zu erklär vorteilhaft
Diese ständige Abaahme der Anbaufläche ist damit daß es zur Zeit für den ägyptischen Landwirt bedeutend
1903/04 66 345
373 116 39 160 8 398 23 885
Die Anbaufläche des Nili⸗Reis ist um etwa 6000 und die
Sefi⸗Reis um mehr als 30 000 Feddan gewachsen. Da die Wasser⸗ zusuhr reichlich war, lieferte die Ernte ein befriedigendes Ergebnis. Die Ausfuhr, die in den letzten Jahren eine steigende Tendenz geleigt hatte, ist freilich im Berichtsjahre ein wenig zurückgegangen. Sie ist
in Ballen
nach Deutschland
Großbritannien . Oesterreich⸗Ungarn. Belgien 1“
ist, Baumwolle anzubauen als Zuckerohr, für das die im Besitze d
Société Générale des Sucreries et de la Raffinerie d'Egyp; G 89 8 befindlichen ägyptischen Zuckerfabriken nur geringe Preise zahlen. Innn 8 11XAA“
hauptsächlich nach der Türkei gerichtet; doch waren 1904 auch Frank⸗ Spanien Im einzelnen stellte sich 8
reich und 1903 auch Italien gute Abnehmer. die Ausfuhr der letzten Jahre folgendermaßen: 1“ 6 504 Tonnen = 74 562 L. L. ““ 95 431 L. E bo11u“ 118 311 L. E
“ 85 .
15 549 153 257 L. E 6 118,559 T. W. Die Einfuhr von Reis, die in stattfindet und hat sich, wie folgt, gestaltet: 18a 44 256 Tonnen 1909Ö9b. 9 291 . 190 8ß. 38 5
326 195 L. E. 279 007 L. E = 314 346 L. E 1904. 47 248 351 141 L. E. 1905. 40 815 315 404 L. E.
Der diesjährigen Zwiebelernte wurde mit großer entgegengesehen,
säcentich lebhaft sein würde. Ueber den Umfang und die chaffenheit der Ernte war man bis
waren im Oktober regnerisch gewesen.
dampfern war der Raum voraus belegt. Die 9 begann aber erst zu Anfang M zugeführt 1905 1904 Kantat 884 917 192 436
(1 Kantar = 44,928 kg.) Für die Erstlin
für den Kantar, beza 60 und 75 P. T. für den Kantar. zugeführt gegen Preise stetig
1903 163 560.
pro Kantar losgeschlagen werden. die Exporteure zu Anfang der wieder ausgeglichen. Durchschnitt 45 P. T. pro Kantar, als ein befriedigendes Ergebnis betrachtet werden kann.
Die Gesamternte war um etwa 30 % größer als im vorigen
Jahre.
Die Ausfuhr betrug im ganzen fast 2 Millionen Sack (zu 38*— e über Port Said und Suez verschifft wurden, in den letzten 4 Jahren
und gestaltete sich im einzelnen, abgesehen von geringen Mengen, d
folgendermaßen:
(In Säcken zu 50 kg) nach englischen Häfen. Genua und Venedig. “ Antwerpen, Dünkirchen Frhseg
Hha .. Levante
1903 910 164 22 719 12 670 14 956 77 267 217 159 256 610 365 835 2 427 25 938 16 413 128 570
zusammen 15 070 1 320 327 1272 15 1 906 655
Der Wert der Zwiebelausfuhr bezifferte sich in den letzten Jahren folgendermaßen: 129 926 L. E.
100 697 L. E. 191 158 L. E. qC8N
sichten der Baumwollernte waren im Frühjahr 1904 ziemlich gut, doch machten sich im Juni Raupen bemerkbar und später trat Nebel ein, sodaß die Ernteaussichten sich erheblich ver⸗ minderten. Die Klagen wurden so Süeeen. daß die Alexandria Produce Association, die noch im Oktober eine Ernteschätzung von 6 ½ Millionen Kantar aufgestellt hatte, ihre Schätzung im November auf 6 Millionen Kantar ermäßigte. Im Laufe der Saison hat sich dann allerdings herausgestellt, daß die Befürchtungen übertrieben gewesen sind. Denn das Ergebnis der Ernte des Jahres 1904 ist endgüllig fest⸗ gestellt worden auf 6 313 370 Kantar. Dazu trat der am 1. Sep⸗ tember 1904 vorhandene Vorrat von 409 000 Kantar, zusammen 6 722 370 Kantar.
Die früheren Jahre hatten folgende Zahlen ergeben:
1902/03 190 oP 117 300 69 000
5 838 790 6 508 947
5 956 090 6 577 947 5 887 090 6 168 947
69 000 409 000.
190² 618 339 5 648 11 293 8 509 51 695
1904 931 579 10 307 9 708 10 062 78 271
1905 945 431 46 949 97 719 55 694 104 720 617 539
“
Vorrat am 1. September . Zufuhr während des Jahres. Ausfuhr und Verbrauch Vorrat am 1. September Der Mehrertrag des Jahres 1904 gegen die Schätzung entfällt ausschließlich auf berägypten, wo man mit einer Emne von 900 000 Kantar rechnete, während sie tatsächlich fast 1 ¼ Millionen Kantar betragen hat. 8 Die angebaute Fläche betrug 1904 irn . .....1162 10 Hehbian WW8388“ 8 zusammen .1 436 707 Feddan im ganzen..
