Loehr, i. Fa. Gewerke Carl Loehr,¹ i. West Lührding, Vertreter des Li — Fühate 1zen CCCu“ Limburger Fabrik⸗ und Hütten ö Heinrich, Charlottenburg.
enne, i. Fa. Menne u. Co.,
Weidenau (Rheinpr.). Walzwerksbesitzer
Meyer, Wilhelm, Rechtsanwalt, Vertreter des Peiner
Walzwerks, Peine.
wrhne. Periaenn Kleinbahnen⸗Bedarf, swald, Kommerzienrat, Bergassess b Schumann, . Witt 1 2 „ g 8 glied des Reichstags, 8 Ce. H. Reuntecze Bes Fresneg 1— 30 “
sagen über die
Orenstein, Kommerzienrat, Generaldirektor der Akt.⸗ vorm. Orenstein
des Eisen⸗ und Stahlwerk
und
Ferrum,
tenb. ꝛD. Meine Herren!
zu dieser Frage äußern, vorher aber b Wort
“ Drucksache, die Ihnen von seiten des Stahl⸗
85 ver andes vorgelegt worden ist. Wir haben sehr be⸗
dauert. daß wir Ieren bie 1 nicht früher zustellen 2 - handelte sich um ein so u h
1— . G mfangr
“ 1 88 8g. S n . längere Zeit fengveiches 2 stand uns bei der Kürze der Frist ni “ 1.“ “ auch das Pe. c — vir Ihnen reitet haben, nicht in der Weis bei können, wie wir es selbst 1 Be ctt Hanter. ehscten en, wie bst wohl gewünscht hätten. Einzel ö sind nur ziemlich oberflächlich berührt, 8 es
8 in der mündlichen Verhandlung nachgeholt werden
3 58 ann möchte ich den Herrn Vorsitzenden bitten zunächst
8 ö die Fragen 1 bis 7 zu gestatten
möchte speziell für den Vorstand des Stal „
2mö U 1 Stahl 2
verbandes die Erlaubnis erwirken, darüber in nerts
referieren zu dürfen. 1“ Reichstagsabgeordneter M.
8 stagsabe olkenbuhr ⸗Berlin: 8 e mir die Frage erlauben, ob es 1 möglich ist F. 8 ganze Material, welches bei Begründung des Stahlwerks⸗ nedh.s I“ dn. gesammelt und den Mitgliedern
werden kann. Ohne Zweifel ist der Stahlwerke⸗
k.v 38 1eege, e unseres virdtahlahfcte
8, lin den letzten Jahrzehnten keine
gehabt haben. Nun ist ja bei Gründ d
viel Material entstanden, ich eri⸗ 1“ l entstande innere z. B. an das Zirk
welches an die Aktionäre des Phõ s welch 1 ktic hönix versandt wurde d
ähnliche Dinge, die in den verschi sß . e.
1 dinge, schiedensten Blättern teile publiziert worden sind. Es wäre s b
ziert sind. s wäre sehr wüͤnschenswe wenn alles dieses Material, wenigstens soweit es dügierp ⸗
1 1 gstens soweit es publiziert is gesammelt und den Teilnehmern dies 22 .
s b 1 6 ieser Beratung zu⸗ e. werden könnte. Es wäre das um so -e s S 8a9- meiner Meinung nach dieses Material von dauern⸗ 58 “ ist. Denn der Gelehrte, der Forscher, der später 8a. 1coafa gescch. der Gegenwart schreiben will wird
eses al benutzen müssen, und es wäre deshal wünschenswert, wenn das Material, welches auf die Gehenhalb eines solchen Verbandes Bezug hat, sämtlich an einer Stelle 1 es leichter aufgefunden werden kann
rsitzender: Ich werde diesen Wunsch, der j ür c 1 5 wohl ohne praktische Bedeutung ist, nefl EE bieten, bei der Denkschrift, ellos eichsamte des Innern seinerzeit d ichs⸗ tag unterbreitet werden wird, dems t wer „demselben Rechnun ; 8 moöͤchte anheimstellen, daß im Laufe 8 Ben n. s öe e bezeichnet werden, welche hierfür speziell in ge Im übrigen schließe ich mich dem Wunsche des errn Direktors Schaltenbrand an, die Fragen 1—7 zu⸗ gre in der Generaldiskussion zu verhandeln. b Direktor Regierungsrat a. D. Dr. V üss
1 . g8Srat g. 8. Fr. Loelcker⸗Düs ldorf: . 6 25 see. den Vorschlag orsitzende den Vertretern des S erks- verbandes auch außerhalb der Reihenf Eö“
5 w keihenfolge der Rednerliste d möge, um auf irgend welche Punkte, die hü ber Fensn und auf die wir eine sofortige Widerlegung fü zweckmäßig halten, zu antworten. Im Laufe der Debatte eeten., späterhin hierauf zurückzukommen. Wir mürn urch in die Lage gesetzt sein, vielleicht manche Un⸗ igkeiten oder Mißverständlichkeiten von vornherein zu
-.
