitglieder an
den Genossenschaften mit
den Genossen⸗ schaften überhaupt 1903 1903 2490 5634 2287 5014 451 4899 1346 3961 2097 2272 2037 3819 3263 4286 1889 6325 2066 4529 4957 6232 2277 4827 3075 6683 2133 4494 1949 9454 1953 4592 315 2593 1337 5712 5299 5748 3233 10024 2005 22 1436 672 4428 42 2944 3211 8322 6042 8935 5861 11549 6475 7660 6138 10947 3079 3366 3038 7323 9193 12634 5388 14483 4483 4768 3105 4632 10179 11649 637 2422 2713 2902 760 799 2716 3601 1221 4130.
genossenschaften, land⸗ 1 vnofsenschant I“ 2 14338 Produktivgenossen⸗
schaften, gewerbliche 20 452 2 550 Produktivgenossen⸗
schaften, landwirtschaft⸗ 1 ö“
—“ 2 851 200 970 1 733 124 624 Genossenschaften zur Be⸗ “
scaffung und Unter⸗ “ .
haltung von Zuchtvieh 178 12 552 1 025 Konsumvereine. .. 1 606 800 051 33 948 Wohnungs⸗ und Bau⸗
genossenschaften, eigent⸗ 8
Iih, .. .“ 491 102 870 Wohnungs⸗ und Bau⸗ g 1
genossenschaften, Ve-x—— G
ein häuser 47 5 004 — SonstigeGenossenschaften 204 29 781 6 614
Genossenschaftspolitisch bemerkenswert ist, wie sich die den
Verbände) angenommenen Gruppierung verteilten sich die am 1. Januar 1903 im Deutschen Reiche vorhanden gewesenen Genossenschaften,
einzelnen Unt wecken dienenden Genossenschaften nach der Heftsngtets Frteaen n der seit mehreren Jahren von der wie folgt: amtlichen Statistik (nach Vereinbarung mit mehreren der großen tzahl mit unbeschränkter mit unbeschränkter 8 . . e Genossen⸗ Mit⸗ Genossen⸗ Mit. Ge- Mit⸗ Ee⸗ Mit. weitere Gesamt. Haft. mexermte. nossen⸗ nossen⸗ Geschäfts⸗ haftsumme . schaften glieder schaften glieder schaften glieder schaften glieder anteile 85 dnr ℳ Kreditgenossenschaften 12 994 1 792 330⁰0% 11 630 1 475 692 51 12 020 1 3130 304 618/ 243 024 238 204 040 435 darunter: überwiegend städti 3 8 “ 1 919 815 513 1 184 536 015 31 704 269 518 118 236/ 195 740 290 505 überwiegend lä Charakters da Fßen 11 075 976 817 10 446 939 677 20 2 040 609 35 100 124 788 42 463 750 266 Rohstoffge “ vhsteffafnofsenschafte v. 145 5 674 18 755 3 84 124 4 835 1 698 2 314 070 354 Rohstoffgenossenschaften, 8 8 vensen.. (Be⸗ 8 19e , andeen) e 4 1 330 116 085 3 370 478 41 993 63 364 26 516 287 Ferenen 8 43 2 149 — — 40 2 091 1 047 1 009 690 eergegoflen chfftegs ge⸗ 16 221 1 25 119 14 512 14 363 5 334 893
Werkgenossenschaften, landwirtschaftliche.. Genossenschaften zur ge⸗ meinsamen Beschaffung von Maschinen und Geräten. Magazingenossenschaften, gewerbliche . . . . Magazingenossenschaften, landwirtschaftliche (Verwertungsgenossen⸗ schaften) .. Rohstoff⸗ und Magazin⸗ genossenschaften, ge⸗ werbhliche. Rohstoff⸗ und Magazin⸗
314
3 540
Unter den 12 994 Kreditgenossenschaften mit 1 792 330 Mitgliedern findet man 1919 Genossenschaften überwiegend städtischen (bezw. gewerblichen) Charakters mit 815 513 Mitgliedern und 11075 Genossenschaften überwiegend ländlichen (landwirtschaftlichen) Charakters mit 976 817 Mitgliedern. Die Mehrzahl von beiden hat unbeschränkte Haftpflicht; aber auch die beschränkte Haftpflicht ist unter ihnen weit verbreitet, mehr unter den gewerblichen als unter den land⸗ wirtschaftlichen (bei den ländlichen Darlehnskassen Raiffeisenscher Richtung besteht bekanntlich ausschließlich die unbeschränkte Haftpflicht). Beachtenswert sind die Angaben über die Zahl der erworbenen weiteren Geschäftsanteile und über die Höhe der Haftpflicht auf den einzelnen Geschäftsanteil. Bei den 704 gewerblichen Kreditgenossenschaften mit beschränkter Haftpflicht hatten 269 518 Genossen 118 236 weitere Geschäftsanteile erworben, auf 1 Genossen entfielen also im Durch⸗ schnitt 1,44 Anteile, und der Anteil hatte bei der Gesamthaftsumme von 195 740 290 ℳ durchschnittlich mit 505 ℳ zu haften; — bei den 609 ländlichen Kreditgenossenschaften hatten 35 100 Genossen 124 788 weitere Geschäftsanteile erworben, auf 1 Genossen entfielen also durchschnittlich 4,56 Anteile, aber bei einer Gesamthaftsumme von 42 463 750 ℳ nur 266 ℳ auf den Anteil. Diese Genossen⸗ schaften befinden sich vorzugsweise in der Provinz Sachsen und Pommern, wo die beschränkte Haftpflicht wegen des Zusammenwirkens von Groß⸗ und Kleingrundbesitz als zweckmäßig erscheint.