also 1904
E“ 1 107 297 Feddan mehr als im Jahre 1903. 8
Die Beschaffenheit der Ernte war nicht sehr befriedigend; nament⸗ lich macht sich der Umstand geltend, daß die Raupen durch ihr zeitiges 8 Auftreten im Frühjahre gerade die zuerst sich entwickelnden Kapseln, die die beste Baumwolle bringen, vernichtet hatten. Besondere
Qualitäten waren daher im letzten Jahre verhältnismäßig selten. Was die Preisbildung anlangt, so bewirkten die beunruhtgenden Nachrichten über die Ernteaussichten, die damals vernehmbar wurden, ein Steigen eee die Mitte November 16 Taler (1 Taler =
ollar) für den Kantar erreichten. Als aber gestellt wurde, daß Amerika eine sehr gute Ernte hatte, nd e dort stark zurück gingen, folgten auch die Preise des hiesigen Marktes dieser weichenden Tendenz im allgemeinen und er⸗ reichten Ende Januar den niedrigsten Stand von 11 ½ Talern. Dann gingen die Preise wieder stetig aufwärts und im Mai gab es sogar ine starke Haussebewegung. Eine Spekulantengruppe hatte den größten Teil der Maikontrakte in ihren Händen, und ,365 ihres Vorgebens stiegen die Preise für Mailieferung außerordentlich, bis sie am 22. Mai mit etwa 18 Talern den Pöhepunkt erreichten. Allmäblich trat wieder Berrhigurg ein, aber die Preise blieben während der ganzen übrigen Saison ziemlich hoch.
Von der oben berechneten Gesamtmenge von 6 722 370 Kantar
urden verschifft und verbraucht „6 376 370 8
Es blieben somit am 1./9. 1905 ein Vorrai von 525 000 Fantar Ueber Alexandrien wurden in der Zeit vom 1. September bis zum 31. August ausgeführt:
85 1.“ “
- der Hauptsache von Ostindien her ist in den letzten Jahren ziemlich gleichmäßig geblieben
Spannung und zwar hesonders deshalb, weil man mit Rücksicht auf die Exschöpfung der Vorräte in Europa zu der Annahme be⸗ rechtigt erschlen, 8 die Nachfrage der europäischen Märkte ₰
e e⸗ zum Schluß zweifelhaft. Zwar gegen das Vorjahr bedeutend mehr Zwiebeln an⸗ gebaut worden; indessen war die Witterung andauernd kühl und Immerhin stand eine reichliche Ernte in Aussicht. Auf den regelmäßig nach Triest verkehrenden österreichischen Lloyd⸗ für die Zwiebelladungen schon lange im
ten Zufuhren fanden bereits am 12. Februar, etwa acht Tage feñher, als im Vorjahre, 8 die eigentliche Zwiebelsaison rz. In diesem Monat wurden
sware wurden sehr hohe Preise, bis zu 1 L. St. lt. Durchschnittlich hielt sich der Preis zwischen Im April wurden 965 893 Säcke 792 404 im Jahre 1904. Infolgedessen gingen die t erunter und betrugen im April durchschnittlich nur noch
35 bis 28 P. T. Der Rest der Ernte mußte sogar für 25 P. T. So wurde der hohe Nutzen, den Saison gezogen hatten, zum Teil Der von ihnen gezahlte Einkaufspreis betrug im was für die Pflanzer immerhin
den Vereinigten Staaten von Amerika. . . v Frankreich.. 8 Indien. IFtalien. Japan. Rußland
er Türkei u. anderen Ländern
70 603 1 549
32 319
11 833 56 132 42 299
2106
8 8
56 472 69 785 610 44 554 9 734 66 089 38 260 1 015
84
zusammen ...
e Schweiz “ D
ert der Baumwollausfuhr betrug in 11 833 271 L. E. 13 886 422 L. E. 15 676 814 L. E. 8 16 702 722 L. E.
1 .15 908 417 1. E. Auch in diesem Jahre ist die Anbaufläche wieder bedeutend ver⸗ Tas Verhältnis der eizens verschiebt sich immer Der Unterschied zwischen
“ 1902. 1903. 1904
1905
. worden, und zwar um 130 nbauflächen der Baumwolle und
839 518
000 des
mehr zu Gunsten der erstgenannten Frucht. beiden beträgt bereits 400 000 Feddan.
Die Aussichten für die neue Ernte waren vom Beginn der Aus⸗ saat bis spät in den Herbst hinein so vorzüglich, wie sie es bisher Zeit lang an eine Ernte von 7 Millionen Kantar und darüber geglaubt. Dabei war man hauptsächlich von der Annahme ausgegangen, daß die ober⸗ ägyptische Ernte bedeutend größer ausfallen würde, als im vergangenen G Das war ein Irrtum. Die Ernte in Ober⸗Aegypten und im südlichen Delta hat vielmehr durch die ungünstigen Witterungs⸗ Einbuße erlitten. Ueber das Gesamt⸗ ist man noch immer im Zweifel; doch ist man daß sie zwischen 6 ½ und 6 ¾ Millionen Kantar be⸗
Im Jahre 1904 wurden an Baumwollsamen nach Alexandrien .. 3 696 928 Ardeb.
Im Innern des Landes wurden verbraucht und zwar in den Oelfabriken in Kafr El Sajat und
noch niemals gewesen waren.
Jahre.
verhältnisse eine erhebliche ergebnis der Ernte darüber einig, tragen wird.
zugesühit“
Zagazig..
Die Gesamternte betrug olsöo . Dazu tritt der am 1. September 1904 vorhande
gewesene Vorrat von
Davon wurden ausgeführt
nach Engladn 2 949 034 Ardeb.
nach Frankreiihzßb nach verschiedenen Häfen .. .
