den Charakter des Pseudomarquis geformt, der alle Kräfte anspannt, um mit unerlaubten Mitteln sich die materielle Freiheit zu erkämpfen. Diesem Manre, dessen Seele von Menschenverachtung und Selbstvergötterung überquillt, ist ein anderer gegenübergestellt,
Möglichkeit eines kostenlosen Heilverfahrens zu erhalten. Ganz Weiterversicherung
Spani besonders dringend ist diese freiwillige Spanien versicherungs⸗ “ 1“
England.
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Erste Beilage zeiger und Königlich Preußischen
Berlin, Donnerstag, den 14. Dezember
Frauen, die infolge der Verheiratung aufhören, pflichtig zu sein, ans Herz zu legen. Die gleichen Vorteile kann sich dem das Schicksal schon durch die Geburt eine hohe, unabhängige eine große Zahl nicht versicherungspflichtiger Personen durch Selbst⸗ Stellung in der Gesellschaft gesichert hat; leider fehlt diesem aber die versicherung sichern. Sie kommt insbesondere bei allen noch nicht geistige Freiheit, seine Vorzüge zu eigenem und seiner Mit- 40 Jahre alten kleinen Gewerbetreibenden in Betracht, deren Lage menschen Nutzen zu verwerten. So wie Wedekind die beiden nicht selten viel unsicherer ist als die der dauernd beschäftigten Lohn⸗ gegensätzliche Naluren gezeichnet hat, wirken sie krankhaft arbeiter. Auch hier genügen wenige Mark jährlich, um sich die Vor⸗ und unnormal. Der betrogene Betrüger aber, den beim teile der Versicherungsgesetzgebung zu sichern. Die beiden Merkblätter, Zusammenbruch seiner Scheinexistenz alles kaltherzig verläßt, findet die in klarer, knapper Weise die Vorteile und Wege der Weiter⸗ an der Leiche seiner sklavisch getreuen Gefährtin nur noch den Mut versicherung zeigen, sind von der Landesversicherungsanstalt Branden⸗ zu einer “ S mit 1 v. hte den ge⸗ burg zu beziehen. sprochen ist. ie zerfahrene Handlung bewegt si urchgängig in c “ Proschen in denen jder sein 1 Gesicht ebensowenig zeigt, wie er Die Gesellschaft für „alkoholfreie Wirtschaften und seinen wahren Namen trägt. Glücksritter und Bohsmiens mit ihrem Heime“ hat gestern im Hause Jägerstraße 11 unter dem Namen 8 “ Anhang füllen die Szene; sie sind 58. 188 1.S geschildert, “ “ 41 Die eutsche eich. aber so willkürlich, daß die Zeichnung überall in burleske Verzerrungen aume sind geschmackvoll eingerichtet und enthalten auch ein Damen⸗ b ickni ; 8 3 1 1 8 8 ausartet, und 1 dehüger deren sie sich bedienen, und ein Schreibzimmer. Die Speisekarte weist neben Fleischspeisen Verzeichnis der Doktoringenieurpromotionen an der Großherzoglichen Technischen Hochschule zu Darmstadt im Sommerhalbjahr 1905. erregten oft genug gerechten Unwillen. — Gespielt wurde durchweg auch vegetarische Gerichte auf. Ein Trinkzwang besteht nicht. 8 =— — 1 ccʒea- 88 gut. Nur Frank Wedekind, der selbst die Titelrolle gab, vermochte b 4“ 8 1 Segn 88 ehn
Im wissenschaftlichen des Promovierten. Diplomprüfung.
