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“ 8 8 8 1“ zuschuß von 400 000 ℳ bewilligt worden ist. Der Rest der Baukosten wird durch Anleihe des Syndikats beschafft. Die Auf⸗ bringung der Kosten für die Verzinsung und Amortisation der Anleihe owie für den Betrieb und die Unterhaltung der Anlage geschieht nach bzug der Einnahmen durch die Gemeinden im Verhältnis der an⸗ Sessgeore Einwohner. 8 Der Tiefbrunnen und die Hauptleitungen befinden sich zur Zeit in Ausführung. Die Inbetriebsetzung der ganzen Anlage ist im Jahre 1909 zu erwarten. 1“
Verkehrsanstalten.
Laut Telegramm aus Cöln (Rhein) hat die dritte englische Post über Ostende vom 5. d. M. in Cöln den Anschluß an Zug 13 nach Berlin über Hannover nicht erreicht.
Theater und Musik.
Aenderung im Spielplan des Königlichen Opern⸗ hauses: Die für morgen, Sonnabend, angekündigte Aufführung von „Cosi fan tutte“ muß wegen Erkrankung des Fräuleins Dietrich aus⸗ fallen. Dafür werden „Der Barbier von Sevilla“, mit den Damen Herzog, Parbs, den Herren Naval, Hoffmann, Nebe, Mödlinger in den Hauptrollen, unter der Leitung des Kapellmeisters Dr. Strauß, und zum Schluß „Coppelia“ mit Fräulein Dell’'Era als Swanilda
eben. gs Im Königlichen Schauspielhause wird morgen, Sonn⸗ abend, „Götz von Berlichingen“ mit Herrn Matkowsky als Götz auf⸗
geführt. (Der Konzertbericht befindet sich in der Ersten Beilage.)
8
Mannigfaltiges. Berlin, den 6. Oktober 1905.
Der diesjährige (17.) Verbandstag der „Vereine zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit⸗ wurde vom 1. bis 3. Oktober in Magdeburg abgehalten. Seine Verhandlungen waren am ersten und zweiten Kage öffentlich. Am letzten Tage trugen sie den Charakter vertraulicher Besprechungen der Verbandsmitglieder. Wer diesen beigewohnt hat, berichtet die „Sozialkorrespondenz“, der die folgenden Mitteilungen entnommen sind, kann nicht umhin, den tiefen sittlichen Ernst und das reine Wollen der Männer und Frauen, die sich aus fast allen Teilen Deutschlands da zusammengefunden hatten, als wirksamen Hebel zur Förderung einer höheren Auffassung der individuellen wie der öffentlichen Pflichten auf dem Gebiete des Geschlechtslebens zu begrüßen. Wenn man die kleineren und größeren Schriften, die Flugblätter, Hefte, Bücher und die Verbandszeitschrift „Das Korrespondenzblatt“, die auf Veran⸗ lassung der „Allgemeinen Konferenz der deutschen Sittlichkeitsvereine“ seit Jahren herausgegeben worden sind und noch werden, durchsieht, wird man finden, daß sie bald zu allgemeinen Notständen, bald zu einzelnen Tagesfragen, die auf dem Gebiet der Sexualethik auf⸗ tauchen, Stellung nehmen. Man mag nun den verschiedenen positiven Vorschlägen zustimmen oder Bedenken ihnen gegenüber erheben, die Fülle der Anregungen und der Reichtum des gebotenen Stoffes gewährt einem jeden Belehrung über die weithin sich verschlingenden Wurzeln der beklagenswerten Erscheinungen, wie sie unser modernes Leben in seinen verborgenen Winkeln sowohl, wie auch in der vollen Oeffentlich⸗ keit unseres Straßenlebens, unserer „Kneipen mit Damenbedienung“ und schließlich mitunter auch unserer Schaufenster zeitigt.
