1906 / 152 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 30 Jun 1906 18:00:01 GMT) scan diff

In der Liste anwälte W . Kottbus, Dr. Re

der Rechtsanwälte sind gelöscht: die Rechts⸗ bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in inhardt bei dem Amtsgericht in Oebisfelde. In die Liste der Rechtsanwälte sind eingetragen: die Rechtsanwälte Justizrat Wasser und Ohnstein in Char⸗ lottenburg bei dem Landgericht III in Berlin, Leyde in Greußen bei dem Landgericht in Erfurt, Max Jacobsohn aus Goldap und Hugo Hirsch aus Pr.⸗Stargard bei dem Amtsgericht in Charlottenburg und dem Landgericht III in Berlin, die Gerichtsassessoren Dr. Kurt Meyer bei dem Land ericht in Landsberg a. W., Sondheim bei dem Landgericht in Dortmund, Derichs bei dem Amtsgericht und dem Land⸗ gericht in Koblenz, Wilczek bei dem Amtsgericht und der Kammer für Handelssachen in Crefeld, Dr. Reinhold bei dem Amtsgericht und der Kammer für Handelssachen in M.⸗ Gladbach, Hardell bei dem Amtsgericht in Köpenick mit dem Wohnsitz in Adlershof, Haberfelder bei dem Amtsgericht in Emden, der frühere Magistratsassessor Ziehe bei dem Kammergericht. . b Der Rechtsanwalt und Notar, Justizrat Seckel in Göttingen ist gestorben.

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Evangelischer Oberkirchenrat. 8

Zum der deutschen evangelischen Gemeinde zu Crajova in Rumänien ist der Hilfsprediger Erich Schwecken⸗ diek in Braunschweig berufen worden.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 29. der Gesetzsammlung enthält unter

Nr. 10 725 den Staatsvertrag zwischen Preußen und Bremen über die Beteiligung Bremens an den Kosten eines Rhein⸗Weser⸗Kanals, vom 29. März 19038; unter

Nr. 10 726 den Staatsvertrag zwischen Preußen und Bremen über die Ausführung einer Wehr⸗ und Schleusen⸗ anlage bei Hemelingen, vom 29. März 1906; und unter

Nr. 10 727 den Staatsvertrag zwischen Preußen und Bremen über die weitere Vertiefung der Unterweser zwischen Bremen und Geestemünde, vom 29. März 1906.

Berlin W. 9, den 30. Juni 1906.

Koönigliches LXX“ rüer.

Abgereist: der Präsident des Evangelischen Ober⸗

Seine Exzellenz 1 schen Geheime Rat Voigts, mit längerem

kirchenrats, Wirklich Urlaub.

Personalveränderungen.

Königlich Bayerische Armee.

Mäünchen, 26. Juni. Im Namen Seiner Majestät des Königs. Seine Königliche . Luttpold, des Königreichs Bavern Verweser, haben Sich öchst bewogen gefunden, nachstehende Allergnädigst zu verfügen: a. bei den Offizieren aktiven Heere: am 7. d. M. dem Hauptm. 8. Feldart. Regt, vom 1. Juni d. J. ab Urlaub ohne Gehbalt auf ein Jahr zu bewilligen; am 25. d. M. den Abschied mit der gesetzlichen Pension zu be⸗ willigen: dem Rittm. Taeffner, Eskadr. Chef im 3. Chev. Karl Theodor, mit der Erlaubnis zum Fort⸗ tragen bisherigen Uniform mit den für Verahschiedete vor⸗

geschriebenen Abzeichen, dem Oberlt. Widtmann des 21. Inf. Regts.,

den Lts. Lauterbach des 16. Inf. Regts. Eroßberzog Ferdinand pon

Toskann und Heldmann des 1 Trambats,, letzterem unter Ver⸗

leihung der Aussicht auf Anstellung im Zwildienst; den Abschied aus

dem aktiven Heere mit der gesetzlichen Pension zu bewilligen: dem

Feuerwerkslt. Keilbammer des Hauptlaboratoriums unter Ueber.

führung zur Landw. 2. Aufgebots; zu ernennen: zum Eskadr. Chef im 3. Chbev. Regt. Herzog Karl Theodor den Oberlt. Deiglmayr des 2. Chev. Regts. Taxis unter Beförderung jum Rittm ohne Patent, zum Battr. Chef im 8. Feldart. Regt. den Oberlt. Theysohn dieses Regts. unter Beförderung jum Haudem. ohne Patent, zum Erzieher am Kadettenkorps zum 12. September d. Is. den Lt. v. Hößlin des 15. Inf. Regts. König Friedrich August von Sachsen; zu versetzen: den Oberlt. Bek, Erzieher am Kadettenkords, jum 11. Inf. Regt. von der Tann zum 1. August d. Is,, die Lts. Lauterbach, komman⸗ diert zur Art. und Ingen. Schule, vom Eisenbahnbat. zum 1. Pion.

Bat., Glasser vom 22. Inf. Regt. zum 2. Pion. Bat, Pirner,

kommandiert zur Art. und Ingen. Schule, vom 1. Pion. Bat. zum

Eisenbahnbat. Frhrn. Voith v. Voithenberg vom 1. Trainbat. zum 2. Trainbat., den Feuerwerkslt. Marsching vom Art. Deprot

Ingolstadt zum Hauptlaboratorium; zu befördern: zu Rittmeistern

ohne Patent den Oberlt. v. Faber du Faur, Reitlehrer bei der

Equitationsanstalt, dann überzählig die Oberlts. Thaler im 3. Chev.

Regt. Herzog Karl Theodor und Frhrn. v. Seefried auf Butten⸗

heim, Adjutanten bei der E ustationsanstalt, zu Oberlts. die Lis.

Schuster des 3. Chev. Regts Heriog Karl Theodor und

Pachmayr des 8. Feldart. Regts, zum Sousbrigadier in

der Leibgarde der Hartschiere den Fourier Streit dase

zum Feuerwerkelt. beim Art. Depot Ingolstadt den Oberfeuerwerker

Bergner der Feldzeugmeisterei; zu Fäbarichen die Fahnenjunker,

Unteroffiziere Hofmann im 11. Feldart. Rege. und Kollmann im

3. Inf. Regt. Prinz Karl von Bavern; wieder anzustellen: mit dem

Ausscheiden aus der Ostasiat. Besatzungsbrig. mit ihren früheren

Patenten den Hauptm. Düring im 9 Inf. Regt. Wrede, die Oberlts.

