1906 / 39 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 14 Feb 1906 18:00:01 GMT) scan diff

vermehrt, die am 1. Januar des laufenden Jahres 14 965 etrug. Daß von diesem Zuwachs 400 allein auf Bayern entfallen, ist ein besonders erfreuliches Zeichen dafür, daß die Gesellschaft, wie es ihr Name besagt, in immer höheren Grade ganz Deutschland um⸗ 8 Von der auf viele Gebiete sich erstreckenden fruchtbringenden ätigkeit der Gesellschaft gibt der zusammenfassende Bericht, der den Mitgliedern übergeben worden ist, höchst befriedigende Kunde. Konnte auch nicht uͤberall ein Fortschritt festgestellt werden, so ist ein solcher doch im Durchschnitt und überall da vorhanden, wo die beratende und regelnde Tätigkeit der Gesellschaft in Anspruch ge⸗ nommen wird. So verzeichnet die „Baustelle“ u. a. das Entwerfen von Skizzen irm Bauwert von 1 806 000 gegen 1 491 000 im Vorjahre und die Anfertigung ausführlicher Bauentwürfe im Bau⸗ wert von 1 021 000 gegen 805 000 Die obere Bau⸗ leitung wurde übernommen über Bauausführungen im Bauwert von 714 000 ℳ, mehr als doppelt so viel als in jedem der beiden Vor⸗ jahre. Der Umsatz der Saatstelle blieb mit 1 096 000 nur um 8000 gegen das Vorjahr zurück. Dagegen zeigt der beinahe eine Verdoppelung gegen 1904 erreichende Verkauf „anerkannter“ Saaten das mit Genugtuung zu begrüßende Anhalten einer Bewegung, die darauf hinaus läuft, daß mit geringer Preiserhöhung nur solches Saäatgetreide gekauft wird, das vor der Ernte auf dem Halm besichtigt und sachgemäß beurteilt worden ist. b Ueber wichtige Betätigungen der Gesellschaft auf verschiedenen Spezialgebieten wird am geeigneten Ort in diesem Berichte noch die Rede sein. Nicht weniger als 51 Versammlungen der Gesellschaft finden während der ersten 5 Tage dieser Woche statt, darunter eine Hauptversammlung und 7 öffentliche Abteilungssitzungen. Bei den etwa 40 S von Sonderausschüssen, Unterausschüssen, Ausschüssen und Preisrichterkollegien wünschen die Interessenten unter sich zu bleiben. Die 8 öffentlichen Versammlungen um⸗ fassen die Gebiete: Saatzucht, Betrieb, Ack Tierzucht, Obst. und Weinbau, Geräte und Düngerwirtschaft, letztere seit Jahren die interessanteste Sitzung unter allen, der auch in diesem Jahre mit Spannung entgegengesehen wird. Im Anschlußs an die im vor⸗ stehenden verzeichneten Sitzungen der Deutschen Landwirtschafts⸗Gesell⸗ schaft tagen außerdem in der gleichen Zeit folgende in den Rahmen der landwirtschaftlichen Interessen sich zwanglos einfügenden Ver⸗ einigungen: „Vereinigte Pferdezucht⸗Genossenschaften der Provinz Brandenburg“, „Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde“, „Deutscher Verein für ländliche Wohlfahrts⸗ und Heimatspflege“, „Klub deutscher Geflügelzüchter“, „Vereinigung der Steuer⸗ und Wirtschafts⸗Reformer“, Deutscher milchwirtschaftlicher Verein“, „Vereinigung der Züchter eines schweren Arbeitspferdes in Deutschland“, „Verein zur För⸗ derung der Moorkultur im Deutschen Reich“, „Vereinigung deutscher Schweinezüchter“, „Deutscher Pomelogenverein“, „Verein der Merino⸗ züchter’, „Verein deutscher Teichmirte“, „Verein der Stärke⸗ Interessenten in Deutschland“, „Fischerei⸗Verein für die Provinz Brandenburg“, „Pferdeschutz⸗Vereinigung über ganz Deutschland“, Verwertungs⸗Verband deutscher Spirttus⸗Fabrikanten“, „Verein der Spiritus⸗Fabrikanten in Deutschland“ und „Zentrale für Vieh⸗ verwertung“. Diese Namen geden eine Vorstellung von der außer⸗ ordentli Vielseitigkeit des landwirtschaftlichen Gewerbes.

Wohlfahrtsarbeit auf dem Lande.

II.

Der zweite Tag der interessanten Verhandlungen des Deutschen Vereins für ländliche Wohlfahrts⸗ und Heimatpflege in seiner diesjährigen 10. Hauptversammlung im Künstlerhause war mehr der geistigen Wohlfahrtspflege gewidmet. Der Pfarrer Nuzinger⸗Gutach in Baden behandelte das Thema: Ländliche Volksfeste. Er führte etwa folgendes aus: Die Aufgabe der ländlichen Wohlfahrtspflege ist es, Freude aufs Land zu bringen. Die alte, volkstümliche Art, sich zu freuen, ist vielfach geschwunden. Wie die alten Trachten und Bauten, so sind auch die alten ländlichen Volksfeste allmählich in Abgang gekommen. An ihre Stelle sind die Vereinsfestlichkeiten und Tanzvergnügungen im Wirtshaus getreten. Mancherlei Umstände haben dazu mitgewirkt, insbesondere auch oft das mangelnde Verständnis der staatlichen und kirchlichen Behörden für das Bedürfnis der Volkserholung und sh den Wert alter Volkssitten und Volksfreuden. Immer wieder hört man von dem Verbot althergebrachter Feste. Anstatt die Auswüchse zu be⸗ seitigen, spricht man kurzerhand das Todesurteil darüber aus. Durch die Verarmung der Freude auf dem Lande wird die Liebe zur Heimat elockert und die Landflucht gefördert. Das neuerdings hervor⸗ tretende Bestreben, da und dort in ländlichen Gegenden große Volks⸗ feste zu veranstalten Prechtal, Butzbach), ist nicht unter allen Umständen zu begrüßen, da dabei die Gefahr besteht, daß ländliche Sitten und Trachten zur Schaustellung verwendet werden und dadurch ihre Bedeutung herabgewürdigt wird. Diese Gefahr ist weniger vor⸗ handen, wenn in der Gemeinde selbst ein bestimmter Anlaß zur Feier eines Festes vorliegt (Ortsjubiläum u. deeh Unsere Aufgabe wird es sein, Verständnis für die alten Volksfeste zu wecken, sie zu erhalten und, wenn nöttg, zeitgemäß zu reformieren; ferner, wenn in einer ländlichen Gemeinde ein Fest bevorsteht (Fahnenweihe, Stiftungs⸗ st usw.), es zu einem rechten Volksfest auszugestalten, bei dem alle Pereine und Kräfte zusammenwirken und die Volkstracht zu Ehren kommt. Die Feste sind, wo immer möglich, im Freien abzuhalten. o auf dem Lande kirchliche Bezirksfeste (für die Heiden⸗ mission usw.) gehalten werden, sollte auf eine volkstümliche Nachfeier im Freien besondere Sorgfalt verwendet werden. Auch die Ein⸗ ührung neuer, jährlich wiederkehrender Volksfeste ist anzustreben, am besten im Anschluß an kirchliche Feste; auf dem Lande eignet sich dazu namentlich das Erntefest. Es wäre zu begrüßen, wenn der Deutsche Verein für ländliche Wohlfahrts⸗ und Helmatpflege eine Sammlung von vorbildlichen Beispielen ländlicher Volksfeste in einer Schrift herausgeben würde, um dadurch den Freunden der ländlichen Wohl⸗