Man hatte eine
eddan.
zusammen.
121 305 147 716
797 425
342 000
den letzten Jahren 2
n
. 4 038 928 Ardeb. 247 527
zusammen 3 218 055 Ardeb.
Dazu kommt der Verbrauch der Oelpressen in Alexandrien.. Kafr El Sajat und Zagazig..
478 000 342 000
zusammen. 4 038 055 Ardeb. 4 038 055 Ardeb. Es bleibt somit am 1. September 1905 ein
Vorrat von
Der Wert der Baumwollsamenausfuhr
Jahren: 1900 . 19059 1903.
Eine Ausfuhr von Baumwollkuchen findet nur nach England Sie betrug in diesem Jahre 75 000 t gegen 68 000 t im ß gegen dieses Vieh⸗
statt.
Vorjahre. Die hiesigen Exporteure meinen, da das nicht be⸗
Höö
1 940 240 L. E. . 1 909 409 L. E. . 1 501 416 L. E. . 1520 145 L. ER. . 1 714 022 L. E.
futter in Deutschland ein Vorurteil herrsche, Die Anbaufläche des Zuckerrohrs, die im Jahr
1901/02 1902/03 1903/04
88 059 72 679 „ 66 928 „
ist im Jahre 1904/05 auf 60 043 „
Feddan
8
betragen hatte,
zurückgegangen.
gründet
248 400 Ardeb. betrug in den letzten
sei.
im Jahre 1904 die ägyptischen Zuckerrohrpflanzer für ihre Ern übertriebene forderten, ging die genannte Gesellschaft nik darauf ein, sondern ließ von dem Auslande Tausende von Tonne Rohzucker kommen. Das mag manchen Landwirt von dem fernern Anbau des Zuckerrohrs abgeschreckt haben. Die Zuckereinfuhr p anschaulicht nachstehende Zusammenstellung: 1 7 424 Tonnen 10 362 7 675
= 76 980 L. E. 8 = 95 730 L. E. 8 = 72 252 L. E. . „ B. = 233 730 L. E. 2 . 39418 „ 485 581 L. E. 8 zum Jahre 1903 wurde kein Rohzucker nach Aegypten en Sbegss e egen wurden in den beiden letzten Jahren M. gan deutende Mengen importiert, und die Zuckereinfuhr des Jahre 1904 übertraf die des Jahres 1903 um das Dreifcche. Im Jahr 1905 wurde wiederum das Doppelte der Einfuhr des Jahres 190¹ eingeführt. Eine Ausfuhr von Zuckerrohr findet überhaupt ni Die Ausfuhr von Zucker ergibt sich aus der folgenden Ue (Für das Jahr 1901 und 1902 in Tonnen, für 1903 und 1904 ih
Kantar.) Jahr Roter Weißer 2 668 46 669
1901 1902 3 447 19 747 L. E. 41 242 131 985 741 013
1903 31 710 L. E. 1904 52 057 12 739 L. E. 459 027 Die Ausfuhr des Jahres 1905, für das nicht vorliegen, betrug insgesamt 684 764 Kantar und der Wen 400 022 L. E. Seit dem Jahre 1901 hat ein ständiger Rückgang in der Ausfuhr stattgefunden; erst das Jahr 1905 hat wiederum eine erhebliche Steigerung gebracht. Doch sind die Aussichten für die Za⸗ kunft durchaus unsicher.
Bis
Zucker. 521 068 L. E. 342 226 L. E. 300 091 L. E. 225 818 L. E.
genauere Angaben noch
Zucker AI7LL E
Heft 3 (1906) des „Tropenpflanzers“, Organs des Kolonigl. wirtschaftlichen Komitees in Berlin, Unter den Linden 40, enthäl eine Reihe von Aufsätzen, die sich mit verschiedenen Kulturmethoden in den Tropen beschäftigen. An erster Stelle berichtet Dr. Strunk, Leiter der Versuchsanstalt für Landeskultur in Victoria, Kamerun über eine neue Anzapfungsmethode für Kickzia elastica. Er be⸗ rechnet den Ertrag eines 6 1 jährigen Kickriabaumes, der nach seine Methode angezapft wird, auf 120 g Kautschuk im Jahre, was 180 kg auf 1 ha entspricht. einem Marklpreise dor nur 6 ℳ für 1 kg wäre der Bruttoertrag eines Hektars 6 ⅛ jährige — mehr als 1000 ℳ Die Rentabilität de Kickriapflanzung scheint auf diese Weise außer jedem Zweifel zu stehen. Dr. Stroschein empfiehlt Karbolineum zur Bekämpfung von Pflanzen⸗ erkrankungen parasitärer Natur. Ludwi der von ihm mit der Büttnerschen Oberhessen, angestellten Versuche mit. Eine Reihe von Abbildungen illustriert die Wirkungsweise dieser für die tropischen Pflanzungen wichtigen Erfindung. Kindt ist der Ansicht, daß die Büttnersch Baumrodemaschine ein vorzügliches Hilfsmittel bei der Anlegung dor I““ den Tropen abgeben wird. Zwingenberger bespricht m einem Aufsatz „Zur Kultur des Kakaobaumes in Kamerun“ die de⸗
Zaumrodemaschine in Lange,
schiedenen für den Kakaobaum in Betracht kommenden Schnittmethoden.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs 1u e.“ 11
Die niederländische Regierung hat durch Verordnung vom 6. d. M. bestimmt, daß die früher zur Abwehr der Pest angeordneten Maßregeln für die Dauer eines weiteren ahres in Kraft bleiben. (Vergl. „R.⸗Anz.“ vom 5. März 1904, Nr. 56.)