orsitzender: Meine Herren! G 8 ! Generell, glaube ich können wir das nicht festsetzen, denn wir haben 8 Prinziu
2
ins Fen⸗ nage derszmige der sich zuerst meldet, auch zuerst — und ich bin dabei “ Widers sa eehansdab e j unmit — iderspru estoßen — ß EESEEEööe6 Berte r ehns Cärtüs, 819 8e “ zweckmäßig erscheint, die hfolgenden Redner sich damit einverstande HAs n be. der Betreffende, von dem di eX“ 2 . m die Antwort erwa ird. sof ö“ 8 wort erwartet wird, sofort n- aube, so wird s u 8 ; Sache leicht regeln lasse MeTöö 2 2n8 en, ohne da wir orückliche Prinzip aufstellen. (Sehr richtig!) B v1“ böeeee: v11“ 1 G ehng⸗ iteinandec 111“ hme ich an, daß es sich zunächst nu eö“ handeln soll. Wenn es sich 8 Fp- — handelt, z. B. um die Zahlen der eiter und dergleichen, so möchte ich bitt 8 Sachen zunächst generel die ich bitten, auch derartige Sache chst generell zu berühren — die Her g S. HFege. 0 S 22 ie erren .See Gelegenheit finden, sich speziell daräber⸗ zu vir vss 878 3 sehr E werfen würden⸗ 6 v je ie Generaldiskusst f ie Fragen 1 bis 7. . 16 “ Si
Direktor Schaltenbrand⸗Düsseldorf: Meine ktor 1 2 — rren! . SI 2. Gründe und Ziele des Urapweinebeandes nn .vneG werden wir zunächst einen kurzen Blick Cn bs rhältnisse bei uns und in den verschiedenen Laͤndern erfen müssen, mit denen die deutsche Stahlindustrie zu Ich werde dies im Rahmen der all⸗
2
konkurrieren hat. gemeinen Diskussion zu diesen Fr läuft neinen agen tun hene eh bürin gen. Rn vISes. de18277 Wir haben in Deutschland verschiedene große? stri . in Deutschland verschiedene große Industrie⸗ 2* theinisch⸗weftfaͤlsche Industrie hat gute Kohle Iasücfe das rz von weither herbeischaffen. Die lothringer Wenfiten vee . 82. aber Kohle und Koks aus 8 en he n und hat außerdem große Transport⸗ kosten bis zur Konsumst te Sackinbuftrie isense⸗ zur Ko elle zu tragen. Die Saarindustrie ist inso⸗ fean eee,,öb sie nur geringe Frachten fuͤr die Erze 1 in der Nähe besitzt; dafür ist aber diese Kohl sane, wee h. ... GEee und die Saarindustrie 8 12 „wi thringische Industrie, große Fracht is ; Konsumstelle zu tra Iüaastich, Fnrrstge ie bahaizür imf agen. Die schlesische Industrie, die bayeris x zu tragen. T sche ayeri Nageshrsge nicht ber scsche Taste⸗ möchte ich beeeche ug 1 be en, weil es sich ja um einen Verglei mit dem Auslande handeln s iese Gege fünc 2 a oll und diese Gegenden für di Ausfaht h6. nur wenig in Frage e “ S“ nächsten Konkurrenten, mit denen wir am aller⸗ 19 Fth 528 ausländischen Markt zu kämpfen haben “ sica e h helgischen s haben niedrige ttsätz n Kohlen in der Nähe, sie müsse allerdings auch Kohlen aus Westf .“ 1 8 us Westfalen beziehen, hab einen großen Vorsprung in d zbs inacer .88 roßen sprung in den außerordentlich billig milchen he sehr gute düegns Die Löhn die en Lasten in Belgien betragen höchst 75 pCt. derjenigen Löhne und Las⸗ fen be n2 höchstrns 8 1 e asten, die wir in Westdeutsch⸗ 1“ Fassehsh ußerordentlich bevorzugt, die Werke sitzen an der Küste, i 68 11“ bei Middlesborough liegen Kohlen un 1 nebeneinander, Transporte kommen nicht i Frage, den a, b 8 den Export, zu Wasser . in. in den übrigen englischen Industriebezi egen auh. cgg. neaae eben die Stahlwerke direkt an der Küste liegen. Die amerikanische Industrie hat so ei “ B - ebenso einen großen Vors vor der unseren, sie kann .1ngrxger. vor d sere 8 enorme Massen in einfache Fernen ee sie hat eine außerordentlich 9- . “ nicht soviel verschiedenartige Arbeiten wie virscke . ustrie, weil es sich in erster Linie eben immer 1113““ die uns nicht zur Verfügung stehen, eil die Amerikaner viel mehr als unsere Kon anenlen g.a 889 ben zu akzeptieren, Pro⸗ duzent vorschlägt. ußerdem liegen a — ie 2 verhältnisse außerordentlich ängrig. “ W Herren, unter diesen Umständen ist die deutsche Stahl⸗ Sehe geiersgen gage⸗ wenn sie im Auslande kon⸗ ren b aus diesem Grunde hat man Ende der 7 Jahre die Schutzzölle eingeführt. W F ee Schutz . Wenn nun anerkannt werde muß, daß die deutsche Eisen⸗ und Stahlindustrie di Zöüe du Stahlindustrie die Zölle nötig hat, dann kann man es ihr 8 Se noötig hat, inn auch nicht verdenk sie diese Zölle wenigstens teilweif ießen s v ese enigster se zu genießen sucht. Um d zu erreichen, hat man in früheren Jahren vers ö eie at man n versucht, Preisver⸗ ständigungen zu treffen. Diese Preisverständi 1 8 E111 reisverständigungen haben be de. ang ich um wenige Produzenten e i bestimmte Sachen und so lange kein Rüaschlag v Fonsünktn⸗ eintrat. Man ist dann dazu übergegangen, a Fercle gielfe Preisvereinigungen Verbände zu bilden üs als stellen fungierten. Diese Verkaufsstell ungiert, . en hatten 85 11u d von dheehenge vaar ie duktior em Bedarf anpassen konnten. Si N.en 8 „ wirkten, 1b die Werke nicht von den direkten Beziehungen der Kunl schaft ausschließen können und mußten E aus G en sich infolgedess f den leicht kontrollierbaren Inländ 8 S Das Ausland war somit frei eee land: rei, und im Export d naturgemäß geschleudert Ein weiterer Mang I“ die