e 8
Zur Arbeiterbewegung.
Wie die 8 in Breslau abgehaltenen Versammlung der organisierten Schiffe
unter der Voraussetzung wieder aufzunehmen, daß von
Leuten wegen der gestellten Lohnforderungen in
de.
Die Gefahr eines allgemeinen Cöln (vergl. Nr. 108 d. Bl.) rückt näher, 2 Straßenbahndeputation gemachten 2 Straßenbahnerversammlungen als ungenügend und der Beschluß Einschränkung der täglichen Arbeitszeit auf höchstens 12 zuhalten. Außerdem wollen die Straßenbahner, wie die
Ztg.“ nicht erst bis zur Wintersaison gewartet wird; die Forder
nachdem Zuge
erbeten. Am 15. soll dann der entscheidende Die Stukkateure und Gipsarbeiter Gladbach, etwa 200 an der Zahl, sind, der „Köln.
aargebiet streiken, wie der „Voss. Ztg. gemünd gemeldet wird, 700 Bauarbeiter.
organisierte Arbeiter beschlossen,
Kunst und Wissenschaft.
Die Königliche Göttingen hat für den 15. und 16. Oktober d. J
wissenschaftlichen Körperschaften zum Kartelltage nach G
82
.“ IV. *)
verhältnismäßig reicher Beteiligung recht einseitigen Charakter.
Kunst heute leistet, empfängt. der selbständigsten, stärksten Talente,
den allerseltensten Fällen den guten sehr oft weit dahinter zurück. Eine Linie Berlin. — naturgemäß der weiteste Spielraum gelassen ist, dadurch ein erschöpfenderes Gesamtbild zu geben. daß sich in Berlin eine Anzahl von jungen, kräftigen wickelt hat, die nicht in die Gefolgschaft
daß
uüund den Pulsschlag eines frischen Lebens spüren. dem Beschauer auch hier nicht ganz leicht gemacht, herauszusuchen, vidueller Arbeit.
Berlin umfaßt etwa fünfzehn Säle.
auch in den Berliner Sälen untergebracht sind.
sälen 3, 6 und gefunden. Saal 3 enthält eins der feinen holländische von Hans Herrmann, Frauen und Männer, Fischerflotte erwarten. innere Anteilnahme gegeben. Den Künstler intere sächlich die blassen, verschwimmenden Töne in der die die Segel sich so hell und weich absetzen. 5 die Arbeit etwas flauer, als frühere. nennt er es, mit den eigentümlich und jenem vortrefflich erfaßten Frauentyp aus dem Das Wunderliche an diesen Bildern ist die Mischung Humor, die fabelhafte e des Künstlers, sich in zu versetzen, und zuglei handhabt. Koloristisch sowohl wie in sehr fein. Langhammer ist mit seinem bekannten, nabilde vertreten, Scarbina mit einem farbig
gedämpften und doch
wegung interessanten „Straßenübergang bei Abend“.
Männerporträt mit dem stark modellierten, lebensvoll
Kopf frappiert. Vogel der Zeichnung. . einige seiner vorzüglichen Bildnisse ausgestellt. Am Porträt seines Vaters. Der charaktervolle Kopf rissen gegen die geblümte Tapete ist mit Auch das zweite E in seiner
aber weitaus weniger beseelt und belebt.
vermögen zeigt, erwähnt. O. wartung“ ausgestellt, ein friesis
hinausschaut. Die etwas flach gemalte und in der Arbeit wirkt doch gut in ihrer Einfachheit und in der
8.
*) Vergl. Nr. 104, 111 und 123 d. Bl.
Theater.
Schauspiele. Donnerstag: Opern⸗ haus. 145. Abonnementsvorstellung. Cavalleria rusticana. (Bauernehre.) Oper in 1 Auf⸗ zug von Pietro Mascagni. Text nach dem gleich⸗ namigen Volksstück von G. Verga. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: * Oberregisseur Droescher. (Santuzza: Teze oxy
.
