1906 / 134 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 09 Jun 1906 18:00:01 GMT) scan diff

leicht sei und die persönliche Aufopferung von Besitzenden und Gebildeten in der Arbeit an Verlassenen und Gefährdeten. Ueber⸗ gehend zu den Eigentümlichkeiten der amerikanischen Settlements, beleuchtete Professor Conrad zunächst ihre Entwicklung. Entstanden in den Einwanderervierteln, hätten sie als erste Aufgabe die Erziehung der fremden Elemente zu vaterlandeliebenden Amerikanern betrieben. Allmählich sei die Ausdehnung auf andere Kreise (Juden, Neger) und weitere Aufgaben, wie vorbeugende Fürsorge, geistige An⸗ regung, Erweckung schöner Lebensfreude usw., erfolgt. Die Be⸗ rechtigung und Notwendigkeit ihrer Existenz liege namentlich in den traurigen kommunalen Verhältnissen, herbeigeführt durch die wechselnde Herrschaft der politischen Parteien in den Stadtverwaltungen. Hier sei ihre Hauptaufgabe, die leitenden Beamten zu kontrollieren, sich an den öffentlichen Bestrebungen zu beteiligen und auf neue Aufgaben hinzuweisen. In der Tat hätten sie wesentliche Erfolge erzielt: direkt z. auf dem Gebiete der öffentlichen Hygiene, der privaten Fürsorge, indirekt durch die Presse. So erfüllten sie die Aufgabe teils der Armenverwaltung, teils der Polizei. Charakteristisch sei für die amerikanischen Settlements weiter die starke Konzentrierung ihrer Tätigkeit, ihre Verbindung untereinander zu gemeinsamer Arbeit und öfteren Zusammenkünften zur Annäherung und Aussprache. So seien die Settlements nach und nach Mittelpunkte für öffentliche gemein⸗ nützige Bestrebungen geworden. Ihr Prinzip sei aber nicht unmittel⸗ baces Wohltun, sondern nur die Vermittlung für gutgeleitete Vereins⸗ arbeit. Planlose Wohltätigkeit sei verpönt, das Prinzip der Entgelt⸗ lichkeit sei vielmehr möglichst weit durchgeführt, z. B. bei Kinder⸗ gärten usw. Die Erhebung eines geringen Preises lasse das drückende Gefühl des Almosenempfangens nicht aufkommen. Charakteristisch für die dortigen Settlements sei ferner ihre Stellung zur Kirche und kirchlich, konfessionell geleitete bildeten die Ausnahme, konfessionelle Gegensätze kämen nicht auf, dagegen würden allgemein religiöse Bestrebungen, namentlich bei der Jugenderziehung, sehr efördert. Bezüglich der inneren Organisation, der einzelnen ufgaben und Einrichtungen bemerkte der Redner folgendes: Ein wesentlicher Bestandteil jeden Settlements seien Gelegenheiten zu körperlicher Ausbildung durch gymnastische Uebungen, Tanzen u. dergl. Auf die Förderung des Kunstsinns, des Bildungstriebs durch die Ver⸗ bindung mit den meist hervorragend ausgestatteten öffentlichen Bibliotheken, durch Veranstaltung von wandernden Bilderaus⸗ stellungen usw. werde großer Wert gelegt. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung sei die Einrichtung von Wohn⸗ elegenheiten für die Helfer, reunde und Besucher der ettlements. Zum Schlusse faßte der Redner zusammen, was für deutsche Verhältnisse aus den amerikanischen zu lernen sei: vor allem die Notwendigkeit einer Ueberbrückung der in Deutschland vorhandenen starken eeee. um nach Ueber⸗ windung der zahlreichen Vorurteile zu dem edlen Kern der arbeitenden Klasse vorzudringen. Weniger Armenpflege und Wohltätigkeit sei nötig, als persönliche Bemühungen der Besitzenden und Gebildeten ur geistigen und sittlichen Hebung der innerlich Armen und körperlich Bedrückten, durch vorurteilslosen Verkehr und ehrliches Zusammen⸗ arbeiten mit ihnen. 8 Ueber die Bestrebungen in Deutschland sprach schließlich Rat Dr. Jaques⸗Hamburg. Der Redner bemerkte zunächst, daß man allgemeine Grundsätze darüber, wie eine Annäherung unter den verschiedenen Volksklassen, namentlich zwischen den wohlhabenden Kreisen und der Arbeiterschaft, geschaffen werden könne, für Deutschland nicht aufstellen könne. Das persönliche Verhältnis dieser Volksklassen zu ein⸗ ander sei in den verschiedenen Teilen Deutschlands ein durchaus verschiedenes, und die Frage der persönlichen Annäherung sei hauptsächlich da be⸗ sonders brennend, wo große politische Parteien es nicht unterließen, durch ihre Zeitungen und durch Aufrufe täglich und stündlich das Gift des Hasses und der Mißaunst zu verspritzen. In seinen weiteren Ausführungen beschränkte der Redner sich auf die Schilderung der hamburgischen Volksheimbewegung. In der Diskussion, die sich an diese Referate anschloß, berichtete u. a. Hauptmann a. D. von Kalckste in⸗Bremen über die Be⸗ strebusgen des dortigen „Bürgerlichen Volksvereins“ und seiner speziell von ihm geleiteten Abteilung „Soziales Museum“. Er schilderte kurz die I. breiter Basis eingerichtete Organisation des Vereins, die Wirksamkeit der Rechtsauskunftsstelle, die Vortragstätigkeit, die Materialsammlung des Museums und seine Beteiligung an den Bestrebungen zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse und der Bekämpfung der Tuberkulose. Geheimer Admiralitätsrat Harms⸗Berlin wies auf die Bedeutung der Volksheimbewegung für Armee und Marine in. Bei der zunehmenden Konzentrierung größerer Armeeteile an timmten Punkten müßten Stätten zur Erholung und zur Gesellig⸗ keit geschaffen werden, wie sie zum Teil schon in den Soldatenheimen beständen. Für die Angehörigen der Marine leisteten die Seemanns⸗ heime wertvolle Dienste, namentlich im Auslande, indem sie jene vor schlechter Gesellschaft bewahren, zur Sparsamkeit anhalten, Be⸗ ziehungen zur Heimat bewahren helfen usw. Durch die in den Heimen veranstalteten geselligen Abende würden Beziehungen zwischen den Mannschaften und den Angehörigen der ersten Gesellschaftskreise vermittelt. Pastor Fickenscher⸗Fürth sprach aus warmem Herzen heraus über die Mitarbeit der Geistlichen an der Annäherung der verschiedenen Volksklassen. Sie müßten die Arbeiterseele studieren und ihr geistige Güter vermitteln. Das Vertrauen sei oft nicht vor⸗ handen, man könne es aber erwerben, wenn man die tiefsten Herzens⸗ töne anschlüge; religiöse Sehnsucht sei gerade in Arbeiterkreisen in starkem aße vorhanden. Der Redner berührte dann die Mit⸗ wirkung der Helferinnen im Kindergottesdienst, die Hausväterverbände, die Gemeindeabende usw. und betonte schließlich, daß jeder Gottesdienst die beste Gelegenheit zu innerer Annäherung der verschiedenen Volks⸗ klassen biete. Damit war die Tagesordnung erschöpft, und der Vorsitzende, Staatssekretär a. D., Admiral von belnam⸗ schloß mit dem Ausdruck des Dankes an die Teilnehmer und die Referenten die diesjährige Konferenz der Zentralstelle. 1“