In den Berichten und Rückblicken klangen natürlich noch lebhaft Reminiszenzen an die vorjährige Cölner Konferenz durch, die im Zeichen des Kampfes gegen den Schmuß in Wort und Bild stand, zu dessen Weiterführung bekanntlich der Schriftsteller Otto von Leixner den „Volksbund“ ins Leben gerufen hat. Die Pole der diesjährigen Verhandlungen bildeten die mehr und mehr sich wandelnden Anschauungen auf dem Gebiete der sexuellen Ethik. Sanitätsrat Dr. med. Brennecke (Magdeburg) hielt einen Vortrag über die Frage „Wie ist der Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten zu führen? Sanitätsrat Dr. med. Taube (Leipzig), ärztlicher Leiter des mustergültigen Leipziger Heims für uneheliche Wöchnerinnen und deren Kinder, sprach über „Frauenrecht und Kinderschutz’. Im ersten Vor⸗ trag wurde unter Betonung der Notwendigkeit, die böswillige und die arg fahrlässige Ansteckung zu einer strafrechtlich zu ahndenden Handlung zu erklären (unter Eheleuten nur auf Antrag des geschädigten Teils), und unter Befürwortung der Anzeigepflicht des Arztes, verbunden mit Heilungs⸗ zwang und Ausdehnung des Reichsseuchengesetzes auf die Geschlechts⸗
3 οα₰
krankheiten, die rein utilitaristische Haltung der deutschen Gesellschaft
zur Bekämpfung dieser Krankheiten angefochten, da sie auf die Not⸗
wendi keit der zu übenden Selbstzucht und Enthaltsamkeit nicht
9
111“ 1“ B“ 8 8 8 1“ 8 liegt ihnen fern. Nach einem hohen Ziele, wie es die Unterwerfung der tierischen Triebe im Menschen unter die Macht der Seele dar⸗ stellt, sollten alle Bekenner des Idealismus, gleichviel ob derselbe auf dem Boden der Kirche, der Humanität oder reinen Ethik wurzelt,
mit Hintanhaltung alles Trennenden ringen. 8
Kiel, 5. Oktober. (W. T. B.) Auf der Howaldtschen
.
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mit Nachdruck hinweise, vielmehr einzelne Mitglieder sogar die auch wissenschaftlich vexurteilte Bordellwirtschaft empföhlen. Die rein sachlichen Darlegungen Dr. Taubes schilderten die Wirk⸗ samkeit des Leipziger Systems der Beaufsichtigung der Ziehkinder, unter denen die unehelich geborenen einen großen Bruchteil ausmachen, der en. Vormundschaft und der erzieherischen Rückwirkung der liebevollen Pflege, wie sie uneheliche Mütter im Leipziger Asyl fänden, 1 2388 1 in dem ihnen die echte Mutterliebe eingepflanzt werde. Die menschen⸗ Werft ist heute nachmittag der für die Apenrader Reederei freundliche Würdigung der traurigen Lage vieler unverheirateten M. Jebsen gebaute Passagier⸗ und Frachtdampfer Mütter stach auf das wohltuendste ab von der Verherrlichung der „Marie“ von Stapel Te der Präsident des Reichsbank⸗ Mutterschaft quand-mòême, wie sie von einzelnen Damen jetzt im direktoriums, Wirkliche Geheime Rat Dr. Koch hielt die Taufrede. „Bund für Mutterschutz⸗ betrieben wird. In der Aussprache über Der Dampfer ist für die ostasiatische Fahrt bestimmt.
