1905 / 182 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 04 Aug 1905 18:00:01 GMT) scan diff

„Das Lessingtheater beginnt seine Vorstellungen am Sonntag mit einem Jubiläum, und zwar geht an diesem Tage Nachmittags „Die versunkene Glocke“ zum 300. Male in Szene. Abends wird „Elga“ zum 65. Male gegeben. Der Vorverkauf zu diesen Vor⸗ findet morgen von 10—1 Uhr statt.

„Bis früh um fünfe!“ ist der Titel der Novität, mit der das Thaliatheater (Direktion Kren u. Schönfeld) die bevorstehende neue Spielzeit eröffnen wird. Die Musik zu dem neuen Werk ist von Paul Lincke.

Das Trianontheater wird als erste Novität der neuen Spielzeit eine vieraktige Komödie von R. Bracco, „Das Ende der Liebe“, in der deutschen Uebersetzung von Otto Eisenschitz aufführen.

Mannigfaltiges. 8 Berlin, den 4. August 1905.

Dem Kartell deutscher und österreichischer Rad⸗ und Motorfahrerverbände ist als 18. Kartellverband der Bund der Radfahrervereine von Magdeburg und Umgebung beigetreten. Bei dem 8. Delegiertentage des Kartells, der am 3. Juni in Coburg stattfand, wurde über den Beitritt zweier neuen Verbände, Ueberweisung des Vermögens des aufgelösten Schutzverbands Berliner Radfahrer an das Kartell und über die Resultate der Eingaben an über 300 deutsche Eisenbahndirektionen berichtet. 38 Eisen⸗ bahnen behandeln nun das Fahrrad als Freigepäck, 135 haben die Fahrradtarife bis zu 10 herabgesetzt. Vom Reichsamt des Innern wurde auf die Kartelleingaben mitgeteilt, die Publizierung der ein⸗ heitlichen deutschen Rad⸗ und Motorfahrvorschriften erfolge noch in diesem Jahre. Ueber die Kassenverhältnisse wurde berichtet, daß für 1904 47 216 Kartellmitglieder die Jahresquote von 2,7 zahlten (der jetzige Mitgliederstand sei über 50 000). Beschlossen wurde unter anderem, wegen diebssicherer Aufbewahrungsräume der Fahrräder des Publikums in Postgebäuden, Verbesserungen der Straßen, Ent⸗ fernung des Straßenstaubes, besserer Unterbringung der Motorfahr⸗ zeuge in Gasthöfen die nötigen Verhandlungen zu pflegen. Gemäß Mitteilung des Königlich Bayerischen Staatsministeriums des Aeußern bezw. der italienischen Regierung (22. Juni, Nr. 13 505)

auf die Kartelleingabe wegen Waffentragens in Italien werden durch

die Präfekturen der Grenzprovinzen 8e Lombardei und

Venetien) Waffenpässe ausgestellt an Kartellmitglieder. Als

Bürge für Ausstellung von belgischen Kartellgrenzkarten für Motor⸗ fahrzeuge wurde in Brüssel die Caisse générale de Reports et de Dépôöts gewonnen. Die russische Regierung hat die Ausstellung von Kartellgrenzkarten aller Art genehmigt; dagegen hat die französische Regierung für Ausstellung von Kartellmotorgrenzkarten die Angelegen⸗ heit einer Kommission zur Festsetzung der Bedingungen übergeben. Auf die Eingaben des Baverischen Rad⸗ und Motorfahrerverbandes an Städte betreffs Abschaffung von Pflasterzöllen haben bisher nur Günzburg, Bayreuth, Tölz, Nürnberg, Schwabach, Erlangen, Fürth, Kitzingen und Treuchtlingen die Abschaffung dieser Zölle dem Verbande mitge⸗ teilt. Auf das Gesuch des Verbandes an die Polizeidirektion München um Freigabe der Durchfahrt der inneren Stadt (vom Sieges⸗ zum Sendlinger⸗ und vom Karls⸗ zum Isartor) erfolgte die Mitteilung der für den Rad⸗ und Motorverkehr freigegebenen Kaufinger⸗, Rosen⸗, Wein⸗, Theatiner⸗ und Perusastraße, des Marien⸗ und Petersplatzes sowie des Rathausbogens und das Ersuchen, die vom Verband angebrachten Verbotstafeln zu entfernen. Die 16 Tafeln wurden entfernt.