Gewinnbeteiligung der Arl

Zu Rothau, dem Hauptort des Steintales in Unterelsaß, wo der

bekannte Pfarrer Johann Friedrich Oberlin 59 Jahre lang, von 1767 bis 1826, seine noch jetzt lebendige segensreiche Liebesarbeit an den armen Gebirgsbewohnern ausübte, ist im Februar 1906 ein gleich edler Menschenfreund, der Fabrikant Gustav Steinheil, 88 Jahre alt, aus dem ben geschieden. Der dem Zentralverein für das Wohl der arbeitenden Klassen als Organ dienende „Arbeiterfreund“, Zeitschrift für die Arbeiterfrage, hat im ersten Vierteljahrsheft dieses Jahres das Wirken dieses hervorragenden Großindustriellen ausführlich geschildert und dabei die Geistes⸗ und Seelenverwandtschaft der beiden Männer betont. Oberlin, der am 31. August 1740 zu Straßburg ren war, 1767 das protestantische Pfarramt zu Waldersbach im Steintale, einer rauhen Gebirgsgegend der Vogesen, übernommen hatte, förderte die geistige und materielle Kultur der ärmlichen Bevölkerung des Steintals mit solchem Erfolge, daß die Zahl der Einwohner am Ende des 18. Jahrhunderts auf 3000 Seelen gestiegen war. Als die Landwirtschaft den Bewohnern des Tales keine ausreichende Beschäftigung mehr bot, führte Oberlin die Strohflechterei, Baumwollspinnerei und hüe die Weberei ein. Ganz besonders segensreich waren Oberlins Bestrebungen für Kleinkinder⸗ schulen, die an verschiedenen Orten nach dem Muster des Stein⸗ tales durch sogenannte Oberlinvereine begründet wurden. Oberlin starb am 1. Juni 1826 im Alter von 86 Jahren. In ganz gleichem, wahrhaft theologischem Sinne und Geiste wie Oberlin hat nun Gustav Steinheil, geboren am 18. Dezember 1818 zu Straßburg, vom Jahre 1842 an im Steintal gewirkt. In diesem Jahre wurde er von Paris, wo er eine kaufmännische Stellung angenommen hatte, an die von seinem Vater und Onkel begründete Baumwollmanufaktur in Rothau (Spinnerei, Hand⸗ und Kraftweberei, Färberei) berufen. 1847 ging dieses Geschäft durch Erbschaft an ihn und seine

western über. Im gleichen Jahre gründete er die heute n bestehende Kommanditgesellschaft Steinbeil, Diesterlen

von 1872 an mit seinem Schwiegersohn Fuchs und seinem Neffen Diesterlen bis zu seinem Tode tätig war. Die Jugendjahre Stein⸗ heils fielen in die Zeit der vom Pfarrer Franz Härter zu Straßburg ins Leben gerufenen großen Evangelisationsbewegung, die erheblichen Einfluß auf den jungen Steinheil hatte. Auch der Aufenthalt in Paris war für ihn bedeutsam, weil er dort in die Société des amis des pauvres eintrat und an der praktischen Fürsorge für die Pariser Armen und Elenden lebhaft teilnahm. Im Alter von 24 Jahren begann Steinheil, als Fabrikleiter in Rothau seine christlich⸗sozialen Ideale durch die Verbesserung der Lebens, und Arbeits⸗ bedingungen der Textilarbeiter im Geiste Oberlins praktisch zu verwirklichen. Besonders wichtig war für Steinheil die Heiligung des Sonntags, den er nicht nur als Ruhetag für die Arbeiter, sondern 2* als Tag der Sammlung und Heiligung für die ganze Gemeinde zu feiern suchte. In seinen Fabrikbetrieben, die nach und nach immer umfangreicher wurden, durfte an Sonntagen seit 1842 keine Werktagsarbeit verrichtet und selbst Reparaturen durften nicht ausgeführt werden. Er gründete schon 1842 eine Sonn⸗ tagsschule für die Kinder der Gemeinde, die er 63 Jahre lang als sein liebstes Liebeswerk leitete und in der er bis kurz vor seinem Ende persönlich christlichen Unterricht erteilte. Die freie Zeit, die ihm Sonntags nach dem Kirchgange und dem Unterricht in der Sonntags⸗ noch übrig blieb, verwendete er zu froben Familienspaziergängen us Gebirge oder zu Krankenbesuchen. Wo Hilfe nötig war, fand er sich ein und scheute kein persönliches Opfer. Einem Trunkenbold zuliebe wurde er, um ihn durch sein Beispiel zu retten, abstinent, und um seinen Kranken etwas mehr leisten zu können, schaffte er die Luxuspferde ab.