hrtspflege Anleitung zur Veranstaltung von Festen zu geben.

Der Pfarret César aus Wiesental in der Rhön sprach über die „Fürsorge für die erwachsene Landjugend“. Alle Arbeit für die Zukunft des Landes sei ugnüg. wenn man sich nicht der er⸗ wachsenen Landjugend annehme. Die Jugend habe viel mehr Geld und

se. Zeit als ebedem. Die Wirte seien die einzigen Freudenmeister. uch ernstere Eltern fühlen ihre Hände gebunden, da sie wirtschaftlich von den jungen Leuten mit abhängen. An schlechten Kameraden fehle es nicht, da die Arbeitskräfte auf dem Lande nicht selten aus dem Abhube der Stadt ergänzt werden müßten. Trotzdem bestehe kein Grund zur Verzweiflung, wenn die führenden Kreise der Landbepölke⸗ rung aus den Versäumnissen und Fehlern der Vergangenheit lernen wollten. Wer an der Jugend arbeiten wolle, müsse an sie glauben. Die Jugend brauche keine Herren, sondern ältere Freunde. Wer ihr helfen wolle, müsse sich an sie hingeben. Das sei ein Geschäft mit un⸗ beschränkter Haftpflicht, aber verbürge sicheren Erfolg. Lehrer und Pfarrer könnten gar nicht früh genug mit ihrem Dienst an der Jugend be⸗ ginnen. Auch während der Schul⸗ und Konfirmandenzeit seien außer⸗ schulische und außerkirchliche Berührungen nötig. Dadurch werde das für die Arbeit an der erwachsenen Jugend erforderliche Vertrauen erworben. Wären die rechten Männer vorhanden, dann könnten sogar

Mittel, die für gewöhnlich von seiten der Kirche empfohlen würden, kirchliche Katechesen, sowie Jünglings⸗ und Jungfrauenvereine einen wirklichen Erfolg haben. Sollte die ländliche Fortbildungs⸗ schule zu einem brauchbaren Werkzeuge werden, so müsse sie gründlichst umgestaltet werden. Obligatorische Jugendvereine seien leider noch ferne Zukunftsmusik. Es sei richtig, an das Althergebrachte und an das bereits Bestehende anzuknüpfen. Den Spinn⸗ und Lichtstuben

egenüber sei von den Behörden und den Kirchen schwer gefehlt worden. Nicht Ausrottung, sondern Veredlung müsse die Losung sein! Jetzt nach jahrzehntelangen Versäumnissen und Mißhandlungen sei diese

ufgabe eine außerordentlich schwierige. Der Redner bemerkte aus⸗ drücklich, daß er selbst auf diesem Gebiete nur wenig habe leisten können, das Beispiel der Spinnstuben aber erwähne, damit man nicht den ländlichen Gesang⸗ und Turnvereinen gegenüber, in denen sich fast die gesamte Jugend zusammenfinde, dieselben s. mache und erst zur Besinnung komme, wenn es fast zu

punkte der

pät sei. Er habe degth vier verschiedene Turnabteilungen: tere Schulknaben und ulmädchen, Burschen und 1 Seit kurzem turnten auch einige verheiratete Männer. Im Sommer seien auf einer Bergeshut Turnspiele getrieben worden. Sie hätten Feste gefeiert, die rechte Volksfeste voller Arbeit und und ohne Ausschreitungen waren. Auch an auswärtigen Festen abe der Pfarrer mit seinen Turnern teilgenommen. Er habe die e in bewußter Weise von Anfang unter dem Gesichts⸗ ohlfahrtspflege betrieben und deswegen mit dem in seiner Gemeinde bestehenden Femeinehaufe verbunden. Im „Gemeinde⸗ hause“ sei dann auch an den Vereinsfesten nach getaner Arbeit getanzt worden. Es sei bis zum Schlusse tadellos anständig zugegangen. Er dürfe deswegen allgemein raten: wer der Landjugend nahe kreten wolle, der suche sie auf oder sammle sie in solchen Vereinen.