den gleißenden Zauber dieser abenteuerlichen Gestalt nicht recht z3 Im — eranschaulichen; sein Dialog zeichnete sich zwar durch Klarheit und straße) finden nur noch wenige Wiederholungen des Vortrags „Im Schärfe, aber auch durch kühle Sachlichkeit aus. Den unglück. Lande der Mitternachtssonne“ statt, da zu Weihnachten der neue Vor⸗ und Zuname. lichen Sittenprediger spielte Hans Kuhnert mit mehr Gut⸗ Vortrag „Am Golf von Neapel“ zum eisten Male gehalten werden Ort und Zeit der Geburt. mütigkeit als wirklichem Ernst; deshalb wirkte diese Figur auch durch⸗ soll. Am Sonnabendnachmittag findet noch einmal eine Wiederholung Heimatsort. gängig parodistisch. Mit zutreffender Charakteristik wurden die beiden zu kleinen Preisen des Vortrags „Tierleben in der Wildnis“, aus⸗ Frauenrollen gezeichnet. Ellen Neustädter erfüllte die Gestalt der bis gestattet mit Momentbildern des Afrikareisenden C. G. Schillings, statt. uchung wieder aufgehoben. in den Tod getreuen Molly mit warmer Innerlichkeit; Marietta Olly Schweden bot gleichfalls eine tadellose Leistung als kaltherzige, von Stufe zu 2 3 1 11““ b . 8 Stuse steigende Lebenskünstlerin. Auch die Episodenrollen wurden Nach einer Bekanntmachung des Königlich schwedischen Kommerz⸗ scharf und lebenswahr charakterisiert, sodaß stets ein bühnenwirksames kollegiums vom 5. d. M. ist das Königreich Sachsen für frei Zusammenspiel zustande kam. “ von Rotz oder Springwurm erklärt worden. R.⸗Anz. vom 28. März d. J. — Nr. 75. ““
den Vereinigten Staaten beö11ö1ö1“
dem Congo ..
Mexiko 6
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Frankreich. 1 50
den Niederlanden 40 1 820
8
1905
Amtlliches.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Portugal.
Durch eine im Diario do Governo Nr. 278 veröffentlichte Verfügung des Ministeriums des Innern vom 6. d. M. find die Herkuͤnfte aus den Provinzen Ost⸗ und Westpreußen, einschließlich derjenigen aus Thorn, Kulm, Graudenz, Marienwerder und Rastenburg für rein von Cholera erklärt worden. (Vergl. „R.⸗Anz.“ vom 18. September d. “
Türkei.
Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel hat die für “ von Alexandrien angeordnete ärztliche Unter⸗
Studiengang.
Besuchte Hochschulen (Technische und sonstige einschl. der Universitäten). Zeit des Besuchs.
Theater der „Urania“ (Tauben⸗ Dissertation.
Anstalt. Datum der Ausstellung.
Fachrichtung. Hochschule.
8 1- b rlag bezw. Zeitschrift. Datum des Diploms. FEeea e abcla aeha. ngenieur⸗
diploms.
Eduard Boos, geboren am 5. Juli 1877 zu Mainz. Heimatsort:
Großherzogliches Ostergymnasium ju Mainz.
2. August 1895.
8 8 “
Technische Hochschule zu Darmstadt Bauingenieurwesen. von Herbst 1895 bis Herbst 1899 Tcechnische Hochschule
und im Wintersemester 1902/03. zu Darmstadt.
29. Juli 1903.
16“ 8 8
„Berechnung räumlicher Fachwerke mittels des Projektionsverfahrens.“ Druck von Karl Thevers Druckerei
in Mainz.
Referent: Geheimer Baurat, Professor
Landsberg.
Korreferent: Geheimer Hofrat, Professor 8. Dr. Henneberg. 88 „Ueber Beziehungen zwischen elektro⸗ lyvtischen Vorgängen und der
Elektrodentemperatur.“
Druck von Wilhelm Knapp
in Halle.
Referent:
WT“ 2.— 2 2 8 ö 5 aa Metz, 13. Dezember. (W. T. B.) Heute früh ereignete 8 Professor Dr. Dieffenbach. im Artilleriedepot auf der Feste „Kronprinz, k A 1 Korreferent⸗ 1 mosel eine Explosion, durch die vier Arbeiter schwer Geheimer Hofrat, Professor
zwei leicht verletzt wurden. Die Entstehungsursache ist noch nicht Dr. Staedel. 4 zufceklärt. Zur Berechnung räumlicher Fach⸗
werke: „Allgemeine Formeln für statisch bestimmte und insbesondere statisch unbestimmte Kuppel⸗, Zelt⸗ I und Turmdächer.“ Verlag von Wilhelm Ernst u. Sohn in Berlin. Referent: Geheimer Baurat, Professor Landsberg. 8 Korreferent: Geheimer Hofrat, Professor Dr. Henneberg. „Großstadterweiterungen. Ein 8 Beitrag zum heutigen Städtebau.“ iu Darmstadt. Vandenhoeck u. Ruvprecht, 14. März 1905. Göttingen. 8 1. Referent:
“ Geheimer Oberbaurat, Professor I Hofmann. Korreferent:
Professor Walbe.
