allenthalben gut und lassen gleichfalls einen befriedigenden Ernteertrag erhoffen. 8 sin⸗ dem Getreidemarkte ist gegen Anfang Juni eine leichte Abschwächung des Preisstandes in Gerste und Mais zu verzeichnen, während Weizen sich behauptet hat; Roggen wurde im Berichtsmonat nicht gehandelt. ie Zufuhren beschränkten sich auf Mais, wozu egen Ende des Monats schon die ersten Wagenladungen neuen Rapsez Uesnesmmzen. Der Vorrat an Mais in sämtlichen bulgarischen Donau⸗ häfen wurde zu Anfang Juli auf nicht mehr als 5 — 6000 t geschätzt; die Vorräte in den anderen Getreidearten sind nahezu erschöpft. Die Ausfuhr im Juni wies folgende Ziffern auf: aus Weizen Roggen Gerste Wöi⸗
Widdin.. 8 3 Lompalanka 1000 1000 500 8 3000 1500 3000
Rachowa.. Somowit 2500 1000 1000
Nikopoli. 8 8 Sistow. 8 1 8 1 500 Rustschuk 8 1ö“ 1500 1500 Tutrakan .. 1 2500 — oEE111116“““ öD Die Preise standen am 1. Juli d. J., wie folgt: Weizen. . . . 14,75 — 15,00 Fr. Gerste. 10,80 8 Mais 13,00 Raps.. 19,00 — 19,50 für den Doppelzentner.
*₰
Washington, 11. Juli. Nach dem Bericht des Ackerbau⸗ bureaus betrug am 1. Juli d. J. der Durchschnittestand für Winter⸗ weizen 82,7 %, für Frühjahrsweizen 91,0 %, für Winter⸗ und Früh⸗ jahrsweizen zusammen 85,8 %, für Mais 87,3 %, für Roggen 92,8 %, für Gerste 91,5 % und für Hafer 92,1 %. Die Anbaufläche für Mais wird mit 94 011 000 Acres angegeben. Der Statistiker der New Yorker Produktenbörse schätzt den Ertrag des Winterweizens auf 113 150 600 Busfhels, den des Frühjahrsweizens auf 292 376 000 Bushels, den des Mais auf 2 651 100 000 Bushels, den der Gerste auf 141 262 000 Bushels und den des Hafers auf 949 698 000 Bushels. In Farmers Hand befanden sich an Weizenvorräten am 1. Juli d. J. 24 257 000 Bushels.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Das Deutsche Zentralkomitee zur Errichtung von für Lungenkranke (Berlin W. 9, Eichhornstraße 9) at den vom Oberstabsarzt a. D. Dr. Nieter auf der General⸗ versammlung des Zentralkomitees am 9. Juni d. J. erstatteten Ge⸗ schäftsbericht über den Stand der Tuberkulosebekämpfung im Früh⸗ jahr 1905 als Druckheft herausgegeben. Auf den Inhalt dieses Berichts, der in der gedruckten Ausgabe mit zahlreichen Tabellen ver⸗ sehen und mit Abbildungen geschmückt ist, ist an dieser Stelle ge⸗ legentlich der Generalversammlung bereits eingegangen.
8 “
Oesterreich.
SDie K. K. Seebehörde in Triest hat die für Herkünfte vo Aden angeordneten Quarantänen maßregeln wieder gehoben. (Vergl. „R.⸗Anz.“ vom 12. Dezember v. J, Nr.:
Türkei.
Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel hat be⸗ stimmt, daß Hsrthal von Port Said neben der bereits an⸗ geordneten ärztlichen Untersuchung einer strengen Desinfektion und dem Reglement über die Vernichtung der Ratten und Mäuse auf Schiffen unterliegen. Ferner ist für Herkünfte von Alexandrien die Anwendung des vorerwähnten Reglements nebst einer fünftägigen Beobachtung und strenger Desinfektion festgesetzt worden. Sämtliche Maßnahmen haben in einem türkischen Lazarett zu erfolgen. (Vergl. „R.⸗Anz.“ vom 22. v. M. und 30. v. M., Nr. 145 und 152.) b
Indien.