Müller im 2. Inf. Regt. Kroxnprinz und Braun im 3. Inf. Regt.

Prinz Karl von Bayern; vom 1. Juli d. J. ab zur Dienstleistung

im Kriegsministerium zu berufen: den Major z. D. Rehm und

2

2.

12

Mever, Battr. Chef im

9

bauamts Passau, zum Kasernenin p. heim den Rechnungsrat des Generalstabes,

bei der Garn. Verwalt. Germers Kaserneninsp. auf Probe Flügel; am 21. d. M. den Widtmann, Rendanten des mit Penston in den erbetenen

Topographischen Bureaus Ruhestand treten zu

Der Nachweisung üͤber Eisenbahnen (ausschließlich

bei den fahrplanmäßigen beförderung vorgekommenen folgendes zu entnehmen:

gebiete ..

davon zweigleisig . . . . Beföoördert wurden:

Schnellzüge.

Personenzüge

gemischte Zuͤge.

Anzahl der in Vergleichung gezogenen Bahn⸗ deren Gesamtlänge Ende April 1905 ..

Deutsches Reich

Preußen. Berlin, 30. Juni. über die auf den größeren deutschen der bayerischen) während der

Dauer des Winterfahrplans (Oktober 1905 —April 190 6) Zügen mit Personen⸗

Verspätungen ist

44, 45 706 km, 18798 „.

. 319 280, .2 131 278, .1 193 745.

Geleistet wurden:

im Tages⸗ durchschnitt

imm ganzen

auf 1 km Betriebslänge im siebenmonatlichen

Durchschnitt

169 280 275

Von den fahrplanmäßi haben sich verspätet:

Zügen mit Pers onenbeförder

ng

88

gegen das

im ganzen Vorjahr

und zwar: 1 durch Abwarten verspäteter schlufzüge...“ durch Vorkommnisse bei den späteten Zügen selbst Von den Verspätungen letzteren Art entfallen auf⸗ 1 Tausend Züge . . . 1 Million Zugkilometer . . . Die Anzahl der versäumten

ver⸗

der

Der Kaiserliche ist von dem ihm Posten zurückgekehrt und hat die wieder übernommen.

Der Archivassistent Dr. phil.

worden.

8 Lam Meldung des W. T. B.“ m 27. Juni in Pisco (Peru) ei

Tage von dort nach Arica (Nor

*

nach Kamerun am 27. Juni in Lo geht am 2. Juli pon S. M. S. „Iltis“ und gestern von dort S. M. Macao nach §.

S. M. S. „Sperber“ ist auf der Reise von

+ 5 817

I1 n b 8 *

Gesandte in Stockholm von Müller Allerhöchst bewilligten Urlaub auf seinen Geschäfte der Gesandtschaft

Eduard Reibstein ist

von Magdeburg an das Staatsarchiv in Düsseldorf versetzt

88

ist S. M. S. „Falke“

etroffen und an demselben gile) in See gegangen.

Kapstadt bitobay eingetroffen und

dort nach Loanda in See.

ist vorgestern in Mocao eingetroffen in See gegangen. „Tsingtau“ ist gestern von

ongkong in See gegangen. e

Die ungarische Delegation Meldung des „W. T. B.“, Extraordinarium des

dritte Lefung ist Ruzland.

Tagesordnung wurde eine in der diese der Duma ihre das Willkürregrment zusagen, Etappe zeichnen.

Nach dem Bericht des „W. T. B.“

das O r Heeresbudgets sonstigen Vorlagen des Kriegsministers angenommern. auf heute anberaumt worden. .

Oesterreich⸗Ungarn.

hat gestern, nach einer rdinarium und das sowie alle

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Die Duma verhandelte gestern über den Gesetzentwurf, betreffend das Versammlungsrecht. Vor Eintritt in die Erklärung der Sozialisten verlesen, Unterstützung im Kampfe gegen

die Duma aber nur P auf dem Wege zur konstituierenden Versammlung be⸗

als erste

sprachen sich mebrere Redner

der Linken gegen den Gesepertwurf aus, da er wenig liberal und voller Einschränkungen sei, wie sie nur in der deutschen Gesctzgebung beständen.

strafe die Todesstrafe verhängt hatte. Die Duma beschloß Dringlichkeit, nachdem die Abgeordneten „Lednisky und Kusmin Karawajemw gesprochen hatten.

Der Schatzminister Majorana hat gestern in der Deputiertenkammer den Gesetzentwurf über die Konversion der fünsprozentigen und der eh gen Rente vorgelegt. Nach einer Meldung des „W. T. B.* lauten die Bestimmungen der einzelnen Artikel:

Artikel 1: Der Schatzminister wird ermächtigt, die Titres der konsolidierten zu 5 % brutto verzinslichen Rente und der voehi hüshten zu 4 % netto verninslichen Rente, die im Großen Buch der öffentlichen Schuld eingetragen sind, einzulösen und dabei den Inhabern die Ein⸗ lösung zu je 100 Lire anzubieten oder die Zahlung des ganzen Coupons von 2 Lire für das zweite Semester 1906, der am 1. Januar 1907 fällig ist, bei Eintausch der gegenwärtigen fünsprozentigen Brutto⸗ und der vierprozentigen Nettorente gegen Stücke der neuen Ait, deren in jedem Semester zahlbar send Diese neuen Titres haben

oupons, deren Fälligkeit mit dem 1. Juli 1907 eintritt und die bis zum 1. Januar 1912 laufen bei einem Zinssatz von 3,75 %, frei von jeder gegenwärtigen oder künftigen Steuer, und sodann Coupond, die bom 1. Juli 1912 ab laufen bei einem Zinssatz von 3,50 %, gleich⸗ falls frei von jeder gegenwärtigen oder künftigen Steuer. Die neuen zu der gegenwärtigen Konversion ausgegebenen Titres dürfen bis Ende des Jabres 1920 nicht in andere Rente mit niedrigerem Zinssatz kon⸗ vertiert werden.