9 8 4 Osnabrück, 13. Dezember. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: s Heute vormittag 9 Uhr 45 Minuten ist zwischen Station Bothe 8 8 und Lemförde beim Blockdrohne in kmö 150,5 der Bahnlinie Osnabrück—Bremen der Güterzug 6469 mit 20 Wagen ent⸗ gleist. Beide Hauptgleise sind gesperrt, der Personenverkehr wird durch Umsteigen in der Unfallstelle aufrecht erhalten. Eingleisiger Betrieb wird voraussichtlich heute abend noch eintreten. Personen sind nicht verletzt.
Mainz.
Im Königlichen Opernhause findet mergen, Freitag, eine Wiederholung des „Roland von Berlin“, Oper in vier Akten von R. Leoncavallo, statt. Die Herren Grüning, Hoffmann, Knüpfer, Lieban, Wittekopf, die Damen Destinn, von Scheele⸗Müller und Parbs sind Träger der Hauptrollen. u“
Im Theater des Westens wird als nächste Novität die Operette „Das Schützenliesel“ vorbereitet, die seit Anfang Oktober im Wiener Karltheater gegeben wird. b
Im Zentraltheater findet am Sonnabendnachmittag eine Weihnachtskindervorstellung statt. Gegeben wird, neu einstudiert, das Mältchen „Schneeweißchen und Rosenrol“, bestehend aus 4 Bildern: „Der verzauberte Bär“, „Der böse Zwerg', „Am Weihnachtsabend“ und „Erlösfung und Schlußapotheose“. Als Einlagen sind ein Gnomentanz und ein Lachcouplet von Karl Schulz besonders hervor⸗
Verkehrsanstalten. —
Nach einer amtlichen Meldung aus Königsber i. Pr. ist der Personen⸗ und Güterverkehr mit Ru⸗ land über Wirballen auf der Strecke Walke—Riga der Pskow⸗Rigaer Bahn, Güterverkehr nach Station Charkow der Kursk Charkow⸗ Ssewastopoler Bahn und darüber hinaus nach Station Ssimbirsk nur für Sendungen nach der Melekeßschen Zufuhrbahn gesperrt. Wieder eröffnet ist der Güterverkehr über Wirballen mit Altschewekoje der Jekaterigenbahn, Warschau —Obwodnaja der Weichselbahn und mit der Strecke⸗ Dwinsk—Witebsk der Riga⸗ Oreler Bahn. 1“
Nach amtlicher Mitteilung der Güterabfertigungsstelle Wirballen ist der Zugverkehr der Riga⸗Oreler Bahn über Dwinsk und Koschedary gesperrt. Nach der gesperrten Strecke sind Güter nicht anzunehmen, rollende anzuhalten und den Versendern zur Ver⸗ fügung zu stellen. Fahrkarten nach Stationen der Riga⸗Oreler Bahn über Dwinsk und Koschedary sind nicht zu ver⸗
kaufen. — Güter nach Sosnowice W.⸗W. und Uebergang sind B g wieder anzunehmen, 859 ist zu beachten, daß der Ver⸗ Amtlich wird gemeldet: Auaf dem Güterbahnhof Frank⸗
kehr über Warschau hinaus und mit den Stationen der Petersburg⸗ furter Allee überfuhr heute vormttag t Uhr der voom eefbee⸗ Warschauer Bahn, der Weichselbahn vnd der Moskau⸗Brester des von Moabit nach dem öö ar Bahn aufgenommen ist. Mit Stationen anderer Bahnen ist der zuges 9077 das auf Halt stehende Ausfahrtssigna v streifte 8 ei den Verkehr über Sosnowice W⸗W. noch gesperrt. Nach Mitteilung gleichzeitig in der Ausfahrt auf FiCtsn herg, richs⸗ der Betriebsdirektion der Warschau⸗Wiener Bahn sind Güter an die felde aus einem Nebengleise des Bahnhofs begriffenen
1 eee. vt. “ 8 üt . ß die beiden le Wagen dieses erke Huldsch Taus cie nicht anzunehmen. Güterzug 9544 derart, daß die beiden letzten Wag “ “ eh Zuges, ein Packwagen und ein Güterwagen, ent⸗
gleisten und umstürzten. Beide Güterzughauptgleise wurden gesperrt. Der Betrieb wurde durch Leitung über den Süd⸗ ring aufrecht erhalten; gegen 9 ¼ Uhr Vormittags waren beide Gleise wieder betriebsfähig. Der Zugführer und zwei Bremser, die sich in dem umgestürzten Packwagen befanden, haben anscheinend nur leichte Verletzungen erlitten. 8 1
8
Wilhelm Moldenhauer, Großberzogliche Technische schul — stad V 8 E 2 6 geboren am 16. Februar 1874 Oberrealschule zu Worms. von n s Harmßgodt Cenie elegease mr). izu Solingen. 15. Oktober 1894. zu Darmstadt Heimatsort: Darmstadt. v4““ . “ 12. Juli 1902.