die Vorträge wurde die laxe Auffassung, wie sie in der Empfehlung 8 11“ 8 1 von Schutzmitteln gegen Ansteckung hier und da zu Tage tritt, mit Nürnberg, 6. Oktober. (W. T. B.) Wie der Bürgermeister von Schuh in der Magistratssitzung mitteilte, findet die Enthüllung
Nachdruck zurückgewiesen. Allerschärfste Verurteilung erfuhr die ü 1 — geradezu familienzerstörende Wirksamkeit der Propagandistinnen des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. am 14. November statt. der freien Liebe. Aus einem unseligen Doktrinarismus heraus, Zu dieser Feierlichkeit haben folgende Fürstlichkeiten ihr Erscheinen dem unverheiratete Frauen leicht verfallen, wenn sie im öffent⸗ zugesagt: Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, Ihre Kaiser⸗ lichen Leben stehen, ohne durch ernste Berufs⸗ oder ehren⸗ lichen und Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin, amtliche Arbeit mit dem wirklichen Leben Fühlung zu haben, Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin von werden Forderungen aufgestellt, die in ihrer letzten Folge nur zur Baden, der Prinz⸗Regent Luitpold, der Prinz und die Prinzessin Verrohung des männlichen und zur Verelendung des weiblichen Ge⸗- Ludwig, der Prinz Leopold und der Prinz Arnulf von Bayern. schlechts führen können. Ob der deutsch⸗evangelische Frauenbund ˖-——0 richtig gehandelt hat, mit dem Verbande fortschrittlicher Frauen⸗ Bamberg, 6. Oktober. (W. T. B.) Bei einem Gewitter⸗ vereine ganz zu brechen, bleibt eine offene Frage, da das Bekenntnis sturm, der seit 24 Stunden in der hiesigen Umgebung herrscht, zur freien Liebe nicht in dessen Programm gehört, sondern nur wurden zwei Personen vom Blitz erschlagen und eine Person Privatmeinung einiger meist unverebelichter Mitglieder ist, denen durch betäubt. besonnene Frauen doch wohl die Wage gehalten werden wird. “ 1
Die intimen Besprechungen bezogen sich auf die Förderung von Friedrichshafen, 6. Oktober. (W. T. B.) Gestern sind hier Soldatenheimen, deren Gründung zweckmäßig religiös gerichteten die Vertreter der Bodenseeuferstaaten zu einer meteorologischen Männer⸗ oder Jünglingsvereinen zu überlassen sei; habe doch der Ver⸗ Konferenz zusammengetreten, die über die Errichtung einer staat⸗ band der westdeutschen Jünglingsvereine bereits 11 solcher Stätten ge, lichen Drachenstation am Ufer des Bodensees zu beraten schaffen. Die „Viro“⸗Angelegenheit, die leider mehr und mehr besonders hat. Unter Leitung Professors Dr. Hergesell aus Straßburg sollen in den besser gestellten Schichten umsichgreifende Homosexualttät, die auch Drachenaufstiege über dem See ausgeführt werden. Die Teil⸗ mit Aufgebot großer Geldmittel die öffentliche Meinung für sich nehmer an der Konferenz waren gestern mittag Gäste Seiner zu gewinnen strebe, und die Verbreitung von Schutzmitteln für Ehe⸗ Majestät des Königs von Württemberg. “ leute zur Verhinderung der Konzeption wurden schließlich noch erörtert. hüeg scpeh be 8 Aus alledem geht hervor, daß die 18 Vereine und die geistigen Leiter Paris, 5. Oktober. (W. T. B) Die Internationale der Bewegung, die beiden Pfarrer Liz. Weber und Liz. Bohn, die Tuberkulosevereinigung eröffnete heute die vierte Tuber⸗ Augen offen haben und daß sie sich bestreben, Willenskräfte im Volke kulosekonferenz unter dem Vorsitz des Professors Brouardel⸗ auszulösen, die der umsichgreifenden Verwirrung in den Sittlichkeits⸗ als Generalsekretär fungierte der Professor Dr. Pannwitz⸗ begriffen Einhalt zu tun vermögen. Die gegen die Sittlichkeitskonferenz erlin. An der Konferenz sind 21 Länder beteiligt. Deutscherseits sind von manchen Seiten erhobenen Bedenken, daß in ihren Kreisen die die Professoren Dr. von Leyden, Dr. Fraenkel und Dr. Behring evangelische Konfessionalität zu stark betont werde, und daß die fast anwesend. Eine Organisation mit dem Sitz der Verwaltung ausschließliche Beteiligung der Geistlichen dem Ganzen den Stempel in Berlin wurde durch neues Statut einstimmig angenommen. — des Pastoralen aufdrücke, dürfte schon durch die Erwägung entkräftet Der Präsident Loubet wohnte heute nachmittag der Einweihungs⸗ werden, daß es doch