Es wurde darauf in die Diskussion über beide Vorträge ein⸗ getreten. Pastor Peters aus Damnath a. Elbe betonte den Wert der Fortbildungsschule, die obligatorisch sein müsse und es auch immer mehr werden würde. Hauptsache sei aber, diese Fort⸗ bildungsschule auf die Heimatkunde zu basieren, dann nur könne sie segensreich wirken. Lizentiat von der Goltz⸗Berlin sieht die Persönlichkeit als den Hauptfaktor bei der ganzen Jugendfürsorge an. Er tadelte den schädlichen Einfluß der Hofgänger auf die heranwachsende Jugend und verlangte Abschaffung des Hofgängersystems. Professor Förster⸗Groß⸗Lichterfelde möchte vor allen Dingen die jeßige Verelendung der Lebensfreude in eine Veredlung verwandeln. r will nichts Obligatorisches in der Er⸗ ziehung der Jugend haben, sondern alles 8 freiwilligen Einfluß basieren. Fräulein von e8. die wirtschaftlichen Frauenschulen auf dem Lande betonte, daß die Frau in bezug auf die Pflege und Hilfe, aber auch in bezug auf Schaffung der Freude für die Jugend berufen sei, führend mitzuwirken. Das geschehe noch bei weitem nicht genug. Deshalb werde in der wirtschaftlichen Frauenschule darauf ge⸗ wirkt, diese Lücke at. angemessene Unterweisung der weiblichen Jugend auszufüllen. lede Lehrerin verstehe ein Handwerk und lehre das die Jugend auf dem Lande, um sie praktisch zu machen, ihr aber auch Freude zu bereiten durch die Selbsttätigkeit. Diese Mitteilung wurde mit großem Beifall aufgenommen. Interesse erregt die Mitteilung des eeeweee. Hansen aus Kiel, daß in Schweden aus den Kreisen der Studenten heraus eine Ver⸗ einigung zur Erharh des Volkstums und Heimatgefühls gebildet ist, die großartige Erfolge habe. Der Redner schlug vor, daß ähnliches in Deutschland geschehe. Es müßte in Verbindung mit der Ausbildung der Lehrer und Lehrerinnen geschehen. Zum Schluß erwähnte noch der Pfarrer Nuzinger die Schwierig⸗ keiten, die aus der ländlichen eichh gesesrnl⸗ in Baden ent⸗ ständen, weil noch nicht genügend vorgebildete Lehrer dafür vorhanden seien. Diese Frage sei vor allen Dingen zu lösen, ehe die obligatorische Zwangsfortbildungsschule allgemein eingeführt wird.

Der Dozent Franz Fürstenberg⸗Berlin behandelte das Thema: Die Vorführung von Lichtbildern. Ausgehend von der großen Bedeutung, die die Vorführung von Lichtbildern hat, be⸗ sprach er die dazu notwendigen Apparate und zeigte ihre praktische Handhabung. Zum Schluß führte er eine größere Anzahl Lichtbilder aus den verschiedensten Gebieten vor, um an ihnen zu zeigen, wie vielseitig die Anwendungsweise von Lichtbildern ist. Eine Hlekne Aus⸗

Begründerin der

siellung von Apparaten zeigte zugleich die neuesten Errungenschaften auf diesem Gebiete.

Ernteaussichten in Australien.

Der Kaiserliche Generalkonsul in Sydney berichtet unterm 8. v. M.: Nach den neuesten Schätzungen stellen sich die Aussichten für die Weizenernte „b in den verschiedenen Staaten des Australischen Bundes, wie folgt:

Nach der jetzt veröffentlichten zweiten Schätzung des Regierungs⸗ statistikers wird die Ernte in Neu⸗Süd⸗Wales 20 ½ Millionen Bushel betragen, bei weiter andauernden günstigen Verhältnissen jedoch mehr. Es wird ein Durchschnittsertrag von 11 Bushel für das Acker (acre) und 31 kg für das Bushel erwartet. Von der 2 220 000 Acker umfassenden, mit Weizen be⸗ stellten Anbaufläche können nur 1 837 000 Acker für die Körner⸗ ernte und 348 110 Acker für Futterzwecke geschnitten werden, da die übrigen 34 890 Acker Saat teils durch Feuer, teils durch Kaninchen und Hasen vernichtet worden sind. Man hofft, daß die Beschaffen⸗ heit des von der jetzigen Ernte zu gewinnenden Mehles der des vorzüglichsten südaustralischen gleich sein wird. Abzu von 10 bis 11 Millionen Bushel für den hiesigen Verbrau dürften etwa 10 Millionen Bushel für die Ausfuhr übrig bleiben. In Victoria erwartet der dortige Regierungsstatistiker eine Ernte von 21 ½ Millionen Bushel, von anderer Seite wird die Ernte bhas 8 22 386 000 und sogar auf mehr als 24 Millionen Bushel ge b

Frfolge des vorzüglichen Erntewetters in Südaustralien wird jetzt angenommen, daß dort der Durchschnittsertrag für das Acker 9 bis 10 Bushel und die Gesamternte 15 750 000 bis 18 000 000 Bushel ergeben wird. In Westaustralien schätzt man den Ertrag der jetzigen Ernte amtlicherseits auf 2 095 426 Bushel, sodaß von aus⸗ wärts noch 338 074 Bushel eingeführt werden müßten, um den auf 2 093 500 und 340 000 Bushel veranschlagten heimischen Bedarf für Nahrungs⸗ beziehungsweise Saatzwecke zu decken. Queens⸗ land kann infolge der diesjährigen äußerst ungünstigen Ver⸗ hältnisse nur auf einen Ertrag von 1 100 000 Bushel, also etwa die Hälfte seiner letzten Ernte, rechnen. Tasmanien erwartet ein Ergebnis von 800 000 Bushel, rund 7000 Bushel mehr als im Vorjahre

Im ganzen dürfte die Weizenernte im Australischen Bunde etwa 60 bis 70 Millionen Bushel gegen 56 Millionen Bushel im Vorjahre ergeben, wovon etwa 30 Millionen Bushel zur Deckung des heimischen Bedarfs im Lande bleiben müßten und somit mehr als die Hälfte des Ertrags Ausfuhr übrig bleiben würde.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestel „Nachrichten für Handel und Industrie“)

Ausschreibungen. 8

ie Errichtung eines Wasserwerks in Bubentsch (Böhmen) ist von der Stadtvertretung beschlossen worden. Es soll bis Ende Mai 1907 fertiggestellt sein. (Oesterreichischer Zentralanzeiger für das öffentliche Lieferungswesen.)