Sypdney, 15. März. (Meldung des „Reuterschen Bureaus“ In dieser Woche find hier zwei Pestfälle 88
Stand der Tierseuchen in Oesterreich am 28. Februar 1906.
(Nach den vom K. K. österreichischen Ministerium des Innern veröffentlichten Ausweisen.)
Klauen⸗
seuche
Rotz und Wurm
Pocken V Räude
der
Zahl der verseuchten Orte:
t statth
Kindt teilt die Ergebnise!
Niederösterreich berösterreich..
Salzburg.
₰ 8 8
Vorarlberg 4 Böhmen
I1emlIEIIIIIIIII
(MNach den
Maul⸗ und Klauen⸗
seuche
brand
Milz- Lungen⸗ Rotz
EIIIILIIIIEILIII
-—
’1 53 12 1
5
11 15 6
11 1 2
13
10
—
Stand der Tierseuchen in Oesterreich am 7. März 1906. vom K. K. österreichischen Ministerium des Innern veröffentlichten Ausweisen.)
und
seuche Wurm
Pocken V Räude
Schweine 8 5— etashe
Rausch brand
Zahl der verseuchten Orte:
Niederösterreich Oberösterreich. Salzburg... Steiermark.. Kärnten.. Ihnin .. Küstenland. e. Vorarlberg Böhmen. Galizien . Bukowina
SeSlIHItlIeellitl
EiIIIIIIIII
SeISIISIiIIIII
FIIIIEIIIIIHI
1 1 59
12
1-eSXIIIlIeSISelle 111-=8Al l we.1„
Handel und Gewerbe.
(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten Nachrichten für Handel und Industrie“.) 1“
Geschäftsverbindungen zwischen Deutschland und Holland. 88
Im Reichsamt des Innern, Berlin, Wilhelm⸗ straße 74, liegt während der nächsten vier Wochen das als Supplement zum „Algemeen Nederlandsch Exportblad“ erscheinende Heft „Holland Abroad“ für Interessenten zur Einsichtnahme im Zimmer 175 aus. In diesem Hefte finden sich eine deutsche Uebersetzung von Adressen niederländischer Industriellen und Handelsfirmen, ferner Mitteilungen über die von dem Bureau vermittelte Verbindung zwischen ausländischen Firmen und aus⸗ ländischen Fabrikanten und über Auskunftserteilung, welche das Bureau Abernkinktk “
Errichtung von Kreditauskunfteien in Rußland. gu dem 238 vom 9 /22. Mai 1905 über die Errichtung von Kreditauskunfteien in Rußland sind vom russischen Minister für Handel und Industrie Ausführungsvorschriften erlassen worden. Hiernach hat der Inhaber eines Kreditsauskunftskontors vor Eröffnung des Betriebz eine Sicherstellung von 25 000 Rbl. für das Kontor und die ersten drei Abteilungen (Zweiganstalten) und überdies je 5000 Rbl. für jede weitere Abteilung als Depositum des Ministeriums für Handel und Industrie zu hinterlegen. Der Inhaber der Aus⸗ kunftei hat der Handelsabteilung die Formulare für alle Auskänfte, die er dem Publikum zu geben gedenkt, ferner die für sein Kontor erlassene Dienstanweisung und die Formulare der Bücher für Geld⸗ eintragungen zur Genehmigung einzureichen. Bei Erteilung von Aus⸗ künften sind Abschriften der verabfolgten Angaben in den Akten des Kontors zurückzubehalten und zehn Jahre lang aufzubewahren. Zu Anfang eines jeden Jahres sind dem Ministerium allgemeine Angaben über die Zahl der von ihnen im verflossenen Jahre erteilten Auskünfte einzureichen und dabei kenntlich zu machen wie sich die Auskünfte auf die einzelnen Branchen von Handel und Industrie und auf die ein⸗ zelnen Orte des Reichs verteilen, jedoch ohne die Namen der handel⸗ treibenden Personen und Firmen, die Auskünfte eingeholt haben, zu erwähnen. (Nach einem St Petersburg.)
“
Bedarf an Gefriermaschinen in Argentinien.
Die Einrichtung von Gefrierräumen in Argentinien wied vor⸗ aussichtlich im laufenden Jahre viel eifriger als bisher betrieben werden, und der Bedarf an dazu benötigten Maschinen und Aus⸗ rüstungen dürfte eine erhebliche Steigerung erfahren. Die Regierung der Republik hat kürzlich ein Gesetz veröffentlicht, wonach die Einfuhr von Maschinerie für die Ausstattung von Gesrierräumen zur Konser⸗ vierung von Fleisch, Geflügel, Gemüse, Früchten und anderen Nah⸗ rungsmitteln, im Jahre 1906 zollfrei erfolgen darf. Durch dieses Gesetz wird bestätigt, daß ein erheblicher Bedarf solcher Anlagen in Argentinien vorliegt, und daß sich die Regierung bemüht, die Ein⸗ richtung der Gefrierräume zu unterstützen, die nameatlich dem Ver⸗ sand von Lebensmitteln auf größere Entfernungen und ihrem Export zugute kommen werden. (Nach Monthly Bulletin of the Inter- national Bureau of the American Republies.)
