eigene Mißgestalt den Gedanken eingegeben hat, einen inter⸗ nationalen „Verein zur Züchtung von emenschen“ zu begründen. In endlosen trockenen Vorträgen setzt dieser seine Lebensanschauung auseinander und fordert zum Kampf — den „Feudalismus der Liebe“ auf, dem drei barbarische Lebensformen der heutigen Ordnung entspringen:; „die wie ein wildes Tier aus der menschlichen Gemeinschaft hinausgehetzte Dirne, das zu körperlicher und eistiger Krüppelhaftigkeit verurteilte, um sein junges Liebes⸗ leben betrogene alte Mädchen und die zum Zweck möglichst ünstiger Verheiratung ewahrte Unberührtheit des jungen Weibes⸗ Hetmann selbst will nur Sekretär, d. h. völlig uneigennütziger Förderer des von ihm gegründeten Vereins sein, sich nur an der Ver⸗ wirklichung seiner Ideale erfreuen. Es hätte recht 39. werden können, zu sehen, welche absonderlichen Blüten eine solche Gründung treiben müßte, hier aber versagte Wedekinds satirische Gestaltungs⸗ kraft gänzlich. Die einzelnen Figuren zeigen keine individuellen Züge oder höchstens Ansätze zu solchen; der Gauner, der aus der Gründung für sich finanziellen Vorteil herausschlägt, die ledigen Frauen, die zu einem Manne zu kommen hoffen, der eitle Fant, der durch den Verein eine reiche Partie machen will, der Pseudogelehrte, der als Biograph des berühmten Hetmann sich selbst einen Namen zu machen erstrebt, sind längst verbrauchte Schablonen, nicht humoristisch ge⸗ sehene Menschen. Einigermaßen glaubhaft ist nur das Weib, das Hetmann trotz seiner Mißgestalt um seiner selbst willen liebt und bis zu ihm hält. — ,e. in der der Verfasser selbst die Rolle des Hetmann möglichst fesselnd zu ver⸗ körpern suchte, war, von zu leisem Sprechen abgesehen, gut, vermochte aber bei der Mehrzahl der Zuschauer kein Interesse für das Werk, nicht einmal Widerspruch zu erwecken. Hervorgehoben seien die Leistungen der Damen Arnold, Grüning, Reinert, der Herren Klein⸗ Rhoden, Geisendörfer, Walter und Kuhnert.
4
Im Königlichen Opernhause geht morgen, Donnerstag, R. Leoncavallos Oper „Bajazzi“, mit Fräulein Destinn, den Herren Kraus, Hoffmann, Bachmann besetzt, in Verbindung mit dem Ballett „Coppelia“, Musik von Leo Delibes, in Szene. — Am Sonn⸗
abend beginnt mit einer Aufführung von „Rheingold“ die Neuein⸗ t des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ von .Wagner; es folgen am 6. Oktober „Die Walküre“, am 11. Sieg⸗ 3 4 und am 16. „Götterdämmerung“. Neben diesem Zyklus ist für den onat Oktober noch ein zweiter Zyklus in Aussicht genommen, der sich dem ersten dergestalt anschließt, daß jeweilig die Wieder⸗ höolung des Vorabends mit der Neueinstudierung des nachfolgenden Abends in Verbindung steht, also: 5. Oktober „Das Rheingold“, 10. Oktober „Die Walküre“, 15. Oktober „Siegfried“. Den Be⸗ schl Fr5 dann eine Wiederholung der „Götterdämmerung“ am 50. ober.
Im Königlichen Schauspielhause wird morgen „Der
wur der Treue“, Lustspiel von Oskar Blumenthal, wiederholt.
Im Berliner Theater hat der Vorverkauf zu der am 5. Ok⸗ tober stattfindenden Eröffnungsvorstellung seit gestern begonnen.