Mit Auszeichnung
Hamburg, 13. Dezember. (W. T. B.) Wie die Woermann⸗ 1 bestanden.
Linie mitteilt, ist der Dampfer „Prinzregent“ mit dem General von Trotha an Bord heute mittag von Antwerpen nach Ham⸗ burg abgegangen. Der Dampfer läuft keinen Zwischenhafen an und trifft morgen abend im Hamburger Hafen ein.
a 6 Friedrich⸗Werdersches Universität zu Breelau 8 Bauingenieurwesen. geboren am 11. Februar 1874 Gymnasium zu Berlin. von Ostern 1892 bis Ostern 1893; Technische Hochschule Davos, 13. Dezember. (W. T. B.) Das “ 24. März 1892. Technische Hochschule zu Berlin zu Berlin. Wilbhelm II.⸗Haus“ der deutschen Heilstätte Davos i es Rc8s von Ostern 1893 bis 1898. 5. November 1902. heute durch den deutschen Konsul Burchard eröffnet worden. 1 1“
Leon Sachs, 8 3 12. Juli
Gut bestanden. 1905.
Mannigfaltiges. “ Berlin, den 14. Dezember 1905.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen. 1—
Petersburg, 14. Dezember. (Meldung der „St. Petersburger Telegraphenagentur“.) Der Reichsrat hat heute dem Gesetz, betreffend die Ausstände, zugestimmt.
St. Petersburg, 14. Dezember. (Meldung der „St. Petersburger Telegraphenagentur“.) Von den telegra⸗ phischen Verbindungen St. Petersburgs arbeiten heute nur die Linien Moskau, Reval, Kiew, Pskow, Nowgorod, Archangelsk, Narwa. Die Verwaltungsgebäude der Telegraphie sind militärisch besetzt. In der Postverwaltung ist der Aus⸗ stand erheblich schwächer geworden; heute arbeiten alle Sektionen. Der Postverkehr nach dem Süden ist noch nicht im Betriebe. u““
“ 8 v“ Ludwig Hercher, geboren am 11. August 1874 zu Gera. Heimatsort: Münster i. W.
26. September 1 1905.
Technische Hochschule
Technische Hochschule zu Berlin von Ostern 1892 bis Juni 1896.
11“ 8 1“ Realgymnasium zu Gera.
Theater und Musik. 21. März 1892.
Kleines Theater.
Der „Marquis von Keith“, ein älteres Schauspiel Frank Wedekinds, fand gestern bei seiner ersten Auffübrung im Kleinen Theater nur eine matte eüäse. 1n Nach 8 Feischeüssen bertsät⸗
vpeder eisiges Schweigen oder in den schwachen Beifall mischte 8 8 1.“ .S2 An Geist Witz gebricht es Merkblätter über Weiterversicherung. Der Borstand der auch diesem Werke nicht. Die Reden des „Marguis von Landesversicherungsanstalt Brandenburg hat über die Weiterversiche⸗ Keith“, einer Hochstaplernatur, sind mit glänzenden Wendungen rung und über die Selbstversicherung zwei Merkblätter herausgegeben, und paradoxen Einfällen vollgepfropft; der Mann spricht die dringender Beachtung empfohlen werden können. Die frei⸗ so verwegen, wie er handelt, und die tollen Sprünge seines Witzes willige Weiterversicherung ermöglicht es Personen, die aus der ver⸗ gleichen Seiltänzerkunststücken, deren Wirkung auf das Publikum oft sicherungspflichtigen Beschäftigung ausscheiden, sich mit einem
Mutmaßliche Ergebnisse der Rübenverarbeitung in dem Betriebsjahr 1905/1 906. ährten Befugnis Zusammengestellt im Kaiserlichen Statistischen Amt. EEE
— einer verschiedenen Abstufung der Hebung gelangenden
Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der E v5 „ (Fortsetz 8 Prozente der staatlich veranlagten ce⸗
“
nug um Haaresbreite zwischen Bewunderung und Verstimmung Kostenaufwande von nur 1,40 ℳ im Jahre nicht nur den An⸗ schwenkt. Unstet und sprunghaft wie die Sprache, und Invalidenrente, sondern auch die
hat Wedekind auch
spruch auf Alters⸗
Theater. Königliche Schauspiele.