Ausschreibungen. Rassser Das 3“ zum Bau der Altai⸗Bahn ist im russischen Ministerium für Handel und Industrie auegearbeitet worden. Diese Bahn hat den Zweck, die Ausbeutung der Reichtümer des der russischen Kaiserfamilie gehörigen Altaibezirks zu erleichtern, die bisber mangels Eisenbahnverbindung verlusthringend gewesen ist. Die Eisenbahn ist in einer Länge von 288 Werst geplant. Die Ausgaben für den Unterhalt dieser Bahn würden sich in der ersten Zeit nicht bezahlt machen, doch hätte die Sibirische Bahn dafür billige Kohle, welche mit dieser Bahn angebracht werden könnte. (St. Petersburger Zeitung.)
Elektrische Beleuchtungs⸗ und Straßenbahnanlage in Zarizyn (Rußland). Die Stadtverwaltung von Zarizyn an der unteren Wolga trägt sich mit dem Gedanken der Aufnahme einer Anleihe zwecks Einrichtung der elektrischen Beleuchtung und Bau einer elektrischen Straßenbahn. (Handels⸗Museum, Wien.)
Lieferung von Papier nach Madrid an die Fäbrica Nacional de la Moneda y Timbre, und zwar: 420 Ries Papier ohne Eade von violetter Farbe und 23 Ries desgl., weis, für Zwecke der Alkoholsteuerverwaltung usw. Anschlag: höchstens 5628 Pesetas. Eine öffentliche Submission findet nicht statt.
Die Installation der Gasbeleuchtung für die Stadt Sabadell (Spanien, Provinz Barcelona) soll am 19. April 1906 beim Ayuntamiento Constitucional de Sabadell vergeben werden. Der Kontrakt soll für die Zeit vom 1. Juli 1906 bis 30. Juni 1914 abgeschlossen werden. Bietungskaution: 1415,20 Pesetas. Kostenvoranschlag: 28 304,10 Pesetas jährlich. (Gaceta de Madrid.)
Lieferung von Brückenbaumaterial und Eisenbahn⸗ achsen nach den Niederlanden. Es handelt sich um den eisernen Oberbau nebst Zubehör zu 57 Brücken für Hauptbahnen (bestek Nr. 414) und um 150 Eisenbahnwagenachsen mit Scheibenrädern (bestek Nr. 415). Die Vergebung erfolgt durch das Ministerie van Koloniön in 's Gravenhage am 4. April 1906, Mittags. Die bestekken liegen im Lechnischen Bureau des genannten Ministeriums zur Einsicht aus und können auch durch die Firma Mart. Nijhoff in 's Gravenhage, Nobelstraat 18, zum Preise von 6 Gulden für bestek Nr. 414 und 2 Gulden für bestek Nr. 415 bezogen werden. (Neder- landsche Staatscourant.)
Die Lieferung der für Kanalisationsanlagen in Belgrad erforderlichen Eisenteile wird von der Kanali⸗ sationsabteilung des Eemeindegerichts in Belgrad, Jugovitsa ulica No. 1, erneut ausgeschrieben. Verhandlungstermin: 28. März 1906.
. (Handels⸗Museum, Wien.)
Die Erweiterung des Hafens von Buenos Aires wird von der argentinischen Regierung in Vorschlag gebracht. Die Kosten würden sich auf 1 750 000 Pf:d. Sterl. belaufen Die Regie⸗ rung wird das Projekt dem Parlament bei Eröffnung der Session unterbreiten. (Moniteur Officiel du Commerce.)
Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 15. März 1906. Ruhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen 20 658 7 117
11111“ .1 908 und 220
ericht des Kaiserlichen Generalkonsulats in
wollen.
80 ℳ gegen 65 ℳ
zeiger und Königlich Preußischen
Berlin, Freitag, den 16. März
taatsanzeiger.
Das Oberbergamt verlieh, laut Meldung der „Köln. Ztg.“, dem A. Schaaffhausenschen Bankverein in Cöln und der Dresdner Bank in Berlin rund 8 ¼ Mill. am Bergwerkseigentum in der Gemeinde Erkelenz, zur Gewinnung der im Felde vorkommenden Steinkohlen. 8 —
—. Die Generalversammlung der Mittelrheinischen Bank zu Koblenz und Duisburg, in welcher 24 Aktionäre ein Kapital von 10 662 000 ℳ vertraten, genehmigte die Bilanz setzte die sofort zahlbare Dividende auf 8 % fest und beschloß die Erhöhung des Aktien⸗ kapitals von 12 000 000 ℳ auf 20 000 000 ℳ durch Ausgabe von 8 000 000 ℳ neuer, für 1906 nur zur Hälfte dr Aktien, die seitens eines Konsortiums zum Kurs von 125 % fest über⸗ nommen und wovon 4 000 000 ℳ den alten Aktionären zum gleichen Kurse von 125 % dergestalt zum Bezuge angeboten werden, daß auf je 3600 ℳ alter Aktien eine neue Aktie von nom. 1200 ℳ entfällt.