Unter den 145 gewerblichen Rohstoffgenossenschaften mit 5674 Mitgliedern entfielen 48 auf Schuhmacher, 26 auf Schneider, 13 auf Bäcker und Konditoren, 9 auf Metallgewerb⸗ treibende, 6 auf Töpfer, 6 auf Barbiere und Friseure, 5 auf Tischler, 5 auf Maler und Lackierer usw. Hier herrscht die beschränkte Haft⸗ pflicht unbedingt vor; die Erwerbung von weiteren Geschäftsanteilen ist aber weniger üblich; dagegen schwankte die durchschnittliche Haft⸗ summe für den Geschäftsanteil von 38 ℳ (Barbiere und Friseure)
bis zu 1250 ℳ (Töpfer). — Die 1330 landwirtschaftlichen
Rohstoffgenossenschaften mit 116 085 Mitgliedern sind zu 849 mit 73 722 Mitgliedern solche mit unbeschränkter Haftpflicht; die 478 Ge⸗ nossenschaften beschränkter Haftpflicht mit 41 993 Mitgliedern, die 63 364 weitere Geschäftsanteile erworben hatten, nahmen bei
26 516 287 ℳ Gesamthaftsumme jeden Anteil durchschnittlich mit
252 ℳ in Haftpflicht. 1 Unter den 160 gewerblichen Produktivgenossenschaften mit 20 452 Mitgliedern bestehen 35 für Bäckerei, 22 für Buch⸗
druckerei, 16 für Brauerei, 13 für Industrie und Bergbau, 11 für
Möbelfabrikation, 11 für Spinnerei und Weberei, 10 für Stärke⸗ fabrikation usw. — Von den 2851 landwirtschaftlichen Pro⸗ duktivgenossenschaften mit 200 970 Mitgliedern sind 2420 mit 178,972 Mitgliedern Molkereigenossenschaften, davon 848 mit 56 004 Mitgliedern solche mit beschränkter Haftpflicht und einer Haftsumme von durchschnittlich 222 ℳ auf den Geschäftsanteil; 166 sind Winzer⸗ enossenschaften, 145 Brennereigenossenschaften, 25 Molkereigenossen⸗ chaften, die zugleich Bäckerei und Müllerei betreiben, 35 Obstbau⸗ und »verwertungsgenossenschaften, 20 Konservengenossenschaften.
Unter den 178 Zuchtgenossenschaften mit 12 552 Mit⸗ — überwiegen diejenigen für Pferdezucht (128 mit 10 693 Mit⸗ gliedern). 3
Zur Arbeiterbewegung.
Etwa 1500 Schmiedegesellen Berlins und der Um⸗ gegend erklärten sich, der „Voss. Ztg.“ zufolge, in öffent⸗ licher Versammlung mit den von der Ortsverwaltung vor⸗ geschlagenen Forderungen einverstanden, nachdem diese bereits von acht öffentlichen und einer Mitgliederversammlung des Zentral⸗ verbandes angenommen worden waren. Die hauptsächlichsten orderungen sind: Neunstündige tägliche Arbeitszeit, die nicht vor Uhr Morgens beginnen darf und 6 Uhr Abends enden muß. Sonntags wird nicht gearbeitet. An den Tagen vor den hohen Festen und Sylvester wird die Arbeit, bei Wegfall der Mittags⸗ pause, um 2 Uhr Nachmittags beendet. Mindeststundenlohn für Schirrmeister 62 ½ ₰, Feuer⸗ und Beschlagschmiede 57 ½ 3 Be⸗ schlagschmiede 52 ½ ₰, Stock⸗ und Beschlag 50 ₰, Stockgesellen
11““ .“ 1 1“
2817 1447 825
610 850
2 002 7 409 1 197 450
1 19 140 17 8838 26 959 9 840 860
80 10 231 1 038 66 1150 167 454 53 788 354
— — 161 11 527 1 656 2 623 303 5 904 1 412 765 199 59 791] 23 383 024
n 481 102 654 36 533 31 814 808 47 5 004 6 107 779 325
4 548 144 22 619 67 674 7 874 139
45 ₰, Ueberstunden mit Löhn eingeführt, bleiben diese bestehen. Die Ortsverwaltung sowie die Gesellenausschüsse werden beauftragt, den Tarif sämtlichen Innungs⸗ meistern, Fuhrgeschäften, Abfuhrunternehmungen, Meiereien, Omnibus⸗ gesellschaften, Eis⸗ und Mörtelwerken usw. sofort mit der Maßgabe zur Annahme zu unterbreiten, daß innerhalb 14 Tagen Antwort erwartet wird.