King, vom Theater des Westens, als Gaft.) —
Bajazzi. (Pagliacci.) Oper in 2 Akten und einem Prolog. Musik und Dichtung von R. Leon⸗ cavallo, deutsch von Ludwig Hartmann. Musikalische
Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie:
Herr e eur Braunschweig. Anfang 7 ½ Uhr. Schauspielhaus. 153. Abonmemeürworstellung Die
Feaer Hen Lustspiel in 4 Aufzügen von Gustav
eytag. Regie: Herr Regisseur leßler. Anfang ½ Uhr
Freitag: Opernhaus. 146. Abonnementsvorstellung.
Carmen. Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Text von Henry Meilhac und Ludovic vel. Iüeg 8 1 Novelle des Prosper Merimée. fang r. Schauspielhaus. 154. Abonnementsvorstellung. Romeo und Julia. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Uebersetzt von August
Wilhelm von Schlegel. Anfang 7 ½ Uhr.
Deutsches Theater. Donnerstag: Neu⸗
Breslauer Zeitung“ meldet, wurde in einer vorgestern gewerkschaftlich
r (vergl. Nr. 119 d. Bl) beschlossen, von der weiteren Fortsetzung des Streiks abzustehen und die Arbeit
Reedereibesitzern ihrem Versprechen gemäß, jeder mit seinen eigenen
Straßenbahnerstreiks in
erachtet worden sind efaßt wurde, an der bisherigen Forderung nach
„Rhn.⸗Westfl. meldet, daß die Freigabe jedes 9. Tages sofort eingeführt und
der Stadtvertretung eingereicht und eine Antwort bis zum Entschluß gefaßt werden.
in München⸗
gestern Lohnstreitigkeiten in den Ausstand getreten. Im
In St. Johann haben, „W. T. B.“ zufolge, 1200 christlich in den Ausstand
*
Gesellschaft der Wissenschaften zu
Die Große Berliner Kunstausstellung.
Die moderne Abteilung der Großen Kunstausstellung trägt, trotz der anderen Kunststädte, doch Man gewinnt nicht den Eindruck, daß
man auch nur annähernd einen Ueberblick über das, was Ueberall empfindet man das Fehlen die sich dem deutschen Künstler⸗
bunde angeschlossen haben. Was zurück eblieben ist, überragt nur in urchschnitt, bleibt aber oft,
Ausnahme davon bildet in erster
Es liegt nicht nur daran, daß der Berliner Kunst hier sich auszubreiten und
Das Wesentliche ist,
der Sezession geraten ist,
wir hier wirklich eigenes Arbeiten und Vorwärtsschreiten finden Freilich wird es
aber doch überwiegt zuletzt der Eindruck ehrlicher, indi⸗ Die Scheidung ist nicht überall streng durchgeführt, sodaß wohl Arbeiten von Münchener
oder Dresdener Künstlern um des besseren Gesamteindrucks willen In den drei Mittel⸗
9 haben eine Anzahl der wichtigsten Werke Aufnahme
die die heimkehrende Die Vordergruppe ist etwas matt, ohne große,
Friedrich Stahl wieder eins seiner Florentiner Bilder ausgestellt, „Andante“
eine gewisse Ueberlegenheit, mit der er sie der Zeichnung sind die Arbeiten
ild „Der alte Marquis“ und dem in der Lichtwirkung und Be⸗ Mit Bildnissen
ragt nur Eugen Urban über den Durchschnitt hinaus.
wirkt unruhig in der Farbe und flüchtig in In Saal 6 hat der treffliche Martin
in strengen Um⸗ großem Süülgefühl
esicht gegen den tiefblauen Hinter⸗ Begabung des
egeben.