Nach Mitteilung der Regierung 15. v. M. sind wegen Ausbruchs der Pest in Bahrein im Persischen Golf und in Bassein (Burma) gegen von dort an⸗ kommende Schiffe in den Häfen von Orissa und Chittagong Quarantänemaßregeln getroffen worden. ““
von Bengalen vom 10. und
Verdingungen im Auslande. 8
Belgien. “
18. Juli, 4 ½ Uhr. Ecole moyenne des filles in Namur: Lieferung von Steinkohlen, Brot, Fleisch, Wurstwaren und Spezereien für ein Jahr vom 1. Oktober 1905 ab. Eingeschriebene Angebote zum 16. Juli.
20. Juli, 10 Uhr. Gouvernement provincial in Gent: Bau von Aquädukten und Ausführung von flasterungsarbeiten. 1. Los 25 000 Fr. 2. Los 22 000 Fr. Eingeschriebene Angebote zum
17. Juli.
24. Juli, 11 Uhr. Hötel de ville in Alost: Bau eines Kunst⸗ gitters um die Kirche St. Martin. 1. Los, Maurerarbeit, 7940 Fr. 2. Los, Gitter, 9180 Fr. Eingeschriebene Angebote zum 21. Juli.
24. Juli, 2 Uhr. Maison communale in Kemseke, Ost⸗ flandern: Pflasterung der Dorfstraße. 18 277 Fr.
28. Juli, Mittags. Gouvernement provincial in Mons: Pflasterung der Straße von Howardries nach Guegnies. 89 900 Fr. Sicherheitsleistung 5000 Fr. Eingeschriebene Angebote zum 26. Juli.
28. Juli, 11 Uhr. Ancienne Maison Barthélemy in Fize⸗ Fontgtn⸗ (Lüttich): Ausbesserung von Straßen. 50 800 Franks. EE 5000 Franks. Eingeschriebene Angebote zum
. Juli.
Bis zum 28. Juli, Mittags. Hospices civils, Rue Emile Cuvelier 42 in Namur: Lieferung von: 1. Los 291 t Würfelkohle; 2. Los 95 t Grudkohle; 3. Los 5000 kg Butter; 4. Los 22 000 kg Kartoffeln.
29. Juli, 9 ½ Uhr. Ecole normale de l'Etat in Huy: Lieferung von Lebensmitteln und Bedarfsartikeln für das Schuljahr 1905/06.
31. Juli, 11 Uhr. Bureau des marguilliers de PEglise St-Antoine, Marché- aux-Chevaux in Antwerpen: Bau einer Kirche 534 705 Fr. Sicherheitsleistung 50 000 Fr. Eingeschriebene
Angebote zum 29. Juli. . Gouvernement in Hasselt: Bau einer
4. August, 11 Uhr. Straße von Peer nach Aehel. Cahier des charges Nr. 72 und die in Brüssel, Rue des
läne für 30 Centimes bezw. 6,70 Fr. ugustins 15. Eingeschriebene Angebote zum 31. Juli. Betrag 47 000 Fr. Sicherheitsleistung 4700 Fr.
Gouvernement provincial in Gent: 158 000 Fr. Sdicherheitsleistung
5. August, 10 Uhr. Ausbesserung von Straßen. 1 1 16 000 Fr. Cahier des charges Nr. 71 für 70 Cts. und die Plãne für 12,60 Fr. in Brüssel, Rue des Augustins 15.
Rumänien.
9./22. Juli 1905, 10 Uhr Vormittags. Generaldirektion der Staatsmondpole (Exploitations⸗ und Konstruktionsdienst) Bukarest, Ealea Victorici 127: Lieferung (für die Pulverfabrik Laculetz) von 120 000 m gewöhnliche Bichordlunte und 70 000 Sprengkapseln. Den Offerten sind Proben und eine provisorische Kaution, 5 vom Hundert des Wertes, beizugeben. Bei endgültigem Zuschlag ist die Kaution auf 10 % zu erhöhen.
2. Oktober 1905. Munizipalsuperintendent von Florianopolis (Desterro): Elektrische Beleuchtung. Offerte 1000 Milréis, nach Erteilung des Zuschlags 10 000 Milréis. Näheres beim „Reichsanzeiger“.