haus. 270. Abonnementsvorstellung. Der Roland von Berlin. Oper in 4 Akten. Dichtung und Musik, unter Benutzung des gleichnamigen Romans von Wilibald Alexis von R. Leoncavallo. Deutsch von Georg Droescher. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Muck. Regie: Herr Oberregisseur Droescher. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 196. Abonnementsvorstellung. Der Schwur der Treue. Lustspiel in 3 Aufzügen von Oskar Blumenthal. Regie: Herr Regisseur Keßler.
Anfang 7 ½ Uhr.
Sponnabend: Opernhaus. 271. Abonnements⸗ vorstellung. Fra Diavolo. Komische Oper in 3 Akten von Auber. Text von Eugoͤne Scribe, bearbeitet von Karl Blum. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 197. Abonnementsvorstellung. Zum ersten Male: Venus Amathusig. In 3 Aufzügen von Max Dreyer. Anfang 7 ½ Uhr.
Neues Operntheater. Sonntag: 53. Vorstellung. Hänsel und Gretel. Märchenspiel in 3 Bildern von Engelbert Humperdinck. Text von Adelheid Wette. — Die Puppenfee. Pantomimisches Ballett⸗ divertissement von Haßreiter und Gaul. Musik von Joseph Bayer. Anfang 7 ½ Uhr. — Der Billett⸗ vorverkauf hierzu findet an der Tageskasse des König⸗ lichen Opernhauses gegen Zahlung eines Aufgeldes
von 50 ₰ für jeden Sitzplatz statt.
Freitag: Opern⸗
Deutsches Theater. Freitag: Der Kauf⸗
mann von Venedig. Sonnabend: Der Kaufmann von Venedig.
Berliner Theater. Freitag: Der Geigen⸗ macher von Cremona. — Der G'wissenswurm.
Sonnabend: Der Geigenmacher von Cremona. Anne⸗Marie.
Lessingtheater. Freitag, Stein unter Steinen.
Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: Die Wildente.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. — Abends 8 Uhr: Stein unter Steinen.
Abends 8 Uhr:
Schillertheater. o. (Wallnertheater.
— Abends 8 Uhr: Wanjuschins Kinder.
ama in 4 Akten von S. A. Natdjonow. Deutsche rbeitung von Hans Kaufmann und Max Lie.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Wanjuschins Kinder. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Nora. — Abends 8 Uhr: Die Braut von Mefssina.
N. (Friedrich Wilbelmstädtisches Theater.) Freitag, Abends 8 Uhr: Zapfenstreich. Drama in 4 Aufzügen von Franz Adam Beyxerlein. 8ö Abends 8 Uhr: Gyges und sein ing.
Nachmittags 3 Uhr: Crainquebille. — Die Bäuerin. — Abschied vom Regiment. — Abends 8 Uhr: Flachemann als Erzieher.
Theater des Westens. (Station Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Freitag (bei aufgehobenem Abonnement): Der Zigeunerbaron. 1 Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Bei kleinen Preisen: Schlaraffenland. — Abends 7 ½⅞ Uhr: Zweites Gastspiel von Florencio Constantino. Die
Hugenotten. 1 Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben T reisen:
Die Zauberflöte. — Abends 7 ¾ Uhr: Der Opern⸗ ball.
Komische Oper. Freitag: Hoffmanns zählungen. Anfang 8 Uhr. . Sonnabend: Hoffmanns Erzählungen.