8 ensfülle, dem rötlichen d
rund jeigt die starke, durchaus elbständige alers. Das Damenporträt ist fein in den tarten
t. Unter den anderen Bildnismalern sei noch Posener, der ein feines Shesir erfaaafe⸗ 2 Engel hat ein Bild „In Er⸗
8 Bauernmädchen, das zum Fenster
die von der ständnisse in
Stunden fest⸗
ungen wurden 14. d. M.
den Rahmen gefaßt ist: Kallmor gen ist mit einem „Vormittag im Hamburger neefe —2 gedämpft 8 den Farben, sehr fein,
fast zierlich in der Ausführung,
Zamzow, dessen „Frühlingstag“ Hengelers Einfluß in seinem drolligen Biedermeierchaakter doch anmutend wirkt, Otto Sinding, dessen Bilder aus bedeutende Kraft zeigen und Auffassun
visator, an dem besonders das knieende Mädchen im Vordergrund im grauen Faltengewand hervorzuheben treten Schulte im Hof, der hier etwas staubigen Temperafarben und dem breiten, rohen lebendig, aber ziemlich flüchtig gegebenen stein mit einem Damenporträt, das durch
Cassel mit einer köstlichen
Müller⸗ die ausgezeichnet in der
zeigt, der aber
den Lofoten eine große Anschauung und Scholz, dessen großes Kinderbild in den Charakter der Maskerade trägt.
und Farbengebung Stahl, den Impro⸗
Saal 9 bringt noch ein zweites Bild von
Mit Blldnissen sind ver⸗ seiner Frau in den ziemlich wirkt, Fabian mit einem Mädchenbildnis, Reitzen⸗ die pastosen, kräftigen
ist. 4 im Porträt
Strich nicht sehr sympathisch
friedigen, suche nicht befriedigen, will sie Wellmann
holen und im neues Luftschiff zu bauen.
durchstich hat mit 54 gegen
behör dem Antrage des Ausschusses zu empfehlen.
rusticana“ von Mascagni,
cavallo in Szene. Müller sind mit den Herren Jörn und Bachmann in der erstgenannten
erfolgen. Falls die Ver⸗ im nächsten Jahre wieder⸗ aris zurückkehren, um nötigenfalls ein as Luftschiff soll in ständiger drahtloser
wird im August der Aufstieg Herbst nach
kleinen Landschaft „ änsewiese“, · iq l9
Stimmung sce 85 de. Sacgentg von Marcus „Ein⸗ telegraphischer Verbindung mit den in Spitzbergen und Hammerfest
den vereinigten führung der Reformation“ trägt tro seines Umfangs befindlichen Stationen bleiben und mit Motorschlitten ausgerüstet doch nur Illustrationscharakter. Kayser⸗Eichberg gerät mehr und werden, um im Falle eines Unglücks das Unternehmen fortzusetzen.
Unterhandlung treten mehr in eine dekorative Art der Naturbetrachtung, die flüchtig und Zu Fahrten auf offenem Wasser soll außerdem ein 16 Fuß langes und leer wirkt. Von Münchener Malern haben hier ausgestellt Wolf⸗ 5 Fuß brei ahlboot mitgeführt werden.
8
Verkehrsanstalten.
Das schweizerische Initiatibkomitee für, den Berner Alpen⸗ as schwezerisc 3 Stimmen beschlossen, den Kantvnal⸗ des Lötschbergtunnelplans nach
8
en die Ausführung
“
Theater und Musik.
Im Königlichen Opernhause geht morgen „Cavalleria in Verbindung mit Sesenn von Leon⸗
Die Damen Plaichinger, Rothauser und Scheele⸗
Ztg.“ zufolge, — 1 Aen,
arben und die sehr geschickte Technik auffällt. Nuec die innere Be⸗ 4
„ aus Saar⸗ Se fehlt; 14. fast das Empfinden, als sei der Künstlerin Oper, Frau Herzeg sowie die Here .zan Hoffmann, Berger Jacob mit einem Vorfrühling“ und Philipp in der letztgenannten eschäft gt.