Die Gewinnbeteiligung der Arbeiter suchte Steinheil schon in dem Statut der von ihm 1847 begründeten Kommanditgesellschaft zu verwirklichen. Durch die Praxis wurde das Anteilsystem nach und nach so geregelt, daß eine Kollektivbeteiligung der Arbeiter nicht am Verlust, sondern nur an den Gewinnen besteht, und zwar derart, daß aus dem bhilanzmäßigen Reingewinn zunächst 5 % dem gesetzlichen Reservefonds so lange zugeführt werden, als er 110 des Aktienkapitals nicht überschreitet, daß dann weiterhin die Aktionäre 5 % des eingezahlten Aktienkapitals erhalten und 6400 dem Arbeiterkonto überwiesen werden. Von dem danach verbleibenden Gewinnrest erhalten die Angestellten und das Arbeiterkonto je 5 %. Statutengemäß ist das Arbeiterkonto der Fonds, aus dem die Kosten aller nicht auf gesetzlicher Vorschrift beruhenden Wohlfahrtseinrichtungen zu bestreiten sind. Steinheil errichtete schon 1849 eine Kranken⸗ und Invalidenkasse und 1852 die Witwenkasse für seine Arbeiter und hat sie im Laufe der Jahre mit erheblichen Zuschüssen zu den Mitgliederbeiträgen versehen. Im Jahre 1879 wurde von Steinbeil zur Bekämpfung des Branntweintrunks eine Kaffeeküche eingerichtet, die jedem Arbeiter Morgens beim Eintritt in die Fabrik unentgeltlich eine Tasse gezuckerten schwarzen Kaffees liefert, was sich sehr gut bewährt hat. Steinheil hat seine ursprünglich bescheidene Fabrik in ein Textilwerk von Weltruf umgeschaffen, gehörte aber nicht miu denen, die schnell reich werden wollen. Er übernahm nie mehr Aufträge, als der normalen Leistungsfähigkeit des Ge⸗ schäftes entsprach. Er brauchte von seinen Arbeitern niemals Sonntagsarbeit und keine übermä Ueberarbeit zu verlangen. Er blieb immer in innigem Zusammenhange mit der Arbeiterschaft und mit der Bevölkerung, die ihm, dem ehemaligen Bürgermeister und Deputierten des Bezirks, bis zum Tode treu anhing. Den Dank an Steinheil sprach ein Arbeiter am Begräbnistage mit den Worten aus: „Ce n'est pas seulement la famille qui a perdu leur pêore c'est nouss. 8 8

8 Zur Arbeiterbewegung.

Nach siebenwöchiger Dauer ist in Breslau (vergl. Nr. 130 d. Bl.) eine Einigung zwischen den Ausgesperrten und den Arbeit⸗ gebern in der Metallindustrie erfolgt. Ju der Maschinenbau⸗ anstalt, die den Formern eine Lohnerhöhung von 2 bewilligt, nehmen, der „Vo 53 % zufolge, die Streikenden die Arbeit am Montag wieder auf. Bis dahin wird auch die Wiederaufnahme in allen anderen B. n erfolgen. Maßregelungen finden nicht statk.

In einer vorgestern von Mitgliedern des deutschen Textilarbeiterverb andes in Sommerfeld abgehaltenen Ver⸗ sammlung, die von etwa 1000 Arbeitern und Arbeiterinnen besucht war, wurde, „W. T. B.“ zufolge, nach längeren Ausführungen der Berichterstetter der Ausstand der Textilarbeiter für Sommerfeld e ossen. Die ausständigen christlich⸗organisierten Arbeiter in St. Johann 8 Nr. 131 d. Bl.), deren Zahl 1300 beträgt, haben, wie „W. T. B.“ meldet, aus den Vertrauensmännern eine Kommission gewählt, um mit der Hüttendirektion zu unterhandeln.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern usammen „Nachrichten für Handel und Inbuferie⸗

Pläne amerikanischer Gründungen in Rußland.

Amerikanische Kapitalisten haben in St. Petersburg neuerdings verschiedentlich Schriilte getan, um Konzessionen zu gewerblichen Unternehmungen in großem Umfange zu erlangen. Ihre Agenten halten sich zu diesem Zwecke seit einiger 3 in St. Petersburg auf, ohne daß jedoch ihre Bemühungen bisher zu einem Ziele ge⸗ führt haben.

„Ein Projekt, das noch am meisten Aussicht auf Erfolg bieten könnte, betrifft die Ausnutzung der Wasserkräfte Finnlands. Danach will ein Herr A. Jackson mit der Stadt St. Petersburg einen Vertrag schließen, durch den er sich verpflichtet, durch Aus⸗ nutzung der Wasserfälle vom Wuolsen der Stadt billige elektrische 89,2 zu Beleuchtungszwecken und zum Betriebe von Straßenbahnen zu liefern.

Ein anderer Plan von weit größerer Bedeutung wurde eben⸗ falls von amerikanischen Interessenten den russischen Behörden unter⸗ breitet, um eine direkte Bahnverbindung von Sibirien nach Alaska herzustellen. Diese Linie soll, von Irkutsk ausgehend, Witim, Jakutsk, Werchne⸗Kolymsk berühren und an der Vehringstre e in einen Tunnel münden, der nicht länger als der Simplontunnel sein würde, da die Benutzung zweier Inseln in der Behringstraße möglich ist. In Alaska würde sich die Bahn, deren Gesamtlänge 5000 Werst ausmachen würde, dem amerikanischen Eisenbahnnetz an⸗ schließen. Die Kosten werden auf 470 Millionen Rubel veranschlagt. Die amerikanische Gesellschaft will die Bahn unter den für die russische Regierung denkbar günstigsten Bedingungen bauen und namentlich auf eine Zinsgarantie verzichten. Sie verlangt jedoch Landparzellen zu jeder Seite der Eisenbahn bis zwölf erst, die e neunzig Jahre lang frei ausnutzen darf. Nach Ablauf dieser Zeit oll der ganze Betrieb dem russischen Staate übergeben werden.