Das Juliheft des „Afrikaboten“ beingt von Kirando am Tanganjika folgende „Studie aus der Regenzeit“: Nach einer vierzehntägigen Missionsreise haben mich höhere Gewalten wieder nach Kirando zurückgetrieben, und eben sitze ich auf meinem Zimmer. Ist die Decke auch nicht wasserdicht, so ist's doch hier drinnen für den Augenblick besser als in der freien Natur. Die Masika (Regenzeit) hat nämlich mit Macht eingesetzt, und der Himmel ist uns so günstig, daß er uns von seinem Ueberfluß ganze Tonnen hernieder⸗ sendet. Dies Vergnügen dauert bis Ende März oder April. Mai

und Juni sind am Tanganjika die kältesten und rauhesten Monate des ganzen Jahres; natürlich friert es nicht wie bei uns. Durch das Fenster meines Zimmers fällt der Blick auf einen ganz mit Blumen und Buschwerk bewachsenen Berg. Oeffne ich die Tür, so liegt mir zu Füßen das Negerdorf Kirando. Dieses zieht sich bis zum Tanganjikasee hinab und wird von einer schnurgeraden, prächtigen Allee einheimischer Bäume in zwei Teile geschieden. Der DOrt liegt auf einer Halbinsel am Ostufer des Sees. Weiterhin fällt das Auge auf die herrliche Bai und verschiedene Dörfchen am Strande, und in der Ferne taucht hier und da ein gebirgiges Eiland aus den Fluten empor. Nordwärts schließt eine dunkle Bergkette den Gesichtskreis ab. Diese Gebirgskette zieht sich ganz um den Tanganjika herum. Mehr und mehr gewinnt es den Anschein, als wollte dieser gewaltige Binnensee nach und nach austrocknen. Doch ist dies vorderhand noch nicht zu befürchten, denn wenn auch Jahre kommen, wo der Wasserspiegel 2 bis 4 m fällt, so steigt er dafür in einem anderen Jahre umsomehr. Die Krokodile, die sich im Wasser des Sees umhertreiben, sind nicht gerade unsere besten Freunde. Zuweilen sehe ich von meinem Zimmer aus eins dieser Tiere wie tot oben auf dem Wasser treiben. Aber es stellt sich nur so, um billig zu einem guten Mittagsbraten zu kommen. Die Schwarzen kennen freilich alle diesen Kniff und sind beim Fischen oder Wasserschöpfen auf der Hut. gegen ist das Vieh weniger vor diesen raublustigen Untieren geschützt, und nicht selten findet es den sicheren Tod zwischen den schrecklichen Zähnen des gefährlichen Un⸗ geheuers. Als ich kürzlich in meinem Kanu von einer der be⸗ nachbarten Inseln heimfuhr, gewahrte ich so einen Monsieur drei Meter von meinem Boot. Schnell riß ich das Gewehr an die Wange, aber der Racker hatte mich zuerst gesehen und empfahl sich schleunigst. Am Njansa hat die Regierung eine Prämie auf das Er⸗ legen der Krokodile sowie auf das Vertilgen und Vorweisen der Eier gesetzt; das ist natürlich ein 7v2 Mittel, eine merkliche Ver⸗ minderung dieser raubgierigen Tiere herbeizuführen. Viele Neger wissen die Krokodile mit großer Behendigkeit zu verfolgen und mit ihren Wurfspießen und Lanzen sicherer zu treffen als der Europäer mit seinem Gewehr. Einmal hatten wir hier am Strande eine Art Badeplatz angelegt, um Schwarzen wie Weißen die Wohltat eines erquickenden Bades zu bieten. Die betreffende Stelle wurde mit starken Pfählen abgezäunt. Aber die Krokodile sorgten schon dafür, daß diese Vadeanstalt sich keines langen Bestehens zu erfreuen hatte. Einmal gewahrte einer der Badenden kurz vor den schützenden Pfählen ein riesiges Krokodil. Es lag kaum ein Meter weit entfernt auf der Lauer, wobei bloß die Augen und ein kleiner Teil des Rachens aus dem Wasser ragten. Mit einem Schlag des Schwanzes hätte das Ungeheuer bequem das ganze Pfahlwerk niederreißen können. Da gewahrte auch P. Superior vom Ufer aus die Gefahr und sandte dem Tier eine wohlgezielte Kugel zu. Diese tat ihre Wirkung; pfeilschnell schoß der Koloß in die Tiefe, einen Teil der Umfriedigung mit fortreißend. Seitdem ist uns alle Lust benommen, das Pfahlwerk wiederherzustellen; die Kinder verzichten auf den gefähr⸗ lichen Lurus eines Schwimmbades und suchen in unserer großen Waschbütte einen ungefährlicheren Ersatz dafür.