1 - m Königlichen Schauspielhause kommen morgen „Die
zu treten.
alle deutschen öttingen ein⸗
1
8
“
einen
die deutsche
Talenten ent⸗
sich das Gute
n Küstenbilder
haupt⸗ gegen ganzen
ssieren Ferne,
Im
reichen Farben Quattrocento. von Ernst und eine ferne Zeit
großen Cam⸗ feinen Genre⸗
Sein hervortretenden
Röbbecke besten ist das kraftstrotzenden arben,
Farbe eintönige Art, wie sie in
Gesicht und Ausdruck Nebensache. Lejeune mit dem Bild „Sommermorgen“, Besonders die letztere ist durch das warme klare, leuchtende Farben ausgezeichnet.
mit ihren zahlreichen Nebenabteilungen an. Bracht, den wir an Dresden abtreten mußten, beherrscht. Bilder aus der deutschen Eisenindustrie, rau Schlote, schweren, dunstigen Himmel,
sn denen die tiefe Pass und Größe scheinbar öder Arbeitsstätten zum Ausdruck gelangt.
recht äußerlich behandelte Landschaft aus. „Die Tänzerin“ in der Behandlung der Fleischtöne, dunklen Hintergrund, in all diesen er doch der Gesamteindruck ein wirklich schöner ist. und Ausdruck absolut unwahres Bild würde man Ein Damenbildnis von Mever⸗Lüben wirkt anspruchslos und ge⸗ schmackvoll. Mit Porträts sind 8 kraftvolles Pastellbildnis des at, farben, einem Doppelbildnis, aber erwähnt Schlabitz mit der Sonnenlandschaft in weichen, warmen Tönen, der Holländer 1
Seestücken und Brunkal mit dem im Gedanken sehr lieblichen
„heiligen Idyll“.
Das kleine, flüchtig gegebene Herrenporträt zeigt dies ungleiche Talent von Müller⸗Kurzwelly wird in
der Farbe und 8 b . Kallmorgen und Langhammer sind hier noch einmal mit guten,
ernsten Arbeiten zu finden.
reitag: Der
Freitag,
Heiratslustig.
Erzäh zählungen.
einstudiert: Ein Sommernachtstraum. Anfang
onnabend: Ein Sommernachtstraum.
Lessingtheater. Ensemblegastspiel. Donne tag, Abends 8 Uhr: Das Lebensfest. Abends 8 Uhr: Die Teufelskirche. Sonnabend, Abends 8 Uhr:
von Adolp Wilbrandt. Hierauf: Die Dienstboten. Lustspiel von Roderich Benedix.
Freitag, Abends 8 Uhr: Helden.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male:
N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) — gene er — Komödie in ufzügen von Bernar aw. Deut von Siegfried Trebitsch. sch eitag, Abends 8 Uhr: onnabend, Abends 8 Uhr: Jugendliebe. Hierauf: Die Dienstboten. Im Garten täglich: Großes Militärkonzert.
Komische Oper. Donnerstag: Hoffmanns lungen. Freitag und
Neues Theater. Donnerstag:
vertreten die Landschaft. Zittern der Luft, durch
und 5 und 7 und 8 Saal 4 wird durch Er gibt chende und feuerspeiende chwarze Gestalten gegen den Dualm: Groß geschaute, einheitlich zusammengefaßte Bilder,
An diese Mittelsäle schließen sich Saal 4
rauen
rachts Schüler, Hans Licht, stellt eine in
in Bewegung, Verkürzung, der beleuchteten Gestalt gegen den Einzelheiten vortrefflich, ohne daß Stassens in Farbe
gern hier vermissen.
von Marcus ist
hier ferner zu nennen Ratzka, der Kriegsministers von Einem gesandt einem Damenporträt in Rembrandt⸗ Eaesar und Aenny Löwenstein das sympathisch in der Auffassung, hingestrichen ist. Ferner seien
. Cohn mit de Vriendt,
freilich sehr roh
Mesdag mit seinen kräftigen, tieffarbigen
In Saal 5 hat Vilma Parlaghy einige Bildnisse ausgestellt.
einer besten Seite, die anderen Arbeiten sind sehr schwach. seinen Landschaften immer greller
immer stimmungsleerer. Hans Herrmann, In dem kleinen Nebensaal hat Gustav Eilers eine kleine Kollektivausstellung veranstaltet. Seine hervor⸗ ragende Begabung auf dem Gebiet der Reproduktion wird durch die hier vereinigten Kupferstiche aufs neue bestätigt, die Aquarelle in ihrer allzu behutsamen Ausführung wirken kleinlich. Auch Saal 5 a enthält Aquarelle. Unter den zahlreichen Blättern sind die lichten, kräftigen Arbeiten von Felix Brandt hervorzuheben, ferner
Fi. Meyer, Doepler mit der etwas dekorativ be⸗ handelten M eeresküste, 1.“ und Pfitzne r.