Verkehrsanstalten. “
In Mombo (Deutsch⸗Ostafrika), dem Endpunkte der Usambara⸗ bahn, ist eine Postanstalt eingerichtet worden, deren Tätigkeit sich auf die Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefen erstreckt.
Nächste Postverbindung nach Swakopmund und Lüderitzbucht für Briefsendungen mit englischem Dampfer über Capstadt, ab Southampton am 15. Juli, in Lüderitzbucht etwa am 9. August und in Swakopmund etwa am 12. August. Letzte Be⸗ förderungen am 14. Juli ab Cöln 6,4 Nachmittags, ab Oberhausen 7,24 Nachmittags, ab Berlin Schlesischer Bahnhof 11,23 Vor⸗
te 3 ie nächste Post aus Swakopmund, Abgang am 19. Juni, ist zu erwarten am 16. Juli.
Der wieder stattlich erweiterte neueste Band des „Nauticus“, Jahrbuchs für Deutschlands Seeinteressen, teilt zum ersten Male neben dem ausführlichen Verzeichnis aller deutschen Handelsfahrzeuge über 1000 Registertons brutto auch eine vergleichende Liste der über 12 000 Registertons großen Handelsdampfer aller Nationen mit. Eine ungemein interessante Tabelle, an der von den seefahrenden Nationen mit mehreren Schiffen nur England, Deutschland, Nordamerika und Holland, mit je einem Schiff Frankreich und Belgien teilhaben. Insgesamt werden 56 Dampfer dieser für unsere Zeit so charakteristischen Art auf⸗ gezählt, und diese Flotte von Riesendampfern repräsentiert einen Rauminhalt von 840 521 Registertons brutto. Zum Vergleich sei be⸗ merkt, daß Italien insgesamt über eine Seedampferflotte von 735 000 Registertons brutto, die Hamburg⸗Amerika⸗Linie über einen Schiffspark von 733 137 Bruttoregistertons (333 See⸗ und Hilfsfahrzeuge) ver⸗ fügt. Von dem Geschwader der Riesenschiffe führen die englische Flagge 31 (465 494 Tons), die deutsche Flagge 14 (215 885 Tons), die der Vereinigten Staaten 6 (94 514 Tons), die holländische Flagge 3 (37 610 Tons). Englands größte Handelsschiffe sind die Dampfer „Adriatic“ und „Baltic“ mit je 23 763 Bruttoregistertons, beide der White Star Line gehörig, wie überhaupt diese Reederei die meisten Riesenschiffe der genannten Art ihr eigen nennt, zusammen nicht weniger als 15. Ihr zunächst kommt als Eigentümerin größter Schiffe die Hamburg⸗Amerika⸗Linie mit 9 Fahrzeugen über 12 000 Tons, und ihr im bevorstehenden August vom Stapel laufender Dampfer „Kaiserin Auguste Victoria“ besitzt den Ruhm, den größten Raum⸗ inhalt von allen Dampfern der Welt zu haben: 25 000 Registertons. Die fünf übrigen deutschen Riesendampfer gehören bis auf einen („Kaiser Friedrich“, Firma Schichau, Elbing) dem Norddeutschen Lloyd. Unter den deutschen Riesendampfern finden sich auch die schnellsten Dampfer der Welt (Deutschland“, „Kaiser Wilhelm II.“ ꝛc.). Unter nord⸗ amerikanischer Flagge hat den größten Rauminhalt der Dampfer „Dakota“, nämlich 21 000 Tons. Holland besitzt nur drei Schiffe von je 12 500 Tons, der französische Dampfer „La Provence“ mißt etwa 15 000, der belgische Dampfer „Vaderland“ 12 018 Tons. Die beiden englischen Dampfer „Victorian“ und „Virginian“, die zu den kleinsten der Riesenschiffe gehören, sind Turbinendampfer.
S.
Theater und Musik.