Düsseldorf, 3. August. (W. T. B.) Zwei Italiener, ein Weber und ein Agent, wurden heute wegen Verdachts des Diebstahls von sehr wertvollen, ungefähr 300 bis 400 Jahre alten Kirchengemälden festgenommen, die aus einer Kirche oder einem Museum berzurühren scheinen. Sie haben die Bilder, die in einem auffallend langen und breiten Sofa verborgen waren, nach Deutsch⸗ land eingeführt und in Düsseldorf für 80 000 zum Kauf an⸗ I. oten. Die . ee. wollen die Gemälde von einem Un⸗ ekannten in Pisa mit dem Auftrage, sie in Deutschland zu verkaufen, erhalten haben. 1

München, 3. August. (W. T. B.) Wie den „Münchener Neuesten Nachrichten“ aus Bozen gemeldet wird, fand bei Noyers im Aostatale ein 88* Bergsturz statt, wobei eine Anzahl Personen verunglückte. Bis jetzt sind 12 Tote gefunden worden.

ur Hilfeleistung ist um Entsendung von Militär ersucht worden.

Cuxhaven, 3. August. (W. T. B.) Der Lotsenschoner Nr. 4 wurde in der Nordsee von dem Dampfer „Möwe“ der Bremer Dampfschiffahrtsgesellschaft „Argo“ überrannt. Ueber den Unfall wird ausführlich gemeldet: Als der Dampser „Möwe“, der die Bestimmung hatte, durch den Kaiser Wilhelm⸗Kanal nach der Ostsee zu fahren, Morgens um 4 Uhr von dem süd⸗ südost von Norderney kreuzenden Cuxhavener Lotsenschoner Nr. 4 einen Lotsen übernehmen wollte, erfolgte ein Zusammenstoß zwischen beiden Schiffen, wobei der Lotsenschoner von dem Dampfer in der Mitte durchschnitten wurde und binnen 10 Minuten sank. Die aus fünf Mann bestehende Be⸗ satzung sowie sechs an Bord befindliche Cuxhavener Staatslotsen vermochten sich in den beiden Booten des Schoners zu retten. Sie wurden heute mittag gegen 1 Uhr von der „Möwe“ hier gelandet. Wie es heißt, trifft die Schuld an dem Unfall den Dampfer, da das Segelschiff infolge flauen Windes schlecht manöprieren konnte und der Dampfer hätte ausweichen müssen.

Florenz, 4. August. (W. T. B.) graphischen Instrumente haben heute früh um 6 Uhr nuten ein starkes Erdbeben signalisiert.

Die hiesigen seismo⸗ 11 Mi⸗

Johnstown (Pennsylvanien), 3. August. (W. T. B.) Infolge Schienenbruches entgleiste heute bei der über einen Bach führenden Brücke ein Personenzug der Baltimore and Ohiobahn. Der Kohlen⸗ und der Gepäckwagen stürzten in den Bach; 17 Per⸗

sonen wurden verletzt, eine Person wurde getötet.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

11“ 8 .“ E 88 8

Neues Königliches Operntheater. Sennabend: Neu⸗ einstudiert: La Boheème.

Sonntag: Carmen.

Lessingtheater. (Wiedereröffnung.) Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Zum 300. Male: Die versunkene Glocke. Abends 8 Uhr: Elga.

Montag, Abends 8 Uhr: Die Weber.

Dienstag, Abends 8 Uhr: Elga.

Die Kasse ist Sonnabend von 10 bis 1 Uhr geöffnet.

Schillertheater. o. (Wallnertheater.) Morwitz⸗Oper. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum sechsten Male: Die verkaufte Braut. Komische Oper in 3 Akten von Friedrich Smetana.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Der Barbier von Sevilla. Abends 8 Uhr: Die Afrikanerin.

N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonnabend:

Geschlossen. Sonntag, Abends 8 Uhr: Gastspiel der Morwitz⸗Oper und von Heinrich Bötel. Der Postillion von Longjumeau.