1 Durch einen Trauerfall, der Fräulein Frieda Brock betroffen hat, sieht sich das Schillertheater genötigt, die für Sonnabend im Schillertheater N. angekündigte Erstaufführung von Otto Ernsts ‚Flachsmann als Erzieher“ um einige Tage zu verschieben und den 1 wie folgt, zu ändern: Sonnabendz wird im Ibsens „Nora“, im Schhillertheater N. Anzengrubers „G'wissenswurm“ gegeben; Sonntagabend im Schillertheater O. Shakespeares »Wintermärchen“’, im Schiller⸗ theater N. Trothas „Hofgunst“. Die erste Aufführung von „Flachs⸗ mann als Erzieher“ ist auf Mittwoch nächster Woche feftgeseist Die bereits gelösten Eintrittskarten werden auf Wunsch der Käufer bis Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr, für Mittwoch umgetauscht oder zurück⸗ genommen. —
Im Theater des Westens wird am Freitag als Abonnements⸗ vorstellung zum ersten Male in dieser Spielzeit „Der Freischütz“ auf⸗ geführt. Die Hauptpartien liegen in den Händen der Damen King und Grünwald, der Herren Haxthausen und Stammer.
1“
Mannigfaltiges. Berlin, den 27. September 1905.
Das Komitee der Mädchen⸗ und Frauengruppen für oziale Hilfsarbeit zu Berlin, dem Fräulein Alice Salomon als Vorsitzende, Fräulein Marie Badt und Fräulein Elsa von Liszt als Schriftführerinnen, ferner Frau Oberbürgermeister Kirschner, Admiralitätsrat, Professor Dr. Köbner, Fräulein Dr. med. Else von der Leyen, Frau Oberverwaltungsgerichtsrat Meubrink, Stadtrat Dr. Münsterberg, Frau Geheimrat Wolff, Professor Dr. Wsvchgram u. a. angehören, hat in diesen Tagen seinen Bericht über das Arbeitsjahr 1904/5 und das Programm für das Arbeitsjahr 1905/6 veröffentlicht. Die von einer größeren Anzahl Frauen Berlins unter Mitwirkung der Leiter von Wohlfahrtsinstituten usw. ins Leben gerufene Organisation von Mädchen⸗ und Frauen⸗
8 8 rstag: Opern⸗ haus. 198. Abonnementsvorstellung. Bajazzi.
PagHscci.) Oper in 2 Akten und einem
Prolog. Musik und Dichtung von R. Leoncavallo,
deutsch von Ludwig Hartmann. Mustkalische Leitung:
Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: Herr Re⸗
isseur Braunschweig. — Coppelia. Phantastisches
3 allett in 3 Aufzügen von Ch. Nuitter und
A. Saint⸗Leon. Musik von Leo Delibes. Musika⸗
ische Leitung: Herr Kapellmeister Professor
Sur er. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb.
ang r.
Schauspielhaus. 121. Abonnementsvorstellung. Der
Schwur der Treue. Lustspiel in 3 Aufzügen von
Oskar Blumenthal. Regie: Herr Regisseur Keßler.
Anfang 7 ½ Uhr.
Frreitag: Opernhaus. 199. Abonnementsvorstellung. a Diavolo. Komische Oper in 3 Akten von uber. Text von Eugone Scribe, bearbeitet von
Karl Blum. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 122. Abonnementsvorstellung. Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspiel in 5 Aufzügen von W. von Goethe Anfang 7 Uhr.
Neues Operntheater. Sonntag: 42. Vorstellung.
Faust von Wolfgang von Goethe. Der Tragödie
erster Teil. Die zur Handlung gehörende Musik von
Anton Fürsten Radziwill und Peter Joseph von
Lindpaintner. Anfang 7 Uhr. Der Billett⸗
orverkauf hierzu findet an der Tageskasse des König⸗ lichen Schauspielhauses gegen Zahlung eines Auf⸗ geldes von 50 ₰ für jeden Sitzplatz statt.
heim.)
Opernball.
nachtstraum.
nachtstraum.
8 “
Berliner Theater. Donnerstag, den 5. Ok⸗ 8
tober: Ersffnungsvorftelung. Andalusia. Dra⸗ 129⸗ ten
matisches Gedicht in 5 A von Florian Endli. Vovrverkauf täglich von 10 bis 2 Uhr.
Lessingtheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr: -v Erlehnis. — Hanneles Himmel⸗ rt.
Schwank „
8
8
Freitag, Abends 8 Uhr: Elga. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Erziehung zur Ehe. — Die sittliche Forderung.
Schillertheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Hofgunst. Lustspiel in 4 Aufzügen von Thilo von Trotha.