Das Riesenluftschiff „Amerika“, mit dem Wellmann den Nordpol zu erreichen hofft, wird z. Z. auf der Godard⸗ Werft in St. Ouen bei Paris gebaut. Sein Ballonteil wird 164 Fuß lang sein, 52 Fuß im e und 21 000 Geviertfuß Oberfläche haben und 224 000 Raumfuß Wasserstoff fassen. Der aus Holz mit Stahlstützen gebaute Maschinenteil ist 52 ½ Fuß ang und 6 Fu breit. Zwei Motoren von 25 und 55 Pferdekräften treiben zwei Schrauben, die zusammen dem Schiff eine Geschwindigkeit von 18, englischen Meilen die Stunde geben. Das Schiff soll durchschnittlich nicht höher als 400 bis 500 Fuß aufsteigen und von Spitzbergen aus in etwa 100 Stunden die 1200 englische Meilen betragende Hin⸗ und Rückfahrt nach dem Nordpol ausfübren. Außer Wellmann werden an Bord sein der Major
ksev, der die Regierung der Vereinigten Staaten und die Geographische
esellschaft in Washington vertritt, der 22 Gaston Hervieu, M. J. Smith, Sachverständiger für drahtlose Telegraphie, und Paul Colardeau, der die Motoren bedient. Der Major Hersey geht dieser Tage mit etwa 15 Mann an Bord des von Wellmann gemieteten Dampfers „Frithjof“ zur Errichtung des Hauptguartiers nach Spitz⸗ bergen ab. Dies wird einen ee; großen Umfang erhalten, da es Maschinenräume, Vorra häuser, Wohnquartiere, einen Gas⸗ entwickler und eine riesige Halle umfassen soll, die groß genug sein muß, um das gefüllte Luftschiff aufzunehmen. Zur Entwicklung des zur Füllung des Ballons benötigten Gases sollen 100 Tonnen Schwefel⸗ fäure und 60 Tonnen Eisenspäne verwendet werden. Das Luftschiff
bringen: mit Zugrundelegung der „aventiure“ von Fr. Hofmann.
allgemeine Sitzung am 9. d. des Architektenhauses, Gast) wird über Jaluit und
gefaßte
wird in wenigen Tagen Paris verlassen. Im Juli sollen dann Versuche vorgenommen werden, und wenn diese be⸗
—
Kaufmann von Venedig.
Unterwelt.
tag, Abends 8 Uhr:
Freitag und folgende Tage:
Die Teufelskirche.
Vorher:
8 t 8
Schillerthenter. o. (Wallnertheater) e
Donnerstag, Abends 8 Uhr: Jugendliebe. Lustspiel Thaliatheater. (Dresdener
8 Uhr: Hochparterre links. in 3 Akten von Feeettene von Alfred Schönfeld.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Fünfe!
Zwei glückliche Tage.
und Oskar Braun.)
Freitag und folgende Tage: O
as. Luftspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Donners⸗ Das Fest der Handwerker. Vorher: Die Verlobung bei der Laterne.
Die Verlobung bei der
Direktion: Kren und Schönfeld. Donnerstag, Abends Schwank mit Gesang
J. Kren und Arthur Lippschitz,
e. — und folgende Tage: Hochparterre links.
Bentraltheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Nanon. Operette in 3 Akten. (Mit Mia Werber
Freitag und folgende Tage: Nanon.
Journalisten“ zur Aufführung.
Die Morwitz⸗Oper wird unter den ersten Einstudierungen „Der Ratikenfänger von Hameln“, Oper in 5 Alten. Dichtung Sage und der Dichtung von Julius Wolffs
Musik von Victor C. Neßler. —
Mannigfaltiges. Berlin, den 6. Juni 1906.