Artikel 2: Wenn Besitzer der konsolidierten Renten von 5 %

brutto und 4 % netto nicht binnen einer sechstägigen Frist, gerechnet von einem durch Koͤniglichen Erlaß festzusetzenden Tage an, in der durch diesen Erlaß vorgeschriebenen Form die Rückzahlung des Kapitals verlangen, so wird angenommen, daß sie die Umwandlung der fünf⸗ prozentigen und vierprozentigen konsolidierten Rente in die in Art. 1 festgesetzten neuen Titres akzeptieren. Die fünfprozentigen und vier⸗ Frozentigen Titres, für die die Konversion akzeptiert ist, werden gegen Ebebnndgung der neuen vom 1. Januar 1907 an zinsberechtigten Titres eingezogen.

Artikel 3: Die Titres der

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fünfprozentigen und der vierprozentigen Rente, deren Einlösung verlangt wird, sind vorzulegen und auszu⸗ händigen gegen eine Empfangsbescheinigung an den Orten und unter den Modalitäten, die in dem genannten Königlichen Dekret werden angegeben werden. Das Datum, von welchem ab die Einlösung vor⸗ genommen werden wird, wird durch ein im Amtsblatt zu veröffent⸗ lichendes Spezialdekret des Schatzministers festgesetzt werden. Der Zinsbetrag von 4 % netto wird mit dem auszuzahlenden Kaxital bis zu dem Tage vor dem Einlösungstermin gezahlt werden. Artikel 4: Der italienische Stempel der fünfprozentigen und der vier⸗ prozentigen Rente wird auf die neuen, konvertierten Stücke kostenfrei übertragen. Diejenigen Stempelkosten, die eventuell die neuen Titres treffen, die gegeben werden sollen zum Eintausch gegen fünfprozentige und vierprozentige Titres, die schon einen regulären und ausläadischen Stempel tragen, und die an die im Auslande wohnenden Inhaber ausgebändigt werden, fallen gänzlich zu Lasten des italienischen Staats⸗

Artikel 5 ermächtigt den Schatzminister, die Mittel für die Ein⸗ lösung der zur Rückzahlung eingelieferten Rententitres zu beschaffen. Zu diesem Zwecke soll der Schatzminister zeitweilig dieponible Fonds und andere Hilfsquellen des Schatzes, die nicht für ordentliche Zahlungen notwendig sind, verwerten können sowie Mittel, die ihm zu laufenden Zahlungen und solche, die ihm für die Anforderungen infolge der Ronversion von den Emissionsbanken, den nationalen Kredit⸗ urd Sparinstituten und von ausländischen Instituten und Banken zugesichert werden sollten. Der Schatzminister soll die besonderen Bedingungen bestimmen, die die Beteiligung der italienischen Emissionsbanken an den Kondersionsoperationen regeln. .

Artikel 6: Die Kosten der Finanz⸗ und Verwaltungsoperatior en, die durch die Durchführung des gegenwärtigen Gesetzes entstehen und zwar ausschließlich der im vorhergehenden Artikel festgesetzten Räck⸗ zahlungen, aber einschließlich der Kosten für die Herstellung der neuen Titres, werden aus den Ueberschüssen der Etatsjahre 1905/06 und 1906/,07 und aus den ordentlichen Mitteln des Schatzes gedeckt.

Artikel 7: Die Artikel 9, 10 und 11 des Gesetzes vom 21. De⸗ zember 1903, betreffend Konversion der 4 ½¶prozentigen Rente in eine Zprozentige, finden auf die Konversions⸗ und Rückzahlungsoperationen, die auf Grund des gegenwärtigen Gesetzes vorzunehmen sind, An⸗

wendung.

Artfkel 8 genehmigt die Einstellung der für die Ausführung der auf Grund des gegenwärtigen Gesetzes vorzunehmenden Operationern notwendigen Budgetartikel in das Ausgabenextraordinarium und das Einnabmenertraordinarium des Schatamts für die Budgetjabre 1805 06 und 1906,07.

Artikel 9: Ueber das Ergebnis der Konversion und die durch die Konversion entstandenen Ausgaben wird dem Parlament ein detatllierter Bericht vorgelegt werden. 1

Artikel 10: Das gegenwärtige Gesetz tritt mit dem Tage seine Veröffenklichung im Amtsblatte in Kraft. 1

Dem Entwurf ist eine Begründung beigegeben, in der es heißt:

b2s auswärtige Ereignisse den Markt der italienischen Werte be⸗ eins so verbot sich bisher die Konversion. Da de Gesamtschuld 8 Milliarden beträgt, so kann man in 82 ersten Periode bis 1912 auf 20, in der zweiten Periode arf 40 Millionen als Gewinn für den Staatsschatz rechnen. De⸗ folide Zustand unseres Budgets, 28

das bohe Ansehen Kredits, der ständig günstige Wechselkurs, die starken Mines unserrs Schatzes, das Zusammenwirken der italienischen Inst ar unter der Leitung der Bank von Italien und der großen ausländticher Zanken, die sich um das Haus Gebrüder Rothschild gruppieren, werren iu dem Erfolge dieser gioßen Operation beitragen. Die Regiermsg butet schließlich um sofortige Annahme des Entwurfs. 1 Ein zur Ausführung des „Rentenkonversionsgesekes erlasenes Königliches Dekret bestimmt, obiger Quelle in folge, unter anderem⸗ 1 1“ Die Anträge auf Heimzchlung können vom 2. bis zum 7— Je gütcli werden. Sie werden im Inlande von den Anstalter bn Zancz d. Italia und von den Fumen, die bisher die Zinszahlur d sorgen, sowie von den ar der Operation beteiligten Bn⸗.. infituten in Paris, London, Berlin und Wien ersgee genommen, und zwar in Berlin vom Bankhause S. Sreg⸗ röber, der Berliner Handelsgesellschaft, der Deutschen Bark, den

Entwurf prüfen und der Kammer darüber berichten soll.