Verkaufsstellen keinerlei Er 1 ee die herec dasz de⸗ in illi Ae zefka 8 b fluß auf die Verbilligung der nter diesen Umständen mußten wi Unter di t. ßten wir, als 9 Lemetsa fchsten . der Stahl⸗ und CiEn 1902 1 1 gingen, uns überlegen, was an deren S s 1 ms ul „ an Stelle 1255 ge. Die Form des amerikanischen Trusts Se e gehalen. fund zwar aus verschiedenen ründen. elt es sich in unserer Industrie, i Sete ssge sehr vielfach noch um Feiserih, sic ein e von Werken ist in Familienbe 1 sie auch die Form einer Aktiengesells ag sie a eine gesellschaft angenomm so ist der Aktienbesitz doch in 8 5 c See Besegr⸗ s — eß sten Händen, und die Besi sind derart interessiert, daß sie si 3 dieeinlasßen o ¹ 2x. 1““ eitere Fehler bei den Trusts, die wir vermei si ehler be sts, die wir vermeiden wollen venebliche neber und die winne, ch nicht umgehen lassen, wenn man versu 1 bt. 8 — 2 8 8 Steel-Corporation „ die urzer Zeit zu vereinigen. Diese e kapitalisierung und d 66 E . ierun e Gruͤndergewinne füh eine Neigung zu großem L e 585 igunsg roßem Luxus im Betriebe herbei, und s daß die amerikanische Industrie infolgedessen ve h. 8 eeen belastet ist, die wir zu vermeiden öu betrugen die Verkaufskosten und die Kosten Se 1* nited Steel-Corporation e Erzeugung, während wir im Stahl⸗ verrtzperbande 2 ca. 27 ₰ pro Tonne auskommen. (obe H.-Jg; bei weitem nicht in der erwähnten Höhe kosten, d etriebskost jackn sind stin, die dort in den Betriebskosten ent⸗ nter diesen Umständen h i Grü 3.. 7190⸗ haben wir bei Gründun e 9 I gemacht, die Vorteile 88 n, wie sie die Trusts bieten, zu genießen, ohne di Ss br i Kauf nehmen nu heussen Wir en geglaubt, daß in der Form, in der wi Stat . * m, i e r den Stahl⸗ BII“ gegründet haben, wir die Lösung dieser 8A— 6— ber, meine Herren, es war ein Sprung ins — haben wir den Verband nur für eine rhältnismäßig kurze Zeit gemacht. Er ist nun in der . wicung dan. könn haven ihn, um alle Verhltent⸗ erü ge z önnen, zu einem sehr komplizi de Mechant 98 b 8.s 2 136 “ LSbe 8 haben L. 85 S dentli lizierte Verrechnung, weil wir in den ver⸗ schiedenen Produktionsgebieten mit ganz verschiedenen Pro⸗
EEEEEe und mit ganz verschiedenen Absatz⸗
Kartellierung verleihe den gemischten
verhältnissen rechnen müssen. Infolgedessen wäre es für uns
sein Erzeugnis zahlen, denn damit wü ir ei zahlen, ürden
unserer Industriegebiete zum Ruin verurteilem cinzane
daher bei “ Pfennig, gen: wem gehört dieser Pfennig, ist er 3
des Verbandes, oder gehört er einem Werk für dee heeng.
Leistungen oder mit Ruͤcksicht auf seine 1.
seine Probuktions⸗ und Absatzbedingungen? Meine Herren, das alles hat schon dazu beigetragen, daß
mußte. Wir haben aber weiter zu prüfen: wi Wir häben prüfen: wie werden wir “ Bestehen des Verbandes den Absatz bikem 8 n, R8 ihn möglichst vorteilhaft zu placieren, welche Zu⸗ — mmenlegungen der Aufträge, welche Arbeitsteilung können daß nicht jedes Werk alle E daß nicht jedes alle Erzeugnisse zu produzieren 28 I Studien, die in der ersten Zeit des “ . 8 andes zu machen sind, erfordern selbstverständlich außer⸗ ordentlich viel Arbeitskraft, und deshalb hätten wir es auch b 5 begrüßt, wenn uns, ehe wir vor die Oeffentlichkeit zu “ etwas Zeit gelassen worden wäre U erren, einen weiteren Zweck hat der Verb ei 5 ö der Selbständigkeit der Wches im “ 8 ü⸗ be h5 bEEö unserer Mitglieder sichern
1 ie Intelligenzen, die dazu beigetragen haben,
große Werke in die Höhe zu brin roß Höhe z gen, für unsere ecke dienstbar machen, daß wir nicht das Schicksal 85 von wenigen Köpfen abhängig sein lassen wollen.
Herren, der Verband hat nicht die Absicht, außer⸗ A eeee erzielen, er will sich begnügen n 8 mum, das für einen sorgfältig rechne d überlegenden Industriellen notwendig ist 1
ndu n t. Wir zahlen 1 Werken monatlich Abrechnun tseg die s 12 r natlich2 gspreise, die sogenannten Tabellen⸗ preise, und am Ende des Jahres dasjeni 1 — n b jenige, was darübe erzielt worden ist. Dieser Mehrerlös wird “ geschätzt und monatlich auch zum Teil schon im värach. meine Herren, die Tabellenpreise sind efähr den Selbstkosten angepaßt. Der Ausglei Verschiedenheit der Selbstkosten wi . öö zersch tt der Selbst rd dadurch geschaff werehe 1 wi geschaffen, da ö günstig Eöö huna⸗ 8 htverluste aben, weil eben ihr sur liegt als das Konsumgebiet der eeht. 1ande ngsdie die Konsumstelle selbst hingesetzt haben. Es wird ja speziell immer von den großen Gewinnen bei der Halbzeugfabrikation gesprochen, und wir werden darauf im Laufe der Debatte noch 8 EETIT ge möchte ich vorher schon erwähnen 1b e niger Zeit der Generaldirektor ei serer besten Werke durch Vorle sei eb gung seiner Bücher im Rei des Innern den Beweis gelief 7e— 8 en den geliefert hat, daß bei den 2 . für Halbzeug unter Berücksichtigung der “ 1 5 erke zu tragenden Frachtnachteile kein Profit herauskommt; as bitte ich festzuhalten. “
für das erste Geschäftsjahr der M ös ü 1
das 1 er Mehrerlös über die Tabellen⸗
Pees etnns 8 ö Rohstahl tipr gefähr 6—7 % des Wertes der Ferti .