Der Ausstand der Fuhrleute in Cöln (vgl. Nr. 106 d. Bl.) hat, wie die „Köln. Ztg.“ mitteilt, größere Ausdehnung angenommen. Am Donnerstagnachmittag waren etwa 650 bis 700 Personen aus⸗ ständig. Einige Speditionsfirmen haben den Betrieb eingestellt. Vor einem Speditionsgeschäft am Holzmarkt kam es zwischen Streikenden und Arbeitswilligen zu Streitigkeiten, sodaß die Polizei einschreiten mußte.
In München stellten gestern, wie „W. T. B.“ meldet, die Lastfuhrwerksbesitzer den Betrieb ein, weil der von ihnen vor⸗ gelegte Fuhrwerkstarif vom Stadtbauamt und von der Bau⸗ meisterinnung bisher nicht anerkannt worden ist. Die Zahl der Fuhr⸗ ihi r. beträgt 567. 1 “
In Leipzig haben, wie die „Köln. Ztg.“ erfährt, die seit dem 10. April streikenden Pappdecker und Asphalteure bedingungs⸗ los die Arbeit wieder aufgenommen.
Die seit einiger Zeit in einer Lohnbewegung befindlichen Schauerleute in Hamburg haben, wie „W. T. B.“ meldet, nachdem ihnen einige Zugeständnisse gemacht worden sind, gestern abend mit großer Mehrheit die Vorschläge der Arbeitgeber an⸗ genommen
Aus Bremen wird dem „W. T. B.“ telegraphiert, daß in der gestrigen Sitzung der Direktion der Schiffbau⸗Aktiengesell⸗ schaft „Weser“ und des Ausschusses der Arbeiterschaft bezüglich der Akkordlöhne eine Einigung erzielt worden sei. Es bestehe Aus⸗ sicht, daß auch hinsichtlich der übrigen strittigen Punkte eine Ver⸗ ständigung herbeigeführt und dadurch der Ausstand beendigt wird (vgl. Nr. 100 d. Bl.). .
Zum Ausstand der Fuhrleute in Chicago (vgl. Nr. 106 d. Bl.) berichtet „W. T. B.“, daß infolge der von den Behörden erlassenen Verfügung, daß alle Personen, die die Frachtwagen belästigen, verhaftet werden sollen und infolge der Ver⸗ mehrung der Hilfssheriffs die Unruhen gestern minder stark waren. Sollte der Ausstand bis Mitte nächster Woche an⸗ dauern, so würde sich Chicago dem stärksten Mangel an Nahrungs⸗ mitteln ausgesetzt sehen, der seit Jahren vorgekommen ist. Die Vor⸗ räte an Mehl, Bohnen, Reis und Tee gingen zu Ende, und der Mangel an Butter, Eiern und Vegetabilien mache sich schon äußerst fühlbar.
n Stockholm ist, nach einem Telegramm des „W. T. B.“, der Versuch, eine friedliche Verständigung zwischen den Arbeitgebern und den gewerkschaftlichen Arbeitern des Baugewerbes zustande zu bringen, mißglückt. Infolge⸗ dessen ist die vom zentralen Arbeitgeberverband beschlossene Aussperrung der den Gewerkschaften angehörigen Bauarbeiter in Ktcaft getreten. Die Aussperrung erstreckt sich vorläufig auf etwa weitausend Arbeiter. (Vgl. Nr. 105 d. Bl.)
Verkehrsanstalten.
Laut Telegramm aus Hannover hat die erste englische Post über Vlissingen vom 5. d. M. den An⸗
schluß in Essen (Ruhr) und Hannover nicht erreicht und wird 8 Sonderzug ab Hannover um 5 Uhr 25 Minuten weiter⸗ befördert.