Man sagt, daß die Gesellschaft darauf rechne, außergewöhnlich reiche Steinsalzlager zu finden, durch deren Ausbeutung ein Teil der Bahnkosten gedeckt werde. Der Vertreter der Syndilats, Lolcg de Lobel hat in einem öffentlichen Vortrage Propaganda für dieses Unternehmen gemacht, dessen Einzelheiten zur Zeit von dem Eisenbahndepartement geprüft werden. 8

1* 5

Neue Zolltarifausgabe. Der durch Köni iches Dekret (Real decreto) vom 23. März 1906 genehmigte neue spanische Zoll⸗ tarif nebst Warenverzeichnis ist in einer amtlichen Handausgabe im Druck erschienen und bei dem „Establecimiento Tipografio ‚Suce- sores de Rivadeneyra', impresores de la Real Casa, Madrid, Paseo de San Vicente Nr. 20“, erhältlich. Wegen des Inkraft⸗ tretens des Tarifs verweisen wir auf die Bestimmungen des Genehmi⸗ gungsdekrets, die in deutscher Uebersetzung in Nr. 41 der im Reichs⸗

dustrie“ mitgeteilt

Westeuropa: rankreich talien. Spanien. Oesterreich⸗Ungarn: Görz u. Gradisca Istrien 8 Ungarn

Welt im Jahre 1905:

.56 760 000

18 550 000 kg

1“ Frische Rohseide Kokons kg kg 7 825 000 625 000 4 900 000 995 000 77 000 1 170 000

354 750 75 800 1 633 450

315 000

8Se-

okons kg

8 009 000

1 050 000

1 675 000

414 500 61 500 1 959 000

Seidenproduktion der Welt im Jahre 1905.

Nach der von dem Spyndikat der Lyoner Seidenhändler ve öffentlichten vorläufigen Statistik betrug die Seidenproduktion de d egen 20 500 000 kg im Vo Für die einzelnen Länder wird sie folgendermaßen angegeben

1905

Rohseide

kg 632 000

52 000 000 4 250 000

78 000

345 000

zusammen.

Balkanstaaten: garien, Serbien u Rumänien ..

Kaukasus..

(Ausfuhr).

Griechenland u. Kreta

Persien u. Turkestan

5917 005

497 000 470 000 256 000

Levante u. Mittelasien: Brussa u. Anatolien Syrien u. Cypern. Saloniki, Adrianopel Bul⸗

6 319 000 5 130 000 2 904 000

1 420 000 810 000

7 436 000 5 435 000 3 365 000

2 150 000 880 000

5 305 000 660 000

495 000] 280 000

180 000 70 000 290 000

460 000

zusammen. Ferner Osten: China: Ausfuhr v. Schang⸗ AM Ausfuhr v. Canton Japan: Ausfuhr von Yokohama .. Indien: Ausfuhr von Kalkutta und von Daom.

Ballen

74 085 44 454

94 710

4 215 000 2 134 000

5 827 000

Ballen

67/68 000 42/43 000

75/76 000

223500 kg

3 830 000 2 050 00” 4 650 000

280 000

zusammen.

12 356 000

10 810 00

Im ganzen

zuzuschreiben, währe gegen 1904 aufweist.

Durchschnitt der Jahre

1876 1880. 1881 1885. 1886 1890. 1891 1895. 1896 1900. Jahr 1901. 1992. EL“ ö“ 166

Angebo

Tonne nach

Kubus Gambier Nr. auf 40 und 65 Cents

fabrikanten nicht no

4 ½ und 5 ¼ der Vorwoche mit 6 ¼

Eisenbahnbau

Italien.

Veneta in Rom über

weite von 1,445 m.

Lieferung eines Saugbaggers nach Cadiz (Spaniern) uerto de Cdiz. Verhandlung⸗ endgültige

10 %. Die

nähere Junta aus.

u. Co., in deren Vorstand er zuerst mit seinem Schwager Diesterlen,

amt des Innern Fe „Nachrichten für Handel und In⸗

st zu groß war.

stieg auf 1,15 und 2 Cents.

an die Junta de Obras del termin: 20. August 1906.

in der spanische Puente del Fnnsc. v

3 20 500 000

Levante und Mittelasien

West⸗ europa

erner sten

Menge in 1000 kg

2 475 3 630 4 340 5 518 5 220 5 349 5 437 4 361 5 91l7 2227 5 305 2435 (Bulletin des soies et d

639 7⁰⁰ 738 1 107 1 552 1 874 2 443 2 530

tten war davon nur ein

1 stieg pro 100 Pfund.

und 6 ½ ts pro Pfund

erhältlich. (Nach Textile Manufacturers Journal.) 8

Ausschreibungen. in Belgien.

10 810

18 550 000

1e Ruͤckgang der Rohseidenproduktion im letzten Jahr ist haupr⸗ sächlich der veris gres Erzeugung in Italien und in dem fernen Oste rend der Ertrag in der Levante sogar eine Zunahme

Die Produklion in der Levante und Mittelasien nimmt rasche zu als die in Westeuropa und im fernen Osten, was aus der nach⸗ folgenden Zusammenstellung zu ersehen ist:

18 550

es soieries, Lyon.)

geringer V

und war

Zur Marktlage für Farbstoffe und Chemikalien in den Vereinigten Staaten von Amerika Ende April 1906 In der letzten Aprilwoche spielten im Markte für Farbstoffe i den Vereinigten Staaten von Amerika Galläpfel eine wichtige Rolk⸗ Eine starke Nachfrage herrschte vor für blaue Aleppogallen, und nach den eingehenden Berich fügbar, so daß die Preise hoch standen und 22 ½ bis efordert und gezahlt wurden. Dagegen ging der Preis dar inesischen Galläpfeln um 1 Cent zurü bis 14 Cents. Die Fabrikanten sind in erheblichem Maße vom Ge⸗ brauch der chinesischen Galläpfel abgekommen, und daher muß ma auf einen weiteren Preisfall derselben rechnen. Für Glyzern sanken trotz starker Nachfrage ständig die Preise, weil angeblich das 1 Vitriol ging von 60 und 80 Cents alf 57 und 75 Cents für 100 Pfund herunter; Dividivi ließ um 5 Doll. pr onne und wurde zu 30 Doll. und 40 Doll. verkauft. Gambia blieb im Preise fest auf 4 und 4 ¼ Cents pro Pfund; im Anfam der Woche ging ein Gerücht, wonach man diese Ware unter da Hand zu 3,9 Cents kaufen könnte, was sich jedoch nicht bestätigte. 2 um 1 Cent, auf 6 und 6 Centz Glaubersalzkristalle wurden im Preise ermäßigt von 55 und 75 Centz