Frankreich. Lieferung von 370000 kg chlorsaurem Kali für die Pulverfabrik in Vonges (Departement Cöte⸗d'Or). Verhandlungstermin: 26. Februar 1906, Nachmittags 1 Uhr, beim Bürgermeisteramt (mairie) in Vonges. (Moniteur des Intérêts Matériels.)

Die Anlage einer Wasserleitung und Kanalisation in Leon (Spanien) ist, wie das österreichisch⸗ungarische Konsulat in Madrid berichtet, von der Stadtverwaltung geplant; für erstere sollen 1 Million Pesetas, für letztere 665 000 Pesetas aufgewendet und durch eine Anleihe gedeckt werden. (Handels⸗Museum, Wien.)

Neue elektrische Straßenbahn im Kanton Genf. Das Schweizerische Bundesblatt veröffentlicht den Entwurf zu einem Bundes⸗ beschluß, betreffend die Konzession einer elektrischen Straßenbahn von Versoix in der Richtung auf Divonne⸗les⸗Bains bis zur Sauverny⸗ brücke an der französischen Grenze. Die Konzession soll 60 Jahre eelten und einem Initiativkomitee erteilt werden, dem der Ingenieur

ules E. Dunand, der Bankier Henry Boveyron, beide in Genf, und andere angehören. Die Bahn wird eingleisig und mit einer Spurweite von 1 m gebaut werden; sie ist 5,2 km lang. Der Vor⸗ anschlag beläuft sich auf 950 000 Fr., davon entfallen 199 300 2

auf rollendes Material. Die⸗Bahn soll auf französischem Gebiet Divonne⸗les. Bains (12,4 km von Versoix) 85x

Niederlande. Lieferung von verzinktem Stahldraht, Konstruktionseisen und iliziumbronzedraht an das Ministerie van Koloniën in SvSe; Angebote sind bis zum 28. Februar 1906, Mittags, an das Technische Bureau des genannten Ministeriums einzusenden. (De Indische Mercuur.)

Rumänien. Die Projekte für die elektrische Be⸗ leuchtung der Städte Turnu⸗Severin und Roman wurden dem obersten technischen Rate zur Begutachtung vorgelegt. Der An⸗ schlag beträgt für erstere Stadt 300 000 Fr., für letztere 332 000 Fr.

(Bukarester Tagblatt.)

Errichtung von Eisengießereien in edro M. Armendäriz in Mexiko ist in Vertretung von Isaac M. Hutchinson um die Genehmigung eingekommen, eine oder mehrere Eisengießereien errichten zu dürfen. (Diario Oficial Estados Unidos Mexicanos.)

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 13. Februar 1906.

Mrnuhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen Gestellt.. 8 068 Nicht gestellt.. 77

Die Lieferung von 1 900000 kg Putzbaumwolle wird, wie der Berliner Handelskammer mitgeteilt ist, von der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin am 24. Februar d. J. vergeben. Angebotsbogen und Lieferungsbedingungen können von der genannten Eisenbahnverwaltung gegen Einsendung von 50 bar bezogen oder im Verkehrsbureau der Kammer, Dorotheenstr.7/8, eingesehen werden.

Die Lieferung von Gummischläuchen zu Gasleitungen, zum Anfeuchten der Kohlen, Hanfschläuchen, Plattengummi, Gummi⸗ ringen, Asbestpappe, Asbeststreifen und Asbestschnur ist von der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin zum 7. März 1906 ausgeschrieben worden. Angebotsbogen und Bedingungen liegen im Verkehrsbureau der Korporation der Kaufmannschaft von Berlin, Neue Friedrichstr. 54 I, zur Einsicht aus.

—. Der Aufsichtsrat der Großen Berliner Straßenbahn genehmigte, laut Meldung des „W. T. B.“, in der gestrigen Sitzung die vorgelegte Bilanz und die Gewinn⸗ und Verlustrechnung für das er 1905 und beschloß, der auf den 9. März d. J. einzuberufenden

eneralversammlung die Verteilung einer Dividende von 7 ¾ %l vorzuschlagen. Das Statut der Gesellschaft soll in einer außerordent⸗ lichen Generalversammlung dahin abgeändert werden, daß der Zweck der Gesellschaft auf den Betrieb mit Kraftfahrzeugen erweitert wird.

Der Aufsichtsrat der Stettin⸗Bredower Portland⸗ Zementfabrik hat, laut Meldung des „W. T. B.“, beschlossen, für das Jahr 1905 die Verteilung einer Dividende von 6 % vorzuschlagen.

Laut Meldung des „W. T. B.“ hat das alte Bayern⸗ Konsortium, dem die Bank für Handel und Industrie hinzu⸗ getreten ist, eine neue bayerische Staatsanleihe im Betrage von 50 Millionen Mark übernommen, die demnächst zur öffentlichen Subskription aufgelegt werden soll.

In der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrats der Deutschen Grundkredit⸗Bank zu Gotha wurde der Abschluß für 1905 festgestellt. Nach Rückstellung bezw. Vortragung von rund 850 000 auf verschiedenen Konten beträgt der zu verteilende Rein⸗ gewinn 1 736 396,64 gegen 1 673 045,01 im Vorjahre. Hieraus wird pro 1905 auf das Aktienkapital von 15 Millionen Mark die Verteilung einer Dividende von 8 % (wie im Vorjahre) vorgeschlagen. Nach Berücksichtigung der Tantiemen und statutenmäßigen Ab. führungen sowie einer außerordentlichen Zuführung von 75 000 zum Beamtenpensions⸗ und e verbleibt ein Gewinn⸗ vortrag von 242 671,32 (im Vorjahre 200 316,75 ℳ).

New York, 13. Februar. (W. T. B.) Der Wert der in der vergangenen Woche ausgeführten Waren betrug 13 240 000 Dollars gegen 14 450 000 Dollars in der Vorwoche.

Die Preisnotierungen vom Berliner Produktenmarkt sowie

die vom Königlichen Polizeipräsidium ermittelten Marktpreise in Berlin befinden sich in der Börsenbeilage.

Kursberichte von den auswärtigen Fondsmärkten.