Im Theater des Westens findet morgen die 75. Aufführung der Operette „Jung⸗Heidelberg“ statt. Fräulein Henny Wildner ist von einer Unpäßlichkeit wiederhergestellt und tritt in der Rolle des
Leutnants von Vogel wieder auf. 8
E“““ 8 Mannigfaltiges. Berlin, den 12. Juli 1905.
Komitee zur Veranstaltung ärztlicher Studienreisen. Der Besuch der fünften Studienreise wird sich, vorbehaltlich etwaiger notwendigen Veränderungen, auf folgende Kurorte erstrecken: Gmunden, Ebensee, Ischl, Aussee, Salzburg (mit Ausflug auf den Schafberg), Reichenhall, Berchtesgaden, Hallein, Gastein, Zell a. See, Innsbruck, Igls, Brennerbad, Gossensaß, Levico, Ror cegno, Arco, Riva, Gardone, Bozen⸗Gries, Meran. Die Reise beginnt in München am 10. September und endet in Meran am 23. September. Der Gesamtpreis für die 14tägige Reise (freie Fahrt auf Eisenbahn, Wagen und Dampsschiff, freie Unterknt und volle Verpflegung ausschließlich Getränke) einschließlich des vom Komitee berausgegebenen offiziellen Reiseberichts beträgt 250,— ℳ Die Fahrkarten gelten bis zurück nach München. Nähere Auskunft sowie ausführliches Programm ist bei dem Generalsekretär, Hofrat Dr. W. H. Gilbert, Baden⸗Baden, zu haben. Letzter Anmeldungs⸗ termin 20. August.
Kaution: bei Einreichung der
E“
Der Zentralkrankenpflegenachweis für Berlin und
Umgebung (Ziegelstraße 10/11) hielt am vergangenen Sonnabend⸗ abend unter Leitung des Ausschußvorsitzenden, Sanitätsrats Alexander, eine Sitzung ab, in der über die fortschreitende Entwickelung der Zentral⸗ stelle berichtet wurde. Aus den Angaben des Dr. P. Jacobsohn und des Rentiers H. Saxenberg, die den geschäftlichen und finanziellen Bericht erstatteten, ging hervor, daß die Zahl der Pflegenachsuchungen sich im 1. Halbjahr 1905 wiederum erheblich vermehrt hat; deren Zahl be⸗ trägt bisher 1032 gegen 835 im Vorjahre. Auch von Kranken⸗ anstalten wird das Institut immer mehr zur Beschaffung guten Pflegepersonals in Anspruch genommen. Mit dem Verein ärztlich eleiteter Irrenanstalten von Berlin und den Vororten wurde ein esonderes Abkommen getroffen. Ebenso hat das Institut für die Privatpflege neuerdings wiederum den Anschluß einiger angesehenen geistlichen und weltlichen Genossenschaften gewonnen. Im Februar stieg die Zahl der Nachsuchungen infolge der Influenzaepidemie auf 205. Der Nutzen der Einrichtung wird von Publikum und Aerzten in gleichem Maße anerkannt; die Behörden haben ihr ein erhöhtes Interesse zugewendet. Auch hinsichtlich der Kassenverhältnisse ist ein erfreulicher Fortschritt zu erkennen. Gegenwärtig macht sich eine starke Inanspruchnahme des Zentralkrankenpflegenachweises für die Be⸗ gleitung Leidender nach Kurorten geltend.
Am nächsten Sonnabend veranstaltet der Berliner Bezirks⸗ verein deutscher Ingenieure einen Ausflug nach Eberswalde zur Besichtigung der Papierfabriken von Marggraff u. Engel und der Gebrüder Ebart. Mit diesem Ausfluge, an dem sich auch Damen be⸗ teiligen, ist das Sommerfest des Vereins verbunden, das am Nach⸗ mittag durch einen Ausflug nach Kloster Chorin gefeiert wird.