orrat ver⸗ Cents pu

und stellte sich auf 1221

„Zinnpräparate waren schwer erhältlich und hoch im Preise; Zimn⸗ Bichlorid stieg von 10 ¼ und 10 ¼¾ auf 11 und 11 ½ Cents 2 2⸗ mit Rücksicht auf diesen Preis wurde die Ware von den sehr gekauft. Salpetersaures Natron fiel don 2 und 2 ½ Cents auf 1,75 und 2 ½ Cents pro Pfund. Ant⸗ monoryd, dessen Preis in der Vorwoche erheblich gestiegen war, blis ch in der hohen Preislage von 21 bis 23 Cents pro Pfund. Von den Säuren gingen 665 Schwefelsäure von 1,30 und 1,75 Dol auf 1 und 1,50 Doll. pro 100 Pfund, Salpetersäure um 1 Cent arf Cents pro Pfund zurück. Salzsäure von 18 und 22 75. verblieb auf dem hohen Preife sehr schwe

en

Die Société Nationale des chemins de fer vicinaux vergibt am 4. Juli 1906, vorm. 11 Uhr. in ihrem Bureau in Brüssel, rue de la Science 14, den Bau der Strecke von Oheye bis zum Bahnhof Lovegnée der Vizinallint Courriêre Ben⸗Ahin. Anschlag: 247 622,10 1 Angebote sind (eingeschrieben) bis zum 3. Juli 1906 bei dem Geneual⸗ direktor der Gesellschaft einzureichen.

usw. können im Bureau der Gesellscha ingenieur Rigot in Namur, rue Lucien Namèche 39, eingese

werden. Das cahier des charges ist zum Preise von 1 Fr. käuflich

Fr. Kaution: 24 500 Fr

ve cahier des charges t und bei dem Provinzlial⸗

(Moniteur Belge.)

tragen worden.

Die Konzession zum Bau und Betriet einer Eisenbahn von Carni, Bahnstation der Linie Pontebba- Udine, über Amaro und Tolmezzo nach Villa Santina ist der Socies Die Babhn erhält eine Spo⸗

(Gazetta Uficiale del Regno d'Italia.)

Vorläufige Kaution

: 5 %;

n Bedingungen liegen im Sekretariat der

rovinz

Die Konzession für eine elektrische Stra n; L6rida, und zwar für die Strecr ella, ist von Pedro Trepat Galceran beantrag worden. (Ueber den Wohnsitz des Antragstellers dürfte die Direccida general de Obras públicas in Madrid Auskunft geben könn

ern.) ri)

Konkurse im Auslande. Rumänien.

Marcu Risenberg

Anmeldung der Forderungen bis

Domizil der Firmen

Verifikation der Forderungen

Fallite Firmen

30. Mai / 12. Juni 1906

2./15. Juni 1906

9./22. Juni 1906.

12./25. Juni 1906.

Focsani Sascut

Mareu Goldstein

1 Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts 1 am 8. Juni 1906. Ruhrrevier BOberschlesisches Rebier 2 der Wacen, 8 8

118“ EC11“ v1164“*“ Dem Verein Berliner Kaufleute und Jçndustrieller ingen von unterrichteter Seite Mitteilungen zu über zweifelhafte

irmen in Bukarest und in den Niederlanden. Diese Mit⸗ teilungen liegen den Iaefessenten im Bureau des Vereins, Jäger⸗ straße 22, während der Geschäftsstunden von 9 —1 und von 4—7 Uhr zur Einsicht aus.

Nach dem in der gestrigen Versammlung der Zechenbesitzer des Rheinisch⸗Westfälischen Kohlensyndikats erstatteten Vorstandsbericht betrug laut Meldung des „W. T. B.“ der rechnungs⸗ mäßige Kohlenabsatz im April 4 911 516 t (gegen das Vorjahr für den Arbeitstag mehr 14 778 t), d. i. 84,14 % der Beteiligung (gegen 78,71 % im Vorjahr). Der Gesamtabsatz betrug 5788 772 t (für den Arbeitstag gegenüber dem vorigen Monat 1,96. % weniger, gegen das Vorjahr 6,69 % mehr). Die Gesamtförderung betrug 5741 353 t (gegenüber dem Vormonat für den Arbeitstag 3,55 % weniger, gegen den April des Vor⸗ jahres 6,21 % mehr). Der rechaunosmäß se Absatz von Januar bis April betrug 21 703 359 t (gegen den gleichen Zeitraum in 1904 für den Arbeitstag 15,75 % mehr), d. i. 86,86 % der Beteiligung (geßen 78,50 % im gleichen Zeitraum des Vorjahres). Der Gesamtabsatz von Januar bis April betrug 25 436 662 t (gegenüber dem gleichen Zeitraum in 1904 für den Arbeitstag 15,77 % mehr). Die Gesamt⸗ förderung betrug von Januar bis April 25 348 472 t (gegen den entsprechenden Zeitraum in 1904 für den Arbeits⸗ tag 14,52 % mehr). Der Vorstand weist hin auf den Rück⸗

ang des Kohlenabsatzes bei anhaltender Nachfrage, was n der Hauptsache auf die geringere Leistung der Zechen zurückzuführen ist. Die hierdurch entstandene Schwierigkeit in der Abwickelung der übernommenen Lieferungsverpflichtungen wird noch verschärft durch die weitere Steigerung der Kokserzeugung und durch größere Lieferungen der Hüttenzechen an eigene Werke. Diese Schwierigkeiten blieben auch im Mai bestehen, da die Nachfrage stark blieb, und die Förderung nicht wesentlich zunahm, sodaß das Syndikat auf die Lagerbestände zurückgriff und die Auslandslieferungen teilweise durch Einschiebung englischer Kohle ablöste. Die Eisenbahnabfuhr war im April und Mai fast andauernd hürch Wagenmangel beeinträchtigt, namentlich litt der Koksversand. Na der festrigen Beiratssitzung des Rheinisch⸗Westfälischen Kohlen⸗ svndikats, in der geschäftliche Angelegenheiten verhandelt wurden, setzte die anschließende Zechenbesitzerversammlung des Kohlensyndikats, der „Rheinisch⸗Westfälischen Zeitung“ zufolge, die Beteiligungsanteile für das 3. Quartal für Kohlen auf 95 %, für Koks auf 95 % und für Brikett auf 90 % fest.

In der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung der Vereinigten Stahlwerke van der Zypen und Wissener Eisenhütten Aktiengesellschaft wurden laut Meldung aus Cöln die Anträge der Verwaltung auf Erhöhung des Aktienkapitals um 2 Millionen Mark einstimmig angenommen.