Die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin hält eine M., Abends 7 Uhr, im großen Saale Wilhelmstraße 92. Der Dr. med. Schnee (als die Marshallinseln sprechen.
*
Neuenahr, 5. Juni. In diesen Tagen wurde hier der neu⸗ Willibrordussprudel eröffnet, auf dessen Vorhandensein er ehemalige Bezirksgeologe und jetzige Professor in Gießen Dr. E. Kaiser hingewiesen hatte. Wie die „Köln. Ztg. berichtet, beschloß die Gesellschaft Bad Neuenahr die Erbohrung im Jahre 1903, und im folgenden Jahre waren die Arbeiten so weit gefördert, daß am 19. April aus 250 m Tiefe ein mächtiger Sprudel zutage trat; während der Sommermonate konnten die Kurgäste einen Springbrunnen von 15 bis 20 m Höhe sehen. Im Herbst und Winter wurde dann weiter⸗ gehohrt, bis man Ende 1905 bei 376,60 m Tiefe eine mächtige Ader kohlensäurereichen Wassers von 520 C Wärme und fast gleicher Zu⸗ sammensetzung wie das Wasser des alten großen Sprudels, aber unab⸗ hängig von diesem angeschlagen hatte. Darauf wurden die Rohre aus analytisch reinem Kupfer eingebaut, und zwar ein inneres Sprudelrohr und ein äußeres Fassungsrohr, das bis auf 176 m vollwandig und gegen Eindringen von Tagwasser abgedichtet ist, auf den untern 200 m dagegen durchlocht, um dem treibenden Element, warmem Wasser und Koöhlensäure, Eintritt zu gewähren. Die Rohre waren im August 1905 eingebaut; als man jedoch im Spätherbst den Betrieb einleiten wollte, gab es eine Enttäuschung, da der Sprudel nicht abfließen wollte. Darauf mußten mehrere Aenderungen an der Fassung vorgenommen werden, und erst Mitte April 1906 waren alle Schwierigkeiten so weit gehoben, daß die oberste Fassung und der Quellentempel in Angriff genommen werden konnten. Bei ungehemmt freiem Erp erreicht der Sprudel eine Höhe von 20 m — ein wunderbares Schauspiel, das jedoch nur etwa je eine Stunde dauert; alsdann wallt er nur eiwa 2 bis 3 m hoch, um nach etwa wieder einer Stunde dasselbe Spiel des Aufsteigens von neuem zu beginnen. Es ist dieselbe Erscheinung, die seinerzeit bei der Erbohrung des alten großen Sprudels und auch später noch festgestellt wurde, und die von namhaften Gelehrten damals schon mit den Geiseraus⸗ e. auf Island verglichen wurde. Allein für einen .S Kur etrieb mußte der Sprudel bezähmt, mußte ein re elmäßiges, selbst⸗ tätiges und ununterbrochenes Aufschießen sichergestellt werden. Der ältere Sprudel, von dem der Willibrordus etwa 20 m entfernt ist, brauchte nur auf 90 m erbohrt zu werden.
Wien, 5. Juni. (W. T. B.) Zwischen den Stationen Neu⸗ paka und Belohrad entgleiste gestern aus bisher noch nicht er⸗ mittelter Ursache ein von Trautenau nach Prag verkehrender Pisoenan 6. Hierbei wurden ein Postbeamter getötet, vier Eisen⸗
hnbedienstete und ein Reisender schwer und 17 Personen leicht
verletzt.