Am morgigen 145. Beobachtungsabend des „Vereins von Freunden der Treptower Sternwarte“ spricht (Abends 8 Uhr) der Dozent Jens Lützen in einem mit zahlreichen Lichtbildern ausgestatteten Vortrage über „Das Dopplersche Prinzip’. Der Vor⸗ trag wird die Anwendung des Prinzips in der Akustik und in der Optik behandeln, insbesondere auch seine vielfachen Anwendungen in der Astronomie, die Beobachtung der Linienverschiebung in den Doppel⸗ sternen, der Sonne und den Planeten und die Möglichkeit, die Ent⸗ fernung der Sterne hiernach zu bestimmen. — Mit dem großen Fernrohr wird nach dem Vortrag von 9— 12 Uhr der Mond be⸗ obachtet. Gäste haben Zutritt. 8 *
Marten, 12. Juli. (W. T. B.) Da sich bei dem Brand⸗ unglück auf der Zeche „Borussia“ (vgl. Nr. 161 d. Bl.) die bisberigen Bergungsarbeiten vom Luftschacht aus als undurchführbar rwiesen, wurden diese gestern nachmittag von einem 100 m vom Hauptschacht abliegenden Wetterschacht aus aufgenommen. Von den Verunglückten sind bis heute früh 6 Leichen geborgen worden. — 588 nicht mehr, daß die 39 eingeschlossenen Arbeiter sämtlich erstickt seien.
Budapest, 11. Juli. (W. T. B.) Bei Petrozseny hat bei Gelegenheit eines Volksfestes ein Zusammenstoß zwischen ungarischen und rumänischen Grenzwächtern stattgefunden, wobei die Rumänen einen Bauern töteten und einen schwer verwundeten. Zwei ungarische Grenzwächter wurden von ihnen über die F geschleppt und gefangen gehalten. Die Untersuchung ist eingeleitet.
London, 11. Juli. (W. T. B.) Nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ fand in einem Koh lenbergwerk bei Wattstown in Glamorganshire eine Explosion statt. Von den in dem Bergwerk befindlichen Bergleuten sind bis jetzt 69 als Leichen geborgen worden. Man befürchtet, daß sich die Totenliste auf ins⸗ gesamt 126 belaufen wird.
Kopenhagen, 11. Juli. (W. T. B.) Bei der heutigen Segelwettfahrt der Oeresundwoche erhielt in der Kreuzer⸗ klasse 2 „Hubertus“Lübeck den ersten Preis und in der Klasse 4 der Rennjachten „Wannsee“⸗Berlin den zweiten Preis.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Kiel, 12. Juli. (W. T. B.) Die aktive Schlachtflotte
unter dem Kommando des Großadmirals von Köster hat heute vormittag ihre bis zum 10. August dauernde Sommerübungsreise angetreten. Auf dieser Reise werden Friedrichshafen, Kopen⸗ hagen, Stockholm, Karlskrona und Danzig berührt werden. Vor dem Anlaufen von Kopenhagen, das am 20. Juli er⸗ folgt, wird das Linienschiff „Kaiser Karl der Große“ abge⸗ sandt werden, um am 23. Juli vor Antwerpen zur Teilnahme an den Festlichkeiten zu sein, die aus Anlaß des 75. Jahres⸗ festes der Unabhängigkeit Belgiens stattfinden.
Wien, 12. Juli. (W. T. B.) Der Ministerpräsident Freiherr von Gautsch hat sich heute vormittag zum Kaiser nach Ischl begeben.
London, 12. Juli. (W. T. B.) Die Prinzessin von Wales wurde heute von einem Prinzen entbunden.
Konstantinopel, 12. Juli. (Meldung des Wiener „K. K. Telegraphen⸗Korrespondenz⸗Bureaus“.) Die Pforte hat die letzte Note sämtlicher Botschafter, die auf die Annahme der internationalen Kontrolle für die Finanzreform in Mazedonien dringt, ablehnend beantwortet mit dem Bemerken, die Kontrolle sei unnötig, da das Finanzreglement bereits tadellos in Wirksamkeit sei. Die Ablehnung habe nicht überrascht. Die Mäͤchte würden aber auf der Kontrolle be⸗ stehen, und es seien Schritte in diesem Sinne baldigst zu erwarten.
8 ö“ M 3 (Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
—
Nenes Königliches Opernt . Don⸗ nerstag: Der Widerspenstigen Zähmung.