London, 8. Juni. (W. T. B.) Nach dem amtlichen Handels⸗ ausweis hat der Wert der Einfuhr im Mai um 4 597 490, der Wert der Ausfuhr um 4 477 234 Pfd. Sterl. gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres zugenommen. 1616“*“

8 I vom Berliner Produktenmarkt sowie die vom Königlichen Polizeipräsidium ermittelten Marktpreise in Berlin befinden sich in der örsenbeilage.

Amtlicher Marktbericht vom Magerviehhof in Friedrichsfelde. Rindermarkt am Freitag, den

8. Juni 1906. 8 8 Auftrieb: 1245. Ueberstand: o“ 903 Stück Stück EIl848*”“ 4 Blullen, Jungvieh. .. 160 8 Verlauf des Marktes: Langsames Geschäft; Preise gedruüͤckt; aus⸗ gesuchte Kühe und Färsen über Notiz. Es wurden gezahlt für: A. Milchkühe und hochtragende Kühe: C1——2—2323 a. 4—6 Jahre alt: I. Qualität, gute schwere...

II. Qualität, gute mittelschwere... III. Qualität, leichte Durchschnittsware 175 250 .„ b. ältere Kühe:

I. Qualität, gute schvwvere 250 330

II. Qualität, mittelschcere .190 250

c. hochtragende Färsen. . 200 360

B. . 84 üsen: n Paagss II. Qualität III. Qualität über 12 Ztr. 10—12 Ztr. 9 10 Ztr.

schwer schwer a. Norddeutsches Vieh (Ost. u. Westpreußen, Pommern, 8 chlester) . 2 b. Süddeutsches Vieh: a. Gelbes Frankenvieh, Scheinfelder. Sitgencis; Sheien c. Süddeutsches Simmentaler, B 8 reuther. 6“ Sg. 490 560 380 460 4 C. Jungvieh: Niederungsvieh 1ur Zucht b8 —— 1.Qualität

II. Qualität v“ a. Bullen und Stiere: 1

1 Qual 5b60. I. SBn ität 450 560

T htte hth he b. Färsen: I. Qualität 350 390 II Qualttät 240 330 2„

475

öhenvieh zur Zucht zur

Kursberichte von den auswärtigen Fondsmärkten.

amburg, 8. Juni. (W. T. B.) (Schluß.) Gold in veees das 1a.8.8 2799 8. 2784 G., Silber in Barren: as Kilogramm 89,50 B., 89,0 .

Wien, 9. Juni 8. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 4 % Renie M.⸗N. p. Arr. 99,80, Oesterr. 4 % Rent in Kr.W. per ult. 99,85, Ungar. 4 % Goldrente 114,05, Ungar. 4 % Rente in Kr.⸗W. 95,70, Türkische Lose per M. d. M. 156,25, Buschtierader Eisenbahnaktien Lit. B. —,—, Nordwestbahnaktien Lit. B per ult. 454,50, Oesterr. Staatsbahn per ult. 681,00, Südbahngesellschaft 150,75, Wiener Bankverein 555,50, Kreditanstalt, Oesterr. per ult. 671,00, Kreditbank, Ung. allg. 813,00, Länder⸗ bank 438,00, Brüxer Kohlenbergwerk 672,00, Montangesellschaft, Alp. 579,00, Deutsche Reichsbanknoten per ult. 117,38, nionbank 553,00, Türk. Tabak —,—. G

London, 8. Juni. (W. T. B.) (Schluß. % Englische Konsols 89 ¼, Platzdiskont 3 8, Silber 30. Bankeingang 26 000 Pfd. Sterl. 3 % Franz.

Rens. Se. 8. Iemt 8 T. B.) (Schluß.) ; 98,37, Suezkanalaktien 4640. Madrid, 8. Funi (W. T. B.) Wechsel auf Paris 9,50.

Lissabon, 8. Juni. (W. T. B.) Goldagio 4.

New York, 8. Juni. (W. T. B.) (Schluß.) Die heutige Börse nahm bei mägigen Umsätzen einen schleppenden Verlauf. Am Vormittag war die Tendenz fest; späterhin bröckelten jedoch die Kurse ab, da die Spekulation zu Abgaben schritt, und es im übrigen der Börse an Unterstützung mangelte. Die Ankündigung, daß der Bank⸗ ausweis ungünstig lauten werde, wirkte gleichfalls verstimmend. Die Aktien der Getreide transportierenden Bahnen litten unter den un⸗ günstigen Saatenstandsberichten. Für Reading⸗ und New York Zentralbahnaktien zeigte sich gute Nachfrage. Für Rechnung Londons wurden im Ergebnis 15 000 Stück Aktien verkauft. Schluß willig. Aktienumsatz 580 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Durchschn.⸗Zins⸗ rate 3, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 3, Wechsel auf London (60 Tage) 4,82,95, Cable Transfers 4,86,35, Silber, Commercial Bars 61 , Tendenz für Geld: reng.

Rio de Janeiro, 8. Juni. (W. T. B.) Wechsel auf London 161 ¼2.

Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.

Düsseldorfer Börse vom 8. Juni. (Amtlicher Kursbericht.)

A. Kohlen, Koks: 1) Gas⸗ und Flammkohlen: Gaskohle für Leuchtgas⸗ bereitung 11,50 13,50, Generatorkohle 12,25 12,50, Gasflamm⸗ förderkohle 10,50 11,00; 2) Fettkohlen: Förderkohle 10,00 10,25, beste melierte Kohle 11,10 11,60, Kokskohle 10,50 11,00; 3) magere Kohle: Förderkohle 9,00 10,00, melierte Kohle 10,25 11,25, Nußkohle Korn II Anchee 19,50 24,00; 4) Koks: Gießerei⸗ koks 17,00 18,00, Hoshen oks 14,50 16,50, Nußkoks, ge. brochen 17,00 18,50; 5) Briketts 10,75 13,50ö9 Preise ab 1. April 1906. B. Erze: 1) Rohspat, 4 nach Qualität —,—, 2) Speteige gerösteter, je nach Qualität —,—, 3) Somorrostro f. o. b. tterdam —,—, 4) nassauischer Roteisenstein mit etwa 50 % Eisen —,—, 5) franko —,—. C. Roheisen: 1) Spie e Ia. 10 12 % Mangan 93,00, 2) weißstrahliges Qualitäts⸗Puddelroheisen: a. rheinisch⸗westfälische arken und b. Marken 68,00, 3) Stahleisen 70,00, 9. emereisen cif. Rotterdam —,—, 5) spanisches Bessemer⸗ en, Marke Mudela cif. Rotterdam —,—, 6) deutsches Bessemer⸗ eisen 82,00, 7) Thomaseisen fr. Verbrauchsstelle 72,50 73,00, 8) Puddel⸗ eisen, Luxemb. Qualität ab Luxemb. 56,80 57,60, 9) englisches Roheisen Nr. III ab Ruhrort —,—, 10) Luxemburger Gießereieisen Nr. III ab Luxemburg —,—, 11) deutsches Gießereieisen Nr. I 78,00, 12) do. Nr. II —,—, 13) do. Nr. III 70,00, 14) do. Hämatit 82,00, 15) spanisches Hämakit, Marke Mudela ab Ruhrort —,—. b. Stabeisen: Gewöhnliches Stabeisen: slugesen —,—, Schweißeisen 147,00. E. Bleche: 1) Gewöhnliche Bleche aus Flußeisen 140,00, 2) do. gewöhnliche Bleche —,—, 3) Fühcbes