— In der gestrigen Versammlung der Zechenbesitzer des Rhei nisch⸗ Westfälischen Kohlensyndikats wurden, nach eirem Bericht der „Rbein.⸗Westf. Zig.“, die Beteiligungsanteile für Kohlen auf 85 %, füc Koks auf 93 % und für Briketts auf 90 % für das zweite Vierteljahr 1906 festgesetzt. Nach dem Bericht des Vorstands betrug der Absatz im Januar 1906 bei 25 ¼ Arbeitstagen 5 597 298 t Kohlen und im Februar 1906 bei 23 ½ Arbeitstagen 5 262 184 t. Im Februar wurden arbeitstäglich 227 554 t abgesetzt. Die lebhafte Tätigkeit, welche sich in dem verflossenen Jahre, namentlich in der zweiten Jahreshälfte auf fast allen Gebieten des heimischen Erwerbslebens bemerklich machte und einen starken Bedarf an Brennmaterialien zur Folge hatte, hat in den Berichtsmonaten keine Unterbrechung erfahren. Die in den Monaten Januar und Februar des laufenden Jahres an das Syndikat herangetretenen An⸗ forderungen haben sich, abgesehen von Hausbrandkohlen, deren Absatz infolge der vorgeschrittenen Jahreszeit und infolge des milden Wetters ein Abschwächeng aufweist, auf alle Kohlensorten erstreckt. Ins⸗ besondere waren die Abrufe der Eisenindustrie fortgesetzt außerordent⸗ lich hoch, was allerdings zum Teil seinen Grund darin haben mag, daß die Verbraucher bestrebt waren, die durch die Kohlenknapp⸗ heit in den Herbstmonaten entstandenen Ausfälle auszugleichen; ferner sollen auch die durch die neuen Handelsverträge am 1. März d. J. eingetretenen Aenderungen in den Zollverhältnissen in der letzten Zeit auf die Steigerung der Erzeugung sür die Ausfuhr fördernd einge⸗ wirkt haben. Der Koksversand war in den beiden Berichtsmonaten außerordentlich stark; er machte im Januar 95,21 %, im Februar 93,65 % der Beteiligung aus. Ebenso weist der Brikettversand eine Zunahme auf. Im Januar wurden 89,6 %, im Februar d. J. 91,16 % der Beteiligung abgesetzt. 8
— Die Württembergischen Staatseisenbahnen verein⸗ nahmten im Februar d. J.: 4 163 000 ℳ (+ 233 543 ℳ). Ein⸗ nahme vom 1. April 1905 bis letzten Februar 1906: 57 244 000 ℳ 8. 2 607 153 ℳ). — Laut Meldung des „W. T. B.“ betrugen die
innahmen der Oesterreichisch⸗Ungarischen Staatsbahn (österreichisches Netz) vom 1. bis 10. März: 1 540 715 Kronen (30 179 Kronen mehr als i. V.), die der Oesterreichischen Südbahn vom 1. bis 10. März: 3 241 745 Kronen (185 407 Kronen mehr
als i. V.). — 88 Aufsichtsrat der SSeliger Gummiwarenfabrik be⸗ schloß, laut Meldung des „W. T. B.“ aus Leipzig, der General⸗ versammlung die Verteilung einer Dividende von zehn Prozent vor⸗ zuschlagen.
— In der am 15. d. M. abgehaltenen Sitzung des Verwaltungs⸗ rats der Banca Generala Romana, Bukarest, wurde, laut Meldung des „W. T. B.“, die Bilanz und die Gewinn⸗ und Verlust⸗ rechnung für das Geschäftsjahr 1905 vorgelegt. Nach Abzug sämtlicher Unkosten, Tantiemen der Direktion und Gratifikationen für die An⸗ gestellten, Abschreibung zweifelhafter Forderungen, eines Betrags auf die Immobilien und Abschreibung des gesamten Mobiliars beträgt der Reingewinn 1 150 619,05 Lei (Franken Der Generalversammlung, die 8*. 1. Mai nach Bukarest einzuberufen ist, soll die Verteilung einer Dividende von 8 % (gegen 6 % im Vorjahre) auf das Aktien⸗ kapital von 10 000 000 Lei und die Ueberweisung von 223 000 Lei an die Reservefonds und 12 040 Lei an deg Pensionsfonds für die Ange⸗ stellten des Instituts vorgeschlagen werden.
Moskau, 15. März. (W. T. B.) Auf Verlangen der am Außen handel beteiligten Speditionsfirmen richtete das Börsen⸗ komitee das Ersuchen an den Handelsminister, zu bestimmen, daß alle Waren, welche vor dem 1. ärz in Eydtkuhnen —Wir⸗ ballen eingetroffen sind, den Eingangszoll nach dem früheren Zolltarif bezahlen sollen.
London, 15. März. (W. T. B.) Bankausweis. reserve 28 635 000 (Zun. 813 000) Pfd. Sterl., Noten⸗ umlauf 27 927 000 (Abn. 365 000) Pfd. Sterl., Barvorrat 38 112 000 (Zun. 448 000) Pfd. Sterl., Portefeuille 33 723 000
un. 468 000) Pfd. Sterl., Guthaben der Privaten 41 012 000 Aba. 726 000) Pfd. Sterl., Guthaben des Staats 19 121 000 (Zun. 1 717 000) Pfd. Sterl., Notenreserve 26 832 000 (Zun. 777 000)
sd. Sterl., Regierungssicherheit 16 115 000 (Abn. 286 000) Pfrb⸗ Sterl. Prozentverhältnis der Reserve zu den sven 47 ½ gegen 47 in der Vorwoche. Clearinghouseumsatz 261 Mill., gegen die ent⸗ nPa- Woche des Vorjahres 7 Mill. weniger.
Total⸗
aris, 15. März. (W. T. B.) Bankausweis. Barvorrat in old 2 895 258 000 (Zun. 3 070 000) Fr., do. in Silber 1 047 582 000 (Abn. 5 150 000) Fr., Portefeuille der Hauptbank u. d. Fil. 817 803 000 (Abn. 2 086 000) Fr., Notenumlauf 4 727 457 (Abn. 7 871 000) Fr., Lauf. Rechnung d. Priv. 505 089 000 Saer 7 499 000) Fr., Guthaben des eeeee. 162 562 000 (Zun. 19 970 000) Fr., Gesamtvorschüsse 491 847 (Abn. 6 554 000) Fr., ins. u. Diskonterträgnis 7 497 000 (Zun. 449 000) Fr. Ver⸗ ältnis des Notenumlaufs zum Barvorrat 83,40.