Sonntag: Carmen. (Gastspiel von Théa 1b
Berliner Theater. Ensemblegastspiel von Mit⸗ liedern des K. K. Hofburgtheaters in Wien unter rtistischer Leitung von Josef Kainz. Donnerstag: Abschiedsvorstellung. Die Jüdin von Toledo.
Anfang 7 ½ Uhr.
Schillertheater. o. (Wallnertheater.) Morwitz⸗Oper. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Gast⸗ 6 spiel von Heinrich Bötel. Der Troubadour. Große Oper in 4 Akten von G. Verdi.
Freitag, Abends 8 Uhr: Populäre Vorstellung bei halben Preisen: Der Trompeter von Säckingen.
nisonsmädel.
Mader.
8 Sonnabend, Abends 8 Uhr: Gastspiel von Heinrich Blötel. Der Postillion von Longjumeau.
N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Hofgunst. Lustspiel in
Freitag: Carmen. (Gastspiel von Théa Dorré.) 4 Aufzügen von Thilo von Trotha.
: Ula. Freitag, Abends 8 Uhr: Hofgunst. Sonnabend: Der Barbier von Sevilla Vonn — Akends 3 Uhre: Hofgunst.
Im Garten: Großes Militärkonzert.
Theater des Westens. (Kantstraße 12. Bahn⸗ hof Zoologischer Garten.) Donnerstag: Das Gar⸗
Operette in 2 Akten von Alexander Landsberg und Leo Stein. r. Anfang 8 Uhr.
Freitag und Sonnabend: Das Garnisonsmädel.
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Donners⸗ tag, Abends 8 Uhr: Kyritz⸗Pyritz.
Freitag und Kyritz⸗Pyritz.
Musik von Sidney Jones.
orientalischen Magie. raschung. — Variété. Illumination.
Bentraltheater. Donnerstag: Zukleinen Preisen:
Die Geisha. Operette in 3 Aufzügen von O. Hall. Anfang 8 Uhr. Freitag und folgende Tage: Die Geisha.
ZBellealliancetheater. Heute und folgende Tage:
Auftreten von Ben Ali Bey, Ueberraschung auf Ueber⸗ Im Sommergarten:
schütz). — Eine Tochter: Hrn. Hauptmann Humbert (Siegburg). — Hrn. Staatsanwalt Guradze (Neisse).
Gestorben: Hr. Oekonomierat Carl⸗Mahncke (Osniszczewo bei Budnia). — Hr. Oberamtmann Adolf Rohde (Rothschloß, Kr. Nimptsch). — Fr. Major Ulla Poten, geb. von Goeben (Kloster Wülfinghausen bei Eldagsen).
Professor der
Konzerte. Verantwortlicher Redakteur
Dr. Tyrol in Charlottenburg. 8
Verlag der Expedition (J. V.: Heidrich) in B erlin.
Musik von Raoul
Geboren: Ein Sohn: Dersenow eeww). von Oheimb (Naum
Abends 8 Uhr:
folgende Tage,
Familliennachrichten.
Verehelicht: Hr. Oberleutnant Bodo von Peter⸗ dorff mit Frl. Adele von Pervast (Berlin). 8 rn. Oskar von Laffert⸗
— Hrn. Oberstleutnant heim urg a. S.). — H von Prittwitz und Gaffron⸗Schmoltschütz (Schmolt⸗
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ I““ Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32 Fünf Beilagen 6“ (einschließlich Börsen⸗Beilageh, und ein Verzeichnis der gezogenen und der noch rückständigen Prioritätsobligationen der Bergisch⸗Märkischen Eisenbahngesellschaft. 3
82
rn. Moritz
““
chsanzeiger und Königlich
Berlin, Mittwoch, den 12. Juli
Erste Beilage
Dualität
Gezahlt
mittel
er Preis für 1 Doppelzentner
höchster
niedrigster
höchster ℳ
ℳ
niedrigster
höchster ℳ
Verkaufte Menge
Doppelzentner
Preußischen
Durchschnitts⸗ Am vorigen Außerdem wurden 5 Markttage am Markttage 2 na (Feente 1ee, übe g Lhälber verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
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29 e Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der Durchschnittspreis g, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten sechs
wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.
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