8*

Im Garten täglich: Großes Militärkonzert. 88

1“

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonnabend, Abends

8 12 Gastspiel. Der Herr Substitut. Der dankbare ulien. Sonntag, Abends 8 ½ Uhr: Dieselbe Vorstellung.

8

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73.) Direktion: Kren und Schönfeld. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Gastspiel des Amerikanisch⸗ Deutschen Ensembles. Amor in New York. Ausstattungsburleske mit Gesang und Tanz in 4 Bildern.

Bentraltheater. Sonnabend: Zu kleinen Preisen: Die Geisha. Operette in 3 Aufzügen von O. Hall. Musik von Sidney Jones. Anfang 7 ½ Uhr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Abends 8 Uhr: Die Geisha. 9 Montag: Die Geisha.

8 116“

Bellealliancetheater. Sonnabend: Gastspiel vo Bey. Mlles. Asoka und Desima, japanische Zauberspiele. Ben Ali Bey, Originaldarstellungen orientalischer Magie. Sulamith, indische Fakirkünste. Anfang 8 Uhr. 8I“

Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

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Witterungs⸗ verlauf der letzten 24 Stunden

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Nachts Niederschl. Nachts Miederschl.

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ziemlich heiter Magdebur esüch vcher (Grünbergschl.) ziemlich heiter (Mülhaus., Els.) ziemlich heiter (Friedrichshaf.) vorwiegend heiter

(Bamberg) ziemlich heiter

Borkum SSW 4 bedeckt Keitum 756,0 SW bedeckt Hamburg. 756,8 SSO 2 wolkig Swinemünde 758,6 S0 4 wolkenl. Rügenwalder⸗ münde. Neufahrwasser Memel. Aachen. Hannover.. Berlin. Dresden.. Breslau.. Bromberg. Mez. Frankfurt, M.

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2 Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Else Faltin mit Hrn. Gerichtsassessor, Leutnant d. R. Waldemar Beling (Groß⸗Strehli F. . Frl. Gertrud Arndt mit Hrn. Apotheker Heinrich Törcks (Berlin). Frl. Elly Klugt mit Hrn. Dr. med. Friedrich Barkow (Berlin—Hamburg). Frl. Käthe Settekorn mit Hrn. Dr. phil. Eberhard Moosmann (Braunschweig Magdeburg). Frl. Ella von Zimmermann mit

—2 ““ Leutnant d. R. Carl Wentzel (Salzmünde rachwitz).

Verehelicht: Hr. Superintendent und Pastor prim. Julius Wohl⸗ fahrt mit Frl. Clara Tilgner (Sagan). Hr. de Vos mit . ohanna Czempin, geb. von Geldern (Hamburg—Stein⸗ wäͤrder).

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Rittmeister von Broesigke (Tilsit).

Gestorben: Hr. Rittergutspächter Friedri oltz (Rebelow). Verw. Fr. Pastor Luise Flöter, geb. Fdech eu 11s 3

1.

Wick 746,6 ONO 3 Regen 12,8 Warschau. 762,0 SO I bedeckt 19,8 Portland Bill! 747,6 S 7 wolkig 16,1

Ein Maximum über 765 mm liegt über Westrußland, ein Minimum unter 740 mm über Südisland. In Deutschland ist das Wetter, bei meist schwachen südlichen Winden, heiter, warm und vorwiegend trocken. wahrscheinlich. .““

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Deutsche Seewarte.

Verantwortlicher Redakteurt: 8 von Bojanowski in Berlin. Verlag der Expedition (J. V.: Heidrich) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗A Berlin SW., Wilhelmstraße 32. hnätnins

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Berlin, Freitag den 4. August

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität

mittel gut Verkaufte

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

Menge

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niedrigster höchster niedrigster V Doppelzentner

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Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher

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Bemerkungen.

Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedrutung, daß der b.