Er⸗
Neues Theater. Freitag: Ein Sommer⸗
nachtstraum. Anfang 7 ½ Uhr. Sonnabend und folgende Tage: Ein Sommer⸗ nachtstraum.
[Cuftspielhaus. (Friedrichstraße 238.) Freitag: Nemesis. Nachmittags 3 ½ Uhr: Das böse
Sonnabend, Prinzeßchen. — Abends 8 Uhr: Der Familientag.
Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Freitag, Abends 8 Uhr: Der Prinzgemahl. Lustspiel in 3 Akten von Leon Fanrof und Jules Chancel. Deutsch von Wilhelm Thal.
Sonnabend und folgende Tage: Der Prinz⸗ gemahl.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Schlafwagen⸗ kontrolleur.
Thaliatheater. Direktion: Kren und Schönfeld.
(Dresdener Straße 72/73.) „Freitag, Abends
8 Uhr: Bis früh um Fünfe! Schwank mit
Gesang in 3 Akten von Jean Kren und Arthur Lippschitz. Musik von Paul Lincke. 8 Sonnabend und folgende Tage: Bis früh um Nachmittags
Fünfe! 1 Sonnabend, 4 Uhr: Bei
Preisen: Hänsel und Gretel. 8 Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Bei kleinen Preisen:
Charleys Tante.
kleinen
Zentraltheater. Freitag, Abends 8 Uhr (im Abonnement): Der Bettelstudent. Operette in 3 Akten von Karl Millöcker. (Bronislawa: Wini Grabitz, Symon: Oskar Braun.) 1
Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Große Weih⸗ nachtsvorstellung. Schnerweißchen und Rosenrot. (Einlage: Lachcouplet: Karl Schulz.) — Abends 8 Uhr: Musette.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Bettelstudent. — Abends: Musette.
Montag, Nachmittags 3 Uhr: Unter Protektorat der Frau Oberbürgermeister M. Kirschner: Wohl⸗ tätigkeitsvorstellung zum Besten des Berliner Vereins für häusliche Gesundheitspflege: Christrosels Weihnachtstraum. Weihnachts⸗ märchen in 7 Bildern von Myra Groggert, gespielt von 70 Kindern aus dem Bürgerstande. Preise: 2,60 ℳ, 1,60 ℳ, 1,10 ℳ 8
Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof riedrichstraße.) Freitag, Abends 8 Uhr: Die erbe Frucht. Lustspiel in 3 Akten von Roberto Bracco. Deutsch von Otto Eisenschitz.
Sonnabend und folgende Tage: Die herbe Frucht.
Konzerte.
Singakademie. Freitag, Abends 8 Ubr: Liederabend von Iduna Walter⸗Choinanus. Mitwirkung: Theodor Müller⸗Reuter.
Philharmonie. Freitag, Abends II. Kammermusikabend von Barth, Hausmann.
Saal Bechstein. Freitag, Abends Liederabend von Hedwig Lahnstein.
Beethoven-Saal. Freitag, Abends 8 Uhr:
Klavierabend von Georg Bertram.
Neues Königliches Operntheater (Kronh. Freitag, Abends 8 Uhr: II. Koazert von Mischa Elman (Violine). Mitwirkung: R. J. Forbes (Klavier)
Zirkus Albert Schumann. Freitag, Abende präzise 7 ½ Uhr: Absolute Novität! Autobolide. La belie Mile. de Thiers. Ferner: Neu! Los Queirolos, Original spanische Truppe (6 Personen). Neu: Vier indische Zauberer in ihren unglaublichen Leistungen. Neu: Der schwarze Stern Miß Texas Hattie. Außerdem: Das an⸗ erkannt vorzügliche Programm und Direktor Albert Schumanns neue und moderne Dressuren und die Sportpantomime: Der Tag des Eng⸗ lischen Derby.
Sonntag: Zwei Galavorstellungen. Nach⸗ mittags 3 Uhr: ein Kind frei. In beiden Vor⸗ stellungen: Autobolide. La belle Mile. de Thiers. Los Queirolos. Miß Texas Hatlie ꝛc. und Der Tag des Englischen Derby.
Familiennachrichten.
Verlobt: Christine Freiin von Richthofen mit Hrn. Referendar Conrad Frhrn. von Gregorn (Groß Rosen — Gleiwitz). — Almuth Freiin von Richthofen mit Hrn. Leutnant Ferdinand van Hout (Dürrjentsch —Breslau).