Washington, 5. Mai. (W. T. B) Die fünf Sektionen des internationalen Eisenbahnkongresses hielten heute Sitzungen ab. Nach mehrstündiger Beratung trat eine Vertagung ein, ohne daß Beschlüsse gefaßt wurden. Die französischen und ameri⸗ kanischen Ingenieure verlasen Abhandlungen, in denen sie für Impräg⸗ nierung des harten und weichen Holzes für Eisenbahnschwellen ein⸗ traten und die Meinung aussprachen, daß das Bestreben, die Leistungs⸗ fähigkeit der Lokomotiven zu erhöhen, wahrscheinlich anhalten werde.
“
Zuschlag von 10 ₰, wo höhere Löhne .
No. 107.
Land⸗ und Forstwirtschaft. Saatenstand und Getreidehandel in Rußland.
Das Kaiserliche Konsulat in Rostoff am Don berichtet unterm 18. v. M.: Wegen des im allgemeinen schneelosen kalten Winters fürchtete man Schaden für die Aussaat. Diese Befürchtung hat sich indessen nicht bestätigt; die Aussichten für die Winter⸗ und Frühjahrs⸗ saaten sind gut. Das Wetter ist günstig; in den letzten Tagen herrschte recht feuchte und warme Witterung. Einige Nachtfröste in den letzten Wochen sind ohne jeden schädigenden Einfluß gewesen.
Im Laufe des Winters kamen nur geringe Zufuhren Gerste nach Rostoff, die sämtlich verkauft wurden. In Taganrog liegen größere Partien schwerer Gerste. Für Gerste 60/61 werden jetzt 96 ℳ gezahlt, für Lieferung im Herbst indessen nur 91,50 ℳ
Roggen war in schwerer Ware recht gut angeboten, während leichter Roggen nur wenig auf den Markt gelangte. Man erwartet in Roggen ein sehr großes Geschäft, da im Innern große Vorräte sind, die teils auf dem Wasser, teils durch die Bahn hierher gesandt werden sollen. Man zahlt heute für Roggen 91 %6 per April / Mai 108 ℳ, für 92 %6 110,50 ℳ Weizen wurde in den letzten Monaten nach dem Kontinent fast gar nicht verkauft, da südamerikanische Ware den Markt beherrschte. In der letzten Zeit macht sich Nachfrage aus Italien und Südfrankreich geltend; größere Geschäfte sind indessen noch nicht abgeschlossen worden.
Von Ravison sind die letzten Bestände nach England und Belgien zu guten Preisen verkauft worden.
Die Schiffahrt wurde am 4. April d. J. eröffnet. Die Frachten betragen jetzt nach der Taganroger Reede 14—16 Kop. für das Tschetwert, von der Reede 8
“
8
nach dem Kontinent 8 — 9 d
„ Rotterdam 8¾ -— 9 „
„g 9 eort.;. Eö191—
Der Kaiserliche Generalkonsul in Odessa berichtet unterm 25. v. M.: Im Süden Rußlands war das Wetter bis Mitte April ungewöhnlich kalt. Es waren sogar vereinzelt Nachtfröste zu ver⸗ zeichnen, die aber Schaden nicht angerichtet haben. Erst seit etwa zehn Tagen herrscht eine höhere Temperatur, und es wechselt Sonnenschein mit warmem Landregen. Unter dem Einfluß dieser günstigen Witterungsverhältnisse haben sich die Winter⸗ saaten weiter gut entwickelt. Sie stehen überall recht befriedigend, besonders gut in den Gouvernements Bess⸗ arabien und Cherson. Der späte Eintritt des Frühlings hat die Bestellung der Felder für die Sommeraussaat, ausgenommen in der Krim, um 8 bis 10 Tage verzögert, jedoch erfolgte die Acker⸗ bestellung dann unter den besten Witterungsverhältnissen. Im süd⸗ lichen Bessarabien fehlte es den Bauern infolge der Mißernte des Jahres 1904 an Saatkorn, so daß in den Kreisen Akkerman und Benderi ein Teil der Felder in diesem Jahre unbestellt bleiben wird. In den übrigen Gouvernements wird die Anbaufläche der des Vor⸗ jahres annähernd gleichkommen. .