88Sn 13. Februar. (W. T. B.) (Schluß.) Gold in Barren: das Kilogramm 2790 B., 2784 G., Silber in Barren: das Kilogramm 91,00 B., 90,50 G.

Wien, 14. Februar, Vorm. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 4 % Rente M.⸗N. p. Arr. 100,10, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. per ult. 100,20, Ungar. 4 % Goldrente 114,40, Ungar. 4 % Rente in Kr.⸗W. 95,95, Türkische Lose per M. d. M. 150 00, Buschtierader Eisenb.⸗Aktien Lit. B —,—, Nordwestbahnaktien Lit. B per ult. —,—, Oesterr. Staatsbahn per ult. 672,00, Südbahn⸗ gesellschaft 127,00, Wiener Bankverein 563,00, Kreditanstalt, Oesterr. er ult. 672,00, Kreditbank, Ung. allg. 793,00, Länderbank 440,50,

rüxer Kohlenbergwerk —,—, Montangesellschaft, Oesterr. Alp.

bee- ee. E Bl. 1.ga. ) 24 % Gnalich⸗ ondon, 13. Februar. 1 1 uß. % Eng

Fher. Sheh” Platzdiskont 3 ⅞⁄, Silber 30 16. ö 43 000

. Sterl.

Paris, 13. Februar. (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz. Rente 99,42, Suezkanalaktien 4344.

Madrid, 13. Februar. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 20,875.

Lissabon, 13. Februar. (W. T. B.) Goldagio 5.

New York, 13. Februar. (Schluß.) (W. T. B.) Die Börse nahm einen sehr unregelmäßigen Verlauf. Bei Eröffnung war die Tendenz fest, besonders in Kupferwerten auf die Meldungen von dem Auffinden einer neuen erzhaltigen Ader. Northern Pacific⸗Aktien stiegen auf Gerüchte über den beabsichtigten Verkauf von Aktien der Chicago Burlington and Quincy⸗ an die Great Northernbahn. Im weiteren Verlaufe waren die Kurse vielfachen Schwankungen unterworfen. Das Anziehen des Geldsatzes für langfristige Darlehen, welches durch die abnehmenden Reserven der Banken und die im Zuge be⸗ findliche umfangreiche Ausgabe von Bonds hervorgerufen wurde, war die Ursache der in der letzten Börsenstunde zum Durchbruch kommenden schwachen Haltung. Die sich im Verlaufe der Börse zeigende Schwäche in Union Pacificakten soll auf Abgaben der dieser Gesellschaft nahe stehenden Kreise zurückzuführen sein. Für Rechnung Londons wurden im Ergebnis 25 000 Stück Aktien gekauft. Aktienumsatz 1 110 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Hurchschn Zinsrate 4 ⅛, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 4 ½, Wechsel auf London (60 Tage) 4,83,50, Cable Transfers 4,87,55, Silber, Commercial Bars 66 ¼. Tendenz für Geld: Stetig.

Rio de Janeiro, 13. Februar. (W. T. B.) Wechsel auf London 17 ½⁄2.

2

Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.

Magdeburg, 14. Februar. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker 88 Grad o. S. 7,80 7,95. Na zukte 75 Grad o. S. 6,00 6,25. Stimmung: Ruhig. Brotraffinade I o. F. 17,52 ½ - 17,75. Kristallzucker mit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. 17,25 17,50. Gemahlene Melis I mit Sack 16,70 17,00. Stimmung: Ruhig. Rohzucker I. Produkt Transito frei an Bord Hamburg: Februar 16,00 Gd., 16,15 Br., —,— bez., März 16,25 Gd., 16,30

April 16,40 Gd., 16,45 Br., 8 8 16,60 Br., —,— bez., August 16,90 Gd., 17,00 Br.,

bez. Ruhig. Cöln, 13. Februar. (W. T. B.) Rüböl loko 55,50, per

Mai 56,50.

(87959]

188209]

Bremen, 13. Februar.

Speck. Stetig. Kaffee. Notierungen der Baumwollbörse. koko middl. 57 ₰.

Hamburg, 13. Februar. Standard white loko 7,10.

leimer 41 ¾ 8 Baumwolle.

Good average Santos Mär

38 ½ Gd., ePüik⸗n ag d.

vericht.) Stetig.

September 39 ½ Gd.,

markt.

Rendement neue frei an Bord

Usance mburg

März 16,20, Mai 16,55, August 16,95, Oktober 17,10, ig. 8 Nnx, . 13. Februar. (W. T. B.) Raps per August

96 % Javazucker loko matt, 9 sh. d. Wert, Rübenrohzucker loko stetig, 8 fh. ¾ d.

27,70 Gd., 27,90 Br.

London, 13. Februar. (W. T. B.)

Wert.

London, 13. Februar. (W. T. B.) (Schluß.) Chile⸗Kupfer

stetig, 78, für 3 Monate 76.

Liverpool, 13. Februar. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz: 8000 Ballen, davon für Spekulation und Export 500 B. Tendenz: Amerikanische good ordinary Lieferungen: März⸗April 5,71, April⸗Mai 5,74, Mai⸗Juni 5,77, Juni⸗Juli 5,79, Juli⸗August 5,81, September⸗Oktober 5,61,

(W. T. B.) (Die Notierungen vom 9. d. M.) 20r Water courante Qualität 8 % 889 30r Water courante Qualitä

t 9 (9 ⅛¾), 40r Mule courante 40r Mule Wilkinson 10 ½ (10 ½), 42r Pincops Reyner 9 ¼ (9 ⅛), 32r Warpcops Lees 9 (9 4 ⅜), Wellington 10 (10 1), 60r Cops für Nähzwirn 19 (19), 80r Cops 8 Nähzwirn 24 (24), 100r Cops für Nähzwirn 30 ½ (30 ½), 120r Cops

Willig. Februar 5,69, Februar⸗März 5,69,

August⸗ September 5,77,

November 5,56. Manchester, 13.