Freitag, Abends 8 Uhr: Der Traum ein Leben.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Nora. (Ein Puppen⸗
N. (Friedrich Wilhelm Donnerstag, Abends 8 Uhr: Lustspiel in 5 Aufzügen von G. von Moser und F. von Schönthan.
Frettag⸗ Abends 8 Uhr: Nora. (Ein Puppenheim.)
onnabend, Abends 8Uhr: Der G'wissenswurm.
Theater des Westens. (Station Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Donnerstag: Der Opern⸗ ball. Anfang 7 ½ Uhr.
Freitag (3. Vorstellung im Freitags⸗Abonnement): Der Freischütz.
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Bei kleinen Preisen: Minna von Barnhelm. — Abends 7 ½ Uhr: Der
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: 2 Freischütz. — Abends 7 ½ Uhr: Der Opern⸗ all.
Neues Theater. Donnerstag: Ein Sommer⸗
Anfang 7 ½ Uhr. Freitag und folgende
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Donnert⸗ Jahrmarkt in Pulsnitz. Frettag. Der Familientag.
onnabend: Jahrmarkt in Pulsnitz.
Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) A“
gruppen für soziale Hilfsarbeit bezweckt eine theoretische Ausbildung von Frauen und jungen Mädchen durch Vorträge und nament⸗ lich die Entfaltung einer umfassenden praktischen Tätig⸗ keit. Letztere besteht in der Tätigkeit in Wohlfahrts⸗ einrichtungen für das jugendliche Alter (Krippen, Mädchen⸗ horten, Volkskindergärten, Waisenhäusern), in Anstalten der Armen⸗ pflege, in Volksküchen, in Krankenanstalten und in anderweiter sozialer Hilfstätigkeit (persönlicher Fürsorge bei hilfsbedürftigen Familien usw.). Der Umfang der Mitarbeit des einzelnen Mitglieds tet sich nach dem Maß seiner verfügbaren Zeit; es wird der individuellen Neigung und Fähigkeit der weiteste Spielraum gelassen. Der theoretische Teil der Ausbildung bezweckt, die Mädchen und Frauen zu einer umsichtigen und planmäßigen praktischen Tätigkeit anzuregen. Das verflossene Arbeitsjahr war in jeder Beziehung für die Gruppen ein Jahr der Vertiefung, mehr des inneren als des äußeren Wachstums. Es traten den Gruppen 147 neue Mitglieder bei, denen 36 ausscheidende gegenüberstehen. Die Mitgliederzahl hat sich da⸗ durch auf 727 vermehrt. Intensiver als in früheren Jahren haben die Mitglieder sich an der praktischen Arbeit beteiligt. Bildete es früher die Regel, so gehört es jetzt zu den Ausnahmen, daß Helferinnen sich nur für einen Tag in der Woche zu einer Tätigkeit in den Gruppen verpflichten. Die meisten neu eingetretenen Mitglieder betätigen sich 2 bis 3mal wöchentlich in den einzelnen Anstalten. Viele der älteren Mitglieder übernahmen tägliche Ver⸗ pflichtungen oder widmeten der sozialen Hilfsarbeit den größten Teil ihrer Zeit in ganz berufsmäßiger Weise. Die Organisation kam dadurch in die Lage, 182 Bitten um Hilfskräfte zu be⸗ friedigen. Teil übernahmen die Mitglieder verantwortliche Aemter. Besonders hervorzuheben ist, daß die Charlottenburger Rechtsschutzstelle bei ihrer Begründung ihren Bedarf an Helferinnen fast ausschließlich durch die Gruppen deckte, ferner daß die Zentralstelle sür Jugendfürsorge für ihre sehr schwierigen Auf⸗ aben einige Mitglieder der Mädchen⸗ und Frauengruppen als