aus Flußeisen 150,00, 8 do. S ßeisen —,—, 5) Feinbleche —,—. F. Draht.: 1) Eise zdraht —,—, 2) Stahlwalzdraht —,—. Kohlen⸗ und Eisenmarkt ist unverändert fest. Nächste Börse für Produkte und Werkpapiere am Freitag, 15. Juni, für Wert⸗ papiere am Mittwoch, 13. Juni 1906. 6 1“

18

.“ 8 8

Breslau, 8. Juni. (W. T. B.) Wollmarkt. Für den offiziellen Markt sind 450 Zentner angefahren, davon 180 Zentner Schmutzwollen und 270 Zentner Rückenwäschen. Die Preise werden von den Verkäufern hochgehalten und bewegen sich 20 25 höher als im Vorjahre.

Magdeburg, 9. Juni. (W. T. B.) Zuckerbericht. Korn⸗ zucker 88 Grad o. S. 7,85 8,00. Nachprodukte 75 Grad o. S. Stimmung: Stetig. Brotraffinade I o. F. 17,75 18,00.

Gemahlene Melis mit Sack 17,00 17,25. Stimmung: Ruhig.

Rohzucker I. Produkt Transito frei an Bord mburg: Juni 16,10 Gd., 16,25 Br., —,— bez., Juli 16,30 Gd., 16,40 Br., —,— bez., August 16,50 Gd., 16,60 Br., —,— bez., September 16,55 Gd., 16,65 Br., —,—V bez., Oktober⸗Dezember 16,90 Gd., 17,00 Br., —,— bez. Ruhig.

Cöln, 8. Juni. (W. T. B.) Rüböl loko 55,00, per Oktober 56,00.

Bremen, 8. Juni. (W. T. B.) (Börsenschlußbericht.) Privatnotierungen. malz. Fest. Loko, Tubs und Firkin 46, Doppeleimer 46 ¾. Kaffee. Behauptet. Offizielle Notierungen 2 Fevesehe gh Baumwolle. hr ruhig. Upland loko middl.

Hen g 8. Juni. (W. T. B.) Petroleum. Stetig. Standard white loko 7,10.

Hamburg, 9. Juni. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags⸗ bericht.) Good average Santos September 36 ½ Gd., Dezember 37 ¼ Gd., März 37 ¾ 8 Mai 38 Gd. Stetig. ucker⸗ markt. (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt Basis 88 % Rendement neue Usance frei an Bord burg Juni 16,20, dlt ü8, 8. August 16,55, Oktober 18,90, Dezember 17,00, März 17,30. uhig.

Budapest, 8. Juni. (W. T. B.) Raps per August 29,00 Gd., 29,20 Br.

London, 8. Juni. (W. T. B.) 96 % Javazucker prompt, mbig. 9 sh. d. Verk., Rübenrohzucker loko fest, 8 sh. 0 ¼l d.

London, 8. Juni. (W. T. B.) (Schluß.) Chile⸗Kupfer fest, 86 ⅞, für 3 Monate 85.

Glasgow, 8. Juni. (W. T. B.) (Schluß.) Roheisen fest, Middlesbrough warrants 50/8 ½. Die Vorräte von Roheisen in den Stores belaufen sich auf 12 244 Tons e SSg ö5 1 gegz Jahre. . 85 d- Betriebe ben een beträg gegen en Jahre.

Paris, 8. Juni. (W. T. B.) ß

v Ae Schluß.) Rohzucker stetig, 88 % neue Kondition 21 ¼ 22. Weißer Zucker fest, Nr. 3 ür 100 kg Juni 24 ¾, Juli 24 ⅛, Juli⸗August 25, Oktober⸗ anuar 26 %¼.

Ie 8 Ee T. B.) Java⸗Kaffee good ordinary 32 ½. ankazinn 111.

Raffänn iee Pen⸗ 85 Tns⸗ 19 8. F. 85 Juni 19

nier e we oko 8 . Jun

do. Juli 19* e 2₰ September⸗DHezember 20 Br. F

S Iz. i 110,75. er⸗ Pörk⸗ 8. Juni. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle⸗

in New York 11,20, do. für Lieferung per August 10,48, do. für

Petroleum. Br.,

ie Oktober 10,37, Baumwollepreis in New Orleans 1015⁄16, Felerbean Standard white in New PYork 7,80, do. do. in Philadelphia

Kristallzucker I mit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. 17,37 ½ 17,50.

1,64,

7,75, do. Refined (in Cases) 10,30, do. Credit Balances at Oil City malz Western steam 9,20, do. Rohe u. Brothers 9,30, Ge-. treidefracht nach Liverpool 1 ½, Kaffee fair Rio Nr. 7 7 ⅜, do. Ri Nr. 7 Juli 6,15, do. do. September 6,30, Zucker 21116 22 ½⁄2, Zinn 40,00 40,25, Kupfer 18,75 19,00. bericht. (Die Ziffern in Klammern beziehen Vorwoche.) Ausfuhr nach Großbritannien 19 000 (20 000), Ausfuhr nach Kontinent 66 000 (54 000), Vorrat 464 000 (518 000).