Wenn Sie nun beruͤcksichtigen, daß für ein großes Werf, das
möglich sein wird, mehr als ein 1 in wird, 8 mmal den Kapitalwert seine .“ Iekn hee b. bedeuten diese 4. 9 9 1 ganzen den die Werke aus unserem d erlösten. Sie werden mir ugeb üss 111X““ zugeben müssen, daß ein derartiger gewinn, rchaus nicht als Dividend xei werden kann, ein außerordentlich mäßiger if die Halbzeugpreise allein, die wir “ Halbzeu ise „ die wir im Inlande erzielen, dan n Il m kaum in Aussicht stellen, mein EEEeö““ I1“ nicht erheblich e ,wir . en Zeiten unter die Preise, die wi heute halten und koͤnstant fese e8 . ite halt, stgehalten haben, obwohl uns di Möglichkeit gegeben war, sie in di 1“ 8 4 1 4 „ e s 1 EE“ sie in diesem Fruͤhjahr zu steigern, Direktor Regierungsrat a. D. D üss b b — .D. Dr. Voelcker⸗Düsseldorf: “ 88 . hat Ihnen düisananfr ie Grun 1 , welche zur Gründung des St 5 verbandes geführt haben Je s 8 . 8 unserer Ausarbeit wir Ihnen ferner einen ausführli Bericht erftatt 6 die Zoheftliße ZZ führlichen Bericht erstattet über die geschäft gkeit in dem ersten J seres stehens. Ich möchte hier, w “ stehe ch r 2 hier, wo wir in der Generaldeb stehen, auf den Geschäftsbericht selbst ni 1“ 1 en G dericht selbst nicht eingehen 1 nüt. * bee e. und 1 1 über und Weise aussprechen it d man die geschäftliche Tätigkeit des S “ 1 geschäftliche T des Stahlwerksve rns t⸗ der ersten Zeit seines Bestehens Feahr gn⸗ “ bezeic s Zweck unseres Verbandes ist unter anderem von uns 1e e , die Preise so zu stellen, daß unsere Ab⸗ Pr ich enachteiligt und leistungsunfähig gemacht werden öö mir bei der gegen den Stahlwerksverband 1 nicht darüber im Unklaren, daß diese Sg 898 dver Verush stoßen wird, aber zu unrecht Zwar r 1 Denkschrift der Halbzeugverb Anlage 3. der Vorwurf gemacht, daß wi Ebö 1 wir planmäßig einer 2 wichtigsten Abnehmer das Feld ihre Lärcnkei 4. . Fen. “ Feld ihrer Tätigkeit untergraben, und b 2 1 age nicht durch einen natürli en Ent⸗ Feietmngeheoheh⸗ sondern durch volkswirtschaftlich öe deng ige Maßregeln einer mächtigen Interessengruppe den gerufen sei. Es wird uns vorgeworfen, daß wir 88 unser terroristisches Verhalten die reinen Walzwerke Schaffers und ihnen die Grundlagen eines nutzbringenden ooW 8 Die Macht der siert, erke lege den reinen Walzwerken d 2 mende Fesseln an, daß sie darunt sa⸗ 84 ene Fahe dhahn Dab f rrunter langsam verbluten müßten. würfe in der Broschüre der verbraucher liest, so muß ma 5 2 1 n zu der Ansicht k 1 Stahlwerksverband wäre der Kö f Sangers Flachen — erba önig in „des Sängers Fluch“ von dem es heißt: „Und was er spri 1'ist Geißen * dem es heißt: „Und mo spricht ist Geißel, und was Ee dente 1827 5 aran, die reinen Walzwerke zu Grunde zu richten; b-2 18, an ihrer Erhaltung ganz ⸗ H van E“ Broschüre liegt der Gedanke zu Grunde, daß das BHGö“ der gemischten Werke gegenüber den reinen * ken nicht in der technischen Ueberlegenheit beruhe, sondern der Politik ihrer Organisation. Der Faktor der Werken das große
Uebergewicht vor den reinen Werken. Man könne daher nicht
sowohl von einer natürlich ewogl er na hen, als vielmehr einseitige Machtpolitik genährten dee. ggb-
Es
1“ 8
ein Unding, wollten wir jedem Werk denselben Preis für den wir einnehmen,
geographische Lage,
ein sehr umfangreicher Apparat ins Leben gerufen werden
wir einführen, um billiger zu produzieren in der Richtung,
doch möglichst seine Rohstoffe selbst produzieren muß, es kaum v
8 “
soll t bestritten werden, daß dieser Faktor für die em e einen bedeutenden Vorteil darstellt. Das ist ags S der Kartellierung, daß sie den Konkurrenz⸗
erleichtert, daß sie die wirtschaftliche Lage der fartellierten Betriebe verbessert. Wir beanspruchen keineswegs diesen Segen für uns allein; wir nehmen die reinen Werke gern in unsere Arme auf und wünschten nur, daß sie den Mut fänden, sich dem Stahlwerksverbande anzuschließen. Wenn aber die reinen Werke der Ansicht sind, daß ihre verlust⸗ bringende Tätigkeit nur eine Folge der Kartellierung der ge⸗ mischten Werke sei, so ist daraus der Schluß zu ziehen, daß sie ohne diese günstig arbeiten, daß sie also von der Un⸗ einigkeit der großen Werke,,von dem gegenseitigen Unter⸗ dieten derselben leben wollen. Sie wollen also auf Kosten anderer leben. Eine solche Lebensauffassung hat aber keine
Berechtigung. f
güt
ma vie