Wollauktion deutscher Schmutz⸗ ast ausschließlich von Kammgarnspinnern, von Lausitzern, schlesischen und saͤchsischen Tuch⸗ und Stoffabrikanten wie auch von Berliner Großwollhändlern besuchte heutige Auktion deutscher Schmutzwollen nahm um 2 ½ Uhr ihren Anfang. Es standen 5000 Ztr. zur Versteigerung, und zwar 1700 Ztr. pommersche, 300 Zir. mecklenburgische, 1200 Fa märkische, 700 Ztr. preußische, 700 Ztr posensche, 300 Ztr. schlesische und 100 Ztr. sächsische Wollen. Diese Wollen wurden im Laufe der Woche im Lagerhaus Mager⸗ viehhof, Stadtbahnhof⸗Friedrichsfelde — Ost — Strecke Kaulsdorf zur Besichtigung ausgestellt. Die Auktion nahm einen schlanken Verlauf; die hierbei erzielten Preise waren folgende: pommersche Wollen brachten 63 — 94 ℳ gegen 50 — 85 ℳ in 1905, mecklenburgische 68 bis 88 ℳ gegen 67 — 74 ℳ, mäͤrkische 66 — 88 ℳ gegen 54 — 85 ℳ, preußische 62 — 91 ℳ gegen 50 — 76 ℳ, posensche 71 — 90 ℳ Fhaen 47 — 85 ℳ, schlesische 64 — 102 ℳ gegen 85 — 82 ℳ und saͤchsische Wollen 80 ℳ gegen 53 — 67 ℳ — Hieraach war die Steigerung gegen März 1986 etwa 12 — 15 %, gegen Juni 1905 10- 12 %, wenn der Preis für reingewaschene Wolle zu Grunde gelegt wird. Während bei den Rohwollpreisen der Unterschied je nach FL ein größerer oder 292 war, erzielte Dominium Schlöbnitz 78 ℳ gegen 58 ℳ in 1905, Dom. Rüdersdorf 73 ℳ gegen 58 ℳ, Dom. Ossowitz 62 ℳ gegen 55 ℳ, Dom. Dobberzin Dom. Lochwitz 102 ℳ gegen 80 ℳ,
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und Dominium Tychow 76 ℳ gegen 75 ℳ in 1905 für den Zentner. Die Verschiedenheit ist auf die mehr oder weniger gute Behandlung der Wollen zurückzuführen. Dominium Buckow erzielte 67 ℳ gegen 63 ℳ in 1905, Dominium Zierow 84 ℳ gegen 74 ℳ, Dominium Lukeschin 73 ℳ gegen 67 ℳ, Dominium Friedrichshof 81 ℳ gegen 70 ℳ in 1905 für den Zentner. Die Zahl der sachgemäß gut behandelten Stämme hat zugenommen, wodurch im Verein mit den guten Berichten über die Kolonialwollmärkte eine größere Kauflust hervorgrufen wurde. Die Auktion war nach 5 Uhr beendet.
Kursberichte von den auswärtigen Fondsmärkten.
Hamburg, 15. März. (W. T. B.) (Schluß.) Gold in Barren: das Kilogramm 2790 B., 2784 G., Silber in Barren das Kilogramm 88,10 B., 87,60 G.
Wien, 16. März, Vorm. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 4 % Rente M.⸗N. p. Arr. 99,55, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. per ult. 99,80, Ungar. 4 % Goldrente 112,90, Ungar. 4 % Rente in Kr.⸗W. 94,90, Türkische Lose per M. d. M. 150,75, Buschtierader Eisenb.⸗Aktien Lit. B —,—, Nordwestbahnaktien Lit. B per ult. —,—, Oesterr. Staatsbahn per ult. 673,50, Südbahn⸗ gesellschaft 124,25, Wiener Bankverein 562,50, Kreditanstalt, Oesterr. F ult. 669,75, Kreditbank, Ung. allg. 790,00, Länderbank 443,00,
rüxer Kohlenbergwerk —,—, Montangesellschaft, Oesterr. Alp. 540,50, Deutsche Reichsbanknoten per ult. 117,52
London, 15. März. (W. T. B.) (Schluß.) 2 ½ % Englische Kons. 90 5⁄16., Platzdiskont 3 , Silber 29 ⅞ *
Parig, 15. März. (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz. Rente 99,70, Suezkanalaktien 4415
Madrid, 15. März. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 15,10.
Lissabon, 15. März. (W. T. B.) Goldagio 4 ½. —
New York, 14. März. (W. T. B.), (Schluß.) Die Börse eröffnete stetig, die Tendenz wurde aber später bei gedrückten Kursen lustlos, da die Spekulation im Hinblick auf die zu erwartende Ent⸗ scheidung der heutigen Konferenz der Ceg der Weichkohlen⸗ gruben große Zurückhaltung an den Tag legte. Die Werte der lokalen Transport, und Gaäsgesellschaften waren stark angeboten auf die Bewegung, die den Uebergang dieser Gesellschaften in städtisches Eigentum bezweckt. Das An⸗ ziehen des Satzes für tägliches Geld auf 9 % verursachte während der 68 Stunde eine allgemeine Abschwächung. Die Aktien der Missouri Pacificbahn büßten auf den ungünstigen Jahresausweis über 4 % ein, während Louisville and Nashvillebahnaktien auf Gerüchte, daß eine höhere Dioidende zur Verteilung gelangen werde, fest lagen. Schluß schwach. Aktienumsatz 510 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Durchschn.⸗Zinsrate 5 ¼, do. Zingrate für letztes Darlehn des Tages 5, Wechsel auf London (60 Tage) 4,82,70, Cable Transfers 4,86,40, Silber, Commercial Bars 645 6. Tendenz für Geld: Fest.