1264 gegen 11 Stimmen die Vorlage im ganzen an.

b den Staatskredit zu schädigen, notwendig sei, daß die Kammer sofort über den Entwurf ent⸗ scheide. Auch der Senat sei einberufen worden, um ebenfalls 88 über das Gesetz abstimmen zu können. In geheimer Abstimmung wurde mit 239. gesgen 16 Stimmen die sofortige Beratung des Gesetzentwurfs beschlossen. Auf Antrag

Giolittis ernannte der Präsident eine Kommission, die den

Versuchen,

Im weiteren Verlauf der Sitzung erstattete Luzzatti namens der vorher zur Beratung der Rentenkonversions⸗ vorlage eingesetzten Kommission Bericht und empfahl die Annahme der Vorlage.

Er erklärte, „W. T. B.“ zufolge, diese stelle ein bewunderns⸗ wertes Beispiel der Kontinuttät der Regierung und der Eintracht der Parteien, wo die gfoßen Interessen des Vaterlandes in Frage kommen, zar. Der Schatzminister Majorana entgegnete auf eine Bemerkung aus dem Hause, die Vorlage trage allgemeinen Charakter und gestatte keine Ausnahme. Die Regierung sei sich in dem Augenblicke, wo die Vor⸗ lage, an der seit Jahren gearbeitet worden sei, Wirklichkeit werde, ihrer schweren Verantwortlichkeit bewußt; sie wisse, daß sie das Vertrauen der Kammer genieße, die der Regterung bei ihrer schweren Aufgabe re Unterstützung leihe. Es wäre ungerecht, heute nicht des italienischen Volkes zu gedenken, das durch seine Arbeit und seine E“ dieses große Geschehnis in der Geschichte Italiens ermöglicht habe.

„Das Haus nahm darauf nach einander die einzelnen Artikel der Vorlage an.

„Der Ministerpräsident Giolitti dankte der Kammer, der Kom⸗ mission und dem Berichterstatter und ngs seine Freude darüber aus, feststellen zu können, daß es gegenüber den höchsten Interessen des Paterlandes im Parlament keine Parteien gebe.

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Danach nahm das Haus in geheimer Abstimmung mit

Der Senat hat mit 74 gegen 3 Stimmen die Renten⸗

konversionsvorlage gleichfalls angenommen.

Schweiz.

„Da mit Spanien eine Verlängerung des Handelsprovi⸗ soriums nicht vereinbart werden konnte, hat der Bundesrat, „W. T. B.“ zufolge, beschlossen, auf spanische Waren vom 1. Juli an den Generaltarif in Anwendung zu bringen unter Erhöhung der Zollsätze für Mandeln, getrocknete, ge⸗ salzene, marinierte und geräucherte Fische, Korkholz und Wein. Für den letzteren wird der Satz von 8 Fr. im Konventional⸗ arif und 20 Fr. im Generaltarif auf 30 Fr. erhöht. Für die genannten Warengattungen sind bei der Einfuhr aus anderen Staaten als Spanien Ursprungszeugnisse beizu⸗

6 T. B.“ aus Washington meldet, hat der Senat gestern dem Bericht des gemeinsamen Ausschusses beider Häuser des Kongresses über die Vorlage, betreffend die Eisenbahnfrachtsätze, zugestimmt und damit das Gesetz angenommen.

Der Senat und das Repräsentantenhaus haben das Gesetz gegen EEE“ an⸗ genommen.

Parlamentarische Nachrichen.

Nach Meldung hiesiger Blätter ist das Mitglied des

hauses der Abgeordneten, Professor Dr. Kropats check, der

den Wahlkreis Potsdam⸗Westhavelland vertrat, gestern gestorben. v11AA1AAA“ 14“

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Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Die in den Kranken⸗ und Irrenhäusern SeeHeslsne gestellten Pfleger und Pflegerinnen hielten, der Voss. Ztg.“ zufolge, Versammlungen ab, in denen überall die lleichen Forderungen aufgestellt und angenommen wurden. Die Hauptpunkte sind: „Verbot der weiblichen Pflege auf Männer⸗ nonen in öffentlichen Anstalten; obltgatorische Ausbildung und Rege⸗ lung des Prüfungswesens nach Bundesratsvorschrift; Ausdehnung der Feichsgewerbeordnung, des Gewerbegerichts, der Krankene und nfallversicherung; Fortzahlung des Lohnes bei militärischen Uebungen dew. Aserkennung des § 616 des B. G.⸗B., Ruhelohn und Hinter⸗ dlebenenfürsor e; vwölsscandig. tägliche Höchstarbeitszeit; Trennung des Tag⸗ und Nachtdienstes; Ruhepause von mindestens 36 Stunden vöchentlich; Sommerurlaub unter Fortzahlung des Lohnes; Be⸗ eitigung des Kost⸗ und Logisweseng; Anstaltsausschüsse; Gleichstellung des männlichen und weiblichen Personals usw.“ Die im „Zentral⸗ perband⸗ organisierten Berliner Konditorgehilfen hielten nach dem selben Blatte eine Versammlung ab, um zu dem Verhalten der Zäckerinnungen auf den eingereichten Lohntarif Stellung zu nehmen. Es wurde ausgeführt, die drei größten Innungen „Germania’, Concordia“ und die Eharlottenburger Innung hätten überhaupt nicht kantwortet, während die Innungen von Britz, Weißensee und Köpenick erklärt hätten, daß dort Konditorgehilfen nicht eigentlich beschäftigt seien und somit ein Tarif dafür sich erübrige. Die zrreie Vereinigung der Bäckermeister Berlins“ habe erklärt, sich den Beschlüssen der Innungen anschließen zu wollen. Es wurde festsestellt, dah wegen des Schweigens der drei Innungen jede friedliche Vereinbarung von vornherein als ausgeschlossen erscheine, was eine Herausforderung der Gehilfenschaft bedeute. Die Versammelten be⸗ zuftragten den Gesellenausschuß. die Vorstände der Innungen „Ger⸗ maniae, Concordia“ sowie die Charlottenburger Innung aufzufordern, die unterlassene Antwort auf die Tarifeinreichung nachzuholen. Aus Aachen wird der „Köln. Zig.“ gemeldet, daß zwischen dem

Kunst und Wissenschaft.