Blrest, 5. Juni. (W. T. B.) Die Mannschaft des Panzer⸗ schiffs „Admiral Aube“, das dieser Tage nach Norwegen abgehen soll, veranstaltete heute aus Verdruß darüber, daß sie seit der Rückkehr des Schiffes aus Amerika keinen Urlaub erhalten hat, eine lärmende Kundgebung gegen den Kommandanten, bei der die Internationale gesungen wurde. Die Rädelsführer sind in Arrest gesetzt worden. — Auch die Mannschaften des Panzerschiffs „Jeanne d'Arc“ veranstalteten lärmende Kundgebungen. Üngefähr 30 Matrosen waren ohne Erlaubnis an Land gegangen und weigerten sich, an Bord zurückzukehren. ““ 86
Verehelicht: Hr. Leutnant Waldemar von Henninges mit Frl. Ilse Cramer von Clausbruch (Braunschweig). — Hr. Leutnant Frommelt mit Frl. Margarete Flebbe (Hannover)
Geboren: Ein Sohn: Hrn. lichcn der
rpheus in der
Dr. Wolfgang von Burchard (Berlin). — Hrn. Rittmeister a. D. von Moser (z. Zt. Berlin). Gestorben: Hr. Major a. D. Bruno Frhr. von Lindeman (Dresden). Hr. Gebheimer Rech⸗ nungsrat Friedrich Schröter (Berlin). — Fr. Geheimer Regierungsrat, Professor Dr. Otto Heine Weimar). — Hr. Geheimer Rechnungsrat Ewald osbund (Potsdam). — Fr. Klara von Arnim, 8 von Oppen (Blankenburg a. H. Verw. r. Justizrat Ernestine Zitelmann, geb. Giesebrecht (Kiel). — Louise Freiin von Willisen (Berlin).
Das Fest der
Straße 72/73.)
Musik von Paul
Dio fruͤh um Verantwortlicher Redakteur: Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (J. V.: Heidrich) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. G
Acht Beilagen
folgende Tage: Hoffmanns Er-— AVerlobt: Frl. Luise . Leutnant Hans von Watz in Breslau). — Frl. Else Becker mit
Orph
1“ —
assessor Hans Kiehl (Berlin).
Anfang 7 ½ U
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Familiennachrichten.
von Löbenstein mit 6 dorf (Gie M..⸗ Te2.
(einschließlich Börsen⸗Beilage),
sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des
lichen Anzeigers (einschließlich der unter mm gese
und Aktiengesellschaften, für Tie Woche vom
28. Mai bis
rn. Gerichts⸗ 2. Juni 1906.
“
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
eiger und K
Berlin, Mittwoch, den 6. Juni
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öniglich
Qualität — Außerdem wurden 8 mittel gut Verkaufte am Markttage un Gejahlter Preis für 1 Doppelzentner Menge n (Sen kaea1hge höchster niedrigster höchster niedrigster höchster preis Hopve 5. 58 ℳ ℳ ℳ ℳ ℳ Dopvelzentner ℳ F (Preis unbehannt) Weizen. 8 — 11“ 17,00 17,00 17,50 17,50 18,00 18,00 2 ö““ * be 17,00 17,00 17,40 17,40 4 Sein . . . . . . . . . .. 17,00 17,20 17,20 17,40 17,40 17,60 — 111““““ 15,90 16,30 16,40 16,80 16,90 17,70 . [Fuün; v“ 16,80 16,90 17,10 17,20 17,60 8 Vlas,.. . Cg. . . . . . . . . 16.30 16,80 16,80 17,30 17,30 17,80 . Fweabeng .S 1qn“ 16,60 17,20 17,20 17,80 17,80 euftadt d- S. Z 1930 1945 1999 16,70 16,90 17,00 . 1“ . 