1906 / 101 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 30 Apr 1906 18:00:01 GMT) scan diff

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Mannigfaltiges. 8

Berrlin, den 30. April 1906.

Am gestrigen Sonntagmittag fand, wie hiesige Blätter melden die feierliche Grundsteinlegung für die im Osten Berlins, an der Ecke der Caprivi⸗ und Rudolfstraße zu errichtende Zwingli⸗ kirche statt. In Vertretung Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin wohnte der Kammerherr von Keudell, in Vertretung des Ministers der ꝛc. Angelegenheiten der Geheime Regierungsrat Nentwig der Feier bei. Die Festrede hielt der Pfarrer Dr. Bitt⸗ horn, der Generalsuperintendent D. Faber vollzog den Weiheakt, an den sich die üblichen Hammerschläge schlossen.

Oelsnitz i. Vgtl., 28. April. (W. T. B.) Die „Vogtländische Zeitung“ meldet aus Adorf: Sowohl gestern als auch heute sind in Schönberg, Brambach und anderen vogtländischen Grenzorten vier sich verstärkende Erdstöße bemerkt worden. Am heftigsten war die

eute früh 4 Uhr 52 Minuten beobachtete Erderschütterung, die von

Süden (aus der Gegend des Kammerbühls, eines erloschenen Vulkans) kam und unter starkem Rollen nach Norden zu verlief. Irgend welcher Schaden wurde durch die Erdstöße nicht verursacht. Die Grenzbewohner sind etwas beunruhigt.

Hamburg, 29. April. (W. T. B.) Die Barke „Dunkerque“ ist gestern mittag um 1 Uhr 20 Minuten in Cuxhaven auf der „Alten Liebe“ eingetroffen. Nach kurzer Quarantäne gingen die 26 aus dem Untergange des belgischen Schulschiffes „de Smet de Naeyer“ Geretteten (vgl. Nr. 97 d. Bl.), die wohlauf sind, an Land und wurden nach dem „Strandhotel“ geführt. Das Schulschiff ist am 19. März, Morgens 7 Uhr, ungefähr auf 47 Grad 17 Minuten nördlicher Breite und 14 Grad 30 Minuten westlicher Länge untergegangen. Die Ursache des Unglücks ist nicht bekannt. Das Schiff hatte nach und nach Wasser genommen. Die 26 Geretteten waren in einem Boote aufgefunden worden, der Rest der Besatzung war mit dem Schiff untergegangen, ohne Boote besteigen zu können. Die Geretteten fuhren sofort nach Hamburg, wo sie Abends eintrafen und wo ein besonderer Empfang und eine Bewirtung im Ratsweinkeller für sie vorgesehen war. Die Geretteten erzählten, daß das Schiff in wenigen Minuten senkrecht weggesunken sei, sodaß es nicht möglich war, Trinkwasser in das Reltungsboot zu schaffen; die einzigen Nahrungsmittel bildeten zwei Pakete Schokolade. Die Schiff⸗ brüchigen suchten nun mit notdürftigem Segel⸗ und Rudermaterial Land zu erreichen, als schließlich die „Dunkerque“ in Sicht kam und sie an Bord nahm. Heute vormittag wurde auf dem belgischen Konsulat von der geretteten Mannschaft Verklarung abgelegt. Die Geretteten verabschiedeten sich darauf von der „Dunkerque“; sie

isen heute nachmittag über Cöln nach Brüssel ab.

Paris, 29. April. (W. T. B.) Unbekannte Uebeltäter versuchten vorgestern die Eisenbahnbrücke von Argenteuil in die Luft zu sprengen. Die Explosion, die um 1 Uhr 17 Minuten Abends erfolgte, war ziemlich heftig, doch hat die Brücke dem Anscheine nach nur unbedeutende Beschädigungen er⸗ litten, und der Bahnverkehr ist nicht behindert. Nach über⸗ einstimmenden Berichten kann es keinem Zweifel unterliegen, daß der Anschlag gegen die Eisenbahnbrücke bei Argenteuil von Anarchisten verübt worden ist. Wie die polizeiliche Unter⸗ suchung festgestellt hat, ist es nur einem glücklichen Zufalle zu danken, daß ein großes Unglück verhütet wurde. Wäre die mit sehr starkem Sprengstoffe gefüllte Bombe an einem anderen, etwa einen Meter