Klammern beziehen sich

Februar. auf die

9 (9), 30r Water bessere Qualit

Qualität 9 1 (9 ⅞),

r Nähzwirn 39 ½ (39 ½8), 40r Double courante 60r Double courante Qualität 14 ¾ (14 ⁄), Tendenz: Fest.

Glasgow, 13. Februar. (W. stramm, Middlesborough warrants 49/11.

Paris, 13. Februar.

Dezember 26.

Amsterdam, 13. Februar. (W. T. B.) Java⸗Kaffee good

ordinary 31. Bankazinn 101. Antwerpen, 13. Februar. (W. T. B.) April ⸗Mal 20

do. März 19 ¾ Br., do.

Schmalz. Februar 96 ¼.

New York, 13. Februar. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle⸗ s in New York 11,15, do. für Lieferung April 10,69, do. für New Orleans 101 13,

etroleum Standard white in New York 7,60, do. do. in Philadelphia 55, do. Refined (in Cases) 10,30, do. Credit Balances at Oil City 1,58, Schmalz Western steam 8,10, do. Rohe u. Brothers 8,15, Ge⸗ treidefracht nach Liverpool 2, Kaffee fair Rio 1e. 2 1* do. Rio ucker 2 ⅞. 36,37 36,75, Kupfer 17,75 18,50. Die Visible Supplies be⸗ trugen in der vergangenen Woche an Weizen 47 790 000 Bushels, an

ieferung Juni 10,82, Baumwollepreis in

Nr. 7 März 6,85, do. do. Mai 7,00,

Mais 000 Bushels.

Verdingungen im Auslande.

Spanien. . März 1906, 11 Uhr. Generaldirektion

Telegraphenabteilungen (Direccion general de Correos y Telé- rafos) in Madrid: Lieferung von 35 000 Zinkzylindern. Näheres n spanischer Sprache beim „Reichsanzeiger“ und an

1. Fnecacer 8 ote, 3. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versich 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. . Verlosung ꝛc. von Wertpapieren.

sachen.

G. T. B.) (Börsenschlußbericht.

atnotierungen. Schmalz. Ruhig. Loko, Tubs und lcber 59 . Ruhig. Still. (W. T. B.) Petroleum.

Hamburg, 14. Februgr. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags⸗

(Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. 8 ukt Basis 88 % Dezember 17,35

zualität 11 (11), Printers 231 (228).

58 B.) (Schluß). Roheisen (W. T. B.) (Schluß.) Rohzucker

stetig. 88 % neue Kondition 20 ¼ 20 ½. Weißer Zucker ruhig. Nr. 3 für 100 kg Februar 24, März 24 ½¼, Mai⸗August 25,

Raffiniertes Type weiß loko 19 bez. Br., do. 19 ½ Br.,

erlust⸗ und Fundsachen, Zustellungen u. dergl. 111““

Wetterbericht vom 14. Februar 1906, Vormittags 8Uhr.

V

Offizielle land

Lustlos.

d auf eau und

Schwere in 450 Breite

2n

Name der Beobachtungs⸗ station

Mal 38 ½ Gd., Zucker⸗

Barometer 0°Meeres

Name der Beobachtungs⸗ station

Witterungs⸗ verlauf

der letzten 1

24 Stunden

arometerstand auf

eratur in elsius

Kiederschlag in

aig.

B.

0°Meeresniveau und Schwere in 450 Breite

Witterungs⸗ verlauf der letzten 24 Stunden

Temperatur in Niederschlag in 24 Stunden

. 8

ö

Hernösand

februar 16,00, Borkum

8 98⸗ 00

Dunst

758,6

Haparanda

762,2

Schnee

meist bewölkt

Keitum

wolkig

Riga

762,0

bedeckt

Regenschauer Wilna

Hamburg

Nebel

762,9

bedeckt

meist bewölkt

Swinemünde

bedeckt

meist bewöltt Pinsk

762,7

3 bedeckt

Rügenwalder⸗ münde..

Dunst

Petersburg

765,8

bedeckt

meist bewölkt Wien

755,6%

bedeckt

Neufahrwasser

bedeckt

meist bewölkt Prag

754,9 S

Nebel

Memel

3 Dunst

melst bewölkt. Rom

—7527

bedeckt

Aachen

heiter

ziemlich heiter Florenz

752,0

heiter

Kaum stetig.

Hannover..

bedeckt

meist bewölkt Cagliari

753,8

3heiter

Berlin..

bedeckt

meist bewölkt Cherbourg

754,2 SS

wolkig

Oktober⸗ Dresden.

. bedeckt

meist bewölkt

Clermont. 7

57,2 3 bedeckt

Breslau

heiter

vorwiegend heiter

Biarritz 7

59,4 bedeckt

Ziffern in Bromberg

bedeckt

meist bewölkt

1716171

50,3 halb bed.

Metz

halb bed.

Krakau...

758,4

Nebel

ziemlich heiter

Frankfurk, M

2 bedeckt

meist bewölkt Lemberg

7

60,3 Nebel

Karlsruhe, B.

Schnee

Hermanstadt

ꝛmeist bewölkt

7

58,5 wolkig

36r Warpcops München

Nebel

Triest

753,9

bedeckt

meist bewölkt

Stornoway

heiter

(Whelmshav.) Brindisi —.

7

54,8 bedeckt

9' sGqSSSSSSSSSSSS SSSS 24 Stunden

vorwiegend heiter Livorno

7

50,8 bedeckt

Malin Head

wolkig

(Kiel) Belgrad

7

55,9 wolkig

ziemlich heiter Helsingfors 1

Valentia ..

bedeckt

7

63,5 bedeckt

(Wustrow i. M.) Kuopio

765,4

bedeckt

meist bewölkt Zürich

Oktober⸗ Scillyx.

wolkig

756,3 %

Schnee

(Königsbg., Pr.)

meist bewölkt Genf

756,1

Dunst

Aberdeen.

wolkig

Lugano

751,4

bedeckt

(Cassel

meist hewölkt Säntis

549,0

G. 9

Schnee 14,2

—x—O=SPebbeböSAsnn

Petroleum. Shields

wolkig

Ib8

744,8

halb bed. 2,8

Cee Henh.

meist bewö Warschau

759,0

0,9

r. Ruhig. Holyhead ..

halb bed.