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitzeteilt. 3 1 etreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten

Weizen. 17,00 16,70 17,10 17,50 17,70 16,40 18 06 18,10 17,70 17,80

16,50 16,40 16,50 16,50 17,10

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16 60 17,00 17,10 17,60

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sternen (euthülster Spelz, Dinkel, Fesen). 19,00 19,00 19,20 19,20 1¹S

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16,50 16,60 16,90 17,10

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14 70 13 30 12,40 15,10 13,70 14,30

14,70 13,20 1200 14,70 13,50 14,10

14,53 16,50 15 70 13,50 14,90 14,50

14,53 16,10 15,70 13,50 14,50 14 50

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14,40

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Die Fortdauer derselben Witterung ist

Haäandel und Gewerbe.

v 8 (Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)

Außenhandel Großbritanniens im ersten Halbjahr 1905. Im Monat Juni 1905 belief sich der Wert der Einfuhr nach

Großbritannien auf 43 557 407 Pfd. Sterl., d. i. 360 623 Pfd. Sterl.

mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Der Wert der Ausfuhr britischer Erzeugnisse betrug 25 985 397 Pfd. Sterl. und zeigt im Vergleich zum Juni 1904 eine Zunahme um 1 915 627 Pfd. Sterl. In der ersten Hälfte des laufenden und des vergangenen Jahres gestaltete sich die Handelsbewegung, wie folgt: 1 Einfuhr Ausfuhr 1904 1905 1904 1905

Wert in 1000 £

Nabrungsmittel und Tabak 111 467 109 802 6 869 7 771 Rohstoffe u. Halbfabrikate 91 177 92 397 17 615 17 143 Fabrikate . . . . . 68 184 128 615

F p st 69 788 117 770

Verschiedenes (au ost⸗

u“ 42 126 1 144 1 863 2 177 Zusammen . 271 954

273132 111117⸗ 155 706.

In den wichtigeren Handelsartikeln erreichte die Ein⸗ und Aus⸗ fuhr der Monate Januar bis Juni 1905 (die Zahlen für 1904 sind in Klammern beigefügt) die folgenden Wertziffern in 1000 Pfd. Sterl.:

Einfuhr: Weizen 17 132 (15 425) Weizenmehl 2655 (4260) Gerste 2411 (3562) Hafer 2337 (1801) Mais 4950 (4767) Reis 1344 (1207) Rindvieh 4599 (4690) Frisches Rind⸗ fleisch 4298 (4186) Frisches Hammelfleisch 3996 (3602) Speck 6118 (6128) Schinken 1473 (1544) Butter 10 754 (11 217) Käse 1979 (2134) Eier 3100 (3097) Gesalzene oder sonst zubereitete Fische 1195 (1522) Frische Aepfel 829 (1028) Apfelsianen 1316 (1517) Schmalz 1727 (1658) Margarine 1391 (1211) Kartoffeln 1083 (1997) Kakao, roh 753 (1068) Kaffee 2025 (2547) Raffinierter und Kandiszucker 5569 (4965) Rohzucker 4439 (3453) Tee 3038 (3210) Wein 1987 (2037) Unbearbeiteter Tabak 960 (1213) Eisenerz 2619 (2274) Nur behauenes Holz 2186 (2491) Gesägtes, ge⸗ spaltenes, gehobeltes oder bearbeitetes Holz 4509 (4880) Rohe Baumwolle 24 926 (25 548) Wolle 16 031 (13 648) Flachs

2277 (1952) Hanf 2015 (2436) Jute 2248 (2013) Baum⸗ wollsamen 1562 (1353) Leinsamen 1909 (2347) Petroleum 2729 (3274) Talg und Stearin 1147 (1271) Roher Kautschuk 5072 (4196) Kupfer, roh und teilweise bearbeitet 2307 (2500) Rohes Blei und Blei in Platten 1391 (1450) Zinn in Blöcken oder Stangen 2386 (2190) Holzwaren 970 (1094) Bauwollen⸗ waren aller Art 2366 (2315) Wollengarn 1329 (1106) Wollene Zeugwaren 3520 (2953) Seidene Zeugwaren 3553 (3686) Leder 3679 (4178) Papier 2460 (2435) Motorfahrzeuge und Teile von solchen 1810 (1301). 8 1 8