W wi Wir lehnen es ab, auf Kosten der reinen wi Walzwerke wie überhaupt zum Schaden unserer Ahnehmer die Rentabilität unserer Werke zu erzielen. Es ist ein schwerer volkswirtschaftlicher Irrtum, aber auch ein verhängnisvoller politischer Fehler, wenn die Anschauung sich geltend macht, daß die Kartellierung der gemischten Werke, sei es als bewußt⸗ gewollter Kartellzweck oder als wirtschaftliche Folge, den Untergang der Werke nach sich ziehe. Die schwierige Lage der reinen Werke ist unzweifelhaft vorhanden, und wir bedauern dieselbe lebhaft; aber sie liegt in der Ueberlegenheit der kombinierten Betriebe gegenüber den reinen und nicht in unserer Stellungnahme zu den Werken. Diese Ueberlegenheit kommt nicht nur billigeren Produktionskosten der ersteren zum Ausdruck. Darin gebe ich den Halbzeugverbrauchern Recht, ihrer Denkschrift hervorheben, daß der Unterschied in den Produktionskosten der gemischten und der reinen Werke nicht so schwerwiegend sei, daß dadurch die reinen Werke zum Er⸗ st liegen kommen. Aber es zeugt von einer geringen Erkenntnis der wirtschaftlichen Ursachen, hieraus den Schluß zu ziehen, daß die mißliche Lage der reinen Werke allein in der Kartellierung der kombinierten Betriebe zu suchen sei. Die Betriebskombination weist gegenüber den reinen Werken so n unendlich viele Vorteile auf und ist den reinen Werken wirt⸗ schaftlich und technisch so außerordentlich überlegen, daß die reinen Werke, wenn sie sich nicht den veränderten Verhält⸗ nissen anpassen, mit oder ohne Kartellierung der gemischten Werke, nie auf einen grünen Zweig kommen werden. Der k kombinierte Betrieb bietet, abgesehen von der Verbilligung der Produktionskosten, der Frachtenersparnis und der intensiverene Ausnutzung der vorhandenen Kräfte, durch das Zusammen⸗ arbeiten der verschiedenen Produktionsstätten und durch deren einheitliches Handeln nach gemeinsamen Gesichtspunkten eine große Ueberlegenheit. Der ganze Umlaufsprozes der ver⸗ schiedenen Produktionsstufen vollzieht sich innerhalb des ein⸗ heulichen Gesamtbetriebes bedeutend rascher. Der Gesamt⸗ betrieb übt eine schärfere Kontrolle über die Einzelbetriebe, über die Vorstufen der Produktion aus; er kann mit viel größerer Sorgfalt die geeigneiste Qualität, die genauere Ab⸗ messung sich aussuchen, als es beim Verkehr zwischen fremden Werken möglich ist. Der kombinierte Betrieb ermöglicht die Verwertung auch geringwertigeren Materials und der Abfälle. Es ist mir nicht möglich, alle die verschiedenen Vorteile der kombinierten Betriebe, wie sie in wohldurchdachter Arbeits⸗ teilung und Vereinigung in den eingehendsten Rentabilitäts⸗ berechnungen der verschiedenen Betriebsstätten zur Evc⸗ scheinung kommen, hier weiter auseinanderzusetzen. Schon lange, bevor die Kartelle in ihrem heutigen Umfang be⸗ standen, hat ein weitblickender Unternehmer der älteren Generation, Strousberg, die Vorteile kombinierter Be⸗ triebe mit klarem Blicke erkannt. In seiner Lebens⸗ beschreibung führt er aus, wie es seine Absicht ge⸗ wesen sei, die ihm nahestehenden Werke so zu organisieren, daß die einzelnen Zweige aufeinander angewiesen wären und alles sich selbst bis auf das fertige Produkt schaffen könnten. Er wollte hierdurch die Gelegenheit für seine Werke ermög⸗ lichen, durch die Annahme von Aufträgen auch für längere Lieferfristen den Werken stetige Beschäftigung zu sichern. Er ging hierbei von der Ansicht aus, daß wohl eine Kon⸗ junktur verpaßt werden, nicht aber Verluste verursacht werden
könnten. Das starke
1 reinen in den le
Licht der Betriebskombination wirft freilich auch starke Schatten, und ein Schatten ist es, daß die Existenzfähigkeit der reinen Werke gegenüber der großen wirt⸗ schaftlichen und technischen Ueberlegenheit der gemischten Werke gefährdet wird. Das ist aber eine Folge des natürlichen Ent⸗ wicklungsprozesses, der durch die Karielle vielleicht beschleunigt, keinesfalls aber aufgehalten werden kann, und am aller⸗ wenigsten ist es eine bewußt verfolgte Absicht des Stahlwerks⸗ verbandes. Wenn wir den Zweck verfolgten, die reinen Werke konkurrenzunfähig zu machen und sie zur Strecke zu bringen, so böten sich uns im Wettbewerbd mit ihnen verschiedene Mittel. Wir wollen aber mit den reinen Werken im Frieden lehen und in gemeinschaftlicher Arbeit mit ihnen auf eine Besserung ihrer Lage hinwirken. Wir sind uns bewußt, welche Verantwortung wir übernehmen, wenn wir die reinen Werke niederkämpfen wollten, eine Absicht, die uns durchaus fernliegt. Wir wissen auch genau, daß die öffentliche Meinung und die Regierung mit ihren Sympathieen auf seiten der reinen Werke stehen, wir kennen die Grenzen, die wir nicht überschreiten dürfen, und wir werden uns hüten, die dem Stahlwerksverbande innewohnende wirtschaftliche Macht gegen die politischen Machtmittel und die Autorität des Staates auszuspielen. Der Stahlwerksserband hat vom ersten Tage seines Bestehens ab, also kurze Zeit nachdem in den Regierungs⸗
rrreisen jene Aenderung in ihren Anschauungen über die Be⸗ deutung und Zweckmäßigkeit der großen Verbände eintrat, mit dieser falschen Auffassung zu kämpfen gehabt, daß er seine wirtschaftliche Machistellung mißbrauchen wolle, und aus dieser Anschauung ist jene Mißstimmung gegen den Stahlwerks⸗ verband enistanden, die jede objektive und ruhige Beurteilung unserer geschäftlichen Maßnahmen verhindert. Es ist nach⸗ gerade üblich geworden, jede ungünstige Wendung der Wirt⸗ schaftslage, jede Unrentabilität irgend eines Betriebes, jeden
geschäftlichen Verlust, jede Mizhelligkeit, wie sie der Geschäfts⸗ verkehr einmal mit sich bringt, den Kartellen in die Schuhe zu schieben, ohne sich die Frage vorzulegen, ob nicht auch früher im freien Wettbewerb und im direkten Geschäftsverkehr die gleichen Verhältnisse obgewaltet haben.