itarbetterinnen heranzog. Auch dem Verband für weib⸗ liche Vormundschaft konnten Mitglieder zugeführt werden, die sich zur Uebernahme einer Vormundschaft eigneten. Aus den verschiedenen Gegenden Deutschlands haben Damen längere Zeit an der Arbeit teilgenommen, um sich dadurch zur Uebernahme selbst⸗ ständiger und leitender Stellungen in der Wohlfahrtspflege vorzubereiten. Mehrfach konnte die Organisation auch besoldete Stellungen mit den von ihr ausgebildeten Kräften besetzen. Auch die theoretische Unterweisung der Mitglieder gestaltete sich befriedigender als in den früheren Jahren. Die veranstalteten Kurse waren zum Teil von 40 bis 50 Hörerinnen regelmäßig besucht. Von einigen Dozenten wurden Diskussionen angeregt und Arbeiten unter die Hörerinnen verteilt, die mit Interesse und Verständnis aus⸗ geführt wurden. Die Kurse betrafen: 1) soziale Erziehungsfragen (Fräulein Anna Gierke), 2) Armenpflege (Frau Professor Gusserow), 3) öffentliches Recht, Privatrecht, Strafrecht (Stadtrat Münsterberg), 4) Krankenpflege (Dr. Eugen Israel), 5) volkswirtschaftliche Theorien (Fräulein Alice Salomon). Der gute Besuch der Kurse und die innere Anteilnahme der Mitglieder haben das Komitee ermutigt, für das neue Arbeitsjahr einen lang gehegten Wunsch zur Ausführung zu bringen und die Vortragskurse in eine Unter⸗ und eine Ober⸗ stufe zu gliedern. Die Unterstufe ist für neu eintretende und jüngere Mitglieder wie für alle gedacht, die noch an keinem Vortragskursus über die betreffenden Gebiete teilgenommen haben. Die Oberstufe setzt etwas mehr Kenntnisse voraus und wendet sich an Mitglieder, die schon einige Jahre in den Gruppen gearbeitet oder an theoretischen Kursen schon teilgenommen haben. Die Teilnahme an den Kursen ist zwar nicht obligatorisch, doch legt das Komitee den größten Wert darauf, daß die Mitglieder der Organisation diese Gelegenheit, sich für ihre Arbeit besser vorzubereiten, benutzen, und macht es jedem Mitglied zur Pflicht, möglichst an einem der Kurse teilzunehmen. Monatsversammlungen geben den Mitgliedern Gelegenheit, sich über soziale Probleme auszusprechen. Der Belehrung der Mitarbeiterinnen dienten im vergangenen Jahre auch allmonat⸗ lich veranstaltete Besichtigungen von großen Wohlfahrtseinrichtungen. Wie in den letzten Jahren, so wurden auch im Winter 1904/5 die obersten Klassen aller höheren Mädchenschulen Berlins zu einer Ver⸗ sammlung im Rathaus eingeladen, um die heranwachsende Jugend für Bestrebungen der ädchen⸗ und Frauengruppen zu inter⸗ essieren; Fräulein Dr. Gertrud Bäumer hielt einen Vortrag über soziale Gewissensfragen. Diese Versammlungen für die Jugend haben sich im allgemeinen recht bewährt. Es sind dadurch den Gruppen viele ganz junge Helferinnen zugeführt worden, die in der Regel den älteren weder an Pflichtgefühl noch an Eifer, wenn auch manchmal an Kräften, nachstehen. — Am 13. Oktober, Nachmittags um 5 Uhr, findet im Viktoria.Lyvceum, Potsdamer Straße 39 a, die das neue Arbeitsjahr einleitende Versammlung der Mädchen⸗ und Frauengruppen statt, auf deren Tagesordnung u. a. ein Vortrag von Fräulein Alice Salomon über die soziale Hilfsarbeit dieser Organisation und ihrer Mitglieder steht.
A. F. Der Zug nach internationalem Zusammenschluß aller den Kulturnationen gemeinsamen Bestrebungen macht sich jetzt auch auf dem Gebiet der Luftschiffahrt geltend. Wie der Ge⸗
heime sammlung des mitteilte, ford
Beschickung eines vom 12. bis 14. Oktober nach Paris
internationalen von hier aus
strebungen anschließt, die nationalen Verbände in einem internation⸗ Verbande der Luftschiffer zusammenzufassen, dessen Aufgabe es würde, die gemeinsamen . Dahin gehören an erster Stelle die Beseitigung der von einigen Staaten, Rußland vor allem, den Luftschiffern
fördern.
Ueberschreitung die
dacht und
brachte Modus entsenden hat.
Luftschiffahrt verwandtes Gas soll nämli Deutschland steht nach diesem Modus an zweiter
werden.