unseren Geistlichen nicht zum Vorwurf, sondern feier für das Sanatorium Montigny im Departement zur Ehre gereicht, den Kampf mit Nachdruck seit etwa 20 Jahren Du Nord bei; das Sanatorium wurde mit einem Kostenaufwande von aufgenommen zu haben. Daß dadurch die Ausdrucksweise eine etwas 3 Millionen Franks erbaut, die aus einer Lotterie gewonnen wurden. salbungsvolle wurde, ist ganz ertlärlich, denn jeder Stand redet In der Besleitung des Präsidenten befanden sich mehrere ausländische seine eigene Sprache: der Jurist eine andere als der Künstler, der Teilnehmer am Tuberkulosekongreß. (Vgl. Nr. 235 d. Bl.) Arbeiter eine andere als der Geschäftsmann, der Arzt eine andere als Im Speisewagen des Eisenbahnzuges wurde auf der Hinfahrt ein der Pfarrer. Da, wo ähnliche Bestrebungen im Laufe der letzten Frühstück gegeben. Hierbei sprach der Professor Dr. Behring von Jahre aufgetaucht sind und sich in Vereinen konsolidiert haben, finden seinen Arbeiten über die Tuberkulose und kündigte an, daß er am sie gern Anerkennung und Bundesgenossenschaft bei den Sittlich. Sonnabend in der Plenarversammlung des Kongresses darüber einen keitsvereinen im engeren Sinne. Auch eine Identifizierung des Vortrag halten werde. Programms ist dabei gar nicht einmal wünschenswert, denn gerade in der Differenzierung liegt die Gewähr, daß das Bologna, 6. Oktober. (W. T. B.) Heute früh 2 Uhr schwierige Problem von den verschiedensten Seiten angegriffen 26 Minuten wurde hier ein heftiger Erdstoß verspürt, der zwei wird und die meisten Kräfte zu seiner Lösung mobil gemacht werden. Sekunden dauerte und von starkem Getöse begleitet war. Die Stellen zur Bekämpfung des Mädchenhandels, die „Freundinnen — junger Mädchen“, der Verband der deutschen Zweigvereine der St. Petersburg, 6. Oktober. (W. T. B.) Heute morgen abolitiomstischen Föderation, der „Deutsche evangelische Frauenbund“, ist in der Meschtschanskaja ein im Bau befindliches fünfstöckiges der akademische Bund „Ethos“, die medizinischen Hochschullehrer, die mit Gebäude eingestürzt. Unter den Trümmern sind 100 Arbeiter ihrer wissenschaftlichen Autorität den Kampf gegen die Unsittlichkeit decken, begraben; bisher sind nur sieben schwerverletzt geborgen
worden. 8
fanden ungeteilte Anerkennung, die sogar in einem votierten Dank an die Professoren Gruber (München), von Düring (Kiel) und Frau Scheven, die Vorsitzende der deutschen abolitionistischen Föderation, zum Ausdruck kam. Die Worte, die Liz. Bohn, der Generalsekretär der Konferenz, der außerhalb dogmatischer Kirchlichkeit gewachsenen d 2 Religiosität bei Besprechung verwandter Bestrebungen widmete, waremn epeschen.
ein Zeugnis für den guten Willen zu treuer, gemeinsamer Arbeit. Bern, 6. Oktober. (W. T. B.) Die Bundes⸗ Dafur, daß auch innerhalb der Sittlichkeitsvereine das ärztliche versammlung hat das Gesetz, betreffend die Errichtung Element jetzt mehr als sonst zu Worte kommt, zeugen die beiden Haupt⸗ iner Nationalbank, in der Schlußabstimmun enehmigt vorträge der diesjährigen Tagung. Auch die Frauen werden jetzt zu den einer Nat; Fatinnaf Schlußabsf 27. g ig Verhandlungen rückhaltloser als sonst herangezogen; der Ton ist ein und zwar im Nationalrat mit 90 gegen 9 Stimmen, im frischerer geworden, der die Verblümtheiten der Prüderie überwunden Ständerat einstimmig.
hat. Die Wahrung des evangelischen Standpunktes innerhalb der Vereine felbst ist aber schließlich deren gutes Recht. Engherzigkeit
Nach Schluß der Redaktion eingegangene
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Gipoachimo Rossini.
2
8 8
Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern⸗ haus. 207. Abonnementsvorstellung. Der Barbier von Sevilla. Komische Oper in 2 Aufzügen von
Dichtung nach Beaumarchais, on Cesar Sterbini, übersetzt von Ignaz Kollmann.
Coppelia. Phantastisches Ballett in 3 Aufzügen von Ch. Nuitter und A. Saint⸗Leon. Musik von Leo Delibes. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 130. Abonnementsvorstellung. Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Schauspiel in 5 Aufzügen von W. von Goethe Regie: Herr Oberregisseur Grube. Anfang 7 Uhr.