Donnerstag, den 28. Juni, Nachmittags 5 Uhr, statutengemä öffentliche Sitzung zur Feier des ahresta Stifters Lesbn 25 8 82 Unterrichts⸗ und Medizinalangelegenheiten Dr. Studt beiwohnte.

Den Vorsitz führte der beständige Sekretar der phpysikalisch⸗ mathematischen Klasse, Geheimer Nedizinalrat, Professor Dr. Waldeyer, der die Sitzung mit einer kurzen Ansprache eröffnete. Es folgten Antrittsreden zweier neu eingetretenen Mitglieder, des Geheimen Regierungsrats, Professors Dr. Nernst und des Professors Dr. Drude, auf die der beständige Sekretar der physikalisch⸗mathe⸗ vscsen Klasse, Geheimer Oberregierungsrat, Professor Dr. Auwers ntwortete.

Weiter wurde über Preise und P reisaufgaben das Folgende verkündigt:

Akademische Preisaufgabe für 1906.

Die Akademie hat in der Leibniz⸗Sitzung des Jahres 1902. bereits in den Jahren 1894 und 1898 gestellte aedehamsch Hrense aufgabe in abgeänderter, weniger eingeschränkter Form folgendermaßen

von neuem gestellt:

„Die Akademie wünscht, da die Theorie der Funktionen mehrerer Veränderlichen, welche lineare Substitutionen zulassen, 8. shees wesentlichen Teilen durch bedeutsame Fortschritte gefördert

erde.

Auch diesmal ist keine Bewerbungsschrift eingelaufen. Unter diesen Umständen macht die Akademie von ihrer Brngelanf Gebrauch, dem Verfasser einer innerhalb des Zeitraums 1903 1906 veröffent⸗ lichten wissenschaftlich hervorragenden Arblit die Preissumme als Terigebe he dhülhge⸗. 8

e überwe en ausgesetzten Betrag von fünftausend Mark

ihrem berresernbistenden Meollede Dr. Franz sünf 8 Professor der Mathematik an der Universität Wien, für seine ausgezeichnete Arbeit über zyklische Gleichungen. In dieser Arbeit hat Dr. Mertens für den Beweis des berühmten Kroneckerschen Satzes, daß die Wurzeln jeder rationalzahligen zyklischen Gleichung rationale Verbindungen von Einheitswurzeln sind, wesentliche Vereinfachungen entwickelt und damit das Eindringen in dieses Grenzgebiet der Algebra und Zahlentheorie in analoger Weise erleichtert, wie schon 1“ das Eindringen in andere der am schwersten zugänglichen Gebiete der Arithmetik.

Akademische Preisaufgabe für 1909. . je Akademie stellt für das Jahr 1909 folgende Preisaufgabe: „„Es sollen die Typen und Symbole der lhende prüiegufo Kunst kritisch untersucht und ihre Verbreitung in Vorderasien und im Be⸗ reich der mykenischen und der phönikischen Kunst verfolgt werden.“ „Eine Beschränkung auf eine Anzahl der wichtigsten Symbole (z. B. geflügelte Sonnenscheibe, Sonne und Mond, Henkelkreuz, ge⸗ krönte Gottheiten, Sphinx, Greif und die zahlreichen anderen Misch⸗ wesen und Flügelgestalten, Gottheiten, die auf Bergen oder Tieren stehen, wappenartige Anordnung von Tieren, nackte und bekleidete Göttin u. ä.) ist zulässig. Auch wird eine erschöpfende Sammlung alles in den Museen zerstreuten Materials nicht gefordert, wohl aber eine kritische Sichtung und Ordnung der wichtigsten Denkmäler, bei der die Umgestaltungen und die Verbreitung der Typen dargelegt, die Frage, welche Bedeutung sie bei den einzelnen Völkern gehabt haben, geprüft und ihr Ursprung nach Möglichkeit aufgehellt werden soll.“ Der ausgesetzte Preis beträgt Fünftausend Mark.

Die Bewerbungsschriften können in deutscher, lateinischer, franzö⸗ sischer, englischer oder italienischer Sprache abgefaßt sein. Schriften, die in störender Weise unleserlich geschrieben sind, können durch Be⸗ schluß der zuständigen Klasse von der Bewerbung ausgeschlossen werden. Jede Bewerbungsschrift ist mit einem Spruchwort zu bezeichnen und dieses auf einem beizufügenden versiegelten, innerlich den Namen und die Adresse des Verfassers 8n Zettel äußerlich zu wieder⸗ holen. Schriften, die den Namen des Verfassers nennen oder deutlich ergeben, werden von der Bewerbung ausgeschlossen. Zurück⸗ ziehung einer eingelieferten Preisschrift ist nicht gestattet. Die Be⸗ werbungsschriften sind bis zum 31. Dezember 1908 im Bureau der Feem. Hee Fashnp cternne⸗ Ir. ü- 8” einzuliefern. Die

erkündigung des Urtei erfo n der Leibniz⸗ ““ g ibniz⸗Sitzung des

Sämtliche bei der Akademie zum Behuf der Preisbewerbung ein⸗ gegangenen Arbeiten nebst den dazu gehörigen Zetteln werden ein Jahr lang von dem Tage der Urteilsverkündigung ab von der Akademie für die Verfasser aufbewahrt. Nach Ablauf der bezeichneten Frist teht es der Akademie fret, die nicht abgeforderten Schriften und Zettel zu vernichten.

9 Preis der Charlotten⸗Stiftung. Gemäß dem Statut der Charlotten⸗Stiftung für Philologie ha die Afademie in der Leibniz⸗Sitzung am 29. Jun fisoPeg 25 Usnaeng9 venüteogegee hfanigahe se

„Als erste Vorarbeit zu einer kritischen usgabe der Biographien Plutarchs soll die Geschichte und Ueberlieferung derselben dons Phen fum ab so weit verfolgt werden, daß die Bübung der einzelnen Sammlungen und die Zuverlässigkeit des Textes so weit kenntlich neh um. sn Eengen. ee- eeeg⸗ zu ver⸗ gleichen sind. genügt, wenn das für die einzelnen Grupp Stichproben gezeigt wird.“ f r. „Außer dem gedruckten Materiale, das in Ausgaben, Einzel⸗ schriften und Katalogen vorliegt, hat Herr Stadtschulrat Dr. Michaelis den von ihm öö Apparat freundlich zur Verfügung gestellt. Er kann auf dem Lesezimmer der Königlichen Bibliothek benutzt werden.“ Darauf sind nun vier Bewerbungsschriften rechtzeitig eingegangen.

bezeichnet ist, sagt im Vorworte selbst, daß sie „keine soliden Unter⸗ suchungen“, sondern nur „lose aneinander und kann demnach keinen Anspruch auf Berücksichtigung erheben.