Brücke selbst schwer beschädigt worden. Drei Minuten vor der Ex⸗ plosion hatten zwei Züge mit Auswanderern die Brücke passiert. Einzelne Blätter berichten, daß bereits Mittwochnacht ein ähnlicher Anschlag gegen die Westbahnbrücke bei Asnidres versucht, jedoch dank der strengen Ueberwachung verhindert worden sei. Man habe dies Attentat verheimlicht, um die Beyölkerung nicht zu erschrecken. Die Polizei soll zu der Ansicht neigen, daß die Attentate gegen die Militärzüge gerichtet gewesen seien, die aus Anlaß des I. Mai Truppen nach Paris befördern. Infolge des Dynamitanschlags haben die Sicherheitsbehörden die Ueberwachung der Brücken und Tunnels der Westeisenbahnlinie im ganzen Seine⸗ Departement durch Geniesoldaten angeordnet.

Paris, 29. April. (W. T. B.) Die Deutsche Knapp⸗ schaftsberufsgenossenschaft teilte der hiesigen deutschen Botschaft mit, daß sie unter ihren Mitgliedern, den Bergwerks⸗ unternehmern des Deutschen Reichs, eine Sammlung zu Gunsten der Hinterbliebenen der Opfer von Courrizres eingeleitet habe, die ein Erträgnis von 200 901 ergeben habe. Diese Summe wird vom deutschen Botschafter Fürsten von Radolin der französischen Regierung übermittelt werden. Der Polizeipräfekt Lépine erhielt heute von den Rettungsmannschaften der „Hibernia“ ein Tele⸗ gramm, in dem diese die aufrichtigen Glückwünsche für die Pariser Feuerwehr aussprechen und diesen mutigen und ruhm⸗ vollen Söhnen Frankreichs Gesundheit und Glück wünschen. Lépine erwiderte den Mannschaften mit Dank für ihr herzliches Gedenken, das ein Beweis sei des starken Bandes, das die wackeren Leute aller Länder zu demselben Gefühle der Solidarität einige. Er (Lépine) lae in seinem und seiner Untergebenen Namen dieselben Wünsche, ndem er ihnen zurufe: Es lebe die deutsche Rettungsmannschaft!

Mailand, 29. April. In Gegenwart Ihrer Majestäten des Königs und der Königin von Ftalien fand am Sonnabend⸗ vormittag die feierliche Eröffnung der Internationalen Ausstellung statt. Am Eingang der Auszstellung wurden die Majestäten von verschiedenen Ministern, den Präsidenten des Senats und der Deputiertenkammer, zahlreichen Senatoren und Deputierten, dem Präsidenten des Ausstellungskomitees Senator Mangili, dem Bürger⸗ meister von Mailand, Senator Ponti u. a. empfangen. Um 9 ½ Uhr begann im Ausstellungspark, wo sich inzwischen auch das diplomatische Korps von Rom, Regierungskommissare und Vertreter des Auslandes eingefunden hatten, der Eröffnungsakt. Der Präsident Mangili begrüßte zunächst unter Beifallskundgebungen die Majestäten, dankte für ihr Erscheinen und bat sie, durch den Simplonpavillon, der das große Werk der befreundeten Schweizer Nation vor Augen führe, in die Ausstellung einzutreten. Im Festsaal hielt sodann der Bürger⸗ meister Ponti eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung der Aus⸗ stellung hinwies, den König als Friedensapostel feierte und die Ver⸗ treter des Auslandes herzlich willkommen hieß. Als letzter Redner wies der Landwirtschaftsminister Pantono auf die wunderbare Ent⸗ wicklung von Mailand hin, das das Zentrum des wirtschaftlichen Lebens Italiens sei, und erklärte, nachdem er dem ganzen Lande Italien eaen ö“ Aufschwung gewünscht hatte, die Ausstellung für eröffnet.

Heute, Sonntag, fand, ebenfalls in Anwesenheit Ihrer Majestäten des Königs und der Königin sowie der Prinzessin Lätitia, des Kardinals Ferrari, der hier anwesenden Minister und einer überaus großen Menge die feierliche Grundsteinlegung zum neuen Bahn⸗ hof statt. Der Minister Carmine, der Bürgermeister Ponti und der Kardinal Ferrari hielten Ansprachen, die mit großem Beifall aufgenommen wurden. Die Majestäten, die anwesenden Minister

weiter gelegenen Orte zur Explosion gebracht worden, so wäre die

und die Spitzen der Behörden wohnten später den von einer großen Menschenmenge besuchten Rennen bei. Das Wetter war schön, und in der Stadt herrschte reges Leben. Am nachmittag begaben sich die Majestäten, von der Menge lebhaft begrüßt, nach der Ausstellung, der auch Seine Majestät der König der Belgier heute einen Besuch abgestattet hat.