Sonntag: Schauspielhaus. 131. Abonnements⸗ vorstellung. Der Schwur der Treue. Lustspiel in . von Oskar Blumenthal. Anfang 4 ½⅔ r.
Neues Operntheater. 43. Vorstellung. Die Räuber. Ein Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller. Anfang 7 Uhr — Der Billettvorverkauf hierzu findet an der Tageskasse des Königlichen Schauspielbauses gegen Zahlung eines Aufgeldes von 50 ₰ für jeden Sitzplatz statt. 1
1 88
Berliner Theater. Demnächst Eröffnungs⸗ vorstellung. Andalosia. Dramatisches Gedicht in 5 Akten von Florian Endli. Vorverkauf täglich von 10 bis 2 Uhr. 168
Lessingtheater. Zum ersten Male: Stein unter Steinen. Schau⸗ spiel in 4 Akten von Hermann Sudermann.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. — Abends 8 Uhr: Stein unter Steinen.
Montag, Abends 8 Uhr: Stein unt
Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr:
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Schillertheater. o. (Wallnertheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Flachsmann als Er⸗ zieher. Komödie in 3 Aufzügen von Otto Ernst.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Traum ein Leben. — Abends 8 Uhr: Flachsmann als Er⸗
zieher. Montag, Abends 8 Uhr: Flachsmann als Er⸗
zieher.
N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Zum Einsiedler. Lustspiel in 1 Aufzuge von Benno
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Jacobson. Hierauf: Augen rechts! Komödie in 3 Akten von Jon Lehmann.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Ehre. — Abends 8 Uhr: Zum Einsiedler. Hierauf: Augen rechts!
Montag, Abends 8 Uhr: Hierauf: Augen rechts!
*
Theater des Westens. (Station Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Bei kleinen Preisen: Iphigenie auf Tauris. — Abends 7 ½ Uhr: Der Opernball.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Undine. — Abends 7 ½ Uhr: Der Opernball.
Montag: Der Opernball.
Dienstag (4. Vorstellung im Dienstags⸗Abonne⸗ ment): Die Regimentstochter.
Mittwoch: Die lustigen Weiber von Windsor.
Zum Einsiedler. “ 1112“*“
Neues Theater. Sonnabend: Ein Sommer⸗
nachtstraum. Anfang 7 ½ Uhr. Sonntag und folgende Tage: nachtstraum.
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.)
abend: Der Familientag.
Ein Sommer⸗
Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Höhle des Löwen. Schwank in 3 Akten von M. Hennequin und P. Bilhaud.
Sonntag und folgende Tage: Die Höhle des Löwen.
V Nachmittags 3 Uhr: Seine Kammer⸗ zofe.
Thaliatheater. 72/73.)
(Dresdener Straße
V Direktion: Kren und Schönfeld. Sonnabend, Abends
8 Uhr: Bis früh um Fünfe! Schwank mit Gesang in 3 Akten von Jean Kren und Arthur
Lippschitz. Musik von Paul Lincke. . Senen und folgende Tage: Bis früh um
Fünfe!
8 Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Charleys Tante. Zentraltheater. Sonnabend, Nachmittags ZUhr:
Bei kleinen Preisen: Gastspiel des Löwe⸗ Ensembles. I. klassische Schülervorstellung:
Die Räuber. (Schüler und Schülerinnen zahlen auf allen Plätzen 60 A.) — Abends 8 Uhr: Zur indischen Witwe. Operette in 3 Akten von
J. Schnitzer und Siegmund Schlesinger. Musik von
Oskar Straus. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. — Abends 7 ½ Uhr: Zur indischen Witwe. Mittwoch, den 11. Oktober, Nachmittags 4 ½ Uhr: Kindervorstellung. Prinzeßchen Goldtraut.
Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrichstraße) Sonnabend: Madame Torera. (Madame L'ordonnancçe.) Schwank in 3 Akten von Jules Chancel. Deutsch von Max Schönau. Anfang 8 Uhr.
Sonntag und folgende Tage: Madame Torera.
Sonntag, Nachmittags: Das Ende der Liebe.
Konzerte.
Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Liederabend von Luise Geller⸗Wolter. Mit⸗ mirkung: Dr. Heinrich Potpeschnigg (Klavier).