Der Verfasser der Arbeit mit dem Motto virescit volnere virtus hat sich bemüht, neues Material zu beschaffen, und beweist in der Beurteilung der einzelnen Lesarten und Handschriften Scharfsinn und Urteil; aber er haftet am einzelnen und hilft sich dann mit vorschnellem Generalisieren; das eigentliche Problem, die Textgeschichte, hat er da⸗ ss en kaum angegriffen. So kann er die Konkurrenz mit den beiden olgenden Arbeiten nicht aushalten, wenn er auch vielleicht einige wichtige Punkte richtiger beurteilt hat

Die Arbeit mit dem Motto vita brevis, ars longa hat eben⸗ falls neue; Material herangezogen und dadurch einige schoͤne Ergebnisse erzielt. Sie bat die Verwandtschaftsverhältnisse der erhaltenen Hand⸗

Die Königliche Akademie der Wissenschaften Bücgt z

re hres , welcher der vorgeordnete Minister der geistlichen,

8 88 8— 8

Preise ausgezeichneten Arbeit den Dr. phil. Johannes Mewaldt in Berlin und als Verfasser der durch den Nebenpreis kannt Arbeit den Dr. phil. Konrad Ziegler in Breglan.

Preisaufgabe aus dem von Miloszewslischen Legat

In der Leibniz⸗Sitzung des Jahres 1903 hat die Akabemie für bas laufende Jahr folgende Preizaufgabe aus dem von Herrn von üllaeewen gestifteten Legat für philosophische Preisfragen wiederholt „Die Entwicklungsgeschichte des Hegelschen Systems soll mit Be⸗ nutzung der auf der Könlglichen Bibliothek zu Berlin befiadlichen Manusfkripte Hegels dargestellt und historisch verständlich gemacht werden. Hierbei soll insbesondere berücksichtigt werden die Aus⸗ bildung seines Pantheismus, seiner dialektischen Methobe, der An⸗ ordnung der Kategorien in der Logik und seines Verfahrens, die Ge⸗ stalten des geschichtlichen Lebens in einen philosophischen Zusammen⸗ hang 3n

s war rechtzeitig eine Bewerbungsschrift eingelaufen, die inres unvollendet war, und die Akademie v fb.ehag⸗ für weckmaßig igarten den Termin der Ablieferung für Bewerbungen um ein Jahr sena aeena eceae vnt dieser, Selchln Ferettt h dem Sitzungsbericht bvom 1. Februar 1906 veröffen . Im übrigen bleiben die Berin⸗ gungen des Preisausschreibens unverändert. ib hüäas euns

lateinischer, fran⸗

Der ausgesetzte Preis beträgt 2000 2 Die Bewerbungsschriften können in deutscher, zösischer, englischer oder italienischer Sprache abgefaßt sein. Schriften die in störender Welse unleserlich zeschrleben sind, können durch Beschluß der zuständigen Klasse von der Bewerbung ausgeschlossen werden. Jede Bewerbungsschrift ist mit einem Spruchwort zu bezeichnen und dieses auf einem beizufügenden versiegelten, innerlich den Namen und die 815 des Verfassers angebenden Zeitel äußerlich zu wierer⸗ holen. Schriften, welche den Namen des Verfassers nennen oder deut⸗ lich ergeben, werden von der Bewerbung ausgeschlossen. Zurück⸗ ziehung elner eingelieferten Preisschrift ist nicht gestattet. i8 Be⸗ werbungsschriften sind bis zum 31. Dezember 1906 im Bureau der Akademie, Berlin W. 35, Potsdamer Straße 120, einzuliefern Die Verkündigung des Urteils erfolgt in der Leibniz⸗Sitzung des Jahres 1907. Sämtliche bei der Akademie zum Behuf der Preisbemerbung eingegangenen Arbeiten nebst den dazu gehörigen Zetteln werden ein Jahr lang von dem Tage der Urteilsverkündigung ab von der Akademie für die Verfasser aufbewahrt. Nach Ablauf der bezeichneten b steht es der Akademie frei, die nicht abgeforderten Schriften und ettel zu vernichten.

8 1 Preis der Graf Loubat⸗Stiftung.

Die Akademie hat auf Vorschlag ihrer Kommission für die Gra Loubat⸗Stiftung beschlossen, den für dieses 9 s eee prens beslelben hen ö r 7;- h. c. Hermann Strebel in Hamburg für sein Werk: „Ueber Ornamente auf Tongefäßen a Alt⸗Mexico“, Hamburg 1904, zuzuerkennen. 1 E ar Stipendium der Eduard Gerhard⸗Stiftung. Das Stipendium der Eduard Gerhard⸗Stiftung war in der Leibniz⸗Sitzung des Jahres 1905 für das laufende Jahr mit dem Betrage von 2400 ausgeschrieben. Von dieser Summe sind 1200 dem Professor Dr. Ferdinand Noack in Kiel zur Voll⸗ endung seiner Aufnahme antiker Städteruinen in Akarnanien und Aetolien zuerkannt worden. Der Rest von 1200 soll auf den nächsten Bewerbungstermin übertragen werden.