Für was wir alles verantwortlich gemacht werden, davon nur ein Beispiel. Gelegentlich der Schillerfeier sind wir von einem Zeitungsorgan dafür haftbar gemacht worden, daß in dem modernen Deutschland die Schillerschen Ideale sich nicht ver⸗ wirklicht hätten. Hieran sei schuld, so heißt der betr. Passus,
„die Stellung, wonnen hat, 1 Trusts, welche eine aufstrebe
zwingen will.“
Schiller den Kaufmann apostrophiert: hört der Kaufmann, Schiff knüpfet das
Stahlwerksverbandes is
unserer Universitäten blicken, wenn wir uns des wohltätigen Besitzes einer geordneten sorge wir sehen, wenn wir bedenken, wie die sich gehoben hat, so ist dieser ganze kulturelle Fortschritt nur möglich gewesen wenigsten die Großeisenindustrie, dazu schuf. Betrieben Sch
auf einen Punkt wenn sie in als mit syndikat,
Absicht, Konjunktur nachzugeben; sehr günstig ist, in die Höhe gehen,
zurückgehen; 1 Politik, meine Herren, ist, glaube ich, von einer großen sozial⸗
politischen Bedeutung wie auch von einer großen für die Finanzverwaltung des
gleichmäßigen Einkommen rechnen, und die staatlichen Verkehrs⸗ einrichtungen
Absatz des b Betrag von ca. 405 Millionen im Jahre ausmacht; wenn Sie dazu die Werte nehmen, anderen Syndikate umsetzen, d diese Summen auf die Finanzen des Staates einen großen
Einfluß ausüben.
eingehend prüfen, daß wir Leute vom
die schrankenlose Gewalt der Syndikate und nde Arbeiterschaft von den Kultur⸗ selbst den Staat zur Kapitulation
da ern absperren und die
Nun, gerade von seiten Schillers erfreute sich der Kauf⸗ iun einer verständnisvolleren Beurteilung, als es heute lfach der Fall ist. Ich erinnere an die Worte, mit denen „Euch ihr Götter ge⸗ Güter zu suchen geht er, doch an sein G Gute sich an.“ Die Aufgabe der Industrie und auch der Zweck des es, materielle Werte zu schaffen. enn wir aber in unserm Vaterlande Umschau halten, wenn w r sehen, wie Kunst und Wissenschaft bei uns blühen, wenn r mit Stolz auf die hohe Stufe unserer Schulen und
Rechtspflege, einer umfassenden Für⸗ für unsere Sicherheit und Wohlfahrt erfreuen, wenn überall Anstalten zur Förderung der Kultur errichtet Lage der arbeitenden Klasse
daß die Industrie, und nicht zum die materiellen Unterlagen das Gute, was sich an das
dadurch,
Und das eben ist iff des Kaufmanns anknüpft. Meine Herren, ich will Sie mit diesen allgemeinen Dar⸗ gungen nicht länger aufhalten, ich möchte nur noch k hinweisen. Wir betrachten es auch Aufgabe, und zwar⸗ in Uebereinstimmung i nderen großen Verbänden, dem Kohlen⸗ dem Kalisyndikat und anderen Syndikaten, eine Preispolitik zu verfolgen. Wir haben nicht die mit unseren Preisen beständig den Schwankungen der wir wollen also, wenn die Zeitlage Preisen nicht plötzlich und rasch wir wollen aber auch in schlechten Zeiten sinkenden Bedarf nachgeben und mit den Preisen wir wollen die mittlere Linie einhalten, und diese
unsere den
etige
mit unseren
icht dem
1 Bedeutung Staates; denn unsere Arbeiter Zeiten mit einem
önnen hierdurch in guten wie in schlechten
und die Finanzverwaltungen werden durch eine olche Preispolitik günstig beeinflußt. Wenn Sie aus unseren Darlegungen ersehen, daß der Stahlwerksverbandes allein in Produkten A den welche das Kohlensyndikat und die so werden Sie zugestehen, daß
Meine Herren, ich glaube, wenn Sie meine Darlegungen so werden Sie zu der Ueberzeugung kommen, Stahlwerksverbande wirklich nicht die⸗ jenigen sind, die, wie es einer unserer verehrten Abnehmer mir gegenüber zum Ausdruck brachte, ein Vergnügen darin finden, einen Parademarsch über Leichen zu machen, sondern Sie werden sehen, daß wir es als unsere Aufgabe betrachten, unseren Abnehmern und unseren Konkurrenten und auch Ihnen, den Vertretern der reinen Walzwerke, den ihnen zukommenden Platz an der Sonne zu erhalten. Nicht gegen Sie, sondern mit Ihnen, daß ist das Ziel, das wir verfolgen.