Verehelicht: Hr. Landrichter Loeffler mit Frl⸗ Lilli Ancker (Schneidemühl — Memel).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Amtsrichter Dr. Gensel (Wolkenstein). — Eine Tochter: Hrn, Leutnant Scheibel (Jauer).
Gestorben: Hr. Oberst a. D. Roderich Frhr. von Schönau Wehr (Freiburg i. B.). — Hr. Profeffor D. Max Reischle (Tübingen). — Hr. Professor Robert Liebich (Oele). — Hr. Landschafts⸗ und
—
Porträtmaler Professor Treidler (Stuttgart).
Verantwortlicher Redakteur: Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin⸗
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlaot⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Acht Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage
Zweiten und Dritten Beilage.) 1 — — b 1“ 1ö1“ Saeaaxcegts g. “ In dem Betriebsjahr 1905/1906
Dagegen im Betriebs⸗ B“ Mithin in dem
7 8
1 Zahl der
Verarbeitete Rübenmenge 8
jahre 1904/1905 Betriebsjahr 1905 1906
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haben 1905
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8 Preußen. b Ostpreußen ... 1 8 1 Westpreußen Brandenburg
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145 020
4 160 108 2 765 849 3 013 950 7 613 294 8 380 325 13 818 775 83 200
2 363 582 126 086 94 922
1 876 001
529 425 3 096 864 849 358 1 958 035 6 243 558 2 189 171 7 997 174 5 610 688 17 624 758 4 321 680 19 175 159
14 119 934 41 025 810
20 000 276 900 1 738 230 12 844 811 157 750 1 342 256 93 932 643 822 2 015 000 6 024 281
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Summe Preußen 87 197 528 Bayern b8E111¹n ee1.“”“ Baden und Elsaß⸗Lothringen. le4“*“ bb11““ 1 11 — ö114“ a1I1I1X“” V*
1 117 446
5 (22 100 1 604 231 6 744 626 5 062 930
1 30 1 24
938 958
698 589 b 695 709 1“ 1449 403
35 379 784 122 577 312
344 277 1 283 235 477 500 1 594 946 169 115 867 704 157 683 853 392 373 795 1 823 198
1 396 305 6 418 405 804 745 2 408 976
1 588 490 8 333 116
2 418 429 7 481 359
44 441 112
82 720 772 425 91 343 189 922 204 518
1 919 207 757 999
1 409 134 3 061 148
4 499 198 1 650 977 6 923 982 4 420 211
110 531 520
Ueberhaupt *) 376
)) Eine Fabrik, die zeitweise geruht hatte, hat nachträglich Rübenanbau gemeldet und den Betrieb
——88
43 110 123 153 641 643 100 712 115
wiedereröffnet.
52 929 528
²) Außerdem hatten zwei Fabriken Rüben angebaut, jedoch hat eine den Betrieb nicht eröffnet, die andere den Betrieb gänzlich ein⸗
²¹) Davon haben 16 Fabriken am Schlusse des Monats November die Rübenverarbeitung beendet.
Königreich Preußen.
In dem Runderlasse vom 27. November 1894 M. d. J. I. B. 8263, F. M. II. 12 264 — und in der dem Rund⸗ erlasse vom gi. Juni 1897 — F. M. II. 4833, M. d. J. I. B. 54 — beigefügten Denkschrift haben unsere Herren Amtsvorgänger darauf hingewiesen, wie eine Gemeinde⸗ besteuerung des Gewerbebetriebs in Form der Erhebung von Prozenten der nach dem Gewerbesteuergesetz vom 24. Juni 1891 staatlich veranlagten Gewerbesteuer in mehrfacher Hin⸗ sicht den Anforderungen, welche nach den Absichten des Kom⸗ munalabgabengesetzes an eine Gemeindegewerbesteuer zu stellen sind, namentlich in gewerbreicheren Gemeinden, nicht gerecht wird, und es sind den Gemeinden mit diesen Erlassen als An⸗
halt für eine autonome Gestaltung der Gemeindegewerbe⸗ b529 Muster von Steuerordnungen an die Hand gegeben worden.