(Grünbergschl.) ziemlich heiter

Portland Bill

Isle d'Aix

wolkig

(Mülhaus., Els.) meist bewölkt

St. Mathieu

wolkig

(Friedrichshaf.) Nachts Niederschl.

Grisnez

wolkenl.

(Bamberg) meist bewölkt

Paris

bedeckt

Zinn Vllssimgen

wolkig

Ider .

halb bed.

h

heiter

Seehöhe

Christiansund

wolkig

753,0 W 8 Ein Maximum über 770 mm liegt über Innerrußland, ein Minimum unter 744 mm nordwestlich von Schottland. In Deutsch⸗ land ist das Wetter ruhig, trocken und meist trübe, bei durch⸗ schnittlich geringer Wärmeänderung. etter ohne erhebliche Wärmeänderung ist wahrscheinlich.

SSO 1 sbedeckt V

4 wolkig 5,0

Ruhiges, meist trockenes

Deutsche Seewarte.

Mitteilungen des Königlichen Aöronautischen Observatoriums Lindenberg bei Beeskow, veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufstieg vom 13. Februar 1906, 9 bis 11 Uhr Vormittags:

Station

122 m 500 m 1000 m 1500 m 1780 m

Skudesnes

wolkig

Skagen

Dunst

der Post⸗ und Vestervig..

Schnee

Kopenhagen

bedeckt

Karlstad

bedeckt

SeSIS=SSISSS=Z

Ort und S Stockholm

Dunst

16

Nebel

Offentlicher Anzeiger.

2

Windes.

Temperatur (C 9 Rel. Fchtgk. (%

Wind⸗Richtung. 0 9 Geschw. mps 3

Bis 300 m Höhe geringe Temperaturzunahme.

und 1270 m Stratocumuluswolken, darüber Temperaturzunahme von

7,8 bis 1,5 ° bei 1550 m, Abnahme der Feuchtigkeit und des

2,1 59 29 2,1 87 93 unter 73 zuneh⸗

8 mend 8S0] sso 1

1,1 92²

880 4 5 Zwischen 10600

6. auf Aktien und Aktiengesellsch. 7. Erwerbs⸗ und Wi

8. Niederlassung ꝛc. von 9. Bankausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

sgenossenschaften. e tsanwälten. v““

1“ 1

1) Untersuchungssachen.

Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Reisenden Carl

Lesche, geboren den 26. Juli 1875 zu Blasewitz,

welcher sich verborgen hält, soll eine durch vollstreck⸗ bares Urteil des Königlichen Landgerichts I in Berlin vom 30. November 1905 erkannte Gefängnisstrafe von 6 Wochen vollstreckt werden. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichts⸗ gefängnis abzuliefern sowie zu den hiesigen Akten 3 D M Nr. 83. 05 sofort Mitteilung zu machen. Berlin, den 7. Februax 1906. Der Königliche Erste Staatsanwalt beim Landgericht I. Beschreibung: Alter: 30 Jahre, Größe: 1 m 69,5 cm, Statur: kräftig, Haare: dunkelbraun, Augen: grau, Nase: mittel, Mund: mittel, Bart: blond, Gessicht⸗ oval, Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: Krampfadern, l. Leistenbeuge narbig.

[87960] Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungssache gegen den Rekruten Arno Baum aus dem Landwehrbezirk II Bochum wegen Feheenslaaht wird auf Grund der §§ 69 ff. des

ilitärstrafgesetzͤbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.

Münster i. W., den 12. Februar 1906

Gericht der 13. Division.

Garnison Ulm. 8 Fahnenfluchtserklärung und Beschlagnahmeverfügung.

In der Untersuchungssache gegen den Musketier 3/180 Josef Gerspach aus Weizen, Bez.⸗Amt Bonndorf, Baden, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt und ein im Deutschen Reiche befindliches Vermögen mit

eschlag belegt.

Den 12. Februar 1906.

Kgl. Württ. Gericht der 27. Division.

. Verfügung. Die unterm 17./12. 5. 05 gegen den Kanonier Friedrich Wilhelm Helten, 1. F⸗A. 31, aus⸗ gesprochene Fahnenfluchtserklaͤrung wird hiermit zurückgenommen. (Vergl. Nr. 120 des Reichs⸗ anzeigers vom 22. 5. 05 pos. 16423.) Straßburg, den 12. Februar 1906. Königliches Gericht der 31. Division.

[88208]

2) Aufgebote, Verlust⸗ u. Fund⸗ sachen, Zustellungen u. dergl.

[88014] Aufgebot. Die Witwe Anna Schroweg, geb. Kloninger, in Charlottenburg, Spandauerberg 29, vertreten durch den Rechtsanwalt Leyser in Charlottenburg, hat das Aufgebot von zwei angeblich verloren gegangenen, am 9. Juli 1895 ausgestellten und am 9. Oktober und 9. November 1895 zahlbaren Wechseln über je 1200 ℳ, die auf den Grafen Gersdorff, damals in Charlottenburg, jetzt in Halensee, Bornimerstraße 19, gezogen und von ihm angenommen waren, beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 18. September 1906, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, im Zivilgerichtsgebäude, Amtsgerichts⸗Platz, 1 Treppe, Zimmer 19, anberaumten Aufgebots⸗ termine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Charlottenburg, den 1. Februar 1906. Königliches Amtsgericht.

Abteilung 19.

[87574] Aufgebot. F. 1/06. 1.

Der Anstreichermeister Friedrich Voß zu Dort⸗ mund, Uhlandstr. 26, hat das Aufgebot des angeblich verloren gegangenen, mit seinem Akzept versehenen Wechsels über 2903 ℳ, datiert Herne i. Westfalen, den 11. Dezember 1905, zahlbar bei H. Schlenkhoff,

erne, drei Monate nach dato, geschrieben auf ein

ormular der Firma H. Schlenkhoff, beantragt. Der

nhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 22. August 1906, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Filiale Schulstraße Nr. 20, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzu⸗ legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Herne, den 24. Januar 1906.