Regierungsrat,
Aufstellung damit r 1 1 die der Berliner Verein schon mit Bezug auf Dänisch, Polnisch und Russisch zur Anwendung gebracht hat. der von den Pariser Veranstaltern des Kongresses in Vorschla
„Professor Busley Berliner ereins für ert der Club aöronautique de
in gestriger . Luftscffn gs France berufens ongreß we gern den
Kongresses der Luftschiffer auf. Der K besucht werden, da man sich 1 Angelegenheiten mit vermehrter Autoritztt
der Grenze gemachten Zollschwierigkeiten. Auch; eines internationalen Wörterbuches wird 2 einer Idee weitere Verbreitung gegeden Schwedisch Eigenartig nh der Bestimmung, wieviel Delegierte jedes Land „ Für je 25 000 chm im lecten Jahre auf Zwecke dn ein Delegierter entsane
Stell
es kann bei 165 000 chm Jahresverbrauch sich durch 6 Delegienr
vertreten lassen.
reich übertroffen. Ballons 4 gemacht worden, 2 von Koblenz, 1 von der burger Gatanstalt, 1 von Bitterfeld (mit Wasserstoffgas) aus. Ler Fahrt war eine Nachtfahrt, die nach Zurücklegung von 500 km. und
Es wird nicht sehr beträchtlich nur von Fran⸗ — Freie Fahrten sind im September g Berling harlotten,
ere
nachdem man Kissingen und Aschaffenburg gesichtet, nahe Poggen
hausen bei Wittighausen im Großherzogtum Baden durch
Landung endete.
endigend, machte eine Zwischenlandun
Los bestimmten Ballon als über
215
Fahrt, Tagesfahrt, und nahe Stabe und Aussetzung eines dure sich der mit vier Herren besetze Nach dieser Erleichterung stieg g
Die zweite
Passagiers nötig, da laden herausftellte.
bis zu 3400 m. Ueber Döberitz genossen die Luftschiffer den fesselnde
Anblick einer Eberjagd. 2 die Jäger, würden sie diesen gern durch
Da sie von oben bessere Uebersicht hatten Zurufe Winke gegeben *
es war aber unmöglich, sich durch Rufen zu verständigen.
Der „Verein zur Be den preußischen Staaten
rderung des Gartenbaues in
fõ * hält seine nächste Monatsversamg⸗
lung am Donnerstag, Nachmittags 6 Uhr, in dem Königlichen Botanische
Museum (alter mannslehner
eigener Einführung veranstalten.
Garteninspektor
Orchideen einst und jetzt“.
Botanischer Garten) ab. Der Gärtnereibesitzer Kohl⸗ „Britz wird eine Ausstellung von Dahlien⸗Neuheite Den Vortrag hält der Königliche Weidlich⸗Berlin über „Wert und Bedeutung de Es werden ferner weitere Mitteilunga
über die große Chrysanthemumausstellung des Vereins den 9. bis 12. November d. J. im neuen Saalbau des Landesausstellungs⸗
parks erfolgen.
Stuttgart, 27. September. (W. T. B.) Gestern wurden, al am Haupttage des Stuttgarter Volksfestes, 7000 Militir⸗
brieftauben
Wettfluge aufgelassen.
stimmung, eine den Kaiser n mit
Depeschen
aus allen Teilen des Reichs zu einen Die erste Abteilung hatte die Be⸗ Huldigungsdepesche an Seine Majestit ach Berlin zu überbringen; ein zweiter Flug va an Seine Königliche Hoheit den Prirz⸗
Regenten von Bayern, ein dritter mit solchen an Seine König⸗
liche Hoheit den Tauben nahmen
Großherzog von Baden versehen. Die meister rasch die Richtung auf. Als Vertreter Seine
Majestät des Königs von Württemberg wohnte der Gouverneur ver Stuttgart, Generalleutnant von Marchtaler, der Veranstaltung bei⸗
Göteborg
der Insel His
beben statt. U
„ 27. September. (W. T. B.) In Lundby uf inge fand gestern mittag ein starkes Erd⸗ m 1 ½ Uhr vernahm man ein unterirdisches Getöse,
gleichzeitig begannen die Häuser so stark zu zittern, daß die Wände
und Mauern eine Minute.
fach einen Fuß
ist der Erdboden bedeutend eingesunken.
Risse erhielten. Die Erderschütterung dauerte etra
An mehreren Stellen entstanden tiefe Risse, die mehr⸗
breit waren. In dem östlichen Teile der Insel Neun Häuser wurden
durch das Erdbeben beschädigt.
New Yor „Evening Sun“ heimgesucht. 8000 Menschen 200 verwundet.