„Die lange Dauer des Winters hat die Eröffnung der Binnen⸗ schiffahrt in diesem Jahre um mehrere Wochen verzögert. Wenn auch, trotz des Beginns der Getreidezufuhren auf dem Wasserwege, bisher nicht sehr viel Ware auf den Markt gekommen ist, so genügte doch das wenige, um die Preise zu drücken, weil das Ausland sich nach wie vor zurückhaltend zeigte. Eine Einbuße im F erlitten namentlich Weizen und Roggen, während Gerste, besser gefragt, nach einigen Schwankungen heute einen höheren aufweist als vor einem Monat. In Mais war wegen Mangels an Ware am Platze und nahezu gänzlichen Ausbleibens von Zufuhren fast gar kein Umsatz. Leinsamen, Raps und Rübsen bleiben zu hohen Preisen für
den örtlichen Verbrauch gefragt. Die gegenwärtigen Preis⸗ notierungen sind: Osima 1. . 106 — 104 Kop.. 1 98 — 102 „ 8 III brandig 94 — 98 „ Ulka 8— ök“ 8 . EEEA111“ „ “ ö4“ “ üb ö8 8 ds 12 11“ ei S9) 1166X“X*“ V 141 ö ͤ“ Hafer 111.A“ e““ 148 5 Raps und Rübsen. 148 8 “ Was Oelkuchen anlangt, so fehlt es an Vorräten bei fester Marktlage. Man bietet für: 8 aCPö1ö1ööö332— vmmhhh4*“ das Pud K.862 (16,38 kg) Mavilontecheg .458 „ frei an Bord. Ravisonbauernkuchen 50 „ “ Die Vorräte betrugen hier am 14. April d. J.. e4“ 616 012 dz 1111114““ 4»* FE1I1“”“ 8 8 190 „ Sandomirka. 8 190 „ Arnautlka. 13 104 „ 8 verschiedene Arten. 14 866 „ “ 11111414AA“*“ 21 659 „ Haffr 11161“ 36 475 „ .“ 4 914 „ u111141*“*“ . 11 446 „ MRMiaps und Rübsen.. 8
Die Verschiffungen belie en * tr 1g⸗ zett n 25. Mã bis 24. April d. J. in:; 1614A“
Weizen auf ungefähr. . . 328 000 dz, 8 C““ 18 Gerste „ u6. 328 000 „ Mais „ 16 33 000 „ 9
Der Frachtenmarkt beharrte in seiner gedrückten Lage. Die schon vor einem Monat äußerst here Raten sind weiter gefallen. Man bezahlte nach London, Hull, Antwerpen, Rotterdam 6— 6 ⅛, Hamburg 6 ½ — 6 ¾ fh. die Tonne.
Der Kaiserliche Konsul in Kiew berichtet unterm 27. v. M.: Die Wintersaaten haben den verhältnismäßig milden und ziemlich schneereichen Winter gut überstanden. Sie befinden sich zur Zeit fast überall im Amtsbezirke in einem befriedigenden Zustande. Die in der letzten Zeit eingetretenen reichlichen Niederschläge förderten das Wachstum der Saaten erheblich. Im allgemeinen hofft man daher auf eine gute Ernte. Die »Aussaat des Sommergetreides hat sich durch die anhaltende regnerische Witterung zum größten Teil mehr oder weniger verspätet, ist aber bei ausreichender Feuchtigkeit des Bodens doch noch gut bewerkstelligt worden.
Unter dem Einfluß der günstigen Ernteaussichten herrscht auf dem hiesigen Getreidemarkte eine flaue Stimmung. Die Nach⸗
Berlin, Sonnabend, den 6. Mai
frage ist unbedeutend, die Ausfuhrgeschäfte haben fast aufgehört. Dennoch erfahren die Preise keine wesentliche Die sonst gewöhnlich zur Kontraktenmesse hier stattfindenden Verkäufe von Getreide künftiger Ernte sind in diesem Jahre ausgeblieben.
Aus Anlaß des Krieges wird den russischen Bahnen sehr viel rollendes Material entzogen. Aus diesem Grunde macht sich eine immer größere Stockung in der Beförderung von Frachten fühlbar. Auf den meisten nicht über genügende Lagerräume verfügenden Stationen lagern große Mengen von Getreide und Mehl, die unter dem Einfluß der regnerischen Witterung dem Verderben ausgesetzt sind.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗
maßregeln. Die italienische Regierung hat durch seesanitätspolizeiliche Ver⸗
ordnung vom 30. April d. J. die Herkünfte aus Pisagua (Chile) den Bestimmungen der Verordnung Nr. 5 von 1902 unterworfen. (Vergl. „R.⸗Anz.“ vom 27. März 1902,
Handel und Gewerbe.
(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.
Ausschreibungen.
Lieferung der Uniformen des gesamten Unter⸗ beamten⸗ und Dienerpersonals auf die Dauer von drei Jahren an die Direktion der bosnisch⸗herzegowinischen Staatsbahnen in Serajewo. Frist für Angebote: 15. Mai 1905.