Abends gab die Stadtverwaltung zu Ehren der Vertreter der italienischen und ausländischen Behörden, die an der Eröffnung der Ausstellung teilgenommen haben, ein Festmahl, dem die Minister, das diplomatische Korps, die Präsidenten des Senats und der Kammer, zahlreiche Parlamentarier und die aus⸗ ländischen Kommissare beiwohnten. Der türkische Bot⸗ schafter als Doyen des diplomatischen Korps und der Minister des Auswärtigen Guiceiardini hielten Ansprachen. Die hier eingetroffene Abteilung des deutschen Luftschiffer⸗ bataillons wurde am Sonnabend vom Leutnant Jacini, einem Sohn des 1891 verstorbenen italienischen Staatsmanns, und von Mannschaften des Regiments Nizza empfangen und nach der Kaserne des Regiments geleitet. Dort begrüßte sie der Regimentskommandeur mit einer herzlichen Ansprache und bewirtete sie. Die deutschen Mannschaften machten dann vor dem Kommandeur Parademarsch; sie wohnen in der Kaserne und werden dort verpflegt.

Turin, 28. April. (W. T. B.) Heute morgen fand gelegent⸗ lich der Eröffnung des 6. Internationalen Kongresses für kriminale Anthropologie eine Feier zum Fuhikaen des Professors Lombroso statt, bei der mehrere Reden gehalten wurden. Der Feier wohnten zahlreiche bekannte Männer der Wissen⸗ schaft Italiens und des Auslands bei. Man überreichte Professor Lembroso eine kunstvoll ausgeführte goldene Plakette, eine goldene Medaille und ein Album mit Autographen von Männern der Wissenschaft.

Neapel, 28. April. (W. T. B.) In der vergangenen Nacht sind hier schwere Regengüsse niedergegangen. 8 Senchaccht Somma, Santa Anastasia, Pomigliano d’'Arco und San Sebastiano sind überschwemmt. Die Truppen entfalten in den beschädigten Ortschaften eine rege Tätigkeit.

Barcelona, 29. April. (W. T. 87 Im Olympia⸗ theater brach infolge Kurzschlusses in der elektrischen Leitung eine Panik aus, wobei eine Person getötet, zehn Personen schwer und andere leicht verletzt wurden.

Athen, 29. April. (W. T. B.) Im Stadion fand heute eine Aufführung des „Oedipus“ statt, der Ihre Majestäten der König und die Königin von Griechenland beiwohnten. Abends war die Reede herrlich erleuchtet.

San Francisco, 28 April. Wie festgestellt worden ist, be⸗ finden sich in den Bankgewölben unversehrt 31 000 000 Dollars, sodaß mit den von auswärtigen Banken ausstehenden 18 Millionen 49 000 000 Dollars sofort verfügbar sind. Die leicht zu realisierenden Sicherheiten ergeben eine Gesamtsumme von 100 Millionen. Alle Bankgebäude, mit Ausnahme von zweien, sind zerstört. Ihr Wert beträgt nach . der Grundstückwerte

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2 500 000 Dollars, von dem ein Teil durch sicherung gedeckt ist.

1 (Fortsetzung des Nichtamtlichen in

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der Ersten und

Zweiten Beilage.)

Theater.

2 —“ * Königliche Schauspiele. Dienstag: ,g. 110. Abonnementsvorstellung. Carmen. Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Text von Henry Meeilhac und Ludovic Halévy, nach einer Novelle des Prosper Merimée. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Muck. Regie: Herr Mäff tene Braunschweig. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb.

Anfang 7 ½ ÜUhr.

Schauspielhaus. 116. Abonnementsvorstellung. Das

hüs Licht. Schauspiel in 4 11-,S von Felix

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hilippi. Die zur Handlung gehörende Musik von erdinand Hummel. Anfang 7 ½ Uhr.