Demgen äß wird das Stipendium für das Jahr 1907 mit dem Be⸗ trage von 3600 ausgeschrieben. Bewerbungen sind vor dem 1. Ja⸗ nnar 1997 der 7S Feiche sceg.

a es Statuts der Stiftung ist zur Bewerbung erforder⸗ lich: 1) Nachweis der Reichsangehörigkeit des H. 2) Angabe eines von dem Petenten beabsichtigten, durch Resen bedingten archäologischen Planes, wobei der Kreis der archäo⸗ logischen Wissenschaft in demselben Sinn versta den und an⸗ zuwenden ist, wie dies bei dem von dem Testator begründeten Archäologischen Institut geschieht. Die hcs. des Plans muß ver⸗ bunden sein mit einem ungefähren, sowohl die Reisegelder wie die weiteren Ausführungsarbeiten einschließenden Kostenanschlag. Falls der Petent für die Publikation der von ihm beabsichtigten Arbeiten Zuschuß erforderlich erachtet, so hat er den voraussichtlichen Betrag in den Kostenanschlag aufzunehmen, eventuell nach ungefährem Ueber⸗ schlag dafür eine angemessene Summe in denselben einzustellen. Gebsuche, die auf die Modalitäten und die Kosten der Veröffent⸗ lichung der beabsichtigten Forschungen nie eingehen, bleiben un⸗ ““ Ferner hat der Petent sich in seinem Gesuch zu ver⸗ en: 1) vor dem 31. Dezember des auf das Jahr der Verleihung folgenden Jahres über den Stand der betreffenden Arbeit sowie nach a farg der Arbeit über deren Verlauf und Ergebnis an die Akademie zu berichten; 2) falls er während des Genusses des Stipendiums an einem der alilientage (21. April) in Rom verweilen sollte, in der öffentlichen Bitzung des Deuts en Instituts, sofern dies gewünscht wird, einen auf sein Unternehmen ezüglichen Vortrag zu halten; 3) jede durch dieses Stipendium geförderte Publikation auf dem Titel zu bezeichnen als herausgegeben mit Beihilfe des Eduard Gerhard⸗Stipendiums der Königlichen Akademie der Wissenschaften; 4) drei Exemplare jeder derartigen Publikation der Akademie einzureichen.

FIn Paris ist gestern, wie „W. T. B.“ meldet, der Akademiker

Albert Sorel (geb. 13. August 1842) gestorben. Er trat 1866 i das Ministerium des Auswärtigen, wurde 1872 Hemseffer der Ge⸗ schichte in Paris, 1898 an der Kriegsschule in St. Cyr und wurde

ereihte Einfälle“ gibt,

1894 als Nachfolger Taines in die Akademie gewählt. Außer eini en

Aber eine von ihnen, die mit dem Motto e&x 2½.μ ν αάeο ιναιστο Romanen verfaßte er nur Werke wissenschaftlich⸗geschichtlichen Inhalts,

so unter anderen „Le traité de Paris du 20 Novembre 1815* (1873), „Histoire diplomatique de la guerre franco-allemande“ (2 Bde. 1875). Sein Hauptwerk in fünf Bänden behandelte Europa und die französische Revolution (1885 1903). Auch gab er eine Anzal kritischer und literarischer Vorlesungen und Aufsätze heraus.

v. A. Die belgischen Künstler sind in Deutschland ver⸗ hältnismäßig gut bekannt. Es liegt vielleicht daran, sch die start innerliche Richtung ihrer Kunst bei uns einen besonderen Anklang findet. Auch der Name Henry Luytens ist uns nicht fremd;

die Pinakothek in München besitzt Bilder von ihm und auf Aus⸗

stellungen war wohl auch hie und da eine seiner Arbeiten von ihm

zu treffen. Jetzt hat der Wertheimsche Kunstsalon eine Aus⸗ stellung von Werken des Künstlers veranstaltet, die uns einen um⸗

s riften und der durch sie repräsentierten Sammlungen mit größtem leiße untersucht und geordnet, auch die antiken Zitate gebührend herangezogen, sodaß sie als eine durchaus tüchtige Leistung und des Preises an sich vollkommen würdig erscheint.

Allein die Arbeit mit dem Motto ς 2àοàνQμ οα e aνο roο vG,³ο⁵⁵⁷‧ reνέμεαᷣᷣα els ro ̃etra z7p6νονν, die in einem sehr lesbaren Latein abgefaßt ist, hat schon als schriftstellerische Leistung einen be⸗ deutenden Vorzug. Sie verfolgt wirklich die Geschichte der Samm⸗

Bankhaufe Mendelssohn u. Co, der Bank für Handel un Indußtrie und ber Tresdne Bank. Diese Anträge sind bei der den Namen lautenden Stücken in drppelter Ausfertigung einzuxMhe

fassenden Begriff seines Schaffens vermittelt. Wie fast alle jetzt lebenden belgischen Künstler ist auch Luyten von dem K Arbeit ergriffen. Dies, worauf sein Auge überall fällt, scheint ihm das Darstellungswerte; der Mensch in seinem Verhältnis zu den Dingen, in seinem Ringen mit der Natur, in seinem Schaffen, das ist ihm so michttg, daß er es oft in überlebensgroßen Bildern schildert: die großen Gestalten der Fischerinnen, die heimkehren, die Backsteinträgerinnen, wie sie mit ihrer Last schreiten und sie auf dem Boden ausbreiten, die Frauen, die mit leichtem Schritt ihre Reisiglast aus dem Walde tragen. Das Seellsche, Leidvolle, das aus Meunters Kunst sprach, kommt wenig zum Ausdruck, mehr die Freude an den hoch und klar hingestellten Gestalten spricht hier mit, an der Klarheit der Be⸗ wegung, die die einfache, sinnfällige Beschäftigung erfordert. Bald ge⸗ winnt neben der menschlichen Gestalt die Natur eine eigene Bedeutung:

Arbeitgeberverband füͤr das Baugewerbe, Abteilung Stein⸗ ges. und Marmorgeschafte, und dem Zentralverband von benen eine vurch einen Nolar ober behörklich anerkannten Brce denficher d Hguhe adssfher und M8 ubej AIS. wabre h Volk p 2 urterütüt r pealanbigt sein Pen Zeitpunkt des Beginns der emn 8 Slands, eilung Steinmetz· und Marmorarbeiter, gestern E“ 428 das sie L-4e; 73 2Ie Delra: -8, bäͤderseitiges Entgegenkommen, eine Einiqung über den Lohn⸗ . A 1. 1 1 neuen 2 2 „9 2 9 2 zar ,— farif, n 8 6 3 q 8 Re 8. v“ gegen die 94 88 üer hcaen. Vorgigung per mpfangsbescheinigung tür pir pime erfü Der Ausstand der Glaser in Leipzig ist, wie die „Köln. Ztg.“] lungen und des Textes von der Niederschrift durch den Verfasser bis dem rufstschen Volle unmögliche Fäbigkeiter zuschrieber und legsen Stücke gemablt- 2 beendet, nachdem die Innung eine Lohnerhöhung von 4. v. H. auf die modernen Ausgaben, sodaß sowohl innerhalb des Altertums die geschichtlichen Erfar der europälschen Bäölker nicht Ein 8 Königliches Dekret wird di Vorschrifter nd den paritätischen Arbeilsnachwels zugestanden hat. Fesbenn behandelt werden, die von den anderen Bearbeitern kaum agh 1.e dene Serrnche sprrthen, 15 1. 2 anberes Königlich rei wubd bie r In Hamburg hat gestern, wie W. o.emelvet, eine von] berührt sind, wie auch mit Glück die handschriftlichen Vorlagen der 11ö66.“] ] bie Zurück ing der alten und bie E“ 5* vm. wa zwestausend Cwerführern besuchte Versammlung den von den mobernen Ausgaben festgestellt werden. Schärfer als selbst in der

6 A. ¹ LEEE“ uc. c 1 G b

2—— Titres festsetzen. Die durch das Gesetz und 8 Uerführerbasen angebotenen, vom 1. Fult 1906 an laufenden drei-⸗ Arbeit vita brevis ist auch der praktische Zweck im Auge behalten,

1.„ . Sia. 2 8 4 Maßnahmen hrigen Kontrakt mit einer Lohnerhöhung um 40 G fäglich an- die wirklich brauchbaren Handschriften auszusondern, während aller⸗ in kämpfen. Es sei nötig, vdarüber klar zu werten daß jeres —. genom 2 b b 9 di &. . der b Volk die elementaren Entwi stufen durchmachen möfse, bevar & Banca d Italia im Inlande nn nen DPa die Hamburger Bautnnung die Verhanplungen dings in der Beurteilung der einzelnen e Arbeit vita brevis manche die weiten Flächen Hollands, die nur von den Viehherden belebt seine volle Freibeit und eine wirk ich soziale Politik erlang;. im Auslande durchgeführt. berichte Bauhilssgarbester n ablehnt, hat, wie die 1 Süc.- Fege E J den le der werden, das Waldinnere mit seinem lichtdurchfluteten Laub und den

2 8 5 8, Ne * 6 8 1,19 aior 1 2 8 0) 0 8 Itz N. 1 g 2

der Beratung einer Interpellation wegen eines Tobe präsident Giolitti zu dem Gesetzentwurf, betreffend 222 ohen mit Niederlegung der Arbeit aber einen Nebenpreis in Höhe einer einjährigen Rate des Hauptpreises, Format. Aber sein Empfinden ist stark genug, es znit 88 1— büni bes verurteilten Bergarbeiters in Warschau. Längere version der Rente, alles zur Durchführung uu „In Rom ist, wie F. „Voss. Ztg.“ telegraphlert wird, abermalg das sind Eintausendundfünfzig Mark. Stimmung, die er erstrebt, auszufüllen 8 t ber großarrigen rief das Verhalten des Oberstaatsanwalts hervor, bder bdas bebeutenden Unternehmens vorbereitet sei und hentaftand der Straßenbahner ausgebrochen, dem sich wahr⸗ Die nach Verkündung des vorstehenden Urteils vorgenommene Arbeiten gehört die „Heimkehr“, eine weite eeen kriegsgerichtliche Urieil kassiert und anstatt einer Zuchthaus⸗ sicheren Verhinberung von Börsenspetulationen und IM. ch andere Arbeiterklassen anschliesten werde Groffnung der Namenszettel ergab als Verfasser der mit dem vollen hohem Himmel; dem Abendleuchten entgegen geht ein Mäͤdchen,

1.

Der Abg. Ramischvili verurteilte in lunger Rede die von der Regierung gegen Versammlangen der exrremen Parleien ergriffenen Maßnahmen und erklärte, sich an das Zentrum und die Rechte wendend: „Die Soßialisten

sird iwar nicht zahfreich in der Duma, sie haben aber den Trost, daß

den Masor a. D. Baumüller, diesen unter Stellung zur Disp.; b. im Sanitätskorps: im aktiven Heere: am 21. d. M. den Oberarzt Dr. Braunwart des 6. Chev. Regts. Prinz Albrecht von Preußen zu den Sanitätsoffizieren der Landw. 2. Aufgebots zu verseten; im Beurlaubtenstande: am 2. d. M. dem Oberarzt der Res. Dr. Saling 8 affenburg) den Abschied zu bewilligen; c. bei den Beamten der Mil tücerwalanf. am 31. v. M. die Festungsbauwarte Rist der Fortifikation Ingolstadt, kommandiert zur Kaiser⸗ lichen Fortifikation Ulm, und Ott der Fortifikation Germers⸗ heim zu Festungsoberbauwarten zu befördern; am 9. d. M. den Unterveterinär Dr. Brunninger des 12. Feldart. P⸗ zum Oberveterinär in diesem 8 zu befördern, den veterinären Schwarz des 1. Chev. Regts. Kaiser Nikolaus von

land, Schwinghammer des b. Chev. Regts. Erzherzog

von Oesterreich, Bitsch des 5. Feldart. Regts. König Alfons XIII. von Spanien, Mayrwieser des Remontedepots Schleißheim, Kriegl⸗ steiner, Vorstand der Remontenanstalt in Neumarkti⸗ O., und Wirsing der Equitationsanstalt den Titel Oberstabsveterinär in verleiben; am 12. d. M. den (Garn. Verwalt. Insp. Veith der Garn. Ver⸗ walt. Freising mit Pension in den erbetenen Ruhestand treten zu lassen; zu ernennen: zum Militärbauinsp. bei der Intend. 1. Armeekorps mit dem Range unmittelbar vor dem

Militärban⸗ insp. v. Kramer den Bauamtsassessor Frhrn. v. Godin dez Land⸗

werden unter Verantw 88b und der beteiligten .

und