Königliches Amtsgericht.

[88046] Aufgebot. 1

Der Kaufmann Adolf Kesting zu Mülheim a. d. Möhne, vertreten durch Rechtsanwalt Burger zu Lippstadt, hat das Aufgebot des angeblich verloren egangenen, von dem Kaufmann C. D. Brülle zu Lippfadt zu Gunsten des Kaufmanns Adolf Kesting in Mülheim a. d.

öhne angenommenen Wechsels vom 16. Januar 1906 über 550 fünfhundertfünfzig Mark —, fällig am 16. April 1906, beantragt. Der Inhaber

den 2

der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf 1 tember 1906, Vormittags 10 Uhr,

8

vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Auf⸗ gebotstermine seine Rechte anzumelden und die Ur⸗ kunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Lippstadt, den 6. Februar 1906. Königliches Amtsgericht. Liebrecht.

[88015] Aufgebot.

Der Kaufmann Paul Schwengler in Bielefeld, Augustastraße 10 I, hat das Aufgebot des Briefes über die im Grundbuch von Stadt Guhrau Bd. III Bl.⸗Nr. 122 Abt. III Nr. 36 für ihn eingetragene Teilhypothek von 5000 Darlehn, en am 14. Juli 1890, ihm übereignet am 15. Juni 1898, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 28. Mai 1906, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte an⸗ zumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls der Brief für kraftlos erklärt werden wird.

Guhrau, den 10. Februar 1906. 8

Königliches Amtsgericht.

[88045] 8 Aufgebot. F 4/06. 1. Der Eigentümer Georg Erdmann zu Westerbauer hat das Aufgebot der verloren gegangenen Hypo⸗ thekenbriefe über die im Grundbuche von Wester⸗ bauer Band I Blatt 69 in der III. Abteilung unter Nr. 11 und 12 für den Kaufmann Friedrich Höfing⸗ hoff in Voerde eingetragenen Hypotheken in Höbe von 555 und 195 Talern beantragt. Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 19. Juni 1906, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Auf⸗ gebotstermin ihre Rechte anzumelden und die Ur⸗ kunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Haspe, den 8. Februar 1906. Königliches Amtsgericht.

[88019) K. Amtsgericht Leonberg. Aufgebot. ]

Die Dorotea Wohlleber, Witwe des Alexander Wohlleber, Schreiners in Merklingen, und ihre 6 Kinder Jakob, Karl, Alexander, Friederike, Ernst und Otto Wohlleber, haben als Eigentümer der Grundstücke P. Nr. 4182/1 und 4182/2 33 a 58 qm Acker im Kläringsberg und P. Nr. 1799 11 a 63 qm Hopfenacker in der Halden, Markung Merklingen, das Aufgebot zum Zwecke der daggglläan des Gläubigers der auf diesen Grundstücken haftenden, im Unterpfandsbuch Bd. 14 Bl. 135 und im Grund⸗ buchheft Nr. 440 und 441 unter Nr. 2 für die nun verstorbene Fräulein Natalia Herbort in Stuttgart. deren Rechtsnachfolger unbekannt sind, eingetragenen

Darlehnshypothek vom 16. September 1874 im Betrage von 200 Fl. = 342 86 ₰, verzinslich zu 5 %, beantragt. Der Gläubiger wird aufgefordert, spätestens in dem auf Samstag, den 26. Mai 1906, Vormitt. 9 Uhr, bestimmten Aufgebots⸗ termin seine Rechte anzumelden, widrigenfalls die Ausschließung mit seinem Rechte erfolgen wird.

Den 10. Februar 1906.

Stv. Amtsrichter z.

[88042] Aufgebot. 7 F. 1/06. 1.

Die Rentnerin Agnes Freiin von Geyr⸗Schweppen⸗ burg auf Haus Röttgen bei Rath hat das Aufgebot des verloren gegangenen Hypothekenbriefs vom 25. Ok⸗ tober 1899 über die auf dem Grundbuchblatt des Grundstücks Band I Art. 23 des Grundbuchs von Heumar Abt. III Nr. 3 für sie ein ju 3 % vom 21. Oktober 1899 ven nslichen Kaufpreis⸗ rest von 9400 beantragt. Der Inhaber der Ur⸗ kunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den

dem unterzeichneten Gericht, Abt. VII. Zimmer ʒNr. 21, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, falls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen Mülheim a. Rhein, den 5. Februar 1906. Königliches Amtsgericht. Abt. 7. 18cag- de Pers habe Aufgedo üder

Folgende Personen haben das t der die nachstehend verzeichneten Posten nebst Zinsen ge⸗ bildeten Hypothekenbriefe beantragt:

1) Der Vorschuß⸗Verein Schwetz, dertreten durch den Kontrolleur Grzenia hier.

a. über die für ihn auf Schönau Blatt 4 Ab⸗ teilung III Nr. 3 eingetragenen 1200 Wechsel⸗ forderung.

b. über die für ihn auf Wildelmsmark Blatt 30 III Nr. 40 eingetragenen 1200. Wechsel⸗ orderung.

2) Die Besitzer Alexander und Marianng. geh. Riegielski, Mrozinskischen Cheleute in Heinrichsdorf, vertreten durch den Kontrolleur Grzenia hier, über die für di; Geschwister Born auf —— Blatt 26 Abteilung III Nr. 2 eingetragen gewesenen 892 Taler 16 Sgr. 3 Pf. päterliche Erbteile, welcher Brief nur noch über 127 Taler 15 Sgr. 2 Pf. An⸗ teil des Otto Bern lautet.

3) Der Rentier Samuel Davis hier, Bevoll⸗ mächtigter der Besitzer Anton und Franz ged. Klossowaka, Demdekschen Eheleute in Schwekatowo, vertreten durch den Rechtsanwalt Gaertig hier, üder die für die katholische Kirche zu Schwekatowo auf Schwekatewo Blatt 12 Abteilung III Nr. 16 ein⸗ getragenen und auf Schwekatowo Blatt 172. 191

dertr i 119 Taler 15 Sar.

14. August 1906, Vormittags 10 Uhr, dor