Vergebung der Rekonstruktion der Seeleuchte von S. Giorgio auf der Insel Lesina. Die Normen für die Ein⸗ bringung des Angebots, die Pläne usw. sind beim K. K. Hafen⸗ und Seesanitäts⸗Capitanate in Spalato einzusehen. Angebote bis 22. Mai 1905, 11 Uhr Vormittags, an das K K. Hafen⸗ und Seesanitäts⸗ Capitanat in Spalato. (SOesterreichischer Zentralanzeiger für das öffentliche Lieferungswesen.)
Konkurse im Auslande. 11A“ Galizien. “
Konkurs ist eröffnet über das Vermögen der Fradla Eisner in Przemysl mittels Beschlusses des K. K. Kreisgerichts, Ab⸗ teilung IV, in Przemysl vom 1. Mai 1905 — No. cz. 1/5. — Provisorischer Konkursmasseverwalter: Advokat Dr. Salomon Ehrlich in Przemysl. Wahltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Kon⸗ kursmasseverwalters) 12. Mai 1905, Vormittags 9 Uhr. Die Forde⸗ rungen sind bis Ende Juni 1905 bei dem genannten Gericht anzu⸗ melden; in der Anmeldung ist ein in Przemysl wohnhafter Zu⸗ stellungsbevollmächtigter namhaft zu machen. d ene tagfahrt ermehe zur Feststellung der Ansprüche) 17. Juli 1905, Vormittags
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks “ an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 5. d. M. gestellt 19 824, nicht recht⸗ zeitig gestellt 490 Wagen.
In Oberschlesien sind am 4. d. M. gestellt 5878, nicht recht⸗ zeitig gestellt keine Wagen.
Die Einnahmen der e im Monat April betrugen, laut Meldung des „W. T. B.“ aus Berlin, 183 000 mexik. Dollars gegen 109 000 mexik. Dollars im gleichen Monat des Vorjahres; die Bruttoeinnahmen in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres betrugen 547 000 mexik. Dollars gegen 320 000 mexik. Dollars in dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs.
— Vom oberschlesischen Eisenmarkt berichtet die „Schles. Ztg.“ u. a.: Der Verlauf des oberschlesischen Walzeisengeschäfts ist im Monat April im allgemeinen befriedigend gewesen. Der Zugang an sofort ausführbarer Arbeit hat durchweg den durch die Verladung erfolgten Abgang an Beschäftigung ersetzt, sodaß der Beschäftigungs⸗ grad der derschlefischen Walzwerke, was Walzeisen anbetrift, während des Aprils konstant gewesen ist. Er hielt unver⸗ ändert die Höhe einer etwa 3— 4wöchentlichen Besetzung mit effektiver Arbeit bei und ermöglichte den Werken im großen und ganzen eine volle Ausnutzung ihrer Betriebsvor⸗ richtungen. Auch das Verkaufsgeschäft des oberschlesischen Stahlwerks⸗ verbandes, dem sämtliche oberschlesische Werke angehörten, war im April normal, und obwohl um diese Zeit Transaktionen größeren Stils nicht zur Ausführung zu gelangen pflegen, weil die oberschlesischen Walz⸗ werke ihre Ware nur quartalsweise usw. stets in der zweiten SF. des vorhergängigen Quartals zum Verkauf bringen lassen, so sind doch
umfangreiche, aus dringendem Bedarf bestehende Posten zu Buche gegangen, aus denen dem oberschlesischen. Revier eine Arbeitssicherung für vier Monate gewährleistet ist.
In der Preislage hat sich gegen den Vormonat nichts geändert. Die für die Verkaufsaktion pro I. Quartal erhöhten Verkaufs⸗ notierungen, die sich auf 135 bis 137 ½ ℳ Frankogrundpreise je nach Relation stellen, sind bis zur Stunde seitens der Kundschaft willig angelegt worden, und die günstigsten Berichte, die von den kon⸗ kurrierenden deutschen Märkten über den dortigen Stand des Walz⸗ eisengeschäfts fortlaufend eingehen, haben die Situation auch für das oberschlesische Revier des weiteren gefestigt. Die Stimmung auf dem Walzeisenmarkte ist sonach auch in Konsumenten⸗ und Handels⸗
kreisen durchaus fest. In der Trägerabteilung geht es auch auf den Werken des oberschlesischen Reviers außerordent⸗ lich lebhaft zu. Es liegen, was bei der gegenwärtigen
Höhe der Bausaison erklärlich ist, umfangreiche Aufträge vor, sodaß durchweg lange Lieferfristen gefordert werden müssen. Im Grobblech⸗ Ffcha sind die Werke so weitgehend mit Arbeit versehen, daß neue ufträge auf prompte Ausführung kaum noch übernommen werden können, und für eingehende Bestellungen weitreichende Lieferfristen gefordert werden muͤssen. Dabei ist die Nachfrage, in⸗ sonderbeit nach sofort zu spezifizierender Arbeit, außerordentlich rege. Die Preislage für Grobbleche ist fest in den in letzter Zeit stark er⸗ höhten Notierungen, und es werden diese Notierungen, die sich im Durch⸗ schnitt aller Relationen gegenwärtig auf 130 ℳ ab Werk für gewöhn⸗ liche Qualität, Qualitätsware mit entsprechenden Aufschlägen, stellen, durch die Verbraucher auch willig angelegt. Ebenso ist die Nachfrage nach Feinblechen lebhaft und die Besetzung in diesem Artikel ent⸗ sprechend umfangreich. Auch für Feinbleche wird die erhöhte Notie⸗ rung, die auf etwa 125 ℳ für die Tonne Grundpreis ab Werk auskommt, bei neuen Abschlüssen, nach denen stets Nachfrage vorhanden ist, willig bezahlt. Die Eisenverfeinerungsbetriebe des Reviers haben durchweg gut zu tun und sind deshalb gleichfalls gegenwärtig umfangreiche Konsumenten der heimischen Walzwerkserzeugnisse. — Wie der „Rheinisch⸗Westfälischen Zeitung“ von beteiligter Seite telegraphiert wird, sind die Bemühungen zur Gründung eines
Verbandes für gezogene Drähte gescheitert.