Ausfuhr: Spirituosen 1374 (1272) Kohlen, Koks, Zinder und Preßkohlen 12 641 (13 356) Rohes Eisen 1422 (1242) Schienen 1276 (1297) Galvanisierte und Wellbleche aus Eisen 2314 (2290) Verzinnte Platten und Bleche aus Eisen 2409 (2195) Dampfmaschinen 2622 (2562) Nähmaschinen 1207 (1153) Textilmaschinen 2487 (2389) Baumwollengarn und Zzwirn, ungebleicht 3840 (3541) Desgl. gebleicht und gefärbt 1030 (728) Baumwollene Zeugwaren, ungebleicht 10 674 (8310) Desgl. gebleicht 9524 (7826) Desgl. bedruckt 5948 (5986) Desgl. gefärbt 8284 (7405) Baumwollene Spitzen und Patent⸗ maschengewebe 1826 (1871) Baumwollener Nähzwirn 1630 (1735) Kammgarn aus Wolle 1877 (2055) Wollene Gewebe 4502 (3268) Kammgarnstoffe 3294 (3137) Zeugwaren aus Jute 895 (1006) Leinene Zeugwaren aller Art 2364 (2167) Kleider 2114 (2192) Kupfersulfat 1028 (1193) Chemischer Dünger 1664 (1456) Farbwaren und ⸗materialien 1064 (1040). (Nach Accounts relating to Trade and Navigation of the United Kingdom.) Außenhandel Japans 19 ach Ländern. Im Anschluß an frühere Mitteilungen über die Ein⸗ und Aus⸗ fuhrwerte der hauptsächlichsten Handelsartikel Japans im Jahre 1904 geben wir nachstehend einige Zahlen über die Beteiligung der einzelnen Länder an diesem Handel. 8 8 1

Was zunächst die Einfuhr betrifft, so nahm unter den asiätischen Ländern, die insgesamt für 182 538 826 Yen nach Japan einführten, die erste Stelle Britisch⸗Indien mit 68 011 997 Yen ein. Der Reibe nach folgten China mit 54 810 336 Yen, Niederländisch⸗ Indien mit 17 912 484 Yen, Französisch⸗ Indien mit 17 399 668 Yen, Korea mit 6 400 777 Yen, Siam mit 5 785 714 Yen, das asiatische

Rußland mit 4 527 746 Yen, der Reihe nach folgen dann die Straits Settlements, Hongkong und die Philippinen. Unter den europäischen Herkunftsländern, die insgesamt für 120 528 398 Yen einführten, steht an erster Stelle Großbritannien mit 74 992 865 Yen, dann folgen Deutschland*) mit 28 697 382, Belgien mit 6 104 474, Frankreich mit 3 334 323, Rußland mit 1 995 720, die Schweiz mit 1 959 988, Oesterreich⸗Ungarn mit 1 374 658, Holland mit 499 688, Schweden mit 430 648, Norwegen mit 230 388, Spanien mit 102 816 Yen. Der Rest entfällt auf Italien, Dänemark, die Türkei und Portugal. Die Vereinigten Staaten von Amerika lieferten von den auf Amerika entfallenden 58 965 508 Yen 58 116 344 Yen, Canada und das übrige britische Amerika 837 443 Fen. Australien importierte für 4 599 085 Yen, egypten für 2 476 258 Yen. 1 b An 8. Ausfuhr waren die hauptsächlichsten Bestimmungs⸗ länder mit folgenden Werten beteiligt: Großbritannien mit 17 643 963 Yen, Frankreich mit 36 320 101, Deutschland*) mit 4 104 122, Italien mit 12 070 670, Belgien mit 310 887, die Schweiz mit 588 699, Oesterreich⸗Ungarn mit 543 921, Holland mit 432 732, Spanien mit 169 220, Dänemark mit 73 026, die Türkei mit 68 960 Pen. (Annual Return of the Foreign Trade of the Empire of

Japan.) 1.“ 1“

Landwirtschafts⸗ und Gewerbeausstellung in Benares (Britisch⸗Indien) im Jahre 1905.

In Verbindung mit dem jährlichen Zusammentritt des Indian National⸗Kongresses waren seit 1901 jedes Jahr am Orte der Ver⸗ handlungen Gewerbeausstellungen veranstaltet worden. So wurden solche abgehalten: 1901 in Kalkutta, 1902 in Ahmedabad, 1903 in Madras, 1904 in Bombay. Nachdem bereits bei der Ausstellung in Bombay die Landwirtschaft mit in den Bereich des Unternehmens gezogen worden war, soll nun in diesem Jahre in Benares, woselbst der Kongreß sich im Dezember versammeln wird, eine Landwirtschafts⸗ und Gewerbeausstellung stattfinden, wobei der Landwirtschaft be⸗ sondere Berücksichtigung zuteil werden wird. Das Unternehmen geht

*) Nach der deutschen Statistik betcug 1904 der Wert der deutschen Einfuhr aus Japan 21,0 und der Wert der deutschen Ausfuhr nach Japan 57,8 Millionen Mark. 8

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