——Aus den auf den Runderlaß vom 26. Februar 1904 — F. M. II. 1693, M. d. J. IV. b 356 — erstatteten Berichten hat sich, wie aus der anliegenden, bereits im 47. Heft der Mit⸗ teilungen aus der Verwaltung der direkten Steuern S. 100 ff. und in Nr. 611 der Drucksachen des Hauses der Abgeordneten 20. Legislaturperiode I. Session 1904,05 auf S. 13 ff. abge⸗ druckten Zusammenstellung des näheren zu ersehen ist, zwar ergeben, daß bis dahin etwa 160 — 170 Gemeinden dazu übergegangen waren, besondere Gemeindegewerbesteuern einzuführen, während
etwa 50 von der im § 31 Ziff. 1 des Kommunalabgabengesetzes
werbesteuer Gebrauch gemacht hatten. Wir haben auch aus den Berichten mit Genugtuung ersehen, daß gerade in den letzten Jahren die Einführung besonderer Gemeinde⸗ gewerbesteuern Fortschritte gemacht hat, und daß die Gemeinden, welche sich überhaupt zur Einführung besonderer Gemeindegewerbesteuern entschlossen haben, in richtiger Würdigung der örtlich verschiedenen Verhältnisse ihre Gemeindegewerbesteuern auch mehr oder minder unabhängig von den amtlichen Mustern gestaltet haben.
Immerhin haben bisher die besonderen Gemeindegewerbe⸗ steuern nicht diejenige Ausbreitung erfahren, welche im Interesse einer den Zielen des Kommunalabgabengesetzes gerecht werdenden Gestaltung des Gemeindesteuersystems erwünscht wäre. Insbesondere muß es auffallen, daß von den mehr als 100 000 Einwohner zählenden Städten bis zum 1. April 1904 nur 7 zur Einführung besonderer Gemeinde⸗ gewerbesteuern geschritten waren, während besondere Gemeinde⸗ grundsteuern in der großen Mehrzahl der Großstädte bestehen. Und doch trägt die Gewerbesteuer in der Gestalt des Gesetzes vom 24. Juni 1891 den für die Realbesteuerung in der Ge⸗ meinde nach der Absicht des Kommunalabgabengesetzes leitenden Gesichtspunkten keinenfalls in ausreichenderem Maße Rech⸗ nung, wie die staatlich veranlagte Grund⸗ und Gebäudesteuer. Die Realsteuern sollen gegenüber den in ihrem Aufkommen schwankenden Einkommensteuerzuschlägen ein stabileres Gegen⸗ gewicht bilden und den Grundsatz der Besteuerung nach Leistung und Gegenleistung verwirklichen. Die zunächst für die Zwecke der Staatsbesteuerung eingerichtete Gewerbesteuer nach dem Gesetze vom 24. Juni 1891 aber gewährt, indem sie sich an den Ertrag des letzten Jahres anschließt, hinsichtlich der Höhe des Veranlagungssolls, namentlich in der nicht nach Mittel⸗ sätzen veranlagten Gewerbesteuerklasse I, eine mindestens in gleichem Maße wie die Einkommensteuer schwankende Grund⸗ lage, welche die Gemeindefinanzen namentlich in wirtschaftlich ungünstigen Zeiten zu gefährden geeignet ist, zumal erhebliche Schwankungen bei der Gewerbesteuer sich meist in gleicher Richtung wie bei der Einkommensteuer bewegen werden. Das Gewerbesteuergesetz legt ferner durch die Wahl des Ertrags als Steuermaßstab das überwiegende Gewicht auf die individuelle Leistungsfähigkeit, sodaß die dem Gewerbebetriebe aus den Gemeindeveranstaltungen erwachsenen Vorteile und die der Gemeinde durch den Gewerbebetrieb verursachten Lasten in der Steuerleistung nicht immer entsprechenden Ausdruck finden. Die Vereinigung der Steuerpflichtigen in den Klassen II bis IV zu Steuergesellschaften, welche sich in der Klasse II außer in Berlin stets, in den Klassen III und IY, insoweit es sich nicht um Stadtkreise handelt, über den Bezirk der einzelnen Gemeinde hinausgehen, und das System der Verteilung einer bestimmten Steuersumme der Steuergesellschaft hat außerdem zur Folge, daß das Prinzipalsteuersoll der einzelnen Gemeinde zum Teil durch die Steuerfähigkeit der andern Ge⸗ meinden angehörenden Mitglieder der Steuergesellschaft bedingt