Die
k, 26. September. (W. T. B.) Die Zeitun meldet aus Manila: Ein Taifun hat die Statt Eingeborenenviertel wurden zerstöͤrt sind obdachlos; 5 Filippinos sind getötet m
g des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Löwen.
0. (Wallnertheater.) Thaliatheater. 8 Uhr: Lippschitz. Musik von Paul Lincke.
städtisches Theater.) Fünfe!
im Frieden.
een. Die Geisha. Zur indischen Witwe.
Abends 7 ½ Uhr: von Oskar Straus.
Friedrichstraße.) Madame Torera.
Freitag und folgende Tage: Die Höhle des Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Herkulespillen.
(Dresdener Straße 72/73.) Direktion: Kren und Schönfeld. Donnerstag, Abends Bis früh um Fünfe! Gesang in 3 Akten von Jean Kren und Arthur
Freitag und folgende Tage: Bis früh um Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Maria EStuart.
ZBentraltheater. Donnerstag: BeikleinenPreisen (in erster Besetzung): Die Geisha.
Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: Zum ersten Male: Operette in 3 Akten von Schlesinger und Schnitzer. Musik von Oskar Straus.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. — Zur indischen Witwe.
Trianontheater. (Georgenstraße, Donnerstag: Zum ersten Male: (Madame L'ordonnance.) Schwank in 3 Akten von Jules Chancel. Deutsch von Max Schönau. Anfang 8 Uhr.
Schwank mit
Anfang 8 Uhr.
ette
nahe Bahnhof
Konzerte.
Tage: Ein Sommer⸗
Saal Bechstein. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Klavierabend von Abbie May Helmer.
Abends präzise programm.
Elawianska Mandschurei.
7 ½ Uhr:
und
8 Uhr: Die Höhle des Löwen. und
Akten von M. Hennequin
Neu: Damenluftringkampf,
Birkus Albert Schumann. Donnerstag, Eliteabend. Gala⸗ U. a.: Nur noch kurze Zeit: Nadina Russen Sensationell: John und Louis Boller mit dem phänomenalen Vor⸗ Rückwärts⸗Saltomortale mit dem Zweirad. ausgeführt
aus der
und
12 Amerikauerinnen und Engländerinnen. Sensationell: Das einzig existierende einen 758 Saltomortale schlagende Pferd. Die
liebte jugendliche Schulreiterin Fräulein Dorz⸗ Schumann. Neu: Der Looping the LooP⸗ laufende Hund. Neu: Miß Cashmore. Neu: Les Romanis. Neu: The Wally-Hoste- Truppe. Neu: PéEépé JEérome. Direktor Albert Schumanns neueste, unerreicht dastehende Monstredressuren. Die neuen höchst originellen Reitersportspiele und sämtliche Spezialitäten.
ʒnmnẽ ———
Familiennachrichten.
Verehelicht: Hr. Kapitänleutnant Hans Bene mit Frl. Marga Vollrath (Düsseldorf). — bHr. Regierungsassessor Theodor Graf von Baudissir mit Frl. Elise von Borcke (Berlin).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Ma⸗⸗ .Geene. von Schlechtendal (Berlin). — Hrr.
egierungsrat Kluckhuhn (Breslau). — Eine Tochter: Hrn. Leutnant Ernst Grafen Harden⸗ berg (Demmin). 2
Gestorben: Hr. Generalarzt, Geheimer Ober⸗ medizinalrat Dr. Hermann Schaper (Charlotten⸗ burg). — Hr. Rittergutsbesitzer Rudolf Meifter (Jeßnitz i. d. Lausitz). — Hr. Pastor Wilbelu Müller (Bretlau). — Hr. Hauptmann a. D. ntl von Siegroth (Breslau). — Hr. Mediztnalrat Dr. Herrmann Comnick (Striegau). — Fr. Sophir Arndt, geb. Tegelsten (Brunkensen). — Frl. Cle⸗ mence von Wurmb a. d. H. Groß Furra ( eimar) — Frl. Luise von Nathusius (Jena).
Verantwortlicher Redakteur: Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin⸗
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlac⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
von
“ E 6.
schen Reichsanz
]
Deutsches Reich.
uinea und Hongkong).
Staatsanzeiger.
1
Ausreise (Eydney⸗Yokohama⸗Kobe).
—
1905.