Rio de Janeiro, 15. März. (W. T. B.) echsel auf London 16 ⁄16.
Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.
Magdeburg, 16. März. (W. T. B.) Sserses Korn⸗ zucker 88 Grad o. S. 8,10 — 8,27 ½. Nachprodukte 75 Grad o. S. 6,60 bis 6,90. Stimmung: Ruhig. Brotraffinade I o. F. 18,00 — 18 25. Kristallzucker I mit Sack Gem. Raffinade m. S. 17,75 — 18,00. Gemahlene Melis mit Sack 17,25 — 17,50. Stimmung: Stetig. Rohzucker I. Produkt Transito frei an Bord Hamburg: März 16,95 Gd., 17,05 Br., —,— bez., April 17,00 Gd., 17,05 Br, —,— bez., Mai 17,15 Gd., 17,20 Br., —,— bez., August 17,45 Gd., 17,50 Br., —,— bez., Oktober⸗Dezember 17,60 Gd., 17,65 Br., —,— bez. Ruhig. — Wochenumsatz 620 000 Zentner.
Cöln, 15, März. (W. T. B.) Rübdöl loko 54,00, per Mai 54,50. 1
Bremen, 15. März. (W. T. B.) Peivatnotierungen. Schmalz. Fest. Loko, Tuhs und Firkins 40 ½, Doppeleimer 41 ¼. Kaffee. Ruhig. — Offizielle Notierungen der Baumwollbörse. Baumwolle. Stetig. Upland, loko middl. 55 ½ ₰.
Hamburg, 15. März. (W. T. B.) Petroleum. Lustlos.
Standard white loko 7,10.
Hamburg, 16. März. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags⸗ bericht) Good average Santos März 38 Gd., Mai 38 ½ Gd., September 39 ¼ Gd., Dezember 40 Gd. Ruhig — Zucker⸗ markt. (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt Basis 88 % Rendement neue Usance frei an Bord Hamburg März 16,90, April 16,95, Mai 17,15, August 17,45, Oktober 17,50, Dezember 17,70.
Ruhig. —i dapest, 15. März. (W. T. B.) Raps per August 27,80 Gd., 28,00 Br. (W. T. B.) 96 % Javazucker loko
London, 15. März. stetig, 9 sh. 1 ½ d. Wert, Rübenrohzucker loko ruhig, 8 sh. 5 ¾ d.
Wert. 85 (W. T. B.) (Schluß.) Chile⸗Kupfer
London, 15. März. fest, 80 ⅛, für 3 Monate 78 ½¼.
Liverpool, 15. März. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz: 10 000 Ballen, davon für Spekulation und Export 1000 B. Tendenz: Willig. Amerikanische good ordinary Lieferungen: Stetig. März 5,59, März⸗April 5,59, April⸗Mai 5,60, Mai⸗Juni 5,62, Juni⸗Juli 5,64, Juli ⸗August 5,66. August⸗ September 5,63, September⸗Oktober 5,51, Oktober⸗November 5,46, November⸗
ber 5,45. Dezember (W. T. B.) (Schluß). Roheisen
Glasgow, 15. März. flau, Middlesborough warrants 48/3. 1 Paris, 15. März. (W. T. B.) (Schlus.) Rohzucker stetig, 88 % neue Kondition 21 ¼ — 21 ¾8. We her Zucker ” Nr. 3 ür 85. 3. Heen 25 ⅛, April 25 1, Mai⸗August 26 ⅛, Oktober⸗ hezember 27. Amfteedag. 88 “ T. B.) Java⸗Kaffee good ordinary 32 ½. Bankazinn 8 Antwerpen, 15. März. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 19 ½ bez. Br., do. März 19 ½ Br., do. April 19 ¾ Br., do. Mai 20 Br. Ruhig. — Schmalz.
März 98 ½l. 1 Nen ork, 15. März. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle⸗ reis in New York 11,02, do. für Lieferung Mai 10,40, do. für ijeferung Juli 10,52, Baumwollepreis in New Orleans 10 ½, hetroleum Standard white in New York 7,60, do. do. in Philadelphia ,55, do. Refined (in Cases) 10,30, do. Credit Balances at Oil City 1,58, Schmalz Western steam 8,15, do. Rohe u. Brothers 8,25, Ge- treidefracht nach Liverpool 1 ½, Kaffee fair Rio Nr. 8, do. Nio Nr. April 6,65, do. do. Juni 6,80, Zucker 3, Zin
36,40 — 36,45, Kupfer 18,50 — 18,75.
Verdingungen im Auslande.
v“ Spa nien. 8 8 19. März 1906, 11 Uhr. Generaldirektion der Post⸗ un Telegraphenabteilungen in Madrid (Direccion general de Corroos y Teolegrafos en Madrid): Lieferung von 55 t galvanisierten Eisen drahts von 4 mm, 15 t Bronzedraht von 3 mm und 5. t Bronze draht von 2 mm Durchmesser für Telegraphenlinien. Näheres in spanischer Sprache beim „Reichsanzeiger“ und an Ort und Stelle.