Saal Bechstein. Sonnabend, Abends 7 ⅞ Uhr: Lieder⸗ und Duettabend von Margarete Brieger⸗Palm und Eugen Brieger.
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Beethoven⸗Saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Konzert von Else und Cäcilie Satz (Klavier) mit dem Philharmonischen Orchester (Dirigent: August Scharrer).
Königliche Hochschule für Musik, Theater⸗ saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Konzert von Miß Alice Venning (Gesang), Frau Lily Henckel (Pianoforte) und Fritz von Bose (Pianoforte).
—
Zirkus Albert Schumann. Sonnabend, Abends präzise 7 ½ Uhr: Dritte Grande Soirée High Life. Die beliebte jugendliche Schul⸗ reiterin Fräulein Dora Schumann. Neu: Das einen halben Saltomortale schlagende Pferd. Neu: Miß Cashmore. Neu: Miß Alice. Neu: Les Romanis. Neu: Pépé & Jstrome. Die phänomenalen John und Louis
Boller mit ihrem noch nie gesehenen Vor⸗
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und Rückwärts Saltomortale mit dem Zwei
rad. Die neuesten Originalschul⸗ und Frei⸗ heitsdressuren des Direktors Albert Schu⸗ mann. Ferner: Sämtliche neuengagierten Spezialitäten. Zum Schluß: Zum 8. Male: Der Tag des Englischen Derby. Das Leben und Treiben nach dem Original auf das glänzendste in⸗ szeniert vom Direktor Albert Schumann. Be⸗ sonders hervorzuheben: Im II Akt: Das Rennen.
Sonntag: Zwei Vorstellungen: Nachmittags 3 ½ Uhr (ein Kind frei) und Abends 7 ½ Uhr. In beiden Vorstellungen, Nachmittags und Abends: Der Tag des Englischen Derby.
Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Stefanie von Schweinichen mit Hrn: Leutnant Kurt Spemann (Stuttgart — Berlin). — Frl. Elsa Schauwecker mit Hrn. Leutnant Ulrich von Hirsch (Berlin — Te⸗ of). — Frl. Margarete von Schmidt mit Hrn. Ge⸗ richtsassessor Dr. Werner von Brünneck (Berlin). — Flrl. Elisabeth Hildebrand mit Hrn. Leutnant Gerhard Schröder (Berlin —Neisse). b
Verehelicht: Hr. Leutnant Werner von Koschembahr mit Frl. Else Lehmann⸗Nitsche (Nitsche). — Hr. Regierungsassessor Leo von Busse mit Frl. Marie von Prittwitz und Gaffron (Görlitz). — Hr. Leutnant Siegfried Schoenbeck mit Frl. Marie Riegel (Perleberg). — Hr. Oberleutnant Kurt von Lewinski mit Frl. Erni Kulenkampff (z. Zt. Wiesbaden). — Hr. Pastor Heinrich Pachali mit Frl. Gertrud Kawerau (Kohlow — Berlin).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Rexgierungsassessor von Heyden (Marienwerder). — Eine Tochter: Hrn. Charles Rauch (Wendischhof i. Meckl.).
Gestorben: Hr. Hauptmann Siegfried von Unger (Charlottenburg). — Fr. Marie von Lippa, geb. von Mikusch⸗Buchberg (Brieg).
Verantwortlicher Redakteur: Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraß Nr. 32.
Sieben Beilagen einschließlich Börsen⸗Beilage).
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1 in den Zuckerfabriken und amtlichen Auf Grund der Bestandsübersichten, welche von den Fabrikinhab
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Berlin, Freitag den 6. Oktober
Niederlagen des deutschen Zollgebietes am 31. August 1905.
ern und Niederlageämtern eingesandt wurden, zusammengestellt im Kaiserlichen Statistischen Amt.
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17,04
18,00 17,69 17,70
14,63 13,10
14,62 14,85
14,90 14,32
15,50 14,90
12,50 13,63 13,50
13,82 14,94
F.
& S8 090
28
SEsS
88&☛,8 80 80 50 80
4. 10. 28. 9.
23. 9.
28. 9. 29. 9.
chschnittspreis wird aus den unabgerundeten Za
den letzten sechs Spalten, daß entsprechender
1111111ö6b6e66;