Geheimer Regierungsrat, Professor Dr. Wagner⸗Berlin: Meine Herren! Wenn ich vorher recht verstanden habe, sollte
welche der Kapitalismas in Deutschland ge⸗ — sei Beschwerden,
Ich habe mich nun 1 der Stahlwerksverband ist begründet, und die Aeußerungen und Klagen der
wieder ebenso hören wie durch Erachtens nach nicht
zuheben. Es ist achtens ganz mit Recht gesagt: keine Entwicklung wie die Trusts.
der Verarbeitung alles in eine einzige sucht. Beziehung schon ein erster ein zweiter Schritt und weitere im Drange kommen werde, ist mir mindestens zweifelhaft; gegen die Trusts mischten Werke in
ist es die schon Inland und gibt. wie die, daß Ende zu 71 ℳ frei Seehafen Rotterdam nach dem Ausland ver
und 92 ½ ℳ zahlen mußte.
nach dem Auslande viel billiger abgesetzt wurde. wird darauf hingewiesen, daß verhältnisse der ausländischen Industrien, soweit sie deutsches Material weiter verarbeiten, günstiger über den inländischen Verarbeitern teureren Materials.
größere allgemeine wirtschaftliche ese Arbeiter interessen sich an die Weiterverarbeitung und die Fertigindustrie
i würde, so wurden die schweren Anklagen und welche von seiten der bis hin geäußert worden wären, im wesentlichen verschwinden. gewundert; jetzt sind 1 ½ Jahre verflossen,
Verbraucher kann man fast wörtlich damals. Sie sind auch Herrn Vorredners meines worden. Gerade in der eneraldebatte, glaube das besonders hervor⸗ ist von dem ersten Herrn Redner meines Er⸗ wir wollen in Deutschland g Die Trusts laufen doch esentlich darauf hinaus, daß man in den verschiedenen Stadien große Hand zu leiten sind dann in einer ob nicht danach der Verhältnisse die Bedenken können so doch wohl auch schon gegen die ge⸗ gewisser Weise aufrecht erhalten werden. Dann zweitens. Wie in dieser Denkschrift dargelegt ist, mehrfach berührte Preispolitik zwischen Ausland, die abermals zu Klagen Anlaß mich hier auf Daten in dieser Denkschrift, 1904 Knüppel zu 71 bis 69 ℳ, Platinen
Aeußerungen des widerlegt wo⸗ ich, ist es richtig,
die
die gemischten Werke
Nun, — Schritt hierzu;
Ich beziehe
während der inländische Verbraucher dafür 82, 90
Es wird weiter dargelegt, daß bis in die Gegenwart Halbzeug Es infolgedessen die Konkurrenz⸗
auft sind,
n den letzten Jahren und
geworden sind gegen⸗
Es ist in der Schrift ferner mit Recht betont, wie viele und insbesondere Arbeiter⸗
knüpfen als an die vorausgehenden Stadien der Produktion; es ist daher hier ein großer allgemeiner volkswirtschaftlicher Nachteil nicht irgendwie zu bestreiten. Ich kann somit nur meine Verwunderung darüber äußern, daß jetzt, nachdem der Stahlwerksverband 1 ½ Jahr besteht, ganz dieselben Klagen hervortreten und zum Teil mit denselben Zahlen zwischen Inlands⸗ und Auslandspreisen motiviert werden, wie es damals geschehen ist. Die Vertröstungen, die vor 1 ½ Jahren hier in der Kartellenquete stattgefunden haben, sind in der Tat nicht irgendwie realisiert worden. Wenn ich noch auf das Zitat aus Schiller erwidern darf: ja, mit den Ausführungen unseres großen Schiller ist hier nicht allzu viel zu beweisen! (Heiterkeit und: Sehr richtig!) Sein Ausspruch über den Kaufmann hat ja einige Richtigkeit, aber daß sich andererseits auch sehr viel gegen diesen Spru sagen läßt, ist unzweifelhaft. Insbesondere hat Herr Regierungsrat Völcker weiter auch wieder den allgemeinen Punkt hervorgehoben, daß wir der industriellen Entwicklung und hier wieder der groß⸗ industriellen Entwicklung, wie sie durch die Kartelle gestärkt worden ist — wesentlich auch die Steigerung unseres Volks⸗ einkommens verdankten, damit unseres Volksvermögens, die Hebung der deutschen Volkswirtschaft, die bessere Lage der Arbeiter. — Will ich alles zugestehen! Aber daß hier zugleich wieder ganz neue Bedenken aufgetaucht sind, indem ganz neue Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen sind, die wir fruͤher nicht hatten, das zeigen die Klagen der Halbzeugverbraucher; diese stehen gegenüber einem faktischen Monopol, wie wir es
sich diese Generaldebatte beschränken auf die Punkte des Fragebogens Nr. 1 bis 7; sie ist aber doch vielfach gleich auf die nächsten, 8 und insbesondere 9, mit eingegangen; übera
ist z. B. mit von der Preispolitik die Rede gewesen. Des⸗ wegen möchte ich mir das Recht vindizieren, über alles das, was die Herren hier geäußert haben, einige Bemerkungen zu
machen.
Vorsitzender: Ich glaube doch, daß der Herr Vor⸗ redner im Rahmen dieser Frage geblieben ist; denn diese Fragen sind ziemlich allgemein gestellt, insbesondere über den Zweck des Kartells, Nr. 6, und ich habe angenommen, daß alles, was hier gesagt worden ist, unter diesen Gesichtspunkt zu fassen war. Deswegen habe ich eine Unterbrechung nicht statifinden lassen. Ich gebe zu, daß die Kernfrage der reinen Walzwerke bei Frage 8 noch sehr eingehend erörtert werden wird und hier nur im allgemeinen gestreift ist.⸗
Geheimer Regierungsrat, Professor Dr. Wagner⸗Berlin: Dann möchte ich auch näher hierauf eingehen.