190
— Laut Meldung des „W. T. B.“ wird für das verflossene Be⸗ triebsjahr 1904 der bevorstehenden Generalversammlung der Aktionäre der Warschau⸗Wiener Eisenbahngesellschaft nachstehende Verteilung des Reingewinns in Vorschlag gebracht werden: Die Brutto⸗ einnahmen für das Betriebsjahr 1904 betragen 21 049 824,01 Rubel. Davon kommen in Abzug die Betriebsauslagen 15 005 170,53 Rubel, 2 ½ % der Bruttoeinnahmen für den Renovationsfonds 526 245,60 Rubel. Die für den Staat laut § 3 der Konzessionsurkunde festgesetzte Rente 220 000 Rubel ä= 15 781 416,13 Rubel, bleibt an Reingewinn 5 268 407,88 Rubel. Die Ausgaben für den Coupon und Tilgung 4 136 366,45 Rubel. Der Nettoertrag beziffert sich sonach auf 1132 041,43 Rubel. Davon sind abzuschreiben: Zusatzrente an den Staat 275 000,— Rubel, zur Tilgung der Aktien 424 400,— Rubel, Zusatzgratifikationen 94 987,21 Rubel = 794 387,21 Rubel, bleiben zur Verteilung 337 654,22 Rubel. Für oiskretionelle Ausgaben 18 774,47 Rubel, für die Aktionäre 318 879,75 Rubel, wovon eine Dividende von 1,75 Rubel für die unverlosten Aktien zuerkannt werden soll. 88
— Die Kaiserlich Königlich privilegierte Graz⸗Köf⸗ lacher Eisenbahn vereinnahmte vom 1. bis 30. April 1905: 244 877 Kronen (i. V. 219 016 Kronen). Vom 1. Januar bis 30. April 1905: 1 081 466 Kronen (i. V. 936 433 Kronen). — rLaut Meldung des „W. T. B.“ betrugen die Einnahmen der Oesterreichisch⸗Ungarischen Staatsbahn äéösterreichisches Netz) vom 1. bis 30. April: 4 814 687 Kronen (88 531 Kronen mehr als i. V.), die der Oesterreichischen Südbahn vom 1. bis 30. April 9 671 762 Kronen (161 608 Kronen mehr als i. V.). — Die Einnahmen der Italienischen Mittelmeerbahn in der dritten Aprildekade betrugen im Hauptnetz weniger 5541 Lire, im Ergän⸗ zungsnetz weniger 7731 Lire, zusammen weniger 13 272 Lire.
Washington, 5. Mai. (W. T. B.) Der Schatzamts⸗ sekretär hat entschieden, daß aus Luxemburg eingeführte Waren berechtigt sind, an den Vorteilen des zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten im Jahre 1900 abgeschlossenen Reziprozitäts⸗ veFaheht teilzunehmen, weil Luxemburg Mitglied deutschen Zoll⸗ vereins ist.
d
Die Preisnotierungen vom Berliner Produktenmarkt sowie die vom Königlichen Polizeipräsidium ermittelten Marktpreise in Berlin befinden sich in der Börsenbeilage.