Mittwoch: Opernhaus. 111. Abonnementsvorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Die In 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 117. Abonnementsvorstellung. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Richard Wagner⸗Zyklus im Sonder⸗ abonnement. 1) Donnerstag, 10. Mai: Rienzi. 2) Montag, 14. Mai: Der fliegende Holländer. 3) Mittwoch, 16. Mai: Tannhäuser. 4) Sonnabend, 19. Mai: Lohengrin. 5) Dienstag, 22. Mai: Tristan und Isolde. 6) Freitag, 25. Mai: Die Meistersiuger von Nürnberg. Der Ring des Nibelungen. 7) Sonntag, 27. Mai: Vor⸗ abend: Das Rheingold. 8) Montag⸗ 28. Mai: I. Abend: Die Walküre. 9) Freitag, 1. Juni: II. Abend: Siegfried. 10) Sonnabend, 2. Juni: III. Abend: Götterdämmerung. (Aenderungen vorbehalten.) Für die Ausgabe des Abonnements ist ausschließlich die am 1. Mai d. J. aus dem Vermerk der Tages⸗ zettel und durch die Anschläge am Königlichen Opern⸗ hause ersichtliche Bekanntmachung der General⸗ eet maßgebend, auf welche daher verwiesen wird.

Deutsches Theater. Dienstag: Der Kauf⸗ mann von Veuedig. Anfang 7 ½ Uhr.

Mittwoch: Der Tartüff. Vorher: Die Mit⸗ schuldigen.

Donnerstag: Der Kaufmaun von Venedig. Freitag: Der Tartüff. Vorher: Die Mit⸗ schuldigen.

Sonnabend: Der Kaufmann von Venedig.

FTessingtheater. Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: Der einsame Weg. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Und Pippa tanzt. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die Weber. v111 E11311““ 1n Schillertheater. o. (Wallnertheater.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Ueber unsere Kraft. 88 1, Schauspiel in 4 Aufzügen von Björnstjerne rnson.

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Weh dem, der lügt! Donnerstag, Abends 8 Uhr: Helden.

N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Helden. Komödie in

Opern⸗

3 Aufzügen von Bernard Shaw. Deutsch von Trebitsch. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der Vogel im Käfig. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Militärstaat.

Theater des Westens. (Station Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Dienstag (24. Vorstellung im Dienstaggabonnement): Bei volkstümlichen Preisen (in erster Besetzung): Der Zigeunerbaron. Anfang 8 Uhr.

Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr: Opern⸗ aufführung des Eichelbergschen Kouservato⸗ riums. Abends 8 Uhr: Bei volkstümlichen . (in erster Besetzung): Schützenliesel. (Fritz

erner, als Gast.

Donnerstag: Bei volkstümlichen hgg (in erster Besetzung): Undine. Anfang 8 Uhr.

Komische Oper. Dienstag: Figaros Hoch⸗

zeit. Mittwoch: Die schwarze Nina. 1“ 8 Donnerstag: Don Pasquale. Freitag: Die schwarze Ninag. 8 Sonnabend: Hoffmanns Erzählungen.

Neues Theuter. Dienstag:

Cleopatra. Anfang 7 ½ Uhr. Mittwoch: Ein Sommernachtstraum. Donnerstag: Cgesar und Cleopatra. Freitag: Ein Sommernachtstraum. Sonnadend: Erdgeist.

Caesar und

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Diens⸗ tag, Abends 8 Uhr: Die von Hochsattel. Mittwoch bis Sonnabend: Die von Hochsattel.

Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Liebeskunst. Komödie in 3 Akten von Leon Xanrof und Michel Carré.

Mittwoch und folgende Tage: Liebeskunst.

2

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73.) Direktion: Kren und Schönfeld. Dienstag, Abends 8 Uhr: Hochparterre links. Schwank mit Gesang in 3 Akten von J. Kren und Arthur Lippschitz, Gesangstexte von Alfred Schönfeld. Musik von

8 Paul dincke. . I und folgende Tage: Hochparterre uks.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei volkstümlichen Preisen: Opernaufführung der Frau Professor Feßler. 6

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof ee; Dienstag, Abends 8 Uhr: Loulon.

ustspiel in 3 Akten von Maurice Soulié und Henri de Gorsse. Deutsch von. Benno Jacobsohn.

Mittwoch und folgende Tage: Loulou.

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maus.

Bentraltheater. Dienstag, Abends 8 Uhr: Die Puppe. (Mit Mia Werber und Karl Schulz.)