Ich bedauere, daß der erwähnte Bericht uns erst heute zugegangen ist. Ich kann mir denken, daß die Fertigstellung jechnische Schwierigkeiten verursacht hat; aber jetzt sind seit der Einladung etwa 4 bis 5 Wochen verflossen, da sollte es doch möglich gewesen sein, den Bericht wenigstens etwas früher ferligzustellen. So kann man aus dem Bericht im Augenblick nichts ersehen; ich muß mich also wesentlich an das halten, was die Herren hier mündlich gesagt haben.
Es ist von Herrn Regierungsrat Völcker bereits — ohne sie zu nennen — Rücksicht genommen worden auf die Schrift, die mir ebenfalls zugegangen ist, und an die ich mir daher gleichfalls erlaube anzuknüpfen. Sie führt den Titel: „Die reinen Walzwerke unter dem Einfluß der Eisenkartelle“, von H. Lippert, Geschäftsführer des Vereins zur Wah⸗ rung der Interessen der Halbzeugverbraucher. Regierungsrat Völcker diese wenn er auch den Verfasser nicht genannt hat, daran anknüpfen. Ich muß gestehen, Herrn Regierungsrats Völcker haben zeugt, daß er
gelegt ist. die Betriebskonzentration, wie stattfindet, sich ein gewisser technischer reinen Walzwerke nicht haben könnten. meiner Auffassung — ich bin allerdings nur
einzige Vorteil der gemischten übrigen Maßregeln des ebenfalls die Lage der reinen heblich erschwert haben. In der innert werden: als hier vor 1 ½2
Walzwerke noch er Hinsicht mag daran er
denen ich auch die Ehre hatte anwesend zu sein, da wurd
Da Herr Schrift offenbar gemeint hat, so darf ich die Ausführungen des mich nicht davon über⸗ das widerlegt habe, was in dieser von ihrem Standpunkt aus meines Erachtens vortrefflichen Schrift dar⸗ Auch in dieser Schrift wird zugestanden, daß durch sie bei den gemischten Werken Vorteil ergebe, den die Aber es wird nach Theoretiker und Laie — darin doch zugleich nachgewiesen, daß das nicht der Werke ist, sondern daß die
Stahlwerksverbandes
Jahren die damaligen Enqueteverhandlungen stattfanden über Halbzeug usw., bei
gestern in der Enquete des Weißblechverbandes gesehen haben, einem Monopol, von dem wir nur sagen können: wenn wir ein Monopol einmal haben sollen, würden wir wenigstens ein Staatsmonopol vorziehen. (Sehr richtig!) Dann⸗ fließen die Vorteile wenigstens in die Taschen der Gesamtheit, also erleichtern sie die Steuerzahler, wie es beim Eisenbahnwesen sich zeigt, aber nicht in die Taschen derjenigen, die hier bei dem Privatmonopol am meisten beteiligt sind, Aktionäre, Werkebesitzer, Direktoren, Aufsichtsräte usw. Sie sagen, die Arbeiter haben ihre Lage verbessert. Absolut ohne Zweifel; relativ kann man es keineswegs so allgemein behaupten. Im Gegenteil, durch diese übertriebenen Kartellierungen, vollends bei amerikanischen Trusts, gerade hat sich die wirtschaftliche Stellung einer ungemein kleinen Anzahl von Leuten in der Bevölkerung übermäßig verbessert: es ist eine ungeheure Vermehrung des Einkommens und Ver⸗ mögens bei ihnen eingetreten, und dadurch ist der Gegensatz zur übrigen Bevölkerung, vollends der unteren, viel größer eworden. Ich kann das auch mit statistischen Tatsachen belegen. In Preußen beispielsweise haben wir vor 50 Jahren vielleicht 100 physische Personen mit mehr als 100 000 ℳ Einkommen gehabt; gegenwärtig werden es 2500 — 3000 Personen und darüber sein; in der Rheinprovinz ist diese Entwicklung noch relativ stärker hervorgetreten, als im Staatsdurchschnitt. Wenn die Herren daher in der Generaldebatte zu Gunsten der Kartelle betonen: alles das dient der Verbesserung der Lage der Arbeiter, so dürfen wir nicht übersehen, daß so auch der Klassengegensatz durch diese Entwicklung außerordentlich geschärft ist, daß die Arbeiter jetzt diesen großmonopolistischen Unternehmungen gegenüberstehen, denen gegenüber man ihnen aber nicht einmal das bei dieser Sachlage vollauf Notwendige und Berechtigte, nämlich ein ordentliches Koalitionsrecht und Gewerkvereins⸗ recht, gewähren will und es bei uns auch bisher nicht ge⸗ währt. Das alles erklärt, woher auch hier die Unzufriedenheit der Arbeiter mit kommt. 8 Ich kann daher mit der Bemerkung schließen: mir scheint die Entwicklung, wie wir sie neuerdings gehabt haben, und wie sie auch im Stahlwerksverband sich in einem sehr wichtigen Beispiel zeigt, denen recht zu geben, die da sagen: diese Entwicklung führt zu einer immer stärkeren Kon⸗ zentration von Reichtum, Vermögen und Ein⸗ kommen auf der einen Seite, zu immer stärketen Klassengegensätzen auf der anderen Seite; wesentlich daraus geht das ganze moderne soziale Problem hervor; an dem Punkte kommen wir nicht vorbei. Wenn ich darin nicht „ widerlegt werde, so kann ich mich auch nicht auf die Seite der „ Kartelle stellen, so viele betriebstechnische Gründe fuͤr sie sprechen mögen. Gerade die Lage der Halbzeugverbraucher zeigt, daß hier nicht bloß einzelne wirtschaftliche, sondern auch e weite und große allgemeine volks wirtschaft
liche Interessen be⸗ teiligt sind, nach denen in der Frage der Kartelle Stellung zu
fach darauf hingewiesen: 8
wenn der Stahlwerksverband