—
uptdampfer
Post
Bremer⸗
Sydney *) ha
Adelaide
ab
Brindisi
Post an Adelaide *)
Sydney ab
rbertshöhe,
Matupi und Simpsonhafen
an
ab
Friedri Wilbelms
an
en ab
vesa
an
Hauptdampfer Neapel [Bremerhaven an
Hongkong
bzw. urg ab ö
an
Hongkong ab
an
Yokohama
ab
an
Montag 1905 4. Sept. 2. Okt. 30. Okt.
27. Nov.
an
Dienstag 1905 29. Aug. 26. Sept. 24. Okt. 21. Nov. 9. 25. Dez. 198 1906 16. Jan. 22. Jan.
ab Mittwoch
1905 12. Juli 9. Aug. 6. Sept. 4. Okt. 1. Nov.
*) In der Regel kommt d Hauptdampfer 2 — 3 Ta
Andernfalls erfolgt der A
2
über Land.
früher in Sydney an, sodaß der Anschluß an den Zweig⸗ dampfer dort erreicht wird.
schluß von Adelaide aus
Sonntag 1905 Juli .Aug.
Sept.
er ge
n⸗
Sonntag 1905 27. Aug. 24. Sept. 22. Okt. 19. Nov.
. 1906
ez.
14. Jan.
)von Adelaide nach Sydney mit Eisenbahn
Sonnabd. 1905
Sept. . Okt.
2. Sept. 10. Sept.
Sonntag Dienstag 5
1905
8. Okt. 5. Nov. 3. Dez. Mü. Pr
12. Sept. 10. Okt. 7
190 14.
12. 9. 16
.Nov.
Donnerst. 1905
Dez. 1906
Sept. Okt. Nov.
13. 10.
Freitag 19095 15. Sept. 25. Sept. 23. Okt. 20. Nov. 18. Dez. 1906 15. Jan.
12. Febr.
Okt. Nov.
Montag . 1905 ꝑ‧1905
Dienstag 1905 7. Nov.
Mittwoch Dienstag 1905 Okt. 21. Nov.
Nov. [19. Dez.
1906 16. Jan. 13.
13.
5. Dez. 1906 2. Jan.
30. Jan. 27. M.
Febr. März
Febr.
20. Dez. 1906 17. Jan. 23. Jan.
14. Febr. 20. Febr.
Mittwoch Dienstag 1905 1905 27. Sept.
25. Okt.
5 3. Okt.
31. Okt. 22. Nov. 28. Nov.
26. Dez. 1906
1905 4. Okt.
1. Nov. 29. Nov. 27. Dez.
1906 24. Jan.
Mittwoch U
21. Febr.
2 Heim
reise (Kobe⸗Sydney).
““ —
Moji ab
an
Ha
uptdampfer
Hongkong
an
Bremerhaven bzw. üs Ere
Neapel ab
Hongkong (ausgehend) an
Hongkong ab
Friedrich⸗ Wilhelmshafen
an
ab
Herbertshöhe, Matupi und Simpsonhafen an ab
Post ab
Adelaide*)
Post an Brindisi
bzw. Marseille
Hauptdampfer
Sydney ab
Bremer⸗ haven an
Mittwoch 1905 11. Okt.
8. Nov. 6. Dez. 1906 3. Jan.
31. Jan.
Dienstag 1905 10. Okt. 7. Nov. 5. Dez. 1906 2. Jan.
30. Jan.
Montag 1905 16. Okt.
13. Nov. 11. Dez. 1906 8. Jan.
5. Febr.
27. Febr. 28. Febr.
Mär
Mittwoch
1905
30. August 27. Sept. 25. Okt. 22. Nov.
Donnerstag 1905 14. Sept.
12. Okt. 9. Nov. 7. Dez.
1906 4. Jan.
1. Febr.
Donnerstag 1905 12. Okt. Freitag 10. Nov.
8. Dez. 1906 5. Jan. 2. Febr.
2. März
Dienstag 1905 17. Okt. 14. Nov. 12. Dez. 1906 9. Jan. 6. Febr.
6. März
Freitag 1905 27. Okt. 24. Nov. 22. Dez. 1906 19. Jan.
16. Febr.
Sonnabend
1 17. Febr. V 16. März 17. März 18. März 20. März 28. März
1905 28. Okt.