Mittwoch: Bei halben Preisen: Die Fleder⸗ (Mit Wini Grabitz und Oskar Braun.)

Konzerte.

Philharmonie. Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: I. Konzert der Handelsstandens Sang- forening aus Christiania.

Der Verstorben großem Erfolge entledigte.

[Hoffnungen erfüllt.

der Kanalvorlage. Der C

zu ernennen.

bedauern.

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Gaffron (Lüben i. S.—Kiel).

(Bochum.)

Friesen (Dresden).

geb. Richter (Groß⸗Lichterfelde).

Herr Hermann von Budde.

ne, welcher aus dem Offizierzstande hervorgegangen war, hatte schon in

seiner Eigenschaft als Ehef der Eisenbahnabteilung im Großen Generalstabe im Jahre saa die

dankbare Aufgabe, die Bedeutung des früher geplanten Rhein⸗Weser⸗Elbe⸗Kanals vom militärischen Standpunkte aus im Preußischen Abgeordnetenhause zu begründen, eine Aufgabe, der er sich mit 2

Berlin, den 28. April 1906. Central-Vereines für Hebung

Königlicher Kommerzienrauu, t. geschäftsführender Vorsitzender.

Verlobt: Frl. Wanda von Uechtritz und Steinkirch mit Hrn. Vizeadmiral Kurt von Prittwitz und

Verehelicht: Hr. Georg Frhr. von Massenba mit Miß Cunningham⸗Isenberg Egar Masse 8b Amtsrichter Dr. Beneke mit Frl. Klara Pieper

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Major Frhrn. von Gestorben: Verw. Fr. Professor Johanna Muret,

Familiennachrichten. u

6 Nachruf. Am 28. April verschied nach längerem Leiden im 56. Lebensjahre Seine Exzellenz der Königlich Preußische Staatsminister und Minister der öffentlichen Arbeiten

1 Als er nach dem Abgange des Ministers von Thielen im Jahre 1902 berufen wurde, das 3 umfangreiche und verantwortungsvolle Amt eines Ministers der öffentlichen Arbeiten zu über⸗ nehmen, wurden alle Freunde des weiteren Ausbaues der deutschen Wasserstraßen von den größten

Mit klarem Blicke, mit großer Energie und mit bewunderungswürdiger Festigkeit verfocht der Dahingeschiedene innerhalb des preußischen Staatsministeriums den Gedanken der

urchführung

Die parlamentarischen Schwierigkeiten, welche sich seinem Wollen entgegenstellten, und die sich hieraus ergebende Notwendigkelt, sich mindern nicht das Verdienst um das Zustandekommen Dessen, was erreicht worden ist. 2 entral⸗Verein hatte der Anerkennung und Dankbarkeit für das unermüdliche Bestreben, dem Binnenschiffahrtsverkehr Preußens und Deutschlands neue Wege zu erschließen und die bestehenden nach Möglichkeit zu verbessern, dadurch Ausdruck gegeben, daß er erst vor wenigen Tagen einstimmig den Beschluß faßte, Herrn von Budde zu seinem Ehrenmitgliede k Alg ein freundlicher Gruß aus seinen letzten Tagen ist die Antwort zu betrachten, die uns auf die Mitteilung von jenem Beschlusse zuging. Als ein vorbildliches Muster treuer Pflichterfüllung war er bis in den letzten Stunden seines Lebens im Dienste tätig und mitten aus der Arbeit entriß ihn der unerbittliche Tod. Sein Name wird in der Geschichte der deutschen Wasserstraßenpolitik für alle Zeiten o einen ehrenvollen Platz einnehmen. Wollen, Eigenschaften die aus allen seinen Handlungen herausleuchteten, haben ihm auch eine große Zahl persönlicher Freunde erworben, welche sein Hinscheiden f

in der Verfolgung der Aufgabe zu beschränken,

Seine ritterliche Gesinnung, seine Gerechtigkeit und sein t it dem tiefsten nhi. 8

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Der Vorstand des

der deutschen Fluß. und Kanalschiffa 8 Generalsekretär,

Schriftführer.

Verantwortlicher Redakteur: Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (J. V.: Heidrich) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. 1 Zehn Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage),

und die offizielle Gewinnliste der 18. Prämien⸗ kollekte zur Herstellung und Ausschmückung 8 der Marienburg. 8

(1012 ¼)

No 101.

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußisch

Berlin, Montag, den 30. April

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität

gering

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