Baumwollen⸗Wochen⸗ auf die Beträge der 55 000 (79 000)

in allen Unionshäfen 2

Zufuhren

Wet

terbericht vom 9. Juni 1906, 8 Uhr Vormittags.

rererrgerrwemc,

Beohachtungs⸗

station

Witterungs⸗ verlauf der letzten 24 Stunden

Wind⸗ richtung, Wind⸗ stärke

24 Stunden

Celsius Niederschlag in

Temperatur in

Barometerstand auf 0o Meeresniveau und Schwere in 450 Breite

b

Borkum

788,0 N Zbedeckt 11,9 meist bewölkt

Keitum

. 767,7 O Z bedeckt 12,4 Regenschauer

Hambu

rg 766,7 R 2 bedeck. 13,7 6 Nachm Niederschl.

Swinemünde

764,0 NNO 4 balb bed. 13,8 ziemlich heiter

Rügenwalder⸗ münde..

762,6 a 5 bedeckt 11,0 ziemlich heiter

Neufah

rwasser 760,2 NNW 4 bedeckt 12,3 Nachts Niederschl.

Memel

760,1 NDO 3 bedeckt 13,1 Nachm.Niederschl.

Aachen..

766,5 N 3 bedect 10,8 Remlich heiter

Dresde

Hannover.. Böö8 V

n. 764,3 WNW 2 Breslau..

Regenschauer ziemlich heiter ziemlich heiter meist bewölkt

766,6 Windst. bedeckt 764,1 N. 2 wolkig wolkig 761,7 NW F3 edeckt

12,0 13,0 10,8 11,2

Bromberg

760,3 NMR . bedeckt 12,0 meist bewölkt

Metz

764,4 N 4 heiter 12,4 vorwiegend heiter

Frankfurd, M.

764,8 NDO 3 wolkig 14,6 meist bewölkt

Karlsruhe, B.

764,0 NDO 2 bedeckt 14,4 Nachts Niederschl.

München ..

0 2 6 0 0 1 0 2 0 0 d 0 0 0 1 0

762,1 NO 1 balb bed. 13,7 siemlich heiter

Stornoway.

(Wilhelmshav.) meist bewölkt

768,5 SW 2 edeckt 12,2

Malin

(Kiel)

Head 11,7 ziemlich heiter 3

Valentia ..

769,3 Windst. bedeckt

b (Wustrow i. M.) 769,8 Windst.

meist bewölkt

heiter 11,1

Seillox.

(Königsbg.) Pr.)

768,1 NO Z beiter 13,3 ganhalt. Niederschl.

Aberde

(Cassel)

en 768,9 S 1 heiter 12,8 Gewitter

Shields

(Magdeburg) ziemlich heiter

769,8 8 2 bedeckt 11,1

Holyhead.

(Grünbergschl.)

13,9 ziemlich heiter

769,2 Windst. wolkenl.

Isle d'Aix .

(Mülhaus., Els.)

764,1 NNO Z wolkenl. 17,0 ziemlich heiter

St. Mathieu

(Friedrichshaf.) ziemlich heiter

766,8 NO 4 wolkenl. 13 4

Grisnez

(Bamberg) meist bewölkt

767,2 DNO 3 Dunst 12,4

Paris

766,2 NNO 2 wolkenl. 14,2

Vllssingen

768,1 O 2 Dunst 12,1

TWWW“

12,1

Bodoe .

6,6

Christiansund 767,6 WNW 3

768,0 OSU 2 wolkig 762,7 n

bedeckt 10,5

Skudesnes

768 4 O 4 bedeckt 9,2

Skagen

767,9 N 1 wolkenl. 14,3

Vestervig

767,8 W 1 wolkig 11,6

Kopenhagen

786,2 N i wolkenl. 13,1

Karlstad

767,5 SSW4 wolkenl. 15,0

Stockholm

. 767,4 ORO 2 wolkenl. 16,0

Wisby

764,8 NNO 6 heiter 10,0

Hernösand

766,7 SSW 2 wolkenl. 13,1

Haparanda .

764,9 SW A bedeckt 8,0

Riga

Wilna

sbedeckt 12,2

7613 S 2 1222 Regen 11,8

Pinsk

N 1 755,3 bedeckt 13,9

Petersburg.

AW1 768,0 heiter— 15,2

Wien

5 2 761,7 13,9

Prag

NNW 2 wolkig 763,5 13,1

Rom

W 2 bedeckt 760,6 15,0

Florenz

N 3 wolkenl. 761,3 14,8

Cagliari

SSW I wolkenl. 760,4 19,0

Cherbourg

SSW 4 halb bed. 768,3 14,0

Clermont ..

Windst. wolkenl. 762,9 16,0

Biarritz

NO 2 wolkenl. 764,6 16,6

Nizza

WSW 1 bedeckt . 759,8 16,6

Kraka

Windst. bedeckt 760,5 10,8

Lemberg

8 SW lI bedeckt 6 12,1

Hermanstadt

SW F3 bbedeckt 760,1 15,8

Triest

WSW bhalb bed. 762,4 16,4

Brindisf 1

Windst. Regen 761,8 17,2

Livorno

W wolkenl. 760,7 20,0

Belgrad

1 NO I balb bed. 762,0 2 12,6

Helsingfors 8

W bedeckt 768,1 13,6

Kuopio.

NRO 2 balb bed. yJ770,4 13,8

Iarich

SW wolkenl. 762,7 13,0

Genf

Lugano . .

1 N 2heiter 762,1 NO 2 wolkenl. 15,0

1 17,0

Säntis.

761,5 N bedeckt 563,6 NNW 2 wolkig 1,9 11,1

Wick

8 eOSSSSSOSSSOOSSSSSSSSSOSISSSSXSSSS,I e.-l SOSSSSSSO S;SPS

Warschau-—

768,7 NRW lI halb bed. 11,9

n D

Portland Bill

Maxima über 770 mm liegen über Südschottland 772 mm über Ostfinnland

758,6 NNW lIöbedeckt

768,5 D lThhester 183,3 und -lüber 2 ene Denr lon n 156 mm 1 Deutschland ist das Wetter, bei schwachen nör snape⸗ 1ah und vielfach heiter, stellenweise ist Regen gefallen. ie Fortdauer des Wetters ist wahrscheinlich.

Deutsche Seewarte.