25. Nov. 23. Dez.
1906 20. Jan.
Sonnabend 1905 11. Nov. 9. Dez. 1906 6. Jan.
3. Febr.
3. März
31. März
*) von Sydney
Mittwoch 1905 8. Nov.
Dienstag 1905 31. Okt. 28. Nov. 26. Dez. 1906 23. Jan.
20. Febr. 28. Febr.
Sonntag 1905 29. Okt.
26. Nov. 24. Dez.
1906 21. Jan.
18. Febr.
6. Dez. 1906 3. Jan.
31. Jan.
B1
1
edrich⸗Wilhelmshafe Von Friedrich⸗Wilhe hahen hel
Nach Bedarf kann Melbourne, 88 angegebenen Abfahrtszeiten
n aus wir
186
d v ierteljährl e N. S. W., Brisbane, Keppe⸗ werden nach Möglichkeit eingehalten werden,
ich eine Anschlußverbindung nach Stephan e Bav (Rockhampton), jedoch sind in den Zwis
zort, Finschhafen (Langemackbucht), Townsville, Cairns, Moresby, chenhäfen Verschiebungen in den Ankunfts⸗
nach Adelaide
Dienstag 1905 12. Dez. 1906 9. Jan. 6. Febr. 6. März 3. April
1. Mai,
Sonnabend 1905 11. Nov. 9. Dez. 1906 6. Jan. 3. Febr.
3. März
Mittwoch 1906 3. Jan. 31. Jan. 28. Febr. 28. März 25. April
it Eisenbahn
en
’
Potsdamhaf Samarai,
und Abgangszeiten zulässig, je nach Verl
31. März 23. Mai
und Tamara (Seleo) unterhalten. Woodlark und Manila angelaufen werden auf der Reise.
Berichte von deutschen Fruchtmärkten. Qualität ,
gering
mittel
gut
Gezahlter Preis für 1 Dopp
elzentner
Verkaufte Menge
niedrigster
ℳ
höchster ℳ
1 niedrigster
;
höchster ℳ
ℳ
niedrigster höchster [Doppelzentner
ℳ.
Am vorigen Markttage
(S
Außerdem wurden am Markttage palte 1) nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
Allenstein. a.. Ostrowo i. P. Schneidemühl ZA11“” reslau. . reiburg i. Schl. ö Grünberg i. Schl. Neustadt O.⸗S. cher .. Imden
8.
Neuß. Schwabmünchen E- . werin i. M. Mülhausen i. E. Saargemünd
Meßkirch... Günzburg.. wabmün . Waldsee i. Wrttbg. Pfullendorf...
Allenstein. Thorn. Ostrowo i. P. Schneidem hl 1u1u“ Breslau. . Freiburg i. Schl. Glatz 2* 8 8 ünberg i. Schl. Neustadt O.⸗S..
e 82
15,00
16,00 16,00 16,00 14,00 15,90 15,50 16,20 15,10 16,00 14,15 16,95
16,80
15,00
16,10 16,00 16,60 15,00 16,10 16,00 16,20 15,20 16,20 14,15 16,95
15,75 15,20 16,20 16,40 16,60 15,10 16,20 16,00
15,50 16,30 15,35 17,22 15,80 17,20 17,20
18,00 17,60
I1 15,75 15,50 16,30 16,40 16,80 15,90 16,40 16,50
15,60 16,40 15,75 17,22 15,80 17,20 18,10
18,00 17,60
16,50 15,80 16,40 16,80 16,80 16,00 16,50 16,50 16,50 15,90 16,50 16,00 17,50 16,80 18,00
16,00 18,10
Kernen (euthülster Spelz,
17,60 16,80 18,30 16,60 18,12 17,30
13,88 13,30 13,80 14,40 13,40 13,90 14,20 13,80
14,50 14,50 14,40
18,00 17,60 18,70
ei zeu.
16,50 16,00 16,50 16,80 17,00 16,80 16.90 17,00 16,50 16.00 16,60 16,25 17,50 16,80 18,00
16,10 18,10
Dinkel, Fesen). 18,00 17,60 18,70
18,40
14,50 14,00 14,10 14,60 13,80 15,00 14,90 14,80 14,00 14,70 14,80
— 0.
. 8% 0809080 80
8bo 00. 0H0AD
—;'—q—9q—qq
*
855589
0 0 80 0 0 0
58