17,60 17,70 bahe 115* 18,00 18,50 18,50 19,00 19,00 19,30 . 11X4““ 18,75 18,75 1889 1885 19,17 19,17 r111“ 19109 1840 2 Mülhausen E1ö1ö“*“¹n; 19,00 1905 1995 82 I u11¹“]; — — 18,80 18,80 19,20 19,20 114X“ Kernen (euthülster S ink eFwees — g 5 28. 8 2 unz urg . 2 2 . Aö 28 8 2ℳ 8 20 ⸗ . vez ’ 23. 8 8 Flletisen “ 1920 19,30 88 Sa9 88 6] 8 TeeePnh. 1I11Iö“X*“]; 19,39 19 50 19,70 2 934 19,50 19,60 29. 5 8 Schm 1““ bae 8. 18,80 g8 — 18,70 29.5. 2928„G““ 2 1¹ . Waldsee. — 18,80 19,20 1280 88. 8 nens 19,31 29. 5. RNRoggen. 1“ 13,75 14,00 Frhn. . . . . . . . . . .. 14,80 15,00 15,00 15,20 15,20 Perlhmn . . . . . . . .. 14,10 14,30 14,40 14,60 14,70 — “*“ 14,10 14,30 14,40 14,60 14,70 Glat. ..Sar . . . . . . . . 14,10 14,60 14,60 15,10 15,10 Bhwenbens 111“1““ 14,50 14,50 14,80 14,80 15,10 ehaine d⸗ 111.“*“ 14,60 14,80 14,80 15,00 vstadt “ 14,10 14,20 14,30 14,40 14,70 — – –0 v1‧]s 16,30 16,40 16,60 16,70 aeenan. 16,00 16,50 16,50 17,00 17,00 21 v-“ 16,87 16,87 17,03 17,03 18,19 ö111““ 8 — 15,30 15,30 16,30 2 . . ⸗* .* 8 8 5 * * 2 * * Seea; dhen 16,60 16,60 16,80 “ — bes 17,00 17,00 Scwerm t. Medib. . . . . . . — — 1800 16,00 1625 111A1A1XA“; — — 17,25 17,25 17,75 Gerste. Weustehn “ 12,40 12,40 12,60 12,60 12,80 g8 . 8 8 8 * 8 2 8 2 3 2 2 —— Heede. 12,80 12 80 13,60 Fein.. 1114142“*“ 14,80 15,00 15,00 15,20 15,20 ““ 13,00 13,50 1885 14 00 14,10 8 1“ 590 1520 15,30 15⁸0 15,80 [1“ 1 4 14,80 15,30 — Se “ 14,10 14,20 188⁷ 14,60 1530⁰ ö 11414“*“ 12,00 13,00 15,00 16,00 18 00 SronZ.. ö .. .. 16,50 17,50 1750 18,00 18,00 E.ö. — — 16,00 16,00 — Mülhausen i. C.. . . 16,00 16,00 0 17,00 17,00 — TTeaftei M1““ 14,00 14,00 15,00 15,00 16,00 In ...... ... 16,20 16,40 16,40 16,60 V 16,60 — A4“ 15,00 15,40 15,50 15,90 16,00 ve ö11A.A““ 15,00 15,20 15,30 15,50 15,60 1““ 14,50 15,00 15,00. 15,50 15,60 — “ 15,00 15,00 15,30 15,30 15,60 Hrrein Z““ 15,60 15,60 15,80 15,80 16,00 15,80 — 3. Ferbct d-B. . 14.,80 15,0 15,20 15,40 15,60 15,40 1520 28. 5 Z11.4““ 17,00 17,50 18,00 18,50 18,70 I111“ bSqrt PBTK c 16,50 17,50 17,50 18,00 18,00 8 8 1114A42“ 17,50 17,50 1775 1575 18,00 17,75 17,75 29. 5 Schwabmünchen ö111XAX“ 16,80 17,00 17,00 1930 1825 1838 8½ ö...... bes 2 18,00 18,10 18,40 18,09 179⁰ 85. Felhna 17,00 17,00 17,20 17,40 2 82 17,22 1½ 9⁷ 8. I. . . . . . . . . . ba 8 16,90 16,90 17,20 17,20 17,11 16,74 .5. 1156““ 188 88 2.3 Schwerin i. Meckib.. . . . . . . . — — — 230 —u13929 128½ 88 ; 8 . üidausene ““ 17,00 19,00 19,00 2 2 18,33 1 ö ee ee r et. .. E . ü20 88 17,20 17,20 17,60 17,60 17,49 1820 39. 8 Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle D 186 1 4 e¹ r. e Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark in liegender Sie (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht EEEE28 e e sene een, end boehesehen Zöglen en fene 8 8 CCC““
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