Berlin, 5. Mai. Berliner Wollauktion deutscher Schmutzwollen. (Schlußbericht.) Zur genaueren Uebersicht und Beurteilung der Bewegung auf der beendeten Auktion deutscher Schmutzwollen, hinsichtlich ihrer von 1 bis 10 ℳ für den Zentner erhöhten Preise, seien nachstehende Beispiele einzelner Dominialwollen angeführt. Es erzielten für pommersche Wollen: Dominium Thurow 62 ℳ gegen 54 ℳ, Dobberpfuhl 87 gegen 86 ℳ, Jargelin 78 gegen 72 ℳ; mecklenburgische Wollen: Jürgensdorf 72 gegen 71 ℳ, Zaschlin 76 gegen 71 ℳ, Ballin 90 gegen 83 ℳ, Dannenwalde 69 gegen 62 ℳ, märkische Wollen: Dominium Bröllin 63 gegen 64 ℳ; Wilmersdorf 76 gegen 71 ℳ, posensche Wollen: Dominium Tischdorf 82 gegen 71 ℳ, preußische Wollen: Dominium Czarlin 76 gegen 70 ℳ, schlesische Wolle: Dominium Kroitsch 85 gegen 79 ℳ, alles für den Zentner in 1904. Der höchst angelegte Auktionspreis wurde von dem Dominium Bellschwitz⸗Preußen für einen Posten Elektoralkammwolle mit 103 ℳ für den Zentner erzielt, für die klassierte Elektoralwollen desselben Do⸗ miniums wurden 95 ℳ für den Zentner, für dessen klassierte feine Stoffwolle 86 ℳ für den Zentner und für dessen superior Lammwolle für einen Posten 77 ℳ und für einen zweiten Posten 99 ℳ für den Zentner angelegt. Die höchsten Preise für Wollen aller Provinzen erzielten überhaupt superior Lammwollen, wie feine Stoffwollen, Wollen von Stammherden (klassiert), Jährlingswollen und Tuchwollen. Ein einzelner Posten Rückenwäsche von der Stammherde (klassiert) des Dominiums Annafeld in Preußen erzielte 87 ℳ für den Zentner. Erwähnt sei noch, daß Dominium Groß⸗Drewitz in der Mark . Wollen auch ½ Zentner Haidschnuckenwolle zum Ver⸗ auf stellte.
Amtlicher Marktbericht vom Magerviehhof in Friedrichsfelde. Rinder⸗ und Schafmarkt am Freitag, den 5. Mai 1905.
3 Auftrieb: 1100. UHUeberstand: Milchkühe . 707 Stück — Stück Hugochsen e 116“ . Bullen, Jungvieh. 28 „ 8 — 8
˙11 . Verlauf des Marktes: ndel lebhafter, Preise unverändert, Weidevieh billiger; voraussichtlich etwas Ueberstand. Es wurden gezahlt für:
85 A. Milchkühe und hochtragende Kühe:
a. 4—6 Jahre alt:
I. Qualität, gute schwere.. .390 — 450 ℳ II. Qualität, gute mittelschwere. 310 — 380 „ III. Qualität, leichte Durchschnittsware 200 — 300 „
b. ältere Kühe: I. Qualität, gute schwere. .230 — 330 ℳ II. Qualität, mittelschwere. . 200 — 240 „ .240 — 300 „
c. gute Weidekühe und Färsen . .. 8 B. Zugochsen: I. Qualität II. Qualität III. Qualität
“ über 12 Ztr. 10 — 12 Ztr. 9 — 10 Ztr. a. Norddeutsches Vieh (Ost⸗ schwer schwer schwer u. Westpreußen, Pommern, Schlesierrai) 400 —- 430 ℳ 350 — 400 ℳ — ℳ. b. Süddeutsches Vieh: 8 a. Gelbes Frankenvieh, Scheinfelder. .470 — 560 „ 380 — 440 „ — 5 b. Pinzgaur 480 — 555 „ 370 — 460 „ — n6 c. SüddeutschesScheckvieh, Simmentaler, Bay⸗ reuther. . . 500 — 535 „ 370 — 430 „ 335 — 365 „ C. Jungvieh: Feeerxme . öhenvieh zur Zucht zur Mast zur Zucht zur Mast a. ¼ — 1 ½ Jahre alt: I. Qualittt — ℳ 145 — 205¶ ℳ — ℳ 225 — 240 ℳ II. Qualität — „ 100 — 140 „ — 8 — 5
b. 1 ½ — 2 ½ Jahre alt: a. Bullen und Stiere:
I Qualität 460 — 575 ℳ 270 — 320 ℳ 475 — 590 ℳ 270 — 325 ℳ 8 Iehtg 270 — 300 „ — „ 450 — 480 „ 240 — 270 „ . Färsen:
I. Qualität 330 — 375 ℳ 245 — 275 ℳ — ℳ — X II. Qualität 250 — 300 „ — 5 — 4 — 21 D. Schafe: 8 mmel zur Mast. 1u1““ .““
8.